Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

UEBER WORTZUSAMMENSETZUNG. 163

chromiQ^. D) Charakteristik durch den Zweck der Tätigkeit, insbesondere

auch das, worum sie sich „dreht": hoiik-charge"^, -selle"^,

couvre-feu^, trs-sepf^, trois-sepi^, trente-et-quarante^, äne salP.

Aus den Übereinstimmungsnamen tours de passe-passe (L.: tours

d'adresse des joueurs de gobelets; les joueurs de gobelets, en fai-

sant semblant d'avaler qqch., ou faisant quelque autre tour, ont

toujours en la bouche ces mots, passe passe, surtout en parlant de

la muscade) ist im Verlaufe der historischen Entwicklung bisweilen

(z. B. Lafont. Fabl. IX, 3) der kh\ve\c\\ViVig?,x\diVCiQ passe-passe geworden.

An solchen Beispielen fehlt es auch sonst nicht, wie wir denn deren

analoge auch schon Zs. 24, 485 kennen gelernt haben.

Was die grammatischen Formen der substantivischen Zustandsnamen

anlangt, so ist für die Übereinstimmungsnamen

die gegebene Form des i. Gliedes die des Substantivs mit ausgeprägt

substanziiert-zuständlicher Bedeutung. Dabei ist es irre-

levant, ob der Bildungsmodus dieses Gliedes (noch) in Form eines

Suffixes ersichtlich ist (inflamma/zo«) oder nicht. Für das 2. Glied

ist die nächste Form die des Adverbs [contre-)^ oder adverbialen

Präfixes {re-), sodann die des Adjektivs {hasse) oder adjektivischen

Präfixes {semi-), aber auch Substantiva kommen vor {steeple-), auch

in dezidierten Kasusformen [legis-Y, meist aber in Stammform

{Hiho-), bisweilen (mit einem 3. Glied) in präpositionaler Wendung

[da fe), wenn man dies nicht als Ablativ fassen will. Bei den

Abweichungsnamen ist wieder zu scheiden zwischen der I. und

der IL Untergattung. Für erstere ist die gegebene Form des

I. Gliedes abermals die des Substantivs ausgeprägt substanziiertzuständlicher

Bedeutung (restaura/zb«, delit); das 2. Glied erhält adverbielle

[quasi), präpositionale [sans-), präfixale {in-, mh-) Form.

In der II. Untergattung ist weitaus das häufigste die Form des

Parasynthetons, was daher kommt, dafs es hier von gelehrten

Bildungen wimmelt^*'; man wolle Zs. 23, 306 ff. nachlesen und sich

[vQafi/iia] d'un mot. — ^9 Msrcovv/Jiia Vertauschung (fxexd) des Namens

(övvf^a), bes. Metonymie. — 3° Be. : Impression typographique en couleurs;

zwei Mittel, rviroq, /Qtö/iia. — ^ DHT. : procede [lithographique (Be.)] par

lequel on imite la peinture ä l'huile, ä l'aide de lithographies, d'estampes

peintes ä l'envers et rendues transparentes au moyen d'un corps gras; zwei

Mittel, ?.L&og, /^(D/^ta. — ^ DHT.: sonnerie pour avertir les cavaliers de

placer [bouter] la charge sur leurs chevaux. — ^ Analog boute-charge. —

* DHT. : Signal par lequel les habitants des villes etaient autrefois invites ä

rentrer chez eux et ä eteindre feu et lumiere ; zu couvrir. — ^ L. : sorte de

Jeu de cartes, ainsi nomme ä cause de l'importance qu'on y donne aux nombres

trois et sept. — ^ Gewinn- u. Verlustgrenze (trente et quaranta), um die es

sich bei dem sogenannten Spiele dreht. — ' DHT.: corruplion populaire de

l'angl. aunt Sally, tante Sarah , jeu d'adresse oii une tete de vieille sert de

but. — ^ Ich gebe hier wie im Folgenden in der Regel nur je ein Beispiel

für die Formkategorien, da die Ergänzung leicht aus dem Beispielmateiial von

S. 151 fF. vollzogen werden kann; so wird man ohne Mühe tnter- der Kategorie

„Adverb", /r/- derjenigen ,, adverbiales Präfix" zurechnen, usw. — ^ Dazu

gehören natürlich auch d'oeuvre, d'asil etc. — i" [Die übrigens besonders (wie

früher durch g) auszuzeichnen mir nicht mehr nötig geschienen hat.] Die in

Zs. 23, 305, 308 aufgestellte Behauptung, Parasyntheta seien im Französischen

II*

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