Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

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NEUE BÜCHER.

NEUE BÜCHER.

Watenphul, H., Die Geschichte der Marienlegende von Beatrix der

Küsterin (sie). Diss. Göttingen, 1904, (8". 108 S.)

Es handelt sich um das Wunder von der Maria ergebenen Klosterpförtnerin,

deren Stelle von Maria eingenommen wird, nachdem die Nonne, um

dem Geliebten zu folgen, das Kloster verlassen hat, sodafs bis zu ihrer reuigen

Rückkehr ihre Entfernung aus dem Kloster unbemerkt bleibt. Der Verf. zieht

aulser den von Mussafia und mir nachgewiesenen lat. und französ. Versionen

auch die germanischen und modernen Bearbeitungen in Betracht. Er geht

ohne weitres von der Voraussetzung aus, dafs Caesarius von Heisterbach die

älteste Fassung der Erzählung darbiete (mit einem Pförtner neben der Pförtnerin),

und prätendiert dabei, die „Geschichte" der Legende darzulegen, obgleich er

sich begnügt, die Abweichungen von den mit Caesarius gleichzeitigen oder

jüngeren Fassungen — begutachtend — hervorzuheben. Die für eine historische

Konstruktion der Beatbeitungen des Stoffes erforderlichen Kriterien unterläfst

er aufzusuchen weil ihm historische Untersuchungsmethode fremd ist. G. G.

Ribeiro, Joäo, Grammatica Portugueza. Curso superior. 3° anno de

Portuguez. Iiaedi^äo, cuidadosamente revista e corrigida. Rio de Janeiro,

S. Paulo, 1904. Livraria Francisco Alves.

Dieses Buch ist eine Neuausgabe der portugiesischen Grammatik die im

Jahre 1889 erschien und in der Zeilschrift für romanische Philologie, Bd. XIV,

S. 540—541 besprochen wurde. Ein Vergleich jener älteren Ausgabe mit der

vorliegenden elften zeigt sogleich, dafs die vom Verfasser im Titel verheifsene

sorgfältige Durchsicht und Verbesserung nicht allen Abschnitten des Buches,

und besonders nicht dem historischen, zuteil geworden ist, und dafs die neue

Ausgabe sich in der Hauptsache noch auf dem Standpunkte der früheren

befindet. Ein Beispiel möge zeigen mit wie wenig Kritik der Verfasser ver-

fährt. Auf Seite 27 liest man, buchstäblich wie in der früheren Auflage,

folgendes: „O pronome Eu teve varias förmas: eu, ei, geu. A forma geu e

importante , porque explica o composto populär nangeu (näo eu). Geu en-

contra-se no Canc. da Vaticana no. 224:

Estrayüa vida vivo geu senhor.

Es ist natürlich viv'' og'' eu zu lesen , wie schon in der oben angeführten Re-

zension gesagt wurde.

pj j^ ^ANG.

P. Petrocchi, La lingua e la storia letteraria d' Italia dalle origini

fino a Dante, Roma, Loescher, 1903; pp. 304 in 8°.

E una compilazione venuta alla luce quando il suo autore ne era partito

per sempre: onde nessuno vorrä far carico a lui di qualche inesattezza o di

qualche errore rimasto nelle sue pagine. Ma il libro, sebbene elementare, fu

concepito con un disegno largo e in parte nuovo: esporre la letleratura d' Italia

in diretto rapporto con quelle degli altri paesi neolatini piü prossimi, faccndo

larga parte anche alla storia morale e artistica (noto un capitolo intitolato Artt

belle, costumi, istituii religiosi). Non dirö che il disegno sia stato sempre

bene e armoniosamenle eseguito in ogni parte: ma il libro, anche cosi com' e

rimasto, puö essere utilissima e „anregende" introduzione per i principianti.

Paolo Savj-Lopez.

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