Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

2Q2 O. DITTRICH, UEBER WORTZUSAMMENSETZUNG.

zugleich eine Verschiebung der syntaktischen Gliederung dahin erfolgt,

dafs nun nicht etwa sous präpositional auf tm vioi bezogen

wird, sondern es behält seinen adverbialen Charakter als i.Verbalkompositionsglied

bei, und das Verbalobjekt erscheint auch grammatisch

durchaus vom Verbum abhängig: es ist das Ding, das von

der Verbaltätigkeit im Ganzen betroffen wird. Dies gilt mutatis

mutandis auch z.B. von emhauvier'^, empäter'^, empierrer'^, -perler ^,

-plumer'^, -poisonner^, -poissonner'; enfiler^, -semencer^, -tacher^^;

ereinier^^; interfolier^'^. h) Empester'^'^ ist genau so gebildet, nur

liegt dem 2. Glied Übertragung vom Räumlichen mit zugrunde,

i) Das durch die Verbaltätigkeit herbeizuführende Resultat (adjektivisch)

im I.Glied und die (adverbial [-präfixalje) Angabe der Ver-

stärkung (Augmentierung) dieses Resultates im 2. Glied enthalten

u. a. 3.\>pro/ondir, am-er'^; con/br/er i^; cxixbeUix^^, enjolwer'^', em-

le/er^^; ec/iauder^^, ^clairdx'-^, Qcourter'^^; xdifraichix'^-. j) Über sol-

miser s. S. 288 Z. 4 ff.

Damit ist die Übersicht der verbalen Komposita abgeschlossen;

die Zuendeführung dieser Studie durch eine ähnliche Betrachtung

der adverbialen, präpositionalen, konjunktionalen und Häufungssatzwort-Komposita

mufs aus den S. 142 Z. 23 ff. angegebenen Gründen

vorläufig vertagt werden. Ich hoffe dann auch, was gewifs jetzt

schon mancher vermifst, dem ganzen ein Wortregister beigeben zu

können, in dem , was sicher auch manchem schon jetzt willkommen

wäre, von mir aber absichtlich zurückgestellt worden ist, auch ge-

wisse sprachpsychologische Scheidungen mehr difierential- als allgemeinpsychologischer

Art vorgenommen werden sollen: so werden

vor allem jene Bildungen, die weder dem frz. noch dem griech.

„Sprachgeist" entsprechen {anasarqjie, azote usw.) mit einer Art levis

macula zu versehen sein.

1 DHT.: pr^server (un cadavrc) de la corruption en y inlroduisant des

substances aromatiqucs \baume'\. — * DHT.: remplir de päte. — ^ DHT.:

garnir de pierres. — * DHT.: oiner de perles. — ^ DHT.: garnir de plumes

(une flache etc.). —• :

'' ^ DHT. Uier en faisant absorber du poison. — DHT.

peupler de poisson (un dtang). — * DHT.: Iraverser par un fil (une aiguille

etc.). — ö DHT.: garnir de semences. — '° DHT.: marquer d'une lache. —

11 Kört.: die Lenden ausrenken; DHT.: rompre les reins ä (q.). — '^ DHT.:

relier (un livre) en ins^rant entre les feuilles des feuilles de papier blanc

enrayer un dictionnaire. — " DHT.: infecter de miasmes pestilentiels; gleichsam

mettre la pcste en (les hommes). — ** DHT.: rendre plus profond, plus

vif. — IS DHT.: lat. conyijr^are [sehr stärken]; soutenir en donnant de la

force, du courage; con- überaus, tüchtig. — •'' DHT.: rendre plus beau; enbezeichnet

L., z.B. in encherir, als augmentativ; übrigens auch int r.: devenir

plus beau, wo das 2. Glied natürlich ein gleichsam räumliches Ziel ausdrückt.

— IV DHT.: en, zir. j'oli/; rendre plus joli. — ^^ DHT.: ennuyer fortement.

— 19 DHT.: chauffer avec exc^s. — 20 DHT.: vlt. *exc/ar?cire , xclair;

rendre plus clair. — 21 DHT.: rendre trop court. — 22 DHT.: re, ä, frais;

rendre plus frais; re und ä sind zum Augmentativum ra- zusammengeflossen.

O. DiTTRICH.

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