Magazin 195902

gsb.download.bva.bund.de

Magazin 195902

Die rot n a

Ist eine Abwehr angreifender Flugzeuge.

die mit nahen Unter- oder Oberamallgesmwindigkeiten

einfliegen, mittels

ferngelenkter Flugabwehrraketen

oder bemannter Abfangjäger noch mit

verhältnJsmäßig großen ErfolgsBussichten

zu bewerkstelligen, gestaltet sich die

Vernichtung eines angreifenden InterkontJnentalgeschosses,

das mit Geschwindigkeiten

von rund 25000 kmlh einfliegt,

sm on wesentlich problematischer, wenn

oimt unmöglidl.

Oie Sowjets haben slm diesen Umstand

zunutze gemacht. In klarer Kenntnis

der Unterlegenheit ihrer strategischen

Bomherwaffe gegenüber dem Flugpoten­

HaI der westlichen Welt haben russisme

TeduUker die im deutschen Raketenverluchszentrum

Peenemünde vorgefunde-

10

Sputnik I. Auch der Erfolg der ershm

Rakete, die mit der sogenannten Flucht·

geschwindigkeit [rund 40000 km/h) da.

Smwerefeld der Erde endgültig verlassen

hat und ihrer Umlaufbahn um die Sonne

zustrebt, basiert auf der Grundlage der

im Westen als "Exotische Treibstoffe" bp·

zeimnelen Energieträger.

Entwicklungszentren hinter dem Eisernen Vorhang Sowjetism c Raketeneinheiten

als vierte Waffengattung

nen Unterlagen (die .. Kriegs beute" betrug

rund 8 Tonnen MaterialI) gründlich

studiert, die Geschosse Dachkonstruiert

und weiter vervollkommnet. Daher erklärt

sich auch die Tatsache, daß die Sowjets

ihren Vorsprung besonders auf

dem Gebiete der Mittelstreckenraketen

weiter ausbauen konnten. Die interkontinentale

ballistische Rakete wurde erst

nach dem Bekanntwerden der amerikanischen

Pläne konstruiert und gebaut, dann

aber mit einer Energie, welche die 50wjetisme

Raketenrustung an die Spitze

brachte.

Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung

andersgearteter Treibstoffe, die

den russischen Raketen einen höheren

spezifischen Impuls vermitteln. Nur so

erklärt sim die enorme Nutzlast des

Mit dem Zusammenschluß sämtlichtlr

sowjetischer Lenkwaffeneinheiten und

-einrichtungen zu einer selbständigen

Waffengattung, gleichberechtigt neben

Luftwaffe, Heer und Marine, wurde ein

Machtinstrument geschaffen, dessen Be·

deutung auch im Westen nicht verkannt

wird. Die Sowjetunion dürfte heute in

der Lage sein - nach einer Schätzung General

Twinings -, monatlich 2000 ballistJ·

sehe Geschosse zu produzieren. Der La·

gerbestand an Fernlenkwaffen beträgt

heute schon über 20 000 Geschosse, wovon

3ao/o Reichweiten zwischen 1500 und 2000

km erzielen.

Die Gerüchte über das Vorhandensein

eines ballistischen Geschosses mit interkontinentaler

Reichweite wurden erstmals

im Jahre 1951 bestätigt, als die amerikanischen

Radar-Großstationen, die in

der Türkei stationiert sind, fast täglim

SomjeUsche Raketenbasis Itgendruo on dttt

Grenze dei Riesenlande •. Die hier stationierten

InterkonUnental- und Miuelstted:enrake·

ten sind die geheimnisoollen Trumpfkarten

des Wo"enonenoJ. der SoroJetunion.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine