Ausgabe 1 - RhB

rhb.ch

Ausgabe 1 - RhB

Nr. 1 / März 2008








Winterzeit,

die Zeit der Begegnung

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In MGB-Triebzüge dieser Ausgabe laufen vom Stapel

Von Roberto G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr.

1 / 2009

Editorial/Editoriale

Die Stimme der Geschäftsleitung

La Voce della Direzione

Wegweisende Werte

Mitarbeitergeschichten

Albulatunnel

Steinschlag Brusio

Inframation

Nachwuchs beim Glassier Express

Modernisierung der Güterwagenflotte

Novum im Schienengüterverkehr der Schweiz

ALDI Schweiz setzt auf RhB

Von der Strasse – für die Strasse – mit der Bahn

Wintereinbruch

Interview mit Vera Stiffler

Wahrzeichen Landwasser

100 Jahre Davos - Filisur

Damals, vor 30 Jahren

Festivitäten

Die Medienbahn

Neues in Kürze

Unsichere Handlungen

Safety first

Kaderanlass 2008

PEKO

Mittelbünden in Tirano

Weihnachts-Anlass der Materialwirtschaft

Mitwirken

BGM - Schneeschuhlaufen

BGM - Nordic Walking – Metabolic Balance

login - HCD

login infomarket

Sofaprojekt HTW

Abschied von Herbert Anthienen

Nächster Halt Gian-Peter

Pensioniertenfeier

Personalchronik

RhB In-Team

Mitarbeiter-Aktion

Programm ESV Rätia

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch

Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Simon Rageth (ra), s.rageth@rhb.ch

Frontbild: Tolle Mannschaftsleistung / Foto Peter Pfeiffer

Nächster Redaktionsschluss: 15. Mai 2009

Auflage: 3´100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50.– / Ausland: Fr. 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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MGB-Triebzüge Digital im Gleichgewicht laufen vom zum Stapel Analogen

Von Walter Roberto Frei G. Paravicini

Digital im Gleichgewicht zum Analogen

Studien zeigen, dass der Bündner im 2009 einheimisches

Wildfleisch, dem Jäger bar auf die Hand bezahlt,

der im Internet angebotenen Ente aus Peking vorziehen

wird. Sein Feriengeld wird er eher aus dem Portemonnaie

fürs Maiensäss als fürs Shoppen mit der Kreditkarte

in Paris verbrauchen. Und was mögen die RhB-ler im

2009? Eher digitalen Überfluss oder analoge Momente?

Ja, da laufen Deine Gehirnzellen auf Hochtouren. Sei es

auf der Lok vorbei an den vielen Signalen, ohne das

Zurückwinken zum Abfertigungsbeamten. Oder an der

Drehbank, wo das Teilchen computergezeichnet eingepasst

wird, und Du nicht bemerkst, dass Dein Arbeitskollege

schon seit mittags eine saure Mine drauf hat.

Oder im Zug, ah jetzt kommt die digitale Durchsage! Am

Arbeitspult, wo sich die Mailbox sogar über Mittag wieder

aufgefüllt hat, wo die Mails sogar von nebenan via Äther

schneller sind als Dein Arbeitspartner seine Visage auf

«Lächeln» gesetzt hat.

Und kein Schwein, pardon keine Ente kommt persönlich

zu Dir, fragt dich nach Rat, übergibt Dir ein neues Konzept

zur Begutachtung oder auch gleich ein direkter

Auftrag zur Ausführung. Klar sind wir nicht zur Pflege

der Freundschaft am Arbeitsplatz, doch die zwischenmenschlichen

Momente, die persönlichen Emotionen

am und um die Arbeit für die Rhätische Bahn sollen

doch der all zu schnellen, virtuellen und globalen wie

digitalen Welt nicht weichen. Also versuchen wir Bündner,

pardon RhB-ler doch künftig ein ausgewogenes

Gleichgewicht zwischen den digitalen Vorteilen und den

analogen Annehmlichkeiten aufzubauen.

Ihr

Walter Frei

Conciliare il digitale e l’analogico

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Diversi studi attestano che nel 2009 l’«homo grigionensis»

preferirà pagare in contanti la selvaggina locale al cacciatore

piuttosto che ordinare l’anatra pechinese proposta

su Internet. Il budget per le vacanze lo spenderà

verosimilmente per la cascina in montagna piuttosto

che per fare shopping a Parigi, carta di credito alla

mano. E quali saranno i desideri della grande famiglia

della FR per il 2009? Meglio un’overdose digitale o pochi

momenti analogici?

Ammettilo, i tuoi neuroni lavorano a pieno regime. Magari

sul locomotore, sfrecciando lungo la linea disseminata

di segnali, non ricambi il saluto allo spedizioniere.

Oppure al tornio, dove stai affinando l’ingranaggio

disegnato al computer, non ti accorgi che il tuo collega

ha una faccia da funerale già da mezzogiorno. O ancora

in treno, eccoci, adesso parte l’annuncio digitale! O sulla

scrivania, dove la casella della posta elettronica si riempie

e tracima anche durante il mezzogiorno, e le e-mail

dall’ufficio accanto ti giungono più in fretta di quanto

non impieghi il tuo collega a regalarti di nuovo un sorriso.

E non c’è un cristo, scusate, un collega, che venga personalmente

nel tuo ufficio, ti chieda un consiglio, ti

consegni un nuovo progetto da valutare o ti sottoponga

un incarico da portare a termine. So perfettamente che

non siamo tenuti a curare i rapporti di amicizia sul posto

di lavoro, eppure i momenti di scambio interpersonale,

le emozioni individuali suscitate da e sul lavoro per la

Ferrovia retica non dovrebbero essere sacrificate sull’altare

di un mondo troppo frenetico, virtuale, globale o

digitale. Mi appello quindi a voi, grigionesi, anzi no,

famiglia della FR, affinché riusciate a conciliare anche in

futuro i vantaggi dell’era digitale con i piaceri di quella

analogica.

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Enorme Leistungen im Ausnahmewinter

Von Erwin Rutishauser

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Allegra, liebe Mitarbeitende

Der Winter 2008/2009 hatte es wirklich in sich: Schnee

in rauen Mengen, heftige Winde und bissige Kälte - und

dies über viele Tage hinweg! Die Wetterfrösche schwärmen

dann jeweils von neuen Rekorden. Für die RhB-Mannschaften

jedoch bedeuten solche Verhältnisse ständige

Einsatzbereitschaft, harte Arbeit und Überstunden.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin von Ihren

enormen Leistungen über die letzten Wochen und

Monate hinweg tief beeindruckt. Dank der engagierten

Zusammenarbeit über alle Bereiche haben wir es fertig

gebracht, dass die RhB trotz meteorologischem Ausnahmezustand

ihren Kunden eine möglichst gute und

sichere Dienstleistung bieten konnte. Dazu gehörte

auch, dass wir unsere Verantwortung in jedem Moment

wahrnahmen und auch vereinzelt Linien sperrten, wenn

die Lawinengefahr zu gross wurde. In solch turbulenten

Situationen – und meistens kam der grosse Schnee auch

noch am Wochenende – wurde von allen höchste Flexibilität

gefordert: Von unseren Mitarbeitenden genauso

wie von unseren Kundinnen und Kunden, die sich damit

abfinden mussten, dass die Natur stärker war als die

Fahrpläne. Das Verständnis unserer Fahrgäste war

durchwegs beeindruckend: Die RhB hat nach solch

schwierigen Phasen viele Dankesschreiben und Komplimente

erhalten – dies auch dank der professionellen

Bewältigung des Betriebs sowie der kompententen und

freundlichen Information.

Für Ihren grossartigen Einsatz, liebe Mitarbeitende danke

ich ganz herzlich – auch im Namen des Führungsteams.

Ich bin mir bewusst, dass viele von Ihnen über die normale

Arbeitszeit hinaus im Einsatz standen, und dies

ohne wenn und aber. Wie zum Beispiel Lokführer Ursin

Nett, Bahndienst-Gruppenleiter Patrik Suter und Verkehrswegbauer

Giacomo Besseghini, die ich Mitte Februar

früh am Morgen auf einer Schleuderfahrt am Bernina

begleiten durfte. Das Zusammenspiel, die hohe Konzentration,

das gegenseitige Vertrauen und das Können

dieser Männer haben mir vor Augen geführt, was es

heisst, den Bernina unter extremen Bedingungen offen

zu halten. Ohne jahrelange Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl

könnten unsere Teams im Angesicht solcher

Naturgewalten nicht bestehen. Auch die Leute von

Bahnmeister Stefano Crameri wurden an diesem Tag am

Bernina ein weiteres Mal bei Wind und Kälte gefordert.

Um 7 Uhr sind wir auf der Alp Grüm eingetroffen. So gut

hat mir ein Kaffee im Restaurant Alp Grüm noch nie geschmeckt!

Am gleichen Tag stand ich mit Ralph Rechsteiner, Leiter

Bahndienst Süd, hoch oben im Felssturzgebiet von Brusio,

mit einem atemraubenden Blick auf das Kreisviadukt.

Danach folgte eine Sitzung mit den Leitern der

Region Südbünden des Amtes für Wald, mit Geologen

und Sprengfachleuten. Alle zusammen – RhB, Kanton

und Spezialisten – arbeiten mit hohem Sicherheitsbewusstsein

darauf hin, dass wir an Ostern wieder bis

nach Tirano fahren können. Die Verlegung des Bahntrassees

und der Bau eines Schutzwalles werden dies

möglich machen.

Auf der Rückfahrt im Zug liess ich den Tag Revue passieren.

Ich kehrte mit einem guten Gefühl nach Hause zurück

- im Wissen darum, dass überall Mitarbeitende an der

Arbeit sind, auf die in jeder Situation Verlass ist. Ich bin

mir bewusst, dass meine Erlebnisse nur stellvertretend

sind für die vielen ausserordentlichen Einsätze an diesen

wetterbedingt schwierigen Tagen. Sie alle haben Ihr

Bestes gegeben und die Kunden haben dies gespürt.

Das ist unsere RhB; das ist das Zusammenspiel aller Bereiche;

eine Mannschaftsleistung. Darauf dürfen Sie

stolz sein.

Mille grazie Herzlichen Dank Grazcha fich

Ihr

Erwin Rutishauser

Vorsitzender der Geschäftsleitung


Prestazioni straordinarie in un inverno eccezionale

Von Erwin Rutishauser

Allegra, cari collaboratori e care collaboratrici

L‘inverno 2008/2009 è veramente qualcosa fuori del

comune: neve in quantità mai viste, venti tempestosi e

freddo pungente - per giorni e giorni! I meteorologi

fanno a gara nel segnalare nuovi record. Per il personale

della Ferrovia retica, però, queste situazioni significano

costante prontezza d‘intervento, impegno gravoso e ore

di lavoro supplementari.

Non servono giri di parole: sono profondamente colpito

delle enormi prestazioni che avete saputo offrire nel

corso di queste settimane e mesi. Grazie alla fattiva collaborazione

di ogni settore interessato, come RhB siamo

stati capaci di assicurare ai nostri clienti prestazioni di

servizio nel modo più sicuro ed efficiente possibile, a

dispetto delle inusitate situazioni meteorologiche. Questo

ha significato che in ogni momento abbiamo assunto

le nostre responsabilità, anche chiudendo al traffico

singole linee, quando il pericolo di valanghe era troppo

alto. In tali situazioni di turbolenza – e come regola

abbiamo avuto forti precipitazioni nevose proprio nei

fine settimana – a tutti è stata richiesta la massima

flessibilità: dai nostri collaboratori così come dalla

clientela, che ha dovuto adeguarsi al fatto che la natura

sa imporsi anche sull‘orario. La comprensione dei nostri

utenti è stata d‘altronde impressionante: dopo momenti

tanto difficili, la RhB ha ricevuto numerose lettere

di ringraziamento e congratulazioni – merito anche

della gestione professionale dell‘esercizio e delle informazioni

cortesi e competenti.

Vi sono sinceramente grato, care collaboratrici e cari collaboratori,

anche in nome degli altri membri della direzione.

Sono consapevole che molti fra voi sono rimasti al

loro posto oltre il normale tempo di lavoro, senza se e

senza ma. Vi citerò come esempio il macchinista Ursin

Nett, il capo team del servizio lavori Patrik Suter e il costruttore

di vie di comunicazione Giacomo Besseghini,

che a metà febbraio ho accompagnato nelle prime ore

del mattino durante una corsa per lo sgombero della

neve sulle rampe del Bernina. La cooperazione, l‘eleva-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

to grado di concentrazione, la reciproca fiducia e le capacità

di queste persone mi hanno ricordato che cosa

voglia dire tenere aperto il Bernina in simili estreme

condizioni. Senza i loro lunghi anni di esperienza e la

spiccata sensibilità, i nostri team non saprebbero resistere

a tali forze della natura. Anche i collaboratori del

capolinea Stefano Crameri, in questo giorno sul Bernina

hanno nuovamente mostrato tutto il loro impegno

nell‘affrontare il freddo e il vento. Alle 7 siamo arrivati

all‘Alp Grüm, nel locale ristorante ho bevuto un caffè

come mai avevo gustato prima!

Lo stesso giorno, con Ralph Rechsteiner, responsabile

del servizio lavori Sud, ho visto dall‘alto la zona della

frana che ha danneggiato il viadotto elicoidale di Brusio;

una visione mozzafiato. È poi seguita una riunione

coi responsabili della Regione Südbünden, i forestali, i

geologi e gli specialisti di esplosivi. Insieme – RhB, Cantone

e tecnici – lavoriamo con grande senso della sicurezza

affinché a Pasqua si possa circolare nuovamente

fino a Tirano. Lo renderanno possibile lo spostamento

del tracciato ferroviario e la costruzione di ripari protettivi.

Nel viaggio di ritorno, ho rivisto con la mente queste

lunghe ore. Rientrando a casa ero sereno, nella consapevolezza

che ovunque sono al lavoro collaboratrici e

collaboratori cui posso dare fiducia in ogni situazione.

Comprendo bene che quanto da me vissuto rappresenta

solo una parte dello straordinario impegno dimostrato

in questi giorni resi difficoltosi dal maltempo. Voi tutti

avete dato il meglio, e i clienti lo hanno capito. Questa

è la nostra Ferrovia retica, questa è la cooperazione fra

tutti i settori, un vero gioco di squadra. Potete esserne

orgogliosi.

Mille grazie - Herzlichen Dank - Grazcha fich

Il vostro

Erwin Rutishauser

Presidente della Direzione aziendale

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Wegweisende Werte

Von Patricia Demarmels

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

In Vulpera erhielt das Höhere und Mittlere Kader einen

persönlichen Bilderrahmen mit den neuen Werten der

Rhätischen Bahn. Nun nützt dies herzlich wenig, wenn

diese nicht auch gelebt werden. Wie sollten wir also

Werte wie

■ Wir sind ein leistungsstarkes und zukunftsorientiertes

Unternehmen

■ Wir bieten unseren Kunden ein unvergessliches Erlebnis

■ Wir arbeiten nachhaltig und sind flexibel

■ Die RhB ist ein fortschrittlicher Arbeitgeber in Grau-

bünden

■ Wir arbeiten offen und ehrlich miteinander und

übernehmen Verantwortung

■ Die Führungskräfte der Rhätischen Bahn sind Vorbilder

■ Wir kommunizieren offen und transparent

unseren Mitarbeitern näher bringen und auch noch ihre

Akzeptanz geniessen? Anlässlich einer Regionalen Kadersitzung

(RKS) von P und V der Region Chur/Surselva

waren kreative Ideen gefragt. Herausgekommen ist ein

Wegweiser, der die die Richtung für die Werte bildlich

darstellt. Statt einfach nur den Wert darauf festzuhalten,

entschieden wir, die Mitarbeiter an der Front mit

einzubeziehen. Jede zweite Woche symbolisierte ein

Mitarbeiter auf einem Foto einen neuen Wert. Ein kurzer

Text erklärte den Zusammenhang zwischen Bild und

Wert.

Das Ergebnis sind witzige und treffende Wegweiser,

welche in der gesamten Region aufgehängt sind. Als

krönender Abschluss wurde aus den Wegweisern Tischsets

gedruckt, welche die Tische am Mitarbeiteranlass

im Januar 2009 zierten.

Nun gilt es, die kennen gelernten Werte auch zu leben

und zwar nicht nur regionenintern.


«Sie bieten ja einen unglaublichen Service!»

Von Marco Kollegger, Betriebsdisponent Samedan

Leitsatz: Wir sind ein flexibles Unternehmen.

An einem Adventsabend schilderte mir am Billetschalter

ein freundlicher älterer Herr ein Missgeschick: Er habe

seine Tasche im Hotel Alpina in Klosters vergessen. Zum

Inhalt der Tasche gehörten unter anderem Reservationen

und Tageskarten 1. Klasse, die der Gast unbedingt

anderntags für die Weitereise ab St. Moritz mit dem

Glacier Express ins Wallis benötigte. Wahrlich eine Notsituation

dachte ich mir! Der Herr erkundigte sich, ob es

wohl möglich wäre, dass jemand vom Bahnhof die

Tasche im Hotel Alpina abholen würde und sie dem Zugbegleiter

bis nach Sagliains mitgeben könnte. Er fahre

dann mit dem nächsten Zug zurück nach Sagliains und

hole die Tasche beim Zugbegleiter ab.

Ich fand dies keine gute Idee. Stattdessen schlug ich

vor: «Fahren sie ruhig weiter nach St. Moritz und

machen Sie nach dem Nachtessen einen gemütlichen

Verdauungsspaziergang zum Bahnhof. In der Zwischenzeit

organisiere ich Ihnen gerne den Transport Ihrer

Tasche. Sie können sie noch heute Abend beim Fahrdienstleiter

in St. Moritz abholen.» Der ältere Herr und

die verdutzte Lehrtochter neben mir staunten nicht

schlecht über mein Angebot. «Sie bieten ja einen

unglaublichen Service!» – «Bitte keine Vorschusslorbeeren»,

dachte ich mir. Falls meine Aktion in die Hosen

geht sehen wir alt aus. Herr Dürst - so hiess der Herr -

gab mir seinen Namen und ich telefonierte sogleich mit

der hilfsbereiten Rezeptionistin vom Hotel Alpina und

allen beteiligten Stationen. Vorbildlich so wie es sich

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

gehört, wurde das wichtige Objekt von den Kollegen in

Klosters verpackt und mit Transportplan den Umladestationen

nach St. Moritz vorgemeldet. Herr Dürst verabschiedete

sich bei mir und nahm dankend den nächsten

Zug nach St. Moritz.

Das Resultat

Ich hatte die Angelegenheit am Schalter schon fast vergessen,

als mich ein Kollege einige Tage später auf einen

Artikel in der Engadiner Post aufmerksam machte. Unser

Kunde schilderte dort seine positiven Erfahrungen mit

der Rhätischen Bahn. Froh, dass alles bestens geklappt

hat, nahm ich den Leserbrief mit Freude zur Kenntnis.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Kollegen in

Klosters, Scuol, St. Moritz, Samedan dem Zugpersonal

und der freundlichen Rezeptionistin vom Hotel Alpina in

Klosters bedanken. Ohne ihre zuverlässige Mithilfe wäre

das Adventsmärchen für unseren Gast nicht zustande

gekommen.

Die sieben Leitsätze sind nicht bloss Theorie, sondern

werden im Unternehmen schon lange gelebt. Die Geschichte

von Matthias Sauter auf Seite 8 zeigt, dass diese

Werte heute, aber auch schon vor 20 Jahren gelebt wurden.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte! Senden Sie diese

an medien@rhb.ch oder nehmen Sie für Fragen

telefonisch Kontakt mit uns auf (990.406).

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«Dagegen muss ich etwas unternehmen»

Von Matthias Sauter, Lokführer Chur

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Leitsatz: Wir sind ein zukunftorientiertes Unternehmen.

Diese Begebenheit hat sich vor etwas mehr als 20 Jahren

zugetragen und zeigt: damals ebenso wie heute ist die

Eisenbahn auf aufmerksame, motivierte Mitarbeiter

angewiesen, die die Bedürfnisse der Kunden erkennen

und handeln.

Es war einmal eine kleine Haltestelle an einer bekannten

Eisenbahnlinie. Eigentlich fehlte der kleinen Haltestelle

alles, was eine richtige Haltestelle ausmacht,

denn sie bestand nur aus einer Fahrplantafel, die an

einer Stützmauer angebracht war. Die Personenzüge

hielten nur auf Verlangen, wenn sich die Reisenden

durch Handzeichen dem herannahenden Zug bemerkbar

machten. Dennoch wurde die kleine Haltestelle von

den Bewohnern des nahen Vorstadtquartiers gerne

genutzt. An schönen Tagen kamen oft auch Wanderer

hier vorbei, um das letzte Stück ihres Ausflugs mit dem

Zug zurückzulegen.

