SUNNY - TIMES Rückblick auf die Woche vom 30.09. bis 06.10.2013

peschmidt

Sunnydays for Animals e.V.

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SUNNY - Ausgabe 14/2013

Sunnydays for Animals e.V. TIMES

Rückblick auf die Woche

vom 30.09. bis 06.10.2013


APAM in Deutschland

Nach der Fahrt ist vor der Fahrt und so beginnen wir immer dann, wenn das Auto von Cristina und Ciprian voll

geladen und sie wieder auf der Rückfahrt sind damit, es für die nächste Fahrt wieder laden zu können.

Dank der tollen Spende der Firma Zooland hatte Petra bereits 10 Tage vorher die erste Kombi-Ladung zu

Nicola gebracht. Zwischendurch kamen weitere Pakete bei Nicola und bei Sunnydays an. Nicola erhielt eine

größere Spende an Hunde-Leckerchen und letztendlich bekamen wir auch noch eine große Spende vom Verein

Luftbrücke für Hunde e.V., die Petra am Ankunftstag zu Nicola bringen wollte. - Mit dieser Spende war der

Kombi schon „tiefer gelegt“.

Dann noch die Bitte von Cristina: Sie haben im Haus zurzeit etliche Katzen, für die sie Katzenstreu benötigen.

Wenn sie es in Rumänien kaufen, ist es sehr teuer und die Lieferzeit beträgt fast drei Wochen. Ob wir in

Deutschland vielleicht die Möglichkeit hätten, das zu besorgen.

Na klar, kein Problem. Genau dieses Streu hat der Fressnapf gerade im Angebot. Petra als am Mittwoch noch

schnell zum Fressnapf und - aufgrund des niedrigen Preises - gleich 8 Säcke á 20 kg gekauft und auch noch

in den Wagen rein. Jetzt hängt der - mit weiteren 160 kg - noch bedenklich tiefer. Na ja, irgendwie wird das

schon gehen.

Auch in diesem Monat kam das rumänische Team APAM nach Deutschland. Doch dieses Mal gab es im Vorfeld

und zu Beginn der Fahrt einige Probleme:

Zunächst einmal vermitteln die Rumänen ihre Tiere selbständig und über ihren eigenen Verein. Auf der Hinfahrt

bringen sie so die vermittelten Tiere in ihr Zuhause und auf der Rückfahrt nehmen sie die gesammelten

Sachspenden für die Tiere in Rumänien mit.

Hilfestellung bei der Tiervermittlung bezüglich der Sprachbarriere und somit als deutscher Kontakt gibt hierbei

Nicola. Sie macht im Vorfeld auch die Vorkontrollen, da Cristina und Ciprian diese von Rumänien aus nicht

durchführen können, dennoch bei jeder Vermittlung die größtmögliche Sorgfalt beider Auswahl der Interessenten

erfolgen soll.

So freuten wir uns natürlich sehr, dass - gerade in Bezug auf die „Vorgänge“ in Rumänien 10 Hunde einen

Platz gefunden hatten. Für eine Vorkontrolle war Nicola sogar 280 km gefahren. Alles schien ok. Aber dann

bekam sie eine Mail, in der die Interessenten mitteilten, dass sie es sich doch anders überlegt hätten. Allerdings

waren Cristina und Ciprian da schon unterwegs und an eine Rückfahrt (eigentlich) nicht mehr zu denken.

Aber es gab noch einen Interessenten für diesen Hund, der bereits eine Absage erhalten hatte. Die Leute

wurden kontaktiert und so hatte auch dieser Hund einen Platz gefunden.

Mittendrin dann die Schock-Nachricht. Paula, die kleine Tochter der Beiden, hatte schon einige Tage vor der

Abfahrt eine Erkältung und leichtes Fieber. Deshalb war sie dieses Mal in Rumänien geblieben. Als Cristina

und Ciprian bereits in Ungarn waren, erhielten sie einen Anruf von Cristina‘s Mutter: Paula hatte auf einmal

hohes Fieber bekommen; sie hatte den Notarzt gerufen und der hat die kleine Paula in die Klinik eingewiesen.

Banges Warten auf allen Seiten. Wenn Paula in der Klinik bleiben muss, fahren sie natürlich sofort zu ihrem

Kind zurück. Einige Zeit später dann Entwarnung. Das Fieber geht wieder runter. Es überschneidet sich wohl

gerade eine Erkältung mit dem Zahnen der Kleinen. Paula ist wieder Zuhause. Wir atmen alle auf.

Am nächsten Tag sind unsere lieben Rumänen dann bereits morgens um 7.00 Uhr - also weit vor der Zeit - in

Burscheid. Die Tiere sind schon versorgt, als Petra, die ist äußerst vorsichtig mit dem übervollen Wagen nach

Burscheid gefahren ist (viel schneller wäre auch nicht tauglich gewesen, weil der Wagen mit der Ladung

„keinen Hering mehr vom Teller“ gezogen hat) dort ankommt. Also wird nach einer kurzen Begrüßung diese

Ladung schnellstens in den rumänischen Transit umgeladen.

Die Adoptanten kommen nach und nach, um ihre Tiere abzuholen; die Hunde toben herum und manch einer

ist mittlerweile „hundemüde“.


Da es jetzt in Rumänien freie Plätze gibt, können wieder einige Straßenhunde nachrücken, so dass auch hier

weiter geholfen werden kann.

Dieses Mal sind übrigens auch zwei ehemalige Notfelle dabei. Zum einen „Harap Alb“, der einen Hüft– und

Beckenbruch hatte. Er ist fast völlig wiederhergestellt und hinkt nur hinten rechts ein wenig. Hier die „vohernachher-Bilder:

Und zum anderen auch Kater „Whitey“. Er hatte einen Autounfall und sein Kopf und Mäulchen waren stark in

Mitleidenschaft gezogen worden, so dass er nicht fressen konnte. Auch hier die vorher-nachher-Bilder:


Gerade an solchen Beispielen

sieht man wieder einmal,

dass es sich lohnt, um das

Leben der Tiere zu kämpfen.

Denn auch Whitey hat keinerlei

Probleme mehr.

Zwischendurch telefonierte Cristina mit ihrer Mutter und sagte: „Was hier steht, bekommen wir NIEMALS alles

ins Auto rein!“

Aber so geht das natürlich nicht! Natürlich geht alles rein - war Petra‘s Meinung. Und so packte sie mit Hilfe

aller, die (noch) anwesend waren, den Transit. Letztendlich ging alles hinein (auch die blauen Säcke, die

noch an der Seite stehen) und es war sogar noch ein wenig Platz übrig :-)

Für die vielen Spenden möchten wir uns nochmals ganz, ganz herzlich bedanken!!

Tja, und nach der Fahrt ist jetzt wieder einmal vor der Fahrt. Die Futterspenden-Sammlung hat schon wieder

begonnen, denn wenn wir es schaffen, den Wagen bis zum Ende des Oktobers noch einmal gut zu füllen,

kommen Cristina und Ciprian zum Ende des Monats noch einmal wieder. Denn viele Fahrten kann es leider

im Winter nicht geben, wenn die Straßen glatt sind und voller Schnee liegen.


Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn auch für die nächste Fahrt viele Futterspenden eingingen.

Aber hier nun noch einige Fotos - frisch aus Rumänien - vom Ausladen und Leckerlies-Verteilen:


Was tut sich sonst noch so in Rumänien?

Leider hat sich nichts verändert. Es wird weiter getötet; die Menschen setzen sich für die Streuner ein, aber

Ergebnisse haben die vielen Petitionen etc. noch nicht gebracht.

Vielen Menschen verstecken Straßenhunde in ihren viel zu kleinen Wohnungen, nur, damit sie nicht umgebracht

werden. Hilferufe gibt es massenweise, aber so vielen Tieren auf einmal kann keiner helfen. Weder

Aufnahmemöglichkeiten noch die finanzielle Mittel sind für das Projekt „Rettet die Straßenhunde“ vorhanden.

Zudem werden nun auch massenweise Katzen vergiftet. Deshalb haben wir für das Team APAM-Rumänien

auch noch auf die Schnelle eine Katzenfalle organisiert, damit die vergifteten und nicht vergifteten Katzen zumindest

eingefangen werden können.

Das Team vor Ort will aber - nachdem es nun wieder freie Plätze gibt - weiteren Tieren ein Überleben ermöglichen.

Toll wäre es natürlich, wenn wir hier weitere End– und Pflegeplätze finden würden!

Rumänien ist überall - jetzt auch schon vor unserer Haustüre - in Borkum!

Katzen zum Abschuss freigegeben!

Wie wir es uns schon dachten und in der letzten „SUNNY-TIMES“ schon veröffentlicht haben:

Hier ein Auszug aus der Ostfriesenzeitung:

Rumänien ist überall!

Die Uferschnepfe ist ein vom Aussterben bedrohter Vogel. Eines ihrer wenigen bevorzugten Brutgebiete ist

Borkum. Doch selbst auf der Insel verringert sich ihr Bestand. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

hat jetzt zwei Hauptfeinde der Uferschnepfe ausgemacht: Katzen und Igel. Weil beide Tierarten ursprünglich

nicht auf der Insel vorkamen, sondern von Menschen eingeschleppt wurden, sollen ihre Populationen

zum Schutz der Wiesenvögel dezimiert werden.

Während die Igel, die unter Naturschutz stehen, eingesammelt, ans Festland transportiert und dort ausgesetzt

werden, geht es den Katzen ans Fell. Sie sind zum Abschuss freigegeben. „Wir wollen keine Hauskatzen erschießen,

sondern diejenigen vertreiben, die wild und ohne Bezug zu Menschen in den Dünen leben“, erläutert

Gundolf Reichert vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Zwar sei überlegt worden, die Tiere

zu kastrieren. Sie seien aber derart scheu, dass sie sich nicht einfangen ließen und auch nicht an Menschen

vermittelt werden könnten.

Da fragen wir uns doch, wie machen das denn alle anderen Tierschutzvereine, die auf Friedhöfen, Fabrikgeländen

etc. „wilde Katzen“ einfangen? Diese Katzen sind dann ja scheinbar nicht „wild“, sondern völlig zahm

und kommen angelaufen, wenn man ruft: “Kastrationstag - bitte einsteigen“?!

Es ist grauslich! Aber auch in Deutschland ist Rumänien schon eingezogen!

Auch Bulgarien bald Rumänien?

Auch bulgarische Tierschützer lassen verlauten, dass Bulgarien sich allem Anschein nach Rumänien anschließen

und die Straßentiere töten will.

Das, was jetzt überall abgeht, ist mehr als eine Schande und wird auf jeden zurückstrahlen, der sich

umdreht und weggeht!!!!!!!!


Mensch, werd‘ endlich wach und tu was, bevor es zu spät ist! Das sind hier keine politischen Wahlen,

zu denen keiner hingeht - hier geht es um Leben! Und vielleicht auch bald um Dein eigenes, wenn Du

nicht aufpasst ...

2. Platz beim Besucher-Award

Bekanntlich waren wir beim Besucher-Award nominiert. Am 30. September endete die Abstimmung und wir

belegten den 2. Platz.

Wir möchten uns nochmals bei allen, die für uns gestimmt haben, herzlich bedanken!

Zutaten für 4 Personen:

1 Hokaido-Kürbis

400 g frische Möhren

2 Dosen Kidney-Bohnen

1 Dose Chili-Bohnen

500 g Tomaten

Rezept der Woche:

(von Nicola Decker)

Chili Chili con con Kürbis

Kürbis

Hokaido-Kürbis und Möhren - schälen und in der Küchenmaschine klein hacken, so klein wie Gehacktes halt.

Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden, so klein wie es eben geht. Kürbis-Möhren-Hack mit etwas Olivenöl

und Paprikapulver anbraten. Tomaten und Knoblauch hinzugeben und ebenfalls mit anbraten. Mit ca.

600 ml Wasser ablöschen (nach Bedarf mehr). 1-2 Chilischoten (je nach Schärfebedarf) hinzufügen, mit Gemüsebrühe

würzen. die Bohnen abtropfen lassen und hinzufügen; ebenso die Kräuter. 40 - 50 Minuten alles

gut kochen - die Tomaten sollten kaum noch wirklich zu sehen sein.

Am Besten schmeckt es, wenn man es abends schon vorkocht und es über Nacht richtig ziehen kann.

Dazu kann man Baguette oder Reis reichen. Wer möchte, kann das Chili mit einem Klecks Sojacreme abrunden.

Guten Appetit!

frische Kräuter (Basilikum, Oregano, Minze)

2 Knoblauchzehen

Chili-Schoten

Gemüsebrühe

Olivenöl und Paprikapulver zum Anbraten


Bericht aus Kusadasi

Eigentlich sollte die Kastrationsaktion in der Türkei erst am 1. Oktober beginnen, aber es kam - aufgrund

der vielen Anmeldungen - dann doch ein wenig anders. Aber der Reihe nach:

Am 27. September geht es mittags los: Das

Münchner Team, bestehend aus Annett Köhler,

Daniela Sörgel und Murat Tuna fährt mit 200 kg

Gepäck zum Flughafen. Blöderweise erwischen

sie wieder den Schaltermenschen vom letzten

Jahr. Eigentlich waren sie sich nicht sicher, ob

er es nun ist oder nicht; als sie aber an der Reihe

sind, ist es schnell klar: Er ist es, denn 2 Taschen

bleiben zurück, was aber nicht schlimm

ist, denn hierin waren lediglich Spielsachen für

die Hunde. Alles andere und insbesondere das

Futter ist im Flieger.

In Izmir angekommen stellt es sich dann heraus,

dass eine Tasche den geringfügigen Umweg

über Großbritannien macht. Sie wird reklamiert

und sollte wenige Tage später dann doch

in der Türkei eintreffen.

Als die Drei abends in Kusadasi bei Angelika eintreffen, muss alles zunächst hochgeschleppt werden; danach

gibt es dann etwas zwischen die Zähne, bevor Daniela und Murat ins Hotel fahren. Annett wohnt dieses

Mal bei Angelika.

26 Boxen werden ausgeschrubbt und desinfiziert.

Dann ein Anruf von Meral und Sadi aus Kusar Sitesi:

Ein grauer Kater verteilt Prügel am Fressplatz. Angelika

soll ihn einfangen. Auf dem Weg dahin finden sie einen

toten Kater auf einer Mauer liegend. Er ist schon aufgedunsen.

Annett holt 2 Züge Luft und ihr ist den Rest des

Tages schlecht. Verwesungsgeruch geht direkt in den

Magen.

Am nächten Morgen gibt es Kartoffelbörek zum Frühstück.

Das stellt wohl eine gute Grundlage für einen harten

Arbeitstag dar. Danach geht es bei Angelika und

Annett schon so richtig los:

Katzen auf dem Jugendbalkon gefüttert, Katzen auf

Dach gefüttert. Währenddessen leider die Tür zum

Gästezimmer offen gelassen.... Protestschiss vorm

Bett. Lecker!

Transportboxen vom Dachboden geholt. Zusammenbauen

schwierig, da die Hunde es furchtbar witzig finden,

ständig dazwischen zu gehen und die Schließteile

wegzuschleppen. In den Boxen dann noch 'ne tote

Maus und Unmengen an Mäusedreck gefunden.


Der graue Kater wird "eingesammelt" und zusätzlich weitere Katzen in Meram Sitesi. Insgesamt werden an

diesem Tag 9 Katzen zur Kastration zu Nevzat gebracht, wo Murat und Dani schon warten.

