InfoRetica 2/2008 - RhB

rhb.ch

InfoRetica 2/2008 - RhB

Nr. 1 / März 2008







Winterzeit,

die Zeit der Begegnung

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In MGB-Triebzüge dieser Ausgabe laufen vom Stapel

Von Roberto G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 1 / 2008

Editorial/Editoriale

Die Stimme der Geschäftsleitung

La Voce della Direzione

Jahresergebnis 2007

Neues Salärsystem

ISO-Zertifizierung: Interview mit Johann Georg Bühler

Neue Uniformen

Modernes Kundeninformationssystem KIS

Vier Panoramawagen Typ Breda für die RhB

Neues Fahrzeugnummerierungssystem

Wartung/Sanierung Leittechnik Ge 4/4 III

Neues Innen-Design der Zweispannungstriebzüge

Neue Billettautomaten

Aufrichtefeier mit der Unglückslok in Valendas

Sanierung Tasna-Tunnel

Region Engadin

Das Bahnhoffest Chur

Region Engadin

login Outdoor-Tage

login JBT-Brunch

BGM: Nordic walking

Start des «MB-Teams»

ESV Rätia

Die Medienbahn

Damals, vor 30 Jahren

Damals, vor 100 Jahren

Neues in Kürze

Der Küchenwagen Xk 9059

Vermeintlicher Viehtransport

Weihnachtsevent der Materialwirtschaft 2007

Nachruf

Personalchronik

RhB In-Team

Spontan

Alp Grüm

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch

Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild: Neue Uniformen – RhB «En vogue»

Bild Tibert Keller, Trin

Nächster Redaktionsschluss: 15. August 2008

Auflage: 3´100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50.– / Ausland: Fr. 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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MGB-Triebzüge Visionen laufen vom Stapel

Von Roberto Walter Frei G. Paravicini

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bekanntlich ist der Mensch ein Herdentier. Sperrt man

ihn ein, so verkümmert er je nach persönlicher Konsistenz

früher oder später, körperlich und geistig. Von der

Seele ganz zu schweigen. Egal, ob man ihn in einem

Verliess, im eigenen Keller gefangen hält oder in der

Arbeitswelt mit Arbeit zudeckt, bis er kaum mehr frische

Luft atmen kann. Dass dabei die persönlichen, natürlichen

Visionen eines Menschen gar nicht erst aufkeimen

können ist so klar wie das Kopfweh nach einem Rausch.

Dank dem menschlichen Überlebenstrieb versucht er

irgendwie oder irgendwann doch einmal einen frischen

Atemzug zu erhaschen. Sei’s mit einem Rundumschlag,

einem Familienspaziergang oder sogar mit ein paar

freien Momenten in seiner Rudel-Umgebung.

Auch unsere Mitarbeiter können oder könnten Vision

haben. Mit der Nase an der Oberfläche, umgeben von

Gleichartigen, begleitet von Annehmlichkeiten, welche

dem Menschsein gut bekommen. Glücklicherweise gibt

uns die Rhätische Bahn immer wieder Gelegenheit, den

Visionen-Nerv zu aktivieren. So auf die Zusage als Weltkulturerbe

oder das 100-Jahr-Jubiläum der Berninabahn,

welches auch bevorsteht. Dazu natürlich neue

touristische Angebote und neue Züge.

Also richten wir die Nasenflügel gegen oben, ziehen wir

die ganze freie, offene Marktwelt tief ein, bis sich dieser

Nerv bemerkbar macht und uns zu erkennen gibt, dass

Visionen bei der Bündnerbahn absolut realisierbar sind.

Also nichts wie hin zum Visionär!

Ihr Walter Frei

Visioni

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

È noto che l’uomo è un animale gregario. Rinchiuso

avvizzisce subito o lentamente, nel corpo e nella mente,

a seconda della tempra e delle caratteristiche psicofisiche

che lo caratterizzano. Per non parlare poi

dell’anima. Non fa alcuna differenza: imprigionato in

un tugurio, isolato in una cantina o infangato nel mondo

del lavoro, sommerso a tal punto da non poter più

respirare. Che in simili circostanze le visioni personali e

intrinseche dell’uomo non possano attecchire è lapalissiano

come l’emicrania dopo una sbornia. L’istinto di

sopravvivenza lo induce tuttavia a carpire prima o poi

una boccata d’aria fresca, magari dando una svolta decisiva

alla propria situazione, andando in gita con la

famiglia, o ancora ritagliandosi un po’ di spazio libero

nella frenesia del quotidiano.

Anche i nostri dipendenti hanno o avrebbero il diritto

di avere delle visioni. Con il naso in superficie, attorniati

da consimili, cullati dagli agi che accarezzano

l’animo umano. Per fortuna la Ferrovia retica ci offre

regolarmente l’occasione di attivare il nervo delle visioni.

Ad esempio sull’ammissione nel patrimonio

mondiale dell’Unesco o sui festeggiamenti per il centenario

della ferrovia del Bernina, ormai alle porte. Con le

nuove offerte turistiche e i nuovi convogli che tutto ciò

comporta...

Bene, allora cerchiamo di avere buon naso, ispiriamo a

pieni polmoni l’aria fresca del mercato sino ad attivare

questo particolare nervo e captare con entusiasmo che

presso la ferrovia grigione le visioni possono tradursi in

realtà. Evviva i visionari!

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Die Stimme der Geschäftsleitung

Von Jacques Hefti

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Allegra, liebe Leser(innen) drinnen und draussen

Erfolgreich Bilanz ziehen, das durfte unser Finanzchef

im letzten Monat über das Geschäftsjahr 2007 und vor

versammelter Presse. Ich nehme das Thema Bilanz gerne

auf und ziehe nach acht intensiven Monaten eine

Bilanz der etwas anderen Art.

Die RhB ist eine Bahn mit unglaublichem Potenzial,

eine Symbiose von faszinierender Technik, hautnah erlebbarer

Natur und 1300 engagierten Menschen, welche

die RhB erst zu dem machen, was sie seit über 100

Jahren ist: die führende Alpenbahn in Europa.

Der Wandel vom technik- zum marktgetriebenen Unternehmen

ist im vollen Gange – und schon holt uns

die Technik in der nächsten Evolutionsstufe unter dem

Titel «Technologie» als Treiber wieder ein. Der Technologiewandel

stellt die RhB und auch unsere Mitarbeitenden

vor grosse Herausforderungen. Wir entwickeln

elektronische Vertriebssysteme, sind kreativ im digitalen

Marketing, entwerfen virtuelle Bahnreisen, arbeiten

mit mobilen Kundeninformationssystemen und bauen

mit modernster Technologie voll gepackte neue Züge.

Die Komplexität der Systeme steigt in allen Bereichen

und verlangt nach neuen Kompetenzen und persönlicher

Weiterentwicklung: Der Schlosser wird zum

Mecha troniker, der Grafiker zum Guerilla-Marketeer,

der Sup port-Mitarbeiter zum Projektleiter. Diese Herausforderungen

packen wir und setzen sie heute und in

den kommenden Jahren um.

Wir von der RhB wollen uns aber auch in Zukunft gegenüber

unseren (Fahr-)Gästen durch eine überdurchschnittliche

und erfahrbare Dienstleistungsqualität

auszeichnen. Wir haben uns deshalb im Geschäftsbereich

Vertrieb auch verschiedene «weiche» Ziele gesetzt,

welche die Menschen – seien es Kunden oder

Mitarbeitende – in den Mittelpunkt stellen. Die «RhB

als Gastgeberin» ist deshalb das neue Leitmotiv, mit

dem wir die Dienstleistung unserer Zugbegleiter – sei es

auf Regionalzügen oder auf unseren touristischen Zugpferden

Bernina Express oder Glacier Express - weiterentwickeln

wollen.

In jeder Situation die RhB als Gastgeberin zu repräsentieren

muss unser Selbstverständnis werden. Das heisst,

die Gäste zu begrüssen, das Quentchen Extra-Service

zur Selbstverständlichkeit werden lassen und Zeit haben

für die Anliegen unserer Gäste, als wenn sie in einem

5-Stern Hotel wären.

Unsere Ausgangslage ist ausgezeichnet. Wir haben die

unvergleichliche Kulisse Graubündens: weltbekannte

Paradezüge, um die uns alle Bahnen beneiden, eine

einmalige Unternehmenskultur mit gelebten Werten

und viel Unternehmergeist.

Wir haben aber auch Handlungsbedarf, zum Beispiel in

den Märkten. Wir müssen näher zu unseren Kunden

und Partnern, den Touroperators, Busunternehmern,

Hoteliers und Destinationen. Wir müssen unsere Distributionssysteme

öffnen und einfach zugänglich machen

und wir müssen unsere Präsenz in der digitalen Welt

massiv ausbauen. Damit bestehende und besonders

neue Gäste auch in Zukunft den Weg nach Graubünden

und zur RhB finden und uns als perfekte Gastgeber erleben

dürfen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen tollen

Sommer und bedanke mich schon jetzt für Ihr Engagement

als Botschafter(innen) der RhB.

Herzlich


La Voce della Direzione

Von Jacques Hefti

Allegra, care lettrici e cari lettori, ovunque voi siate

Tracciare un bilancio positivo è quanto ha avuto il piacere

di fare il mese scorso il nostro responsabile delle

Finanze, presentando alla stampa le cifre dell’esercizio

2007. Mi riallaccio volentieri al tema del bilancio, e

dopo otto mesi molto intensi ne stilo uno un po’ particolare.

La FR è un’azienda dall’incredibile potenziale, una simbiosi

tra affascinante tecnica, natura a portata di mano

e un organico di 1300 collaboratori dedicati, che la

rendono ciò che realmente è da oltre un secolo: la ferrovia

di montagna leader in Europa.

La trasformazione da impresa di stampo tecnico ad azienda

di mercato è in pieno atto, anche se nelle tappe

verso il futuro la tecnica ci raggiunge subito alla voce

«tecnologia» . I mutamenti tecnologici pongono la FR e

tutto il suo organico dinanzi a sfide inedite. Sviluppiamo

sistemi di distribuzione elettronici, diamo sfogo alla

nostra creatività nel marketing digitale, concepiamo

viaggi virtuali in treno, lavoriamo con sistemi mobili di

informazione della clientela e con l’aiuto delle più moderne

tecnologie costruiamo convogli ferroviari nuovi di

zecca.

La complessità dei sistemi aumenta in tutti i settori ed

impone un costante perfezionamento personale e

l’acquisizione di nuove competenze: il fabbro diventa

meccatronico, il grafico guerilla marketeer, l’addetto al

supporto responsabile di progetto. Sfide che siamo

pronti a cogliere e che mettiamo in atto da subito e

nell’immediato futuro.

Noi della FR siamo intenzionati a distinguerci anche in

avvenire agli occhi della nostra clientela (ferroviaria)

grazie ad un servizio tangibile di qualità eccelsa. Ragione

che ci ha spinti, per il settore aziendale della Vendita,

a fissare anche diversi obiettivi «soft», che pongono

l’individuo – cliente o collaboratore che sia – al centro

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

della nostra attenzione. La «FR come ospitante» sarà

dunque il nuovo leitmotiv che accompagnerà e svilupperà

i servizi dei nostri agenti del personale viaggiante

attivi sui treni regionali o suoi nostri cavalli di punta

come il Bernina Express o il Glacier Express.

Rappresentare la FR come ospitante in qualsiasi situazione

deve diventare parte di noi. Vale a dire salutare i

clienti, far sì che quel pizzico di servizio in più diventi

cosa ovvia ed avere tempo da dedicare alle esigenze

della nostra clientela, come se soggiornasse in un albergo

a cinque stelle.

Partiamo da una posizione eccellente. Disponiamo del

palcoscenico ineguagliabile dei Grigioni; treni da parata

famosi e invidiati in tutto il mondo, una cultura aziendale

unica improntata su valori vissuti e molto spirito

imprenditoriale.

Abbiamo tuttavia anche bisogno di agire, ad esempio

sui mercati. Dobbiamo avvicinarci maggiormente ai

nostri clienti e partner, agli operatori del turismo, alle

imprese di torpedoni, agli albergatori e alle destinazioni.

Dobbiamo aprire i nostri sistemi di distribuzione e

renderli agibili con facilità ed incrementare notevolmente

la nostra presenza nel mondo digitale.

Tutto ciò affinché i nostri, ma specialmente i nuovi clienti

vengano anche in futuro nei Grigioni e alla FR,

sentendosi accolti da un ospitante perfetto.

È con questo auspicio che auguro a tutti una splendida

estate, ringraziandovi sin d’ora per l’impegno con cui

rappresentate la FR.

Di cuore

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Hausaufgaben gemacht …

Von Silvio Briccola

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Die Rhätische Bahn erzielte im Jahr 2007 ein Spitzenergebnis.

Der positive Einfluss der nationalen und internationalen

Wirtschaftslage, insbesondere in der Tourismusbranche,

hat dabei wesentlich geholfen. Die RhB

hat aber auch ihre Hausaufgaben gemacht. Die konsequente

Ausrichtung auf die Umsetzung der beschlossenen

Dualstrategie zeigt somit erste Früchte.

Durch das gute Ergebnis konnten Rückstellungen und

Reserven geäufnet werden, die für die Bewältigung der

anstehenden und ambitiösen Herausforderungen der

kommenden Jahre von grosser Bedeutung sind. Mit

dem publizierten Jahresgewinn von CHF 1.3 Mio. kann

die Ergebnisausgleichsreserve erneut geäufnet werden.

Die erfreuliche Entwicklung der Verkehrserträge (Personen-

und Autoreiseverkehr) hat das Ergebnis massgeblich

beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge,

insbesondere das Drittmarktgeschäft und die Miet- und

Pachteinnahmen haben die Erwartungen ebenfalls

übertroffen. Die Abschreibungen haben im Berichtsjahr

einen neuen Höchststand von CHF 64.9 Mio. erreicht.

Erfolgsrechnung

Mit dem publizierten Jahresgewinn von CHF 1.3 Mio.

wurde das beste Resultat der letzten sechs Geschäftsjahre

erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der

Jahresgewinn um CHF 0.6 Mio. gesteigert werden. Die

Ergebnisausgleichsreserve erreicht einen neuen Höchststand

von CHF 6.8 Mio.

Mit dem Gesamtertrag von CHF 82.2 Mio. im Personenreiseverkehr

konnte ein neues Rekordergebnis erzielt

werden. Die Budgetvorgaben (+4.9%) wie auch die

Vorjahreswerte (+7.5%) konnten deutlich übertroffen

werden.

n Im Einzelreiseverkehr fielen die Erträge leicht über

dem Budget aus (gegenüber Vorjahr +3.4%). Im Vergleich

zum Geschäftsjahr 2006 haben vor allem die

Zuschläge für Expresszüge und internationale Tickets

(Swiss Card / Swiss Transfer Ticket) sowie die Zunahme

bei den Billetten Schweiz zu diesem Wachstum beigetragen.

Die Erträge für Ausflugs-Billette lagen leicht

unter den Vorjahreszahlen.

n Im Gruppenreiseverkehr konnten die Erträge in fast

allen Kategorien gesteigert werden (+8.7% zum Budget).

Die Hauptkategorie Billette Schweiz wie auch

die Zuschläge für Glacier- und Bernina Express verzeichneten

hohe Wachstumsraten.

n Bei den Abonnementen sowie Pauschalfahrausweisen

lag der Ertrag mit 6.6% bzw. 9.0% ebenfalls sehr

deutlich über Budget und Vorjahr. Mit Abonnementen

wurden insgesamt CHF 38.0 Mio. oder 46.1% des

Gesamtertrags im Personenreiseverkehr erzielt. Die

stärksten Zunahmen gegenüber 2006 konnten bei

den Tageskarten (+42.4%), den Generalabonnementen

Schweiz (+7.7%), den Bündner Generalabonnementen

(+9.5%) und im internationalen Verkehr

(+17.3%) verzeichnet werden. Die Verkäufe Ferienpass

Graubünden (-15.1%) und Einnahmen aus dem

Tarifverbund (-12.6%) haben die Erwartungen nicht

erreicht.


Bei den Autotransporten wurden die Budget- und Vorjahreswerte

wiederum deutlich übertroffen. Die Rekordmarke

beim Autoverlad Vereina aus dem Vorjahr

konnte um weitere 29 000 Fahrzeuge auf insgesamt

fast 435 000 beförderte Fahrzeuge gesteigert werden.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Frequenzen sowohl

bei den Lastwagen- (+7.9%) wie auch bei den

Personenwagentransporten (+7.4%) gesteigert werden.

In den Sommermonaten werden mittlerweile fast 50%

der Frequenzen am Vereina verzeichnet.

Der Ertrag im Güterverkehr lag mit CHF 16.7 Mio. leicht

unter den Vorjahreswerten (CHF 17.0 Mio.), jedoch im

Rahmen der Budgetvorgaben. Im Berichtsjahr wurden

rund 716 000 Tonnen Güter (-4% zum Vorjahr) auf dem

Netz der RhB befördert. Die Ertragsentwicklung im übrigen

Verkehr (CHF -0.5 Mio.) konnte nur teilweise durch

Mehrerträge in den Segmenten Lebensmittel und Baumaterial

kompensiert werden.

Die Abgeltungserträge basierten auf folgenden, mit

dem Kanton und dem Bund für 2007 ausgehandelten

Abgeltungsvereinbarungen: Infrastruktur (CHF 65.8

Mio.), Verkehr (CHF 62.5 Mio.) und Autoverlad Vereina

(CHF 1.2 Mio.).

Der Finanzertrag fiel mit CHF 4.8 Mio. deutlich besser

aus als erwartet. Die Erträge konnten im Vergleich zum

Vorjahr um CHF 1.9 Mio. gesteigert werden. Die höhere

Liquidität und steigende Zinsen für Geldanlagen haben

die Zinserträge positiv beeinflusst.

Die übrigen Betriebserträge lagen im Berichtsjahr deutlich

über Budget (+23.5%) und Vorjahr (+6.5%). Mehr-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

erträge im Drittmarktgeschäft Rollmaterial (CHF +2.4

Mio.) und Mehreinnahmen aus Pacht- und Mietverträgen

(CHF +0.8 Mio.) waren für die erfreuliche Entwicklung

verantwortlich.

Der Personalbestand 2007 entwickelte sich unter den

Erwartungen. Für das ständige Personal wurde die Budgetvorgabe

mit 1269 PJ um 51 PJ unterschritten. In Folge

des rascheren Stellenabbaus im 1. Halbjahr 2007

und der Ausnützung von natürlichen Fluktuationen

konnten die Vorgaben in allen Geschäftsbereichen früher

als geplant umgesetzt werden. Am 1. August wurde

die Ausbildungsverantwortung für Lernende dem Ausbildungsverbund

«login» übertragen.

Der Personalaufwand reduzierte sich entsprechend gegenüber

dem Vorjahreswert um 1.2% und ist einerseits

auf den Rückgang der Personenjahre beim ständigen

Personal und andererseits auf die Ausgliederung der

Lernenden zu «login» zurückzuführen.

Die laufenden Unterhaltskosten reduzierten sich insgesamt

um CHF 0.7 Mio. Die zeitliche Verschiebung von

Unterhalts- und Wartungsarbeiten sowie die laufende

Erneuerung des Anlagenparks haben zu dieser positiven

Entwicklung beigetragen.

Beim Grossunterhalt (nicht aktivierbare Investitionen)

resultierte eine Zunahme von CHF 6.6 Mio. zum GJ 2006

und entspricht in etwa der Planungsvorgabe. Die konsequente

Anwendung der Aktivierungsrichtlinien und

das höhere Investitionsvolumen waren ausschlaggebend

für die Zunahme dieser Aufwandposition.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Die übrigen wichtigsten Abweichungen im Betriebsaufwand

im Vergleich zum GJ 2006 entstanden wie folgt:

n Allgemeiner Aufwand Personal (CHF +0.8 Mio. für Einsatz-

und Quotenentschädigung Lernende «login»).

n Allgemeiner Aufwand Verkauf (CHF +0.7 Mio. für Mitglieder-

und Kostenbeiträge).

n Allgemeiner Aufwand Verwaltung (CHF -1.3 Mio. für

Dienstleistungen Prozessoptimierung).

n Versicherungskosten (CHF –1.0 Mio.).

n Betriebsleistungen durch Dritte (CHF +0.5 Mio. für Gemeinschaftsdienste

SBB; CHF +2.4 Mio. für Fremdpersonal

in den Bereichen Rollmaterial und Infrastruktur).

n Energiekosten (CHF –1.8 Mio. für Traktionsenergie infolge

gutem hydrologischem Jahr).

Die Abschreibungen erreichten einen neuen Höchststand

von CHF 64.9 Mio.:

n Die Abschreibungen Infrastruktur erhöhten sich in der

Berichtsperiode um CHF 2.7 Mio. Die Budgetwerte

wurden infolge höherer nicht aktivierbarer Aufwendungen

und zeitlich verzögerter Inbetriebnahmen

unterschritten.

n Abschreibungen Verkehr (CHF +1.7 Mio.) für neues

Rollmaterial.

n Abschreibungen Diverse (CHF +3.1 Mio.) für die Ausmusterung

von Fahrzeugen im Zusammenhang mit

der Umsetzung der Flottenerneuerung Etappe I und II.

Bilanz

Die Bilanzsumme erreichte im Berichtsjahr CHF 1.46

Mrd. (CHF +86 Mio. bzw. +6.3% gegenüber Vorjahr). Die

Zunahme ist hauptsächlich auf höhere Liquide Mittel

und die Zunahme in den Sachanlagen (Aktiven) und Finanzverbindlichkeiten

(Passiven) zurückzuführen.

Investitionen

Der Mittelbedarf reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr

um 26.4 Mio. auf Total CHF 150.2 Mio. Das für 2007

geplante Investitionsvolumen von CHF 197.6 Mio.

konnte nicht erreicht werden. Im Bereich Infrastruktur

wurden die Vorgaben um CHF 6.0 Mio. und im Bereich

Verkehr um CHF 42.7 Mio. unterschritten. Im Verkehrsbereich

waren die Optimierung des Flottenkonzepts

und die zeitliche Verzögerung bei der Beschaffung von

Multifunktionswagen die Hauptgründe für den tieferen

Mittelbedarf im laufenden Geschäftsjahr.

Die Mittelverwendung im Bereich Verkehr wurde fast

ausschliesslich für die Beschaffung von Trieb- und Anhängefahrzeuge

(CHF 50.4 Mio.) verwendet. Im Bereich

Infrastruktur wurden die Mittel für die Oberbau-Erneuerung

(CHF 22.0 Mio.), Tunnels und Galerien (CHF 7.6

Mio.), Brücken und Viadukte (CHF 8.8 Mio.), Stationsum-

und Ausbauten (CHF 30.9 Mio.) und Fernmelde-

und Sicherungsanlagen (CHF 10.3 Mio.) verwendet.

Die notwendige Finanzierung der Investitionen 2007

wurde sichergestellt durch:

Bund/Kanton (CHF 89.9 Mio.) und Eigenmitteln RhB/

Dritte (CHF 60.3 Mio.)


Neues Salärsystem: «Dialog als Chance»

Von Peider Härtli

Am 29. April 2008 unterzeichneten Spitzen der Gewerkschaften

SEV und transfair und die Leitung der Rhätischen

Bahn den neuen Firmenarbeitsvertrag FAV. Der

neue FAV musste im Februar nachverhandelt werden,

nachdem er im ersten Anlauf an der Abstimmung im

Dezember 2007 knapp gescheitert war. Im FAV, Anhang

4, ist auch das neue Salärsystem geregelt (siehe auch

Intranet). Vor diesem Hintergrund hat die Redaktion

der InfoRetica unseren Personalchef - offiziell: Leiter

Personal (HR) - Dani Grünenfelder sowie Peter Peyer,

Gewerkschaftssekretär SEV, mit Fragen konfrontiert, die

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Redaktion: Scheiterte die erste Verhandlung am neuen

Lohnsystem?

Daniel Grünenfelder: Ich persönlich glaube nicht, dass

es am Lohnsystem gelegen hat. Das Abstimmungsresultat

im Dezember 07 war sehr knapp und auch das Referendum

zeigte, dass viele Mitarbeitende bereits mit

der ersten Version zufrieden waren. Auch die Nachverhandlungen

vom 20. Februar 2008 zwischen der Rhätischen

Bahn und den Gewerkschaften SEV haben gezeigt,

dass der Ende letzten Jahres verhandelte FAV inklusive

neuem Salärsystem als Basis unbestritten war.

Nach dem Entscheid Mitte Dezember hat die RhB sowie

die Gewerkschaften für ihren Teil die Verantwortung

übernommen und es wurden viele klärende Gespräche

geführt und umfassend informiert. Die anschliessenden

Nachverhandlungen zeigten aber auch, dass eine gute

V.l.n.r. Peter Peyer, Daniel Grünenfelder und Peider Härtli.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Zusammenarbeit über die Berufsgruppen und Bereiche

hinweg von noch wichtigerer Bedeutung für den Erfolg

der RhB sind als die Frage des Lohnsystems.

In diesem Sinne nach dem alten RhB Motto: Vorwärts,

aufwärts.

Peter Peyer: Die erste Version des neuen FAV scheiterte

nicht am Salärsystem an sich. Aber die Unsicherheiten,

die damit verbunden sind, haben dazu beigetragen,

dass das Gesamtpaket noch nicht als genügend beurteilt

wurde. Immerhin bedeutet das neue Salärsystem

einen eigentlichen Kulturwandel, und ein solcher

braucht immer viel Zeit und Überzeugungskraft.

Vorwärts, aufwärts mit einem neuen Salärsystem –

warum braucht es ein solches?

Daniel Grünenfelder: Zurecht stellt Peter Peyer fest, dass

das neue Salärsystem einen Kulturwandel bedeutet.

Immerhin ist das alte System auf Elementen von 1973

aufgebaut. Das System kommt aus einer Zeit als die

Frauen erst auf eidgenössischer Ebene stimm- und

wahlberechtigt wurden. Im Ernst, für mich gibt es folgende

Hauptgründe:

n Die Systembasis «Funktionsbewertung» ist aus heutiger

Sicht von Praxis und Wissenschaft nicht mehr

tragbar (Ursprung 1973) und wird deshalb zurzeit abgelöst.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

n Wir brauchen Instrumente, die Leistungsträger halten

und anziehen

n Das Beibehalten der heutigen Methodik erzeugt das

Gegenteil

n Das heutige Lohnsystem bestimmt aufgrund der Automatismen

die Lohnsumme ohne Bezug zu den unternehmerischen

Möglichkeiten

Peter Peyer: Ob das neue System alles hält, was sich die

RhB davon verspricht, wird sich weisen. Ich bin aber

der festen Überzeugung, dass die Mitarbeitenden vor

dem neuen Salärsystem keine Angst haben müssen,

wenn es korrekt angewandt wird. Und darauf werden

wir achten!

Man könnte es auch so ausdrücken: Abschied vom

Lohnklassensystem. Dieses hat sich doch immerhin

jahrzehntelang bewährt?

Daniel Grünenfelder: Es wurde auch nie hinterfragt. Die

Differenz zwischen Einstiegslohn und Maximum pro

Lohnklasse waren sagenhafte 43%, welche in 18 Jahren

ausgeschöpft werden konnten. Zeigen Sie mir einen

Mitarbeitenden, der 18 Jahre braucht bis er seinen Job

richtig macht und deshalb auch erst nach dieser Zeit

den verdienten Lohn bekommen soll!

Peter Peyer: Es stimmt, dass die Lohnstufen im neuen

System wegfallen, d. h. der Automatismus, der sich eingelebt

hat, dass man jedes Jahr die vorgesehene Stufe

«Die Leistung zählt

im neuen System

nicht mehr nichts!»

steigt, besteht nicht mehr. Für fittere und motivierte

Arbeitnehmende hat dies den Vorteil, dass sie lohnmässig

schneller steigen können, was ihnen zu gönnen

ist. Wir werden aber darauf achten, dass Arbeitnehmende,

die - aus welchen Gründen auch immer – keine

über- oder sogar eine unterdurchschnittliche Leistung

erbringen, nicht unter die Räder geraten. In dieser

Gesamtschau bewerte ich persönlich das neue System

positiv.

Zählt nur noch Leistung? Was ist mit Fachkompetenz,

Erfahrung, Firmentreue?

Daniel Grünenfelder: Die Leistung zählt im neuen System

nicht mehr nichts! Dies war im alten System der

Fall. Wie Sie auch im Anhang 4 des neuen FAV lesen

können, baut das neue System auf den Funktionsteil

(Welche Anforderung müssen erfüllt sein?), den Entwicklungsteil

(Erfahrungen, Alter, Markt) und den Leistungsteil

auf. Auf einen Nenner gebracht: Gute Leistung

gleich guter Lohn.

Peter Peyer: Dass eine gute Leistung entsprechend entlöhnt

wird, ist auch nicht negativ. Und zur weiteren

Klarheit: Zu einem reinen Leistungslohn, allenfalls sogar

noch direkt verknüpft mit dem Betriebsergebnis,

hätte der SEV niemals Ja gesagt. Es wurde «nur» eine

Leistungskomponente eingebaut. Die Frage ist nun, wie

die Leistung gemessen wird, und wie viel Druck durch

Arbeitslast oder Vorgesetzte auf die Mitarbeitenden

ausgeübt wird. Sehr viel hängt von einer gerechten Beurteilung

der Leistung eines Mitarbeitenden durch die

Vorgesetzten ab. Firmentreue wird im Übrigen wie bisher

mit einem Dienstaltersgeschenk belohnt.

Und wer entscheidet nun letztlich über einen guten

oder weniger guten Lohn? Gibt es ein Gespräch, eine

Beurteilung? Durch wen? Kann gegebenenfalls ein

Schiedsgericht angerufen werden?

Daniel Grünenfelder: Lohnfestlegung ist Chefsache! Wie

Peter Peyer schon ausgeführt hat, werden wir in diesem

Jahr viel in die Ausbildung der Vorgesetzten investieren,

damit sie dieser Aufgabe gerecht werden können. Mindestens

einmal im Jahr findet zwischen Vorgesetztem

und Mitarbeitendem ein Förder- und Leistungsbeurteilungsgespräch

statt. Dieses läuft wie folgt ab:

Vorbereitung:

n Festlegen des Gesprächtermins

n Abgabe Vorbereitungsblatt an den Mitarbeitenden

n Unabhängige Vorbereitung der Gesprächspartner auf

das Gespräch


Durchführung:

n Gegenseitige Standortbestimmung

n Beurteilung von Leistungen und Verhalten

n Feedback Mitarbeitender an Vorgesetzten

n Vorhandene Erwartungen / Missverständnisse klären

n Förderungs- und Verbesserungsmassnahmen vereinbaren

(Weiterbildung, Massnahmen, usw.)

n Zukunft besprechen und planen

Massnahmen:

n Umsetzung der Massnahmen begleiten

n Weiterbildungsmassnahmen einleiten

n usw.

n Der Dialog steht als Chance für die Zukunft im Zent-

rum!

Dem/der Mitarbeitenden steht im gegebenen Fall das

Recht auf einen Beistand zu.

Peter Peyer: Ich habe noch ein wenig Bedenken, ob der

Zeitfaktor hier richtig eingeschätzt wird. Erstens werden

sich die Vorgesetzten je nach Anzahl Mitarbeitenden relativ

viel Zeit für alle diese Gespräche nehmen müssen.

Zweitens ist für das einzelne Gespräch selbst ausreichend

Zeit zu investieren, wenn die von Dani Grünenfelder

skizzierten Abläufe seriös durchgeführt werden

sollen. Im Idealfall führt das Gespräch für beide Parteien

konstruktiv und offen zur fairen Lohnfestlegung und

«Bei allen Vorbehalten

gegen das neue RhB-

Salärsystem: Es bleibt

transparent.»

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

allenfalls weiteren Massnahmen. Im schlechteren Fall

gibt es einen Konflikt, und dann ist klar, dass sich der

Gewerkschaftssekretär für die Interessen seines Mitglieds

einsetzt.

Geht die RhB eigene Wege? Oder ändern andere Bahnen

ebenfalls ihr Lohnsystem?

Daniel Grünenfelder: Die RhB ist nicht die einzige Bahn,

welche ihr Salärsystem ändert. Zum Beispiel haben bereits

heute die AB, MGB, Thurbo AG, SOB und weitere

Bahnen ein System, bei welchem die Leistung lohnrelevant

ist.

Peter Peyer: Ich stelle zudem fest, dass es in der «reinen»

Privatwirtschaft oft überhaupt an einem nachvollziehbaren

Lohnsystem mangelt. Bei allen Vorbehalten

gegen das neue RhB-Salärsystem: Es bleibt

transparent. Das war für den SEV ein wichtiges Anliegen.

Sind die Prämien auch vom neuen Salärsystem betroffen?

Daniel Grünenfelder: Es gibt immer noch die Spontanprämien

und den Guyer-Zeller-Fonds. Auch diese Möglichkeiten

sind im neuen FAV umschrieben.

Peter Peyer: Aber die Leistungsprämie fällt weg. Dieses

Instrument und die Anwendung waren eben nicht

nachvollziehbar, bei vielen Mitarbeitenden und beim

SEV stiess es entsprechend auf wenig Gegenliebe.

Besten Dank für dieses Gespräch, welches auch dazu

dienen soll, Unsicherheiten oder gar Ängste auszuräumen.

Dani Grünenfelder benützen Sie die Gelegenheit

und platzieren Sie doch noch ein persönliches

Wort an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Daniel Grünenfelder: Die RhB ist sehr erfolgreich unterwegs!

Die Aufgabe der Vorgesetzten besteht nun weiterhin

darin, die eingeleitete Strategie Offensive 2012

als zuverlässigen Führungspartner fortzusetzen. Mir

persönlich ist es ein Anliegen, dass wir wieder lernen zu

vertrauen. Vertrauen in unsere Strategie, Vertrauen in

unsere Mitarbeitenden, Vertrauen in das Management,

Vertrauen zwischen den Bereichen und Teams. Wir sind

eine Unternehmung, eine Mannschaft und dürfen stolz

auf unsere Leistung und unser Unternehmen sein!

Vielen Dank für ihren täglichen Einsatz für die Mannschaft,

das Unternehmen und für den im Zentrum stehenden

Kunden!

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ISO-Zertifizierung – alles klar?

Von Sandra Beeli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Die Geschäftsleitung der RhB hat sich auf die Fahne geschrieben,

das Unternehmen bis Ende 2008 ISO–zertifizieren

zu lassen. Für die Beteiligten ist dies ein durchwegs

ambitiöses Ziel. Doch was steckt dahinter? Was

bringt eine ISO-Zertifizierung der RhB und was sind die

Folgen für das Unternehmen? Ein Gespräch mit GL Mitglied

Johann Georg Bühler bringt Licht ins Dunkel.

Sandra Beeli: Johann Georg, was bedeutet eigentlich

ISO–Zertifizierung? Mit ISOSTAR hat dies wohl nichts zu

tun.

Johann Georg Bühler: ISO 9001:2000 ist eine international

anerkannte Norm. Sie legt die Anforderungen an

ein Managementsystem fest. Eine Unternehmung bekommt

das ISO-Zertifikat nur, wenn sie nachweisen

kann, dass sie ihre Prozesse im Griff hat und sich ständig

in allen Belangen verbessert. Die RhB ist nun daran,

alle ihre Prozesse zu beschreiben und in einem sog. PMS

(Prozess Management System) zusammen zu fassen.

Wieder ein komplizierter Begriff! Was ist ein Prozess

Management System?

Jede Unternehmung führt bei der täglichen Arbeit eigene

Prozesse (Abläufe) oder Arbeitsschritte aus. Jedoch

weisen alle Unternehmen sog. Führungsprozesse,

«Im Mittelpunkt einer

Zertifizierung stehen

klar die Erhöhung der

Kundenzufriedenheit»

Supportprozesse und (die wichtigsten) Leistungsprozesse

auf.

Die RhB nimmt nun im Laufe dieses Jahres alle unternehmensweiten

Prozesse auf und gliedert sie in die

oben aufgeführten drei Prozessbereiche. Eine so genannte

Prozesslandkarte zeigt die Übersicht aller Prozesse

der RhB. Diesen systematischen Aufbau nennen

wir Prozess Management System (PMS).

Zudem fordert die angestrebte ISO Norm noch einige

Prozesse, die die RhB in dieser Form noch nicht beschrieben

hat.

Es kommt mir nun ein wenig vor, dass wir jetzt für die

ISO arbeiten müssen und nicht für den Kunden!

Der Eindruck ist falsch! Im Mittelpunkt einer Zertifizierung

stehen klar die Erhöhung der Kundenzufriedenheit

und die Verbesserung aller Prozesse im Unternehmen.

Wir tun nichts fürs ISO, sondern alles für den

internen und externen Kunden. Der Kunde wird unsere

Prozessstabilität anhand unserer immer gleich guten

Dienstleistung spüren. Ein Unternehmen, welches

meint, es müsse nur wegen ISO die Prozesse beschreiben,

hat den Sinn und Zweck der Norm nicht verstanden.

Was bringt der RhB eine ISO-Zertifizierung?

Am Anfang steht sicherlich eine Prozessoptimierung.

Diese beginnt mit der Aufnahme und einheitlichen Darstellung

aller Prozesse. Sie ist die Grundlage für mehr

Prozesseffizienz. Wir müssen klare Prozesse haben, um

fitter zu werden.

ISO 9001:2000 ist zukünftig vor allem auch die Grundvoraussetzung

für die Akquisition von Drittmarktaufträgen

im Rollmaterial. In den Geschäftsfeldern Personen-

und Güterverkehr wird mit dem Erreichen des ISO

Zertifikates auch das Tourismuslabel Q3 als zu kommunizierendes

Tourismuslabel erlangt. Ohne ISO-Zertifizierung

ist das Erlangen eines Q3-Labels gar nicht möglich.

Zudem integrieren wir in die ISO Zertifizierung auch

die Sicherheitsnorm OHSAS 18000, denn die Reduktion

der Arbeitsunfälle ist uns ebenfalls sehr wichtig.

Q3 und OHSAS 18000? Wieder Begriffe, die ich nicht

verstehe.

Q3 ist das Qualitätsgütesiegel für den Schweizer Tourismus.

Es ist ein Label, das der Kunde kennt und dem er

vertraut, denn nur die besten Touristikbetriebe werden

damit ausgezeichnet.


Auch die RhB ist natürlich ein solcher Touristikbetrieb;

wir befördern viele Gäste. Das Q3-Label ist also, neben

der eigentlichen ISO-Norm, ebenfalls ein Werbemittel.

Es kann für die Vermarktung von Produkten werbewirksam

eingesetzt werden.

Die Norm OHSAS 18000 hilft uns, die relevanten Gefährdungen

in unseren Betrieben systematisch zu erfassen

und die herrschenden Risiken vorbeugend zu eliminieren.

Wir wollen nicht erst reagieren, wenn der Unfall

bereits passiert ist. Da will die GL ein zusätzliches Brikett

auflegen. Die OHSAS Norm wird durch die Sibes der

Geschäftsbereiche umgesetzt und gleichzeitig mit der

ISO-Norm zertifiziert.

Die ISO-Projektleitung (M. Tscharner und die externe

Firma PROCEDE) hat unseren Bereich Unternehmenskommunikation

recht auseinander genommen und

viele Dinge zur Überarbeitung in Auftrag gegeben. Die

Unternehmenskommunikation ist ein kleiner Bereich

mit drei Mitarbeitenden. Wie sieht aber der Projektzwischenstand

im GB R mit seinen 250 Mitarbeitenden

aus? Müsst ihr nicht alles auf den Kopf stellen? Ist eine

ISO- Zertifizierung bis Ende 2008 überhaupt realisierbar?

Dass das Fitmachen für die ISO-Zertifizierung im GB R

sehr viel Arbeit mit sich bringt, war von Anfang an klar.

Zurzeit arbeiten wir an der Vereinheitlichung der Prozesse,

dem Erstellen der Arbeits- und Prüfanweisungen,

sowie am Aufbau einer Prüfmittelüberwachung – bei R

ist jedoch noch sehr Vieles zu tun. In Zusammenarbeit

mit der Gesamtprojektleitung werden zudem auch alle

relevanten Schnittstellen zu den anderen Fach- und

Geschäftsbereichen aufgenommen. Denn es ist ein

Trugschluss, dass nur das Beherrschen der eigenen Prozesse

von Belang ist. Speziell die Schnittstellen müssen

reibungslos funktionieren, damit wir durchgängig eine

gleich bleibende Qualität sichern können.

«Speziell die Schnittstellen

müssen

reibungslos funktionieren»

Was passiert eigentlich bei einer ISO Zertifizierung?

Wer sind die Auditoren?

Es wird durch externe Auditoren geprüft, ob die RhB

auch nach den aufgezeichneten Prozessen lebt. Die Auditierung

findet Ende 2008 während ca. drei Tagen an

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

verschieden Orten auf unserem Netz statt. Es werden

dabei nicht nur Vorgesetzte auditiert, sondern auch

Mitarbeitende.

Dann kann das Audit jeden treffen, nicht nur die Kaderstufen!

Hoffentlich geht dieser Kelch an mir vorbei!

Was soll ich antworten, wenn die Unternehmenskommunikation

auditiert wird?

Jeder Mitarbeitende muss «seinen» Prozess finden, er

muss anhand der Prozesslandkarte darstellen können,

wo in der Prozessabfolge er sich befindet. Dazu muss er

ein paar Prozesse, die unternehmensweit gelten, kennen.

Die Vorgesetzten werden im Sommer instruiert,

was ihre Mitarbeitenden betreffend ISO-Zertifizierung

wissen müssen. Die Vorgesetzten werden die Mitarbeitenden

instruieren. Auch tourt die Projektleitung im

Laufe des Sommers und Herbst durch die Unternehmung,

um spezifisch über die ISO-Anforderungen zu

informieren.

Das Prozessmanagementsystem ist übrigens als Entwurf

auf unser Intranet geschaltet. Interessierte können sich

dies ja einmal anschauen und ihren Prozess suchen.

Trotz vieler sicherlich guter Punkte riecht mir das Ganze

ein wenig nach Papiertiger! Was wird getan, um

mir das Gegenteil zu beweisen?

Man zeichnet ja nicht irgendwelche Phantasieprozesse

auf, die nicht gelebt werden. Im PMS werden nur Abläufe

dokumentiert, die bei der RhB 1 zu 1 existieren.

Nur schon deshalb verschwinden nach einer hoffentlich

erfolgreichen Erstzertifizierung die ganzen Unterlagen

nicht im Aktenschrank. Es werden in periodischen Abständen

Nachaudits durch externe Auditoren durchgeführt.

Wir möchten die Zertifizierung ja auch nutzen,

um uns ständig zu verbessern. Auch führen wir immer

wieder interne Audits durch, um zu überprüfen, ob wir

auf dem richtigen Weg sind. Wenn das Ganze im Aktenschrank

verschwindet, müssten wir nach kurzer Zeit alle

erworbenen Labels wieder abgeben.

Danke für das klärende Gespräch.

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RhB «En vogue»

Text von Peider Härtli, Bilder von Tibert Keller

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Im Rahmen des grossen Bahnhoffestes am Wochenende

24./25. Mai 2008 präsentierten wir einem grossen Publikum

die neuen Uniformen. Einen Tag später wurde

dieses neue Outfit bereits von den Mitarbeitenden auf

allen Bahnhöfen und in den Zügen getragen. Damit

setzt die RhB bezüglich Erscheinungsbild auch bei den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neue Akzente.

Kleider machen Leute …

… und moderne, erfrischende RhB-Mitarbeitende mit

angenehmer Ausstrahlung. Die trendige Uniform entspricht

genau der Philosophie der Neuausrichtung der

RhB. Nebst Kompetenz und Freundlichkeit in der Kunden-

und Fahrgastbetreuung ist auch ein optischer

Auftritt von grossem Vorteil. Der Kunde steht im Zentrum;

die Rhätische Bahn sieht sich in der Rolle als professionelle

Gastgeberin. Erwin Rutishauser «Der Kunde

soll sich bei uns wohl fühlen und nebst dem Reiseerlebnis

auch bei unseren Mitarbeitenden einen Top-

Service geniessen. Mit dem neuen Outfit wollen wir dies

auch optisch unterstreichen».

9600 m 2 Stoff …

Im Wesentlichen besteht die neue Uniform aus einem

anthrazitfarbenen Veston mit eingearbeiteten Taschen,

einer roten Softshell-Jacke sowie einer modern geschnittenen

Einheitshose. Die im Kundenbereich ein-

V.l.n.r. Michael Capeder, Daniela Hidber, Jlona Grünenfelder und Leo Pedretti.

gesetzten Frauen erhalten Jupes in drei Grössen: kurz,

mittel und mittellang. Dabei lehnt die RhB an das

Modell aus der Airlines-Branche an. Besonders schick

und im neuen Design ist die gestreifte Krawatte geraten.

Als Pendant dazu tragen die RhB-Mitarbeiterinnen

im ähnlichen Muster ebenso elegante Nickitücher. Für

die kalte Jahreszeit ist auch vorgesorgt: Alle Mitarbeitende

mit Kundenkontakt erhalten eine winterfeste

Parkajacke. Das Innenfutter kann bei Bedarf entfernt

werden.

Insgesamt wurde für die neue RhB-Uniform 9600 m 2

Stoff verarbeitet, was einer Fläche eines Fussballfeldes

entspricht. Die Kosten für die Beschaffung der Uniformen

betragen rund 430 000 Franken. Die Mitarbeitenden

tragen die neue Uniform seit dem 26. Mai 2008.

Bei dieser Gelegenheit danken wir Jlona Grünenfelder,

Michael Capeder, Daniela Hidber und Leo Pedretti, die

ihre Rolle auf dem Laufsteg professionell und doch locker

spielten – als hätten sie ihr ganzes Leben nichts anderes

gemacht! Unsere vier Models wurden auch stimmungsvoll

angekündigt und interviewt durch den Event-Profi und

«Live Style»-Moderator RHS Roman Howey Senn.

Gratulation für den gelungenen Auftritt!


Alles für die Kundenzufriedenheit

Von Markus Roth

Mit unserem neuen Kundeninformationssystem haben

wir die Möglichkeit, unsere Kunden in umfassender

Weise über den Ablauf des Betriebsgeschehens zu informieren.

Fahrgäste von Bus und Bahn erwarten verlässliche Informationen

über ihre Verbindungen. Sie haben das

Bedürfnis, stets sowohl visuell als auch akustisch informiert

zu werden. Intuitiv nachvollziehbare und verständliche

Fahrgastinformation vermittelt ihnen die

Sicherheit, ihr Ziel ohne Probleme und unerwartete

Zwischenfälle zu erreichen. Echtzeit-Fahrgastinformation

wird positiv wahrgenommen und erhöht das Vertrauen

der Fahrgäste in den Verkehrsbetrieb.

In solch einem anspruchsvollen und vom Wettbewerb

geprägten Markt steigt der Anspruch der Verkehrsunternehmen,

den Personenverkehr für die Fahrgäste so attraktiv

wie möglich zu gestalten. Die hohe Qualität der

angebotenen Verkehrsdienstleistungen soll optimal

vermittelt werden.

Ein immer engmaschigeres Liniennetz, dichtere Fahrpläne

und kürzere Fahrzeiten bieten attraktivere Verbindungen.

Viele Fahrgäste bekunden Mühe, sich in

den Bahnhöfen zurechtzufinden. Umso wichtiger ist

deshalb ein gut durchdachtes Kundeninformationssystem,

das unsere Kunden einfach, schnell und sicher

zum Zug führt und mit allen für sie relevanten Informationen

versorgt.

Fragen wie «Wann und wo fährt mein Zug?» «Verkehrt

der Zug planmässig?» «Hält der Zug an meiner Zieldestination?»

sollen auf übersichtliche und gut verständliche

Art beantwortet werden. Entscheidend dabei ist,

nicht alles auf einmal zu beantworten, sondern die

richtigen Antworten zur richtigen Zeit und am richtigen

Ort zu liefern. Informationsqualität geht vor Informationsquantität.

Unser oberstes Ziel ist die Kundenzufriedenheit.

Sie basiert auf einem sicheren Gefühl und

Wohlbefinden während der gesamten Reisedauer.

Das neue 4 KIS im Einsatz.

Etappierung.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Neues Kundeninformationssystem

Im August 2006 wurde vom Verwaltungsrat der RhB die

Stossrichtung der Strategie «Offensive 2012» beschlossen,

bei welcher die Beschaffung eines modernen, innovativen

Kundeninformationssystems eine zentrale

Rolle spielt.

Mit dem Bau dieses neuen Kundeninformationssystems,

welches von I-EA-NT unterhalten wird, versucht das

Projektteam der RhB den hohen Erwartungen unserer

Kunden (intern und extern) gerecht zu werden.

Die Grundvoraussetzung für die Vernetzung der Kundenpunkte

auf den Bahnhöfen, mit dem zentralen System

in Chur resp. Landquart, ist die Umsetzung des Projektes

«Ausbau Datennetz für KIS und Billettautomaten».

I-EA-NT musste für diesen Zweck auf ca. 70 Stationen

(über das ganze Netz verteilt) neue Netzwerkkomponenten

beschaffen und ins bestehende Datennetzwerk

einbinden.

Im Februar 2007 erteilte die RhB der PSI Transcom GmbH

(PSI) den Auftrag für die Einführung eines neuen, zukunftsgerichteten

Kundeninformationssystems.

Ausschlaggebend für die Vergabe an PSI war neben ihrer

langjährigen Erfahrung im Kundeninformationsbereich

und der hohe Erfüllungsgrad der Anforderungen,

welche von der RhB gestellt wurden.

In einem ersten Schritt wird das System auf der Strecke

Rhäzüns-Klosters (1. Etappe) mit einem modularen

System von Stelen in elegantem Design ausgerüstet. In

ihnen sind TFT-Anzeiger installiert, welche die folgenden

Züge optisch darstellen. Überkopfanzeiger auf den

Mittelperrons, Generalanzeiger auf grösseren Bahnhöfen

und Ansagetechnik in der Stele sowie auf den Bahnsteigen

runden das Informationsangebot ab.

Modernste Technik

Das Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung und

Telekommunikation sowie moderner Anzeigemedien

hat auch auf diesem Gebiet völlig neue Möglichkeiten

Übersicht des KIS in der RhB–Systemlandschaft.

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Der Kundenpunkt.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

eröffnet. Um die aktuelle Fahrplanabweichung eines

jeden Zuges zu bestimmen, werden die Ist-Daten und

die Plandaten miteinander verglichen. Anhand der gewonnen

Daten wird die Fahrplanlage auf dem elektronisch

grafischen Fahrplan (Zeit-Weglinien-Diagramm)

dargestellt und ermöglicht so dem Disponenten Zugskreuzungen

zu planen und den Zugsverkehr zu optimieren.

Überschreitung gewisser Grenzwerte, wie zum Beispiel

grosse Verspätungen, werden dem Fahrdienstleiter optisch

und wenn gewünscht akustisch signalisiert. Dieser

muss dann betriebliche Entscheidungen treffen und

weitere dispositive Massnahmen einleiten.

Die Software für die Steuerung des Kundeninformationssystem

KIS basiert auf dem bereits in vielen Projekten

erfolgreich eingesetzten Standardprodukt der PSI.

«PSItraffic», einer Plattform für die Betriebszustandserfassung

sowie Prognoseermittlung von Bussen und

Bahnen im Personenverkehr und die Ansteuerung von

Fahrgastinformationssystemen.

Das PSItraffic-System in der Leitzentrale sammelt die

Informationen über die Betriebslage und arbeitet diese

für Fahrgastinformation und Disposition auf.

Die Ansteuerung der Rechner in den Stelen sowie der

Überkopfanzeiger auf den Bahnhöfen erfolgt über ein

hochmodernes TCP/IP-Datennetzwerk, welches die

Kundenpunkte mit der Zentrale verbindet.

Der Kundenpunkt

Das Kundeninformationssystem ist modulartig konzipiert

und wurde in drei verschiedenen Ausbaustufen, je

nach Wichtigkeit und Grösse des Bahnhofes festgelegt.

Die Infosäule (tragendes Element) mit beleuchtetem Infowürfel

(welcher bei bestimmten Betriebssituationen

blinkt) verschiedenen Tasten (Haltewunsch, Ansage des

Bildschirminhalts sowie Aufbau einer Sprechverbindung

ins RCC) bildet den zentralen Teil der Stele. Seitlich werden,

je nach Grösse des Bahnhofs, eine bis drei Vitrinen

zum Einbau von Monitoren bis 32“ oder für den Aushang

von Drucksachen angebracht. Zur Beleuchtung

des Kundenpunktes werden ausschliesslich LED Leuchtmittel

eingesetzt.

Taster der KIS-Stele

1. Taster: Bedarfshaltetaster

Durch Betätigung des Bedarfshalttasters kann durch die

am Bahnhof wartenden Fahrgäste ein «Halt» des

nächsten Zuges an diesem Bahnhof gefordert werden

(für Züge, die entsprechend auf dem Fahrplan aufgeführt

sind).

2. Taster: Kommunikation mit der Zentrale

Die Betätigung des Tasters «Information» macht die direkte

Verbindung vom Kunden auf dem Bahnhof zum

Infoassistenten oder in den Randstunden zum Fahrdienstleiter

im RCC möglich.

Nach Knopfdruck auf den Infotaster und Annahme des

Gesprächswunsches durch einen Mitarbeiter der RhB

wird der Kunde mit dem Infoassistenten verbunden,

um weitere Auskünfte und zusätzliche Informationen

zu erhalten. Die Kommunikation zwischen Infosäule

und dem Infoassistenten wird mit einer für die RhB

neuen Technologie Voice over IP (VoIP; Sprache über Internetprotokoll)

realisiert. Der Einsatz dieser Technik

bringt eine Reihe von Vorteilen:

VoIP-Telefonie

Damit kann die in der Infosäule vorhandene Hardware

und das TCP/IP Netzwerk verwendet werden. Durch den

Einsatz dieser zukunftsgerichteten Technik entfällt eine

analoge Verkabelung der Infosäule an die bestehende

Telefonanlage. Die Steuerung, welche Leitstellenarbeitsplatztelefon

mit der Infosäule verbindet, erfolgt

durch die Sprachsteuerungsmechanismen im PSItraffic

System.

TFT-Monitor als gleisbezogene Anzeige. TFT-Monitor als Generalanzeiger auf

grösseren Bahnhöfen.


3. Taster: Vorlese- und Beschallungssystem

Die Stelen verfügen über eine mehrsprachige digitale

Sprachausgabe (Text-to-Speach; geschriebener Text

wird durch ein Computerprogramm in Sprache umgewandelt),

was speziell für Sehbehinderte von Vorteil ist.

Betätigt der Fahrgast die Ansagetaste an der Stele, wird

der Bildschirminhalt in mehreren Sprachen akustisch

ausgegeben. Dazu zählen insbesondere die Ankündigungen

der nächsten Züge und allfällige, zug- oder

stationsbezogene betriebliche Meldungen.

Innovative Anzeiger als Informations- und

Marketingmedium

Die 32“-TFT-Monitore haben eine native Auflösung von

1360 x 768 Punkten. Die Helligkeit der Monitore beträgt

1000 cd. Damit ist bei entsprechend optimierter Kontrastwahl

eine Lesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung

gegeben.

Dank dieser modernen Web-Technologie können parallel

zu den aktuellen Zuginformationen, welche immer

Priorität haben, Videos, aktuelle Nachrichten oder touristische

Informationen angezeigt werden.

Überkopfanzeiger

Um dem Kunden die Übersicht auf langen Perrons zu

ermöglichen, werden an den Perrondächern der diversen

Bahnhöfe Überkopfanzeiger installiert. Die Lesbarkeit

der 120 cm breiten und 45 cm hohen Flüssigkristallanzeiger

(LCD-Anzeiger) ist selbst bei direkter

Sonneneinstrahlung problemlos gegeben.

Automatische Durchsagen über Lautsprecheranlagen

Automatische Durchsagen für alle Fahrgäste auf sieben

ausgewählten Bahnhöfen (1. Etappe) erfolgen mittels

Ausgabe von Textkonserven über Lautsprecher an der

Bahnsteigkante. Kurz vor Einfahrt eines Zuges werden

die einsteigenden Fahrgäste über das Zugziel infor-

TFT-Monitor als gleisbezogene Anzeige im

Werbemodus.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

miert. Eine weitere Durchsage erfolgt nach dem Halt

des Zuges, um alle aussteigenden Fahrgäste über Anschluss-

und Umsteigeverbindungen zu informieren.

Widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse

Aufgrund der in einigen Gebieten extremen Temperaturschwankungen,

der erhöhten Sonneneinstrahlung

im Hochsommer sowie im Winter und wegen der stark

wechselnden Luftfeuchtigkeit sind die Stelen klimatisiert.

Wärmeaustausch und Schutz vor Beschlag bei

niedrigen Temperaturen werden dadurch gewährleistet.

Erfassung von Statistikdaten

Zur Erstellung von Qualitätsanalysen und Qualitätsnachweisen

können sämtliche betriebliche Informationen,

wie z. B. geplante und tatsächliche Verläufe von

Fahrten, statistisch erfasst werden. Dies erlaubt die

Analyse häufiger Störungspunkte mit dem Ziel, die betrieblichen

Abläufe kontinuierlich zu optimieren.

Meilensteine

Das zentrale System wurde bei der RhB aufgesetzt sowie

die Kundenpunkte an den Bahnhöfen aufgestellt. Seit

dem 16. Juni 2008 läuft der Probebetrieb des gesamten

Systems.

Um allfällige Schwachstellen während des Probebetriebs

(ab 16.06.2008) aufdecken zu können, werden

alle Mitarbeiter gebeten, Verbesserungsvorschläge übers

QSV (Qualitätssicherung Zugverkehr) der Projektleitung

mitzuteilen.

Nach der erfolgreichen Einführung dieser 1. Etappe

entscheidet der Verwaltungsrat im September 2008

über den weiteren Ausbau des Kundeninformationssystems

an den restlichen RhB-Bahnhöfen.

LCD-Anzeiger als Überkopfanzeiger. Meilensteine.

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Vier Panoramawagen Typ Breda für die RhB

Von David Wiegratz

RhB-Panoramawagen Typ Breda

(Bp 52522) im Glacier Express in

St. Moritz. (Foto De Matteo Sergio)

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Allgemeines

Gemäss den vertraglichen Vereinbarungen vom

31.01.2008 zwischen der Rhätischen Bahn und der

Matterhorn Gotthard Bahn verkauft die MGB vier ihrer

14 Panoramawagen vom Typ Breda an die RhB. Mit der

Übernahme der vier Breda-Wagen durch die RhB und

der Neubeschaffung seitens RhB und MGB von zusätzlichen

Panoramawagen Typ Stadler (Auslieferung nächstes

Jahr) sowie unter Berücksichtigung des Einsatzes der

Speisewagen RhB wird beim Glacier Express auch im

Bereich Rollmaterial ein «ausgeglichenes Kräfteverhältnis»

MGB-RhB realisiert.

Die Übernahme der vier Panoramawagen Breda erfolgte

auf den Fahrplanwechsel vom 10. Mai 2008. Gekauft

wurden die Panoramawagen Bp 4023-4026. Die Erstinverkehrssetzung

dieser Wagen erfolgte 1993. An

allen Wagen dieser Serie wurde respektive wird zwischen

2007 und 2008 ein umfangreiches Refitprogramm

durchgeführt. Die Wagen entsprechen somit in

Bezug auf Inneneinrichtung, Design, Kundenkomfort

und Kundeninformationssystem den 2006 in Betrieb

genommenen GEX-Panoramawagen Typ Stadler.

Einsatz

Die Panoramawagen Typ Breda werden seit Beginn

Sommerfahrplan (10.05.2008) in den Glacier Express-

Zügen eingesetzt. Sie sind für das gesamte Netz der MGB

und für das Stammnetz der RhB zugelassen. Die Lauffähigkeit

der Wagen für die Strecke Chur–Arosa mit ihren

engen Kurvenradien (teilweise weniger als 60m) muss

noch durch Testfahrten verifiziert werden. Diese Fahrten

sind für die Zwischensaison im Herbst 2008 geplant.

Neue fünfstellige Wagennummern: 5= Reisezugwagen;

2= StN B (Stammnetz 2. Klasse);

5= Panoramawagen

Technische Daten

Länge über Puffer 18500 mm

Drehzapfenabstand 12830 mm

Wagenbreite 2680 mm

Taragewicht 19.3 t

Sitzplätze 48 2. Klasse

Höchstgeschwindigkeit 90 km/h

Bremse Handbremse, Vakuum,

Zahnrad

Ausrüstung ABB-Klimaanlage

kombiniert mit

Konvektionsheizung

Lauffähigkeit MGB, RhB-StN

Inbetriebsetzung 2. Quartal 1993

Hersteller Wagenkasten BREDA, Pistoia, Italien

Hersteller Drehgestelle SIG Neuhausen

Typenbild.


