Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

REVISTA LUSITANA, BD. Ill


IV. 255

reiche Beiträge zur f)ortug. Etymologie. (Siehe dazu Vollmöllers Jahres-

bericht Bd. IV, I pp. 312 und 341.) Wenn die gelehrte Forscherin unter Nr.

XXXVI Estra bemerkt: „Estra, nas Cantigas de Alfonso X (151 e 261).

designa a janella, e deve ser simples Variante da forma feestra, que occorre

ate na mesma poesia (151)", so ist die hier vorgeschlagene Ableitung des

Wortes aus folgenden Gründen abzulehnen : Erstens ist der Abfall der ersten

Silbe von feestra unbegründet; zweitens aber bedient sich, was wohl zu be-

achten war, Alfons an der erstgenannten Stelle der Pluralform estras, und das

fragliche Wort erweist sich demnach nach Form und Bedeutung identisch mit

dem mittellat. estra (Du Gange s. v.), dem provenz. estras (Levy, Swb. s. v.) und

dem altfranz. estre, estres (Godefroy s. v.), welche Formen entweder mit Neumann,

Zeitschr. V, 385, \on exteras [sc. partes domus) oder, mit Hinblick auf

die Singularform, besser vom Neutrum plur. extera abzuleiten sind. Da estra,

estras sich sonst in peninsularen Texten nicht wieder finden, sind sie bei Alfons

wohl als Entlehnungen aus dem Prov. anzusehen.

Nr. 3. J. Leite de Vasconcellos, Museu ethnographico porttiguüs.

Nützliche Betrachtungen über die Aufgabe und die Bedeutung dieses durch

einen Erlass vom Jahre 1893 gestifteten portugiesischen Nationalmuseums. —

J. Joaquim Nunes, Phonetica historica portuguesa. Eine kurze Übersicht

der wichtigsten Lautgesetze, die der Entwickelung des Portugiesischen aus dem

Vulgärlatein zugrunde liegen. — J. Leite de Vasconcellos, Dens Bracarense

Pongoenabiagus. Beitrag zur Kenntnis des altlusitanischen Kultus. —

P. d'Azevedo, Ciganos portugueses. Fortsetzung. — Joaquim de Castro

Lopo, Linguagem populär de Valpagos (Cartas ao redactor da Revista lusi-

tana). — P. d'Azevedo, Benzedores e feiticeiros do tempo d" el-rei

D. Manoel. — Miscellanea, C. M. de Vasconcellos, Utna passagem

escura do „Chrisfal." Unter anderem wird ausführlich gezeigt, dafs in dem

Verse „Cantar cantou delle dino" nicht der Name einer poetischen Form, (de

ledino) stecke, wie Braga, Monaci und andere vor ihnen angenommen hatten,

sondern einfach die Worte d^ eile dino „seiner würdig", eine Erklärung, die

ich Liederbuch p. XLIX, Anm. 6, vorgeschlagen hatte. — Kleinere Beiträge

zum portug. Sprachgebrauch und Volksglauben. — Bibliographia. Besprechung,

durch den Herausgeber, des vortrefflichen Werkes von A. R. Gon-

9alves Vianna, Exposigao da pronuncia nortnal portuguesa para uso de

nacionaes e estrangeiros , Lisboa 1892.

Bd. IV.

Nr. I.

J. Leite de V., Noticia de alguits manuscritos de Fr, Joaquim

de Santa Rosa de Viterbo. — P. d'Azevedo, Costunies do tempo d' el-rei

D. Manuel. Veröffentlicht Erlasse der Kgl. Kanzlei, welche abergläubische

Sitten und Gebräuche betreffen. — J. Leite de V., Dialectos alemtejanos.

Wertvoller Beitrag zur Kenntnis der Lautlehre und des Wortschatzes. —

Miscellaneä. Nota alla materia contenuta nella „Revista lusitana", vol. I,

von Stanislao Prato. — Bibliographia. Severiano Monteiro bespricht

Paul Sebillots lehrreiches Werk: Les travaux publics et les ?nines, dans les

traditions et les superstitions. (Paris 1894).

de

Nr. 2. P. A. d'Azevedo, Linguagem e tradigoes populäres da villa

Serpa. — J. Leite de V., Noticias philologicas . — P. A. d'Azevedo,

As festas dos imperadores. Abdruck von Erlassen der Kanzlei des Königs

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