Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

UEBER WORTZUSAMMENSETZUNG. 169

adj.-pronominal distributiv bestimmt wird, etwa „jed^/«^r". Interrogativ

endlich ist \eqtiel, dessen Bildungsweise man unmittelbar

aus Beispielen wie lequel doü plaire plus, d'tin jaloux ou d'un untre?

erkennt: das i. Glied deutet präparativ, und zwar subst.-interrogativ

auf jaloux und autre vor, die im 2. Glied {le) adj.-pronominal als

ihrer Qualität nach bekannt angedeutet werden.

B) Abweichungsnamen. Hier habe ich nur die Indefinit

a quelque chose und quelque personne anzuführen, deren Charakter

als Abweichungsnamen sich daraus ergibt, dafs sie im I.Glied

nicht pronominal als „etwas", sondern gleich substantivisch bestimmt

als „Sache" bezw, „Person" charakterisiert, somit die Nominanda

als durch eben diesen Sachcharakter bezw. Personcharakter von

andern Dingen abweichend gefafst werden; im 2. Glied wird dann

das Nominandum adj.-pronoininal als indefinit näher charakterisiert,

und so kommt der Indefinitcharakter des Ganzen zustande.

Zweite Klasse: Subjektbestimmwörter.

Erste Ordnung: Adjektiva, adj. Numeralia und Partizipia.

A) Übereinstimmungsnamen. Deren Erklärung macht

keine Schwierigkeit, sobald man sich gegenwärtig hält, dafs das

1. Glied stets (in adjektivischer, adj.-numeraler, partizipialer Form)

eine Eigenschaft bezeichnet, die mit dem Nominandum (d.h. der

zu benennenden Eigenschaft) nahe übereinkommt und nur im

2. Glied 1 irgendwie näher charakterisiert wird. Wie, ergibt sich aus

dem Schema, dessen wir uns bei Gelegenheit der subst. Zustandsnamen

bedient haben (S. 151 Z. 26 ff.), wobei nur einzelne Kategorien,

die sich dort nicht finden, zu ergänzen sind. Wir haben

also I. Intellektuelle Charakteristik, und zwar 1. räumliche

Charakteristik: surincombanl'^, nu-pleds, -tele, -jambes'^, cixcowvoisin^,

conixe-isiant^, %Q>m\-adhSre7ii^, -amplecHf^, c\a.\xsemc^; 2. zeitliche

Charakteristik: neolahn, novolalin^; 3. höhere logische Charak-

teristik, und zwar a) Qualitätskonstatierung auf Grund von Sinneswahrnehmung:

doux-cotilanP^; dal hrun und die übrigen Varietäten

von bal (braunrot), als da sind bai fauve, bezw. clair, cerise, fonce,

chätain, marron, woraus man zugleich sieht, dafs auch hier, wie

1 Dieses kann, je nachdem, die grammatische Form des Adjektiv(stamme)s,

des Adverbs, des Substantiv(stamme)s, des adj. oder adv. Präfixes, der präpositionalen

Wendung (in diesem Falle mit der Präposition als einer Art dritten

Gliedes) annehmen, so in bat briai, T:\iolaitn; cuconvoisin; \txi-pre, nu-pieds;

harlon^-, coxrelatif, archi/ou; propre ä rien. — ^ L. , Be.: qui est 6teadu

par-dessus, qui s'etend au-dessus. — ^ Nackt an den Füfsen (vgl. barfufs),

am Kopfe (vgl. barhaiipt), an den Beinen. — * DHT.: z\x

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