Neues Fahrzeugnummerierungssystem

Von Daniel Ritler

Das bisherige Fahrzeugnummerierungssystem hat der

RhB für rund ein Jahrhundert gereicht, um die Fahrzeuge

eindeutig zu kennzeichnen. Das bisherige System

hat die Fahrzeugnummern von 1 bis 9999 vergeben.

Mit der Beschaffung von einer grösseren Serie von Fahrzeugen,

drängt sich eine Erweiterung des Fahrzeugnummerierungssystems

auf. Die Ziele des neuen Systems

sind:

n Nummerierungssystem für die nächsten 100 Jahre

und länger

n Eindeutige, systematische Nummerierung der Fahrzeuge

n Einfache Bezeichnung von Triebzügen und festen Wagenkompositionen

n Nutzung der bestehenden Informatikmittel

Mit der Einführung des neuen fünfstelligen Nummerierungssystems

per 1. November 2007, hat die RhB die

Möglichkeit rund 90 000 zusätzliche Fahrzeuge zu bezeichnen.

Für die Anwendung des neuen Nummerierungssystems

gilt, dass nur neue Fahrzeuge nach dem neuen System

gekennzeichnet werden. Eine Umzeichnung von bestehenden

Fahrzeugen findet grundsätzlich nicht statt. Die

Ausnahme ist, wenn eine ganze Fahrzeugserie im Rahmen

eines Refitprogramms sowieso einen neuen Anstrich

erhält. Die nächste Fahrzeugserie, welche darum

umgezeichnet wird, werden die EW III Personenwagen

sein.

Die neuen Wagennummern bestehen aus fünf Ziffern.

Die Anzahl Ziffern wird durch die eingesetzte Instandhaltungssoftware

vorgegeben. Sie haben folgende Bedeutung:

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Mit den ersten drei Ziffern kann damit der Fahrzeugtyp

bestimmt werden. Um diese hervorzuheben werden in

Anlehnung an andere Bahnen die ersten drei Ziffern

unterstrichen. Die Anschrift auf dem Fahrzeug wird wie

folgt aussehen:

50101

Mit dieser Systematik können die bestehenden Fahrzeugnummern

beibehalten werden. Es wurden folgende

Fahrzeuggruppen festgelegt:

00000 bis 09999 bestehende Fahrzeuge und Fahrzeugserien

bis 31. Oktober 2007

10000 bis 19999 Streckentriebfahrzeuge

20000 bis 29999 Rangier- und Diensttriebfahrzeuge

30000 bis 39999 Triebzüge

40000 bis 49999 Reserve

50000 bis 59999 Reisezugwagen

60000 bis 69999 Güterwagen

70000 bis 79999 Reserve

80000 bis 89999 Historische Fahrzeuge

90000 bis 99999 Dienstfahrzeuge

Für die Triebzüge ergibt sich mit diesem Nummerierungssystem

die interessante Möglichkeit mit einer

Nummer den ganzen Triebzug zu kennzeichnen und

gleichzeitig jeden Gliedwagen einzeln zu bezeichnen.

Die folgende Tabelle zeigt die neuen Triebzüge, wie sie

mit dem alten System nummeriert waren und wie es

jetzt mit dem neuen Nummerierungssystem erfolgt.

Weitere, detailliertere Infos sind im Intranet im Bereich

Rollmaterial zu finden.

Dreiteiliger Zweispannungstriebzug. Vierteiliger Stammnetztriebzug

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Wartung und Sanierung Leittechnik Ge 4/4 III

Von Walter Frech

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Moderne Lokomotiven wie die Ge 4/4 III sind «vollgepackt»

mit Leistungs- und Steuerelektronik. Dazu gehören

insbesondere die Traktions-Stromrichter und die

Bordnetz-Umrichter sowie die umfangreiche Leittechnik

für die Steuerung sämtlicher Fahrzeugsysteme.

Bei den Umrichter-Lokomotiven Ge 4/4 III 641-649

(Baujahr 1993) ist eine Leittechnik des Typs MICAS-S2

von Bombardier Transportation, Oerlikon im Einsatz.

Die 32 Rechner pro Lokomotive mit ihren rund 180

Prints sind in 19 Baugruppen, sogenannten Racks, eingebaut.

Die gleiche Leittechnik ist auch bei den 119 Lokomotiven

Re 460 («Lok 2000») der SBB installiert.

Praktisch alle Prints sind mit diversen kleineren und

grösseren Elektrolyt-Kondensatoren bestückt. Altersbedingt

beginnen diese Kondensatoren undicht zu werden.

Dadurch können die feinen Leiterbahnen der

Prints verätzt werden, was zu Störungen und Ausfällen

führen kann. Auch die sogenannten Gate Units zu den

Leittechnik-Ausrüstung und Gate Units (vorn) einer Lok

komplett. Bilder von SBB-Industriewerk Yverdon.

Traktions-Stromrichtern enthalten solche Elektrolyt-

Kondensatoren.

Die gleichen Probleme zeigten sich auch bei den Lokomotiven

Re 460 der SBB. Das SBB-Industriewerk Yverdon

hat sich deshalb entsprechend eingerichtet und

von 2005 bis Anfang 2008 alle Leittechniken ihrer Loks

gewartet und saniert, d.h. die betreffenden Kondensatoren

durch neue ersetzt. Für die RhB bot sich deshalb

die Gelegenheit, die Prints der Ge 4/4 III zu guten Konditionen

durch das Industriewerk Yverdon warten und

sanieren zu lassen. 15 Elektronikerinnen und Elektroniker

schaffen es, die rund 170 Prints und 30 Gate Units

pro Lok in sechs Arbeitstagen zu sanieren. So werden in

Landquart alle 19 Racks ausgebaut und nach Yverdon

spediert, wo die Prints und Gate Units gereinigt und saniert

werden. Gleichzeitig werden auch alle Printrelais

ersetzt und die Ventilatoren für die Kühlung der Racks

revidiert, resp. ausgewechselt. Fertig geprüft kommt

die Leittechnik nach Landquart zurück, wo diese eingebaut

und die Lok wieder in Betrieb genommen wird.

Prüfung eines fertigen Prints.


Acht Prints, die in Yverdon nicht geprüft werden können,

werden durch ENICS, Turgi, eine Tochtergesellschaft

der Bombardier Transportation, im gleichen Stil gewartet

und saniert.

Die Leittechnik der ersten Lok ist bereits saniert und die

Lok seit Ende April 2008 wieder im Einsatz. Die restlichen

Leittechniken folgen im drei Wochen-Takt, sodass

die Aktion – mit einer 6-wöchigen Sommerpause – bis

Mitte Dezember 2008 (Beginn Wintersaison) beendet

sein sollte. Dank dieser Aktion sind die Leittechniken

wieder für die nächsten 8-10 Jahre «fit».

Die 3-wöchige Standzeit der Lokomotiven wird genutzt,

um diverse weitere technischen Aufträge «abzuarbeiten».

Insbesondere werden die Lok 641-649 auf die gleiche

verbesserte Stromrichter- und Trafo-Bedarfsventilation

und das gleiche Bordnetz-Umrichter-(BUR-) Redund-

3 der 170 Prints sowie «Elektrolyt-Kondensator-Sortiment»

zu den Prints.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

anzkonzept wie bei den Lokomotiven 650-652 (Baujahr

1999) umgebaut. Damit wird nicht nur das Problem

der Ölfluss-Überwachung behoben (Störungen

infolge zu dickflüssigen Öls im Winter), sondern auch

Energie gespart: Die leistungsstarken Ventilatoren laufen

nicht mehr dauernd, sondern nur noch wenn Kühlung

verlangt wird.

Das geänderte BUR-Konzept hat den Vorteil, dass bei

Ausfall eines der vier BUR mit beiden Drehgestellen

weiter gefahren werden kann. Bisher war die Weiterfahrt

nur noch mit einem Drehgestell (mit entsprechender

Reduktion der Anhängelast) möglich.

Gruppenbild mit Elektronikern IW Yverdon vor Leittechnik/

Gate Units einer Lok.

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«Vrin» und «Vals» als Designelemente

NOSE AG Design Intelligence, Christian Harbeke, Dipl. Ing. ETH / Produktgestalter HfG

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Das Interior-Design der neuen Triebzuggeneration

Das Interior-Design der neuen Triebzuggeneration entwickelt

sich aus dem Markenversprechen der RhB. Als

weltweit einmalige Bahn mit einer grossartigen Geschichte

ist die RhB prädestiniert, sich als leistungsstarke

Erlebnisbahn zu positionieren. Selbstbewusst fährt

die RhB ihre Kunden nicht nur durch eine spektakuläre

Bergwelt, sondern auch durch die Kulturlandschaft

Graubündens mit ihrem einzigartigen traditionellen

Baustil. Das Interior-Design versucht, die lokale Tradition

der Baukultur aufzunehmen und neu zu interpretieren,

ein Ansatz, mit dem es die aktuelle Bündner

Architektur zu Weltruhm gebracht hat.

Das Layout entwickelt sich aus den technischen Randbedingungen

und zeichnet sich durch eine starke Gliederung

in einzelne kompakte Bereiche aus, die von

Einganszonen und Apparatekästen unterbrochen wer-

Längsschnitt: Die längs laufende Seitenwandverkleidung

wird durch die monolithischen Elemente des Eingangsbereichs

unterbrochen.

Querschnitt 2. Klasse: Der Monitor ist zusammen mit den

Piktogrammen in ein durchgehendes, schwarzes Band

integriert.

den. So umfassen die beiden 1. Klasse-Abteile nur je

12 Sitze, wirken aber durch die verglaste Trennwand

zum Führerstand sehr grosszügig. Um eine klar lesbare

Struktur zu schaffen und dem Layout eine gewisse

Grosszügigkeit zu geben, wurden zwei Oberflächenthemen

entwickelt, die sich durch den ganzen Zug ziehen.

Als moderne Interpretation traditioneller Holzbauweise

zieht sich die Oberfläche Vrin als Seitenwandverkleidung

linear durch den gesamten Zug. Unterbrochen

wird dieses von den Apparatekästen, die durch die

Oberfläche Vals als unregelmässig geschichtete Monolithen

erscheinen. Die Differenzierung der beiden Klassen

erfolgt neben den üblichen Komfort-Parametern

wie Sitzabstand etc. durch die unterschiedlichen Bodenbeläge

und vor allem durch die verschiedenen Sitzbezüge.

Die Veloursstoffe als moderne Interpretation

klassischer Karomuster verweisen mit einem Augenzwinkern

auf die lange Tourismustradition, angefangen


von den Golfhosen der englischen Upperclass bis zu den

Wolldecken der Pferdekutschen. Das Pattern der ersten

Klasse verströmt im Zusammenspiel mit der präzisen

Anmutung der Seitenwandverkleidung einen Hauch von

Casual Luxury, während in der zweiten Klasse die Blautöne

ein Bild lebhafter Munterkeit vermitteln, ohne an

Wertigkeit zu verlieren. Beide Stoffe nehmen die Farben

der umgebenden Materialien in kleinen, geschichteten

Einsprengseln auf.

Das Beleuchtungskonzept ist bei jedem Zug einer der

wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht, eine hochwertige

und zeitgemässe Anmutung zu erzielen. Um der

teilweise niedrigen Raumhöhe entgegenzuwirken, wird

ein leicht höher liegender Mittelstreifen von beiden

Seiten horizontal angestrahlt und sorgt so für eine angenehme

indirekte Beleuchtung. In der ersten Klasse

wird diese noch durch kleine Halogen Downlights akzentuiert.

Die speziell schlanken Gepäckträger haben

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Tragflächen aus Glas und bestechen durch die elegantzurückhaltenden

Gussteile. Die Fenstersäulen werden

durch die hellere Farbgebung mit der ebenfalls hellen

Decke zusammengefasst.

Die zur Fahrgastinformation vorgesehenen Monitore

werden an den Abteilwänden in einen durchgehenden,

schwarzen, mit Glas belegten Horizontalstreifen integriert.

Dieser Streifen trägt auch den grössten Teil der

erforderlichen Wegleitung und Piktogramme und wirkt

dadurch sehr aufgeräumt.

Die Abbildungen entsprechen dem Projektstand April

2008. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen,

aber in Anbetracht der bisher sehr erfreulichen Zusammenarbeit

aller beteiligten Parteien kann man auf ein

Produkt gespannt sein, das bei unseren Kunden einen

bleibend positiven Eindruck hinterlässt.

Querschnitt 1. Klasse: Der erhöhte Bereich in der Deckenmitte

fungiert als Reflektor für die indirekte Beleuchtung.

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Berührend einfach

Von Uwe Hartmann

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Berührend einfach – unter diesem Titel werden in der

kürzlich fertiggestellten Broschüre die neuen Billettautomaten

unseren Kunden vorgestellt.

Bereits seit Dezember 2007 sind insgesamt 21 neue Billettautomaten

im Oberengadin (Alp Grüm – Cinuoschel/Brail),

in Chur Wiesental und Reichenau-Tamins in

Betrieb. Im April 2008 wurde die zweite Etappe realisiert.

Sämtliche Bahnhöfe und Haltestellen von Rhäzüns

bis Klosters (ohne Chur und Landquart) sind inzwischen

mit den roten Almex-Billettautomaten von Höft&Wessel

ausgerüstet.

Mit diesen neuen Automaten werden nun alle inzwischen

rund 30-jährigen blauen Autelca-Billettautomaten

und alle mehr als 10-jährigen roten Schlumberger-Geräte

ersetzt. Auch werden Haltestellen mit

Billettautomaten ausgerüstet, welche bisher noch nicht

über solche Geräte verfügten. Einzig die Haltestellen

Ftan, Cadera, Privilasco und Campascio mit sehr geringem

Frequenzaufkommen sowie Sagliains als reine

Umsteigestation werden nicht damit ausgerüstet.

Die neuen Billettautomaten werden in zwei unterschiedlichen

Ausführungen geliefert, als Standard- und Light-

Version. Äusserlich sehen zwar alle Automaten gleich

aus, der Unterschied besteht einzig darin, dass die Light-

Automaten ohne Notenprüfer betrieben werden.

Nach Berühren des Bildschirms (Touch-screen) wird der

Kunde mittels verschiedener Anzeigemasken zu seinem

Angebot geführt. Von gewöhnlichen Billetten, Mehrfahrtenkarten,

Tageskarten bis zu Velo-Billetten, Badekombis

und anderen Spezialangeboten sollen nach Ab-

schluss des Projektes wesentlich mehr Artikel über

Billettautomaten bezogen werden können als bisher.

Neu ist auch die Möglichkeit, die gekauften Billette und

Angebote mit Kreditkarten zu bezahlen. Die Standard-

Billettautomaten nehmen nebst den CHF-Banknoten

auch Euro-Banknoten, REKA-Rail-Checks und Rail-

Checks an Zahlung.

Alle 96 Billettautomaten sind vernetzt und können

zentral im Backoffice bewirtschaftet werden. Dadurch

entfallen die bisherigen Abrechnungsarbeiten bei jedem

Gerät vor Ort. Die Tarif- und Abrechnungsdaten

werden mittels DaX-Schnittstelle mit der SBB ausgetauscht.

Es können aber auch spezielle Angebote im

Backoffice gestaltet und bewirtschaftet werden (ohne

Datenaustausch zur SBB).

Als weiteres Hilfsmittel wird das Störungsmanagement-

Tool zur Verfügung stehen. Mit diesem können die aktuellen

Betriebszustände aller Billettautomaten überwacht

werden.

Nebst der Behebung von Störungen sind natürlich weiterhin

Kassadienst-Arbeiten vor Ort erforderlich. Diese

beschränken sich nun mehrheitlich auf Kassaleerungen.

Restgeld-Nachfüllungen sind nur noch vereinzelt

notwendig. Durch Bezahlung mit Münzen werden diese

zwischengelagert und dienen der Zahlung von Rückgeld.

Aber auch spezielle zusätzliche Restgeldspeicher

sind vorhanden, um allfällige Engpässe zu überbrücken.

Von voraussichtlich Mitte Juni bis Ende Juli 2008 werden

die restlichen neuen Billettautomaten installiert

und in Betrieb genommen.


16 Monate danach …

Von Peider Härtli

Glück im Unglück

Sie erinnern sich: Rund 30 Fahrgäste und der Lokführer

von Zug 1270 hatten am 5. Januar 2007 auf der Fahrt

von Chur nach Disentis/M. einen Schutzengel: Um ca.

22.45 Uhr kollidierte die Lok 632 unmittelbar vor der

Einfahrt in die Galerie mit Erd- und Felsbrocken, welche

sich von der Felswand gelöst hatten. In der Folge

entgleiste die Lokomotive und zerstörte vier Pfeiler der

Galerie. Dadurch brach die Galeriedecke teilweise ein

und stürzte auf den hinteren Teil der Lokomotive sowie

den Gepäckwagen unmittelbar dahinter. Wie durch ein

Wunder kamen Passagiere und Lokführer mit dem

Schrecken davon. Der Sachschaden an der Galerie und

an der Lokomotive jedoch war beträchtlich.

16 Monate später: Lok 632 wieder im Einsatz …

Heute, gut 16 Monate später, sind diese Narben zum

grossen Teil verheilt. Die Lok 632 wurde in einer ersten

Einschätzung als abbruchreif eingestuft. Eine genauere

Analyse wichtiger tragender Elemente ergab jedoch,

dass sich ein Wiederaufbau durchaus lohnen kann. So

entstand nach einer Durchlaufzeit von rund einem Jahr

aus dem Abbruchobjekt eine praktisch neuwertige Lokomotive.

Der Wiederaufbau der Lok wurde in den RhB-

Werkstätten in Landquart durch eigene Mitarbeiter professionell

und effizient durchgeführt. Die Kosten für die

Instandstellung betragen rund 3 Millionen Franken –

im Vergleich dazu ist bei einer Beschaffung einer neuen

Lokomotive mit rund 7 Millionen Franken zu rechnen.

Die reparierte Lok wird für die nächsten 20 bis 30 Jahre

auf dem RhB-Stammnetz im Einsatz stehen.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

… und Galerie repariert und verlängert

Die auf einer Länge von 16 m teilweise zerstörte Steinschlaggalerie

Valendas wurde in der Zwischenzeit repariert.

Damit das Bahntrassee gegen zukünftig zu erwartende,

ähnliche Felssturzereignisse geschützt werden

kann, wird die Galerie um zusätzliche 40 m in Richtung

Versam verlängert. Zudem werden die bestehenden

Steinschlagzäune wo nötig ergänzt, repariert oder durch

moderne, neue Steinschlagnetze ersetzt sowie die

Anprallsicherheit der bestehenden Galerie dem heutigen

Sicherheitsbedürfnis angepasst.

Die Wiederherstellungs- und Ergänzungsarbeiten wurden

Mitte August 2007 aufgenommen und können voraussichtlich

im Sommer 2008 abgeschlossen werden.

Die Kosten für die Räumung nach dem Unfall sowie die

Wiederherstellung und die Ergänzung der Steinschlaggalerie

Valendas werden sich auf rund 3.3 Millionen

Franken belaufen.

Ein aussergewöhnliches Aufrichtefest

Als Zeichen der Anerkennung der grossartigen Arbeit

unmittelbar nach dem Unfall, während den Aufräumarbeiten

sowie bei den Instandstellungsarbeiten an der

Galerie und an der Lokomotive hat die RhB-Leitung die

beteiligten Mitarbeitenden zu einer kleinen – und speziellen

– Aufrichtefeier nach Valendas eingeladen. Mit

einem Extrazug, gezogen von der wieder hergestellten,

stolzen Lok 632 «Zizers», traf die illustre RhB-Gruppe

am 19. Mai am späteren Nachmittag bei der Galerie in

Valendas zu einem «Bau-Apéro» ein.

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Drittlängster Tunnel wird saniert

Text von Peider Härtli, Bilder von Sandra Beeli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Der Tasna-Tunnel der Rhätischen Bahn zwischen Ardez

und Scuol wird in den nächsten zwei Jahren saniert.

