Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

GIORNALE STORICO VOL. XLIV. 5O3

dort entdeckt. Zudem zeigt er, dafs der Teil der Lauda, welcher nicht zu

dem Liede Jacopoues gehört, ia vier Handschriften, drei Riccardiaaischen

und einer Magliabechianischen, als selbständige Lauda überliefert ist, aus einer

Ripresa und drei Strophen bestehend, und druckt diese Laude nebeneinander

einmal nach diesen vier Handschriften und ein ander Mal nach B» mit den

Varianten von M und B^ ab. V. 4 und 14 sind metrisch nicht in Ordnung,

und die Schreibung vörrestu Zeile il und 12 ist verkehrt, da das e den Ton

hat. S. 363 Sp. I vorletzte Zeile fehlt 14 vor el. Endlich ist diese ursprüng-

liche Lauda noch in einer oberitalienischen Überarbeitung in einer Handschrift

des 16. Jahrhunderts überliefert, welche F. gleichfalls abdruckt. Ein Anhang

gibt eine genaue Beschreibung der Handschriften, aus denen Gabriele Rosa

in seinem bekannten Buche: Dialetti, costumi e tradizioni nelle provincie di

Bergamo e Brescia Texte veröffentlicht hat, was Rosa selbst versäumte, und

druckt daraus die Texte ab, die noch nicht oder nur teilweise veröffent-

licht waren. In I, 45 wird für inclina ein stava zu lesen sein. Vgl. Oehlert,

Alt-Veroneser Passion, Halle 1891 v. 528 und hier II, 80. V. 63 1, int'

statt in ti. II, 30 1. Uu statt lu , 88 ne statt na , 90 C um statt cum. Zu

letzterem vgl. meine Margarethenlegende S. 102 Anm. zu 245. Bei III hätte

drüber stehen sollen, dafs es aus dem zweiten Bruchstück Borsetti stammt.

Zu Anm. I S. 352—353 füge ich hinzu, dafs die Lauda Jacopones ohne Namen

auch noch im Cod. pal. 13 steht (s. Gentile I, 13), und zu S. 364 Anm., dafs

sich das Serventese Credo in un solo onnipotente die schon in den Drucken

mit Landen Giustinianis Venedig 1474 und I483 findet. Anm. I S. 366 über

den Luxus in Brescia um die Wende des 15. Jahrhunderts steht mit dem be-

handelten Stoff in gar keinem Zusammenhange, wie auch manches andere

herbeigezogen ist. S. 367 Anm. I 1. O Maria Magdalena statt Maria

Magdalena.

A. F. Massera, Un contrasto aworoso di Messer Ubertino di Giovanni

del Bianca d' Arezzo. Massera weist nach, dafs die vier namenlos überlieferten

Sonette 484—487 des cod. chig. L. VIII. 305 , von denen das erste im cod.

vat. 3793 als N. DCCCX unter dem Namen des ^Messer Ubertino di Giovanni

del Bianco aus Arezzo steht, den Schlufs zu der Tenzone dieses Dichters

zwischen einem Liebhaber und Madonna bildet, die im cod. vat. die Nummern

DCCCIII—DCCCX umfafst, so dafs die ganze Reihe aus elf Sonetten besteht.

Er druckt dann die ganze Tenzone noch einmal ab, wobei aber nur der cod.

chig. verglichen wurde, der auch an andrer Stelle (347—348) noch die Sonette

DCCCIII—DCCCIV namenlos enthält. I, 8 fehlt nach gioi' ein Komma,

14 muls man mit dem cod. vat. be?ie lesen, denn/oz ist einsilbig, spiaciente drei-

silbig. V, 9 wird o doch richtig sein, wenn es die Handschrift liest. Es ist

als ho zu fassen. Nach volere v. 8 ist dann ein Punkt zu setzen. Das stimmt

dann auch gut zu dem Ed . . . vd" in v. 12. VI, i ziehe ich es vor mit den

Herausgebern des cod. vz.\.. pesante als Adjektiv zu movimento in v. 2 zu fassen

in der Bedeutung schwerwiegend, abgewogen, nicht als Substantiv in der Be-

deutung lästiger Mensch. Kommt es so im 13. Jahrhundert schon vor.?

VII Varianten 9 1. orgolglio. Die Änderung 12 piacete zu piaciete war doch

ganz überflüssig! IX, 14 lesen Monaci und Molteni cio statt quel. Hinter

X, 8 hätte ich einen Doppelpunkt gesetzt. Der Zusatz che in XI, 13 ist über-

flüssig.

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