Zeitschrift für romanische Philologie

scans.library.utoronto.ca

Zeitschrift für romanische Philologie

ö W. FOERSTER,

aret 667. 676. 694. 685. 691. 693. u. s. f., die in einem

Sprachgebiet, wo a erhalten bleibt, sehr auffallen. Das -/ ist daselbst

der regelmäfsige Vertreter des lat. -//- (s. darüber die von

mir gegebene Erklärung in dieser Ztschr. XXII, 511 ff.) und wir

werden so auf einen Typus ^arellu geführt und erinnern uns sofort

des von Du Gange belegten älteren areau im Französischen. \^\x

finden es rein in

ar§l 965, so dafs das daneben nachgewiesene arc 953. 954.

964 daraus stammen mufs. Dasselbe gilt vom benachbarten are"'

955, also wie ^Z" aus bellum. Dazu gehört wohl auch

arl 632 neben aro, ctre 635 ebenso in reiner a-Gegend

und endlich

ardel 681, natürlich, wie die Endung lehrt, im Gascogner

Sprachgebiet. Verrät vielleicht dieses den Weg, den arairiim zu

*arellum genommen? Etwa r in d dissimiliert, dann mit auf-

fälligem Fall des vortonigem a zu arad + ellutnl Dies würde die

Form aradet' in der Nähe 691, die sich neben aret findet, bestätigen.

Dafs das vortonige a in diesem Gebiet zu e werden, also an der

ganz tonlosen Stelle zwischen Anschlagton und Hauptton schwinden

kann, zeigt arezero/ 684. — Sonst finden wir verschiedentlich, wie

im N., das allgemeine

arnes, so 669. 679. 688. 750. 752. 760. 762. 771. 772. 780.

781. u. s. f.

Aufserdem finden wir noch von den von Mistral s. v. charruio

angeführten nur

fourcat {selouiro behandle ich, wie gesagt, später), im Atlas

furcal 784. 786. 793. 794, das oben behandelt ist.

doublt fehlt zufälliger Weise im Atlas — es soll nach Mistral

im Languedoc vorkommen.

Der Atlas gibt dann noch folgende Ausdrücke:

muSo, muso 689. 698. 733. 744. 753, das Mistral s. v. mousso

so erklärt: soiipeau, cep, pike de la charriie; versoir de la charrue

charrue ä versoir. Der Teil gab also dem Ganzen den Namen.

kutre^zo, kutri 828. 873. 875. 883. 885. kutrt^ 814. 821.

822. 826. 833. 841. 844. 853. 855. 863. 873; kulreri 808, vgl.

Mistral s. v. coutrie. Es ist natürlich = culler, coutre, abgeleitet

culterile > kutril, kuiri u. s. f. Mistral erklärt es charrue sans avatit-

irain ni roties, munie d'un coutre et d'un versoir.

apli 519. 606. 610. 612. Auch Mistral kennt es s. v. aple

(Lautvarianten aplec, aplei, apleit, aplech, aplich) und gibt als Bedeutung

an: i.//a«^ (Schnitzmesser), outil de charron; 2. insirument

aratoire, soc, charrue en Limousttr, 3. outillage agricole und vergleicht

aträ, atratt, atrach im selben Sinn. 4. partie du moule ä fromäge.

Unter ::. verweist er noch auf emplech „versoir, oreille de charrue,

en Gascogne; das offenbar ein mit in gebildetes Kompositum des-

selben Stammes pleii ist. Es ist ein Synonym von relo [reio bei

Mistral) = regula „soc de charrue, coutre", das freilich zufällig die

Bedeutung „Pflug" nirgends erlangt zu haben scheint. Wie man

;

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine