Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

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Untersuchungen zur evidenzbasierten Auswertung therapeutischer ...

und Kim (2007) gemacht. Hatler et al. (2006) nennen zumindest eine Persistenz über

einen Zeitraum von mindestens 4 Tagen als Kriterium zur vollständigen

Diagnosestellung. McDowell et al. (1998) weisen iatrogen induzierte Zysten durch 6-

malige Ultraschalluntersuchungen nach. Eissa et al. (1995) nehmen eine zweite

rektale Untersuchung nur vor, wenn kleine Zysten (Durchmesser < 3 cm)

diagnostiziert wurden, um einen normalen Zyklus der Kuh auszuschließen. Marcek et

al. (1985) weisen eine Persistenz durch rektale Untersuchungen im Abstand von

14 Tagen nach und Todoroki et al. (2001) diagnostizieren das Ovarialzystensyndrom

durch anhaltenden Anoestrus über 40 Tage hinweg sowie zystoide Strukturen an den

Eierstöcken. Häufig wird jedoch nicht explizit eine zweite Kontrolluntersuchung

erwähnt, die eine Zystenpersistenz nachweisen würde. Ursache hierfür könnte die

von Vanholder et al. (2006) genannte Unpraktibilität einer Zweituntersuchung in der

veterinärmedizinischen Praxis sein. Küpfer et al. (1991) begründen das Unterlassen

der Persistenzprüfung durch die zeitliche Begrenzung der Studiendurchführung auf

8 Wochen post partum. Generell kann bei Durchführung therapeutischer Studien

jedoch auf eine vollständige Diagnostik im Sinne des Goldstandards auf keinen Fall

verzichtet werden. Weitere Ein- und Ausschlusskriterien (außer Angaben zu Alter

und Rasse der Tiere), wie das Vorliegen von Vorerkrankungen, Vorbehandlungen

oder das Fehlen zusätzlicher Erkrankungen der Probanden werden nur in wenigen

der untersuchten Studien beschrieben. Zumindest Alanko et al. (1980) beschreiben

die Populationen als homogen. Bartolome et al. (2004), Chavatte et al. (1993), Crane

et al. (2006 I) und Hatler et al. (2006) nennen Management- und Fütterungs-

bedingungen der Versuchsbetriebe. Dinsmore et al. (1990) und Eissa et al. (1995)

führen im Material- und Methodenteil auf, dass die Versuchstiere nicht vorbehandelt

waren. Jou et al. (1999) weisen darauf hin, dass keine anderen Medikamentengaben

während der Untersuchung erfolgten. Lopez-Gatius et al. (2002) beschreiben die

Versuchstiere als frei von anderen Erkrankungen.

Alle verblindeten, randomisierten, kontrollierten und randomisierten, kontrollierten

Studien zum Thema der Therapie der Ovarialzysten des Rindes weisen

definitionsgemäß eine Kontrollgruppe auf. In 72,7 % der Studien werden sowohl in

der Therapie- als auch in der Kontrollgruppe kranke Tiere eingesetzt. Diese Form der

Kontrollgruppe wird im Sinne der evidenzbasierten Medizin gefordert, da der

Vergleich von kranken und gesunden Tieren, wie er in 12,1 % der verblindeten,

randomisierten, kontrollierten und der randomisierten, kontrollierten Studien

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