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Beteiligungsanalyse

Infrastruktur International I

erstellt am: 11. August 2008

TKL.Fonds Gesellschaft für Fondsconception und –analyse mbH

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Inhaltsverzeichnis

Executive Summary 5

I. Die Beteiligung im Überblick f 5

II. Beurteilung 5

1. Qualitative Einschätzung 5

2. Finanzielle Einschätzung 5

III. Gesamturteil 5

A. Qualitative Einschätzung f

Initiator 10

Fondskonzeption 11

Investitionsobjekt 12

Übersicht Zielfonds

Ankaufsprozess 13

B. Kostenstruktur und Ergebnisverteilung f

15

Kostenstruktur und Ergebnisverteilung

C. Gesamturteil 20

D. Methodische Vorgehensweise 21

E. Finanzmathematischer Anhang 24

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Executive Summary

I. Die Beteiligung im Überblick

Allgemeine Daten der Beteiligung

Fondsbezeichnung Infrastruktur International I

Initiator König & Cie. GmbH & Co. KG

Investitionsobjekt

Indirekte Investition in Unternehmen aus dem

Bereich Infrastruktur

Datum der Prospektaufstellung 10. Juli 2008

Analysedatum 11. August 2008

Schließung des Fonds 15. Februar 2010

Dauer der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2018

Ordentliche Kündigung frühestens möglich zum vorzeitige Kündigung nicht möglich

Haftung im Außenverhältnis beschränkt auf 1% der Einlage

Währung des Fonds EUR

Mindestzeichnungssumme in EUR

Einzahlungstermine

10.000

nach Annahme 100% zzgl. 5% Agio

Kommanditkapital ohne Agio in TEUR 35.030

Agio in % 5,0%

Fondsvolumen inkl. Agio (Gesamtinvestition) in TEUR 36.782

II. Beurteilung

1. Qualitative Einschätzung

Initiator

Anmerkungen:

-

Erfahrung

Anzahl platzierter Fonds 72

Realisiertes Investitionsvolumen in Mio. € 3.671,4

Anzahl platzierter Infrastrukturfonds 1

Durchschnittliches Volumen platzierter Infrastrukturfonds in

Mio. €

Performance bereits aufgelegter Fonds*

Alle Fonds des Initiators

36,8

Vergleich prospektierter und realisierter Ausschüttungen 15 unter Plan, 22 im Plan, 2 über Plan

Vergleich prospektierter und realisierter Tilgungen 4 unter Plan, 12 im Plan, 28 über Plan

Note

Anmerkungen:

2,75

* Stand: Leistungsbilanz 2007

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Executive Summary

Sumary

Fondskonzeption

Investitionsobjekt

Ankaufsprozess

Unabhängige Mittelverwendungskontrolle vorhanden

Prospektprüfungsbericht in Auftrag gegeben

Steuerliche Konzeption

vermögensverwaltend, Betriebsstätte in

Deutschland

Steuergutachten in Auftrag gegeben

Platzierungsgarantie vorhanden

Für das Zustandekommen des Fonds erforderliche

Mindestplatzierung

25.000 TEUR (71,4% der geplanten

Pflichteinlage)

Note 2,25

Anmerkungen:

-

Angestrebte Diversifikation auf Zielfonds und Unternehmen

maximal 4 Zielfonds, indirekt mehrere

Infrastrukturprojekte

Angestrebte Regionen und Länder Global

Blind-Pool-Charakter

Sind Zielfonds und Infrastrukturprojekte, in die investiert

werden soll, bekannt?

Sind Zielfonds und Infrastrukturprojekte, in die vorangegangene

Fonds des Initiators investiert haben, bekannt?

66% der Zielfonds stehen fest; 34% der

Zielfonds stehen nicht fest

Zielfonds teilweise, Infrastrukturprojekte

teilweise

Zielfonds nein, Infrastrukturprojekte nein

Note 1,85

Anmerkungen:

-

Management des Fonds

Ist eine vom Initiator unabhängige Gesellschaft für das

Management des Fonds verantwortlich?

nein

Fondsmanagement König & Cie. Asset Management GmbH

Wird das Fondsmanagement von externen Partnern unterstützt? nein

Im Prospekt genannte externe Partner -

Note 2,55

Anmerkungen:

-

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Executive Summary

2. Finanzielle Einschätzung

Kostenstruktur und Ergebnisverteilung

Betriebsphase

Ergebnisverteilung

90,28%

9,72%

14,02%

21.420 EUR p.a.

1,25% p.a.

10,00%

90,0%

10,0%

Note 2,55

III. Gesamturteil

Gesamturteil

Investitionsphase

Investitionsgrad mit Liquiditätsreserve in %

Fondskosten in der Investitionsphase ohne Agio in % des Fondsvolumens ohne Agio

Fondskosten in der Investitionsphase zzgl. Agio in % des Fondsvolumens inkl. Agio

Fixe Fondskosten in der Betriebsphase p.a. in EUR

Variable Fondskosten in der Betriebsphase p.a. in % des Fondsvolumens ohne Agio

Vorzugsrendite ("Hurdle Rate") für die Kommanditisten

Ergebnisbeteiligung der Kommanditisten *

Ergebnisbeteiligung der Gründungsgesellschafter *

Anmerkungen:

* Nach Berücksichtigung der "Hurdle Rate" und der anschließenden Aufholung der König & Cie. GmbH & Co. KG.

Initiator (15,0%) 2,75

Fondskonzeption (15,0%) 2,25

Investitionsobjekt (27,5%) 1,85

Ankaufsprozess (27,5%) 2,55

Kostenstruktur und Ergebnisverteilung (15,0%) 2,55

Gesamtnote* (100,0%) 2,34

Rating**

Anmerkungen:

* Gewichteter Durchschnitt der fünf Teilnoten.

** Sehr gut (Note 1,00 - 2,00) oder Top 10%

Gut (Note 2,01 - 2,50)

Platzierungsfähig (Note 2,51 - 3,00)

Uninteressant (Note 3,01 - 3,50)

Mangelhaft (Note 3,51 - 5,00)

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A. Qualitative Einschätzung

Initiator

Initiator - Prospektherausgeber

Name

Anschrift

Internet

Gründung

Unternehmensgruppe

Erfahrung*

Anzahl platzierter Fonds 72

Realisiertes Investitionsvolumen in Mio. € 3.671,4

Anzahl

Volumen

davon: in Mio. € Ø in Mio. €

Infrastrukturfonds** 1 36,8 36,8

Private-Equity-Dachfonds und Real-Estate-PE-Fonds 2 68,3 34,2

Immobilien 6 87,4 14,6

Schiffe 52 3.012,9 57,9

Regenerative Energien 2 55,4 27,7

Lebensversicherungsfonds 6 360,4 60,1

Medienfonds 0 0,0 -

Leasing 0 0,0 -

Sonstige 3 50,1 16,7

Anmerkungen:

* Stand: Leistungsbilanz 2007.

** Das vorliegendes Beteiligungsangebot ist in der Auszählung enthalten.

Performance bereits aufgelegter Fonds des Initiators*

unter Plan im Plan über Plan

Ausschüttung 15 22 2

Tilgung 4 12 28

Abgeschlossene Fonds 2

Anmerkungen:

* Angaben gemäß Leistungsbilanz 2006.

König & Cie. GmbH & Co. KG

Axel-Springer-Platz 3, 20355 Hamburg

www.emissionshaus.com

1999

König & Cie. Gruppe

Beurteilung des Initiators

Die 1999 gegründete König & Cie. GmbH & Co. KG entwickelt und realisiert Beteiligungsangebote der

Produktlinien Schifffahrt, Private Equity, am Zweitmarkt erworbene Kapitallebensversicherungen, Immobilien und

regenerative Energien. Das Hauptgeschäft bildet der Schifffahrtsbereich. In der Produktlinie Immobilienfonds trägt

die König & Cie. Real Estate GmbH, eine Tochtergesellschaft der König & Cie. GmbH & Co. KG, die

Verantwortung. Der Bereich regenerative Energien wird von der König & Cie. New Energy GmbH betreut. Bislang

hat König & Cie. 72 Fonds mit einem Investitionsvolumen von über EUR 3,67 Mrd. aufgelegt (Stand: August

2008). Das vorliegende Beteilgungsangebot ist der erste Infrastrukturfonds des Anbieters. Es handelt sich somit

generell um einen erfahrenen, in diesem speziellen Marktsegment jedoch neuen Initiator.

Note 2,75

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A. Qualitative Einschätzung

Fondskonzeption

Rechtliche Konzeption

Übernimmt der Initiator Prospektverantwortung? ja

Unabhängige Mittelverwendungskontrolle vorhanden

Treuhänderin König & Cie. Treuhand GmbH

Prospektprüfungsbericht in Auftrag gegeben

Dauer der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2018

Kündigung frühestens möglich zum vorzeitige Kündigung nicht möglich

Haftung im Außenverhältnis beschränkt auf 1% der Einlage

Anmerkungen:

-

Steuerliche Konzeption

Steuerliche Konzeption vermögensverwaltend

Betriebsstätte der Fondsgesellschaft Deutschland

Einkunftsart Einkünfte aus Kapitalvermögen

Steuergutachten in Auftrag gegeben

Steuerliche Grundlagen bei Infrastruktur-Fonds

In seinem Schreiben vom 16. Dezember 2003 zur einkommensteuerlichen Behandlung von Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds hat das BMF

Abgrenzungskriterien für die Gewerblichkeit eines solchen Fonds aufgestellt. Damit dem Fonds keine gewerbliche Tätigkeit zugeordnet wird, müssen

folgende wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sein: Kein Einsatz von Bankkrediten sowie keine Übernahme von Sicherheiten, keine umfangreiche

eigene Organisation, keine Ausnutzung eines Marktes unter Einsatz beruflicher Erfahrung für fremde Rechnung, kein Anbieten gegenüber breiter

Öffentlichkeit sowie kein Handeln auf fremde Rechnung, mindestens mittelfristige - d.h. 3 bis 5 Jahre - Haltedauer der Beteiligungen, keine

Reinvestition von Veräußerungserlösen, keine Beteiligung am aktiven Management der Portfolio-Gesellschaften.

Weiterhin besteht die Gefahr der gewerblichen "Infektion", wenn sich der Fonds an einem Zielfonds beteiligt, der die vorgenannten Kriterien nicht

erfüllt und somit gewerblich tätig ist. In diesem Fall würde man den Fonds als insgesamt gewerblich tätig ansehen.

In einem Urteil vom 6. Oktober 2004 hat jedoch der IX. Senat des BFH entschieden, dass nur eine "teilweise Infektion" stattfindet, wenn eine

vermögensverwaltende Personengesellschaft an einer gewerblich tätigen Personengesellschaft beteiligt ist. Dann wären lediglich die Einkünfte aus

dieser Gesellschaft als Einkünfte aus Gewerbebetrieb, alle anderen jedoch als Einkünfte aus Vermögensverwaltung anzusehen. Das BMF hat auf das

Urteil am 23. Mai 2005 mit einem Nichtanwendungserlass reagiert und will darauf hinwirken, die bisherige Rechtsauffassung wieder herzustellen.

Der Gefahr einer gewerblichen "Gesamt-Infektion" begegnen die Private-Equity-Fonds gewöhnlich durch das Zwischenschalten einer

Kapitalgesellschaft. Dann unterliegen die Einkünfte aus den Zielfonds auf Ebene der Zwischen-Kapitalgesellschaft der vollen gewerblichen

Besteuerung.

Sollte der Fonds steuerlich als vermögensverwaltend behandelt werden, stellen die laufenden Erträge, die den Kommanditisten in Form von

Dividenden, Zinsen etc. zufließen, Einkünfte aus Kapitalvermögen dar. Veräußerungsgewinne nach einer Haltedauer von über einem Jahr sind

steuerfrei, sofern der Kommanditist seine Beteiligung im Privatvermögen hält. Sollte der Fonds als gewerblich tätig eingestuft werden, stellen alle

Erträge aus dem Fonds für den Kommanditisten Einkünfte aus Gewerbebetrieb dar.

Besonderheiten und Risiken der steuerlichen Konzeption

Der Fonds ist als in Deutschland ansässige vermögensverwaltende Gesellschaft konzipiert. Die Konzeption sieht die Einhaltung der

im BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2003 formulierten Abgrenzungskriterien vor. Um eine gewerbliche "Infektion" zu

vermeiden, wird die Beteiligung über eine zwischengeschaltete Beteiligungsgesellschaft, die König & Cie. Infrastructure

Beteiligungs- und Treuhand GmbH eingegangen. Die Rückflüsse aus der Beteiligungsgesellschaft unterliegen laut aktuellem

Gesetzesbeschluss vom 25. Mai 2007 ab 2009 nicht mehr dem Halbeinkünfteverfahren, sondern der Abgeltungssteuer und werden

zukünftig mit 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer besteuert.

Anmerkungen:

-

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A. Qualitative Einschätzung

Fondskonzeption - Fortsetzung

Wirtschaftliche Konzeption

Mindestzeichnungssumme

Einzahlungstermine

10.000 EUR

nach Annahme 100% zzgl. 5% Agio

Geplante Schließung des Fonds 15. Februar 2010

Platzierungsgarantie vorhanden

Höhe in TEUR 25.000

durch König & Cie.

Hinweis im Prospekt auf ein Rückabwicklungsrisiko? nicht erforderlich

Für das Zustandekommen des Fonds erforderliche

Mindestplatzierung

Anmerkungen:

-

Beurteilung der Fondskonzeption

25.000 TEUR (71,4% der geplanten Pflichteinlage)

Besonderheiten der wirtschaftlichen Konzeption

Die Fondsgesellschaft beteiligt sich bei diesem Fondsangebot an einer gewerblichen Beteiligungsholding (König &

Cie. Infrastructure Beteiligungs- und Treuhand GmbH). Die Beteiligungsholding investiert wiederum in maximal vier

Zielfonds aus dem Bereich Infrastruktur. Somit weist das Beteiligungsangebot den für Infrastruktur-Fonds typischen

Blind-Pool-Charakter auf.

Ein Zielfonds, der Global Infrastructure Partners - C, L.P. (GIPC) steht bereits fest. Es wurden bereits Anteile an dem

Zielfonds in Höhe von USD 30 Mio. gezeichnet. Der erste Kapitalabruf inkl. Nebenkosten in Höhe von USD 9,5 Mio.

wurde von den Emittenten in Form einer Eigenkapital-Zwischenfinanzierung vorfinanziert.

Anleger haben die Möglichkeit, sich über die Treuhänderin an der Fondsgesellschaft zu beteiligen. Die

Fondsgesellschaft erwirbt bei diesem Beteiligungsangebot über eine Beteiligungsgesellschaft Anteile am Global

Infrastructure Partners - C, L.P. und bis zu drei weiteren Zielfonds. Die Zielfonds beteiligen sich ihrerseits an mehreren

Unternehmen aus den Infrastrukturbereichen Energie, Transport, Wasserversorgung und Abfallwirtschaft. Somit weist

das Beteiligungsangebot den für Infrastruktur-Fonds typischen Blind-Pool-Charakter auf.

Das prospektierte Mindestfondsvolumen i.H.v. USD 25,0 Mio. wird durch eine Platzierungsgarantie seitens König &

Cie. abgedeckt.

Eine unabhängige Mittelverwendungskontrolle liegt vor. Die Gesellschaft kann einen dreiköpfigen Beirat bestellen,

der von den Kommanditisten dominiert wird. Der Fonds ist als in Deutschland ansässige vermögensverwaltende

Gesellschaft konzipiert. Insgesamt ist das Beteiligungsangebot solide konzipiert.

Note 2,25

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B. A. B. Qualitative Einschätzung

Investitionsobjekt

Diversifikation

Investitionsobjekt

Angestrebte Regionen und Länder

Indirekte Investition in Unternehmen aus dem Bereich

Infrastruktur

Begriffserläuterung:

Unter Infrastruktur kann man „alle langlebigen Grundeinrichtungen, die das Funktionieren einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft nachhaltig

garantieren“ zusammenfassen. Viele Infrastrukturprojekte besitzen hinsichtlich ihrer Serviceleistungen eine Monopolstellung und werden in derRegel

im Rahmen sehr langfristiger Nutzungsrechte angeboten. Ab einer gewissen Größenordnung werden Infrastrukturprojekte als Projektfinanzierungen

realisiert.

Projektfinanzierungen werden bereits seit der Antike durchgeführt. Der Begriff des „project financing“ entwickelte sich jedoch in den USA im

Erdölrausch der 30er Jahre. Der eigentliche Durchbruch an den internationalen Kredit- und Kapitalmärkten kam erst in den frühen 70er Jahren, als die

Erschließung der Ölfelder in der Nordsee vor dem Hintergrund der OPEC-Krise notwendig erschien und im Rahmen von Projektfinanzierungen

vorangetrieben wurde.

Im Fall der Projektfinanzierung wird das benötigte Kapital einer neu gegründeten Projektgesellschaft („Special Purpose Company“) ohne eigene

Historie und ohne wesentliches eigenes Anlagevermögen zur Verfügung gestellt. Eine Fremdfinanzierung mit Fremdkapitalanteilen von bis zu 85%

findet durch spezialisierte Investmentbanken statt. Der Kapitaldienst wird ausschließlich aus dem Projekt-Cash-Flow geleistet. Weitere Sicherheiten

sind nicht („non-recourse“) oder in begrenztem Umfang („limited-recourse“) vorhanden. Vor allem bei so genannten „Greenfield Projekten“,diedie

Erstellung einer komplett neuen Anlage beinhalten, bestehen die Banken darauf, dass sich die Sponsoren (Initiatoren) mindestens bis zum Abschluss

der Bauphase mit angemessenem Eigenkapital an der Projektgesellschaft beteiligen. Anschließend veräußern die Sponsoren einen Großteil ihrer

Beteiligungen.

Zu diesem Zeitpunkt, an dem die Projekte ihre risikoreichste Phase hinter sich gelassen haben, treten als Käufer auch Private-Equity-Fonds auf, die

sich auf die Investition in Infrastrukturprojekte spezialisiert haben. Diese so genannten Infrastrukturfonds existieren seit Anfang der 90er Jahre und

haben sich vor allem in Australien als eigenständige Anlageklasse etabliert. Zum Ende Juli 2008 waren an der Australian Stock Exchange (ASX) 23

Infrastrukturfonds börsennotiert, die eine Marktkapitalisierung von 36 Mrd. AUD aufwiesen.

(Quellen: Australian Stock Exchange, Listed Managed Investment (LMI), Monthly Update Juli 2008, J. Raeke , Neue Anlageklasse für Privatanleger,

in: BeteiligungsReport 03-2005, S. 16 f.; B. Weber, H.-W. Alfen und S. Maser, Projektfinanzierung und PPP, Köln 2006, S. 14-16, 25-28, 139-142; B.

Wolf, M. Hill und M. Pfaue, Strukturierte Finanzierungen, Stuttgart 2003, S. 59-68, 105 f.

Global Infrastructure

Partners -C,L.P.

Zielfonds 2

Infrastruktur International I

mehrere Infrastrukturprojekte

Global

Zielfonds 3

Zielfonds 4

Eine im Januar 2004 veröffentlichte Studie von Weidig und Mathonet vom European Investment Fund (EIF) kommt zum Ergebnis, dass die

Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes bei einem Einzelinvestment 30% beträgt, bei einem in zahlreiche Unternehmen investierenden PE-Fonds

dagegen sehr gering ist. Bei einem Dachfonds, der in mehrere Zielfonds investiert, ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes nahezu Null. Der

maximale Diversifikationseffekt ist bereits bei einem Portfolio mit 20 bis 30 Zielfonds fast vollständig erreicht.

Auch eine im April 2006 durchgeführte Studie der Berenberg Private Capital GmbH kommt zum Ergebnis, dass durch das professionelle Management

eines Dachfonds das Kapitalverlust-Risiko nahezu verschwindet.

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A. Qualitative Einschätzung

Investitionsobjekt - Fortsetzung

Diversifikation - Fortsetzung

Bei der Auswahl der Zielfonds und Projekte einzuhaltende Investitionskriterien

- Beteiligung ausschließlich mittelbar über König & Cie. Infrastructure Beteiligungs- und Treuhand GmbH

- Breite Streuung nach verschiedenen Regionen, Initiatoren und Infrastruktursegmenten

- Maximal vier Zielfonds

- Geographische Investitionsschwerpunkte: Europa, USA, Nord- und Südamerika sowie Wirtschaftszentren Asiens

uund Ozeaniens

Kann das Fondsmanagement von den Investitionskriterien abweichen?

Anmerkungen:

-

Blind-Pool-Charakter

Anmerkungen:

-

unter Zustimmung des Beirates

Stehen die Zielfonds, in die investiert werden soll, bereits fest?

teilweise

Konkretisierungsgrad der Zielfonds Anteil

Nicht fest

34%

Zielfonds stehen bereits fest 66,0%

Zielfonds in Verhandlung 0,0%

Zielfonds stehen noch nicht fest 34,0%

Fest

Beurteilung des Blind-Pool-Charakters des Fonds:

66%

Die Fondsgesellschaft investiert in maximal 4 Zielfonds. Ein Zielfonds ist bereits identifiziert und gezeichnet. Die

Investition in den GIPC macht über 2/3 des angestrebten Gesamtinvestitionsvolumens aus. Somit ist der Blindpool-

Charakter eingeschränkt.

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A. Qualitative Einschätzung

Investitionsobjekt - Fortsetzung

Zielfonds

Sind Zielfonds, in die investiert werden soll, bekannt?

Sind Projekte, in die die aktuellen Zielfonds investieren, bekannt?

Währungen der Infrastrukturprojekte Anteil*

Infrastrukturbereiche der Zielfonds Anteil*

Transport und Verkehr 71,0%

Öffentlich regulierte

Versorgungsbetriebe

29,0%

Kommunikationsinfrastruktur 0,0%

Public Private Partnership 0,0%

teilweise

teilweise

USD

28,0%

Sonstige

EUR 0,0%

15,0%

GBP 57,0%

USD 28,0%

Sonstige Währungen 15,0%

Infrastrukturfonds investieren in Infrastrukturprojekte weltweit. Die Infrastrukturprojekte

GBP

57,0%

generieren in der Regel Einnahmen und

Zahlungsüberschüsse in der entsprechenden Landeswährung. Somit wird auch die Finanzierung meistens in der Landeswährung durchgeführt. Alle

Projekte, die nicht in der Währung des Fonds finanziert werden, sind mit Währungsrisiken behaftet. Somit ist das von den Anlegern zu tragende

Währungsrisiko umso höher, je niedriger der Anteil der in der Fondswährung (z.B. EUR) finanzierten Projekte an dem gesamten Projektvolumen ist.

Transport und

Verkehr

71%

Versorgung

29%

Typischerweise werden Investitionen in Infrastruktur in vier großen Bereichen durchgeführt:

Der Bereich Transport, Verkehr und verwandte Betriebe umfasst den Bau und Betrieb von Mautstraßen, Brücken, Tunnel, Flughäfen und

Eisenbahnnetzen.

Öffentlich regulierte Versorgungsbetriebe befriedigen u.a. den Bedarf an Gas, Wasser und Strom, besitzen häufig eine Monopolstellung und

unterstehen in der Regel einer staatlichen Aufsicht. Unternehmen aus diesem Bereich sind für die Übertragung und Verteilung von Strom und Gas, für

die Förderung, Verteilung und Versorgung mit Wasser sowie für die Beseitigung, Klärung und Entsorgung von Abwasser und Abfallstoffen zuständig.

Kommunikationsinfrastruktur liefert die Voraussetzungen für die Übertragung elektronischer Kommunikationssignale und umfasst die

Übertragungsinfrastruktur, Signaltürme für Mobilfunk, Satellitensysteme, Festnetze und drahtlose Netzwerke sowie Unterwasserkabelnetze. Die

Übertragungsinfrastruktur setzt sich aus Sendemasten, Antennen und Satellitenschüsseln zusammen, die zur Übertragung von TV- und Radiosignalen

eingesetzt werden.

Ein Public Private Partnership (PPP) stellt in der Regel eine Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor dar. Dabei garantiert die

jeweilige Regierung die Basisversorgung, während der private Sektor die Anlagen und Einrichtungen baut, besitzt, betreibt und erhält. Über PPPs

werden beispielsweise Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Schulen und Bildungseinrichtungen, kulturelle Einrichtungen sowie Einrichtungen der

Polizei- und Rettungsdienste finanziert.

(Quelle: Macquarie Research )

Beurteilung der Zielfonds, in die investiert werden soll

Bei dem Global Infrastructure Partners - C, L.P handelt es sich um einen global ausgerichteten Zielfonds mit einem Fondskapital von

USD 5,64 Mrd. Der Investitionsfokus des Fonds liegt auf den Bereichen Energieversorgung, Transport, Wasserversorgung und

Abfallentsorgung. Gründungsgesellschafter des Fonds sind die Credit Suisse und General Electric mit einem Beteiligungsanteil von

ca. 17%. Das Managementteam des GIPC besteht aus acht Personen, die über langjährige Erfahrung im Infrastrukturbereich

verfügen. Das Team hat in den Bereichen Energieversorgung, Transport und Wasserversorgung bereits über 550 Transaktionen mit

einem Gesamtvolumen von USD 580 Mrd. abgewickelt. Geführt wird das Team von Herrn Adebayo Ogunlesi, der zuvor

verschiedene Führungspositionen bei der "Credit Suisse" bekleidete. Durch die Gründungsgesellschafter Credit Suisse und General

Electric verfügt der GIPC zudem über ein weltweites Netzwerk an Spezialisten und Kontakten. Im Bereich Infrastruktur handelt es

sich somit um ein sehr erfahrenes Fondsmanagement.

Zum 10. Juli 2008 hat der GIPC USD 1,8 Mrd. (31% des Fondsvolumens) investiert. Zum Portfolio des Fonds gehören u.a.

Beteiligungen am London City Airport und an der International Port Holding (IPH). Die IPH wurde hierbei zu 100% vom GIPC

übernommen und dient als Plattform zur Investion in den Hafensektor. Die IPH hat ihrerseits bereits mehrere Investitionen getätigt,

die ebenfalls im Prospekt ausgewiesen sind. Fünf der insgesamt acht Investitionen wurden in Großbritannien, jeweils eine in den

USA, Argentinien und Indien getätigt.

Angaben zu eventuellen Vorgängerfonds inkl. Trackrecord liegen nicht vor.

Sind Zielfonds, in die vorangegangene Fonds des Initiators investiert

nein

haben, bekannt?

Anmerkungen:

* Die Anteile der realisierten Projekte wurden von TKL pauschal festgelegt, da genaue Angaben über die einzelnen Investitionsvolumina im Prospekt

nicht ausgewiesen sind.

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B. A. B. Qualitative Einschätzung

Investitionsobjekt - Fortsetzung

Beurteilung des Investitionsobjektes

Die Fondsgesellschaft beteiligt sich indirekt an dem Infrastrukturzielfonds Global Infrastructure Partners - C, L.P. und

maximal drei weiteren Zielfonds, die wiederum in mehrere Unternehmen der Infrastrukturbereiche Energie, Transport,

Abfallwirtschaft und Wasserversorgung investieren. In den GIPC wurden bereits USD 30,0 Mio. investiert, was zwei

Drittel der geplanten Gesamtinvestitionssumme des Infrastruktur International I ausmacht. Weitere potentielle Zielfonds

sind noch nicht identifiziert. Der GIPC hatte zum 10. Juli 2008 bereits USD 1,8 Mrd. (31% des Fondsvolumens)

investiert. Zum Portfolio des Fonds gehören u.a. Beteiligungen am London City Airport, an mehreren Hafenanlagen

sowie an Versorgungsunternehmen. Vier der insgesamt sieben Investitionen wurden in Großbritannien, jeweils eine in

den USA, Argentinien und Indien getätigt. Vor dem Hintergrund, dass es sich beim vorliegenden Angebot um einen

EUR-Fonds handelt, der in Zielfonds und Projekte mit anderen Währungen investiert, bestehen hinsichtlich der

Wechselkursentwicklung der beteiligten Währungen Risiken.

Zu den Gründungsgesellschaftern des GIPC gehören u.a. Credit Suisse und General Electric mit einem

Beteiligungsanteil von ca. 17%. Dies eröffnet dem Fonds ein weltweites Netzwerk an Spezialisten. Das

Managementteam des GIPC hat in den Bereichen Energieversorgung, Transport und Wasserversorgung bereits über 550

Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von USD 580 Mrd. abgewickelt. Somit scheint das Managemnt des GIPC

über sehr große Erfahrung im Bereich Infrastruktur zu verfügen.

Insgesamt handelt es sich bei dem Beteiligungsangebot um einen Infrastrukturfonds mit eingeschränktem Blind-Pool-

Charakter.

Note 1,85

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B. A. B. Qualitative Einschätzung

Übersicht der Zielfonds, in die der Infrastruktur International I investiert

Angaben zur Management-Gesellschaft des Zielfonds

Investition des

Initiators

Nr. Zielfonds Fondsvolumen Anlagestrategie

Das Managementteam des GIPC besteht aus acht Personen, die über langjährige Erfahrung im

Infrastrukturbereich verfügen. Das Team hat in den Bereichen Energieversorgung, Transport und

Wasserversorgung bereits über 550 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von USD 580 Mrd.

abgewickelt. Geführt wird das Team von Herrn Adebayo Ogunlesi, der zuvor verschiedene

Führungspositionen bei der "Credit Suisse" bekleidete.

30,0 Mio. USD

Infrastrukturunternehmen bzw. -

projekte mit Schwerpunkt

Energieversorgung, Transport,

Wasserversorgung und

Abfallentsorgung

5.640,0 Mio. USD

Global Infrastructure Partners -C,

L.P.

1.

Anmerkungen:

-

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B. A. B. Qualitative Einschätzung

Ankaufsprozess

Management des Fonds

Ist eine vom Initiator unabhängige Gesellschaft für das

Management des Fonds verantwortlich?

Fondsmanagement König & Cie. Asset Management GmbH

Angaben zum Fondsmanagement:

Die König & Cie. Asset Management GmbH ist als geschäftsführende Kommanditistin für die Geschäftsführung

verantwortlich. Investitions-, Umstrukturierungs- und Veräußerungsentscheidungen bezüglich der Zielfonds, erfordern

jedoch die Zustimmung eines Investmentausschusses. Dieser besteht aus mindestens vier Personen, die von König &

Cie. bestellt werden. Die Mitglieder des Investmentausschuss sind im Prospekt genannt. Unter Ihnen findet sich auch

der geschäftsführende Gesellschafter von König & Cie. Tobias König. Da es sich bei dem vorliegenden Fonds um den

ersten Infrastrukturfonds des Anbieters handelt, ist von einem im Bereich Infrastruktur unerfahrenen

Fondsmanagement auszugehen.

Wird das Fondsmanagement von externen Partnern unterstützt? nein

Im Prospekt genannte externe Partner -

Angaben zu den externen Partnern:

-

Anmerkungen:

-

Beurteilung des Ankaufsprozesses

Der Fonds investiert in maximal vier Zielfonds, die von der König & Cie. Asset Management GmbH und einem

Investmentausschuss ausgewählt werden. Der Investmentausschuss wird von König & Cie. bestellt. Eine intensive

Prüfung und Bewertung (Due Diligence) der Zielfonds ist vorgesehen.

Das Fondsmanagement scheint im Bereich der Infrastrukturprojekte unerfahren zu sein. Da jedoch bereits ein

Zielfonds (GIPC) gezeichnet und mit einer Beteiligungssumme von USD 30,0 Mio. über 2/3 der

Gesamtinvestitionssumme des Fonds ausmacht, spielt die Erfahrung des Fondsmanagements nur noch für lediglich ein

Drittel des Investitionsvolumen eine Rolle.

Note 2,55

nein

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B. Kostenstruktur Qualitative Einschätzung

und Ergebnisverteilung

Kostenstruktur und Ergebnisverteilung

Basisdaten der Kalkulation

Fondsvolumen ohne Agio in TEUR 35.030

Fondsvolumen inkl. Agio in TEUR 36.782

Kommanditkapital ohne Agio in TEUR 35.030

Eigenkapitalquote

100,00%

Anmerkungen:

-

Investition und Kosten

Investitionen

Investitionsgrad ohne Liquiditätsreserve in % 86,47%

Investitionsgrad mit Liquiditätsreserve in % 90,28%

Liquiditätsreserve 3,81%

Fondskosten in der Investitionsphase

Fondskosten in der Investitionsphase ohne Agio in % des Fondsvolumens ohne Agio 9,72%

Fondskosten in der Investitionsphase zzgl. Agio in % des Fondsvolumens inkl. Agio 14,02%

Fondskosten in der Betriebsphase p.a. *

Fixe Fondskosten in der Betriebsphase p.a. in EUR 21.420 EUR p.a.

Variable Fondskosten in der Betriebsphase p.a. in % des Fondsvolumens ohne Agio 1,25% p.a.

Anmerkungen:

* Ohne gewinnabhängige Komponenten, exklusive der laufenden Kosten auf Ebene des Zielfonds.

Kosten auf Zielfondsebene

Variable Kosten pro Jahr in % 2,00%

Fixe Kosten pro Jahr k.A.

Anmerkungen:

-

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C. B. C. Kostenstruktur Finanzielle Einschätzung

und Ergebnisverteilung

Kostenstruktur und Ergebnisverteilung - Fortsetzung

Ergebnisverteilung

Vorzugsrendite ("Hurdle Rate") für die Kommanditisten 10,0%

Ergebnisbeteiligung der Kommanditisten 90,0%

Ergebnisbeteiligung der Gründungsgesellschafter 10,0%

Drei-Phasen-Modell der Ergebnisverteilung

I. Phase: Ausschüttungen aus dem Zielfonds erfolgen zunächst ausschließlich an die Kommanditisten, bis sie 100%

des eingezahlten Kapitals sowie eine Vorzugsrendite ('Hurdle Rate') in Höhe von 10,0% p.a. (nach IZF-Methode) auf

das gebundene Kapital erhalten haben.

II. Phase: Danach erfolgen Zahlungen ausschließlich an König & Cie., bis sie zusammen insgesamt 10% der

kumulierten ausgezahlten Nettoergebnisse betragen. Die Nettoergebnisse sind definiert als die kumulierten

Ausschüttungen an die Kommanditisten abzgl. des eingezahlten Kommanditkapitals zzgl. der nach dieser Berechnung

ermittelten Ergebnisbeteiligung des Managements.

III. Phase: Die Beträge, die darüber hinausgehen, werden auf König & Cie. und die Kommanditisten im Verhältnis

10:90 verteilt.

Anmerkungen:

-

Beurteilung der Kostenstruktur und Ergebnisverteilung

Der Fonds ist ausschließlich mit Eigenkapital finanziert, was typisch für Infrastrukturfonds ist. Der Investitionsgrad

inkl. Liquiditätsreserve ist marktüblich. Die Fondskosten in der Investitionsphase und in der Betriebsphase sind

überdurchschnittlich. Die Vorzugsrendite ("Hurdle Rate") in Höhe von 10% liegt über dem marktüblichen Niveau.

Die anschließende Ergebnisverteilung im Verhältnis 90:10 ist marktüblich.

Note 2,55

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C. Gesamturteil

Gesamtbeurteilung und Rating

Zusammenfassung

Die Fondsgesellschaft beteiligt sich indirekt an dem Infrastrukturzielfonds Global Infrastructure Partners - C, L.P. und

maximal drei weiteren Zielfonds, die wiederum in mehrere Unternehmen der Infrastrukturbereiche Energie,

Hafenlogistik, Abfallwirtschaft und Wasserversorgung investieren. Durch die Beteiligung an dem GIPC sind bereits

über 2/3 des angestrebten Gesamtinvestitionsvolumens investiert. Der GIPC hatte zum 10. Juli 2008 bereits USD 1,8

Mrd. in sieben Projekte investiert und scheint über ein sehr erfahrenes Management zu verfügen. Das Management

der Fondsgesellschaft wird von der König & Cie. Assetmanagement GmbH übernommen, die unerfahren in dem

Bereich Infrastruktur ist. Der Investitionsgrad inkl. Liquiditätsreserve liegt im Marktdurchschnitt. Die Fondskosten in

der Investitionsphase und in der Betriebsphase sind überdurchschnittlich.

Insgesamt handelt es sich um ein gutes Angebot mit eingeschränktem Blind-Pool-Charakter und

unerfahrenem Fondsmanagement.

Anzahl

5

4

3

2

1

0

Noten und Rating

Verteilung der Gesamtnoten für Infrastrukturfonds

Rating der Beteiligung

Initiator (15,0%) 2,75 Sehr gut oder Top 10%

Fondskonzeption (15,0%) 2,25 Gut

Investitionsobjekt (27,5%) 1,85 Platzierungsfähig

Ankaufsprozess (27,5%) 2,55 Uninteressant

Kosten und Ergebnis (15,0%) 2,55 Mangelhaft

Gesamtnote 2,34

Initiator

Fondskonzeption

Investitionsobjekt

Ankaufsprozess

Kosten und Ergebnis

Gesamt

1,00 - 2,00 2,01 - 2,25 2,26 - 2,50 2,51 - 3,00 3,01 - 3,50 3,51 - 5,00

Noten

Anzahl Kumulierte Häufigkeit

Rating

100,0%

80,0%

60,0%

40,0%

20,0%

Beurteilung der Beteiligung im Vergleich zur Bestnote der jeweiligen Bewertungskriterien am Markt

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

Infrastruktur International I Differenz zur Bestnote

0,0%

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Kumulierte Häufigkeit

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D. Methodische Vorgehensweise

Analysegrundlage

Wesentliche Basis für die Analyse sind die Informationen aus dem Emissionsprospekt des Initiators. TKL.Fonds

zieht darüber hinaus weitere Informationsquellen zur Analyse heran. Ausdrücklich sei hier auf den Disclaimer

verwiesen.

Der geschlossene Fonds stellt eine komplexe Konstruktion dar, durch die in ein spezifisches Objekt investiert wird.

Eine aussagekräftige Analyse muss die richtige Balance zwischen einer einheitlichen Vorgehensweise und der

Berücksichtigung der spezifischen Merkmale des Investitionsobjekts finden. Die TKL.Fonds vergleicht

ausschließlich geschlossene Fonds mit ähnlichen Investitionsobjekten untereinander (Schiffsfonds mit

Schiffsfonds, Immobilienfonds mit Immobilienfonds, Infrastrukturfonds mit Infrastrukturfonds). Innerhalb der

Produktgruppe muss die einheitliche Vorgehensweise stets gewährleistet sein.

Finanzkennzahlen

Da sich bei Infrastrukturfonds auf Grund des spezifischen Investitionsobjekts keine aussagekräftige

Prognoserechnung über die gesamte Laufzeit aufstellen lässt, können auch keine aussagekräftigen dynamischen

Finanzkennzahlen berechnet werden. Anhand der Finanzdaten aus dem Verkaufsprospekt werden deshalb lediglich

statische Investitions- und Kostenkennzahlen ermittelt sowie die vorgesehene Ergebnisverteilung dargestellt. Die

Bedeutung und Berechnung einzelner Kennzahlen ist im finanzmathematischen Anhang erläutert.

Beurteilung der einzelnen Kategorien

Die Beurteilung erfolgt in den fünf Kategorien „Initiator“, „Fondskonzeption“, „Investitionsobjekt“,

„Ankaufsprozess“ und „Kostenstruktur und Ergebnisverteilung“. Für jede dieser Kategorien wird eine Note vergeben.

Bei der Beurteilung der Kategorien spielen folgende Merkmale eine wichtige Rolle:

• Initiator: Wenn man annimmt, dass ein Initiator, der in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt hat, dies

auch in Zukunft erreichen wird, kann die Güte des Initiators anhand der Ergebnisse aus der Leistungsbilanz

bewertet werden. Zusätzlich sollten auch andere Eigenschaften wie z.B. die Erfahrung (Gründungsjahr, Anzahl

emittierter Fonds, Anzahl abgeschlossener Fonds) und die Informationspolitik des Initiators Berücksichtigung

finden. Der Erfolg von Infrastrukturfonds ist während der Laufzeit der Fonds schwer zu beurteilen, da er durch

den Exit aus den Beteiligungen nach mehreren Jahren maßgeblich bestimmt wird. Da die Produktgruppe der

Infrastrukturfonds noch relativ jung ist, kann noch kein Initiator eine entsprechende Erfolgsgeschichte seiner

aufgelegten Fonds (Track Record) aufweisen. Bei der Beurteilung der Initiatoren spielen daher die bisherige

Erfahrung und das Gesamtvolumen der in Infrastrukturprojekte getätigten Investitionen die wichtigste Rolle.

• Fondskonzeption: TKL.Fonds prüft, ob die gängigen Normen bei der Fondskonzeption eingehalten werden,

wie z.B. unabhängige Mittelverwendungskontrolle, Prospektprüfungsbericht, Steuergutachten u.a.

Risikoerhöhende bzw. –reduzierende Besonderheiten in der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen

Konzeption führen entsprechend zu Abschlägen bzw. Zuschlägen in der Note für Fondskonzeption.

• Investitionsobjekt: Der Fonds investiert in Zielfonds, die sich ihrerseits an einzelnen Infrastrukturunternehmen

beteiligen. Meistens sind die Zielfonds und insbesondere die Einzelunternehmen zum Zeitpunkt der

Analyseerstellung nicht bekannt. Somit handelt es sich bei Infrastrukturfonds in aller Regel um Blind Pools.

Bei der Beurteilung des Investitionsobjekts spielen die geplante Diversifikation und die Ausgeprägtheit des

Blind-Pool-Charakters eine wichtige Rolle. TKL.Fonds geht von vier Abstufungen des Blind-Pool-Charakters

aus:

o Sehr ausgeprägt: Die Zielfonds, in die investiert werden soll, stehen noch nicht fest. Es bestehen auch

keine Anhaltspunkte für die Beurteilung der zukünftigen Zielfonds.

o Ausgeprägt: Die Zielfonds, in die investiert werden soll, stehen noch nicht fest. Es bestehen jedoch

Anhaltspunkte für die Beurteilung der zukünftigen Zielfonds. Beispielsweise sind Zielfonds dargestellt, in

die vergangene Fonds des Initiators investiert haben, und deren Nachfolger mögliche Zielfonds des

aktuellen Beteiligungsangebots darstellen.

o Eingeschränkt: Die Zielfonds, in die investiert werden soll, stehen teilweise fest oder der Fonds befindet

steht bereits in Verhandlungen mit möglichen Zielfonds.

o Sehr eingeschränkt: Die Zielfonds, in die investiert werden soll, stehen bereits fest.

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E. D. E. Methodische Vorgehensweise

Die wichtigste Rolle bei der Beurteilung des Investitionsobjektes spielt jedoch die Qualität der Zielfonds,

sofern sie eingeschätzt werden kann. Die Note für das Investitionsobjekt fällt insgesamt umso besser aus, je

besser die Qualität der Zielfonds beurteilt werden kann und entsprechend ist.

• Ankaufsprozess: In dieser Kategorie spielen die Qualität und die Erfahrung des Fondsmanagements die

wichtigste Rolle. Wenn auch eine vom Initiator unabhängige Gesellschaft für das Fondsmanagement

verantwortlich ist und darüber hinaus renommierte externe Partner im Ankaufsprozess eingebunden sind, wirkt

sich das positiv auf die Note aus.

• Kostenstruktur und Ergebnisverteilung: Wichtig für die Beurteilung dieser Kategorie ist der Vergleich der

berechneten Investitions- und Kostenkennzahlen sowie der vorgesehenen Ergebnisverteilung (Hurdle Rate,

Ergebnisbeteiligungen der Kommanditisten und des Management) mit den entsprechenden

Marktdurchschnitten. Da es bisher nur sehr wenige Infrastrukturfonds gibt, existiert keine ausreichende

Grundgesamtheit, um aussagekräftige Marktdurchschnitte zu ermitteln. Deshalb werden die Kennzahlen in

dieser Kategorie mit den Marktdurchschnitten für Private-Equity-Dachfonds verglichen.

Gesamtbeurteilung

Die Gesamtbeurteilung spiegelt sich in der Gesamtnote wider, die sich aus den Noten der einzelnen Kategorien nach

folgender Gewichtung ergibt:

• Initiator: 15,0%

• Fondskonzeption: 15,0%

• Investitionsobjekt: 27,5%

• Ankaufsprozess: 27,5%

• Kostenstruktur und Ergebnisbeteiligung: 15,0%

Der Grund für diese Gewichtung besteht in den spezifischen Eigenschaften dieser Produktgruppe. Maßgeblich für

den Erfolg eines Infrastrukturfonds ist die Qualität der Zielfonds und Beteiligungen (Investitionsobjekt).

Voraussetzung für die Auswahl von Beteiligungen hoher Qualität ist ein entsprechend gut strukturierter

Ankaufsprozess mit einem erfahrenen und kompetenten Fondsmanagement.

Die Kategorien „Initiator“, „Fondskonzeption“ und „Kostenstruktur und Ergebnisbeteiligung“ bestimmen

selbstverständlich auch die Qualität des Infrastrukturfonds, jedoch nicht so stark wie die Kategorien

„Investitionsobjekt“ und „Ankaufsprozess“.

Zwei Diagramme bei der Gesamtbeurteilung ordnen die Beurteilung des analysierten Beteiligungsangebots im

Gesamtmarkt für Infrastrukturfonds ein. Das erste Diagramm zeigt die Verteilung der Gesamtnoten aller von

TKL.Fonds analysierten Infrastrukturfonds und verdeutlicht, wie gut die Gesamtnote des analysierten

Infrastrukturfonds im Vergleich zu allen anderen ist. Das zweite Diagramm stuft die Noten in den einzelnen

Bewertungskategorien und die Gesamtnote im Vergleich zur jeweiligen Bestnote, die unter allen analysierten

Infrastrukturfonds erzielt wurde, ein. Die erzielte Bestnote stellt die 100%-Marke, die Note 5 die 0%-Marke dar.

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E. D. E. Methodische Vorgehensweise

Rating

Nach der Gesamtbeurteilung vergibt TKL.Fonds ein Rating, das die analysierte Beteiligung einer von fünf

Qualitätskategorien zuordnet. Die fünf Qualitätskategorien sind durch Sterne grafisch veranschaulicht:

Hervorragend bis sehr gut (Note 1,00 – 2,00) oder Fonds gehört zu den besten 10% am Markt

Gut (Note 2,01 – 2,50)

Platzierungsfähig (Note 2,51 – 3,00)

Uninteressant (Note 3,01 – 3,50)

Mangelhaft (Note 3,51 – 5,00)

Die vergebene Gesamtnote bestimmt die Zuordnung der Beteiligung zu einer der fünf Qualitätskategorien. Die

einzige Ausnahme bildet die höchste Kategorie in dem Fall, dass weniger als 10% der aktuell am Markt angebotenen

Infrastrukturfonds eine Note von 2,00 oder besser aufweisen. Dann können auch Fonds mit einer schlechteren Note

fünf Sterne erhalten. Auf diese Weise sollen die aus Sicht der TKL.Fonds besten Infrastrukturfonds hervorgehoben

werden. Aufgrund der derzeit noch vergleichsweise geringen Grundgesamtheit wurde auf die Vergabe eines 5

Sterne-Ratings für die besten 10% am Markt bislang verzichtet.

Die von TKL.Fonds vergebenen Noten und Rating stellen eine Beurteilung des Beteiligungsangebots im

Vergleich zu Beteiligungsangeboten desselben Produktsegments dar. TKL.Fonds vergleicht keine

Produktgruppen untereinander.

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E. Finanzmathematischer Anhang

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des gesamten Eigenkapitals am Fondsvolumen ohne Agio in % an.

Eigenkapit alquote

=

Kommanditk apital

Fondsvolum en ohne

× 100

Agio

Wenn in der Betriebsphase zusätzliches Fremdkapital aufgenommen wird, erhöht sich der Nenner entsprechend um

den zusätzlich aufgenommenen Betrag.

Ergebnisverteilung

Bei Infrastrukturfonds ist es üblich, dass das Fondsmanagement eine Ergebnisbeteiligung als erfolgsabhängige

Entlohnung bekommt. Diese wird jedoch meistens erst dann fällig, wenn die Kommanditisten ihr eingesetztes Kapital

zzgl. einer Vorzugsrendite („Hurdle Rate“) erhalten haben. In der Regel ist folgendes Drei-Phasen-Modell der

Ergebnisverteilung zu beobachten:

I. Phase: Ausschüttungen erfolgen zunächst ausschließlich an die Kommanditisten, bis sie 100% des eingezahlten

Kommanditkapitals sowie eine Vorzugsrendite ('Hurdle Rate') (üblich sind ca. 8,0% p.a.) auf das gebundene Kapital

erhalten haben. Die Vorzugsrendite bezieht sich auf das jeweils in die Gesellschaft eingezahlte Kommanditkapital

abzüglich aller erhaltenen Ausschüttungen.

II. Phase: Danach erfolgen Zahlungen ausschließlich an das Fondsmanagement, bis sie zusammen insgesamt die dem

Fondsmanagement zustehende Ergebnisbeteiligung oder einen gewissen Prozentsatz der Vorzugsausschüttungen

betragen.

III. Phase: Die Beträge, die darüber hinausgehen, werden auf das Fondsmanagement und die übrigen

Kommanditisten in einem festgelegten Verhältnis (üblich ist 10:90) verteilt.

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F. E. Finanzmathematischer Anhang

Fondskosten

Fondskosten werden auch als Ausgaben für die Fondsgesellschaft / Fondsausgaben, Nebenkosten, weiche Kosten

bezeichnet. Diese Position beinhaltet alle Ausgaben, die dadurch entstehen, dass der Anleger nicht direkt in die

Zielfonds investiert, sondern über das Zeichnen eines Fonds.

Fondsausgaben fallen zum einen in der Investitionsphase an, z.B. für die Gesellschaftsgründung, Kapitalbeschaffung

oder Fondskonzeption. Sie werden dann im Investitions- und Finanzierungsplan unter "Mittelverwendung" erfasst.

Die Fondsausgaben in der Investitionsphase werden z.T. über das Agio finanziert, also den Ausgabeaufschlag, der bei

der Zeichnung von Anteilen fällig wird. Nicht immer ist das Agio im Investitions- und Finanzierungsplan angegeben.

In diesem Fall sind die Fondsausgaben, die unter "Mittelverwendung" prospektiert sind, um das Aufgeld zu erhöhen.

Eine geläufige Kennzahl, die die Höhe der Fondskosten in der Investitionsphase widerspiegelt, ist der Anteil der

Fondskosten in der Investitionsphase am gesamten Fondsvolumen mit und ohne Berücksichtigung des Agios.

Fondskosten

ohne Agio

Anteil der Fondskosten

ohne Agio in der Investitionsphase

am Fondsvolumenohne

Agio =

× 100

Fondsvolumenohne

Agio

( Fondskosten

+ Agio )

Anteil der Fondskosten

mit Agio in der Investitionsphase

am Fondsvolumeninkl.

Agio =

× 100

Fondsvolumeninkl.

Agio

Zum anderen fallen Fondsausgaben in der Betriebsphase des Fonds an, z.B. in Form von Komplementär- und

Treuhandvergütung, Geschäftsbesorgung und Fondsverwaltung. In der Regel weisen sie eine feste Komponente pro

Jahr und eine variable Komponente in % des Fondsvolumens ohne Agio p.a.

Fondsvolumen

Das Fondsvolumen ist die Summe aus Kommanditkapital und Fremdkapital. Man unterscheidet zwischen

Fondsvolumen ohne Agio und Fondsvolumen inkl. Agio. Die Höhe des Fondsvolumens kann aus dem Investitionsund

Finanzierungsplan abgelesen werden. Zu beachten ist aber, dass das Damnum bei der Berechnung der

Kennzahlen nicht berücksichtigt wird.

Investitionsgrad

Der Investitionsgrad zeigt, welcher Anteil des Fondsvolumens für den Erwerb des Investitionsobjektes – in diesem

Fall Anteile an Zielfonds und Unternehmen - verwendet wird. Man kann den Investitionsgrad mit und ohne

Liquiditätsreserve berechnen. Je höher der Investitionsgrad ohne Liquiditätsreserve, desto höher sind die

Ertragschancen des Fonds.

Investitio nsgrad ohne Liquidität sreserve

Investitio

nsgrad mit Liquiditätsreserve

=

=

Investitio n in Zielfonds

Fondsvolum en mit Agio

× 100

Investition

in Zielfonds+

Liquiditätsreserve

× 100

Fondsvolumenmit

Agio

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