Geländeverschiebungen verursachten massive Schäden

im Bereich der Portalzone Seite Ardez. Die Umbauten

und Instandsetzungsarbeiten werden etappiert vorgenommen.

Die Gesamtkosten werden mit rund 17 Millionen

Franken veranschlagt. Am 27. Mai erfolgte der

offîzielle Baubeginn. Die Redaktion war dabei:

Der 2‘351 Meter lange Tasna-Tunnel ist hinter dem Vereinatunnel

(19‘042 m) und dem Albulatunnel (5‘864

m) der drittlängste Tunnel auf dem Netz der Rhätischen

Bahn. Zugleich bereitet der Tasna-Tunnel aufgrund seiner

Lage in einer Sackungsmasse seit Beginn (1913)

Sorgen; die Geländeverschiebungen verursachen jährliche

Deformationen von bis zu 14 Millimeter. Daraus

entstanden massive sicherheitsrelevante Schäden mit

Wassereintritten, starken Schäden am Mauerwerk und

Profilverletzungen. Die Bausubstanz im Bereich der

Portalzone Seite Ardez ist auf einer Länge von 330 Meter

derart geschwächt, dass nur ein Umbau mit Profilerweiterung

und komplettem Ersatz der Tragungskonstruktion

den Bahnbetrieb langfristig sicherstellt.

Komplexe Sanierungsarbeiten …

Das bestehende Tunnelgewölbe wird auf dieser schadhaften

Strecke abgebrochen. Der Tunnelquerschnitt

wird vergrössert und durch ein neues Betongewölbe

mit einem Sohlgewölbe ersetzt. Das Gewölbe ist so ausgebildet,

dass es in den Zonen mit Verschiebungen die

seitlichen Relativdeformationen aufnehmen kann. Bei

seitlichen Hangbewegungen erfolgt der Ausbau mit

kurzen, in Längsrichtung aneinander gestellten Ringsegmenten.

Die Blockfugen werden gegen Wasserzutritte

abgedichtet und können Deformationen in Längs-

sowie Querrichtung aufnehmen. Das Tunnelprofil

besteht aus der Ausbruchsicherung, der Drainageschicht

und einem tragenden Innengewölbe mit einem Sohlgewölbe.

Das Konzept der Gewölbedrainage besteht

darin, dass das Wasser durch vorgegebene Hohlräume

geführt und gezielt abgeleitet wird.

… etappiertes Baukonzept

Der anspruchsvolle Umbau des Gewölbes erfolgt während

den nächtlichen Betriebspausen in den Sommermonaten

2008 und 2009 zwischen 21 und 7 Uhr. Für

die ausfallenden Spät- bzw. Frühzüge ist seit dem 31.

März 2008 ein Bahnersatzdienst zwischen Ardez und

Scuol-Tarasp eingerichtet.

Für die Gewölbesohlensanierung ist eine Totalsperre

von sechs Wochen im Frühjahr 2010 vorgesehen. Auch

hier wird für die Reisenden ein Ersatzdienst zwischen

Ardez und Scuol-Tarasp auf der Strasse angeboten. Auch

für den Güterverkehr wird die RhB einen Ersatzbetrieb

organisieren. Diese gewählte etappierte Baumethode

bringt Kosteneinsparungen von rund einer Million

Franken. Zudem nutzt die RhB diesen Betriebsunterbruch

für den Umbau der Bahnhofanlage in Scuol-Tarasp.

Wichtige Linie der RhB

Mit der Inbetriebnahme der Vereinalinie Ende 1999 hat

die Unterengadiner Linie der Rhätischen Bahn eine


markante Aufwertung erhalten. Mit bedeutenden Investitionen

untermauert die RhB, auch in Zukunft auf

dieser Linie einen leistungsfähigen und sicheren Bahnbetrieb

zu gewährleisten. Alleine die Gesamtkosten der

Sanierung des Tasna-Tunnels belaufen sich auf 17 Millionen

Franken. Zudem wurde kürzlich der Val Ota-Tunnel

bei Susch für über zwei Millionen Franken saniert.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 verkehren

die Züge auf der Strecke Prättigau//Vereina/Engadin

wieder mit einem attraktiven Jahresfahrplan, ohne

Zwischensaison-Einschränkungen.

Kennzahlen zum Umbau der Portalzone Ardez des Tasna-Tunnels

Inbetriebnahme Tasna-Tunnel 1913

Länge Tunnel 2351 m

Länge Umbauzone 330 m

Bauzeit 2.5 Jahre

Abbruch 9500 m 3

Beton 7500 m 3

Stahleinbau/Bewehrung 625 to

Projektverfasser IG Grisch, Edy Toscano AG/Pöyry Infra AG

Bauunternehmung ARGE Tasna-Tunnel, A. Pitsch AG/G. Lazzarini & Co. AG

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Information über Baumassnahmen vor Ort

Ende August 2007 wurden die Vertreter der betroffenen

Gemeinden von Ardez bis Samnaun sowie die Vertreter

von Pro Engadina Bassa und Scuol Tourismus durch die

Rhätische Bahn über das Bauvorhaben im Detail informiert.

Das Bad Scuol plant zudem die Grossrevision ihrer

Anlagen auf die Totalsperrung im 2010 zu legen.

Damit können Synergien zwischen Bad und Bauarbeiten

optimal genutzt werden. Die Rhätische Bahn ist mit

den lokalen Behörden laufend in Verbindung und betreibt

eine aktive und aktuelle Informationspolitik.

Bahnersatz

Jahr Periode Zeit Bauteil

2008 31. März bis 14. November 20.50 bis 06.50 Gewölbe

2009 14. April bis 21. November 20.50 bis 06.50 Gewölbe

2010 06. April bis 21. Mai Gesamter Bahnbetrieb Sohle

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Region Engadin

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Von Martina bis zum Corvatsch – von 1037 Meter, der

tiefsten mit dem öV erschlossenen Stelle zur höchsten

auf 3305 Meter über Meer – dies sind die beiden Extreme,

welche die Höhenmeter-Grenze des Engadin bildet.

Genauso gross oder vielfältig sind die Aufgaben der

verschiedenen RhB Mitarbeiter im Engadin. Vom Bedienen

der Schneeschleuder über das Umkranen von Lebensmittelcontainern

bis hin zum Taxidienst und Schulbusbetrieb

ist so ziemlich alles vertreten. Das Engadin

hat auch einige touristische Sehenswürdigkeiten und

lohnende Ausflugsziele zu bieten. Diese sind den meisten

Mitarbeitenden jedoch bekannt.

Wir wollen einen Querschnitt über Aufgaben oder Tätigkeiten

aufzeigen, die eher unbekannt sind.

Die nachfolgenden Berichte von Mitarbeitenden im Engadin

zeigen einen kleinen Querschnitt durch den Alltag

im Engadin.

Grüsse aus dem Tirol

Von Gian Meyer

Nicht selten werden wir Unterengadiner als Tiroler bezeichnet.

Dies stört uns in keiner Weise, sondern ehrt

uns sogar. Denn wir wohnen im Dreiländereck, das

auch das magisches Dreieck genannt wird. Unsere Berge

nennt man die Engadiner Dolomiten, und sind so

schön wie ihre Schwestern im Südtirol. Chur wäre eigentlich

unsere Hauptstadt. Landeck, Innsbruck und

Meran haben aber den Vorteil, dass man auch am Abend

zu später Stunde noch ins Unterengadin zurückfahren

kann. Darum besuchen wir Konzerte, Operetten, Musicals,

Sportanlässe, und unsere Jungen die Discos, bei

unseren Nachbarn im Tirol. Unsere Ferien buchen wir

im Tirol. Unser Heimatflughafen ist Innsbruck, und wir

fliegen nicht Swiss, sondern Austrian-, Lauda- oder Tyrolean-

Airlines. Als einheimische Spezialitäten werden

in unseren Restaurants Tirolerknödel, Tiroler- Speck

usw. angeboten. Drei unserer Mitarbeiter sind Tiroler.

Für zwei von ihnen führt der tägliche Arbeitsweg vom

Südtirol übers Tirol zu uns. Unsere Kurzausflüge führen

uns ins Zillertal, nach Meran, ins Oetztal, oder nach Kaltern.

Wir sagen dann ganz einfach «wir fahren ins Tirol».

Am Bahnhof in Scuol-Tarasp wird sogar ein Gleisabschnitt

als Tirolerstumpen bezeichnet.

Der Tiroler-Stumpen setzt sich nach der letzten Weiche

im Gleis eins, in einer eleganten Kurve Richtung Landeck

fort und verliert sich nach 150 Metern im Unkraut.

Es hat nicht sollen sein, dass dieses Gleis weiter in Richtung

Landeck gezogen wurde. Aber es gibt noch Visionen!

Wer weiss, vielleicht werden spätere Generationen auf

diesem Gleis über Landeck oder (und) Mals ins Tirol fahren?

Wie man sieht, haben wir wirklich viel mit den Tirolern

zu tun und die Bezeichnung Tiroler für uns Unterengadiner

ist gar nicht so falsch.

Samedaner Quiz

Von Iginio Tuena

Um es Ihnen nicht zu einfach zu machen und das Denken

zu animieren, stellen wir uns in einem Quiz vor. Es

gibt 3 tolle Preise zu gewinnen. Also mitmachen lohnt

sich!

Viel Spass beim Auflösen.

1. Wie heisst der Leiter Betrieb des Bahnhofs

Samedan?

X) Cleto Tuena

R) Iginio Tuena

O) Franco Tuena


2. Wie viel Gütertonnen verlassen jährlich den

Bahnhof Samedan?

E) 99503 Tonnen

B) 85669 Tonnen

Z) 55336 Tonnen

3. Welche dieser Abstellgleise gibt es in

Samedan nicht?

M) Gabistumpen P) Pflugstumpen

G) Villigerstumpen I) Berninastumpen

T) Innauenstumpen S) Obererstumpen

4. Welche «Sehenswürdigkeiten» gibt es in Samedan

nicht?

A) viel Sonne O) Wasserfall

S) Flughafen V) Chesa Planta

D) Gifthüttli N) Eishalle

5. Wie lange bleibt die Barriere in Samedan an einem

Wintersamstag in Min. geschlossen?

W) 50 Min

F) 130 Min

E) 210 Min

6. Zwischen dem Bahnhof Samedan und Punt Muragl

liegt eine grössere Gleisanlage, wir wird sie genannt?

N) GUZO

U) ABVO

G) ESTM

7. Wie viele Extrazüge (RhB-weit) verkehren am

Engadin Skimarathon?

O) ca. 128

G) ca. 80

X) ca. 55

G) ca. 121

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

8. Wie viele Zwergsignale gibt es am Bahnhof

Samedan?

A) 53

E) 43

M) 33

9. Wie heisst die neue Leittechnik für das Fernsteuerzentrum?

H) Fuchs

R) Wildschwein

D) Iltis

10. Welcher Fluss ist vor 3 Jahren total umgeleitet

worden?

L) Inn

C) Valember

I) Flaz

11. Welche Institution gehört nicht zu Samedan?

N) Lyceum Alpinum

S) Academia Engiadina

U) Sitz des Kreisamtes

Tragen Sie die richtigen Buchstaben ein und Sie erhalten

das Lösungswort

1 2 3 3 4 4

5 6 7 8 9 10 11

Die Lösungen sind an Eric Wyss, L-PENG Bahnhof,

7500 St. Moritz oder per Mail an e.wyss@rhb.ch einzusenden.

Aus allen richtig eingesandten Lösungen werden

drei Gewinner ausgelöst und benachrichtigt.

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2008.

Unter den Gewinner werden die folgenden drei Preise

ausgelost:

n 1 Schnuppertag am Bahnhof Samedan mit Onkel

Tippi (Besichtigung Bahnhof, Fernsteuerzentrale,

Güterumschlagszentrum, Betriebswerkstatt etc.)

n 1 RhB Tageskarte 1. Klasse

n 1 Schnuppertag beim Rangier am Bahnhof/

GUZO Samedan inklusiv Kaffee und Gipfeli

Fortsetzung auf Seite 32

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Bahnhoffest Chur vom 24./25. Mai 2008

Von Christian Florin

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Das Bahnhoffest ist Geschichte. Bleiben werden bei unzähligen

Gästen beste Erinnerungen an Chur und an die

beteiligten Partner des öffentlichen Verkehrs. Beson-

ders die RhB hat einen ausgezeichneten Job gemacht

und sich mit zahlreichen Attraktionen bestens empfohlen.


Ein paar Fakten:

- 1060 Draisinenfahrten

- 3000 - 4000 Gäste in Untervaz

- 60 Sonderzüge - Frequenztotal 6400

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Für den grossartigen Einsatz bei der Durchführung der

Veranstaltung danke ich allen Beteiligten im Namen

des OK's herzlich.


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Region Engadin

Fortsetzung von Seite 29

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Die Engadiner Bahn

Von Curdin Bisaz

Der Abschnitt Samedan – Pontresina wurde am 1. Juli

1908 durch die RhB eröffnet, zusammen mit dem Abschnitt

Pontresina – Morteratsch der Berninabahn-Gesellschaft.

Der Abschnitt zweigt von der Albulabahn ab

und war bis zum 1. Juli 1909 die einzige Verbindung

zwischen dem RhB-Stammnetz und der bereits elektrifizierten

Berninabahn.

Die eigentliche Engadinerlinie zwischen Bever und

Scuol-Tarasp wurde am 1. Juli 1913 eröffnet und war

die erste von Beginn an mit 11 kV 16⅔ Hz Wechselstrom

elektrifizierte Strecke der RhB. Im Zuge der Eröffnung

der Engadinerlinie wurde auch der Albulabahn-Abschnitt

Bever – Samedan – St. Moritz und die Strecke

Samedan – Pontresina, die in der Regel zur Engadinerlinie

mitgezählt wird, mit dem RhB-Wechselstromsystem

elektrifiziert.

Durch die Elektrifikation wurde der Bahnhof in Pontresina

zu einem Zweisystembahnhof, da die Berninabahn

mit Gleichstrom betrieben wird. Heutzutage verwenden

die Stammnetzzüge aus Samedan die Gleise 1 und 2,

die Berninabahnzüge die Gleise 4 bis 7. Das Gleis 3 verfügt

über eine umschaltbare Fahrleitung und wird beispielsweise

vom «Bernina Express» (Chur – Tirano) benutzt,

wobei die Einfahrt und Ausfahrt der Züge sowie

der Triebfahrzeugwechsel unter dem jeweils benötigten

Stromsystem erfolgen.

Die Engadinerlinie benutzt zwischen Bever und Samedan

auf 2.11 km Länge die Strecke der Albulabahn mit

und weist die von Landquart ausgehende Streckenkilometrierung

des RhB-Stammnetzes auf. Gemessen wird

die Strecke via Albulabahn mit Kilometer 95.60 in Bever

als Ausgangspunkt für die Strecke nach Scuol-Tarasp

und Kilometer 97.71 in Samedan als Ausgangspunkt für

die Strecke nach Pontresina.

Mit Eröffnung der Vereinalinie im November 1999 erhielt

die Engadinerlinie bei Lavin (Verladebahnhof Sagliains)

respektive Susch (Dienststation Sasslatsch II) eine

direkte Verbindung ins Prättigau.

Il formicaio dell’Engadina …

Pontresina FR

Von Paulin Mufatti

Una piccola stazione dove lavorano molte persone. I

treni partono e arrivano in orario, anche se è irto

l’itinerario del Bernina temerario. Sono anni duri dove

l’economia fa parte della filosofia d’ogni ditta, grande

o piccola che sia. Nel deposito, che ha dato congedo ai

suoi operai, comunque non si riposa mai: Tw1, Tw2,

Tw3 in pausa, c’è da cullare la vecchia (Dampfschleuder)

che sa sbuffare! Esce solo tre volte all’anno, ma lo

fa con una grazia che poche hanno. Alla stazione di

Pontresina il lavoro per il guardiano è molteplice, senza

sosta: Storz ci incalza, olio e benzina mai gli basta; Valentin

ci pressa, viveri e surgelati crean la ressa; telefona

Käslin per avere il succo al luppolo che tanti disseta.

Mulde e legname sono all’ordine del giorno, per Campo

e Tirano che fa da contorno; la corrente è sempre quella,

ma cambia la potenza, la linea madre non basta per

la montagna che incalza. Allora arriva il guardiano per

attaccare e staccare panoramiche da ammirare, belle

come carrozze da cinque stelle, la gente poi ti chiede:

-dov’é il mio posto a sedere?- - c’è la carrozza scoperta

(bronchitis)?-. Attenzione, oggi nevica, c’è lo spurin

da staccare e a Poschiavo da rimandare. In montagna

soffia e alla mattina è pronta la squadra che attacca;

Roimer e schleuder per far la strada alla bucunada.


Questo trenino rosso, che su e giu’ per il Bernina fa la

spola per unire due nazioni, desta molte ammirazioni;

diventando anche bene dell’umanità è per questo che

a Pontresina si continua a lavorar, fra neve e vento e

temperature di -20° che sudare non fanno. Un trenino

rosso che è quasi polare, fino all’Ospizio deve andare!

Ovunque va, questo trenino qua, un sorriso strapperà e

un sogno imbastirà. È fatto di cultura, è epicentro di

paese e folclore di panorami. Questo trenino rosso,

cammina a più non posso, e attenzione, anche quando

il trenino non và, a Pontresina qualche guardiano ti aiuterà!

Team della stazione Pontresina

Wussten Sie schon? Die RhB ist auch ein Schulbus

Von Simon Rohner

Wo? – Natürlich im Unterengadin!

Während des ganzen Schuljahres führt «Pepi» Zanchetti

oder sein Ablöser Matias Filli die Primarschüler und

«Kindergärteler» aus den Ortschaften zwischen Susch

und Ardez sicher in die Schule und wieder nach Hause.

Der Schulweg führt nicht etwa der Talstrasse entlang

sondern über das auf einer Hangterrasse liegende Dorf

Guarda und den Weiler Bos-cha über einen geteerten

Feldweg hinunter nach Ardez. Die RhB konnte sich im

Jahre 2004 in einem Ausschreibungsverfahren gegen

verschiedene Konkurrenten durchsetzen und erhielt

den Zuschlag für die Schülertransporte auf der Strecke

Guarda – Bos-cha – Ardez. Durch die Fusionierung von

zwei Kindergärten konnten die Transporte im Jahre

2005 bis nach Lavin und ab 2007 sogar bis Susch ausgedehnt

werden.

Der alte Bus verfügte über 14 Sitzplätze. Aufgrund der

erhöhten Nachfrage (bis 18 Schüler) hat die RhB Ende

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

2005 einen neuen Schul- und MKD-Bus vom Typ «Mercedes

Sprinter» angeschafft. Dieser hat eine Kapazität

von 21 Sitzplätzen und verfügt über eine Einrichtung,

welche den neusten Sicherheitsstandards für Schülertransporte

entspricht. Dass dieses Fahrzeug über 4x4-

Antrieb verfügt versteht sich aufgrund der Anforderungen

von selbst. Die weiteren Aufgaben des Mobilen

Kundendienstes werden jeweils in den Zeitfenstern

zwischen den einzelnen Transporten ausgeführt und

können so ideal kombiniert werden.

Die anfängliche Skepsis der Fahrer gegenüber der neuen

Aufgabe ist schnell einer Begeisterung gewichen.

Obwohl es manchmal auch eines erhobenen Zeigefingers

bedarf, haben unsere Mitarbeiter und die Kinder

ein sehr herzliches Verhältnis zueinander. Es wurde

auch mancheine spezielle Regel eingeführt. Beispielsweise

erhöht sich die Chance, dass man ein «Sugus»

erhält, wenn unser «Pepi» am Morgen mit einem herzlichen

und lauten «bun di!» begrüsst wird. Falls im Bus

ein «Geschrei» losgeht, wird der Auftrag erteilt ein Lied

zu singen. Dies wird von den Kindern natürlich sofort

und ohne Widerrede ausgeführt.

Eine besondere Rolle spielt auch «Pepi’s» Assistent

«Jerry» (Foto: 2. von rechts S.32), welcher für die «Bewachung»

des Busses zuständig ist. «Jerry» hat aber

noch andere aussergewöhnliche Fähigkeiten: Einem

Mädchen wurde auf den Fahrten immer schlecht und

sie musste oft erbrechen. Seit sie «Jerry» während der

Fahrt streicheln darf ist die Übelkeit wie weggeblasen.

