Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

252 BESPRECHUNGEN. W. FOERSTER,

31. Okt. 1904 di primaria importanza per la storia della Sardegna tiel

piii recetite media evo. Die zweite von mir als echt nachgewiesene Nummer

ist diePapierhs. Nr. 14; sie enthält un protocollo dinotaio scritto promiscuamente

in latino ed in catalano und enthält gli atti dei contratti ed obblighi dei

privati, e le annotazioni che sogliono registrarsi nel taccuino d' un notaio

(XV. Jahrh.), s. P. Martini, Pergamene ecc. p. 429. Also jedenfalls ein für die

sardische Lokal- und Wirtschaftsgeschichte u. ä. sehr wichtiger Text, bis jetzt

völlig unbekannt und unediert. Man versteht schwer, wie einem Direktor

einer Ecole des Chartes derartige Texte insignifiants erscheinen können.

Damit ist auch

ad c) die Frage nach dem Interesse dieser Stücke in anderem als dem

P. Meyer'schen Sinne erledigt. Das Hauptinteresse liegt freilich noch in

Etwas anderem. Hatte man bisher ausnahmslos erklärt, die gesamte Masse

der Arboreahss. sei gefälscht, so wurde hier nachgewiesen, dafs darin zwei

Nummern echt sind, von denen die erste seit 1859 durch Giöv. Spano bekannt

und kommentiert war. Dem eingeweihten Fachmanne endlich wird aufserdem

die andere, auch von mir etwas später gemachte Entdeckung interessieren,

dafs die beiden festländischen Handschriften von Florenz und

Siena, von denen die erstere oft untersucht, paläographisch nie angezweifelt,

vielmehr wiederholt für echt erklärt worden ist, von demselben Fälscher

geschrieben worden sind, der die Cagliaritanischen Fälschungen verbrochen hat.

Selbstverständlich ist auch dieser Nachweis völlig neu bisher Niemandem

auch nicht vertraulich mitgeteilt und natürlich nirgends ver-

ö ffentlicht.

3. „]\I. Förster semhle attribuer ä VAcademie de Berlin le merite

d^avoir deco uvert lafausseid de ces documents. Le travail collectif de VAcad.

de B. sur le faux d'Arborea est de janvier 1870/ or favais dijä, en 1864,

en deux articles de la Correspondance litteraire {iz^.juillet et 25. decembre)

proclame la fausseie de ces viemes docttments. Der überknappe Auszug, den

Herr P.Meyer hier bespricht, sagt darüber überhaupt nichts und erwähnt

blofs den Berliner , Bericht'; aber mein Vortrag, dem ja, wie wir schon

wissen, Herr P. Meyer beigewohnt hat, läfst über diesen Punkt keinen Zweifel

übrig. Es heifst in meinem Heft, das mir bei meinem Vortrag, den ich halb

frei hielt, vorgelegen hat: „Pri?na (vor dem Berliner Bericht) il Paul Meyer

aveva giä indirizzato alcune righe al redattore della Corresp. litt.^\ was mir

Prof. D'Ancona den Tag vorher gesagt hatte. Später habe ich die zwei

Briefe P.Meyers nachgelesen — sie beschränken sich auf allgemeine Behauptungen

(vgl. P. Meyers proclame): den erdrückenden Haupt- und

Gesamt-Beweis aber erbrachte die Berliner Akademie (1870). Freilich

schon vor ihr und selbst vor P. Meyers Proklamierung waren ver-

schiedene sichere, wissenschaftliche Beweise der Fälschung, sowohl

für einzelne Texte als für die Gesamtmasse erbracht worden. Wenn man also

statt des P. Meyer'schen decouvert das richtige demontre einsetzt, so ist

gegen seinen Satz nichts einzuwenden. Denn proclamer, wie Herr P. Meyer

getan, und ddmontrer (Berlin) sind eben zwei veschiedene Dinge. Es sind

somit sämtliche — Bewertungen P. Meyers mit den Tatsachen in Widerspruch.

Damit kann doch kaum den Lesern der Romania gedient sein. (W. Foerster.)

— Ed. Moore, Studies in Dante, third series (Pagel Tooybee). — Une

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