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ECDL 2003 Basic Modul 5:

Datenbank

Datenbankkonzept von Access

Dateiname: ecdl5_01_01_Documentation.doc

Speicherdatum: 16.03.2005


Inhaltsverzeichnis

ECDL 2003 Basic Modul 5 Datenbank

- Datenbankkonzept von Access

1 EINLEITUNG .......................................................................................... 1

2 PRIMÄRSCHLÜSSEL................................................................................ 2

3 FREMDSCHLÜSSEL................................................................................. 8

4 WERTEBEREICH .................................................................................. 10

5 INDEX ................................................................................................. 14


1 Einleitung

Datenbankkonzept von Access

In dieser Lerneinheit machen Sie sich mit den wichtige Voraussetzung für die Konzeption

und Erstellung einer relationalen Datenbank vertraut.

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ECDL 2003 Basic Modul 5 Datenbank

2 Primärschlüssel

Access ist eine relationale Datenbank. Eines der wesentlichen Merkmale einer solchen Datenbank

besteht darin, Tabellen miteinander in Beziehung zu setzen.

Eine notwendige Vorraussetzung für die Erstellung dieser Beziehungen in Access ist, dass

jeder Datensatz in einer Tabelle eindeutig identifizierbar ist. Dazu dient der so genannte

Primärschlüssel.

Als Primärschlüssel wird die Eigenschaft einer Spalte bezeichnet, über die jeder Datensatz

innerhalb einer Tabelle eindeutig identifiziert werden kann. Um einen Datensatz anhand des

Inhalts einer Spalte identifizieren zu können, dürfen sich die Werte darin natürlich nicht wiederholen.

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Datenbankkonzept von Access

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Primärschlüssel zu definieren. Der Primärschlüssel

kann eine einzelne Spalte einer Tabelle sein, sofern in dieser jeder Inhalt nur einmal vorkommt.

Dies trifft zum Beispiel auf Kundennummern zu.

Gibt es in einer Tabelle jedoch keine Spalte ohne Wiederholungen, so können Sie entweder

mehrere Spalten zu einem Primärschlüssel kombinieren, oder Sie legen eine zusätzliche

Spalte eigens dafür an.

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ECDL 2003 Basic Modul 5 Datenbank

Grundsätzlich ist aber zu beachten, dass für jede Tabelle darf nur ein Primärschlüssel bzw.

nur ein zusammengesetzter Primärschlüssel vergeben werden darf. Lassen Sie sich daher

nicht verwirren, wenn in Access zwei Symbole für einen Primärschlüssel vorhanden sind. Es

handelt sich dann immer um einen zusammengesetzten Primärschlüssel.

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Datenbankkonzept von Access

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ECDL 2003 Basic Modul 5 Datenbank

Sollten Sie daher beim Anlegen einer neuen Tabelle keinen Primärschlüssel vergeben, werden

Sie beim Speichern sicherheitshalber von Access gefragt, ob einer erzeugt werden soll.

Dabei wird von Access ein zusätzliches Datenfeld vom Typ AutoWert mit dem Namen ID

eingefügt. Die Funktion AutoWert vergibt für jeden neuen Datensatz einen eindeutigen Wert.

In der Regel ist dies eine fortlaufende Nummer.

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3 Fremdschlüssel

Nachdem sich ein Datensatz über einen Primärschlüssel eindeutig identifizieren lässt, können

Sie diesen nutzen, um eine Verknüpfung zu anderen Tabellen herzustellen.

Aber um eine Beziehung zu einer anderen Tabelle aufzubauen, muss es dort ein entsprechendes

Verknüpfungsfeld geben, das auch Fremdschlüssel genannt wird.

Als Fremdschlüssel bezeichnet man die Spalte einer Tabelle, die den Primärschlüssel einer

anderen Tabelle beinhaltet. Über diese Spalte kann dann auf die korrespondierende Zeile in

der Tabelle mit dem Primärschlüssel verwiesen werden.

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Datenbankkonzept von Access

Um eine Verknüpfung der Kunden- und der Bestelldaten herzustellen, müssen beide Tabellen

ein gemeinsames Verknüpfungsfeld enthalten.

Wenn Sie z. B. in der Tabelle Kundendaten das Feld Kundennummer als Primärschlüssel

definiert haben, muss auch in der Tabelle Bestelldaten ein Feld mit der Kundennummer enthalten

sein.

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4 Wertebereich

Für die Gültigkeit einer Beziehung zwischen zwei Tabellen ist es jedoch notwendig, dass für

die beiden Verknüpfungsfelder ein identischer Wertebereich definiert ist.

Der Wertebereich legt fest, welche Eingaben in einem Datenfeld zulässig sind.

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Datenbankkonzept von Access

Der Wertebereich einer Spalte (eines Datenfeldes) wird zum einen durch den Felddatentyp

bestimmt. So sind z.B. in einer Spalte vom Typ Zahl keine Texteingaben möglich. Zum anderen

wird über die Feldgröße die Anzahl der möglichen Zeichen begrenzt.

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ECDL 2003 Basic Modul 5 Datenbank

Darüber hinaus können Sie den Wertebereich über die so genannte Gültigkeitsregel weiter

eingrenzen. Somit können Sie z.B. festlegen, dass eine Spalte vom Typ Zahl nur Werte aus

einem vorher festgelegten Zahlenintervall beinhalten darf.

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Datenbankkonzept von Access

Mit den Primär- und Fremdschlüssel sowie den Voraussetzungen für die Gültigkeit von Beziehungen

haben Sie wesentliche Grundlagen des Datenbankkonzepts von Access kennen

gelernt.

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5 Index

Lernen Sie nun einen weiteren Bestandteil des Datenbankkonzepts von Access kennen: den

Index. Er ermöglicht Ihnen einen schnellen Zugriff auf die Daten in den verschiedenen Tabellen.

Sie können den Index einer Datenbank mit einem Buchindex vergleichen. Wenn Sie also

nach einem bestimmten Begriff in einem Buch suchen, dann müssen Sie das Buch vom Beginn

bis zum Ende lesen, um alle Stellen zu finden, an denen der gesuchte Begriff vorkommt.

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Sie können aber auch die Seitenzahlen direkt über den Index ermitteln, um sich damit unnötiges

Blättern zu ersparen.

In Access versteht man unter einem Index eine interne Hilfstabelle, die automatisch erzeugt

wird. Diese Hilfstabelle enthält nur die Werte der Indexspalte sowie eine Spalte mit Datensatznummern,

welche die Position in der ursprünglichen Tabelle angeben.

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ECDL 2003 Basic Modul 5 Datenbank

Wenn Sie einen Datensatz suchen, brauchen Sie dann nicht mehr die gesamte Tabelle vom

Anfang bis zum Ende, sondern nur noch die verkürzte Indextabelle zu durchsuchen. In Access

dient der Index also als Suchbeschleuniger.

Ein solcher Index wird von Access automatisch für jedes Feld angelegt, welches Sie als Primärschlüssel

definieren.

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Sie können aber auch zusätzlich manuell für weitere Felder Indizes erzeugen lassen. Dafür

können auch Spalten gewählt werden, in denen Wiederholungen vorkommen. Solche Indizes

werden oft auch Sekundärschlüssel genannt und sind dadurch gekennzeichnet, dass sie

Duplikate enthalten können.

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Sollten Sie Datensätze ändern oder hinzufügen, brauchen Sie keine weiteren Einstellungen

vornehmen. Access aktualisiert automatisch die Indextabelle.

Leider hat die Indizierung auch Nachteile. Einerseits wird mit jedem indizierten Feld automatisch

eine extra Hilfstabelle angelegt, die zusätzlichen Speicherplatz benötigt.

Andererseits nimmt die automatische Aktualisierung bei jeder Änderung in der Indexspalte

oder beim Hinzufügen eines neuen Datensatzes natürlich auch Zeit in Anspruch.

Damit haben Sie das Ende dieser Lerneinheit erreicht und sich eingehend mit dem Primärschlüssel

und dem Index beschäftigt. Schalten Sie nun weiter um die Lerneinheit zu beenden.

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