Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

ZEITSCHRIFT FÜR FRANZÖSISCHE SPRACHE UND LITTERATUR. 49 I

während U. geneigt ist, ihn durch Zusammenziehung aus: Les soupgons

n'allai'ent pas j'usqti'ä wi personnage plus eloigne que Philotimus V etait (!) zu

erklären. Aber Krause ist gewifs im Rechte, und nur der Vergleich mit dem

Deutschen kann die französische Ausdrucksweise auffallend finden und vor

Philotimus ein jtisqu'ä — dessen Ellipse anzunehmen U. in Erwägung zieht

— vermissen lassen. An das allmähliche Erreichen des durch „Philotimus"

gekennzeichneten Zieles denkt der Franzose, wenn er sagt: ses soupgons

allaient j'usqu'ä Ph. In unserem Falle aber handelt es sich darum, eine

erreichte Station mit Namen zu bezeichnen; die Bewegung selbst wird als

beendigt vorgestellt, weshalb ein j'usqu'ä vor der Bezeichnung der Station

unangebracht wäre. Sehr lehrreich ist das Beispiel, das U. aus Legouve's an

Boissier gerichteten Discours de rec6plion anführt, da es beide Fälle enthält:

C'es( cette sincerite cordiale que je voudrais -prendre auj'ourd'hui pour

modele, Monsieur: je vous avouerai tneme que je desirerais aller un peu

plus loin que la sincerite , jusqu'ä la franchise. Der Wunsch, über

die sincerite hinauszugehen, verträgt sich nur mit der Vorstellung, dafs dieses

Ziel, la sincerite, erreicht sei, so ^'aU jusqu'ä vor seiner Benennung störend

wäre, während es sehr angemessen steht vor der Bezeichnung des nächsten

noch zu erreichenden Zieles: la franchise. — II. Zu Tobler, Verm.

Beitr. II, 32 ff. Interessante Parallelen zu der dort für devoir erörterten Besonderheit

{il a du venir = er mufs gekommen sein) gibt U. für paraitre. —

III. Zur Konstruktion von sttpposons que. Beispiele aus Boissier, die

das Vb. des (/!/t'-Satzes teils im Indikativ, teils im Konjunktiv aufweisen. —

S. 89— 110. Novitätenverzeichnis.

Bd. XXV, Heft 5 und 7. Der Abhandlungen drittes und viertes Heft.

S. 132— 143. Karl Morgenroth, Zum Bedeutungswandel im Französischen

(Fortsetzung. Behandelt den Bedeutungswandel durch ,, passive Apperzeption",

die überall da anzunehmen sei, wo nicht, wie bei der aktiven Apperzeption,

der auf Schöpfung eines neuen Begriffes gerichtete Wille zu erkennen sei).

— S. 144 — 195. Ernst Dannheifser, Studien zur Weltanschauung und

Entwicklungsgeschichte des Dramatikers Alexandre Dumas fils. — S. 196—266.

D.Behrens u. J. Jung, Bibliographie der französischen Patoisforschung für

die Jahre 1892— 1902, mit Nachträgen aus früherer Zeit. Musterhafte Fort-

führung der Behrensschen Patoisbibliographie, deren leichtere Benutzbarmachung

durch eine Inhaltsübersicht man hätte wünschen mögen.

Bd. XXV, Heft 6 und 8. Der Referate und Rezensionen drittes und

viertes Heft. S. Ill—124. W. Meyer-Lübke, Einführung in das Studium

der roman. Sprachwissenschaft (L. Gauchat. Anerkennt den hohen Wert des

Werkes, das aber nach Anordnung, Begrenzung und Darstellung mehr Rück-

sicht auf den Neuling, dem es dienen soll, hätte nehmen müssen). — S. 124

— 132. A. Thumb undK. Marbe, Experimentelle Untersuchungen über

die psychologischen Grundlagen der sprachlichen Analogie (Eugen Herzog.

Betont den Unterschied zwischen Analogiebildung und Kontamination, den die

Vf. nicht anerkennen). — S. 133 — 134. Theodor Birt, Der Hiat hei

Plantus und die lateinische Aspiration bis zum 10. Jahrh. nach Chr.

(W. Heraeus). — S. 134— 136. Jules Pirson, La langue des inscriptions

latines de la Gaule (W. Heraeus. Anerkennend; einige Berichtigungen). —

S. 136 — 138. Nie. Haillant, Essai sur un fatois vosgien (H. Urtel,

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