An einem späten Sommernachmittag fuhr Lokführer H.T.

mit seinem Personenzug stadtwärts und sah an der

kleinen Haltestelle eine Gruppe Wanderer warten. Einige

von ihnen waren nach anstrengender Wanderung zu

müde zum Stehen, so dass sie sich auf den Boden

gesetzt hatten. «Es darf doch nicht sein, dass unsere

Kunden im Dreck sitzen müssen», dachte sich H.T. «Dagegen

muss ich etwas unternehmen!»

Es begab sich, dass zu dieser Zeit in der nahen Stadt ein

Industriebetrieb geräumt und nicht mehr benötigtes Inventar

günstig abgegeben wurde. Schon am nächsten

Tag nahm Lokführer H.T. seinen Anhänger hervor und

fuhr zu dieser Fabrik. In der Masse der bereitgestellten

Utensilien fand er genau, was er suchte: eine Sitzbank,

nicht besonders elegant aus Profileisen geschweisst,

dafür aber stabil und robust. «Dieses alte Ding kannst

du gratis mitnehmen, die stand früher in der Garderobe

unserer Arbeiter», beschied ihm der anwesende Werkmeister.

H.T. lud die Bank in den Anhänger, fuhr zu seinem

Depotchef und erklärte ihm sein Vorhaben. Der

Depotchef stimmte sofort zu: «Gute Idee, wir bringen

die Bank gleich in die Werkstatt, schleifen die alte Farbe

ab und geben ihr einen passenden Anstrich.» Nach

einigen Tagen übergab der Depotchef die in neuem Lack

rot und silbern glänzende Bank dem Bahnmeister. Dieser

nahm sie anlässlich einer Unterhaltsfahrt zu der kleinen

Haltestelle mit und stellte sie auf.

Das Resultat:

Für viele Jahre stand die Bank nun dort und so mancher

Reisende war froh, die Zeit bis zur Ankunft des Zuges

nicht stehend oder gar am Boden sitzend verbringen zu

müssen. Ein aufmerksamer Mitarbeiter hat hier ein

Kundenbedürfnis erkannt und gehandelt. Einfach so,

ohne Auftrag und ohne dafür eine Belohnung zu erwarten.

Verschiedene Dienststellen, die eigentlich für andere

Aufgaben zuständig waren, haben ihn dabei spontan

unterstützt. Dies ist inzwischen alles Geschichte. Die

kleine Haltestelle wurde unterdessen aufgehoben und

die Bank ging vermutlich den Weg allen alten Eisens.


Albulatunnel auf dem Prüfstand

Von Peider Härtli

Der 1903 eröffnete Albulatunnel an der Linie Chur –

Thusis – St. Moritz ist eine Pionierleistung des schweizerischen

Eisenbahntunnelbaus und auch heute noch

eine wichtige Verbindung von der Kantonshauptstadt

ins Engadin und ins Puschlav. Der Tunnel hat eine Länge

von 5‘865 m und der höchste Punkt liegt auf ca. 1‘800

m ü. M. Es ist damit der höchstgelegene Alpendurchstich.

Im Jahr 2006 wurde der Tunnel im Rahmen der Hauptinspektion

erstmals systematisch nach einheitlichem

Schadenskataster inspiziert. Dabei zeigt sich, dass rund

60% des Tunnels in den nächsten Jahren instand

gestellt werden müssen. Zusätzlich ist die Tunnelhöhe

zu gering, die Kabelanlagen und die Tunnelentwässerung

müssen ersetzt und die Sicherheitsansprüche den

heutigen Gesetzgebungen angepasst werden. Die Summe

der unterschiedlichen technischen Problemstellungen

drängt eine integrale Erneuerung der Gesamtanlage in

den nächsten Jahren auf.

Historisch Bahnbau

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Die Rhätische Bahn hat deshalb in diesem Jahr verschiedene

Varianten für eine umfassende Erneuerung

ausgearbeitet. Die Resultate wurden durch einen externen

Berater überprüft und auf Stufe Konzept weiterentwickelt

und vertieft.

Der Verwaltungsrat der Rhätischen Bahn hat nun beschlossen,

dass eine integrale Instandsetzungsvariante

und eine Neubauvariante auf Vorprojektsreife auszuarbeiten

ist. Die RhB geht davon aus, dass noch in diesem

Jahr die Frage der Varianten und eine mögliche Finanzierungsart

mit Bund und Kanton geklärt werden kann.

Die Kosten der Varianten können erst nach Vorliegen der

Vorprojekte beziffert werden. Nach dem Variantenentscheid

muss das Bauprojekt ausgearbeitet werden und

die Plangenehmigung beim Bundesamt für Verkehr eingeholt

werden. Bei einem reibungslosen Ablauf kann

davon ausgegangen werden, dass mit dem eigentlichen

Bau frühestens Ende 2011 begonnen werden kann.

Albulatunnel heute

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Flexibilität und Kreativität im Valposchiavo

Text von Simon Rageth und Peider Härtli, Bilder von Christian Ticar und Jürg Jost

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Mit einem Vier-Massnahmen-Plan gegen instabilen

Felsabschnitt bei Brusio

Am Sonntagnachmittag, 14. Dezember 2008, haben

Steinschläge die RhB-Strecke nördlich des Kreisviaduktes

von Brusio erfasst. Das Bahntrassee und die Fahrleitung

wurden auf einem Abschnitt von rund 150 Metern

beschädigt. Unterdessen fanden vor Ort umfassende

Beurteilungen der Situation statt. Die Rhätische Bahn

hat in enger Zusammenarbeit mit Vertretern des Amtes

für Wald einen Vier-Massnahmen-Plan erarbeitet. Die

komplexe Umsetzungsphase ist bereits angelaufen, um

den Bahnbetrieb zwischen Poschiavo und Tirano vor Ostern

wieder aufnehmen zu können. Die Kosten belaufen

sich auf 3 – 4 Mio. Franken.

Zusammen mit Spezialisten wurde das Anrissgebiet

beurteilt und ein Spreng- und Sicherungskonzept mit

vier Massnahmen erarbeitet. Die Umsetzung des Vier-

Massnahmen-Plans ist bereits angelaufen.

Der Vier-Massnahmen-Plan sieht erstens vor, dass instabile

Felsmassen einzeln heruntergesprengt werden.

Die «Sprengphase» wurde im Februar durchgeführt. Als

zweite Massnahme wird parallel ein Überwachungs-

und Alarmierungssystem aufgebaut, um die Arbeitssicherheit

zu gewährleisten und in Zukunft die Felsmassen

in der gefährdeten Zone überwachen sowie

Verschiebungen messen zu können. Drittens wird das

Bahntrassee auf einer Länge von rund 200 Metern um

15 Meter talwärts verschoben. Das neue Bahntrassee

dient damit auch als Schutzdamm. Viertens wird der

Bereich um das Kreisviadukt zur Erhöhung der Sicherheit

des Objekts situativ lokal geschützt.

Die totalen Kosten für alle Sicherungsvorkehrungen

betragen voraussichtlich CHF 3 – 4 Mio. und werden von

Bund, Kanton, Amt für Wald sowie der Rhätischen Bahn

getragen. Dank einer lösungsorientierten und guten Zusammenarbeit

zwischen der Rhätischen Bahn und dem

Amt für Wald konnte so schnell eine Lösung gefunden

werden. Ambitiöses Ziel ist es nun, alle Massnahmen bis

Mitte April umzusetzen, sodass der Bahnbetrieb rechtzeitig

zu Ostern wieder aufgenommen werden kann.

Mit verschiedenen Massnahmen hat die RhB den Betrieb

über die Zeit des Unterbruchs möglichst optimal organisiert.

So erreichen die Fahrgäste während dieser Zeit Tirano

(und umgekehrt) mit einem Ersatzdienst auf der Strasse.

Zudem wurde in einer spektakulären Aktion neun «eingeschlossene»

Fahrzeuge auf Tiefgangwagen der Firma

Tschudi auf der Strasse von Campocologno nach Miralago

überführt und da wieder dem RhB-Netz zugefügt. Dank

einer vorbildhaften und sehr konstruktiven Zusammenarbeit

zwischen RhB, den kantonalen Behörden, den

Gemeinden Poschiavo und Brusio sowie den Mineralölkunden

konnte am 20. Januar eine provisorische Mineralölumschlaganlage

in Miralago in Betrieb genommen

werden. Damit kann das Engadin in der intensiven Winter-

Hochsaison auf dem Schienenweg mit Heizöl versorgt

werden – und erspart der Berninapasstrassee täglich 12

zusätzliche Lastwagenfahrten


Inframation

Von Reto Sidler

Steinschlagereignis vom 14.12.2008 in Brusio

Die Felsräumungsarbeiten im Ausbruchgebiet wurden

bereits am 12.01.2009 aufgenommen. Im Bereich des

Talbodens wurde am 09.02.09 mit dem Schutzdammbau

begonnen. Bis Anfang März kann jedoch aufgrund

der Steinschlaggefahr nur in zwei Teilbereichen Nord

und Süd gearbeitet werden. Der zentrale Arbeitsbereich

wird erst nach Abschluss der wichtigsten Felsräumungen

freigegeben werden.

Linie 15 Chur – St. Moritz

Landwasserviadukt, km 63.070

Der Landwasserviadukt ist eine der bedeutendsten,

wenn nicht die bedeutendste Mauerwerksbrücke auf

dem Netz der Rhätischen Bahn. Nach mehrmaliger

Verschiebung infolge der UNESCO Kandidatur wird das

Bauwerk nun in diesem Jahr instand gestellt. Die Baumassnahme

beinhaltet den Einbau eines Stahlbetonschottertroges

und die Instandsetzung der Mauerwerksfugen.

Baubeginn ist der 9. März. In den ersten

neun Wochen erfolgt die Einrüstung des Bauwerks.

Anschliessend beginnen die eigentlichen Bauarbeiten,

welche bis Mitte September dauern. Zum Schluss erfolgt

der Rückbau des Arbeitsgerüstes so dass das Bauwerk

Ende November wieder in jugendlicher Frische erscheint.

Abbruch ob Kreisviadukt

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Scuol-Tarasp, Stationsumbau

Wegen den Bauarbeiten Tasnatunnel wird die Strecke

Ardez – Scuol-Tarasp ab Mitte März 2009 für acht Monate

unterbrochen und ein Bahnersatzdienst eingerichtet.

Während diesem Betriebsunterbruch wird nun auch der

ursprünglich im 2010 geplante Stationsumbau Scuol-

Tarasp ausgeführt. Das Bewilligungsverfahren ist eingeleitet

und die Bauarbeiten sollen anfangs Juni beginnen.

Es ist eine Erneuerung resp. ein Ersatz der gesamten

bahntechnischen Anlagen sowie ein Umbau des 1913

vom Architekten Meinrad Lorenz im Bündner Heimatstil

erbauten Aufnahmegebäudes vorgesehen. Der Billettverkauf

wird in Zukunft wieder in der ursprünglich dafür

vorgesehenen repräsentativen Haupthalle stattfinden.

Das historische Perrondach wird als Zeitzeuge im ursprünglichen

Zustand erhalten. Die beiden in späteren

Jahren angebauten Seitenflügel des Perrondaches werden

abgebrochen.

Landwasserviadukt vor der Sanierung

Bild unten: Bahnhof Scuol-Tarasp heute

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Für den bequemen Zugang zu den Zügen wird zwischen

Gleis 1 und 2 ein gemeinsamer, überdachter Hochperron

erstellt. Das Gleis 1 endet beim Aufnahmegebäude

mit einem Prellbock, die Züge Gleis 1 und 2 sind damit

ohne Überschreiten von Gleisen ab dem Bahnhofplatz

direkt erreichbar.

Die neue fernsteuerbare Sicherungsanlage mit gesicherten

Rangierfahrstrassen wird in Zukunft die sichere und

effiziente Betriebsabwicklung des Reise- und Güterverkehrs

wesentlich erleichtern. Eine zusätzliche Blockstelle

im Tasnatunnel ermöglicht zudem kürzere Zugfolgezeiten

zwischen Ardez und Scuol-Tarasp.

Mit der Wiedereröffnung der Strecke Ardez – Scuol-

Tarasp Ende November 09 soll der neue Bahnhof in

Betrieb genommen werden. Die Gesamtkosten für den

Umbau sind mit CHF 21.5 Mio. veranschlagt.

Tirano OBE der Via Elvezia

Der Steckenunterbruch bei Brusio wird genutzt um in

der Via Elvezia in Tirano den gesamten Oberbau zu

erneuern, km 59.210 – 59.714. Im Hinblick auf die

Beschaffung neuer, leistungsstarker Treibzüge muss die

Bahnstromversorgung von Campocologno nach Tirano

verstärkt werden, welches durch einen zusätzlichen

Gleichrichter, in Campocologno, mit einer eigenen Speiseleitung

nach Tirano erfolgt. Die Einspeisung erfolgt im

Bereich der Brücke Rasiga eingangs Tirano sowie im

bestehenden Schaltposten in Tirano. Damit die Querschnittverstärkung

bis in die Station erfolgen kann, wird

Bahnhof Scuol-Tarasp morgen Strassenabschnitt in Tirano heute

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durch den Kabeldienst ein neuer Kabelrohrblock erstellt.

Auf dem Streckenabschnitt OBE wird in Längsrichtung

ein 6 K Ø 132/120 Rohrblock erstellt, wobei die Anlagenteile

der Sicherungs- u. Fahrleitung ebenfalls

erschlossen werden. Als besonderer Knackpunkt werden

sich in der kurzen Bauzeit ebenfalls die bestehenden

Werkleitungen der Gemeinde Tirano sowie die Verkehrsführung

des privaten Verkehrs herausstellen. Die bestehende

Fahrbahn aus Verbundsteinen wird durch Belag

ersetzt. Baubeginn ist Anfangs März 09, Baudauer fünf

Wochen.

Kundeninformationssystem Ausbau auf das ganze Netz

Im Spätherbst 07 und im Frühjahr 08 wurden durch den

Kabeldienst auf der Teststrecke Landquart – Reichenau

u. Landquart – Klosters Platz, mit der Erstellung der

Fundamente und den Erschliessungen der Elektrischen

Leitungen für das KIS, (Kundeninformationssystem), BA

(Billettautomaten) und MFK, (Mehrfahrtenkartenentwerter)

begonnen. Anschliessend wurden im Sommer

08, auf dem ganzen Netz die Fundamente, Zuleitungen

sowie die Verkabelungen für den BA und MFK ausgeführt.

Mit der Etappe 09 erfolgt nun der Ausbau KIS auf

dem ganzen Netz. Auf 72 Bahnhöfen werden 84 Stelen

bzw. KIS Fundamente erstellt, erschlossen und verkabelt.

Zusätzlich werden 34 Überkopfanzeiger erschlossen

und verkabelt. Für die Umsetzung der Tiefbauarbeiten

und Verkabelungen stehen dem Kabelbau, drei

Monate zur Verfügung, damit anschliessend die Montage

und Inbetriebnahme der Stelen bis November 09 erfolgen

kann.

Fundamente von KIS (Quadratisch mit

Gewindestangen), BA (mit Metallrahmen)

und Entwerter (Quadratisch ohne

Gewindestangen gleich neben BA)

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Der Glacier Express bekommt Nachwuchs

Von Matthias Müri

Premium-Glacier Express auch ab Davos

Ab der Sommersaison 2009 wird auch der Glacier Express

ab Davos nach Zermatt auf das hohe Niveau der

Kompositionen ab St. Moritz gehoben: Die Rhätische

Bahn und die Matterhorn-Gotthard-Bahn beschaffen

zusammen acht zusätzliche Panoramawagen, davon

zwei der 1. Klasse, vier der 2. Klasse sowie zwei Servicewagen

mit Panorama-Bar. Diese ersetzen diejenigen der

allerersten Generation und die alten Verstärkungswagen.

Damit können die beiden Bahnen auch auf dem

«Davoser GEX» den hohen Standard des Premium-Servicekonzeptes

mit Verpflegung am Sitzplatz anbieten.

Dank des hohen Qualitätsstandes der RhB-Werkstätte

Landquart konnte die Rhätische Bahn von der Stadler AG

den Montageauftrag für die acht neuen Fahrzeuge gewinnen.

Dies beinhaltet nebst Engineering, Konstruktion

und Einbau der Küche in die beiden Servicewagen auch

die komplette Montage, Innenausbau, Verdrahtung und

Untergestell-Verrohrung an allen acht Wagen. Stadler

liefert die leeren, gespritzten Wagenkasten und die

Einzelkomponenten an die RhB, diese gibt die fertigen

Panoramawagen an den Betrieb ab.

Nebenbei erreichen RhB und MGB mit diesem Vorgehen

eine Terminbeschleunigung, sodass die Fahrzeuge bereits

ab Mai / Juni 2009 einsatzbereit sind.

Der Geburtsvorgang der neuen Panoramawagen

Zurzeit sind die acht neuen Panos bei Stadler AG in

Altenrhein und bei der Rhätischen Bahn in Landquart in

ganz unterschiedlichen Bauzuständen anzutreffen.

Die folgenden Bilder sprechen deutlich, was es bedeutet,

einen Wagen vom rohen Metallprofil bis zum genussfertigen

Reisetraum zu entwickeln.

Lassen Sie sich mitnehmen in die Entstehungsgeschichte

unseres neuen Glacier Express…

Bild 1: Am Anfang stehen immer die rohen Metallteile. Dies

hier sind jedoch bezüglich Festigkeit und Form genau berechnete

und optimierte Strangpressprofile.

Bild 2: Der Wagenkasten wird aus verschiedenen Profilen

und Blechen zusammengeschweisst, gerichtet, verputzt und

genau vermessen.

Bild 3: Der vorgereinigte Kasten kommt in die Sandstrahlhalle.

Die sandgestrahlte Oberfläche ist die wichtigste Grundlage

für eine gute Haftung des Farbanstriches. Übrigens: wie

wunderschön doch Technik sein kann...!

Bild 4: Der Wagenkasten erhält in der Malerei einen mehrschichtigen

Farbaufbau, bestehend aus Grundierung, Spachtel,

Grundfarbe und den zwei Decklackfarben Glacier-Rot

und Gletscherblau.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Bild 5: Ein Speziallastwagen mit ausgeklügelter Transporteinrichtung

bringt den fertig bemalten Kasten von Stadler

Altenrhein in die RhB-Werkstätte Landquart.

Bild 6: Der Kasten wird mit dem Kran vorsichtig abgeladen

und steht nun auf Diplorys bereit für die weiteren Arbeiten.

Bild 7: Hier entsteht der «schwimmende» Fussboden, bestehend

aus Gummiblöcken - rundherum gefüllt mit Isoliermaterial

- und der darüberliegenden Holzplatte, auf die später

der Teppich zu liegen kommt.

Bild 8: Die Grosskomponenten werden möglichst einbaufertig

geliefert, so auch die WC-Kabine. Sie wird an den mit den

notwendigen Flüssigkeits- und Luftrohren vorbereiteten

Platz montiert.

Bild 9: Das Einkleben der Fensterscheiben in den Wagenkasten

erfordert bezüglich sauberen und exakten Arbeitens sowie

des zeitlichen Ablaufes Präzision und Qualität.

Bild 10: Im elektrischen Apparatekasten laufen alle Fäden

zusammen. Von hier aus werden die verschiedenen Systeme

des Fahrzeuges gesteuert und geregelt: Türen, Beleuchtung,

Heizung, Klima, Zielanzeigen, Lautsprecheransagen und

Sitzplatzbeschallung, Toilette, Gleitschutz für die Räder usw.

Bild 11: Vor dem Abdecken der Teppiche und dem Setzen der

Stühle und Tische erfolgt die Fixierung der Deckenluftkanäle

und Verkleidungen. Zuvor waren die Supports für die Befestigung

der Bestuhlung montiert, Wände und Decke mit Isolation

versehen, die Verkabelung eingezogen und die Bodenheizkörper

eingebaut worden.

Bild 12: Die Panorama-Bar in den Servicewagen nimmt

Gestalt an: Stehtischchen und Railbar-Möbel, die runde

Stehbar sowie Abteildecke und Stirnwandtür sind montiert.

Bild 13: Auch die luxuriös ausgestattete Küche macht Fortschritte.

