Zeitschrift für romanische Philologie

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UEBER WORTZUSAMMENSETZUNG. 269

Auffassung vorläufig zu sagen nicht umhin kann, pseudopräpositional

(athrer^). Mätzner (Frz. Gramm. 294) und Darmesteter (MC 104),

die ich hier als Kronzeugen nennen will, finden nämlich in aXlirer,

conire-brasser usw. und, was hier auch noch heranzuziehen ist, dissoudre

usw. „präpositionale Partikeln". Nun ist es natürlich, wenn

man diese letztgenannten Bildungen mit Bezug auf die grammatische

Form ihres 2. Gliedes ä tout prix unter einen Hut bringen will,

niemandem verwehrt, etwa mit Georges (s. v.) dis, re als „inseparable

Präpositionen" zu bezeichnen. Und man wird dann auch schliefslich

gegen das umgekehrte Verfahren, z. B. mit Meyer-Lübke (Rom.

Gramm. II 617) a, contre usw. für den Fall, dafs sie in Verbalkomposition

eintreten, als „Präfix" zu bezeichnen und sie so mit

dis-, re- zusammenzufassen, scheinbar nicht viel einwenden können.

In der Tat aber macht es mir den Eindruck, als würde durch die

eine wie die andre Art Zusammenfassung, vom allgemein sprachwissenschaftlichen

Standpunkt aus betrachtet, eher eine Verdunklung

an sich ziemlich klarer, denn eine Klärung an sich dunkler Verhältnisse

geschaffen. Denn es schwindet bei solcher Zusammenfassung

in jedem Falle die scharfe Grenze zwischen Präfix und

(relativ) selbständigem Wort. Diese aber mufs unbedingt fest-

gehalten werden. Und sie läfst sich auch, sobald man die jeweiligen

historischen Verhältnisse berücksichtigt, unschwer festhalten. Denn

zu der Zeit, als at//r

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