Zeitschrift für romanische Philologie

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490 BESPRECHUNGEN. ALFRED SCHULTZE,

bekenntnis von Alixandres Liebe aufgefafst werden, weil derselbe Alixandre

noch 34 Zeilen später sagt: ne sai Queus maus ce est qui ?ne j'ustise. Ne

sai don la dolors m'est prise. Dafs auch C. die Worte so auffafst, geht aus

seiner Interpretation des folgenden Verses (629) hervor. — S. 261— 288. M. J.

Minckwitz, Gedenkblätter für Gaston Paris. Warmempfundener Nachruf

an den heimgegangenen Meister, der u. a. die — wohl sonst nicht gedruckte —

Rede enthält, die van Hamel an der Bahre zu halten beabsichtigt hatte.

Bd. XXVI, Heft 6 und 8. Der Referate und Rezensionen drittes und

viertes Heft. S. 145 — 163. W. Tavernier, Neuere Arbeiten über das Ro-

landslied. Beschäfiigt sich mit Stengels neuer kritischer Ausgabe, ,,dem

Ausgangspunkte einer neuen Periode der Rolandsforschung", mit G. Paris'

Extraits (7. Aufl. ), mit La Lande de Calan, Les personnages de l'6pop6e

romane, G.Paris' Aufsatz: Roncevaux (in der_^Revue de Paris), W. Masing,

Kärlssage und Rolandslied, mit Marignans Arbeit über die Tapisserie von

Bayeux, mit Baists Variationen über Roland 2074, 2156 u.a. Dafs die

„Hallenser Dissertation von 1901 ", auf die T. wiederholt verweist, seine eigne

ist, hätte er ruhig sagen sollen, schon um als Bibliothekar nicht die Zahl

der mühevollen Bestellungen ohne Autornamen zu vermehren. Über die Heimat

des Verfassers des Rolandshedes trägt T. allerlei recht Bemerkenswertes

vor, was für die Normandie zu sprechen scheint. — Der Einspruch gegen G.

Paris' Behauptung (Note 10 der Extraits), dafs das Schachspiel im alten

Frankreich mit „wahrer Leidenschaft" gespielt sei, ist unbegründet ; vgl. Strohmeyer,

Das Schachspiel im Altfranz, in den Tobler-Abhandlungen S. 382 ff. —

S. 164— 173. Raymond Weeks, The Messender in Aliscans. — Ders.,

The primitive Prise d' Orange. — Ders., Origin of the Covenant Vivien. —

Ders., Aimer le CÄf^i/ (M. J. Minckwitz. Die Berichterstatterin sucht durch

eine — mit der schwereren Zugänglichkeit der amerikanischen Publikationen

leider treffend motivierte — genaue Inhaltsangabe Einblick in die Weeks'sche

These von den in den Storie Nerbonesi enthaltenen , im Vergleich zu den

Wilhelmsepen älteren Liedern zu geben. Was sie an Eignem dazu tut, wird

W.'s Gegner [Langlois, Becker] schwerlich andren Sinnes machen). — S. 174

bis 179. Heinrich Grein, Amis und Amiles in deutsche Verse übertragen

(M. Friedwagner. Plan und Ausführung erfahren Zustimmung. Immerhin fehlt

es an Stellen nicht, deren Übersetzung zu wünschen übrig läfst). — S. 179

bis 184. Kristoffer Nyrop, Das Leben der Wärter übers, von Rob. Vogt

(Karl Alorgenroth. Empfehlende Anzeige). — S. 184— 192. Ottmar Dittrich,

Die sprachwissenschaftliche Definition der Begriffe „ Satz " und „ Syntax ". —

C. Svedelius, fVas charakterisiert die Satzanalyse des Französischen am

meisten P (Eugen Herzog. Klar und überzeugend weist Ref. die Unzulänglich-

keit der D. 'sehen Satzdefinition nach und erinnert an die eigne von ihm in

der Zeitschr. Bd. XXI 2 72 gegebene. Svedelius zeige zutreffend, dafs im

Französischen adverbiclle, eine ideelle Ergänzung des Veibalbegriffs enthaltende

Ausdrücke dem Verb (als Komplemente) folgen. Die von Svedelius vor-

geschlagene neue Terminologie für ideelle Sprachwissenschaft sei aber un-

genügend). — S. 192— 198. Paul Margot, Petite phonMque du fran^ais

prelitteraire (VI^ —Xe si^cles). (Eugen Herzog. Lehrreiche Bemerkungen zu

Einzelheiten. Für männliches veuve verweist Tobler Zeitschr. XI 150 auf

Renclus M 206, 2 und Mousk. 2759. Beweisend, dafs wirklich das Femininum

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