Welcher Koch und welche Hausfrau träumen nicht

von Kochherd, Umluftofen, Kühl-/Gefrierschränken und Abwaschmaschinen,

geschweige denn von Steamer, Grillplatte,

Toaster, Kaffeemaschinen und sogar von Tellerwärmeschränken

und grossem Weinkühlschrank?! Leistungsfähige Abzug-

und Luftentkeimungsanlagen runden das Küchenportefeuille

ab. Die gesamte Küchenkonstruktion und -elektrik, inklusive

zugehörige Einrichtungen im Wagen-Untergestell wurde übrigens

durch die Rollmaterialtechnik in Landquart entwickelt.

Bild 14: Die wegen der später montierten Schürzen für den

Fahrgast nicht sichtbaren, aber doch sehr anspruchsvollen

Untergestell-Einrichtungen, Apparate und Verrohrungen

nehmen ebenfalls Gestalt an.

Bild 15: Die Klimageräte auf dem Dach an den Wagenenden

sowie die Stirnwandanbauten und Armaturen lassen das

Fahrzeug schon recht komplett aussehen. Aber noch ist sehr

viel Arbeit zu tun, bis es geprüft und in Betrieb gesetzt die

Hallen verlassen darf.

Bild 16: Inzwischen ist die RhB-Werkstätte Landquart mit

der neuen Errungenschaft gefüllt. Glacier Express, wohin das

Auge reicht…

Bilder 17, 18, 19: Unser Ziel, auf das wir in Landquart mit

Hochdruck hinarbeiten: Die fertigen neuen Wagen verlassen

unsere Werkstätte termingerecht Richtung Chur - St. Moritz / Davos

/ Zermatt, um den Fahrgästen ab Juni 2009 im Glacier Express

ihren Reisetraum zu erfüllen…

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Modernisierung der Güterwagenflotte

Von Daniel Frei

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Veränderte Kundenbedürfnisse

Die Voraussetzungen im Transportgewerbe haben sich in

den letzten Jahren stark verändert. Die Nachfragen nach

Transportlösungen im kombinierten Verkehr «Strasse-

Schiene» sind stark gestiegen und immer mehr Speditionsunternehmen

drängen mit modernen, den Marktbedürfnissen

entsprechenden Fahrzeugen, auf den

Markt.

Die Rhätische Bahn als grösstes Transportunternehmen

im Kanton Graubünden will ihre Marktanteile im Güterverkehr

nicht nur behalten, sondern weiter ausbauen.

Mit der bestehenden Güterwagenflotte ist dies nicht

möglich, denn viele Fahrzeuge haben ihren Lebenszyklus

bereits mehr als überschritten. Um auf dem Markt weiterhin

bestehen zu können, wurde 2006 die Modernisierung

des Güterwagenparks in Angriff genommen. Die

Erneuerung umfasst einerseits die Ausmusterung von

alten, unterhaltsintensiven, meist zweiachsigen Fahrzeugen

und andererseits die Beschaffung von neuen,

dem Stand der Technik entsprechenden, vierachsigen

Güterwagen.

Aufbau und Konstruktion

Der Aufbau der zu beschaffenden Güterwagen ist grundsätzlich

identisch. Das Untergestell ist eine robuste

Stahlkonstruktion, aufgesetzt auf zwei Drehgestellen

des Typs TBT SS1000. Die Verbindung zwischen den

Drehgestellen und dem Untergestell ist mittels Drehpfanne

realisiert.

Über tiefer liegende, verzinkte Gitterroste ist die gesamte

Wagenfläche begehbar. Im Bereich der Drehgestelle sind

zum Schutz der Fracht Funkenschutzbleche angebracht.

An beiden Stirnseiten sind Rangierplattformen mit

klappbaren Haltestangen und Sicherheitstritten angeordnet.

Das Fahrzeug verfügt über eine automatische, dreistufige

Vakuumbremse sowie eine Feststellbremse. Die Betätigungsorgane

(Lastumstellhebel und Handräder) sind

seitlich am Wagen angeordnet.

Rollmaterialbeschaffung

Die Beschaffung des neuen Rollmaterials erfolgt gestaffelt und erstreckt sich über mehrere Jahre.

Etappe Jahr Stk. Typ Nummer Beschreibung Nutzlast

I 2007…2008 10 Sgp Sgp 7601-10 Flachwagen Holz 44 t

5 Rp Rp 65301-05 Flachwagen ACTS Flachwagen ACTS

15 Sb Sb 65675-89 Containertragwagen 36 t

Total 30

II 2009…2010 10 Re-t Re-t 65401-10 Flachwagen polyvalent 46 t

20 Sb-t Sb-t 65655-74 Containertragwagen 36 t

Total 30


Flachwagen für Holz- und Containertransport

Sgp 7601-10

Für den Transport von Rundholz sind beidseitig je sechs

schwere, am Untergestell festgeschraubte Doppelrungen

mit Ratschen und Gurten angeordnet.

Die Fahrzeuge sind mit sechzehn schwenkbaren CT-Riegeln

(Containerzapfen) bestückt und können streckenbezogen

auch für den Transport von ISO-Containern

eingesetzt werden. Die CT-Riegel sind so angeordnet,

dass verschieden grosse ISO-Container befördert werden

können. Der Containertransport setzt eine Demontage

der schweren Doppelrungen in den Werkstätten voraus.

Die Wagen verfügen über keinen eigentlichen Fussboden.

Das Rundholz liegt auf quer zur Fahrzeuglängsachse

angeordneten, 60 mm starken, hölzernen Auflagen.

Durch die leicht erhöhte Lage können die untersten

Rundholzstämme besser mit einer Holzzange gegriffen

werden.

Flachwagen für Holz- und ACTS-Behältertransport

Rp 65301-05

Zur Sicherung der ACTS-Behälter beim Transport sind

stirnseitig je zwei schwenkbare Riegelbalken angeordnet.

In der Wagenmitte werden die ACTS-Behälter entsprechend

ihrer Länge mit steckbaren Anschlagkeilen

gesichert. Die seitliche Behältersicherung erfolgt mit

Drehrungen. Für den Stammholztransport sind Ratschen

mit Gurten montiert.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Tragwagen für ISO-Container und Wechselbehälter

Sb-t 65655-74, Sb 65675-89

Die Wechselbehälter und 20“ ISO-Container werden mit

vier Containerzapfen, welche auf den beiden Längsträgern

fest angeschweisst sind, auf dem Wagen positioniert.

Die Fahrzeuge der Serie Sb-t 65655-74 sind zusätzlich

mit einer durchgehenden, pneumatischen Speiseleitung

ausgerüstet.

Flachwagen polyvalent einsetzbar Re-t 65401-10

Die Wagen verfügen über einen 60 mm starken Holzboden,

steckbare Stirn- und klappbare Seitenwände aus Aluminium.

Für den Stammholztransport sind beidseitig je

sechs Standard-Drehrungen angeordnet. Die Ladung

kann mit sechs schwenkbaren Spannrollen gesichert

werden.

Die Fahrzeuge sind mit sechzehn schwenkbaren CT-Riegeln

(Containerzapfen) bestückt und können streckenbezogen

auch für den Transport von ISO-Containern

eingesetzt werden. Die CT-Riegel sind so angeordnet,

dass verschieden grosse ISO-Container befördert werden

können.

Die Fahrzeuge sind zusätzlich mit einer durchgehenden,

pneumatischen Speiseleitung ausgerüstet.

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Novum im Schienengüterverkehr der Schweiz

Von Wiro Capol

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Silo-Kippcontainer für Zementtransporte

Nach Abschluss der Arbeiten an der Umfahrungsstrasse

Klosters wurde bereits im Jahr 2006 mit der Umfahrung

Saas begonnen. Den Zuschlag für die Ausführung der

Bauarbeiten erhielt die Arbeitsgemeinschaft ATUS, welche

ebenfalls den Baustellenbahnhof Büel übernommen

hat. Für die Zementlieferungen wurde von der ATUS die

Firma Vigier Cement AG ausgewählt.

Um die Zementtransporte aus der Westschweiz ökologisch

sinnvoll abzuwickeln, hat sich Vigier Cement AG für

den Bahntransport in Silo-Container entschieden. In

Zusammenarbeit mit SBB Cargo und der Rhätischen

Silo-Kippcontainer in liegender Position

Bahn wurde ein Transportkonzept entwickelt, welches

einen raschen Umlauf der Silo-Container erlaubt und

den Zementbedarf der Tunnelbaustelle sicherstellt.

Die Firma Vigier Cement AG hat für diese Transporte im

Jahr 2006 eine entsprechende Anzahl an Silo-Container

von der Firma Giezendanner Rothrist angemietet. Diese

speziellen Silo-Container sind so konstruiert, dass der

Zement auch ausgeblasen werden kann, wenn der Container

auf dem Bahnwagen liegen bleibt. Entsprechend

sind die Wände des Silo-Containers verstärkt, damit der

notwendige Druck zum Ausblasen des Materials erzeugt

werden kann.

Weil sich dieses System relativ rasch im Bahnverkehr

etablierte, waren bereits im Jahr 2006 auf dem Markt

praktisch keine weiteren Silo-Container für den liegenden

Ablad erhältlich.

Die Firma Vigier Cement AG suchte deshalb zusammen

mit den Firmen Giezendanner und RhB nach einer

Ersatzlösung, um den Mehrbedarf an Containern abdecken

zu können. Nachdem verschiedene Varianten

geprüft wurden, hat man zusammen eine innovative

Lösung gefunden.


Die Firma Giezendanner konstruierte einen Kipprahmen,

welcher auf den RhB-Bahnwagen befestigt werden

kann. Damit ist es möglich, wie bei den Strassenfahrzeugen,

den Silo-Container zu kippen. Somit kann

nun auch ein 20’’ Silo-Kippcontainer, der sonst nur mit

dem LKW ausgeladen wird, auf dem Bahnwagen direkt

entladen werden.

In Zusammenarbeit mit den Technikern von R-Engineering,

wurden vom Leiter Technik der Firma Giezendanner

zwei Kipprahmen auf die Containertragwagen der Rhätischen

Bahn montiert. Weil zum gleichen Zeitpunkt die

ersten neuen Tragwagen der Serie Sb 65675 – 65689 in

Betrieb genommen wurden, hat man zwei von diesen

neuen Wagen für die Montage der Konstruktion ausgewählt.

Dies auch darum, weil diese Tragwagen ein

erhöhtes Lastgewicht von 36 Tonnen gegenüber dem

bereits vorhandenen Wagenmaterial aufweisen.

Nach einem Probelauf im Güterumschlagzentrum Landquart

erfolgte ein Versuchstransport zum Baubahnhof

Büel. Dort wurde bereits im Vorfeld in einer «Nachtübung»

vom Bereich Energie/Fahrleitung – Aussenbereich

Nord die Fahrleitung entfernt. Die Firma ATUS hatte

ebenfalls die notwendigen Betonarbeiten neben dem

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Gleis vorgenommen, damit die Stützen angewendet

werden können.

Dank der reibungslosen Zusammenarbeit aller Beteiligten,

konnten die fahrplanmässigen Transporte von Silo-

Kippcontainer ab Anfang Juni 2008 begonnen werden

und funktionieren seither zur vollen Zufriedenheit der

beteiligten Unternehmen.

Eine innovative Lösung und Novum im Schienengüterverkehr

der Schweiz.

Silo-Kippcontainer in Ausladeposition

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Aldi setzt auf RhB

Von Fredy Bärtsch

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Aldi Suisse AG – ein neuer Güterkunde bei der RhB

Als im Februar 2008 in der Presse publik gemacht wurde,

dass Aldi Suisse AG eine Filiale im Engadin plant, hat

das Produktmanagement Güterverkehr sofort mit dem

Unternehmen den Kontakt gesucht. Nach verschiedenen

Gesprächen mit dem Verantwortlichen für die Logistik

von Aldi Suisse AG zeichnete sich eine Transportlösung

ab, die den Bahntransport auf dem Netz der Rhätischen

Bahn berücksichtigt.

Bereits am Anfang der Verhandlungen wurde ersichtlich,

dass eine Lösung im kombinierten Verkehr mit Wechsel-

behälter die Bedürfnisse des Kunden Aldi am sinnvollsten

abdeckt. Damit war ein rascher Umschlag zwischen

Strasse und Bahn sichergestellt und die empfindlichen

Güter optimal geschützt. Dem Kunden wurden verschiedene

Transportlösungen aufgezeigt und er wurde

zusätzlich bei der Beschaffung des notwendigen Equipments

unterstützt.

Eingehende Abklärungen der Betriebsabläufe durch den

Güterverkehr führten dazu, dass schlussendlich diese

Transporte über den Bahnhof Thusis abgewickelt werden.

Dieser Standort hat viele Vorteile gegenüber dem

Umschlag im Güterumschlagzentrum Landquart. Neben

der direkten Zufahrt ab der Autobahn ist bereits ein

Portalkran vorhanden und mit dem vorhandenen Rangierteam

kann der Bahnhof Landquart wie auch das

Güterumschlagzentrum Landquart entlastet werden.

Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich

Infrastruktur, dem Bahnmeister I-BS-ALB und dem

Bahnhofsteam Thusis konnten innerhalb einer Rekordzeit

noch Änderungen an der vorhandenen Gleisanlage

vorgenommen werden. Damit wurde der Ablauf im

Kranbereich nochmals deutlich verbessert und der


Bahnhof Thusis für diesen Neuverkehr gerüstet.

Auch am Bahnhof Samedan wie im Güterumschlagszentrum

Samedan wurde alles Notwendige unternommen,

damit dieser Neuverkehr reibungslos abgewickelt werden

kann.

Am 4. Dezember 2008 wurde die Filiale in Cho d’Punt

eröffnet und ab dem 17. Dezember konnten bereits die

vollständigen Strassentransporte ab dem Unterland

nach Samedan durch eine kombinierte Lösung Strasse -

Bahn abgelöst werden.

Ab dem Aldi-Verteillager Märstetten werden die Container

mit Frischprodukten bereits um 02h30 Uhr vom LKW

übernommen und nach Thusis gefahren. Hier erfolgt die

Umkranung vom LKW auf den Bahnwagen um ca. 05h00

Uhr und die Container werden mit dem ersten Zug ins

Engadin transportiert. Dort übernimmt ein regionaler

Transporteur die Container, um sie kurz nach 07h30 Uhr

bei der Aldi-Filiale für den Auslad bereit zu stellen.

Medienkonferenz vom 18. Februar 2009 in Thusis. Freuen sich

auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit: Erwin Rutishauser und

Sven Bradke, Kommunikationsbeauftragter Aldi Schweiz.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Derzeit verkehren täglich mit dem Frühzug ein bis zwei

Wechselbehälter und mit dem Güterzug am Mittag

ebenfalls ein bis zwei Wechselbehälter ab Thusis nach

Samedan. Somit kann das Geschäft bereits vor der Ladenöffnung

am Morgen mit Frischprodukten und am Nachmittag

mit dem bestellten Trockensortiment beliefert

werden.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten der RhB für die

reibungslose Umsetzung dieses Neuverkehrs.

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Von der Strasse – für die Strasse – mit der Bahn

Von Contardo Blumenthal

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Transport von Streusalz in Silo-Container

In der Güterverkehr-Strategie ist vorgesehen, die vorhandenen

Rollschemel für Normalspurwagen in den

nächsten Jahren abzubrechen. Um dennoch die Salztransporte

der Schweizerischen Rheinsalinen für Graubünden

auf der Bahn sicherstellen zu können, wurde

zusammen mit den Firmen Hans Fischer AG und SBB Cargo

ein neues Transportkonzept entwickelt.

Zielsetzung des Konzepts war es, die Versorgungssicherheit

für Lose-Streusalz im Kanton Graubünden sicherzustellen.

Intensive Abklärungen zeigten schnell, dass die

Lösung in einem kombinierten System liegen muss.

Auch deshalb, weil von SBB Cargo keine zusätzlichen

UCS-Bahnwagen für Salztransporte zur Verfügung stehen

und das veraltete Wagenmaterial nicht mehr ersetzt wird.

Die topografischen Verhältnisse im Kanton Graubünden

unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Strasse und

Bahn zusätzlich, weil während den Wintermonaten verschiedene

Restriktionen betreffend Höchstgewicht, Verbot

von Sattelzug-Fahrzeugen etc. den Strassentransport

einschränken. Der Gedanke, eine ökologische und

ökonomische Distributionspolitik zu unterstützten, beschleunigten

die Umsetzung einer kombinierten Strasse-/

Bahnvariante zusätzlich.

Den grössten Bedarf an Lose-Streusalz haben die Tiefbauämter

des Kantons Graubünden jeweils von November

bis März. In den Monaten April bis Juli werden dann

die Lager für den kommenden Winter aufgefüllt.

Seit Anfang Dezember 2008 werden nun die Transporte

von Lose-Streusalz im unbegleiteten kombinierten Verkehr

(UKV) mit Silo-Containern ausgeführt. Die Firma

Hans Fischer AG ist derzeit bei der Anschaffung bzw.

Inbetriebnahme von insgesamt 10 neuen Silo-Containern.

Bis alle bestellten Container eingetroffen sind,

werden zusätzliche Silo-Container bei Holcim (Schweiz)

AG eingemietet. Ebenso hat die Firma in einen neuen

LKW investiert. Dieses fünfachsige Spezialfahrzeug kann

mit 44 Tonnen Gesamtgewicht die Vorteile des UKV (44

statt 40 Tonnen) vollständig ausnutzen.

Alle beteiligten Unternehmen haben ihren Beitrag zum

Gelingen dieses Projektes geleistet. Deshalb konnten

die Transporte von Anfang an ohne nennenswerte

Probleme und zur Zufriedenheit aller abgewickelt werden.

Für den Güterverkehr RhB kommt der zusätzliche Vorteil,

dass gegenüber dem alten System mit Rollschemel-

Normalspurwagen, alle Regionen im Kanton Graubünden

beliefert werden können. Dieser Neuverkehr generiert

Mehreinnahmen und ist eine sinnvolle Ergänzung zu

den Silo-Container-Transporten mit Zement in den

Sommermonaten.

Alle drei Transportlösungen zeigen, dass mit dem unbegleiteten

kombinierten Verkehr (UKV) die Bedürfnisse

der Kunden wie schnelle Transporte, marktübliche

Transportpreise, Zuverlässigkeit, Wintersicherheit und

Qualität, ökologisch sinnvoll und marktgerecht abgedeckt

werden können. Wir fördern deshalb den kombinierten

Verkehr intensiv und verzeichneten innerhalb

von fünf Jahren eine Steigerung des Anteils Kombiverkehr

von 13% auf 22% gegenüber dem Gesamtverkehr.


Winterchaos in Graubünden

Text von Geni Rohner, Fotos von Peter Pfeiffer, Stefano Crameri,

Franz Skvor, Giorgio Murbach, Ralf Rechsteiner und Beat Falkenstein

Die Februar-Samstage gehören seit Jahren zu den

frequenzstärksten Tagen der RhB. Bis zu 50’000 Gäste

und 4’500 Autos (Vereina und Albula) werden an solchen

Spitzentagen auf dem gesamten Streckennetz befördert.

Es ist verständlich, dass die Disponenten der

Wagenbewirtschaftung bei solch extremen Situationen

auf jedes Rad bzw. jeden Personenwagen zurückgreifen,

um der Nachfrage nur einigermassen gerecht zu werden.

Sogar die grünen Drittklasswagen (Holzbänke), die

normalerweise nur noch bei historischen Zügen zum

Einsatz kommen, wurden auf der Arosalinie gesichtet.

Und wenn an solchen Tagen das Wetter noch «verrückt»

spielt, dann ist Improvisation des diensthabenden Personals

gefragt!

Drunter und drüber ging es am Samstag, 7. Feburar

2009: Die Verkehrsbulletins der RhB-Medienstelle sprechen

für sich bzw. sind entsprechend abgefasst:

Generell

Von Tagesausflügen Richtung Oberengadin/Val Poschiavo

ist bis auf weiteres abzuraten.

Albulalinie

Lawinenniedergang Val Bever. Aus Sicherheitsgründen

bleibt die Albulalinie zwischen Bergün und Bever voraussichtlich

bis zur Betriebsaufnahme, Sonntag, 8. Februar

2009, früh, gesperrt. Die Züge Chur - St. Moritz

wenden in Bergün. Reisende nach und vom Engadin

steigen in Landquart um und werden via Vereina umgeleitet.

Engadiner Linie

Wegen Lawinengefahr zwischen La Punt Chamues-ch

und Bever bis auf weiteres gesperrt. Die Züge Scuol-T. -

Pontresina wenden in Zuoz. Ein Ersatzbetrieb auf der

Strasse ist derzeit nicht sichergestellt.

