Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

geb.uni.giessen.de

Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

In 54,8 % der untersuchten Studien wurden keine Daten über das Alter der Kühe

gefunden. In 3,2 % der Studien wurde lediglich die Aussage „primipar“, „multipar“

bzw. „Färse“ getroffen. In 4,0 % der Studien wurden Laktationen als Altersangabe

verwendet. Eine Eingrenzung des Alters der Kühe auf eine Zeitspanne hingegen

wurde in 32,5 % der Studien vorgenommen.

Als Einschlusskriterien, die die Kühe zur Aufnahme in eine Studie erfüllen mussten,

wurde zu 44,0 % die rektale Diagnose der Erkrankung verwendet. In 5,5 % der

Studien wurde lediglich das klinische Bild als Kriterium zur Aufnahme der Kühe

verwendet und in 21,3 % der Fälle wurden mehrere Methoden angewandt, um die

Diagnose Ovarialzysten stellen zu können. Eine ultrasonografische Diagnose wurde

in 8,7 % der Veröffentlichungen gestellt. Mit Hilfe einer Progesteronbestimmung in

Kombination mit der rektalen Untersuchung wurden 7,9 % der Tiere in die jeweilige

Studie aufgenommen. Lediglich in 12,6 % der Studien wurden keine Angaben über

vor der Durchführung der Studie festgelegte Einschlusskriterien gemacht.

In 91,3 % der Studien zum Thema Therapie der Ovarialzysten des Rindes gab es

eine Kontrollgruppe. Nur in 3 Studien (2,4 %) wurde keine Angabe über eine

Kontrollgruppe gemacht. Weiterhin wurden in 72,4 % der Studien sowohl in die

Therapie- als auch in die Kontrollgruppe nur kranke Tiere aufgenommen. Dies

entspricht 79,3 % der Studien mit Kontrollgruppe. In 7,9 % der Fälle wurden kranke

und gesunde Tiere miteinander verglichen, in 7,9 % aller Studien wurden nur

gesunde Tiere eingesetzt. Keine Angaben zum Gesundheitszustand der

Versuchskühe fanden sich in 8,7 % der Veröffentlichungen. Eine Studie befasste sich

präklinisch mit dem Thema der Therapie der Ovarialzysten des Rindes und darüber

hinaus stellte eine Studie lediglich ein theoretisches Modell dar. Die Therapiestudien

zum Ovarialzystensyndrom des Rindes wiesen in 26,8 % zumindest eine einfache

Randomisierung auf, in 3,9 % wurde eine Verblindung durchgeführt.

Die Auswertung der Studien zur Therapie der Hypocalcämie post partum des Rindes

(Tabellen 15 und 16) ergab, dass im Durchschnitt 164 Kühe in die jeweilige Studie

aufgenommen wurden. Es wurde nur in zwei Veröffentlichungen keine Angabe zur

Anzahl der Versuchstiere gemacht. Die kleinste Stichprobengröße lag bei 6 Tieren,

der Maximalwert betrug 1.183 Tiere.

Die veröffentlichten Studien nannten in 41,7 % der Studien keine Rassen-

zugehörigkeit der Versuchstiere. Am häufigsten wurden mehrere unterschiedliche

75

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine