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HAMMURABi' GESETZ - JScholarship

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HAMMURABI' GESETZ

VON

P. KOSCHAKER A. UNGNAD

PBOFESSOE SITDEÄ •ÜNiVEHSiTlT LEIPZIG PROFESSOR AN DEE UOTVEBSttÄT BKBSLAU

BAND VI.

ÜBERSETZTE URKUNDEN

MIT

REOHTSERLÄUTERUNGEN

LEIPZIG

VERLAG VON EDUARD PFEIFFER

1923


Als Ergänzung zu »Hammurabi's Gesetz« in Vorbereitung:

Sumerische Rechtsurkunden

von der ältesten Zeit bis zur III. Dynastie von Ur

Übersetzung mit Rechtserläuterungen

von

P. KOSCHAKEK B. L./'vNDSBERGER

Professor an der Universität Leipzig. Privatdozenten an der Universität Leipzig.


HAMMURABi' GESETZ

VON

P. KOSCHAKER A. UNGNAD

PBOFESSOH AN DER ÜNI VEKSFrÄT LEIPZIG PROFESSOR AN DEIt tlNlVERSn'ÄT BRESLAU

BAND VI;

ÜBERSETZTE URKUNDEN

MIT

RECHTSERLÄUTERUNGEN

LE:IPZTG

VERLAG VON EDUARD F^FEIPFER

1923


HEINRICH ZIMMERN

zum 60. Geburtstage

verehrungsvoll

gewidmet


VORWORT.

Der VI. Band von »Hammurabi's Gesetz« sollte die seit 1911, dem Erscheimings=

jähre des letzten Bandes, veröffentlichten Rechts- und Vorwaltungsurkunden der

ersten babylonischen und der ihr zeitgenössischen Dynastien umfassen. Die erstrebte

Vollständigkeit ließ sich indessen nicht erreichen, da schon das in den größeren

Urkundenpublikationen enthaltene Material sich als zu umfangreich erwies und

andrerseits zufolge der Verhältnisse der Kriegs- und Nachkriegszeit sich die vers

streut in Zeitschriften veröffentlichten Texte nicht vollständig herbeischaffen ließen.

Diese Lücken soll ein VII. Band füllen, den wir, wenn es die Umstände gestatten,

im nächsten Jahre herauszubringen hoffen und der auch die seit Abschluß dieses

Bandes veröffentlichten Texte enthalten soll. Abgesehen von Einzelveröffentlichungen

sind im vorliegenden Bande folgende größere Sammlungen von Urkunden berücksichtigt:

1) BIN II = James B. Nies and Clarence E. Keiser, Historioal, Religious and

Economic Texts and Antiquities. (Babylonian Inscriptions in the CoUeotion of

James ß. Nies, Vol. II), New Haven 1920.

2) BRM III = Clarence E. Keiser, Ouneiform Bullae of the Third Millenium B. 0.

(Babylonian Records in the Library of J. Pieipont Morgan, Part III), New York

(jezt New Haven) 1914.

3) C = Edward Chiera, Legal and Administrative Documents from Nippur,

chiefly from the Dynasties of Isin and La,rsa. (üniversity of Pennsylvania.

The üniversity Museum. Publications of the Babylonian Section, Vol. VIII, No. 1),

Philadelphia 1914.

4) CT XXXill = Ouneiform Texts from Babylonian Tablets in the British Museum,

Part XXXIII, London 1912.

5) EG = Elihu Grant, Babylonian Business Documents of the Classical Period,

Philadelphia 1919.

6) H = H. Holma, Zehn altbabylonische Tontafeln in Helsingfors. (Acta Societaiis

Scientiarum Fennicae, Tom. X^V, No. 3), Helsingfors 1914.


— VI —

7) Plnches, Berens Coli. = Theophile G. Pinches, The Babylonian Tablets of

the Berens Colloction. (Asiatic Society Monographs, Vol. XVI), London 1915.

8) PSBA XXXIII, XXXIV = S. Langdon, Tablets from Kig (Proceedings of the Society

of Biblical Archaeology, Vol. XXXIII, S. 185 f., 232 f., plates XXVIIl—XLVÜI)

und Contracts from Larsa (ebenda Vol. XXXIV, S. 109 f., plates VII—X),

London 1911 f.

9) RFH = Theophile J. Meek, Old Babylonian Business and Legal Documents

[The R(obert) F(rancis) H(arper)-Collection]. (American Journal of Semitic

Languages and Literatures, Vol. XXXIII, S. 206 f.), Chicago 1917.

10) VS XIII = H. Figulla, Altbabylonische Verträge. (Vorderasiatische Schrift*

denkmäler der staatlichen Museen zu Berlin, Heft XIII), Leipzig 1914.

11) W = Leroy Waterman, Business Documents of the Hammurabi Period from

the British Museum, London 1916. (Die Texte auch im American Journal of

Semitic Languages and Literatures, Vol. XXIX und XXX).')

•) Beachte ferner folgende Abkürzungen: AJSL =: American Journal of Semitic Languages

and Literatures; Amh. = Pinches, The Amherst Tablets, London 1908; APR =:Meissner,

Beiträge zum altbabylonischen Priratrecht (Asäyriol. ßibl. XI); ASKT = Haupt, Akkadlsche

und sumerische Keilschrifttexte (Assyriol. Bibl. I); BA = Beiträge zur Assyriologie und semitischen

Sprachwissenschaft; Bab.=: Babyloniaca; Bab. Briefe = üngn ad. Babylonische Briefe aus der

Zeit der Hammurapi-Dyüastie (Vorderasiat. Bibl. VI); Cairo. Cat. = Catalogue General des Anti«

quit^s Egyptiennes du Musee du Oaire. Papyrus Grecs d'Epoque Byzantine; Chron. = Thureau-

Dangin, La Chronologie des Dynasties de Sumer et d'Akkad, Paris 1918; CT = Ouneiform

Texts from Babylonian Tablets in the British Museum; Delitzsch, Hwb. = Delitzsch, Assyrisches

Handwörterbuch; Q6A =^ Göttingische Gelehrte Anzeigen; Harn. Stud. u. ä. = KoBchaker,

Eechtsvergleichende Studien zur Gesetzgebung Hammurapis; K. H. = Kodex Hammurapi; Lautner,

RIchterl. Enisch. u. ä,. = Lautner, Die richterliche Entscheidung und die Streitbeendigung im

altbabylouischen Prozessrechte (Leipziger rechtswi.'


— vn -

Soweit die übersetzten Texte bereits von den Herausgebern oder von anderen

bearbeitet sind, ist dies in den Anmerkungen vermerkt. Nur bei den unter No. 8 angeführten

Urkunden ist dies unterblieben, weil Langdon sie sämtlich umschrieben

und übersetzt hat. Daß namentlich diese Urkunden der Kollation bedurft hätten,

teilweise auch die unter No. 5, 9 und 11 genannten, kann nicht unerwähnt bleiben,

wenngleich bei den jetzigen Zeitverhältaissen an derartiges nicht zu denken igt.

Unter den Herausgebern zeichnet nicht mehr Josef Kohler. Der Tod hat

seinem arbeitsreichen Leben ein Ziel gesetzt. Der großen Verdienste, die er sich

um die Erforschung des babylonisch-assyrischen Rechts erworben hat, sei hier in

Dankbarkeit gedacht.

In der äußeren Anlage weist der Band gegenüber den früheren einige Änderungen

auf. Die zusammenfassenden Rechtserläuterungen, die Kohl er am Schlüsse jedes

Bandes bisher gab, sind weggefallen. Dafür ist im Bedarfsfälle der einzelnen Urkunde

ein Kommentar beigegeben und außerdem einzelnen Materien als »Vorbemerkung«

eine zusammenfassende Einleitung vorausgeschickt, wenn dies durch den Stand der

Forschung oder aus dem Grunde angezeigt erschien, weil das neue Material Urkunden«

typen brachte, die bisher nicht oder nur in geringer Zahl nachgewiesen werden

konnten. Die systematische Anordnung der Urkunden ist im wesentlichen dieselbe

geblieben, obwohl der Systematik des Deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches, die

K 0 h l e r zugrunde legte, die altbabylonischen Urkunden sich natürlich nicht immer

glatt einfügen. Einzelne Änderungen mußten indes auch hier vorgenommen werden

und sind an Ort und Stelle gerechtfertigt. Namentlich ist schon in der Systematik

auf die Form der Urkunde größeres Gewicht gelegt worden. Denn wer in die

juristischen Denkformen des altbabylonischen Rechts tiefer eindringen will, wii-d

vor allem den formaltypischen Elementen der Urkunden Beachtung schenken müssen.

Das Material dieses Bandes entstammt zum großen Teil dem Boden Süds

babyloniens, wo heimliche Ausgrabungen in größerem Umfange stattgefunden haben

müssen. Bis zum Siege Qammurapis über Rlm-Sin gehörte dieses Land zum Reiche

von Larsa, dessen Könige wir jetzt genau kennen. Mittelbabylonien war damals

im Besitz des Reiches von Isin'), zu dem auch die Stadt Nippur gehörte. In der

Sammlung No. 3 haben wir verschiedene Urkunden, die nach Herrschern von Isin

datiert sind. In Nordbabylonien gab es neben dem Reich von Babylon auch ein

solches von Ki§ (Sammlung No. 8), das jedoch nur kurze Zeit bestand und schließlich

im Reiche von Babylon aufging.

Das Reich von Isin begann gleichzeitig mit dem Reiche von Lftrsa. Es ist

indes noch zweifelhaft, welches Jahr als Jahr 1 anzusetzen ist, da der astronomische

Text, von dem die Berechnung abhängt, nicht einheitlich gedeutet ist; nach Kugler")

1) Vgl. die Zusammenfassung in ZDMG^ 74 (1920), S. 423 ff. — ") Sternkunde und Stern,

dienst in Babylon II, S. 286.


Isin

1. Igbi-Irra

33. Gimil-iligu

43. Idin-Dagän


64. ISrae-Dagan

84. Lipit-Igtar



95. Ur-Niuurta


123. Pur-Sin


144. Iter-piäa


149. Irra-imitti

156. NN.

156. Enlil-bäni.



180. Zanbija

183. PP.


188. Ür-Dukuga



192. Sin-magir

203. Damik-iligu

(bis 225)

Larsa

1. Naplänum

22. Emisum



50. Samum



85. Zabaja

94. Gungunum


121. Abisare


132. Sumuel






161. Nfir-Adad

177. Sin-idinnam


183. Sin-iribam

185. Sin-ikiäam


190. Silli-Adad

191. Eri-Aku


203. Rlm-Sin

(bis 262)

280('). Rim-Sin (II)

vin —

Babylon

132. Sumu-abum


146. Sumu-la-el





— 1

182. Säbium





—•

196. Apil-Sin


214. Sin-muballit

234. Hammurapi


277. Samsuiluna

315. Abieguh

343. Ammiditana

380 Ammisaduga

401. Samsuditana

(bis 431)

Klg

Sumuditana

Jawium

Mananä

Halium

ürnk")

(260.) Rim-Anum


- IX —

ist es 2356, nach Weidner') 2188. In der S.VIII gegebenen Übersicht fügen wir

zu jedem Herrscher das 1. Jahr seiner Regierung nach der Ära des Reiches von

Isin bei; um das Jahr der christlichen Ära zu erhalten, ist demnach diese Zahl

von 2357, bezw. 2189 abzuziehen.

Eine Anzahl von Urkunden in No. 10 stammt aus der Zeit eines Königs Rim-

Anum; dieser war vielleicht von Rini-Sin abhängig und regierte wohl in Uruk.

Der in diesen Urkunden häufig begegnende Sin-äemi (vgl. No. 1838 ff.) begegnet

auch in einer Urkunde (No. 1856) aus dem 31. Jahr Hammurapis. Rim-Anus Sturz

erfolgte also wohl kurz zuvor.

Nach Rim-Sin sind einige Urkunden datiert, die sicher in die Zeit Samsuilunas

fallen. Möglicherweise handelt es sich um einen Usurpator gleichen Namens. Wir

bezeichnen ihn als Rim-Sin (II). Die Unterkönige Immerum und Buntahun-ila, die

auch hier begegnen"), gehören in die Zeit des Sumu-abum und Sumu-la-el. Illma-

Anum vom Meerland gehört wohl in den Anfang der Regierung Samsuilunas.

Das Buch wurde gedruckt mit der aus einer Spende der Emergency Society for

German and Äustrian Science and Art gewährten Unterstützung der Notgemeinschaft

der Deutschen Wissenschaft sowie der Vereinigung von Förderern und Freunden der

Universität Leipzig. Beiden sei herzlicher Dank gesagt, desgleichen dem Verleger,

der keine Mühen und Kosten an dem Werke gescheut hat.

Breslau und Leipzig, im Juni 1923.

1) MVAG XX, 4 (1915), S. 24. — ') Vgl. bereits III, S. 1.

Die Verfasser.


Inhalt.

I. Teil: Geschäftsfirkunden

A. Personen- and Familienrecht

L Ehü

II. Ankindung

III. Freilassung

B. Vermögens- und Sachenrecht

I. Vormögonsaufstellungen und -Teilungen

If. Scheidemauer

C. Schttidrecfat

I. Allgemeiner Teil

1. Schuldübcrnahme

2. Quittungen

«) unter Privaten

ß) aus Rechtsgeschäften mit Palast oder Tempel

3. Schiildanerkenntnis

4. Bürgschaft und Pfand

II, Besonderer Teil

1. Verpflichtungsscheine

«) unter Privaten

ß) von Palast oder Tempel

2. Verwahrungs- und Hütungsvertrag

3. Auftrag

4. Urkunden in Darlehensform

a) Darlehen

tt) Gelddarlehen

ß) Fruchtdarleheu

Y) Geld- und Fruchtdarleheu

S) Darleben mitjluhaberklaueol

t Darlehen von Palast oder Tempel

1)) Lieferungß- und Kreditkauf

II) unter Privaten

ß) mit Palast oder Tempel

c) Veitrag mit dem Sanmllüm (Handelsgehdfen)

u) unter Privaten .

ß) mit dem Tempel

5 Kauf und Tausch

a) J?auf

•n) Haus- und Speicherkauf

ß) Feld- und Garlenkauf

Nummer

1418-1743

1418—1428

1418-1420

1421—1426

1427—1428

1429-1448

1429—1445

1446—1448

1449—1729

1449-1498

1449-1450

1451-1460

1451—1466

1457—1460

1461-1463

1464—1493

1494—1729

1494—1501

1494—1500

1501

1502—1507

1508

1609-1561

1609—1641

1509—1620

1621—1530

1531-1534

163.')

1636—1541

1642—1547

1642—1546

1547

1548-1551

1548—1550

1561

1552—1604

1552—1664

1552—1580

J581-1632

Seite

1—133

1-6

1—2

2—4

6

6—14

6—13

14

15-122

15-33

16

16—19

16—17

17-19

19

20—33

33—122

33-36

38—36

36-36

36-38

38

38—51

39—47

39—41

42—44

44-46

46

45-47

47-49

47—49

49

49—51

49—50

51

51-97

61—91

51—62

62—83


D.

E.

A.

B.

XI1 -

•y) Sklavenkauf

J) Selbstverkauf und Verkauf von Kiudoni

s) Tierkauf

C) Amtskauf

»() Rücktrittsoinlösung

b) Tausch

6. Miete und Pacht

a) Miete

fe) Sachmiete

1. Hausmieto

II. Miete andrer Sachen

ß) Persoiienmiete

I. unter Privaten

II. mit dem Palaste

b) Pacht

«) Allgemeines

ß) Neubruchpacht

/) Teilpacht.

&) Gesellschaftspacht

f) Qartenpacht

7. Gesellschaft .

8. Gelübde

Schenicang

Erbrecht

II. Teil: Prozeßurkunden

I Streitverzichtsurkunden

II.' Prozeßprotokolle

III. Urteile

IV. Freivvillige Gerichtsbarkeit

V. Zweifelhaftes

in. Teil: Verwaltangsarkanden

Urkunden über einzelne Verwaltungsakte

Listen

I. Im Allgemeinen

II. Grundstücks Verzeichnisse

IIT. Kontraktsregister

IV. Private Geschäftsnotizen

Anliang: Fragmente find unbestimmbare

Urkunden

Nummer

1633—1643

1644—1646

1647—16r)0

1661-1652

1663—1654

1655—1664

1665-1726

1665-1683

1665—1672

1665 -1669

1670-1672

1073-1683

1673-1682

1683

1684-1726

1684—1709

1710—1712

1713—1717

1718—1722

1723—1726

1727

1728—1729

1730-1740

1741—1743

1744-1773

1744-1748

1749—1760

1761-1765

1766-1767

1768—1773

1774—1983

1774—1927

1928-1983

1928-1970

1971-1972

1973-1976

1977—1983

1984-1993

Seite

83—86

86—88

88-89

89—90

90-91

91-97

97—121

97-104

97-99

97—98

98—99

99-104

99—103

103—104

104—121

104—113

113—115

116-116

116-118

118-121

121

121-122

122—130

130-133

134—164

134—137

137—148

149—151

151-152

152-154

156-211

156-187

187-211

187—206

206

206—209

209—211

212—214


I. TEIL

Geschäftsurkunden.

A.

Personen- find Familienrecht.

I. Ehe.

1418. W 72 (= Bu 91, 5-^9, 697). ') [.. ]. VII. Zeit Samsuilunas.

Biruriitum, Tochter der Samuhtuni, Tochter des Hajaradidum, hat von fiamufetum,

Tochter des Hajamdidum, Belassunü, Tochter des Jalcar, als Schwiegertochter und

Tochter genommen. 6*'' Sekel Silber hat als ihre ierliäiu §amu^tum, Tochter des

Hajamdidum, empfangen (und) bekommen.') Ihr Herz ist befriedigt. Bei SamaS,

Aja, Marduk und König Samsuiluna schworen sie.

Vor Iddin-Mami; vor Ibi-Ilabrat, dem Pförtner des Elostertores; [vor .. ].. ti-

Samag, Tochter des Sin-tajär; vor Beltäni, Tochter des Ibi-Nabium; vor Amat-SamaS,

Tochter des läkur-mansi; vor Ina-puzur^^'-Sin, Tochter des Samajatum; vor Naräms

täni, Tochter des Erissummatum; vor Amat-Mamu, der Schreiberin.

Den [.. ] TaMt


- 2 —

1420. W 39 (= Bu 91, 5-9, 2448).') Undatiert.

Urkunde. 1/3 Mine Silber, terjiätu der IStar-ummi, Tochter dos Sälilum, wird

A^lini, Sohn des Sin-pilah, dem Sälilum, ihrem Vater, darwägen. Kadimatura ist

die Ehefrau des Ahüni. Am Tage da Ktar-ummi das Herz der Kadimatum kränkt,

wird Kadimatum die ßtar-ummi für Geld (weg)geben.

Vor Ili-rabi, Sohn des Ibni-Sin; vor Iluäu-rabi, Sohn des lli-türam; vor Ada»

nija, Sohn dtsPuzur-Ea; vor lluSu-nasir, Sohn des "Wardum; vor Ibkatum^'', Sohn

des Enlil(')-karrad; vor Ana-Sin-takläku, Sohn des IJr-Lugal-ekiiraC); vor Stlt-Adad,

Ehefrau des AuähC^-ili; vor AmiijaP^-wakar, dem Schreiber.

') = AJSL 29, '196 f., vgl. Schwenznor, OLZ 23,13; Koschaker, Hamni.-Stud. 131°.

IL Ankindung.

1421. EG 45. 20. IX. 39.Elm-SiD.

Einen gewissen Ili-gimlanni hat von ihm^) selbst Sep-Sin als Kind angenommen

und als Erben eingesetzt. Für alle Zeit und immerdar! Wenn Ili-gimlanni zu

Sep-Sin, seinem Vater, sagt: »Du bist nicht mein Vater«, so wird'er ihn für Geld

weggeben. Und wenn Sep-Sin zu Ili-gimlanni sagt: »Du bist nicht mein Sohn«,

so geht er Hauses und Habe verlustig. Bei Nannar, Saraas und König Riia-Sin

schworen sie.

Vor Sin-iribam, dem Bäcker; vor Zabrija, dem Gärtner; vor Samas-etirC-', dem

Gärtner; vor Ana-pani-ili; dem Schreiber.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 20. Kislim, 10. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas eroberte

er Isin«.

') ki ni-te-na. Die Formel zeigt, daß das Formular des Adoptionsvertrags zunächst für den

Fall ausgebildet war, daß der Gewalthaber das Kind einem anderen in Adoption gibt. Eine

Fortbildung des Formulars zeigt No. 1425,

1422. EG 68. 25. IX. 58. Rim-Sin.

1 gewisse Sät-Nanä, die Tochter des Arbi-türam*''', hat von Arbi-tiiram('), ihrem

Vater, und Ahätum, ihrer Mutter, Lamassum, Tochter des Inib-Sarrim, als Tochter

angenommen, ö^/s Sekel Silber und 2 Kopftücher hat sie ihr als Adoptionsgeschenk^')')

gegeben. Für alle Zeit und immerdar! (Wenn) Sät-Nanä zu Lamassum, Tochter

des Inib-Sarrim, sagt: »Du bist nicht meine Mutter«, so wird sie sie für Geld fort»

geben. Und wenn Lamassum, Tochter des Inib-sa,rrim, zu Sät-Nanä sagt: »Du bist

nicht meine Tochter«, so geht sie des Geldes für ihre Tochter vetiustig. Bei Nanniir,

Sama§ nnd König Rim-Sin schwor^) sie.

Vor Ana-päni-ilim, Sohn des Ili-Adad ; vor Märi-Amurrim, Sohn des Wara;

vor Sep-Sin, Sohn des Ana-päni-ilim ; vor Silli-Amurnira, Sohn des Nür-AmurrimC';

vor Sin-§ar-ili, dem Schreiber.


- 3 —

Mit dem Siegel der Zeugea gesiegelt.

Den 25. Kislim, 29. Jahr »er eroberte Isin«.

'j Etwas derartiges muß das unklare Kam .9o(?)-WMn(f)-ni-.sM bedeuten. Landsberger,

OLZ 1922, S. 407'koDJiziert: nam-bulugO)-gd(0-ni-Sü »für das Großziehen« (des Kindes). —

«) So (Sing.)!

* Zu dem »Adoptionsgeschenk« ist an Urkunden wie III 17,TV 781 zu erinnern, iu denen

der Adoptierende den Eltern des Kindes einen Betrag als »Bäugegeld« oder für die Aufziehung,

d. h. als Ersatz für die bisher aufgewendeten Erziehungskosten gibt, einen Betrag, den er nach

IV 781 ebenso wie in No. 1422 verliert, d. h. den er nicht ersetzt beanspruchen kann, wenn er

das Adoptionsverhältnis löst. Vgl. auch die iu N. 1 berichtete Textkoujektur Landsbergers.

Im übrigen scheint es in No. 1422 nicht auf die Begründuug eines echten Kindschaftsverhältnisse»

abgesehen zu sein mit väterlicher Gewalt des Adoptierenden, deren die Adoptierende als Frau

wahrscheinlich garnicht fähig war, und Erbrecht der Adoptierten, wie etwa in No. 1421, sondern

nur auf eine Pflegekindschaft. Wirtschaftlich nähert sich der Vertrag auf Seite der Eltern

emem Verkauf ihres Kindes. Noch mehr gilt dies von No. 1424, wo sogar die sonst den Kauf«

vertragen eigentümliche Eviktionsklausel begegnet.

1423. C 47 (= CBS 9731). [..]. XII. Zeit des ßim-Sin,

Rim-Adad [ ] Nanna-tum^'') [....] »mein Vater^''^ bist du nicht«') | ]

Erbe [ | Nanna-[tum('') (große Lücke) ]•

Den [..]. Adar, [.. Jahr nach dem (Jahr) »König] Rim-Sin [eroberte] Isin«.

') [a]d(^)-da-mu nu-me-[en].

1424. W 54 (— Bu 91 5—9, 831). ') [..]. XII. 35. Hammurapi.

Mär[at- ...], die Tochter der Hunäbatum, hat von Hunäbatum, [ihrer] Mutter,

Nigi-tni§u, das Kind des Kiäatum, zur Kindschaft angenommen. Silber hat sie ihr

daro'ewogen. Falls einer Vindikation erheben solltef'^''), schwor sie bei Samag,

Matduk und Hammurapi.

Vor Iltäni, der entu^''^ des Samag, Kind des Tappiim; vor Tappüm, dem rabiänu;

vor Lugtamar, Sohn des Ana-ili-ter''^ vor Naräm-iliSu, Sohn des Binuzuf'); vor

NiSi-tni[§u], Tochter des En[...]; vor Ahäsu[uuW ,[.

Im Adar, Jahr »die Mauer von Malkä«.

1, = AJSL 29, 301. — ^) ba-ki-ir i-ba-ga-ru-Sü, vielleicht fehlt etwa« und ist zu übersetzen

»der Vindikant, der vindiziert, [. ]«.

* Vgl Anm. zu No 1422.

1425. BIN II 75 (== NBC 1272). 30. IV. 7. Sumsmluna.

Don Sin-iämeanni haben mit seiner ßinwilliguug') A|}um, Sohn des WakarabnSu

und Muhadditiim, seine Ehefrau, als Kind angenommen. Die Gerechtsame '^)

der (Göttin) Bau, die Gorechtsame des Nergal, die Gerechtsame der Nin-eniga('),

Haus, Garten und Habe und , soviel vorhanden ist, gehören dem Sin-iSmeanni

und dem Taribatum, seinem Bruder. Jährlich wird Sin-iSmoanui IVs^ Kur Gerste,


6 Minen Wolle, 6 Ka Ö! dem Ahum, seinem Vater, und der Muhaddttuni, seiner

Mutter, geben. "Wenn Sin-iämeanni zu Aljum, seinem Vater, und Muhadditum,

seiner Mutt r, »nicht mein Vater«, »nicht meine Mutter« sagt, geht er Hauses,

Gartens und Gerechtsame vorlustig, und wenn A^um, sein Vater, und Muhadditum,

seine Mutter, zu Sin-i§meanni, ihrem Sohne, »nicht mein Sohn« sagen, werden sie

Va Mine Silber dem Sin-ismeanni darwägen. Beim König schwor er.')

Vor Iddin-Nanä, Sohn des IluSu-ibi; vor Sin-magir, dem palfsu-Priester der

»hohen Lade«*); vor Ahijä, dem fastSu dor Innanna; vor ßä'a, dem Bruder des

paMsu der Innanna; vor Dabitum, Ehefrau des Bell; vor Halija, dem Musikanten,

Sein Siegel und Siegel der Zeugen.

Den 30. Dumuzu, Jahr »König Samsuiluna (stellte) eine Symbolwafi'e (her)«.

(Siegel:) Sin-magir, Sohn des Sin-käsid, /(/mw-Priester der »hohen Lade«.. —

Aljum, Sohn des Wakar-abusu, Diener des |•.••]• — Iddin-Nanä, Sohn des Ilnsnibisu,

[Priester](') von Eanna.

>) i-na mi-ig-ri-Sü. — ^) mar-xa. — ') Aljum. — *) alal-hi-mal>.

* Adoption mit gleichzeitiger elterlicher Teilung, d. h. der Vater verteilt bei Lebzeiten sein

Vermögen, bzw. einen Teil davon unter den Adoptivsohn und einen anderen Sohn gegen Vor«

behalt einer Alimentationsrente. Vgl. IV 1047.

1426. CT XXXIII 40 (= 97446). Undatiert.

Den Aham-nirgi hat von Iltäni, der Tochter des lliisu-ibisu, Lamassi, die Tochter

des Iluäu-ibisii, zur Kindschaft genommen. Das Silber für ihre Aufz.iehui)g') hat

Iltäni, KindO) des Ilusu-ibigu, erhalten. SeinC'j Herz ist befriedigt. 8U0 Sar Feltl

der Iltäni hat (diese) der Lamassi gegeben. Solange sie lebt, wird sie (es) nid/nießen,

dann gehört es lediglich dem Aham-niräi.

Sagt Aham-niräi zu Laniassi (: du bist nicht meine Mutter)"), so schneidet sie

ihn*) und gibt ihn dann für Silber (fort).

Vor EriStum, Tochter des Sin-iktäa; vor Belissunu, Tochter''); vor Iltä(ni); \ür

Beli(ssunu).

1) kasap taW-ar-bi-li-Sd; das Suffix bezieht sich, wenn richtig, auf Iltftni, also »die von ihr

geleistete Aufziehung«. — ') Lies wohl Sa (= ihr) statt .W,. — ^) Fehlt vollständig — *; ü-gala-ah-Sü-ma;

möglicherweise »rasiert sie ihn«. — '') Text IM//-.'(Sohn), der Name des Vaters fehlt.

* Da beide Parteien Frauen sind, so liegt wohl eher Pflegschaftsvcrtrag al.i Adoption im

eigentlichen Sinne vor und zwar bezüglich eines Sklavenkiudes Dafür scheint zu sprechen,

daß nur für Aufhebung der Adoption durch den Adoptierten und nicht wie Bonst auch für den

umgekehrten Fall Straffolgen vorgesehen sind. Doch dürfte darauf kaum Gewicht zu legen sein,

da der ungewöhnlich liederlich geschriebene Text wohl nur einen Entwurf und nicht die fertige

Urkunde darstellt. So dürfte sich auch der Widerspruch erklären, daß Iltiini sich einerseits von

der Adoptivmutter die Kosten für die Aufziehuug on-ietzen läßt, deren Betrag übrigens nicht be»

ziffert wird, andererseits aber dem Pflegekiiule ein Grundstück schenkt unter Vorbehalt de.-j Nießbrauches.

Hierbei bleibt es nach dem Wortlaute offen, ob der Vorbehalt zugunsten der Iltäni

oder der Pflegemutter Lamassi erfolgt.


III. Freilassung.

1427. Schell, RA XIV S. 152.') -. iv. -. Eniii-bäni.

Die |. . . -1 ist die Sklavin des Wödutn-ltbur und dor Nin-Utu-mu, seiner

Ehefrau. Wedum-libur, ihr Herr, imd Nin-ütu-mu, ihre Herrin, haben ihre Freiheit

bewirkt. Solange Wedum-libur und Nin-ütu-mu leben, wird sie vor ihnen stehen").

Daß für alle Zeit Enlil-maäsu sein Sohn, Nin-[iedu, seine Tochter, und Geme-Bau,

seine Tochter, die Erben de^ Wedum-libur und der Nin-Utu-mu, auf (ihre) Sklavinnen^

schaff keinen Anspruch erheben werden, haben Wedam-libur, ihr Herr, und Nin-

Utu-mu, ihre Herrin, beim König geschworen.

Vor Niega-Nanna, dem Obtnann des e-niti; vor Nizu-Kala, dem Obmann der

Weberinnen^); vor Eri-Nanna, dem Obmatm der Weberinnen"); vor Ür-Samaha,

dem Obmann der Weberinnen"); vor ür-ba . *); vor Naäum-Enlil, dem Schreiber.

Monat Dumuzi, Jahr »König p]nlil-bäni (machte) große Bronzebildnisse

Ninlil«.

1) Nur in Umschrift mitgeteilt. — ') D. h. sie wird ihnen Dienste leisten, wohl auch sie

alimentieren. — ^) pa gerne uS-bar. — *) amar ur-ku kiC^).

* Vgl, Anm. zu No. 1^428.

1428. BIN 11 76 (- NBC 1269). 20. VII, Zeit Samsuilunas.

Ilabrat-tajär, Sklave des Apil-iliiu: vor dem Gott S miaä hat er seine Freiheit

bewirkt, eine reine Stirne hat er ihm gegeben'). Das Lchensgut und das HandelsunternehmenW

wird er wie die Kinder des Apil-iüSu verwalten^). Für alle Zeit und

inmierdar wird man ihn nicht Sklave heißen"). Bei Nannar, Sama§ und König

Samsuiluna schworen sie.

Den 20. Taärit.

Vor Lipit-Iätar, Sohn des Iddin-Amurrum; vor Samaä-liwwir, Sohn des Nidiu-

I§far; vor Sin-iSmeanni; vor Nür-Sama§.

(Siegel:) Apil-iliäu, Sohn des Zikir-(i)li§u, Diener der Gottheit Nin-[ ]. —

Upit-[Iätar], Sohn des Iddin-Amurrum, Diener des Amurrum.

') pu.'-ta-am e-li-ia-am id-di-Sum, Vgl. füsu ulHl oder ullü »er hat (seine Stirn) gereinigt«

in den Freilassungsurkunden III 25—30, IV 785, 786, V 1090. — '^) ü-ka-am ü ha-ra-na-am ...

i-l[a-a]k. — ") wardam la-a t-ga-bu-ma.

* Die beiden aus Südbabylonien, No. 1427 aus IsinC), No. 1428 wobl aus Larsa, kommenden

Urkunden unterscheiden sich wesentlich von den bisher aus Nordbabylonien nachgewiesenen

Freilassungsurkunden, insofern hier der Gedanke, daß der Freigelassene zum Freilasser in ein

Adoptionsverhältnis tritt, keine Kolle spielt. Dafür findet sich die in Nordbabylonien ungebräuch«

liehe Phrase anduräram sakänu »die Freiheit bewirken«. Es ist kaum ein Zufall, wenn in beiden

Punkten sie mit der einzigen bisher aus Nippur bekannt gewordenen Freilassungsurkunde (IV 786)

übereinstimmen.


— 6

B.

Vermögens- und Sachenrecht.

I. VcrmögcnsaufstcUungen und Teilungen.

1429. C 7 (= CBS 4940). -. X(?). Zeit des PftrSin.

[ (Anfangzerstört) ] lOOC» Sar, gehörig zum [Felde (?) ... .], 600 Sar,

gehörig zum Felde .. '); 1/2 Sar bebautes Hansgrundstück, gehörig zu [ ],

(das ist) der Anteil des Lu-Girgilu.

Habe, Haus,, '); I.5P) nachdem sie gleichmäßig geteilt haben,—

300 Sar, gehörig zum Felde •''); 350 Sar, gehörig zum Felde [. ,];

31/2 Sar bebautes Hausgrundstück am Ufer^'' des Damraps^')*) [,..] und [..] '^),

soviel vorhanden ist, (das ist) der Anteil des Nanna-mansi (. .]

Die Habe (ihres) \^aterhauses und der Nin-|m('-dugga°), der natitu des Ninurta],

der Tochter des Nür-Zababa, haben sie gleichmäßig geteilt. Auch wenn Lu-[. ...]

entsprechend [....] teilen wird^'), [so werden doch(')] Lu-Girgilu [und] Nacna-mansi

[. (Lücke) . .]

[Vor . .]-Ningal, [Sohn des . .jurta; [vor . .]-Nanna, Sohn [des ür-]diikuga; vor

[...]..., Sohn [des Liiga]l-ezen('); vor [AnniW]-babul, Sohn des [ ].

Im TebetW, [Jahr] »König |Pür]-Sin, [der gehorsame (Diener) des Enlijl, [stellte|

ein Emblem aus Gold, [Silber und] Lapis-lazuliW [für Enlil her]«.

') äen-rfaCf)-] . . tmC). — ^) ki sal+me gdl nu[nC) J. — ^) dulW ugii^'». — ^) gü kar.—

*) e-o gdl-la. — ') Ergänzung nach dem Siegelabdruck: nin-me-düg-ga sal+tue •^nin-uria

1430. C 19 {= CBS 4941). - IV. Zeit des Irra-imitti.

975 m Sar Feld '), angrenzend an Enlil-dingirzu"); 450 Sar Feld . \

angrenzend an Puzur-Sin; löO^') Sar [....] Feld Ahüni, angrenzend an Ku(''''-[.. .|;

100 Sar Feld [....], angrenzend an [. .]; 75 Sar [. .|, angrenzend [an

.]; 1 Sar, lO^'' Gin bebautps Hausgrundstück neben dem Hause des Lu-Amaua;

bebautes Hausgrundstück [. .]; 1 Sklavin Sät-Amurrim; 1 Tür |. .|; 4 ");

1 einschläfriges Bett; 1 |. • •] .; (das ist) [der Anteil des] Ln-Girgihi |... . (Lücke) • - • •]

[1 Sklave] Sin-[. .]; 1 Mühlstein aus Basalt«*) .; 1 Tür ..");! ;

1 .; 1 .; (das ist) der Anteil des Lu-Sina, Sohnes des Lngal-ezen(').

In das Anrecht haben sie sich geteilt. Daß für alle [Zeit] keiner gegen den

andern [An8pruch| erheben wird, [schworen] sie beim König.

Vor Sin-[. .]; vor Lugal-[. . .]; vor Nanna-rae-gin, [. .]; vor Nannamansi,

dem Schreiber.

Im Dumuzu, Jahr »König Irra-imitti stellte Nippur wieder her«.

(Siegel:) Lu-Girgilu, Sohn des .; Lu-Sina, [Sohn des] Lugal-ezon*''.

') Ka. 6'es(?). — 2) igi-bar-bar-ri. — ^) ki-dur-a. — J) Ad'Bar. — ^) .ti-na.


1431. C 20 (= CBS 11180). — V Zeit des Irra-imitti.

700(') Sar Feld [. , .] ist der Anteil des Abuja[tum](?); 350 Sar (am)

Tor des Samaä''^ nebst . ist der Anteil des Bahn .. JjaC); 350 Sar (am) Tor

der Stadt(') nebst [. .] ist der Anteil des Nar[...]; 350 Sar (am) Tor der Stadt«

nebst ..[ ist der Anteil des (Lücke). .] Feld und Haus ist ihr Herz be*

friedigt«. Daß sie für alle Zeit nicht Ansprixch [erheben werden], schworen sie bei

Gott und König undO Irra-imitti.

Vor Wardija; vor Labaäa, Sohn des Ai[iu§unu; vor Etel-Kubi, Sohn des Hunatija;

vor Hulamaäa, Sohn des HubägumW; [vor(?) .|dani; vor Dan-Irra.

Im Abu, Jahr »[König] Irra-imitti stellte Gerechtigkeit her«.

1432. W 14 (Bu 91, 5—9, 2487).') Zeit des Immerum.

431 Sar Feld auf der Innenseite von '); 200 Sar Feld in . . •');

1 Sklavin ßibatum; 4 *); 1 Sar bebautes Hausgrundstück neben Jamut...;

alles dieses ist der Anteil des Kumuzi[li]«, (den) er (bei der Teilung) mit Hunnub»

tum und Aljuäina erhielt. Neben« KumuziliCT A^uäina wird Ahuilina ...

Böses von Samaä und Immerum (für den), der den Inhalt dieser Tafel ändert!

Vor Anum-piäu; vor Ili-mu§allim; vor Damu-galzu; vor Kumänum(^), Sohn

des Panäuum; vor Jatar-el; vor HuSSulum, vor Hupädum, vor Jataratum, den

Söhnen des Katrum; vor Innanna-amamu; vor Abaja, Tochter des Aabba-täbum;

vor Pürtäni, Tochter des Ür-Nanna.

1) = AJSL 29, 163 1; Waterman, S. 4. — '^) bu-bi-e-im — ^) bu-bi-e-im id e-ri-iS-tim. —

*) Sicher nicht 'Gin of wool'; nach Kopie: Zu-Kin ri-mvrum.

1433, W 68 (= Bu 91, 5—9, 663).') Zeit de» Säbium.

[, . . (Anfang zerstört) .] ihre Habe [und ihren Nachlaß] haben Zakaja,

PakkumC), Warad-Samaä (und) Abüni gleichmäßig geteilt. Keiner hat gegen den

andern irgend welche Forderung^). Bei Samaä, Marduk und Säbium.

Vor Lipit-Btar; vor Ear-Sama§; vor Ilabrat-bäni; vor Sin-gämil; vor Ili-i[...],

Sohn des Hu§u[...]; vor Sin-ublam«, Sohn des Immerum; vor Sin-seme, Sohn des

r (Lücke) .]; vor Ikün-tubWTSamaS, Sohn des Mär-irgitija«; vor Busäsuoa,

Sohn des Zir[...].

1) = AJSL 30, 59. — ') ü-la i-li-i. — ») Lies jn ? Kopie gi • Ga.

1434. PSBA XXXIII, PI. XXVIIl (Edln. 09-405—28). Säbium.

2« Gin(') Hausgrundstück« neben dem Hause des Puzur- ;

ein Drittel Lagerplatz') neben dem Hause des Ili-ara ... und neben dem Hause des

Awil-Amurrim; eine Tür vom Hause des Obmanns der Sänger^')') und eine Tür vom

,.,-Hause; ein Drittel vom tüsiriu-RoMsa^)] 1 Sklave mit Namen Sin-putram; 1 Mühl<

stein für Hülsenfruchtmehl; — den Nachlaß ihrer Mutter, soviel vorhanden ist, wird

er zu einem Drittel nehnlen*; — (das i.st) der Anteil des Etel-pi-Sin, den er von


— 8 —

seinem Vaterhause') als Auteil erhalten hat. Etel-pi-Siu, Ma§iam-ili und Lu.§ta|mar]'^''',

die Söhne des Abu-täbum, haben geteilt, sind fertig. Ihr Herz ist befriedigt. Daß

vom Stroh bis zum Golde in Zukunft kein Bruder gegen den andern Anspruch

erheben wird, schworen sie bei Samag, Marduk und Säbium.

Vor Imgurrum, Sohn des Nür-Sih; vor Ibalut, Sohn des Nür-Samae; vor Samasnägir,

Sohn des Imgur-Sin; vor Ibik-Nunu, Sohn des Idin-Akgak; vor Ku-Nanna,

Sohn des Ibik-ir^itim; vor Awll-Adad, Sohn des Ui-wedima; vor Ili§u-bäni, dem

Schreiber. ^)

') Ki.üd. — ^) Ü.Pa.lMl, jedenfalls eine bestimmte Räumlichkeit; vgl. den altbab. Haus«

plan bei King, LIH 107. — ^) bltini. Sa tu-si-ir-litn. ~ *) i-na bU a-bi-hi. — i") Vielleicht fehlt

noch etwa»,

* D. h. wohl: die Teilung des Nachlasses der Mutter (Mitgift, Eheschenkung), die vermutlich

noch lebt, bleibt vorbehalten. Vgl. § 167, 171 K. H. Die Klausel i.fte pi adi kurä.?im »vom

Stroh bis zum Golde«, d. h. vom wertlosesten bis zum wertvollsten Gegenstand, wird in der Ver»

bindung »vom Stroh bis zum Golde haben sie geteilt, wird keiner gegen den anderen Anspruch

erheben«; in Auseinandersetzungen unter Miterben und Gesellachaftern gebraucht, um die Voll«

ständigkeit der Teilung auszudrücken. Vgl. III 39 f„ 43 f., IV 795 f., V 1095; III 47, 670, 607,

Ferner in Erbadoptionen {aplütu), um den Übergang des ganzen Nachlasses auf den Erben zu

charakterisieren. Vgl. III 675 f., IV 1043, ferner III 688, 737. Eine ähnliche Klausel auch in

ägyptischen Papyrnsurkunden aus byzantinischer Zeit, Vgl P. Lond, V1708, 33: Übergang einer

Erbschaft i'no fj.(CiovogIu>g ßQu/eutg, (tilfiov rs xul ihC^uov t'iSuvg, ähnl, P.Cairo Cat,I 67097 D Z, 66.

1435. RFH 1 {= AJSL 33, S. 218 f.) -. vii. um. Apii-Sin.

900 Sar Feld von [. .], angrenzend an [. .|; 900 Sar . '), an.=

grenzend an Sämum; 250 Sar °), angrenzend an die Straße ^); 1800 Sar

in der Flur Miktum, angrenzend an den Hirten« ,Kätilu; 1400 Sar '), an«

grenzend an läme-Irra; darunter 200« Sar Feld «) [, ] (und) 200 Sar Feld von

Miktum; 1 Sio-Seme, Sohn« ")[. .], wegen [. .]'); 20 [. ...]; (das ist)

der Anteil des Sin-[. .], Sohnes des Izi-za[re], den er bei der Teilung mit seinem

Bruder erhielt. Daß für alle Zeit keiner gegen den anderen vindizieren wird,

schworen sie bei Marduk, Zababa und Apil-Sin.

Vor Nür-Samag, Sohn des Sin-abuni; vor Samaä-nägir, Sohn des Anni-babul;

vor Äli-illati, Sohn des Nür-[. .]; vor Jahzub-el, Sohn des [. . .]; vor Ahuwakar,

Söhn des SudänumC'; vor ßukkurum, Sohn des Zäzänum; [vor] Mar-Kig,

dem Schreiber.

Im Taärlt, Jahr »den Thron der Innanna von Bäbili«.

•) Pap + Eii) %u-ur-m[u]('>) vielleicht »(am) Zurmu-KanaU. — ^) üiV-ta-a-mi. — ") Kopie

ü-lim. — *) gu-uh-ba-a-lum. — ^) gu. — ") mar te oder i-ie; es handelt sich wohl um einen

Sklaven. — ') ää-Sum ba-a[r .].

1436. C 12 (= CBS 11662). ') -. VIII. Zeit des Damik-ilisu.

Die/«i^lfw-Würde der Ninlil und die/^^trw.wM-Würde'), soviel vorhanden ist;

ein zur Verpflegung dienendes") Feld; ein . '')-Tisch; 4 Näpfe; 2 Betten; 2 Stühle;

1 Sklave; (das ist) der Anteil des üdudu, des Sohnes des ältesten Bruders.


— 9 —

2^6 Sar, 5 Gin bebautos Hausgrundstück, — datin sind 3 Türen angebracht,

Wort je 'A Sekel; — 900 Sar zur Verpflegung dienendes") Feld, Wert 10 Sekel

zu seinem vollen Preise, angrenzend an Nigga-Nanna; 1 Kleid, Wert 5 Sekel;

15 Sekel Silber; [. . .] 1 Mine Wert [. .] paMu-Wimla der Ninlil [und .] pur^

^fmt-\YüTda, soviel vorhanden ist; [2 Betten; 2]« Stühle; [1] Sklave; [(das ist)

der Anteil des( Nimurta-rim-ili.

Nach [gegenseitiger Vereinbarung] haben sie sich in das Anrecht*) geteilt.

[Beim König] schwor orO.

[Vor .], dem abarakku: [vor .], dem abarakku; [vor .]-Enlila,

dem Obmann des Harems^)"); [vor .]-Nanna, dem pasihi der Ninlil; vor Ninlilzinui,

dem pasisu der Ninlil; vor Ibkuäa, dem paMu der Ninlil; vor Sin-eribam,

dem/ßf«w der Ninlil; vor Inim-Ninurta, dem nisakku''); vor Nanna-me-gin, Sohn

des Enlil-gugal; vor Illala, (Sohn des)**) Lugal- .. e.

Im Warahsamuu, Jahr »König Damik-iliäu baute Bdikukalama für Samaä«.

(Siegel:) üdudu, Sohn des Lu-Ninlil.

') Chieia, S. .51 ff. — '^) nam-bur-iü-ma.— '^) kurv(m)-gdn-da. — '^) %ag-gu-la^^sakku.—

ö) gis-hib-ba. — ') Pa e-ninC). — '') Nu. Ab. — 8) Fehlt.

1437. C 16 (= CBS 10894).') -. II. Zeit des Damik-Üiäu.

[. .|, angrenzend an Sin-näda, [. .. .], angrenzend an Sin-ublam •

1^ (große Lücke) .] haben sich nach gegenseitiger A''ereinbarung in [das Anrecht]

geteilt. [Daß für alle Zeit keiner gegen den andern] Anspruch erheben wird,

schworen sie beim |Könige].

Warad-Sin und Nur-Samaä werden ihrem Vater Awil-ili monatlich 60 Kä Gerste

und V'i Kä Ol, sowie jährlich 3 Minen Wolle als Verpflegung, Salbe und Kleidung'')

liefern. Wer ihm Verpflegung, Salbe und Kleidung nicht liefert, den wird (der

Vater) enterben^). Beim König schworen sie.

Vor Nanna-mausi, Sohn des Ku-Ninurta; vor Silli-IStar, Sohn des AhuSunu;

vor Ea-nägir, Sohn des Ili-putram; vor Silli-Iätar, Sohn des Samag-ellati.

Im Ajar, Jahr »[König] Damik-iligu baute die große Mauer von Isin«.

(Siegel;) Warad-Sin, Sohn des Awil-ili.

*) Chiera, S. 54 f. — '') Lies iüg-ha. — ') Wörtlich: sein Erb Verhältnis wird er nicht machen.

* Wohl elterliche Teilung, d, h, der Vater verteilt bei Lebzeiten sein Vermögen anter seine

Kinder unter Vorbehalt der Alimentation auf Lebenszeit. Vgl. No. 1425. Man beachte auch die

Widerruftichkeit der Verfügung gegenüber dem Vertragsbrüchigen

1438. EG 18. 15.x. 27. Rim-Sin.

H.Vä Gin, 21 Se bebautes Hausgrundstück; 211/2 Siir Garten, (toi)s) mit Bäumen

bestanden, teils unbebaut; (das ist) der Anteil des Taribum, den Sin-rimeni und

Atanah-iU, Sohn des Imgur-Sin, (ihm) zuerteilen werden. Wenn ein Bruder ^),

werdfD Sin-rimeni und Atana|)-ili |l!rsatz leisten. Beim König schworen sie.


— 10 —

Vor Nanna-imah, (Sohn des Nur-[. .])'); Ili-tukulti, (Sohn dos Anum-[.. .|)-');

Lulü, (Sohn des Girni-niäag)'); Arwüm, (Sohn des Nabi-ilisu)'); Ibi-Ilabraf, (Sohn

des Samjig-lje[gal])'''); Sin-rabi, (Sohn des Ibaäsi-ili)^); Dukäkum, (Sohn des Jä'um)^);

Nüratum, (seinem Sohn)^); Lipit-Igtar, (Sohn des Warad-Ma[mut''])'); Kalümum, (dem

Amtsboten)').

(Siegel der Zeugen)').

Den 15. Tebet, Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas schüttete er den Deich

des Kanundi-Kanals auf«.

') feeP) dulC) vd-du-ne, — ') Das in runde Klammern Gesetzte nur auf der Außentafel.

* Auffallend das Präsens: i-ba-e-ne. Man könnte daran denken, daß bei der Teilung Taribum

noch minderjährig ist und sein Erbteil, der einstweilen in der Verwaltung der erwachsenen Brüder

und Miterben bleibt, ihm erst bei erreichter Volljährigkeit ausgehändigt werden soll.

1439, VS XIII 90 (a) (= VAT 7724). 24 VII 51. Eim-Sin

Vs Sar bebaiites Hausgrundstück (mit) 3 Türen, neben dem Hause des Issakabit

und neben dem Hause des Sin-gimlanni^-); 1/3 Sar (bebautes ITansgrundstück)')

neben dem gunnu des Samag; (das ist) der Anteil des Nidnat-Sin.

Vs Sar, 30^'^Se bebautes Hausgrundstück (mit) 2 Türen, neben dem Hause des

Ikkalalum und neben dem Hause des . . asum; (das ist) der Anteil des Samasliwwir.

Weil Nidnat-Sin das (ihm zugefallene) Hausgrimdstück ausgewählt^) und dann

genommen hat, hat er 20 Se bebautes Hausgrundstück, das er genommen, seinem

Bruder Samag-liwwir gegeben.

Nidnat-Sin und Samag-liwwir, die Söhne des Samag-gämil, haben sich in ihr

Vaterhaus, soviel vorhanden, geteilt und sind befriedigt. Kein Bruder hat gegen

den andern irgend welche Forderung. Daß für alle Zeit und immerdar Nidnat-Sin

und Samag-liwwir, die Söhne des SamaS-gamil, Bruder gegen Bruder, wegen der

Teilung ihres Vaterhauses keinen Anspruch erheben werden, schworen sie bei

Nannar, Samag und König Rim-Sin.

Vor Usilli, Sohn des lJbaja.tum; vor Namrum-ili, seinem Bruder; vor Jamlik-el,

seinem Bruder; vor Märi-när-abgallim, dem Bi'auerC-); vor Aplum, Sohn des

Samag-gämil; vor Simut-abi, Sohn des Sillija; vor Sin-muballit, (seinem Bruder)');

vor Ana-pani-ili, dem Brauer^); vor Sin-imguranni, dem Brauer«; vor SamaS-hägir,

dem Obmann des« AnnijatumC); (vor Ibku-Igtar, dem Obmann des Klosters)'); vor

Iddin-Samag, (dem Schreiber; vor Sin-nagi, dem Schreiber)'); (vor Lipit-Btar)').

Siegel der Zeugen.

Den 24. Tagrit, 22. Jahr »(mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas)') eroberte

(der wahre Hirt Rim-Sin die Königsstadt)') Isin (und deren ganze Bevölkerung,

soviel ihrer war)').

') Nur auBen. — ''•) Lies wohl is-xu-ku-ü-ma il-ku-ü.

* Die mittlere Klausel besagt, wenn die Lesung Anm. 2 richtig ist, daß Nidnat-Sin, wohl

der ältere Bruder, unter den Anteilen als erster gewählt habe (vgl. § 170 K. H.) imd nun, weil

sein Auteil dabei als zu groß sich herausstellt, dem jüngeren Bruder ein Grundstück als Ausgleich


^ 11 —

leistet. Vgl. No. 1443. Übrigens sind auch bei dieser Annahme die Erbteile nicht gleich. Die

Rechnung ergibt vielmehr für Nidnat-Sin Va + Vs-'/o 8ar( = 20§e Ausgleichsieiatung) = % Sar

-^3 Türen, für äamaä-liwwir Va Sar-)-30C?) Se + i/o Sar ( = 20 Se) —'/o 8ar+2 Türen, wobei der

Unterschied in den im holzarmen Lande sehr hochwertipen Türen stark ins Gewicht fällt. Vielleicht

ist doch damit zu rechnen, daß dem älteren Bruder ein Vorzugsanteil gebührte.

1440. EG 70. 14. X. 56. Rim-Sin,

1 '/* Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Sin-be[l-ap]lim« (und)

1 mt-rt-za-TüT (ist) der Anteil des Samag-rabi.

IV* Sar bebautes Hausgrimdstück neben dem Hause des Habbür-Sin (und)

1 mt-rt-za-TüT (ist) der Anteil des Ilulu und des Samag-ili,

Die Habe im Hause werden sie (noch) teilen').

Daß für alle Zeit und immerdar [kein] Bruder sich gegen den andern wenden

wild, schworen sie [bei] Nannar, Samag und König Rim-Sin.

Vor Ibi-SahanW, dem Kaufmann; vor ... .; vor Sin-erig, dem paStSu-

Priester des Samag; vor Lu-Igkura, dem paStSu, vor Illma-liti^'^ dem paitSu; vor

Ibi-Adad, äe,m paMu; vor Ibku-Adad, dem/aÄsV; vor Sin-lidig, dem paMu; vor

Warad-Saraas '); vor Küjä''), dem Kaufmann; vor Ili-idinnam, dem Baumeister;

vor Adad-rlm-ili.

Siegel der Zeugen.

Den 14. Tebet, 26. Jahr »Isin wurde erobert«.

') eO-a nig-ga-bi i-ba-e-ne. — ^) warad-'i"Ud(-)li-tüm.

1441. W 78 (= Bu 91, 5—9, 828),') [,,]. V. 30«. gammurapi.

'/ä Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Warad-[...] und neben

dem Hause des [. .] ist der Anteil des §amag-abum, den er (bei der Teilung)

mit Sin-idinnam [erhielt]. Sie haben geteilt und sind fertig. Ihr Herz ist befriedigt.

Sin-idinnam wird nicht (auf die Angelegenheit) zurückkommen und gegen Samagabugu

und Amat-Mamu Anspruch erheben. Bei §amag, Marduk und Hammurapi

schworen sie.

Vor Rig-Samag, Sohn des Samai-iliW; vor A^am-argi, Sohn des IbkuSa; vor

Epirum, Sohn de.s Ugtaäni-ili; vor Mär-irsitim, Sohn des Igta..-Kittim ^); vor Märirgitim,

Sohn des lii-gerum; vor Samag-rabi, Sohn des Pürija; vor Samag-rabi,

Sohn des Ibik-Adad; vor Itti-iligu, Sohn des Ibi-Ilabrat; vor Klg-Nunu, Sohn des

Warad-Igtar; vor Sin-nagir, Sohn des Gaz-Igtar; vor Püratum, Sohn des Iligu^'')ellassu;

vor Ribatum, Sohn des Ili-rigu(''); vor Amat-Samag, Tochter des Sin-abum;

vor [.. .]-Adad, dem [Schreiber].

Pen .]. Ab, Jahr nach dem (Jahr) »das Bildnis [der Sala(')]«.

i)"ÄjSL 30, 69 f. — ') Oder iraitim.

1442. VS XIII 34 (- VAT 6072). Zeit Hammurapis.

1 Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Ilugu-bäni, Sohnes des

Ibnija, dessen Vorderseite die Ajammü-Sträße (bildet); 1 Sklave Samag-wedam-ufiur;


— 12 —

1 Sklavin Aja-bäniti; 1 Brunzokessel von 10 Kä; 1 Mühlstein für Hülsenfrucht»

mehl; 1 Mühlstein für Kornmehl; 1 ...-Tisch; 1 ...-Bett; 2 Betten; 5 Schiffer-'

Stühle; 3 Laden . . .; alles dies ist der Anteil der !Serik(ti)-yija, der nafMu des

Samag, Tochter des Adad-[. (Lücke). Solange] Serik[ti-AjaJ lebt, wird alles

ihre Ha,nd halten. [Bei] Samag, Aja, Marduk, Hammurapi und Sippar.

Vor Anum-pi-Aja^'', dem Priestor des Samag; vor Silli-Ninkarrag; vor Siu-ildSam,

dem Haus .; vor Sin-bäni, dem Obmann der natttu des Samas; vor Llburani;

vor Etelanna-mansi; vor Enki-mansi, Sohn des Zililum; vor Samag-bäni, Sohn dos

Ilusu-ibisu; vor Anum-pi-Sin, Sohn des Säbibum; vor Nannatum, Sohn des Awät-

Samag; vor Ribam-ili, Sohn des Pür-Sin; vor Samaja, Sohn des Ris-abil->; vor

Ilugu-bäni, Sohn dies Ibnija; vor Sin-abusu, Sohn des Isar-Sanuis; vor Sät-Ajii,

AQvnatiiu; vor RubätumP); vor Belläni, Tochter des . .; vor Narämtum, Tochter

des Amanänum; vor Beltäni, Tochter des Zikir-ilisu; vor ^)

Den [. (Rest zerstört) .1

^) Uuausgefüllt.

* Der Erbteil der zur Ehelosigkeit bestiaunten Samaspriesterin, der legitime Abkömmlinge

versagt sind, ist ihren Brüdern verfangen und verbleibt daher ihr nur zur Nutznießung. Vgl.

§ 180 K. H., IV 796, V 1095 u. a. m.

1443. EG 8. 2. IV. Zeit Rim-Sins (II).

1 Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Ili-ippalsam und neben

dem Hause des Nergal-abi, 1 mi-r-i-za-Tüv, wofür 1/2 Sekel, 15 Korn Silber Zuschlagszahlung')

Nabi-Samas dem Nergal-abi gegeben hat, (dies ist) der Anteil des

Nabi-Samag.

1 Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Nabi-Samas und neben

der Straße ., dessen Rückseite das Haus (bildet), 1/2 Sekel, 15 Korn

Silber, Zuschlagszahlung für eine Tür^'), die') Nabi-Samas dem Nergal-abi gegeben

hat, (dies ist der) Anteil des Ner[gal-abi].

[• . (Rückseite stark zerstört und größtenteils unleserlich) •]

Den 2. Dumuzu, Jahr »König Rim-Sin (hat) den bösen Feind (u. s. w.)«.

') tap-pi-la-ti. Vgl. Anm. zu No. 1657. — ') Auf »Zuschlagszahlung« bezüglich,

* Vgl. Anm, zu No. 1439.

1444. W 41 (=: Bu 91, 5—9, 2509).') Undatiert.

1200 Sar Feld in Burä(') am Langen Strich') neben dem Felde des Belgunu

und neben dem E'elde des Rig-Irra, ist der Anteil des Sin-muballit und des Ibkusa.

Ein Bruder hat soviel wie der andere bekommen. 1% Kur Gerste werden sie

ihrer Mutter monatlich geben. Wer keine Gerste gibt, bleibt des Feldes nicht

teilhaftig.')


— 13 -

Vor Eribam-Sin, Sohn des Kakku; vor Sin-igmeni, Sohn des Adad-bäni; vor

Naräm-Sin, Sohn des Pür-Nunu; vor Sin-rimeni, Sohn des ßelija; vor Ilu-pi-[...],

vor . .*)-Anum, den Söhnen des Ikü-pi; vor Irra-imitti, Sohn des Nunu-ahum; vor

AbÜf'-ada««), Sohn des Pur-Sin.

') = AJSL 29, 199. — '•») i-na si-di-im Sal+ Me (lies arinj-kii^Um; vgl. No. 1626. — ") sühu-m.

— *) i-Tar-at (oder la). — ') W. liest ^a-a-da(n.

* Wohl elterliche Teilung. Vgl, No. 1437.

1445. C 99 (— CBS 6066). Datum zerstört

[Kol. I] [. bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Lu-ama]na(''),

(.. Ellen] Langseite, [.. Ellen] Vorderseite, [(Inhalt) des Hausgrundstückes ..] O'/a Gin;

— [die Straße] zu benutzen hat er demilugu-muballit [und] dem Lu-dingira erlaubt^'');

jene Straße darf der 3. Erbe nicht (mehr) benutzen«'); -- 2 Gar, 2 Ellen, 6 Zoll

Langseite, 573 Ellen Vorderseite, darunter ist '/a Elle Mauer überschüssig, (Inhalt)

des FeidesW l Sar, bebautes Hausgrundstück und Speicher, neben dem Hause des

Nür-Sin an der Marktstraße des Hohen Tores, ist der Anteil ^).

10 Gin altes, bebautes Hausgrundstück, 4 Sar Speicher am Lugal-gusisu-Tore,

neben dem Hause des Lu-Enlila [ ] Nin-insi(n) [. (Lücke) .]

|Kol. II] neben dem Hause des Ilugu-muballit, 1 Gar, 5 Ellen Langseite, 4 Ellen,

5 Zoll Vorderseite, (Inhalt) des Feldes^'J '/a Sar, 9'/a Gin — die Straße zu benutzen

hat er dem Lu-dingira^i und dem Ilugu-muballit erlaubt^); ji-ne Straße darf der 3. Erbe

nicht (mehr) benutzen(''^; l'/a Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des

ISar-kidigsu, (das ist) der Anteil des Lu-dingira, Sohnes des Lu-Ninurta.

1 Sar, 15 Gin altes, bebautes Hausgrundstück [. .] Lu-amana — Vs Sar

Speicher hat er ihm für das alte Hausgrundstück gegeben — neben dem Hause

des Apil-Kubi; 1 'A Sar Speicher neben seinem Anteil, (das ist) der Auteil des

Ur-mes.

l'/a Sar, °/o [Gin] altes, bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des TJr-[mes];

l'/a Sar Speicher neben dem Hause des Lu-[dingiraj, (das ist) der Anteil des Sohnes

r . . (Lücke) .].

[Kol. in]ti-ili(?) [ ] 6 Korn [. . .] neu [. . . .]ti-ili [..]'/» Sar bebautes

Hausgrundstück [.,] Igar-kidigsa [.. .] Haus des Lu-amana, (das ist) der Anteil des

ür-dukuga.

Die Erben des Inim-kugani haben sich in das Anrecht geteilt. Den übrigen«

Speicher am Lugal-gusisu-Tore und den Speicher am -Tore haben sie nicht

geteilt Daß für alle Zeit keiner wegen seines Anteils Anspruch erheben wird,

schworen sie beim König.

Vor Nür-Sin, Sohn des Lu-amana [.. . (Rest zerstört).

(Siegel:) LIr-raes, Sohn des Inim-kugani.

'1 Soll dies heißen, daß das Recht der Straßenbenntzung nur für 3 Generationen gilt?

2) ha-la-ba-äm. — ") Kaum richtig.


- 14 —

IL Scheidemauer.

1446. VS XIII 6 (= VAT 596). Zeit des Apil-Sin.

Die Mauer [. . . .] Mauer [. . .] und die Mauer [. .], die neben Beli[. .]

(sich befindet), gehörtW)^em Nabi-Samag. Von der Mauer des Abu. ., die neben

Nür-Samag (sich befindet), wird Nabi-Samag zwei Drittel bekommen. Von der

Mauer des [. .] . .\ die neben Nu[. (Lücke). .] und Za[baba-] ., "}

des« Igura-näsir, wird Nabi-Samag bekommen. Neben der nafflu^^ des Samag

wird das Stückchen üferdamm*) Nabi-Samag bekommen. Daß für alle Zeit keinei

gegen den andern Anspruch erheben wird, schworen sie bei Samag, Marduk und

Apil[-Sin].

1^.. (Lücke)....]; vor [. . . ]; vor |. .]; vor [. .]; vor Dugu-illassu;

vor Nabi-iligu; vor Sin-iklgam.

Die Trennungsmauer ^) gehört dem Nabi-Samag . ').

*) Lies nig (statt a)? — ') di-[. .J-li-im. — ') 'si-buQ)-ti. — *) ka-ar-im. — •>) i-ga-ar ber[i-iim],

— ') Zusammenhang des Folgenden dunkel; man erkennt: ^nu-da-*''*'iam,as mu-s[ü{^)

I .] rmi-ti ^!«i-sum-na-sir ba-la ii.f)[. .].

1447. CTXXXIII 44 b (=:£ffES3:&. 13 Sin-muballit.

Die Mauer der Iltäni nach ihrem ganzen umfang') hat von Iltäni"), der Tochter

des Ernüki-Adad, Ilugu-näair, Sohn des Sin-erlbam, zu einem bestimmten Zwecke')

verlangt. Auf die Mauer hat er kein Anrecht*).

Vor Purrija; vor Täb-tappüm; vor Ahulaja; vor Sin-idinnam; vor Alium-wakar;

vor Samag-hä^ir.

Jahr »Tutu-hegal-Kanal«.

^) a-di ga-am-ri-^ü, — ^) So gewiß statt il-ia-tum- der Kopie. — ^) a-na e-ri-is-tim,

wörtlich »zu einem Verlangen«. — *) ü-td a-wa-su. Eigentumsvorbehalt zugunsten der Iltäni.

Vgl. V 1098. Jedenfalls erwirkt Ilusu-näsir an der fremden Mauer irgendwelche Rechte —

in der Parallelurkunde V 1098 handelt es sieh um das Auflegen von Balken auf der fremden

Mauer, also eine Ajrt servitus tigni immitt«ndi —, wogegen sich der Eigentümer das Eigentum

vorbehält. Der Gegensatz von Eigentum und dinglichem Recht an fremder Sache scheint noch

nicht erfaßt zu sein.

1448. W 80 (=rBu 91, 5—9, 835).') Undatiert.

[Die] Mauer, die Amat-Mamu, Tochter des Naräm-iligu, von llannanisu, Tocht«r

des Etel-pi-Dagan, kaufte, ist Trennungsmauer vom Grunde') bis oben.

Vor '); vor Anum-pi-Aja, dem Schreiber('); vor Marduk-lamassasu; vor

Rapag-gilli-Ea; vor Marduk-näsir, Sohn des übarrum, dem Obmann der Pflüger''';

vor Nakarum, Sohn des Anum-pI-Aja; vor Samag-laraassagu; vor Samas-häsir; |v()i]

Iskur-mansi«; [vor] Erlb-Sin; [. (Rest zerstört)

1) = AJSL 30, 71. — ^) ga-ga-ri. — '^) id (da(.'f})-bu-ka; oder liegt kein Zeugenname vor,

also Si-it-bu-ka?


— 15 —

c.

Schdidrecht.

I. Allgemeiner Teil.

I. Schdldübernahtne.

1449. CT XXXIII 47 a (=r 80369). 13. yib. 13. Hammurapi.

Adad-rabi, Sohn des Idin-Sin, bekam eine Schuldverbindlichkeit'); daraufhin

wird Idin-Sin, Sohn des Ubar-Zababa^) auf« Geheiß'-)") des Pir]ji-ilugu, seines

Bruders, 7 Sekel Silber dem Ibi-Adad, Sohn des Irlbam-Sin, darwägen.

Vor Warad-Sin, Sohn des Ili-abani«; vor Rig-Samag, Sohn des Lug(ta)mar-Sin;

vor Sin-iribam, seinem Bruder; [vor P]ali


- 16 -

2. Quittungen.

ß) Unter Privaten.

1451. PSBA XXXIII, PI. XLVI, No. XXVI. -. vi. Zeit des Mananä

[. (Anfang zerstört). .] von Za . genommen hat. V, Mine Silber in

Empfang genommen durch ., Sohn des Nabi-ilUguC)!, von Warad-Irra.

Vor . ., Sohn des .; vor Sin- '), Sohn des '•'); vor Sinidinnam,

Sohn des . .; vor Enlil-ge[me]«, Sohn dos Ili-[. . .]; vor .,

Sohn des

Im ülül, Jahr' nach dem (Jahr) »den Thron«.

') Langdon i>"sin-lik-li . — ^^ Laagdon diir-gal; schwerlich richtig.

' Möglich dem Bereiche der Palastverwaltimg angehörende Urkunde,

1452. RFH 25 {= AJSL 33, 235). -. Xllb. Zeit des Nür-Adad(?)

31 Mutterschale, 1 Mutterschaf gefallen'), 1[8]« Schafböcke, 12 männliche

Lämmer, 9(') weibliche Lämmer, 1 Mißgeburt''); (zus) 72 Schafe, ,. '), hat

von Sin-nawir Nabi-iligu in Empfang genonmien.

Vor Eteja; vor Anhum-lldigi'); vor Mutum-ili; vor Warad-Sin.

Im Schalt-Adar, Jahr »die große Mauei- von Larsa wurde |gebaut], und (1|

goldenes Bildnis brachte er in das Haus des Samag hinein«.

^) ri-ri-ga. — ^J ix-bu-um. — ^) [. .Jili') umC!) ur ki [. . ./ Si'A'^) ix-hi •'"samas; Lesung

wohl recht unsicher.

* Vielleicht Quittung aus dem Rechtsverhältnisse eines Hütungsvertrages, § 261 f. K H.

1453. PSBA XXXIV, PI. X, No. VIII {=z, Ash. 1911-281). 29. x, 39 Rim-Sin.

106Va Kur Gerste, Gesammtsumme ) ^), die Ur-Sulpae von Sin-samuh'-'

[empfangen hat].

Vor Pannija; vor Samag-rabi; vor Adad-idinnam, dem Schreibor.

Den 29, Tebet, 10. Jahr »Isin eroberte er«.

M res namkurim. Vgl. auch No. 1627. •— ') 2 Zeilen teils unklar, teils zeistört.

* Könnte an sich auch eine Quittung über eine öflentlich rechtliche Leistung .fein, da derselbe

Ur-Sulpae auch in PSBA XXXIV, PI. VII No. II, einer sicher dem Bereiche der Palastverwaltung

angehörenden Urkunde, quittiert.

1454. RFH 15 (= AiSL 33, 230). 23. L 3. Samsuiluna.

'/5 (Kur) Gerste, in Empfang genommen durch ülmaSsitum'''")-uninii; von

Dada hat sie (es) erhalten.

Den 23. Nisän, Jahr »Kanal 'Samsuiluna-sarrum-[nakab-nuhus]-niSi'«.

') Meek: di-si-tum; doch ist'rf? vielleicht aus ut-nia.i verlesen.

I


— 17 —

1455. W29 (=BU 91, 5—9, 355).') 24. VIL l. Ammiditana.

IV3 Mine Silber, Rest'') von 6 Minen [Silber], dem Kaufpreise von 5400 Sar

Feld der Flur [ ], haben aus der Hand der Aja-rlgat, der napttu des

Samaä, Tochter des Ilugu-ibui, Ilugu-ibni (und) Nabium- ., die Söhne des Hadängulikgud,

und Nabium-lamassagu^), Sohn des Gimil-Marduk, erhalten.

Vor Samag-bäni, dem Obmann der Kaufleute; [vor] Sin-idinnam, dem Richter,

Sohn des Ibi-Sin; vor Warad-Sin, dem Richter, Sohn des Ibi-Samag; vor Ilugu-bäni,

dem Richter, Sohn des Lu-Igkura; vor Sin-erlbam, Sohn des Taribatum; vor Samag-nägir,

Sohn des Sin-eribam; vor Ittaga''), Sohn des [.. .[-Adad; vor Ibni-Adad, dem Schreiber.

Am 24. Tagrit, Jahr »König Ammiditana, auf den erhabenen Ratschluß des

Samag und des Marduk«.

') = AJSL 29, 183. — '') Kopie gewiß unrichtig la-ma-xa-at-h'i.

' Quittung über Kauf preistest.

1456. RFH 9 (= AISL 33, 226). 7. [ ].

[. .] Ilän-gemea, von Wllän-gemea bekommen und gemeinsam nach

Isin gebracht hatte, — Ilän-gemea hat sein ausgelegtes^') Silber0 erhalten; sein

Herz ist befriedigt. 33 Kur Gerste ') Nabium-abi.

Vor Adad-näsir, Sohn des Apil-iligu; vor Mär-irgitim, Sohn des Ibik-irsitim;

vor Aliijä, Sohn des Ili-ü-Sin.

Siegel des Mär-irsitim, Siegel des Ahijä.

Den 7. [. . . (Rest zerstört).

') kasap mi-ik-ti-Sü. — ") Kopie ia (oder Sd)-li-ki.

(f) Aus Rechtsgeschäften mit Palast oder TempeL

1457. Schell, RA XV, S. 193 —. 11. 25. Hammurapi.

.iSVa Sekel Silber, Bezahlung für Seefische, in Empfang genommen durch

Nür-Ea, Sohn des Nidnuga, für seinen '), gehörig zum Jahr »Die große Mauer

von Sippar« ") Watar-Samag *), unterstehend dem Sin-mugfäl, dem Ob»

mann der Kaufleute von Ur.

Im Ajar, Jahr »die große Mauer von Sippar«.

1) a-na xuC>)-ti-Sü; Sc heil: pour sa creanceW. — *) Seh eil; abnvi.'>) Sa = poidsC) de (sehr

zweifelhaft). — ^) Vielleicht Nam 5.

* Wohl Quittung über Kaufpreis aus dem Verkauf von Fischen durch die Palastverwaltung.

Über den Betrieb der Seefischerei durch den Palast und die Verwertung ihrer Erträgnisse vgl.

Anm. zu »Scheil, RA XV, S. 187, 191«.

1458. CT XXXIII 31 (= 80228). 7. V. 31. Ammiditana.

Vs Minen, 5 Sekel Silber, gehörig zum Silber für Wolle des Palastes, zu Händen

des Schreibers Utul-Igtar, die der Richter üta-gu-mundib empfangen und die dann

Koselittke'' und TJngnad, Hammurabi VI. 2


— 18 —

aus der Hand des Richters Uta-gu-mundib Sin-magir, Sohn des Sin-idinnam, en)p'

fangen hatte, eingebracht von Sin-magir, Sohn des Sin-idinnam, in Empfang ge^

nommen') durch den Richter üta-gu-mundib.

Vor Sin-erlbam, Sohn dos Taribatum; vor Anum-plga, Sohn des Sin-idinnam

vor Sumum-libgi, Sohn des Pirhi-iligu; vor Warad-iligu, dem Schreiber.

Den 7. Ab, Jahr »König Ammiditana (hat) dem Nimurta, dem mächtigen Wild^

stier, seinem Helfer (u. s. w.)«.

Siegel des Anum-plga; Siegel des Sumum-libgi; Siegel des Sin-eriba(m).^j

') namharti. — ') Außerdem noch nicht publizierte Abdrücke der Siegel des Warad-iliso

und eines gewissen Ilusu-ibni.

* Quittunglüber die Zahlung des Kaufpreises aus einem Verkauf von Wolle durch die Palast»

Verwaltung. Ein Verkauf von Wolle auf Kredit, wobei auf Seite der Palastverwaltung dieselben

Personen auftreten, ist in III 229 (2. Jahr Ammizadugas) erhalten. Vgl auch Anm. zu No. 1459.

1459. W 30 {— Bu 91, 5—9, 906).') 18. IV. 15. Ammizaduga.

5 Sekel Silber im Gewicht des Samas —, gehörig zum Kaufgeld von 1 Talent

Wolle des Palastes, unierstehend dem Ütul-Igtar, dem »Leutevater«'), vom Jahre

»König Ammizaduga (stellte) eine herrliche königliche Darstellung und eine königliche

Darstellung von Bergen(') (auf)«^), die von Igme-Sin, Sohn des Sin-bel-aplin>,

Marduk-mugallim, Ilugu-ibni und die Söhne des Nür-Samag empfangen hatten, —

(sind) eingebracht von Marduk-mugallim, Ilusu-ibni und den Söhnen des Nür-Samag

(und) in Empfang genommen durch Igme-Sin, Sohn des Sin-bel-aplim.

Vor Sumum-libgi, Sohn des Pirhi-iligu; vor ßelguuu, Sohn des Ilugu-bäni.

Den 18. Duraüzu, Jahr »König Ammiditana weihte^') sein Bildnis, (das ihn

darstellt,) wie er Heil verkündetem«.

') AJ8L 29, 184; Waterman, S. 2. Die Urkunde ist kreuzweise durchstrichen. — '') a-bi

Zabf«'^- — ^ Jahr 13.

* Vgl. No. 1458 und III 221, 222, zwei Kaufverträge (Kreditkauf) über Palastwolle unter

denselben Personen (13. und 15. Jahr Ammizadugas). Wir wiesen, daß der Palast große Schaf»

herden besaß. Die Erträgnisse an Wolle verkaufte er an Großhändler, mit denen er in dauernder

Geschäftsverbindung stand. In unserem Falle ist es eine Gesellschaft, bestehend aus Mardukmusallim,

Ilusu-ibni und den Söhnen des Nür-Samas, die nach III 221 auch schon zwei Jahre

vorher bezeugt ist. Ganz ähnlich scheint die Verwertung der Erträgnisse der Seefischerei orga«

nisiert gewesen zu sein. Vgl. No. 1457. Die Urkunden sind wichtig als Zeugnisse für bedeutende

Staatsbetriebe, zum Teil vielleicht mit halb monopolartigem Charakter.

Der Wollhandel bildet in der Palastverwaltung ein eigenes Departement. Als Chef d'eeer

Abteilung der Staatsbetriebe figuriert in der Urkunde der >Leutevater« Utul-Istar, der in derselben

Punktion schon für das 26. Jahr Ammiditanas (III 218) bezeugt ist und noch nach dem 17. Jahre

Ammizadugas im Amte war. Auch für die Zwischenzeit ist er in einer Reihe von Urkunden

bezeugt, allerdings unter dem Titel »Schreiber«. Doch scheint dieser Departementschef nur die

Oberleitung gehabt zu haben Die Kaufverträge mit den Abnehmern der Wolle schließen Unter«

beamte, die auch über die eingehenden Preiszahlungen quittieren. Als solcher tritt in unserer

Urkunde ein Isme-Sin, in No. 1458 der »Richter« Uta-su-mundib auf, der schon für das 29. Jahr

Ammiditanas und zwar als Nachfolger seines Vaters Ilusu-ibni in diesem Amte bezeugt ist

(III 218, 219) und wie sein Vorgesetzter Utul-Istar noch nach dem 17. Jahr Ammizadugas im

Amte gewesen ist (III 223).


- 19 —

1460. Schell, RA XII, S. 71. 17. Vin. Jalir unbestimmt.

Vi Mine Silber, Geld des Gottes Igar-padda. Amatum hat das Herz des Gottes

Igar-padda und des Irra-gager befriedigt.

Den 17. Warahsamnu, am Moigen.

(Siegel:) Irra-gager, Sohn des A^unnum, Diener des Gottes Igar-padan«.

* Quittung wohl über Erfüllung eines Gelübdes. Vgl. No. 1501, 1540. Irra-gaser dürfte

der quittierende Tempelbeamte sein.

3. Schttldanerkenntnis.

1461. EG 46. 2.... 31. Rim-Sin.

10 Talent Wolle ') nach königlichem Gewicht, gehörig zur Steuer^''') des

Di-awilim und des Apil-a^i, wird Hubälum in Dür-kurrurri an Ili-ublam, Apil-iligu,

Übär-Samag und Munawwirum bezahlen.

Mit seinem Siegel gesiegelt.

Den 2 '), 2. Jahr >mit der hohen Waiffe Anus, Enlils und Eas eroberte

er Isin«.

') tiiüter .iipätu steht noch du. — ') Lal + Kak z= ribbdtu. — ^) Statt des Ideogramms steht

hier 6 ki 5.

1462. EG 50. -. XI. 39. Rlm-Sin.

5 Sekel Silber: Silli-Samag, der Eilbote; 3 Sekel: Aplum, Sohn des Silli-Kum;

3 Sekel: Kurrudum; IV» Sekel: Aplum, der Amtsbote; (zus.) 12Va Sekel Silber,

die als Anteil^ des Ili-gimlanni Sep-Sin, sein Vater, bezahlt hat,') ist seine Forde=

rung^). Hi-gimlanni wird Sep-Sin dieses Silber ersetzen*).

Vor Ubajatum; vor Sin-muballit und Rlm-Sin-ili.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Im Sabät, 10. Jahr »Isin wurde erobert«.

1) Sd a-ki-a-at 1. S. i-pu-lu. — ') ka-gar-ra-ni, d. h. des S6p-Sin. — ^) 1. kaspam an-ni-a-am

i'. ba-ni-ih-gi-gi.

1463. BIN II 90 (= NBC 1238). 5. VIII. Zeit des AbieSuh.

1 Kur Gerste, gehörig zur Abgabe seines Feldes, hat Mär-Öamag dem Nabiumnägir

gebrachte''^ 0. Zur Zeit der Ernte wird er den Restex") der Abgabe des Feldes

begleichen.

Vor Ibni-Sin, dem rabiänu-, vor .. .; vor fitirum.

Den 5. Waralisamnu, Jahr »König Abieguh (weihte) Blitze aus Gold . . «.

(Siegel:) Ibni-[Sin], Sohn des Iddin-[...], Diener des [ ].

1) li-i ,-ri-ih? — ') Lies Tum. Tad(=rUtu, ^apiltu)?


— 20

4. Bürgschaft und Pfand.

Vorbemerkung. Die neuen, namentlich aus Südbabylonien (Larsa) kommenden Teite

bringen das erstemal zahlreichere Belege für Bürgschaft und Pfand. Ihre Vereinigung unter einem

Abschnitte rechtfertigt sich durch die Erwägung, daß im Sinne des altbabylonischen Rechts

Bürgschaft und Pfand nur als Anwendungen des gemeinsamen Oberbegriffs der Haftung, persönlicher

(leiblicher) und Sachhaftung, erscheinen So entspricht das Formular der Vergeiselung eines Freien

(No. 1474, 1481) durchaus dem der Verpfändung von Grundstücken und Sklaven, wie ein Vergleich

mit der Serie ana itiisu (ASKT S. 69 Z, 41 f.) lehrt. Es ist Bürgschaft, obwohl nach Maßgabe

der besonderen Vereinbarung der Bürge in concreto nur mit einem bestimmten Grundstücke haftet,

also Pfand (Hypothek) vorliegt (No. 1472, 1485). Umgekehrt erklärt in der Pfandurkunde No. 1465

der Schuldner, daß er mit dem verpfändeten Grundstücke »bürge«.

a) Der terminus technicus für bürgen ist sü-dü-a su-ti, akkadisch (in unseren Texten nicht

belegt, vgl. aber IV 806): katäie likü (vgl. Landsberger, ZDMQ 69, 513 und neuestens OLZ (1922)

S. 408 f.), und zwar gewöhnlich iu der Verbindung ki-O-ra (aber auch bloß ki No. 1485, 1492)

Sü-d'ü^a 8 B Si


— 21 -

der ja überwiegend die Urkunden stammen, wie sie überhaupt ein beredtes Zeugnis für die wirtschaftliche

Not jener Zeit sind, für die es auch sonst nicht an Belegen fehlt. Erst unter Hammurapi

scheinen bessere Zeiten gekommen zu sein.

c) Auf die Existenz von Pfandurkunden wiesen schon die Formeln der Serie ana ittiSu hin

(vgl. dazu Landsbergrr, ZDMG 69, 517 und Meissner, OLZ 1922, S. 245), die nun auch in

den vorhegenden Urkunden zum Ted begegnen Vgl. No. 1460, 1467 und No. 1474, 1481 (Ver.

geiselung). Freilich um ein scharfes Bild über das altbabylonische Pfandrecht zu gewinnen, wird

man noch weiteres Material abwarten müssen. Was die vorliegenden Texte bieten, ist ungefähr

Folgendes.

Abgesehen vom Sklavenpfand (No. 1488, 1489) bieten die Urkunden Beispiele für das Grundpfand.

Es begegnet als ßesitzpfand (No. 1464, 1466), wobei als Rechtswirkung des Pfandes

beurkundet wird, daß der Gläubiger das Grundstück solange behalte, bis der Schuldner zahle,

aber auch als Hypothek, bei welcher der Gläubiger erst mit der Fähigkeit der Pfandschuld das

Recht erlangt, das Pfandgrundstück in Besitz zu nehmen und zwar wohl unter Verfall des Eigentums

an ihn. VgL No. 1493, 1467 und No. 1472, 1485 (Bürgschaft mit einem Grundstücke, dazu oben

S. 20). Besonderes Interesse, weil auch im K. H. § 49 f. 66 geregelt, beansprucht das Nutzungs»

pfand, bei welchem der Gläubiger anstelle seines Kapitals die Nutzungen des Pfandgrundstückes

erhält (No. 1465, 1467, 1491). Dieses Pfand war ursprünglich jedenfalls Besitzpfand. Daraufweist

schon das Formular hin, das ein »Bekommen« des Grundstückes seitens des Pfandgläubigers

beurkundet, nicht weniger die in § 49 K. H. und No. 1491 begegnende, an den Pfandgläubiger

adressierte Verpfändungsformel: esip tabal »sammle ein (und) nimm fort« (scU. die Früchte des

Grundstücks). Daneben hat sich aber dieses Nutzungspfand auch als Hypothek ausgebildet, wofür

No. 1467 ein Beispiel bietet. In der Tat mochte es der Pfandgläubigor als unerwünschte Last

empfinden, die Bewirtschaftung des Grundstückes übernehmen zu müssen. Der Besorgnis, daß

der Verpfänder, wenn der Ertrag an Zahlungsstatt für das Kapital gilt, kein Interesse an der

sorgfältigen Bewirtschaftung des Grundstücks habe, begegnet No. 1467 durch die Klausel, daß

bei nicht gehöriger Bewirtschaftung der Gläubiger das Grundstück in eigene Bewirtschaftung über«

nehmen könne, während § 49 K. g. das Problem dadurch löst, daß er Sequestrierung des Pfand«

grundstücks und dessen Bebauung durch einen Verwalter {erreSum) anordnet, wohl eine Neuerung

des Gesetzgebers, der damit impllcite das Besitzpfand beim Nutzungspfand verbietet.

d) Was die Realisierung des Pfandes betrifft, so herrscht in den Urkimden, die mit Ausnahme

von No. 1491 aUe älter als Hammurapi sind, der Gedanke des Verfallspfandes. Das Pfand steht

statt der Forderung. Im Zusammenhange damit fehlt, abgesehen von No. 1465, auch jeder Hinweis

auf eine den Schuldner neben der Pfandhaftung treffende persönliche Haftung. Eine solche mußte

vielmehr besonders übernommen werden. Derartiges geschieht vielleicht in der in einem Kontrakts«

reglater enthaltenen Pfandurkunde 0 101 col. III. Das Gesagte gilt insbesondere auch für das

Nutzungspfand. Der Ertrag des Pfandgrundstücks, ob viel oder wenig, gebührt dem Gläubiger

an Zahlungsstatt für seine Forderung. Gerade in diesem Punkte scheint aber das Gesetz reformiert

zu haben. Das Verbot der lex commissoria ist der Sinn des § 49, 66 K. H. Daher behält nach

§ 49 trotz der Sequestration der Verpfänder die Verfügung über die Ernte, um sie zu versilbern

und den Gläubiger in Geld zu befriedigen, und ausdrücklich wird die Verfallsabrede in § 66

verboten. Vgl. schon Kohler, III S. 269. Cuqs (Nouv. rev. bist. 1908 8,478 f., M^m. de

l'acad. 41 S. 216 f.) abweichende Auffassung dieser Bestimmung scheitert schon daran, daß die

entscheidenden Worte tamkarum Sü ul immagar niemals bedeuten können »der Geschäftsmann

stimmt (der Verfallsabrede) nicht zu«, sondern nur »(sie) wird dem Geschäftsmanne nicht erlaubt«.

1464. Thureau-Dangin, RA VIII, S. 70 (= AO 4665).') -. v. 13. Sumu-abum.

% Minen 8 Sekel Silber '), zu Händen •*) des Itti-iiia und des Imdi-

Irra hat von Sumgunu-wafar Sakumum, Sohn des Gabum, entliehen. Bis er das

Silber darwägt, steht Suragunu-watar auf'dem Felde*),


— 22 —

Vor Itti-iiia; vor Idig-Zababa; vor Hinäa; vor Häsikum; vor Uta-mansi, dem

Schreiber.

Im Monat Abu, Jahr »Samu-abim eroberte Kazallu«.

(Siegel:) Sakumum, Sohn des Gabum.

*) Vgl. Schorr, Urk. d. altbab. Zivil- u. Proz.-Rechts 63 A. — ^) Vielleicht mit Th.-D.

mu-[uh X 0]an ekü e-bi-bi-[r]u-um »sur (tant d') arpents de champs (situfe dans) Ebibirum«. —

»} Sa-kAt. — *) eli Mim Oub.Ba (=i%xat).

* DieErgänzungThureau-Dangins (Anm. 2) wird durch den Zusammenhang gefordert,

da sonst die Verpfäriduugserklärung fehlen würde. Sie bringt diese aber sinngemäß zum Ausdruck.

Denn wie sonst in den Verpflichtungsscheinen (vgl. Vorb. zu No. 1494 f.) die Phrase »der Gläubiger

hat eine Geldsumme lastend (eli, muh) auf dem Schuldner gut (iSuy die persönliche Haftung

des Schuldners bezeichnet (vgl. Koschaker, Bab. Bürgschaftsrecht 8. 114 f.), so würde sie hier

mit Beziehung auf das Gruüdstück dessen Pfand(Sach)haftung charakterisieren.

1465. PSBA XXXIII, PI. XLVll, No. XXIX. - V. Zeit des Manana

12 Sekel Silber, su-lal\ hat von Sumgunu-watar Belissunu, Tochter des Izakum,

entliehen. Zur Zeit der Ernte wird sie (es) darwägen.

600 Sar Feld (in der) Flur neben dem Felde des Huzalum, dessen

VorderBeite der Köhigskanal (bildet), hat zur Bewirtschaftung gegen Drittelabgabe')

von Belissunu Sumgunu-Watar »entliehen»'). Bürgschaft für sich hat Belissunu

mit dem Felde geleistet*).

Vor guzälum, Sohn des Bagija; vor HalilumC), Sohn des Bazinum; vor [ ]am,

Sohn des .; vor Nabi-Sin, Sohn des Guleatum('); vor Habdija, Sohn des

Izkurrum; vor Japharum, Sohn des ZibiniW.

Im Ab, Jahr >Kazallu wurde erobert«.

(Siegel;) Belissunu, Tochter des Izakum.

>) Ob = SM . hol r= kipiu? Vgl. Anm. zu No. 1512. — ') igi-3-gdl-Am. — «) Sü-ba-an-ii wie

zuvor. — *) Sü-dü-a-ni be-li-»u-nu a-Sä Sü-ba-an-ii.

• Die Befugnisse des Pfandgläubigers sind nicht recht klar. Die Formel entspricht der der

Teilpacht (vgl. etwa III 642 f.), nur daß statt des terminus technicus für pachten (itSSsi) das

farblosere SA-ba-an-ti gebraucht ist. Auf Grund eines Teilpachtverhältnisses käme aber der Gläubiger

nicht auf seine Rechnung, wenn er den Drittelertrag dem Eigentümer-Schuldner herausgeben

müßte, da ihm ja die restlichen '/, für seine Arbeit verbleiben und er so kein Äquivalent für

sein Kapital bekäme. Der Sinn der Urktmde ist aber offenbar der, daß der Pfandgläubiger sich

aus dem Ertrage des Grundstücks befriedigen dürfe. VieUeicht ist der Sinn der fraglichen Klausel

der, daß dem Pfandgläubiger-Pächter auch das an sich dem Verpächter gebührende Drittel ver»

bleibe, oder angesichts No. 1467 noch wahrscheinlicher, daß der Besitz beim Schuldner bleibe,

diesen auch die Bewirtschaftungspflicht treffe und er ^/g des Ertrags an Stelle des Kapitals dem

Gläubiger auszufolgen habe. Vgl. Anm. zu No. 1467.

1466. PSBA XXXIII, PI. XXXV, Hr. X. Zeit des Mananä.

1 Mine 10 Sekel Silber haben von i^umgunu-watar Naräm-Sin und 6ubbanidu(g)(''),

die Söhne des ütaja, entliehen. 1200 Sar Feld neben dem Felde des Lipit-

Igtar [haben sie] für das Silber [als Pfand gegeben^'']. Am Tage, [da sie das Silber

bringent')]^), werden sie ihr^^ Feld ')


— 23 —

Vor Za ,, dem Schreiber^); vor PurriW SohuC''' des TmniP)-ahu; vor Bikinija;

vor Jantiuum; vor Sin-idinnam; vor Amurrum-bäni; vor Sijatum; vor Alji-Kuzub.

Jahr »Kazallu wurde erobert«.

') "fi [• ] um. — «) a-Sä-a-ni bi (oder ga)-ib(n.

• Der Schluß der Urkunde ist nach der Serie ana ittiSu (ASKT 69, Z. 29, 41 f.) dem Sinne

nach zu ergänzen. Vgl. insbesondere Z. 41 f. »am Tage, da er das Silber bringt, wird er auf

seinem Felde stehen, sein Feld davontragen«

1467. W 37 (= Bu 91, 5-9, 2493).') Zeit des Immemm.

VJ Mine 3 Sekel Silber hat von Inim-Nanna Warad-Sin, Sohn des Kai'gajn, entliehen.

250 Sar Feld jenseits auf der Insel in der großen Niederung^) von Ilili in ')

hat von Warad-Sin Inim-Nanna bekommen»). Feld und Silber gleichen sich aus*).

Zur Ernte wird 3'/s Kur Gerste als Abgabe des Feldes Warad-Sin am Speicher

dem lüim-Nanna darmessen. Mißt er (es) nicht dar, so wird Inim-Nanna ihm das

Feld wegnehmen und bewirtschaften.') Abgesehen vom Inhalt einer Urkunde über

ein Feld von Gamertu.

Jahr >Immerum baute die Mauer des Klosters«.

Vor Sa-ilija, Sohn des Kargaja; vor Inim-Enlila, Sohn des Enlila-elu


Siegel der Zeugen.

Jahr »Sin-iribam wurde König «.

24

*) Meek, 8. 204. — ^) Sicher nicht '/s ^(i> piSSatim; ob mti-ni-im »einem gewissen« zu

lesen ist? Oder Surdü-a? Im Formular stimmt die Urkunde mit den folgenden Bürgschafts»

Urkunden überein. — ^) Kopie pa (oder u)-umi'>)-xi. — *) Kopie pa (oder v)-um('>)-mu. — ^) inna-na-ab-gi-gi.

— «) Kopie Sag. Ku. — ') Kopie Bukkal (oder 0). Tur. — 8) Hinter Sin noch

unklares su oder ki. — ») Meek mär-ma-al-ki (unmöghch).

1469. C 23 (=: CBS III9I). .vin. Zeit des Sin-iklsam.

[. .] Sekel Silber [. .] [. . .] hat [von . . .], der Tochter (" des [. .|,

Ur-Innanna, Sohn des Ku-Innanna, entliehen. Als 25ins dafür [werden] 400 Sar

Feld, Güg. Se-EeM, — abgesehen vom Inhalt der Urkunde über 800 Sar, sein

Geschenk —, gehörig zum Felde [. (Lücke) . . .] jenes Feld [. .[

Vor Lu-Ninurta [. . .]; vor Lugal-melam [. . .]; vor Ibku-Damu .; vor

Enlil-gSningu, dem Pförtner; vor Lu-Isina, dem .; [vor .], dem paltsu des

Nimurta; vor [. •] •, dem Schreiber.

Im Warahsamnu, Jahr »König Sin-ikigam stellte ein Bildnis aus Gold und

Silber für SamaÄ her«.

(Siegel:) Ur-Innanna, der nisakku^ Sohn des Ku-Innanna.

1470. Grant 17 (= AJSL 34, 200 f.).') -. iii. Zeit des Eri-Aku.

1 Sklaven, Namens Warad-Kabta, den Sklaven des Balmu-namhe, hat von Balmunamhe

Sin-ereg genommen'). Flieht der Sklave, so wird Sin-ereg dem Baknu-namhe

Vs Mine Silber darwägen.

Vor Nanna-imah; vor Eri-Nanna; vor Sin-nägi; vor Irra-bäni; vor Sin-magir;

vor Eri-Nanna ('X

Mit seinem Siegel gesiegelt.

Im Slman, Jahr >das hohe Schlafgemach für Nannar und Ekalamtanigur, den

Tempel der Innanna von Zabalam, baute er«.

1) Bearbeitet von E. Grant (Innen- und Außentafel) — ') i-hu-ü-ux, Var. i-hu-ux,

1471. EG 17.') 17(?). I. 14. Rlm-Sin.

[1 Sklave] Namens Sin-magir, [der Sklave] des Balmu-namhe; — [boij Balmunamhe,

seinem Eigentümer, haben sich Puzur-Numugda [und] Taribatum, dessen

Ehefrau, für ihn verbürgt. Flieht Sin-magir, so werden [Puzurj-Numusda [und]

Taribatum, seine Ehefrau, [. .] Silber [darwägen].

[Vor .]-Samag, Sohn des DannijaC); [. .(Lücke). ], Sohn des Serum-ili;

ryor .] .; [vor .], Sohn des Adad-hegal; [vor . . .-jgämil''), Sohn des

Anäku-ilumma; [vor .] ., dem Kaufmann.

Den 17W. Nlsän, Jahr »das Heer von Uruk, Isin, Bftbili, Räpikum und Sntium

wurde mit der Waffe geschlagen«.

») Dieselben Personen in No. 1472.


1472. EG 5. ') -. VI. 19. Rim-Sin.

— 25 —

1 Sklave Namens Sin-magii', der Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmu-namfee,

seinem Eigentümer, haben Puzur-Numugda, sein Vater, und Taribatum, seine Mutter,

sich für ihn verbürgt. Flieht Sin-magir, so wird Haus und Garten des Puzur-

Numugda, seines Vaters, und der Taribatum, seiner Mutter, Balmu-namhe davon»

tragen.

Vor Sin-gämil, dem Geflügel Wärter; vor Imgur-Sin, dem Bäcker; vor Samaggämil,

dem Schmied; vor Hagirum, dem Metallarbeiter; vor Warä; vor Eri-Nanna;

vor Apil-Sin, dem Baumeister; vor Mägum; vor Sin-gemt, dem .; vor Ilimaabi,

dem Schifier.

Siegel der Zeugen.

Im ülül, Jahr »den Tigris, den Götterfluß, grub er bis zum Meere hin«.

M VgL Grant, S. 1.

* Dieselben Personen wie in No 1471. Ob die jüngere Urkunde sich auf dasselbe Rechtsverhältnis

bezieht wie die ältere oder ein neues zum Gegenstande hat, läßt sich nicht ermitteln.

Sachlich liegt Pfandhaftung (Hypothek) vor, d. h. der Gläubiger ist im Bürgschaftsfalle berechtigt,

die verhafteten Grundstücke in Besitz zu nehmen und wohl auch sich anzueignen. Daß daneben

noch eine persönliche Haftung der Bürgen (mit ihrem Leibe, bez. mit ihrem sonstigen Vermögen)

bestand, ergibt zumindest der Wortlaut der Urkunde nicht. Ob etwa eine solche Haftung auf

Grund der älteren, noch in Kraft stehenden (') Urkunde gegeben war, ist, wie bemerkt, ganz

fragUch. Vgl. auch No. 1485.

1473. EG 25. U. III. 23. Rim-Sin.

1 gewisser Nür-Amurrim, Sklave des Balmu-namh^e, — bei Balmu-namjje,

seinem Eigentümer, haben Taribum, Sohn des Sin-äsuW, und Sät-Ilabrat, [dessen

Ehefrau], sich für ihn verbürgt. Flieht er, entfernt er sich, hört er auf (zu arbeiten),

so werden sie Va Mine Silber darwägen.

Vor . buni; vor Warä; vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Eri-Nanna;

vor Apii-Sin, dem Baumeister; vor Samag-gämil, dem Schmied; vor Lipit-Amurrim,

dem Zimmermann; vor Ali-iilati, dem .; vor Abel-lälum, dem Geflügelwärter;

vor Enlil-mansi, dem |. . . .].

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 14. Simän, Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas [grub] der wahre Hirt

Uun-Sin den Euphrat, das reine Behältnis Nannars, das Überfluß nach Ekur, dem

Hause des Lebens, bringt, beiC) Uruk bis zum Meere hin und brachte an seinem

Ufer reichliches Ackerland [hervor]«.

1474. EG 57, 8. V. 23. Rim-Sin.

2 Sekel Silber hat von Gimillum Ali-ahüa entUehen. Samag-liw[wir(''), meinen

Sohn,] hat er für das Geld hinausgeführt.') Sobald er das Geld bringt, wird er

seinen Sohn fortführen.^)

Vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Warä, dem Weinschenken; vor Lipit-

Btar .; vor Bri-Nanna; vor Ahu-wakru.


— 26 —

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 8. Ab, Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas grub der wahre Hirt

Rlm-Sin den Euphrat, das reine Behältnis Nannars, beiC) Uruk bis zum Meere hin«.

') kü-ta ib-ta-e, d. h. er hat ihn verpfändet. — ') udkü mu-un-tum-ma dumu-ni ba-an-tum-mu.

* Darlehen unter Verpfändung (Vergeiselung) des Sohnes des Schuldners. Die Ausdrucks«

weise der Urkunde läßt keinen Zweifel, daß der Gläubiger Besitz an dem Personenpfando erwirbt.

1475. EG 16.') _.X. 24. Rim-Sin.

1 Sklave Namens Ili-idinnam, der Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmunamhe,

seinem Eigentümer, haben sich Häsirum und der Schmied Samag-gämil für

ihn verbürgt. Flieht er, entfernt er sich, hört er auf (zu arbeiten), sucht er den

Palast, einen Mächtigen oder Großen auf), so werden sie 1^ Mine Silber darwägen.

Vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Warä, dem Weinschenken; vor Itti-

Ea-milki; vor Ahu-wakar, dem Bäcker; vor Apil-Sin, dem Baumeister; vor Eri-

Nanna; vor Sin-muballit; vor Silli-Bau; vor Abel-lälum; vor Iddin-Samag, dem

Schmied.

Siegel der Zeugen.

Im Tebet, Jahr >den Zwiüingskanal'), der Trinkwasser verschafft*), dessen

ganzes [Ufer] Reichtum (bringt) . .«.

') VgL Grant, S. 1. — ') 9-gal-am kab-ta-am ü ra-bi-a-am i-Si-i-ma. — '^) id maS-lab-baO)

— *) Wohl a-nag gäl-la.

1476. EG 22.') 15. VIIL 26. Rim-Sm.

1 gewisser Samag-rabi, Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmu-namlje, seinem

Eigentümer, haben sich der Schneider^) Hägirum, der Schneider''^ Gimil-Amurrim,

Hunäbatum, dessen Ehefrau, und Ibku^'^-Ämurrim für ihn verbürgt. Sacht er den

Palast, einen Mächtigen, das Frauenhaus auf), entkommt er'), flieht er, nimmt ihn

ein Feind (gefangen), tötet ihn ein Löwe, so werden der Schneider^) Hagirum, der

Schneider^ Gimil-Amurrim, Hunäbatum, dessen Ehefrau, uud IbkuP^-Amurrim

1 Mine Silber darwägen.

Vor Sin-gamu!^, dem Schreiber; vor Itti-Ea-milki; vor Warä, dem Weinschenken;

vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Kumbulum, dem Schiffer; vor Sin-magir,

dem Schiffer; vor Apil-Sin, dem Baumeister; vor Ubarä, dem Schiffer; vor Sinmuballit,

dem .; vor Ea-garrum, dem

Siegel der Zeugen.

Den 15. Warahsamnu, Jahr »mit der hohen Kraft Anus, Enlils und Eas er=

oberte er die Stadt des Damik-iligu«.

•) VgL Grant, S. 1. — ') e-gal kab-ta-am c-sal i-H-i-ma. — ") ba-ga.A.

1477. EG. 28.') 15. VIII, 25. Rlm-Sin.

1 gewisser Illulum, Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmu-namhe, seinem

Eigentümer, haben Lugtamar und der Schmied Hambalum sich für ihn verbürgt.


— 27 —

Sucht er den Palast, einen Mächtigen, das Frauenhaus auf, entkommt er, flieht er,

nimmt ihn ein Feind (gefangen), tötet ihn ein Löwe, so werden Lugtamar und der

Sehmied Hambalum 1 Mine Silber darwägen.

Vor Sin-gamuh, dem Schreiber; vor Itti-Ea-milki; vor Warä, dem Weinschenken;

vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Apil-Sin, dem Baumeister; vor Kumbulum,

dem ychiffer: vor Sin-magir, dem Schiffer; vor Ubarä, dem Schiffer; vor Sin-mu=

ballit, dem ; vor Ea-garrum, dem

Siegel der Zeugen.

Den 15. Warahsamnu, Jahr »die Stadt des Damki-iligu wurde erobert«.

') Vgl. Grant, S. 2.

1478. EG 21. 14. X. 25. Rim-Sin.

1 gewisser Ubarrum, Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmu-namhe, seinem

Eigentümer, hat sich der Schneider(') Ibku-Adad für ihn verbürgt. Entkommt er,

flieht er, sucht er den Palast, einen Mächtigen, das Frauenhaus auf, frißt ihn ein

Löwe, nimmt ihn ein Feind (gefangen), so wird der Schneider^ Ibku-Adad 1 Mine

Silber darwägen.

Vor Warä, dem Wein[schenken]; vor Sin-gämil [. ..]; vor Itti-Ea-milki

[. .]; vor Sin-muballit, dem [. .]; vor Sin-magir, dem Musikanten; vor Nüriligu,

dem Metallarbeiter^; vor Samag-gämil, dem Schmied; vor Ali-illati |. . .];

vor Eri-Nanna, dem Schneider^').

Siegel der Zeugen.

Den 14. Tebet, Jahr »mit der hohen Kraft Anus, Enlils und Eas eroberte er

die Stadt des Damik-iligu«.

1479. EG 24.') u. X. 25. Rlm-Sin

1 gewisser.Täb-bullussa, Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmu-namhe, seinem

Eigentümer, hat der Schneider^ Sin-ublam sich für ihn verbürgt. Entkommt er,

flieht er, sucht er den Palast, einen Mächtigen, das Frauenhaus auf, frißt ihn ein

Löwe, nimmt ihn ein Feind (gefangen), so wird Sin-ublam 1 [Mine] Silber darwägen.

Vor Warä, dem Weinschenken; .vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Itti-

Ea-milki; vor Sin-muballit, dem . .; vor Sin-magir, dem Musikanten; vor

Samag-gämil, dem Schmied; vor Nür-iligu, dem Metallarbeiter^''^; vor Ali-illati;

vor Eri-Nanna, dem Schneider(').

Siegel der Zeugen.

Den 14. Tebet, Jahr »mit der hohen Kraft Anus, Enlils und Eas eroberte er

die Stadt des Damik-iligu«.

>) Vgl. Grant, 8. 1.

1480. EG 6. 19. 11 26. Rlm-Sin.

1 Sklave Namens Azabäni, der Sklave des Balmu-namhe, — bei Balmu-nam|}e,

seinem Eigentümer, hat sich der Bäcker Afeu-wakar für ihn verbürgt. Entkommt


— 28 —

er, flieht er,') sucht er den Palast, einen Mächtigen, das Haus der Frauen auf),

so wird A^u-wakar 1 Mine Silber darwägen.

Vor Warä, dem Weinschenken; vor Sin-muballit, dem .; vor Eri-Nanna,

dem Schneider('>; vor Iddin-ÖamaS, dem Schmied; vor Nür-Kabta; vor Kumbulum;

vor Ahu-wakar .; vor Öamas-gämil, dem Schmied.

Siegel der Zeugen.

Den 19. Ajar, Jahr »auf das wahre Geheiß Anus, Enlils und Eas grub der

wahre Hirt Rlm-Sin einen seit alters nicht (mehr) vorhandenen, nach Larsa Reichs

tum bringenden Kanal«. '

') Ha. A ü-gu-ba-a/n-de. — ') e-gal kab-tam e-sal-e-ne i-Si-i-ma.

1481. VS XIII 96 (a) (= VAT 7708).') -. v. 28. Rlm-Sin.

Ein gewisser Ikbatum hat von sich selbst für 5 Sekel Silber dem Übär-Samas

seine Person (zur Verfügung) gestellt.^) 5 Sekel Silber hat Übär-Samag für seine

Schuldverpflichtung dargewogen °). Sobald er das Silber bringt, wird Ikbatum (sich

selbst) fortführen. *)

Vor Ili-arni; vor Nür-Igtar, vor Ikün-pi-Igtar; vor Ali-illati; vor Ibni-Irra;

vor Silli-Samag, Sohn des SikkuC); vor Abum-ili; vor Ili-igmeni.

Siegel der Zeugen.

Im Ab, Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas baute er die Mauer von

Zarbilum «.

(Siegel:) Nür-Btar, Sohn des Puzur-iligu, [Diener .].

1) VgL Schorr, GGA 1915 S. 425 f., Landsberger, ZDMG ö9 S. 517. — ") iiS-xi-ix. —

') Nur.innen. — *) ud kü mu-un-ium-tum I. ba-an-tum-mu, für das letztere Wort außen i.s-.sa

(oder ta)-al-la-[al].

* Selbstvergeiselnng des Ikbatum zur Sicherung des Rückgriffes des Ubär-Samas, erworben

auf Grund einer Interventionszahlung, durch die er den Ikbatum aus einer früheren Schuld»

Verpflichtung {i-hi-il-tu) löste. Die Ausdrucksweise der Urkunde zeigt in Vergleichung mit No. 1474

zur Evidenz, daß das Formular der Selbstvergeiselnng der Vergeiselung einer dritten Person

nachgebildet ist.

1482. VS XIII 63(8) (= VAT 7731). -. x. 30. Rtm-Sin.

Kutazzum') hat zu seinem Ersatz C'^) von Enlil-dürgu 10 Sekel Silber als

seinen vollen Preis erhalten.") Flieht Kutazzum(''\ so wird Apil-Amurrim 10 Sekel

Silber darwägen.-

Vor Iddin-. .[..]; vor Awll-Igum; vor Nür-Samag; vor Gimillum; vor Abumili

C); vor Sin-päSer; vor ArgibumW; vor Gimil-Mah.

Siegel der Zeugen.

Im Tebet, Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas eroberte der wahre

Hirt Rlm-Sin die Königsstadt Isin und deren ganze Bevölkerung, soviel ihrer war«.


- 29 -

(Siegel:) Apil-[Amurrim], Sohn des Idam-[. .], Diener des Ilamurrim*).

») Vielleicht kein Sklave; Lesung unsicher: maiku)-ta{Sd)-ax {uy)-xu{ku)-um. — ') a-na paha-ti-Sä,

d. h. für sich selbst. — ") Sii-ba-an-ti. — *) Ein zweites Siegel unklar.

* Die richtige Deutung der Urkunde hängt von der Übersetzung der Worte a-na pa-fiatt-Sü

»zu seinem Ersatz« d. h »für sich selbst» (L andsberger) ab. Es handelt sich dann um Selbst.

Verpfändung oder Selbstverkauf des Schuldners. Dafür daß er sich dem Zugriffe der Gläubigerin

— es ist offenbar dieselbe wie in No. 1483 — nicht entziehen wird, tritt Apil-Amurrim als Bürge em.

1483. VS XIII 72(a) (= VAT 7722). - vi. 32. Rlm-Sin.

1 gewisser Azilum, Sklave der Enlil-dürgu, — bei Enlil-dürgu, seiner Eigene

türaerin, haben sich Lu-Igkura und Sumum-libgi, sein Sohn*''', für ihn verbürgt.

Flieht Azilum, so werden Lu-Igkura und Sumum-libgi, (sein Sohn),') 10 Sekel Silber

darwägen. Bürgschaft des Lu-Igkura und des Sumum-libgi, seines Sohnes^' [.

(Lücke) •]•

Vor Ninsianna-palil, dem Kaufmann; vor Iddin-Samag, dem Weinschenken;

vor Ali-wakrum, dem Kaufmann von Nipptir; vor Anum-littul, dem Goldschmied;

vor Täb-gillum, dem Kaufmann; vor Apil-Kubi, dem Vorsteherf^)^) der Wahrsager;

vor Nüratum

Siegel der Zeugen.

Im ülül, 3. Jahr nach dem (Jahr) »mit der hohen Waffe eroberte er Isin«.

(Siegel:) [Anura]-Ii[ttul('>, Sohn des] Nabi-ili[gu]''), Diener der Ninsianna.

') Nur außen. — ^) SäP^-pir.

1484. VS XIII 68 (= VAT 7735). [..]. X(?). 33. Rlm-Sin.

[Izjzä, . [des('' Ubär]-Samag, hat . . ') gemacht, und [. .] hat ihn zur Be=

wachung Ubär-Samag gegeben''''; [für] Izzä hat Sät-Samag, seine Ehefrau, sich

verbürgt. Entkommt^) Izzä, entflieht er, so wird Sät-Samag, seine Ehefrau, und

.... Ersatz leisten

Vor Übär-Samag, dem Eilboten; vor Iddin-Samag, dem Weinschenken; vor

Dbär-.Samaä, dem purkultu; vor f. .]ü, dem Elamiten; vor [. .]ra; vor [ ]ni;

vor [. •], dem Schreiber.

Siegel der Zeugen.

Den 2. [-i- x] Tebet C', 4. Jahr nach dem (Jahr) »mit der hohen Waffe eroberte

er Isin«.

(Siegel:) Übär-Samas, Sohn des Iribam-Sin, Diener des Pabilsag. — übär-

Öamag, Sohn des Jamlik-el, Diener des Adad.

') mu-Sar-ru(V-ta-am. — ') Original ba-k-ir, wohl Irrtum für ba-Ha . A.

* Der Tatbestand ist wegen der Lücken im Texte mit Sicherheit nicht zu ermitteln. Ubär-

S as dürfte wohl der Gläubiger sein, der anscheinend gegen den Schuldner Izzä. bereits die

V 11 treckung eingeleitet hat, indem er ihn in Haft setzteC?). In diesem Zeitpunkte erwirkt nun

die Ehefrau des Schuldners seine Freigabe, indem sie für ihn bürgt.


- 30 —

1485. VS XIII 73 (= VAT 7743).') 26. V. 35. Rim-Sin.

Ein gewisser Izigatar, Sklave des


- 31 —

wedema, sein Sohn, sich für ihn verbürgt. Entkommt Ili-tnram, flieht er, sucht

er [den PalasfC?)] auf), so [werden] Dabitum, seine Ehefrau, |Al)u]gunu, sein Sohn,

[und Samag]-wedema, sein Sohn, [dem Balmju-nam^e [. ].')[• (2 Zeilen

stark zerstört) .].

[Vor .]lum, dem SchmiedC'; [vor] Zanija, dem/«^'^fö.c-Priesterm des Samag;

vor Warad-Sibi, dem Kaufmann; vor Namram-garür.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 21. Nisän, 28. Jahr »er eroberte Isin«.

') [e-gal?] i-sa-hu-ur. — ') nur -al erhalten.

1488. CT XXXIII 49b (^ 9735I) 22. X. 17 Hammurapi«

Betrifl't ein ledernes '), das Ibi-Ilabrat vor'J Namram-garür gelassen und

wobei er eine Sklavin in Schuldbaft geführt') hatte. Namram-garür brachte das

lederne *) und führte daraufhin die Sklavin (wieder) fort. Keiner wird gegen

den andern Anspnich erheben.

Vor Warassa, Sohn des Adad-imitti; vor Irra-bäni, Sohn des ').

Den 22. Tebet, Jahr »Bildnis der Innanna "')< °).

1) •Masakgu-ü-nu-um; auch Thureau-Dangin, Lettres et Oo«


— 32 --

Vor Zarrikum; vor Mär-irgitim, dem Statthalter; vor Aplum, seinem Bruder;

vor Pippä; vor Namrum-ili; vor Sin-imguranni.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 1. Nlsän, Jahr »König Hammurapi hat Zababa | .|«.

1) Sü-dü-a. — ') u[b-ba-la]m(i)-ma.

* Eine Urkunde ähnhchen Inhalts, nämlich mit der Verpflichtung eine Person »bei Beendigung

einer GeschäftsWreise«: zu gesteilen, ist V 1110, nur daß dort anstatt der Phrase Sü-dü-a Sn-baan-ti

»er hat die Bürgschaft übernommen« zu lesen ist, ga-ba-am iS-ku-un. Meine (Babyl. assyr.

Bürgschaftsrecht 253) vermutungsweise vorgeschlagene Übersetzung dieser Phrase mit »er hat

sein Wort verpfändet« im Sinne von »er hat gebürgt« wird durch den vorliegenden Text bestätigt.

Ein Unterschied besteht nur insoferne, als V 1110 eine persönliche Verpflichtung des Schuldner-

Bürgen zur Gestellung formuliert, während No. 1490 ein reines Garantieversprechen enthält.

»Bürgschaft« im Sinne des babylonischen Rechts ist beides. Vgl. Babyl. Bürgschaftsrecht 104 f., 155 f.

1491. Schell, RA XIII, S. 126. Zeit des Kuk-Na.sur.')

Ein Feld, Anteil^) des Ilu- -mi nebst ") Feld und seinen Wiesen hat

Nür-Samag('' für 5 Sekel Silber mit (der Klausel) »sammle ein (und) nimm fort« *)

auf Gerste, Sesam und Kichererbsen^) gepachtet. Wer vertragsbrüchig wird, wird

') Silber geben.

Vor Sin-idinnam; vor Rim-Kurig; vor -muballit; vor Kidti-näsir.

Bei Knk-Nagur und Kudu-zulug schworen sie.

1) Patesi von Susa, woher auch die Urkunde kommt, Zeitgenosse Hammurapis oder Ammizadugas.

— ^) ha-la — ') an-ki. — *) e-xi-ip ta-ba-al. — *) gü(.'>)-tur, — ^) ta(^)-aS-ni,

* Wie schon Scheil I.e. erkannt hat, enthält die Urkunde die in § 49 K.H. begegnende

formelhafte Wendung der PfandbesteUung esip tabal »sammle (die Früchte des Pfandgrundstückes)

ein (und) nimm fort«. Der Gläubiger erhält die Früchte an Stelle des Kapitals und auch den

Besitz des Grundstücks, worauf schon die Pfandformel hinweist. Das ergibt sich hier auch

daraus, daß anders als No. 1465, 1467 die Urkunde formell die Terminologie des Pachtvertrages

bietet Gerade aus diesem Grund ist es aber fraglich, ob ein Pfandrecht im Sinne eines ius in

re aliena vorUegt. Auch die Sicherung der Pfandvereinbarung durch Konventionalstrafe spricht

eher dagegen. Das Problem ist für das Recht der gräko-ägyptischen Papyri vor Jahren von

Manigk, Gläubigerbefriedigung durch Nutzung (1910) gerade für das Nutzungspfand aufgerollt

worden, freiUch auf Grund nicht ganz exakter Fragestellung. Denn nicht darum handelt es sich,

ob überhaupt Pfandrecht vorliegt oder nicht (vgl. M i 11 e is , Grundzüge der Papyraskunde S. 153).

Wohl aber kann man fragen, ob die Pfandhaftung im Sinne eines ius in re aliena aufgefaßt

wurde. Man wird überhaupt vorsichtig sein müssen, den aus dem römischen Recht stammenden

Begriff des dinglichen Rechts an fremder Sache ohne weiteres auf das altbabylonischo Pfandrecht

zu übertragen. Schon die Unterstellung der Pfandhaftung unter die Bürgschaft (vgl. oben S. 20),

die Schwierigkeit, die Pfandhaftung von der persönlichen, gigenständlich beschränkten Haftung

abzugrenzen (vgl. Anm. zu No. 1485), sollten bedenklich machen. So ist insbesondere mit den

in den Urkunden vorkommenden Hypotheken durchaus die Annahme eines bloß obligatorisch

wirkenden Beschlagnahmerechts des Gläubigers verträgUch. Sicher ist nur, daß das Pfand als

Saohhaftung ebenso wie die Bürgschaft als persönliche Haftung unter den Begriff der Haftung

fallen. Daß die erstere aber dem Gläubiger dingliche, gegen jeden Dritten wirkende f?6fugni8He

verschafft habe, ist damit nicht notwendig verbunden.


— 33 —

1492. BIN II 81 (=^ NBC 1243). 20. XIL lO. Samsuiluna.

Bürgschaft für ') hat bei Ili-idinnam, seinem Reisenden \ Sin-uballissu

geleistet. Wenn sie nicht teilenW*), wird er ihm 1 Sekel Silber geben.

Vor Rimanni-ili, dem rabiänu'^^''; vor Ibbatum; vor Kuk-Simut; vor Kegidinnam.

Den 20. Adar, Jahr »König Samsuiluna (schlug) das Heer von Jamutbal«.

(Siegel:) [. ., Sohn des] Awil-[. .], Diener des [ ]. — Ba[. .], Sohn

des Si[. .] ., Diener des [. .] — Sin-[ . ., Sohn] des |. ., Diener] des

') Surdü ii.-xu-uk'f)-pi(f)-e(l)-tam. — ') a-li-ik karränira-in-Sü. — «) ü-xa-xu-ma.

1493. CT XXXIII 29 (= 80817). Undatiert

6 Sekel Silber hat Salatum, Tochter des Maninum^''), die natttu des Samag,

dem Sin-ibni, um ein Grundstück zu nehmen"), gegeben. Wenn Sin-ibni das Silber

[der] Salatum nicht (wieder)gibt, so tritt Salatum auf das Grundstück").

Vor Jaljmadum, Sohn des Itar-muluk; vor Re'üm, Sohn des Zlzänum; vor

Sin-geme, Sohn des ManinumO'); vor Iblutum, Tochter des Magiam-ili; vor Belis=

sunu, Tochter des Sin-ennam.

') ma^)-ni-ni\ statt ma auch ku (kaum xu) möglich; ni-ni könnte = ili sein. — ') a-na

ka-ka-ri-im ^a-ba-ti-im. — ^) =Bie ergreift Besitz davon: e-ti ka-ka-ri-im i-xa-ax,

* Darlehen mit Hypothek. Der Gläubiger wird erst bei .Nichterfüllung der Schuld berechtigt,

das haftende Grundstück in Besitz zu nehmen.

II. Besonderer Teil.

I. Verpflichtttngsscheine.

Vorbemerkung. Unter dieser Rubrik sind Urkunden mit dem Schema: »Geschuldete

Leistung hat zu Lasten (eli) des 8(chuldner8) G(läubiger) gut (iSu, in-tuk) — Leistungsversprechen

des Schuldners« zusammengestellt. Es handelt sich also um einen ganz scharf umrissenen Ur«

kundentypus. Zu dessen juristischer Würdigung vgl. Koschaker, Bab. Bürgschaftsreeht 112 f.

Vgl. ferner III 130, 164, 177, 180, 189, 224, 233, 239, IV 874, 901, 909, 911, V 1108, 1188,

wo jedoch die Urkunden unter verschiedene Rubriken, insbesondere unter »Darlehen« und »ab«

strakte Schuldscheine« eingereiht sind. Beides ist ungenau, einmal weil der Verpflichtungsschein

alle möglichen causae (Darlehen, Kaufpreis-, Pachtzinsschuld u. a. m.) in sich aufnehmen kann,

ferner weh er nicht notwendig abstrakt ist, in der Mehrzahl der Fälle vielmehr die Schuldcausa

erkennen läßt.

ß) Unter Privaten.

1494. PSBA XXXIII, PI. XLII, No. XVI. -. Xl. i. Mananä.

I .. 1 Kur Gerste |. .| hat zu Lasten des Sin-idinnam Sumgunu-watar gut.

Zur Zeit der Ernte wird er die Gerste darmessen.

Koschaker und Un^fad, Hammurabi VI. 3


— u —

A

Vor Idig-Zababa; vor Zazija; vor Idig-Sin; vor Ku-Ninsianna.

Im Sabat, Jahr »Mananä wurde König«.

1495. PSBA XXXIII, PI. XXXI, No. II. -. V Zeit des Mananl

[. . .] + 15 Sar Garten neben dem Garton des Hasikum, 600 Sar Feld

neben dem Felde des Ilugu-bäni, .; die Abgabe von Feld und Garten, (niim=

lieh) 60m%Kur Gerste, hat zu Laston des Alalum, Sohnes des Abimi-täbum, Sum=

gunu-watar gut. Zur Zeit der Ernte wird er (sie) darmessen.

Vor BiP'-ahuni; [vor] Sumu-nihimi, Sohn des Kig-Zababa; vor Nanna-bad-gal,

dem Schreiber. '

Im Abu, Jahr »Kazallu wurde erobert«.

* Pachtzinsschuld eingekleidet in Form des Verpfliohtungsschoins. Vgl. No 1496.

1496. PSBA XXXIII, PI. XLVI, No. XXVIIl. - Xl. Zeit des Mananl

6 [Kur] Sesam')^, Abgabe von aOO Sar Garten, hat zu Lasten des Sissu-nawirat,

Sohnes des Abum, Sumgunu-watar gut. Zur Zeit der [Sesam (f']-Ernte wird er (es)

darmessen.

Vor Idig-Zababa; vor Da ..., Sohn des Ktnu-bagi*"; vor ^*, dem Schreiber.

Im Sabät, Jahr nach dem (Jahre) »eine Kesselpauke [weihte] Mananil für das

Haus des Nannar«.

') Lies tie. QiS. [Ni. Oiir]. — ^) Sicher nicht na-ram-lim (Langdon).

* Vgl. No. 1495.

1497. RFH 20 (= AiSL 33, 232). -. V. Zeit des Eri-Aku.

3 Saugkälber'): Malik-saddum


— 35 -

(Siegel:) Warad-Amu|rrim], SohnC^ [des

') Meek, S. 209. — ^) al, — ") nig ik-ka-mai'^) ib-ba-al, mir unklar.

* Vgl. No. 1497.

1499. PSBA XXXIV, PI. X, No. VI (= Ash. 1911 — 284). -. x. i5. Rim-Sin..

2'/a Sekel Silber, Silber für einen Sklaven, der abhanden gekommen war, hat

zu Lasten des Adad-tnkulti C^ Ur-Sulpae gut. Im Simän wird er das Silber dar=

wägen.

Vor Sin-[. .|; vor [. .|; vor Si. .|..]; vor Apil-ili^^ dem Schreiber;

vor . [. .].

Im Tebet, 16. Jahr.

• Man könnte für das zugrunde hegende Rechtsverhältnis etwa an eine Bürgschaft nach

Art der Urkunden No. 1470 f. denken, aus der eine Zahlungsverbindhchkeit der Burgen ent»

standen ist, die nun durch einen Verpflichtungsschein noviert wird.

1500. BIN II 87 (= NBC 1242). -. IX. Jahr unbekannt.

5 Sekel Silber, Zins, hat zu Lasten des Sin-magir Manütum gut.') Auch wird

sie 100 Sar Feld, kubtzcm, solange sie lebt, nutznießen. Sin-magir wird nicht

vindizieren.

Vor .; vor Sin-igmeanni; vor Samag-kima-ilija, Sohn des Ili-nawir; vor

Ibik-Ea, dem amurritischen Obmann; vor Silli-Qula''}.

Im Kislim, Jahr nach dem (Jahre) ». Samag«.

(Siegel:) Silli-Gula'), [Sohn des LümujrW-ga-ili.

1) Lies i-Sü. — ') Hier ligu-la. — ') Hier


36

Mit seinem Siegel ist gesiegelt.

Den 20. Ab, [Jahr] »König Samsuiluna grub den [Kanal| Nakab-nuhsi<

(Siegel:) Idin-lgtar, Sohn des Ada, Diener des Gottes Adad.

') Scheil faßt aUe diese Formen als Futura, was zwar einen guten Sinn ergibt, aber wegen

der Medialformen nicht unbedenklich ist; der Text lautet: i-nu-ü-ma ri-rna-am ''»SamaS ir-ta-

Sü-Sü-ma ia-a-a-ra-iim Sä ''«SamaS i-ia-am-ru i-nn, ga-ti-Sn kaspum it-ta-ab-fui Kü-{. IJd Säg


— 37 —

Vor Sin-idinnam; vor Ibkusa; vor Azäzänum.

') si-il-la-.Hi, schwerlich »from the department of« (Meek). — •'j Wohl i-hn-xu.

* Vgl. Anm. zu No. 1502.

1504. C 30 (= CBS 4944).') -. iv. 30. ßim-Sin.

|..] Vo Sekel, 6 Korn Silber, Depositum') ohne Zins, hat von Damik-iligu Igtarlaniassi

bekommen. Im Monat Simän soll er (es) zurückgeben.

Vor Imgurum; vor Lu-amag-kuga; vor Narubtum.

Im Dumuzu, Jahr »König Rtm-Sin eroberte Isin«.

') Chiera, S. 47.— 3} si-lal.

1505. EG 61. -. Xllb. 32. Etm-Sin

94 Mutterschafe; 22 weibUche y^mC'-Lämmer; 51 Schafböcke; 34 männliche

,^/w''*-Lämmer; 29 weibliche ö??^-Lämmer; 28 männliche Äi-Lämmer'); (zus.) 258

Schafe; (sowie) 1 Ziegenbock; (alles) gehörig dem Ubär-Samag. Hirt: Gimil-Sin.

Vor Sep-Sin; vor Sin-magir, dem Hirten; vor Etellija; vor Nisänum; vor

Pallakum; vor Ahura-wakar.

Siegel der Zeugen.

Im Schalt-Adar, 3. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas eroberte

der wahre Hirt ßim-Sin die Königsstadt Isin«.

') Mit KinO) und Du werden die Lämmer unterschieden (wohl nach dem Älter).

* Vgl. Anm. zu No. 1502.

1506. EG 71. 18. XII. 50. Etm-Sin.

78 Mutterschafe; 39 Schafböcke; 3 weibliche du-V&mmev; 3 männliche du-

Lämmer, l^) Ziege, [3]«?) Zicklein, (zus.) 127 (Stück) Kleinvieh, außer'?)') 7^Mutter=

scliafen (und) 5 Schafböcken des SamaS-^arbaO, gehörig dem Rim-Sin-liwwir;

Hirt: Damki-ili[gu]. 4 Sekel Silber wird er als Verpflegimg [geben] W).

Vor Simti[. .]; vor Munawwirum, Sohn des Balmu-namfee; vor Sin-magir,

dem .; vor Munawwirum, Sohn des A^lma-wedum'''; vor BibigirmC), Sohn

des Bitum-rabi''''; vor Lälija, Sohn des Nähig-salmum('); vor Ubajatimi, dem [ ...];

vor Samag-^äsir, dem [. .].

Siegel der Zeugen

Den 18. Adar, 30. Jahr »er eroberte Isin«.

') isC')-te. — ^) Se-ba i-na-[ad-din](i).

* Vgl. Anm. zu No. 1502.

1507. RFH 10 (= AJSL 33, 226). - IX. Jahr unklar.

1 Sklaven, Namens Sin-gämil, hat zur Bewachung Belum-Sin dem Salilum und

dem Sin-nawir gegeben. Lassen sie (ihn) entkommen, [so werden sie] den Proviant^),

den sie genommen haben ^) [. (Lücke) .]•


— 38 —

Vor [. . . .], Sohn [des .|; vor Awtl-[. .], Sohn des Zimr|atum]("'; vor

Irra-gämi[], dem ö^keltererC); vor Salam(?'-il[i .[

Siegel der Zeugen.

Im Kislim, Jahr nach^ (dem Jahr) ». [. .] wurde gebaut«.

') ma-?a-ar-tim. — ') Se.Kaxkal. — ^) iS-Sü-ü.

3. Auftrag.

1508. CT XXXIII 27 (= 78373). 16. X. 4. Ammiditana.

7Va Sekel Silber — zum Kauf von Kräutern .') des Kleinviehs der

Narubtum, der natttu des Samag, Tochter des Marduk-lamassa[gu], des Leutevaters''^'),

das seiner") Hand (anvertraut ist), vom Jahre König Ammiditanas »neues Jahr

nach dem (Jahr) 'die Macht Marduks'«, — in Empfang genommen*) durch Ibni-Adad,

den Hirten, den Bruder der Ilugu-abugu.

Vor Ibik-Anunitum, dem Richter, Sohn der Samag-bäni; vor Awll-Adad, Sohn

des Adad-näsir; vor Tamlatum, Sohn des Ibni-Marduk; vor Belletum, Sohn des

Nakarum.

Den 16. Tebet, Jahr König Ammiditanas, (das benannt ist) »neues Jahr nach

dem (Jahr) 'die Macht Marduks'«.

Siegel des Ilugu-abugu; Siegel des Awll-Adad; Siegel des Tamlatum; Siegel

des Belletum °).

') ra-a-'ad(t, t). — '•') Vielleicht derselbe wie in III 740. — ') Des Ibni-Adad. — *) nam-har-ti.

— 'j Ferner der nicht publizierte Abdruck des Siegels des Ibik-Anunttum

* Der Hirt Ibni-Adad, dem das Vieh der natttu Narubtum anvertraut ist, erhält Geld mit

dem Auftrage, davon Futterkräuter zu kaufen. Hierbei ist natürlich nicht an ein Mandat als

Konsensualvertrag im Sinne des römischen Rechts zu denken, sondern an einen Realvertrag,

d. h. die Verpflichtung zur Ausführung des Auftrags ist darin begründet, daß der Mandatar die

dazu erlorderhchen Mittel vorher erhalten hat.

4. Urkfinden in Darlehensform.

Vorbemerkung. Die Urkunde mit dem Schema (gewöhnlich sumerisch): .>eine Sache

ki 0 S Sü-ba-an-ti — i-lal-e, i-äg-e »hat vom G(läubiger) S(chuldner) erhalten — er wird dar»

wägen, darmessen (bei Naturalien)«, gewöhnlich als Darlehensurkuude bezeichnet, ist in der Tat

ein viel weiter reichender Urkundentyp, indem er nicht nur, wie selbstverständlich, das Darlehen

umfaßt, sondern überhaupt den Eealvertrag, d h. jenen Vertrag, bei welchem durch den Empfang

einer Leistung die Verpflichtung des Empfängers, sei es zur Rückgewähr des Erhaltenen, sei es

zu einer anderen Leistung, ausgelöst wird. So fällt unter dieses Formular auch der Kauf in

Gestalt des Pränumerations- und Kreditkaufs Der Verkäufer, der den Preis erhalten zu haben

bekennt, wird daraus zur Lieferung der V^are verpflichtet, ebenso wie der Käufer, dem die

W^are im Voraus geleistet wird, deshalb den Kaufpreis schuldet. Kauf hingegen ist nur der

Barkauf, d, h. der unmittelkare Austausch von W^are und Preis. Nur für ihn gilt das Kauf»

formular. Vgl. Koschaker, Hammurapistudien 15 i', 1.38 f., San Nicolö, Schlußklauseln der

Kaufverträge 7 f., 76 f. Ebenso gehört hierher der Vertrag zwischen Prinzipal und Handels«


— 39 —

gehilfen (inmnlluw), in welchem dieser ein Kapital zum Handelsbetriebe erhält. Vgl. No. 1548 —1651.

Endlich wird die Urkundsform wie auch in anderen Rechten (vgl. SanN icolö, 84'') zur

Beurkundung eines fiktiven Darlehens verwendet, bei welchem der Rechtsgrund der Verpflichtung

nicht mehr der Vorempfang einer Leistung, sondern das schriftliche Empfangsbekonntnis als

solches ist. In dieser Funktion begegnet sich dann das fiktive Darlehen mit dem Verpflichtungs»

schein. Es ist bisher in den Urkunden in zweifacher Anwendung nachzuweisen. Als sogenanntes

Rückstaudsdarieheu, bei welchem das aus einem anderen Rechtsgninde z. B. Kauf Geschuldete

nunmehr als Darlehen geschuldet wird (vgl. die Belege bei Koschaker, g'amm.-Studien 15'",

San Nicolö 84 u. No. 15270, RA. XV, 8. 191) und als rein fiktives Darlehen ohne Beziehung auf

ein bereits zuvor bestandenes Rechtsverhältnis. So scheint die Verpflichtung aus einem Gelübde

(Votum) in Gestalt eines fiktiven Darlehens der Gottheit an den Votanten übernommen worden

zu sein. VgL No. 1540.

a) Darlehen.

o;) Geld-Darlehen.

* Vgl. auch die Urkunden über Darlehen mit Pfand, No. 1461 —14ö6, 1467, 1469, 1493.

1509. C3 (=CBS 3691).') -. Xnt. Zeit des Pür-Sin.

l'/a Sekel Silber — als Zins dafür 30 Kä Gerste — hat von Aabba-kalla

Ili-midi(-^, Sohn des Nämurgu('Manan]ä [stellte] den Thron [auf]«.

1511. C 39 (= CBS 15001).') -. mm. 5. Rim-Sin.

[..] Sekel Silber — als Zins soll er '/* Sekel für jeden Sekel hinzufügen —

hat von Sin-dajän, Sohn des Bunnänum, [NN, entliehen . (große Lücke) j.

[Im] SimanC), Jahr »König Rlm-Sin brachte [2\ bronzene Bildnisse des Kudur=

raabug [und eine Stele] nach Egalbarra hinein«.

') Chiera, S. 48.

1512. VS XIII 6! (= VAT 3874). -. VIIL 20. Rim-Sin.

2 Sekel Silber, Darlehen'), hat von üaüm Nür-Amurrim entliehen. Im Simän

wird er das Geld darwägeu.


- 40 —

Vor Sin-magir (und) Imgur-Sin; vor Ibni-Adad, dem .; vor llima-abi (und)

Dakkum; vor Sin-erig (und) Ilugu-bäni; vor Taribum; vor (lm)gur(''''-Sin.

Siegel der Zeugen.

Im Warahsamnu, Jahr »Kisurra«.

^) Sü-lal = kiptu, doch wohl im Sinne von »zinsloses Darlehen«. Vgl. Landsberger,

OLZ (1922) S. 409 und Serie anaiitiSu II R 12, 41, wo ktptu neben hubulatum in derselben Bedeutung

steht. VgL schon Meissner, APR S. 117. Kiptu scheint in dieser Verwendung ein

speziell südbabylonischer Terminus technicus zu sein. Wenigstens ist es bisher nur in Urkunden

ans Larsa nachweisbar (vgl. No. 1526, 1534, 1544), während man in Nordbabylonien hubutatum.

gebraucht. Vgl. III 200, 203, IV 875, 900, V 1128 und No. 1522, 1538.

1513. C 42 (= CBS 13956). -. vi. 26. Rim-Sm.

[... Sekel] Silber [. .] hat von [A. B. entliehjen. [. . (große Lücke) • .[

Vor [. ] .; vor Sin-lldig.

Im Ulül, Jahr »König Rlm-Sin grub den Gerecbtigkeitskanal«.

1514. VS XIII 97 (= VAT 3998). -. vii. 28. Rtm-Sin.

IVs Sekel, 5 Korn Silber hat von Sin-litatal Sin-tamkari, der Bruder des

Sin-gar-Urim, entliehen.

Vor Etel-pi-Adad; vor Atta; vor ....

Im Tagrit, Jahr »die Mauer von Zarbilum«.

* Fraglich, ob Darlehen, da ein Versprechen der Rückzahlung des Empfangenen fehlt.

1515. EG 60. 9. XIL 56. Rim-Sin.

l'/o Sekel, 6 Korn Silber hat von Sep-Sin Sin-eris entliehen, im Simän wird

er das Geld darwägen.

Vor Puzur-Samag; vor Belgunu.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 9. Adar, 27. Jahr »Isin wurde erobert«.

1516. W 38 (— Bu 91, 5—9, 2515).') -. VL U Hamimirapi.

Tafel. % Minen Silber — Zins des Samag wird erC-^ zahlen — haben von

Sin-rlm-Ürim, Sohn des Ebabbar-lümur, Akgak-ge[mi], Sohn des Irra-häbitC-', Belissunu,

seine Ehefrau, Tochter des Busi[..], und Elluratum ') entliehen. Zu ihrer Zeit")

werden sie das Silber und seine Zinsen darwägen.

Vor Supäpum, Sohn des Li[. .]; vor Täb-sillasu, Sohn des Samag-tap[pigu]W;

vor Ja^atu, Sohn des Sillija('); vor Eläli, Sohn des Sin-gemi; vor In-abigu, Sohn

des Sin-gämil; vor Warad-.Kubi, Sohn des Subigä; vor Rig-Irra, Sohn des Inbum*')*);

vor Ilugu-illassu, Sohn des Sin-idinnam; vor Samas-tappigu, (der es) geschrieben hat.

Jahr »Rapikum«.

Ibik-Adad .; Samas-tappigu hat (es) geschileben.

Monat EM.

1) = AJSL 29, 195. — ^) raC')-ma(oder ku)-nu. — ^) a-na it-ti-Su-nu. — *) Orig. bu-hu-um,.


— 41 —

1517. CT XXXIII 26 b (=97671). 31'). X. ll. Hammurapi.

'/a Sekel Silber — Zins des Samag wird er hinzufügen — hat von Erigti-Aja,

der natttu des Samag('•)''), der Tochter des Ilugu-ibnigu, Taräm-ili, die natttu des

SamagW ')^ Tochter des Sin-putram, entliehen. Zur Zeit der Ernte wird sie das Silber

und den Zins dafür") darwägen.

Vor Ahum-wakar, Sohn des Paäkija; vor Ibni-irsitum, Sohn des Higtila('); vor

SamaSO-tUlati, Sohn des Ibik-Tigpak«.

Den 31.') Tebet, Jahr »er eroberte Rapikum«.

») Irrtum für 30 oder 21? — ») SAL.MB. ÜD? — S) Lies maS-bi

1518. VS Xill 29 (VAT 2880). l. X. 36. Hammurapi

1 Sekel Silber hat von Aplum Iribam-Sin entliehen. Im Simän wird er das

Geld darwägen.

Vor Ea- .; Afe^ugunu; Ana-Samag-

Mit seinem Siegel') gesiegelt.

Den 1. Tebet, Jahr »Emeteursag«.

') Hinter a-ni wohl Rasur.

1519. PSBA XXXIII, PI. XXXVl, No. XI. Jahr nicht bestimmbar

2 Minen, lOW Sekel Silber, Silber für ..., hat von Slssu-nawirat, Sohn

des Belum, dem ., Sin-bäni, Sohn des Warad-Ea, im Monat Adar entliehen.

Im Monat Ulül wird er (es) darwägen. An dem Darlehen hat Sissu-nawirat

keinerlei Interesse').

Vor Anum-pi-Sin, Sohn des Ur-Ninsun; vor Brtb-Ürag, Sohn des KiS-Nauä;

vor Ibi-Amurrum, Sohn des Ikü-pi; vor Mufeaddüm, Sohn des Erlb-Sin; vor Sinnäpir,

Sohn des Nür-Igtar; vor Imdi-irsitum, Sohn des Bäbilf'^-[liwwirJ


— 42 —

ß) Fruchtdarlehen.

1521. PSBA XXXIII, PI. XXXVl, No. XII. -. XI. Zeit de« Mananä.

1 Kur Mahlgerste') — Zins auf das Kur 30 Kä — hat von Sumgunu-watar

Igme-Sin, Sohn des Agkudum, entliehen. Zur Zeit der Ernte soll er (es) geben.

Vor Annatum; vor Idig-Zababa: vor üta-mansi.

Im Sabät, Jahr nach dem (Jahre) »eine Kesselpauke weihte er für das Hans

des Nannar«.

(Siegel:) Igme-Sin, 'Sohn des Agkudum.

') Se.Har.Ba.

1522. PSBA XXXIII, PI. XXXVl, No. XIII. Zeit des Mananä.

2 Kur 33 Kä Gerste, zinsfreies Darlehen'), hat von Sumgunu-watar IJaläkum''')

entliehen. Zur Zeit der Ernte wird er die Gerste darmessen.

Vor Käbisum; vor Imdi-Irra; vor Kudänum; vor Aham-utta.

Jahr nach dem Jahre »eine Kesselpauke weihte er für das Haus des Nannar«.

'•) hu-bu-ta-ium. — ^) Vgl. die Zeugen von No. 1591.

1523. PSBA XXXIII, PI. XLV, No. XXIV. -. XL Zeit des Mananl

4 Kur Gerste ohne Zins") hat von Sumgunu-watar üta-mansi, Sohn dos Ili-kitti,

entliehen. Zur Zeit der Ernte wird er (es) darmessen.

Vor Ili-kitti; vor Igme-Sin; vor Idig-Zababa; vor Imdi-Irra.

Im Sabät, Jahr nach dem (Jahre) »eine Kesselpauke stellte er her«.

(Siegel:) Uta-mansi, Sohn des Hi-kitti.

•) MäS.Nu.Tug.

1524. eil (= CBS 10026).') -. vm. i.Zambija.

[. . .] Datteln ohne Zins zum ^) hat von dem Örro^-kalü-Priester Nannagugal

Ku-Ninurta, Sohn des Lugal-guba, entliehen. Im Monat Simän soll er (sie)

geben.

Vor Lu-. "), dem kalü-Priester, Sohn des Nig-alkalla; [vor] Lugal-azida,

Sohn des Panäuum.

[Im] Warahsamnu, Jahr »Zambija wurde König«.

(Siegel:) [Kuj-Ninurta, Sohn des Lugal[-suba].

'') Chiera, S. 45 f. — ") ttd-e-ne. — ") Chiera; lä-nin-lU-dingir; kaum richtig.

1525. VS XIII 2 (= VAT 7085). i Apil-sinW.

7 Kur Gerste ohne Zins hat von Nüratum Inbuga entliehen. Zur Zeit der

Ernte wird er die Gerste darmessen.

Vor Warad-Sin('), Sohn des Afeum-wakar; vor Mazum, [Sohn des] lli-agranni;

[vor] Iballut, [Sohn des] Awil-Samag; [vor] Buzäzum, [Sohn des] Aruabum; vor


— 43 —

Jatarrum, Sohn des Luri[. .|gi; vor Nabium-mälik, Sohn des Erib-Sin; vor Zababaummati.

Jahr »die Mauer von Nuri(') baute Apil-Sin«.

1526. EG 2. -. XII. 1. Rim-Sin.

4 Kur Gerste, Daiiehn, ohne Zins, hafC^ von Menatum Eri-Nanna und A]}ä=

sunu. ^) entliehen. Im Monat Dumuzu wird erC' die Gerste darmessen.

Vor Ili-rabiW; vor Ummi-täbat; vor Rim-ili.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Im Adar, Jahr »Rlm-Sin (wurde) König«.

') Text eher a-ha-ba-nu-um.

* Vgl. No. 1512, 1534, 1544.

1527. EG 30. 29. X. 31. Rlm-Sin

276 Kur [. .|') als Gesamtbetrag') haben von Ubär-Samag IJsi ,

Lipit-Igtar und Pazum(')'j-Irra entliehen. Im Simän werden sie es ihm darmessen.

Vor Iddin-Samag; vor A^u-wakar; vor Warad-Ilabrat; vor Ubajatum.

Siegel der Zeugen.

Den 29. Tebet, Jahr nach dem (Jahr) »Isin eroberte er«.

') Vielleicht »Emmer«. — ^) nam sag nig-ga. — ^) pa(f)-}U.

* Der Sinn der Klausel nam sag nig-ga ba-ab-dahC) »als (zum) Gesamtbetrag hinzugefügte?)«

ist dunkel. Möglich wäre — doch sei diese Deutung nur unter aUem Vorbehalt gegeben —,

daß mehrere ältere Forderungen unter denselben Personen in der vorliegenden Darlehensurkunde

als »Gesamtbetrag« zusammengefaßt (noviert) wurden. Dafür könnte die nicht unbeträchthche

Darlehenssumme angeführt werden. Dann läge aber ein fiktives Darlehen vor. Zu sag nig-ga =

reS namkurim vgL auch No. 1453 und Walther, Altbabyl. Gerichtswesen 69».

1528. BIN II 105 (— NBC 1240). Zeit Samsuilunas.

[. j Kur Gerste hat von Idinnamjatum Nimurta-abi erhalten''''). Am Quai

von Bäbili wird er die Gerste darmessen.

(Siegel:) Nimurta-abi, Sohn des [. . .], Diener des Samsuiluna.

•) Spuren wie ma[-hi-'\ir; man erwartet eher >entliehen«.

1529. BIN II 92 (= NBC 1233). Datum zerstört.

[. (Anfang fehlt) •[ hat [NN.] entliehen. Enb-[. ..] wird die Gerste dar


— 44 —

Vor Nanna-lu-til, Sohn des Puzur-Ninhursag; vor Nidnuga, Sohn des Mägum;

vor Naräm-iligu, Sohn des Büzumi').

') garC^).BaW. — ') i-na Sä-an-du-un-iim = Saddüiim? Vgl. Landsberger, WZKM 26,

S. 128 f.

y) Geld- and Frwchtdarlehen,

1531. PSBA XXXIII, PI. XLII, No. XIV. -. XI. Zeit des Jawium.

10 Sekel Silber — Zins 30 Kä Gerste auf je 1 Sekel —, 100 Kä Mahlgerste')

— Zins 100 Kä Gerstp auf je 1 Kur — hat von Sissu-nawirat Sa,raael, Sohn des

Hilfeilum, entliehen. Zur Zeit der Ernte wird er das Silber darwägen (und) die

Gerste darmessen.

Vor Sin-nägir, Sohn [des Nür-Igtar]^); vor Bä[bänu]m('), Sohn [des HilhilumC'J;

vor Abum-ha. ., Sohn des Amlnum; vor Mäsum ., Sohn dos Malilum;

Päni-iliSu, Schreiber.

Im (.Monat des) Adadfestes, Jahr »J[awium] stellte eine Kesselpauke für das

Haus des Zababa her«.

') Se.Ear.Ra. — ^) VgL zu den Zeugen bes. No. 1582.

1532. Thureau-Dangin, RA VIII, S. 75 (= AO 4668). -. ix. Zeit des Mananä.

10 Sekel Silber — als Zins für 1 Sekel [wird er hinzufügen] —, 3 [Kur|

Mahlgerste — als Zins für 1 Kur wird er Vs (Kur) [hinzufügen] — hat von Sissunawirat

Jakünum, Sohn des Huzzubum, entliehen. [Zur Zeit] der Ernte wird er

(es) [geben].')

Vor Ad-mäti-ili, Sohn des Zimudara; vor Narbum, Sohn des Kudädum; vor

Damu-azu, dem Schreiber; vor Warad-Ea.

Im Monat Kislim, Jahr »Mananä [stellte] den Thron [auf]«.

(Siegel:) Jakünum, Sohn des Husgubum.

•) Wohl [sumj-mu-dam.

1533. BIN II 84 (= NBC 1255). lO. IX. 28. Samsuiluna.

'/, Sekel, 70 Kä Gerste — den festen') Zins wird er zahlen — hat von Awil-

Sin Rlg-Sama^ entliehen. Zur Zeit der Ernte wird er das Geld und den Zins dafür

darwägen, die Gerste und den Zins dafür darmessen.

Vor Innana; vor Zababa.

Den 10. Kislim, Jahr »König Samsuiluna (hat) auf Geheiß Enlils (u. s. w.)«.

•) gi-rta.

1534. BIN II 74 {= NBC 1236). Datum unbekannt.

l("'/6 Sekel, 6 Korn Silber, 2 Kur Gerste als Darlehen'), hat von Ea-däpin

Naräm-Sin, Sohn des Ili-kibri, entliehen. Bei der Einbringung der Ernte wird er

die Gerste und das Geld darwägen.


- 45 —

Vor Sin-rabi, Sohn des Nür-Kubi; vor Nflr-Kubi, (Sohn des)") Pür-Adad;

vor Sin-erlbam; vor Sin-igmeanni, dem Schreiber.

Im Monat '), Jahr »die Mauer von Hapus«.

(Siegel:) Naräm-Sin, Sohn des Ili-kibri.

>) Sii-lal-.sii = anakipiim. Vgl. No 1512, 1526, 1644. — •) Fehlt. - ») '(«Sü (oder tüg);

ist Dumuzu gemeint?

d) Darlehen mit InhaberklaaseL

1535. W 18 (= Bu 91, 5- 9, 735).') 5.1. Zeit Ammiditanas.

1 Kur Gerste im Maße des Marduk, Speichergut'), hat von Aja-tallik, der natttu

des SamaS, Tochter des Ilugu-ibni, Obmanns der Kaufleute, Amat-SamaS, die natttu

des Samag, Tochter des Sin-imguranni, entliehen. Zur Zeit der Ernte wird sie 1 Kur

Gerste im Maße des Marduk an den Speicher, wo sie sie genommen, dem Träger

seiner') gesiegelten Urkunde darmessen.

Vor Lamassäni, der natttu des Samag, Tochter des Awil-Sin; vor Belitum, der

•natttu des Samag, Tochter des Sin-gämil.

Den 5. Nlsän, Jahr »König Ammiditana «*).

(Siegel:) Amat-Samag; Lamassäni; Belitum.

1) ^ AJSL 29, 168. — '^)im-aS-pa-ku-ium. — ^) So Original statt »ihrer«. — *) Unleserlich.

* Über die wa.syafa/^«-Darlehen vgl. Koschaker, Hammurapistudien 67^.

e) Darlehen von Palast und TempeL

* Vgl. auch No. 1520.

1536. VS XIII 59 (= VAT 3977). -. xilt. i6. Rim-Sin.

70 Kur Gerste, l^/e Sekel, 22 Kom Silber haben vom Gotte Samag und Sinlipig")')

Aliugunu, Gimil-Dumüzi, Belissunu und Hägirum, die Söhne des Dakkum,

entliehen. Im Simän werden sie [heil] (und) wahr die Gerste darmessen.

Vor Tizkarum; vor Ibija, .; vor Ilima-abi, dem |. .] .; vor Sinma-ili,

dem Eilboten('); vor Ibnatnm; vor übär-SamaÄ, dem . .; vor Nanna-sig.

Im Schalt-Adar, Jahr »der Steppenkanal wurde gegraben«.

') Wohl der Tempelverwalter. — ') l\u 8ili]m-ma lü gi-n[a]. Die vollständig in der Form

ki lü silim-ma-ta tu gi-na-ia Sü-ba-ab-ie-ga »von einem heilen und wahren Manne wird er (der

Qläabiger) erhalten« auftretende Klausel ist hier rein formelhaft gebraucht und bezeichnet, da

sie immer bei mehreren Schuldnern begegnet, wohl die Solidarhaftung. Vgl. III 154, 205; IV 878,

1004; V 1118 und No. 1549.

1537. VS XIII 95 (= VAT 3899). -. x. i7. Rim-Sin.

25*16 Kur Gerste hatW vom Gotte SamaÄ und (von) Sin-litalal') Huzälatum

und der Gärtner Häsirum entliehen. Im Simän wird^'^ sie die Gerste darmessen.

Vor Läkipum, dem Weinschenken; vor Ibnatum, dem . .; vor Gimil-Amurrim;

vor Atta, dem Schneider^); vor Etel-pi-Adad; vor Nanna-gagga.


— 46 -

Siegel der Zeugen.

Im Tebet, Jahr »die Stadt Imgur-Gibil wurde erobert«

') Der Tempelverwalter. »Vgl. No. 1536.

1538. BIN 11 82 (= NBC 1248). 22. VIII. 4. Samsuiluna.

5 Sekel Silber, zinsfreies Darlehen, Silber des Palastes, haben vou Nahagura

und vielen'} Selilium und Inbuga entliehen. Innerhalb von 15 Tagen wird er'" das

Silber zurückgeben.

Vor Silli-Adad; vor Gurrurura; vor Atidum.

Den 22. Warahsamnu, Jahr »er grub den Samsuiluna-hegal-Kanal«.')

i) ü ma-du-tim, vielleicht im Sinne von: »N. und Genossen«, Man könnte sich vorstellen,

daß es sich um ein Verwaltungskollegium unter dem Vorsitze des Nahasum handelte. Vgl. auch

No. 1725. — 3) Siegel undeuthch.

1539. BIN II 85 (= NBC 1256). lO. IL 27. Samsuiluna.

11 Sekel Silber — als Zins dafür (dienen) Datteln —, Silber des Samag, hat

von Samag Ibnatum entliehen. Zur Zeit, da (die Datteln) da sind, wird er dem

SamaS das Silber begleichen.

Vor Adad; vor Enlil-idinnam.

Den 10. Ajar, Jahr »das Glänzendste an Opfern«.

Wie Samag es befiehlt, wird er (es) tun.'J

') e-pu-uS = ippuS? Oder Imperativ »tu«.

1540. Scheil, RA XIII, S. 131. 20. XC?). 28. Samsuiluna.

[..] Sekel Silber, Kaufpreis für ein Feld . .'), Geld des Samas, bat von Sa=

mag Nur-kinim'"')-Samag entliehen. Wenn er gesund und heil ist, wird er den

Samag bezahlen.

Vor Taribatum.

Den 20. Tebet (')'), Jahr »König Samsuiluna (hat) attf Geheiß Enlils«.

') Dahinter am-Si ha-ri ba-ni-ti; nach Scheil wäre dies dor Name des Feldes. — ') Üri«

ginal wohl Ab . Ab.

* Scheil, RA XIII, 8. 130f., hat das Verständnis der Klausel inabaliuuSalmu angebahnt,

wenn er ausführte, daß sie nur bedeuten könne, »wenn er lebt und gesund ist« (seil, wird er

zahlen). Sie ist streng von der die Solidarhaftung mehrerer Schuldner bezeichnenden Klausel

ilti Salmim u ktnim »von einem heilen und wahren Manne« (seil, wird der Gläubiger sein Geld

bekommen) zu trennen. Vgl. Anm. zu No, 1536. Hingegen wird es kaum richtig sein, daß, wie

Scheil meint, in diesen Urkunden der Tempel an Kranke und Bedürftige Darlehen zur Unter«

Stützung gab, die nur im Falle der Genesung des Darlehensempfängers zurückzuzahlen waren.

Bis auf weiteres wird man den Gedanken einer Armenfürsorge durch altbabylonische Tempel

doch skeptisch beurteilen müssen. Vielmehr dürfte es sich um Gelübde an den Gott des Tempels

handeln. Vgl auch No. 1728, 1729. Der Votant verspricht eine Summe Geldes für den Fall seiner

Genesung aus einer Krankheit. Wenn in unserem Falle — ebenso in III 187 - das Votum

sich in die Form des Darlehens kleidet, so handelt es sich offenbar um ein fiktives Darlehen.

So mag hier der Votant den aus dem V^erkaufe eines Feldes erhaltenen Kaufpreis dem Samas


- 4? -

gelobt haben. Für diese Auffassung kann geltend gemacht werden, daß solche Gelübde vor«

wiegend in die Gestalt eines Verpflichtungsscheines sich kleiden. Vgl. III 164, 189 und nament»

lieh No. 1501.

1541. BIN II 89 (= NBC 1241). Datum zerstört.

I (Anfang zerstört) ....] hat Sarrum-| | dem Magiam-ili gegeben'). Zur

Zeit der Ernte wird Magiam-ili dem Palaste die Gerste und den Zins dafür dar«

messen.

Vor Makilm'''), Sohn des Sin-abi; vor Tab-sillum, Sohn des Igtar-kätäjaC''); vor

Kalümum, Sohn des ..[.... (Rest zerstört).

') Wohl id-di-in.

b) Lieferung's- and Kreditkauf.

Vorbemerkung. Der Kauf, eingekleidet in die Form des Realvertrages, begegnet in den

Urkunden in zweifacher Anwendung. Einmal als Lieferungs(Pränumerations)kauf, d. h. der Ver«

käufer erhält den Kaufpreis und ist deshalb verpflichtet, die Ware — es handelt sich immer um

vertretbare Sachen (Naturalien) — zu einem bestimmten Termine zu liefern, deren Quantität sich

gewöhnlich nach dem Marktpreise der Lieferungszeit bestimmt. Vgl. z. B.: III 210, 211, 213,

216, 236, 237; IV 850, 871, 912; V 1125; No. 1545. Der Kauf ist Termingeschäft, bei dem der

Käufer auf fallende, der Verkäufer auf steigende Preise spekuliert. Von diesem Pränumerations.

kauf pflegt man das Darlehen ana Sipkat ebürim »zur Aufschüttung der Ernte«, von Kohler,

III, S. 239f. als verhüllter Fruchtwucher bezeichnet, zu unterscheiden. Auch hier erhält der

Schuldner Geld mit der Verpflichtung, Naturalien (häufig nach dem Marktpreise) zurückzuerstatten.

Vgl. III 206—208, 215; IV 852. Allein in der Tat erhält der Empfänger Naturalien (Kom zur

Aussaat), die Geldsumme bildet nur die Berechnungsgrundlage für den Umfang seiner Leistungs«

pflicht, so daß ein echtes Darlehen vorliegt. Vgl. darüber zuletzt San Nicolö, Schlußklauseln

d. Kaufvertr. 78f. Die zweite Anwendung des Kaufes als Realvertrag ist der Kreditkauf. Der

Käufer erhält die Ware mit der Verpflichtung, den vereinbarten Kaufpreis zu bezahlen Soweit

ich sehe, kommt diese Gestalt des Kreditkaufes fast nur bei Verkauf von Naturalien seitens der

Palastverwaltung vor. Vgl. III 217—219, 221—223, 229 und No. 1547, unter Privaten nur IV

877. VgL San Nicolö, Schlußklauseln 82.

a) Unter Privaten.

1542. PSBA XXXIII, PI. XLV, No. XXV. -. XL lO. Sumu-abum.

Ve Sekel Silber zur Gerstenernte hat von Slssu-nawirat Ibku-narim, Sohn des

Ahu-wakar, entliehen. Im Falle keiner Gerstenerute') wird er 1'/» Sekel Silber

darwägen.

Vor Sin-ennam, dem Sohne des Silli-Igtar(-); vor Irra-gager('->; vor AJjamargi;

vor Pur-Sin.

Im Sabät, Jahr »seine Tiara .«^)-

'J Sü. Oar. Tur.Lal.Bi nu Se.Kin.Kud. — '') aga-a-ni dimCi).

' Die Urkunde ist schwierig. Die Klausel a-na Se-Icin-kud *zur Gerstenernte« erinnert an

die Klausel ana Sipkat ebürim beim verhüllton Fruchtwucher. Vgl. Vorbemerkung. Die Urkunde

ist ferner unvollständig; denn sie sagt nicht, was der Empfänger zu leisten hat. Nur aus dem

Zusammenhange ergibt sich, daß er Gerste zurückgeben muß. Die Schlußklausel, wonach der


— 48 —

Empfänger das Duplum des Erhaltenen zurückgeben muß, erinnert an das auch für den alt»

babylonischen Kauf geltende Arrhalrecbt, wonach der Verkäufer gegen zweifache Rückgewähr

des erhaltenen Kaufpreises vom Kaufe zurücktreten kann. Vgl. Kowchaker, gammurapistudieu

137f. Doch handelt e? sich im .vorliegenden Falle nicht um ein Rücktrittsrecht des Verkäufers,

sondern um das Versprechen einer Ersatzleistung für den Fall der Unmöglichkeit der Leistung.

Daher dürfte doch eher verhüUter Fruchtwucher vorliegen, d, h, der Empfänger erhält Saatkorn

für 6/5 Sekel ndt der Maßgabe, daß er bei einer Mißernte das Duplum des erhaltenen Wertes

in Geld zurückzugeben habe.

1543. W 79 (= Bu 91, 5—9, 874).') 1. XII. Zelt des Abiesuh.

14 Sekel Silber im Gewicht des Samal zum Kaufen von Wolle hat von Sip])arliwwtr,

Sohn des Taribatum, Awil-Nabium, Sohn des Marduk-nasir, entliehen. Am

Tore des Klosters ') [ (Lücke) .[

[Vor ..., Sohn des Gi]millum(''; [vor .|-Anunitum; vor ßelSunu, Sohn

des Samag-nür-mätim.

Den 1. Adar, Jahr »König Abieguh dämmte den Tigris ab«.

») = AJSL 30, 70. — ') ni(ir)-ri-ba(ma, te).

1544. EG 13. 24(?). XII. 19. Rlm-Sin.

IVs Sekel, 6 Korn Silber, Darlehn') ohne Zins, hat von Eri-Nanna Ili-isnadi

entliehen. Im Monat Simän wird er Gerste darmesson. Beim König schwor er.

Vor Sin-muballit; (vor) Sarrüt-Sin.

Siegel der Zeugen.

Den 24('l Adar, Jahr »er grub den Tigris«.

') Su-lal. VgL No. 1512, 1526, 1534.

* Die Urkunde ist singulär schon durch den Eid beim Zahlungsversprechen. An sich zeigt

sie die Form des Pränumerationskaufes, wenn ihre Charakterisierung als ktptum »Darlehen« nicht

bedenklich machen würde. Vielleicht doch verhüllter Fruchtwucher?

1545. VS XIII II (= VAT 4120). 25. X. l. Hammurapi.

7'/o Sekel, 6 Korn Silber ohne Zins hat von Apil-kittim Insija entliehen. Bei

der (Scha,f)schur wird er nach dem derzeitigen Preise Wolle geben wiid er

') uud scheren.

Vor ßiragunu; vor Nürum; vor Kima-annüC-'; vor Sin-nmgtal; vor Ibni-Adad.

Den 25. Tebet, Jahr »Hammurapi (wurde) König«.

') tab-ra ilCUari?).

1546. BIN II 88 (= NBC 1239). l. X. 20. Samsuiluna.

2'/B Kur Gerste, Kaufpreis für T^/s Kur Datteln, hatdi von Itti-Sin-balätiun Silli-

Adad und Ahum-wakar entliehen. Zur Zeit der Dattelernte wird er die Datteln

darmessen.

Vor Sin('>; vor Marduk.


- 49 —

i)on l. Tebet, Jahr »König Samsuiluna (hat) im großen Gebirge des Amurriterlandes«.

(Siegel:) Silli-Adad, Sohn des Sin(')-nägir, Diener des Adad.

* Tausch, Gerste gegen Datteln, unter Vorleistung der einen Partei. Damit, daß hier die

Vorleistung nicht in Geld besteht, dürfte vielleicht zusammenhängen, daß der Umfang der Gegen,

leistung zifFermäßig bestimmt ist und nicht, wie regelmäßig beim Lieferungskauf, auf Grund des

erhaltenen Kaufpreises nach dem Marktpreis der zu hefernden Naturalien zum Lieferungstermin

berechnet wird.

ß) Mit Palast oder Tempel.

1547. WI9 (=:BU9I, 5-9, 781).') 21. VL 29. Ammiditana.

1 Mine Wollet, Empfangsgut^) des Palastes, unterstehend dem Schreiber Utul-

Igtar, haben von dem Richter Uta-su-mundib, Sohn des Dusu-ibni, dem Obmann der

Kaufleute, Samag-bäni und Ibkatum, die Söhne des Taribum, entliehen. Am Tage

da der Stenoreintreiber^) aufruft, werden sie 'k Sekel Silber darwägen.

Vor Anum-pisa^'), Sohn des Sin-idinnam; vor [. .] ., Sohn des Sin-idinnam;

vor Sumum-libgi, Sohn des Lipit-Adad; vor .A.wil-Sin, dem Schreiber.

Den 21. Ulül.

Jahr »König Ammiditana (stellte) gewaltige Schutzgottheiten für Innana-nin^

gal-hugkia*) (her)«.

Siegel des Snmum-libgi; Siegel des Ibkatuin; Siegel des Samag-bäni'•'>.

') =: AJSL 29, 169. — ^) namharti. — S) muSaddinu OiS. BarC'). — ^) Hier huS-a-ki.

* Verkauf von Wolle des Palastes auf Kredit. Vgl. Vorbem. und Anm. zu No. 1459.

c) Vertrag mit dem samallum (Handelsgehilfen).

Vorbemerkung. Die folgenden Urkunden beurkunden die Übergabe eines Kapitals,

das der Empfänger nach Beendigung der Geschäftsreise (harranum) zurückzugeben hat. Aller

Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um das im K. H. § 100 f. geregelte Rechtsverhältnis

zwischen Kaufmann (tamkarum) und Sam,aUüm. Dafür spricht insbesondere die iu No. 1550, 1551

begegnende und im Gesetze (§ 102) in diesem Zusammenhange genannte tadmiktum. Vgl. Anm.

zu No. 1550. Man faßt dieses Rechtsverhältnis gewöhnlich als Gesellschaft auf, so zuletzt noch

Ouq, M6m. de l'acad. 41, 253 (1918), und zwar verwandt der mittelalterlichen Kommenda. Vgl.

Rehme, Geschichte d. Handelsrechts in Ehrenbergs Handbuch des gesamten Handelsrechts

I ö2 f. Dagegen spricht aber, daß in dem Gesetze nirgends eine Gewinnbetehigung des Samallum

erwähnt wird, vor allem aber die Bedeutung und Etymologie des Wortes: Gehilfe. Vgl. etwa

Delitzsch, BA IV 83 f. Demnach scheint der Samallum doch nur ein Handelsgehilfe gewesen

zu sein. Ob aber in der Praxis dieses Rechtsverhältnis von der Gesellschaft streng getrennt

wurde und nicht vielmehr Mischformen vorkamen, bedarf noch näherer Untersuchung. Wenigstens

mahnt es zur Vorsicht, daß in No. 1551 das dem Samallum überlassene Geschäftskapital als

tappülum (nam-tab-ba), d. h. Gesellschaftskapital bezeichnet wird.

a) Unter Privaten.

1548. EG 58. 25. XII. 56. Rtm-Sin.

iVs Sekel Silber, in Empfang genommen durch Nür-Samag von Ki,ga-Sin. So^

bald es das Geschäftskapital verlangti'), wird er das Silber darwägen. Darunteisind

"U Sekel Silber, die Pirhum dem Kiga-Sin ^).

Knspbaker und Ungnad, Hammurabi IV. .[


— 50 —

Vor Sanuig-kinam-idi; (vor Irra-ga.ninhP^)''''; vor lli-ikisani.

(Mit dem)') Siegel der Zeugen (gesiegelt)",».

(Den 25.)') Adar, 27. Jabr (»Isin wurde erobert«)').

>) um um-mi-a-nu-um i-ri-Sü, vgl. dazu um-mi-a-nu-um ii-[ul\ i-Se-m,i-Sii »das Geschäfts»

kapital wird ihm nicht willig sein« in VS IX 182/183 Z. 9 f. (IV 920). Angesichts dieser Rede»

Wendungen entstehen doch Zweifel, ob die übliche Übersetzung von ummianum mit »Geschäftskapital,

GesehschaftsvermögeuK richtig ist und nicht ummianum. (wörtlich; »Meister«) eine Person

bezeichnet, etwa den Prinzipal im Gegensatz zum Handelsgehilfen (Samallum). ~- ») li-kuC^) i-gabu-ü.

— ') Nur auf der Außentafel.

1549. EG 62. [....] 57.Rim-Sin.

1 Mine Silber [. ,]') Gesellschaftskapital haben von Sep-Sin Subula-gämil und

Etemmum')-rabi, Sohn des Sin-imguranni, entliehen. Bei Vollendung der Reise

werden sie^'^'J das Geld »beim Heilen und Wahren«*) darwägen.

Vor Taribatum; vor [. .]-Samag; vor [. .|-Sin; vor [. .]daga('''; vor [ |;

vor [. .].

Mit dem Siegel [der Zeugen] gesiegelt.

[Den . .], 28. Jahr »Isin wttrde erobert«.

^) Vielleicht kaskal-Sü (= ana harränim) »zur Reise«. — ') Kopie ki statt di. — ^) Text

Singular. — *) i-ti Sä-al-mi-im M(0 ki-ni-im. Die Klausel ist das akkadische Äquivalent zur

sumerischen Klausel ki lü silim-ma-ta ü lii gina-ta, die wahrscheinlich die Solidarliaftnng be»

zeichnet. Vgl. No. 1536. Wie dort, so ist sie auch hier rein formelhaft gebraucht und nicht

mit dem Verbum Sü-ti, das die Konstruktion mit ki—ta =: itti erfordern würde, (d. h. empfangen

von jemandem) verbunden.

I55Ö. PSBA XXXIV, PI. VII, No. I (= Ash. 1911 — 282). Zeit des Reiches von Larsa?

9 Sekel Silber zu freier Verfügung*"') hafW von Ur-Sulpae Awil(•'-..

und Ubarrum entliehen. Bei Vollendung^' der Reise'), [wird er] die Urkunde

über den Gewinn (''") ..

Im Simän.

') Lies: a-na ta-ad-mi-ik-iim. — ^) Ko'pie: harran Sä-la-am{''}. — '^) dub-ba ni~me-liP). Die

Lesungen in Anm. 2 u. 3 nach Mitteilung Landsbergers.

* Das dem .Samallum ana tadmiklim überlassene Kapital wird im K.H. § 102 erwähnt und

begegnet auch in No. 1551, und zwar im Gegensatz zur iappiUum (nam-tab-ba). Auch im K. H.

steht es anscheinend dem Kapital, das dem Samallum zum Handelsbetrieb vom Prinzipal über»

lassen wird (§ 100, 101), gegenüber. Während dieses, wenn kein Gewinn erzielt wurde, vom

Samallum zweifach zurückzugeben ist (§ 101), bestimmt § 102 bezüglich der tadmiktum, daß sie

selbst bei Verlusten nur einfach zurückzugewähren sei. Was die tadmiktum (wörtlich Vers

gütungW) eigentlich war, ist freilich eine offene Frage. Die Etymologie und die Bestimmungen

des K. H. lassen am ehesten an ein dem flandelsgehilfen zur Spekulation auf eigene Faust über«

lassenes Kapital denken, das er neben dem Geschäftskapital erhielt. Vgl. auch Ouq, M6ni. de

l'acad. 41, 251. Daher trifft ihn hier auch nicht die im Gesetze § 100 bezüglich des Geschäfts»

kapitals vorgesehene Buchungs- und Verrechnungspflicht. Insoweit mag die Übersetzung »zu

freier Verfügung« dem Richtigen nahe kommen. Freilich mahnt die »Urkunde über den Gewinn W«

— falls die Lesung am Schlüsse der Urkunde richtig ist — wieder zur Vorsicht. Vgl. auch

No. 1551 und neuestens Landsberger, OLZ (1922) S. 409.


— 51 -

ß) Mit dem TempeL

1551. EG 36. 14P). Vll. 37. Rim-Sin.

20 Minen Silber, Gesellschaftskapital'), 6 Minen Silber zu freier Verfügungt?)"),

zusammen 26 Minen Silber, haben von (dem Gotte) Samag und (von) Sin-igmeanni

SupapumW) und Sin-igmeanni entliehen. Bei Vollendung der Reise*) werden sie

das Silber und den daraus entstandenen Gewinn darwägen.

Vor Samag-muballit; vor Sinma-ili; vor Habil-klnu; vor Samag-tillati; vor

Iddin-Sin; vor Hubbä.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 14W. Tagrit, 8. Jahr »Isin wurde erobert«.

') nam-tab-ba. — ') ta-ad-mi-ik-tum, ^- ') xu-ba-pu-um. — ^j i-na Sa-la-amW ha-ra-nim,

* VgL Anm. zu No. 1550. Der neben dem Tempel als Verleiher begegnende Sin-iämeanni

ist nach Analogie anderer Urkunden (vgl. No. 1536, 1537) wohl der den Tempel vertretende Beamte.

Er tritt aber neben Supäpum auch als Entleiher auf. Wenigstens besteht kein Grund, die Identität

beider Sin-ismeanni zu bestreiten. Ein derartiger Vertragsschluß mit sich selbst ist den altbaby»

ionischen Geschäftsurkunden bei der Gesellschaftspacht geläufig. Der Grundstückseigentümer,

der sich zur Bewirtschaftung seines Feldes einen Kompagnon nimmt, pachtet mit diesem das

Feld von sich selbst. Vgl. III 651, 654—657. Juristisch sind aber beide Fälle ganz verschieden.

Bei der Gesellschaftspacht liegt ein echter Gesellschaftsvertrag vor, der sich nur deshalb in die

Form des Pachtvertrags kleidet, weil die babylonischen ürkundenschreiber nicht imstande waren,

für diesen Fall ein neues Geschäftsformular zu entwerfen. Das Selbstkontrahieren ist daher hier,

weil auf der Starrheit des Formulars beruhend, nur ein scheinbares. In No. 1551 hingegen tritt

Sin-ismeanni auf der einen Seite als Vortreter, d. h. alieno nomine und in fremdem Interesse,

auf der anderen aber suo nomine und im eigenen Interesse auf, d. h. er schließt den Vertrag

als Vertreter des Tempels mit sich selbst, also ein echter Fall des Selbstkontrahierens.

5. Kauf und Taasch.

* Über die einzelnen Klauseln der Kauf- und Tauschverträge vgl. San Nicolö, Die

Schlußklauseln der aUbabylonischen Kauf- und Tauschverträge (1922).

a) Kauf.

«) Haus- und Speicherkauf.

* VgL auch No. 1653.

1552. C 8 (— CBS 6053). 'J -, XI. Zeit des Pür-Sin.

ö'/a Ellen [Langseite], 5'/s Ellen Breitseite — jenes bebaute Hausgrundstück

(beträgt) ^) Gin, gehörig zu einem Frauen-") und Sängerhause*); 5Va Ellen

Langseite, 4 Ellen Breitseite — jenes bebaute Hausgrundstück (beträgt) 4Va Gin*),

gehörig zu einem Wohnhause


— f.ä -

Vor Ur-Ninurta, dem paMuS^\ Sohn des Eri-Enlila; vor Knki-zi-kalanni, Sobn

des Ea-muballif.; vor Lu-Isina, Sohn [des .].

Im Sabät, Jahr »König [Pur-]Sin baute('' die großen Mauern [ .|«.

') Chiera, S. 42 f. — ^) Man erwartet 12^7«; Kopie wie ^l^gin ^lf,gin — "} il uS-a etwn

= btt rednti. —,/) Vgl. No. 1434, Anm. 2. — ^) Man erwartet O'/o Gin. — ") e-Sä-ki-ku(~ duru)-ka.

1553. PSBA XXXIII, PI. XLIV, No. XX. -. XI. Zeit des Jawium.

l'/s Sai'(•')') bebautes Hausgrundstück, 1 Sar Lagerplatz^')') ^), angrenzend

an Arwium(') und angrenzend an Mu{jaddüm, den [. .|, und *), hat

von Muliaddüm, Sohn des Gaggarüm ('), Sissu-nawirat-, Sohn des Belum, gekauft.

Als vollen Preis dafür hat er ihm 18 Sekel Silber dargewogen. Den bukdmi- hat

er herübergebracht*). Daß für alle Zeit keiner gegen den anderen Anspruch oi»

heben wird, schworen sie bei Zababa und Jawium.

Vor .. ^), Sohn des .; vor Sin-ennam, Sohn des Aha-nutta; vor

''), Sohn des Ili-kl-abija; vor Ha. . bum, Sohn des E. .ni-Anura; vor Piir-

Sin, Sohn des Irra-gager; vor Pühäja, Sohn des .ja; vor Huzalum, Sohn des

Ag . . um.

Im Sabät, Jahr nach dem (Jahre) »einen Wagen steUte Jawium her«.

Vor Rigija, Sohn des KutibiruO . . ^).

') Kopie Se. — ') Ki. TJd'^). — ') Langdon liest arki e-a\ doch ist ar/a schwerlich richtig.

— *) Langdon a kal-latV>) Uku.üS-ni; k.ium richtig. — •') tlber die iwtewM - Klausel San

Nicolö, Schlußklauseln 24** und Poebel, OLZ 1922, S. 509: giS-gan-na (bukanu) »Gerät des

Bindens und Schließens«. Die Idee der Vertragsperfektion, der endgültigen Bindung der Parteien

Hegt ihr wohl am ehesteu zugrunde. Sie restlos zu erklären, ist allerdings noch nicht gelungen.

— 8) Die meisten Namen sind unleserhch oder in I,angdon's Lesung unwahrscheinlich. —

') Langdon su-pi-li-ki. — ^) Langdon Hest Diib Ag = duppam epuS; das ist sehr unwahr»

scheinlich.

1554. PSBA XXXIII, PI. XLVll, No. XXX. Zeit des Jawium

'A Sar [bebautes^)] Hausgrundstück neben dem Hause des IU-[kl-abija|('\ dessen

Breitseite die breite Straße, dessen 2. Breitseite die ToreC)') des Hauses des Sinnawi[r]

(bilden), hat von ßelänum,' Sohn des Sin-erlbam, Sissu-nawirat gekauft.

Als seinen vollen Preis hat er ihm '/a Mine Silber dargewogen. Den bukdnn hat

er herübergebracht Daß für alle Zeit sich keiner gegen den andern wenden darf,

schworen sie bei^) Zababa und Jawium.

Vor Ili-ki-abija, Sohn des Ili-tukulti; vor Gabaum(')"), Sohn des akkadänum;

vor Sin-ennam, Sohn des *); vor Nabi-iligu, Sohn des Sin-abugu; vor Lahini,

Sohn des Anum-iki[ga]W; vor Sumi-ilia, Sohn des Ikü-pi('); vor Asatum, Sohn des

RubümP); vor Magnä^', Sohn des Ka . .; vor Rigija, Sohn [des .p).

Jahr nach dem (Jahre) »[. 1 • • I l*-

•) ba-bi{f). — 3) Original falsch ü statt mu. — '') ga-bn (oder xu)-um. — *) Kopie c4r~a-li-ha

(oder*M); etwa e-H-dlissu »hoch ist sein Erzeuger«? — *) Vgl. No. 1553 am Endo,


— 53 —

1555. BIN II 86 (— NBC 1246). Zeit des Mananl

'/s Sar bebautes Hausgrundstück, angrenzeüd an die Straße und (an) Mutija,

— als vollen Preis dafür hat er 2% Sekel, 6W Korn Silber dargewogen, — hat

von Kakä, Sohn des Ea-rabi, Puzur-Nunu gekauft. Den bukanu hat er herüber»

gebracht. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird,

schwor er beim Köuige.

Vor A-enig-ili, Sohn des Ali-illati; vor Lipit-Igtar, Sohn des Belisunu; vor

Higäja; vor Sin-erlbam.

Jahr »Mananä stellte die hohe LadeC) her«.

(Siegel:) Kakä, Sohn des Ea-rabi.

1556. Thureau-Dangin, RA VIII, S. 74 (=:A0 4667).') -. x. 6. Sumulael (Jawium).

1 Sar Speicher'') neben dem Hause des Sissu-nawirat, dessen eine Breitseite

(das Haus des) Muhaddüm, dessen zweite Breitseite der Platz (bildet), hat von

Arwium, Sohn des Idin-Igum, Sissu-nawirat gekauft. Als seinen vollen Preis hat

er ihm 4'/2 Sekel Silber dargewogen. Den bukanu hat er herübergebracht. Daß

für alle Zeit sich keiner gegen den andern wenden wird, schworen sie bei Zababa

und Jawium.

Vor Aruma, vor Lagelkäbum, vor Hada-ilän, den Söhnen des Hata-ummanum;

vor Abum-hälum, Sohn des Amlnum; vor Sumi-ilia, dem Schreiber.

Im Monat Tebet, Jahr nach dem (Jahre) »die Mauer von Bäbili wurde gebaut«

(Siegel:) Arwium, Sohn des Idin-Igum.

') Vgl. Thureau-Dangin L c. — ^) Ki.üd.

1557. PSBA XXXIII, PI. XXXIII, No. V. 6. Sumulael.

'/a Sar [. Gin] bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Banänum (und)

neben dem Hause des Amlnum, das Haus des Kanänum, hat von Kanänum, Sohn

des Sin-näsir, Ig'me-Irra, Sohn des Igme-Sin, gekauft. Als vollen Preis dafür hat

er ihm 14 Sekel Silber dargewogen. Den bukanu hat er herübergebracht. Daß

für alle Zeit keiner gegen den anderen Anspruch erheben wird, schworen sie bei

Zababa und [. .].

Vor Sin-näsir, dem '); vor Sin-igmeanni W, Sohn des Zababa-abum; vor

SiiSulum^'), Sohn des Erig-Sin; vor Asatum, Sohn des Rubüm; vor Zababa-lituP),

Sohn des Ilugu-bäni; vor Pähum, Sohn des [BäjbänumP); vor Eri-NannaW, Sohn

des Ili-zibam('); vor Banänum, Sohn des Ka[nänum](''); vor Idin-. . . ., dem Schreiber.

Jahr nach dem (Jahre) »die Mauer von Bäbili«.

•) Etwa Üku-[ÜS] »Amtsboten«-.

1558. C 22 (= CBS 15055).') -. IX. Zeit des Sin-iklsam.

7'/ä Gin bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Ali-ahäti, (mit der)

Langseite an die Straße (grenzend), das Haus dbs Adad-rabi, Sohnes des Ur-Innanna,


— 54 —

hat von Adad-rabi, Sohn des Ur-Innanna, Apil-Sin, Sohn des Bulälum, gekauft.

Als vollen Preis dafür hat er ihm 2'/> Sekel, 15 Korn Silber dargewogen. Daß

für alle Zeit Adad-rabi wegen des Hauses keinen Anspruch erheben wird, schwor

er beim Könige.

Vor Sin-gämil, Sohn des Gubbanidug; vor Elali, Sohn des Nabi-iligu; vor Ur-

Ningigzida, Sohn des Nürum; vor Ku('>-Nanna, dem Schreiber.

Im Kislim, Jahr »König Sin-iklgam stellte [ein Bildnis] aus Gold und Silber(')

[für Samag] her«.

(Siegel:) Adad-[rabi], Sohn des Ur-In[nauna|.

1) Chiera, S. 34 t.

1559. VS XIII 56 (a) i= VAT 7721). -. vi. lO. Eri-Aku.

2 Sar bebautes Hausgrundstück, das Haus des Nanna-mansi, der Bau-tajärat,

seiner Ehefrau, und des Sin-imnanni, seines Sohnes, neben dem Hause des Narämiligu

und neben dem Anteil des Silli-Ahüa, haben von Nanna-mansi und Bau-tajärat,

seiner Ehefrau, und Sin-imnanni, seinem Sohne, Samag-abi und Gimil-Mah gekauft.

l^Mine Sillier haben sie ihmO als vollen Preis dafür dargewogen. Daß für alle

Zeit Nanna-mansi, Bau-tajärat, (seine Ehefrau, und Sin-imnanni, sein Sohn,)') nicht

(auf die Angelegenheit) zurückkommen und »mein Haus ist es« nicht sagen werden,

schworen sie bei Nannar, Samag und König Eri-Aku.

Vor Bidädum, dem Kaufmantf; vor Silli-Ninmarki, dem Kaufmann; vor Puzur-

Irra aus Ur; vor Ma§äm-ili, dem Kaufmann; vor Adad-gemi, dem Goldschmied;

vor Utu-mansi, dem latammu; vor Samag-tukulti, Sohn des Warad-Sin; vor Ana-

Ea-takläku, Sohn des Akgak-idiunam; vor Sin-gämil, dem Schlangenbeschwörer;

vor Ahu-wakar, Sohn des Sallija; vor Ubar-Dumuzi, dem Ölkelterer; vor Ur-Nin»

sianna, Sohn des Gunl; vor Sumi-a|jija ([Sohn des] Nin .)'); vor Ui-putram,

(seinem Bruder)'); vor Sinatum, dem Schreiber.

Siegel der Zeugen.

(Siegel:) Akgak-idinnam, Sohn des Enlil-mälik, Diener des Sin-idinnam. —

Ali-pa[. .], ili- ., Ibku-SalaP) und Iddin-Adad.

Im Ulül, Jahr »die große Blauer von Ur wurde gebaut«.

^) Nur außen.

1560. Bab. VII, S. 47(a). lO. V. 7. Etm-Sin.

Ve Sar Speicher') neben dem Hause der Amat-Sin, das Haus des Nür-Bau,

hat von Nür-Bau Baltou-namhe gekauft. 10 Sekel Silber hat er ihm als seinen

vollen Preis dargewogen. Daß für alle Zeit Nur-Bau »mein Haus ist es« nicht

sagen wird, [schwor er] bei [Nannar, Samag und] König [Rim]-Sin.

Vor [. .]; vor Igibar-Nanna, dem ObmannP) der Amat-Sin [. .|; vor

Etel-pi-Igtar, dem paStsu^'''^ dor Innanna; vor Ibku-Igtar, Solm des Sin-magir; vor

Igum-näsir; vor Eri-Nanna, Sohn des E .. da; vor Täb-silli-Ur, Sohn des Sin-nagi;


— 55 —

vor Abuiu-wakar, Sohn des Mägum; vor Gaz-Sin, dem Bäcker; vor Apil-Sin, dem

Baumeister; vor lli-türam,' Sohn des Sin-nagi; vor Ibkug'a, dem Baumeister.

Siegel der Zeugen.

Den 10. Ab, Jahr »zwei große Tore baute er in Magkan-gabri und schüttete

den Deich vom Satumma-Felde 4 Meilen lang auf«.

') Ki.Ud = maJikanu.

1561. C 46 (= CBS 9755). -. vil. 8. Rim-Sin.

'/s Sar (und) '/s'-) bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Awil-ili,

das Haus des Nabi-iligu, hat von Nabi-iligu [. (große Lücke) . .] Nabi-Enlil,')

Nanna-mansi.

Im Tagrit, Jahr »König Rlm-Sin baute das Haus des Enki im Ur«.

') Hier fehlt wohl »Sohn des».

1562. VS XIII 57 (= VAT 7748). -. vilI. 13. Elm-Sin.

l'/s Sar Hausgrundstück, kummu, neben dem Hause des Enlil-dan und neben

dem Hause des A^iugä^') hat von Sunü[ma]-ili Sin-iribam gekauft. Als seinen

vollen Preis hat er ihm Va Mine Silber dargewogen. Daß er für alle Zeit keinen

Anspruch erheben wird, schwor er beim König.

Vor Serah-karräd; vor Sin-iklgam; vor Samag-gämil; vor Sin-rimeni, dem

Kaufmann; vor Sinatum, dem Amtsboten des Königs; vor Abum-ili.

Siegel der Zeugen.

Im Warahsamnu, Jahr »er baute die große Mauer von Igkun-Nergal«.

1563. EG 12. —. XL 19. Kim-Sin.

4 Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Gottes Il-Amurrim (und)

neben dem Hause des Bäckers Sin-mugallim, das Haus deS'Sin-magir, hat von Sinmagir,

seinem Eigentümer, Ahu-klnum gekauft, l'/s Mine Silber hat er ihm als

seinen vollen Preis dargewogen. Daß für alle Zeit und immerdar Sin-magir »mein

Haus ist es« nicht sagen wird, schwor er bei Nannar, Samag und König Rlm-Sin.

Vor Sum-abum; vor Sum-ahija; vor Sin-magir; vor Sin('')-erigW; vor Ili-ibni^

anni; vor [. .]-eris: vor |. . .]ia: vor Samaä^'^-illassu, dem Schneider^'); vor Silli-Sin.

Siegel der Zeugen.

Im Sabat, Jahr »er grub den Tigris, den Götterfluß, zum Meere hin«.

Vor Irra-gämil, dem .; [vorC'] Utu-mansi.

1564. W 27 (= Bu 91, 5—9, 458).') 19. Sin-mubaUit.

1 Sar Speicher') neben dem Hause des Samag-tappe und neben der Gasse,

dessen Vorderseite die Marktstraße ist, dessen Rückseite 'er hat einen Erdklumpen

in den Kanal geworfen^)' ^), das Haus des Sin-erlbam, Sohnes des Ilugu-bäni, hat

von Sin-eribam und den Ältesten der Stadt ...... Nigi-inigu, die Tochtei' des Kigatum,


— 56 —

gekauft. Als vollen Preis dafür hat sie ihm l'/a Sekel Silber dargewogon. Daß

für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird, [schworen] sie bei

[Samag, Aja, Marduk] und [Sin-muballit].

[. (Lücke, in der achtmal »vor« erhalten ist) .]; vor Manium; vor Ibkuga;

vor Samag-rabi; vor Uratum^'); vor Belgunu; vor Taribum; vor Sin-taribu^'),

dem Schreiber; vor Sippar-gemi; vor Kurkudimi; vor Rig-Samag.

Jahr »die großen Heiligtümer des Samag und Adad«.

') = AJSL 29, 180 f. — ') lt.Ki.Ud. — 3) ki-ir-ba-nam a-naV) narimC) is-su-u[k\? Sinn

in diesem Zusammenhange duniel.

1565. W 40 (= Bu 91, 5—9, 2500).') Zeit des Sin-mubaUit.

Hausgrundstück in Halhalla, soviel vorhanden ist, mag es auch mehr oder

weniger sein, ^) neben dem Hause des Sin-rimeni, Sohnes des Idinnani, dessen eine

Breitseite (das Haus des) Eilbara (ist), bat von Manium Huzälatum, die entu des

Samag, Kind des Akga(k)ja, gekauft. Als vollen Preis dafür hat sie ihm Silber

dargewogen. Den bukanu haf sie herübergebracht. Die Verhandlung darüber ist

beendet. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird,

schworen sie bei Samag, Marduk, Sin-muballit und der Stadt Sippar.

Vor Warad-Amurrim, Sohn des Apa-täbum; vor Sin-ili, Sohn des Püm-rabi;

vor Naräm-iligu und Abijatum., Tochter") des Nür-Ea; vor Samag-rabi, Sohn des

Nabi-iligu; vor Warad-iligu, Sohn des Naräm-ilisu; vor Ibkusa, Sohn des Äksa(k)ja''-);

vor Ninguburaka, dem Schreiber.

') AJSL 29, 198. — ^) Zur Klausel litir limti vgl. San Nicolö, Schlußklauseln der Kauf,

vertrage 207 f. — ^) Statt tur-sal ist vielleicht eher tur-meS »Söhne« zu lesen.

1566. VS XIII 65(a) {= VAT 7713). -. ix. 80. Blm-Sin.

2%') Sar Speicher^), das Haus der Nikidatum, hat von Nikidatum Ubär-Samas

gekauft. '/„ Sekel (und 10 Korn)") Silber hat er ihr als seinen vollen Preis dar=

gewogen. Für alle Zeit and immerdar wird ein (etwaiger) Vindikant des Hauses

1 Mine Silber darwägen.

Vor Sin-magir; vor Avpijatum; vor Anum-maUk; vor lli-ismeanni; vor Kigtuni;

vor Sämum, dem SchmiedW; vor Imgiia; vor Aplum, Sohn des Sin-magir*).

Im Kislim, Jahr »(mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas) eroberte (der

wahre Hirt Rim-Sin die Königsstadt) Isin (und deren ganze Bevölkerung, soviel

ihrer war)«.*)

') Außen dagegen 3. — '') Ki. Ud. — •') Nur außen. — '') Innen aber »vor Wasüm-Irra».

— '') Das Eingeklammerte nur außen

1567. C 41 (=: CBS 4949). -. IX. 30. Rlm-Sin.

[. .]Va Sar [bebautes^') Hausgrundstück] neben dem Hause des Nü[rumW| und

70 Sar Feld, gehörig zum F^lde '), angrenzend an Sin-rabi und Kima-AnuniC''',


— 57 —

Haus und Feld des [Taribum], hat von Taribum, Sohn des Kalbija, [NN. gekauft.

Als vollen] Preis [dafür] hat er ihm 6 Sekel [Silber dargewogen.] Daß für alle

Zeit [Taribum] und seine Erben wegen des Hauses und Feldes keinen Ansptuch

erheben werden, schwor er beim König.

Vor Sin-magir, Sohn des Nüru[mW]; vor Ea-nägir, dem Zimmermann; vor

Lu-dingira, Sohn des Awät-Da[mu]; vor Igkur-mansi, dem Notar^); vor Huzälüm,

dem Schreiber.

Im Kislim, Jahr »Isin [eroberte] er«.

(Siegel:) Taribum, Sohn des Kalbija.

') Spuren wie da-a-du-ja. — ^) bur-giU.

1568. VS XIII 75 (a) (= VAT 7730). 20. XIL 36. ßim-Sin.

1 Sar unbebautes Hausgrundstück, das Haus des Ibni-Samag, Sohnes des Sä.

midi'-', und seiner Mutter Taräm-Akkad,» hat von Ibni-Samag, Sohn des SämidiP\

und seiner Mutter Taräm-Akkad Ubär-Samag gekauft. 5'/. Sekel Silber hat er ihmC)

als seinen vollen Preis dargewogen. Für alle Zeit und immerdar steht Ibni-Samag,

Sohn des SämidiW, Taräm-Akkad, (seine Mutter,)') für einen (etwaigen) Vindikanten

des Hauses ein. Auch schworen sie bei Nannar, Samag und König Rlm-Sin, daß

sie »(mein)') Haus ist es« nicht sagen werden.

Vor Ili-ishakam^''', dem rabiänu^^'^\ vor Irra-nägir — und Samas-tukulti, seinem

Sohne —, Sohn des .; vor Übär-Samag, dem purkullu; vor Apil-Sin, dem

kizü, (Sohn des Abum-ili; vor lli-türam , .)').

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

(Den 20.)^) Adar, 7. Jahr nach dem (Jahr) »mit der hohen Waffe Anus, Enlils

und Eas eroberte er Isin«.

(Siegel:)^) Irlbam-Sin, Sohn [des .]. —') Apil-Sin, Sohn des Pindum,

Diener des Samag. —') [Ubär]-Samag, Sohn des [Irlbam-Sin], Diener, des Pabilsag.

1) Nur außen. — ") Nur innen.

1569. C 28 (= CBS 4942). -. X. 38. Rim-Sin.

[..] Sar unbebautes') [Hausgrundstück] neben dem Hause des Sin-i , des

SipataW und des Abbutu.., das Haus des Ahu-wakar, Sohnes des Mannum-[balum]CT-

Samag, hat von Ahu-wakar Nanna-mansiP\ Sohn des A.[. .], gekauft. Als vollen

Preis dafür hat er ihm Vk Sekel Silber dargewogen. Daß für alle Zeit und immer?

dar Alju-wakar [wegen des] Hausgrundstückes [keinen Anspruch erheben wird,

schwor er beim König.]')

Vor [. .|; vor Sin-|. .]; vor Apil-[. .]; vor Eri-Nanna; vor Eri-Nanna'''-';

vor Imguru; vor Apilga, Sohn des Warad-Irra.

Im Tebet, 9. Jahi' »Isin wurde erobert«.

') Wohl [ki-S]ub-[bal. ^) Fehlen vielleicht noch einige Zeilen.


- g8 -

1570. C 38 (=:: CBS 4947). l. IX. 43. Rim-Sin.

Va Sar [. .] neben dem Hause des Marduk-bäniP), des Baumeisters('), das

Haus des ür-dukugaW [. (große Lücke) .] wegen des Hauses nicht Anspruch

erheben wird, schwor er beim König.

Vor Lu-Amaräzu, Sohn des Ur-dukuga; vor Ur-Subula, Sohn des Nanna-adiW[..];

vor Puzur-Enlil, Sohn des Ahi-gagig; [vor .jbatum, Sohn des Kubälura; vor Aabs

bäja, dem Schreiber; vor Sin-muballit, dem Notar').

Den 1. Kislim, 14. Jahr nach dem (Jahre) »König Rlm-Sin eroberte Isin«.

') bur-gul.

1571. CT XXXIII 37 {= 97357). -. XII 3. Hammurapi.

'/a Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Adad-rabi, Sohnes des

Sama.g-eribam, und neben dem Hause des Ahain-argi, dessen erste Breitseite die

Straße, dessen zweite Breitseite das Haus des A^am-argi (bildet), das Haus des

Sama§-gadi-ili, hat von Samag-Sadi-ili Nlgi-inigu, die natttu des SamaÄ, Kind des

Sumäa, gekauft. Als vollen Preis dafür hat sie ihm vom Ringgelde') [.]6 Sekel

Silber dargewogen. Daß sie für zukünftige Zeiten^) keinen Anspruch erheben

werden, (schworen)') sie bei Samag, Aja, Marduk und Hammurapi.

Vor Awil-Samag, Sohn des Sin-putram; vor Sin-idinnam, Sohn des Idinja;

vor Ibkuga, Sohn des Adajatum; vor Habü-ahi, Sohn des Warad-Innanna; vor

Lugtamar, Sohn des Abijatum.

Im Monat Adar, Jahr »Thron [des Nannar] von Bäbili«.

•) i-na BAR kaspim. Vgl. Anm. zu No. 1597. — ^) egir ud-da-Sü. — •') Fehlt im Original.

1572. VS XIII 17 (= VAT 6636+6480). -VIIL 22. Hammurapi.

*/e('5 Sar,' 2[-i- x SjeC) bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des IbaUut

und des Pürija und neben dem Hause der Nigi-inigu'), (Tochter des Sin-igmeanni) *),

dessen eine Breitseite Elmegum, (Tochter des Alium-wakar)"), dessen andere Breite

seife die Straße (bildet), das Haus des Adad-gärrum, Sohnes des Sin-abugu, sowie

des Zabäjatum") und des Lugtamar, der Söhne des Adad-idinnam, hat (von Adadgarrum,

Zabäjatum und Lugtamar, den Söhnen des Adad-idinnam,)') Wakartum,

Tochter des Irgitija, gekauft. Als vollen Preis dafür hat sie ihmW '/s Mine, 4 Sekel

Silber dargewogen. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben

wird, schworen sie bei Zababa, Marduk und Hammurapi.

Vor Sin-ublam, dem Obmann der Gottesschwester(•)*); vor Apil-ili, (Sohn des

Utu-mansi)'); (vor Irra-gäkisunu^'^)'); vor Iballut und Pürija; (vor Apil-iligu, Sohn des

AbijaC))*); vor Nin-^egal, Tochter des Nabi-iligu; vor Bau-gagga, Tochter des Ibni-

Sin; vor Ahätum, Tochter des Iddin-Zababa; vor Nin-gagga, Tochter des Utu-mansi.

Im Warahsamnu, Jahr »ein Bildnis Hammurapis«.

(Siegel:) Iballut, Sohn des Apil-kinum^'^ Diener des [. .). — Adad-sarrum,


— 59 —

Sohn des Sin-ab[ugu, Diener] des [. .]. — Zababa-[näsir, Sohn des] Adad-[idinnam[

') Innen Dabitum? — ') Nur außen. — ') AuBen Zababa-näsir. — *) Lies nin-an? —

*) Nur innen.

• Unter den Verkäufern ist Zabäjatum mit dem auf der Außentafel genannten Zababa-näsir

identisch, da der erstere Name nur eine Kurzform für den letzteren ist. Vgl. OLZ 1922, 203.

Wenn ferner die drei Verkäufer das eine Mal als Söhne des Adad-idinnam angeführt werden,

das andere Mal aber einer von ihnen, Adad-sarrum, als Sohn des Sin-abusu, so klärt sich dieser

Widerspruch, wenn nicht ein Schreibversehen vorliegt, vielleicht dadurch auf, daß Adad-sarrum

em Enkel des Adad-idinnam von dessen (verstorbenem?) Sohne Sin-abusu ist.

1573. VS XIII 28 i= VAT 6708). 20. Vi. 24. gammurapi.

'A Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Ibkuga und neben dem

Hause des Lipit-Igtar, dessen eine Breitseite das Haus des Ali-illati, dessen andere

Breitseite das Haus des Sär-Ktar (bildet), das Haus des Marduk-nägir, Sohnes des

Awil-ili, hat von Marduk-na^ir, Sohn des Awil-ili, Sin-gar;ili, Sohn des Äli-illati,

gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihm 10 Sekel Silber dargewogen. Daß

für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird, schworen sie bei

Marduk und König Hammurapi.

Vor Lipit-Igtar, Sohn des Ennetum; vor Sin-idinnam, Sohn des Idig-Saggil;

vor Marduk-mugallim, Sohn des Samag-abum; vor Ili-abi, Sohn des Muwirrum;

vor übärgunu, Sohn des Gämilum; vor Adad-nigu, Sohn des Marduk-[....]; vor

Marduk-nägir, Sohn des ja; vor Irra-gämil, Sohn des Akgaja; vor Ubarrum,

dem Schreiber.

Den 20. Ulül, Jahr »den Teich des Enlil und den Euphrat grub er«.

1574. PSBA XXXIV, PI. IX, No. V (= Ash. 1911—278). -. vill. 55. Rim-Sin.

2 SarC) bebautes Hausgrundstück, dessen Vorderseite Nidnatum und der Mehl«

quai (bildet), das Haus') des Samag-klma-ilija, des Itür-agdum und des Nür-iligu,

seines Sohnes, hat von Samag-klma-ilija, Itur-agdum und Nür-iligu, seinem Sohne'),

Ur-Sulpae (gekauft) *). 3 '/a Sekel Silber wird er als seinen vollen Preis darwägen *J.

Daß er für alle Zeit und immerdar »mein Haus ist es« nicht sagen wird, schwor

er*) bei Nannar, Samag und König Rlm-Sin.

Vor Sin-rimeni; vor Mannum-klma-Sin; vor Irlbam; vor Nür-Amurrim; vor

Zabrum, dem Schreiber.

Siegel der Zeugen.

Im Warahsamnu, 26. Jahr »er eroberte Isin«.

^) Hülle richtig bit, Innentafel Sag. — ^) Auf der Hülle fehlt »seinem Sohne«. — ^) Fehlt

innen und außen. — *) So innen; außen dagegen: »8^/g Sekel, 15 Korn Silber hat er ihm als

seinen vollen Preis dargewogen« — ^) Samas-kima-ilija zugleich im Namen der beiden andern.

* Die Urkunde ist lehrreich für die Beurteilung der Preiszahlungsklausel, insofern sie erst

zukünftige Zahlung in Aussicht stellt (i-lal-e), und nicht, wie gewöhnUch, die erfolgte Barzahlung

beurkundet (in-na-lal). Man streitet, ob im ersteren Falle ein Kreditkauf vorliege, in dem Sinne,

daß der Käufer aus dem Kaufver trag zur Preiszahlung verpflichtet werde (Carusi, Schupf er.


— 60 —

La legge di Harn., Accad. dei Lincei 1921, S. 94), oder ob die Klausel nur auf ein paralleles

selbständiges Kreditgeschäft über den Kaufpreis (Rückstandsdarlehen, Ver|iflichtung88chein) hin>

weise (Schorr, Koschaker und neuestens SanNicolö, Schlußklauseln 92 f., der die ältere

Literatur verzeichnet). Die Urkunde spricht entschieden für die zweite Meinung. Denn wenn in

der Außenschrift die Barzahlung eines größeren Kaufpreises beurkundet, in der Innenschrift aber

die Zahlung eines kleineren Betrages versprochen wird, so kann das wohl nur heißen, daß von

dem Kaufpreis ein Teil bar bezahlt, der Rest aber kreditiert wurde. Die Aufnahme der Preis«

Zahlungsklausel, und zwar über den ganzen Kaufpreis wird trotzdem als notwendig empfunden,

wenngleich sie nur fiktiv ist. Also kann der Kauf als solcher nicht die Verpflichtung zur Ent«

richtung des Kaufpreises in der Zukunft erzeugen. Unhaltbares bei Mazzarella, GM eleraenti

irriduttibili dei sistemi giuridici (1920) II 287 f.

1575. VS XIII 20 (VAT 7715). 30. X. 30. gammurapi.

3 Sar Speicher') neben der Mauer und (andrerseits)'') neben der Straße, dessen

eine Breitseite das Haus des Ibik-Igtar und des Ibni-Amurrura, dessen andre Breitseite

(das Haus des) Elali (bildet), ein Haus der Stadt (und der Ältesten)^), hat von

der Stadt und den Ältösten Mär-Baja, Sohn des Iddin-Samag, gekauft. Als vollen

Preis dafür hat er ihm(') 5 Sekel Silber dargewogen. Für alle Zeit! Wenn das

Haus Vindikationen bekommt, so werden für dessen Vindikationen die Stadt und

die Ältesten Ersatz leisten. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch

erheben wird, (schworen sie)°) bei Samag, Marduk und (König)") Hammurapi.

Vor Ibni-Amurrum, dem rabiunu; vor Ahum-wakar, Sohn des Mudädum; vor

Ibik-Igtar, Sohn des Buzija; vor') Marduk-^äsir, Sohn des Hajabum; vor Samasrabi,

Sohn des Bugägum; (vor Ibni-Amurrum, Sohn des Sin-rimeni)'); vor Ibni-

Adad, Sohn des Samag-re'i; (vor Ibik-Igtar, Sohn des Bugägum)''); (vor Samasgulüli,

Sohn des Samag-nägir)'); vor Iggum-Irra, Sohn dos Irra-[. . .]; (vor Ilugu-bäni,

Sohn des Abi-maras)"); vor Ibik-Igtar, Sohn des Täb-gillum; vor Ibni-Amurrum,

Sohn des Hajaum; .(vor Mär-irsitim, dem laputtü, vor Adajatum, den Söhnen des

Nür-Adad)'); vor Sin-magir, Sohn des Abijatum; vor Sin-idinnam, seinem Bruder;

(vor Samag-ilugu, Sohn des Bikinija)'); vor Sin-ikigara, Sohn des Warad-iligu; (vor

Erissumatum, Sohn des Halijaum)").

(Den 30.)') Tebet, Jahr »dem Heer von Elam brachte (König Hammurapi)')

eine Niederlage bei«.

(Siegelbeischriften:) Siegel des Ibni-[Adad](''); Siegel des rabi(ä)nu.

(Siegel:)^) Ahum-wakar, Sohn des Mudädum, Diener des Il-Amurrim. — Sinna.pger[am],

Sohn des Apil-iligu, Diener des Il-Amurrim*). — Ilugu-bäni, Sohn des

Abi-maras, Diener des Il-Amurrim. — Samag-näsir, Diener des [. .] — Adad-

[. .], Sohn des Sarrum-[. .], Diener des [. .]••).

') Ki.üd =1 maSkanu. — ') Nur außen. — ^) Anordnung auf der Äußentafel etwas abweichend.

— *) Sonst nicht erwähnt.

1576. VS XIII 33 {— VAT 6664). lO IV. Zeit des Hammurapi.

4'/a Sar bebautes Hausgrundstück, 2 Sar, 10 Gin Speicher'), nebon dem Hause

des Saniag-rig, Sohnes des Utu-mansi, und andrerseits neben der Gasse, dessen eine


- 61 —

Breitseite Apil-Sin-ljegal, dessen andere Breitseite das Haus des Awil-ili, Sohnes

des Nemelum, (bildet), das Haus des Kurrudum, Sohnes des Sin-rimeni, hat von

Kurrudum, Sohn des Sin-rimeni, dem Eigentümer des Hauses, Utu-mansi, Sohn des

Igarlim, gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihm 2 Minen, 10 Sekel Silber dar=

gewogen. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird,

schworen sie bei Mai'duk und Hammurapi.

Vor Marduk-näsir, Sohn des Lipit-Igtar; vor Gimil-Marduk; (und) vor Eig-

Marduk, den Söhnen des Marduk-näsir; vor Lipit-IStar, Sohn des lii-tutulti; vor

Zalaham. Söhn des .-v-^amaä: vor Xabi-^Samas, Sohn de* Krib-^Sin; Tt>r ZaluJjam,

Sohn des Sin-.

Den 10. Dumuzu, Jahr »[. .] Samag [. .]«.

') Ki. Ud.

1577. CT XXXIII 35 {= 97136). 12. XIL 30. Samsuiluna.

Va Sar, 5 Gin Speicher neben dem Hause der Arhat-Samag, der natttit des

Samag, Tochter des Lipit-Igtar, und ebenfalls neben dem Hause der Amat-Samag,

dessen Vorderseite das Haus des Ubar-Lulu, dessen Rückseite das Haus des Belsunu,

Sohnes des >Sumi-irsitim('), (bildet), hat von Belgunu, Sohn des Sumi-irsitim('\ Ubar-

Luln, Sohn des Nür-ilisu, gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihm llV, Sekel,

l.'i Korn Silber dargewogen. Sein Herz ist befriedigt. Die Verhandlung darüber

ist beendet. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird,

schworen sie bei Samag, Marduk und König Samsuiluna.

Vor Sin-|iäsir, Sohn des Erib-Sin; vor Sin-idinnam, Sohn des Ibku-Sala; vor

Ilusu-ibni, Sohn des Nidnat-Sin; vor Ibi-Samag, Sohn des Mattatum; vor Sin-mugallim,

dem Schreiber.

Den 12. Adar, übernächstes Jahr.

1578. C 89 (= CBS 4956). 24 IX. 2. Iltma-Auum.

l'/a Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Oberpsalmisten')

des Enlil, das Haus des Hidütum, Sohnes des Künatum, und der Narämtum, seiner

Mutter, hat von Hidütum und Narämtum, seiner Mutter, Eküa, der msakku-Vriester,

Sohn des Nanna-zimu, gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihm 3'/a Sekel Silber

dargewogen. Daß für alle Zeit Hidütum, der Sohn des Künatum, und Narämtum,

seine Mutter, sowie ihre Erben, soviele ihrer sind, wegen der l'/a Sar bebauten

Hausgrundstückes keinen Anspruch erheben werden, schworen sie beim König.

Vor Ibi-Enlil, Sohn des Nür-Sin; vor Ibi-Ilabrat, Sohn des Apil-iligu; vor

Sin-rimeni, Sohn des Nannatum; vor Tna-Ekur-rabi, dem Schreiber; vor Idigum,

dem Notar').

(Siegel:) Hidütum, Sohn des Künatum.

Ben 24. Kislim, Jahr nach dem (Jahr) »Uima-Anum [wurde König]«.

1) US . Ku . Mah. — ^) bur-gul.


— 62 —

1579. C 92 (= CBS 10888). -. XL Jahr zerstört.

[. .]*/6 Sar [. .] neben dem Hause des AwätW-Nusku(') und [. .[ ., das

Haus des Magkum, Sohnes des Ibija, hat von [Magkum], Sohn des Ibija, |. . .]-

Kabta, [Sohn des .]tum, gekauft. Als [vollen Preis] dafür hat er ihm '/s Mine

Silber dargewogen. Daß für alle Zeit Magkum, Sohn des Ibija, wegen des [Hauses]

keinen Anspruch erheben wird, schwor er beim König.

Vor Ahumma-dan, Sohn des Enlil-amah; vor Nanna-megin, Sohn des Enlilgugal;

vor Ubär-Samag, Sohn des Nür-Sin; vor Imgur-Sin, Sohn des Dingirdanumea;

vor Sin-nägi, Sohn des Awil-Adad; vor Dingirda-kuta, Sohn des Nammah...;

vor Ukä-ili, Sohn des Annibabul; vor Warad-Amurrim, Sohn des Lugal-melam;

vor Enlil-ennam, Sohn des Ili-iddin; vor Ur-kingalaf-'\ dem Schreiber.

Im Sabat, Jahr [. . (Rest zerstört) •].

(Siegel:) Magkum, Sohn des Ibija.

1580. W26 (=BU9I, 5—9, 306).') Undatiert.

4(') Sar Speicher') —'sollte es auch etwas weniger oder mehr sein'), so gehört

es doch dem Sin-abugu, — neben dem Hause des Ana-Sin-takläku und neben dem

Hause des Nanaüja^''' (mit) seinem Ausgang (nach der) Marktstraße, dessen 2. Breitseite

das Haus des Ili-wedlma ist, hat von Samag-hegal, Sohn des Sin-rimeni, Sinabu[gu],

Sohn des Igme-[. .., gekauft. Als] vollen Preis dafür hat er ihm Silber

[dargewogen]. Den bukanu hat er [herübergebracht.] Die Verhandlung darüber

ist beendet . [. . . .]. Daß für [alle Zeit] keiner gegen den andern Anspruch

erheben wird, [schworen sie bei ... .].

Vor [. . . .[, vor [. .], vor [. .], den Söhnen des Samag-[. .]; vor

Sin-[. .], Sohn des Nür-[. . .]; vor Samag-ra[bi|, Sohn des Ur-dukuga; vor Singämil,

Sohn des Sin-muballit; vor Zabaja, Sohn des Nür-Igtar; vor ilugu-abugu,

Sohn des Gimil-Ninsun; vor Abum-wakar, Sohn des Ibi-Sin; vor [. .j-Aja, Sohn

des Puzur-Nunu; vor Samag-mugallim, dem Schreiber.

') = AJSL 29, 178 f. — ') t.Ki. Ud. — ») Vgl. Anm. 2 zu No. 1565.

ß) Feld- tind Gartenkauf.

1581. PSBA XXXIII, PI. XXX, No. I. Sumuditana.

[. . Feld in] [neben dem] Felde des .tum [und neben dem] Felde

des Agatum, [. .] die Vorderseite desselben, [ .. .] Sissu-nawiratW, hat [von

.Jzikinnra, Sohn des Akirum, Ui-limlik, Sohn des Adalat, gekauft. 10 Sekel Silber

hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Daß für alle Zeit sich keiner gegen

den andern wenden soll, schworen sie bei Nunuigda') und Sumuditana

wird Ili-limlik als Eigentümer behalten(').

[Vor .]an-iliaW, Sohn des Lümur^'^-Enlil; [vor . .[lulum, Sohn des Adamum^'');

[vor .]nanuraW, Sohn des Mäsum; [vor .]-Bau, dem Schreiber.

(Datum fast völlig zerstört).

') Gott von KazaUii; vgl. Pinches, Amh., S. XIV; Thureau-Dangin, Chrnn , S. 39.


— 63 -

1582. PSBA XXXIII, PI. XXXIII, No. IV. -. in. Zeit des Jawium.

200 Sar Feld in [. .] neben dem Felde des [. .] — als seinen vollen

Preis [hat er ihm] 10 Sekel Silber [dargewogenj — hat von A^i . und Ug=

lukum('>, den Söhnen des Hilhilum'i, Slssu-nawirat gekauft. Den bukdmi hat er

herübergebracht. Daß für alle Zeit sich keiner gegen den andern wenden soll,

schworen sie bei Xaunar und Jawium.

Vor Abbarum, Sohn des Palatänum; vor Sama-el, Sohn des Hil^ilum''); vor

Amurrum-ibni, Sohn des HälumW; vor Sin-näpir, Sohn des Nür-Igtar; vor Bäbä^

num('), Sohn des H[il^ilu]mW; vor Za . ., dem Schreiber.

Im Simän, Jahr »Abdi-arahC) wurde ergriffenW«.

(Siegel:) Alii.

') Lies hiW-ilW-hi-lum, — ') Hier hi-il-ki-ilum.

1583. PSBA XXXIII, PI. XLIII, No. XVII. -. vi. Zeit des Jawium.

100 Sar Feld [. . .] neben dem Felde des ., dessen Vorderseite der ... -

Deich') (bildet), — als seinen vollen Preis hat er SVe Sekel Silber [ihm dargewogen],

— hat von Ili-^alum, Sohn des \ Sissu-nawirat ^i gekauft. Den bukanu hat

er herübergebracht. [Daß für] alle [Zeit] sich keiner gegen den andern wenden

soll, schworen [sie bei Zabajba und*) [Jawium].

Vor Bazalum, Sohn des [. . . .]; vor Ku. .zirum (und) vor Zübum, den Söhnen*)

des Uuänu; [vor] Pur ., [Sohn des .jubrum^) .; [vor Mjuhaddüm, Sohn

des SäbirumW.

Im ülül, Jahr »[Jawium stellte| eine Kesselpauke [für das Haus des Zababa her]«.

') iku. — ') Kopie Su-a-nu-tuf3)-um('>'). — ') Lies ^[i-x]u-na-w[i-r]a-a[t]. — *) Lies ü. —

S) Lies Tur. MeS.

1584. PSBA XXXIII, PI. XLVIII, No. XXXI. ^ -. vi. Zeit des Jawium.

400 Sar Feld in [neben] dem Felde des ') [und] neben''>^) dem

Felde des Sin- — als seinen vollen Preis hat er ihm '/s Mine, 4 Sekel Silber

dargewogen, — hat vor Nür-Kabta, Sohn des Zlzänum, Slssu-nawirat gekauft. [Den

bukänt^ hat er herübergebracht. [Daß für alle Zeit] sich keiner gegen den andern

wenden [darf, schworen sie bei Zajbaba [und Jawium]. [Gemäß] dem Wortlaut

seiner gesiegelten Urkunde [. . . .] 200 Sar Feld.

[Vor] Sin-erlbam, [Sohn des] Ea-baläti(^); vor Anum-nä§ir, Sohn des Sutatum^');

vor Kubbutum, Sohn des Bugägum; vor Pür-Sin, [Sohn des] Irra-bäni; [vor] Sinidinnam,

dem Schreiber.

Im Ulul, Jahr »eine Kesselpauke [stellte Jawium für das Haus des Zababa her]«.

1) a-lal-pa . . . 0). — 2) Hier «,??

1585. Thureau-Dangin, RA, VIII, S. 72 (= AO 4666).') -. VL Zeit des Jawium.

80 Sar [Feld] in Ha . . a neben [.. .]lija, dessen eine Breitseite (das Feld des)

[. . .|gihumW, dessen (andre) Breitseite (das'des) Manium (bildet), — 5('> Sekel


- 64 —

[Siljber hat er ihm dargewogen, — hat von Manol|. .|uni Sissu-nawirat gekauft. Don

bukanu hat er herübergebracht. ^ Daß für alle Zeit sich keiner gegen den andern

wenden wird, schworen sie bei Zababa und Jawium,

Vor Ili-usranni, Sohn des Idin-Sin; vor Sazihum('), Sohn des Maläna-ditana;

vor Kuränum, Sohn des .[. .]; vor Puha[. .], Sohn des Ku|. . .].

Im Monat Ulül, Jahr »Sumuditana starb«.

(Siegel:) [. .]-ili'(?). ,

1) Thureau-Dangin, l. c.

1586. PSBA XXXIII, PI. XXXIV, No. VII. Zeit des Manana und des Jawium.

[.. FeldO, angrenzend anP'] das Feld des Pür-Sin [und das FeldC'')

des] ') — als seinen vollen Preis hat er ihm ^P) Mine, 5. Sekel Silber

dargewogen — hat von Ibi-Sin, Sohn des Ja.. egP)-el, Sissu-nawirat gekauft. Den

lukdnu hat er herübergebracht. Daß für alle Zeit sich keiner gegen den andern

wenden soll, schworen sie bei Nannar und Mananä, bei Zababa und Jawium.

Vor Warad-Sin, seinem Bruder('), Sohn desJänum^); vor Pür-Adad, Sohn des

Banänum; vor Sin-näsir, Sohn des Nur-Igtar; vor Üsi-Anum, Sohn des Banänum;

vor Ibkuga('), Sohn des Ja^i-el; vor ., Sohn des .; vor Damu-asu^"'',

dem Schreiber; [vor] Warad-Ea.

Im Warahsamnu [. . . (weiteres Datum unleserlich) [

') Langdon lü{'>)-ra-ka ba-en-i (schwerlich richtig gelesen). — ^) Wenn die Zeile richtig

gelesen ist, so wäre Jänum wohl identisch mit dem unsicheren Ja..es-el; es ist aber unklar, in

welchem Verhältnis die beiden Namensformen zu einander stehen.

1587. Thureau-Dangin, RA VIII, S. 69 {= AO 4664). -. v. Zeit des Mananä.

1150 Sar Feld neben Itti-iiia und neben Ili-igmeanni, dem Rohrflechter'), dessen

eine Breitseite das Feld des Awil-iliC), und dessen (andre) Breitseite das Feld des

Inun-Ea (bildet), — als seinen vollen Preis hat er ihm l Mine, 10 Sekel Silber

dargewogen (und) 12 Kur Gerste gegeben, - hat von Ili-kitti^'), Sohn des Atanaliili,

(sowie) von Annasum und Uta-mansi, seinen Söhnen, Sumgiuiu-watar, Sohn des

Gubbanidu(g), gekauft. Den bukanu hat er herübergebracht. Daß für alle Zeit

.sich keiner gegen den andern wenden wird, schworen sie bei Nannar und

Mananä

Vor Käbisum, vor Jadihura, den Söhnen des Dämerum; vor Bunubalum, Solin

des Zibarum; vor ,Ia. . kim-el, Sohn des Abijahar; vor Ili-amranni, vor Idis-Zababa,

den Söhnen des Ili-atäja; vor Sissu-nawirat, Sohn des Abu; vor Nammaliani, dem

S(;hreiber.

Im Monat Ab, Jahr »Kazallu wurde erobert«.

(Siegel:) Annasum, Uta-mansi, Söhne des Ili-kitti('l

') Addupu; dieser stellt Rohrgogenstände her, vgl Thureau-Dangin, RA XVlf, S. 58,


— 65 -

1588. PSBA XXXIII, PI. XXXV, No. IX. -. V. Zeit des Mananä.

100 Sar Garten neben dem Garten des Alipa ')-Anum und neben dem Graben ^),

dessen Vorderseite dor Kanal und der Sulgi-Deich') (bildet), — mag es auch weniger

oder mehr sein, er gehört doch dem Sumgunu-watar*); als seinen vollen Preis hat

er ihm 'A Mine, 5 Sekel, 42'/2 Korn Silber dargewogen, — hat von Ili-bäniC)*),

Sohn des Bazinum, Sumgunu-watar gekauft. Den bukanu hat er herübergebracht.

Beim Könige schworen sie.

Vor Imdi-Irra; vor Irra-gager; vor Ibi-Enlil; vor Sin-idinnam; vor Idig-Zababa;

vor Warad-Sin, Sohn des Zanäja.

Im Abu, Jahr »Kazallu wurde erobert«.

(Siegel:) lli-bäni(-', Sohn des Bazinum.

>) Vgl. BE VI,, 15:25 a-ni(li)-pa-i>^SamaS. — ') Lies wohl Pab.E. — ') K=z%ku. —

*) Vgl. Anm. 2 zu No. 1505. — ^) Langdon liest An. Ud.Ni (auch auf Siegelabdruck); statt ud

ist doch wohl ba gemeint.

1589. PSBA XXXIII, PI. XLII, No. XV. -. IX. Zeit des Mananä.

200 Sar Feld, Wieset'), neben Samag-dahl, seine Vorderseite Gadatum, —

als seinen vollen Preis hat er ihm 13 Sekel Silber dargewogen, — hat [von] Igme-Sin,

Sohn des Ag[kudum]W), Sumgunu-watar [gekauft. .(Lücke). .]•

Vor [. .] [. ., Sohn des .]-gager(-) . . . .; vor [Käbijsum, Sohn des

Dämerum; vor Amatija"), Sohn des Agkudum; vor Idig-Zababa; vor Nammafeani,

dem Schreiber.

Im Kislim, Jahr »Mananä stellte eine Kesselpauke her«.

1) ta-wi-irCUum. — ^j Vgl. No. 1521.

1590. Thureau-Dangin, RA VIII, S. 76 (= AO 4669).') -. x. Zeit des Mananä.

1200 Sar Feld neben Harim^') ., dessen Breitseite (das Feld des) Ana .. mura

und (des) Nizatänum (bildet), — als seinen vollen Preis hat er ihm [..] Minen

Silber dargewogen, — hat von Hinäa, Sohn des Urag-rabi, Sumgunu-watar gekauft.

Den bukanu hat er herübergebracht. Beim König [. (Lücke). .].

Vor Sin-rimeni; vor Sakumum; vor Simat-Igtar; vor Zalala, Sohn desPälum;

vor Idig-Zababa; vor Ramänum; vor Uta-mansi, dem Schreiber.

Im Monat Tebet, Jahr »eine Kesselpauke stellte Mananä her«.

(Siegel:) Hinäa, Sohn des Urag-rabi.

') Thureau-Dangin, l. c.

1591. PSBA XXXIII, PI. XXXIV, No. VI. Zeit des Mananä.

100 [-I-X + ] 4 [Sar] Feld [neben dem Felde] des Iprraj-gagar und neben [ ],

53') [Sar( Garten neben [dem Garten des Irra-gagjer^') und [neben ] — [als

seinen vollen] Preis [hat er ihm] 1 Mine [Silbev dargewogen^)] — hat von Ibi-Sin,

Koschaker und Ungnad, Hammurabi VI. 5


— 66 —

[dem Sohne des Bazinu], Sumgunu-watar gekauft. Den bukanu hat er herübergebracht.

Beim König hat er geschworen.

Vor Kudänum; vor liudi-Irra; vor Irra-gager; vor Ilugu-bäni; vor Haläkum;

vor Slssu-nawirat.

Jahr »Kazallu wurde erobert«.

(Siegel:) Ibi-Sin, Sohn des Bazinu.

') Wohl VJ *'i+3 ISar].

1592. Thureau-Dangin, RA VIII, S. 78 (=A0 4670).') -. iv. Zeit des gaiium.

400 Sar Feld [..]...., angrenzend an das Feld des Jatumum und angrenzend

an den »Schönen Kanal«, dessen eine Breitseite (das Feld des) Riba-Nanäa, Gärisum

und Arwitänum, dessen (andre) Breitseite (das des) Sin-damik (bildet), — als seinen

vollen Preis hat er ihm 10 Sekel Silber dargewogen, — hat von Bunubalum, Sohn

des Zibarum, Sumgum-watar, Sohn des Gubbanidu(g), gekauft. Bei Halium und •

Sin schworen sie.

Vor Ili-amranni; vor Idig-Zababa; vor Ilugu-bäni, Sohn des Ali-aliüni; vor

Irra-gager, Sohn des Bazinum; vor Nanna-kiag, dem Schreiber.

Im Monat Dumuzi, Jahr nach dem (Jahr) »den Abgal(''')-Kanal und den Me-

Enlil-Kanal ...[...]«.

') Thureau-Dangin, I. c.

1593. VS XIII1 (= VAT 6648). 5. IL lO. Säbium.

900 Sar Feld, angrenzend an das Feld des Azalum, dessen Vorderseite der

Habitum-Kanal (bildet), das Feld des Urnija, hat von Urnija, dem Eigentümer [des

Feldes], Ili-[...], Sohn des Banu[.. .], gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihm

Va Minen Silber dargewogen. Daß für alle Zeit keiner gegen den anderen Anspruch

erheben wird, schworen sie bei Marduk und König Säbium.

Vor Marduk-muballit, Sohn des Purrija; vor Nabium-mälik, Sohn des Sin-re'i*''^;

vor Enki-mansi, Sohn des [. ..]; vor Huzzulum, Sohn des Nabi-Sin; vor Suddururn,

Sohn des Sin-rimeni; vor Taribum, Sohn des Irra-[. .]; vor Silli-Marduk, Sohn des

Atj.a-nü[ta](''); vor Warad-iligu, dem Schreiber, Sohn des Serum-lid[mikW].

Den 5. Ajar, Jahr »König Säbium baute Esagila«.

1594. C 25 (=: CBS 13912). -. VL 9. Eri-Aku.

200 Sar Güg. .S'ß-Feld, gehörig zum Verpflegungsfelde des Gottes Gilgames,

angrenzend an [Nür-Igh]ara, Sohn des Aba-[Enlil-dim] und Sir-[..., Sohn des ..]

das Feld des EnlU-nigu'), Sohnes des Lu-dingira, und der Ummi-Ighara, seiner Ehefrau,

der Tochter des Silli-Igtar, hat von Enlil-nigu, Sohn des Lu-dingira, und Umnii-

Ighara, seiner Ehefrau, Nür-Ighara, Sohn des Aba-Enlil-dira, gekauft. Als vollen

Preis dafür hat er ihnen 5*/o Sekel Silber dargewogen. [Daß für alle Zpit] Enlil-nigu,


- 67 -

Sohn [dos Lu-dingira.. .| |.. | koinon |Anspru(!h erhoben wird, schwor er beim]

Könige. | (2 Zeilen unleserlich) ]•

Vor Humu[ ] ....; vor Pür-Sin, [Sohn des ]; vor Lugal-azida, Sohn

des [.. .]-Nanna; vor Ku-Nauna, dem Schreiber; vor Ur-Ningigzida, Sohn des Baga(').

Im Ulül, Jahr »König Eri-Aku brachte ein goldenes Bildnis des Kudurmabug

in das Haus des Samag hinein«.

(Siegel:) Enlil-nlgu, Sohn des Lu-dingira.

^) Statt ntSu ist in Namen vielleicht überall lamasaaSu zu lesen; vgl. CT II 41: 42 f. mit

43:36 f.; CT VIII 5a: 28 f.

1595. C 27 (= CBS 13947).') -. v. lO. Eri-Aku.

110 Sar Güg. .^^-Feld, gehörig zum Neuen Felde, angrenzend an Nanna-me-gin,

Sohn des Ahumma-dan, das Feld des Sin-erlbam, Sohnes des Girninigag, hat von

Sin-eribam, Sohn des Girninigag, Warad-Sin, Sohn des Hundurum, gekauft. Als

vollen Preis dafür hat er ihm 2'/3 Sekel Silber dargewogen. Daß für alle Zeit Sineribam

und die Erben des Girninigag wegen des Feldes kf^inen Anspruch erheben

werden, haben sie beim König geschworen.

Vor Lugal-melam, Sohn des Alija; vor Ur-Pabilsag, Sohn des Hambija; vor

Erib-Sin, Sohn des NädinC^-aplim; vor Ku-Innanna, Sohn des Lu-Ningubur; vor

Nür-Samag, Sohn des Sin-igmeanni; vor Aba-Enlil-dim, dem Schreiber.

Im Abu, Jahr »König Eri-Aku baute die große Mauer von Ur«.

(Siegel:) Sin-erlbam, Sohn des Girninigag.

•) Chiera, S. 37 f.

1596. VS XIII 3(a) (= VAT 6675). - iv. 9. Apil-Sin.

1000 Sar Feld, angrenzend an das Feld der Amurritum und des Sumi-ilija

und angrenzend an das Feld des Ibik-Igtar, Nürgina und Märugina'), dessen Vorder^

seile der Abgallu-Kanal und Nürgina, dessen Rückseite das Feld des Sin-belgunu^'')")

(bildet), das Feld des ZuzahkumW, Sohnes des Sina-belagu, haben von Zuza^kumW,

dem Eigentümer des Feldes, Warad-Sin und Irgitum-rabiat, die Söhne des Apil-när-

Durul gekauft. Als vollen Preis dafür hat erW ihm 1 Mine Silber dargewogen.

Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird, schworen sie

bei Marduk, Zababa und Apil-Sin.

Vor Anuja('), Sohn des Pür-Aja; vor Ilän-gemea, Sohn des Täb-pt-Sin; vor

Igum-dan, Sohn des Nür-Igtar; vor BinniguW-a^um, Sohn des Aham-nergi; vor

Sin-ili, Sohn des Zababa-ennam; vor Warad-Sin, Sohn des Zababa-karräd; vor

Zababa-dajän, Sohn des Abi-matar; vor Sijatum, Sohn des Igmija; vor Sumgunuwatar,

Sohn des Sin-rlm-ili; vor Täb-gillagu, Sohn des Nür-Sin; vor Sin-bel-aplim,

Sohn des Imgurum; vor Sin-bel-aplim, Sohn des Ibik-abgallim('); vor Sin-adalal,

Sohn des Sinnija(^); vor Summa-ili, Sohn des Sin-näsir; vor Ibkugina, Sohn des


— 68 -

Jagpukum; vor Iziagar, Sohn des Apänum; (vor Urnija, Sohn des Pür-Sin)'); vor

Lugtamar, Sohn des Nür-Samag; vor Sin-gämil, Sohn des Pähum; vor Samag-ili,

dem Schreiber.

Im Dumuzu, Jahr »eine goldne Tiara stellte er für AnuP' her«.

(Siegel:)') [Zuzahkum]i'\ Sohn des Sina-belagu, Diener des Amurruni. — S[inbel-aplim],

Sohn des Imgur[rum], Diener des Amurrum. — [..[ [. .| ...|....J

Zababa [. .[ Ninsianna.

(Siegel des Sijatum('•'); Siegel des Zababa-dajän.)')

') Auf der Anßenlafel ist die Reihenfolge der seitlichen Nachbarn umgekehrt. — -) Außen

>der Deich des Damerum)]. — *) Versehen für Sal.Me

''"SamaS? ,— ') Kopie eS kü gi id bat.. .

* Die Notiz, daß der Kaufpreis aus dem Ringgelde (Sewirum) der Käuferin bezahlt sei,

läßt mit Sicherheit auf eine natttu des Samas in Sippar als Käuferin schließen und bestätigt die

Vermutung in Anm. 5, da nur im Zusammenhang mit diesen Hierodulen der -Sewirum genannt

zu werden pflegt. Was er war, läßt sich mit Bestimmtheit nicht sagen. Anscheinend doch ein

der freien Verfügung der Hierodnle unterliegendes Vermögen, vielleicht im Gegensatz zu dem

Vermögen, daß ihr, weil ihren Verwandten (Brüdern) verfangen, wirtschaftlich nur zur Nutz«

nießung zustand. Vgl. auch Schorr, Urk. d. altbabyl. Zivilrechts, S. 131 zu No. 10.

1598. W 55 (= Bu 91, 5—9, 639).') Zeit des Apil-Sin.

400 Sar Feld in den NiederungenC)^) neben dem Felde des Etel-pl-Sin und

neben dem Felde des galläbu, hat von Irgitija, Sohn des Ramamänuiu('>, Akgaja,

Sohn des Sin-rimeni, [gekauft. Als vollen] Preis [dafür hat er ihm] Silber [dar=

gewogen]. Den [bukanu hat er herübergebrachtj. Die Verhandlung [darüber ist

beendigt. Sein] Herz [ist befriedigt. Daß für] alle Zeit |keiner gegen den andern]

Anspruch [erheben wird,] schworen sie bei [. .j, Apil-|Sin| und der Stadt

Sippar.


— 69 —

Vor Irra-näda, Sohn des Nakarum; vor Akgak-nägir, Sohn des Sin-ili; vor

Etel-pl-Sin, Sohn des '); vor Warad-Amurrim *), Sohn des Manüm;

vor Sin-ili, Sohn des Püm-rabi; vor Naräm-iligu und Abijatum; vor Nür-Ea.

') — AJSL 29, 302. — ») la-wi-ra-tum. — 3) da(i)-galan-nim. — *) e/(?)-to; Titel?

1599. W 67 i= Bu 91, 5-9, 757).') Zeit des Apil-Sin.

[. (Anfang zerstört) .] und [NN.], den Söhnen des Dada-w[akar], Iddin-

Sin, Sohn des Sin-geme, gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihmW Silber dar;

gewogen. Den bukanu hat erC) herübergebracht. Die Verhandlung darüber ist

beendigt. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Ansprach erheben wird,

schworen sie bei Samag, Marduk, Apil-Sin und der Stadt Sippar.

Vor Nabi-Samag, Sohn des Abum-wakar; vor Naräm-iligu, Solm des Urra


— 70 —

gekauft. 5 Sekel Silber hat er ihmW als seinen vollen Preis dargewogen. Daß er

für alle Zeit und immerdar keine Vindikation erheben wird'), schwor er bei Nannar,

Samag und KönigC) Rlm-Sin.

Vor Nanna-imah; vor Ilänum; vor Naräm-Adad, dem paMu; vor Supäpum;

vor Ili-abi; vorJaukumW; vor Jentinum^); vor Zikir-ili, dem/am?^; vor Sin-gämil;

dem Schneider CT; vor Samag-abi; vor Sin-garuh.

Siegel der Zeugen.

Im Simän, Jahr »Kisurra wurde eingenommen, und mit der starken Waffe,

die Enlil ihm gegeben, wurde die Stadt DürC) zerstört«.

') inim-gar-ra-ni-Su. Die Klausel ist offensichtlich unvoUständig und nach No. 1602, Anm. 3

zu inim-gar-ror-ni-Stt, ba-ni-ib-gi-gi zu ergänzen. Demnach wäre zu übersetzen >daß er .... für

seine (des Gartens) Vindikation Ersatz leisten wird, schwor er« u. s. w. — ^) ja-en-ti-nu-um.

1602. EG 10. 6. IV. 28. Rlm-Sin.

[. . . Sar] Garten [. . . (Lücke) •] hat von Alltum, Kabta-nüri und Sin-päter

') Abu-wakar gekauft. 5 '/a Sekel Silber hat er (ihnen) als seinen vollen Preis dargewogen'').

Daß für alle Zeit und immerdar Alltum, Kabta-nüri und Sin-päter

;»mein Garten ist es« nicht sagen, für seine (des Gartens) Vindikation Ersatz leisten,

nicht (auf die Angelegenheit) zurückkommen werden'), schworen sie bei Nannar,

Samag und Rlm-Sin.

Vor lü-gilli; vor Ibi-. .; vor Ea-rabi; vor Tizkarum; vor Ata; vor HisilCMli;

vor Serum-ili; vor PapnigingarraC^-karräd.

Siegel der Zeugen.

Den 6. Dumuzu, Jahr »er grub den Euphrat«.

') Kopie hat augenscheinüch ü vor dem Namen, was nicht richtig sein kann. — ^) Text

fälschUch in-Si-Sdm. — ^) giS-Sar-mu nu-ub-bi-a, inim-gar-ra-ni-Sü, ba-ni-ib-gi-g[i.. . .], (nu?)mu-tm-gi-gi-n[e

?].

1603. EG 11. -. IX. 23. Rlm-Sin.

600 Sar [Feld], angrenzend an [. .] und angrenzend an Sin-ma[gir](^), die

Verköstigung des Apil-Sin, hat von Apil-Sin Abu-wakar gekauft. 5'/B Sekel Silber

hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Daß für alle Zeit Apil-Sin »mein

Feld ist es« nicht sagen und nicht (auf die Angelegenheit) zurückkommen wird,

schwor er bei [Nannar], Samag und König [Rtm-Sin].

Für seine (des Feldes) Vindikation, wird er Ersatz leisten').

Vor NanDa-[. .]; vor SamaS-[. .]; vor Abu-[. .]; vor Kagpu[. .|; vor Samaggä[mU

.]; vor Sin-ili«; [. .]; vor ZikriW-Samag«, Sohn des [. ,].

Siegel der Zeugen.

Im Kislim, Jahr »auf Geheiß [Anus], Enlils und Eas (grub er) den Euphrat«.

') imm-gar-ra-[ni-Sü] ba-ni-ib-[gi-gi]. Vgl. No. 1602.


— 71 —

1604. VS Xlll 9 (= VS 6662). 16. VIL 12. Sin-muballit.

900 Sar Feld, angrenzend an Balltum und angrenzend an das Feld des^Halälum,

dessen eine Breitseite das Feld des Zabbum, dessen andere Breitseite (das Feld des)

Balitum (bildet), hat von seinem Eigentümer Irgitija, Sohn des Apilja, gekauft. Als

vollen Preis dafür hat er ihm '/a Mine Silber dargewogen.

Vor Marduk-muballit, dem Statthalter; vor Sumu-Akgak, Sohn des Munaw=

wirum; vor Urag-muballit, Sohn des I[. .]rum; vor Iziagar, Sohn des Kamazirum;

vor Täb-palägu, dem galläbu; vor Marduk-laraassaäu . .; vor Marduk-nä^ir, Sohn

des Nabi-iligu; vor Manium, Sohn des Sin-iklgam; vor Igmil-Irra, dem guzalü]

vor Awll-Adad, Sohn des Nabium-lamassagu; vor Sin-idinnam, Sohn des Büzija;

vor Igme-Sin, Sohn des Büzija; vor Nanna-lu-ti, dem Schreiber.

Den 6. Tagrit, Jahr »er baute die Mauer von Marad«.

1605 C 18 (= CBS 7004).') -. V. Zeit des Damik-ilisu.

[. Garten], angrenzend an Enlil-issu und Rim-Adad, 6 ßar ''•)

neben dem Garten des Lu-gagga inmitten eines «ß/M')-Feldes, den Anteil des Nin»

urta-zimu, Sohnes des Damu-azu, hat von Ninurta-zimii Nanna-mansi, Sohn des

Lu-Ninurta, gekauft. Als vollen Preis dafür hat er ihm 5 Sekel Silber dargewogen.

Daß für alle Zeit Lugal-zimu und seine Erben, soviele ihrer sind, wegen des Gartens

keinen Anspruch erheben werden, schwor er beim Könige.

Vor Anni-babul, Sohn des Enlil-galzu; vor üdudu, Sohn des Lu-Ninlil; vor

Adad-rabi, dem damagugu; vor Sin-idinnam, Sohn des Nanna-ajamu^^; vor Ku-

Ninurta, dem nisakku, Sohn des Inim-Nanna^'l

Im Abu, Jahr nach dem (Jahr) »König Damik4ligu baute die Mauer von Isin«.

(Siegel:) Ninurta-zimu, Sohn des Damu-azu.

") Chiera, S. 38 f. — ^) lM(.i)-gu-la+Lagargunü(n. — ') Lal-^. Lal+ Paif); für Pa lies

vielleicht KU (also nanga = nagü); oder SAR (dann usar = iettu, wie 0 8 u. ö.).

1606. C 35 i= CBS 4946). -. ix. 24. Rim-Sin.

200 [-1- ... Sar] Feld [. .], gehörig zum Felde . ., angrenzend an Bazä''>,

Sohn des Taribum, das Feld des Nidnuga, Sohnes des Päkum, und der Amat-Sin,

seiner Ehefrau, hat von Nidnuga und Amat-[Sin] Sin-erlbam gekauft. Als vollen

Preis dafür hat er ihm 8'/a Sekel Silber dargewogen. Daß für alle Zeit wegen des

Feldes die Erben des Nidnuga keinen Anspruch erheben werden, schwor er beim König.

Vor Ukäl-ili, Sohn des Ala[. .]; vor Sallürum, Sohn des Ur-gipar; vor Ibik-

Igtar, Sohn des Aa-mansi'^'; vor Sijatum, dem Schreiber.

Im Kislim, Jahr »König Rim-Sin [grub den] Zwillingskanal«.

(Siegel:) Nidnuga, Sohn des Päkum; Amat-Sin, Tochter [des .].

1607. VS Xlll 98(a) {= VAT 7720). 16 XII. 24. Rlm-Sin.

200 Sar Garten mit Dattelpalmen bestanden, angrenzend an den Garten des

Zabrum und angrenzend an den Garten des Gottes Samag, den Garten des Warad-


— 72 —

iligu, hat von Warad-iligu, dem Eigentümer des Gartens, Sunii-a}jija gekauft, ''a Mine,

5 Sekel Silber hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Daß (Warad-iligu)')

für alle Zeit und immerdar »(mein) Garten ist es« nicht sagen wird'), schwor er

bei Nannar, (Samag)') und König Rlm-Sin.

Vor Ur-Ninsianna, Sohn des Gunl; vor Sin-bel-aplim, dem Kaufmann; vor

Gimil-ili, Sohn des Hüsatum*); vor Kimä^um, Sohn des Awil-ili; vor Warad-iltim,

Sohn des Ili-tappe; vor Sin-päter, dem Mtammu; vor Gimil-Serah, dem Mtammu;

vor ütu-igi-Enlila; vor Lu-me8


— 73 —

erheben und für Vindikation des Gartens Ersatz leisten werden, schwor er'') bei

Sin, Samag') und König Rlm-Sin.

Vor manna; vor Apil-Sin; vor Sin-magir; (vor A])um-wakar)';; vor Sama»

jatum; vor Sin-igmeanni; vor Ibkuga; vor Zidarü.

Siegel der Zeugen.

Im Simän, Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas ( er) die Mauer von

Zarbilun.««.

(Siegel:)') [A]pil-[Sin .] — [ .,] Sohn des Sin-galim, Diener des

Il-Amurrim.

') Außen; §amas. Sin. — *) Nur innen.

1610. EG 14. -. VIL 2H. Rtm-Sin.

100 Sar Garten, mit [. .| besät''"); 1820') Sar unbebautes Land, angrenzend

an den Garten^) des Nannar, angrenzend an und angrenzend an den

Statthalter, den Garten des Irra-lu-ti, Sohnes des Samag-rimeni, hat von Irra-lu-ti,

Sohn des Saraag-rlmeni, seinem Eigentümer, Ubär-Samag gekauft. 13'/a Sekel Silber

hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Daß er für alle Zeit und immerdar

für seine (des Gartens) Vindikation Ersatz leisten und »mein Garten ist es« nicht

sagen wird, schwor er bei Nannar, Samag und König Rlm-Sin.

Vor . . ; vor Ahu-wakar; vor Adajatum; vor Sin-magir, dem Eilboten;

vor Sin-magir, dem Kaufmann; vor Ili-unniniW; vor Nidni-Igtar""'; vor AdijatiO;

vor

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Im Tagrit, Jahr »die Mauer von Zarbilum«.

') Oder nur 70? —

1611. VSXIII 67(a) {=: VAT 7711). (1)2. V. 31. Rlm-Sin,

100 Sar Garten, mit Dattelpalmen bestanden, neben dem Garten des . . .Nannapalil,

neben dem Felde des Igme-Enlil und dern Felde des Hauses des Ahi-issagai''''),

den Garten des Salilum, hat von Salilum, dem Eigentümer des Gartens, Apil-iligu

gekauft. 7'/$ Sekel Silber hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Für

einen Vindikanten des Gartens wird Salilum Ersatz leisten. Auch schwor er beim

König, nicht vertragbrüchig zu werden.

Vor Samag-magir, dem gudapsü:, vorSin-müdi, (Sohn des igtar-ili)'); vor Sin-rabi.

Siegel der Zeugen.

Monat an 2. Stelle . . 12^). Ab*), 2. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils

und Eas eroberte der wahre Hirt Rlm-Sin die Königsstadt Isin und deren ganze

Bevölkerung, soviel ihrer war«.

(Siegel:) Sin-[müdi], Sohn des Igtar-[ili], Diener des Ilabrat'). — Sin-rabi,

Sohn des [. ]adi'''-', Diener [. ].

') Nur außen. — ') Innen: 2. —, ^^ ilu-ki-2 mu ilu-ne-ne-gar; Bedeutung unklar. — '') Nur innen


— 74 —

1612. VS Xlll 66(a) (= VAT 7712). -. VI. 31. Rlm-Sin.

300 Sar unkultiviertes Feld, vor dem Garten des Apil-ilugu, vor dem Garten der

Kinder des Sinatum, neben dem Nachtwächterkanal und neben dem Garten des

Klni-ibbagi, gehörig dem Di-idinnam, hat von Ili-idinnam, seinem Eigentümer, Apililigu

gekauft. 12'/i Sekel Silber hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen.

Für alle Zeit wird Ili-idinnam für einen Vindikanten des unkultivierten Feldes

Ersatz leisten. Daß er n^cht vertragbrüchig werden wird, schwor er beim König.

Vor Dada, Sohn des Awll-Amurrim; vor Sin-müdi, Sohn des Igtar-ili; vor Apililigu,

Sohn des Samag-tappe; vor Sin-rimeni, Sohn des Kanakrahum; vor Wajäljäja,

dem Gärtner; vor Apil-Amurrim, Sohn des Sin-müdi.

Siegel der Zeugen.

4. Monat ülül'), 2. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas

(eroberte der wahre Hirt Rtm-Sin)') die Königsstadt Isin und deren ganze Bevölkerung,

soviel ihrer war«.

(Siegel:) Apil-iligu, Sohn des Samag-tappe, Diener des Nergal. — [. ]li [. ]^),

Sohn des Awll-Amurrim, Diener des Gottes [. ]. — *) Sin-müdi, Sohn des Igtarili,

Diener des .Ilabrat. — Sin-[rlmeni], Sohn des Kanakrahum, Diener des Sin. —

Apil-Amunlm, Sohn des Sin-müdi, Diener des Il-Amurrim.

') itu 4-kam mu itu kin- Isin«.

(Siegel:) [ ..]um'), [Sohn des ..]-abi, Diener des Sin'). — Dingir-umma,

Sohn des [. . i-ahi"), [Diener des ]'). — Sa-Hana«, Sohn des Sin-[. .],') —

AbümW, Sohn des [. ].') — Ur-raes(')-ukkina, Sohn des Sin-. ., [Diener des ...].')

') Nur außen. — ^) Nur Innen. — ') Taribum?


— 75 —

1614. Scheil, RA XII, S. 201. 15. V. 36. Rlm-Sin.

120 Sar Garten , angrenzend an Sin-magir und angrenzend an lli-türam,

den Garten des Sin-magir, hat [von] Sin-magir, [dem Eigentümer] des Gartens, [...]

Silli-när-Abgar(f) gekauft. Als seinen vollen Preis hat er [. . .] dargewogen. Daß

er für [alle Zeit] und immerdar [nicht Anspruch] erheben und »mein Garten ist

es« nicht sagen wird, schwor er bei Nannar, Samag und Rlm-Sin. Für Vindikation

des Gartens wird Sin-magir Ersatz leisten.

Vor sum, dem rabiänu\ vor Abi- . . . , dem rabiänu'); vor IgmiF)-Sin;

[vor] SamaS-magirC), dem ; [vor] Gämilum«, Sohn des Samag- ; [vor] Iliimnianni,

dem Schreiber; [vor] Igmil'')-Sin, dem Schreiber; [vor] Irlbam-Sin, Sohn

des Sin-wagüm.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Den 15. Ab, 7. Jahr »mit der erhabenen Waffe Anus, Enlils und Eas eroberte

der wahre Hirt Rlm-Sin die Königsstadt Isin und deren ganze Bevölkerung«.

') Geschrieben ra-bi-nu-um (kaum ra-ga-nu-um).

1615. VS Xlll 74(a) (^ VAT 7718). -. X. 36. Rhn-Bin,

60 Sar bestandenen Garten neben Ubär-Samag (und) neben dem Garten des

Imgur-Sin, dessen Vorderseite die Straße (bildet), hat vom (Brauer)') Awijatum und

Rabüsa-ämur, seinem Bruder, Klgti-Irra gekauft. B'/e Sekel Silber hat er ihmW als

seinen vollen Preis dargewogen. Daß er für alle Zeit und immerdar nicht vertrag»

brüchig werden') wird, schwor er beim König.')

Vor Apil-Damu, (dem Kaufmann)'); vor Atanah-ih, (dem Richter)'); vor Nidnat-

...; vor NinSubur-palil, (dem paStSu)^); vor Sin-pila^; (vor Lu-Nanna, [....] Sohn

des Ili-aji§P>)').

Siegel der Zeugen.

Im Tebet, 7. Jahr (»Isin wurde erobert«)').

(Siegel;) Atana^-ili, Sohn des Ibkuga, Diener des Eri-Aku. — ^)Atanafe-ili, Sohn

des [. .]-üi, Diener des Nergal*).

') Nur außen. — ') AuBen: »(mein) Garten ist es« nicht sagen. — ^) Außen: bei Nannar,

Samas und König Eim-Bin. — *) Außen ein weiteres Siegel mit unklarer Legende.

1616. VS Xlll 78 {= VAT 7740). 20. V. 37. Rim-Sin.

81 Sar Garten mit Dattelpalmen, angrenzend an den Garten des Anum-illma

und angrenzend an den Garten des Übär-Samag, den Garten des fterum, hat von

iterum, dem .Eigentümer des Gartens, Ubär-Samag gekauft. 6'/» Sekel, 6 Korn Silber

hat er ihm als vollen Preis dafür dargewogen. Daß für alle Zeit und immerdar

der BrauerC^ Iterum für einen Vindikanten des Gartens Ersatz leisten und »mein

Garten ist es« nicht sagen wird, schwor er bei Nannar, Samag und Rlm-Sin.

Vor Iddin-Ilabrat, dem Brauer®; vor Samag-tajär, dem Brauer^^ vor ... -Amurrim,

Sohn des Ahum-wakar; vor Pudüm; vor Bltum-rabi; vor Apil-Irra, dem Gärtner;


— 76 —

vor Ubär-Samag, dem Schmied; vor lli-türam, dem Schmied; vor Etol-pi-Sio, Sohn

des Silli-Samag; vor Irlbam-Sin; vor Awijatum.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Den 20. Ab, 8. Jahr nach dem (Jahr) »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und

Eas eroberte er Isin«.

(Siegel:) Ui-lüram. Sohn des [. .| ')

') [. . S]ü(^)-an-ma-an-na.i

1617. VS Xlll 79 (a) (= VAT 7729). -. xi 38. Rim-Sin.

600 Sar Garten, mit Dattelbäumen bestanden, neben dem Garten des Nür-iligu,

neben dem Garten des Balllum, neben dem Garten des Gottes Nannar und neben

dem Garten des Klgti-Irra, den Garten des Ktgti-Irra, hat von Kigfi-Irra, dem

Eigentümer des Gartens, Ubär-Samag gekauft 2 Minen Silber hat er ibm als seinen

vollen Preis dargewogen. Daß für alle Zeit und immerdar Klgti-Irra für Vindikation

des Gartens Ersatz leisten, »mein Garten ist es« nicht sagen und (auf die Ange=^

legenheit) nicht zurückkommen wird, schwor er bei Nannar, Samag und König

Rlm-Sin.

Vor Irra-illassu; vor Amurrum-magir, dem Fischor''J; vor Malälum, Sohn des

Serum-ili; vor Sin-muballit, dem Fischer''^; vor Märi-ummi, Sohn des Samag-täb;

vor Samag-ktnam-ldi, dem Bruder des Irra-illassu; vor Ihigu-näsir, dem Wein»

schenken; vor Sin-rtmeni, Sohn des Kanakrahum; vor Pirhum, Sohn des Milkatum;

vor Sin-damik, dem Gärtner; vor Ali-wakrum, dem /aM^-Priester der Nana; vor

Abum-wakar, Bruder des Jamlik-el; vor Gimillum; vor Dummukum, dem Schreiber;

vor Iballut, Sohn des Nanna-dabi«; vor Irlbam-Sin, (Sobn des Sin-wa^ü''')'); vor

Samag-klma-ilija, (dem ^j)'); vor Ubär-Samag, dem Eilboten; vor Samäjatum,

dem Eilboten.

Siegel der Zeugen.

Im Sabät, 9. Jahr nach dem (Jahr) »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und

Eas eroberte er Isin«.

(Siegel:) Irra-illassu, Sohn des Sarrum-idu''), Diener des Nergal. — Amurrummälik'),

Sohn des Ili-biniO, Diener des Amurrum. — Sin-rimeui, Sohn des .Kaüa=

krahuni, Diener des Sin'). — Ea-müballit, Sohn des .. .-klma-ili, Diener des ')

— [Maläluin], Sohn des Serum-ili, Diener der Ninsianna.') — Ikigu-näsir, Sohn

des Sin-gemi, Diener des Nergal.') — |. .], Sohn des Jamhk-el, Diener des [.. .]').

') Nur außen. — ') lil urW-ra. — ^) Im Text aber Amurrum-magir.

1618. EG 41. 28 XII. 38. Rim-Sin.

225 Sar Garten, mit Dattelbäumen bestanden, 345 Sar unbebaut, dessen eine

.Laugseite Samag-illassu, dessen andere Langseite Ui-idinnara, Sohn des Appä, dessen

eine Breitseite RabitumC)') und der Eilbote Nür-Kabta, dessen andre Breitseite der

^-.../ •,. •:„i,^.,.',.,,-„) .'bildet), den Garten des Apil-iligu, Sohnes des Ahaniargi, hat von


— 77 —

Apil-ili,4n, Sohn des Ahaniai'gi, dem Eigentümer dos Gartens, Ubär-Samag gekauft.

la Minen, 1 Sekel Silber hat er ihm als seinen vol'en Preis dargewogen. Für alle

Zeit und immerdar wird Apil-iligu für Vindikation des Gartens Ersatz leisten. Daß

er »mein Garten ist es« nicht sagen und nicht (auf die Angelegenheit) zurückkommen

wird, schwor er bei Nannar, Samag und König Rtm-Sin.

Vor Amurrum-magir, dem Wärter'')'''); vor Ibi-Sin, Sohn des Gadädum; vor

Ilugu-näsir, dem Weinschenken; vor Sep-Sin, dem .; vor Samäjatum, dem Eil=

boten; vor Ali-wakrum, dem /ai/i;^-Priester der Nana; vor Iballut, dem Archivar;

vor Dummukum, dem Archivar.

Mit dem Siegel der Zeugen uud seinem Siegel gesiegelt

(Den 28.)'j Adar, 9. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas eroberte

er Isin«.

') Oder ra-ga-tum = rakkalu »Sumpf«? — ^) lü-Sii-bulug. — '') Fehlt auf der Außentafel.

1619. VSXIII 80 (a) (.= VAT 7732). 16. IX. 39. Elm-Sin.

140 Sar Garten mit Dattelpalmen bestanden, angrenzend an den Garten des

Gottes Naunar, angrenzend an den Garten des Sirum''), Sohnes des Eri-Nanna.

angrenzend au den Garten des Ahi-wedum und angrenzend an (den Garten des)')

Batülum, den Garten des Klgti-Irra und dei' Hinubtum"'), seiner Ehefrau, hat von

Kigti-Iira und Hiuubtum'", seiner Ehefrau, Sasum gekauft '/a Mine, 1 Sekel Silber

hat er ihm'" als vollen Preis dafür dargewogen. Daß für alle Zeit und immerdar

Klgti-Irra und Hinubtum'') seine Ehefrau, ")nicht (auf die Angelegenheit) zurückkommen

werden, schwor er bei Nannar, Samag und König Rim-Sin.

Vor Nürum, seinem Vater; vor Irra-illassu, Sohn des Sarrum-bila'-)°>; vor Iliü-Samag,

dem kizii des Adad; vor Munawwirum, dem Zimmermann*); vor Sinatum,

seinem Bruder; vor Z-ilä, seinem Bruder; vor Nanna-kiag, Sohn des Imgur-Sin,

des Oberpsalmisten; vor Nergal-müdi, (dem Weinschenken)'); vor Gimil-iligu, dem

pastsu-Pnestev (der Nanäj'l

Siegel der Zeugen. *

(Den 16.)') Kislim, 10. Jahr »er eroberte die Königsstadt Isin«.

(Siegel:) Nürum, Sohn des Sin-imitti, [Diener .]. — Sin-imguranni, Sohn

des Nürum, Diener des Amurrum'J.

') Nur außen. — ') Außentafel fügt hinzu: »mein Garten ist es« nicht sagen (und). —

') Vgl. Siegel von No. 1617, wo i-du statt bi-la zu stehen scheint. — *) Auf der Außentafel

erst später; nach dieser wären Sinatum und Zalä die Brüder des Ili-ü-Sanaas. — ""l Beide Siegel

nur außen.

1620. VS Xlll 70(a) (= VÄT 7704). -. X. 39. Rim-Sin.

70 Sar Garten, darin 25 Dattelpalmen, neben dem Garten des Apil-iligu, des

Ili-idinnam und des Nür-Kabta, den Garten des Etel-pi-Igtar, hat von Etel-pi-lstai-,

dem Eigentümer des Gartens, Apil-iligu gekauft 6'/ä Sekel Silber hat er ihm als

vollen Preis dafür dargewogen. Wenn [künftig] der Garten vindiziert wird'),


— 78 —

so wird Etel-pi-Igtar für Vindikation des Gartens Ersatz leisten. Daß er »mein

Garten ist es« nicht sagen wird, schwor er bei Nannar, Samag und König Rlm-Sin.

Vor Gimil-Mah; vor Wajähäja; vor Sin-müdi; vor Sin-usilli, dem Goldschmied;

vor Apil-Sin, dem Schreiber.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Im Tebet, 2. Jahr »mit der erhabenen Waffe Anus, Enlils (und Eas)') eroberte

er Isin«.

(Siegel:) Sin-igmeanni, Sohn des Adad-ibni, Diener des Bkur (und) der Medim«

ga'). — Sin-müdi, Sohn dps Igtar-ili, Diener des Ilabrat.') — Adad, . ").

') [ukur-S]ü giS-Sar inim-gdl-la ba-an-tuk. — ') Nur außen — ') Nur innen; in den Einzel»

heilen ist der Inhalt dieses Siegels noch unklar; ebenso ein weiteres Siegel der Außentafel,

1621. VSXIII 88 (a) (= VAT 7709). 26. IIL 49 Rim-Sin

300 Sar unkultiviertes Feld, Garten, gehörig zu dem Garten des Lu-Igkura

und des Lipit-Igtar, hat von Lu-Igkura und Lipit-Igtar, (seinem Bruder),') dem('>

Eigentümer des unkultivierten (Landes), Ubär-Samag gekauft. 10'/< Sekel Silber

hat er ihmC) als seinen vollen Preis dargewogen. Für alle Zeit und immerdar

werden Lu-Igkura und Lipit-Igtar für Vindikation des unkultivierten Feldes Ersatz

leisten. Daß sie »(mein) unkultiviertes Feld ist es« nicht sagen und (auf die An«

gelegenheit) nicht zurückkommen werden, schworen sie bei Nannar, Samag und

König Rlm-Sin.

Vor Samag-rabi, dem Nachtwächter; vor Utu-igi-Enlila; vor Igtar-ili, Sohn des

Ili-idinnam '); vor Idinjatum, dem Goldschmied; vor Samag-kima-ilija; vor Dummukum.

Mit seinem Siegel (gesiegelt)') und mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Den 26. Siman, 20. Jahr »mit der hohen Waffe wurde Isin erobert«.

(Siegel:) Idinjatum, Sohn des Sin-rimeni, Diener des Ilabrat'). — [. .], Sohn

des Sin-muballit, Diener [ .]"). —

1) Nur außen. — ') Innen: »Sohn des Sa-Kirf. .]«. — ^) Nur'innen.

1622. VS Xlll 87(a) (= VAT 7719). 15. ix. 49. Rim-Sin.

54 Sar Garten mit Dattelbäumen bestanden, angrenzend an Lipit-Istar und

andrerseits angrenzend an den (Goldschmied)') Lu-Igkura, dessen eine Breitseite

die Wiese^''^ des Ubär-Samag, dessen andre Breitseite der Me-Kubi-Kanal (bildet),

den Garten des (Goldschmieds^''^)'; Lipit-Igtar, hat von Lipit-Igtar, dem Eigentümer

des Gartens, Ubär-Sama.g gekauft. 19 Sekel, 25 Korn Silber hat er ihm (als seineu

vollen Preis)') dargewogen. Für alle Zeit und immerdar wird er für Vindikation

des Gartens Ersatz leisten. Daß er »mein Garten ist es« nicht sagen wird, schwor

er beim König.

Vor Lu-Igkura, Sohn des Sin-muballit, dem Goldschmied; vor Ahu-wakar, Sohn

des Nür-iligu; vor Awil-ili, Sohn des Tappija, dem Goldschmied; vor Sin-imguranni,

Sohn des Nanna-ama|); vor Taribum, Sohn dos Abi-ili; vor lli-türam, Sohn des


— 79 —

Gimil-Anumna; vor Ur-Nidaba, Sohn des Subula-karrad; vor Sin-rimeni, Solm des

' Kanakrahum; vor Nür-Kabta, Sohn des Apil-iligu; vor Eri-Nanna, Sohn des Silli-Samag.

Siegel der Zeugen.

Den 15. Kislim, 20. Jahr »mit der hohen Waffe eroberte er Isin«.

(Siegel:) Lu-Igkura, Sohn des Sin-mubaUit, Diener des Adad. — Ur-Nidaba,

Sohn des Subula-karrad, Diener von Hani [und Nidaba].

1) Nur außen. — ^) Nur innen.

1623. VS Xlll 25 {= VAT 2948). -. XI. 41. Hammurapi.

1800 Sar Feld in der Flur von NambaduW am hinteren Strich neben dem

Felde des Awil-Samag, Sohnes') des Puzur-Samag, und neben dem Felde der Rubätum,

Tochter des Sallum, dessen eine Breitseite Jaditum, Sohn des Zakatum, dessen andre

Breitseite das Feld des Ennam-Sin, Sohnes des A . .a^i, (bildet), hat von Huzälatum,

der natttu des Samag, Tochter des Ilugu-abugu, Nawirtum, die natttu des Samag,

Tochter des Serum-ili, mit ihrem Ringgeld gekauft Als vollen Preis dafür hat sie

ihr 1 Mine Silber dargewogen. Die Verhandlung darüber ist beendigt; ihr Herz

ist befriedigt Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben

wird, schworen sie bei Samag, Aja, Marduk und König Hammurapi.

Vor Anum-pt-Aja, dem Priester des Samag; vor Igme-Sin, dem Priester des

Samag; vor Ibik-iligu, Sohn des Sarrum-Samag; vor Idin-Irra, Sohn des Tebi-giniilgu;

vor Ilugu-bäni, Sohn des Ibik-Adad; vor Ili-lttum('), Sohn des Naräm-Sin; vor Nüräligu,

Sohn des Eribam; vor Imgur-Sin, dem Schreiber der Richter; vor Kalümum,

Sohn des Samag-tappigu; vor Awll-Adad, dem Schreiber der Richter; vor Ertb-Sin,

Sohn des Marduk-tajär; vor Igkur-mansi, Sohn des ^uzälum; vor Warad-Amurrim,

dem Schreiber.

Im Sabät, Jahr »Taimetum«.

') Orig. »Tochter«.

* Zum Ringgeld vgl. Anm. zu No. 1597.

1624. VS Xlll 31 {= VAT 7752). 27. XIL 40. Hammurapi.

5 Sar Garten mit Dattelpalmen neben dem Garten des Ibni-Adad und neben

dem Felde des Emum^-), dessen eine Breitseite der Adamaras-Kanal, dessen andre

Breitseite das Feld der Lamassum (bildet), hat von Ibi-Samag und Amat-Mamu,

der nafitu des Samag, der Tochter des Nannatum, Amat-SenirdaW), Tochter des

Nabi-Samaä, mit ihrem Ringgeld gekauft. Als vollen Preis dafür hat sie ihmC)

1'/» Sekel Silber dargewogen. Die Verhandlung darüber ist beendigt Daß für

alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird, schworen sie bei Aja,

Marduk und Hammurapi.

Vor Batä, Sohn des Ibik-Aja; vor Zärikum, Sohn des Ilugu-ibi; vor Sin-idinnam,

Sohn des Imlik-Sin; vor Naräm-Sin, Solm des Sin-iktgam; vor Samaä-bäni, Sohn

des Ltburani.


— 80 —

Den 27. Adar, Jahr »die Spitze von Emeslam«.

') Kopie Su-da statt Sil-nir-da

* Vgl. Anm. zu No. 1597.

1625. W 61 (=r Bu 91, 5—9, 731).') Zeit Hammurapis.

300 Sar Feld in BuräO neben dem Felde der Ahäsunu, Tochter des Sin-belili,

und neben AkalatumP^, dessen eine Breitseite das Feld des Sin-idinnam, dessen

2. Breitseite das Feld d'es Aja-illassu ist hat von Erigtum, der natttu des Samag,

Tochter des Sin-erlbam, Ribatum, die natttu des Samag, . ') [ (Lücke)

.] Silber ihr dargewogen. Den bukanu hat sie herübergebracht Die Verhandlung

darüber ist beendigt Ihr Herz ist befriedigt Daß für alle Zeit (keiner)') gegen

den andern (Anspruch erheben wird)'), schworen sie bei Samag, Marduk und

Hammurapi.

Vor Samag-gä[mil], Sohn des Marduk-[. .]; vor Ui-damik, Sohn des Dikuga('')[..];

vor Samäjatum, Sohn des Sarrum-Samag; vor Pür-ili .[. .], Sohn des Sin-illma^";

vor Bei .[ ., Sohn des] Ibalut; [vor .. .], Sohn des Naräm-Ea; [vor .]

[. .;] vorW Samuhtuni; [vor Lajmassi, Tochter des Iddin-Sin.

') := AJSL 30, 62 f. — ^) i (oder md.r)-n foder ej-ti-ja a-naV) la-wi-ir-tum. — ') Fehlt

in der Kopie.

1626. W44 (= Bu 91, 5—9, 600)'). 20. XII. 6. Samsuiluna.

600 Sar Feld in der Flur »Langer Strich«'') von '), neben den Töchtern

des Awll-Amurrim und neben dem Felde des Akgak-idinnam, dessen eine Breite

seife das Feld [. .], dessen 2. Breitseite [. . ist,] hat [von] Samag-illati,

[Sohn des .]mi .(.., Bejiissunu, [die na.tttu des Üama^, Tochter des ., mit]

ihrem [Ringgeld gekauft]. Als vollen Preis dafür hat sie ihm 'A Mine Silber dar;

gewogen. Sein Herz ist befriedigt Die Verhandlung darüber ist beendigt Daß

für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wirtP), schworen sie bei

Samag, [Marduk,] König [Samsuiljuna und der Stadt Sippar.

Vor Sin-nägir, [Sohn des ]; vor Serum-ili .[. .[; vor Auum-pisa

[, ]; vor Babbänum(') [. .]; vor Nanna-i[. .]; vor Sin-eribam,

Sohn des Lugtamar-[. .]; vor Samag-liwwir; dem Obmann der


- 81 —

sowie angrenzend an den freien Platz^')'), dessen eine Breitseite *), dessen

2. Breitseite der neue Kanal ist, — als Tausch für 9000 Sar Feld (und) 900 Sar

Garten, ihrem Kaufobjokt, das sie in ') gekauft und liegen lassen^'''°) hatte,

— hat vom Könige Belissunu, die natttu des Samag, Tochter des Sin-tajär, mit

ihrem Ringgeld gekauft Als vollen Preis dafür hat sie ihm 10 Minen Silber

dargewogen.

Vor Marduk-musallim, dem säpiru von .; vor Sumuhammu, Sohn des

Sumuditana; vor Nabium-mälik, dem Archivar('>; vor Namtilani-idug; vor Saggilmansi,

dem Obmann der galläbu; vor Ea-regugu, dem Obmann der galläbu; vor

Damik-Marduk, dem ArchivarO unter den galläbu; vor Adad-ili, dem GesandtenP';

vor Hadängu-likgud, dem Gesandten('); vor Re'-Adad, dem mu'irru; vor Nannamansi,

dem HirtenW; vor Nüratum, dem Richter, Sohn des Ibku-Anunttum; vor

Ibik-iügu, dem Obmann dor Kaufleute; [vor] Ilugu-bäni, Sohn des Ibi-Ilabrat; [vor

Ibikj-iligu, Sohn des Kig-Nunu; [vor] Marduk-nägir, dem Schreiber.

Den 8. Nlsän'"'', Jahr »eine königliche Darstellung aus BronzeC'«.')

>) AJSL 29, 181 f. — ^) Hi.Num. — ") te


— 82 —

1629. W 73 (= Bu 91, 5—9, 792).') Zeit Samsuilunas.

[. . (Anfang zerstört) des Rtm]-Sin, Sohnes des Itti-[. ., hat von] Rtm-

Sin, Sohn des Itti-[. .[, Belissunu, die natttu des Samag, Tochter des Ikün-pl-Sin,

mit ihrem Ringgeld') gekauft Als vollen Preis dafür hat sie ihm 15 Sekel Silber

dargewogen. Den bukanu hat sie herübergebracht Daß für alle Zeit keiner gegen

den andern Anspruch erheben wird,') schworen sie bei Samag, Aja, Marduk, Sani=

suiluna und der Stadt Sippar.

Vor Rabbuhaddü, Sohn des Subiga; [vor .|-Samag [. (Rest zerstört)

') = AJSL 30, 64. — 2) VgL Anm. zu No. 1597. — ') Zwei Zeilen vertauscht.

1630. CT XXXIII 48a (= 80900). Undatiert

250 Sar Feld in (der) 2-Eblu(-Plur)') neben ßanukum hat von Hilum TineagmelC')

gekauft Als seinen (vollen) Preis') hat er ihm Silber dargewogen. Den bukämi

hat er herübergebracht

Vor Akbi-il, Sohn des Alsum-lalusa^'^; vor Pusukum^'^, Sohn des Ui-malki; vor

Sin-muballit, Sohn des KutudumC); vor Abigulj, Sohn des Dädija; vor Saniagwedeku;

[vo]r Zarikum, dem Schreiber.

1) Si-ni-e ib-li. Es ist das Flächenmaß ehlu = 600 Sar. — ^) Sam-(til)-la-ni-Sh.

1631. W 43 (= Bu 91, 5—9, 594). Undatiert.

600 Sar Feld in der FlUr von Zililum neben dem Felde des Belgunu und neben

Zibum hat von Nabium-magir, Sohn des Abi-äli-ili, Aja-kuzub-mätim, Tochter des

Silli-Akgak, gekauft Als ihreu vollen Preis hat sie ihm Silber dargewogen. Sein

Herz ist befriedigt Die Verhandlung darüber ist beendigt Den bukanu hat sie

herübergebracht Daß für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben

wird, [schworen sie] bei [. (Lücke) .]•

Vor [. .], Sohn des Puzur-[. .]; vor Serum-ennam, Sohn des Nür-ilisu;

vor Apänija, Sohn des ICrlbam; vor Ili-idinnam, dem Schreiber.

') = AJSL 29, 289.

1632. W 49 (:= Bu 91, 5—9, 614).') Undatiert.

2 Sar Garten neben dem Gotte Numugda und Anum-nä^ir hat vou Etel-pl-

Numugda, Paglu ('') und Imdi-Sin, den Söhnen'') des Sin-rtmeni, Anum-näair gekauft.

Als vollen Preis dafür hat er (Silber)'; dargewogen. [Ihr] Herz ist befriedigt.

Den bukanu bat er herübergebracht Die Verhandlung da[rüber ist] beendigt.

[Künftigjhin*) [. (Lücke) .] schworen [sie].^)

Vor Inilik-Sin, [Sohn des .. .]; vor Nürja, Sohn des Zärikum; vor Nür-

" ' ' üu; vor Imgur-Sin, seinem Sohne; vor Sin-gemi, Sohn des

inu, vor Gimil-Amurrim, den Söhnen des Anum-mütabbil;


— 83 —

vor ..kalumf''\ vor Etellum, vor Lu-Enlila, den Söhnen^) des Anum-pi-Sin; vor

üsur-pt-Sin, Sohn des Mannum-kt-Sin; vor Ibi-Numugda.

') AJSL 29, 296. — ") Lies wohl m^^ statt rfi?. — ^) Fehlt. — *) [a-na wa-ar-ki-ajt ümi>"i.

— ') Lies it-m[u-ü].

y) Sfclavenkaaf.

1633. EG 64.') 25. vi. 23. Rlm-Sin.

Den Silli-Amurrim und die Jabhatum, seine Ehefrau, hat von Warä, dem Wein»

schenken, Sin-rtmeni, dem kizü., Lipit-Amurrim, dem Zimmermann, Ea-rabi, .

erigW, . (Lücke)2) Balmu-namhe gekauft [. ] Sekel Silber hat er ihm^) als

vollen Preis dafür [dargewogen. Bei]') Nannar, [Samag und dem König schwor er].

Vor Abel-lälum |. .[; vor Samag-magir [. .]; vor Sin-gämil, dem [Schmied];

vor Ahum-wakar, dem Bäcker; vor A^ü-wakru; vor *)-Sin, dem Weinschenken.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Den 25. Dumuzu, Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas grub der wahre

Hirt Rlm-Sin den Euphrat, das reine Behältnis Nannars, der Überfluß'^') nach Ekur,

dem Hause des Lebens, bringt, bei^'' Uruk bis zum Meere hin«.

1) In manchen Einzelheiten noch unklar. — ') Hier steht [. .yxi-in-ni-tai"^) [ . . . .] Sü-baan-ti-e[S

.. . .]zj-to i-ba-[ ] an-nu-ü; der Zusammenhang mit dem Vorhergehenden und Folgen^

dem ist mir unklar. — ") Hier fehlt vielleicht etwas. — *) Zeichen ku?

* Ob der Vertrag Sklaven, und nicht vielmehr Schuldknechte zum Gegenstande hat, ist

zweifelhaft. Die Namen sind keine Sklavennamen und der Umstand, daß es sich um ein Ehepaar

handelt, spricht für die zweite Alternative. Der fragmentarische .Passus vor der Kauferklärung

ist wohl als Parenthese zu werten, ü-la i-ba-[... vielleicht zu ü-la i-ba-[ga-ruj »sie werden

nicht vindizieren« zu ergänzen. Der Zusammenhang bleibt freilich dunkel.

1634. EG 19. —. I. 27. Rlm-Sin.

1 Sklaven Namens Samag'''-utulC' hat von Nidnat-Sin Nanna-imaji gekauft

'/s Mine Silber hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Für Vindikation

des Sklaven steht er ein; daß er nicht Anspruch erheben wird, schwor er beim König.

Vor Sin-igmeni; Sin-irtbam; Nabi-Sin; Nanna-kubabbar('); Sin-muballit.

Im Nisän, Jahr »den Deich des Kanundi-Kanals schüttete er auf«.

1635. VS Xlll 76(a) (= VAT 7717). 19. X. 36. Rim-Sin.

1 Sklaven Namens Uam-nlgu, den Sklaven des') Naräm-Sin, seiner Brüder und

der Stmat-Sin, seiner Mutter, hat von ') Naräm-Sin, seinen Brüdern und Simat-Sin,

seiner Mutter, demC) Eigentümer des Sklaven, Ubär-Samag gekauft 15'/B Silber

hat er als seinen vollen Preis ihmC) dargewogen. Für alle Zeit und immerdar

werden für einen (etwaigen) Vindikanten des Sklaven ') Naräm-Sin, sein Bruder^')

und Simat-Sin, seine Mutter, Ersatz leisten. Daß sie »mein Sklave ist es« nicht

sagen und nicht (auf die Angelegenheit) zurückkommen werden, schworen sie bei

Nannar, Samag und König Rim-Sin.

6*


— 84 —

Vor Ubär-Samag, dem purkullu; vor Uugu-nägir, dem Weinschenken; vor

Sin-igmeanni, dem Arzt'''; vor Igtar-ili, dem pastSu; vor Ali-wakrum, dem pastsu;

vor Dummukum, dem Archivar; vor lli-türam, dem Schmied.

Siegel der Zeugen.

Den 19. Tebet, 7. Jahr nach dem (Jahr) »mit der hohen Waffe eroberte er Isin«.

(Siegel:)') Ubär-Samag, Sohn des Irlbam-Sin, Diener des Pabilsag.

•) Außen: (der) Slmatf[SinJ, (des) Naräm-Sin und Söhne(n). — ') Nur außen.

1636. EG 39. -. IV. 37. Rim-Sin.

1 Sklavin Namens Kabta-lamassi, die Tochter dos Märi-ir^itim, hat von Simat-

Sin, ihrer Eigentümerin, und Naräm-Sin, ihrem Eigentümer, Ubär-Samag gekauft.

Als seinen vollen Preis hat er" ihmW 12 Sekel Silber dargewogen. Den bukanu

hat er herübergebracht

Vor Adajatum, Sohn des Iddin-Adad; vor lli-türam, Sohn des .-Samag; vor

Sin-imguranni, Sohn des Nüratum; vor Aplum, Sohn des Manna .; vor Iballut,

dem Schreiber.

Siegel der Zeugen.

Im Dumuzu, 8. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils und Eas eroberte er Isin«.

1637. CT XXXIII 38 (= 97236). 3. Vi. 31. Hammurapi.

1 Sklavin Namens Igtar-damkat, die Sklavin der Eli-erissa, der natttu des

Samas, hat von Eli-erissa, der Tochter des Ali-illati, Nlgi-lnisu, die natttu des

Samag, die Tochter des Sin-igmeanni, mit Ringsilber') gekauft Als vollen Preis

dafür hat sie ihr 17 Sekel Silber dargewogen. Den bukdnu hat sie horübergobracht.

Die Verhandlung darüber ist beendigt Ihr Herz ist befriedigt Daß sie für alle

Zeit nicht Anspruch erheben werden, schworen sie bei Samag, Aja, Marduk

und Hammurapi

Vor Ahum-kinum; vor Usur-me-Samag; vor Sin-aliam-idinnam; vor Nannatum,

Aufseher vom Klostertor; vor Awll-Adad^ dem Obmann der Richter; vor SamsatumP',

Sohn des Ili-sukkalli*'''; vor Nabi-iligu, Sohn des Sin-idinnam; vor Idin-Sin, Solm

des Ili-abi.

Den 3. Ulül, Jahr »Ann, Innanna und Nana«.

') Vgl. Anm. zu No. 1597.

1638. W 63 (— Bu 91, 5-9, 706).') 4. XlIi' l W. Sam8uilun.a.

[1] Sklavin, Siu-erig^'', [und 1] Sklaven('), Iddin-Adad mit |Namen, hat von]

Amat-Samag, Tochter des Iddin-Marduk, und Manänatum, der Tochter des Warad-

Samag, seinem(') EigentümorC, Ikün-pt-Sin, Sohn des Sin-tajär, gekauft. Als vollen

Preis dafür hat er ilimC) '/g Mine Silber dargewogen. Ihr Herz ist befriedigt Die

Verhandlung darüber ist beendigt. Daß für alle Zeit keiner gegen den andern

Anspruch erheben wird, schworen sie bei Samas, Marduk und Samsuiluna.


— 85 —

Vor Marduk-bäni und Sin-rimöni, den Söhnen des Ibi-Ilabrat; vor Mardukgämil,

Sohn des Warad-Sin; vor [. .]-Sin, Sohn des Ili-abani


— 86 —

1642. CT XXXIII 41 (= 92620). 20. I. 4. Ammiditana.

1 Sklavin Namens Ummi-Hipet aus Subartu (aus der) Stadt . ') hat von

Sin-mugallim, Sohn des Lu-AsarludugP', Rlbam-ili, Sohn des Igkur-galzu, gekauft

Als vollen Preis dafür hat er ihm 1 Mine, 4 Sekel Silber da.rgewogen und 1 Sekel

Silber als Zugabe^ bestimmt^) 3 Tage steht er ein für Nachforschung'), einen Monat

für Epilepsie*) (und) für seine(') Vindikation"*) gemäß den Gesetzen des Königs").

Vor Samag; vor Mar) VgL Schröder, ZA XXX, S. 86. — ') Si.Bi. — ^) Gemeint ist: er haftet 3 Tage,

bezw. 1 Monat. — ^) ma-tum a-na ma-tim-ma. — *) Vgl. Holma, quttulu, S. 65.

d) Selbstvcrfcauf und Verkauf von Kindern.

Vorbemerkung. Während in den Urkunden seit Hammurapi der Selbstverkauf und

Verkauf der Kinder durch die Eltern so gut wie nicht erwähnt wird — vgl. etwa III 424, wo

aber die Tochter nicht schuldenhalber, sondern als Nebenfrau verkauft wird, — ist es kaum ein

Zufall, daß in den Texten aus Larsa unter der Herrschaft Rim-Sins diese Geschäfte Verhältnis«

mäßig häufig begegnen. Zu den folgenden Urkunden sind auch die Urkunden No. 1474 (Ver«

geiselung des Sohnes), 1481 (Selbstvergeiselnng) zu stellen. Auch No. 1482 liegt wahrscheinlich ein

Selbstverkauf des Schuldners an den Gläubiger zugrunde. Juristisch unterscheiden sich Ver«

geiselung und Verkauf wohl dadurch, daß nur bei der ersteren ein Auslösungsrecht bezüglich

stand. Doch da die beiden wirtschaftlich einander nahe stehen, so


— 87 —

kann man zweifeln, ob in praxi dieser Unterschied streng durchgeführt wurde. Selbstverkauf

und Verkauf der Kinder sind nun typische Begleiterscheinungen von harter wirtschaftlicher Not,

und so bestätigen diese Urkunden den schon aus den Bürgschaftsurkunden (vgl. oben S. 20 f.)

gewonnenen Eindruck, daß die ökonomischen Verhältnisse unter Rlm-Sin nicht gerade günstige

waren. Der aus den Bürgschaftsurkunden als Geldverleiher und Wucherer schon bekannte Balmunamhe

begegnet charakteristischer Weise in den folgenden Texten zweimal (No. 1644, 1645)

als Käufer und die Käuferin in No 1646 Enlil-dürsu ist als Geldgeberin auch in No. 1482, 1483

bezeugt. Wir werden es auf Grund dieser Texte nunmehr als bewußte Reaktion gegen derartige

Verhältnisse aufzufassen haben, wenn der K. H. § 117 den Verkauf und die Vergeiselung von

Kindern dadurch einzuschränken sucht, daß er sie kraft Rechtens befristet, indem nach 3 Jahren

das verkaufte oder vergeiselte Kind (Ehetrau) ipso iure die Freiheit erlangen soll. Der Befund

der Urkunden zeigt, daß diese gesetzgeberiBche Aktion Erfolg hatte, in erster Linie allerdings wohl

deshalb, weil sich die ökonomischen Verhältnisse günstiger gestalteten. Vgl. auch Landsberger,

OLZ (1922) S. 408.

1644. EG 20. 28. IV. 22. Rim-Sin.

[1| gewissen Lilmad-ili hat von ihm selbst Balmu-namhe gekauft 12 Sekel

Silber hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen.

Vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor ütu-zimu, dem Musikanten; [vor]

Warä, dem Weinschenken; [vor] Abil-lälum, dem Geflügelwärter; [vor] Imgur-Sin,

dem Bäcker*^^'; [. . (kleine Lücke) . .]; vor Sin-magir [. .]; vor A]ju-wakar, dem

Bäcker; vor Ibku-Igtar, dem .[. .]; vor Itti-Ea-milki, dem Weinschenkenf').

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt

Den 28. Dumuzu, Jahr »auf das wahre Geheiß Anus, Enlils und Eas grub der

Hirt Rim-Sin einen Kanal, dessen Name seit Alters nicht genannt war, nannte ihn

'Glänzender Kanal' und fügte für die Ortschaften weites Ackerland hinzu«.

(Siegel:) Sin-gämil, Sohn des Abi-täbum('>, Diener des Sin^^l

1645. Bab. VII, 8. 45 (f). 16. XI. 23. Rlm-Sln.

1 gewissen Ukä-ili, Sohn des Sin-tamkari, hat von Sin-tamkari, seinem Vater,

Balmu-nam^e gekauft 10 Sekel Silber wird er als seinen vollen Preis darwägen.

Vor Ea-rabi; vor Sin-gamuh, dem Schreiber; vor Sin-mubaUit, dem .;

vor Samag-gämil, dem Schmied^); vor Sin-magir, dem Musikanten; vor Kumbulum;

vor Warä, dem Weinschenken; vor Sin-gämil, dem Geflügelwärter; vor Itti-Eamilki,

dem paltlti-Pnester des Samag.

Siegel der Zeugen.

Den 16. Sabät, Jahr »auf Geheiß (Anus), Eiüils und Eas (grub) der wahre

Hirt Rlm-Sin den Euphrat, das reine Behältnis Nannars, das Überfluß nach Ekur,

dem Hause des Lebens, bringt«.

1646. VS Xlll 64(a) (— VAT 7737). 30. XIK?). 30. Rtm-Sin.

1 gewisse Ahäsunu hat von Igrupanni, ihrem Vater, und Amat-Sala, ihrer

Mutter, Enlil-dürgu') gekauft Als seinen vollen Preis hat sie ihm


— 88 —

alle Zeit und immerdar (Igrupanni, ihr Vater, und Amat-Sala, ihre Mutter)'^), keine

Vindikation erheben werden, schworen sie bei Nannar, Samag und Rim-Sin.

Vor Ahugina*); vor Taribum, (dem Schreiber)'*); vor Der-gämil"); vor Aliumwakar;

vor Ibalut, dem Schreiber.

Siegel der Zeugen.

Den 30. Adar'), Jahr »mit der hohen Wafi'e Anus, Enlils und Eas eroberte

er Isin«.

(Siegel:) Ahugunu, Sohn des Nür-iligu, Diener des Ilabrat').

^) Außen: Rim-Sin (und) Enlil-dürsu. — -j »5(1' Korn« fehlt außen. — •') Nur innen. —

*) Außen: Ahusunu, dem EUboten. — '') Nur außen. — ") Dahinter außen: Sd ''•


— 89 —

1649. W 62 (=: Bu 91, 5—9, 751).') Datum zerstört.

[1] Zugochsen t'^'^), das Rind des Sin-idinnam, Sohnes des Ilugu-abugu, hat von

Sin-idinnam, Sohn des Ilugu-abugu, dem Eigentümer des Rindes, Ibni-Samag, Solm

des Sin-nädin-gumi, gekauft Als vollen Preis dafür hat er ihm 14 Sekel Silber

dargewogen. [. . (Uest zerstört).

1) = AJSL 30, 53. — •') Oud. Ür.Ra; vgL No 1647.

1650. Scheil, RA XIV, S. (53.') Datum zerstört.

Eine 3»jährige Kuh nebst dem Kalbe ')., die Kuh des Apil-Ktar,

Sohnes des [. .], hat von Apil-Igtar, dem Eigentümer der Kuh, Sarru-Adad, Sohn

des Ta[. .]tum, gekauft Als ihren vollen Preis hat er 7'/» Sekel, 15 Korn Silber

ihm dargewogen und '/e (Sekel) Silber als Zugabe^'^^) bestimmt Für ihren Vindi=

kanten steht nur'') Mammatum*) ein.

Vor Ubarrum, Sohn des KigtumW; vor Ahum-täbum, dem rabtänum; vor

Ina-palegu, Sohn des Pir-iligu; vor Sin-gar-ili, Sohn des Abu-täbu; vor Waradiligu,

Sohn des Subula-abi; vor Utul-Igtar, dem Schmied; vor Sin-rtba, dem Schmied;

vor Lipit-Igtar, dem Schreiber.

Jahr »[. .] König |. .] [. .]«.

(Siegel:) Ina-palegu, Sohn des Pir-iligu, Diener des Gottes [ .].

1) Nur in einer Umschrift Scheils. — ^) taiV-bi-ir-Su. Scheil »son nourrisson».— ^)Si.Bi.

— *) ma-am-ma-tum-ma. Das »na am Ende gehört wohl nicht mehr zum Namen. Anders Scheil.

Daß nicht der Verkäufer selbst, sondern ein Dritter die Eviktionsgarantie übernimmt, ist übrigens

in den altbabylouischen Urkunden selten.

^) Amtskauf.

* Vgl auch No. 1654.

1651. C 15 {= CBS 13983).') -. VI. Zeit des Damik-ihiu.

Die paftsu-'Wmde der Ningirgilu, der Ningab [und des] Pabilsag im Jähre

auf 1 Monat und die pur[^umu]-Würde, [soviel vorhanden ist^'"'], gehörig zum

Anteil des Lugal-[melam], hat von Lugal-melam, Sohn [des Alija], Lu-Ninurta, [der

.] ., Sohn des Eluti, gekauft Als vollen Preis dafür hat er ihm 7 Sekel Silber

dargewogen. [Daß für alle Zeit Lugal-melam, Sohn des Alija, wegen der paMu-

Würde der Ningirgilu], der Ningab und des Pabilsag — im Jahr auf 1 Monat —•

gegen Lu-Ninurta keinen Anspruch erheben wird, schwor er beim König.

Vor Imgüa, Sohn des Gandarum; vor Bäbünum, Sohn dos Nanna-galzu; vor

Lu-Nin-Nibru, dem Arzt'''^, Sohn des Awll-[. ]; vor Ibkuga, Sohn des Warad-Kubi;

vor Urranidug, Sohn des Lu-melam; vor Sin-nagi, Sohn des Lu-Urima; vor Samaggämil,

dem Brauer''); vor Sijatum, dem Schreiber.

Im Uliil, Jahr »König Damik-iligu wurde zum Oberpriester der Nin-Iosina

erhoben«.

(Siegel:) Lugal-melam, Sohn des Alija.

1) Chiera, S. 40 f.


1652. EG 35. 30. X. 32. Rim-Sin.

— 90 -

Im Jahr an 10 Tagen -Würde«') im Tempel des Nannar ^) hat

von Sinma-ili und Bitum-gemi, seinem Bruder, Nanna-imah gekauft. 6 Sekel Silber

hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen [. . (kleine Lücke). .].

Vor Sin-nädin-aplimC); Nanna-kuzuf), dem Thronmann'); Sikili, seinem Sohne;

Beli-idinnam; Samag-gämil, Sohn des Afetma; Ubär-Samag, Sohn des Bell; (Sintamkari,

dem Schreiber).*)

Den 30. Tobet, übernächstes Jahr nach dem (Jahr) »Isin wurde erobert«

') nam-Sitai?) (=u + m) Vgl. Landsberger, OLZ (1922) S. 408. — •') ituP) dubCO-sag.

— ") lü-gu-xa. — *) Nur auf der Außentafel.

rj) Rücktrittseinlösüng:.

* Über den Begriff der Rücktrittseinlösung vgl. zuletzt San Nicolö, Schlußklauseln 9*,

der das gesamte ältere Material (vgl. insbesondere III 440 f., IV 977 f.) und die Literatur

gesammelt hat.

maZ. C 44 C— SÄS 4t5«),'. . tx. 6< fe;.*.'>.^

[. . Sar], 10 Gin [bebautes] IIausgrundstü-Würde im Tempel des Nusku, im Jahre 2 Monate

lang, keinen Anspruch erheben wird, schwor er beim König.

Vor Lipit-Igtar, dem nisakh^-Pviester des Enlil; vor Ui-a-eni, Sohn des Aplum;

vor Awtlija, dem Notar*); vor Nimurta-gamil, dem Schreiber.


— 91 —

Den 18. Tebet, Jahr »König Samsuiluna hat auf Geheiß Enlils (usw.;

') Nur in einer Umschrift Langdons. — ') nam-lü-nig-Ku? — ') Pa +Lugal. — ') luh

(— paiäru) = »zurückkaufen«. — ') bur-gul.

b) Tausch.

Vorbemerkung. Die Tauschurkunden aus Larsa zeigen einen von den bisher bekannt

gewordenen Tauschverträgen abweichenden Typus. Während diese den Tausch als zweiseitigen

Vertrag, d. h. Leistung und Gegenleistung, beurkunden und daher insbesondere eine gegenseitige

Verzichtsklausel am Schlüsse enthalten (einer wird gegen den anderen nicht Anspruch erheben

u, dgL VgL III 443—451, IV 981—986, V 1157, 1159 und No. 1655, 1661), sind die Urkunden

aus Larsa einseitig gefaßt. Sie erklären in verschiedener Formuherung, daß die eine Partei einen

Ciegenstand (zum Tausche) bestimmt (= gesetzt, iSkun) oder gegeben habe (iddin). Im Anschlüsse

daran übernimmt diese Partei, nicht auch die andere, die Haftung für Eviktion und verspricht, auch

selbst nicht vindizieren zu wollen, ganz In derselben Weise, wie dies der Verkäufer im Kauf»

formular aus Larsa tut. Vgl. San-Nicolö, Schlußklauseln 56 f. und No. 1656—1660, ein gegen»

seifiger Verzicht allerdings in No. 1664. Hierbei ist natörUch anzunehmen, daß die andere Partei

des Tauschvertrags eine reziprok stiUsierte Urkunde ausfertigte. Man kann diesen Tausch einen

gespaltenen Tausch nennen. Er nähert sich im Formular dem Kauf, ja er kann vollständig in

das Kaufformular übergeben. Das gilt für Nr. 1656, 1660, die sich äußerlich ganz als Kaufurkunden

repräsentieren, wenn nicht bestimmte Indizien sie als Tauschverträge erkennen ließen. Vgl. Anm.

zu No. 1656, 1660. Juristisch könnte man sich den Vorgang bei diesem Tausch so zurechtlegen,

daß jede Partei von der anderen den Tauschgegenstand kauft, wobei aber die Kaufpreise nicht

bar bezahlt, sondern gegeneinander aufgerechnet und nur ein Überschuß (tappilätum) bar berichtigt

wird. Trotzdem wäre es aber kaum richtig, das Geschäft als Doppelkauf, d. h. als zwei selbständige

Kaufvertrage mit besonderer Abrede für die Berichtigung des Kaufpreises zu werten. Die Spaltung

ergreift nur das Formular, nicht das Rechtsgeschäft, das dennoch einheitlich, nämlich Tausch

bleibt. Das beweist gerade das Formular, das trotz seiner Angleichung au das Kaufformular

doch Klauseln enthält, die den Tauschcharakter des Geschäftes erkennen lassen.

1655. C 8 (= CBS 5133).") -.IX. i. Enlil-bäm.

1800 Sar Garten, mit Bäumen bestanden, inmitten des settu^}-Pe\des, Garten

des Sin-iklgam, des Imgur-Sin, seines Sohnes, und der Nin-kuzu, ihrer") Mutter,

neben dem Garten des Sin-näsir, (und)*) des Gubbanidug, seines Bruders, dessen

Vorderseite der Garten des Lugal- .e (bildet), — als Tauschobjekt dafür (gelten)

1800 Sar Garten, mit Bäumen bestanden, inmitten des ii?/^M-Feldes, Garten des

Lugal- . e, angrenzend an den Garten des Ibi-Enlil, des Lu-Nanna und das Ufer

des [. .]-Kanals(') | (Lücke) Auf daß für alle Zeit] keiner gegen den

andern [wogen des Gartens] Anspruch erheben wird, drückten **) [Lugal- .]e, der

Richter, Sin-iktgam und Nin-kuzu, seine Mutter, ihre Siegel auf (und) schworen

beim König.

Vor Ltigal-azida, dem Schreiber; vor Lu-Igkura, Sohn des Dada-wakar'''*; vor

Ibkti-Damu, Sohn des Zanaki^''); von Awil-Sin, Sohn des Lu-Nin. '); vor Ku-

Enlila, seinem Bruder; vor Nabrüm-ili; vor Nanna-mansi, dem Schreibor.

Im Kislim, Jahr »Enlil-bäni wurde König«,.


— 92 —

(Siegel:) Nin-kuzu, natttu des Nimurta; Sin-ikigam.

') Chiera, S. 56 f. — ") Lal-^Lal + Sar. — ') Sie ist die Miilter des S. und die Groß»

mutter des I. — *) ü steht an falscher Stelle eine Zeile tiefer. — *) tag = exebu. — ') Wohl

Exen + Oud.

* Die Urkunde ist bemerkenswert, weil ihre Siegelung durch die Parteien als Verpflichtungs»

form bezüglich der Verzichtsklausel dem Eide gleichgestellt wird. Derartiges ist in den altbabylonischen

Urkunden ganz vereinzelt, ganz im Gegensatze zu den den mittelbabylonischen

Kudurrus zugrundeliegenden Urkunden, in denen die Siegelung Zeichen der Rechtsgühigkeit der

TJrkunde und insbesondere auch Verpflichtungsform bezüglich der Verzichtsklausel ist. Vgl.

Steinmetzer, Die babyl. Kudurru als Urkundenform 109 f, 234 L und VS I 37, IV 52 f. a-na

pak-ri Id baSe kuntik Si-tir Sumi-Su ik-nu-uk »damit keine Vindikation sei, hat er (der Köidg die

Schenkungsurkunde) mit dem seinen Namenszug (enthaltenden) Siegel gesiegelt«. Aus diesem

Quellenbefundo darf aber kaum geschlossen werden, daß diese Bedeutung der Siegelung dem

altbabylonischen Rechte so gut wie unbekannt gewesen sei. Sie liegt vielleicht auch der im

K. g. § 150, 165, 179 vorkommenden Phrase iSruk.... kunukkam ixib (iStur) »er hat geschenkt

und eine Siegelurkunde ausgefertigt (geschrieben)« zugrunde. Vgl. ferner No. 1733.

1656. VS Xlll 81 {— VAT 7736). -. l. 41. Rlm-Sin.

100 Sar Garten mit Dattelpalmen bestanden, dessen eine Langseite Samagillassu,

dessen andre Langseite die Kmder des Sinatum, dessen eine Breitseite Iddin-

Samag, der gudapsü., dessen andre Breitseite das unkultivierte (Land) des Samasillassu

(bildet), den Garten des Schmiedes Sin-rabi, hat von dem Schmiede Sin-rabi,

dem Eigentümer des Gartens, nachdem er gemäß dem dritten Tarif des Königs

tarifgemäß(-) 100 Sar Garten überlassen hatte,') Übär-Samag gekauft 10 Sekel Silber

hat er ihm als seinen vollen Preis dargewogen. Für alle Zeit und immerdar wird

Sin-rabi für Vindikation des Gartens Ersatz leisten. Daß er »mein Garten ist es«

nicht sagen und (auf die Angelegenheit) nicht zurückkommen wird, schwor er bei

Nannar, Samag und König Rim-Sin.

Vor Apil-iligu, dem . . .; vor Übär-Samag, dem purkullu; vor Habil-kinum,

dem Eilboten; vor Übär-Samag, dem Eilboten; vor Sin-imnanni, Sohn des Nannadabit'^;

vor Ilugu-näsir, dem Weinschenken; vor Dummukum.

Siegel der Zeugen.

Im Nisän, 12. Jahr »mit der hohen Waffe Anus, Enlils uud Eas eroberte er Isin«.

(Siegel:) Apil-iligu [. .].

') wa-ar-ki ?i-im-da-at Sar-ri-im 3-kam-ma a-na xi-im-da-tim, 1 ikd kirdm i-xi-im-ma.

* Die Urkunde hat völlig das Aussehen eines Kaufvertrags, wenn nicht die Klausel in Anm. 1

— Subjekt zu iiib ist Ubär-Samas — uns belehrte, daß ein Grundstflckstausch vorliegt. Das

ergibt auch eine Vergleichung mit No, 1660, wo unzweifelhaft es sich um Tausch handelt. Daraus

folgt auch, daß die beurkundete Kaufpreiszahlung fiktiv ist.

Ein Hinweis auf die Berechnung des Kaufpreises nach amtlichen Tarifen begegnet in den

Kanfurkunden ganz selten. Vgl. III 427 (Sklaven- und Viehkauf) und No. 1657. Nicht hierher

gehört — teilweise anders San Nicolö, Schlußklauseln 220 — III 407, wo der Käufer [a]-na

ga-bi-e Sar-ri-im »auf Befehl des Königs« ein Grundstück kauft. Denn hier handelt es sich um

eine Art Lehen, zu dessen Veräußerung der Inhaber wohl der Erlaubnis des Königs bedurfte.


- 93 -

Ana kabt daher vielleicht richtiger »auf Ermächtigung«. Die Seltenheit dieser Hinweise mag

sich wohl daraus erklären, d:iß die überlieferten Kaufurkunden sich fast ausschließlich auf Grund«

stücke und Sklaven beziehen, diese Gegenstände aber naturgemäß einer tariflichen Festsetzung

ihres Wertes am meisten widerstreben. Immerhin lehren No. 1656, 1657, daß es zu Rtm-Sins

Zeiten amtliche Tarife für Gärten und Häuser gab. Schwierig ist 3-kam-ma in der Klausel in

Anm. 1. »Nach dem 3. Tarif«, wohl in dem Sinne wie »nach dem königlichen Tarif, No. 3«, d. h.

Tarifpost 3. So im Ergebnisse auch Schorr, GGA 1915, S. 423, der an verschiedene Bonitäts»

Hassen der Grundstücke denkt. Mit Walther, Altbab. Gerichtswesen 97 ein Schreiberversehen

anzunehmen, ist daher nicht notwendig. Zu ^imittu vgl. zuletzt San Nicolö, Schlußklauseln 218 f.

xnr

1657. VS 82(a) (=VAT7727).') 30. XL 44. Rim-Sin.

1 Sar bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Nanna-mansi und neben

dem Hause des Ubär-Samag (an der) Straße des Samag-muballit, des Obmanns der

Kaufleute, das Haus des Ubär-Samag, hat er nach den königlichen Tarifen dem

Silli-Irra, Sohn des Nipi-Sin^, und seiner Schwester bestimmt Auch hat er ihm

5'/a Sekel Silber als Zuschlagszahlung'') gegeben. Für alle Zeit und inmierdar wird

Ubär-Samag für Vindikation des Hauses Ersatz leisten. Daß er »mein Haus ist

es« nicht sagen wird, schwor er beim König Rlm-Sin.

Vor Ilam-erig('), Sohn des Arwiu; vor Ilugu-näsir, Sohn des Sin-belum('); vor

Ninsianna-palil, Sohn des Gunt; vor Ibku-Igtar, dem Obmann des Klosters; vor Nabiiligu,

Sohn des Amurrum-mälik; vor Übär-Samag, dem purkullu; vor Ibi-Adad,

dem zazinnu; vor Namram-garür, Sohn des Ur-Ninsianna; vor Sin-ili, Sohn des

Iribam-Sin; vor Samas-üwwir, dem purkullu; vor Sin-aäarid, dem purkullu; vor

Dummukum, (dem Archivar)"); vor Amurrum-mälik, (dem Kaufmann)*), (Sohn des

Nüratum)^); vor Ur-Nidaba; vor Salilum, dem Schreiber.

Siegel der Zeugen.

Den 30. Sabät, 15. Jahr »Isin wurde erobert«.

(Siegel:) Nabi-iligu, Sohn des Amurrum-mälik, Diener des Amurruni*). — Ur-

Nidaba, Sohn des Subula-karrad, Diener von Hani und Nidaba. — Ibku-Adad(''),

Sohn des Iddin-Nanä, Diener des Nergal*). — [. .j-bäni^'"'), Sohn des Sin-semi^'),

Diener des . . [. .]*).

') Vgl. Schorr, GGA 1915, 8. 424. — 2) ta-ap-pi-la-tim. — ") Nur außen. — *) Nur innen.

* Gespaltener Tausch (vgl. Vorbemerk.), und nicht Vermächtnis (Walther, Gerichtswesen 97),

wogegen die Haftung des Veräußerers für Eviktion spricht, die bei einer unentgeltUchen Zu«

Wendung kaum verständlich wäre. Tappilätum ist die Zuschlagszahlung, die bei Tausch, Erb»

teilung, geleistet wird, wenn die getauschten Gegenstände im Wert differieren, bzw. wenn bei

der Eealteilung ein Erbteil größer ausfällt als der andere. Vgl, III 449 (aus dem nahe bei Larsa

gelegenen Kutalla) und No. 1658, 1680, 1443 (Larsa). In derselben Bedeutung in No. 1664

kupürum (Larsa?). Dieses (wörtlich »Abwischung«; vgl. kuppuru Sa ekli, Delitzsch, Hwb.,

S. 482 b, Z. 5) hängt mit dem gleich bedeutenden neubabyl. takpuStu (aus iakpurtu) und dem

sekundär hieraus gebildeten takpüSu (z. B. VS XV 40, 38; Strassm. Dar. 379, 35,63) zusammen.

Tappilätum ist ein südbabylonisches Wort, in Nordbabylonien gebraucht man in derselben Bedeutung

das von derselben Wurzel (npl) abgeleitete niplatum. Vgl. III 68, IV 787, 981, V 1193. Vgl.

auch Landsberger, OLZ (1922) S. 408.


— 94 —

1658. VS Xlll 83(a) (:=: VAT 7723). -.XL ll. Rim-Sin.

110 Sar Garten, mit Dattelpalmen bestanden, neben dem Garten des Kigfi-Irra,

neben Mannijatum und neben Balilum, den Garten des Pisüm, Sohnes des Nüdiim,

hat von Pisüm, seinem Eigentümer, Ktgti-Irra genommen'). Als Tauschobjekt für

seinen Garten hat Klgti-Irra 100 Sar Garten neben (dem Garten des)') Abumwakar,

und neben (dem Garten des)') Adallal-Sin') sowie 3 Sekel Silber Zuschlags«

Zahlung*) dem Pisum gegeben. Daß er für alle Zeit nnd immerdar »mein Garten

ist es« nicht sagen und nicht vertragsbrüchig werden wird, schwor er bei Nannar,

Samag und König Rim-Sin.

Vor Apil-Damu, Sohn des Samag-danC); vor Atanah-ili, dem Richter; vor Iliklma-abija,

dem .; vor Ningubur-palil, dem paE§u; vor Igmil-Siu, Sohn des

Tagüa; vor Balilum, seinem Bruder; vor Zabrum, dem '"'); vor Sin-pilah .;

vor Täb-gär(-ili)'), dem satammu.

Siegel der Zeugen.

Im Sabät, 15. Jahr »Isin wurde erobert«.^)

(Siegel) Ahugunu, Sohn des Zalzalum, Diener des Lissigun').— Apil(''-[ .|,

Sohn des Ibku-[. .], Diener des [. .].')')

') S-u-ba-an-ti. — ') Nur außen. — ') Dahinter außen noch: »[und neben](?) dem Garten

des Gottes Sin«. — *) ta-ap-pi-la-tim. Vgl. Anm. zu No. 1657. — ^) Außen noch: »vor Samasmuballit,

Sohn des Ahusunu«. — ') Außen noch: «[mit der] hohen [Waffe] Anns, Enlils [. ]«.

') Zwei weitere Siegel (je eins außen und innen) sind unklar.

1659. VSXIII 85 (a) (::^ VAT 7733). -vin. 45. Rtm-Sin.

1 Sklave Namens Sin-gimlanni, — bei Ubär-Samag, seinem Eigentümer'), hat

Taräm-Ulmag anstelle des Sin-gimlanni den Samaä-tukulti, einen ., dem Ubär-

Samag gegeben. Für alle Zeit und immerdar wird Taräm-Ulmag für einen Vindii

kanten des Samag-tukulti Ersatz leisten. Daß er nicht (auf die Angelegenheit) zurück^

kommen wird^), schwor er bei König (Rim-Sin)').

Vor Imgur-Sin, Sohn des [ .]; vor Sin-iribam, dem Kaufmann, Sohn des

Ili-tajär; vor Urti-urnumt''), dem Schmied, Sohn des AndakulluniC); vor Iballut,

Sohn des Ili-igmeanni; vor Ahum, Sohn des Ui-imitti: vor Dagan-eris, Sohn des

Puzur-Samag; vor Sin-usilli, Sohn des Nanna-mansi; vor Dumuk-Samag, Sohn des

Samag-hä^ir; vor Naräm-Sin*), Sohn des Namram-garür.

Siegel der Zeugen.

Im Warahsamnu, 16. Jahr »er eroberte Isin«.

(Siegel:) Ui-imitti, Sohn des Sin-rimeni, Diener der Ninsianna.*)

1) ki U-bar-tiSamaS lugal-a-ni-ir. Dem Schreiber schwebte wohl ein Formular wie In No. 1658

vor. Also »den Sklaven 8. hat von U., seinem Eigentümer, T. genommen (Sü-ba-an-ti). An Stelle

des S. hat den S.. .. er dem U. gegeben«. Entweder ist also hinter Taräm-Ulmas Sü-ba-an-ti

ausgefallen, oder der Schreiber hat die beabsichtigte Formel nicht zu Ende geführt. — ^) Außen:

»daß er nicht vertragsbrüchig werden wird«. — ') Nur außen. — *) Außen noch ein Titel, viel»

leicht »Wahrsager«. — ^) Die übrigen Siegel unklar.


1660. EG 26. Zeit Rim-Sins.

— 95 —

[• (Anfang zerstört)') • das Haus des 8i]lli-Irra, [der Ahätum, seiner

Gattin, des Apil-iligu, seines Sohnes, und des Awtl-Adad, seines Sohnes, hat von

Silli-Irra, AJjätum, seiner Ehefrau, Apil-iligu, seinem.Sohne, [und] Awtl-Adad, seinem

Sohne, [. .| .-Igtar gekauft 1 Sar bebautes Hausgrundstück im Werte von Va Mine

Silber hat er ihm »auf seinen Weg gesetzt«') und '/a Mine, 5 Sekel Silber hat er

ihm als Zuschlagszahlung') dargewogen. [Daß für alle Zeit und immerdar] für

Vindikation des Hauses Silli-Irra, AJjätum, seine Ehefrau, und seine Söhne Ersatz

leisten und »mein Haus ist es« nicht sagen werden, schworen sie bei Nannar,

Samag und König Rtm-Sin.

Vor Naräm-Ea, Sohn des Ili-bäni; vor Anum-littul, dem Obmann(') . .;

vor Uugu-nägir, Sohn des Sin-gemi; vor Warad-Ilabrat dem .; vor Sin-issu,

dem Bäcker; vor Sijatum*''^, dem Bäcker; vor Ahugunu, dem Bäcker; vor Sin-päter,

dem Juwelier; vor Apil-Sin, dem kizü-, vor Siu-iragurranni, Sohn des Nanna-adah;

vor Iballut, Sohn des Ui-igmeui; vor Ur-Nidaba; vor Awll-Amurrim, dem Kauf«

mann; vor Apil-ilisu [. (Rest zerstört).

') Man erkennt noch die Namen Ummi-al)ija und Samas-müdKi") (Nachbaren?). — ') a-na

ha-ra ni-Sü iS-ku uS-Sum. — 'j tap-pi-la-[tim]. Vgl Anm. zu No. 1657.

* Daß der Vertrag Tausch ist, tritt hier klarer hervor als in No. 1656. Insbesondere fehlt

die Preiszahlungsklausel. Der Ausdruck »auf seinen Weg setzen« zur Bezeichnung der Tausch»

leistung ist allerdings singulär und nicht vöUig aufzuklären, kaum mit Landsberger, OLZ

(1922) S. 408 im Sinne von »zur freien Benutzung, nicht als Eigentum« bestimmen. Denn wie

die folgende Erwähnung der tappilätum beweist, handelt es sich doch um Tausch.

1861. VS Xlll 14 (= VAT 7513). 28. X. 17. jfjammurapi.

1 Sar, 10 Gin bebautes Hausgrundstück neben dem Hause des Elamiten

Sipgalug, dessen eine Breitseite der Apil-Sin-hegal-Kanal, dessen andre Breitseite

das Haus des Tarajatum und des Elamiten SipgaluC) (bildet), das Haus des Sinili

und seines Sohnes Märijatum, — als Tauschobjekt dafür (dient) 1 Sar bebautes

Hausgrundstück neben dem Hause des Hani-ili und neben dem des Übar-Igum

und des Bäckers Amurrum-geme, dessen Vorderseite die Straße (bildet), das Haus

des Kuzäbatum.

1 Sar Haus und 6 Sekel Silber hat Kuzäbatum dem Sin-ili und seinem Sohne

Märijatum als Zuschlagszahlung gegeben.')

Daß sie für alle Zeit keinen Anspruch erheben werden, schworen sie bei Marduk

und [König] Hammurapi.

Vor Ui-ibnianni, Sohn des IlugLi-illassu; vor Nanna-mansi, Sohn des Etel-pt-

Marduk; vor Lipit-Uabrat, Sohn des Hunnubum; vor Saggi(l)ja, Sohn des Ili-idinnam;

vor Nabium-mugallim, Sohn des Sin-pilah; vor Marduk-ntgu, Sohn des Lu-Nammu;

vor Näkimum, Sohn des Itür-klnum('); vor Sin-imguranni, Sohn des Täb-Ahut; vor

Marduk-ntgu, Sohn des Silli-Marduk; vor TutU-nägir, Sohn des Rabiat-awässu.


— 96 —

Don 2S. Tebet, Jahr »ein Bildnis der Innanna von Kibalbarru führte er bis

zum Himmel auf«.

') ip-pu-ul von napdlu (vgl. niplatum. und lappildtum); hier sind wohl nur die 6 Sekel

Silber die tappilätum »Zuschlagszahlting«. Zu npl jetzt auch Landsberger OLZ (1922), S. 408.

1662. VS Xlll 24 (= VAT 5916). 7 VI. 41. gammurapi.

'/s Sar Speicher') in der östhchen Neustadt zum Preise von 4 Sekel Silber

pro Sar; als Tauschobjekt dafür (dient) '/s Sar Speicher des Sin-gar-mätim. Samagwedum-usur

wird (das Grundstück) für ihn kaufen') und dann dem Sin-gar-mätim

geben.

Vor Rig-Samag, Sohn des AwtU')-. ; vor Lipit-Igtar und Literum, den Söhnen

des Sin-bel-ili; vor Abu-wakar, Sohn des Sin-nägir; vor Kutrudu, Sohn des Mardukmugallim;

vor Marduk-näsir, Sohn des Nür-Kabta; vor Itti-Sin-balätum.

Den 7. ülül, Jahr »König Hammurapi (hat für) Tagnietum, die sein Flehen (usw.)«.

') Ki. Ud. — ^) i-Sd-am-Sum.

* Die Urkunde ist schwierig. Vor allem ist sie nicht schon der Tausch selbst, den das

altbabylonische Recht nur als Barvertrag, d. h. mit unmittelbarem Austausch von Leistung und

Gegenleistung kennt, sondern, wenn man will, ein Vorvertrag zum Tausch, der erst in der Zukunft

vollzogen werden soll. Aber auch diese Auffassung ließe sich nur halten, wenn man i-Sd-am-Sum.

übersetzen darf; »er wird von ihm kaufen« oder (wie im Sum.) »er wird ihm abkaufen«, Dann

läge ein Vorvertrag zu einem gespaltenen Tausch vor; d. h. Samas-w6dam-usur würde in Aussicht

stellen, daß er das von Sin-sar-mfitim zum Tausch angebotene Grundstück von ihm kaufen und

ihm dafür sein eigenes verkaufen wolle.

1663. EG 9. 17. IV. Zeit Rim-Sins (II).

Was die Sklavin Samag-lämassi anbetrifft, die Sin-mustäl dem Samag-liwwir

gegeben hat, so hat als Ersatz dafür 1 Sklaven Mlnam-ilki . . Samag-liwwii- dem

Sin-mugtäl gegeben. Wo eine gesiegelte Urkunde auftaucht, wird sie zerbrochen.

Den 17. Dumuzu, Jahr »König Rim-Sin hat den bösen Feind .«.')

') lii-kur tä-hul-gdl kür-ta kür-gam-ma, z. T. wohl ungenau.

* Auffällig ist das Fehlen der Zeugen. Vielleicht hegt nur eine Bestätigung über einen

mündlich verabredeten und durch Übergabe sofort vollzogenen Tausch vor, die selbst nicht rechts«

geschäftlichen Charakter hat. So würde auch die Schlußklausel Sinn bekommen.

1664. H 1. 18. VU. Zeit Rim-Sins (II).

80 Sar') eingefriedigter('-> Garten0, dessen erste') Breitseite das Haus dos Iliätamar,

dessen zweite Breitseite der Garten des Ahüni ist, (seitlich) angrenzend an

Lälija und angrenzend an Awil-Samag, Garten des Ili-ätamar; — als Tauschobjekt

seines Gartens (dienen) 100 Sar Feld (und) eingefriedigter*') Garten'), dessen erste

Breitseite Sin-imnianni, dessen zweite Breitseite Ea-ktma-ilija ist, (seitlich) angrenzend

an Ilam(')-udüam und Ilugu-illassu, die Iltma-Wer dem Pförtuer Ili-ätamar bestimmt

• • " '^^ur Gerste als Zuschlagszahlung**), für seinen Garten Ilima-


_„ ()7 ._

Wer dem Pförtner Ili-ätamar gegeben hat Daß keiner (auf die Angolegonhoit)

zurückkommen und Vindikation erheben wird, schworen sie bei Nannar, Satnag,

Ninmarki und König Rim-Sin.

Vor Ana-päni-Sin-nadi, dem saudabakku''''); vor Amurrum-mälik, dem rabiänu;

')-klma-iliJa, dem Pförtner; vor Ea-gämil, dem "); vor Nür-Amurrim, dem

Pförtner; vor Warassa, dem Pförtner; vor Ktgti-Amurrim, dem .Satammu.

Den 16. Tasrit, Jahr »König Rtm-Sin (erhob) Ninmah im Hause von Keg«.°)

') Wohl Va« &a + 30Sar. - ») Ü. Sal. Oü. Sar. — 3) KU (folgt ÄV5). — *) iS-ku-nu.

— "•) ku-pu-ur, vgl. Anm. zu No. 1657. — '^) E. Dub . Sa (sonst fiJ. Sä. Bub). — ') Kopie nu-nia-,

H. liest ^alma'x« (schwerlich richtig). Lies ma-nu ^= mannu? — ^) Di. Ki:= dekü? — ^) i/ninmah

e ki-eS; das Datum geliört in die Zeit des zweiten Auftretens des Rim-Sin (Rtm-Sin II?).

6. Miete und Pacht.

a) Miete.

o;) Sachmiete.

I. Hausmiete.

1665. VS Xlll 22 (= VAT 7018). l, L ,32. Hammurapi.

Das Haus dor Aljätum, Tochter des Huzalum, hat von Ajjätum, dem Eigen=

tümerC) des Hauses, Mär-irsitim, Sohn des Dugu-ibnigu, auf 1 Jahr gemietet. Als

Miete für ein Jahr wird er 140 (Kä) Gerste darmessen.

Vor Ili-tmimati, dem rabiänu; vor Zababa-ummati, Sohn des Eaba-meslam.

Den 1. Nlsän, Jahr »das ganze Heer vom Lande Egnunna«.

(Siegel:) Ili-ummati, Sohn des Zababa-mu|,. .], Diener der Gottheit Nin-[... .[

1666. C 90 {— CBS 4957).') \. IV. 28. Samsuiluna.

Das Haus des Damu-ribam hat von Damu-rlbam der Kaufmann Sin-idinnam

zu Wohnzwecken auf ein Jahr für '/» Sekel Silber gemietet.

Vor Sin-magir, Sohn des Zibüa; vor Ina-Ekur-rabi, dem Schreiber.

Den 1. Dumuzu, Jahr »König Samsuiluna (hat) auf Geheiß Enlils (u. s. w.)«.

') Chiera, S. 44.

1667. W8 (==Bu9l, 5-9, 873).') i.V. 28. Ammiditana.

[Das Haus] der Ina-libbim-erget hat von Ina-libbim-erget, der Eigentümerin

des Hauses, Ktg-Ea, Sohn des Igmil-Ea, aiif 1 Jahr gemietet Als Miete für 1 Jahr

wird er A}k Sekel Silber darwägen. Von der Miete für 1 Jahr hat erC)'') 2 Sekel

Silber erhalten. An 3 Samagfesten wird er '6 besorgen.

Vor Ibni-Sin, Sohn des Sin-erlbam; vor Igtamar-Adad .; vor Ibni-Samag,

Sohn des Sinatum; vor Rig-Nabiura, dem Schreiber.

Den 1. Ab, Jahr >5König Ammiditana (weihte) ein Bildnis mit einem Opferlamm«

Siegel des Ktg-Ea.

») = AJSL 29, 157; Waterman, S. 2. — '') Man erwartet »sii;«.

KoHc.h atte r und Ungnad , Hammurabi VI. 7


— 98 —

1668. W 71 (= Bu 91, 5—9, 769). Datum zerstört.

Das Haus des UrraC^-ibni') hat von Ibni-Sin, dem Eigentümer des Hauses, Mard ukliwwir

auf 1 Jahr gemietet Als Miete für 1 Jahr wird er l'/a Sekel Silber darwägon.

Vor Rlm-Sin, dem Schreiber^'); vor [. .j-gämilW, dem Wahrsageprioster |.

(Best zerstört).

') = AJSL 30, 62. — ') Kopie € ür(^)-ra-ib--ni; lies vielleicht e-ur{^)-ra ib-ni[->'" sin] »den

Bodenraum (rugbü) des Ibni-Sin«.

1669. W 9 (= Bu 91, 5-^9, 907).') Undatiert.

2 Sar Haus im ^) des Samag; von Belissunu, (der natttu) des Samas,

der Tochter des KizatiW, haben Abdi-Saraag und Irsitija das Haus auf 1 Jahr ge<

mietet Als Miete für 1 Jahr wird erO l'/s Sekel Silber darwägen. An 3 Samag^

festen wird er ihr 10 Kä Mehl als mtsirtu besorgen. Ist der Monat Sibüti^) fertig,

so wird er einziehen. Am Ende des Monats Sibüti wird er ausziehen.

Vor Ibni-Samag, Tochter^')*) des Etellum; vor Züzänu, Sohn des Ibni-Samas;

vor Ahätum, Tochter des Adad-rtmeni.

Siegel desW Ibni-[Samag]; Siegel des Züzänu; Siegel der Ahätum.

') = AJSL 29, 158. — '') H(?)-a(?)-raM(?). — 8) Wohl der 3. Monat. - *) Gewiß Fehler.

IL Miete andreit Sachen.

1670. PSBA XXXIII, PI. XXXIV, No. VIII.') lO. X. 25. Sumulael.

4 Talente^^^ . .')-Steine hat von Warad-Irra Ui-damik^ gemietet^). Jährlich

wird er l^') Stein- '), oder'') als Anteil^ [wird er] '/a Mine Silber

[demW] Sin- .

[Vor] Samas-tappe('\ Sohn des Awtl-. . .; vor Sin-geme [. .], Sohn des Idin-

Amurrum; vor Bägirum''), dem kizü^''\^ Sohn des Halium; vor Idin-Amurruni, Sohn

des Ana-Zababa-takläku.

Den 10. Tebet, Jahr »Jahzir-ili wurde mit der Waffe geschlagen«.

>) Palaeographisch und inhalthch höchst zweifelhaft; vielleicht handelt es sich um Mühl«

steine. — ') SiUdiCO.... — ") nam-ka-Ser-Sü ib-ia-an-e = ana kis^ri uSc^i. Die Ausdrucksweise

ist singulär, da bei Miete beweglicher Sachen »mieten« = agdru, »Mietzins': = idu ist (ki-^ru

allerdfngs in No. 1672). — *) Z. 8 wohl Verbum i-gaW-xa-ar.

1671. BIN II 83 (=r NBC 1235). -. VIIL 14. Rim-?in.

1 '), dessen jährliche Miete 1 Vs Sekel Silber (beträgt), hat von NanmiemahP)

Kimu gemietet Davon ist für 1 Jahr (mit) Va Sekel sein Herz befriedigt")

Beim König schwor er.')

Vor Ibni-Sin; Sü-Ninmarki; Puzur-Gula; Sin-irtbam.

Im Warahsamnu, Jahr »den Truppen von Uruk, dessen König und Volke lieferte

er eine Schlacht«.

') gän-kar-ra, wohl = akkad. e'^ka-na-ak-ru (sumerisches Lehnwort); s. CT VIIf 281': 11

III 689). Es handelt sich hier also um eine bewegliche Sache, und nicht um ein HauR


-- 99 —

(e-kar-ra), wie man zu lesen versucht sein könnte. Dazu stimmt auch, daß für »mieten« hier

agaru gebraucht wird und nicht wie bei der Hausmiete ana ki^ri Sa^ii, daß »Mietzins« idu und

nicht kifru ist. Unter 51 Mietvertiägen über Hausgrundstücke finde ich nur in III 623, V 1167

für »mieten« agaru gebraucht. Hierzu noch die bei Meissner, APR S, 134 Anm. 6 zitierte

Urkunde Bu. 88-5-12, 751 (nicht kontrollierbar). Von diesen 3 Ausnahmen betreffen 2 die Miete

von Speichern (rugbum), was daraus erklärt werden könnte, daß der Speicher auch als bewegliche

Sache aufgefaßt werden konnte. Denn bei der Miete dieser ist agaru für »mieten« durchaus das

übliche. In der Tat ist rugbu wörtlich »Aufsatz«, d. i. eine Art Speicher oder Bodenraum auf

dem Dache des Hauses. Solche konnten wohl leicht transportiert werden —'^) Sä-bi al-düg. —

ä) Der Eid bei Mietverträgen ist für diese Zeit singulär. — *) lugal-bi in-pad.

1672. EG 52. l. XL 47. Rim-Sin.

1 schwarzen Diorit') als unteren (Mühlstein) — Gewicht nicht bestimmt") —

und 1 dunkelgrünen Diorit'*) als oberen (Mühlstein) — Gewicht 17'/ä Minen —

haben von Iddin-Sin*) Adi-anniam und Samag-kima-ilija auf 1 Jahr gemietet Als

jährliche Miete werden sie 8 Minen Kupfer ^) darwägen. Bis zum Morgen

des 30. Tebet vom 1. Sabät an haben sie gemietet Geht der untere Stein verloren,

so werden sie '/a Mine^'-)") Silber darwägen; geht der obere Stein verloren, so werden

sie '/a Mine Silber darwägen.

Mit ihren Siegeln gesiegelt

Den 1 Sabät 18. Jahr »er eroberte Isin«.

') ü-Sä-ü-um. — '') ki-lal-nu-tug. — ä) xu-ü-um. (=^ sü). — *) Kopie Enki statt Sin. —

') urudu-mar-kinii)-til-la. — ') Kopie ungenaues ma cjhne folgendes na. Daß OT«(?) ein schlechtes

gin (Sekel) sei, ist nicht sehr wahrscheinlich: der Preis wäre zu gering

/)) Personenmiete.

I. Unter Privaten.

Vorbemerkung. Das römische Recht faßt den Dienstvertrag (locatio conductio opera«

rum) schon terminologisch als Unterart der Miete (locatio conductio) überhaupt auf, beziehungsweise,

wenn es sich um Sklaven handelt, als Sachraiete (locatio conductio rei). Die Denkungswoise

des altbabylonischen Rechts ist teilweise eine andere. Als besonderer Vertragstypus tritt termlno»

logisch hervor die Grundslücksmiete (Hausmiete und Pacht). »Mieten (pachten)« heißt hier Sü^ü

in der Regel mit dem Zusätze ana ki^ri (Hausmiete), ana biitim (Pacht). Demgemäß ist Mietzins

= ki^rum, Pachtzins = billum. Der Grundstücksmiete steht terminologisch gegenüber die Miete

beweglicher Sachen. Mieten heißt hier agaru (nur in No. 1670 ana ki^ri süsiu.), Mietzins idu

(kifru in Ko. 1670, 1672). Ihr ist wiederum die Dienstmiete terminologisch am nächsten verwandt.

Mieten ist hier ana kiftri agaru, oder bloß agaru, häufig unter Hinzufügung des Zweckes, zu

welchem die Arbeitsleistung des Mietlings gebraucht wird. Daher ist IV 1015 (ana ki^ri uSe^i)

kaum Personenmiete. Vielmehr wird Z. 1 [ru-ug-b]u-um zu ergänzen sein und Miete eines Speichers

(rugbum) vorliegen. Als einzige Ausnahme unter rund 50 Dienstmieten No 1673, wo mieten =

ib-ta-e (uSe):i). Die von Meiss n er, APE 8. 134 angeführte Siehe der Serie ana ittiSu (HR

17 e f) enthält, soviel ich sehe, keine notwendige Beziehung zur Sklavenmiote Der Mietslohn

heißt bei der Dienstmiete kifru oder idu, beides ungefähr gleich häufig, manchmal (III 538, 549,

550) sogar wechselnd in derselben Urkunde.

Diese Terminologie, wonach die Dienstmiete als eine Abart der Miete beweglicher Sachen

erscheint und die auch dem K. H. (vgl. einerseits § 261, 273 f., andrerseits § 247 f., 257 f., 272,

276 f.) zugrundeliegt, empfängt ihre volle Bestätigung durch den Inhalt dor einschlägigen Miet.

vertrage, insofern als ähesto Form der Dienstmiete sicherlich die Vermietung von Sklaven oder

»7*


— 100 —

anderer gewaltunterworfener Personen (z. B. Kindern) durch Ihre Herren oder Gewalthaber (?.. B,

Eltern) zu betrachten ist. Sie ist durch zahlreiche Urkunden (vgl. aus den neuen Texten etwa

No. 1673, 1679, 1681, 1682, 1676, 1676) belegt und zeigt das Schema: X Uli A B igur »den X

hat von A (Eigentümer, Gewalthaber) B gemietet«, dasselbe Formular, das bei der Vermietung

beweglicher Sachen gilt. Als solche oder wenigstens ihr nahestehend wurde die Vermietung

fremder Arbeitskraft ismpfunden. Für sie wurde zunächst ein Formular der Dienstmiete erfunden.

Denn als es galt, ein Schema für die Verdingung der eigenen Arbeitskraft auszustellen, wurde

dieses nach dem Muster der Sklavenmiete geformt; X itti ramaniSu BZgur »den X hat von ihm

selbst B gemietet«. Vgl. III 548, 551, 556, 560, 567, IV 1008, V 1174, No. 1674, 1680.

Bestand demnach eine Rechtsform für die entgeltliche Verwertung freier Arbeitskraft, so ist es

um so bemerkenswerter, daß daneben — allerdings nur für eine bestimmte Kategorie von Arbeitern,

nämlich Erntearbeiter (lii, se-kin-kudf — noch ein zweites Vertragsschema existiert in folgender

Gestalt: »x Sekel Silber als Erntearbeiter (ana lü Se-kin-kud) hat von A B erhalten (Sü-ba-an-ii).

Zur Zeit der Ernte wird, er als Erntearheiter kommen. Kommt er nicht, so (gilt) das Gesetz des

Königs [(k%ma) fimdat Sarrim]t. VgL III 541, 555, 557, 559, 563, 569, No. 1677. Daß es sich

in diesen Urkunden nicht um Darlehen handelt, wie man wohl früher geglaubt hat, liegt auf

der Hand. Andrerseits ist es aber kaum richtig, wenn man in der neueren Literatur (vgl. statt

aller Schorr, Urk. d. altbab. Zivilr. S. 199)diese Urkunden als Arbeitsvermittlung charakterisiert.

Diese Meinung stützt sich auf eine Anzahl von Texten (IV 1002, 1003, 1011, 1022-1024, V 1173),

in denen eine Person die übliche Anzahlung quittiert, worauf es weiter heißt, daß eine Anzahl

von Erntearbeitorn kommen werde. AUein gerade der Fortgang dieser Klausel, wonach für den

FaU des Nichtkommens auf alle das Gesetz des Königs angewendet werden soll, zeigt, daß nicht

bloß der Empfänger der Anzahlung, pondern alle Erntearbeiter persönlich verpflichtet werden.

Man wird sich die Verhältnisse so zu denken haben, daß die Erntearbeiter als freie Saisonarbeiter

in Trupps organisiert waren unter Vormännern (vgl. auch V 1175), die für sich selbst und die

liCute ihres Trupps den Vertrag schlössen. Vgl. auch Schwenzner, MVAG 19,, S. 41 f. In

IV 1004, 10050) werden die einzelnen Arbeiter des Trupps mit Angabe ihrer Löhne aufgezählt.

Es liegen vielmehr Arbeitsverträge vor. Das erhellt auch aus III 539, wo mit den charakteris«

tischen Klauseln Eltern ihre Kinder zur Erntearbeit in Gestalt der Dienstmiete verdingen.

Vgl. ferner No. 1678.

Das juristisch Interessante aber ist, daß uns in diesen Urkunden der Typus eines Arbeits«

Vertrages als solchen, losgelöst von den Formen der Miete, entgegentritt. Eingekleidet ist er in

die Gestalt des Realvertrags D. h. der Arbeiter wird verpflichtet, weil er eine Voraus- oder

Anzahlung des Lohnes erhalten hat. Anlaß zur Ausbildung dieses neuen Vertragstypus boten

wohl die Besonderheiten des Arbeitsverhältnisses der Erntearbeiter, das wahrscheinlich auch

besonders gcsetzhch geregelt war. Denn es ist kaum zweifelhaft, daß mit den {limdät Sarrim

gesetzliche Vorschriften gemeint sind, die vielleicht auf Hammurapi zurückgehen, für dessen

3. RegierungBJahr die Klausel zum erstenmale belegt ist (III 539). Was der Inhalt dieser Gesetze

war, erfahren wir nicht, kann aber vermutet werden, wenn man erwägt, daß die rechtzeitige

Vornahme der Erntearbeit für die wirtschaftUche Wohlfahrt des Landes von größter Bedeutung

sein mußte. Damit steht im Einklang, daß dort, wo sonst noch die Klausel vorkommt, es sich

überall um Arbeiten von besonderer Wichtigkeit handeln. So in III 551, 553: Miete von Leuten

ana harran Sarrim »für den Weg des Königs«, V 1175 (Ausbaggerung eines Kanals). Unklar

bleibt III 560. Demnach ist wohl anzunehmen, daß Vertragsbrüchige und streikende Arbeiter

strengen Zwangsmaßregeln unterworfen, mit Gewalt zur Arbeit gezwungen werden konnten. .In

III 551 ist allerdings übersetzt »geht er nicht, so wird er nach dem Gesetze des Königs Silber

darwägen«, woraus zu schließen wäre, daß die Rechtsfolge des Vertragsbruchs nur in einer Geld«

büße betitanden habe. Doch zweifle ich an der Richtigkeit der Übersetzung. Der Text bietet

ü-ul il-li-ku fi-im-da-ai Sarrim, kaspam i-lal-e, was eher heißt: »geht er nicht, so (gilt) das Gesetz

des Königs Silber wird er darwägen«, während der Übersetzung in IU 551 besser ktma fimdät

Sarrim kaspam i-lal-e entsprechen wüide. Damit entfäUt die Schlußfolgerung.


— 101 —

1673. RFH 5 (- AJSL 33, 223). - V. Zeit des Mr-Adadl?).

Den Ali-tibni hat von Selibum Sarnun-Ea gemietet'), '/a Sekel Silber wird

er darwägon. Im TagritW^) wird er (iu den Dienst) eintreten.

Vor Ahija, Sohn des Sin-iktga; vor Sin-rimeni, Sohn dos Sin-ikiga; vor Zababa-dajän,

Sühn des Iballut; vor Zababa-mugallimf-', Sohn des Zababa.-äzir; vor .[. .["i,

Sohn des Silli-Anunitum.

Im Ab, Jahr »einen Lehnsessel«*).

1) ib('')-la-e-a. Der Gebrauch dieses Terminus anstatt des üblichen igur (in-lnin) ist singulär.

Vgl. Vorbemerkung. — *) Wohl dv(l)-ku-ga. — 8) Meek, Ibi!a-a-'ida-[7nu\ sicher nicht richtig.

— *) gu-xa xag-üs.

1674. EG 3. 20. I. 1. Rtm-Sin.

Einen gewissen Apil-Adad hat mit dessen Einverständnis') Adad-tajär am

Morgen des 20. Nisän gemietet. 3 Kur Gerste wird Adad-tajar für 3 Monate dem

Apil-Adad darmessen. Am 20. Dumuzu wird er abgehen. Hält er seine Zeit nicht

voll aus, so geht er seines Lohnes verlustig.

Vor Ibni-Sin; vor UuguC'-ibnigu.

Den 20. Nisän, Jahr »Rlm-Sin (wurde) König«.

') i-na te-im ra-ma-ni-S[ü].

1675. RFH 6 (= AJSL 33, 224). [. .] XII. 15. Sin-muballit.

Den Hubbudum, Söhn des Adakkum, hat von Büdija, seinem Bruder, Baila'"'),

Sohn des JagbiW-el, auf 1 Jahr gemietet Als Lohn für 1 Jahr wird Baila''')

4") Sekel Silber dem Büdija darwägen. [. (große Lücke)2; .|,

Den [. .]. Adar, Jahr »Sin-muballit baute die Mauer von Ereg«.

') Meek, Ja-ta-bi-el. — ') Einige Reste von Zeugennamen erhalten, so [ . .]-Sin ; [. ,]-ili,

Priester; [Sa]majatum(?), Sohn des IrsptijajC?); ZabruraC?); Sin-[..jusri; [Nararam-sajrilrC).

1676. VS Xlll 92 {= VAT 5334). 30. V. 59. Rlm-Sin.

Den Sin-igmeanni hat von Ahum, seinem Obmann, Sep-Sin gemietet Seine

jährliche Miete (beti'ägt) 6 Sekel Silber. Davon hat 4 Sekel Silber A|jum bekommen.')

Vor Nabi-iligu; Sin-muballit; Inbi-Igtar.

Den 30. Ab, 30. Jahr »Isin wurde erobert«.

') Sü-ba-an-ti.

1677. CT XXXIII 46a (=:: 78419). 20. VIIL Zeit des Abie,su!).

2 Sekel Silber hat von Iltäni, der Königstochter, Uzälum, Sohn des ügmammi('\

zum Erntemonat entliehen. Zur Zeit der Ernte wird er als Enitearbeiter') kommen.

Kommt er im Erntemonat nicht, (so geschieht) gemäß den Gesetzen des Königs').

Vor Munawwirum; vor Nabium-mälik.

Den 20. Warahsamnu, Jahr »[König] Abje[guh .J«.


— 102 —

Siegel des Munawwirum; Siegel des Uzälum.

') Original augenscheinlich »Erntemonat«. — ') ki-ma xi-im-da-at Sarrim.

* Zu dieser Urkundsform vgl. Vorbemerkung und III 559 mit derselben Iltäni als Arbeit«

goberin. Sie scheint eine geschäftstüchtige Frau gewesen zu sein und begoguot in einer Reihe

von Geschäftsurkunden. Vgl. z. B. III 594 und No 1701.

1678. W 47 (=: Bu 91, 5-9, 612).') 14. XII. 2. Ammiditana.

3 [Leute, Erntearbei|teri'\ hat von Ina-]ibbim-er[get], Tochter des Pirhi-|ilisu|"',

Lipit-[. .], Sohn des Mär-irsitim, auf 1 Monat (imd) 3 Tago gemietet Als Miete

für 1 Monat (und) 3 'Tage hat sie für den einen Erntearheiter 3 Sekel Silber

erhalten; für 2 Erntearbeiter wird er 30^) Kur Gerste im Maße des Samas im

Tore des Klosters dai-messen.

Vor Pir|ii-iligu, Sohn des Mär-Ea; vor Bunini-idituiam, Sohn des Imgm-Sin;

vor Sin-idinnam, dem Schreibor.

Den 14. Adar, Jahr »König Ammiditana, der erhabne Hirt, der gohorsamo

(Diener) des Samas und des Adad«.

1) = AJSL 29, 294. — ') Wohl Irrtum für 3.

* Vgl. Anm. zu No. 1680.

1679. CT XXXIII 32 (= 80757). n. IV. 31. Ammiditana.

1 pi-ta-mi-ra-iü^) hat von Enlil-mugallim, seinem HeiTU, der BierschenkKisti-

Ea, Sohn des Igmil-Ea, zum Mahlen^) auf 1 Jahr gemietet Als Lohn") für das

1 Jabr wird er 9 Sekel Silber darwägen. Von den 9 Sekeln Silber wird er 4'/2

Sekel Silber dem Enlil-mugallim, seinem Herrn, darwägeu. Von den (übrigen)

4'/2 Sekeln Silber für pi-ta-mi-ra-stl wird *) abgezogen werden"); von

den 4'/3 Sekeln Silber des Enlil-mu,gallim wird nicht(s) abgezogen werden.

Vor Samas-rabi, dem dt'ki^i; vor Rlg-belisuC); vor Marduk-näsir, Sohn des

SilmiguW; vor Kubburum, dem Ozeansalbpriestor"); vor Lu-Nanna(').

Den 11. Dumuzi, Jahr »König Ammiditana (hat) dem Nimurta, dem mächtigen

Wildstier, (seinem) Helfer (usw.)«.

Siegel des Kisti-Ea;

1) Wohl Name eines Sklaven, nicht eines Gegenstandes. — ^) sa-ma-di-im. Vgl. auch

Landaberger, O.LZ (1922) 337 f. — ') bzw. Miete. — •") ma-ri(-)a-ki-tum ü a-hi-a-tum, mir

unklar. — ^) ik-ha-ra-a.?. — »J UE.ME.ZU. AB (gudapsü).

* Vgl. III 558, v/o 7J. 5i a-na si-pi-[ir} sa-ma-di »zum Werke (zur Arbeit) des (Fein)niahlens«

heißt. In der vorliegenden Urkunde fällt die vereinbarte Miete zur einen Hälfte dem Herrn,

zur andern dem vermieteten Sklaven zu. Während die Miete dem Herrn voll ausbezahlt werden

soll, behält der Mieter sich vor, von der Miete des Sklaven wegen gewisser Umstände, wohl

Nicht- oder Schlechtverrichtung der Arbeit, Abzüge zu machen. In der Parallolurkunde III 558

geht bei Arbeitsverweigerung der (freie) Miothng seines Lohnanspruchs verlustig.

1680. W 17 (=3 Bu 91, 5—9, 694).') 16. X. Zeit Ammiditanas.

Den Summa-ili hat von ihm selbst Sumum-libsi, Sohn des Pirhi-ilisu, in -)

gemietet Monatlich wird er 'k Sekol Silber als seinen Lohn bekonunen. Von


103

einem Lohne hat er '/a Sekel Silber erhalten. Monatlich wird er an 3 Tagen

» die Hand fassen« ^) Getränk.*)

Vor Samag-näsir, Sohn des Belgunu.

Siegel des Samag-nägir.

Den 10. Teb(5t, |Jahr »König Ammijditana . •")[. .]«.

')— AJSL 29, 167; Watermann , S. 3. — '') «-(oder bit) da-ri-im; W. übersetzt'temple'.

— ä) Unleserlich. — *) ma-dS-ti-tum.

* Zur Phrase »im Monate wird er an 3 Tagen die Hand fassen« (kdtam i^abai) vgl, III

553, 556, 558 und Schorr, ürk, d. altbab. Zivil- u. Prozeßrechts S. 197, der wohl das Richtige

trifft, wenn er meint, die Klausel wolle dem Arbeiter 3 Ruhetage im Monate verbürgen. Zu«

treffend bringt er mit der Klausel einige Mietverträge in Zusammenhang, in denen die Dauer

der Miete auf 1 Monat und 3 Tage (IV 1001; 1012 und jetzt auch No. 1678, 1681) oder auf

einen Monat zu 30 Tagen (IV 1016) bestimmt wird. Die Klausel begegnet bisher nur unter

den Nachfolgern Hammurapis. Nimmt man jedoch die letztgenannten Urkunden hinzu, so würde

der ihr zugrunde liegende Rechtssatz bis in die ersten Eegierungsjahre Hammurapis (IV 1001)

nachzuweisen sein. Interessant wäre es zu wissen, ob diese Bestimmung über die Ruhetage eine

gesetzliche war, Urkunden wie IV 1001, 1012, 1016 und No. 1678, 1681 sprechen dafür, weil

sie die 3 Ruhetage im Monate stillschweigend voraussetzen, und wer auch sonst an gesetzUche

Bestimmungen über Arbeitsrecht glaubt, wird die Möglichkeit, daß es sich auch hier um ein

Gesetz handelte, nicht von der Hand weisen. Hierbei wäre allerdings zu erwägen, ob ein solches

Gesetz nicht nur für bestimmte Kategorien von Arbeitern (Erntearbeitern ?) galt und in der vor»

liegenden Klausel seine Bestimmung vertragsmäßig auf andere Arbeiter, für die sie nicht galt,

ausgedehnt wurde.

1681. CT XXXIII 46 b {— 80625). 20. III. Jahr unbestimmt.

Die Aggumija-liblutW hat von Alijatum, Tochter des ümar- . ., Pür-SakanW,

Sohn des Utatum, auf 1 Monat (und) 3 Tage gemietet Im Monat wird er') 1 Kur

Gerste im su.tu-Ma.Qe des Samag am Tore ") darmessen.

Vor Samag und Aja.

Den 20, Ajar, neues Jahr.

') Orig. in-na-lä (= Praet.) — ^) bab ka-a[hp) . .Jr/jaC').

* Vgl. Anm. zu No, 1680.

1682. RFH 7 (— AJSL 33, 225). Datum zerstört.

Den Ibni-Marduk hat von Warad-Sin Nidintum auf 1 Monat gemietet. Als

Miete für 1 Monat hat er ( ] .erhalten.

Vor [....]

Jahr ..') l. .1 KanalW [. .1.

») Kopie wie urudu k[i; vgl. Hammurapi 13.

II. Mit dem Palaste.

1683. VS Xlll 23 (r= VAT 7744).') 8. Vi. 34. Hammurapi.

10 Mann, 10 Ersatzleute (zus.) 20 Ziegenhaar-Weber ^), unter denen keine Greise

oder Kinder sind, die Silli-Samag vermittelt (?) hat"). Für etwaige Verpflichttmgen *)

wird er dem Könige Ersatz leisten. Beim, König schwor er.


104

Siegel des Silli-Samag.

Den 8. ülül, Jahr »[für Anu, Innanna] und Nanä

•) VgL Schorr, GGA 1915, S. 418. — ') tü-Sü(oder tüg)-gab-a-sig-uxu. — ^) Oder »hat

ausmustern lassen« (ürSd-ap-Tci-du). — *) a-rui pi-ha-at i-ba-Sü-ü.

* Es ist sehr fraglich, ob die Urkunde nicht richtiger unter die Verwaltungsurkunden zu

stellen wäre und die Verpflichtung des ^ilU-Samas zur SteUung der Arbeiter nicht eine öfFentUch«

rechtliche ist. Die Klausel, daß unter den Arbeitern sich keine Greise und Kinder befinden, steht

auch in einem die Leistung vop Frohnarbeiten betreffenden Schreiben Hammurapis (Ungnad,

Bab. Briefe 48, Z. 20). Unsere Urkunde enthält ein dem König gegenüber abgegebenes eidliches

Garantieversprechen des Silli-Samas, dem eine möglicherweise auf Rechtsgeschäft (Arbeitsver«

mittlung?) beruhende Gestellung von Arbeitern zugrunde liegt. Daß Zeugen fehlen, weist auf

Verwaltungsakt, würde aber auch der Annahme einer rechtsgeschäftlichen Beziehung zum Palaste

nicht entgegenstehen.

b) Pacht.

Vorbemerkung. In den meisten der folgenden Urkunden treten Hierodulen (natitu) des

Samas als Verpächter auf. Sie werden teils als solche ausdrücklich bezeichnet (vgl. z. B. No. 1685,

1688, 1701), allein, auch wo dies nicht der Fall ist, kann man sicher die Pachturkunden hierher

stellen, in denen der Pächter außer dem Pachtzins noch gewisse Naturalleistungen zu Samas«

festen zu erbringen hat (vgl. z. B. No. 1687, 1690, 1692) oder Leistung des Pachtzinses im Kloster«

tore (ina bab gagtm, vgl. z. B. No. 1687, 1705, 1707), bezw. »in der Öffnung des Fensters« ina

pi aptim (so nach Landsberger, vgL z. B. No. 1689, 1690, 1695) ausbedungen wird. Das ist

verständhch, wenn man annimmt, daß die Hierodulen im Klosterbezirk in Klausur lebten. Vielleicht

hat man sich demnach unter dem »Fenster« eine Art Sprechgitter vorzustellen, durch

welches die Hierodulen mit der Außenwelt verkehrten. Ebenso begreift man, daß sie besonders

darauf angewiesen waren, ihre — natürlich nicht gerade im Klosterbezirk gelegenen Grundstücke —

durch Verpachtung zu verwerten. Zudem kommt das altbabylonische Urkundenmat«rial zu einem

erheblichem Teil gerade aus Sippar, wo sich das Samaskloster befand, und so dürfen wir uns

über das Überwiegen der Verpachtungen durch Samashierodulen nicht wundem. Vgl. aus den

Urkunden der früheren Bände III 571-577, 599 f., IV 1028 f., V 1176 f., 1181 f. n.a.m. Auch

als Vermieterinnen von Häusern begegnen sie häufig. Vgl. z. B. III 498, 499, 502 f., 514, 516,

No. 1667, 1669 u. a. m.

1684. EGl. 10. vn. l Blm-Sin.

a) Allgemeines.

1800W Sar Feld neben DunnijatumC' hat von Ikün-pi-EnlilC'') Übär-Adad zur

Bewirtschaftung auf 1 Jahr gepachtet. Auf 1800 Sar wird 10 Kur Gerste [. .J

[Übär]-Adad darmessen.

Vor^'' Adad-idinnam; Sin-usilli; Ili-irlbam.

Den 10. Tagrit, Jahr »Rim-Sin (wurde) König«.

1685. W 4 (= Bu 91, 5—9, 748).') 13. Sin-muballit.

1400 Sar Feld in Talkum(')-Igtar neben dem Felde des SamagW-ellassu und

neben dem Felde der Tochter des Sin-ellassu; von Hugütum, der «ßA"/« des Samag,

Tochter des Sin-putram, hat Ui-mütabli, Sohn des Ilugu-ellassu, das Feld zur Bewirft

Schaffung gegen Abgabe gepachtet. Zur Zeit der Ernte wird er 14 Kur Gerste


- 105 —

im Tore des Klosters darmessen. An O^) [Samagjfesten'') wird er ihr 30 Kä

GerstenmehlC?' (und) 1 Stück Fleisch besorgen, '/a Sekel Silber wird er als Ab=

findungW3) ^es Feldes geben.

Vor Kalümum; vor Samag-tappe; vor Sin-igmeanni, Sohn des Apilja; vorSamageribam,

[Sohn] dos Sarrum-Adad; |vor .]. ., Tochter dos Adaju[. .J; vor Lamassi,

Tochter des Akgak-abi.

Jahr des Tutu-hegal-Kanals.

') = AJSL 29, 152 f. — 3) Vgl. W 6 (— No. 1687). — ") Spuren wie Ki. (oder Di.) Ga,

Ab. Wenn nicht verlesen, so doch wohl Ideogramm für ne-ba-ah, das in der gleichlautenden

Klausel in No. 1688 steht. Wahrscheinlich handelt es sich um dasselbe, wie in No. 1687, 1692,

wo '/s (1) Sekel als luP), bezw. lu-[. . .] des gepachteten Feldes geleistet werden soll. Zu nehahum

vgl III 78, 759, IV 1045, 1054 und Ungnad, OLZ 12, 4801, der die Bedeutung Abfindungs.

summe ermittelt hat. In der Tat erhält in IV 1045, 1054 — III 78, 759 sind schwierig und

unsicher — die Verzicht leistende Partei einen Betrag (l'/s. 1 Sekel) als »ihren« nebahum.

Auffällig sind die verhältni--mäl3ig niedrigen Beträge ('/a—l^/j Sekel), die unter diesem Titel

gezahlt werden. In Pachtverträgen begegnen diese Leistungen bisher nur.bei Verpachtungen durch

Samashierodulen. Sie juristisch zu erklären, reicht das Material nicht aus. Sie haben aber

kaum etwas zu tun mit den häufig vorkommenden Vorauszahlungen auf den Pachtzins (vgl.

z. B. III 602 f., 609 f. No. 1702), die, obwohl der Pachtzins in Naturahen zu leisten ist, in Geld

berechnet werden (Vß-3 Sekel).

1686. CT XXXIII 45a (— 81070). 16. Sin-muballit.

900 Sar Feld, — von Ribatum hat Ibni-Adad das Feld gegen Abgabe gepachtet.

6 Kur Gerste als Abgabe des Feldes und 1 sütu^) Öl wird er im Klostertor dar=

messen.

Vor Rim-Adad, Sohn des Ukä-pi; vor Erigtum, Tochter des Jatarum; vor

Huzälatum, Tochter des Sin-igme; vor JädihatumW), Tochter des Sissu-namrat; vor

Sabiratum, Tochter des Samag-garrum; vor Narubtum.

Jahr »Thron des hohen Heiligtums des Gottes Lugal-Gudua«.

1) 1 siitu in der Regel =: 10 Kä. — *) Kaum ki statt di.

1687. W 6 (= Bu 91, 5-9, 856).') Zeit des Sin-muballit.'')

1400 Sar Feld in Ta^kun-Igtar neben dem Felde des Sin«-ellassu und neben

dem Felde der Tochter des Sin-ella[ssu]; vou Hugütum, Tochter des Sin-putram,

hat Ahum-wakar, Sohn des Büzija, das Feld zur Bewirtschaftung gegen Abgabe

gepachtet Zur Zeit der Ernte wird er 14 Kur Gerste im Torp des Klosters dar=

messen. 'A Sekel Silber . ^) An 6 Samagfesten wird er ihr 40 Ka Gerstenmehl«

(und) 1 Stück Keulenfleisch besorgen.

Vor Samag-tappe; vor Sin-igmeanni, Sohn des Apija*); vor Warad- ., Sohn

des Adad-ennam; vor Anum-pigu, Sohn des Marduk(')-näda.

Jahr (. . . . I

i) = AJSL 29, 155. — ') Vgl No. 1685. — ") luC>) eklim. Vgl. Anm. 3 zu No. 1685.


— lOö —

1688. W 12 (= Bu 91, 5-9, 2373).') 13. Hammurapi.

1800 Sar Feld in der Flur Pa'uzU') neben Ilusu-ellassu, Sohn des Sin-seme,

und neben Ibkuga; von Hugütum, der 7ta.tttu des Samag, Tochter dos Sin-putram,

hat Iddin-Samag, Sohn des Ibik-irsitim, das Feld zur Bewirtschaftung gepachtet Als

Abgabe des Feldes wird er 15 Kur Gerste im Maße des Samag in der Öffnung

des Fensters^) dannessen. An 5 Samagfesten wird er ihr 20 Ka Mehl (nnd) 1 Stück

Fleisch besorgen. 1 Sekel Silber wird er als Abfindung^) für das Feld geben.

Vor Aja-rimtum, Tochter des Nanna-mansi; vor Huzälatum, Tochter des Näki^

mum; vor Narämtäni, Tochter des Huzalum; vor Amat-Samag, Tochter des Iddin-

Dabrat; vor Nidnuga, Sohn d6s Samag-a[. .|; vor Mtltablum [. .]; vor Nanna-mansi.

Jahr »eine königliche Darstellung aus Bronze und einen AltaiOT aus Bronze«.

[Siegel] des Nanna-mansi; Siegel des Mütablum.

') = AJSL 29, 161. — ') Ka (= pi) a-ap-tim; vgl. Vorbemerkung S. 104. — •") ne-ba-ah;

vgl, Anm, 3 zu No. 1685.

1689. W5 (= Bu91, 5-9, 780).') 23. vn. 15 Hammurapi.

400 Sar Feld . . % 4. Kur Gerste als Abgabe, 1 üclisen, 3 Kur Gerste

seine Miete, 5 (Kur) Lohn des Inbi-irsitim, hat von Japhatum") Inbi-lrsitim gepachtet

12 Kur Gerste im Maße des Samag wird in der Öffnung des Fensters^) der

Japhatum Inbi-irgitim darmessen.

Vor Warassa, Sohn des Sin-magir; vor ZudälumW, Sohn des Ikünam('); vor

Amurrum-abi, Sohn des Tarib-ili.

Den 23. Tagrit, [Jahr] »7 Bildnisse«.

') = AJSL 29, 154. — ') a-na il-taiV-ni-imC^) ix-ba-ax-xui'O ix-ba-at ,,nach Norden ist

seine ixbatu gelassen" (Lesung von Landsberger). Vgl. III 255 (CT VI 7b Z. 6 f.) iS-tu

12 gin bttim i-xi-ib-tum ix-bi-it (bei der Beschreibung der Grenzen eines Hausgrundstücks). Forner

Vit e-xi-ib-ti CT IV 17


—- 107 —

Zur Zeit der Ernte wird er als Abgabe dos Feidos 20'/2''-' Kur Gersto |. . .]. Feld

[im ülaßo des] Samag in dor Öffnung des Fensters') darmessen. An S^) Samagfesten

wird er ihr 30 Kä Mehl und ein Stück Keulonfleisch(" besorgen.

Vor Etelanna-mansi; vor Seg-banttig; vor Warassa^'^; vor Nidnuga, Sohn des

Marduk-rc'i; vor Milik-Samas'.

Jahr »ein Bildnis der Innanna von Kibalbarru«.

>) = AJSL 29, 299. — ä) Vgl, Vorb, S. 104.

1691. C 83 (= CBS 4954). -. XL 31. gammurapi.

[• (Anfang zerstört) .|, das Feld des Nür-[. . .], Sohnes des Ib[kuP^ .],

hat von Nür-[. .] Sin-|. .], Sobn des Awät-[. .], zur Bewirtschaftung auf 3 Jahre

') gepachtet.

Vor Lu-Ninsianna; vor Agn[a]('''^; vor Imgur('')-[. .]; vor Ilugu-i[bigu].

Im Sabät, Jahr »[König] Hammurapi eroberte im Vertrauen auf [Anu und Enlil|

das Land Ja[mutbal]«.

') Sü-xu-ub-ba-an-ta.

1692. CT XXXIII 48 b (= 81017). 2L II 32. Hammurapi.

1800 Sar Feld in Pahusum, — von Hugütum, der Tochter des Sin-putram,

hat Mär-irgitim, Sohn des Belgunu, das Feld zur Bewirtschaftung gepachtet. Zur

Zeit der Ernte wird er 16 Kur Gerste im sütu-Ma^e des Samag in der Öffnung

des Fensters') darmessen.

1 Sekel Silber, .[. .]') des Feldes, 6'/.W KäW Öl, je 30 Kä Mehl, je 1 (Stück)

Fleisch wird er besorgen.

Vor Eläli; vor Warassa; vor Nannatum; vor Nigi-inigu, der natttu des Samag;

vor Ruttum [. .].

Den 21. Ajar, Jahr »das Heer von Egnunna«.

1) Vgl. Vorb. S. 104. — ^) lu-[. .]. Vgl. Anm. 3 zu No. 1685.

1693. W 82 (= Bu 91, 5-9, 682).') [ .]. HL 36. H.ammurapi.

900 Sar Feld in der Flur [. . .] neben dem Felde der Söhne des PäniC'')-

[....] und neben dem Felde der Amat-Samag, Tochter des [. .], das Feld der

Hunäbatum, der entu [des Samag], hat von Hunäbatum, der entu des Samag,

Awil-ili, Sohn des Appän-ili, zur Bewirtschaftung gepachtet 5 Kur Gerste im

3e des Samag wird er [im Tore des] Klosters [darmessen].

Vor [. .], Sohn des [. .]; vor [. .], Sohn des [. .]; vor

..], Sohn des [. .].

Den [. .|. Simän, Jahr »Emeteursag«.

AJSL 30, 73.


— 108 —

1694. W 58 i= Bu 91, 5-9, 677).') Zeit Hammurapi. »)

800 Sar Feld in Tagkun-Igtar neben dem Felde des Ilugu-näsir, |hat von|

Mannatum, [Tochter des JjäbitC^-el, [. .]-ili, [Sohn des .]. ., gegen Abgabe

gepachtet. Zur Zeit der Ernte wird er als Abgabe des Feldes [. .] Kur Gerste

[• • •]• •[• ] 35 Kur Gerste in der Öffnung des Fensters^) darniessen. An

3 [Samagfesten] wird er ihr je [. .], 2 Kä^''' CW und 3 pt//u^i besorgen.

Vor Ibni-Adad, Sohn des Saraag-malik; [vor] Ibi ("-Samag [. .] Warad-ili

[• (Rest zerstört). ,

') = AJSL 30, 49. — -) Die Verpächterin ist identisch mit der in No. 1690 (17. Hammurapi)

genannten Mannatum. — ") Vgl. Vorb. S. 104. — *) FässcrC?) mit Bier.

1695. W 77 (= Bu 91, 5-9, 891).') Zeit Hammurapis.')

[• (Anfang zerstört) Feld] in [. .] Sar Feld in der Flur f. ./. .|.

zusammen 5300 Sar Feld; von Mannatum, der natttu des Samag, Tochter des

Jäbit(5')-el, hat Marduk-näsir, Sohn des Lipit-Igtar, das Feld zur Bewirtschaftung

gegen Abgabe gepachtet Als Abgabe des Feldes wird er 57'/s Kur Gerste ')

im Maße des Samag inW der Öffnung des Fensters*) darmessen °) des Feldes

wird man sein sulpu messen'); für 100 Sar wird er 1 Kur Gerste darmessen.

An 5 Festen wird er je 30 Kä Mehl und je 2 Stück Fleisch besorgen.

Vor Sin-bäni, dem Obmann der natttu des Samag; vor Ahu^'l-kinum^'^; vor

Eläli; [vor] Warassa; [vor] Nannatum, Sohn des Warad-[. . (Rest zerstört).

') = AJSL 30, 68 — 'J Vgl. Anm. 2 zu No. 1694. — 3) Wohl Rasur: »Abgabe des Feldefivw. —

*) a-na pi-i a-ap-tim; vgl. Vorb. S. 104. — ^) lib{i)-bi Se. Qur, — ^) Sü-lu-up-Sü i-ma-da-ad-du

(lies-OTo?j. Oder sollte i-Sd-da-ad-du zu vei bessern sein, wenn die Klausel vorliegen sollte, die

gewöhnlich eklam ana pi SulpiSu iSaddadu lautet? Vgl. dazu Anm. zu No. 1698. Eine korrekte

Schreibung wäre i-Sä-da-ad-du (von Sdd) allerdings ebensowenig wie i-ma-da-ad-du (von mdd).

Die Sache wird noch schwieriger dadurch, daß der Pachtzins zunächst absolut, dann aber quoten«

mäßig (für 100 Sar 1 Kur) bestimmt ist und nach der zweiten Berechnung eine andere Summe

(53 gegen 57'/g Kur) ergibt.

1696. BIN II 91 (= NBC 1262). ll. n. 28. Samsuiluna.

400 Sar Feld (und) Garten, Feld des Marduk-näsir, hat von Marduk-näsir,

dem Eigentümer des Feldes, Gämil-Maiduk [zur Bewirtschaftung mit] Gerste und

Sesam [auf] 1 [Jahr] gepachtet. [Als Abgabe für] 1 Jahr wird er |. | Sesam

[. .] Datteln [darmessen].

[Vor Tarjlbum«; [vor .j-Marduk«.

Den 11. Ajar, Jahr »König Samsuiluna (hat) auf Geheiß Enlils (u. s. w.)«.

1697. CT XXXIII 30 (=: 80258). ML 3. Ammidhana.

1800 Sar Feld in der Flur Zuhä jenseits des Irnina-Kanals, — von Amat-

Samag. der natttu des Samag, Tochter des Ibni-Irra, hat Pirhi-Ämurrim, Sohn des

Ilngu-bäni, das F'eld zur Bewirtschaftung gegen Abgtibe gepachtet Zur Zeit der


— 109 —

Ernte wird er entsprechend (den Grundstücken zu) seiner Rechten und seiner

Linken Geiste im sütu-Mn&e des Samag am Tore des Klosters darmessen. An

3 Samagfesten wird er 10 Ka Mehl und 60 KäW Bier ihr besorgen.')

^'or Ibni-Marduk, dem Obmann der Schneider^^); vor Awilija, dem Seh n ei der P';

vor Marduk-näsir, dtm Schreiber.

Den 1. Ajar, Jahr »König Ammiditana (hat) auf die erhabene Entscheidung

der großen Götter (u. s. w.)«.

') Wohl i-paO)-ak-ki-is-xi, nicht i-ma-ak-ki-is-xi.

1698. CT XXXIII 33 (= 92565). 25. VI. 4. Ammiditana.

900 Sar Feld in der Flur Lasalla, — von' Melülatum, der na.tttu des Samag,

der Tochter des Ibkuga, derEigentümerin desFeldes, hatBeli-lüdari,Sohn des Liwiragum,

das Feld zur Bewirtschaftung 'gegen Abgabe gepachtet Zur Zeit der Ernte wird

man das Feld nach seiner EitragüächeC'')') vermessen^''), und dann wird er auf

je 100 Sar ":, Kur Gerste nach dem sütu-M.a.&e des Samag am üferdamm von

Sippar darmessen.

Vor Ili-awelim, Sohn des Amurrum-näsir; vor Ibni-Samag, Sohn des Samagnäsir;

vor Uüui, Sohn des Pür-AdadW; vor Ibnatum, Sohn des Rig-Samag; vor

Gimil-Gula, dem Schreiber.

Den 25. Ulül, Jahr König Ammiditanas, (das benannt ist) »neues Jahr nach

dem Jahr 'die Macht Marduks'«.

Siegel des Beli-lüdari; Siegel des Ili-awelim; Siegel des Ibni-Samag; Siegel

des Ilüni.')

') a-na Sü-ul-pi-Sü. — ^) i-Sa-ad-da-du(-ma). — ') Außerdem ein Siegelabdruck ohne Beischrift.

* Die Klausel eklam (ana) pt SulpiSu iSaddadu, auch in gekürzter Fassung eklam iSaddadu

(letztere in den Texten aus Dilbat aUein gebräuchlich) ist viel erörtert, ohne daß ihre Bedeutung

als sieher gelten könnte. VgL die Literatur bei Schorr, Urk. d. altbab. ZivUrechts, S. 177 zu

Z, 14/15, dazu noch Landsberger, WZKM 26, 127 f., Schwenzner, MVAG 19^, S. 82 f.,

Walther, AltbabyL Gerichtswesen 201. Sie steht nur dann, wenn der Pachtzins seiner Quantität

nach nicht absolut bestimmt ist, sondern erst berechnet werden muß, sei es, daß er quotativ

(auf X gan y kur) angegeben ist, was die Regel Ist, sei es, daß er nach Maßgabe des Ertrags

der Nachbargrundstücke berechnet wird (III 588, 597, 650, 651) oder überhaupt nähere Angaben

über die Größe des Pachtzinses fehlen (III 605, 656, 658). Demnach scheint die Phrase eine

Voraussetzung für die Berechnung des Pachtzinses zu bezeichnen. Daß Sadadu (Grundbedeutung

»ziehen«) = »messen, vermessen«, darüber besteht heute halbwegs Einigkeit. Schwieriger ist fwipw.

Aber es kommt im wesentlichen doch auf dasselbe hinaus, wenn Ungnad »Ertragfläche«, Lands«

borger »soviel (das Feld) Halme trägt«, 8chwenzner82* »soweit (das Feld) besteht ist« übersetzen.

Das Verbum Sadadu steht immer im Plural. Ob Subjekt dazu Pächter und Verpächter sind

(Schwenzner 85), ist fraglich. Beachtenswert ist, worauf Schwenzner 83 aufmerksam macht,

daß die Klausel erst in den Urkunden unter Ammiditana und Ammizaduga technisch ist, aus deren

Zeit allerdings besonders viele Pachturkunden überliefert sind. Vorher begegnet sie in III 588, 593.

Der älteste Beleg wäre No. 1695 (Zeit Hammurapis'?), wenn die dort abweichend formulierte

Klausel überhaupt hierher gehört. Sollte sie sich auf eine im öffentlichen Interesse (Steuerbemessung,

die sich naturgemäß nur nach der Ertragfläche richten konnte,) erfolgende Vermessung beziehen?

Das ist nur eine Frage, keine Antwort. Aber die herkömmliche Auslegung: Berechnung des


— HO -

Pachtzinses in bestimmter Quote nach der Ertragfläche, .stößt sich doch daran, daß die Klausel

dem Pächter keinen Freibrief geben konnte, einen Teil des Pachtlandes imbestellt zu lassen.

Das Suffix in SulpiSu scheint sich indes auf den Pächter zu beziehen; wenigstens heißt e.s bei

2 Pächtern SulpiSunu (TD 154:14 = V 1186). Beachte auch für die Erklärung UM II,, 1.59: 3 f.

1699. W 3 (= Bu 91, 5—9, 744).') iL 5. Ammiditana.

1800 Sar Feld in der Flur am Ufer des Grabens, 800 Sar Feld in der

Flur Begima^'), das F'"eld der Amat-Mamu, der natttu des Samag, Tochter des Akgaja;

Ibni-Sin, Sohn des Samag-nägir, (hat) das F"'eld zur Bewirtschaftung (gepachtet) \

Auf ja 1800 Sar wird er 7 Kur Gerste im Tore des Klosters darmessen. An 3

Samagfesten wird er •') (und) 1 KäO'') Fleisch besorgen.

Vor Samag uud Aja.

Den 1. Nisän, Jahr »König Ammiditana^; brachte ein Bildnis (seiner Hoheit

nach E]sag[ila^) hinein]«.

1) = AJSL 29, 151. — ^) Fehlt. — ») 1 USi^ a-bi-ri, wohl verlesen; in bi stockt vielleicht

Sikaru. — *) Sehr unwahrscheinlich; lies 1 ta-a statt 1 ka-a, also »je 1 Stück«. — '') am-mi-tit\a-na];

der Name ist deshalb vielleicht mit t zu lesen. — ") Lies sag statt ka? In der folgens

den Zeile jedenfalls in-na-an-i[u-ra].

1700. W 7 (= Bu 91, 5 —9, 864).') 16. IL 35. Ammiditana.

100 Sar in Ähren stehendes Feld in der 900-Sar-Plur am Tore (der Stadt)

Dunniim, das Feld des Ina-awäfC^-ili, Söhnt s des Sinatum, hat von Ina-awut-ili,

dem Eigentümer des Feldes, Nür-Anunitum, Sohn des Ibni-Marduk, zur Bewiit=

Schaffung gegen Abgabe auf 1 Jahr gepachtet Zur Zeit der Ernte wird er auf

1800 Sar 8 Kur Gerste im Maße des Samag am üferdamm von Sippar darmessen.

Vor Ilugu-bäni, Sohn des Sippar- .; vor Gimil-Marduk, Sohn des Nidnuga;

vor Ibi-Ilabrat dem Schreiber.

Den 16. Ajar, Jahr »König Ammiditana baute Düi-Ammiditana am Ul'or dos

Me-Enlil-Kanals«.

Siegel des Ibik-Anunitum.

>•) = AJSL 29, 156.

1701. W 2 (= Bu 91, 5—9, 608.)') 15. L 36. Ammiditana.

700 Sar Feld in der 900-Sar-Flur, das Feld der Ina-libbira-erset Tochter

des Warad-iligu; von Ina-libbim-erget der natttu des Samas, dei' Eigentümerin

des Feldes, hat Iltäni, die natttu des Samas, die Tochter des Königs^), das Feld

zur Bewirtschaftung gegen Abgabe gepachtet Zur Zeit der Ernte wird sie auf je

1800 Sar 13 Kur') Gerste im Maße des Samag im Tore des Klosters darmesson.

An 3 Samagfesten wird sie je 5 Kä Brot, 20 Kä Bier und 1 Stück Fleisch bosorgon.

Vor Samag (und) Aja; vor Marduk.

Den 15. Nlsän, neues Jahr König Ammiditanas nach dem (,Iahr)»Dür-Ammiditana«.

') = AJSL 29, 150. — '') Dieselbe Iltäni als Pächterin in HI 594, — ^) D, h, in einem

"00 1 ^

Verlinltnis, daß auf 1800 Sar 13 Kur Ifonimen; in uiisorotn VnWo, n\m —7^, I^'^i"*-


1702. W 60 (— Bu 91, 5 9,740).') |. J. L ll. Ammiz.idiiga,

300 Sar [in Ähren stehendes Feld] in der Flur [. .], das Feld der Awät-

Aja, |der natttu. dos Samag], Tochter des Awil-ili; von AAvät-Aja, der natttu des

Saraas, derEigentümerin des Feldes, hat Sin-imguranni, Sohn''') des Utul-Igtar, das

Feld zur Bewirtschaftung gegen Abgabe auf 1 Jahr gepachtet Zur Zeit der Ernte

wird er auf 1800 Sar 8 Kur Gerste im Maße des Samag am Tore des Klosters

darmessen. An 3 Samagfesten wird er je öC' Kä BrotC'') und 1 Stück Keulenfleisch«

besorgen. Davon« hat sie VJ Sekel Silber erhalten.

Vor Samag und Aja.

Den [. .|. Nlsän, Jahr »[König] Ammiza[duga] baute Dür-Ammi[zaduga] an der

Mündung des Euphrat«.

Siegel des Sin-imguranni.

') = AJSL 30, 51.

1703. W76 (:= Bu91, 5-9, 788).') lO. XIL Samsuditana.

300 Sar [iu Ähren stehendes Feld] in der Flur Bi[. .j'-*), das Feld des Awil-

|Sin], hat von Awil-Sin, dem Eigentümer des Feldes, Amat-Samag, die natttu des

Samag, Tochter des Schreibers Sin-iklgam, zur Bewirtschaftung gegen Abgabe auf

1 Jahr gepachtet Zur Zeit der Ernte wird sie wie (die Grundstücke) zu seiner(')

Rechten und zu seiner^) Linken als Abgabe des Feldes Gerste darmessen.

Vor Taribum, Sohn des Ibku-Samag; vor Ilugu-ibnigu, Sohn des Iddin-Adad.

Den 10. Adar, Jahr »König Samsuditana [.. .]«.

Siegel des Taribum; Siegel des Ilugu-ibni

') = AJSL 30, 67. — 2) Vgl. W 75 (= No. 1721).

1704. Wll (= Bu9l, 5-9, 1003).') Undatiert.

[. Feld] in der Flur Pa'uzi neben dem Felde des Awät-Samag und neben

dem Felde des Sin-idinnam; von Erigti-Aja, der natttu des Samag, dem Kinde^)

des Anum-piga, hat Amat-Samag, die Tochter des Sin-idinnam, das Feld zur Bewirt=

Schaffung vom Grabenhause') gepachtet Als Abgabe des Feldes wird sie 12 Kur

Gerste nach dem Maße des Samag darmessen. An 4 Samagfesten wird sie 1 Stück

Fleisch (und) 20 Kä Gerstenmehl besorgen.

Vor Nannatum; vor Alju-klnuni; Sohii *); vor Eläli; vor Usur-awät-Samag;

[vor] Samag-tappigu; [vor] Adad-bäni.

') = AJSL 29, 160. — 2) Tur. — 3) iS-tu bi(ga)-ti a-ta-pi, ebeaso No. 1716, wo statt iStu

ina stobt. Was dieses Pachten »aus dem Hause des Grabens« oder — wenn statt bi ga zu lesen

ist — »aus (in) der Hand des Grabens« bedeutet, ist dunkel. Vielleicht ein Recht des Pächters,

das Wasser für das Grundstück einem bestimmten Graben zu entnehmen? — *) Nicht ausgefüllt.

1705. CT XXXIII 42 (= 81000). Undatiert.

700 Sar Feld in der Flur Mahana neben Hugütum hat von Innabatum Sinidinnam,

Sohn dos Warad-Sin, zur Bewirtschaftung gepachtet Zur Zeit der Ernte


- ii2 -

wird er als Abgabe des Feldes S'A Kur Gerste im Klostortore geben. Im Elunu')

wird er Salböl und ein Ferkel am Fest und bei der OpferschauC''*) ihr besorgen.

Vor Samag- -nigi; vor Damu-galzu; vor Amurru-bäni; vor Jarbi-el, Sohn

des Tnkarum;' vor Hattalum; vor Innanna-amamu.

') Wohl = ülül. — ä) na-ab-ri-i. Vgl. Landsberger, Kultischer Kalender S. 86.

1706. CT XXXIII 43 (= 81086). Undatiert

300 Sar Feld, vindiziertes Objekt^?)'), 100 Sar Feld, Neubruch, zusammen 400 Sar

Feld in der Flur Mahana, hat von Innabatum Hattalum, Sohn des Mudädum, zur

Bewirtschaftung gepachtet. Zur Zeit der Ernte wird er als Abgabe des Feldes

3 Kur Gerste im Kloster geben.

Vor Samag- -nigi; vor Damu-galzu; vor Amurrum-bäni; vor Innannaamamu,

Tochter des Abba-täbum, der Schreiberin.

Am ElUnu-Fest und bei der Opf.")

') Ka.Qar = bukurru.? VgL auch Torczyner, WZKM 1914, S. 457 f. und III 661: Pacht

von 1100 Sar »Feld-Garten« (eklum kirüm). Der Pächter, der die Pflege der Dattelbäume über»

nimmt, hat von 100 Sar Feld Ka . Oar von dem vorhandenen Sesam Vj abzuliefern. Dazu No. 1726:

A übernimmt einen Dattelgarten zur »Bewachung« und darf auf dem freien Baum (tiriktum) im

Garten Gerste und Sesam bauen. Vgl. auch Vorb. zu t) Gartenpacht. — '') Der Text bricht mitten

im Wort ab. Vgl. No. 170S.

1707. CT XXXIII 45 b (—80728). undatiert.

2050(')') Sar Feld, — von Japliatum hat Samag-nägir das Feld zur Bewirtschaf^

tung gepachtet Als Abgabe des Feldes wird er 20'/j Kur Gerste im Klostertore

darmessen.

Vor Llburam; vor Säbüm-ili; vor Etelanna-mansi; vor Ana-Samag-takil; vor

Hugütum, Tochter des Sin-putram; vor Narubtum, Tochter des Alubum,

") So wohl zu lesen (also am Anfang Winkelhaken statt Senkrechten); beachte, daß die

Abgabe dann genau 1 Kur auf 100 Sar beträgt.

* Wohl Zeit gammurapis, wenn die Verpächterin Japliatum dieselbe ist wie in No. 1089

(5. Hammurapi).

1708. BIN II 78 (— NBC 1273). Datum zerstört.

600 Sar in Ähren stehendes Feld, angrenzend an^-'') den HerJmtuni-KanaU'^

neben Nabium-nägir, Sohn des Nanna- ,, das Feld des Sin-bel-aplim, Sohnes des

Belgunu, hat von Sin-bel-aplim, Sohn des Belsimn, dem Eigentümer des Feldes,

Hullimu('\ der Amurriter-Obmann, zur Bewirtschaftung gegen Abgabe auf 3 Jahre —

zu 8 Kur Gerste auf 1800 Sar — gepachtet Zur Zeit der Ernte wird man das

Feld vermessenW), dann wird er für die 600 Sar iu Ähren stehendes Feld auf

1800 Sar 8 Kur Gerste darmessen. Das Feld [. . . .] Maß . Abgabe P) [ |

l'A Kur Gerste [. .J.

Vor Anatuni [. .1; vor . |. .|. .; vor Adad-rabi, Sohn des Ibbibä^'l


— 118 —

Den I .]. Jahr |. (Eestzei-etört).

.(.•Siegel:) ^siD-bel-jafdiiiäl N3hn des ßäf-gunu". Didier des Aoiurnim*'-''. — Baua-

{. . .], Sohn des Sunüm[a-iii)i'\ Diener der Gottheit Nin-f. . .]. — Anum'.->-pi-[.. .j,

Sohn des Warad-[. .|, Diener des [. ,] und der [, . . .[

') [if>]-hi? — ') ek[lam i-S]ä-ad-da-dum. Vgl, Anm, zu No. 1698.

1709. W 59 (= Bu 91, 5—9, 700),') Datum zerstört, S)

[• (Anfang zerstört). .], das F'ld des Ilugu-ibni, Sohnes des Iddin-Ilabrat,

hat von üta-gumundib, dem Obmann der Kaufloute, dem Sohn des Ilugu-ibni,

Gimil-Adad, Sohn des üta-gumundib, zur Bewirtschaftung gegen Abgabe auf 1 Jahr

gepachtet Zur Zeit der Ernte wird man das Feld nach seiner Ertragfläche W ver*

messen W); (dann) wird er — und zwar auf 600 Sar Feld 6 Kur Gerste im Maße

des Samag, — in Sippar die Gerste darmessen.

Vor Sin-gemi, Sohn des Ibik-iligu; vor Sumum-libgi, Sohn des Pir^i-iligu; vor

Sin-nädin-gumi, Sohn des Belänum; vor Awil-Sin, dem Schreiber.

Den 20. [. . (Rest zerstört).

') = AJSL 30, 50. — ') Wohl Zeit Ammiditanas oder Ammizadugas, wenn der Verpächter

Uta-sumundib mit der gleichnamigen und in den Urkunden über Wolleverkäufe durch die Palast«

Verwaltung öfter begegnenden Person identisch ist. Vgl. Anm. zu No. 1459. — "j Vgl. Anm.

zu No. 1698.

ß) Neubfuchpacht.

* Vgl. auch No. 1717.

1710. VS Xlll 5 (= VAT 7172).') -. vi. i8. Apil-Sin.

[. Sar] in Ähren stehendes Feld wird er [auf] 1 Jahr zu 'Anutznießen; unkulti^

viertes Feld, soviel seine Hand »erreicht« und er urbar macht, wird er 4 Jahre nutz«

nießen und dann davongehen. 1 Vorratsraum") hat er dem Warad-Sin' gegeben.

Vor SinW-putram; vor Abijatum; vor Kulizu; vor Sin-gämil, Sohn des Qags

bänum; vor Re'it'')-Irra, Sohn dts Hunäbum; vor Ui-häsiri, Soha des Zabaja; vor

Warad-Sin, dem Schreiber.

Im ülül, nächstes Jahr nach dem (Jahr) »den Thron des hohen [Heiligtums]

des Samag von [Bäbi]li (stellte) König Apil-Sin (her)«.

') Vgl. Schorr, GGA 1915, S. 416 f. — ') e-ni-dub (= bit naSpakim).

* Die Urkunde gehört zu der häufig begegnenden Kombination von Kultur- und Neubruch«

pacht (vgl. III 628, 631—635, 637—641, 654, 657 und Kohler, III S. 245, Schorr, Urk. d.

altbabyl. Zivilrechts, S. 172), weicht aber inhaltlich von ihr nicht unerheblich ab. Während nämlich

normal der Pächter das Kulturland für die ganze 3»jährige Pachtdauer, häufig gegen Leistung

eines niedrigeren Zinses oder für die Dauer der Urbarmachung sogar zinsfrei (III 628, 633, 638,

639) behält und im 3. Jahre für das Kultur- wie Ödland der volle Pachtzins zu zahlen ist,

bekommt er hier das Kulturland nur auf l Jahr und zwar zur Teilpacht (vgl. No. 1717), darf

aber d-afür das Ödland, das er urbar zu machen hat, volle vier Jahre nutznießen Auflällig ist

ferner, daß die Namen der Parteien nicht genannt sind. Nur aus der Schlußklausel, wonach

einem Warad-Sin ein Speicher überlassen wird, darf man schließen, daß er der Pächter ist.

Diese Unsicherheiten in der Stilisierung erklären sich wohl daraus, daß der Schreiber einen vom

gewöhnlichen Schema abweichenden Vertrag zu konzipieren versuchte, was ihm nicht restlos gelang.

Koschaker und Crnguad, Hammnrabi VI. 8


- 114 —

1711. CT XXXIII 36 (= 80714). l VIIL 29. Ammiditana.

Unkultiviertes Feld, soviel seine Hand erreicht'), in der Flur Biirä inmitten des

(Feldes des Gottes) Lugal-Gudua'), das Feld des Ilüni, Sohnes des Pür-Adad, hat

auf Geheiß") des Sinatum, Sohnes des Sin-igmeanni, des dekü, Ilugu-ibni, Sohnes

des Anum-damik, und des Ibi-Ilabrat, des Archivars, Elmegum, der Baumeister,

zur Urbarmachung auf 3 Jahre gepachtet Als Abgabe für 2 Jahre wird er auf

je 200(-|-x) Sar je '/B (Kur) Gerste im sütu-Msiße des Samag darmessen; dann

wird im dritten Jahre (^as Feld) in Abgabe eintreten. Bearbeitet*) er das Feld

nicht gemäß seiner gesiegelten Urkunde, so wird er (doch) Abgabe entsprechend

einem in Ähren stehenden Felde°) darmessen.

Vor bunüma-ili, Sohn des Ea-näsir; vor Mannum-balum-iligu, Sohn des Warad-

Ilabrat.

Den 1. Waralisamnu, Jahr »König Ammiditana (hat) gewaltige Schutzgottheiten

(u. s. w.)«.

Siegel des Selibu; Siegel des Sunüma-ili.

') Lies ma-la ga-a[x-x]u i-ka-äSO)-Sd(i)-du. — ') Oder Sar-Küt§. — ^) a-na ga-bi-e. —

*) Si-ip-ra-am . . i-ip-pu-vS. -^ ^) ekil AB.NAM.

* Vgl. die Parallelurkunde III 628 (32. Ammiditana). Dort handelt es sich um ein Grund»

stück, »Besitztum« (^ibitiu) des Kär-Sippar, verteilt auf 4, bestimmten Personen zugewiesene Land»

lose. Die Pachtung erfolgt »auf Geheiß« (ana kabi) eines Kollegiums, das abgesehen von dem

erstgenannten Sinatum, aus denselben Personen besteht. Wie das zu verstehen ist, ist sehr

zweifelhaft. Da es sich in beiden Fällen um Land handelt, das öffentlichen oder doch quasi»

öffenthchen Verbänden gehört (III 628 : Kär-Sippar, No. 1711 : Tempelland), so könnte man

an Zwangspacht denken, die bei solchem Land gut möglich wäre. Ebensogut aber könnte eine

gewöhnh'che freihändige Verpachtung vorliegen, bei welcher das genannte Kollegium als Verwalter

und Vertreter des öffentlichen Verbandes auftritt. Ein anderer Verpächter wird in beiden Urkunden

nicht genannt. Wenn gleichzeitig das verpachtete Grundstück in Landlosen einzelnen Personen

zugeteilt ist, so könnten dies entweder frühere Pächter oder sonstige Nutzungsberechtigte sein,

deren Nutzungsrecht durch Verpachtung ausgeübt wird. Die Klausel, daß ein Grundstück ana

kabe einer Person gepachtet wird, begegnet auch sonst (vgl, III 607 = 608, 609, 612, 614, 632,

633, 653, 655, V 1180), ohne dafl sich über ihren Sinn Bestimmtes aussagen heße.

1712, W 48 (— Bu 91, 5-9, 613)') l. L 32. Ammiditana

1200 Sar [unkultiviertes] Feld neben dem Felde der Tochter des .[. .], das

Feld des .[. .] Esagila^), Sohnes des Esagila-[.. .]; von Esagila"), dem

Eigentümer des Feldes, hat Sumum-libgi, Sohn des Lipit-Adad, das Feld zur Bewirts

Schaffung zwecks Urbarmachung auf 2 Jahre gemeinschaftlich^) gepachtet. Zur

Zeit der Ernte wird er auf 1800«*) Sar Feld '/B (Kur) Gerste im Maße des Samag

als Abgabe des Feldes dannessen. Im 3. Jahre wird er auf 1800 Sar 8 Kur Gerste

im Maße des Samag im Tore des Klosters darmessen. Ein urbares Feld wird er

seinem Eigentümer zurückgeben.

Vor Ibni-Marduk, dem Wahrsagepriester, Sohn des Ibni-Sin; vor Belgunu, Sohn

des Samag-igme; vor Ibni-Ea . **), Sohn des Ana-Samag-llsi*''); vor Adad'''-mugallim,

dem Schreiber.


— 115 —

Den 1. Nisän, Jahr »König Ammiditana [baute] die Mauer von Igkun-Mardiik

am Ufer des Zi[lakum]-Kanals«.

') = AJSL 29, 295. — ') W. liest den Namen llu-^iriri-il^marduk-bi-lum-Sä-E-sag-ila, was

gewiß verkehrt ist. Vielleicht ist maSkim statt lum-Sä zu lesen. — ^) Man erwartet hier nicht

a-na Tab. Ba-e-tum wie die Kopie bietet. — *) Oder 100. — *) Hinter Ea hat die Kopie noch ne.

* Die Worte a-na Tab. Ba-e-tum (Anm, 3) sind entweder vom Herausgeber verlesen oder

verschrieben. Z. 9 : eklam Sattam 2^"'" a-na Tab.-Ba-e-ium ist im Verhältnis zum Vorhergehenden

a-na ir-ri-Sü-tim a-na ie-ip-ti-tim »zur Bewirtschaftung zwecks Urbarmachung« und dem folgenden

ü-Se-^-i »er hat gepachtet« offenbar Parenthese. Ich vermute, daß statt Tab. Ba-e-tum ie-ip-ti-tim

zu verbessern und demnach zu übersetzen ist: »er hat zur Bewirtschaftung zwecks Urbarmachung —

und zwar das Feld auf 2 Jahre zur Urbarmachung — gepachtet«. Damit ordnet sich die Urkunde

einem häufigen Schema der Neubruchpacht ein, wonach dem Pächter 2 Jahre zur Urbarmachung

bleiben nnd er im zweiten Jahre eine niedrigere Pachtrate, im dritten den vollen Pachtzins zu

leisten hat. VgL etwa III 629, 636, 630, 682 und Kohler, III S. 245. So wird auch der

Schluß der Urkunde klar. Der Pächter leistet pro 100 Sar (so doch besser als 1800 Sar, weil

dem üblichen Satz entsprechend) VB Kur, nämlich im zweiten Jahre, im dritten pro 18C0 Sar

8 Kur, den vollen Pachtzins.

y) Teilpacht.

* Vgl. auch No. 1710, 1718.

1713. VS Xlll 69 (= VAT 7754). i. VL 31. Eim-Sin.

600 Sar Feld, angrenzend an den Eilboten Awil-ili, zweitens angrenzend an

den Eilboten Aplum, drittens angrenzend an Awilja, das Unterhaltsfeld des Ahum,

hat von Ahum, dem Eigentümer des Feldes, Rlg('')')-Samag zur Bewirtschaftung

gepachtet Er wird (es) furchen und umbrechen. Im Ulül und Tigrit wird er die

jungen Pflanzen setzen. Den Schwanz des Stockes') unter der Abgabe und ....^)

wird er nicht Zwei Drittel wird der ßewirtschafter, ein Drittel der Eigentümer

des Feldes bekommen.*}

Vor Sin-adallal, Sohn des Häsirum; vor Nür-Samag, dem Hirten

Den 1. ülül, 2. Jahr »König Rim-Sin (eroberte Isin)«.

(Siegel;) Ahum, Sohn des Nimurta-nlgu, Diener des Il-Amurrim.

') Text ri-bi. — ') xi-ib-ba-at ha-at-ti-im, Sinn hier und in folgenden dunkel. — ^) ka-akku-xuC^).

— *") i-ma-ak-ki-is.

1714. C 31 (= CBS 4945). 29. [..]. 58. Rim-Sin.

[. Sar] Güg.Se-Ee\d [. (3 Zeilen verstümmelt) , das Feld des] Imgur-

Nimurta, [Sohnes des] Sin-magir, [hat von] Imgur-Nimtirta, [Sohn] des Sin-magir,

Apil-ahi, Sohn des Nimurta-gämil, [zur] Bewirtschaftung auf ein Jahr [gegen] Viertel^

abgäbe') gepachtet [. .] Viertelabgabe [. (größereLücke')) .]•

Den 29. [. .], 29. Jahr nach dem (Jahre) »König [Rim]-Sin eroberte Isin«.

') igi-4-gal. Vgl. auch V 1184 nnd No, 1710, Die Regel ist sonst bei der TeUpacht die

Drittelung, VgL Kohler, V 8. 123, Die Serie ana illiSu (ASKT S. 73 Z. 25 f.) kennt neben

der Drittelung auch Teilpachtverhältnisse zu ^j^, '/B und '/lo- — ^) Man erkennt noch die Reste

einiger Zeugennamen, so: [, , .j-Sin; [. . . .]ir; [ ,-m]ansl; [. .. .]am, der Schreiber.

8*


— 116 -

1715. C 86 (= CBS 13565).') 22. VII. 4, Samsuiluna.

300 Sar Güg. Se-Ye\d inmitten des A .Uz.A-^eXdes., angrenzend an NannazimuP),

das Feld des Nusku-mansi, Sohnes des Ur-Bau, hat von Nusku-mansi

Damki-iligu, Sohn des Naräm-EnUl, zur Bewirtschaftung auf ein Jahr gegen Driiteh

abgäbe gepachtet. [, . (kloine Lücke) • • .]•

Vor Ina-ekur-rabi, Sohn des DamkumC); vor ür-dukuga, Sohn des Ilijatuin;

vor Dingir-agW, Sohn des Inim-Enlila; vor Nusku-nigu, dem paMu des Nusku;

vor Nannatum, dem paMu; vor Ibi-SäraW, dem n'dü der (Gerichts)versammlung;'

vor Nimurta-mugallim, dem Schreiber.

Den 22. Tagrit, Jahr »König Sam,suiluna grub den Samsuiluna-hegal-Kanal«.

') Chiera, S. 45.

1716. W I (= Bu 91, 5-9, 450). ') 27. IL 6. Samsmluna.

2400 Sar Feld in der Flur Pa'uzi; von Sät-Aja, der natttu des Samag, Tochter

des Ili-näda, hat Sin-rimeni, Sohn des Ibi-Ilabrat, das Feld zur Bewirtschaftung

gegen Drittelabgabe vom Grabenhause ausW) gepachtet Als sein Drittel wird er im

Tore des Klosters das Getreide darmessen.

Vor Samag; vor Aja.

Den 27. Ajar, Jahr »ein Bildnis mit Adorationsdarstellungen^ und einen

goldnen Schutzgott«.

') = A.JSL 29, 149. — ') i-na bi-ii a-tap-pi-im; vgl, Anm. 3 zu No. 1704. Sollte i-na pi-ti

»beim Öffnen (des Grabens)« zu lesen sein?

1717. WIO (= Bu 91, 5-9, 967).') Datum zerstört.

200 Sar in Ähren stehendes Feld, 200 Sar unkultiviertes Feld, das Feld der

Muhadditum; von Muhadditum hat Warad-Sin, Sohn des Übär-Samag, das in Ähren

stehende Feld gegen Drittelabgabe, das unkultivierte Feld auf 3 Jahre gepachtet;

im 3. Jahre wird er 60 Kä Gerste darmessen. An 3 Samagfesten wird er je 10 Kä

Mehl (und) 1 Stück Fleisch besorgen.

Vor Taddina, Sohn des Sijatum; vor Apil-iligu, Sohn des Sumum-libgi;, vor

ZudälumW, S|Ohn des Iküna^-'; vor Lu-Enlilaka*"', Sohn des Samag-ina-mätim.

Im Nisän, Jahr »die Mauer(''> «.

') = AJSL 29, 159. Die Kombination von Neubruch- und Kulturpacht — die letztere

als Teilpacht — ist selten. Vgl. No. 1710.

6) Gesellschaftspacht.

* Vgl. Kohler III S. 245 l. und Anm. zu No. 1551.

1718. BIN II 79 (= NBC 1271). l. ni. 36. Hammurapi.

Feld, soviel ihre Hand bringt'), das Feld des Ukukku, haben von Ukukku,

dem Eigentümer des Feldes, Sin-idinnam und Adad-rabi für Sesam gemeinsam


- 117 —

gegen Drittelabgabe gepachtet Sie werden einer wie der andere Mühwaltung

leisten.

Vor SJilli-Amurrum; vor Ibilji-Nabium.

Den 1. Simän, Jahr »den Tempelturm, die hohe Wohnung des Zababa und

der Innanna«.')

') ma-la ga-xu-nu ub-ba-lu; d. h. wohl »soviel sie bearbeiten können«, — ^) Die Hülle

lautet: »Urkunde über das Feld des Ukukku«,

1719. W 15 (= Bu 91, 5—9, 402).') 20. IV. 12. Ammizaduga.

900 Sar Feld in der Flur Müge^''^ neben dem Felde des Rim-Adad, des

gudapsü, (dessen) eine Vorderseite der Flur-KanaU^) (bildet), das Feld der Belissunu,

der natttu des SamaS, Tochter des Ilugu-bäni; von Belissunu, der natttu des Samag,

der Tochter des Ilugu-bäni, Sohnes des Jagu^atum ('), der Eigentümerin des Feldes,

haben Warad-Bunene, Sohn des Nawärgu-garu^, und Nabium-zäkir-gumim, der junge

Mann') des Ibni-Samag, das Feld zur Bewirtschaftung gepachtet(')'). Sie werden

einer wie der andere Mühwaltung leisten. Zur Zeit der Ernte wird man das Feld

nach seiner Ertragfläche(''^ vermessen^; dann werden sie auf 1800 Sar Feld 8 Kur

Gerste im Maße des Samag als Abgabe des Feldes im Tore des Klosters darmessen.

Das Vorhandene werden sie gleichmäßig teilen, und an 3 Samagfesten wird erC^

ihr 1 Stück .. -Fleisch (und) 20 Kä Mehl besorgen.

Vor Samag (und) Aja.

Den 20. Dumuzu, Jahr »König Ammizaduga (weihte) ein Bildnis mit einem

Opferlamm«.

Siegel des Warad-Bunene; Siegel des Nabium-zäkir-g[umim].

') = AJSL 29, 165; Waterman, S. 2. — ^) xM-^u-rum. — ") lies ü-Se-[xu]-ü?

1720. W 16 (= Bu 91, 5—9, 469).') 14, V. U. Ammizaduga.

600 Sar in Ähren stehendes Feld in der Flur Buta^), das Feld des redü'^^'>

Ibni-Serum, der zu den Leuten des Bme-Adad gehört; von Ibni-Serum, dem Eigens

tümer des Feldes, haben Mär-üm-egra, der akil-amurrim, nnd Alü, Sohn des Ibku-

Anunltum, das Feld zur Bewirtschaftung gegen Abgabe gemeinsam auf 1 Jahr

gepachtet Sie werden einer wie der andre Mühwaltung für das Feld leisten. Zur

Zeit der Ernte wird man das Feld nach seiner ErtragflächeC' verraessenC); dann

werden sie auf 1800 Sar 6 Kur Gerste im Maße des Samag als Abgabe des Feldes

darmessen, ihre Mühewaltung begleichen und die vorhandene Gerste gleichmäßig

teilen.

Vor Tamlatum, dem Torwächter('), Sohn des Belgunu; vor Sin-idinnam, Sohn

des Sin-igmeanni.

Den 14. Ab, Jahr »König Ammizaduga (weihte) große Altäre«.

Siegel des Mär-üm-egrä; Siegel des Sin-idinnam.

') = AJSL 29, 166.


— 118 —

1721. W 75 (=: Bu 91, 5—9, 806). Zeit Ammizadugas.

300 [Sar in Ähren stehendes Feld], ') [. .|, das Feld des [Richters]

Awll-Sin; von dem Richter Awll-Sin, dem Eigentümer des Feldes, haben Ana-

Samag-lisi, Sohn des Erlb-Sin, und Awil-Samag, Sohn des Samag-nägir, das Feld

zur Bewirtschaftung gegen Abgabe auf 1 Jahr gepachtet Einer wird wie der

andre Mühwaltung leisten und das Feld bewirtschaften. Zur Zeit der Ernte wird

man (es) nach seiner Erti-agfläche'''' vermessen^; dann werden sie wie (die Grund=

stücke) zu ihrer Rechten! und zu ihier Linken Gerste als Abgabe des Feldes be^

zahlen^) und das Vorhandene gleichmäßig teilen.

Vor Binnarum, Sohn des [. .]; vor Re'-Anum, Sohn des [ .].

Jahr »[König] Ammiz[aduga] [. . .]«.

») =: AJSL 30, 66. — ') bi-ri-i\ vgl. W 76 (= No. 1703). — ") i-pa-lu.

1722. W 57 (= Bu 91, 5-9, 958), undatiert.

800 Sar Feld in der /^«^«//«(''-Flur; von Erigti-Aja, der natttu des Samag,

Tochter des Serum-nür, hatW Samgatum und Amurrum-tukulti das Feld zur Be?

wirtschaftung gepachtet. Als Abgabe des Feldes wird er^O 4 Kur Gerste in der

Öffnung des Fensters') darmessen. An 3 Samagfesten wird er ihr 20 Kä Mehl

(und) 1 Stück Fleisch besorgen.

Vor Eläli; vor Warassa; vor Rig-Samag, Sohn des AU^'-wakarC).

1) = AJSL 30, 48 — ») VgL Vorb. S. 104.

£) Gartenpacht.

Vorbemerkung. Die Geschäftsurkunden über Gattenkultur sind schwierig, da sie die

Kenntnis der Dattelpalmenkultur in allen ihren technischen Einzelheiten voraussetzen. Vgl. darüber

Scheil, RAXlf., Schwenzner, MVAG lOj S. 90 f., Pruessner, AJ8L36, 213f. Gegenüber

den Feldpachtverträgen zeigen sie sowohl inhaltlich wie terminologisch eine größere Mannigfaltigkeit,

was damit zusammenhängt, daß die kompliziertere Gartenkultur mehr Möglichkeiten bot, eine

fremde Person in ihren Dienst zu stellen als die einfachere Feldkultur. K. H. kennt zwei Formen

der Verträge über Gartenkultur. Einmal die Übergabe eines Feldes zur Anlegung eines Gartens

(§ 60 f.), parallel der Neubruchpacht, juristisch wie diese eigentlich ein Werkvertrag (locatio con»

ductio operis), aber in den Urkunden in Gestalt der Pacht auftretend: No. 1723; sehr zweifelhaft,

ob auch III 660, obwohl nam-gal-kid-kid-a »zur Urbarmachung« gepachtet wird. Denn der Pächter

erhält schon einen Garten, nicht ein Feld und darf 3 Jahre das Grundstück nutznießen. Aber

selbst gepflanzte Stecklinge tragen in dieser Zeit noch keine Früchte. Es wird sich daher wohl

um bestimmte Arbeiten in einem bereits angepflanzten Garten handeln. Der zweite Vertrag, den

K. IJ. § 64 f. regelt, betrifft die Übergabe eines Gartens zur künstlichen Befruchtung Jrukkubu)

gegen Abgabe von ^^ des Ertrags. Vgl. III 662, wo ana SakimUim gepachtet (Süi/ü) wird. Doch

ist Sakänu wohl der weitere Begriff als rukkubu (anders noch Landsberger, ZDMQ 69, 523),

indem es auch die sonstigen gärtnerischen Arbeiten umfaßt. Vgl faÄi>?«m = »Gartenpfleger«

(§ 60 f. K. H., III 662), III 659 (Pachtung ana Säkinütim mit noch anderen Pflichten des Gärtners),

sowie No. 1725, wo zur (arkubtu (künstlichen Befruchtung) und .^ukunnü gepacht«t wird. In

III 665, Pachtung ana Sukunne u irriSütim bezieht sich irriSutu wohl auf das mitgepachtete Feld.

Außer in Verbindung mit ,SM.?M dient .?ukunnü zur Bezeichnung von pachten noch in der Phrase

ana Sukunne ^abatu (»ergreifen«, nämlich das Grundstück, V 1189, vgl. No, 1724), wie es sich


— 119 —

endlich auf den Verpächter bezieht in der Verbindung (ana Sukunne) Sakänu = verpachten (III 664,

V 1187, 1190). Ist in dieser Verwendung Sukunnü wohl synonym mit Säkinütu, so bezeichnet es,

bzw. sein Ideogramm Oar.Ra, und zwar wechselnd mit biltum (V 1188, 1190) die vom Garten«

Pächter zu entrichtende feste Ertragsabgabe: III 663, V 1187, 1189; III 664, 666. Dies in den

hier anders als bei der Feldpacht relativ häufigen Verpflichtungsscheinen (III 1188) und sonstigen

Zahlungsversprechen (III 663, 664, V 1187, 1189, 1190, vgl auch No. 1724), in denen der Pächter

eine feste Ertragsabgabe vom Garten zu leisten verspricht.

Handelt es sich in diesen Texten um echte Pachtverträge, so gibt es auch in das Gewand

der Pacht gekleidete Verträge, in denen der Pächter keinen Pachtzins zu leisten hat, wohl aber

für gewisse Arbeiten die Nutzung des Grundstücks auf bestimmte Zeit erhält (III 660, 659?),

oder zwar von der Nutzung des Gartens ausgecchlossen ist, dafür aber diejenige eines Feldes

mit oder ohne Zins bekommt (III 661, 659?, vgl, auch No, 1726), Anscheinend ist es der Garten

selbst, indem er, da die Dattelpalmen doch ziemlich weit von einander abstanden, in den Zwischen»

räumen (tiriktum) mit anderer Frucht bebaut wurde. Vgl. No. 1726 und III 662: ia-lu Sä li-bu

eklim'"' »die Stecklinge, die mitten im Felde sind«. Ein solches Grundstück wird in III 661,

666 eklum kirüm »F'eld-Gaiten« (ohne Kopula!) genannt. Vgl. auch V 1190 kirüm ekil usallim

»Garten im Wiesenfelde« und Anm, 1 zu No, 1706. In diesen Urkunden handelt es sich nun offenbar

nicht mehr um Pacht, sondern um Dienst- oder Werkverträge mit einem Gärtner (Sakinum), die

wohl nur deshalb, weil das gewährte Entgelt in der Nutzung eines Grundstücks bestand, noch

an der Form der Pacht hafteten. Daß aber die Ürkundenschreiber sich von dieser Denkform

zu befreien wußten, lehrt No. 1726, wo derselbe Vertrag nicht mehr als Pacht, sondern als ein

a'iui mof^artim pakädu »zur Bewachung Anvertrauen« charakterisiert wird. Ein ähnliches Verhältnis

wohl auch in III 663 :x kur Datteln, Ertragsabgabe (SukuTmü) des Gartens des S., Pachtung

(Sü-xu-ut) des M., der dem I. ana ka-ma-ri (bestunmte Gartenpflege, Landsberger, ZDMG 69,

523) anvertraut ist (pakdtt), d. h. S. ist Verpächter, M, Pächter, der aber wiederum zur Vornahme

bestimmter Arbeiten den I. als Gärtner angestellt hat.

1723. C 21 (= CBS 11560). -.V(?). Zeit des Sin-iktsam.

50 SarC) unkultiviertes [Feld] zum [Anpflanzen] von Dattelbäumen [und]

TamariskenP), angrenzend an [. . .] und an den Garten [des .], den Garten

des Ur-Innanna, hat von Ur-Innanna, Sohn des Ku-Innanna, Lu-Isina, Sohn des

Lugal-dumu . . ., zum Anlegen eines Gartens gepachtet. In 4 Jahren wird er den

Garten fertigstellen. Die Dattelbäume darin wird er bis zu 3 Ellen großziehen ')

Dafür daß er den Garten anlegt, wird 35 Sar unkultiviertes Land, Feld .,

angrenzend an den Garten der Ninlil, für seine Mühewaltung'') Lu-Isina davontragen.

Ganz und gar^ wird er den neuen Garten und den alten Garten in

vollem Umfange . *) großziehen. Nach gegenseitiger Vereinbarung schworen

sie beim König. 30 Leute ^'^ wird Ur-Innanna geben. Bis zu 3 Ellen wird erP'

großziehen. Ein Drittel davon **)

Vor Ür-Lama, Sohn des Ur-Ningigzida; vor Afe^um-bäni, Sohn des Adda-dugga;

vor Lugal-melam, Sohn des Ür-Nanna; vor Puzur-Amurri, Sohn des Sin-rime[ni];

vor [. .], Sohn des Sin-ennam; vor [. .], dem Schreiber.

[Im] AbW, Jahr »König [Sin]-iklgam [. . . .]«.

(Siegel:) Ur-Innanna, Sohn des Ku-Innanna; Lu-Isina.

') a ab muil) e. — ') nam-a-kuS-a-ni-Sü. — ^) im-dü-a-bi. — *) xa-sa^i); ist xa = Zahl 4

und statt sa ü »Elle« zu lesen? Aber »4 Ellen« scheint den vorhergehenden Beatimmungen zu

widersprechen. — ') al-Ka-de. '


— ny} —

1724, VS XliriS (= VAT 6076).") 27. VL 23 Hammurapi

4% (Kur) Datteln, 2'h (Kur) gute^) Datteln, zusammen 6% Kur Datteln ... '),

10 Talente Palmzweige')('>, 10 Talente Fruchtrispen*), 2 Schock'*) Dattelbäume; die

Abgabe des Gartens der Munawwirtum, Tochter des Nabi-Samag; Ibik-Antum, Sobn

des Ikün-piga, hat »ergriffen«"). Im Kislim wird er am Klostertore (nach dem

Maße des Samag)') Datteln*) darmessen. (10 Talente Palmzweige''), 10 Talente

Fruchtrispen wird er als seine öffentliche Abgabe^')') geben.)')

Vor Lipti-AmurrimW, (Sohn des Samag-illassu) ^j; vor Ibkatum, (Sohn des Apil-

Sin)'); vor Sin-ahi-iddinnam; vor Sumelum.

Den 17. Elul, Jahr >das Fundament der Mauer von Sippar«.

(Siegelbeischriften:)') Lip(ti)-Amurrim('); Ibkatum; Ibik-Antum.

(Siegel:)') Sin(')-aha('')-i[dinnamW], Sohn des Warad-ili[gn[, Diener des

Sahan.

1) VgLSchorr, GGA 1915, S. 417, Pruessner, AJSL36, 229. — >) Ud.Du.A. — 3) ü-rü-ü.—

*) xi-xi-na-tum. — '') Außen 2 Su-.H BK^). — ') i?-ba-at. — ') Nur außen. — ^) Nur innen. —

9) la-bi-ir-ta-Sü; vgl! ZDMG 69, 499.

* Die Deutung dieser Urkunde als Gartenpacht ist dadurch gesichert, daß ^abdtu in der

Verbindung ana Sukunne gabätu = (einen Garten) pachten in V 1189 belegt ist. Da Objekt zu

labätu »ergreifen« wohl nur der Garten sein kann, — vgl, § 64 K, H. a-di Iciräm .?a-ab-tu »solange

(der Gärtner) den Garten besitzt« — so ist in iuristischor Terminologie zu übersetzen: >x Kur

Datteln, Abgabe des Gartens der M,; I. hat gepachtet«, Nebenleistungen des Pächters in Palm»

zweigen und Fruchtrispen auch in III 662.

1725. BIN II 77 (= NBC 1276). 20. IX. Jahr unbekannt.

600 Sar Garten, Garten. '), angrenzend an den Garten der könig«

liehen Leibwache'), (dessen eine) Vorderseite der Ubil-nupam-Kanal, (dessen andre)

Vorderseite das Feld des Nabium-mälik (bildet), den Garten vieler, — laputtü-

Offizier Adajatum; /«^«/M-Offizier Ibi-Sahan — hat von Adad-garrum und Sunümaili,

den Eigentümern des Feldes('\ Marduk-dajän auf ein Jahr zur Befruchtung')

(und) gärtnerischen Pflege*) gepachtet. Für (jede) abgeschnittene Dattelpalme, für

(jede) abgebrochene Blütenrispe"), für (jede) nicht befruchtete') Dattelpalme wird

er den Eigentümern des Gartens Ersatz leisten.

Vor Marduk; vor Samag ,; vor Ibni-Ürag(').

Den 20. Kislim, Jahr .. ')

(Siegel:) Ahi-wedum, Sohn des Ibkatum, Diener des Igiim. — Abum-wakar,

Sohn des Häsirum, Diener des Adad. — Marduk-dajän, Sohn des Adad-rabi,

[Diener des .].

') ru-su Sü-ha ^dhum"" ra-ba-bi-i^'W. — ') ^ab ki^ir Sarrim. — ') ta-ar-ku-ub(-tim). —

*; Sü-lcu-un-ne-e. — ") e-ri-im ha-a^-bi-im. — ^) ru-uk-ku-bi-im. — '') amaW-ar-da en-gi en-rfiP)

joaP) nig-di nig-gibil-e-ne.

* Die Urkunde formuliert nur Pflichten, nicht auch Eochte des Pächters. Andrerseits ist

auch vom Pachtzins nicht die Kede. Sollte dieser in einer besonderen Urkunde versprochen worden

sein, wie sie gerade bei der Gartenpacht häufig begegnen? Vgl. Vorb, S. 119.


- 121 —

1726. VS Xlll 100 (a) (= VAT 7705).') Datum fast völlig zerstört.

eOOC) [Sar Garten] der Söhne des Ubär-Samag, der [injC) der Stadt gelegen

ist, soviel sich vorfindet, haben Lipit-Igtar, Sohn des Übär-Samag, und seine Brüder

dem Samag-liwwir zn Bewachung anvertraut') (unter der Bedingung), daß er keine

Blüte abreißt, keinen Trieb('') abbricht und kein Holz fällt. Die Datteln, die wachsen,

darf er 1 Jahr genießen. Auf dem freien Raum im Garten, soviel vorbanden ist,

darf er Gerste und Sesam bauen und genießen. Lipit-Igtar, Sohn des Übär-Samag,

und seine Brüder werden dem Samag-liwwir Silber und Gerste geben, daß er eine

Lehmmauer herstellt.

Vor Kambalum, dem rabiänu; vor Samag-magir; vor Ibku-ApslW; vor Aplum,

Sohn des Gimillum; vor Samag-liwwir, dem Eilboten.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 30. ., Jahr ». .[. .]«.

^) Schorr, GGA (1916) S. 426 f. — ') a-na ma-a^-^a-ar-tim ip-ki-du.

* Vgl. Vorb. S. 119.

7. Gesellschaft.

Vgl. auch Vorbemerkung zu No. 1548 f.

1727. CT XXXIII 39 (= 97048). 12. VII. 41. Hammurapi.

5 Minen Silber, 148 Kur Gerste, SpeichergutW), 40 Kur Gerste ba-ab-tum'').,

seine Abrechnung, die er vor Samag gemacht hat, hat Sin-igmeanni gemacht, —

abgesehen von Sklavinnen, Sklaven und was (sonst) vorhanden ist.

Samag, wahrer Richter, möge das Wenige zu Vielem werden!') Möge dann

das GeheißC) des Samag Sin-igmeanni ausführen*).

Vor Sin; vor Adad; vor Marduk.

Den 12. Tagrit, Jahr »Tagmetum«.

•) na-äS-pa-kum. — ^) Die Bedeutung dieses Wortes kann immer noch nicht als gesichert

gelten. VgL darüber zuletzt Walther, Altbab. Gerichtswesen 65', Koschaker, gam. 8tud.38",

222. Hier anscheinend im Gegensatze zu dem sächlich vorhandenen Vermögen, vielleicht aus»

stehende Forderungen. In derselben Bedeutung wohl auch in III 670 (Auseinandersetzung unter

Gesellschaftern), jedenfalls besser als »Passiva, Verlust«; so noch Koschaker 1. c. — •) n-SamaS

dajän ki-na-tim i-xu-um a-na ma-di-im li-tu-ur-ma, — *) Sa ga-bi ^'''iamaS ^S. li-pu-uS.

* Abrechnung wohl aus einem Gesellschaftsverhältnisse. Die Abrechnung erfolgte, wie auch

sonst häufig (vgl. III 667, 670, 696) im Tempel, vielleicht unter Verwendung des Eides. Das

Gesellschaftsverhältnis dauert im übrigen fort. Für ihre weitere Tätigkeit wird der Partei ein

in solchen Urkunden allerdings ungewöhnlicher frommer Wunsch mitgegeben.

8. Gelübde.

1728. Scheil, RA Xlll, S. 128. -. vi. 9(f). gammurapi.

Ve Korn Silber, Gelübde') für das Leben des Awil-Adad, das Adad-gar-ili ge=

lobt') Wenn er gesund und heil ist'), wird er sein Gelübde dem Sin-...*) geben-


— 122 —

Vor [. .jlum; vor Sin-idinnam., dem Schreiber.

[Den .] Ulül, Jahr »Hammurapi-Kanal«,

') ik-ri-bu. Vgl. Ill 468, wohl Quittung über Erfüllung eines Gelübdes. — ") ik-ru-bu. —

^j i-nu-ma ba-al-iu ü (so!) Sä-al-mu. — *) Scheil glaubt hier einen Namen i('>)-diV)-ja-tum zu

erkennen; er übersetzt: son voeu au dieu Sin, Idiyatum acquittera. Wahrscheinlich der Name

des Tempelbeamteu, an den die gelobte Geldsumme abgeführt werden soll.

* Neben der Einkleidung des Gelübdes in die Gestalt des Verpflichtungsscheins und des

fiktiven Darlehens (vgl. Anm. zu No, 1501, 1540) hat das altbabylonische .Recht, wie die vor=

liegende Urkundsform ergibt, auch eine unmittelbare ürkundsform für das Votum entwickelt.

1729. Schell, RA Xlll, S. 129. l. VIII. 4 Samsuiluna.

Va KornW Silber, Gelübde') für Samag; innerhalb eines Monats wird Awil-Adad

das Silber dem Samag darM'ägen.

Den 1. Warahsamnu, Jahr »Kanal Samsuilu(na)-hegal«,

') ik-ri-bu. Vgl, Anm. zu No, 1728.

D.

Schenkang.

Vorbemerkung: Als Schenkungen können formell jene Urkunden bezeichnet werden, die als

Kern ihres rechtlichen Inhalts die Erklärung A. ana B. iddin »A. hat dem B. gegeben« enthalten.

Sie waren in den früheren Bänden unter das Schuldrecht eingereiht. Allein als Entstehungsgrund

einer Obhgation, als Schenkungsversprechen, ist die Schenkung in den Urkunden überhaupt

nicht zu belegen. VgL auch Schupfer, La legge di Hammurabi (Acc. dei Lincei 1921) 109.

Vielmehr scheint die prinzipale rechtsgeschäftliche Erklärung auf unmittelbaren Eigenturaserwerb

des Beschenkten hinzuweisen, und man könnte insofern die Schenkung als Grund des Eigentums«

erwerbs in das Sachenrecht stellen. Ihr rechter Platz ist aber doch in unmittelbarer Nachbarschaft

da Erbrechts, mit dem sie die meisten Fäden verknüpfen. Abgesehen von der Königsschenkung

(III 458, 459, 478) und der Dedikation (III 453, 467, No. 1739) begegnet die Schenkung vor

allem in folgenden Anwendungen. Als familienrechtliche Schenkung, d.h. Bestellung der Mitgift

seitens des Vaters (Eltern) an die Tochter (III 9, 10, 483, No. 173G), bez. Zuwendung von Paraphernal»

vermögen an sie (No. 1733, 1734(f)), als Ausstattungsschenkung an den Sohn (III 487), bez. an

die dem Tempeldienst geweihte Tochter. Die letzteren Urkunden überwiegen, was damit zusammen»

hängt, daß das Material zum großen Teil aus dem Samaskloster in Sippar stammt. Hierbei wird

die Tochter teils ausdrücklich als Hierodule bezeichnet (III 15, 454, 472, 475(1'), 490, 677, 681,

IV 846, 897, 989, 991, 992), teils ergibt sich dies mit größerer oder geringerer Wahrscheinlichkeit

aus den Umständen, so, wenn das geschenkte Geld »Ringgeld« (Sewirum) der Tochter sein soll

(III 461, dazu Anm. zu No. 1597), oder weil ihr ein Nacherbe gesetzt (III 491, No. 1737) oder

umgekehrt Verfügungsfreiheit über das Schenkgut eingeräumt wird (Ifl 463, 486). Vgl. die

parallelen Anordnungen in den Schenkungen der ersten Gruppe z. B. III 15, 472, IV 989 und

§ 178 f. K. H. In III 676 wird die beschenkte Tochter gleichzeitig von einer Frau in einer

aplütu zur Erbin eingesetzt, vgl auch III 681, Die letzteren Verfügungen kommen regelmäßig

nur unter Hierodulen vor. Es bleiben noch verhältnismäßig wenige Urkunden, in denen Indizien

für die Hieioduleneigensehaft der beschenkten Tochter fehlen (11178, 452, 457, 473, 495, IV

988, 990, No. 1730).


— 123 --

Der Jurist wird kaum geneigt sein, in al! diesen Fähen von Schenkung zu sprechen, weil

hier die für die Schenkung wesentliche Unentgelthchkeit der Zuwendung durch einen Anspruch

des Beschenkten auf diese Zuwendung ausgeschlossen wird. So ist die Dotierung der Tochter

dem Vater (Eltern), wenn nicht von Rechtswegen, so doch durch die Sitte vorgeschrieben gewesen.

Noch klarer tritt jener Gedanke hervor, wenn man erwägt, daß die Mitgift zugleich Erben»

abfindung ist (vgl. § 183 f. K. H.), und das gleiche nach dem Zeugnisse von § 178 f. K. H, auch

für Ausstattungsschenkung an die Tochter-Hierodule gilt, und daß andrerseits das Erbrecht den

Kindern von den Eltern entweder garnicht oder doch nur beschränkt entzogen werden konnte

(vgl. § 168 f, K. H.). Vgl. auch III 477, Schenkung an den Schwiegersohn mit der Begründung,

daß der Schenker keinen Sohn habe. So ist es kaum Zufall, wenn in einigen Urkunden (III

490, 495, 677, IV 998) angemerkt wird, die Schenkung stelle den (Erben)anteil (xitiu) dor Tochter

dar, oder wenn in III 676 der Vater hervorhebt, er habe der Tochter einige Gegenstände »außer

ihrem Erbteil« gegeben. Eine Abschichtnng von Erben ist die Schenkung der Mutter an einige

ihrer Söhne in III 462, desgleichen die Schenkung der Schwester an ihre Brüder in No. 1732.

Erbrechtlicher Reguherung dienen wohl auch die Schenkungen III 489, No. 1738 (Bruder an

die SchwesterC)), wie auch die Schenkung der Erblasserin an ihre Adoptiverbin in No. 1731 eine

Vorausleistung auf ihren Erbteil darstellt.

Die Erklärung für diese Statistik hegt in der Gebundenheit des Eigentums an die Familie

(vgl. auch Schupfer, a. a. O. 110), die dem Eigentümer unentgeltliche Zuwendung an Außen»

stehende regelmäßig verschloß. Daher auch die außerordentliche Seltenheit von Schenkungen

im eigentlichen Sinne, d. h. liberalen Zuwendungen. Vgl, etwa III 460 (remuneratorische Schenkung

wohl des Patrons an seine Freigelassene), 465, 486, 493 (Schenkung der Eltern an die Tochter

bei ihrer Verlobung, nicht etwa Mitgiftbestellung), 676 (Schenkung über den Erbteil hinaus).

Charakteristischerweise findet sich in solchen Schenkungen fast immer (Ausnahme III 488, 676)

der Anfechtungsverzicht beispruchsberechtigter Personen, Natürlich war er auch in Schenkungen,

die dem Zwecke der Erbenabfindung dienten, nützUch, immerhin aber hier, wo die Schenkung die

Grenzen des gesetzHchen Erbrechts des Bedachten nicht überschritt, entbehrlich und so fehlt er

in der Tat in Adelen dieser Urkunden.

Eine Mittelstellung nimmt die Schenkung an die Ehefrau ein. Vgl. Koschaker, Ham.

Stud. 166 f., Schopf er, a, a. O. 110 f. Sie ist liberale Zuwendung und nicht Erbenabfindung,

insofern ein gesetzliches Erbrecht der Witwe nur als Ersatz für die fehlende Eheschenkung

(nudunnu) nachweisbar ist (§172 K. H.), und wird durch § 150 K. H. mit der Maßgabe sanktio»

niert, daß die Ehefrau das Schenkgut wenigstens im Kreise ihrer Kinder frei vergeben und

insofern deren gesetzliches Erbrecht ändern darl Daher findet sich auch der Beisprucbsverzicht

(ni 482, 485, 492), trähreod er allerdings m III 456, 471 fehlt. Doch ist dies viellächt damas

zu erklären, daj in diesen Fällen die Schenkaug noch vor der Gebort von Kindent gemacht wurde.

Weist schon der Umstand, daß die Schenkung überwiegend der Erbenabfindnng dient, sie

ins Erbrecht, enthält sie ferner in den namentlich den Schenkungen an die Tochter-Hierodule

häufig beigefügten Nacherbeneinsetzungen erbrechtliche Anordnungen, so scheint sie noch aus

einem anderen Gesichtspunkte ins Erbrecht zu gehören. Es ist die Frage aufzuwerfen, ob die

der Erbenabfindung dienende Schenkung nicht als mortis causa donatio zu qualifizieren sei. Vgl.

Schupfer, a. a 0.121, anders Ouq, Nouv. rev. bist. 33, 266 f. Für die in § 178 f. K. H.

geregelte Ausstattungsschenkung an die Tochter-Hierodule ist dies mit aller Wahrscheinlichkeit

zu bejahen. Denn die Ausdrucksweise des Gesetzes erweckt durchaus den Eindruck, daß die

Schenkung erat mit dem Tode des Schenkers den Eigentumserwerb der Beschenkten vermitteln

soll. Unter den Urkunden kann man vielleicht diejenigen hierherstellen, die anstatt des übhchen

Formelwertes iddin »(der Schenker) hat gegeben« das Verbum wadü »er hat (dem Beschenkten)

bestimmt« gebrauchen: IV 987, vgL auch No. 1740 und III 10, Mitgiftsbestellung, die in der

Tat erst nach dem Tode des Vaters reaUsiert wird. Daß aber selbst das Wort iddin die Schenkung

auf den Todesfall nicht ausschließt, ergeben III 483, No. 1737, in denen ausdrücklich verfügt

wird, daß das Eigentum am Schenkgute dem Beschenkten erst nach dem Tode des Schenkers


— 124 —

zustehen solle. In anderen Fällen ist man allerdings auf Indizion angewiesen. So wenn dor

Beschenkte dem Schenker eine lebenslängliche Rente zu geben hat (III 477, IV 846, No. 1732),

insbesondere dann, wenn der Schenker sich den Widerruf vorbehält (IV 846, No. 1732). Sachlich

läuft dies auf einen vorbehaltenen Nießbrauch des Schenkers hinaus, und bei der mangelnden

Unterscheidung von Eigentum und jus in re aliena ist die zugrundeliegende Vorstellung doch die,

daß dem Schenker da« Eigentum verbleibe. In III 463 hätte die Eisernvieh-Klausel bei sofortiger

Übereignung keinen Sinn. Desgleichen spricht für eine mortis causa donatio, wenn in III 676

die Schenkung mit einer apluiu verbunden wird, die dem Honorierten ebensowenig sofortiges

Eigentum verschafft, oder es ist die Größe der Schenkung, die mitunter das ganze Vermögen

des Schenkers umfassen kann (v^l. III 457, 495, No. 1730, 1735) und die Schenkung auf den

Todesfall vermuten läßt, da schwer anzunehmen ist, daß der Schenker sich seines Vermögens

ohne Gegenwert entäußert hätte. Selbstverständlich ist in all diesen Fällen nicht daran zti denken,

daß der Beschenkte nur ein Forderungsrecht gegen den Schenker, bez. dessen Erben erwirbt,

vielmehr lassen die Formulierungen der Urkunden keinen Zweifel aufkommen, daß sofort mit

dem Tode dos Schenkers Eigentum des Beschenkten entsteht und daher eine Rechtsform vorliegt,

die dem römischen legatum per vindicationem in seiner Urgestalt entspricht. Vielleicht wird

man in diesem Znsammenhang auch den Eid der Parteien, der sich in manchen Schenkungs»

Urkunden findet, zu beachten haben. Natürlich kommen auch Schenkungen mit sofortigem

Eigentnmserwerb des Beschenkten vor. Aber man wird doch fragen dürfen, ob nicht unter

Umständen auch hier eine Schenkung auf den Todesfall insofern vorliegt, als dor Eigentums«

erwerb resolutiv bedingt ist und das Eigentum zum Schenker zurückkehrt, wenn der Beschenkte

vor ihm stirbt. Diese Möglichkeit ist indirekt in III 477 ins Auge gefaßt.

1730. C 1 (= CBS 6052). ') -. vi. Zeit des Pür-Sin.

'/» Sar bebautes Hausgrundstück, Tüda-Igtar, eine Sklavin, die Sklavin der

Nin-me-dugga, — bebautes Hausgrundstück und Habe, soviel vorhanden ist. Habe

der Mn-me-dugga, ihrer Mutter, hat Nin-me-dugga der Nin-dingir-kumu, (ihrer)

Tochter, gegeben. Daß für alle Zeit die Kinder der Nin-me-dugga, soviele ihrer

sind, keinen Anspruch erheben werden, schwor Nin-me-dugga beim König.

1.5 Kä Verpflegung wird Nin-dingir-kumu ihrer Mutter Nin-me-dugga monat=

lieh geben.

Vor Lu-sakkuda, Sohn des Ur-Nanna, dem Tempel Vorsteher; vor Ur-Sumug.

ganO, dem Großen; vor Nanna-mansi, dem Großen; vor Uru-dug, dem Schreiber.

(Siegel:) Nin-me-dugga, die Palastsklavin.')

Im Ulül, Jahr »König Pür-Sin baute die Mauer Migir-Nininsina«.')

i) Ohiera, S. 49 f. — ') geme e-gal. — ') Tafelhülle; [Tafel über] bebautes Hausgrund«

stück, Sklavin und Habe der Nin-me-dugga, soviel vorhanden ist. Datum (wie oben).

* Vermuthch, weil doch im wesentlichen das ganze Vermögen der Schenkerin umfassend,

Schenkung auf den Todesfall.

1731. W 24 (= Bu 91, 5—9, 2180).') Zeit des Sin-mubalUt.

Tafel. VB Sar bebautes Hausgrundstück im Kloster neben dem Hause der

Muhadditum und neben dem Hause der Tochter des Sin-eribam, hat Amat-Samag,

Tochter des Supäpum, der Lämassi, Tochter des Puznr-Akgak, ihrer Tochter, gegeben.

Bei Samag, Aja, Marduk und Sin-muballit schworen sie.


— 125 —

Vor Nin-gubur-mansi, dem Obmann der natttu des Samag; vor Biilii.lum; vor

Samag-tajär; vor Kalümum; vor Liburam; vor Samag-tappe; vor Aja-tallik, der Obs

männin der natttu des Samag; vor Muhadditum, Tochter des Nür-Samag; vor Amat-

Samag, Tochter des Sabibum; vor Rubätum, Tochter des Lu-kugaC); vor Narämtum

Tochter des Ana-Sin-taklaku; vor Narämtäni, Tochter des Sin-igme'anni; vor Lämassi,

Tochter des Ilugu-bäni; vor ünnnbatum, Tochter des Püratum; vor TamnanniC),

Tochter des Jarbi-el; vor Gir-kuga'''*, Tochter des Sin- .; vor Ummi-täbat, Tochter

des ZuzäluniC''); vor [..] ., Tochter des Imgurum; vor Apil-Samag, Tochter")

des Mannuni-gäningu; vor Uima-ahi, Sohn des Sin-rimeni; vor Gir-kuga.°)

Siegel der Narämtäni; Siegel der Muhadditum; Siegel der Ummi-täbat.

i) — AJSL 29, 175 f. — ') Wohl Irrtum für »Sohn«. — ') Bereits Torher genannt.

* Die Zeugen, sowie der Unibiand, daß das geschenkte Grundstück im Klosterbezirk (gagüm)

liegt, machen es höchst wahrscheinlich, daß die Schenkerin eine nafitu des Samas ist. Da sie aber

in dieser Eigenschaft ehe- und kinderlos ist (vgl. Koschaker, Ham. Stud. 120**), so kann die be«

schenkte Lämassi nicht ihre leibliche Tochter sein. Vielmehr wird sie erst durch eine Erbenadoption

(aplütu) in ein Tochterverhältnis zur Schenkerin getreten sein. Vgl. i. B. die ap/ßte-Urkunden

III 675, 676, 678, 680, 681, 683, in denen die Erblasserin als Mutter der lürbin, diese als Tochter

der Erblasserin bezeichnet wird. Demnach hatte aber Lämassi, wohl ebenfalls eine Samashiero»

dule, schon eine feste Anwartschaft auf das Vermögen der Schenkerin. Denn die apluiu ist nur

beschränkt widerrufhch. Die vorliegende Schenkung wird daher wohl dahin zu erklären sein,

daß Amat-Samas, die spätere Erbfolge vorausnehmend, ihrer Adoptiverbin schon bei Lebzeiten

ein Grundstück schenkungsweise übereignete.

1732. W 70 (= Bu 91, 5-9, 689).') Zeit des Sin-muballit

400 Sar Feld auf der Höhe") neben dem Felde des Sin-ibni und neben dem

Felde der Belissunu; 100 Sar Feld auf der Höhe neben dem Felde des Adad-rabi

und neben dem Felde des HalamänumP); 25 Sar Garten neben dem Garten des

Sallmatum und neben dem Garten der Belissunu; alles dies ist der Anteil des Eri-

Nanna, den Erimatum, Tochter des Belgunu, als ihre Erbschaft bekommen hatte,

zusammen mit Belissunu, Tochter des Izi-Sumu-abim. Weil ihre Brüder dieses

Feld und Garten nutznießen werden, werden sie, solange Erimatum lebt, ihr

10 Minen Kleidung (und) 12 Kä Salböl jährlich dieses') geben. Sobald*) sie ihr

dieses nicht geben, wird sie es ihnen wegnehmen*) und ihr Feld und den Garten

dahin geben, wohin sie will. Bei Samag, Marduk und Sin-muballit schworen sie.

Vor Samag (und) Aja; vor .lalumC^; vor Samag-tajar; vor Amat-Samag; vor

Sabltum, der natttu des Samag, Tochter des Ibik-Samag; vor Rubä[tumW . . .].

') =: AJSL 30, 61 f. — ") ba-ma-iim. — ') an-ni-a-am hier überflüssig. — *) ti-um. —

s) Lies i-ki-im-Su-nu-ti.

* Der Sachverhalt ist wohl folgender. Erimatum, vermutlich eine zur Ehe- und Kinder«

loaigkeit bestimmte natUu des Samas, verteilt ihr Vermögen unter Vorbehalt einer lebenslänglichen

Rente unter ihre Brüder. Die Vergabung ist widerruflich, nenn der E. die Rente nicht geleistet

wird. Das Vermögen hat aber E. selbst zusammen mit Belissunu, wohl gleichfalls muetjtatUu

der Samas, von einem Dritten — nach sonstigen Ur,kunden vermuthch ebenfalls einer Samas«

priesterin — durch adoptio in hereditatem (aplütu) erhalten. Man beachte, daß bei zwei Grund»


— 126 —

stücken Bölissunu als Nachbarin genannt wird. Dieses von der Schwester ihnen zugewendete

Vermögen verteilen die Brüder. Die vorliegende Urkunde bestimmt den Anteil des Eri-Nanna

und setzt gleichlautende Urkunden bezüglich der anderen Brüder voraus, vielleicht auch noch

eine weitere, die Vergabung der E. selbst enthaltende Urkunde, es sei denn, daß man im vor»

liegenden Text die Vergabung (nach Anteilen) selbst erblicken will. Dafür vielleicht die Zeugen,

überwiegend Frauen, Samasprlestcrinnen, wohl Kolleginnen der E., die sie naturgemäß bei einer

Verfügung, die sie vornimmt, zuziehen wird, während die Teilung ein Rechtsgeschäft unter den

Brüdern ist. Allein, es wäre auch möglich, daß die Teilung unmittelbar anschließend an die

Vergabung noch vor denselben Zeugen vorgenommen wurde.

1733. EG 66. 30. II. 58. Rim-Sin.

1 Sklave Namens Pala-Adad ist Geschenk der Belitum. Abgesehen vou ihrer

Mitgift, die ihr Vater Iddin-Ea ihr gegeben hat. Daß für immerdar ihre Brüder

und kein andrer von ihr (das Geschenk) vindizieren wird, wurde, da der Siegel«

stein des Iddin-Ea nicht zur Stelle war, mit dem Siegelstein des Balmu-namhe

gesiegelt.

Den 30. Ajar, 29. Jahr »er eroberte Isin«.

* Während die Mitgift der Verwaltung und Nutznießung des Mannes unterliegt, handelt

es sich hier um eine Schenkung »abgesehen von der Mitgift«, also wohl zu Vorbehaltsgut der

Frau, d, h. zu ihrer freien Verfügung. VgL auch Landsberger, OLZ 1922, S. 407 u. No. 1734.

Insoferne die Mitgift regelmäßig Erbenabfindung der Tochter ist, kann man unsere Urkunde mit

III 676 vergleichen, wo der Vater seiner Tochter, die von einer anderen Frau in einer aplütu

zur Erbin eingesetzt wird, aus diesem Anlasse »außer ihrem Erbteil« als Vorzugsanteil (eiitu)

einige Sklaven zuwendet. Man beachte auch die Siegelung an Stelle des sonst üblichen Eiiles.

Vgl. Anm. zu No. 1655.

1734. EG 65.') 26. XI. 58. Rtm-Sin.

17 Sekel Silber, Wert einer Sklavin Namens Nanä- ., die Uratuni von

Aplum, Sohn des Sinatum, und Belitum, seiner Ehefrau, gekauft hatte; V» Mine (Ge=

wicht einer) silbernen Armspange; 1 Sekel (Gewicht eines) goldenen Ringes (imd)

2 Decken'), die Sin-kägid seiner Tochter Irsi. ') als ihre . .*) gegeben hat;

(alles dies) hat Uratum, ihr Schwiegervater, erhalten. Es ist dies dasjenige, was

Vor Nür-iligu, Sohn des ürum, dem Kauf mann (•)"); vor Samäjatum.

Am Morgen des 26. Sabat, 29. Jahr »er eroberte Isin«.

1) Vgl. Landsberger, OLZ 1922, S. 408. — ^) ''iebar-dib, Landsberger liest bar-si:

Koptbinden. — ^) ir-^i-xu? — *) Landsberger: Pa.WKab.DuC) = Seriklu. — "j Lands«

berger: a-na. nu-du-un-nu-ü laP) du-u[h-h]u


— 127 —

zutrifft, Seriktu. So heißt zwar die Mhgift im K. H., aber nicht in den Urkunden, die dafür den

Terminus nudunnu kennen, (vgl. Koschaker, gam. Stud. 173 f.) und zwar gilt, wie No. 1733

beweist, dieser Sprachgebrauch auch für die Texte aus Larsa. Trifft Landsbergers Lesung

am Ende des Textes zu, so würde unsere Urkunde zugleich für Seriklu die Gleichung; Vermögen

der Frau, welches nicht Mitgift ist, ergeben, d. h. Paraphernalvermögen (Vorbehaltsgut, das nicht

der Verwaltung des Mannes unterhegt). Die geschenkten Gegenstände sind ja solche, die zum

persönlichen Gebrauche der Frau dienen, und das gilt auch von der Sklavin, für die der Vater

dem Schwiegervater den ausgelegten Kaufpreis vergütet. Sie war anscheinend zur persönlichen

Bedienung der Frau angeschafft worden. Daß die Gegenstände nicht von der Frau, sondern

vom Schwiegervater in Empfang genommen werden, spricht nicht unbedingt gegen diese Deutung,

die gleichzeitig einiges «um Verständnisse des eigentümlichen Sprachgebrauchs des K. g. beitragen

würde. Vgl. dazu Koschaker, l. c. l78 f. Vgl, im Übrigen auch No. 1733.

1735. W 42 (= Bu 91, 5 — 9, 2517). Zeit Hammurapis.

Lämassi, die Tochter des Jäpuhum, erkrankte; da pflegte Huzälatum sie in ihrer

Krankheit. Das Kloster war daraufhin gnädig gegen Lämassi") und übergab sie

der Huzälatum zur Pflege'). 1 Mühlstein für Gerstenmehl, 3 Schifferstühle, 1 Bett,

1 Behälter, alles dies*) gab darauf Lämassi, Tochter des Jäpuhum, der guzälatum,

Tochter des Sumurä. Bei Samag, Aja, Marduk und Hammurapi schworen sie.

Vor Amat-Samag, Tochter des Ilugu-bäni; vor Matatum; vor Bregti-Aja, Tochter*)

des Sin-tappi-wedim ; vor Iltäni °); vor Belissunu.

') = AJSL 29, 200, Schwenzner, OLZ 1920 8. 15 f. — =) la-ma-xi i-ri-im-ma, Var.

i-ri-im-Si-i-ma. — °) ana i-ia-aS-Si-im. — *) Ungenau mi-im-ma. — *) Ungenau Tur. — ') marum

(Var. ru) ra-nu (be(.^))-um.

* Der Sachverhalt, der aus dem Wortlaute der Urkunde nicht ganz klar hervortritt, ist

wohl der, daß Huzälatum die Pflege der erkrankten Lämassi erst übernahm, nachdem sie ihr

vom Kloster überwiesen worden war. Das wirft ein interessantes Streiflicht auf die Organisation

des Samasklüsters (gagüm) in Sippar und läßt auch die Motive zu den unter Sama§hierodulen

gerade für Sippar häufig bezeugten adoptiones in hereditatem (aplütu) besser würdigen. Denn

man darf wohl auch für die vorliegende Urkunde die Frage auf werfen, ob die Vergabung, die

das ganze Mobihar eines bescheidenen Haushalts umfaßt, nicht eher eine Schenkung auf den

Todesfah als eine sofortige Übereignung enthält. Eine ähnhche Schenkung unter Samashierodulen

in der ersten Urkunde des Kontraktsregisters III 37.

1736. PSBA XXXIII, PI. XXIX (Edln. 09—405-29). i. x. u. Ammiditana.

1 rukku-Qer&& von 20 Kä; 1 Mühlstein aus Basalt«'); 1 Mühlstein ');

2 Bettgestelle aus MaulbeerholzW); 6 Stühle; 1 Behälter für den galläbu; 1 Be«

hälter ....*);! Behälter für Urkunden; 1 Behälter ....');!.. .-Tisch«); 1 (Gerät)....;

1 (Gerät) .; 1 Schemel; 1 aus Kupfer; 1 Mörser-Klöppel; 1 (Gerät) . . '),

darunter ein Siegel aus BergkrystalU''^, nebst den Steinen ihrer Hand; 4 kleine

Näpfe; 1 leeres'^).. .-Gefäß ^); Habe") der Belissunu, der Tochter des Steuerschreibers'")

Ibni-Amurrum, [die er in] das Haus des Ili-usäti, des -Brauers^), zu Ibni-Adad,

seinem Sohne, hineingebracht und ihr gegeben hat. Wenn Ibni-Adad, sein Sohn,

verstirbt, den Ili-usäti wegen des Hinbringens jener Habe hat er

gebracht^')") und gemäß seiner Urkunde dem Sin-nädin-gumi, Sohn des Ibni- .. '^),

anvertraut. )


- 128 —

Vor Samag-nägir, dem Obmann .; vor Uusu-bäni, Sohn des Hadänsulikgud;

vor Ib .; vor . ., Sohn des .. .; vor Tarlbuga^''), Sohn

des Sin-magir.

Den 1. Tebet, Jahr >König Ammiditana brachte [ein Bildnis] seiner Hoheit

uud Schutzgottheiten aus GoldC' [in den Tempel Esagijla hinein«.

') Ad.BarP); vgl. Streck, Bahyloniaca U. S. 2475. — ») GiS.Ma sonst »Feige« (lUtu). —

ä) garbatu. — *) Oi.Mal.Ka.Ka; wohl dasselbe, was CT VIII 2a 10(11110) als Oi.Mal.

Ka.Ser erscheint, ebenso R84:18 (III 9). — ») Qi. Mal. Sü. TuO) — ) OtS. BanSur. Sag. Du

(paSSür kakkadim). — ') (i^u) uniij)-ni-nu; man denkt an »nommiM »Rosenkranz« (Knudtzon).

— ^) (karpaf) e-lu-rum. — ^) nu-ma-tum. — "•) Duh. Sar. Zalgf?). Oa)]; S.Landsberger, OLZ

1923, 73. — 1') ü-Sd-bi-lamC^)-ma. — *^) Weder Ibni-Amurrum noch Ibni-Adad erscheint möglich.

* Der Zusammenhang ergibt, daß Bfelissunu an Ibni-Adad verheiratet wurde und die

genannten Gegenstände von ihrem Vater für sie in das Haus ihres Schwiegervaters gebracht

werden. Demnach handelt es sich um eine Gabe an die Tochter aus Anlaß ihrer Verheiratung,

d. h. wohl am ehesten um Bestellung einer Mitgift (nudunnu). Am Schlüsse werden Anordnungen

für den Fall des Todes des Ehemannes getroffen, deren Sinn aber zufolge der Unleserlichkeit

des Textes nicht zu ermitteln ist. Nach dem K. H. § 171 verbleibt in diesem Falle die Mitgift

der Witwe zur Nutznießung unter Verfangenschaft zugunsten ihrer Kinder.

1737. W 25 (= Bu 91, 5—9, 2495).') Undatiert.

400 Sar Feld in der Niederung(')^) in der Flur vom Gizänum, neben dor

natttu Nagpatum; 200 Sar Feld in Sagkum neben Izib-ili undSämeljum; 1 Sklave

Namens Ili-ellati, ihren Holzträger, bat Hammatar seiner Tochter Saeratum gegeben.

Solange Hammatar lebt, hat er ihrem Sklaven zu befehlen und wird ihre ')

nutznießen. [Nach dem] Tode*) des Hammatar (gehört) das Feld der Saeratum;

nach dem Tode der Saeratum (sind) ihre Brüder . . '')

Vor La^ibiru, vor Laniura, vor Nüdi(')-ih, vor Puzur-Samag, den Söhnen des

SumlizumW; vor Jatar-el, vor Ärnabum, den Söhnen des Ballum; vor Jakri-el, Sohn

des Imgur-Sin; und Atlibum^'^, dem Schreiber; vor izib-ili, Sohn des Ilu-pi-Sinf''.

') = AJSL 29, 177 f. — '; ta-wi-ir-tim. — ") e-di-ru-Sd. — *) [wa-ar]-ki, — '') a-na

lul C) -la-li-Sü-nu,

* Schenkung auf den Todesfall, die von der aplütu scharf zu trennen ist. Denn während

jene immer Einzelvergabung ist, bewirkt die aplütu als adoptio in hereditatem Universal«

Sukzession. Die beschenkte Tochter ist wohl eine eheunfähige tiatitu. Dafür spricht der in der

Lesung allerdings zweifelhafte Schluß des Kontextes, der dem Sinne nach wohl nur besagen

kann, daß die Brüder der Beschenkten ihre Nacherben sind. Darin ist aber zugleich enthalteo,

daß Saeratum keine legitimen Abkömmhnge und Erben haben kann. Man beachte auch, daß

als Nachbarin des verschenkten Grundstücks eine natlfu genannt wird.

1738. W 56 (= Bu 91, 5 — 9, 674).') Datum zerstört.

[. . (Anfang zerstört) • .]-Lugal-Kutem, das Adad-malik Betetum gegeben bat.

Solange sie lebt, wird sie wohnen bleiben. Späterbin') ist es ausschließlich das

Haus des Adad-mälik.

Vor Sin-abugu, Sohn des Mudädum; vor Nur-Girrim, Sohn des Säsija; vor

Ilu('^-nakiri('\ Sohn des Kisa[tum](''; vor Puzur-Istar, Sobn des lli-sulüli; vor Sin-


— 129 —

ibni, Sohn des KubätumW; vor Naräm-Marduk, Sohn des Rig-Irra; vor Samäjatum,

Sohn des Magiatum; vor Ili-gimlanni, Sohn des Silli-[.. .]; vor Lip[it-... (Rest zerstört).

1) = AJSL 29, 303, — ^) ü-ul-li-iS.

* Bestellung eines (lebenslänglichen) Wohnrechts, die aber eingekleidet ist in die Form

der Eigentumsübertragung unter Endtermin. Das deutet auf mangelnde Unterscheidung von

Eigentum und ius in re ahena im Sinne des römischen Rechts. Vgl. Anm. zu No. 1447. Die

beschenkte Frau ist vermuthch eine Samashierodule, da die Urkunde wohl ans Sippar kommt.

»Schenker« ist dann vielleicht der Vater, der seiner zur Ehe- und Kinderlosigkeit bestimmten

Tochter eine Ausstattungsschenkung macht, oder auch ein Bruder, der sich bei der Erbenaus«

einandersetzung auf diese Weise sein Verfangonschaftsreoht bezüglich des Vermögens der kinder«

losen Schwester wahrt Vgl. auch III 489.

1739. VS Xlll 102 (= VAT 3936). Undatiert.

Vor Akkä, Adi-ili, Ibnatum, Sin-erig, Sohn des Iligu-bäni, ,,,., Sin-magir,,.,

Ubär-Samag, Nanna-zimu, vor diesen Zeugen hat Samag-liwwir die Sklavin Kune^

tum('> dem Sin-litalal für sein Lebend ') geschenkt^'').

'j nam-lit-la-ni-Su.

* Dedikation, wie schon die in Inschriften auf Weihgeschenkdn häufig begegnende Klausel

»für sein Leben« lehrt. Vgl. ferner III 453, 467. Da aber die Dedikation nur an die Gottheit

erfolgen kann, so dürfte der beschenkte Sin-Utalal wohl der Verwalter und Vertreter des Tempel«

sein. In der Tat begegnet eine Person dieses Namens als Verwalter des Samaitempels in Larsa

in No. 1537. Sind beide zu verselbigen, so gehört No. 1739 wie No. 1537 in die Zeit Rtm-Sins.

Es ist bezeichnend für die nüchterne Denkungsart der Babylonier, daß die Dedikation wie das

Gelübde, also Rechtsgeschäfte gegenüber der Gottheit, nicht als Geschäfte eines besonderen Sakral«

rechts erscheinen, sondern durchaus nach weltlichem Recht behandelt werden. Das ergibt für

das Gelübde schon die vikariierende Verwendung von Verpflichtungsschein und fiktivem Darlehen

(vgl. No. 1501, 1540), und auch die Dedikation vollzieht sich in nicht anderer Form als etwa die

Gewährung eines Darlehens durch den Tempel. Vgl. No. 1537.

1740. W 69 (=: Bu9l, 5-9, 692).') Undatiert.

2100 Sar Flur von Marmaränum neben Irra-näda, Sohn'''^') des Nakarum,

und [neben] Dagüratum, Tochter des [Sin]")-idinnam, [....]..'), mag es auch weniger

[oder mehr] sein, [. .] Dagüratum [. .] Haus des üpl^^^-nägir, (das ist es,)

was Sin-magir, ihr Vater, der Afeätum, seiner Tochter *) üpt-nS^ir . ")

Samag-dajän, Tochter des Sin-nädin-gumi, hat der Aliätum gegeben.

Vor Nin-(gubur)^')'')-mansi; vor Samag-tajär; vor Liburam; vor Kalümum;

vor Samag-tappe; vor Ibik-Adad, Sohn des Nürija^'*; vor Sin-tappi-wedim.

') =: AJSL 30, 60; in den Einzelheiten unklar. — ') W: kiO), doch kaum richtig. —

") Kopie [. . .]if, — *) Kopie ü (oder lü)-im-du-Sä. Walther, Altbabyl. Gerichtswesen 17'

konjiziert ü-wa-du-ü-Si-ma, demnach »was Sin-magir . . bestimmt hatte«. — ') Kopie Sal+DiS\

W. vermutet Dam. — ') Fehlt.

* Dem Schlüsse der Urkunde einen Sinn abzugewinnen, ist ziemlich aussichtslos. Nimmt

man Walthers (Anm. 4) Konjektur an, so könnte man daran denken, daß Sin-magir etwa in

einer Schenkung auf den Todesfall das Grundstück seiner Tochter zugesichert hatte, und nach

seinem Tode diese Schenkung durch Upl-näsir, einen Verwandten (?) (Sohn(?)) des Sin-magir cluich

Koschaker nnd TJnfrnad, Hammurabi VI. 9


— 130 —

Übereignung (Übergabe des Besitzes) vollzogen wird. Vgl. III 10, wobei Bestellung einer Mitgift

ähnliche Verhältnisse vorausgesetzt und für die Vergabung des Vaters an die Tochter das Verbum

wadu gebraucht wird. Die Zeichen hinter Upl-näsir (Anm. 5) sind vielleicht doch mit dern

folgenden in naUt ''«Samat! dajanum aufzulösen, wobei dajanum Korrektur wäre, so daß man

zu einem dajan natit ''"SamaS, einem »Richter der Samashierodulen« käme, der in No. 1749 begegnet.

Möglich, daß üpi-näsir gerade in seiner Eigenschaft als Klostervogt beim Vollzuge der Schenkung

intervenierte, wenn Ahätum, was durchaus möglich, eine Samashierodule war. Das folgende

»Tochter des Sin-nadin-surai« hängt freilich in der Luft, Vielleicht ist etwas ausgefallen.

E.

Erbrecht.

Vorbemerkung. Unter den erbrechthchen Texten haben die sich selbst so nennenden

ap/frfw-Urkunden (vgl. unter den neuen Urkunden No, 1742, 1743) schon eine ganze Literatin-.

Vgl. Ouq, Nouv. rev. bist. 33, 248 f., Carusi, Problema scientifico dei dir. Musulmano 128 f.,

Kohler, III 233 f., Koschaker, Münchner krit. Vierteljahrsschr. 1914, 418 f., RA XI33 f.,

Mazzarella, Elem. irriduttibdi dei sistemi giur. II 305 f.. Schupfer, Acc. dei Lincei 1921,

120 f., Schorr, ürk. d. altbab. Zivilrechts 18 f. Daß es sich nicht um Testamente handelt im

Sinne von einseitigen, frei widerruflichen Verfügungen von Todeswegen, darüber ist man einig;

ebenso darüber, daß sie nicht Adoptionen inter vivos sind, deren Formular ein vöUig anderes ist.

Um so lebhafter aber wird die Frage erörtert, ob und wieweit die apltilu adoptionsrechtliche

Elemente enthält, und ob insbesondere die zuerst von Ouq 253, übrigens nicht für alle Fälle

der a., gegebene Charakterisierung als Adoption auf den Todesfall (adoptio in hereditatem) zutreffe.

Aplu heißt allerdings »Sohn«, und aplidu = »Sohnschaft« scheint dem iu Adoptionsurkunden

gebrauchten marütu parallel zu gehen. Allein in den Urkunden dieser Zeit, zumindest in Nord=

babylonien — nur dort sind bisher «.-Urkunden nachzuweisen — bedeutet aplu. den Erben

schlechthin. Demgemäß apluiu = »Erbeseinsetzung«, so in den Überschriften der a.-Urkunden

(z. B. III 674—076, 681—683, No. 1742, vgl. iuppi aplüti »Urkunde über die Erbeseinscizung«

iu III 69), in den Verbindungen apliäam nadanu »die o. geben« = »zum Erben einsetzen« (III 679,

713, 738), ina aplütim nasahu »von der a. wegziehen« = »enterben« (III 15, 677, 738). Dieselbe

Phrase wird allerdings auch für die von der Aufhebung einer rechtsgeschäftlichen Erbeseinsetzung

wesentlich verschiedene Verstoßung eines Kindes gebraucht (§ 168, 169 K. .H.), dazu Schupf er

125. Aplütu bedeutet ferner »Erbschaft, Nachlaß« und wechselt in dieser Bedeutung mit warkalii

(vgl. § 178 mit § 180 K. g., ferner III 482, 684, IV 796, V 1095, insbesondere in der Phrase

»wie es ihr [der beschenkten Tochter] beliebt, kann sie ihre a. vergeben«: III 463, 486, 681,

No. 1749, warkälu dafür in § 179, 182 K. H.); es wird pleonastisch neben loarkäiu gesetzt (III 688,

737). Endlich ist aplütu = »Erbteil« (§ 181, 182, 191 K. H., IV 796, V 1095).

Eher scheint auf Adoption hinzuweisen, daß in einer Reihe von a.-Urkunden die Erblasserin

als Mutter der Erbin, diese als ihre Tochter bezeichnet wird (III 675, 676, 678, 680, 681, 683),

obwohl ein leibliches Kindesverhältnis nicht vorliegt. Das ist sicher für III 681, in anderen

Fällen ergibt es sich mit fast gleicher Sicherheit daraus, daß die Erblasserin wie regelmäßig auch

die Erbin ehe- und kinderlose Samashierodulen aus Sippar sind, wie überhaupt die meisten a.-

Urkunden von solchen Hierodulen errichtet werden. Das Letztere erklärt sich, beiläufig bemerkt,

nicht bloß daraus, daß ein großer Teil des nordbabylonischen Materials aus dem Samaskloster

in Sippar stammt, sondern spiegelt wohl auch einen Recbtszustand wieder, nach welchem Personen,

die Kindei' oder wenigstens Söhne hatten, die Vergabung ihrer Erbschaft an Außenstehende

verwehrt war (vgl. Kose haker, Münch. krit, Vierteljahrsschr. 1914, 419, Schupfer, 123).


— 131 —

Immerhin könnte die obige Terminologie auch als Hinweis auf ein Respektsverhältnis zwischen

Erblasser und Erben gedeutet werden.

Beachtenswerter ist, daß die a. immer Universalsukzession zur Folge hat und sich in dieser

Beziehung scharf von der Schenkung auf den Todesfall abhebt, die Vergabung von einzelnen

Vermögensstücken ist. Demgemäß wird die eingesetzte Erbin als ridit tvarkati »Nachfolgerin

in den Nachlaß« bezeichnet. Zu diesem Terminus Koschaker, RA XI 35 f. Auch ergibt

die Aufzählung der zugewendeten Gegenstände, daß regelmäßig das gesamte Vermögen des Erb»

lassers gemeint ist. Daß gelegentlich nur Grundstücke (III 681, 684) genannt oder einzelne

Vermögensstücke ausgenommen weiden (III 683 W), ist kein Widerspruch, Immer scheint auch

der Erwerb des Bedachten erst mit dem Tode des Erblassers einzutreten, so daß jener bis dahin

nur ein beschränkt widerrufliches (namentlich wegen Undank, Verweigerung der Alimentation:

III 674, 675, 738, No. 1749) Anwartschaftsrecht hatte. Das ist in einigen Fähen ausdrücklich

gesagt (III 674, 678, 680), oder ergibt sich daraus, daß der Erblasser sich den Besitz vorbehält

(III 680, 682(?)). Diese Auffassung der Dinge wird ebensowenig wie bei der Schenkung auf den

Todesfall (vgl. oben S. 123 f.) dadurch ausgeschlossen, daß häufig die prinzipale Erklärung lautet,

der Erblasser habe die betrefTendeu Gegenstände dem Erben »gegeben« (iddin). Das muß keines»

wegs sofortige Übereignung bedeuten, wie gerade III 680 ergibt. Zweifelhafter liegen jene Fälle,

in denen das Vermögen des Erblassers sofort in den Besitz des Erben übergeht (III 675) oder

dieser die AUmentation des Erblassers übernimmt (III 681, 683). Aber auch hier ist der Erbe,

bzw. die Erbin, Nachfolger des Nachlasses (warkätu), so daß man wohl besser mit der Annahme

eines sofort eintretenden Verwaltungsrechts des Erben am Nachlasse auskommt, der selbst aber

im Eigentume des Erblassers bheb. Als Erbvertrag (K o h l e r) hätte die a. sowohl Erbeneinsetzunga»

wie Vermäclitnisvertrag sein können. Wenn sie nur das erstere ist und üniversalsukzession des

eingesetzten Erben begründet, so weist dies allerdings auf ihre Herkunft aus der Adoption.

Denn diese operiert mit dem Gedanken des gesetzlichen Kindererbrechta, das immer Universal»

Sukzession ist. Da aber eine adoptio inter vivos, die Begründung eines sofortigen Kindesverhält»

nisses, nicht in Frage kommt, so bhebe allerdings nur die Annahme einer Adoption auf den

Todesfall, die das Kindesverhältnis erst mit dem Tode der Adoptierenden und daher auch beschränkt

auf seine erbrechtlichen Wirkungen zur Entstehung bringt.

Immerhin, über Indizien kommt man mit dem nordbabylouischen Material nicht

hinaus. Das Bild ändert sich aber, sobald man die sumerischen Urkunden des Südens berück»

sichtigt. Auch hier begegnen wir der marütu (nam-dumu) und der aplütu (nam-ibila), aber die

Grenzen zwischen beiden sind viel weniger scharf als im Norden. Einmal lautet in den echten

Adoptionen, bei welchen der Adoptierte Erbrecht erlangt — und das sind in der Regel nicht

die Adoptionen von Mädchen (vgl. etwa III 21, IV 781, V 1088, No. 1422, 1424 und Koschaker,

RA XI 37 f.), — die prinzipale Erklärung: A hat den B nam-dumu-nirSü ba-da-an-ri (dieses

Verbum in Nippur, in Larsa: Sü-ba-an-ti), nam-ibila-ni-Sü in-gar »zu seiner Sohnschaft ange»

nommen, zu seiner a. eingesetzt« (IV 782, No. 1421), und nicht wie im Norden einfach ana ma/rütim

ilieki »er hat (ihn) zur Sohnschaft angenommen«. Allerdings gibt es auch Adoptionsurkunden,

die nur die erste Klausel enthalten, und doch zweifellos Erbrecht des Adoptierten begründen

(IV 783, No, 1425: wohl aus Larsa). Ob zwischen beiden Formen ein sachlicher Unterschied

besteht, läßt sich bei dem geringen Material kaum entscheiden. Immerhin ist es aufiällig, daß

in den Urkunden der zweiten Kategorie der Adoptierte neben einen bereits vorhandenen Sohn

tritt, der die Vorzugsstehung des Erstgeborenen hat (IV 783, in No. 1425 ist dies wenigstens

nicht ausgeschlossen). Vielleicht war ibila, »der Erbsohn«, ursprünglich nur der Erstgeborene,

der allein erbte und deshalb auch terminologisch von den übrigen Söhnen (dumu) geschieden

wurde. Vgl. auch IV 778 ibila SeS-gal »der ibila, der älteste Bruder« und § 165 K. H., Schenkung

des Vaters an den aplu, Sa inSu mahru, »der seinem Auge der erste ist«, was doch eher den

Erstgeborenen (so schon Müller, Hatn. Ges. 134 f.) als den Liebhngssohn bedeutet. Später

hätte sich dieses AUeinerbrecht des ibila zu einem Vorzugsanteil gegenüber den übrigen Söhnen

abgeschwächt, womit dann die weitere EntwicJclung von ibila-aplu zur Bedeutung von Erbe

9*


— 132 —

schlechthin angebahnt war. Das Ganze wohl eine Einrichtung des Humeriechen Rechts. Wenigstens

finden wir den Vorzugsanteil des Erstgeborenen überwiegend iu den Urkunden des Südens

(IV 790, 800—802, No. 1436; vgl. auch IV 799 [Nippur], No. 1439 (?) [Larsa], gleiche Teile

allerdings in IV 803, No. 1440, 1443 [Larsa]), wenngleich der Brauch auch im Norden nachgewirkt

haben mag. Dies lehrt die in manchen Adoptionsurkunden begegnende Klausel, wonach der

Adoptierte, wenn der Adoptierende später Kinder bekommen sollte, doch die Stellung des Er8t=

geborenen, aplum (IV 799), bezw. aplum rabüm (III 19, vgl. auch III 17), behalte, wobei gerade

der letztere Ausdruck die Abachwächung von aplum zum Begriffe des Erben überhaupt deutlich

zeigt. Hierher gehört auch der bereits genannte § 165 K. H., der dem Vater gestattet, dem

Erstgeborenen (aplum und nicht märum) einen Vorzugsanteil auf den Todesfall zuzuwenden,

wohl eine Kompromißnorm, die zvyischen der Rechtsanschauung des Nordens und Südens zu

vermitteln sucht. Das alles ist freilich nur Hypothese, immerhin gewinnen bei ihr die Adoptions»

Urkunden, welche marütu und aplütu verbriefen, an Bedeutung, indem in IV 782 unter den

zwei adoptierten Söhnen der eine als älterer Bruder mit Vorzugserbrecht angenommen wird,

und in No. 1421, wo es sich nur um den einen Ih-gimlanni handelt — er begegnet auch in

No. 1462, — mag die aplütu besagen, daß ihm das Vorzugsrecht des Erstgeborenen gewahrt

bleibe, wenn der Adoptierende später andere Kinder bekommen sollte.

Es gibt endlich eine dritte Gruppe von Urkunden, welche die Aufnahme einer Person nur

in die a, erwähnen. Damit mag in manchen Fällen die Adoption unter Lebenden gemeint sein,

so IV 1047, wo der Betreffende weiterhin als dumii Sü-ti »angenommener Sohn« genannt wird,

vielleicht auch IV 799. Zweifelhafter IV 1046 (Frau) und 1048: Kontraktsüberschrift auf der

Hülle einer Tafel, die sich als kiSib [nam-ibila] »Urkunde über die o.« bezeichnet (beide Parteien

Frauen). Hier könnte ein der nordbabylonischen a. verwandtes Geschäft vorliegen, und diese

Vermutung empfängt eine gewisse Stütze durch IV 778. Die Urkunde ist ein Eheveitrag, ver=

bunden mit elterlicher Teilung des Ehemannes unter seine beiden Söhne, wohl aus erster Ehe,

die er gleichzeitig seiner Ehefrau »in ihre a. gibt« (nam-ibila-ni-Sü in-na-an-sum). Die Vertrags»

form ist die der adoptio inter vivos. Trotzdem kommt es den Parteien nicht auf Begründung

eines Kindschaftsverhältnisses, sondern auf erbrechtliche Regulierung an, nämlich auf die mortis

causa gemachte Zusicherung einer Alimentation der Ehefrau aus dem väterlichen Vormögen

durch die Söhne. Hierbei wird dieses Vermögen bald als den Söhnen, bald der Ehefrau zu»

ständig bezeichnet, sodaß es unklar bleibt, ob nach der Absicht der Parteien mit dem Tode des

Ehemannes Erbfolge der Söhne mit Nießbrauch der Ehefrau, oder Erbfolge der Frau und Nach»

erbfolge der Söhne eintreten soll, wobei diese die Verwaltung des Nachlasses hätten. Bei der

mangelnden Unterscheidung zwischen Eigentum und dinglichem Recht an fremder Sache dürfen

diese Unklarheiten nicht Wunder nehmen. Im zweiten Falle würde man in Nordbabylonien

anordnen; Die Söhne sind ihre (der Ehefrau) Erben. Daß man zu diesem Ziele in Nippur noch

die Adoption zur a. braucht, ist sehr beachtenswert. Doch mag in Südbabylonien die Trenming

von adoptio inter vivos und in hereditatem bereits vollzogen sein oder nicht — das geringe

Material gestattet keine sichere Entscheidung —, jedenfalls zeigen die Urkunden hier noch eine

starke Verkettung der a. mit der Adoption und erbringen so allerdings den Beweis, daß die

nordbabylonische o. eine adoptio in hereditatem ist oder wenigstens in dieser ihren Ursprung hat.

1741. PSBA XXXIV, PI. VIII, No. III (= Ash. 1911—276). Zeit des Roh hes von Larsa?

Vor dor Göttin Ninmarki; vor Samag-hägir, dem rabiänu; vor Lüniur-ga-ilim,

dem Sakkanakku; vor Abu-wakar, dem Archivar; vor Lunatum; vor Adad-tukulti;

vor Izigatar, dem Ämtsboten'); vor diesen Zeugen ist ^,'3 Sar Haus mit erloschenem

Herd dem Ur-Sulpae zugewiesen worden^). Es ist das '^) des ür-Sulpae.

') uku-tiS. — ^) bu-ü-ur. — "j . . . . xu-um. Oder kann man il-kuW-nm »Lahen'^ konjizieren?


— 133 ~

* Zum »erloschenen Herd(feuer)« vgl Landsberger, OLZ, 1916, S. 39 und Walther,

Altbabyl. Gerichtswesen 57 f. Der Ausdruck charakterisiert prägnant das erbenlose Versterben

einer Person, in deren Hause kein Herdfeuer mehr brennt, an dem sonst der Erbe in Ausübung

des Almenkultus die Brandopfer für den Toten darbringt. Daß sumerisch ibila = Erbe möghcher»

weise etymologisch gerade mit dem Spenden von Brandopfern zusammenhängt, darüber Thureau-

Dangin, RA X 97, Koschaker, RA XI 39. Vgl. auch Torczyner, WZKM 1914, S. 446 f.

In CT VI 27b (Ungnad, Babyl. Briefe No. 229), wo die Phrase noch begegnet, handelt es sich

um ein erbloses Lehen. Dasselbe gilt wahrscheinlich auch für No. 1741. Daß ein solches Lehen

durch eine Behörde einer anderen Person zugewiesen wurde, ist ohne weiteres zu verstehen und

jedenfalls einfacher zu erklären als bei Privatbesitz. Daß Lehen in gewissem Maße vererblich

waren, ergeben auch § 28 f. K. g.

1742. W 65 (==: Bu 91, 5—9, 664).') Zeit Hammurapis.

Erbschaft der Erigti-Aja, der na.tttu des Samag, Tochter des Lipissa; Narämtäni,

die natttu des Samag, Tochter des Samag-gulüli, ist ihre Erbfolgerin.

900 Sar Feld in Bahänum^^' neben dem Felde des Ilüni, Sohnes des Sin-idinnam,

und neben dem Felde der Mudirritum, dessen Vorderseite ') [. .] . ,

^) [. .]lia, Sohn des Sippar-rabi, [. (Lücke) • •] *) diese Tafel

"*) Bei Samag, Aja, Marduk und Hammurapi schworen sie.

Vor Anum-pi-Aja, dem Priester des Samag; vor Igme-Sin, dem Priester des

Samag; vor Ilugu-bäni, dem Obmann der Richter; vor Sin-idinnam('') und Samagillassu"),

den Söhnen des Sin-dinniC''; vor Ilugu-bäni, Sohn des Ibik-Adad; vor

Sin-idi, Sohn des Warad-Sin; vor Nür-äligu, Sohn des Eribam; vor Iddin^-Anum,

Sühn des Sin-idinnam; vor Abum-wakar, Sohn des Nür-ili"^; vor Marduk-latuassagu;

vor Rapag-gilli-Ea, Sohn des . [. .]; vor Imgur-Sin

') = AJSL 30, 56 f.; Waterman, 8.5. — 2) ma-aS(i)-ki-na-tum. — ») il(i)-ga-nu-um. —

*) Sar-ri-im i(oder mär)-na-idW-''''SamaS. •— *) ü-ba-al-li-tu-Si(^)-i('>); Zusammenhang dunkel. —

') Kopie fügt malpar hinzu.

1743. W 66 (= Bu 91, 5—9, 655).') Zeit Hammurapis.

[. . (Anfang zerstört) Erb]folger[in .].

300 Sar Feld in der F[lur .], 400 Sar Feld, 13 Va [. .] hat sie dar


II. TEIL

Prozeßurkunden.

* Während in den früheren Bänden die Prozeßurkunden nach dem Prozeßgegenstand ein»

geteilt waren, ist hier der Versuch gemacht, sie nach ihrer Stellung im Verfahren zu ordnen,

was ja auch sachlich das Richtigere ist und heute, da die Erforschung des altbabylonischen

Zivilprozeßrechts schon ziemlich weit gediehen ist, auch in gewissem Maße durchgeführt werden

kann. Aus der neueren Literatur des Prozeßrechts vgl. Mazzarella, GH elementi irriduttibili

dei sistemi giuridici II 315 f.. Schupfer, La legge di Hammurabi (Accad. dei Lincei 1921)

125 f., Schorr, Urk. d. altbab. ZivU- und Prozeßrechts 336 f. und vor allem Walt her, Alt=

babylonisches Gerichtswesen (Leipziger Semit. Stud. VI 4—6) und Lautner, Richterliche Ent»

Scheidung und Streitbeendigung im altbabylonischen Prozeßrechte (Leipziger rechtswisaenschaftl.

Studien III).

I. Streitverzichtsurkunden.

* über Begriff und Form der Streitverzichtsurkunde (iuppi Id ragamim) vgl. Lautn er,

a. a. O. 1 f., 39 f.

1744. W 31 (= Bu 91, 5—9, 2184).') Buntahun-ila.

Wegen eines Gartens mit Dattelbäumen, den von Alikum, Sohn des Arwium,

Ämarum und Takümätum, die na.tttu des Samag, gekauft hatten, erhob Higgatum,

die na.tttu des Samag, Tochter des Alikum, Anspruch; doch wurden ihre Ansprüche

im Tempel des Samag abgewiesen.') Daß Alikum und Higgatum, die natttu des

Samag, (auf die Angelegenheit) nicht zuriickommen und wegen des Gartens mit

Dattelbäumen nicht Anspruch erheben werden, schworen sie bei Samag, Marduk,

Samulael und Buntahun-ila.')

Jahr »Buntahun-ila wurde König«.

Vor Nür-iligu, Sohn des Bja; vor Ur-Lugalmarada, Sohn des Sin-muballit;

vor Sin-eribam, Sohn des Nür-iligu; vor Inim-Nauna-nigon, Sohn des Idin-Sin;

vor Anum-mugallim; vor Damu-galzu; vor Samag- *)-nigi; vor Sin-ibni, Sohn

des Gimil-Mamitum; vor Närum("*)-abum, Sohn des Äli-illati; vor Lu-Nanna, Sohn

des Pfüänum; vor Innanna-amamu, Tochter des Aabba-täbum, der Schreiberiu.

') = AJSL 29, 185 f., Schwenzner, OLZ 1920, S. 16. — '^) na-aS-hu. — ') Unterkönig.

*) Engur. A.


— 135 —

* Die Urkundo ist deabidb interessant, weil dor dem Rcchtsstroit zugrundolii^gondo Kauf»

vertrag in III 380 und außerdem in III 686 eine auf einen zweiten Prozeß über dasselbe Objekt

und unter dcnsclb(>n Parteien bezügliche Urkunde erhalten ist. Vgl. zum Sachverhalt neuestens

Lautnor, Richterliche Entscheidung 57 f. Einige Widersprüche in den Urkunden haben wenig

zu bedeuten. Wenn in III 380, 686 Takümätum und ihre Mutter, in No. 1744 aber T. und ihr

Vater Amurum (vgl. III 380, 686) als Käufer bezeichnet werden, so erklärt sich dies vielleicht

daraus, daß der Kaufjneis aus der Mitgift der Mutter bezahlt wurde, wozu der Ehemann zustimmen

mußte. Das genügte, um ihn als Mitkäufer erscheinen zu lassen. Kläger in No. 1744 ist eine

Tochter des Verkäufers, wohl auf Grund eines Erbenwarterechts. Der Verkäufer selbst ist aber

Mitkläger, da auch er den Streit verzieht leistet. In dem zweiten Prozeß (III 686) tritt er formell

als Kläger auf, nebon Sumu-ramS und dessen Kindern, wohl einem Sohne des Verkäufers, den

er vorschiebt, um durch Behauptung eines Erbenwarterechts die zweite Klage zu begründen.

1745. W 34 (= Bu 91, 5—9, 2483).') Zeit des Sin-mubaUit.

Wegen Hausgrundstückes im Kloster und Gesindes, der Habe der Damiktura,

Tochter des Kikinum, erhoben Iddin-Ilabrat, Eribam-Sin, Abum-wakar und Zibi=

litum,^) (die entu des Samag.) Anspruch, worauf ihnen die Richter in Ebarra

Prozeßverfahren gewährten. Infolgedessen übergab er^) die Damikturo(, Tochter

des Kikinum,) zum Eidschwur dem Allerheiligsten*), und vor dem Allerheiligsten

verglich(en) sie sich, indem Damiktum der Zibirltum(, dor entti des Samag,)

10 Gin Hausgrundstück im Kloster gab. Daß Iddin-Ilabrat, Eribam-Sin, Abumwakar

und Zibiritum(, die entu des Samag,) auf die Angelegenheit nicht zurückkommen

werden, um wegen Hausgrundstückes und Gesindes(, der Habe vom Stroh

bis zum Golde, die Damiktum der Munawwirtum, Tochter des Samaä-tappigu*),

gegeben hat,) gegen Munawwirtum, die Tochter des Samag-tappigu, Anspruch zu

erheben, (schworen sie bei) Samag, Marduk"), Sin-muballit und der Stadt Sippar.

Vor Warad-Sin und Salim-pälihgu; vor Nin-gubur-mansi(, dem Obmann der

entu des Samag; vor Imgur-Sin, Sohn des Samag-müdi); vor Samaä-tajär(, Sohn

des Ana-käti-Samag-anatal); vor Kalümum; vor Llburam(, dein Torwächter des

Klosters; vor Iballut, Sohn des Adad-rimeni); vor Idadum(, dem Pförtner); vor

Samag-tappe(, dem Torwächter des Klosters; vor ArarumP), Sohn des Belänum);

vor Sinjatum(, dem räbisu der Richter).

1) = AJSL 29, 189 f.; Außentafel W.35 (— Bu 91, 5—9, 2483 A; AJSL 29, 190 f.);

von ihi' stammen die in runden Klammern stehenden Stücke. — ") Kaum Zigaritum. — ä) Der

Gerichtspräsident. — *) a-na pa-ni pa-pa-hi-im. — ^) Bruder der Damiktum. — ") Duphkat: Aja.

* Streitverzichtsurkunde auf Grund eines Prozeßvergleichs, abgeschlossen, nachdem die

Verklagte durch Beweisurteil zum Eide zugelassen worden war, aber noch vor Leistung des

Eides. VgL Lautner 39. Der Streitgegenstand ist folgender: Damiktum, Tochter des Kikinum,

— wogen des ihr gehörigen Grundstücks im Kloster- sicher eine Samashierodule — hatte ihre

Nichte Munawwirtum durch Erbenadoption (aplütu) zur Erbin eingoäetzt. Diese Verfügung wird

von einigen Personen, vermutlich den Geschwistern der D., angefochten, wohl aus dem Qrund(>,

weil sie ihr das freie Verfügungereoht über ihr Vermögen bestritten. Vgl. § 178 f, K, H. und

III 689, eine Streitverzichtsurkunde mit ähnhchem Tatbestand. Vgl. auch No. 1766, eine gericht»

hebe Teilung, bei welcher die Kinder des Kikit^um beteUigt sind.


— 136 —

1746. , VS Xlll 8 (= VAT 687).') Zeit des Sin-muballit(?).

[. (Anfang zerstört) mag es auch mehr oder] weniger sein, gehört der

Munawwirtum und dem Nabi-Sama^. Nür-Samag und sein Sohn Ibkuga''') werden

gegen Munawwirtum und Nabi-Samag nicht Anspruch erheben. [. .] das ganze

unbebaute Grundstück am üferdamm') [neben] dem TurmW) | .], soviel vorhanden

ist, — low Sar unbebautes Grundstück neben dem Turm^*), [das] er dem

Gimil-Ninsun für Silber gegeben hatte, wird Nabi-SamaS für Gimil-Ninsun abgrenzen*)

— wird künftighin alles zusammen dem Nabi-Samag gehören. Daß Nür-Samag

und Ibkuga(') nicht Anspruch erheben werdeu, schworen sie°) [bei] Samag, Marduk,

bei Annunitum'') [und] Sin-muballit(')') ") [. (Rest zerstört).

») =: VS XVI 25. Vorder- und Rückseite sind in VS XIII 8 vertauscht. — ') \k'\a-ar-im{^),

vgl. No. 1446 Anm. 4. — ') An.Za. Kar>>'. — *) Dieser Satz ist wohl als Parenthese zu fassen.

Von dem unbebauten Grundstück, das in Zukunft dem Nabi-Samas gehören soll, hat er 10 Sar

dem G. verkauft, die er ihm abgrenzen soll. — ^) SiniV-mu-ba-li-it (it)-mu-ü. — ') Hier beginnen

wohl die Zeugennamen.

• Am ehesten doch Streit Verzichtsurkunde. Der Sachverhalt vielleicht folgender: Mu»

nawwirtum, eine BamasbieroduleW — die Urkunde stammt aus Sippai' — hat den Nabi-Samas

durch Erbenadoption (aplütu) zum Erben eingesetzt oder ihm zwei Grundstücke auf den Todes»

fall unter Vorbehalt des Nießbrauchs geschenkt. Diese Verfügung wird von ihren Verwandten

Nür-Samas und dessen Sohn angefochten. Von einem der geschenkten Grundstücke hat Nabi-

Samas einen Teil dem Gimil-Ninsun verkauft. Er scheint also bereits Eigentümer zu sein. Doch

könnte er auch kraft des aus der aplütu, bzw. der Schenkung auf den Todesfall abgeleiteten und

nur beschränkt widerruflichen Anwartschaftsrechts zur Verfügung legitimiert gewesen sein, natür«

lieh unter Zustimmung der Erblasserin. Die Urkunden unterscheiden hinsichtlich der Zuständig»

keit des Verfügungsberechtigten nicht scharf. Bemerkt doch gerade unser Text am Anfange,

daß das Grundstück der Erblasserin und dem Beschenkten gehöre, später, daß alles zusammen

künftighin dem Beschenkten gehören werde. Gemeint ist wohl, daß es ihm nach dem Tode der

Schenkerin frei vom Nießbrauch gehören werde.

1747. W 81 (=:: Bu 91, 5—9, 910).') Zeit Hammurapis,

[. (Anfang zerstört) .. •], •• Inibgina'*) wird gegen Belissunu nicht

Anspruch erheben. Wenn Belissunu die Amat-Purattim ('' dem Belgunu geben

will, so °) Bei Samag, Aja, Marduk und Hammurapi schworen sie.

Vor Rapag-gilli-Ea; vor Imgur-Sin; vor Samag-lamassagu; [vor] Samag-hägir

[. . (Rest zerstört).

1) = AJSL 30, 72. — ') Fraghch, ob Eigenname. — ») Unleserlich.

* Wohl tuppu la ragamim^ Man könnte daran denken, daß der BMissunu, einer Samas»

hierodule W, von ihren Verwandten die Verfügung über ihre Sklavin, die sie zugunsten des Bei»

sunu getroffen hatte oder treffen wollte, streitig gemacht wurde.

1748. Thureau-Dangin, RA IX, S. 22 (= AO 5429).') 8. x. i8. Samsuüuna.

''/e Sar, 6 Gin unbebautes Hausgrundstück") neben dem Hause der Mannatum,

der natttu des Samag, Tochter des Jasilum, und neben dem Hause des Igum-gämil,

dessen eine Langseite die breite Straße, dessen andre Langseite das Haus des Iguui-


— 137 —

gämil (bildet), das Nigi-inigu, die natttu des Samag, Tochter des übarja, von Igumgämil,

Sohn des Igum-nägir, für 10 Sekel Silber im Jahre »Hammurapi-begal-KanaU')

gekauft hatte, — nach Verlauf von 52 Jahren hat im Jahre »Ebabbar, den Tempel

des Samag von Sippar«*) Ibi-Samag, Sohn des Igum-gämil, von Narämtäni, der natttu

des Samag, Tochter des Sin-rimeni, das Haus vindiziert. Also (erklärte) er: »Von

meinem Vater Igum-gämil hat NlSi-tnigu, die Schwester deines °) Vaters, ein wenig

Hausgrundstück gekauft, aber viel in Besitz genommen«.

Sie begaben sich zu Sin-igmegu, dem Säpiru von Sippar, und zu den Richtern

von Sippar; die prüften ihre Aussage. Da die Hülle") der Tafel beschädigt war,

brachen sie ihre Urkunde auf. Darauf bestimmten sie ihr gemäß ihrer alten Urkunde

Ve Sar, 6 Gin Hausgrundstück. Ibi-Samag, Sohn des Igum-gämil, wird nicht

wieder wegen der Vo Sar, 6 Gin unbebauten Hausgrundstücks gegen Narämtäni An*

Spruch erheben.

Bei Samag, Aja, Marduk und König Samsuiluna schworen sie.

Vor Awil-Igtar, Sohn des Ibik-Anunitum; vor Sin-idinnam; vor Sin-^ägir; vor

Awil-Samag; vor Marduk-nigu; vor Awll-Adad, dem Schreiber der nafttu des Samag,

Den 8. Tebet, Jahr »König Samsuiluna (baute) Ebabbar, den Tempel des [Samag]«.

') VgL Thureau-Dangin, a, a O. S. 21 f., Schorr, Urkunden des altbab. Zivil- und

Prozeßrechts No. 317. — S) e-ki-gäl. — •) 9. Jahr H.'s, — *; 18, Jahr Samsuilunas, — *) D. i.

Narämtänis. — ") ir-mu-um.

* Vindikation eines Hausgrundstücks, von dem der Käufer mehr in Besitz genommen haben

soU, als die Kaufurkondo auswies. Kläger ist der Sohn und Erbe des Verkäufers, Beklagte

die Nichte der Käuferin, gleichfaüs eine Samashierodule, die das Grundstück wobl durch Erben»

adoption (aplütu) von ihrer Tante erhalten hatte. Die Urkunde zeigt auch, daß die Vindikation,

die Erhebung der Eigentumsbehauptung, auflergerichthch erfolgt. Denn erst nach diesem Akte

begeben sich die Parteien zum Gericht. VgL San Nicolö, Schlußklauseln 165. Der Beweis

wird durch die Kaufurknnde geführt, deren unleserhch gewordene HüUe zerbrochen wird, um

nach der Innenschrift die Größe des verkauften Grundstücks feststehen zu können.

II. ProzeßprotokoIIc.

1749. W22 (== Bu9l, 5-9, 2189).') _. vw. ll. Säbium.


— 138 —

tum, Tochter des Igme-Ea; vor Huräsatum, Tochter des Sin-muhallit; vor Lamassi,

Tochter des Anum-pigu; vor Ibkatum, Tochter des Ikü-piga; vor Aja-siti, Tochter

des Pür-Nunu),

Im Timm, Jahr »das Bildnis des Säbium wurde hergestellt«.

1) = AJSL 29, 172 f. Dazu die Äußentafel W 23 (= Bu 91, 5—9, 2189 A) = AJSL 29,

173 f. Vgl. Waterman, S. 4. Das in eckige Klammern Gesetzte nur außen. — '•') buSti. —

*) Außen: ihrer (beweglichen) Habe und ihres Nachlasses vom Stroh bis zum Golde, alles was A.

(u.s. w.) hat. — *) Nur innen. — ^)'Außen: und Richter der natilu des Samas vom Kloster,

Wie der folgende Plural des Verbums »sie haben Recht gesprüohen« lehit, handelt es sich um

ein Richterkollegium, aber wobl nur von 2 Richtern. des Richters von Babel und des von Sippar,

der zugleich Vogt des Samasklosters in Sippar ist. Anders Walt her, Gerichtswesen 17 uud

ihm folgend Lautner, Richterliche Entscheidung53"^^ die 3 Richter annehmen und den Kloster»

richter vom Richter von Sippar trennen. Sie müssen demgemäß in der Innenschrift die naiiiu

selbst als Klosterrichter betrachten, was aber durch die Fassung in der Außenschrift widerlegt

wird. — ') Dem Doppelpunkt entspricht das ma in i-di-nu-Sü-nu-ti-ma »sie haben ihnen Rocht

gesprochen«. Was in der Außenschrift folgt (im Texte unter Anführungszeichen) ist dor Inhalt

des Urteils. — ') a-Sd-ar e-ra-mu, außen: a-Sd-ar tä-bu-Si-im.

* Prozeßgegenstand ist die gerichtliche Aufhebung der Erbcnadoption (aplütu) einer Samas»

hierodule. VgL auch § 168 f. K. H. und III 738. Obwohl formell zu einander im Verhältnis

von Innen- und Außenschrift, enthalten beide Texte juristisch doch nicht das Gleiche. Die

Außenschrift stellt das Urteil dar, das die Versloßung des Adoptierten und damit die Aufhebung

der Erbenadoption ausspricht. Ihm wird, eingeleitet durch das Stichwort »Urkunde« der Entwurf

der Streitverzichtsurkunde (tuppu lä ragamim) vorausgeschickt. Perfiziert wird der Streitverzicht

erst durch den Eid der Parteien, den nur die Innenschrift bietet. Gleichwohl ist sie mit Lautner,

Richterl. Entscheidung 42 nicht der tuppu la ragamim selbst, den die Parteien in die Hand

bekamen, weil der Eid sich nicht unüiittelbar an den Verzicht anschheßt und dazwischen der

Vermerk des Gerichts steht. Vielmehr handelt es sich um den vom Gericht angefertigten Entwurf

der Streitverzichtsurkunde, der den Parteien zur Beschwörung vorgelegt nnd auf dem dann die

Ableistung des Eides vermerkt wurde. Diese Beurkundung wurde dann mit dem Urteil verbunden

und bildet so einen Teil der Gerichtsakten, nicht etwa der Handakten der Parteien.

1750. VS Xlll 7 (= VAT 6646).^) -. XI. 6. Sin-muballit.

Wegen des Feldes des Irgitija, das er bei der Teilung mit Warad-Sin erhalten

hatte, — angrenzend an das Feld des Samaja, dessen Breitseite der Seriintum-

KanalC) (bildet), — erhob Warad-Sin Vindikation gegen ihn. Darauf sprachen

ihnenW die Richter im Tempel des Zababa Recht. Weil er das Feld vindiziert

hatte, mußte er, demgemäß daß ihm eine Strafe auferlegt wurde, eine Urkunde

darüber, daß er nicht (wieder) klagen werde,') ausfertigen. Daß Warad-Sin für

alle Zeit wegen des Feldes des Irpitija nicht (wieder) klagen wird, schwor er bei

Marduk, Zababa und Sin-muballit.

Vor Warassa, Sohn des Munni-Ema^('^; vor Sallürum, Sobn des Akga(k)ja;

vor Sin-erlbam, Sohn des Züzänum; vor .-Sin, Sohn des Tablakuiu; vor Amuja,

Sobn des Itür-. .; vor Mär-Kig, Sohn des Sin-iklgam; vor Ibni-Sin, Sohn des Sinabugu;

vor Ili-ara^''), Sohn des Lugal-melam^'''; vor Irra-lu-ti, detn Schreiber; vor

Apiljatum, Sohn des Akga(k)ja.


— 139 —

Im Sabät, nächstes Jahr nach dem (Jahr) »das Heiligtum der Gottheit Sidada«

') Vgl. Walt her, Altbab. Gerichtswesen, 8. 235'. — ^) ki-ma ar-nim e-me-di-fim] iuppi

la ba-ga-ri-[i]m i-xi-i[b]. Die Stelle ist nicht ohne Schwierigkeit. Eine andere Übersetzung (nach

Landsberger) bei Lautner, Richterl. Entscheidung 57"». Der Sinn ist wohl, daß dem

sachfälligen Kläger Strafe auferlegt und er zur Streitverzichtsurkunde veranlaßt wurde. Über

amum als Prozeßstrafe wegen unberechtigten Klagens gegen beschworenen Klageverzicht zuletzt

IJ a u t n e r, a. a. O. 66 f.

* Prozeßprotokoll über Urteil und Ausfertigung der Streitverzichtsurkunde (tuppi lä ba»

kärim anstehe des üblichen /. lä ragamim, vgl. auch Anm. 3 zu No. 1753), nicht diese selbst.

VgL Lautner, a a. 0. 42 f. Streitgegenstand: Anfechtung einer Teilung, wohl Erbteilung.

1751. EG 7.') 20. Rim-Sin.

[Betrifft^)] Täb-pi-Igtar, [Sklavin«j^) des Dagüratum, [die«] Ellulum gepfändet

hatte'), worauf wegen der Täb-pi-Igfar Dagüratum bei Gott geschworen hatte*), daß

Puzurt"-Ma|] sich (ihr) weder genähert noch (sie) geheiratet habe'), — »für alle

[Zeitj^')"), (sei es) auf 5 Jahre, (sei es) auf 11 Jahre') werde ich die [SklavinW]^)

für Ellulum [wahrlich*'')] hüten und dann ihm zur ehelichen Gemeinschaft geben«,

schwor*) Dagüratum bei König Rlm-Sin.

[Vor] Itti-Ea-milki, dem paSthi des EnkiW; [vor] Warä, dem Weinschenken;

[vor] Imgur-Sin, dem Bäcker; [vor] Samag-gämil, dem Schmied; [vor] Sin-igmeanni,

dem Archivar; [vor] Nidittum; [vor] Nür-Amurrim.

[Siegel der] Zeugen.

[Jahr »mit der gewaltigen Waffe, die] Enlil ihm gegeben hatte, zerstörte er

[die Stadt Dür]«.

') Vgl. Landsberger, OLZ 1922, S. 408. — ''•) Nach den erhaltenen Spuren auch »Tochter«

möglich. — ^) Wohl ip-pu-Si, nicht ib-bu-Si (»gerufen hatte«). Man beachte, daß nach der Sach»

läge das gepfändete Mädchen im Besitze des Verpfänders bleibt. — *) [ni-\iS(S) ilim ix-ku-ru,

assertorischer, im Gegensatz zu dem folgenden promissorischen Eid. — ^) alßxu, möglicherweise

aber auch auf Verlobung bezüglich, daher »noch (sie) sich angelobt habe«. — ') \ü-k]ur('>)-S-ü. —

'') Die Ausdrucksweise ist angesichts des ü-kur-Sü »für aUe Zeit« am Anfange merkwürdig. Vielleicht

ist doch, zumal ü-kur-Sii doch recht unsicher ist, eine bestimmte Frist gemeint, 5 Jahre, an deren

Stelle der Schreiber korrigierend 11 Jahre gesetzt hätte. — ^) in-pad, promissorischer Eid.

* Eidesprotokoll, aber sehr zweifelhaft, ob im Zuge eines Prozesses. Der Sachverhalt ist

im allgemeinen klar. Der Pfandgläubiger besorgt, daß das verpfändete Mädchen, das im Besitze

des Verpfänders geblieben ist, nicht mehr unberührt oder gar einem anderen angelobt oder an<

getraut sei, wodurch sein Pfandrecht entwertet wäre. VgL auch § 39 des assyrischen Rechtsbuchs

und dazu Koschaker, MVAG XXVI 3, S. 18f. Er läßt sich daher vom Verpfändereinen Eid

leisten, daß dies nicht der Fall sei. Was folgt, ist ein befristetesO'), eidhches Verlöbnisversprechen.

Das ist gegenüber der sonst üblichen Form des Arrhalverlöbnisses bemerkenswert, mag sich aber

daraus erklären, daß Verlobter hier der Pfandgläubiger ist und als tirhätu (Brautpreis) der Betrag

seiner Forderung gelten mochte.

(752. Scheil, RA XII, S. 116. 35. Rim-Sin

Ibku-Sala, Sohn des übä, und sein Bruder Sin-ikisani klagten wegen des Hauses

des Sin-izzu und seines Bruders Sin-muballit. Die Richter gewährten ihnen Prozeß^


— 140 —

verfahren.') Der Altar*''') des Gottes Nin-bäd-[ku] und der AltarC)') dos Gottes

Ningigzida wurden an der Stirnseite seinesW Hauses") hingestellt*). Darauf schwor

Sin-izzu den Söhnen des übä folgendermaßen: »[AnsprücheC)^)] sind fürwahr nicht

vorhanden«. [Vor^ dem Gotte] Nin-bäd-kü reinigte er die Stirn des Hauses").

[Lugtjamar, der galläbu, (und weitere 15 Zeugen)').

6, Jahr »Isin wurde erobert«.

•) di-da-ba (l. ab)-bi-eS. Vgl, Walther, Gerichtswesen 175'. — ^) E.Kit, vielleicht''""',SM/*«^

zu lesen. — ') i-napu-ut bi-ii-Sü, oder vielleicht Sü-[a-ti], also »dieses Hauses«? — *) iS-Sd-ki-im-ma.

— 5) Wohl [ba-ak-ru]. — ') pu-ui bttim ü-ul-li-il, zur Bedeutung di&ser Phrase San Nicolö,

Schlußklauseln 170 f. — ') In der Äutographie nicht wiedergegeben.

* Protokoll über eine Eidesleistung, wohl auf Grund eines Bcweisurtcils, d.is den Beklagten

zum Eide zuheß. VgL Lautner, Richterl. Entscheidung 38 f. Streitgegenstand: Vindikation

eines Hauses. Bemerkenswert, daß die Eidesleistung am streitigen Grundstück selbst stattfindet,

wohin auch die Göttersymbole gebracht werden. Vgl. Walther, Gerichtswesen 200 f.

1753. VS Xlll 32 (= VAT 5992).') 2. n. 5(?). Hammurapi.

Wegen des Marduk-äpili bat Kurrudum, Sohn des Nabi-ilisu, gegen Sin-magir,

Sohn des Warad-Samag, Vindikation erhoben. Darauf gewährten ihnen die Richttr

von Babylon und Barsipa Prozeßverfahren. Sie fragten die Ältesten von Iplahi,

und diese erklärten, daß Marduk-äpili kein Bürger von Sippar, sondern ein aus

dem Hause entflohener^') (Sklave) sei. Daraufhin ließen sie den Kurrudum, Sohn

des Nabi-iligu, eine Urkunde, daß er nicht vindizieren werde'), ausfertigen. Für

alle Zeit wird Kurrudum, Sohn der Nabi-iligu, indem er (auf die Angelegeheit)

zurückkommt, wegen des Marduk-äpili gegen Sin-magir nicht Anspruch erheben.

Bei Samag, Marduk, Hammurapi und der Stadt Sippar schworen sie.

Vor Ibkuga, Sohn des Samag-tappiguC'; vor Puzur-Anim, Sohn des Häsum;

vor Gimillum, Sohn des Ilugu-illassu; vor Eläli, Priester des Adad; vor Utu-mansi,

Sohn des Argä; vor Sin-idinnam, Sohn des Adi-annum; vor Ningubur-nia(nsi)(''',

Sohn des Taram-Eaba.

Den 2. Ajar, Jahr »er steUte , her« *).

1) VgL Schorr, GGA 1915, S. 418, Walther, Gerichtswesen 18, 54. — ^j h[a'^-li]k bi-tim,

oder a('>)-[li'\k bi-tim, im Sinne von »dem Hause angehörigcr Sklave«, was besser zu dem Tat»

bestände passen würde? Vgl. Anm. — ') tuppu la ba-ga-ri-im. Vgl. Anm. zu No. 1750. —

*) Kur (1. Se?) idW mu-na-dim.

* Wahrscheinhch vindicatio in libertatem, d. h. Kurrudum vindiziert den im Besitze des

Sin-magir befindlichen Marduk-äpih als Freien und wird abgewiesen, weil die Beweisaufnahme

ergibt, daß M. ein dem Hause des Verklagten angehörigcr Sklave (alik bttim) sei. Das paßt un«

streitig bfflser als hälik bitim »ein aus dem Hause entflohener Sklave«, wobei man zmü'ichst

denken würde, daß er dem Kläger entflohen sei. Das aber ist nach dem Gange des Verfahrens

ausgeschlossen, ebenso wie die Annahme, daß der Sklave dem Sin-magir entlaufen sei, da dieser

sonst nicht zur Vindikation passiv legitimiert wäre. FormeU ist die Urkunde ebenso wie No. 1750

wohl eher Prozeßprotokoll, das die Ausfertigung und Beschwörung des Streitverzichts verzeichnet,

als die Streitverzichtsurkunde selbst.


1754. EG 29. -, III. 40W. Rim-Sin.

— 141 —

ür-[SuIpae]'). und Ina-gepitim prozessierten wegen eines Hauses, Da

gewährten ihnen Rim-Sin-igu und Märi-irgitim Prozeßverfahren und schickten sie^)

zum Tempel der Ninmarki, Darauf gewährten die Richter ihnen Prozeßverfahren,')

und den Abi-idinnam, den Bruder^*) des Ina-gepitim, übergaben sie dem Eidschwur**.

Dann haben die Zeugen ihn °), »Das Haus ist fürwahr das Haus des Puzur-

Kabta. Mit dem Silber der Muhadditum ist es fürwahr gekauft. Den Ubarrum

geht es nichts an.'}« Diese Zeugen haben im Tempel der Ninmarki so geschworen.')

Vor Abum-wakar, dem [Archivar]'); vor Azirum; vor Warad-nisänim; vor

Tar[ibum]; vor Warad-Amu[rrim]; vor .[. .] .; (Spuren von weiteren 5 Zeugennamen,

dann Lücke von 2 Zeilen )

Im Simän, ll.(') Jahr »Isin wurde erobert«.

•* Bis dahin die Hülle gleichlautend, die dann fortfährt: Diese C^ sind [die ZeugenP)]^):

Azirum, Warad-nisänim, Taribum, Warad-Amurrim (Spuren von weiteren 6 Zougennamen).

Folgendermaßen haben -sie geschworen'): »übarrum und Puzur-Kabta haben fürwahr

geteilt. Das Haus gehört fürwahr allein dem Puzur-Kabta, nicht dem übarrum.

Mit dem Silber der Muhadditum ist es fürwahr gekauft.« (Lücke von 1 Zeile).

Vor Abum-wakar, dem Archivar (Rest fast völHg zerstört).

') Ergänzt nach der Hülle. — ') it-ru-du-ni-iS-Sü-nu-ti, HüUe: it-ru-da-äS-Sü-nu-ii. —

^) Di. Tar, außen richtig di-nam. — *) SeS. — ^) ut-ti-ru-ni-iS-Sii-ma. Dieselbe Verbalform in

V 1194 (TD 232 Z. 13). Sinn vielleicht nach dem Zusammenhang »(die Aussage eines anderen)

bestätigen, ergänzen«. Vgl. Landsberger, OLZ 1922, S. 409. Sohten die Zeugen Eidesbelfer

des Abi-idinnam sein, die mit ihm schwören? — ') la a-wa-ti-Sü-ma. — ') ki-a-am ix-ku-ruO).

— 8) [Si-buV)] o[n]-«M-i[MTO(?)]. Man beachte, daß es dieselben Personen sind, die innen am Schlüsse

als Zeugen genannt werden. Auch die Zahl stimmt. Abum-wakar, der in der Hühe an dieser

Stelle fehlt und dafür am Schlüsse als Zeuge auftritt, gehört wohl zum Gerichtspersonal. —

') [ki-a-am ix-]ku-ru um-ma Sü-nu-ü-ma.

* Eidesprotokoll. Vgl. No. 1752, 1755, Bemerkenswert nnd auch lonst zu belegen (vgl,

III 708, No, 1755, 1756) ist, daß nacheinander zwei Gerichte in Funktion treten. Darüber Lautner,

Richterl Entsch. 69 f., der aber sich unnöüge Schwierigkeiten macht, wenn er annimmt, es habe

dem meritorischem Verfahren ein Vorverfahren — in der Regel vor einem Einzclrichter — zur

Überprüfung der formalen Prozeßvoraussetzungen vorangehen können. Vielmehr werden die zuerst

angegangenen Richter wohl weltliche (nicht notwendig staatliche) Richter gewesen sein, die die

Sache, insoferne es sich um Eidesleistungen handelte, natürhch an den Tempel verweisen mußten.

Vgl. auch Lautner 81. Hierbei konnten sie sich des Tempels nur als Gehüfen bei der Ablegung

des Eides bedienen und die Sache selbst in der Hand behalten (III 706, 715, 723, No. 1759)

oder auch nach vorläufiger Untersuchung der Sache sie zur Streitbegründung (dinam Sühuxu)

und Entscheidung an das Tempelgericht verweisen (No. 1755, 1756 und wohl auch III 708, wo

aber das dinam Sühuxu schon früher hätte erwähnt werden sollen und vom Schreiber, als er

sich seines Versehens bewußt wurde, am falschen Platze nachgetragen wurde, wie schon die

schwerfällige Stihsiernng in Z. 25 f. ergibt). Zu den letzgenannten Texten gehört auch unsere

Urkunde. Merkwürdig ist nur, daß der Prozeßeröfiiiungsakt vor dem Tempelgericht wiederholt

wird. Der Streitgegenstand ist aus der Außentafel ersichtMch. Die Söhne und Erben (?) zweier

Qemeinschafter (Miterbent?)), Ubarrum und Puzur-Kabta, streiten, ob ein Haus zum gemein»

schaftlicheo und daher der Teilung unterliegenden Vermögen gehöre. Dem Verklagten gelingt

es nachzuweisen, daß dies nicht der Fall sei, vielmehr das Haus mit dem Gelde der Muhadditum,

vielleicht der Ehefrau des Puzur-Kabta, gekauft worden sei. So auch Land s berger, OLZ 1922 S. 409.


— 142 —

1755. EG 27.') -. I. 45. Rlm-Sin.

Wegen des Feldes des Sin-gämil erhob Pirhum gegen Sep-Sin, den Sohn des

Sin-gämil, Vindikation. Darauf gingen sie den Nimurta-nigu an; da schickte er

sie zum Tempel der Ninmarki, und im Tempel der Ninmarki gewährten ihnen die

Richter Prozeßverfahren. Sie übergaben den Sep-Sin, Sohn des Sin-gämil, dem

Bidschwur. Da erklärte Sep-Sin, Sohn des Sin-gämil, im Tempel der Ninmarki

also: »Dieses Feld, das Pirhum von mir vindiziert hat, ist nicht sein Feld, sondern

das meines Vaters Seit der Zeit des Königs Sin-idinnam hat es mein Vater Singämil

wahrlich im Besitz«.

Vor Nür-Amurrim, dem Richter; vor Lipit-Irra, dem Richter; vor Sin-ikisam('\

dem Richter; vor Uugu-bigu^')^), dem Richter; vor Warad-uisänimf'', dem pastsu^''^;

vor Etellumt'), dem Priester .; vor Nüratum(^) .|. .]; vor Magirum^-', dem

laputtü^'^; vor WaradP)-. .; vor Mänüm; vor Samag-tappi-wedi; vor Siu-iji'is;

vor Bltum-rabi; vor Ili-gimlanni, dem

Im Nlsän, 16. Jahr »Isin wurde erobert«.

') VgL Grant, 8. 1 f., San Nicolö, Schlussklauseln 229 f. (nach einer Umschrift

Landsbergers). — ') Nach No. 1756 wohl in Uusu-ibi zu ändern.

* EidesprotokoU. Vgl. Anm. zu No. 1764. Vindikation eines Feldgrundstücks. Beachtcns«

wert, worauf schon SanNicolö 1. c. aufmerksam machte, die Verteidigung des Beklagten durch

Berufung auf langjährigen Besitz (Ersitzung oder Verjährung). Auch in No. 1748 wird die Vin.

dikation erst 52 Jahre nach Verkauf des Grundstücks erhoben, ohne daß aber die Verklagte

langjährigen Besitz geltend macht. Doch braucht sie dort diese Verteidigung nicht, da sie ihr

Recht aus der Kaufurkunde nachweisen kanü.

(756. EG 56.') 5. XII. 55. Rlm-Sin.

Wegen eines Hauses, das Sep-Sin von Sin-erig gekauft hatte'), erhob Sin-eris

gegen ihn Vindikation indem er (erklärte): »Das Silber ist nicht vollständig bezahlt«.

Sie gingen den Übär-Samag an; da schickte er sie in den Tempel der Ninmarki.

Darauf gewährten ihnen die Richter vom Tempel der Ninmarki Prozeßverfahren

und übergaben den Sep-Sin dem TJidschwur. Da holte Sep-Sin die gesiegelte Uiv

künde über das Haus, das er gekauft hatte, und erklärte folgendermaßen: »Gemäß

dieser gesiegelten Urkunde habe ich das vollständige Silber fürwahr gegeben. Ein

Rest") zu meinen Lasten ist nicht vorhanden«.

Vor Ilugu-ibi, dem Richter; vor Sin-gatrum, dem Richter; Warad-simänum,

dem laputtü; Mänüm, dem Statthalter; Ana-päni-Ningar(->; Ahu-wakar, dem Amts=

boten des Übär-Samag; Sin-erig, dem Schreiber.

Den 5. Adar, 26. Jahr »Isin wurde erobert«.

(Siegel:) Sin-garrum, Sohn des Musä(^), Diener des Igum.

1) VgL Grant, S. 2, San Nicolö, Schlußklauseln 228 (nach einer Umschrift Lands«

bergers). — ') Am Rande von Z. 2—3 steht noch »für (a-na) seinen Vater gekauft hatte«. —

") xi-it-tum = siüum.

* Eidesprotokoll. VgL Anm. zu No. 1754. Vindikation eines Hauses aus dem Grunde, weil

der Preis nicht voU bezahlt worden sei. Vollständige Preiszahlung ist Voraussetzung des Eigen»


— 143 —

tumserwerbs. Allerdings schließt die Kanturkunde, die regelmäßig die Preiszahlnng beurkundet

und auf die sich der Beklagte beruft, die Kreditierung des Kaufpreises durch ein besonderes

Rechtsgeschäft (Rückstandsdarlehen, Verpflichtungsschein) nicht aus und begründet daher nur

zugunsten des Käufers die widerlegbare Vermutung, daß der Kaufpreis bezahlt sei. Vgl. San

Nicolö, Schlußklauseln 128. Aber auch diesen eventuellen Gegenbeweis entkräftet der Beklagte,

indem er unter Eid erklärt, daß ein derartiges Kreditgeschäft über den Kaufpreis nicht existiere.

1757. Scheil, RA XIV, S. 95.') Zeit des Rim-Sio.

Wegen Va Sar, 4 Gin Hausgrundstück ^) in Ur — Grenzen: gemäß seiner

Kaufurkunde —, welches Sin-muballit, Sohn des Imgur-EnliH?)'), von Enlil-izzu,

seinem Bruder, für '/a Mine Silber gekauft hatte. Sin-rimeni, der Eilbote*), hat von

Ili-amtahar, Sohn des Sin-muballit, das Haus vindiziert. Darauf ging Ui-amta^ar

den Sin-näsir, den Obmann der . . ,*) und die Richter von Larsa an. Er

wies ihnen die Kaufui-kunde seines Vaters vor. Darauf zogen sie") die Hand des

Sin-rimeni weg'), das Haus sprachen sie dem Ili-amtahar zu^) und gaben (es) ihm.

Daß für alle Zeit und immerdar Sin-rimeni nicht Anspruch erheben wird, schwor

er bei Nannar, Samag und König Rim-Sin.

') Nur in Umschrift und unvollständig — es fehlen die Zeugennamen und Datum — mit»

geteih. Vgl. auch San Nicolö, Schlußklauseln 169. — ') kib(f)-ri. — »; Oder Sin (En-xu), —

*) Du. Gab. — ^) maSkim""^-e-ne. — ') Die Richter. — ') ga-ii S. ix-xu-hu. — ^) ü-bi-ir-ru.

* Möglicherweise Streitverzichtsurkunde, doch die verhältnismäßig ausfiihrhche Schilderung

der einzelnen Prozeßakte, insbesondere des Ui teils weist eher auf ein Prozeßprotokoll (Gerichts»

akten), in welchem auch die Beschwörung des Streitverzichts beurkundet wurde. Im übrigen

ist die Urkunde rechtsgeschichtlich sehr wertvoll und nach dieser Richtung auch schon gewürdigt

worden. VgL San Nicolö, a. a O. 169 f., 186; Lautner 11. Streitgegenstand ist die Vindi«

kation eines Hausgrundstücks. Man erkeniit deutlich die außergerichtliche Vindikation, ursprünglich

ein Akt der Selbsthülfe des Vindikanten, bestehend in der Ergreifung des Besitzes an der vindi«

zierten Sache durch Handanlegung (manus iniectio). Charakteristischer Weise weisen die Richter

die Vindikation zurück, indem sie »die Hand des Vindikanten wegziehen«, wenngleich dieser Ausdruck,

der nur bei beweglichen Sachen und Personen realen Sinn hat, hier bei Grundstücken nur bildUch

zu nehmen ist. Die Vindikation als Selbsthülfehandlung prägt sich auch noch darin aus, daß

nicht der Vindikant es ist, der seine Sache gerichtlich weiter verfolgt, sondern der Gegner, der

durch Anrufen der GerichtshOlfe die Selbsthülfe des Vindikanten hemmt. Vgl. auch Koschaker,

Hammurapistudien 64 f.

1758. C 82 (= CBS 13561).') -. VIL 31. Hammurapi

Lugal-zimu schwor im Tempel seines Gottes Amurru also: »Die Person', die

im Hause wohnt, wohnt wahrlich schon 15 Jahre (dort); auch habe ich irgendetwas,

was meiner Schwester gehört, (wie) Mühle, Napf, Bett oder was es auch sei, nicht

an mich genommen; daraufhin hat sie ihren Eid") geschworen. Auch habe ich

2 Kopfbinden von mir selbst der Schwester gegeben, wofür ich 'U Minen Wolle

bekommen habe«.

Vor Nanna-zimu, Sohn des Damik-iligu; vor Lu-Nin-Nibru, Sohn des Lugalezen^'^;

vor Ili-ippalsam, Sohn des Awll-Nimurta; vor Nanna-mansi, Sohn des ürkingala(');

vor Sin-iklgam, dem redü; vor Tgi-Naunagu-algin.


— 144 —

Im Tagrit, Jahr »König Hammurapi (eroberte) im Vertrauen auf Anu und

Enlil das Land Emutbal«.

(Siegel:) Warad-iligu, Sohn des Imgur-Samag.

') Chiera, S. 61 f. — ') awelium. — ') Auffällig ma-mi-tam-Sd.

* EidesprotokoU. Derselbe Lugal-zimu wird in der einen Monat früher datierten Urkunde

No. 1767 bei einer im Tempel des Amurru erfolgenden Auseinandersetzung (wohl Erbteilung)

mit seinem Bruder genannt. Möghch, daß sich auch der in No. 1758 beurkundete Reinigungseid

auf eine nach der Teilung mit dem Bruder erfolgte Auseinandersetzung mit der Schwester bezieht,

und daß deshalb die Urkunde ebenso wie No. 1767 in den Abschnitt über» freiwillige Gerichtsbarkeit«

zn stellen ist. Doch kann es sich ebenso gut um einen Erbschaftsprozeß des Lugal-zimu mit

seiner Schwester handeln.

1759. Scheil, RA XI, S. 177. 3. Xn. 41. gammurapi

Was die Apsunu betrifft, die der Kuhhirt Dada, Sohn des Nür-iligu, von ihrei-

Amme Kullupat in der Öffnung des Stadttores von Larsa genommen hatte, so suchte

sie Silli-Igfar und fand sie im Hause des Dada, Sohnes des Nür-iligu. Da ging Silli-

Igtar den Sin-idinnam an; da führte er') Ahätum, seine') Ehefrau, vor. Da erklärte

Ahätum also: »Ahäsunu ist nicht deine') Tochter; sie ist die Tochter einer Sklavin

vom Hause meines Schwiegervaters')«. Silli-Igtar erklärte also; »Ahäsunu ist meine

Tochter; sie ist nicht Sklavin. Der Kullupat, einer Sklavin vom Hause deines*)

Schwiegervaters, habe ich sie zum Säugen gegeben«. Siu-idinnain übergab den Silli-

Igtar dem Eidschwur; da schwor Silli-Igtar im Tempel des Samag also: »Ahäsunu

ist wahrlich meine Tochter. Der Kullupat habe ich sie wahrlich zum Säugen gegeben«.

Daß Ahätum nicht wieder auf das Urteil^) zurückkommend vindizieren wird^),

schwor sie bei Samag, Marduk und König Hammurapi

[Vor .[.natum, dem Priester; [vor .]-Ilabrat, dem pastsu vom Tempel des

Samag; [vor Ajdalalgu^^), dem Eilboten; [vor] Samag-magir, dem Schreiber.

Den 3. Adar, Jahr »Tagmetum«.

1) Doch wohl auf Dada bezüglich. — 3) Des SiUi-Istar. — ") Des Nür-Uisu. — 4; Der

Ahätum. — ^) la i-tu-ur-ru A. di-i-ni la i-ba-ag-ga-ru-ma; trotz sprachlicher Schwierigkeit wird

dini auf iturru und nicht auf ibakar zu beziehen sein. Denn bakäru heißt vindizieren und kann

nur den Gegenstand der Vindikation zum Objekt haben.

* Streitverzichtsurkunde? WabrscheinHcher aber doch Prozeßprotokoll über Eidesleistung

auf Grund eines Beweisnrteils. DafOr spricht die verhältnismäßig genaue Wiedergabe der EinzeU

heiten des Verfahrens. Wie die Zeugen ergeben, wurde die Urkunde noch im Tempel, wo der

Eid geleistet wurde, geschrieben. Daß im Anschlüsse an den den Prozeß materiell entscheidenden

Eid auch die Unterwerfung der Parteien, d. b. der Slrcitverzicht, erwähnt wird, kommt auch sonst

vor. VgL No. 1757. Über das Gericht, insbesondere den Richter Sin-idinnam, der vielleicht mit

dem gleichnamigen Adressaten vieler Briefe IJammurapis identisch ist, vgl. Lautnor, Richterl.

Entsch. 74^22 pj^ TJrkunde steht besonders anschaulich den Gang des Vindikation8(Ancfangs)«

Verfahrens dar, • lings schon in einem fortgeschritteneren Eutwicklungsstadium. Der Kläger

»sucht« das vindizierte Mädchen — vieüeicht eine Erinnerung an eine ursprüngliche Spurfolge,

Lautner, a. a. O. 11 — und ergreift es beim Besitzer Dada, der nun auf seinen Gewähren zieht.

Vgl. Lautner 23'*, 30*. Es ist dies seine Ehefrau Ahätum, die den Prozeß übernimmt, wie denn

auch sie allein den Streitverzicht leistet. Man wird anzunehmen haben, daß die Sklaviu Kullupat


— 145 —

zur Mitgift der Aljatum eingebracht worden sei und In diesem Sinne zum Hause ihres Schwicgor»

Vaters gehöre. Als Mitgiftssklavin steht aber die' K, und daher auch ihre Tochter im Eigentum

der Ehefrau. Im übrigen ist aber das Anefangsverfabren schon stark denaturiert. Abgesehen

davon, daß nicht mehr wie nach § 9 f, K, H. Bestrafung der unterlegenen Partei eintritt, daß der

Kläger, der zum Eide zugelassen wird, näher zum Beweise ist als der Beklagte (vgl. Koschaker,

Hammurapiatud, 63), zeigt sich dies im folgenden Durch Vindikation (Anefang) können ursprünglich

nur abhanden gekommene Sachen, nicht aber solche verfolgt werden, die ein Treuhänder des Eigen»

tümeis aus der Hand gab (»Hand wahre Hand«), ein Satz, der wahrscheinlich auch in Babylonien

einmal gegolten hat. VgL Koschaker, gam. Stud. 48 f. Gerade der letztere Fall liegt aber

vor. Der Kläger hat seine Tochter der K. zum Säugen übergeben, diese aber das Kind, vielleicht

weil ihr eigenes gestorben war, ihrem Herrn als ihre leibliche Tochter präsentiert. Vgl. den

Beginn der Urkunde, der sich vieUeicht auf die Präsentation des Sklavenkindes an den Herrn

bezieht, damit er entscheide, ob er es annehme oder aussetze. Der Kläger hätte also die K.,

beziehungsweise, da sie Sklavin ist, ihren Herrn, aus dem Ammenvertrage verantwortlich machen

müssen. Die Klage, von der die Urkunde berichtet, ist aber zweifellos die Vindikation, die nach

dorn Satze »Hand wahre Hand« unzulässig gewesen wäre. Die Urkunde bestätigt insoferne die

Bedenken, die (gam, Stud. 51 f.) gegen die Geltung dieses Satzes noch in der Zeit Hammurapis

angeführt wurden,

1760. UM V 100.') 19. XL 26. Samsuiluna.

[Kol. L] Nimurta-rä'im-zerim, Sohn des Enlil-bäni, ging die Herren Befehlshaber'-''^

"j und die Richter von Nippur an. Er erklärte(')") folgendes: »Mein Vater

Enlil-bäni, Sohn des A^i-gagig, starb, als ich noch im Leibe meiner Mutter Sinnäda

lag. Im Hinblick auf meine Geburt verständigte Habannatum, die Mutter

meines Vaters, den Hirten Lugä und den Richter Sin-gämil. Sie holte eine Heb=

amme, und (diese) assistierte bei meiner Geburt, Nachdem ich groß geworden war,

[erklärte] im Jahre 'König Samsuiluna warf das ihm ungehorsame [Land] nieder

und schlug das Heer von Agnunna [mit der Waffe] nieder' *) [. . . (Lücke) •

So] sagte er.

[Nimurta-erig und Ili]-igmeanni*), [die Söhne des A^-gagig] und der Habannatum,

erklärtenC)^) [den Richtern]: »[Nimurta]-rä'im-zerim [ist nicht der Sohn] des Enlilbäni.

Als [die Urkunde] darüber, daß er der Sohn des EJnlil-bäni sei, vor dem

Gotte übanuil") ausgefertigt wurde, wurde diese, ohne daß die Zeugen (es) eidlich

bekräftigten, niedergeschrieben. Jetzt mögen ihn') die Zeugen eidlich bekräftigen.«

(So) sagten sie.

Die Herren Befehlshaber^^') und Richter prüften ihre Aussagen. Sie ließen

sich die frühere Eidesurkunde*) vorlesen, befragten ihre') Zeugen und [. .]

berieten (?)'"),

[Kol. IL] Weil ihre Zeugen also sagten: »Daß Nimurta-rä'im-zerim der Sohn

des Enlil-bäni ist, wissen wir«, befahlen sie, daß der Gott übanuil sich nieder;

setzen, die Zeugen, die das Kindesverhältnis des Nimurta-rä'im-zerim wüßten, eidlich

(es) bekräftigen, und daß dann der Gerichtsversammlung Bericht erstattet werden

solle.")

Der Gott übanuil setzte sich im Tore Du-ursagene nieder; darauf sagte Lipit-

Enlil, Sohn des Nabi-Enlil, also aus: »Als Enlil-bäni, Sohn des Alji-gagig, den

Koac,haker und Ungnad, Hammurabi VI. 10


—• 146 '—

Nimurta-rä'im-zerim, seinen Sohn, im Leibe seiner Ehefrau Sin-näda gelassen liatto'^),

verließ") er sie, als sie schwanger war. [In Hinblick auf] ihr Gebären [verständigte|

Habannatum den Hirten [Lu]gä und [den Richter Sin-gämii|. Den [Amtsboten(')

S]umum-lib[gi schickten sie]'*). Habannatum [holte] eine Hebamme und (diese)

assistierte ihr"*) bei der Geburt. [Nimurta]-rä'im-zerim ist wahrlich ein Sprößling

des Enlil-bäni. Bis er geboren wurde, hat Habannatum sie wahrlich bewacht.

Er ist wahrlich ein Sprößling des Enlil-bäni.« (So) sagte er.

ümmi-wakrat, die Ehefrau des Iddin-Ilabrat, und Sat-Sin, dieHohepriesterinW'"),

Tochter des Sin-igmeanni, sagten alsi aus: »Als Sin-näda den Nimurta-rä'im-zerim,

den Sohn des Enlil-bäni, gebar, verständigte Habannatum, ihre Schwiegermutter,

den Hirten Lugä und den Richter Sin-gämil. Sie schickten einen Aratsboten, und

alsdann assistierte ihr die Hebamme der Habannatum bei der Geburt. Bis sie ge=

bar, hat sie^'^ sie bewacht.") Daß Nimurta-rä'im-zerim ein SpriS&ling des

[Enlil-bäni] ist, wissen wir«.

[Kol. IIL] Etel-pl-Igtar, Sohn des Sep-Sin, der '**) des Enlil-bäni, sagte

also aus: »Als Sin-näda, die Ehefrau des Enlil-bäni, '"), (uud) wieder^

holt Beschwerden empfand,'"! da sagte ihr Ehemann Enlil-bäni also: 'Ich will sie,

bis sie gebärt, in ihr Vaterhaus schicken' Da erwiderte ich also: 'In eurem Hause

soll sie die Wehen bekommen'. Gemäß dem, was ich zu ihm gesagt h.atte, schickte

er sie nicht fort. Vs (Kur) ÄpfeH"')^') gab er mir für ihre Pflege. Sin-näda ging

nicht in ihr Haus'^). Bis sie gebar, '") Habannatum kam mit der

Hebamme, (und) diese assistierte ihr bei der Geburt. Daß Nimurta-rä'im-zerim

ein Sprößling des Enlil-bäni ist, weiß ich«. (So) sagte er.

[. . .] Nimurta-erig [. . .(Lücke). ] »Als [Sin-näda, die Ehefrau des P]nlil]bäni,

den Nimurta-rä'im-zerim [gebar], holte Habannatum eine Hebamme (und) den

Amtsboten desHirten Lugä und des Rieh ters Sin-gämil. Sie bewachte sie, und als Nimurtarä'im-zerim

geboren war, nahmen sie ihn in einen Rohrkorb und brachten ihn in

das Haus des Richters Sin-gämil«. So sagten sie'*).

Sin-erig, der laputtü, Sohn des Sin-magir, und Adad-tajär, der laputtü, Sohn

des Hummurum, sagten also aus: »Daß Nimurta-rä'im-zerim ein Sprößling des

Enlil-bäni ist, wissen wir«. So sagten sie.

Ennugi-lnäja, der Gerichtsdiener'"), sagte also aus: »Als Nimurta-(3rig und Iliigmeanni,

die Söhne des Ahi-gagig, wegen des Nimurta-rä'im-zerim "die Gerichts»

Versammlung verständigt (und) sie [sie] mit ihnen geschickt hatten''),

[Kol. IV.] (und als) der Gott übanuil sich im Tore Du-ursagene niedergelassen

hatte, sagte Habannatum (also) aus: 'Nimurta-rä'im-zerim ist der Sohn des Enlilbäni,

meines Sohnes. Die Brüder seines Vaters dürfen ihn nicht verstoßen' Damit

sie ihn nicht verstießen, und damit man eine Urkunde darüber sie ausfertigen lasse,

gab Habannatum mir 1 Sekel Silber«. So sagte er.

Urkunde über die eidlichen Aussagen'") der Zeugen und Zeuginnen, [daß] vor

dem Gotte übanuil Nimurta-rä'im-zerim als Sohn des Enlil-bäni erklärt wurde.

[Vor ü]tul-iligu, dem . . .; [vor .|, dem .; vor Awil- ;

[. (Lücke). .|; vor [, .' .]; vor Ennugi-inäja, [dem Gorichtsdiener'^)|; vor


— 147 —

Atta, dem Notar^*); vor Adad-tajär, dem .; vor Silli-Igtar, dem Nachtwächter;

vor Ili-iriba, Sohn des Sin-idinnam.

Den 19. Sabät, Jahr »König Samsuiluna ließ im Gebirge des Amurriterlandes

Quadersteine'') von l'/a Gar, 4 Ellen und 10 (Zoll) SeitenlängeC) hauenW, füllte die

Fluten (') des Samsuiluna-nakab-nuhgi-Kanals in einen Stauteich W, ließ sie über

das weite Land gehen, machte das Kulturland üppig nnd bewirkte [Reichtum und

Überfluß (•')].«

1) VgL Schorr, WZKM 29 (1915) S. 74 f., Walther, Altbab. Gerichtswesen 161 f. —

') awitü .fü-ut ie-ri-e-iim. Vgl. Walther 167 f. Schorr: »Orakelbesitzer, Gesetzeskenner«, aber

doch kaum mit Schorr 91 die Tempelrichter im Gegensatz zu den weltlichen »Richtern von

Nippur«. Jedenfalls ziemlich hochgestellte Funktionäre, wie das vorausgestellte atcilü beweist, —

*) pa-ni-Si'i iS-ku-un, wörtlich »er richtete sein Antlitz (auf sie)«. Die Phrase stammt aus der

sumerischen Gerichtssprache (igi gar) und leitet dort, insbesondere in den di-til-la-Urkanden die

Behauptungen des Klägers ein, der das Gericht angeht. Es ist kaum ein ZufaU, daß sie im

sumerischen Nippur ins Akkadische übersetzt in Prozeßurkuuden begegnet. VgL auch IV 1067

(sumerisch, Nippur). — *) 20. Jahr. — ^) Ergänzt nach Kol. III am Ende. — ') Eigentlich Symbol

des Nimui'ta. — ') Nämlich den Nimurta-rä'im-zfirim (sciL daß er ein Sohn des E. sei). — ^) tuppi

ni-iS üim, d. h. die Urkunde über die Legitimität des N., die nach dem Obigen vor dem Gotte

Übanuil ausgefertigt wurde, also »die vor dem Gotte (emchtete) Urkunde«. — ') D. h. der Parteien.

— "*) uS-ta-wu-ma mit Walther 165 gegen Schorr [Si-bu-ux-x^u-nu uS-ta-pi-luW »ihre [Zeugen«

aussagen] hielten sie einander entgegen«, was kaum in den Zusammenhang paßt. Das Verbum

wohl StUamTt »auf Grund einer Prüfung ein Urteil abgeben« (Landsberger). — ") te-ma-am

tu-ur-ra-am. Vgl Delitzsch, Hwb. 2971>. Schorr: »daß die Angelegenheit zurückgebracht

(verwiesen) werde«. — '^) i-xi-bu-ma wohl auf den Konzeptionsakt bezüglich. — '') Infolge seines

Todes, d. h. er ließ (ix-ib) sie schwanger zurück; ixib könnte allerdings auch heißen »er verstieß

(sie)« (so Schorr, Walt her). Der sonstige Sachverhalt (vgL namentlich KoL III Anfang) paßt aber

schlecht zu dieser Annahme. Vgl. auch Kol. 1 Anfang. — '*) Die Ergänzungen in diesem und im

vorhergehenden Satze im wesentlichen nach Walther 163 f. Vgl. auch Kol. II am Ende. Keines»

falls beginnt mit [Lu]gä eine neue Zeugenaussage — so Schorr —, was schon durch das ikbi

»so sagte er« (Sing.I) am Ende der Aussage widerlegt würde.— ">) Der Sin-näida. — 'O) Sal.

En.Na. — "J Schorr SiW-ma luW ix-xu-ru-Si, kaum in Einklang mit dem Erhaltenen. Ix-xu-ru

statt des zu erwartenden ix-xu-ur vielleicht Eidesmodus (Landsberger). — ^^) Schorr OiS.Lam

= Schwager, Verwalter (geraten), Walther 162'Ä


— 148 —

des N. von seinen Oheimen bei der Gerichtsversammlung (puhrum) von Nippur eingebracht wurden

war (Kol. III Ende). Vielleicht war dies im 20. Jahre Samsuilunas geschehen, welches Datum

Kol. 1 vor der Lücke überliefert ist Hierbei stand auf dor Gegenseite als Partei anscheinend

auch die seither wohl verstorbene Großmutter des N., Habannatum. Dieser Prozeß blieb aber

unerledigt. Vielleicht deshalb, weil die besiegten Kläger — ihre Position ist nach dem Inhalt

unserer Urkunde keine günstige — das Urteil nicht annahmen. Die am Beginne von Kol. IV

erwähnte Urkunde darüber, daß die Kläger N. nicht verstoßen sohen, ist möglicherweise ein tuppi

lä ragamim, dessen Ausfertigung sie verweigerten. Im 26. Jahre »geht« nun N. seinerseits die

Befehlshaber (?) und Richter vou Nippur »an« (imhur). Wie schon das technisch die Klageerhebung

bezeichnende mahäru (Lautner 22) andeutet, handelt es sich hier um eine neue selbständige

Klage. Sie wird nicht etwa beim puhrum erhoben, das die genannten Richter zur Beweiserhebung

delegiert (so Schorr 89) Der puhrum hätte die Parteien und Zeugen vielmehr direkt zur Eides«

leistung in den Tempel schicken können, wie er es bei der Klage der beiden Oheime des N getan

hat (Kol. III, Ende) und wie dies in einer Kriminalsache in dem Briefe CT IV 1, 2 (Ungnad,

Bab. Briefe No. 238) berichtet wird; vgl. auch IV 1069. Denkbar wäre allerdings, daß die Klage

an den puhrum bei den Richtern eingebracht werden mußte. Allein die Ausdrucksweise in Kol. III

am Ende, wo es sich um eine Klage an den puhrum bandelt, ist doch eine andere. Die Richter

verweisen nun die Sache nach erfolgter Beweisaufnahme an den puhrum, und zwar wohl zur

Urteilsfällung, vielleicht deshalb, weil ihnen bekannt war, daß der puhrum schon einmal mit

derselben Sache befaßt worden war. Das braucht aber keine Rückverweisung zu sein, was ja auch

nicht in dem Ausdruck temam turru (vgl. Anm. 11) liegt. Vgl. eine ähnliche Verweisung durch

die Richter an »die Stadt und die Altesten« in III 715. Noch weniger geht es an, den puhrum mit

den Richtern zu identifizieren (so Walther 167). Das ist ebenso unzulässig, wie Cuqs (RA VII

87 f.) Versuch, den puhrum mit den Notabein, Gemeindeältesten (Sibüi alim) gleichzflsetzen.

Vielmehr wird der alum von den Sibütum in einigen Urkunden (III 715, V 1194) unterschieden.

Andrerseits für die Gleichung alum = puhrum vgl. III 736 und dazu Walther 49 f. Damit ist

aber nicht gesagt, daß die Richter zum puhrum in keiner Beziehung standen. Was der puhrum

war (das Material bei Walther 45 L), läßt sich kaum sagen. Das Wort bedeutet Versammlung,

und man denkt an eine Gerichtsversammlung nach Art des germanischen Dings, allerdings mit

dem Unterschiede, daß wir es in Babylonien mit städtischen Verhältnissen zu tun haben. Selbst«

verständlich konnte der puhrum irgendwelcher magistratischen Leitung nicht entbehren. Vgl. den

sumerischen Oal. Ukkin. Na, in den Vokabularen mit rab puh,ri »der Große des p.« erklärt, in

unseren Urkunden allerdings in einer solchen Funktion nicht zu belegen. Hingegen fehlt es gerade

für Nippur nicht an Spuren einer Leitung des pul^rum durch die Richter von Nippur. In unseiem

Texte sagt der räbi? daiäni über einen beim p, oingeleheten Prozeß gewiß in amtlicher Eigenschaft

aus, und in dem tuppi burli IV 1049 begegnet er neben dem Dingboten (redi puhrum, vgl. auch

No. 1715) als Zeuge. Möglich, daß an anderen Orten die .^ibut alim den puhrum leiteten. Das

schließt aber nicht aus, daß diese Vorsitzenden Richter auch selbständige Gerichtsbarkeit besaßen.

Man wird diese Annahme um so weniger ablehnen dürfen, als man mit zwei Möglichkeiten rechnen

muß. Einmal, daß der puhrum gegenüber den Vorsitzenden Richtern im Laufe der Zeit an Bedeutung

verlor; er begegnet in den Urkunden verhältnismäßig selten. Ferner, daß sich gegenüber dem

puhrum als Träger der Volksgerichtabarkeit die Macht des Königs geltend machte und gerade

bei dem Vorsitz in der Gerichtsversammlung zunächst Einfluß zu erlangen suchte. In Verhältnis»

mäßiger Abhängigkeit gegenüber dem König zeigt uns den puhrum von Nippur IV 1067. Das

alles sind freilich nur Möglichkeiten." Aber die Probleme der altbabylonischen Gerichtsverfassung

liegen ofienbar viel verwickelter, als wir auf Grund des relativ noch immer geringen Materials

ahnen können.

Zum Streitgegenstand vgl, Schorr 82 f., der auf die Parallelen zum Edikt des römischen

Prätors »de inspiciendo venire custodiendoque partu« richtig hingewiesen hat.


149 —

III. Urteile.

1761. EG 23. 19. VIII. 25. Rtm-Sin.

30 Sar, mit Dattelbäumen bestanden, Garten des Elmegum, Sohnes des . . ').

Auf Grund der königlichen Gesetze') hat er vindiziert.") Mit 8 Sekel Silber ist

bezüglich des Gartens sein Herz befriedigt. Daß für alle Zeit [und immerdar]

Elmegum, Sohn des [. .], »mein Garten ist es« nicht sagen, es nicht ändern

und (auf die Angelegenheit) nicht zurückkommen wird, (schwor er)*) bei Nannar,

Samag und König Rlm-Sin.

Vor Munawwirum, dem Obmann der Kaufleute; vor Iddin-Amurrum, Sohn

des Sanü(^); vor Lipit-Igtar, dem Juwelier; vor Ili-gilii, dem Kaufmann('•'); vor Samaggämil,

Sohn des Supäpum; vor Abum-wakar, dem Kaufmann; vor ütu-mansi, dem

Kaufmann^'^; vor Nanna-mansi, dem Kaufmann; vor Sin-gamu^, dem Schreiber.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.

Den 19. Warahsamnu, Jahr »mit der hohen Kraft Anus, Enlils und Eas ej-»

oberte er die Stadt des Damki-iligu«.

') Vielleicht noch mehr als der Name des Vaters. — ') dS-Sum ^i-im-da-at Sar-ri-im, vgl.

Anm. 1 zu No. 1762. — ») ib-ku(n-ur(i). — *) Fehlt.

* Die Deutung der Urkunde ist ganz unsicher. Formell ist sie eine Quittung über den

Kaufpreise?) für einen Garten, den Elmösum, wohl deshalb, weil ihm der Kaufpreis nicht bezahlt

worden war, vom Käufer vindiziert hatte. Man könnte vermuten, daß der Käufer, sei es um

die Vindikation abzuwenden, sei es weil er im Prozesse schon unterlegen war, sich entschließt,

den Kaufpreis zu bezahlen, worüber E. in der vorliegenden Urkunde quittieren wttrde. Vgl. auch

No. 1762. Hierbei gibt er die den Eigentumsübergang perfizierenden Verzichtserklärungen ab

oder wiederholt sie aus dem Kaufvertrage. Denn sie decken sich mit den in den Kaufurkunden

aus Larsa üblichen Verzichtsklauseln. Die Vindikation erfolgt »nach den königlichen Gesetzen«.

Dieselbe Phrase in III 715 (Larsa, Rlm-Sin), 728 (KutaUa), 755 (Dilbat, Hammurapi). Was damit

gemeint ist, wissen wir nicht. Da aber in der Regel Vindikationen auf Grund eines Kaufvertrages

in Frage stehen, also wohl wegen Nichtzahlung des Kaufpreises, und dieser Rechtssatz wohl kaum

erst gesetzlicher Anerkennung bedurfte, so könnte man auch an Gesetze über das Verfahren,

also prozeß rechtlichen Inhalts denken. VgL auch Lautner, Richterl. Entsch. 76.

1762. EG 15. 24. VI. 28. Rlm-Sin.

2 Sar unbebautes Hausgrundstück, dessen (eine) Seite das Haus des Igmil-

Sin, dessen (andre) Seite das Haus des WarhunatumP) (bildet), — die Vorderseite

des Hauses ist der KanaU'*'' Ea-gar-tu^di(') — hat Abum-wakar dem Apil-Sin und

dem HazilumW auf Grund einer Verordnung des Königs') als Entschädigung(')')

für ihr Haus gegeben. [Daß er für alle Zeit] nicht darauf zurückkommen wird,

[schwor er bei] Nannar, Samag [und König Rim]-Sin. [. (Lücke) •]•

Vor Summa; vor Sin-ikigam; vor Naplis-Ea; vor Sin-gämil; vor Lug'änumf'';

vor NälüW; vor Ui-turam, SohnC' des Lipit-Igtar; vor Ibkuga, dem Schreiber.

Den 24. ülül.

Siegel der Zeugen.


— 150 —

Jahr »auf Geheiß Anus, Enlils und Eas baute er die Mauer von Zarbilum,

der mächtigen StadtC'')«.

') dS-Sum a-tea-at Sar-ri-im. — ') Wohl [pi-]ha-at. Landsberger, OLZ 1922, S, 408

[pu]-ha-at »zum Tausche«.

* Ist awüi Sarrim »Wort des Königs« = »Urteil des Königs«, wofür mir sonst kein Beleg

bekannt ist, so könnte man daran denken, daß Abum-wakar, durch Urteil des Königs zur Leistung

von Schadensersatz verurteilt, in der vorliegenden Urkunde dieses Urteil durch Übereignung

eines Grundstücks erfüllt,

1763. VS Xlll 89 (a) (= VAT 7716).') lo. IV, 49, Bim-Sin.

Wegen 10 Kur Gerste, die üttätumi" dem Nür-ahi zur Unterstützung gegeben

hatte, führten, nachdem Nür-ahi gestorben war. UttätumO und Narubtum, die Ehe=

frau des Nür-ahi, Prozeß. I)i-ü-Samag, der Eilbote'), und das Hafenamt') der Stadt

Rahabum gewährten ihnen Prozeßverfahren; infolgedessen gaben sie 1 Sar Haus

an der breiten Straße neben dem Hause des Sin-rimeni, Sohnes des Lälum,(') und

neben dem Hause des Dan-Irra als Äquivalent für die 10 Kur Gerste dem Uttä«

tum


— 1.51 —

rechtlichen VerfOgungsmacht in seinem Urteile achtet, so paßt dies weit besser zu einem Bchieds«

urteile. Denn staatliche Gerichtsbarkeit und Vollstreckung würde, wenn überhaupt der Erbe

für die Schulden des Erblassers haftete und die Möglichkeit eines Vorgehens gegen den unmündigen

Schuldner bestand — dafür spricht, daß es in unserem Falle überhaupt zur Klage kam, — nicht

zögern, auch die Substanz des schuldnerischen Vermögens zu ergreifen. Es ist daher sehr wohl

möglich imd sogar wahrscheinhch, daß auch dieses Urteil erst durch den nachfolgenden Streit»

verzieht der Parteien in Wirksamkeit trat.

1764. W13 (= Bu9l, 5-9, 2456).') Undatiert.

Auf Haus, Feld, Garten, Gesinde, Ochsen, Schafe, soviel vorhanden ist und

vorhanden gewesen ist vom Stroh bis zum Golde, hat Samulitum, Tochter des Samagnüri,

kein Anrecht^.')

Vor Mati-ili ^.; vor Ilima-abum, Sohn des Sin-bäni; vor Samag-karräd,

Sohn des Sin-tappi-wedi; vor Munawwirum, Sohn des Samaja^''; vor Sahan(')idinnam,

Sohn des Mannum-ki-Sin; vor Ui-damik, Sohn des Mannum-ki-Sin; vor Rig-

Samag, [Sohn des Sin]-nä9ir; vor Sin-[. .], Sohn des Ibi-Sin; vor Sin-m[uball]it,

Sohn des .; vor Samag~[. . .], Sohn des .; vor Ribam('')-iliW, Sohn des

Rini-irpitiniC); vor Ilima-abi, Sohn des Ibni-Adad; vor Aham-argi, Sohn des Igme-Sin.

>) = AJSL 29, 162, Waterman, 3. 3. — ") ü-ul Sü-l>u-xa-at.

* Urteil, im Sinne eines richterlichen StreitbeendigungsvorschlagsC), der erst durch den

anschließenden Streitverzicht der Parteien bindende Kraft erhält. Vgl. Lautner, Richterl.

Entsch. 41. Prozeßgegenstand nicht bestimmbar.

1765 W 64 (=: Bu 91, 5-9, 699).') Undatiert.

Hausgrundstück, soviel sich [findet], neben dem Hause des [. .]. ., von .[....]

für Ali-abu[ga .|; späterhin(''^') ist es ausschließlich das Haus des Sumurah.

Ali-abuga und Hugütum('') werden nicht (mehr auf die Angelegenheit) zurückkommend

gegen Sumurah Anspruch erheben.

Vor Ilugu-bäni, Sohn des Nanna-mansi; vor Enki(''-mansi, Sohn des Sinrig

.|. .|; vor Hatalum, Sohn, des Ibi^-Sin; vor Samag-gulüli, Sohn des .[. .];

vor Abnm-bäni, Sohn des *)-Sin; vor Nüratum, Tochter^) des Kig(')-Sin; vor

Innabatum, Tochter des Pür-Sin; vor Lamassi(''), Tochter des Jäpuhum; vor [... .]um,

Sohn des [. .]; vor Warad-Sin, Sohn des Biniia^^'l

1) = AJSL 30, 55. - ») Vgl. W 56 (= No. 1738); hes ut-H-[iS]. — ") W. aSSai (=-- Dam);

indeß unwahrscheinlich.

* Vgl. Anm. zu No. 1764 und Lautner, a a. O. 41'^.

IV. Freiwillige Gerichtsbarkeit.

Vorbemerkung. In einer Anzahl von Urkunden wird die Mitwirkung des Tempels bei

privaten Rechtsgeschäften erwähnt. Es handelt sich um Auseinandersetzungen unter Miterben

(vgl. III 56, 74, 75, No. 1766, 1767) oder Gesellachaftern (III 667, 670, 696(?), 47, 669, in den

beiden letzteren Urkunden möglicherweise doch Prozeß, vgl. ferner No. 1727), in denen es zu

eidlichen Erklärungen der Parteien über das vorhandene Vermögen oder zu Manifestations (Reini»


— 152 —

gung8)eiden kommt. Insoferne diese Eide im Tempel vor den Wahrzeichen der Götter geleistet

werden mußten und die Tempel auch Gerichtsstätten waren, bezw. die Richter stellten, kann

man von freiwiUiger Gerichtsbarkeit sprechen. Vgl. zur Frage La u t n e r , Richterl. Entsch. 59 f.,

ferner auch No 1741: behördliche Nachlaßregulierung bei erblosem Heimfall eines LchensTO.

1766. W 36 (= Bu 91, 5-9, 2497).') Zeit des Apil-Sin.

Das Emblem des Samag stieg hinab, woraufhin zwei Teile die Kinder des

Kikinum erhielten, und ein Drittel Maniini erhielt. Daß keiner gegen den andern

Anspruch erheben wird'), sphworen sie bei Samag, Marduk und Apil-Sin.

Vor Nabi-iligu, Sohn des Samag-in-mätim; vor Nür-Sin, Sohn des Apa-täbi;

vor Ahüni, Sohn des Zäzänum'^; vor Täb-sillagu, Sohn des Sälilum; vor Niir-Samag,

Sohn des Warad-Sin; vor Awll-Anim, Sohn des Samag-bäni; vor Nabi-iligu, Sohn

des Ibik-Nunu; vor Täb-tappü, Sohn des Samag-emüki; vor Rabiat-awä(t)-Sin, Sohn

des Sin-. *); vor Nür-Ighara, Sohn des Gimillum; vor Ana-Samag-guzir^)*), Sohn

des Erna; vor Itti-Ea, Sohn des Siu-rimeni.''j

i) = AJ8L29, 1921; Fragment der Äußentafel Bu 91, 5—9, 2497 A; Waterman, S. 4. —

') Fehlt ein mu. — ") Vielleicht Fehler für Azänum. — *) Kopie Sü-e-ir. — ^) Kopie Sü-xi-ir.

— *) Duplikat noch: »[vor NN.], Sohn des Rim-Istar; vor Samas-gämil, Sohn des Büzija; vor

lUma-abi, Sohn des Ibni-[Adad]«.

* Eine Damiktum, Tochter des Kikinum, wird in No. 1745 (Siu-mubahit) in einem Erb»

Schaftsprozesse als Verklagte genannt.

1767. C 81 (= CBS 13562).') -. VL 31 Hammurapi.

Nimurta-mugallim, devpaMu-Priestei \. .]; Ibkuga, der /«.f/JM-Priester der

Ninlil; Ilüni, der Sänger; Sin-müdi, der Sänger; Lugal-^egal, der Sänger; Apililigu,

der Sänger; Ui-eribam, Sohn des Sumum-libgi; Samag-magir, Sohn des ütagalzu;

Ibi-Samag, der redü des Patesi; Igi-Nannagu-algin; (alle diese) traten in den

Tempel des Amurru ein, worauf Lugal-zimu') und sein Bruder Ür-Pabilsaga Ab»

rechnung über den neuen und alten Hausbesitz, soviel auch vorhanden war, hielten.

Infolgedessen hat kein Bruder gegen den andern irgendwelche Ansprüche. Daß"

für alle Zeit keiner gegen den andern Anspruch erheben wird, schworen sie

beim König.

Mit dem Siegel der Zeugen gesiegelt.")

Im ülül," Jahr »König Hammurapi (eroberte) im Vortrauen auf Anu und Enlil

das Land Emutbal (und) errichtete seinen Oberbefehl in Sumer und Akkad«.

') Chiera, 8. 59 i. — ') Vgl. Anm. zu No. 1758. — '*) Besonders bezeichnet das Siegel

des Ibkusa.

V- Zweifelhaftes.

1768. C 2 (== CBS 4938). —. XII(?). Zeit des Pör-Sin.

Den Lu-Nin[. . .]W hatte Lu-Ninurta zu seinen Lebzeiten .[. . *) dem]

Dudu-kalla und [dem] Lugal-gabri-nutug [gegeben] W); eine Tafel hatte er ihnen

ausgefertigt. Hernach wandte') sich Lugal-ibila, der Sohn des Dudu-kalla, [an den


— 153 —

König") .|, *) |. .] nicht ausgefertigt.*) [Lugal]-gabri-nutug |,

(große Lücke) ,].

Im Adar('), Jahr »König Pür-Sin, der gehorsame (Diener) Enlils [stellte] ein

Emblem [aus Gold und Silber für] Enlil [her]«.

Lugal-ibila, der [, .] Lu-Ninurta Sohn [. ,.[.

') ud ti-la-na an ab [ ,.]. — ') in-ne-en-a[i]i.'>). — ') [lugal-eYi) gab i-ib-ri. — '')[.. .] adda

mal mal. — *) nu-un-täg.

* Wegen der Lücken im Texte läßt sich weder der formelle Charakter der Urkunde, noch

der Prozefigegenstand bestimmen. Es bandelt sich anscheinend um eine Schenkung eines SklavenC''),

und zwar wobl des Vaters an seine Söhne, die vom Sohne (und Erben) des einen dem mit«

beschenkten anderen Sohne aus irgendwelchen Gründen streitig gemacht wird,

1769. PSBA XXXIII, PI. XLV, No. XXIII. -, xn. i. Säbium,

Vor Kimula : ,; vor Arwi[um], Sohn des Dan-[, .|; vor Tappüm, Sohn

des Hanija; vor Warad-iligu, Sohn des Sin-gämil; vor Sin-idinnam, Sohn des Zäzä»

num; vor Ahüni '); vor Azija, dem Obmannn ., ., die das Getreide

des Igme-Sin (') ^) aus dem Hause der ,ja, Tochter des Slssu-nawirat,

geholt haben,')

Im Adar, Jahr »Säbium wurde König«.

1) SeS-ab-du (f)-ul. — ') L a n g d o n liest mär a-mu-ui..., doch eher ja-mti-ut-b[a...] »Jamutbal«;

der Zusammenhang ist indes unklar. — ') il-ku-ü.

* Die Urkunde ist nur deshalb unter die »Prozeßurkunden« gesteht, weil der Urkunden»

typus mit Voranatellung der Zeugen, »vor denen« (Sa ina mahriSunu) Rechtshandlungen vor»

genommen werden, besonders häufig in Prozeßurkunden begegnet. So z. B. in Protokollen über

private Prozeßladnng (III 83, 129, 705, 756), über andere gerichtliche oder behördliche Akte

(vgl. z.B. III 749, IV 1063, 1065, 1088, No. 1741). Er ist aber auch Urkunden über private

Rechtsgeschäfte nicht fremd. Vgl. IV 780, 809, 842, No, 1739 und Lautner, Richterl. Entsch. 14«.

Daß ein solches anch in No. 1769 vorliegt, läßt sich natürlich nicht ausschließen, obwohl trotz der

Lücken die Urkunde doch eher den Eindruck erweckt, daß sie eine Prozeß (VoUatreckungsC?))'

handlung oder einen behördUchen Akt beurkunde. Vgl. «ach No. 1772, 1773.

1770. RFH 11 (= AJSL 33, 227).') -.V. Zeit des Eri-Akum.

Wegen Rindviehs und Schafe der Kinder des Amurru') zu Händen(')°) des

SubbulumC) hat Sin-bäni, der Statthalter*), beim König geschworen*). Rindvieh

und Schafe sind nicht vorhanden; deshalb (gehören) dem Ha^urum und Muna=

girum die, die vorhanden sind. Sin-bäni wird dem König''')') Ersatz leisten.'') Beim

König schwor er.

Vor Mati-ili, Sohn des Hugänum; vor Sin-klma-ilia; vor Ili-ennam; vor Nür-

Nin:^ursaga


— 154 —

* Ganz unsicher, ob überhaupt auf einen Prozeß bezüghch. Mangels Parallelurkunden ist

selbst eine hypothetische Erklärung kaum möglich. Vgl. auch No. 1683, 1874,

1771. EG 40. 10. IV. 50. Rlm-Sin.

31 Kur nachgewiesene(''>') Gerste, darunter 1 Kur Gerste, wofür dem Ku-

Ningal im Tempel des Nannar eine gesiegelte Urkunde ausgefertigt ist, 20 Kur

Gerste, gekauft*" von Übär-Samag und Silli-Gula, wofür Liktum einen Reinigungseid

ablegen'), und die Iddin-Sin darmessen wird [. . (große Lücke) ].

')Ilugu-näsir; Gubba-nidü(g); Sarrum-gämiU'^; Abu-wakar, Reklamant*'"'').

Siegel der Zeugen.

Den 10. Damüzu, 21. Jahr »er eroberte Isin«.

') bu-ür-ru-um (zu ba'äru). — ') i-na ni-iS i-li-im ü-ub-ba-bu. — ^j Davor noch Reste von

3 Zeugennamen. — *) ka-gar.

* Die Auferlegung eines Reinigungseides an L. ließe ein Beweisurteil vermuten. Vgl. Lautner,

Richterl. Entsch. 38. Bezüglich des an erster Stehe genannten Postens Gerste ist es anscheinend

schon zu einem Eide (burru) gekommen und die ausgefertigte Siegelurkunde könnte eine Streit«

Verzichtsurkunde sein. Im übrigen kann es sich bei beiden Posten Gerste um verischiedene Sachen

handeln. Die Urkunde macht den Eindruck, als ob in ihr verschiedene Urteile aufgezeichnet

wären. Doch über vage Vermutungen kommt man nicht hinaus.

1772. W 50 (=r Bu 91, 5-9, 616).') 23. XL 6. Ammiditana.

Ibni-Marduk, der Priester, Sohn des Sin-regugu; Awil-Nabium, der mu'irru;

Sin-tajär, der mu'irru; Ibni-Marduk, der galläbu^ Sohn des Jstar-ismegu; Ibni-

Marduk, der galläbu, Sohn des .[ .]ka; Sin-aham-idinnam und [. .]unP', die

Söhne des Siu-eri[bam]; Bunene-nä^ir [. .]; Sin-eribam [. ..]; Marduk-musallim,

Sohn des [....]; Sin-nägir, Sohn des Mär*''^. . J; Marduk-nä^ir, Sohn des SP[...];

Sin-iklgam, der .[; .] des Priesters Ibni-Marduk; Nidnat-Sin, der/ß«iMW [...]..;

Ina-palegu, Sohn des Ana-[. .]; Bellitum, Sohn des Naka[rum]; Nür-Anuni[tum...],

Sohn des Nür-[. .]; 17^) Leute; dies sind die Zeugen [. (8 Zeilen fast völlig

zerstört) .], Sohnes des Samag-bäni, seines Bruders.

Den 23. Sabät, Jahr »König Ammiditana brachte einen Thron aus Gold

nach Ebabbara hinein«.

') =AJSL 29, 297 f. — ») Kopie 18, was wohl nicht richtig ist.

* Zufolge der Zerstörung im entscheidenden Teile ganz unsicher, ob überhaupt Prozeßurkunde.

Vgl. Anm. zu No. 1769.

1773. PSBA XXXIII, PI. XLIII, No. XVIII. Datum zerstört.

Hatamum, der Obmann .; Jaksu . .; Apil-Sin; Sin-ennam; Ertb-Sin; Nabiiligu;

Irra-gämil; Akkadü*''); — dies sind die Zeugen, die das Feld [. . . .| seine

Ehefrau nicht bewirtschafteten*')') ^) die Ehefrau des Lu-Innanna

(Rest unleserlich).

') la i-ri-Sü-ma. — ') Eine Zeile unleserhch.

* Fraglich, ob überhaupt Prozeßurkunde. Vgl. Anm. zu No. 1769.


III. TEIL.

Verwaltungsurkunden.

Vorbemerkung. I. Abweichend von den früheren Bänden, die wie z. B. Band V außer

den Geschäfts- und Prozeßurkunden noch die Rubriken: Staatsrecht, Verwaltungsregister, Inventare

und Urbarien, Geachäftsnotizen unterscheiden, sind die letzteren Abteilungen unter der einheithchen

Rubrik: Verwaltungsurkunden zusammengefaßt. Das Unterscheidungsmerkmal ist zunächst ein

formales. Im Gegensatz zur Rechts(Ge8chäfts- und Prozeß)urkunde fehlen der Verwaltungs»

Urkunde die Zeugen. Das ist bei Texten, die Listen, Geschäftsbücher und Aufzeichnungen sowohl

öffentlicher Ressorts wie Privater enthalten, selbstverständlich, es gilt aber nicht weniger von

denjenigen Tafeln, welche einen einzelnen Verwaltungsakt beurkunden. Solche Verwaltungsakte

können sicherlich auch in privaten Betrieben vorkommen; die weitaus größte Zahl der Verwaltungs»

Urkunden bezieht sich aber auf die öffentliche (Palast- oder Tempel-) Verwaltung, nnd insoferne

enthält dieses formale Kriterium in gewissem Sinne doch auch eine Gliederung des Rechts in

öfTentliches und Privatrecht. Man wird in der Hauptsache nicht fehlgehen, wenn man die Zeugen»

Urkunde als dieUrkunde des Privatrechts charakterisiert. Einige Schwierigkeiten machen

die Prozeßurkunden. Allein wenn man erwägt, daß der altbabylonische Zivilprozeß doch noch

manche Züge des privaten Schiedsverfahrens aufweist, so dürften diese Schwierigkeiten nicht

unüberwindlich sein, wie überhaupt einige Typen von Prozeßurkunden, so vor allem die Streit»

Verzichtsurkunden (tuppi lä ragamim) im Grunde private Geschäftsurkunden sind.

Freilich ist das Unterscheidungsmerkmal nicht vöUig durchgreifend. Wir besitzen einerseits

Urkunden über öffentlich-rechtliche Verhältnisse, insbesondere Quittungen über Abgaben, die vor

Zeugen errichtet sind. So über die igisü-Ahg&he: III 114, 116, vgl. V 1104, hingegen ohne

Zeugen (in beiden Fähen Form der öffentlichen Quittung; über diese vgl.Vorbem. S. 156 f.): III 116,

469, 481, No. 1873; ribbaiu-Stexiei: No. 1824, vgl. auch No. 1461; Lehensabgaben: III 764, 765,

768, (ohne Zeugen aber: III 766, 767, 769, 770); vgl. ferner III 112, 757, V 1102, No. 1453.

Vielleicht, daß die noch völUg unerforschte Natur dieser Abgaben Aufschluß über ihre Behandlung

in formaler Beziehung gäbe, jedenfalls zeigen die angeführten Beispiele, daß die Zeugenurkunde

nicht dominiert. Andrerseits gibt es auch Geschäftsurkunden ohne Zeugen. In der Regel sind

es Urkunden kleinen Formats, bei denen auch die Zeugenurkunde nur eine geringe Zahl von

Zeugen aufweist, wie namentlich Quittungen (III 94, 100, 101, 107, 123, 132, V 1224, No. 1454),

Darlehen (III 179, 183, 205, IV 865, 906), Verpflichtungsscheine (III 180, IV 865, V 1109), selten

Miete (III 500, 541, 556, 561, IV 1014), Pacht (V 1112), ganz vereinzeh Erbteilung (111 36),

Kauf (III 436), Tausch (No. 1663). Immerhin ist die zeugenlose Geschäftsurkunde, vielleicht

abgesehen von Quittungen, denen zum Teil überhaupt nicht rechtsgeschäftliche Vorgänge zugrunde

zu hegen brauchen, gegenüber der Zeugenurkunde die seltene Ausnahme und bestätigt so die

Regel. Zudem läßt in manchen Fällen die Formulierung eher an eine private Notiz, die sich eine

Partei über das Geschäft machte, denken, so III 132 (subjektive Stilisierung), IV 1014, V 1109,

oder an einen Vertragsentwurf (UI 36, 436)

IL Eine Mittelstellung nehmen die Urkunden über Rechtsgeschäfte mit Palast (König)

oder Tempel ein. Den Juristen wird hier die Frage interessieren, ob solche Geschäfte nach


—• ise —

öffentlichem oder Privatrecht behandelt wurden. Wenden wir das oben gewonnene Kriterium

an, — die Vorlegung des ganzen, rund 80 Texte umfassenden Materials würde zuviel Raum

beanspruchen, — so ergibt sich die interessante Tatsache, daß fast bei allen Vertragstypen, die

zu belegen sind, sich sowohl die Zeugen- wie die zeugenlose Urkunde findet, und zwar an»

nähernd im gleichen Zahlenverhältnisse, das sich allerdings gerade bei den häufigsten Beispielen

verschiebt, nämlich bei Quittungen zugunsten der zeugenlosen, bei Darlehen und Kreditkauf

zugunsten der Zeugenurkunde. Hingegen ist die Form der Urkunden, abgesehen wiederum vonden

Quittungen, fast ausschhcßlich die des gleichen Rechtsgeschäfts unter Privaten. Vgl. aber

IV 940 (Kauf). Die Eintreibung von Forderungen aus solchen Geschäften geschieht aber, zumindest

beim Palaste, anscheiu^d nicht im Wege des Zivilprozesses, sondern nach Art dor Steuer«

forderungen durch den Steuererheber (muSaddinum: III 102, 104, 219, No. 1547, vgl, auch

III 110; dasselbe bedeutet es wohl, wenn die Forderung »auf Ruf des Palastes« [.sisi ekallim]

zu bezahlen ist). So bilden die Rechtsgeschäfte mit Palast oder Tempel einen Mischtypus aus

privat- und öffentlich-rechtlichen Elementen.

III. Die Verwaltungsurkunden in dem oben festgestellten Sinne — sie sind in den früheren

Bänden zum Teil auch in privatrechtliche Rubriken, insbesondere »Zahlungsgeschäft« eingeteilt

— sind so gut wie nicht erforscht. Unter solchen Umständen erscheint es bedenklich, sie derzeit

weiter zu klassifizieren, weil solche Einteilungen, solange sie nicht durch entsprechende Kenntnis

der tatsächlichen Verhältnisse gestützt sind, wertlos und auch gefährlich sind, insoferne sie

zukünftige Untersuchungen in falsche Bahnen lenken könnten. Es ist aber vielleicht nützlich,

wenn bei der einzelnen Urkunde.auf parallele Texte verwiesen wird. Das ist selbstverständlich

nur ein vorläufiger Versuch, einige Ordnung in das weitschichtige Material zu bringen. Hingegen

Ist eine Einteilung, die sich schon bei oberflächlicher Betrachtung aufdrängt, durchgeführt, nämlich

in Urkunden über einzelne Verwaltungsakte und Listen, die letzteren auch Geschäftsaufzeichnungen

aller Art umfassend. Die ersteren beurkunden einen konkreten Verwaltungsvorgang, z. B. den

Eingang oder die Ausgabe einer Lieferung. Freilich gibt es hier genug zweifelhafte Fälle, ins»

besondere dann, wenn der Verwaltungsvorgang mehrere Lieferungen umfaßt, Urkunden, die man

vielleicht auch unter die Listen stellen könnte. Diese und viele andere Zweifel zu lösen, muß

zukünftigen Untersuchungen vorbehalten bleiben, die übrigens nicht nur"das Material der ersten

babylonischen und der ihr zeitgenössischen Dynastien, sondern auch die weit zahlreicheren älteren

sumerischen Verwaltungsurkunden zu berücksichtigen haben werden. Für die Kassitenzeit vgl.

Torczyner, Altbabylonische Tempelrechnungen (Denkschr. d. Wiener Akad. ph. h. Kl. LV),

A.

Utkanden über einzelne Ver'waltfingsakte.

Vorbemerkung. Diese Texte betreffen fast ausschließhch Akte der Vermögensverwaltung

von Palast und Tempel und beurkunden daher überwiegend Lieferungen an öffentliche Ressorts

oder aus solchen, sind also Quittungen. Ihre Form ist sehr verschieden. Immerhin lassen sich

einige Typen herausheben,

I, Eine Gruppe von Quittungen beurkundet das Einbringen einer Leistung (Mu-Oub A

»eingebracht,durch A«, in den früheren Bänden »in Gegenwart des A«) und anschließend daran

mit namharti(Sii-Ti-A)B »empfangen durch B« den Empfang derselben (Eingangsquittungen).

Beispiele: III 109, 115, 470, IV 819, V 1316, No. 1819, 1871. Die Quittung — als solche (kanikum)

wird sie in III 114—116 bezeichnet — erhält natürlich der Einbringer, wie sie denn manchmal

vom Empfänger auch gesiegelt wird (No. 1784, 1820, 1871), in anderen Fällen nennt sie den

Kontrollbeamten (Gir, in den früheren Bänden: »es verbürgt sich, garantiert, beurkundet X«,

vgl. aber schon Koschaker. Bab. Bürgschaftsrecht 30"); z. B. III 115, 119, 479, 480, No. 1819.


— 1.57 —

II. Das Gegenstück zur Eingangsquittung ist die Ausgangsquittung in folgender Gestalt:

»empfangen durch B (namharti, Sü-Ti-A B), abgeholt bei A (Zi-Oa, Ba-Zi A). Beispiele: III 771,

No. 1788, 1794, 1818, 1852; 1796', 1797, 1807, die letzteren drei mit umgekehrter Reihenfolge

der Klauseln. Die Quittung erhält das die Leistung ausgebende Ressort. Vereinzelt begegnet

Siegelung des Empfängers (No. 1851), desgleichen der 0»r-Beamte, z. B. No. 1774, 1818.

III. Bei beiden Arten der Quittung gibt es auch abgekürzte Formen, die nur das Einbringen

(Mu-Oub), bzw. nur das Abholen (Zi-Qa) der Leistung beurkunden (abgekürzte Eingangs- und

Ausgangsquittung). Beispiele: III 118, IV 817, V1248, 1307, No. 1775, 1888 f.; bzw. IV813—816,

V 1225, No. 1779, 1827, 1836 f. Daß es sich um Abkürzungen handelt, ergibt z. B. für die Eingangsquittung

die Gegenüberstellung von III 470, 479 (Lieferung von Vieh an den Tempel zu

Opfern) und No 1811 (derselbe Gegenstand, aber abgekürzte Quittung), für die Ausgangsquittung

einige Texte, die die Abholung von Vieh als satukku-Kbgehe sowohl in voller (No. 1796, 1797,

1807) wie in abgekürzter Form (No. 1799, 1812, 1814) beurkunden. Bei den Kurzformen fehlt

also der Name des Empfängers. Er kann sich indirekt allerdings daraus ergeben, daß er die

Urkunde siegeU (No. 1775, 1776 einerseits, No, 1779, 1786, 1836, 1845,1881 andrerseits). Manchmal

wird der «r-Beamte erwähnt: No. 1776, 1905, 1906; IV 810, 813, 816, No. 1826, 1827.

IV. Endlich gibt es Quittungen, welche nur den Empfang einer Leistung durch eine Person

(namharti, Sü-Ti-A B) beurkunden und Texte, die eine Leistung mit dem Namen einer Person

verknüpfen, ohne daß prima facie ersichthch wäre, ob diese Person Empfänger oder Geber ist.

Die Anlässe, aus denen jene Quittungen ausgestellt werden, sind sehr verschieden. So haben wir

Quittungen der ersten Art über die igisü-Ä.hg&h& (No. 1873), über die sonst Eingangsquittungen

erhallen sind, über die aatukku-khga.hä (No. 1867), für die sonst Ausgangsquittungen bezeugt

sind. Empfänger kann sowohl ein öffentliches Ressort, z. B. bei Abgaben, wie ein einzelner sein,

der aus dem Ressort eine Leistung erhält (III 123, No. 1778, 1858). Der Geber ist in einer Reihe

von Fällen, aber keineswegs immer genannt; vgl. z. B. III 128, IV 834, 838, No. 1828, 1829 einer.

seits, No. 1858, 1869 andrerseits. Wie bei den anderen Quittungen begegnen auch hier zuweilen

Siegelung des Empfängers (No. 1867) und der Öir-Beamte (III 105, V 1234, No. 1857). Viel

zweifelhafter sind die Urkunden der zweiten Kategorie, bei denen man vielfach nur aus der

Vergleichung mit anderen ausführlicher gefaßten Urkunden erkennen kann, ob die genannte

Person Geber oder Empfänger ist. Wenn z. B. in No. 1901 neben einer Quantität Ziegel der

Name einer Person steht, so können wir erst aus Paralleltexten, welche die Form der abgekürzten

Eingangsquittung bieten, sicher schließen, daß die betreffende Person Geber ist (vgl.z.B.No. 1902 f.).

1774. RFH 34 {= AJSL 33, 241). 6. VII. lO. Gungunum.

1 .. ', in Empfang genommen durch Hunnubum, gehörig^) (dem) Pür-Sin;

1 '): Awija; KontrollbeamterW): Büsija; bei Mügum^^^ abgeholt.

Am Morgen*) des 6. Tagrit, Jahr »2^ Embleme brachte er in das Haus des

Nannar hinein«.

^) pa (oder gad)-Sdg-ga-ni. Derselbe Gegenstand in der Eingangsquittung No. 1775, Anm. 1.

- ä) „iff. _ s) gir. — *j ba-xal; vgL JA, Okt. 1909, S. 341*.

1775. RFH 32 (= AJSL 33, 240). 25. XII. lO. Gungunum.

7 [. .| '), eingebracht von Musilumf'', (von der) Reise^) (nach) Blt-[, .];

Kontrollbeamter *'h [ . .]

(Siegel:) Sin-balitf'*, Sohn des Ubär-Samag.

Am .Morgen"j des 25. Adar, Jahr »2 Embleme für das Haus des Nannar«,

1) p[a(V\-Säg-ga-ni. Vgl. Anm. 1 zu No. 1774. — ") Vgl. No. 1794. — 3) Vgl Anm. 4 zu

No. 1774.


— 158 —

1776. RFH 39 (= AJSL 33, 243). -. xilb, 5, SumuöK?).

150 Kä Sesam BestandW); 70 Kä: LugäC); 70 Kä: Belum-Sin; Verpflegung

für die Amiirriter"); (zus.) 290 Kä Sesam, eingebracht von Belum-Sin; Ort: fi-Nin»

mar (und) ^)

Siegel des Irra-ilumma ('')*) und des Girniniza.

Im Schalt-Adar, Jahr j>Sarrum-Sin(') wurde erobert«^).

(Siegel:) Irra-. "), Sohn des Sin-ahigu, Diener des Gottes Nergal.

') nig-gdl-la. — '') erim mar-tu. — ') Kopie etwa ma-liar-e-ne-na. — *) Nach dem Siegelabdruck

erwartet man nicht An^-ma (= ilum-ma). — ") Das 5. Jahr des Sumuel heißt sonst

id lugal-'^sin-na ba-ba-al; die Kopie bietet lugal-'^sin^' ba-an-dib. — '') Kopie etwa muC'i-da-ia.

* VgL No. 1887.

1777. PSBA XXXIII, PI. XLIV, No. XXI. -. V. Zeit des Manan.^.

1 Kur, 33VB Kä Gerste: Idig-Zababa; eingebracht^"') von Irra-gager.

Im Abu, Jahr »Kazallu wurde erobert«.

') Kopie mu (Langdon 'in the name'); doch liegt wohl ein Irrtum für Mu.Gub vor.

1778. RFH 8 (= AJSL 33, 225). -.in. Zehdea Sin-idinnam(v).

412 Leute, 10 VorarbeiterC)'), pro Mann 10 Minen; ilir Lohn (beträgt) 70 Talente,

20 Minen; JahtW) »der Tigris wurde gegraben«; in Empfang genommen durch

Jakünum im Palast ') Warad-Nippur.

Siegel des Jakünum.

Im Simän, Jahr »der [Tigi'is] wurde gegraben, (und) ein Emblem aus (lold

brachte er in das Haus des Samag hinein«.

(Siegel:) Ninsianna und Kabta.^)

1) li'DibC)'»''^. — ') Kopie d »Lohn«. — ") Hinter t-gal noch ,W,(?) gibil, vor Warad-Nippur

noch Sü (oder ki)-ki (oder ü). — *) Ein zweites^) Siegel hat in der letzten Zeile noch ''.?amaS

''[.•••]

* Jakünum ist wohl der Aufseher, der die Löhnung für die iiim unterstellten Arbeiter zur

Auszahlung an sie erhält. Vgl. auch III 771, IV 828.

1779. BRM Hl 17 (= MLC 2517). ') 9 IV. Wohl Zeit des Sin-idinnam.

3 Schafböcke: Tempel des Samag; 1 Schafbock: Tempel des Adad; l Mutter^

schaf: Tempel der Innanna; 1 Mutterschaf: Tempel der Nanä; 1 Schafbock: Tempel

des Nergal; 1 Schafbock: Tempel der Bau; (7AIS.) 8 Schafe, von Nikmänuni abgeholt.

Siegel der Tempelvorsteher.')

Den 9. Dumuzi, Jahr »Das Land Egnun(na) wurde zerstört«.

(Siegel:) Sin-imitti, Sohn des Ui-idin, Diener des Sin-idinnam. — Eri-Nanna,

Sobn des Sin-iklgam, Diener des Sin-idinnam. — Apil-Kübi, Sohn des Sin-näda,

Diener des Nür-Adad. — [Ajli-wakrum, Sohn des Pärisma(''')-re'i, Schreiber, Diener

des Sin-idinnam.

1) Tonplombe; vgl. Keiser, S. 21. — ") Sd-lam.


— 159 —

1780. RFH 13 (= AJSL 33, 229). -. XI. Zeit des Sin-idinnam.

4 Ka Öl, % (Kur) KäseC)') für '') bei Belum-Sin abgeholt»)

Siegel der •*)

Im Sabät, Jahr »die große Mauer von Magkan-gabri''')^) wurde gebaut«.

(Siegel:) Sin-magir, Sohn des IkünC'-piga; Ali-wakrum, Sohn des Itärma. '),

Diener des Sin-idinnam; Damu-muba[llit]CT, Sohn des I|. . .]; Sin-muballit, Sohn

des Lugä(''''), Diener des Sin-iklgam.

') Oa.Kam; vgl. Anm. 2 zu No. 1785. — ") ai^hna Si-bu 2 (oder a). — ') ba-xi. — *) ku-ud

(oder xab)-e-ne. — ') Lies bäd gal maS-gän-[Pa'\+ AI)!'. — ") Meek: i-iar-ma-re'üm, schwerlich

richtig. — ') Wohl lü (nicht tug)-ga-a.

* Vgl. No. 1792.

1781. RFH 22 (= AJSL 33, 233). 24, XL Zeit des Sin-iki8ara(?).

5 Kä Butter: Kontrollbeamter("') Ui-azi, für ^) der Ighara; 20 Kä Butter:

Kontrollbeamter(') Igtar-ummi; 27 Kä Butter: KontrollbeamterC) Etel-pl^-Sin; (zus.)

52 Kä Butter, bei Warad-Amurrim abgeholt.

Den 24. Sabät, Jahr »das Heer von Malgüm


— 160 —

1785. RFH 18 (- AJSL 33, 231). —. IX. Zeit des Eri-Aku.

1 Kur, 272(?) Kä Butter»); 1 Kur, 150 Ka KäseC')'): Hirt Sin-igmeanni. —

120 Kä Butter; 60 Kä Käse«: Sikkum. — 120 Kä Butter; 60 Kä KäseP): der Sohn

des Jakünum«. — 139 Kä Butter; 110 Kä KäseC): Nür-Ilabrat«. — 172 Kä

Butter: Sin-gemi. — 83 Kä Butter; 30« Kä Käse«; der Sohn des Ili-tiiram. —

25 Kä Butter: Sin-aäarid. — 60 Kä Butter; 70 Kä Käse«: Sikkum. — Für den

Tempel des Nergal.

(Zus.) 4 Kur, 91 Kä Butter; 2 Kur, 180 Kä Käse«; Hirt: Sin-ismeni; ein»

gebracht von (der) Palast(verwaltung).

Im Kislim, Jahr »das hohe Schlafgemach") für das Haus des Nannar wurde

gebaut«.

') A'^. Nun. — ') Ga. Kam. — ^j gd-nun.

* Vgl, No, 1781 und Ungnad, Bab. Briefe No, 80,

1786. RFH 19 (= AJSL 33, 232). -. xn. Zeit des Eri-Aku.

6 (Faß) Bier, Geschenk des Notars') Sin-gämil; 1 (Faß) Bier: der Ölkelterer«

Simut-abi«, im Monat Warahsamnu; 2 (Faß) Bier: der Ölkelterer« Simut-abi^'^

1 (Faß) Bier: '); 1 (Faß) Bier: Sin-damik; 1 (Faß) Bier: der Pflüger; 2 (Faß)

Bier vom Hause des Namhani«: Simut-abi; (zus.) 14 (Faß) Bier, bei Irrä abgeholt,

Siegel des Sin-igmeni'.

Im Adar, Jahr »3 Stühle für das hohe Heiligtum aus Gold brachte er in das

Haus des Nannar, der Ningal und das Haus des Samag hinein«.

(Siegel:) Sin-igmeni, Sohn des Sin-bäni,

1) bur-gul. — ') ki-ma{ba)-al{'>)-ki.

1787. BRM III 181) (= MLC 2475).') ll. L i. Rim-Sin.

5 Erntearbeiter, ') Flur« Zib.

Den 11. Nisän, Jahr »Rim-Sin (wurde) König«.^)

') Tonplombe. — ^) nam 5 si^-ri-iaif), vgl. No. 1789, Anm. 2. — ^) SiegeLunleserlicb.

* Es handelt sich bei diesen Urkunden (fast ausnahmslos Tonplomben) um Aibeitsmarken,

d. h. Bestätigungen über geleistete Arbeit, die der Arbeiter erhielt und auf Grund welcher sich

dann sein Lohn bestimmte. VgL No. 1822, wo die angegebene Gerstenmenge anscheinend die

Lohnsumme ist. Diese Arbeitsmarken, welche regelmäßig zur Beglaubigung das Siegel des

Arbeitgebers tragen, werden entweder dem einzelnen Arbeiter eingehändigt (V 1325, 1326, 1330,

1332—1336, 1373, No. 1789) oder an zusammenarbeitende Arbeitertrupps (No. 1787, 1864, 1868,

1876, 1877, 1822, vgl. auch No. 1875), in welchem Falle in der Regel nur der Name des Vor«

mannes des Trupps genannt wird (No. 1864, 1868, 1877). Über diese Vormänner vgl. obeji

S. 100 und V 1320, 1321, 1378. Immer wird die Arbeitszeit angegeben, und zwar genügt, wenn

die Marke für den einzelnen Arbeitstag eingehändigt wird, das Datum, ganz vereinzelt (No, 1868)

wird die Marke für eine längere Arbeitsperiode ausgegeben, Gelegenthch finden sich auch

Angaben über die Art (No. 1868, 1875) oder den Ort (No. 1787, 1877) der Arbeit, Als Gegen,

stück zu diesen Arbeitsmarken erscheinen Präsenzlisten, die der Arbeitgeber Tag für Tag führt.

Vgl. V 1327, 1328, 1829, 1331, die Zeit vom 6. VIL—15. VII. des 35. Jahres Hammurapis um»


— 161 —

fassend. Es kehren immer dieselben Namen der Arbeiter wieder, und für einige unter ihnen

sind die Arbeitsmarken erhalten, so Ilabrat su 16h: V 1325, Nergal-muäaUim: V 1332, Mär-Samas:

V 1333, Ellum: V 1336. Sie sind alle von derselben Illuratum gesiegelt, die demnach die Arbeit»

geberin ist. Ahnliche Präsenzlisten für einen anderen Betrieb für die Zeit vom 20 V.—29. VI.

37. gammurapi in V 1339—1842, 1344 — 1351, 1353. Die Betriebe, um die es sich handeU,

können private Unternehmungen sein, jedenfalls aber sind sie größeren Umfanges, denen allein

dieses System der Arbeitskontrolle angepaßt sein konnte. Vgl. auch Anm. zu No. 1888.

1788. Schell, RA XII, S. 115. u.L i. Rtm-Sin.

5« Hemden') für die Gefolgsleute'') der Hahiri') in Empfang genommen durch

Ibni-Adad, den Vorsteher.*) |Abgeh]olt von der Abrechnung ina Tempel des SamaS*)

zu Händen des Ili-ippalsam.

Den 11. Nisän, [Jahr] »Rim-Sin wurde König«.

') Doch wohl sicher Tiig . Qu. Ud.Du := nahlaptu (nicht kar statt Oü). — ^) rede. —

") awtl ha-bi-ri, vielleicht aber Apposition zu Gefolgsleuten: (nämlich) die Habiri, Daß letztere

mit häbiräja [Käpiräja) identisch sind, also eigentlich einen elamitischen Stamm bezeichnen, und

später aUgemein »Polizeisoldaten« bedeuten, ist mir nicht wahrscheinlich. VgL Ungnad, Kultur»

fragen 1 (Breslau, Selbstverlag, Victoriasir. 47), S. 15 f. — *) Oal. Ukkin. Na. — ») VgL III 771.

1789. BRM III 18 a (= MLC 2474).') 4. IL i. Rim-Sin.

1 Erntearbeitor für 1 Tag; Samag-magir.. ^).

Den 4. Ajar, Jahr »Eim-Sin (wurde) König«.

') Tonplombe. — '') nam 5 siCÖ-ri-taV)-amif), vgl. No. 1787, Anm. 2.

* Vgl. Anm zu No. 1787.

1790. RFH 14 (= AJSL 33, 230). 5. iv. i. Rim-Sin,

29 Kä Gerstenmehl: Nadnum, am 5. Dumuzu; 2 Kä: Ili-hitanni; (zus.) 31 Kä

Gerstenmehl; bei Sadü-. . .') abgeholt.

Den 5. Dumuzu, Jahr »Rira-Sin wurde König«.

') Meek; Sad-kas-pi, was im höchsten Grade unwahrscheinlich ist.

1791. VS Xlll 58 (= VAT 5610). 3. Vi, i. Rhu Sin,

40 (Kä) Gerste für 10 für den Bedarf des Hauses, in p]nipfang genommen

durch Ibik-Igtar, den addupu, abgeholt zu Händen des B(3li-iim-ili.

Den 3. ülül, Jahr »Rlm-Sin (wurde) König«,

(Siegel:) Sin-[. .], Sohn des [. .], Diener des Gottes |. |.

* Die Angabe, daß Naturalien »für den Bedarf« (hiSihtu) oder häufiger »für die Verpflegung,

(kurumtnatu) des Hauses« abgehoben werden, begegnet öfter. Vgl. z. B. V 1244, 1278, No. 1820

1961 und die Ausgangsquktnngen über Abhebungen aus dem bit asiri in No. 1836, 1837, 1849,

1850. Ob es sich hier um einen privaten oder öffentlichen Haushalt, z. B. eines Tempels, handelt,

ist zweifelhaft. Zumindest bei den Quittungen des btt asiri ist an privaten Haushalt kaum zu

denken. Vgl. Anm. zu No. 1836. Eher wäre dies möglich bei V 1287 — 1291 (vgL auch V 1271,1273

und Kohler,V8.127),Wirtschaftsbüchern, welche Tag fürTag die Ausgaben an bestimmten Naturalien

Koschaker und Ungnad, Hammurabi VI. ^^


— 162 —

(Gerste, Branntwein) verzeichnen. Die Gerste wird dabei als Pauschalsumme »für die Verpflegung

des Hauses« notiert, während der Branntwein in Rationen bestimmten Personen zugewiesen wird, und

zwar dem »Herrn? und der »Herrin« des Hauses genau so wie Hand Werksleuten, Arbeitern und

sonstigen Angestellten. Gerade dieser Umstand spricht vielleicht eher gegen einen privaten Haushalt.

Man könnte ebensogut an den Haushalt eines kleinen Heiligtums denken. Denn groß ist der

Haushalt, nach der Anzahl der beteiligten Personen zu urteilen, nicht.

1792. Bab. VII, S. 46tb). 3. ix. 5. Rim-Sin.

30 (Kä) Öl für das Vorratshaus; 4 Kä für Beleuchtung^'')') — (gehörig) zur

Beleuchtung^) des Enki^''); — 4 Kä desgleichen für das Bronzebildnis des Sinidinnam;

2 Kä Sin-erig, der Bote^''); 2 Kä für die Beleuchtung der Belit-iSkalli;

(zus.) 42 Kä Öl, abgeholt.

Den 3. Kislim, Jahr »2 Bronzebildnisse des Kudurmabug und 1 Brouzedenkmal

brachte er in den Tempel Egalbaira hinein«.

') Ne.Ne, Oar; vgl auch Langdon's Bearbeitung ebd.

* VgL No. 1780.

1793. Pinches, Berens Coli. 98 (13c). i4. xi. 17. Rim-Sin.

12 Kä Gerste, darunterC?) [. .]. ; [. .] für [. .].

Den 14. Sabät, Jahr »Imgur-Gibil«.

1794. Scheil, RA XII, S. 199. 14. v. 24. Rtm-Sin.

2^/0 Kur Gerste, in Empfang genommen durch Ilugu-näsir (von dor) Reise')

nach Al-Eri-Akut Abgeholt bei Ibku-Adad und Jantinum.

Den 14. Ab, Jahr »auf Befehl Anus, Enlils und Eas grub der wahre Hirt

Rim-Sin den Zwillings-Kanal, der Trinkwasser^) für das Land beschafft uiul dessen

ganzesW üfer^) Fülle des Weizens hervorbringt«.

') Vgl. No. 1775. — ^) a-nag. — ^) gü si-a-bi.

1795. C 79 (~ CBS 15123). 7. XL 24. Rim-Sin.

1 ausgewachsene^'') Kuh, 1 einjähriger Ochse, eingebracht von Ibik-lstar, dem

ad-da mar-tu, (zus.) 2 Rinder, ni-ku^^'^ Sin-erimgu.')

Den 7. Sabät, Jahr »den Zwillingskanal grub er«.

') Vgl. No. 1811. Nach dieser Parallelurkunde zu urteilen, handelt es sich wohl auch hier

um eine Lieferung für einen Tempel; vielleicht sote./cÄ;«


— 163 —

1796. C 17 (= CBS 3686). U. IL 25. Rlm Sin.

4^'') [. . . ,[, Etur-[nam-. .|, als .ra/^M/^-^w-Abgabe [weggeholt], in Empfang

genommen [durch den VerwalterW]. Hirt [, .|,

Den 14. Ajar, Jahr »die Stadt des Damik-iligu eroberte er«.

* Parallele Urkunden: No, 1797, 1807, als abgekürzte Ausgangsquittungen: No, 1799, 1812,

1814. VgL auch No. 1802,1805, 1806 und No. 1832—1834, die drei letzteren Urkunden lückenhaft,

sowie Anm. zu No. 1782.

1797. C 14 (= CBS 13145). 20. IL 25. Rim-Sin.

1 Mutterschaf, 22 Schafböcke . . . Etur-nam-enna'); 3 Mutterschafe, [9] Schafs

bocke: Etur-nitena'); 4 [Mutterschafe], 31 [Schafböcke]; zusammen 3[5 Schafe], als

satukku-A.hga.Vie weggeholt, in Empfang genommen durch den Verwalter; Hürde

des Sin-erimgu.

10 Schafböcke, Hürde des Puzur-Enlil; 4 Schafböcke, Hirt Gubbanidug, am

14. Tage; 4 Schafböcke, Hirt Mär-afeija; 3 Mutterschafe«'), 22(^) Schafböcke: Eturnitena;

4 MutterschafeC), 31 Schafböcke; zusammen 36''') Schafe, als satukku-Ahgabe

weggeholt, in Empfang genommen durch den Verwalter; Hirt Sin-erimgu.

Den 20. Ajar, Jahr »die Stadt des Damik-iligu eroberte er«.

') Name eines Schafstalles. — ^) Die Zahlen stimmen in diesem Abschnitt nicht; es ist

unsicher, ob Kopierfehler oder Fehler des Originals vorliegen.

• Vgl. Anm. zu No. 1796.

1798. BIN II 98 (= iBC 1247). —. vi. 16. Bin-muballit.

600 Sar Feld in der Flur Miktum, gehörig dem Igme-Irra, hat A^ujatum,

Sohn des . . -gapar für seine Folge genommen').

Im Ulül, Jahr »Thron des (Gottes) Sar-kutem«.

(Siegel:) Sinjatum, Sohn des Damkija, Diener des Sin-muballit.

') a-na ri-du-ti-Sü i^-ba-at; Sinn dunkel. Ist mit »Folge« hier »Erbfolge« gemeint, also

etwa »hat er als seine Erbschaft in Besitz gepommen«?

• Vielleicht Zuweisung eines Lebens, für das anscheinend auch privates Eigentum — denn

um solches handelt es sich hier — enteignet werden konnte. Vgl. auch No. 1741 und 1815a.

1799. C 51 (— CBS 4655). le. VI. 27. Rlm-Sin.

15 Mutterschafe, 7 Lämmerm, (zus.) 22 Schafe: Hirt Sin-erimgu, (Stall) Eturnain-enna;

als satukku-Ahga,he weggeholt.

Den 16. Ulül, Jahr »er schüttete den Deich des Kanundi-Kanals auf;,

* Parallele Texte No. 1812, 1814. Vgl. Anm. zu No. 1796.

11*


— 164 —

1800. C 55 (=r CBS 4666).') 4.VL 28. Rtm-Sin.

1 bronzener ^) im Gewicht von '/g Mine, 7 Sekeln, eingebracht von

Imgur-Sin, dem Obmann der Schmiede.

Den 4. Ulül, Jahr »die Stadt Zarbilum wurde gebaut«.

') Chiera, S. 62. — '') (urudu) Kak.Za. Sag. Ba{'>)\ statt Za. könnte die Zahl 4 gemeint

sein; es wäre dann vielleicht »ein vierköpfiger Bronzepflock« (sikkaiü).

' Vgl. No. 1808.

1801. C 74 (r= CBS 4663). 12. xn, 28. Rlm-Sin.

44 Mutterschafe, 31 Schafböcke, (zus.) 75 Schale: Hirt Sin-erinisu, (Stall) Etui

niteua, fohlen.

Den 12. Adar, Jahr »er baute die Stadt Zarbilum«,

* Parallelurkundeu: No. 1825, 1878, vielleicht auch No. 1803. Wohl Ausweise über die

Kontrolle von ViehstäUen. Vgl. ferner No. 1823, 1874.

1802. C 60 (= CBS 4651).') u.L 29. Rim-Sin.

1 ausgew.achseneC)') Kuh, 1 einjährige Kuh. Hirt Sin-orimsu, (Stall) Kturnam-enna,

als Festopfer') dos 25. Tages weggeholt.

Den 14. Nisän, nächstes Jahr nach dem (Jahr) »die Stadt Zatbihim wui'ilc

gebaut«.

') Chiera, S. 62. — ') al. — ") eS-eS.

* Parallele Texte No. 1805, 1806. Vgl. auch Anm. zu No, 1796.

1803. C 69 (= CBS 4667). 26(?). XIL 20. Rlm Sin.

1 Lamm, KontrollbeamterO ..[. ], Hirt Sin-erimgu, (Stall) Etur-M[ilon|;

Don 26('). Adar, Jahr »Dunnum wurde erobert«.

* Vgl. Anm. zu Ko. 1801.

1804. VS XII! 62 (— VAT 3892). 14. if. so. Rim-Sin.

35 Kur^')'), . ''') Eingebrachtes'i des Patesi Märi-Igtar; Sabril''): Izigatar;

in Enipfang genommen durch und Sin-watar, die Brauer.

Don 14. Ajar .. "), Jahr »mit der hohen Wa,ffo Anus, Enlils und Kas oroborte

der wahrö Hirt Eini-Sm die Königsstadt Isin und deren ganze Bevölkerung, soviel

ihrer war«.

(Siegel:) Ili-igmeanni.

') Kopie eher ?>. — ') is-ba-ri-ga. — ") mu-du. — ^) pa + al. — '*) iiu-gnd-si-di nu gmlsi-di,

Bedeutung des letzteren unklar.


— 165 —

1805. C 67 (= CBS 4653). 6. IV. 30. Rlm-Sin.

2 ausgewachsene('')') Kühe: Hirt Sin-erimgu, (Stall) Etur-nam-enna, als Fest=

opfer'O weggeholt.

Den 6. Dumuzu, Jahr »Isin wurde erobert«.

') al — '•') c.i-eS.

* Vgl. Anm. zu No. 1802,

1806. C 68 (= CBS 3369). n.yi. 30. Rlm-Sin.

1 Lamm für das Heil der Stadt Sin-ta . ., [Hirt] Sin-erimgu, (Stall) Eturnam-enna.

Den 11. Uhil (9. Lieferung), Jahr »Isin wurde erobert«.

* Vgl. Anm. zu No. 1802.

1807. C 62 (rr: CBS 4662).') 24. VL 30. Rlm-Sin.

[5]") Ziegen, 3(') Ziegenböcke'), (zus.) 8 Ziegen: Hirt Ea-bäbil, (Stall) Elurnitena,

als satukku-Abgahe weggeholt, in Empfang genommen durch den Verwalter.

Den 24. Ulül, Jahr »Isin wurde erobert«.

') Chiera, S. 63. — 3) mäS-gal.

* Vgl. Anm. zu No. 1796.

1808. C 61 (= CBS 4669).') 2. X. 30. Rim-Sin.

26 BronzesichelnW^) im Gewicht von 6''k Minen, eingebracht von Imgur-Sin.

Am 2. Tebet (6. Lieferung)"), Jahr »Isin wurde erobert«.

') Chiera, S 63 — ') (urudu) Kin. - ») «" 6-Kan.Kan. Ud.Du. VgL No. 1809, 1811,

1812, 1815, 1817.

" Vgl. No. 1800.

1809. C 70 (= CBS 4661). 27. V. 31. Rlm-Sin.

13 Minen Wolle [. .. .[ . ., Sohn« des UdaW-Mamu,

Den 27. Ab (3, Lieferung), nächstes Jahr nach dem (Jahr) »Isin wurde erobert«,

* Vgl, etwa III 125, IV 820.

1810. C 71 (=1 CBS 4668). m. VL 31. Rlm-Sln.

15 Ziegen, 2 Ziegenböcke, (zus.) 17 Ziegen, (Stall) Etür-nam-onna, Hirt Ibi-Sin('),

vonW Awät-DamuP).

Am 1^'\ Ulül, 2, Jahr nach dem Jahr »Isin wurde erobert«.

* Von den sonstigen Quittungen über Viehlieferungen (vgl. Anm. zu No. 1782, 1796) ab»

weichende Fassung. Insbesondere unklar die SteUuhg des Awät-Damu.


— 166 —

1811. C 66 (= CBS 4671).') 2. vi. 32 Rim-Slu.

1 Mutterschaf, eingebracht von lliigu-ellassu für den Tempel des Sin, ni-ku

Sin-erimsu, (Stall) Etur-nam-enna.

Den 2. ülül (8. Lieferung), 3. Jahr nach Isin.

') Chiera, 8.63.

* Vgl. No. 1795.

1812. C 57 (=: CBS 3382).') 26. VI. 32. Rlm-Sin.

3 Muttorschafe, 1 Schafbock, (zus.) 4 Schafe: Hirt Sin-erimsu, (Stall) Rtur-namenua,

als satiikku-A\sgahe weggeholt.

Den 26. ülül (8. Lieferung), 3. Jahr nach dem (,lahr) »hsin wurde erobert«.

') Chiera, S. 62.

* VgL Anm. zu No. 1799.

1813. VS Xlll 12 (= VAX 2115). 26.X1(V). L Hammurapi,

247i6 Kur Gerste, 1 Sekel Silber, in Empfang genommen [durch . .|

[. . (Lücke). . ]

Den 26. Sabät, Jahr »Hammurapi (wurde) König«.

1814. C 50 (— CBS 4654). 4. vi. 33. Rlm-Sin.

30 Schafböcke: Hirt Sin-erimgu, (Stall) Etur-nam-enna, als \sa\tti,kku-Ab^o^ie

weggeholt.

Den 4, ülül, 4. Jahr nach dem (Jahr) »Isin wurde erobert«.

* Vgl. Anm. zu No. 1799.

1815. C 78 (= CBS 9890). 2. vi. 34. Rim Sin.

leVsoOKurEmmerW, Zins ., Getreide dafür «/i6 (Kur), Rost 15'»/so')

(Kur), eingebracht von Sin-magir und Ilijatum, Sin-idinnam Sin-muballit.

Den 2. Ulül (11. Lieferung), 5. Jahr nach dem (Jahr) »Isin wurde erobert«.

^) Dies erwartet man; die Kopie ist nicht recht klar.

1815 a. W 51 (= Bu 91, 5—9, 615).') 4. IV. 4. Hammurapi.

900 Sar Feld jenseits des Flusses, angrenzend an [. . . .]; 900 Sar

Nanna, angrenzend an Samag-geme, dessen eine Breitseite Ur

900 Sar [. .] in der Flur Kablum.

3700') Sar, die dem Samag-geme gegeben sind.

Den 4. Dumuzu, Jahr »die Mauer des Klosters')«.

') = AJSL 29, 298. — ") Vielleicht liegt nur ein Kopierfehler vor, — ") Lies gd-ge^.

* Unbestimmbar. VieUeicht Ausweis über die Verleihung eines Lehens? Vgl. Anm. zu No. 1798.


— 167 —

1816. BIN II 99 (— NBC 1250). 8. VIL LC). Hammurapi.

6 «w./rf'-MaßeC)'), Kontrollbeamter W; Nabi-Sin ^) Mär-Kig.

Don 8. Tivgrit, Jahr »der Herr, der die Entscheidungen von Himmel und

Erde trifft«.

(Siegel:) Marduk(''')-agarid('), Sohn des Nallum^''), Diener dos [. .[.

') Wenn OiS. AS zu lesen ist; vgl. BIN II 96 (No. 1871). — •') ab (dub?)-ra \ ra(-)bi-ha-al{'>),

vielleicht M(0 pi-ha-atC^) »gehörig zum Ressort des«.

1817. C 56 (= CBS 4670). 21. vi. 37. Rlm-Sin.

[. ., Gewicht] 39 Minen; [. .]. ., [Gewicht] 28 Minen [.... (Lücke)...,).

Den 21. Ulül (20, Lieferung)'), 8, Jahr nach dem (Jahr) »Isin [wurde] erobert«,

') So ist wohl itu-ki-XX-kin-'^innanna aufzufassen.

1818. EG 51. 10. IL 46. Rim-Sin.

1 Sekel Silber, in Empfang genommen durch Samag-agarid; '/e (Sekel), Preis

für Fische zum Mahle des Herrn — KontrollbearaterO'): Ana-Samag-takläku —,

in Empfang genommen durch Ubär-Samag; bei lli-türam abgeholt').

Den 10. Ajar, 17. Jahr »er eroberte Isin«.

') ki I. ba-xi.

1819. EG 32. 25 vm. 47m. Rlm-Sin.

[. .] Minen Silber nach königlichem Gewicht, [ßest'') von] 4*') Minen .,

eingebracht von übär-Sin'') und Samag-nahrari, in Empfang genommen durch

Nidittum. Kontrollbeamter*''): Ili-awllim. Mit demSiegel des Ili-awilim gesiegelt.

Den 25. Warahsamnu, Jahr 2 »mit der erhabenen Waffe Anus, Enlils und Eas

eroberte der wahre Hirt Rlm-Sin die Königsstadt Isin und ihre ganze Bevölkerung«.

Gehörig zur 18. (Lieferung) des Jahres (')').

') lib mu ki 18. Die obige Übersetzung ist nur provisorisch; vgl. auch No. 1820, 1821.

1820. EG 34. 24. X. 47(?). Rim-Sin.

[..| Sekel Silber, Silber für das Feld [ | und das Feld, (das zur) Verpflegung')

dos Hauses (dient), eingebracht von Aplum, in Empfang genommen durch Maskum(^).

Mit seinem Siegel gesiegelt.")

Den 24. Tebet, Jahr 2 »mit der erhabenen Waffe Anus, [Enlils und Eas] er=

oberte der wahre Hirt Kim-Sin die Königsstadt Isin und ihre ganze Bevölkerung«.

Gehörig zur [18,]") (Lieferung) des Jahres(').

') Wohl Suku(m). Vgl. auch Anm. zn No, 1791. — ^) Die Außentafel hat statt dessen: zwei

Zeilen, deren erste völlig unklar ist und deren zweite la id-di-nu-ü (»sie gaben nicht«) lautet. —

ä) Vgl. Anm. zu No. 1819.


— 168 —

1821. EG 31.') 25.... 47(?). Rtm-Sin.

W) Minen Silber nach königlichem Gewicht, (lokP) für Fische dos Kar-Bnki-

Kanals, haben die Fischer Ninnuki und Lälum davongetragen. Im Palast '')

Verfügung*) des Ana-Sin-takläku.

Den 25. ^) Jahr 2 »mit der erhabenen Waffe Anus, Enlils und Eas ei«

oberte der wahre Hirt Rim-Sin die Königsstadt Isin und ihre ganze Bevölkerung«.

Gehörig zur 18. (Lieferung) des Jahres^')").

(Siegel;) Ana-Sin-thkläku, Sohn des Ibku-Nanä, Diener des Rim-Sin.

') In Einzelheiten noch unklar. — ') ku. ~ ^) Innentafel li-ku(od&T ma)-du, Außentafel

[. . .]-bu-ü. — *) ka. — 6) Statt des Monatsnamens steht hier 2,5 ki 4. — *) Vgl. Anm. zu No. 1819.

* Deutung sehr unsicher. Nach dem Wortlaute würden die Fischer für gelieferte Fische

vom Palaste Geld bekommen. Das stimmt aber kaum zu der aus anderen Urkunden (vgL No. 1949,

1960) gerade für Larsa sich mit Wahrscheinlichkeit ergebenden Tatsache, daß der Fischfang eine

Art Staatsmonopol darstellte. Der Staat kauft nicht Fische, sondern verkauft sie vielmehr. Violleicht

darf man daher iS-Sü-ü statt mit »haben davon getragen« (nämlich das Gold) mit >haben gebracht»

(nämlich die Fische) übersetzen. Im Folgenden vielleicht libbi ekallim [ü-Se-r]i-bu-ü »sie haben

(sie) in den Palast hineingebracht«. Demnach würde es sich um eine Lieferung von im Monopol'

betriebe des Staates beschäftigten Fischern handeln, die ihnen mit 73 Minen gutgeschrieben wird.

1822. BRM III 22 b (= MLC 2489). 26. III, 48. Rim-Sin.

12 Rohrschneider'), Gerste dafür 2'/s [Kur], Vk [Kur

Den 26, Simän, 19. Jahr.

') Tonplombe. — ') erim gi-xi-kud-da.

* Vgl. Anm. zu No. 1787.

1823. VS Xlll 86 (= VAT 7703). 20. iv, 48, Rim-Sin,

Mutterziegen Böcke weibl, Zicklein Böckchen zusammen: Name

397 49 174 173 793»')

des

Übär-Samas

78 12 33 33 156

des

Lipit-Istar

zus. 949

Ziegen,

eingebracht

in E siga.

2 Milchlämmer zum Opfer für die Göttinnen Semitum und Irnina, die kein

Malzeichen haben und zur Musterung nicht kamenC')^), Hirt: Sin-garuh und(')7\pil-ilifiu.

2 Talente, 36 Minen Wolle, Kontrollbeamtori": Ahum-wakar und Sop-Sin.

Den 20. Damüzu, 19. Jahr »Isin wurde erobert«.

Die Außentafel VS XIII 86a bietet: Urkunde der Musterung und [. .]

(Siegel:) Gimil-Lagamal, Sohn des Bäni-Damu, Diener des Damu.

1) Kopie 783. — ') i-ba-hu = ibau?

* VgL Ungnad, Bab. Beriefe No. 55 und Anm. zu No. 1801.


— 169 —

1824. PSBA XXXIV, PI. X, No. VII (= Ash. 1911—279). -. xilb. 49. Rlm-Sin.

. ') 2 Mutterschafe, 4 Schafböcke, 1 weibliches Lamm, 1 männliches Lamm;

(zus.) 8 Schafe, Steuer") des Sin-.

Vor Ubur-Siunag; vor Sin-usilli; vor Sin-usilli.")

Im Schalt-Adar, 20. Jahr »er eroberte Isin«.

') Am Anfang 2 Zeilen unklar. — ') Lal + Kak = ribbäiu. — ") Wohl Dittographie.

• Steuerquittung. Zur ribbätu-BteueT vgl. Landsberger, ZDMG 69, 499 f. und zu den

dort zitierten Stellen noch No. 1461, 1929, 19B8.

1825. C 72 (= CBS 4953).') 6. IX. 52. Rim-Sin.

1 männliches Lamm fehlt: (Stall) Etur-nitena, Hirt Ibija,

Den 6, Kislim, 23. Jahr hernach.

') Chiera, S. 63.

* Vgl. Anm. zu No. 1801.

1826. VS XIIII5 (= VAT 1078). 20. X. 21. gammurapi.

'/s (Kur) Datteln, entsprechend der Verpflegung ('' ') für "') abgeholt

zu Händen der Gärtner. Kontrollbeamter('); Ümmi-Egha[ra]. Von Asiratum.

Den 20. Mamitum, Jahr »die Mauer von der Stadt Bäsu«.

') SaiV piC?) ipri me-Se-kumW. — ^) a-na pti'^) sag-gä-e.

* Parahelurkunden: IV 813, 815, 816, No. 1827. Vgl, ferner No. 1835, 1860, 1861, 1866,

1871, 1926.

1827. VS Xlll 16 (= VAT 1053). 4. , . 21. Hammurapi.

'Ao (Kur) Datteln für .[.. .] des Hauses^') des Gottes Sar-kütemC), abgeholt

zu Händen der Gärtner. Kontrollbeamter('): Damu-muba[llit].

Den 4. '), Jahr »die Mauer der Stadt Bägu«.

(Siegel:) Iltäni, natttu des Samag, Tochter des (Königs) Sin-muballit, Dienerin

des Samag (und) der Aja.

') Kopie an-umV)-mi.

" VgL Anm. zu No. 1826,

1828. EG 47. -, XI. 54, Rlm-Sin.

2 Sekel Silber, in Empfang genommen durch Sumuatar von Erigam .[. .]. .

vorhanden ist, im Simän (') [. (Lücke) -J.

Inri Sabät, 25. Jahr »Isin wurde erobert«.

1829. EG 59. 25. XIL 56. Rlm-Sin.

4 Sekel Silber, in Empfang genommen durch Lipit-Amurrim von Adad-gemi.

Den 25. Adar, 27. Jahr »Isin wurde erobert«.


— 170 —

1830. VS Xlll 91 (= VAT 5983).') 20. X, 59. Rlm-Sin.

[ (Anfang fast völhg zerstört) [ ZU Händen des Sin-[...[. Kontrollboamte^-':

Silli-Sin und [. .|-ili.

Den 20. Tebet, 30. Jahr »er eroberte Isin«.

') Wohl Tempelquittung, s. Schorr, GGA 1915, S. 425.

1831. EG 67. 4. I. 60. Rlm-Sin.

IVa Kä Öl, in Empfang genommen durch Taribatum vou Sin-usilli,

Don 4, Nisän, 31. Jahr »Isin wurde erobert«,

1832. C 54 (= CBS 4658). Zeit des Rlm-Sin,

[• (Anfang zerstört) . .]., . [. ,| 1 Schaft'': Nimurta-(.uk[ulti|i'''; 1 ')-

Fell: Hirt Sin-en(mgu], Stall Etur-n[itena (Rest zerstört).

') na-ab-U.

* Vgl. Anm. zu No, 1796.

1833. C 64 (=: CBS 4660). Zeit des Rlm-Sin,

[,, Mutterschafe, ,.] Schaf[böcke], (zus.) 5''') Schafe: llLirt| Sin-ori|msii, (Stall)

EJtur-nam-enna, [in Empfang] genommen durch den Verwalter''\ |... (Rost zerstört),

* Vgl. Anm, zu No, 1796,

1834. C 65 (= CBS 4657). Zeit des Rlm-Sin.

3(f) Ziegen, 2 Ziegenböcke: Hirt Ea-bäbil, (Stall) Etur-nitead, [in Empfang]

genommen durch den Verwalter [. . (Rest zerstört).

* VgL Anm, zu No, 1796.

1835. PSBA XXXIV, PI. VII, Nfl. II (= Ash. 1911-288). Zeit des Reiches von Larsa?

4'/6Kur, in Empfang genommen durch ütta- .; l'/s Kur als Steuer''')') für

Samag; ['/B Kur]'"') Miete') des Schiffes; (zus.) 5 76 Kur Datteln, in Empfang ge»

nommen durch Ür-Sulpae von I(li)-idinnam.

') nig-gü; lies nig-ga? — ^) Lies ä-bi.

* Sonstige Urkunden über DatteUieferungen in Anm. zu No. 1826.

1836. VS Xlll 55 (= VAT 3878). 7. IX. 1(?). Rim-Anum.

'/s (Kur) Mehl zur Verpflegung') des Hauses und anderer (Leute)(')'), abgeholt

im Hause der Gefangenen W) zu Händen [des .]. *)

Den 7. Kislim, Jahr »König Rim-Anum (hat) den dauernden Namen seiner

Herrsch aftC) (u. s. w.)«.

(Siegel:) Nabi-i[ligu], Archivar('), Sohn des \ Diener des Rim-Anum.

') ku-ru-ma-at. — *) il a-hi-a-tim. — ^) a-si-ri, oder a-gur-ri = agri »Lohndiener«? —

) Wenn das 1. Jahr Rim-Anums voihegt, wäre vielleicht Ahu-wakar zu ergänzen. Denn dieser


— 171 —

steht noch am 9. IX. 1. Rim-Anum an der Spitze des bit asiri (No. 1837) und wird mit dem

10. Monat desselben Jahres durch Sin-s6mi abgelöst (No. 1838), der dann die ganze folgende Zeit,

ja selbst noch im 31. Jahre Hammurapis (No. 1856) im Amte ist, mit Ausnahme von No. 1855,

wo für ein nicht erhaltenes Datum des 2.W Jahres Rim-Anums ein S6p-8in als Pa asiri »Obmann

der Gefangenen« begegnet. — *) nin-mur-ta-ri-[me-ni(.'>)]. Es ist derselbe, der in No. 1845, 1850,

1853 siegelt. Vgl. Anm. zu No. 1850.

* Die Urkunden No. 1836—1856 betreffen Lieferungen aus dem bxt asiri. Sie gehen vom

7. IX.—20. XII. des 1. Jahres Rim-Anums und vom 27. IL—10. XI. eines anderen, vielleicht des

2. Jahres desselben Herrschers. Für No. 1853—1855 aus demselben Jahre ist das Monatsdatum

nicht erhalten, No. 1856 stammt aus dem 31. Jahre Hammurapis. Die Lieferungen haben zum

Gegenstande Mehl und Personen (Sklaven, Kriegsgefangene: No. 1839, 1841—1843, 1848, 1851,

1852, 1866). Die Mehllieferungen erfolgen entweder »zur Verpflegung des Hauses« (No. 1836,

1837(?), 1849, 1850), oder bestimmter Personen (No. 1845,1863, 1855) oder endlich »zum Tausche« P)

(vgL Anm. zu No. 1838) für bestimmte Leute (No. 1838, 1840, 1844, 1846, 1847, 1854). Der Form

nach sind die Urkunden Ausgangsquittungen, und zwar bei den Mehllieferungen abgekürzte, bei

den Personenlieferungen hingegen immer mit vollständigen Klauseln (Sü-Ti-\-Zi-Oa). Einige sind

gesiegelt (No. 1836, 1845, 1849—1853, 1855), und zwar wohl vom Empfänger, so sicher No. 1851;

einmal (No. 1855) begegnet der j^ir-Beamte. Was das l^t asiri war, läßt sich kaum sagen. Asiru

könnte, wenn von 'sr abzuleiten, allerdings »Gefangener« bedeuten,, bit asiri wäre demnach ein

Gefangenenlager, und zwar wohl von Kriegsgefangenen. Mit dieser Auffassung lieSen sich die

Personenlieferungen betreffenden Texte gut in Einklang bringen. Die abgegebenen Leute —

Männer wie Frauen — werden als Sklaven bezeichnet (No. 1841), oder als »Gefangene« (No. 1842,

1852), sie sind zum Teil sicher Ausländer (No. 1852, 1856) und werden gesteht als Arbeiter

(No. 1841, 1843, 1848, 1851, 1852), zur ErfOUung einer Schenkung des Königs (No. 1839),

und wenn in No. 1856 die Stadt Babylon 10 Elamiter erhält, so könnte man daran denken, daß

ihr ein Anteil aus der Kriegsbeute zugewiesen wurde. Die Urkunde stammt ja aus einem Jahre,

in dem Hammurapi gegen Elam siegreich kämpfte. Bedenklich macht allerdings, dafi auf der

anderen Seite das btt asiri auch für Mehllieferungen zuständig ist, also doch eine Art Vorrats'

hauB war, Oder soUten die Gefangenen, die doch verpflegt werden mußten, deshalb der Staatg«

Speicherverwaltung untersteht gewesen sein?

1837. VS Xlll 37 i= VAT 3955). 9. IX. l, Rim-Anum,

70 [-f x] (Kä) MehlW, Verpflegung des Hauses der Gefangenen'''), abgeholt zu

Händen des A^u-wakar.

Den 9. Kislim, Jahr »Rim-Anum«.

* Das Formular wohl fehlerhaft. Nach Analogie von No. 1836, 1849, 1850 erfolgt die Lieferung

wohl aus dem bU asiri »zur Verpflegung des Hauses«.

1838. VS Xlll 42 (= VAT 3872). [..] X. l. Rim-Anum.

Mehl zum Tausch') für die Leute von Kisurra, abgeholt im Hause der

Gefangenen C) zu Händen des Sin-Semi.

Den [.,] Tebet, Jahr »Rim-[Anum] (wurde) König«,

') a-na Ki.Bi. Oar (= pühi). In den Rechtsurkunden bedeutet die Phrase allerdings »zum

Tausch«. Was dies aber hier für einen Sinn haben soll, ist kaum zu erraten. Nach Analogie

der übrigen Urkunden wird eher zu vermuten sein, daß die Lieferung zur Verpflegung der

betreffenden Leute erfolgt. '


— 172 —

1839. VS Xlll 36 (= VAT 3964). 6, XL l. Rim-Anum.

Awil-Nabium Isin, den dem Getto Rammänum der König ge=

schenkt hat, in Empfang genommen durch Iddin-Samag, den Priester des Ranimä=

num. Abgeholt zu Händen -des Sin-gemi, des Obmanns dor Gefangenen (').

Den 6. Sabät, Jahr »Rim-Anum (wurde) König«.

1840. VS Xlll 38 (= VAT 3953). 7. XL l. Rim-Anum.

1 Kur Mehl zum Tausch für die Leute von Kisurra, abgeholt im Hause der

Gefangenen(') zu. Händen des Sin-gemi(').

Den 7. Sabät, Jahr »Rim-Anum (wurde) König«.

1841. VS Xlll 39 (= VAT 4349). 16. XK?). l. Rim-Anum.

Tab- . [. .] ., ein Säugling, ihre Tochter, [. . ,] Ibni-Amurrum [, ,] Utul-Gula

[. . . ,] NingaF)-ummi [, .| Samag-lamassagu 2 Sklavinnen, ein Säugling,

3 Sklavinnen [. (3 Zeilen unklar). .] Weberinnen, zu Händen des Sin-bel-ili'),

Obmanns der Weberinnen(^), abgeholt zu Händen des Sin-senu, Obmanns der Ge=

fangenenW.

Den 16. Sabät'^), [Jahr] »Rim-Anum (wurde) König«.

') Er begegnet in No. 1843 als »Obmann der Weberinnen« und Empfanger und wird in

dieser Rolle wohl anch hier auftreten.

1842. VS Xlll 43 {= VAT 4317). lO. xn. l. Rim-Anum.

Imgüatüm ') des Königs von Isin, gehörig zu 7 Gefangenen('•), die in

. . ') des Königs von Isin [. (Rest der Vorderseite unklar) . .] in Empfang ge=

nommen durch A , abgeholt zu Händen des Sin-gemi, Obmanns der Gefangenen^').

Den 10. Adar, Jahr »Rim-Anum (wurde) König]«.

1) Zeichen exen oder bäd.

1843. VS Xlll 40 (= VAT 3883). lO. xn. l. Rim-Anum.

Hima-abi .; Ibni-Marduk, KindW; Hubudum; Taribum;. Sa . tum; 5 SkUivon

von(?) Tupliag; Ilugu .; (zus.) 6 Sklaven [. .] für |. .|, in Empfang ge=

nommen durch Sin-bel-ili, den Obmann der Weberinnen, abgeholt zu Händen des

Sin-gemi, Obmanns dor Gefangenen (').

Den 6. Adar, Jahr »Rim-Anum (wurde) König«.

1844. VS Xlll 41 (= VAT 3854). 20. XII. l. Rim-Anum.

90 (Kä) Mehl zum Tausch für die Leute von Mutiabal, die Leide von

Sutüm und andere^), abgeholt im Hause der Gefangenen (?^ zu Händen des Sin-gomi.

Den 20. Adar, Jahr »Rim-Anum (wurde) König«.


-- 173 --

1845. VS Xlll 48 (= VAT 3928). 27. II. Zeit des Rim-Anum.

'A (Kur) Mehl, Reisekost des Ili- .'), des Boten des Daganraa-ili; '/u (Kur)

Apil-Kubi, der galläbu des Rlm-SinW und die amurritischen Obmänner von Bäbili;

(zus.) VJ6 (Kur) Mehl, abgeholt im Hause der Gefangenen(') zu Händen des Sin-gemi.

Don 27. Ajar, Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«.

(Siegel:) Nabi-i[ligu], Archivar^, Sohn des . . ^) [. .], Diener des Rlm-Arnim.

— Ranimänu-[. . .], Sohn des Ana-pä[ni-. .], Diener des Rammänum.

•) Kopie i-ll-a-a-ba-ni-ta (oder Sä). — *) Kopie nin-mur-ta-[ri-me-ni{'>)]; vgl. Anm. 5 zu

No. 1836.

1846. VS Xlll 47 {= VAT 2958). U. V. Zeit des Rim-Anum.

"/ö (Kur) Mehl zum Tausch für die Leute von Mutiabal, die Leute von Kisurra

uud andere''), abgeholt im Hause der GefangenenW zu Händen des Sin-gemi.

Den 11. Ab, Jahr »König Rim-Anum schlug Uruk und dessen Bevölkerung«.

1847. VS Xlll 51 (= VAT 3877). 16. V. Zeit des Rtm-Anum.

Vb (Kur) [Mehl] zum [Tausch] für die Leute von [. . . .], die Leute von Tupliag''')

und andere'"'), abgeholt im Hause der Gefangenen''') zu Händen des Sin-äiämi.

Den 16. Ab, Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«.

1848. VS Xlll 45 (:= VAT 3939). le. VI. Zeh des Rim-Anum.

Ili-türain, gehörig'') dem Patesi Awll-Adad; Na . . . ., gehörig zu den Bolen'')

des Etel-pi-Samag und seines Bruders Nimurta-abi, [. .] Fronarbeiter") des Igtarrimti-ili,

des Königs; in Empfang genommen durch Samag-tajär, abgeholt zu

Händen des Sin-gemi, Obmanns der Gefangenen").

Den 16. ülül, Jahr »Uruk und dessen Bevölkerung«.

1849. VS Xlll 52 (3= VAT 3855). 22. VIII. Zeit des Rim-Anum.

'A (Kur) Mehl zur Verpflegung des Hauses und anderer (Leute)'^), abgeholt im

Hause der Gefangenen'''') zu Händen des Sin-gemi.

Den 22. Warahsamnu, Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«.

(Siegel:) Sin-i[. . .], Archivar''), Sohn des Iddin'')-[...], Diener des Rtm-Anum').

') Derselbe wie in No. 1855.

1850. VS Xlll 53 (— VAT 3863). 19. IX, Zeit des Rim-Anum.

'A (Kur) Mehl zur Verpflegung des Hauses und anderer (Leute)'''', abgeholt

[im Hause der] Gefangenen''') zu Händen des Sin-gemi.

Don 19. Kislim, Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«.

(Siegel:) [Na]bi-i[lisu], Archivar''), Sohn, des '), Diener des Rtm-Anum,

') nin-mur-ia-ri-me-lnijC); vgl. Anm, 5 zu No. 1836.


— 174 —

1851. VS Xlll 46 (= VAT 3931). 15. X. Zeit des Rim-Anum.

Nanä-bagti, gehörig dem Hlma-Anum, dem ,. des Königs, als Weberin in

p]rapfang genommen durch Irlbam-Sin, abgeholt zu Händen des Sin-gemi, Ob^

nianns der Gefangenen"').

Den 15. Tebet, Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«.

(Siegel:) Irlbam-[Sin], Sohn des Sin-i[. .], Diener der Gottheit |. .[

1852. VS Xlll 50 (=: VAT 3886). lO, XL Zeit des Rim-Anum,

1 Kind")') Huzalum, 1 Kind'') Samag-nägir, (zus,) 2 Gefangene'') aus Tupliag,

gehörig zu 102 Gefangenen''), die im Tore von Isin (fest)genommen wurden, für

die Brauer in Empfang genommen durch [, .] '), detl Obmann der [B]auer|,

abgeholt zu Händen des Sin-gemi, Obmanns der Gefangenen'').

Den 10, Sabät, Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«,

(Siegel:) Ni[, .], Sohn des Abu[. ,], Diener der Gottheit |. ,J,

') tur-ra. — ^) [, , .]-in-ki.

1853. VS Xlll 49 (= VAT 3965). 7. [, ,], Zeit des Rim-Anum.

'/lo (Kur) Mehl: Saiuag-ili, Samag-liwwir und Nür-Samag, die Boten des Rtm-

Sin; Vi6 (Kur): Inbi-iligu vom") Harem''); '/so (Kur): der ^«//«(^w des Stuhles'), der

mit ') von Larsa kam; 'AB (Kur): Rig-Subula und Kalümum, die Boten des

Rtm-[. ,]; 'Ao (Kur): die amurritischen Obmänner von Bäbili; (zus,) ''/w'''(Kur)

Mehl, [abgeholt] im Hause der Gefangenen'') [zu Händen des] Sin-gemi.

Den 7. [. .], Jahr »König Rim-Anum (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«,

(Siegel:) [Na]bi-i[ligu], Archivar''), [Sohn] des ,[,,, Diener des Rim-Anum]^).

') lü-Sü-i-gu-xa. — '; nu-ba-limV). — ^) Vgl. Anm. 5 zu No. 1836.

1854. VS Xlll 44 (= VAT 3954). 21. [ ] Zeit des Rim-Anum.

'/a (Kur) Mehl zum Tausch für die Leute von Gutium und'-) andere"', abgeholt

im Hause der Gefangenen'') zu Händen des Sin-gemi.

Den 21. [. .], Jahr »Rim-Auuni (schlug) Uruk und dessen Bevölkerung«.

1855. VS Xlll 54 {— VAT 3875). Zeit des Rim-Anum.

Vio (Kur) Mehl zur Verpflegung der -Leute") vom Hause des Abrum');

Kontrollbeamter") Etel-pi-Samag, der Bäcker; abgeholt im Hause der Gefangenen'"

zu Händen des Sep-Sin, des Obmanns der Gefangenen''"'.

Den [ ], Jahr »[König Rim-Anum (schlug) Uruk und] dessen [Bevölkerung]«.

(Siegel:) Apil-[. .], Sohn des Ilam")-[. ,[, Diener des Rtm-Anum, — Sin-i|. .],

Archivar''), Sohn des Iddin-[. , Diener des] Rim-fAnum]").

') fäft mu-tva-ar-ba-tim. — •) ah-ri-ini, vielleicht kein Personenname, — ^) Vgl, Aura, 1

zu No. 1849^


— 175 —

1856. VS Xlll 13 (= VAT 5589). 31. gammurapi.

Arrak, Adad-garrum, Simti-ligeg, Nünä, Simü, Kukgalbak, Ilabrat-abi, Hawiru,

Igmil-Sin, Aham-nergi, (zus,) 10 Elamiter")'), gehörig zu den Leuten [. ,], die

in der Umgebung') der Stadt in °J in der Stadt Marhsigu *) zurückgebracht

hat, für das Haus des abarakku^^\ in Empfang genommen durch die Stadt") Bäbili

und Ana-päni-ili, abgeholt zu Händen des Sin-gemi [, (kleine Lücke) ,].

[Jahr] »das Land Emutbal«,

') lü nimW. — ^) li-tei-it. — ') pi


176

3. Stelle; (also) 647io Kur: Iddin-Amurrum; (zus.) 130%o (Kur) Datteln der Stadt

Kunnum in Empfang genommen durch Sin-rtmeni,

Den 12. Sabä^, Jahr »die Freiheit«.

• Dieselben Lieferanten in No, 1861, wo anscheinend auch derselbe Sin-rimeni. aber *l^

Kontrollbeamter, Vgl. ferner No. 1866, 1871, 1926 und Anm. zu No. ISJC.

1861. H 4. 12. XI. 2. Samsuüuna.

2Vio Kur Datteln des'Seku^) des Ahüni "), nebst 'k (Kur) des su/idru'i;

IVio des Seku des Wardija;

3% des Sek?/, des Iddin-Amurrum, nebst 7JO des suhäru;

(zus.) Vk Kur Datteln der Scku und suhäru dos Ortes üilr- ••) sind abgeliolt.

Ort: Aggaknum.

Kontrollbeamter"): Sin-riraeni und Igkur-mansi.

Den 12. Sabät, Jahr »die Freiheit«.

') Se-i-ku (kum). — ') Sa-il; fraglich, ob Titel. — ») Junger .Mann, Gehilfe. — *) Kopie

ka-gur(si ?)-Sü-bab(nu ?).

* VgL Anm. zu No. 1860.

1862. Pinches, Berens Coli. 94 (16 b). 15. v. 3. Samsuiluna

Kaufpreis von 5'/a Sekel Süber, entsprechend Seefischen'), in Empfang genommen '1

durch Ibni-Adad, den Obmann von fünfen"), von Ana-Sin-takil, dem annirritischen

Obmann, zu Händen des Samag-sulüli, des Obmanns der Kiinflenfc K'ontrollbeaffiifeert'''.

S^^jsfc-iÖBiia, eter ^i^mtia: de» Volk« ^

Ben 15. Ab, JaLr »Samsu{ilHna)-nakab-nuihgi-Kaaal'

') nig ka Ha a-ab-ba, — 'J nam-ha-ar-ti. — ') Pa nam 5. — ^) Lies SäW-pir um-ma-ni-imC'K

* Die Urkunde gehört mit No. 1863 zu N«'. 1457 und bezieht sich auf den Verkauf von

Seefischen durch die Palastverwaltung. Vgl. auch Anmerkung zu No. 1821, 1949, 1950. Dei'

Pa nam 5 steht nach Ungnad, Bab. Briefe 18 unter dem Obmann der Kaufleuto und ist nach

Bab. Briefe No. 11 selbst ein tamkarum. Dieses Subordinationsverhältnis tritt auch in No. 1457

und 1863 hervor, woraus folgt, daß in No, 1862 »zu Händen des H., des Obmanns der Kaufloute«

an falschem Platze steht und hinter Pa nam 5 gehört. In der Formulierung sind No. 18G2,

1863 nicht ohne Schwierigkeit. Denn aus No. 1949, 1950 ergibt sich, daß der Pa Amurrim, die

Fische für den Palast verkauft, wie denn auch dort als Käufer Söp-Sin auftritt, der wiederum

durch Bab. Briefe No. 17—19, wenigstens für die Zeit Hammurapis, als Pa tamkari bezeugt ist.

Zieht man dies in Betracht, so wird wohl auch in No. 1862, 1863 der dem Pa iamkari unterstellte

Pa nam 5 Käufer sein. Dann aber kann sich namhartu (Anm. 2) nicht, woran man zuniiehat

denkt, auf die Geldsumme, sondern nur auf die erhaltenen Fische beziehen. No. 1862, 1863 enlJiahen

daher nicht Kaufpreisquittungen des Palastes — eine solche vielleicht doch No. 1457 —, sdndorn

umgekehrt Empfangsbekenntnisse über die gelieferten Fische, die dem Palaste ausgestellt worden.

Da aber nicht deren Quantum, sondern nur ihr Wert angegeben wird, w sind die Urkunden

vielleicht am besten als Gutscheine zu quahfizieren, die der Agent (Pa nam 5) des Käufers dem

Palaste ausstellt und die dann durch den Käufer zu honorieren sind. Wenigstens wird bei dieser

Annahme No. 1949 verständhch. Vgl, Anm. dazu.


— 177 —•

1863. Pinches, Berens Coli. 95 (20''). 20, vi. 3, Samsuiluna,

10 Sekel Silber, Kaufpreis für Seefischo'), in Empfang genommen durch Ibni-

[Adad|, den Obmann von fünfen, zu Händen des Samag-sulüli, des Obmanns der

Kaufleuto, von Ana-Sin-takil, dem amurritischen Obmann, Kontrollbeamter''); Märirsitim

und Apil-Samag, Söhne des Ibatuni,

Den 20. Ulül, Jahr »König Samsuiluna (grub) den Kanal Samsuiluna-nakab-nuljgi«.

') a-ab-ba-Ha.

" Vgl. Anm. zu No, 1862,

1864. BRM III 182 {= MLC 964).') -. L 4. Samsuiluna.

7 Erntearbeiter: Naräm-[. .].^)

Im Nisän, Jahr »Samsuiluna-hegal-Kanal«.

(Siegel:) Marduk-nasir, Sohn des Ui-imitti, Diener des Amurru.

') Tonplorabe. — ') Wohl der Vormann der Arbeitergruppo. Vgl. Anm. zu No. 1787.

1865. BIN II 93 (= NBC 1237). 2,5, IIL 4. Samsuiluna.

10 Sekel Silber: 30 ; 7^/8') (Sekel), 15 ü-te-tim: Awil-Nabüm ;

1 Sekel Silber für Quittung über 8 Kur Datteln im simid^yKiLße des Marduk:

Awil-Nabüm an 2. Stelle^); 1 Sekel Silber:

Zusammen 19%*) Sekel, 15 7.i-tim('\ in Empfang genommen durch und

den Pflüger.

Den 25. Simän, Jahr »Kanal Samsuiluna-hegal«.

1) Lies 6/o? - ä) = 30 Kä. — ») Vgl. No. 1860. — *) Lies -js''

1866. BIN II 94 (— NBC 1261). 20. XII. 4. Samsuiluna.

23% Kur Datteln: Iddin-Adad; 23'/a neue: Mär-irsitim; A^k: Ili-tappe; 21:

LänibumC); 32V6: Tutii-ublam'') ;• 21% alte: Mär-irgitim; 24'/io: Sin-igmeanni

imd Sililum; 34: Silli-Innanna'') und Sijatum; 33 Kur für das Jahr »die Freiheit«'):

Silli-Anum''); 13 für das Jahr »Kanal Samsuiluna-nakab-nulighu« ^). Zusammen:

231'/s Kur, in Empfang genommen durch Samag-ili (und) Ibik-Araljtum'').

Den 20. Adar, Jahr »Kanal Samsuiluna-ljegal«.

') = Samsuiluna, Jahr 2. — ^) = Samsuiluna, Jahr 3.

* Vgl. No. 1860, 1926.

1867. BIN 11 73 {= NBC 1249). 30. XII. Zeit Rim-Sins (II).

1 Sekel Silber, Kaufpreis für 200 Kä (Gerste), satukkti-Ahgahe [. . .] .;

1 Sekel Silber, Kaufpreis für 200 Kä (Gersto), satukkti-Ahgabe . . dor Sladf);

(zus.) 2 Sekel Silber, Kaufpreis für [l'/s] Kur Gerste; darunter 1 [Sekol] Silber,

der für sattikku-Ahgabe^''^ an die Götter'') (dient), die bis zum Monat Adar den

Koschaker und Ungnttd, Hammurabi VI. 12


— 178 —

paStSu-Ptiestein gegeben worden ist; — in Empfang genommen durch Ibi-Lissigun,

Iddin-Ninsikilla und Summa-lä-Sin.

Den 30. Adar, Jahr »König Rlm-Sin machte Ur, die Kornkammer') des Landes,

zu einer Wüstenei')«.

(Siegel:) Ibi-Lissigun, Sohn des Ibni-[. .].

') Diesen Sinn dürfte g'an-xi haben. — ') ki-edin »Steppenstätte«.

* Es könnte hier Umrechnung in Geld (Adäration) der an sich in Naturalien zu erhebenden

satoitfrM-Abgabe vorliegpn. Demnach wäre .^tm statt mit »Kaufpreis« besser mit »Wert für« zu

übersetzen. Vgl. auch Anm, zu No. 1782.

1868. Pinches, Berens Coli. 96 (19>)). n. ii, 6, Samsuiluna.

11 Erntearbeiter, zu Händen des Etel-pi-Dagan, haben 1373 Tage im abgabe=

Pflichtigen Felde des Marduk-nägir geerntet'). Arbeitgeber*): Ea-näsir.

Den 11. Ajar, Jahr »König Samsuiluna (weihte) ein Bildwerk mit Adorations'

darstellungen und einen goldenen Schutzgott«.

(Siegel:) Marduk-[nä9ir], Sohn des Belänum, Diener des Samsuiluna.

') i-si-du. — ') mu-Si-pi-iS.

* Vgl. Anm. zu No. 1787. Die Stellung der einzelnen Personen unklar. Marduk-nfisir,

der auch siegelt, ist nach Analogie paralleler Texte wohl der Arbeitgeber. Etel-pi-Dagan könnte

Vormann der Arbeitergruppe sein, Ea-näsir, »der die Arbeit macheu läßt«, vielleicht ein AufseherP).

1869. BRM III 201' (= MLC 2482),') 9. VL 6. Samsuduna,

IVs (Kur) Gerste, in Empfang genommen durch Ahugunu;

% (Kur) Gerste, in Empfang [genommen] durch Täb-bal[ätum];

Vs (Kur) Gerste: Sin-erig'');

zus, 2V,, Kur: Puzur-Sin, der Pflüger.

Den 9. ülül, Jahr »ein Bildwerk mit Adorationsdarstellungen«.

') Tonplombe, VgL Anm, zu No. 1888.

1870. Pinches, Berens Coli. 97 (14o). i4. vii. 7, Samsuiluna,

15 Kä Brot, 10 Kä '), 10 Kä , % 8 Kä die Esel''),

Den 14. Tagrit, Jahr »eine glänzende Symbolwaffe aus Gold und Silber, wie

sie . zukommt«.

>) .?a e(oder un)-. .sig, — ') Kaum ki-nu-um; statt um eher bäbu.

1871. BIN II 96 (= NBC 1234).') l. XL 19. Samsuiluna.

32 Kiir Datteln . ') eingebracht von Samag-liwwir und Aliugina, in

Empfang genommen durch Ibi-Ilabrat.


— 179 —

Den 1. Sabät, Jahr »König Samsuiluna (stellte) zwei goldene Tempelsessel für

Marduk und Sarpanit (her)«.

(Siegel:) Ibi-Ilabrat, Sohn des A^am-nergi, Diener des Ilabrat und der') Sa.

') Ungeöffnete Außentafel. — ') OiS.Sü nam-har-ti; lies vielleicht GiS-AS, d.h. 'fiiimid.

Dann wäre zu übersetzen »im ^imid (= SO Kfi,)-Maß des Empfangs«, d, h, die Datteln sind mit

dem bei der Ablieferung gebräuchlichen 30-Kä-Maß nachgemessen worden. — ^) Oder »des«.

* Vgl. Anm. zu No. 1826.

1872. BRM III 79'! (= MLC 2506).') Zeit Samsuilunas(?).

5 Kur Gerste, Verpflegung des Muzilu'') vom ülill des Jahres »Nakab-nuligi'')-

Kanal« bis zum ülül des Jahres . . .'), hat er erhalten.

') Tonplombe, — ') Kopie wie an(oder äS-me)-Se (oder bi).

* Vgl. Anm. zu No. 1888.

1873. BIN II 95 (= NBC 1245). 10(?), VIL Zeit des Abie,guh.

l'/a Sekel [Silber], Kaufpreis für Stroh")'), Geschenk") des Marduk-mugallim

vom Jahre »König Abiöguh (hat) auf Geheiß Marduks (u. s. w,)«, in Empfang ge=

nommen durch [, ,]

Den 10''), Tagrit, Jahr »[König] Abie[gu[i] (hat) auf Geheiß [Marduks (ii. s.w.)]«.

') gab-a. — ") igi-sä.

* Zur igisü (z= labiriuC))-Ahga.he vgl. Landsberger, ZDMG 69, 499, Schollmeyer,

OLZ 19, 298 und III 114—116, 469, 481, V 1104, No. 1489, 1724, Ungnad, Babylon. Briefe

No, 14, 19, 70. Die Steuer wird in Geld geleistet, Ausnahme No. 1724 (Erträgnisse eines Dattel«

gartens als labirtu, was vielleicht doch gegen die Gleichung igisü = labirtu spricht),

1874. CT XXXIII 47 b (=_- 78704). 30, VIIL 4. Ammiditana.

2 .-Vögel'), 17 ..-Vögel''), die bei der Revision") nicht gesehen wurden;

— Marduk-dajän und Mammazu'-), die Wärter*), werden innerhalb 1 Monats die

Vögel dem Palast erstatten'*).

Den 30. Waraljsamnu, neues Jahr nach dem Jahre »die Macht Marduks«.

Siegel des Marduk-dajän; Siegel des Mammazu'".

') E.Zl HU. — ^) gi-ir-Si-ib-bu EU. — «) SI.LAL.LA (= pikiltu). — *) Eigentlich

»Treiber« (L [/. US. MES). — «) i-ip-pa-a-lu.

* Die Urkunde enthält ein dem Palaste abgegebenes Versprechen der Ersatzleistung für

Tiere, deren Fehlen, wohl bei einer amthchen Revision (vgl. Anm. zu No. 1801), festgestellt

worden war. Ein Versprechen ähnhcher Art enthält No. 1683.

1875. BRM III 188 (:=: MLC 1396).') 5. IL Zeit Ammiditanas.

[. .] . .-Arbeiter [. . .] .; [. .] Erntearboiter; 1 -Arbeiter [ .]Nür'')-

Adnd; 1 -Arbeiter [. .] ,, die Sklavenarbeit geleistet haben ^).

12*


— 180 —

Den 5. Ajar, Jahr »König Ammiditana |. .] .«.

(Siegel:) lbni-[. .], Sohn des [ .|, Diener des |.

') Tonplombe. — '•') ar-du-ia il-li-lcu.

* Vgl. Anm. zu No. 1787.

1876. BRM III 157 (n= MLC 2441).') 26. V. Jahr unbestimmt.

17 Leute; Kontrollbeamter''): Silli-Gula.»)

Den 26. Ab.

(Siegel:) AM-[. .], Sohn dos |. .].

') Tonplombe. Vgl. Anm. zu No. 1787. — ^) In anderen Texten steht sonsl an dieser Stelle

der Name des Vormannes des Arbeitertrupps.

1877. BRM III 185 (= MLC 1565).') 9. r. Jahr zerstört.

3 Erntearbeiter: Utu-mansi'); Feld

Den 9. Nisän, Jahr [. .].

(Siegel:) Abu-wakar, Sohn des Sin-magir''', Diener dos Sin''l

') Tonplorabe. Vgl. Anm. zu No. 1787. — ') Wohl der Vormann des Aibeilertrupps.

1878. BRM III 187 (— MLC 2466).') 18. Xlf. Jahr unbestimmt.

1 Mutterschaf fohlt»); Hirt: Zab'um. — 1 Mutterschaf .: Hirt: Almin-ili.

[Kontrollbeamjter''): Abu-wakar'".

Den 18. Adar.

') Tonplombe. — '•') ri-ri-ga.

* Vgl. Anm. zu No. 1801.

1879. BRM III 189 (= MLC 2507).') -VIU. ,Taln unbestimmt.

2 Kur, 51 Kä Gerste aus dem Kornboden'•'»), in Empfang genommen (lurcb

Iltäni; 3 Kur Gerste, in Empfang gcuonimcii durch A[>il-Samas'", Sohn des Unhrnttukultagu;

1 Kur Gerste für Aplum .; 'V, (Kur) Gersto, gehörig zur

Verpflegung 4 Kä

Zusammen 5 Kur, 115 Kä zur Verpflegung dos Monats Warahsamnu.

Im Warahsamnu.

') Tonplombe. — ^) Sä ga-ri-tum.

• Vgl. No. 1924.

1880. BRM III 190 (— MLC 2468).') 1.5. Vlll. Jahr unbestimmt.

2V6 (Kur) [Gerste], Miete für 15"' Leute und 1 ScbifT, für den Mann jo

52 Kä [. (Rest unklar) •[

Den 16. Warahsamnu.


— 181 —

1881. C 37 {= CBS 15040). -22. II. Jahr uubeslinunt.

20 lüV" zag-bi Enlil,

10 Kä //a-Sil .,

25 Iva abgeholt'''').

Kontrollboaniter''): Nanna-sakkal.

Don 22. Ajar, Jahr » ., stellte er ihnen her«,

(Siegel:) [En]ki, Damgalnunna, Asar-lu-[dug].

') Wohl xi-ga.

1882. RFH 40 (= AJSL 33, 240). 3. VIIL Jahr zerstört.

[. (Anfang zerstört) • .], Verköstigung (für) 5 .[. .|') vom Palast in Klg,

unterstehend dem Gesandten Sin-nädin-gumi. Monat Warahsamnu.

Abgeholt im Speicher des Palastes von Kig, unterstehoud dom IluSu-bäni.

Zababa-kägid, U§i-Sumuabum.^)

Von Sin-igmeanni.

Den 3. Warahsamnu [. (Rest zerstört).

') Kopie pa (= Säpiru?) gu [, . .], — •') Rolle dieser beiden Personen unklar. Sie könnten

die Abhebenden sein, während Sin-ismeanni, wohl ein üuLerbeamter des Speichor Vorstehers Ihisubäni,

derjenige ist, bei dem abgeholt wird. Vgl. auch No. 1869.

1883. RFH (6 (= AJSL 33, 230). Datum zerstört.

1 Kur Gerste, in Empfang genommen durch Ba]iü[nu'''], Sohn des Numal=

tum''''); bei Nabi-Samag abgeholt. [. (Rest zerstört).

') Statt mär nu-'ma-alP)-tumif) wäre auch i-nu-ma al-..[..] „als ich ..[. .]" nicht unmöglich.

1884. RFH 17 (— AJSL 33, 230). Datum zerstört.

d'/ö Kur Gerste, in Empfang genommen durch Sabltum von Awil-Sin [.

(Rest zerstört),

1885. RFH 23 (= AJSL 33, 234). Undatiert.

20 Kä Gerstenmehl: Betatum; 10 Kä: Erigtum; 10 Kä Furtum, als'''') sie das

Schwein schlachtete; 10Kä Mehlspende; Kontrollbeamte''): Pürtum'') und Sadü...'^);

18 Kä beim Wahrsagen für Sin-idinnam; 5 Kä: Sät-küibi; 2 Kä Mehlspende für

das Haus der Ighara; Kontrollbeamter'') Sadü ''); 6 Kä: der Schneider'')'*), die

Sunüratum heraufgebracht hat; 7 Kä für den Hacker*) in '); 2 Kä Mehlspende

im Monat Sabät;

(zus.) 90 Kä Gerstenmehl.

20 Ka Gerste für den Schneider'"; Kontrollbeamter"': Erigtum; 20 Kä: Sät-Kübi;

20 Kä: der Schneider''), die Sunüratum heraufgebracht hat; 4 Kä: Mäd-gimil-Igtar;

(zus.) 64 Kä Gerste.


182

[, ] Datteln: Awil-Anim; [. .]: der Schneider'"; |, . ,]: Erigtum; [ ,|, , in

»); [. ,] für Sin-idinnam; [, .]: UrO-Bau; |. ; Sät'"]-Kubi; [. .[: dor

Schneider'"; 20 Kä: Erigtum; 30 Kä: Betatum;

(zus.) 205 Kä Datteln, bei Sadü ^) abgeholt, am 14. Tage.

') a-nu-ü-ma. — ') kiir-bi-bi; Meek: Sad-kas-pi (unwahrscheinlich). — ^) '"Ku. — *) ra-piki-im.

— ') du-bi-e; vgl. Anm. 2 zu No, 1781,

* Die LTrkunde könnte auch unter die Listen gesteUt werden,

1886. RFH 24 (= AJSL 33, 235). Undatiert.

121 ausgewachsene') Kühe; Samag-ri3'i; 120 ausgewachsene Kühe: Adad-imitti;

120 ausgewachsene Kühe: Apil-Sin; 120 ausgewachsene Kühe: [Adi]-mati-ili; [120]

ausgewachsene Kühe: Sämum; zusammen 601 ausgewachsene Kühe; [übjergeben

dem') Nür-Adad.

') äl. — ') \si]-U-ld (= pukuddü) Sd(V.

* Parallelurkunden: III 186, 138, IV 843, ferner No. 1502, 1603 (mit Zeugen). In den

letzteren LTrkunden ist si-il-la-Sü (Anm, 1) daher wohl ana pukudde »übergeben dem«. Demnach

dürfte in No. 1B03 Sin-ismeni der Herdenverwalter, Abum-Sama,i ein ihm untergebener mittlerer

Beamter sein, dem dann die einzelnen Hirten unterstanden. Damit ist die schon in Anm. zu

No, 1502 vermutete Zugehörigkeit von No. 1602, 1503 zur öffentlichen Verwaltung wohl erwiesen.

Die Urkunden verbriefen nicht Hütungsvertrage, sondern die Verteilung von Herden der Palast^

Verwaltung unter die einzelnen Angestellten.

1887. RFH 27 (= AJSL 33, 237). Datum zerstört.

8 Kur, 20 Kä Sesam, in Empfang genommen durch Puzur-Samag; 1 Kur:

Kibam-Sin; 1 Kur: Pürtum; 120 Kä, Kontrollbeamter''''): Sin-gimlanni, für Pilrtum;

20 Ka: Samag-nüri''); 30 Kä: .; 10 Kä: Sät-Kübi; 60 Kä für (die Stadt) Adab:

Iddin-Amurrum; 90 Kä: Imgur")-Sin; 1 Kur, 280 Kä, Steuer") .[. ,]; 140 Kä für

[, , , ,]: Sumerü[m'') ,] Sesam: Jakutum''); [, ,] Sesam für 4'') Kä Öl [.,,, (Rest

zerstört).

') Oir. — ') nig-kud-da = miksu.

* VgL No. 1776,

*I888. BRM III 19 a {= MLC 2476). Undatiert,

450 Schock Ziegel, eingebracht von Anatum.

• Die Tonplomben No. 1888—-1893, 1895—1900 bilden zusammen eine Gruppe und gehören,

wie die öfter wiederkehrenden Namen derselben Personen beweisen, sicher demselben Funde und

wohl auch derselben Zeit an. Sie enthalten teils Bestätigungen über gelieferte Ziegel (No. 1888—1892,

1900—1906), annähernd dieselben Mengen (340-450 Schock, '/a und 1 Sar). Immer ist der

Name des Lieferanten genannt, und zwar sind es mehrfach dieselben Personen, so Anatum:

No. 1888, 1902, Etemmu-rabi: No. 1889, 1904, 1900, Adad-n.1sh: No. 1891, 1892, Litasim-ih:

No. 1903, 1905. Dreimal (No, 1892, 1905, 1906) wird der KontroUbeamte ßulätatum genannt.

Teils sind sie Quittungen über Lieferungen von Lebensmitteln (No. 1895—1899). Lieferant ist,

abgesehen von No. 1896, immer derselbe Erisa, als Empfänger figurieren zum Teil die bei den

ZiegeUieferungen als Lieferanten angeführten Personen (Anatum: No. 1896, 1897, Eteinmu-rabi:

* Die mit einem Sternchen versehenen Nummern sind Tonplomben,


— 183 —

No. 1896, 1898, Täb-balälum: No, 1899, vgL No. 1890), Ein lYib-balätum als Empfänger auch

in der Kollektivquittung No. 1869 (vgl. auch No. 1872) vom 9, VI, 6, Samsuiluna. Sind beide

identisch, so wären unsere Tonplomben in dieselbe Zeit zu setzen. Man beachte, daß die drei

datierten No 1892, 1905, 1906, dieselben, welche den Kontrollbeamten nennen, wenigstens die

Monatsdaten vom 21. VI.—19. VIL ergeben. Wird schon durch diese Beziehung die Zusammen»

gehörigkeit beider Serien von Tonplombeu wahrscheinlich, so wird sie außer Zweifel gestellt durch

No. 1893. Hier quittiert eine Person dem oben genannten Erisa den Empfang einer Quantität

Gerste und verpflichtet sich dafür, 3 Sar Ziegel herbeizutragen. Man könnte diese Urkunde,

wenn sie Zeugen hätte, als Werkvertrag bezeichnen. In der Tat wird aber eine ausnahmsweise

ausführlicher gefaßte Quittung der Art von No, 1895 f. vorliegen. Durch No, 1893 wird erwiesen,<