Berninalinie

Die Berninalinie bleibt bis voraussichtlich morgen,

Sonntag, 8. Februar 2009, mittags, aus Sicherheitsgründen

gesperrt. Auf Grund der geschlossenen Berninapasstrasse

ist kein Ersatzbetrieb auf der Strasse möglich.

Und ausgerechnet an diesem Samstagmorgen planten

einige unentwegte Bahnenthusiasten einen Ausflug auf

die Berninalinie mit der letzten noch einsatzfähigen

Dampfschneeschleuder Xrotd 9213. Mit dem Programm

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

«Schnee & Eis» waren die äusseren Voraussetzungen 1:1

gegeben; Schnee zum Schleudern lag in Hülle und Fülle

bereit und eisige Temperaturen waren ebenfalls angesagt.

Das «richtige Wetter» für einen Einsatz des «Bernina-

Ungeheuers».

Aus Sicherheitsgründen konnte das geplante Programm

bis nach Alp Grüm jedoch nicht durchgeführt werden.

Der Aktions-Rayon beschränkte sich auf die Strecke zwischen

Celerina Staz und Morteratsch. Da lag genügend

Schnee und es gab einige Gleise zum Freischleudern.

Die zahlreichen Fotografen kamen zu spektakulären

Aufnahmen.

Kurz vor dem Mittag musste das Reiseprogramm allerdings

erneut geändert werden! Die Dampfschneeschleuder

Xrotd 9213 wurde wegen eines Lawinenniedergangs

nach Morteratsch beordert. Bei der neuen

Kreuzungsstelle «Alp Nouva» waren die Gleise verschüttet

und ein Dienstzug (Gem 4/4 802 und Xrot et 9219) fuhr

mit rund 20 km/h auf den Lawinenkegel und entgleiste.

Die geplante Nachmittagsexkursion mit der Xrotd 9213

fiel somit erneut in den «Schnee» bzw. bedeutete das

endgültige Ende des Programms «Schnee & Eis». Aus

Sicherheitsgründen konnten die Teilnehmer die Freilegung

der Strecke nicht aus dem Triebwagen verfolgen.

Natürlich gab es einige enttäuschte Gesichter, doch die

Ausbeute (Fotos) vom Vormittag entschädigte viele für

die verpasste Nachmittagsfahrt.

Die alte, bald 100-jährige Dampfmaschine Xrotd 9213

dient der Rhätischen Bahn immer noch als Notreserve.

Sie ist die letzte einsatzbereite Dampfschneeschleuder

in Europa. Besonders für Lawinenräumungen wird das

«Bernina-Ungeheuer» noch weiterhin gerne eingesetzt,

weil es besonders bei schwerem, mit Steinen und Holz

durchsetztem Schnee die gewaltige Schwungradwirkung

ihrer riesigen Leslie-Schleuderräder entfalten kann. Ein

Abwürgen der dampfbetriebenen Schleuderräder ist somit

nicht möglich. Bahnmeister Stefano Crameri ist auf

jeden Fall froh, bei Extremsituationen wie am 7. Februar

2009 auf die Dienste der Xrotd 9213 zurück greifen zu

können.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009


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Interview mit Vera Stiffler

Von Walter Frei

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

GroupWise öffnen, neuen Termin eingeben, freies Zeitfenster

suchen und an Vera Stiffler senden. Digital, rational,

schnell, effizient. Dann, ein Wimpernschlag später,

erscheint schon die Akzeptanz des Treffens für ein Gespräch

mit Walter Frei als Beitrag zur InfoRetica.

Was bedeutet und was beinhaltet der Kürzel «V-KOM»?

Das Vokabular der RhB-Abkürzungen und Eigenwörter

ist tatsächlich sehr reichhaltig und für neue Mitarbeiter

abenteuerlich verwirrend. «V-KOM» steht wörtlich für

«Vertriebskommunikation», auch bekannt als Marketing-Kommunikation.

Inhaltlich stellen wir sicher, dass der Vertrieb zweckmässige

und effiziente Instrumente für die Angebotskommunikation

an unsere Kunden hat. Wir erstellen

Werbemittel, z.B. die Steinbock-Broschüre, beraten andere

Vertriebs-Abteilungen zu Werbekampagnen an

verschiedene Zielgruppen und Märkte. Mit unserer

Arbeit stellen wir zudem sicher, dass das neue Erscheinungsbild

gegen aussen (Corporate Identity / Corporate

Design) in den Werbemitteln konsequent umgesetzt

wird. Zudem sind wir verantwortlich für Events, Messen

und das Sponsoring. Sozusagen eine RhB-interne Werbe-

Agentur.

«Wir müssen Emotionen auslösen

und weniger auf technische Faktoren

und Preise setzen.»

Du bist bei der RhB eher quer eingestiegen. Welches

war dein früherer beruflicher Wirkungskreis?

Nach meiner Ausbildung im Hotelmanagement sammelte

ich meine ersten Erfahrungen in internationalen

Hotelketten in New York und Abu Dhabi (Vereinigte Arabische

Emirate). Schnell wurde ich aber vom Internet-

Hype gepackt und stieg in die digitale Welt ein. In der

Branche für Unterhaltungs-Elektronik (Computer, Drucker)

leitete ich digitale Werbekampagnen für ganz

Europa auf Kunden- sowie Agenturseite. Bevor ich letzten

Juli zurück in meine Heimat und zur RhB kam, sammelte

ich Erfahrung in der Unternehmenskommunikation.

Kannst du diese internationalen Erfahrungen und das

Erlernte bei der über 100jährigen Bündner Bahn

einbringen?

Meine Erfahrungen in verschiedenen Sprachen und im

internationalen Milieu sind für mich natürlich ein grosser

Vorteil dazu beizutragen, dass die RhB sich international

stärker positionieren kann. Speziell interessiert mich

auch der Aufbau der digitalen Kommunikation (Firmenweb,

digitale Werbung, E-Ticketing, Suchmaschinenmarketing).

Bezug nehmend auf die Dualstrategie 2012

kommen mir meine Erfahrungen im erfolgsbasierten

und resultatorientierten Marketing zugute.

Gab es diesbezüglich auch besondere Hürden zu

überwinden? Welche Prozessabschnitte waren echte

Knackpunkte?

Hürden gab es an sich keine. Jedoch wurde mir schnell

bewusst, dass spannende Herausforderungen auf uns

zukommen würden: Einerseits musste die Abteilung

strukturiert und andererseits die Prozesse optimiert

werden. Dann ist die Abstimmung der Kommunikations-Massnahmen

zwischen der Marketing- und Unternehmenskommunikation

ein wichtiger Teil, um unsere

Bahn nach innen und aussen zu positionieren. Spannend

ist auch der Übergang zu neuen Kommunikationskanälen

(Internet).

Als Kernpunkt sehe ich die Weiterentwicklung der kundenbezogenen

Kommunikation: Wo früher in klare Zielgruppen

eingeteilt wurde, findet heute ein Verwischen

des Kundentypus statt. Durch das digitale Marketing

kann jeder zum Journalisten werden (Blog, Community

Sites wie Facebook). Durch die neuen Technologien werden

News schneller und anders kommuniziert. So ist

eine frisch gedruckte Tages-Zeitung am Abend schon

beinahe «Schnee von gestern». Das Kaufverhalten

ändert sich und neue Zielgruppen entstehen. Eine

davon ist zum Beispiel LOHAS «Lifestyle of Health and

Sustainability». Dieser Konsumententyp fördert durch

gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Eine für uns sehr interessante Zielgruppe! Durch

die Ähnlichkeit vieler eigener Produkte, Konkurrenzfirmen

und anspruchsvollen Werbekonsumenten müssen


wir uns mehr mit der Wahrnehmung unserer Kunden

der RhB gegenüber beschäftigen. Das Erlebnis positionieren,

konsequente Umsetzung des Erscheinungsbildes,

klare und nachhaltige Botschaften kommunizieren.

Kurz: Wir müssen Emotionen auslösen und weniger auf

technische Faktoren und Preise setzen.

«Speziell interessiert mich der Aufbau

der digitalen Kommunikation.»

Bestimmt gab es aber auch «Friede, Freude, Eierkuchen»

– ich denke an Erfolgserlebnisse, an berufliche

Zielereichung. Welcher Applaus klingt noch heute in

deinen Ohren nach?

Wichtig ist, dass Erfolge immer in kleinen Etappen gemessen

und auch gefeiert werden. Dies motiviert das

Team und zeigt, dass vor allem bei langfristigen Projekten

der Weg in die richtige Richtung geht.

Die Marketingabteilung konnte in den letzten Monaten

analog der Dualstrategie die Effizienz steigern, Kosten

senken, Prozesse optimieren und Überzeiten abbauen.

Wir haben uns den Kundenbedürfnissen angepasst und

erscheinen mit unseren Kundenbroschüren sechs Monate

früher. Erstmals kommunizieren wir im einheitlichen

Erscheinungsbild und Wortwelt unsere Botschaften

graubünden- und schweizweit. Mit dem Startschuss in

die digitale Werbung können wir einerseits über Suchmaschinen

und online Portale neue Zielgruppen abholen,

zugleich auch Kosten senken und die Messbarkeit

steigern.

Grosse Jubiläen stehen vor der Türe. Was bedeutet

dies für deine Arbeitswelt?

In den nächsten zwei Jahren wird bei der RhB kräftig

gefeiert. Da unsere Abteilung für Events verantwortlich

ist, arbeiten wir schon heute täglich und auf Hochtouren

für die anstehenden Jubiläen.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Über die nächsten Monate wird ein rot verhüllter Landwasser-Viadukt

unsere Kunden erfreuen. Dies, damit

die Sanierung des 106jährigen RhB-Wahrzeichens eine

mögliche Negativ-Kommunikation (Baugerüst) in eine

sehenswerte, einmalige Nachricht «umgeformt» wird.

Kurz danach, im Juli feiern wir «100 Jahre Davos-Filisur».

Im November folgt dann «10 Jahre Vereina» und

als einer der Höhepunkte in der Firmengeschichte «100

Jahre Berninalinie» im 2010.

Wichtig bei diesen Eventorganisationen ist aber, dass

RhB-Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen mit

touristischen Organisationen und Partnern vor Ort an einem

Strick ziehen und den Erfolg anstreben.

Findest du in deiner Freizeit auch genügend Freiraum,

um sich von diesen anspruchsvollen Aufgaben

zu lösen, bzw. neue Kräfte für Kommendes zu

tanken?

Ja, ja! Ich nehme mir immer Zeit für den Sport. Beim

Mountainbiken oder Snowboarden in der Natur komme

ich auf neue Gedanken und so manch kreativer Einfall

entsteht in diesen Momenten. Meine Leidenschaft gehört

aber dem Karate. Dort schüttle ich den Stress von

mir ab und tanke neue Energien. Gerne reise ich aber

auch immer wieder in meine alten Heimatorte Genf und

Zürich und geniesse dann das Gross-Stadtleben im

Freundeskreis.

Vera Stiffler, ich danke dir namens der Leserschaft

ganz herzlich für dieses Zeitfenster in deinem

vollbesetzten Arbeitstag und wünsche dir und deinem

Team volle Treffsicherheit bei der Verkündung der

Werbebotschaften.

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Ein Wahrzeichen wird saniert

Von Geni Rohner

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Die Rhätische Bahn unterhält rund 500 Brücken/Viadukte

und der grösste Teil dieser Kunstbauten hat schon

einige Jahrzehnte auf den Pfeilern. Der Landwasserviadukt

ist wohl der berühmteste Viadukt der Rhätischen

Bahn. Er überquert das Landwassertal auf einer engen

Rechtskurve und führt Seite Filisur unmittelbar in einen

Tunnel. Das Bauwerk verdankt seine prominente Stellung

weitgehend dieser speziellen Lage hoch über der

Flusssohle. Der Viadukt ist mit einer Länge von 130 m

und einer Höhe von 65 m das grösste Brückenbauwerk

der Albulabahn.

Nach nunmehr über 100-jähriger Betriebszeit treten

vermehrt Schäden in den Mauerwerksfugen auf. Das

Mauerwerk an der Gewölbeunterschicht ist feucht und

mit Kalkaussinterungen überzogen. Die Mauerwerksfugen

sind teilweise zerstört oder zumindest brüchig und

haben nicht mehr die ursprüngliche Festigkeit. Aus diesen

Gründen ist ab anfangs März bis Ende November 2009

eine Totalsanierung angekündigt.

Ein Baudenkmal wird zum Kunstwerk

Ein verhülltes Wahrzeichen bzw. eine Baustelle löst in

der Regel negative Reaktionen aus. Diese negative Botschaft

soll dank einer roten Hülle in eine positive umgewandelt

werden! Ein «rotes Kunstwerk» in der grünen

Landschaft bekommt man schliesslich nicht alle Tage zu

sehen. Unser Wahrzeichen – der rote Landwasserviadukt

- präsentiert sich somit erstmals als einmaliges

Fotosujet den zahlreichen Bahngästen und den Besuchern

des Albulatals.

Webcam

Ebenfalls eine Première dürfte die Installation einer

Webcam beim Bauplatz sein. Die Eisenbahnfans aus

dem In- und Ausland können somit den aktuellsten

Baufortschritt laufend verfolgen. Die Webcam wird

jedoch noch aus einem anderen Grunde installiert; dies

darf im Moment noch nicht verraten werden. Das Resultat

wird auch in einem späteren Magazin publiziert. Die

Webcam ist ab Ende April auf www.rhb.ch/landwasser

verlinkt.

Es versteht sich, dass nun nicht bei jeder zukünftigen

Brückensanierung ein ähnlicher Aufwand betrieben

wird. Aber für das Landwasser-Monument ist diese exklusive

Verhüllung angebracht. Über die sicher zahlreichen

weltweiten Reaktionen werden wir in einer späteren

Ausgabe berichten! Marketing des 21. Jahrhunderts.


100 Jahre Davos – Filisur

Von Gian Brüngger

Nach der Erstellung der Prioritätslinien Thusis – St. Moritz

und Reichenau-Tamins – Ilanz standen noch weitere

Strecken im Programm der RhB, die sich in ihren Statuten

von 1897 das hohe Ziel gesteckt hatte, den ganzen

Kanton dem Verkehr zu erschliessen.

Unbestritten war auch der Bau des Teilstückes Davos –

Filisur. Schon im Herbst des Jahres 1897 bewilligte die

Davoser Landsgemeinde die laut Eisenbahngesetz notwendigen

25‘000 Franken pro Kilometer Bahn. Da die

Planung der Albulalinie wegen des Anschlusses sehr eng

mit der Projektierung von Davos – Filisur zusammenhing,

begannen die Terrainaufnahmen bereits im Jahre

1898. Die Erteilung der Konzession an die RhB verzögerte

sich bis 1902. Die Planung und Ausführung der

schwierigen Strecke durch die Zügenschlucht erforderte

grösste Sorgfalt.

Das generelle Projekt von 1903 sah für die 19 km lange

Linie Baukosten von 5,334 Millionen Franken vor. Oberingenieur

Peter Otto Saluz hatte während der ersten

Hälfte des Jahres 1905 das Baubüro wie folgt organisiert:

Los 1: Davos Platz bis Davos Glaris, Bauführer Albert

Pfister, Ingenieur-Assistent Oscar Lanzi,

Los 2: Davos Glaris bis Schmelzboden (heute Davos

Monstein), Bauführer Max Custer, Ingenieur-Assistent

Jon Crastan,

Los 3: Schmelzboden bis und mit Wiesnerviadukt, Bauführer

Hans Studer, Ingenieur-Assistent Paul

Schucan,

Los 4: Wiesnerviadukt bis Filisur, Bauführer Gustav Bener,

Ingenieur-Assistent Eugen Wild.

Die Projektierung der Strecke von Davos Platz nach Davos

Glaris war einfach. Zwischen Davos Glaris und Schmelzboden

mussten die Galerien zum Schutze gegen die

beim Tavernazug und beim Rutschtobel von beiden Talhängen

niedergehenden Lawinen durch längere Tunnels

ersetzt werden. Die Lawinenstürze vom März 1907

gaben hier wertvolle Fingerzeige. Zwischen Schmelzboden

und Wiesen, in der wilden und engen Schlucht der

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

«Züge» erstellten die Bahnbauer sieben Tunnels von zusammen

3064 m Länge, was 67,6 % der Stationsdistanz

entspricht. Ihre Absteckung erforderte grosse Sorgfalt

und viel Mühe.

Die Anordnung des Wiesnerviaduktes und die Weite der

verschiedenen Öffnungen entsprechen einer Skizze des

generellen Projektes von Professor Dr. Friedrich Hennings.

Am 1. Mai 1906 konnten die Pläne in den Gemeinden

Filisur und Wiesen und am 10. Juli in Davos aufgelegt

werden. Einen Tag früher, am 9. Juli, erfolgte die Ausschreibung

der gesamten Unterbauarbeiten für die ganze

Strecke Davos – Filisur und am 13. August 1906 war

die Vergabe wie folgt möglich:

Los 1: A. Baratelli, Davos Platz, und

Lose 2 – 4: Froté, Westermann & Cie. AG. Zürich.

Die erste Firma begann mit den Arbeiten am 3. September,

die letztere am 21. September 1906 auf Los 3. Auf

Los 1 nahmen sie stets einen normalen Verlauf. Während

die erst 1907 beschlossenen Tunnels unter den

Schuttkegeln des Tavernazuges und des Rutschtobels einen

sorgfältigen Einbau verlangten, waren die Gesteinsverhältnisse

in den Tunnels auf Los 3 durchwegs

günstig, auch blieb der Wasserzudrang immer ein absolut

normaler. Hier mussten die Arbeiten im Winter nicht

eingestellt werden. Auch auf Los 4 trat nichts Unvorhergesehenes

ein.

Das Hauptinteresse konzentrierte sich naturgemäß auf

die Ausführung des Wiesenerviaduktes, des interessantesten

gemauerten Talüberganges, ist er doch 210 m

lang und 88 m hoch. Mit den Fundierungsarbeiten

begann man im Oktober 1906. Das Widerlager Seite

Wiesen, die drei kleineren Pfeiler auf der rechten Seite

und die beiden grossen Pfeiler der Hauptöffnung ruhen

auf kompaktem Muschelkalk (Arlbergkalk). Um diesen zu

erreichen, waren bis 14,5 m tiefe, sorgfältig ausgezimmerte

Baugruben notwendig. Der letzte Pfeiler auf Seite

Filisur und das diesem folgende Widerlager ruhte auf

Rauwacke, die in offenen Gruben ohne jede Zimmerung

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30

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

hielt. Für die Mauerung - diese begann beim Hauptpfeiler

rechts am 4. Juni 1907 und links am 27. August

des gleichen Jahres - wie auch für den Bau des Lehrgerüstes

benutzte man mit grossem Vorteil eine besonders

konstruierte Seiltransportvorrichtung, die die Baustelle

auf ihre ganze Länge bediente.

Steine und Sand für die Pfeilermauerung fanden sich in

der Nähe, die Gneis- und Granitfindlinge für die Hausteine

der Gewölbestirnen im Landwassertal, hauptsächlich

bei Schmelzboden. Bei der Steingewinnung

zeigte es sich aber immer mehr, dass sich der Muschelkalk

in den Brüchen neben dem Viadukt für die Herstellung

von bearbeiteten Gewölbesteinen nicht eignet. Die

für diese notwendige Erweiterung der Gewinnungsstellen

hätte den Vollendungstermin des Viaduktes in Frage

gestellt. Die Bauleitung entschloss sich daher zur Verwendung

von Betonsteinen. Beim Hauptgewölbe betrug

das Mischungsverhältnis für dieselben 300 kg Portlandzement

auf 550 Liter Sand und 1000 Liter Kies, bei den

Nebengewölben 250 kg Portlandzement auf 450 Liter

Sand und 1000 Liter Kies. Die erste Mischung ergab bei

den Probekörpern mittlere Druckfestigkeiten von 391

kg/cm 2 nach 28 und von 479 kg/cm 2 nach 240 Tagen.

Ein Wunderwerk für sich war das Lehrgerüst, das nach

der Idee von Oberingenieur Marasi der Unternehmung

durch Bauführer Hans Studer berechnet und den Brückenbauer

Richard Coray mit 12 einheimischen Zimmerleuten

in der Zeit vom 10. März bis 1. August 1908 aufstellte.

Auf Betonfundamenten ist es in neun Stockwerken

auf 55 m Höhe freitragend, mit den Hauptpfeilern

verankert, als eine Art Sprengwerk aufgetürmt. Es verschlang

494 m 3 geschnittenes Konstruktionsholz, entsprechend

ca. 600 m 3 Rundholz mit einer Gesamtlänge

von ca. 8100 m, 24 m 3 Schalholz, 15,3 t Profil-, Rund-

und Bandeisen und 3162 Stück Schraubenbolzen mit

einer totalen Länge von 1905 m und einem Gewicht von

6,36 t.

Bis zum ersten Entlastungspfeiler erfolgte eine beidseitige,

volle Aufmauerung des ganzen Gewölbes, von dort

weg in drei Ringen und zwar Ring 1 und 2 gleichzeitig

von sechs Stellen aus und Ring 3 gleichmässig von beiden

Seiten her. Die Arbeiten dauerten vom 6. August bis

10. Oktober 1908. Die Absenkung des Lehrgerüstes

erfolgte am 14. Oktober, 40 Tage nach Schluss des ersten

Ringes. Es war um 100 mm überhöht worden und ergab

während der Mauerung des ersten Ringes eine totale

Einsenkung von 102 mm, bei der es blieb. Am 23. November

1908 war der ganze Viadukt, mit Ausnahme der

Konsolen und Deckplatten, des Geländers und des seitlichen

Gehsteges, vollendet. Laut Abrechnung misst der

ganze Aushub des Viaduktes rund 4380 m 3 , das Bruchsteinmauerwerk

7920 m 3 , davon noch 6950 m 3 in Kalkmörtel

ausgeführt, das Gewölbemauerwerk 1535 m 3 ,

wovon 333 m 3 in Kalkmörtel.

Die Totalkosten beliefen sich auf Fr. 323’756.36. Dabei

bezahlte die RhB der Unternehmung für sämtliche auf

Los 3 für Viadukte notwendige Installationen und Lehrgerüste

noch einen Pauschalbetrag von Fr. 50’000.– aus,

wovon der weitaus grösste Teil auf das Objekt in Wiesen

entfiel. Im Verlaufe des Baus hatten die Unternehmer

des Unterbaus auch die Maurerarbeiten der Hochbauten

ihrer Lose übernommen. Sämtliche Holzarbeiten führte

Zimmermeister Meinrad Jörimann in Tamins aus.

Im Jahre 1907 machte sich ein anhaltender, empfindlicher

Mangel an Arbeitern bemerkbar, der eine nicht

unbedeutende Erhöhung der Löhne zur Folge hatte.

Diese brachte die Firma Froté, Westermann & Cie. in

finanzielle Schwierigkeiten. Nach längeren Verhandlungen

ging die Fertigstellung im Februar 1908 an die «AG

Davos-Filisur» über, die von ihrer Vorgängerin das gesamte

Bauinventar übernahm und ebenfalls unter der

Leitung von Oberingenieur Marasi stand. Dank der vorzüglichen

Witterung des Herbstes 1908 war eine teilweise

Einholung des Rückstandes möglich. Unter Aufbietung

aller Kräfte gelang die Fertigstellung der Linie

bis Ende Juni 1909. Die Kollaudation fand am 23. Juni

statt und die Betriebseröffnung am folgenden 1. Juli.

Bis Ende 1910 beliefen sich die gesamten Baukosten der

Linie Davos – Filisur auf Fr. 6‘654‘428.61.


Damals, vor 30 Jahren

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Im Feschta simar dia Beschta!

Text von Geni Rohner, Bilder von Andrea Badrutt und Foto Geiger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Eben erst sind die letzten Klänge des UNESCO Welterbe-

Festes verklungen, kündigen sich bereits neue Grossanlässe

an! Die RhB-Jubiläumsbahn kann in den

kommenden Monaten wiederum einige runde Geburtstage

verkünden. Am ersten Juli-Wochenende steht der

«100-jährige Unterschnitt» (Davos – Filisur) im Mittelpunkt!

Kurz vor Winterbeginn feiern wir «10 Jahre

Vereinalinie» sowie die Neueröffnung des Bahnhofes

Scuol-Tarasp. Und im Januar 2010 startet das Bernina -

Jubiläumsjahr mit Attraktionen am laufenden (roten)

Band.

100 Jahre Davos – Filisur

Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2009

Am Wochenende vom 4./5. Juli 2009 steht die Bahnlinie

Davos - Filisur im Zentrum des bündnerischen Schienennetzes.

Die Bahnhöfe Davos Platz, Davos Frauenkirch,

Wiesen und Filisur werden zu besonderen «Festplätzen»

hergerichtet und die legendäre Fahrzeugparade

von 1989 (100 Jahre RhB) erlebt an diesem Wochenende

eine Neuauflage! Vom modernsten Glacier Express der

Gegenwart bis zur ersten historischen Zugsformation der

ehemaligen «Landquart – Davos Bahn» sind alle Generationen

vertreten. Nebst den Personenzügen werden

an dieser Veranstaltung auch Güter-, Bau- und andere

Dienstzüge dem Publikum präsentiert. Zu dieser Zugparade

werden am Jubiläumswochenende rund 12‘000

Besucher erwartet! Das visuelle Reiseerlebnis wird an

den fünf Bahnhöfen durch vertiefte Einblicke in einzelne

Themenbereiche ergänzt. Ein spezieller «Gourmet-

Zug» ist am Samstagabend von Davos Platz nach Preda

und zurück vorgesehen. Ein kleiner «Festführer» mit

allen erforderlichen Angaben zu den einzelnen Events

und Fahrplänen ist vorgesehen.

Die RhB nutzt dieses Jubiläum, um der Öffentlichkeit

diese wichtige Stichverbindung vom Landwasser- zum

Albulatal bzw. zur UNESCO Welterbe-Strecke Albula –

Bernina in Erinnerung zu rufen. Ab Davos erreicht der

Reisende die Albulalinie in knapp 30 Minuten. Für den

Feriengast der Destination Davos/Klosters ist zudem ab

2009 die Benützung der Jubiläumsstrecke bis Filisur in

der Gästekarte eingeschlossen!

10 Jahre Vereina & Neueröffnung Bahnhof Scuol-Tarasp

Samstag/Sonntag, 21./22. November 2009

Am 19. November 1999 wurde die neue Vereinalinie

von Klosters nach Susch/Lavin mit einem dreitägigen

Volksfest eröffnet. Auch zehn Jahre später hat die Vereinalinie

nichts an Attraktivität eingebüsst. Im Gegenteil:

Die jährlichen Zuwachsraten bei den Autoverlad-

Frequenzen belegen, dass dieses Angebot von Einheimischen

sowie von Gästen gleichwohl geschätzt wird.

Mit der Inbetriebnahme der Vereinalinie hat die Unterengadiner

Linie der Rhätischen Bahn eine markante

Aufwertung erhalten. Mit bedeutenden Investitionen

untermauert die RhB, auch in Zukunft auf dieser Linie

einen leistungsfähigen und sicheren Bahnbetrieb zu

gewährleisten.


Sanierung Tasnatunnel

Die Bauarbeiten in sehr schwierigem Gestein lösten

mehrere Betriebsstörungen aus und führten zur Erkenntnis,

die Bahnstrecke Ardez – Scuol-Tarasp 2009

während acht Monaten zu sperren und die Instandstellungsarbeiten

während dieser Zeit intensiv voranzutreiben.

Die Wiedereröffnung des Tunnels ist gleichzeitig

mit dem 10jährigen Vereinajubiläum und der Eröffnung

des neuen Bahnhofes Scuol-Tarasp gekoppelt.

Umbau Bahnhof Scuol-Tarasp

Durch die beschlossene Streckensperre Ardez – Scuol-

Tarasp kann der Umbau des Bahnhofs Scuol-Tarasp vorgezogen

werden. Die umfangreichen Arbeiten an den

Bahn- und Kundenanlagen sowie die Hochbauten werden

ebenfalls im Sommer 2009 intensiv vorangetrieben.

Damit wird der kundenfreundliche Bahnhof Scuol-Tarasp

mit einem Jahr Vorsprung auf den ursprünglichen

Zeitplan am 21./22. November 2009 «neu eröffnet».

Die RhB nutzt die einmalige Gelegenheit und feiert die

zwei «Neueröffnungen» und das 10jährige Vereina-Jubiläum

mit einem speziellen Fest. Am Wochenende vom

21./22. November 2009 geht im Unterengadin somit

definitiv die Bahn ab! Mehr Details zu den geplanten

Veranstaltungen sind ab Sommer 2009 erhältlich.

100 Jahre Berninalinie

Januar – Dezember 2010

Zwischen dem Engadin und dem Veltlin wurde mit dem

Bau der Berninalinie ein herausragendes Werk geschaffen,

das auch im heutigen hoch technisierten Zeitalter noch

immer zu den Pionierleistungen zählt. Nach nur vierjähriger

Bauzeit wurde am 5. Juli 1910 der durchgehende

Betrieb von St. Moritz nach Tirano aufgenommen.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

100 Jahre später, und zwar während des ganzen Jahres

2010, steht nun die Berninabahn im Zentrum der Festivitäten.

Das Jubiläum soll ein Meilenstein in Sachen

Events in der RhB-Geschichte darstellen. Die Veranstaltungen

und Produkte zum 100 Jahr Jubiläum erstrecken

sich auf die vier Jahreszeiten – sie widerspiegeln die

natürliche Vielfalt der Linie und Region. Jeder Zeitabschnitt

hat ihre eigenen Eigenschaften und Besonderheiten

und steht in Verbindung mit einem charakteristischen

Element der Berninabahn. Die Akzente werden

zum Teil bewusst ausserhalb der Hauptreisezeiten im

Sommer gelegt, um die Saison zu verlängern.

Ein besonderer Auftakt ins Jubiläumsjahr ist Ende Januar

2010 mit «Feuer & Eis» geplant. Im Frühsommer findet

die Generalversammlung der RhB in Poschiavo statt

(voraussichtlich am Freitag, 18. Juni 2010). Gleich anschliessend

soll am Wochenende ebenfalls in Poschiavo

der offizielle Festakt stattfinden. Bereits fixiert ist die

grosse Zugparade beim Kreisviadukt Brusio am Samstagabend,

18. September 2010. Unter dem Motto «Sound

& Light» werden Triebfahrzeuge und Rollmaterial aus

allen Zeitepochen der Jubiläumsbahn präsentiert. Vom

neuesten futuristischen Zweistromtriebzug aus dem

Jahre 2009 bis zum ersten Triebwagen aus dem Jahre

1908 werden somit alle Lokgenerationen vertreten sein.

Auch wenn bei Drucklegung der InfoRetica noch nicht

alle Programme bekannt sind oder veröffentlicht werden

können; die einheimische Bevölkerung sowie die

zahlreichen Bahnfreunde aus dem In- und Ausland

dürfen sich auf einige abwechslungsreiche Stunden im

Engadin und Puschlav freuen. Die verantwortlichen

Organisatoren werden alle Register ziehen, um bei den

Besuchern nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen.

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Die Medienbahn

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009


Neues in Kürze

Sonderzug mit Hausi und Co.

Text von Marcel Gruber

Fotos von Etienne Haldimann, Chef Jugendförderung

Ein Sonderzug braucht ein «Sonderoutfit».

In diesem Sinne möchte sich der Skiclub Igis (Jugendförderung)

bei HAUSI und seinen Lokführerkollegen für die

schönen sieben Sonderfahrten pro Wintersaison nach

Klosters seit fünf Jahren und den perfekten Service und

die stets freundliche Art bestens bedanken. Für uns

Leiter ist es sehr motivierend, wenn wir die strahlenden

Gesichter der Kinder sehen, sei das beim Skifahren,

Snowboarden oder Bahnfahren, denn die Jugend ist die

wichtigste Zukunft für unsere Rhätische Bahn. Nochmals

herzlichen Dank an das ganze RhB-Team!

Die Rhätische Bahn im ZDF

Von Peider Härtli

Für den traditionellen Kurzdokufilm hat sich Martina

Schönfeld, Redakteurin im Ressort Kultur und Wissenschaft

des ZDF, Graubünden und die Rhätische Bahn als

Filmmotiv ausgesucht. Hauptpersonen waren der bekannte

Fernsehkoch Horst Lichter, Alfons Oberli, Jäger

und Hotelier in Preda und Koch aus Leidenschaft sowie

die Gastgeber Primo Semadeni und Elisabeth Erber auf

der Alp Grüm. Horst Lichter und Adolf Oberli bereiteten

hier äusserst professionell – und immer Sprüche klopfend

– Spezialitäten aus der Region zu. Selbst dem nie

um einen Spruch verlegenen Horst Lichter verschlug es

bei der von Adolf Oberli zubereiteten Hexapolenta beinahe

die Sprach

Change im Steuerbezugsverein

Von Peider Härtli

Weinende und lachende Augen anlässlich der Vorstandssitzung

vom 29. Januar 2009 des Steuerbezugsvereins.

Das weinende Auge: Der langjährige Rechnungsführer

André Beerli musste sein Amt aufgrund

seines Austritts bei der RhB niederlegen. Das lachende

Auge: Dank Christian Bundi hat der Vorstand einen

kompetenten Nachfolger gewählt. Wir wünschen André

Beerli bei seiner neuen Tätigkeit in Churwalden viel Erfolg

und privat alles Gute! Christian Bundi heissen wir

herzlich willkommen und freuen uns über die künftige

Zusammenarbeit im Vorstand.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Horst Lichter vorne wird zauberhaft umrahmt.

Stabsübergabe durch den Tagespräsidenten im Rahmen der

Generalversammlung. Von links: André Beerli, Silvio Briccola

und Christian Bundi.

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Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

von links: Silvio Briccola, Erwin Rutishauser, Johann Georg

Bühler und Hans-Jürg Spillmann

V.l.n.r. Peider Härtli, Kofi Aannan, Anina Butzerin und Hans

Waldburger, Spezialhandwerker Visiteurdienst R-WA

Lanxess am Bernina?

Text von Peider Härtli

Bild von Andrea Badrutt

Ein weiteres Unternehmen von Weltruf hat die Rhätische

Bahn als Werbeplattform entdeckt. Seit Oktober 2008

dreht die Lok Ge 4/4 III Nr. 648 ihre Runden. Wie hier zu

sehen, auch auf der Berninalinie! Oder doch nicht?

Präsentation der neuen Triebzüge

Von Peider Härtli

Anlässlich der Medienorientierung «Ausblick, Rückblick»

durften am 19. Dezember 2008 die versammelten Medienvertreterinnen

und –vertreter erstmals einen Blick

auf unsere neuen Triebzüge erhaschen – natürlich als

Modellzug. Einen ausführlichen Bericht zur neuen Triebzuggeneration

ALLEGRA finden Sie in der InfoRetica Ausgabe

4/2008.

RhB-Fan Kofi Annan

Von Peider Härtli

Wie jedes Jahr durfte die Rhätische Bahn anlässlich des

diesjährigen WEF’s Persönlichkeiten aus der ganzen

Welt sicher, komfortabel und gut betreut nach Davos

chauffieren. Dabei entpuppte sich Kofi Annan als veritabler

RhB-Freund und wusste sogar über die Geschichte

der Alpine Classic Pullman-Wagen Bescheid.

Mitarbeiteranlass V & P Region CS

Von Patricia Demarmels

Am 23. Januar 2009 fand das Treffen der Mitarbeitenden

der Region Chur/Surselva statt. Für einmal in ungewohnter

Umgebung: auf Brambrüesch. 84 Teilnehmer

mussten aus Kapazitätsgründen der Brambrüeschbahn

ettappenweise anreisen. Neu mit dabei waren die Stationshalterinnen

und das Frontpersonal von Chur Information

(Stadtbus Chur und Chur Tourismus).

Bei einem feinen Znacht wurden Erinnerungen aufgefrischt

und neue Bekanntschaften geschlossen. Leider

verging die Zeit viel zu rasch. Schon hiess es wieder

Abschied nehmen. Aber der nächste Anlass kommt ja

bestimmt!


Unsichere Handlungen - Aktion Bildschirmschoner

Von Patrick Schneider

Bei den unsicheren Handlungen (uH) ist gemäss

QSV-Auswertung eine steigende Tendenz festzustellen.

Im Rahmen eines Jahreszieles des Geschäftsbereichs

Produktion wird aus diesem Grund alles daran gesetzt,

die uH in den Griff zu bekommen. Wir wollen dadurch

die Sicherheit von Mitarbeiter/innen (MA) und Kunden

in hohem Masse garantieren, eine einwandfreie Dienstleistungsqualität

bereitstellen und unnötige Kosten

vermeiden.

Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die unter Anderem

vorschlug, mit einer Aktion Bildschirmsschoner

(BSS) ein breites Zielpublikum zum Studium einschlägiger

Vorschriften zu ermuntern.

Aktion BSS

Vom 21.04. - 07.11.08 wurden auf 30 PCs in der Fläche,

vorwiegend auf Intranet-Terminals, in regelmässigen

Abständen 10 BSS mit Tipps / Hinweisen zu sicherheitsrelevanten

Themen aufgeschaltet. Auf diesen BSS wurde

das korrekte und sichere Verhalten in verschiedenen Situationen

dargestellt. Ausserdem war auf dem BSS

jeweils ersichtlich, wo die entsprechenden Vorschriften

nachgeschlagen werden konnten. Themen wie Arbeitssicherheit,

Stammholzverlad oder elektrische Anlagen

wurden behandelt und führten in mancher Kaffeepause

zu intensiven Diskussion unter den Mitarbeiter/

innen.

Sobald ein BSS nach rund zwei Wochen deaktiviert

wurde, legten die Verantwortlichen der bezeichneten

Der Vorgesetzte, Leo Caluori,

übergibt dem Wettbewerbgewinner

Thomas Aschwanden den Hauptpreis,

einen Gutschein für einen

drivingGraubünden Tageskurs.

Stammholzverlad DV 0018, 8

Die oberen Stämme am Wagenrand müssen zu mindestens der Hälfte des

Durchmessers durch die Rungen gesichert sein. Handelt es sich um

Stämme mit Durchmesser kleiner als 20 cm, müssen diese zu mindestens

10 cm gesichert sein.

min. ½ ∅ ,

min. 10 cm

in Rungen

RhB– P-SU-AV

Elektrische Anlagen - Achtung Lebensgefahr

Die elektrischen Anlagen (z.B. Fahrleitung) sind immer als unter

Spannung zu betrachten, bis man sich vom Gegenteil überzeugt hat.

Bei elektrischen Anlagen kann Lebensgefahr bestehen,

insbesondere durch; - direkten Kontakt

- Annäherung

RhB– P-SU-AV

11000V

Können die Sicherheitsabstände

zur Fahrleitung nicht eingehalten

werden, muss vor der Arbeitsaufnahme

sichergestellt sein,

dass die Fahrleitung ausgeschaltet,

geerdet und gegen

unbeabsichtigtes Einschalten

gesichert ist.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Intranet-Terminals Fragebogen mit einer Frage zum nun

nicht mehr sichtbaren BSS auf.

Die Wettbewerbsteilnehmer/innen konnten diese Fragebogen

ausfüllen und innerhalb der bezeichneten Fristen

an der dafür vorgesehenen Stelle abgeben.

Wettbewerb

Mit einem Wettbewerb versuchte man das Interesse an

der Aktion noch zu steigern. So nahmen alle Fragebogen

mit richtiger Antwort an einer Verlosung teil. Dabei gab

es pro BSS jeweils drei kleine Preise zu gewinnen. Die

Teilnehmerzahlen bewegten sich zwischen 77 und 206

Talons pro Wettbewerb. Insgesamt nahmen 311 Mitarbeiter/innen

aus rund 20 Berufsgruppen am Wettbewerb

teil und es wurden über 1‘100 Antworttalons eingesandt.

50 Teilnehmer, die an mindestens fünf Wettbewerben

die richtige Antwort eingesandt hatten, nahmen nach

Ablauf der Aktion BSS an der Hauptverlosung teil.

Den Hauptpreis sicherte sich Thomas Aschwanden, Lokführer

Landquart, welcher alle 10 Wettbewerbsfragen

beantwortete. Kaum weniger Teilnahmen gab es vom

dritten Gewinner, Diego Isepponi, Zugbegleiter Poschiavo,

zu verzeichnen. Der zweite Preis ging an Richard

Schläpfer, Bahnbetriebsdisponent in Arosa.

Herzliche Gratulation den Gewinnern!

< ½ ∅,


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Safety MGB-Triebzüge first – Ziel laufen 2008 vom nicht Stapel erreicht

Von Roald Roberto Hofmann G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Die Betrachtung des Barometers «Berufsunfälle 2008»

lässt unmissverständlich feststellen, dass die Ziele – ja

sogar der Vorjahreswert - nicht erreicht wurde. Diese

Statistik kann und soll nicht beschönigt werden. Wir alle

müssen an uns arbeiten, damit die ganze Mannschaft

die Anzahl Berufsunfälle senkt. «Safety first» soll nicht

ein leeres Motto sein, sondern steht bei der täglichen

Arbeit an erster Stelle. Dies schulden wir unseren Kunden

sowie unserem Image als sichere Eisenbahn – und

letztlich sind wird dies uns als Mitarbeitenden selbst

schuldig.

Langfristig, das heisst bis zum Jahr 2016, hat sich die

RhB zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Berufsunfälle auf

vier pro 100 Mitarbeitende zu senken. Zusammen mit

den bei der ISO-Zertifizierung erzielten Fortschritten bei

den Methoden und Instrumenten der Arbeitssicherheit

stehen uns Werkzeuge zur Verfügung, die sich sehen

lassen dürfen. Diese Werkzeuge sind im neu geschaffenen

Sicherheitsportal im Intranet unter: «Prozesse RhB

-> Sicherheitsportal» zugänglich.

Im Rahmen der ISO-Zertifizierung haben wir aufgeholt.

In allen Geschäftsbereichen stehen für die Arbeitsstellenleiter

Checklisten zur Durchführen von Risikobeurteilungen

und Gefährdungsanalysen bereit. Ebenso können

im Sicherheitsportal Betriebschecklisten für das

Prüfen der verschiedenen Arbeitsmittel, Arbeitsstellen

und Prozesse einfach heruntergeladen werden.




Bei der Ausbildung liegt der Schwerpunkt derzeit bei



den Seminaren «Unfallabklärung – Fakten – Massnah-


men». Damit werden die Voraussetzungen geschaffen,

um aus den Berufsunfällen die richtigen Lehren zu ziehen

und wirksame Massnahmen zu ergreifen. Unter-

Ziel ist es, die Berufsunfälle

von 6.4 pro 100

Mitarbeitende im 2008

auf 5.8 im 2009 (und

bis im 2016 auf 4 / 100

MA) zu reduzieren

Barometer 2008

Anzahl Berufsunfälle / Infortuni professionali registrati

Anzahl Unfälle - Infortuni registrati

90

85

80

75

70

65

60

55

50

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Januar

Anzahl BU / 100 MA

12

9.6

10

8

6

4

2

0

2000-2003

2005

2007

6.4

5.8

2009

Ist 2008 - Effettivo 2008

Ist 2007 - Effettivo 2007

Referenzlinie Ziel 2008

Linea di riferimento obiettivo 2008

Februar

2011

März

2013

April

2015

4

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

7

6

5

4

3

2

1

Dezember 0

angestrebter Verlauf der BU-

Kurve: asymptotisch zu „Ziel 4“

(genau 4.05) hinlaufend

Ableitung der einzelnen

Jahresschritte aus „Ziel 4“ (analog

den BGM Ausfalltagen)

Unfälle / 100 MA - Infortuni / 100 coll.

stützt wird diese Absicht zudem durch die Aktion

«Aua…» (aus Unfällen anderer lernen). Unfälle, die sich

überall ereignen und durch Prävention mit einfachen

Massnahmen vermieden werden könnten, werden im

Einverständnis der Betroffenen so aufgearbeitet und

analog den «Barometer-Plakaten» veröffentlicht. Ziel

der Kampagne ist es, dass es bei möglichst vielen Mitarbeitenden

«klick» macht und «der Groschen» fällt.

Wie bis anhin werden Audits zum Thema Arbeitssicherheit

und Gesundheitsschutz durchgeführt. Die daraus

resultierenden Pendenzen werden in einer Massnahmenliste

im Sicherheitsportal dokumentiert.

Weitere Aktivitäten in der Fläche sind ebenfalls angesagt:

Der SUVA-Lehrparcours «bewusst gehen» wird ab

24. März 2009 uns allen an diversen Standorten Neues

und Interessantes zum Thema «Gehen, Laufen, Springen»

vermitteln. Damit leisten wir einen wichtigen

Informationsbeitrag zur Vermeidung der Hauptursachen

vieler Berufsunfälle: «ausgleiten, ausrutschen, stolpern».

Im Geschäftsbereich Infrastruktur wird darüber

hinaus eine Sensibilisierungsaktion zum Thema «schütze

Deine Hände» lanciert. Ausserdem sieht die Sicherheitsorganisation

vor, bei den persönlichen Schutzausrüstungen

weitere Verbesserungen zu realisieren.

Mit diesen ausgewählten und weiteren Massnahmen

soll sichergestellt werden, dass das wichtige Thema «Arbeitssicherheit»

auch 2009 Gesprächsstoff sowie Denkanstösse

liefert und damit die Voraussetzung geschaffen

wird, die Anzahl Betriebsunfälle in den nächsten Jahren

auf vier Unfälle pro 100 Mitarbeitende zu reduzieren.

Für Eure Mitarbeit danke ich Euch allen – aber sicher!

Die Benutzeroberfläche

des Sicherheitsportals

Sicherheitsrelevante Ausbildungen

Schnellzugriff Gesamtübersicht

SICHERHEITSPORTAL

RL 9.50.01

Sicherheitskonzept

Mitgeltende Unterlagen

Unfall- / Absenzenbarometer Sicherheitsdatenblätter

Aktuelle Präventionskampagne

Ausbildungs- / Instruktionsnachweis

FO Sicherheitsaudit

FO Unfallabklärung

Risikobeurteilung ASi

Massnahmenliste ASi

FO Betriebschecklisten

Abb 3: Die Benutzeroberfläche des Sicherheitsportals

Seiten

Management-System

Die Struktur

Das Managementsystem (MS) ist

gemäss nebenstehender Architektur

strukturiert.

Dabei wurden die Forderungen der

Normen ISO 9001:2008, OHSAS

18001, EN 15085-2, ISO 3834 direkt in

die Geschäftsprozesse integriert.

Das Prozessmodell orientiert sich am

internen und externen Kunden.

Prozessarchitektur

Organigramm

Abkürzungen

Rollenverteilung

Einstiegsportal

28.11.2008 / S-QRS-PMS RL9.50.02


Kaderanlass 2008

Text von Maja Hossmann, Bilder von Peider Härtli

Dani Grünenfelder,

Leiter HR

If you can dream it, you can do it (Walt Disney, 1901 –

66). Wovon träumten wohl die 112 Teilnehmenden des

Kaderanlasses vom 5. Dezember 2008? Sie machten das,

was im Programm stand und besammelten sich um

11.40 Uhr am Bahnhof Chur und fuhren mit dem Zug

nach Disentis. Der weitere Verlauf des Tages war ungewiss

– sonst wird so eine Reise als eine «Fahrt ins Blaue»

bezeichnet, hier handelte es sich um eine «Reise ins

Weisse», sofern der Schnee am Zielort ausschlaggebend

wäre. Unsere Fahrt führte uns hingegen ins Reich der

Träume, welche in der Realität beginnen. Dazu braucht

es «Visionen und Werte», diese bildeten das Motto dieser

Veranstaltung. Das Team der RailGourmino swissAlps

AG sorgte dafür, dass alle frisch gestärkt durch ein vorzügliches

Mittagessen erwartungsvoll zum Kloster

Disentis aufbrechen konnten. Daniel Grünenfelder hatte

als Organisator und Gastgeber diesen Tag vorbereitet

und hielt noch so manche Überraschung bereit. Er führte

durch das Programm und kündigte als ersten Referenten

Silvio Briccola an. Dieser informierte kompakt u.a. über

kürzliche Entscheide aus der Geschäftsleitung. Benno

Nager vom Ferien-Resort Andermatt zeigte den Zuhörenden

mit einer packenden Präsentation auf, wie in

Andermatt ein gigantisches Ferien-Resort mit dem

ägyptischen Investor Samih Sawiris entsteht und wie es

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

ihnen gelungen ist, bei der Bevölkerung eine sehr hohe

Zustimmung und Unterstützung zu erreichen. Dr. Daniel

Schönbächler, Abt des Klosters Disentis, zog das Publikum

mit seinen Aussagen in den Bann und zeichnete

z.B. die Entwicklung des Klosters nach sowie verknüpfte

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu spannenden

Aussagen. Nach soviel Inspiration war etwas Transpiration

notwendig. Matthias Tscharner, Thomas Glükler, Andy

Gfeller sowie zwei RhB-Kunden traten als Überraschungsband

auf und rockten was das Zeug hielt. Beim

ersten Lied war der eine oder andere noch etwas verhalten

und wippte etwas mit dem Fuss, aber je mehr

Sound im Saal verströmte, entwickelte sich auch Konzertstimmung,

und der Rhythmus erfasste alle. Als

Weltpremiere wurde ein spezielles RhB-Lied gespielt.

Nach diesem akustischen Feuerwerk fand die Stabsübergabe

durch Daniel Grünenfelder statt. Traditionsgemäss

durfte er sich das nächste Organisationskomitee

auswählen: Der nächste Kaderanlass wird durch den GB

V organisiert. Jacques Hefti erhielt von Daniel Grünenfelder

ein Präsent als Motivationsschub. Die Teilnehmenden

dürfen gespannt sein, wohin sie die Reise

dann führen und welches Thema im Mittelpunkt stehen

wird. Beim abschliessenden Apéro setzten sich die

spannenden Diskussionen zum Thema «Visionen und

Werte» fort. Die Kadermitglieder der RhB waren beeindruckt

von der Programmvielfalt und schätzten den Erfahrungsaustausch

untereinander. Visionen und Werte

brauchen und machen Mut. Jeder und jede nahm viele

Gedanken dazu mit und wird sich auch im Alltag gerne

wieder an das eine oder andere dieses ereignisreichen

Tages erinnern. Um 19.02 Uhr trennten sich die Wege in

Chur wiederum. Vielen Dank an alle Beteiligten und bis

zum nächsten Mal!

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40

Die PEKO meldet sich zurück!

Von Jürg Wielath

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Obwohl wir im Intranet der RhB unsere neu gewählten

Mitglieder der PEKO-Unternehmung vorgestellt haben,

möchten wir uns auch im InfoRetica vorstellen, da wir

glauben, dass sich nicht alle Mitarbeitenden regelmässig

im Intranet aufhalten. Zudem wollen wir die Gelegenheit

nutzen, die Organisationsstrukturen der PEKO nochmals

zu erläutern.

Im August 2008 wurde die neue PEKO-Unternehmung

von allen Mitarbeitenden gewählt, welche aus folgenden

Mitgliedern besteht:

Jürg Wielath Präsident und Vertreter

Infrastruktur

Belinda Bärtsch Vertreterin Produktion

Sven Arquisch Vertreter Vertrieb und Marketing

ab Mai Vakant

Luzius Manhart Vertreter Rollmaterial

Roger Tschirky Vertreter Zugspersonal

René Vogel Vertreter Finanzen, Stab und HR

Andreas Weisstanner Vertreter Lokpersonal

Seit Januar 2009 sind nun auch die Mitglieder des PEKO-

Ausschusses bekannt:

Infrastruktur: Mario Maissen, René Arpagaus,

Plinio Crameri

Lokpersonal: Reto Mathiuet, Andreas

Weisstanner

Technik: Martin Meuli, Marcel Fischer,

Ernst Demonti

Betriebsangestellte: Alexi Pally, Erich Küng

Fläche: Claudio Föhn, Carmen Müller,

(Produktion+Vertrieb) noch vakant

Jürg Wielath René Vogel

Die Mitglieder des PEKO-Ausschusses sind eure direkten

Ansprechpartner. Wenn immer möglich wird eine

Lösungsfindung zwischen Mitarbeitenden und PEKO

angestrebt. Falls dies nicht möglich ist, informiert das

Ausschussmitglied den zuständigen Vertreter der

PEKO- Unternehmung. Sind die Probleme oder Anliegen

des einzelnen Mitarbeitenden von grosser Wichtigkeit,

so dass es für alle Angestellten im jeweiligen Fachbereich

oder auch allgemein von Interesse ist, wird die

PEKO-Unternehmung das Gespräch mit der Geschäftsleitung

suchen. Da die Lohn- und Arbeitszeitverhandlungen

Sache der Gewerkschaften sind, können wir auf

diese Anliegen nicht eintreten.

Im Anhang des FAV ist das Reglement über die betriebliche

Mitwirkung der PEKO bei der RhB enthalten. Dieses

Reglement kann direkt im Intranet unter Dienstleistungen/PEKO/FAV

nachgelesen werden. Ebenfalls kann dieses

Reglement bei allen PEKO-Mitgliedern verlangt werden.

Mit diesen kurzen Informationen über den Aufbau und

die Abläufe der PEKO hoffen wir einige Unklarheiten beseitigt

zu haben. Wir Mitglieder der PEKO sehen es nicht

als unsere Aufgabe, Missstände zu suchen. Wir nehmen

gerne Fragen, Wünsche und Anregungen entgegen und

versuchen sie erfolgreich bei den Vorgesetzten zu vertreten.

Wir verstehen uns als Sprachrohr der Mitarbeitenden.

Wir danken für euer Vertrauen und eure Unterstützung!

Belinda Bärtsch Sven Arquisch Luzius Manhart Roger Tschirky


Teamförderung

Von Claudio Föhn

Die Region Albula besucht Tirano

Unter drückender und bissiger Kälte versammeln sich

die Mitarbeitenden der Bahnhöfe Tiefencastel, Surava

und Bergün zu früher Stunde im Zug 1117.

Noch ein wenig müde, jedoch trotzdem fröhlich gesinnt,

geht’s für die Mitarbeitenden der Region Albula zuerst

durch den Albulatunnel, vorbei am sonnigen Engadin,

bis über den Bernina Pass nach Tirano. Während der

Fahrt wird viel geredet, gelacht, erklärt und vor allem

gestaunt.

In Tirano angekommen, freuen sich alle Beteiligten auf

die wohlverdiente Pizza mit einem vorzüglichen Rotwein,

der den Gaumen jauchzen lässt.

Zufrieden und wohl gesättigt, steigt die fröhliche Gruppe

in den Bernina Express. Es dämmert bereits, als sich die

Reisenden voneinander verabschieden und mit neuen

schönen Erinnerungen nach Hause zurückkehren.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Spaghettiplausch in Bergün

Um die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Bahndienst-

und Stationsteam wieder einmal zu betonen,

trafen sich die beiden Teams zu einem fabelhaften Spaghettiplausch.

Mehrere Kilo Spaghetti und einige Liter

Saucen sorgten bei allen Beteiligten für einen vollen

Magen.

Leider liessen die Umstände keine ausgelassene Feier

zu, da auf Grund der Unregelmässigkeiten der Albula

gesperrt war und Bahndienst- sowie Stationsteam ausserordentliche

Touren leisten mussten. So fand der

prächtige Abend auch bald ein Ende und es blieb lediglich

die Vorfreude auf das Grillfest im Sommer.

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Weihnachts-Anlass der Materialwirtschaft

Von Alexandra Allemann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Alle Jahre wieder: auch dieses Jahr war die Aufgabe kurz

vor Weihnachten ein Teamanlass, für die Materialwirtschaft

von Landquart zu organisieren.

Nach intensiver Vorbereitungszeit war es am 11. Dezember

2008 endlich soweit. Um 16:15 Uhr trafen wir

uns alle beim Kaffeeautomaten vor dem Sitzungszimmer.

Die Kolleginnen und Kollegen waren sehr gespannt

wohin es gehen sollte, doch das wurde noch nicht verraten.

Die Mitarbeitenden wurden in drei Teams eingeteilt.

Zuerst mussten sie eine kleine Schnitzeljagd absolvieren,

bei der verschiedene Hinweise zum Anlass zu

finden waren, wie zum Beispiel Kochschürzen, Rezeptbuch

und sonst noch verschiedene Utensilien, die man

zum Kochen braucht.

Rasch haben alle Teams die Hinweise gefunden und

waren am Ziel unseres Abends der RhB Kantine angekommen,

denn die Hauptaufgabe bestand darin, unser

Abendessen selbst zu kochen. Zuerst jedoch gönnten wir

uns einen feinen Apéro. Dann ging’s los! Wir bekamen

Unterstützung von der Köchin Heidi Vetsch. Die Gruppe

«Vorspeise» war für das Salatbüffet zuständig. Es wurde

Randen-, Gurken und Grüner Salat, sowie Maisssalat

mit Currysauce zubereitet. Die Salatsauce war natürlich

auch Eigenproduktion. Für die selbstgemachten Knöpfli

mit Geschnetzeltem und Apfelmus, sowie Bohnen im

Speckmantel und Karotten war die Gruppe «Hauptspeise»

verantwortlich. Für die Gruppe «Dessert» hiess es,

falsche Spiegeleier, frischen Fruchtsalat und einen Schokoladenkuchen

zuzubereiten. Die Motivation war sehr

gross, alle Teams gaben sich riesige Mühe. Kleine Pannen

wie Apfelpitschgi im Fruchtsalat wurden schnell

behoben.

Nach getaner Arbeit sassen alle gemütlich beisammen

und liessen sich das selbst zubereitete Essen schmecken.

Es wurde viel erzählt und gelacht. Am Ende des

Anlasses halfen alle beim Abwasch und Aufräumen mit.

Es war ein gelungener Abend! Nochmals besten Dank für

euren Einsatz!


1348 potenzielle Daniel Düsentriebs!

Von Simon Rageth

«The best way to have a good idea is to have a lot of

ideas!» Diese Worte, welche von Physik-Nobelpreisträger

Linus Pauling stammen, gelten auch für die Rhätische

Bahn. Die Rhätische Bahn hat 1348 Mitarbeitende und

damit viele kreative Köpfe, welche Ideen und Vorschläge

entwickeln können. In 1348 Mitarbeitenden steckt ein

ungeheures Potenzial an Innovationskraft, das die Rhätische

Bahn ausschöpfen möchte. Die Rhätische Bahn

möchte deshalb unternehmensweit so viele Meinungen

wie möglich aufgreifen und diese auch ernsthaft prüfen.

Alle können ihre Bedürfnisse und Ideen platzieren

und werden auch wahr- sowie ernst genommen.

Schlussendlich sind es die zahlreichen Mitarbeitenden,

welche die vorhandenen Potenziale im Alltag sehen und

Verbesserungsmöglichkeiten entdecken können. Was

zählt, ist die Kreativität jedes Einzelnen!

Ideen und Vorschläge können deshalb per E-Mail mitwirken@rhb.ch

an eine zentrale Stelle geschickt werden.

Marc-Andrì Leuthold, Unternehmensentwickler,

freut sich auf viele kreative Verbesserungsvorschläge sowie

andere Ideen, welche die Rhätische Bahn betreffen,

und prüft zusammen mit den verantwortlichen Stellen

Ihre Anliegen. Weitere Informationen wie ein «Hilfsblatt

Ideenformulierung» finden Sie auch im Intranet unter

«Prozesse RhB/Mitarbeitervorschläge».

Erste Vorschläge mit kreativen Ideen wurden bereits

eingesendet. Christoph Roner beispielsweise, Lokführer

Samedan, wendete sich mit folgender Idee an mitwirken@rhb.ch:

«Nachdem die Albula/Berninalinie in die UNESCO Welterbeliste

aufgenommen wurde, und ich fast täglich auf

diesen Strecken als Lokführer unterwegs bin, habe ich

mir überlegt wie und wo unsere schöne Bahn noch besser

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

in Szene gesetzt werden kann. Dabei gilt es vor allem

die Aussicht der Reisenden auf die Landschaft zu verbessern,

aber auch die Sicht von der Landschaft auf den

Zug. Am Bernina im Speziellen gilt es zu prüfen, ob es

sich nicht lohnen würde die Galleria Lunga zwischen

Ospizio Bernina und Alp Grüm so umzurüsten, dass die

Bretterwände im Sommer entfernt werden könnten, um

die tolle Sicht wieder herzustellen. Eine Möglichkeit

wäre eine klappbare Konstruktion oder sogar Glasscheiben.

Vielleicht liesse sich dafür sogar ein Sponsor finden.»

Diese und ähnliche Ideen werden über den Pool mitwirken@rhb.ch

aufgegriffen und ernsthaft geprüft. Formulieren

auch Sie Ihre Ideen, welche Ihnen täglich bei

der Arbeit durch den Kopf gehen. Gestalten wir gemeinsam

unsere Zukunft!

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BGM Event «Schneeschuhlaufen»

Text von Roald Hofmann, Bilder von Esthi Lüdi und Karl Jahn

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Mit den Worten «Gesundheit, Fitness und Natur pur...»

hat des Team BGM Ende Januar im Intranet und in den

Dienststellen zwischen Davos und Ilanz/Thusis Bahnhöfen

zu einem Fitness und Natur sowie kameradschaftliche

Geselligkeit verbindenden Winterwandertag ins Prättigau

eingeladen.

Am letzen Februartag traf um 09h00 Uhr aus diversen

Richtungen und vor allem mit dem Zug aus Landquart

die stattliche Schar von 16 neugierigen und ob des

schönen Kaiserwetters ebenso wie die Sonne strahlenden

RhB-lern auf dem Bahnhof Schiers ein. Nach einer

kurzen Begrüssung durch die Organisatoren (Andy Vetsch

und Roald Hofmann) hiess es in die beiden bereitstehenden

Fahrzeuge einzusteigen und den Weg auf den

Furnerberg unter die (Pneu-)Räder zu nehmen. Am Zielort

angekommen, sind wir über den konkreten Ablauf

des Tages informiert worden und erfuhren alles Wissenswerte

über das Schneeschuhlaufen als bequemes

Fortbewegungsmittel im Schnee.

Eine gewisse Spannung lag jedoch immer noch in der

Luft, ging es doch vor dem Start darum, Kochgeschirr

und Esswaren auf die Rucksäcke der Teilnehmer aufzuteilen.

Was das wohl wieder werden wird, hat sich der

eine und andere der Teilnehmer im Stillen sicher gefragt.

Kurz darauf gab Andy, der Tourenleiter, das Startsignal

und die Kolonne der sich eben noch begrüssenden nun

aber schon erwartungsfroh plaudernden und Montagetips

für die Schneeschuhe austauschenden RhB-ler

setzte sich in Richtung «vorwärts, aufwärts» in Bewegung.

Zuerst auf bereits vorgespurten Wegen, dann

durch frischen, in der strahlenden Sonne glitzernden

weissen Schnee. Nach einer knappen Stunde Marschzeit

wurde eine kurze Pause eingeschaltet; - Andy erklärte

das sich in den schönsten Postkartenfarben präsentierende

Rätikon. Schnell wurden von den «Einheimischen»

mögliche Routen diskutiert und manch einer

staunte, was so alles in der Nähe «einfach so» machbar

ist. Nach nochmals einer Stunde Marschzeit zwischen

tief verschneiten und an eine Märchenwelt erinnernde

Tannengruppen kamen wir am höchsten Punkt unseres

Rundgangs an: Hohsäss auf dem Furnerberg; und zwar

auf 1825 m ü. M. wie uns das nur gerade knapp 50 cm

über den Schnee hinausragende Wanderweg-Schild gezeigt

hat.

Jetzt ging es daran, das letzte Geheimnis zu lüften –

musste doch Holz herbeigetragen und Löcher in den

Schnee geschaufelt werden um die beiden Feuerstellen

betreiben zu können. Während sich einige der Teilnehmer

ob des sagenhaften Panoramablicks erfreuten,

andere die Kleider wechselten oder den Flüssigkeitshaushalt

mit Tee und Mineralwasser wieder ins Lot brachten,


so machte sich die Küchenmannschaft ans Feuern und

ans Wärmen von Wasser. Schnell war klar, dass es keine

Gerstensuppe aber auch keine Spaghetti geben wird,

sondern, dass ein veritabler Risotto ai Funghi (oder

«Chrottedächli») zubereitet werden wird. Ziemlich zeitgleich

konnte dann die Fasstrasse eingerichtet und die

Grillwürste zusammen mit der Tessiner Nationalspeise

an die hungrigen Teilnehmer verteilt werden. Die wärmende

Mittagsonne wurde von allen Teilnehmern auf

ihre Weise genutzt, von den einen friedlich auf einem

(ebenfalls ausgeschaufelten) Bänkli sitzend, den andern

das Panorama bestaunend und von den Dritten zu angeregten

Diskussionen über mögliche alternative Routen,

Bike- und / oder Wandertouren im Bereich des sich

vom Piz Mundaun über den Calanda bis ins Rätikon und

die Berge gegen das Schanfigg erstreckende quasi Rundumpanorama.

Kaum waren die letzten Portionen unseres Risottos an

eine ebenfalls am gleichen Ort rastende Kleingruppe

verteilt, hiess es die Herdstellen wieder mit Schnee aufzufüllen

und zwar so, dass selbst für allfällige Nachtwanderer

kein Stolperrisiko mehr bestand.

Kurz darauf ergriffen wir unsere Rucksäcke und machten

uns auf eine wunderschöne Wanderung bei der wir

dank der kräftigen Sonne alle das Gefühl hatten, uns in

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

einer wunderbaren Traumwelt bewegen zu dürfen.

Nach nochmals rund zwei Stunden ruhigen Gehens

fernab gestresster Menschenströme durch die völlig

ruhige Märchenlandschaft waren sich alle Teilnehmenden

einig, dass das Schneeschuhlaufen eine äusserst

attraktive Fortbewegungsart im Schnee ist und ein solcher

Anlass eigentlich wieder einmal durchgeführt werden

sollte. Selbst der als Wintermuffel geltende Co-

Organisator liess sich das Bekenntnis entlocken, dass

ihn diese Wanderung dank dem perfekten Gleichklang

der Stichworte «Natur pur, Fitness und Gesundheit» und

der tollen Vorbereitung durch Andy irgendwie mit dem

Wort «Winter» voll versöhnt hat.

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BGM - Begeisterung, Gesundheit, Miteinander

Von Theres Dreier

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Endlich Frühling – wir verspüren neue Energie, Tatendrang

und die Lust, sich draussen zu bewegen. Möchten

Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun? Dann machen Sie

mit! Auch dieses Jahr bieten wir Ihnen im Rahmen des

Betrieblichen Gesundheitsmanagement wieder verschiedene

Events.

Nordic Walking

Nach dem grossen Erfolg des letzten Jahres führen wir

wieder einen Nordic Walking-Kurs durch. Dabei erhalten

Sie als Neueinsteiger die Gelegenheit, dieses Ganzkörpertraining

kostenlos kennen zu lernen. Aber auch

Fortgeschrittene sind herzlich eingeladen, einen erneuten

Anstoss für einen gesunden Start in den Frühling zu

holen. Jolanda Guntern, dipl. Nordic Walking Instruktorin,

wird den Kurs wieder leiten. Ihre Philosophie ist,

langsam Schritt für Schritt die gewohnte «Komfortzone»

zu verlassen, um auf gesundem Weg die gesteckten Ziele

zu erreichen. Sie lacht gerne, auch mal über sich selber.

Mit ihrer aufgestellten, fröhlichen und temperamentvollen

Art hat sie letztes Jahr alle Kursteilnehmer für

diese Sportart begeistern können. Wer mehr über Jolanda

Guntern erfahren möchte, schaut unter www.jolandamoves.ch.

Metabolic Balance

Zu gutem Wohlbefinden und Gesundheit gehört auch

die richtige Ernährung. Möchten Sie Ihre F(v)italität und

Leistungsfähigkeit noch steigern und (fast nebenbei)

noch einige Pfunde verlieren?

Mit dem Metabolic Balance Programm können Sie Ihre

Gesundheit präventiv und ganzheitlich fördern und

gleichzeitig Ihre Gewichtsprobleme lösen. Die Methode

besteht darin, Nahrungsmittel zu essen, welche der

Körper benötigt, um den aus dem Gleichgewicht geratenen

Stoffwechsel wieder zu regulieren. Simone Widmer,

dipl. Ernährungstherapeutin, kann Sie mit einer ganzheitlichen

Beratung zurück zum Gleichgewicht führen

und Ihnen den Weg zu Ihrer optimalen Ernährung

zeigen. Mehr Informationen zu MB erfahren Sie am Orientierungsanlass

vom 6. April 2009 oder unter www.

feelbalanced.ch. Wiederum stehen 10 Beratungs-Abos

kostenlos zur Verfügung.

Die Kurse werden im April/Mai/Juni durchgeführt. Die

genauen Kursdaten sowie die Anmeldung finden Sie im

März im Intranet.


Ganz nah am Star

Von Stephanie Kriesel, Leiterin Unternehmenskommunikation, login Berufsbildung

Eine Einladung des HC Davos machte es möglich: Lernende

und Mitarbeitende von login und der RhB waren

am 7.12.2008 beim Spitzenspiel Davos-Kloten hautnah

dabei. Nach dem Spiel gab es ein Treffen mit Robin

Grossmann, Verteidiger beim HCD – und ehemaliger

login-Lernender.

Es sieht schlecht aus für den HCD. Gegen Ende des Heimspiels

gegen die Kloten Flyers liegen die Bündner 2:4

zurück. Wüste Fouls und viele Strafen geben dem Spiel

einen aggressiven Touch. Dann, in der 56. Minute:

Michel Riesen verkürzt den Rückstand auf 3:4. Kaum

haben sich die Zürcher von dem Schock erholt, folgt

schon der nächste: Robin Grossmann schiesst das 4:4.

Das Pikante daran: Der Verteidiger wechselte erst auf die

laufende Saison von den Kloten Flyers nach Davos. Ohne

schlechtes Gewissen ist er stolz auf seinen Einsatz: «Gegen

Kloten bin ich immer besonders motiviert!» kommentiert

er nach dem Spiel. Am Ende reicht es dann

leider doch nicht ganz – Davos verliert mit 4:5 in der

Verlängerung.

Starker Fanblock

Begeistert gefeiert wird Robins Einsatz trotzdem - besonders

in der oberen Ecke des Sektors E: Dort sitzen auf

Einladung des HCD hin 61 Lernende und Mitarbeitende

von login sowie Berufsbildner/innen der RhB – und jubeln

ihrem «Ehemaligen» zu. Robin Grossmann, Jahrgang

1987, absolvierte 2001-2004 seine KV-Lehre bei

login.

Die heutigen loginler geniessen ihren Sonntagsausflug

nach Davos in vollen Zügen. Unbewusst geraten einige

zwischen die Fronten: Ausgestattet mit Fanartikeln des

Gruppenbild mit Eishockeystar Robin

unten links mit login-Tasche

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

ZSC sind sie den Fans der Kloten Flyers ein Dorn im Auge.

«Da gab’s eine ungewollte Bierdusche» grinst Pascal

Fehr, Lernender KVöV in St. Moritz. «Es war ein super

Spiel – schade hat der HCD verloren.» Als ZSC-Fan ist

man immer gegen die Kloten Flyers...

Die Rolle des Coachs

Robin lässt sich durch die Niederlage nicht entmutigen.

Im Gespräch mit den derzeitigen login-Lernenden nach

dem Spiel erzählt er von der Stimmung in der Kabine.

«Anstelle einer Strafpredigt hat Arno uns gesagt, dass

wir uns über den einen Punkt freuen sollen, den wir

noch geholt haben. Immerhin war der Schiri heute nicht

wirklich auf unserer Seite.» Star-Trainer Arno del Curto

war Hauptgrund für Robin, nach Davos zu wechseln.

«Im Vergleich zu den Berufsbildnern, die während der

Lehre meine, Chef‘s waren, fordert Arno wirklich viel,

Tag und Nacht. Er will das Beste aus mir und meinen

Kollegen rausholen. Es ist hart, aber ich schätze diese

Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung.»

Von Zürich nach Graubünden

Auch sonst fühlt sich Robin in Davos wohl. Unter den

Teamkollegen hat er Freunde gefunden, und im Winter

bietet das Bergdorf eine Menge Abwechslung. Schade

nur, lässt die strenge Saison mit Qualifikation, Playoff‘s

und dem Spengler Cup wenig Freizeit zu. Aber das gehört

nun mal dazu. «Es war immer mein Traum, Hockey

zu spielen und ich bin glücklich, diesen Traum heute

leben zu können.» sagt Robin.

Angriff von Robin Grossmann Nach dem Spiel gab Robin

den login-Lernenden

Autogramme und posierte

fürs Erinnerungsfoto

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login Infomarket

Von Patricia Demarmels

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Am 17. Januar 2009 war es wieder soweit. Die login

Mitgliedsfirmen erhielten die Möglichkeit, ihr Job-Angebot

im Centre Löwenberg in Murten zu präsentieren.

Die RhB war zum dritten Mal dabei, diesmal unter der

Führung des Geschäftsbereichs Produktion.

Ziel war es, uns von den übrigen Firmen abzuheben. Die

«Konkurrenz» war mit SBB und Swiss recht gross. Doch

mit unserem Bündner Wald, einem riesigen Steinbock

und einer Fotoaktion «Steinbockstarke Bahnberufe»

waren wir DER Blickfang. Das rege Interesse an der Rhätischen

Bahn als Arbeitgeber und die Lobesworte für

unseren Stand bestätigten, dass wir einen guten Auftritt

geboten haben.

1100 Lernende aller Lehrjahre befragten uns über Lehrstellenplätze

im Schwerpunkt-Lehrjahr, welches bei

einer beliebigen Mitgliedsfirma absolviert werden kann.

Weiter waren freie Stellen nach der Lehre gefragt. Wo

würden die Jugendlichen ihren Arbeitsweg fortsetzen?

Gerne gaben wir Auskunft und wenn einmal die gesuchte

Stelle zurzeit bei uns nicht zur Verfügung stand,

verwiesen wir auf die Homepage www.rhb.ch/jobs,

welche als Anhänger an einem RhB-Bändel abgegeben

wurde.

Insgesamt konnten über 500 Kontakte geknüpft werden.

Nun warten wir gespannt auf die hoffentlich zahlreichen

Bewerbungen.


Gepäckwagen als Drehort eines Werbefilmes

Von Pascal Landert, HTW Chur

Eine Studentengruppe des Multimedia Production Studienganges

(MMP) der HTW Chur hat in der ersten Dezemberwoche

drei Werbefilme für die HTW produziert.

Einer der drei Filme spielt im Gepäckwagen der Rhätischen

Bahn auf der Strecke zwischen St. Moriz und Chur.

Chur. Ende November bekamen wir, eine achtköpfige

Studentengruppe des Multimedia Production Studiums,

von der Marketingabteilung der HTW Chur den Auftrag,

Werbefilme für den Informations-Tag zu drehen. Die inhaltliche

Vorgabe war es, dass die bekannten HTW-Sofas

an ungewöhnlichen Plätzen zu sehen sein sollten. Die

Geschichte dazu, und was sich auf dem Sofa abspielen

würde, war komplett uns überlassen.

Ein Sofa geht auf Reise

Nach einigen Brainstormings und Diskussionen innerhalb

der Gruppe stand das Konzept für die Werbefilme

fest: Das Sofa sollte zusammen mit immer dem gleichen

Studenten auf Reise gehen. Reisen deshalb, weil viele

Elemente dessen mit denen eines Studiums zu vergleichen

sind. Beispielsweise bewegt man sich in eine bestimmte

Richtung auf ein fokussiertes Ziel hin, ist in

Bewegung, lernt neue Menschen kennen und erweitert

ständig seinen Horizont. Deshalb entschlossen wir uns,

drei Filme à je 30 Sekunden in öffentlichen Fortbewegungsmitteln

zu drehen. Jeder Spot sollte die Geschichte

eines Studenten, der im Zug, im Bus oder auf der

Fähre inspirierende Begegnungen mit Mitreisenden hat,

erzählen.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Ein Drehtag pro Film

Nachdem am Montag in Chur und am Mittwoch auf der

Fähre zwischen Horgen und Meilen die Spots eins und

zwei abgedreht waren, stand am Samstag der dritte und

letzte Drehtag an. Die komplette Film-Crew traf sich um

sieben Uhr morgens am Bahnhof. Es war noch dunkel

und ein eisiger Wind wehte über die Gleise. Nach einer

kurzen Team-Besprechung vor Ort und dem Aufbau der

Technik hiess es «Klappe die Erste – und bitte...». Nach

etwas mehr als einer Stunde waren die Szenen auf dem

Perron im Kasten. Im Gepäckwagen der Rhätischen

Bahn zwischen Chur und St. Moritz wurden weitere Einstellungen

für den Spot geschossen. Die letzte Szene gemäss

Drehbuch sollte wie folgt aussehen: Der reisende

Student wirft einen Papierflieger aus dem Fenster des

fahrenden Zuges, während dieser das Landwasser-Viadukt

überquert. Da diese Einstellung nur einmal gefilmt

werden konnte musste der erste «Schuss» passen.

Glücklicherweise gelang die Aufnahme. Als wir nach

zwei Stunden Fahrt in St. Moritz ankamen, waren alle

Szenen im Kasten. So konnten wir bei der Rückfahrt in

der 1. Klasse, welche uns die Rhätische Bahn freundlicherweise

zur Verfügung gestellt hat, die wunderschöne

Winterlandschaft geniessen und letzte Details bezüglich

der Werbefilme im Team besprechen.

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Abschied von Herbert Anthenien

Von Erich Cadonau

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.

Mit diesem Sprichwort eines portugiesischen

Seefahrers hat unsere Bundesrätin Eveline Widmer-

Schlumpf uns mit guten Wünschen für das neue Jahr

hineinbegleitet.

In diesem Sinne sind zwei Mitarbeiter vom Bahnhof Disentis

am 13. Januar 2009 frühmorgens aufgebrochen

um die vertraute «Küste» zu verlassen. Da diese Fahrt

auch als eine Art Streckenkenntnis gewidmet war, durften

wir eine unvergessliche Fahrt mit Streckenbeschreibung

aus dem Cockpit in waschechtem «Walliserditsch»

erleben. Verkäufer bei der Eisenbahn sind aufgefordert,

unserer Kundschaft erlebnisreiche Fahrten anzubieten.

Selbst als Eisenbahner am Arbeitsplatz gerät man ab

und zu auch in erlebnisreiche Fahrten aller Gattung.

Diese Fahrt über den Oberalppass an einem kalten Wintermorgen

mit leise aufkommenden Sonnenstrahlen

hinter den mächtigen Bergspitzen liessen die Reise zur

exklusiven Erlebnisfahrt in unvergesslicher Bergkulisse

werden.

Für die Mitarbeiter vom Bahnhof Disentis ist die Ortschaft

Brig bzw. die Betriebsleitung der MGB wie eine

Art «anderer Ozean». Die Büros mit ihren Mitarbeitenden

im Parterre des mehrstöckigen Gebäudes an der

Überlandstrasse 29 in Brig, ist für die MGB etwa gleich

wie die Küche eines 5* Hotels. Sinngemäss verlassen

aus der Überlandstrasse 29 in Brig mehrheitlich gut vorbereitete,

manchmal auch verkeilte Menüs.

Diejenigen, welche früher mit Tagesbogen bei der RhB

beschäftigt waren, haben sicher noch die Telefonstimme

«Chur Jost» in den Ohren. Es gab nicht nur in Chur ein

«Götti» für die Tagesbogen ebenso eine ruhige und stets

freundliche Stimme «Anthenien» ertönte in Brig am

Telefon, wenn man sich um «Z» (Zirkulare) erkundigen

musste. Nach 44 Jahren geht Herr Anthenien in Pension.

Seit dem Jahre 1982 ist er mit den Tagesbogen für die FO

und dann nach der Fusion mit der BVZ im Jahre 2002/03

für die gesamte MGB neben vielen anderen Aufgaben

vertraut gewesen. Da erstaunt es nicht, dass er in aller

Ruhe und mit viel Fachkenntnis manchem Neuling in

Disentis/M. aus der Patsche half, als es um Formationen/

Reihungen der MGB-Züge ging. Die Namen von vielen

unserer Vorgänger in Disentis/M. sind Herr Anthenien

noch in bester Erinnerung. Gerne lässt er die Zeiten hinter

sich, als die Glacier-Züge in Disentis/M. wie Mosaiksteine

zerlegt und wieder neu formiert werden mussten.

Seit dem die Glacier-Züge mit festen Kompositionen

verkehren und die neuen Kommunikationsmittel vorhanden

sind, ist der persönliche Kontakt markant zurückgegangen,

vor allem mit den Partnern der RhB. Es

ist Herr Anthenien ein grosses Anliegen, sich an dieser

Stelle ganz herzlich für die stets angenehme Zusammenarbeit

bei den Kollegen von der RhB zu bedanken.

Wie es sich gehört, wenn man sich schon auf der anderen

Ozean-/Passseite befindet, macht man auch einen

Boxenstopp in Andermatt. Der Regioleiter Urserental/

Oberalp, Martin Kreuzer hat sich trotz seines Tagesprogramms

für uns Zeit genommen, die ganze Anlage mit

Depot/Magazinen und die Vision Sawiris zu präsentieren.

Schade (oder Gott sei Dank), dass der Oberalppass

die Bahnhofe Disentis/M. und Andermatt trennt. Ansonsten

wären die besten Voraussetzungen für eine Vermählung

vorhanden. Denn was in Disentis/M. vorhanden

ist, fehlt in Andermatt und umgekehrt. Die Rede ist

hier von langen Ein- und Ausfahrgleisen mit Abstellstumpen

sowie die Umsätze.

