Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

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Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

Grundsätzlich werden primäre und sekundäre Studientypen unterschieden. Zu den primären Studien zählen Experimente, Umfragen sowie klinische Studien, zu den sekundären Studien gehören Leitlinien, Entscheidungsanalysen, ökonomische Analysen sowie Übersichtsartikel. Letztere lassen sich in nicht-systematische Reviews, systematische Reviews sowie Metaanalysen unterteilen (Greenhalgh, 2003) (Abbildung 1). Nicht-systematische Reviews, auch narrative Reviews genannt, fassen Primärstudien lediglich zusammen, während systematische Reviews eine Übersicht über Primärstudien nach einer standardisierten und objektiven Analyse-Methodik schaffen. Systematische Reviews Abbildung 1: Organigramm der Sekundären Studien nach Greenhalgh (2003) Cockcroft und Holmes (2003) unterteilen primäre Studien in deskriptive und explanatorische Studien, wobei der letztgenannte Typ stets zwei Gruppen vergleicht (Abbildung 2). Explanatorische Studien können in experimentelle oder Beobachtungsstudien eingeteilt werden. Zu den experimentellen Studien werden randomisierte, kontrollierte Studien gezählt. Sie gelten in der medizinischen Forschung als Goldstandard (Greenhalgh, 2003). Randomisierte, kontrollierte Studien teilen per Zufallsprinzip Teilnehmer entweder der Interventions- oder der Kontrollgruppe zu. Beide Gruppen werden über einen bestimmten Zeitraum beobachtet und im Hinblick auf vor Studienbeginn festgelegte Endpunkte hin analysiert. Häufig wird in klinischen Studien eine Randomisierung der Studienteilnehmer aus den unterschiedlichsten Gründen nicht vorgenommen. In diesem Fall wird von „anderen kontrollierten, klinischen Studien“ gesprochen (Greenhalgh, 2003). Sekundäre Studien Nichtsystematische Reviews Metaanalysen 11

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