Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

UEBER WORTZUSAMMENSETZUNG. ^Ql

im I. Glied drückt dieses a) mit Übertragung vom Räumlichen ein

„Zurück" in einen früheren Zustand des Verbalobjektes (adverbial)

aus, während das 2. Glied (substantivisch) ein Mittel der Verbaltätigkeit

und das 3. Glied (präpositional) die Mittelbeziehung andeutet:

rapiker (vgl. S, 288 Z. Q ff.). Oder b) das i. Glied wie

bei (7, während das 2. Glied ebenfalls mit Übertragung vom Räumlichen

das Ziel andeutet, zu welchem das Verbalobjekt durch die

Verbalhandlung gewissermafsen zurückgeführt wird, das 3. Glied die

Zielbeziehung; 2. Gl. adjektivisch, substantivisch, 3. Gl. präpositional.

Z.B.: rajetmir^, rasserener"^, r£7iflouer^, raflouer"^. c) Das I.Glied

enthält (prägnant-adverbial-präfixal) den Ausdruck der Richtung von

einem (implizierten) gleichsam räumlichen Ausgangspunkte her, während

das 2. Glied (substantivisch) mit Übertragung vom Räumlichen

das Ziel ausdrückt, dem das Verbalobjekt gewissermafsen von diesem

Ausgangspunkte aus zugeführt wird; z.B. ebruiler^. Nahe stehen

dem die Bildungen d), wo das i. Glied (prägnant-adverbial-präfixal)

die Richtung von einem als Ausgangspunkt mitgedachten frühern

Zustande (Gleichmut etc.) des Verbalobjektes her bedeutet, während

das 2. Glied (adjektivisch, substantivisch) resultativ eine durch die

Verbalhandlung herbeigeführte Seinsart des Verbalobjektes bezeichnet.

Z.B. ebaudtr-', eborgfier^', egayer'^, effaroucher'^, äjwusser^, epiirer^^;

ecarieler^^. e) Über s"extravaser s. S. 28g Z. ig ff. ; es tritt hier, wie

man sieht, das i. Glied als Ausdruck des Verbalobjektes auf, was

auch bei f) s'cvertiier der Fall ist, über das man S. 28g Z. 32 ff.

vergleichen wolle. Mit einer andern Art Objekt haben wir es dagegen

g) in einer Klasse von Bildungen zu tun, als deren Repräsentant

souh'gner^- gelten kann. Das Verbalobjekt ist hier z. B.

durch tin mot ausgedrückt; aber auch das i. Glied {ligne) bedeutet

ein Objekt, auf welches sich die Verbaltätigkeit erstreckt, und zwar

so, dafs ihm dadurch resultativ die Seinsart verliehen wird, welche

im 2. Glied {soiis) ausgedrückt ist. Der Ausdruck {sous) dieser

Seinsart ist aber wieder insofern prägnant, als das (räumliche)

Orientierungsobjekt (im mot) darin zunächst nicht besonders bezeichnet

wird, sondern diese explizite Bezeichnung erst im Verbalobjektsausdruck

erfolgt: souligner un mot. Aber es ist dann auch schon

1 DHT.: re, ä^ jeune; ramener ä la jeunesse; kommt übrigens auch intransitiv

vor, und ergibt dann in der Analyse nur die Differenz, dafs das

2. Glied als das Ziel erscheint, zu welchem das Verbalsubjekt gewissermafsen

zurückkehrt: revenir ä la jeunesse. — ^ DHT.: zu serein-^ ramener ä

la serenite. — ^ L. : ce mot, qu'on voit pour la premiere fois dans le dict. de

l'amiral Willaumez (1825), qvii le dit normand, parait forme irregulierement de

re, et [on dit aussi raßouer-J] ä ou en flot\ DHT. gibt diese Etymologie als

sicher; remettre ä flot (un bätiment echou6). — * DHT.: livrer [q.] au bruit

pubhc; vgl. [aber nur mit der Rektion aufs Ziel:] ins Gerede hringeii. —

^ DHT.: mettre en joie, afr. haud gai. — ^ DHT.: rendre borgne en privant

"^ de l'un des deux yeux. — DPIT. : rendre gai. — ^ DHT.: rendre (un animal)

farouche. — ^ DHT.: rendre mousse, non coupant. — i" DHT.: rendre pur,

en ^liminant les Clements dtiangers. — ^^ DHT.: von esquarterer zu quartier

partager cn quatre quartiers. — '^ L. : tirer une ligne sous (un ou plusieurs

mots): souligner un mot.

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