Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

62 2 VERMISCHTES. ZUR WORTGESCHICHTE.

und Mongin zu verbessern wäre, so glaube ich doch dafs seit geraumer

Zeit keine bedeutendere im Fach der romanischen Sprachgeschichte

das Licht erblickt hat. Denn mehr als die schwierigste

Rechnung die mit Hülfe alter Operationen ausgeführt wird, bedeutet

die Ermittelung einer neuen Operationsart; in der Vervollkommenung

der Methoden liegt der wahre Fortschritt der Wissen-

schaft. Und wenn diese Äufserung auf Widerspruch stofsen wird,

so nur deshalb weil unter uns der Geist der Routine vorherrscht,

und nicht jener philosophische Geist welcher eine Wissenschaft

nicht nur mit den andern in lebendige Fühlung bringt, sondern

sie auch in sich einigt und vor Zerbröckelung bewahrt, welcher

uns feste Mafsstäbe liefert um die W'ichtigkeit der verschiedenen

Aufgaben zu bewerten, und die Einzclleistungen einer gleichmäfsigen

Kritik zu unterziehen, welcher uns antreibt unübersehbare

Aneinanderfädelungen durch plastische Übersichten zu ersetzen

und welcher uns nicht damit zufrieden sein läfst dafs unsere Blicke

bis zur nächsten Biegung des Weges reichen, sondern welcher die

Sehnsucht nach fernen Zielen in uns wach erhält.

Caillou.

Mein Artikel über cateu S. 453

H. SCHUCHARDT.

ff. hat sich mit dem nun

wissenschaftlich ausgestalteten von A. Thomas Rom. XXXIV, 287 ff.

gekreuzt. Zu diesem habe ich nur eines zu bemerken. Es heifst

hier: „Je rappelle que si j'ai battu en retraite sur la question de

l'accent tonique et si j'admets la possibilitc thcorique d'un type

*cachlagus aboutissant d'une part u chail^, de l'autre a chailloti,

l'etude des dcrives toponomyques comme Chaillevel, Challevoi etc.,

m'a persuadc que le type etymologique doit avoir la desinence

-avus et non -agus." Thomas vergifst dafs er auch in Hinsicht auf

den zweiten Punkt den Rückzug angetreten hat. Ich hatte mich

bemüht seine Bedenken zu widerlegen, und er hatte mir Rom.

XXXI, 625 zugestanden: „11 ne me parait plus aussi impossible de

concilier le b des dcrives b^arnais et le v des derives fran^ais avec

le type *caclagu" u. s. w. ^^ ^

*

H. SCHUCHARDT.

Entre chien et loiip

(zu Ztschr. XXVIir, 98).

Ein neues Zeugnis für den morgenländischen Ursprung dieser

Redensart verdanke ich D. H. Müller. Ihm zufolge steht im Talm.

babll Berachot: „Wann betet man das Sc/imd -gebet am Morgen?

Ich leite das nichl davon, sondern von Cochlea ab.

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