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1 Einleitung 6

1 Einleitung

Um Ressourcen oder Dokumente in einem Bibliothekskatalog oder im Web auffindbar

zu machen, werden Metadaten erzeugt. Metadaten sind Daten über Daten“ 1 , die die

Ressourcen beschreiben und auffindbar machen. Die Verschlagwortung ist eine von

mehreren Arten, Metadaten zu kreieren und damit den Zugang zu den Ressourcen zu

schaffen.

Lange Zeit war die Erschließung allgemein und speziell die Verschlagwortung von Ressourcen,

vor allem von Büchern, die Aufgabe von geschultem Fachpersonal, wie z. B.

Bibliothekare es sind“ 2 . Bibliothekare zeichnen sich vor allem durch ihre Ausbildung

und das dadurch erlangte systematische Wissen über die Erschließungsmethoden aus.

In Zeiten ständigen Stellenabbaus und der stetig ansteigenden Kosten müssen sich

auch Bibliotheken damit auseinandersetzen, wie trotzdem weiterhin qualitativ gute Arbeit

geleistet werden kann. Dies spielt auch im Bereich der Verschlagwortung eine Rolle.

Diesbezüglich kann festgestellt werden, dass nicht mehr nur Bibliothekare die eigenen

Bestände erschließen. Weitere Personengruppen haben sich in Bezug auf diese

Aufgabe hervorgetan.

Zum einen sind dies die Autoren der Ressourcen selbst. Sie kennen den Inhalt ihrer

Arbeit sehr genau und haben in der Regel fundierte Kenntnisse über das Themengebiet.

Hinzu kommt, dass davon ausgegangen wird, dass sie ihre Leserschaft und deren

Suchstrategien kennen. Seit einigen Jahren werden Autoren vor allem im wissenschaftlichen

Bereich bereits in die inhaltliche Erschließung durch Bibliotheken integriert.

Es stellt sich die Frage, ob dies sinnvoll ist. Wie verschlagworten Autoren ihre

Werke und welche charakteristischen Merkmale weist die Verschlagwortung durch

Autoren auf? Des Weiteren stellt sich die Frage, wie die Verschlagwortung durch Autoren

optimiert werden kann und was den Mehrwert der inhaltlichen Erschließung durch

Autoren ausmacht.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist der Versuch, diese Fragen zu beantworten. Dafür

wurde eine Stichprobenanalyse der Verschlagwortung durch Autoren von Hochschulschriften

durchgeführt. Autoren haben auf den zahlreichen Hochschulschriftenservern

die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu publizieren und werden beim Hochladen aufgefordert,

Metadaten für ihr Werk zu erzeugen. Dabei sollen sowohl freie als auch kontrollierte

Schlagworte vergeben werden.

Deshalb wird im zweiten Kapitel zunächst die bibliothekarische Verschlagwortung dargestellt,

die kontrollierte Schlagwörter anwendet. Es wird der Frage nachgegangen,

1 Vgl. Mathes, Adam (2004): Folksonomies, S. 1. -

http://www.adammathes.com/academic/computer-mediated-communication/folksonomies. html,

Zugriff am 23.10.2007.

2 Vgl. ebd., S. 1.

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