Der Startschuss ist gefallen! Zu viele Tiere wurden bereits zur Kastration angemeldet!

Die Kastration wird abgewartet und die Tiere nach Hause zu Angelika gebracht. Dort beginnt dann die Planung

für den nächsten Tag.

Sonntag heißt ausschlafen. Doch nach dem Wachwerden der erste Notfall:

Angelika rettet kleines Amselmädchen aus Fängen Kalcars (der Katze, die zurzeit als Hüftpatientin dort

wohnt). Nach kurzer Untersuchung steht fest, dass die Amsel den Schnabel gebrochen und die hinteren Federn

gelassen hat. Was tun ???

Larissa kommt ja heute, der fällt bestimmt was ein!

Angelika und Annett füttern die Amsel mit Haferschleim und selbstgefangenen Fliegen. Die Zeit rennt!!

Mittags gibt's eine Strandpause. Danach werden am Strand von Pamucak 3 Katzen eingefangen. Der Kater

ging leider unbehelligt wieder aus der Falle. Angelika ist sauer... Schnell die Katzen zu Angelika gebracht

und weiter geht's zum Flughafen, Larissa abholen.

Hier das nächste Problem: Ein Zollbeamter hat die Taschen konfisziert. Angelika bezirzt den Zollbeamten

und sie dürfen das Futter mitnehmen.

Um 23.30 Uhr geht's los zum Fischmarkt, Katzen fangen. 12 Tiere eingesammelt.

Zuhause angekommen, verarzten Larissa und Angelika

die Amsel. Die Versuche, zu schienen, misslingen

und so bleibt keine andere Wahl als der Sekundenkleber.

Während der Behandlung hält Annett die

Katze "Bikini" in Schach; sie streichelt sie so lange,

bis sie einschläft.

2.30 Uhr daheim. Murat, Dani und Larissa fahren ins Hotel. Angelika und Annett ziehen noch mal los, den

grauen Kater in Kusar Sitesi und die 4 Katzen/Kater in Meram Sitesi auszuwildern.

Um 3.00 Uhr liegen auch Angelika und Annett platt im Bett.

Am 30. September klingelt um 8.00 Uhr der Wecker. Angelika

versorgt ihre Schützlinge, bringt die Ladung der

20 gefangenen Tiere zur Klinik und fährt dann zur Arbeit.

Urlaub hat sie erst ab dem 01.10.2013.

Murat, Dani und Larissa holen Annett ab und sie bringen

die restlichen Tiere zu Nevzat. Der fällt aus allen Wolken,

dafür hat für heute genug zu tun. :-) Eigentlich

dachte der ja, die Aktion würde erst am nächsten Tag

beginnen ...


Danach Abfahrt zur Autovermietung, um Larissas Wagen zu holen.

Murat und Dani fahren kurz zu Nevzat, zum Nachsehen, Larissa und Annett fahren zur Amsel, um sie zu

füttern und wiederum die bereits geleerten Boxen zu reinigen.

Danach fahren Larissa und Annett zur Klinik. Larissa assistiert Nevzat. Insgesamt hatten sie 20 gefangene

Tiere, davon eine Katze mit kranken Augen, die sie "Sehnix" getauft haben.

Ein Kätzchen, das bei Angelika lebt, musste auch mit. Es war zu abgemagert und hatte Probleme mit dem

Kiefer.

Nevzat, Özden und Larissa kastrieren die Katzentiere und eine Hündin von Bilal.

Angelika kommt am späten Nachmittag von der Arbeit zurück.

Die Katze mit den kranken Augen wurde von diesen befreit, aber nicht kastriert. Das wäre zu viel für sie gewesen.

Das Kätzchen von Angelika konnte nur noch erlöst werden. Es hatte einen unbekannten Virus.

Komm gut rüber, Kleine....

Sie warten noch auf die letzten Tiere und bringen sie zum Haus zur Übernachtung.

Die Katzen vom Pamucak wildern Angelika und Annett noch aus. Danach kocht Angelika, die Amsel wird

gefüttert. Es ist jetzt 22.30 Uhr. Sie sollten jetzt endlich mal was essen ...

Es ist der 1. Oktober, der erste - offizielle - Kastrationstag. Es

regnet und es sieht auch nicht so aus, als wenn es in absehbarer

Zeit wieder aufhören wolle.

Um 7 Uhr klingelte der Wecker, denn um 8 Uhr wollten Angelika

und Annett losfahren. Das hat auch erstaunlich gut geklappt.

Vorm Frühstückskaffee leerten sie noch die Spendendose, die in

Nevzats Praxis steht und welche sie am Vorabend abholten. 200

TL – gar nicht schlecht! Auf dem Weg nach Özdere ein kurzer

Stopp an der Tankstelle um noch etwas Frühstück zu holen und

dann sollte es auf Strecke gehen.

Gerade wollten sie wieder losfahren, als sie dachten, sie hätten eine Erscheinung... "Das ist doch Noel!",

meinte Angelika. Geht aber nicht, die ist ja daheim. Sie lockten die Kleine mit etwas Katzenfutter und beschlossen,

sie gleich mitzunehmen - wenn sie sich schon so schön freiwillig meldete... Annett nahm sie zwischen

die Füße vor dem Vordersitz. Schön Zeitung drunter und Annett stellt die Füße hoch:

„In ständiger Angst, das Tier kotze mir direkt unter die Nase. Von den letzten Tierschutzreisen weiß ich noch,

wie schnell der Mageninhalt eines Straßenhundes bei einer Autofahrt zurück ans Tageslicht kommen kann.

Angelika und Larissa im Auto amüsierten sich prächtig ob meiner ständigen Angst ...“.

Sie kamen „kotzefrei“ in Özdere an.

Nevzat war ebenfalls pünktlich und räumte gegen 9 Uhr schon seinen Wagen aus. Kurz nach halb 10 Uhrlag

unsere Tankstellenhündin gleich als allererste auf dem OP-Tisch. Die OP verlief komplikationslos und alle waren

guter Dinge, die Kleine am Abend wieder zurück zur Tankstelle bringen zu können. Der Vormittag verlief

ruhig, Nevzat und Larissa operierten und auch Meral (Tierärztin von Özdere) half mit. Gegen Mittag zwang

uns der Himmel eine Mittagspause auf. Es schüttete so sehr, dass der Strom für ca. eine Stunde ausfiel.


Einen tragischen Zwischenfall gab es leider auch. Özden

wurde angerufen, dass auf der Landstraße ein

angefahrener Hund läge. Der Unfallverursacher sei

einfach weitergefahren. Özden und Hüsein, der Tierarzt,

der im Tierheim hilft, holten den Patienten ab.

Angelika, Hüsein und Özden versuchten alles, den

schönen Wildfang zu retten, doch sein Kreislauf brach

zusammen. Er konnte nicht gerettet werden.

Zeit zur Trauer hatten wir nicht, denn schon bald war

der Strom wieder da. Die Tierärzte arbeiteten konzentriert

und zügig, Angelika arbeitete zu und Murat und

Daniela, die mittags auftauchten, achteten am Nachmittag

auf das korrekte Ausfüllen der Kastrationsformulare.

Gegen 20 Uhr gab es den ersten Jubel: Alle Katzen geschafft! Annett führte einen kleinen Freudentanz auf;

nur noch 8 Hunde…

Gegen 22 Uhr konnten wir endlich aufräumen.

Tagesergebnis: 9 Hündinnen, 7 Rüden, 57 Katzen und 8 Kater.

Alle sind putzmunter, wie wir am nächsten Morgen erfahren. Nur unsere Tankstellenhündin, die wir Noemi

tauften, war noch nicht ganz fit. Larissa untersuchte die Dame, konnte aber nichts Organisches feststellen, alle

Vitalfunktionen waren vorbildlich. Sie war wohl einfach etwas traumatisiert, denn gerade leise geht es in einem

Tierheim nicht zu. Wir beschlossen, sie heute nicht wieder auszuwildern, sondern mit heim zu nehmen. Annett

war sehr froh, dass Angelika einwilligte.

Sema und Durmus, Tierfreunde aus Özdere, luden die ganze Kastrationstruppe noch zum Abendessen ein.

Als wir ankamen, frage Durmus: „Habt ihr Hunger? Wir haben eine Kleinigkeit vorbereitet.“ Als Antwort bekam

er nur hysterisches Kichern (wir hatten gegen Mittag das letzte Mal etwas zwischen den Zähnen)… Kurze Stille,

ein panisches Aufflackern seiner Augen, dann wurde spontan noch eine riesige Ladung Pide bestellt. Wir

aßen die „Kleinigkeit“, die aus einer riesigen Auswahl an sehr leckeren türkischen Vorspeisen bestand.

Noemi lag derweil die ganze Zeit brav auf ihrem Handtuch. Ich versuchte einen Gassi-Gang, da sie ja den

ganzen Tag nicht mehr „müssen“ war… Sehr erstaunt darüber, dass sie brav an der Leine neben mir herging,

war ich guter Dinge. Wir suchten uns ein Stück Rasen und sie verrichtete sofort und am richtigen Ort ihr Geschäft.

Fest stand nun: das ist definitiv kein Straßenhund! Auswilderung ausgeschlossen.

Gegen 24 Uhr fuhren wir zurück nach Kusadasi. Noemi zog ins Gästezimmer zu mir, wo sie sich gleich wieder

brav auf ihr Handtuch legte. Angelika, Larissa und ich zogen noch kurz los um die am Vortag eingefangenen

Katzen vom Fischmarkt auszuwildern. Murat und Dani nahmen die am Hotel gefangenen Tiere wieder mit und

ließen sie frei. Gegen 2 Uhr fielen wir halbtot in die Kissen.

A

k

n

h

d

m

d

a

a


Am 2. Oktober musste Angelika noch für ein paar Stunden ins Büro und dann zum Flughafen. Währenddessen

haben Larissa und Annett die leeren Boxen sauber gemacht und am Ladies Beach eine Katze eingefangen.

Eigentlich wollten sie mehr Katzen einfangen, aber da waren nur riesige Kater und sie hatten keine Falle und

keine "großen" Boxen dabei.

Nachmittags (gegen 16 Uhr) sind sie nach Efesus gefahren. Murat und Dani kamen nach. Sie haben dort 16

Katzen bzw. Kater (Aufteilung wissen wir noch nicht) eingefangen.

Viele Besucher haben sie angesprochen und sie haben eine ganze Ladung Flyer verteilt. Spontan spendete

eine Amerikanerin 20 TL + 20 Dollar für die Kastrationen.

Kastrationsstand bis heute: 16 Hündinnen, 8 Rüden, 57 Kätzinnen, 24 Kater.

16 weitere Tiere stehen schon bereit für Nevzat, die morgen kastriert werden und Larissa, Angelika und Annett

ziehen nachher nochmal los zum Einfangen.

Sie sind von frühmorgens bis in die Nacht unterwegs und ist es echt mega-anstrengend. Mehr als 5 Stunden

Schlaf sind nicht drin. Sie sehen aus wie Gespenster.

Am 3. Oktober ist Abreisetag für Annett. Bis es Zeit ist, zum Flughafen aufzubrechen, kommen weitere 23

Katzen und 3 Hunde hinzu.

Am 4. Oktober können Daniela und Murat die Tasche, die nun endlich aus Großbritannien zurück und in Izmir

gelandet ist, am Flughafen abholen und bringen sie zu Angelika. An diesem Tag wurden alle kastrierten

Tiere, die nach der erfolgten Kastration vom Vortag noch unter Beobachtung standen, wieder ausgewildert.

Danach wurden weitere 4 Hunde, 13 Katzen und 8 Kater eingefangen und kastriert.

