Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

490 BESPRECHUNGEN. ALFRED SCHULTZE,

komme — Belege wären -willkommen gewesen — , sehen, sondern eine ap-

proximative Zahlangabe (vgl. Et vaslet saülent jusqu^a set Yvain 3786).

Der Eremit ist ja, wie die Folge zeigt, keineswegs auf die sieben Jahre ver-

sessen, sondern läfst mit sich handeln. Er sondiert also zunächst. — 406

Dafs a mui „reichlich abgewogen" bedeute, kann doch Chlyon 5600: Ja

U randroit au grant sesiier Et au grant mui ceste hojite wegen des dabei-

stehenden grant nicht dartun. — 412 scheint mir E.s Vorschlag quoiqu'il

meshaite zu lesen, auch abgesehen davon, dafs man mit ihm nicht nach-

gewiesenes meshaitier und die inkorrekte Konjunktivform meshaite in den

Kauf nehmen mufs, nicht annehmbar, da der Dativ me vor meshaite m. E.

nicht zu entbehren wäre. Andrerseits liegt zum Abweichen von dem hand-

schriftlich Gebotenen keine Veranlassung vor: puisqu'il me haite soll freilich

nicht heifsen: da mir diese Art der Bufse Freude macht oder mein Gefallen

erregt, sondern lediglich: „da es mir so beliebt", „da es mir so recht ist"

(auf so billige Weise meiner Sünden ledig zu werden). Vgl. Farne par mariage

prise Est aussi comme en prison mise ; Quer il convient qu'el se soumete

A iout cen qui au mari hete Clef d'amors 21 00; puisqü'il vous haite (da Ihr

es wollt, wünscht) Vostre volenie sera faite Sans contredire Mir ND III

563; jV/ vous haite (zum Papst gesprochen) „wenn Du einverstanden bist, erlaubst"

ib. XXVII 1799. So dient ja auch il tue piaist zur Kundgebung

des blofsen Einverständnisses ohne Rücksicht auf Gefallen oder Mifsfallen

(Mir ND XXVI, 20) und wird im Munde Hochstehender sogar zum Ausdruck

des Befehls. — Die zu 514 gegebene Erklärung von Chlyon 526 ist m. E. in

Toblers bei Holland zu der Stelle gegebener Übersetzung enthalten. — S. 46

— 49. Carl Wahlund, Die aüfranz. Prosaübersetzung von Brendans

Meerfahrt (Job. Vising, wertvolle Bemerkungen zum Text). — S. 49—53.

A. Thomas, Melanges d'etymologie fran^aise (D, Behrens, Zusätze zu

folgenden von Th. behandelten Wörtern : wall, balzin, hreneche, prov. cadarz,

poit. cagouillon, cartayer, chamhrüle, eprault, esciombo, allfrz. espaeler, espanir,

giernote, marcheil, marprime, moiso7t, pr^cimis, retnet, träniere, noxm.velingtte).

— S. 53—55. C. Marmier, Geschichte und Sprache der Hugenottenkolonie

Friedrichsdorf am Taunus (Ludwig Proescholdt). — S, 55— 58. Peter

Pfeffer, Beiträge zur Kenntnis des altfranz. Volkslebens, tneist auf Grund

der i^a^-Z/a«;!; (Rudolf Kiefsmnnn. Anerkennend). — S. 58— 59. A. Bernard,

Le sertnon au XVIII e siede (Drews). — S. 59—64. Leon Lafoscade, Le

theätre d'Alfred de Musset (M. J. Minckwitz). — S, 64 — 65. Friedr.

Schlachter, Spottlieder in franz. Sprache (R. Mahrenholtz). — S. 65— 68.

Neuere Arbeiten über Victor Plugo (R. Mahrenholtz). — S. 68— 69.

Wilhelm Arnold, Edmond Rostands „Princesse Lointaine" (R. Mahrenholtz).

— S. 69— 70. Emile Faguet, La politique comparee de Montesquieu,

Rousseau et Voltaire (J.Haas). — S. 70— 72. Ernest d'Hauterive, Le

merveilleux au XVIII « siede (J. Haas). — S. 72. Jules Troubat, Essais

critiques (J.Haas). — S. 72— 73. Henri d'Alm^ras, Avant la gloire.

(J. Haas). — S. 73—74. J. Ernest-Charles, La litterature frangaise d'aujourdhui

(J.Haas). — S. 85 — 88. Miszelle. Uhlemann, Aehrenlese. I.

J.

Les soupgons n^allaient pas plus loin que Philotimus. A. Krause in seinem

Kommentar zur Schulausg. von Boissier, Cic6ron et ses amis (Bielefeld 1894),

dem der Satz entstammt, bezeichnet Philotimus als adv. Accus, des Ortes,

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