Abwechslung garantiert

Von Luzia Koller

Samstagmorgen: «Was kann ich für Sie tun?»

Wer kennt die bekannteste Verkaufsfrage nicht und

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

doch ist sie an zwei Wochenenden pro Monat der Einstieg

in arbeits- und erlebnisreiche Arbeitstage in Samedan.

Nun auch nach zwei Jahren «Bahnhof Abwesenheit»

sind das Abrechnungsformular, die Fahrpläne,

die Prospekte und noch vieles mehr für das tägliche Geschäft

immer noch am gleichen Ort. Aber die Zeiten haben

sich eben doch geändert. Keine Tarifsuche mehr in

Ordnern, nun ist alles im Computer zu finden. Die Prospekte

erscheinen alle in einem neuen, moderneren

Look und die einzelnen, grauen Faltfahrpläne wurden

durch ein bedürfnisorientiertes Büchlein mit allen Strecken

der Rhätischen Bahn ersetzt.

Der Wochenend-Verkauf mitten in der Hochsaison hat

begonnen. Die Frau mit dem Pelzmantel bezahlt den

Ticketbetrag mit Bargeld. Der Bauer mit weissem Vollbart

mit einer 1000er-Note – Erstaunt?! Das ist die

Kundschaft in Samedan - Abwechslungsreich und spannend.

Dieser Bahnhof ist nicht vergleichbar mit St. Moritz,

Pontresina oder gar Scuol. Denn zum Beispiel wird das

Team seit Jahren durch das männliche Geschlecht dominiert.

Nur kein falsches Bild bekommen! Diese sind

dafür die Besten und verstehen ihre Tätigkeit. Und die

Aufmerksamkeit als Frau ist einem garantiert. Welche

würde dies nicht geniessen…

Montagmorgen: Blick aus dem Schulzimmerfenster

09:12 Uhr der Skizug ist pünktlich und mit neuen Gästen

gut besetzt. Darunter gibt es sicher einen Kunden,

dem ich noch gestern das Gepäck ausgehändigt habe

und ihn zu seinem Ferienanfang begrüssen durfte. Diese

kleine Ablenkung und die Sicht auf die Rhätische

Bahn stimmen wieder zur Vorfreude für die nächsten

Arbeitstage.


login Outdoor-Tage

Von Walter Järmann

login-Lernende werden nebst der eigentlichen Berufs-

Fachausbildung auch in Bezug auf Methoden-, und Sozial-/Selbstkompetenz

gefördert – die drei wichtigen

Pfeiler für die Entwicklung hin zur Lebensunternehmerin/zum

Lebensunternehmer. Diese Kompetenzen

werden einerseits am Lehrplatz und in der Schule – teils

mehr, teils weniger bewusst – vermittelt, anderseits,

insbesondere die Methoden- und Selbst-/Sozialkompetenz,

anhand des login-Ausbildungskonzeptes umgesetzt.

Bereits bei Lehrstart, mit der login-Woche, werden die

Kompetenzen mit ersten Projekten und Teamentwicklungsmassnahmen

gefördert und gefordert. Später

werden an Lernendensitzungen (Lesi’s) verschiedenste

Themen aus dem Umfeld junger Menschen, wie Ziele

setzen, Budget, Sucht bearbeitet, bis hin zur Abschluss-

Lesi durchgeführt.

Outdoor-Tage sind ein Puzzlestein des Konzeptes. Während

zweier Tage sollen die Lernenden fern von Berufs-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

schule und Lehrplatz Lernerfahrungen einmal ganz anders

erleben. Ende Februar verbrachten die Landquarter

JBT-Lernenden sowie Tobias Lörtscher, Lernender Informatiker,

ihre Outdoor-Tage in der Region Brünig-Giswil.

Themen waren u. a. Vertrauen gewinnen und vermitteln

– Führen eines Nichtsehenden resp. geführt

werden als ein Nichtsehender – Teambildung, Orientieren

in der Nacht mit Karte und Kompass. Weiter wurden

verschiedene Projekte erarbeitet, wie Planen des Nachtessens

mit Budgetvorgabe, Einkaufen der Zutaten, Zubereiten

des Menüs bis hin zum Aufräumen des uralten

Rüteli-Hauses, unsere Nachtbleibe in Giswil. In Theoriesequenzen

wurde das Erlebte vertieft. Die Lernenden

organisieren und vernetzen sich stets selbst und berücksichtigen

dabei möglichst die einzelnen Stärken

und Talente.

Zwei gelungene Tage mit wertvollen Erfahrungen, die

sie in der einen und anderen Form im Berufsalltag und

im Leben umsetzen werden.

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JBT-Brunch!

Von Luisa Wenk

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Die Nervosität steigt, letzte Vorbereitungen werden getroffen.

Ist mein Arbeitsplatz auch wirklich aufgeräumt?

Ist meine Arbeitskleidung vorzeigbar? Diese und weitere

Fragen gehen den Lernenden durch den Kopf.

Denn heute, am 29. März 2008, ist der grosse Tag, auf

welchen sich alle schon lange vorbereitet haben. Heute

kommen die Eltern, Grosseltern, Freundinnen und

sonstige Interessierte im Junior Business Team (JBT) von

login in Landquart zu Besuch!

Ganz nach dem Motto «Am Anfang war das Wort», erfolgt

der Start für die zahlreichen Besucher mit einer

«Theorie-Lektion» …

Walter Järmann als Standortleiter, Christian Cabiallavetta

und Thomas Lauener, als unsere Praxisausbildner,

erläutern den Anwesenden was ein JBT überhaupt ist

und was für uns Lernende an dieser Ausbildungsform so

speziell ist.

Nach diesem Infoteil begeben sich die Besucher zu unseren

Arbeitsplätzen und wir können unseren Lieben

unser Praxiswissen endlich demonstrieren. Und es gibt

einiges zu sehen und auch zu tun: wer hätte sich sonst

schon getraut, einen Stromkreis mit den blossen Händen

zu schliessen? Dies noch dazu, ohne Schaden zu

nehmen… Ein Experiment, welches allerdings nur unter

der fachkundigen Leitung eines JBT-Automatikers zur

Nachahmung empfehlenswert ist!

Die eine oder andere Mutter fasst sich auch ein Herz

und greift beherzt zum Lötkolben und legt los, als ob sie

ebenfalls im JBT arbeiten würde. Die meisten Väter

hingegen beobachten ihre Sprösslinge lieber mit anerkennenden

Blicken. Jedenfalls werden die Lernenden

beinahe belagert und es kommt vor einzelnen Arbeitsplätzen

auch schon mal zu Staus.

Zeitgleich sorgen die Töchter vom «Boss» (Walter Järmann)

für den nächsten Höhepunkt: ein Buffet wird

aus diversen köstlichen Zutaten hergerichtet. So findet

der Anlass eine kulinarische Abrundung. Die stolzen

Angehörigen können dazu mit ihrem Nachwuchs plaudern

und gleichzeitig in einem unbeschwerten Rahmen

den jeweiligen Ausbildnern alle Fragen stellen, welche

unter den Nägeln brennen.

Und alle sind sich einig: dieser Tag wird uns noch lange

in Erinnerung bleiben!


Nordic Walking

Text von Rico Wenk, Bilder von Peider Härtli und Reto Brunner

Im Zeichen des «Betrieblichen Gesundheits-Management»

hat die RhB im Engadin, in Davos und in Chur

Kurse in Nordic walking angeboten. Das Echo war erfreulich

positiv und das Kursangebot mussten sogar erweitert

werden. Redaktor Peider Härtli hat sich einer

Nordic walking-Gruppe an die Fersen gesetzt und wollte

von «Walker» Viktor Catschegn ganz genau wissen,

was er von dieser neuen Sportart hält.

Redaktion: Victor Catschegn, Nordic walking ist doch

was für Frauen. Warum hast Du Dich als Mann angemeldet?

Victor Catschegn: Gerade deshalb, weil es da fast nur

Frauen hat (lacht). Spass beiseite: Auch für den Mann

kann Nordic walking eine sportliche Herausforderung

sein. Zudem war ich ja nicht der einzige Mann.

Hättest Du ohnehin an einem Walking-Kurs teilgenommen

oder wurdest Du erst durch das Angebot der

RhB darauf aufmerksam?

Nein wohl kaum. Aber wenn ich nicht teilgenommen

hätte, würde ich es heute bereuen.

Bereitete Dir die Teilnahme Spass?

Ja, man hatte auch die Chance, andere Mitarbeitende

anders kennen zu lernen.

Kannst Du feststellen, dass Du Dich körperlich wohler

fühlst nach einem Walking-Abend?

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Man fühlt sich auf jeden Fall wohler und kann sich mit

gutem Gewissen ein Dessert gönnen.

Was hat Dir besonders gefallen? Was fandest Du uhh

lässig?

Das Kennenlernen einer neuen Sportart und uhh lässig

war der Schlusshock. Riesen Grillfest! Noch riesigeres

Dessertbuffet!

Kannst Du Walking weiter empfehlen?

Ja sehr, das ist eine optimale Alternative zu Sportarten

wie Joggen, Velofahren etc.

Gibt es künftig eine Standard-Antwort auf die Frage:

«Hast du deine Ski vergessen?»

Wurden mir gestohlen auf der Piste.

Und jetzt? Sieht man Dich nur noch walken?

Bei der Arbeit eher Rennen.

Siehst Du weitere gesundheitsfördernde Massnahmen,

die das BGM-Team umsetzen könnte?

Befohlenes Wellness-Wochenende.

Besten Dank für das Gespräch.

«Lokomotive» Victor Catschegn.

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Start des «MB-Teams»

Von Simone Widmer

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

… in eine neue Ernährungsrichtung

Anlässlich der Ausschreibung im InfoRetica 04/2007

und einer Infoveranstaltung vom 7. April 2008, haben

sich sieben Personen für die Teilnahme am metabolic

balance® Programm gemeldet.

Das «MB-Team» bestehend aus zwei Frauen und fünf

Männern, haben sich dazu entschlossen, ihren Stoffwechsel

zu regulieren und in eine gesunde Zukunft zu

starten. Mit einer zum Teil radikalen Ernährungsumstellung

sind sie bereit, Gewohnheiten zu brechen,

während einer gewissen Zeit auf Genussmittel zu verzichten

und eine neue Ernährungsweise auszuprobieren.

Die Teilnehmer haben den Gang zur Blutentnahme bereits

hinter sich. Aufgrund der Blutanalyse wurde ein

persönlicher Ernährungsplan erstellt. Die Mahlzeitenpläne

und persönlichen Nahrungsmittellisten sowie

weitere Informationen zur Umsetzung des Programms

hat das «MB-Team» erhalten.

Wir sind gespannt, wie es den Teilnehmern nach den

ersten Wochen der Ernährungsumstellung ergangen ist,

ob gewünschte Pfunde gepurzelt sind, sich ihr Wohlbefinden

verändert hat oder mit welchen Problemen die

einzelnen Teilnehmer konfrontiert wurden. In der

nächsten Ausgabe von InfoRetica werden Sie mehr erfahren,

bleiben Sie dran. An dieser Stelle wünsche ich

dem Team viel Erfolg und Motivation!

Über die geringe Teilnehmerzahl habe ich mich etwas

gewundert. Schade, dass nicht mehr Mitarbeiter das

grosszügige Angebot des Arbeitgebers genutzt haben.

Das erfolgreiche Stoffwechselprogramm, ist im Allgemeinen

sehr beliebt.

Übrigens wussten Sie …

… dass Bio-Produkte bis 60 % mehr gesundheitsfördernde

Substanzen enthalten?

… dass 1 Becher Joghurt mit Geschmack (Erdbeere,

Mokka, etc.) bis zu 8 Würfelzucker enthält?

Kennen Sie die drei Ernährungsirrtümer?

Irrtum Nr. 1: Margarine ist generell gesünder als Butter

Studien deuten darauf hin, dass bei sehr hohem Margarinekonsum

das Arteriosklerose-Risiko möglicherweise

sogar höher ist, als bei Butter.

Irrtum Nr. 2: Süssstoff macht schlank

Obwohl Süssstoff kaum oder keine Kalorien enthält,

wirkt er Appetit anregend. Die Süsse signalisiert dem

Körper, dass Kalorien kommen. Wenn dies ausbleibt,

reagiert er mit Hungergefühl

Irrtum 3: Dunkles Brot ist immer Vollkornbrot

Viele Bäcker färben das Mehl vor dem Backen mit Malz

dunkel ein. Das Brot sieht aus wie Vollkornbrot, ist aber

nicht so nahrhaft. Am besten in der Bäckerei genau

nachfragen.

Bei allfälligen Ernährungsfragen wenden Sie sich an

mich, ich bin für Sie da:

Simone Widmer

Rosgartenstrasse 8

7205 Zizers

081 356 62 22

079 291 91 86

www.feelbalanced.ch

Simone Widmer ist Ernährungstherapeutin mit

eigener Praxis in Zizers.

Bei ihrer Arbeit legt sie Wert auf eine

ausführliche Beratung und eine individuelle

Behandlung. Die Beratungsschwerpunkte sind:

n Förderung des Ernährungsbewusstseins

n Säure-Basen-Haushalt

n Verdauungsbeschwerden, Allergien

n Gewichtsreduktion

n Stoffwechselregulierung metabolic balance®

Optimierung der Ernährungssituation:

n bei erhöhtem Blutdruck n bei erhöhten Blutfettwerten

n während der Schwangerschaft n im Alter

www.feelbalanced.ch


SVSE – Schweizermeisterschaften in Davos

Von Jürg Bebi und Marcel Schefer

Vom 11. bis 14. März hat der Eisenbahnersportverein

Rätia in Davos die Schweizereisenbahner - Skimeisterschaft

mit grossem Erfolg durchgeführt. Es waren Meisterschaften,

die durch die äusserlichen Bedingungen

nicht einfach zu bewältigen waren. Garstiges Wetter

hat uns immer wieder zum Umdenken bewogen. Doch

allen Wetterkapriolen zum Trotz haben wir die Wettkämpfe

mit den entsprechenden Rahmenprogrammen

erfolgreich abgeschlossen.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Dass ein solcher Anlass erfolgreich durchgeführt werden

kann, setzte eine Menge an fleissigen Händen voraus.

Dass er jedoch überhaupt stattfinden konnte, bedarf

der Bereitschaft vieler Inserenten, Sponsoren und Gönnern.

Diese Unterstützung war für uns denn auch die

Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Meisterschaft.

Zu dieser Voraussetzung hat auch die RhB als Unternehmen

einen wesentlichen Beitrag geleistet. Dafür möchten

wir uns recht herzlich bedanken. Wir hoffen, dass

die durch uns gemachte Werbung für die Unternehmung

letztendlich auch einen Gegenwert einfahren

wird.

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Die Medienbahn


Damals, vor 30 Jahren

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

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Damals, vor 100 Jahren

Von Gian Brüngger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Am 1. Juli 1908 nahm die damalige Berninabahn ihre

ersten Teilstrecken in Betrieb. Im Süden die Strecke

Poschiavo – Tirano und im Norden den Abschnitt Pontresina

– Morteratsch. Bereits im Jahre 1899 erhielt die

Firma Froté Westermann eine erste Konzession für den

Bau einer Strassenbahn von Samedan über den Berninapass

nach Campocologno mit Abzweigung von Pontresina

nach St. Moritz. Auf die Strecke Samedan – Pontresina

musste später verzichtet werden, da die

Rhätische Bahn den Fremdenort Pontresina an ihr eigenes

Netz anschliessen wollte. Aber erst der fast gleichzeitige

Vorstoss des beidseits der Bündner Alpen bestehenden

Bahnnetzes, der normalspurigen Ferrovia

dall‘Alta Valtelina (FAV), Sondrio–Tirano, im Jahre 1902

und der Albulabahn bis St. Moritz in den Jahren 1903/04,

gab dem Berninabahnprojekt den erhofften Antrieb.

Die beiden Konzessionen waren inzwischen in englische

Hände (General Water-Power, Ltd.) übergegangen.

Am 12. November 1904 trat in Milano ein Konsortium,

bestehend aus je einer englischen, italienischen und

schweizerischen Gruppe zusammen, welche sich die

Gründung einer Aktiengesellschaft und die Finanzierung

des Berninabahnprojektes zum Ziele setzte.

Gleichzeitig schlossen das Konsortium und die Unternehmungen

«Elektrizitätsgesellschaft Alioth» in Münchenstein

und der «Aktiengesellschaft Albert Buss &

Cie.» in Basel, einen Vorvertrag ab, welcher die Übernahme

der Bauausführung und die betriebsfertige Aus-

rüstung der Bahn, samt Lieferung des für den vorgesehenen

Betrieb notwendigen Rollmaterials, zu einem

Pauschalpreis zum Gegenstand hatte. Es zeigte sich jedoch

bald, dass das der Konzession zu Grunde gelegte

Projekt nicht ohne weiteres zur Ausführung übernommen

werden konnte, da die Erfahrung bei anderen

inzwischen gebauten Bahnen zu gänzlich veränderten

Anschauungen in Bezug auf die Anlagen solcher

Verkehrswege geführt hatten. Die Firma Buss in Basel

erhielt deshalb den Auftrag zur möglichst schnellen

Ausarbeitung eines neuen Projektes, dessen hauptsächlichste

Vorschriften die Reduktion der Maximalsteigung

von 82 auf 70 ‰, weitmöglichste Streckung der

Linienführung mit 45 m Minimalradius und Verlängerung

der Ausweichlängen der Stationen von 45 auf 90

m verlangten.

Ohne Spitzkehren

Auch sollten die bei Pontresina und Cavaglia vorgesehenen,

einer flüssigen Verkehrsabwicklung hinderlichen

Spitzkehren aufgegeben werden. Ausserdem wurde

bei der Bearbeitung des neuen Projektes auch die

Möglichkeit eines späteren Jahresbetriebes in Erwägung

gezogen, indem die projektierenden Ingenieure

bestrebt waren, die Linie möglichst hoch und frei zu

legen, um den Schneeverwehungen auszuweichen und

die Räumung zu erleichtern, aber auch die von Steinschlag

und Lawinen bedrohten Stellen zu umgehen.

Nachdem im Jahre 1905 die italiensche Gruppe aus


dem Konsortium zurücktrat, übernahmen schweizerische,

in der Hauptsache baslerische Kreise die gesamte

Finanzierung. Sie gründeten schliesslich die Berninabahngesellschaft,

deren erster Präsident Nationalrat Dr.

A. von Planta aus Reichenau war. Die Übertragung der

italienischen Konzession für die in Italien verlaufende

Strecke Campocologno - Tirano war mit grossen Schwierigkeiten

verbunden, da Italien verlangte, dass die Gesellschaft

sich in ihrem Land niederlassen und die Statuten

und Organisation dem italienischen Recht

anzupassen seien. Erst im Jahre 1927 wurde eine besondere

Gesellschaft mit dem Namen «Tramvia Tirano

– Campocologno» mit Sitz in Tirano gegründet, dessen

Aktien der Berninabahn angehörten. Im Jahre 1906 genehmigte

der Bundesrat das bereinigte Projekt und

nach nicht durchwegs leichten Verhandlungen mit den

von der Bahn berührten Gemeinden, konnten die Unterbauarbeiten

auf der Nord- und auf der Südseite des

Passes gleichzeitig in Angriff genommen werden. Zeitweise

überstieg die Zahl der damit beschäftigten Arbeiter

2500 Mann.

Mit Maultieren und Pferden …

Für Lebensmittel und dringende Bautransporte unterhielt

das Baukonsortium einen eigenen Stall mit bis zu

16 Maultieren und Pferden. Am Ende der Bausaison

1906 waren auf der Nordseite 5 und auf der Südseite

bereits 12 km Bahnkörper im Rohbau fertig. Ein schneearmer

Winter erlaubte auf der Südseite die Fortführung

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

des Baus mit kurzen Unterbrüchen, während auf der

Nordseite die Arbeiten ruhten. Verschiedene Trassekorrekturen

die noch nach dem zweiten, genehmigten

Bauprojekt, teils durch Einsprachen, teils auch aufgrund

von Sicherheitsmassnahmen gegenüber den Naturgewalten

ausgeführt werden mussten, erhöhten die ursprünglich

auf 12 Millionen Franken vereinbarte Bausumme

auf neu 15 Millionen Franken.

Auf die Betriebseröffnung standen der Berninabahn

bereits 10 Personentriebwagen und sechs Personenanhängewagen

zur Verfügung. Die Stationierung erfolgte

ca. je zur Hälfte in Pontresina und Poschiavo. Vier dieser

Triebwagen stehen heute nach hundert Jahren immer

noch in Betrieb. Obwohl die wesentlichsten Teile in

den Vierziger- und Sechzigerjahren eine gründliche Erneuerung

erfuhren, sind zumindestens noch die Rahmenuntergestelle

und die Drehgestellrahmen original.

Es handelt sich dabei um die Triebwagen ABe 4/4 31,

32, 34 und 35. Diese entstanden in den Jahren 1946

– 1949 aus den Triebwagen BCe 4/4 1, 2, 4 und 10.

Zusammen mit dem aus dem Jahre 1911 stammenden

Triebwagen 30 (umgebaut 1953 aus dem BCFe 4/4 22)

erhielt der ABe 4/4 34 im Jahre 2001 einen historischen

Anstrich, so wie die Fahrzeuge der Berninabahn aussahen.

Trotz ihres hohen Alters legen diese hundertjährigen

Fahrzeuge noch jährlich ca. 5000 km zurück. Ihre

endgültige Ablösung erfolgt mit der Inbetriebnahme

der neuen Zweistromtriebzüge.

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Neues in Kürze

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2008

Tobleronetrain

Von Gérard Cahn

Die Hersteller müssen ganz klare schweizerische Richtlinien

für den Bau dieses Zuges erhalten haben.

Streicheleinheiten

Von Günter Auferbauer*

Guten Morgen, guter Herr Härtli, dem mir soeben zugestellten

Magazin «InfoRetica» - wofür ich Ihnen herzlich

danke - zolle ich das Prädikat «großartig».

Ich bewundere die Rhätische Bahn wortecht auf ALLEN

Ebenen: Deren Organisation, deren Mitarbeiterstab und

deren Betrieb wie ebenso deren Marketing-Strategien

einschließlich des Mutes zu Investitionen.

Die Basis des Erfolgs der RhB liegt offenkundig im - so

mutet mich an - «familiären Zusammenhalt». Bei aller

Strenge, den jeder reale RhB-Betriebstag einfordert,

bleibt offenkundig so viel persönlich gestaltbarer Freiraum

übrig, welcher zu Ideen inspiriert und - vor allem

- zu beständiger Motivation jedes einzelnen RhB-Firmenmitglieds

führt.

Gratulation!

*) Günter und Luisa Auferbauer sind gerngesehene und

sehr interessierte Medienvertreter aus Graz (A). Sie leiten

das Redaktionsbüro in Graz

Billettautomat Spinas – 1000. Billett verkauft

Von Uwe Hartmann

Am 02. April 2008 konnte am neuen Billettautomaten

von Spinas das 1000. Billett verkauft werden – ein verspäteter

Aprilscherz?

Nein! Der Billettautomat, welcher eigentlich für Spinas

bestimmt ist, steht seit Anfang Dezember 2007 im EA-

Raum des Verwaltungsgebäudes der RhB in Chur. Die

Montage konnte aufgrund des frühen Wintereinbruchs

im Val Bever nicht mehr zeitgemäss ausgeführt werden.

Nun dient uns dieser Billettautomat für die Durchführung

verschiedener Tests der Zahlungsmittel, Tarifdaten

und Billettlayouts, bevor diese an die Billettautomaten

in den Regionen freigeschaltet werden.


Junger Nachwuchs beim Werkstatt-Chef in Landquart

Von Silvio Briccola

Am 20. März 2008 durften 20 Kinder der Churer Kindergarten

Rheinau und Holunder einen spannenden Werkstattbesuch

in Landquart erleben. Der Werkstatt-Chef

Johann Georg Bühler war in der Lage auch die «kleinen

Weltbürger» (alles 6- bis 7-jährige) zu begeistern! Es

gelang ihm dabei eine fesselnde Führung zu organisieren,

die für alle noch lang in Erinnerung bleiben wird.

Kundenbindung und –betreuung fängt eben früh an

und betrifft nicht nur den Geschäftsbereich Vertrieb!

4 von 20 Kindern waren auch noch gleich Söhne von

RhB-Mitarbeitenden: Matteo und Fabio Briccola (von

Silvio Briccola), Andri Bass (von Andreas Bass) und Romano

Vieli (von Werner Vieli).

Hanggi, herzlichen Dank!!

Karl Hagemann (D) auf «VIADI»

Von Peider Härtli

Auf der Suche nach einer richtig guten Reportage ist die

Redaktorin des Magazins viadi Karin Huber, an uns gelangt.

Wir mussten nicht lange recherchieren – die Begleitung

eines «vom Bahnfieber Infizierten» (Zitat

Bahnfieber-Broschüre) auf einem Führerstand sollte für

die tolle viadi-Geschichte sorgen. Und wir wurden auch

fündig: Karl Hagemann aus Braunschweig hat sich

«spontan» bereit erklärt, sich von Karin Huber begleiten

zu lassen und seine Eindrücke in ihr Diktiergerät zu

sprechen. Eindrücke, die Sie liebe Leserin, lieber Leser,

in der aktuellen viadi-Ausgabe geniessen sollten!

Reiszug in Batambang–Kambodscha

Von Hans und Silvia Zindel

Dies ist wohl die seltsamste «Eisenbahn» die wir je gesehen

haben. In der Kolonialzeit erbaut erkennt man

sie eigentlich nur noch am Schienenstrang. Die zwei

Achsen werden auf das Geleise gestellt – die Transportfläche

aufgelegt, die Verschraubungsböcke zu den

Achslagern fehlen! Der Motor ist in einer Gleitschiene

geführt, damit er sich verschieben lässt. Durch das Verschieben

des Motors wird der Keilriemen gespannt und

das Gefährt gewinnt an Fahrt – bis ca. 50 km/h! Die

ersten Fahrtminuten waren dann auch echt gewöhnungsbedürftig,

da die Schienenstösse weder im Abstand

noch gleicher Höhen dem «Gewohnten» entsprechen.

Das Gefühl, dass man in die Büsche fliegt, ist

ständiger Begleiter.

Da es nur ein Gleis gibt, müssen jeweils für das «Kreuzen»

die Passagiere des weniger besetzten Zuges ihr

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2008

Startbereit mit der Budget-Lok. Von links: Karin Huber, Josef

Willi, Karl Hagemann, Annina Gujan, Brigitte Hagemann und

Lokführer Claudio Candrian.

Vehikel abbauen und ins Gebüsch legen - nach erfolgter

Vorbeifahrt wieder aufbauen und weiter geht’s.

Der «Reiszug» dient der einheimischen Bevölkerung zur

Fahrt in die Reisfelder, zum Transport aller möglichen

Utensilien und natürlich zum Einbringen der Reisernte.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Teammitglieder v.r.n.l. Bruno Krättli, Jasmin Michel,

Felix Bruseghini, Thomas Groll, Brigitte Flück.

5GEGEN5 - Die tägliche Spiel-Show mit Sven Epiney

und der RhB

Beim Gastgeber Sven Epiney spielen jeden Tag zwei

Fünfer-Teams um bis zu CHF 30 000.–.

Aus einer Umfrage unter 100 Schweizern zu Themen des

alltäglichen Lebens müssen die Spiel-Teams die meistgenannten

Antworten erraten. Dasjenige Team, welches

die meisten Punkte gesammelt hat, steht im Final und

spielt um CHF 3000.- Jedes Team kann viermal seinen

Titel verteidigen. Erreicht es den fünften Final, spielt es

um CHF 30 000.-

Anfangs Mai 2008 versuchte Bruno Krättli (F-RW) mit

seinem Team möglichst viele Fragen zu beantworten.

Dabei hatte das Team in der RhB-Uniform die Möglichkeit

die Rhätische Bahn einem grösseren Publikum vorzustellen.

Die Ausstrahlung der Sendung erfolgte am 11. Juni

2008.

Glacier on Tour

Von Martin Balz

Wenn einer eine Reise macht so hat er etwas zu erzählen.

Unter diesem Motto war letzte Woche der Postwagen

D2342 der MGBahn auf dem Schienennetz der RhB

unterwegs.

Mit den Zügen:

11.4.2008 Landquart 5151 St. Moritz

12.4.2008 St. Moritz 1152 Chur,

Chur 1161 St. Moritz,

St. Moritz 1176 Samedan

13.4.2008 Samedan 1109 St. Moritz,

St. Moritz 1124 Chur,

Chur 1224 Disentis

Frei unter dem Motto: Glacier on Tour, MGBahn auch …

Eine Aktion mit Erfolg!

Text von Rico Wenk

Bild von Claudia Wenk

16 Mitarbeitende machten von der Blitz-Aktion «Sicherheit

abseits der Pisten» Gebrauch und bestellten

das Mammut Barryvox pulse zum Vorzugspreis von CHF

460.-.

Wir werden sicherheitsbewussten «Abseits-Pistlern» im

Herbst mit dieser oder einer ähnlichen Aktion nochmals

die Möglichkeit bieten, sich bestmöglichst zu schützen.


1912 – La viafer arriva - Der Eisenbahnbau in der

Surselva

Von Hannes Schüle

Ausstellung in der Bahnhofsgalerie kunstschalter.ch,

RhB-Station Sumvitg-Cumpadials.

13. Juni bis Ende August 2008. täglich geöffnet bis

23 Uhr.

Der junge Sumvitger Raffael Bearth realisiert eine Ausstellung

zum Bahnbau in der Surselva und zur Reaktion

der einheimischen Presse. Der Streckenabschnitt Ilanz/

Glion bis Disentis/Mustér wurde am 1. August 1912 in

Betrieb genommen. Die Ausstellung basiert auf seiner

prämierten Maturaarbeit.

Kontakt Raffael Bearth: Tel 076 529 69 12,

raffael.bearth@bluewin.ch

Kontakt Galerie: Tel 081 936 30 28,

ausstellung@kunstschalter.ch

Webseite: www.kunstschalter.ch

Arevair, duonna Esther

Von Jolanda Picenoni

Stolze 45 Jahre hat Esther Crameri an der Bahnstation

Surovas oberhalb Pontresina Zugbillette verkauft und

der Station eine Seele gegeben. Noch hat sie einen

kostbaren Schrank voller Karton-Billette zur Verfügung;

aber jetzt ist es vorbei. Mit dem Fahrplanwechsel am

9.12.07 Surovas endgültig, und damit geht auch die

87-jährige und dienstälteste RhB-Mitarbeiterin bzw.

Bahnhofchefin in den verdienten Ruhestand. Mit ihrem

Mann Guido Crameri, einem pensionierten RhB-Streckenwärter,

bleibt die rüstige Puschlaverin weiterhin in

Surovas wohnhaft und kann sich in ruhigen Stunden an

schöne Begegnungen mit internationaler Kundschaft

erinnern. Unseren RhB-Kunden steht ab sofort ein neuer

Billett-Automat zur Verfügung.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2008

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Nordic Walking-Erlebnis

Text von Joos Fümm

Foto von Annelies Bulfoni

Nordic Walking-Kurs? Erstaunt und neugierig habe nicht

nur ich die Anmeldung ausgefüllt.

Nach Theorie und Aufwärmtraining gings los über Stock

und Stein durch die schöne Zernezer Landschaft. Alle

waren begeistert, alle Muskeln wurden beansprucht

sogar die Lachmuskeln. Nach dem Motto «Fit and Fun»

ging dieser Erlebnisreiche Kurs schnell vorüber. Zum

Abschluss gabs noch ein BGM Apéro, gesponsert von P-

Engadin, Grazia fich.

Unserer Arbeitgeber in der Rhätischen Bahn sowie der

Kursleiterin Jolanda besten Dank für diesen Kurs, hoffentlich

gibt es eine Fortsetzung.

RhB-Fahrzeuge auf Abwegen

Von Bernd Backhaus

Ich staunte nicht schlecht, als ich Anfang Mai 2008 bei

einem Besuch auf der Station Cháteau-d`Oex der Montreux-Oberland-Bernois

(MOB) zahlreiche RhB-Dienstschotterwagen

der Typen Fa-u, Xac, Xa-u und Xc entdeckte.

Die Waggons wurden von der Fa. J. Müller zur

Erneuerung der Strecke zwischen Cháteau-d´Oex und

Rougemont eingesetzt. Der Übergang zu den unterschiedlichen

Kupplungssystemen wurde mit Adapterwagen

gelöst, die mit den entsprechenden Kupplungen

ausgestattet waren.

Da ich mich schon einmal in der Region befand, lag es

natürlich nahe über Pfingsten die Veranstaltung zum

40-jährigen Jubiläum der Touristik- und Museumsbahn

Blonay-Chamby zu besuchen. Waren hier doch neben

den vier vereinseigenen betriebsfähigen Dampflokomotiven,

drei weitere Gastlokomotiven im Einsatz.

Hierunter befand sich auch die «Rhätia», die sich schon

von 1970 bis Ende der achtziger Jahre im Museum

Chaulin befand.


Nächster Halt: Disentis/Mustèr

Von Geni Rohner

Porta Alpina sei Dank - die Visionäre konnten ihr Ziel

doch noch umsetzen! Am 25. Mai 2018 konnte die direkte

Anbindung von Graubünden an die NEAT Gotthard

eröffnet werden. Der Einbau eines dritten Gleises von

Domat/Ems nach Sedrun/Las Rueras sowie die Erstellung

einer 35 Promille-Rampe im Bergesinnern (!) erlauben

nun direkte Zugsverbindungen ab Chur via NEAT nach

Hamburg.

Eisenbahnkenner werden bemerkt haben, dass der TGV

«Lyria» nun auch in die Stammlanden des ICE eingedrungen

ist. Dank des neuen Weltrekords auf Schienen

(3. April 2007: 574,8 km/h) kann Hamburg nun in rund

4 Stunden (ab Chur) erreicht werden. Einziger Wehmutstropfen:

Die maximale Geschwindigkeit zwischen

Chur - Sedrun/Las Rueras beträgt weiterhin 90 km/h.

FAV

Von Peider Härtli

RhB: Neuer Firmenarbeitsvertrag FAV stärkt die Sozialpartnerschaft

Am 29. April 2008 unterzeichneten Spitzen der Gewerkschaften

SEV und transfair und die Leitung der Rhätischen

Bahn den neuen Firmenarbeitsvertrag FAV. Damit

verfügen die Sozialpartner über eine solide Basis für die

nächsten vier Jahre. Der neue FAV musste im Februar

nachverhandelt werden, nachdem er im ersten Anlauf

an der Abstimmung im Dezember 2007 knapp gescheitert

war. Für die strittigen Punkte konnten nun tragfähige

Lösungen definiert werden.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Der TGV in Chur kurz vor der Abfahrt am 25. Mai 2018.

Von links nach rechts: Giorgio Tuti, SEV Vizepräsident,

Peter Peyer, SEV Gewerkschaftssekretär, Erwin Rutishauser,

Vorsitzender der Geschäftsleitung RhB, Beat Zürcher,

Gewerkschaftssekretär transfair.

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Ausgekocht

Von Reto Putzi

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Der ausgediente Küchenwagen Xk 9059 erzählt

Am 31. März 2008 war es soweit: Nach 103 Dienstjahren,

64 Jahre als Personenwagen und 39 Jahre als Chuchiwagen

beim Bahndienst, hatte ich nun meinen letzten

Arbeitstag bei der RhB. Leider war es kein Aprilscherz,

dass ich offiziell am 1. April entsorgt werden sollte. Am

14. April hatte ich meine letzte Fahrt nach Untervaz,

begleitet von meinen Kumpels vom Bahndienst Bezirk

LQT. Dort in der Recyclinganlage werde ich in nächster

Zeit verschrottet und das nur, weil es bei der Rhätischen

Bahn keinen Platz mehr gibt für altgediente und treue

Begleiter der Bahndiensttruppe. Diese Truppe, welche

ich Tag für Tag und oftmals auch nachts verpflegen und

aufwärmen durfte, sodass wir in all den Jahren zu einer

Familie zusammenwuchsen – mit mir als Aufbauer und

Motivator für die nächsten Arbeitseinsätze. In den nun

39 Jahren erlebte ich vier Chuchichefs und vier Bahnmeister,

die immer gut zu mir schauten. Stolz darauf

bin ich darüber, dass der heutige Direktor mit seiner

Geschäftsleitung einmal bei mir einkehrten. Zweimal

wurde sogar für den Verwaltungsrat bei mir gekocht!

Aber am liebsten war mir schon, wenn meine Mannen

vom Bahndienst sich bei mir verpflegten.

Viele meldeten sich auch jeweils am Morgen bei meinem

Koch für den z‘Mittag an. Ab und zu musste ich -

für Vereine oder Dorf- und Firmenanlässe - auch Samstag

oder Sonntag arbeiten. Gut in Erinnerung ist mir die

Eröffnung des Vereinatunnels: da stärkten sich diverse

Helfer bei mir, für ihre nächsten Einsätze. Auch freute

ich mich immer über die Besuche von Mitarbeitern, die

frei hatten oder Nachtdienst verrichten mussten.

Der Alltag sah sonst so aus, dass ich über Jahre überallhin

verschoben wurde, von Station zu Station, von Chur

bis Klosters, dorthin halt wo die Kramper am Arbeiten

waren. Anfänglich geschah das mit Güterzügen, später

dann als der Bahndienst mit Traktoren ausgerüstet

wurde, jonglierten diese mich selber von Ort zu Ort.

Immer geschah das nicht gerade zimperlich, da wurde

man ab und zu herumrangiert, dass das Inventar zum

Teil ersetzt werden musste. Einmal, vor langer Zeit, zog

man mich in Küblis gegen Berg, um mich dann ablaufen

zu lassen gegen ein Stumpengleis. Der Kramper, der

die Handbremse bedienen sollte, tat dies wohl etwas zu

spät und so knallte ich mit ziemlicher Geschwindigkeit


gegen einen Prellbock. Danach verbrachte ich einige

Zeit in der HW, wo man mich wieder zusammenflickte.

Sämtliches Geschirr musste danach erneuert werden.

Am turbulentesten ging es zu und her, wenn die Kramper

bei mir ein Weihnachtessen oder einen Abschied

von einem Mitarbeiter feierten. Da ging die Post ab und

so manch einer hatte ordentlich Schlagseite wenn er

zur Türe hinausging. Alkohol konnte man früher sowieso

immer bei mir konsumieren, ein paar Flaschen Wein

oder Bier waren immer an Lager oder sonst hatte es

Vorrat im Batteriekasten. Manchem Vorgesetzten tat

dieser Ausschank nicht gut und so wurden wir mit der

Zeit «trockengelegt», was auch gut so ist.

Ich schaute auch, dass meine Mannen auf der Strecke

nicht verdursteten, so schickte man jeweils eine Thermoskanne

Kaffe mit einem Güterzug, welcher bei den

Krampern anhielt und diese aushändigte.

Ja, es war halt manchmal schon eine stressige Zeit, besonders

in den letzten Jahren. Da parkierte man mich

ab 1999 in Landquart, wo ich nur noch ab und zu auf

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 1 / 2008

die Baustellen musste, meine Leute kamen dann jeweils

mit ihrem Bus zum z’Mittag, wenn sie nicht zu

weit weg waren. Altersbeschwerden meldeten sich auch

zusehends, so moderte und lotterte es überall und ganz

wasserdicht war ich auch nicht mehr. Eine neuerliche

Revision kam nicht mehr in Frage und so fiel ich in die

Kategorie «Abbau».

Traurig bin ich jetzt, wenn ich daran denke, was meine

Kramper ohne mich machen, und sie sind es jetzt auch,

das habe ich schon lange gemerkt. Sie müssen sich jetzt

halt aus dem Rucksack verpflegen und über Mittag einen

wärmenden Unterschlupf suchen. Am meisten

werde ich die vergifteten Jasser und den Zigarettendunst

vermissen. So hat halt alles ein Ende, auch die

Tradition.

Euch liebe Kramper oder Gleismonteure, wie ihr euch

heute nennt - wünsche ich, dass ihr eine Familie

bleibt, auch ohne eueren geliebten ‚Gnagiwagen’.

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Vermeintlicher Viehtransport

Text von Stefan Cola, Karikatur von JÖBI, Jörg Binggeli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Als ich um 18.50 Uhr den Dienst in St. Moritz antrat

stellte ich fest, dass sich auf der Plattform eines B eine

angebundene Ziege befand!!!