Nebst dem herzlichen Dank an Lkf Zug 823 vom 13. Januar

2009, an die anwesenden Mitarbeiter der BLZ in

Brig, dem Regioleiter in Andermatt und seinem Team

danke ich auch Nino Tscharner für die Begleitung ins

Wallis. Mit einem verschmitzten Lächeln danke ich ihm,

dass er die Pizza in Brig im Schnellzugstempo verschlungen

hat, damit der Initiant dieser Reise sein Tagesfahrplan

einhalten konnte.

Die Sorge, ob ein MGB Zug «ambri oder ambrüf» soll, ist

nun für Herrn Anthenien vorbei. Alles Gute im neuen

Lebensabschnitt sowie seinem Nachfolger gutes Gelingen

beim «basteln» der MGB Zirkulare wünschen die

RhB Kolleginnen und Kollegen aus Disentis/Mustér.

Der letzte Arbeitstag für Herbert

Anthenien im BLZ Büro in Brig.


Nächster Halt: Gian-Peter

Text von Geni Rohner; Bilder von Walti Frei

Nicht schlecht staunte eine Reisegesellschaft, als sie am

12.12.08 mit ihrem Extrazug im frisch verschneiten

Gian-Peter ankamen. Eine Überraschungsfahrt in den

wohlverdienten Ruhestand wurde für die zwei langjährigen

RhB-Mitarbeiter Gian Brüngger und Peter Randegger

organisiert.

Den Abschluss ihres letzten Arbeitstages haben sich die

zwei Kollegen wohl anders vorgestellt. Um 12h12 wollten

sie dem Churer Verwaltungsgebäude für immer den

Rücken kehren und sich zum gemütlichen Mittagessen

in den «Spanier» begeben. Aber hoppla, stattdessen

wurde man zum Bahnhof Chur geleitet. Dort stand auf

dem Arosa-Areal ein nicht alltäglicher Zug zur Abfahrt

bereit: die berühmte «Brüngger-Lok», eine Ge 4/4 Nr.

601 (diese Lok wurde am Geburtstag von Gian in Betrieb

genommen) sowie zwei Wagen aus der Komposition des

«Fliegenden Rhätiers» (zwei Leichtstahlwagen mit Mitteleinstieg

aus dem Jahre 1939). Während der Fahrt

durchs winterliche Schanfigg wurden die Gäste mit leckeren

Tapas und Vino tinto/bianco bedient - eviva España!

Als der Sonderzug kurz nach 13h00 Uhr in Gian-

Peter eintraf, glaubte wohl mancher, er hätte zu tief ins

Glas geschaut. Sind wir nun in St. Peter-Molinis oder

Gian-Peter? Dieser Bahnhof wurde kurzfristig zur Verabschiedung

der beiden Kollegen umgetauft. Für das Umstellen

der Lok musste Gian nochmals demonstrieren,

wie man früher Wagen ab- und ankuppelte sowie

Bremsproben richtig durchführte. Die gestellten Aufgaben

löste er unter kundiger Aufsicht bravourös.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Die Rückfahrt von Gian-Peter nach Chur verlief ohne

weitere Zwischenfälle. Das Abschiedsfest fand jedoch

am Abend seine Fortsetzung im berühmten «Estrich»

der Verwaltung. Durch die Küchenbrigade des Evang.

Altersheim wurden die Anwesenden mit kulinarischen

Köstlichkeiten nach Strich und Faden verwöhnt. Verschiedene

Reminiszenzen der beiden Pensionäre machten

die Runde bzw. sorgten für gute Unterhaltung. Alle

Beteiligten waren der Meinung, dass die Hauptprobe

gelungen ist (der definitive Abschied müsste vier Jahre

später, am 12.12.12 erfolgen...). Wann die letzten Gäste

heimgekehrt sind, entzieht sich der Kenntnis des

Schreiberlings.

Den beiden Frührentnern wünschen wir alles Gute im

neuen Lebensabschnitt!

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Pensioniertenfeier 2009

Von Sandra Beeli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Die Geschäftsleitung hat am 22. Januar 2009 alle Mitarbeitenden,

die im Jahre 2008 pensioniert wurden, zur

gemeinsamen Feier eingeladen. Insgesamt 23 Pensionierte

sind der Einladung zur Abschiedsfeier gefolgt. Für

einmal waren sie Gäste ihrer Unternehmung, der sie so

lange treu gewesen sind. Übrigens beträgt der Durchschnitt

der Dienstjahre aller im 2008 pensionierten Mitarbeitenden

sage und schreibe 35 Jahre 6 Monate und

24 Tage.

Die Pensionierten aus dem Churer Rheintal reisten in einem

der gemütlichen Alpine Classic Pullman Salonwagen

an. Einmal mehr traf die Redewendung «…wenn Engel

reisen…» vollkommen zu. Die Reise führte durch eine

wunderschöne und frisch verschneite Landschaft bis

Klosters, wo der offizielle Treffpunkt war.

Empfangen wurden die Pensionierten nach alter Tradition

von der RhB-Musik. An dieser Stelle geht ein herzliches

Dankeschön an unsere RhB-Musikanten für die stimmungsvolle

Untermalung dieses Anlasses.

Anschliessend präsentierte Erwin Rutishauser im Kulturschuppen

Klosters das vergangene Geschäftsjahr,

gewährte einen kleinen Einblick in die Zukunft und bedankte

sich zusammen mit seinem Führungsteam bei

den ehemaligen Mitarbeitenden mit einem Präsent.

Nach dem Gruppenfoto vor verschneiter Kulisse ging’s

mit dem Zug weiter nach Zernez zum kulinarischen Genuss

ins Restaurant Bär & Post.

Anschliessend stand ein weiteres Highlight auf dem

Programm: Der Besuch des im 2008 neu eröffneten Nationlaparkmuseums.

Unter fachkundiger und spannender

Führung von Stefan Triebs (Stv. Leiter Kommunikation

und zugleich Reiseleiter bei der RhB) erlebten alle einen

schönen Abschluss dieses Tages.

Danach ging die Reise in guter Stimmung zurück nach

Hause.

Wir wünschen allen Pensionierten beste Gesundheit

und viele frohe Stunden im neuen Lebensabschnitt.


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Calvin Baeder, Betriebsdisponent, St. Moritz; Remo Braun, Spezialhandwerker, Poschiavo; Gian Brüngger, Sachbearbeiter, Chur; Josef

Carigiet, Betriebsangestellter, Landquart; Martin Dolf, Leiter Zugpersonal Express, Landquart; Heinz Egli, Gruppenleiter, Chur; Alfons Ernst,

Lokführer-Aushilfe, Scuol-Tarasp; Peter Florin, Zugführer, Samedan; Hans Furgler, Leiter Fachbereich, Landquart; Stefan Good,

Fachleiter, Landquart; Ulrich Graf, Fachmeister, Landquart; Beatrice Hauser, Kaufmännische Mitarbeiterin, Landquart; Leo Hirschbühl,

Leiter Fachbereich, Chur; Gian Andrea Horber, Mitarbeiter Kundendienst, Pontresina; Peter Kössler, Gruppenleiter, Zernez; Jürg Meuli,

Spezialhandwerker, Landquart; Anton Nigg, Spezialhandwerker, Landquart; Gildo Rada, Lokführer, Poschiavo; Hans Rudolf Stocker,

Auftragsleiter, Landquart; Pietro Tempini, Vorarbeiter Rangierdienst, Davos Platz; Hansueli Tinner, Lehrlokführer, Landquart; Hanspeter

Trepp, Sachbearbeiter, Chur; Walter Wehrli, Spezialhandwerker, Landquart.

Geschäftsleitung vertreten durch: Erwin Rutishauser, Thomas Baumgartner, Silvio Briccola, Johann Georg Bühler, Christian Florin,

Jacques Hefti und Daniel Grünenfelder.

Nicht teilnehmen konnten: Marie Flamigni, Wagenreinigerin, Landquart; Jakob Hassler, Spezialhandwerker, Landquart; Maria Iseppi,

Köchin, Pontresina; Ferdinand Pircher, Spezialhandwerker, Samedan; Peter Randegger, Sachbearbeiter, Chur; Richard Streiff, Wagenreiniger,

Landquart; Isidor Zala, Spezialhandwerker, Poschiavo; Mario Zen, Ressortleiter Betrieb, Campocologno.

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Personalchronik

vom 2. Dezember 2008 – 1. März 2009

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Eintritte

Austritte

Pensionierungen

Marcel Aebersold als Lokführer, Scuol-Tarasp

Luca Battilana als Spezialmonteur, Samedan

Katrin Beinkämpen als Praktikantin, Chur

David Benz als Lokführer-Anwärter, Landquart

Balduin Bessire als Lokführer-Anwärter, Landquart

Boris Brunold als Leiter IT Infrastruktur, Chur

Beat Burkhalter als Fahrdienstleiter i.A., Samedan

Georg Groll als Fachspezialist, Landquart

Stefan Holzer als Projektleiter, Landquart

Urs Hörler als IT System Engineer, Chur

Andreas Kalberer als Lokführer-Anwärter, Landquart

Curdin Lareida als Lokführer-Anwärter, Landquart

Reto Mühlemann als Lokführer-Anwärter, Landquart

Peter Müller als Lagerist, Landquart

Thomas Pfiffner als Sepzialmonteur, Landquart

Fabienne Puksic als Spezialistin Rechnungswesen, Chur

Markus Scherer als Kunden- und Reiseberater, Ilanz

Gion Stiffler als Lokführer-Anwärter, Landquart

Markus Walther als Lokführer-Anwärter, Landquart

Reto Wildhaber als Lokführer-Anwärter, Landquart

Stefan Zaugg als Gleismonteur, Landquart

Jürg Zeller als Strategischer Einkäufer, Landquart

HERZLICH WILLKOMMEN!

Ralph Andrea Basig Aushilfe, Chur

André Beerli Leiter Rechnungswesen, Chur

Norbert Burri Sachbearbeiter, Landquart

Fabian Denoth Spezialmonteur, Samedan

Giuditta Hartmann-Poli Kaufmännische Mitarbeiterin, Chur

Irene Hofer Betriebsdisponentin, Arosa

Ingrid Kreienbühl Verkäuferin, Davos Platz

Lucien Moser Betriebsangestellter, St. Moritz

Werner Pinggera Gleismonteur, Davos Platz

Matthias Schneider Leiter Personalentwicklung, Chur

Gabriela Sigrist Kondukteuse, Chur

Roger Walzer Projektleiter, Chur

ALLES GUTE FÜR DIE ZUKUNFT!

Remo Braun, Spezialhandwerker, Poschiavo

Gian Brüngger, Sachbearbeiter Support, Chur

Josef Carigiet, Betriebsangestellter, Landquart

Luzi Cavelti, Spezialhandwerker, Landquart

Marie Flamigni, Wagenreinigerin, Landquart

Ulrich Graf, Fachmeister, Landquart

Jakob Hassler, Spezialhandwerker, Landquart

Anton Hidber, Spezialhandwerker, Landquart

Peter Kössler, Gruppenleiter, Zernez

Luzi Parpan, Gleismonteur, Thusis

Peter Randegger, Sachbearbeiter Support, Chur

Hans Rudolf Stocker, Auftragsleiter, Landquart


Beförderungen und

Ernennungen

Dienstjubiläen

Richard Streiff, Wagenreiniger, Landquart

Walter Wehrli, Spezialhandwerker, Landquart

Isidoro Zala, Spezialhandwerker, Poschiavo

ALLES GUTE IM RUHESTAND!

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Fredi Clalüna Gruppenleiter Bahndienst Zernez

Plinio Crameri Assistenz Bahnmeister Bernina

Daniel Duschletta Gruppenleiter Bahndienst Zernez

Hansruedi Disch Zum Ausbildner / Fahrzeuginstruktor Landquart

HERZLICHE GRATULATION!

25 Dienstjahre

Remo Lanfranchi, Lokführer, Poschiavo

Marco Nesina, Lokführer, Landquart

Rudolf Senti, Spezialmonteur, Landquart

Robert Stoffel, Spezialhandwerker, Landquart

40 Dienstjahre

Adriano Cortesi

Rangiermeister

Poschiavo

Pieder Wenzin

Zugführer

Disentis/M.

HERZLICHE GRATULATION!

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RhB in-team

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

12.09.2008 Martina Küng-Pleisch, Kondukteuse, Davos Platz, mit Martin Küng

14.11.2008 Marco La Ferrara, Gleismonteur, Bergün/Bravuogn, mit Jennifer Müller

05.12.2008 Daniel Duschletta, Gruppenleiter, Zernez, mit Samuela Walther

25.08.2008 Manuel, des Michele Rada, Spezialhandwerker, Samedan

10.09.2008 Emilia Anna, der Tanja Fiala Saladin, Bereichspersonalleiterin, Landquart

11.09.2008 Noemi Yanina, des Sandro Pfammatter, Leiter Informatik, Chur

22.09.2008 Luana, des André Claude Heel, Zugbegleiter in Ausbildung, Chur

04.11.2008 Mika-Adrian, des Franjo Valdec, Zugführer, Chur

08.11.2008 Alessandra Leonie, des Karl Ruggli, Lokführer, Landquart

01.12.2008 Nina-Sue, des Martin Balz, Lokführer, Samedan

03.12.2008 Giulia Elisa, des Franco Romana, Betriebsangestellter, Landquart

26.12.2008 Ilona, des Marco Mario La Ferrara, Gleismonteur, Bergün

19.01.2009 Laurin Elia, der Sabrina Villar, Lernende Zugbegleiterin, Chur, und des Martin Heim,

Kondukteur, Davos Platz

28.01.2009 Lena Sarina, des Urs Rappo, Spezialhandwerker, Landquart

30.01.2009 Giuliana, des Daniel Duschletta, Gruppenleiter, Zernez


Ostergeschenke für Sie

Ihr Geschenk vom Autoverlad Vereina

Möchten Sie mit Ihrer Familie die Sommerferien im

Engadin oder in Italien verbringen?

Oder einfach mal einen Grosseinkauf in einem Shopping-Center

im Unterland tätigen?

Und sind dabei auf Ihr Auto angewiesen?

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Sie erhalten Ihre Ermässigung bequem und direkt bei

den Kassen des Autoverlades.

FVP-Ausweis vorweisen und profitieren!

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt.

Unser Ostergeschenk für Sie und Ihre Familienangehörigen

Möchten Sie und ihre Familienmitglieder gemeinsam

mit einer Kollegin oder einem Bekannten einen Tag lang

kreuz und quer auf dem Netz der Rhätischen Bahn durch

Graubünden reisen? Und das zu einem vorteilhaften

Preis? Wir haben das passende Angebot für Sie: die RhB-

Mitnahme-Tageskarte.

Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie eine Bahnreise

ins mondäne St. Moritz und weiter über den hochalpinen

Berninapass bis hinunter ins mediterrane Palmengrün.

Oder wann haben Sie das letzte Mal einen Ausflug,

verbunden mit einer Wanderung in der Nationalparkregion,

ins Schanfigg oder in die Surselva, gemacht?

Auch Davos ist immer eine Reise Wert.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Mit einem GA-FVP RhB oder einer FVP-Tageskarte RhB

intern können Sie und ihre Familienmitglieder jetzt die

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oder 35 Franken (1. Klasse) kaufen und so eine Begleitperson

auf Ihrer Tagesreise durch Graubünden mitnehmen.

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weder ein GA noch ein Halbtax.

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Mai – Juni und September – November 2009.

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■ Exklusiv Bernina- und Glacier Express und Sonder-

fahrten

■ Erhältlich an jedem bedienten RhB-Bahnhof

■ Gültig 1 Tag, zum Entwerten

■ Nur gültig bei gemeinsamer Reise mit einem Inhaber eines

GA-FVP RhB oder einer gültigen FVP-Tageskarte RhB

intern

■ Maximal 1 Begleitperson pro GA-FVP RhB oder FVP-

Tageskarte RhB intern

■ Preise: 2. Klasse CHF 25.-, 1. Klasse CHF 35.-







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Programm ESV Rätia

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2009

Der ESV Rätia ist natürlich auch diesen Winter/Frühling

aktiv. Wir freuen uns auf viele interessierte und aktive

TeilnehmerInnen. Für alle «Surfer»: Ihr findet weitere

Infos und Highlights im Internet unter www.esvraetia.ch.

Tourenprogramm ESV Raetia 2009

14./15./16. Mai Monte Rosa / Dufourspitze

24.-31. Mai SVSE Kletterwoche Kalymnos

18./19. Juni Sörenberg Brienzerrothorn-

Gratwanderung

über das Augstmatthorn nach

Harderkulm / Interlaken

24./25. Juni Piz Morteratsch ab Bovalhütte

Aufstieg zur Bovalhütte via Piz

Chalchagn

Unihockey

16. Mai Schweizermeisterschaft in Biel

Alle Obmänner oder die Vorstandsmitglieder stehen

Euch mit Rat und Tat im Zusammenhang über unsere

Aktivitäten gerne zur Verfügung. Neumitgliedern schenken

wir den ersten Jahresbeitrag. Wir freuen uns auf viele

schöne aktive und gesellschaftliche Stunden.

Jürg Boner


Wortspiel

Von Heinz Maurer, Kondukteur, Chur

Einige Brocken Slowenisch

B C A T E V E D M E S O N R A V E N D L O P O P C

L A L O T S V E I C E N O V Z E O S T A N I C D E

A R K W R C T Z E E B A V A R L T E E B L V O L T

G I R E E U V L T H A R C D V E Y S A J Y B J I R

A N D R L E J A Z O D T R I J A N T R V R E N V T

J A A J C M D B J M O U N R N U A I L O A I A E E

N J G E V A I G U A V O P E R L B R J U T S T T K

A V R I S K O N L K T U Y B O E A U O Z O A L S O

S O O B O I S E E U C S Z S E Z T P N B J R O D L

V T I N N B T J R R L M O A J R K E O E N A K O I

I S S V S A L N V R A N J P O U R T C K A D A R K

D O T E R E O I P D U L O R T P A E K U R E B L O

E R N L D P D T U O B T N E R I R K C T T O L Z P

N P I E A S Z L S H Z M G A L A A A L E F E Z O J

J D N N K Z O E T I U O Z Z V P T N S V V J U T P

E O D J L R D B I R B N R L A O G E K O W O T I T

P I O V O E H R E P I U U O R L D Z L I E Z V T A

E N H V M R O A F K F Z G E U A A A E L N O L O R

T M L U N G D H R A R E K Z N D N V T A L I A G K

E A S Y I A I U T U J L A E A T C D H G O V R R N

K I R I Z R H J Z N A J S C I Z E M L O H C M A E

B I R T O P O N C E R S L A D K O R A Z R E D D C

BLAGAJNA KASSE JUHA SUPPE PIVO BIER SOLATA SALAT

POL HALB SRECNO POT

CARINA ZOLLAMT KOLIKO WIEVIEL PONEDELJEK MONTAG SREDA MITTWOCH

CARINIK ZOELLNER KOPALNICA BADEZIMMER POPOLDNE NACHMITTAGS STIRJE VIER

CETRTEK DONNERSTAG KRUH BROT POSTAJA BAHNHOF

POZOR ACHTUNG TOALETA TOILETTE

DANES HEUTE LEVO LINKS PRAZNIK FEIERTAG DAS IST

TOJE

DESET ZEHN PRIHOD ANKUNFT TOREK DIENSTAG

DESNO RECHTS MINERALNA VODA MINERALWASSER PRVI ERSTER TRI DREI

DEVET NEUN MLEKA MILCH

DOBROJUTRO GUTEN

MORGEN

RAZRED KLASSE VCERAJ GESTERN

DVA ZWEI NA SVIDENJE AUF WIEDERSEHEN RIZ REIS VECER ABEND

NEVARNO GEFAEHRLICH VINO WEIN

ENA EINS SEDEM SIEBEN VODA WASSER

ENKRAT EINMAL OSEM ACHT SEST SECHS VLAK ZUG

SLADKOR ZUCKER

HVALA DANKE PET FUENF SOBE ZIMMER ZVECER ABENDS

PETEK FREITAG SOBOTA SAMSTAG ZVONEC KLINGEL

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt

GUTE REISE

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Sommer 2009

Sommer 2009

Steinbockstarke

Bahnerlebnisse

Weltklasse: RhB UNESCO

auch Welterbe bei Einheimischen Pass – 2 Tage sehr freie beliebt. Fahrt,

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