Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

VARIEXk:

GIORNALE STORICO VOL. XLIV. 505

G. Bertoni, I codici di rivie italiane di Gio. Maria Barhieri. Bertoni

beweist, dafs von den vier Teilen, die den bekannten Codex Amadei auf der

Universitätsbibliothek in Bologna bilden, das 177^ bezeichnete Stück von Barbieri

selbst geschrieben wurde, und dafs ferner der Teil mit der Nummer

1289, der bekanntlich aus einzelnen Bruchstücken besteht, bis auf den Schlufs

aus dem 16. Jahrhundert stammt und in Barbieris Besitz war. Am Ende

seines Aufsatzes stellt Bertoni die Quellen zusammen, die Barbieri in seinem

Buche DelP origine della poesia riinata anführt und zeigt, dafs die „Rime

antiche" ein Druck waren, während der cod. 177^ der selber nur ein kleiner

Auszug aus der Barbieri von Trissino geliehenen und verloren gegangenen

Handschrift mit Dichtungen aus den ersten Jahrhunderten der italienischen

Literatur war, oder eine Abschrift davon — diese Möglichkeit mufs zugegeben

werden — , mit rime di diversi aiitori bezeichnet wurde. Drei weitere hand-

schriftliche Quellen sind ebenfalls nicht auf uns gekommen oder wenigstens

bis jetzt nicht aufgefunden. S. 45 nach e vermifst man das Zitat aus der

Handschrift.

A. Pompeati, Per la hiografia di Paolo Partita. Die Lebens-

beschreibung Parutas erfährt hier etwas Bereicherung und Berichtigung einerseits

durch Forschungen auf dem Staatsarchive in Venedig, das bisher zu dem

Zwecke noch nicht herangezogen war, und andrerseits durch nochmalige Abwägung

und Sichtung von bisher Bekanntem. Am eingehendsten wird Parutas

diplomatische Sendung nach Cadore vom Jahre 1589 besprochen.

A. Ferrajoli, Due lettere inedite di Francesco Berni. Unter den

hinterlassenen Papieren des Biagio Pallai, die im Archive der Pia Casa degli

Orfani in Rom aufbewahrt werden, der dieser Bischof einen Teil seines "Ver-

mögens hinterlassen hat, fand Ferrajoli zwei eigenhändige Briefe Bernis, den

einen in Gibertis, den anderen im eigenen Namen an den damaligen päpst-

lichen Sekretär gerichtet. Ersterer vom 3. Juli 1528 aus Venedig wirft ein

neues Licht auf Gibertis Wesen, das hier im Gegensatze zu seiner späteren

sittlichen Strenge höchst ausgelassen erscheint, letzterer am 31. Dezember 1534,

wenige Älonate vor Bernis Tod geschrieben, klingt sehr trübe.

RASSEGNA BIBLIOGRAFICA:

Azzolina, // „dolce stil nuovo"\ Vossler, Die philosophischen

Grundlagen zum „süfsen neuen Stil" des Guido Guinicelli , Guido Caval-

canti und Dante Alighieri (Savj-Lopez, anregend). — // primo centenario di

Vittorio Alfieri. Tra libri, giornali, opuscoli e discorsi (Bertana, reiche

kritische Übersicht über die Alfieriliteratur von 1903).

BOLLETTINO BIBLIOGRAFICO

C o n g e d o , La vita e le apere di Scipione Ammirato. Vitagliano,

Storia della poesia estetnporanea nella letteratura italiana dalle origini ai

nostri giorni. Bertoni, Nuovi studi su Matteo Alaria Bojarda. Abbruzzese,

// Cantico dei Cantici in alcune parafrasi italiajie. Contributo alla

storia del dramma pastorale. Campori, Epistolario di L. A. Muratori.

Voll. VI e VII. Z u m b i n i , Studt sul Leopardi. Due volumi. Martini,

Epistolario edito e inedito di Giuseppe Giusti. Tre -volumi.

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