Ich erkundigte mich im Wagen, wem die Ziege gehöre

und forderte den Besitzer auf, den Zug samt Ziege zu

verlassen, da die RhB keine Tiertransporte mehr durchführe

und schon gar nicht in Personenwagen.

Der Fahrgast weigerte sich auszusteigen. Er entgegnete

mir, dass er sich via SBB Info Hotline erkundigt habe

und ihm versichert wurde dass der Transport von Kleintieren

(nicht grösser als Hunde) gestattet sei und er für

die Ziege ein 1/2 Billett zu bezahlen habe. Dies tat er

und kaufte ein 1/2 Billett von St. Moritz nach Bonstetten

- Wetzwil via Zürich.

Ich erklärte ihm, dass der Transport von Nutztieren sehr

strengen Auflagen obliegt. Ich forderte den Fahrgast um

19.00 Uhr erneut auf den Zug mit der Ziege zu verlassen,

ansonsten wäre ich gezwungen die Polizei zu avisieren.

Er weigerte sich erneut. Um 19.02 Uhr avisierte

ich via Fahrdienstbüro die Polizei. Währenddessen te-

lefonierte der Fahrgast erneut mit der SBB Info Hotline

und verband mich mit dieser.

Der Bedienstete der SBB meinte dass dies ein «blöder

Fall» sei, aber Kleintiere in Behältern transportiert werden

könnten.

Ich bat ihn zu meiner Unterstützung dem Fahrgast zu

bestätigen, dass eine Ziege ein Nutztier und kein Kleintier

sei und somit der Transport nicht möglich sei, da

die Ziege sowieso nicht in einem Behälter transportiert

werden könne.

Mittlerweilen bekam der Fahrgast doch etwas «kalte

Füsse» und übergab vor Eintreffen der Polizei die Ziege

einer Bekannten auf dem Perron. Er bestand jedoch

darauf, das Billett rückerstatten zu können, was ich

später via ZPG auch tat.


Weihnachtsevent der Materialwirtschaft 2007

Von Giulia Fontana

Wie jedes Jahr wurde ein bis zwei Wochen vor Weihnachten

ein Event für die Materialwirtschaft vorbereitet.

Dieses Mal wollten wir dem Leitspruch «Gesund

durchs Geschäftsjahr» gerecht werden.

Am 13. Dezember 2007 war es endlich soweit! Die Organisation

und die Vorbereitungen waren abgeschlossen.

Pünktlich um 16.00 Uhr trafen wir uns vor dem

Zentrallager. Nun lag ein 10-minütiger Fussmarsch vor

uns. Alle waren gespannt, wo es hinging, denn dies war

bis jetzt geheim gehalten worden.

Endlich kamen wir beim Fitnesscenter Galaxy an. Den

meisten wurde erst jetzt bewusst, worauf was sie sich

da eingelassen haben. Als alle umgezogen waren,

konnte es auch schon losgehen. Jeder musste eine Gewichtsstange

holen. Einige Männer hatten mit den Gewichten

nicht gespart, was ihnen später zum Verhängnis

wurde.

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Nach einer ziemlich anstrengenden Trainingsstunde sahen

nicht mehr alle so frisch aus. Doch auch wenn es

sehr streng war, hatte es uns allen sehr viel Spass gemacht.

Sport macht Hunger – zum Glück ging es ins Peppino

zum Abendessen. Der Tisch war wunderschön mit Nüssen

und Mandarinen dekoriert. Der grüne Salat den wir

zur Vorspeise serviert bekamen, schmeckte sehr gut. Als

Hauptgang wurden uns dann Spaghetti mit diversen

Saucen aufgetischt. Und zum Dessert erhielten wir eine

Kugel Eis, die in Schnaps und Früchten schwamm.

Zum Abschluss wurde den MitarbeiterInnen der Materialwirtschaft

Kaffee mit Grappa offeriert. Viel zu schnell

war der schöne Anlass vorbei.

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Nachruf

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Beat Gadient

Tief betroffen und mit grossem Bedauern haben wir am

25. März 2008 vom Tod von Beat Gadient erfahren.

Am 2. Juni 1959 wurde Beat geboren und verlebte seine

Jugend- und Schulzeit in Mastrils. Am 14. Oktober

1974 - vor 34 Jahren - hat Beat seine Arbeit in den

Werkstätten der Rhätischen Bahn in Landquart begonnen.

Beat führte die ihm zugewiesenen Arbeiten zuverlässig

und mit Freude aus und konnte dank seiner Bereitschaft

vielseitig eingesetzt werden. Hervorzuheben

ist dabei seine Hilfsbereitschaft. Zu jeder Tages- und

wenn notwendig auch Nachtzeit war Beat bereit, seinen

Einsatz zu leisten. Ab 1982 konnte Beat auch auf

die damals neue Brennschneidmaschine eingeschult

werden. Mit grossem Geschick und Einsatz hat er bis

zum Beginn seiner Krankheit unzählige Blechteile zugeschnitten

und geformt, und dabei einige hundert

Tonnen Blech verarbeitet. Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft

waren für Beat selbstverständlich.

Die Freizeit verbrachte Beat mit seiner geliebten Trudi

in Sufers, wo er seiner grossen Passion dem Fischen

frönte. Zwei Wochen ab dem ersten Mai sowie zwei

Wochen vor dem 15. September waren klar für dieses

Hobby reserviert.

Sein Tod geht uns sehr nahe. Wir sind dennoch stolz

und vor allem dankbar für die Zeit, die wir mit Beat

teilen konnten. Seiner Familie und Lebenspartnerin

entbieten wir unser aufrichtiges Beileid.

rk


Personalchronik

vom 2. März – 1. Juni 2008

Eintritte

Austritte

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Martin Burkhardt als Leiter Güterverkehr, Landquart

Ralf Capeder als Jurist, Chur

Dominic Florin als Spezialhandwerker, Landquart

Leonie Hämmerle als Assistentin des VGL, Chur

Orlando Hediger als IT System Engineer, Chur

Tatjana Horvath als Sachbearbeiterin, Chur

Susanne Jäger als Kunden-/Reiseberaterin, Chur

Lutz Käppler als Fahrdienstleiter, Landquart

Samuel Koch als Gleismonteur, Chur

Rolf Meier als Betriebsangestellter, St. Moritz

Gerhard Meister als Zugbegleiter, Samedan

Erich Pfranger als Betriebsangestellter, Scuol-Tarasp

Valeria Pola als Verkäuferin, Tirano

Gerrit Van der Schans als Projektleiter, Chur

Jan-Leendert Van Lavieren als Spezialhandwerker, Landquart

Niculin Vital als Immobilienprojektleiter, Chur

Florian Wüest als Visiteur, Landquart

Martina Wyss als Kunden-/Reiseberaterin, Chur

Flavio Zala als Fahrleitungsmonteur, Samedan

Kaspar Zogg als Strategischer Einkäufer, Landquart

HERZLICH WILLKOMMEN!

Marcel Aebersold Lokführer, Davos Platz

Beat Antener Vermessungsingenieur, Chur

Ralph Andrea Basig Aushilfe, Chur

Horst Baumgartner Visiteur, Landquart

Theo Brenn Projektleiter, Landquart

Giancarlo D’Auria Zugbegleiter, Samedan

Dragisa Davidovic Betriebsangestellter, St. Moritz

Christian Engeli Projektleiter, Landquart

Andreas Flütsch Leiter Dienstbereich, Chur

Beat Germann Teamleiter, Landquart

Reto Gfeller Lokführer, Scuol-Tarasp

Martin Jost Lokführer, Davos Platz

Carlo Manetsch Betriebsangestellter, Landquart

Nuria Selma Zugbegleiterin, Samedan

Myriam Stecher Raumpflegerin, Zernez

Armon Stupan Lokführer, Samedan

Ursin Thomann Kondukteur, Chur

ALLES GUTE FÜR DIE ZUKUNFT!

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Pensionierungen

Beförderungen und

Ernennungen

Dienstjubiläen

Calvin Baeder, Betriebsdisponent, St. Moritz

Heinz Egli, Gruppenleiter, Chur

Beatrice Hauser, Kaufmännische Mitarbeiterin, Landquart

Ferdinand Pircher, Spezialhandwerker, Samedan

Pietro Tempini, Vorarbeiter Rangierdienst, Davos Platz

Hansueli Tinner, Lokführer, Landquart

Hanspeter Trepp, Sachbearbeiter, Chur

Mario Zen, Ressortleiter Betrieb, Tirano

ALLES GUTE IM RUHESTAND!

Samidin Bojaxhi Betriebsangestellter, Davos Platz

zum Vorarbeiter Rangierdienst, Davos Platz

Renato Gadient Stv. Leiter Betrieb, Untervaz

zum Leiter Betrieb, Untervaz

Madeleine Mäder Leiterin Betrieb, Untervaz

zur Fachspezialistin P-Support, Chur

Mario Rada Fachmeister a.i. zum Fachmeister, Samedan

HERZLICHE GRATULATION!

25 Dienstjahre

Thomas Cadosch, Zugführer, Chur

Georg Casanova, Zugführer, Samedan

Renato Gadient, Stv. Leiter Bahnhof, Untervaz

Oskar Granzotto, Lehrlokführer, Landquart

Hans Hassler, Traktorführer Kat. C, Ems-Vial (Stallinger)

Hanspeter Hitz-Tarnutzer, Spezialhandwerker, Landquart

Marco Kollegger, Betriebsdisponent, Samedan

Franco Micheli, Spezialhandwerker, Poschiavo

Giosuel Puorger, Gleismonteur, Zernez

Vito Schorta, Gruppenleiter, Samedan

Peter Wittwer, Betriebsangestellter, Davos Platz

40 Dienstjahre

Peter Zanetti

Stv. Leiter Bahnhof

Pontresina

Gaudenz Lütscher

Leiter Verkauf

Samedan

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Rene Jud

Zugführer

Davos Platz


RhB in-team

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

22.04.2008 Joachim Stöckli, Lokführer, Landquart, mit Esther Schelbert

25.04.2008 Daniel Brühwiler, Rangiermeister, Landquart, mit Marilena Crameri

24.05.2008 Adrian Flepp, Visiteur, Landquart, mit Annemarie Brot

07.02.2008 Nino, des Jürg Hertner, Projektleiter, Chur

13.02.2008 Jann Kjetil, der Nadine Kalberer-Ritter, Sachbearbeiterin, Chur

07.03.2008 Gian-Luca, des Urs Jakob, Zugführer, Samedan

07.04.2008 Jael Flurina, des Christoph Peter Lauper, Leiter Fachbereich, Chur

18.04.2008 Laura, des Roger Tschirky, Kondukteur, Chur

20.04.2008 Silvan Gion, des Matthias Müri, Ingenieur, Landquart

24.04.2008 Fabian Simon, des Roger Patrick Lieberherr, Zugführer, Chur

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Spontan

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

Eugen Rohner

Kommunikation

Events und Messen

DEINE SPONTANE MEINUNG…

Annina Lüthy-Flury

Bahnbetriebsassistentin

Schiers

… zur Rolle der RhB am Bahnhoffest in Chur?

Die RhB hat sich sehr gut präsentiert

und wurde mit dem entsprechenden

Besucheraufmarsch belohnt …

… zu den neuen Uniformen?

Kleider machen Leute! Schliesslich ist

der erste Kundenkontakt oft sehr

entscheidend.

Wir sind auf der Zielgeraden!

Free Tibet! Der Fackellauf zeigte es

bereits auf: weitere politische

Unruhen sind angesagt.

Die Inhalte finde ich gut. 6 Ausgaben

pro Jahr wären aktueller. Das Layout

des «RhB-Blick» sollte etwas «aufgepeppt»

werden.

Mit all meinen Freunden …

Hatte ganz tolle Attraktionen für Jung

und Alt dabei.

Finde ich schön, gefällt mir besser als

die alte.

… zum bevorstehenden UNESCO-Entscheid zur Aufnahme der Albula- und Berninastrecke?

Ich hoffe für die RhB, dass es klappt.

… zu den bevorstehenden olympischen Spielen in China?

… zur InfoRetica?

Interessiert mich nicht so sehr.

Immer wieder interessant (vor Allem

Poppi News).

Mit wem würdest Du gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen?

Mit meiner ganzen Familie.

Marcel Gruber

RailShop

Landquart

Ein schönes Fest mit zufriedenen

RailShop-Kunden.

Sieht elegant aus, besonders die

Frauen. Sportlich und modern, gefällt

mir sehr gut.

Sehr wichtige Sache für die RhB.

Sportlich ok, politisch fragwürdig!

Eine wichtige Broschüre für die

RhB-Mitarbeitenden, sehr informativ!

Natürlich mit meiner Frau, z.B. die

Bündner Gourmet-Rundfahrt.


Europas höchstgelegener Biergarten

Von Elisabeth Erber

Nichts ist unmöglich

Dass das Motto «Alles ist möglich auf Alp Grüm» wortwörtlich

genommen wird, beweisen Primo Semadeni

und seine Mitarbeiter vor Ort immer wieder aufs Neue.

So konnte auf Alp Grüm bereits im ersten Geschäftsjahr

Wireless-LAN, Gratis Internet Corner für Gäste und bargeldlose

Zahlung eingeführt werden. Neues Mobiliar

auf der beliebten Panoramaterrasse mit Blick auf den

Vadret da Palü und die Errichtung von Europas höchstgelegenen

Biergarten, mit Blick auf das Val Poschiavo

und auf die Bergamaskar Alpenkette sind nur ein Teil

der Neuerungen und Investitionen, die gemacht wurden.

Und es ist noch einiges geplant z. B. eine Webcam,

die es der ganzen Welt ermöglicht, das Wetter und das

herrliche Panorama von Alp Grüm zu bestaunen.

Zusammenarbeit mit der RhB

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Rhätischen

Bahn konnten Specials erarbeitet werden, die den Gästen

zugute kommen:

n Vollmondfahrt (18. Juli, 16. August und 15. September)

n Kulinarik Train (Wahl aus 4 verschiedenen Vorspeisen

auf Alp Grüm)

n Via Valtellina (gemeinsam mit ViaStoria und RhB)

Dabei sind diese Angebote erst der Anfang!

Fast food …

… und trotzdem den Qualitätsstandard halten? Natürlich

ist auch das möglich auf Alp Grüm. So wissen der

Küchenchef Claudio Pedrotti und sein Team sofort Bescheid,

wenn etwas «veloce» gehen muss, und die

Speisen werden nach Möglichkeit innerhalb von 5 bis

10 Minuten serviert. Und für die, denen die Zeit nicht

mehr reicht – gibt’s auch mal Pizzoccheri oder Pommes

Frites zum Mitnehmen – entsprechend handlich verpackt,

mit Besteck!

Und was die Sprechanlage des Drive In bei McDonalds

ist, ist auf Alp Grüm der Anruf vom Zug aus (081 844 03

18) und schon kann die Bestellung aufgegeben werden:

15 Kaffee Creme und zwei Tee mit Zitrone zum

Mitnehmen - oder einen Käseteller und zwei Cola?

Und hier sind wir Vorreiter – oder haben Sie schon mal

bei McDonalds telefonisch Pizzoccheri bestellt?

Und wenn der Zug einfährt steht die Servicemitarbeiterin

in der gelben Bistroschürze schon am Eingang bereit.

Bähnler Kaffee

Und wer kennt Ihn nicht, unseren Bähnler Kaffee? Egal

ob Espresso, Kaffee Creme oder Milchkaffe für einen

Sonderpreis von nur 3 (in Worten: D R E I) Franken gibt

es ihn, aber eben nur für Bahnmitarbeiter – und

manchmal sogar «Guatzli» dazu

Auf diesem Weg danken wir allen «Bähnlern» (wie die

Bahnmitarbeiter liebevoll von uns genannt werden),

für die wirklich gute Zusammenarbeit, in allen Belangen

(z. B. auch für die Mithilfe beim Ausladen von Waren),

und vor allem für die Weiterempfehlung von Alp

Grüm an die Reisenden und selbstverständlich danken

wir euch für euren persönlichen Besuch auf Alp Grüm

– über den wir uns besonders freuen!

GUTSCHEIN

In Zusammenarbeit mit der Casa vinicola «La Torre» erhalten

Sie bei Abgabe dieses Gutscheins nach dem

Mittagessen eine 3/8 Flasche Agnus DOCG! Und dies mit

gutem Gewissen, da Sie bei uns ohne Auto unterwegs

sind …

Bis bald auf Alp Grüm!

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2008

GUTSCHEIN

Einlösbar bis Ende Sommer 2008

Nach dem Essen eine 3/8 Flasche

Qualitätswein zum Mitnehmen.

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Europas höchstgelegener Biergarten

Von Elisabeth Erber

Nichts ist unmöglich

Dass das Motto «Alles ist möglich auf Alp Grüm» wortwörtlich

genommen wird, beweisen Primo Semadeni

und seine Mitarbeiter vor Ort immer wieder aufs Neue.

So konnte auf Alp Grüm bereits im ersten Geschäftsjahr

Wireless-LAN, Gratis Internet Corner für Gäste und bargeldlose

Zahlung eingeführt werden. Neues Mobiliar

auf der beliebten Panoramaterrasse mit Blick auf den

Vadret da Palü und die Errichtung von Europas höchstgelegenen

Biergarten, mit Blick auf das Val Poschiavo

und auf die Bergamaskar Alpenkette sind nur ein Teil

der Neuerungen und Investitionen, die gemacht wurden.

Und es ist noch einiges geplant z. B. eine Webcam,

die es der ganzen Welt ermöglicht, das Wetter und das

herrliche Panorama von Alp Grüm zu bestaunen.

Zusammenarbeit mit der RhB

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Rhätischen

Bahn konnten Specials erarbeitet werden, die den Gästen

zugute kommen:

n Vollmondfahrt (18. Juli, 16. August und 15. September)

n Kulinarik Train (Wahl aus 4 verschiedenen Vorspeisen

auf Alp Grüm)

n Via Valtellina (gemeinsam mit ViaStoria und RhB)

Dabei sind diese Angebote erst der Anfang!

Fast food …

… und trotzdem den Qualitätsstandard halten? Natürlich

ist auch das möglich auf Alp Grüm. So wissen der

Küchenchef Claudio Pedrotti und sein Team sofort Bescheid,

wenn etwas «veloce» gehen muss, und die

Speisen werden nach Möglichkeit innerhalb von 5 bis

10 Minuten serviert. Und für die, denen die Zeit nicht

mehr reicht – gibt’s auch mal Pizzoccheri oder Pommes

Frites zum Mitnehmen – entsprechend handlich verpackt,

mit Besteck!

Und was die Sprechanlage des Drive In bei McDonalds

ist, ist auf Alp Grüm der Anruf vom Zug aus (081 844 03

18) und schon kann die Bestellung aufgegeben werden:

15 Kaffee Creme und zwei Tee mit Zitrone zum

Mitnehmen - oder einen Käseteller und zwei Cola?

Und hier sind wir Vorreiter – oder haben Sie schon mal

bei McDonalds telefonisch Pizzoccheri bestellt?

Und wenn der Zug einfährt steht die Servicemitarbeiterin

in der gelben Bistroschürze schon am Eingang bereit.

Bähnler Kaffee

Und wer kennt Ihn nicht, unseren Bähnler Kaffee? Egal

ob Espresso, Kaffee Creme oder Milchkaffe für einen

Sonderpreis von nur 3 (in Worten: D R E I) Franken gibt

es ihn, aber eben nur für Bahnmitarbeiter – und

manchmal sogar «Guatzli» dazu

Auf diesem Weg danken wir allen «Bähnlern» (wie die

Bahnmitarbeiter liebevoll von uns genannt werden),

für die wirklich gute Zusammenarbeit, in allen Belangen

(z. B. auch für die Mithilfe beim Ausladen von Waren),

und vor allem für die Weiterempfehlung von Alp

Grüm an die Reisenden und selbstverständlich danken

wir euch für euren persönlichen Besuch auf Alp Grüm

– über den wir uns besonders freuen!

GUTSCHEIN

In Zusammenarbeit mit der Casa vinicola «La Torre» erhalten

Sie bei Abgabe dieses Gutscheins nach dem

Mittagessen eine 3/8 Flasche Agnus DOCG! Und dies mit

gutem Gewissen, da Sie bei uns ohne Auto unterwegs

sind …

Bis bald auf Alp Grüm!

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GUTSCHEIN

Einlösbar bis Ende Sommer 2008

Nach dem Essen eine 3/8 Flasche

Qualitätswein zum Mitnehmen.

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