Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

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Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

Zeitschriftenartikeln als auch von Dissertationen durchsucht, um das Risiko zu

minimieren, relevante Veröffentlichungen zu übersehen.

Darüber hinaus wurden Zeitschriftenbestände der Gießener Universitätsbibliothek

per Hand durchsucht. Diese Form der Literaturrecherche wird ebenfalls von vielen

Autoren gefordert (Sackett et al., 1996; Moher et al., 1999) und sichert das Auffinden

von Veröffentlichungen, die aufgrund ihres Veröffentlichungsdatums noch nicht in

Medline erfasst oder aus anderen Gründen nicht indiziert wurden. Dies betraf

insbesondere Studien mit einem Erscheinungsjahr vor 1980.

Es wurden Studien in englischer und deutscher Sprache in die Untersuchungen

aufgenommen, was der Forderung von Moher et al. (2003) entspricht, dass

Veröffentlichungen, die für systematische Reviews zusammengetragen werden

sollen, unabhängig ihrer Sprache in das Prozedere einzuschließen sind.

Die zu drei Primärliteraturlisten zusammengestellten Veröffentlichungen wurden

insgesamt drei unabhängigen Personen (der Doktorandin und zwei Peer Reviewern)

zur Qualitätsbeurteilung vorgelegt, weil eine solche unerlässlich für die weitere

Datenauswertung ist. Nur Studien, die entsprechend der Stellung innerhalb der

Evidenzpyramide nach Bassler und Antes (2000), Khan et al. (2001), Yusuf et al.

(1998) oder nach Guyatt et al. (1995) eine hohe Qualität aufweisen, können in die

weitere Datenextraktion eingeschlossen werden. Studien mit hohem Evidenzgrad

neigen weniger dazu, Verzerrungen und Fehler hervorzurufen als Studien mit

niedrigerem Evidenzgrad (Holmes und Cockcroft, 2004). Das sogenannte Peer

Review-Verfahren wurde bewusst gewählt und diente der Kontrolle der Korrektheit

der Einteilung der Studien in die entsprechenden Evidenzstufen. Durch die Erstellung

eines Kriterienkatalogs, der sich an den Studienqualitätsbeschreibungen von

Greenhalgh (2003) und Cockcroft et al. (2003) orientierte, sollten alle Gutachter eine

einheitliche Bewertung der Studien vornehmen können. Nach Egger et al. (1997) ist

die Bewertung der Qualität von klinischen Studien jedoch ein subjektiver Prozess und

so wurden trotz des verwendeten Kriterienkatalogs viele Studien uneinheitlich

bewertet. Wie im Ergebnisteil beschrieben fällt bei Betrachtung des Themas der

Therapie des Ovarialzystensyndroms des Rindes auf, dass die meiste Uneinigkeit

der Peer Reviewer bei der Einteilung der Fallserien herrschte. Beim Thema der

Therapie der Hypocalcämie post partum des Rindes wurden bei mehreren

Studientypen gleich häufig Fehleinteilungen vorgenommen. Die häufigste Uneinigkeit

beim Einteilen der Veröffentlichungen zum Thema der Therapie der

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