Am folgenden Tag fliegen auch Daniela und Murat nach Deutschland zurück. Nun ist es an Angelika und

Larissa, die Kastrationen weiter voranzutreiben und die türkischen Mitbürger zum Fangen und Bringen der

Tiere zu bewegen, was ja in Özdere sehr gut geklappt hat.

Wir sind uns sicher, dass die Beiden das - trotz aller Strapazen - sehr gut schaffen werden und möchten uns

noch ganz, ganz herzlich für den Einsatz aller Beteiligten bedanken!

Dieser arme Kerl ist stark verräudet. Er hatte

sich immer versteckt und ist nur nachts raus

um Futter zu suchen... er ist ein Klappergerüst,

fast nackt und an manchen Stellen

Wund....... Die Dörfler haben ihn eingefangen

und haben die liebe Sadeet, die das Projekt

vor Ort mit unterstützt, kontaktiert, die auf der

Suche einer dreibeinigen Mama war und haben

sie gefragt, ob sie den Hund nimmt. Anderenfalls

würden sie ihn ganz weit weg aussetzen

...

Bericht aus Özdere


Die Räude sieht sehr schlimm aus und die Einheimischen assoziieren dies oft mit Ekel und schlimmen übertragbaren

Krankheiten. Oft auch mit dem Gedanken "der Hund stirbt ja eh bald".... :( Dabei kann Räude so

gut behandelt werden. Es gab schon viele Fälle, die Özden wieder ganz toll hinbekommen hat. Wer sich alleine

an die kleine weiße Tess erinnert, die heute in Holland lebt... Oder auch Umut, der jetzt im Strandrudel

von Heide lebt. Schlimm sah er aus und ist nun ein so hübscher Kerl. Mehr Worte bedarf es nicht.

Der Hund ist nun auf der Ranch in Payamli und wird dort behandelt. In ca. 2 Monaten dürfte er wieder ganz

gesund sein und vermutlich eine echte Schönheit offenbaren.

Auf allein Seiten unserer Homepage www.sunnydays-for-animals.de finden Sie oben rechts den orangefarbenen

Spenden-Button, über den Sie uns mit einer Spende unterstützen können.

Die Tiere und wir danken Ihnen!

Wieder ein neuer Unfallhund. Tibius wurde in

der Nacht angefahren. Dr. Vet. Evrim hat erste

Hilfe geleistet und Özden angerufen. Sie hat

den Hund in die Tierklinik nach Urla gefahren,

da nur dort der sehr böse Beinbruch operiert

werden konnte, was noch am gleichen Tag geschehen

ist.

Tibius ist noch in der Klinik bei Dr. Erhan und

erholt sich von seiner OP.

Aus der Ukraine haben wir leider auch in dieser Woche keine Neuigkeiten erhalten und aufgrund der langen

Berichte aus Rumänien und der Türkei werden wir erst in der kommenden Woche von den Katzen im Katzenprojekt

berichten. Aber - dies schon vorweg genommen - allen geht es hervorragend!

Bei letzterem wird es auch eine Umstrukturierung in der Tiervermittlung geben. Schauen Sie doch in ein paar

Tagen einfach mal rein.

Spendenkonto: Sunnydays for Animals e.V., Konto-Nr. 101 5200, BLZ 370 205 00

IBAN: DE29370205000001015200, BIC: BFSWDE33XXX

Sunnydays for Animals e. V. ist als besonders gemeinnützig anerkannt und darf Zuwendungsbestätigungen

(Spendenquittungen) für Sach- und Geldspenden sowie Mitgliedsbeiträge in unbegrenzter Höhe ausstellen.

Um Portokosten zu sparen, werden die Zuwendungsbestätigungen jeweils im Januar eines Jahres für das

vorhergehende Jahr ausgestellt. Spenderinnen und Spender, die mehrfach im Jahr gespendet haben, erhalten

hierbei eine Sammel-Spendenbescheinigung.

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