Lösung von Aufgabe 10 (pdf)

philoscience.unibe.ch

Lösung von Aufgabe 10 (pdf)

Wittgensteins Einwand gegen die Analysierbarkeit

von Empfindungen in Einheiten: Prämissen

1. Kriterium für Analysierbarkeit von Empfindungen in

Empfindungseinheiten: Analysierbarkeit von

Empfindungsaussagen in Aussagen über

Empfindungseinheiten.

2. Äquivalenzkriterium: Analysans muss dem

Analysandum äquivalent sein.

3. Sinnkriterium 1: Ein symbolischer Unterschied, dem

kein Unterschied in der Wirklichkeit entspricht, ist

unsinnig (bedeutungslos).

4. Sinnkriterium 2: Wenn symbolische Unterschiede

unbeantwortbare Fragen aufwerfen, dann entspricht

ihnen nichts in der Wirklichkeit – er ist unsinnig.

5. Empfindungsaussage: E(2b).

6. Wenn E(2b) analysierbar ist, dann entweder in (I) E(b)

& E(b) oder in (II) E(b´) & E(b´´).


Wittgensteins Einwand gegen die Analysierbarkeit

von Empfindungen in Einheiten

1. Argument gegen (I): E(b) & E(b) = E(b), E(b) # E(2b).

Widerspruch gegen Äquivalenzkriterium.

2. Argument gegen (II):

i. E besitze nur ein b.

ii. Wenn (i)., dann können nicht beide Sätze „E(b´)“ und „E(b´´)“

wahr sein.

iii. Die Aussage „E(b´) & E(b´´)“ unterscheidet symbolisch

zwischen „b´“ und „b´´“.

iv. Dieser Unterschied ist jedoch bedeutungslos, da ihm nichts in

der Wirklichkeit zugeordnet werden kann, was sich daran zeigt,

dass im Falle von (i) die Frage unbeantwortbar ist, ob „E(b´)“

oder „E(b´´)“ wahr ist (Sinnkriterien 1 und 2).

v. Wenn (iv), dann ist „E(b´) & E(b´´)“ entweder unsinnig oder

sinngleich mit „E(b) & E(b)“.

vi. In beiden Fällen von (v) ist „E(b´) & E(b´´)“ nicht äquivalent

mit „E(2b)“: Widerspruch gegen Äquivalenzkriterium.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine