Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

VIVIEN. 667

primes et manuscrits, in den M^moires de la Societe archcologique

de Touraine, Band XVII, Tours 1865, S. 31g— 542.1

Die Urkunden, deren neun von Karl dem Kahlen erlassen

sind, geben Vivianus folgende Beiworte: venerahilis fidelis (oder

fidel2ssi?nus) noster, dilectus et amahilis nohis coines, quidam regni nosiri

fidelissvnus vir Vivianus fiobisque vierito amahilis, illuster vir (letzteres

Bezeichnung der Grafen). Die Umschreibungen für Aht lasse ich

bei Seite.

Auf die Gefahr hin die bestehende Verwirrung zu vermehren,

ersetze ich in den Urkunden das Jahr der Regierung Karls des

Kahlen gleichmäfsig durch das Jahr nach Christi Geburl, ohne

mich den modernen Historikern anzuschliefsen, die jene Jahresangaben

bald so bald so umsetzen. Zwischen den angegebenen

Regierungsjahren und den Indiktionszahlen finden sich Widersprüche.

Es war nicht möglich diese Streitfrage hier zu erörtern, die mich

weit über den Rahmen meiner Untersuchung hinausgeführt hätte.

I.

Karl der Kahle bestätigt, auf Ersuchen des Grafen Vivianus,

die Einführimg des unentgeltlichen Unterrichts in den Schulen durch

den Leviten Amalricus.

Gegeben zu Tours im Martinskloster am 5. Januar 84 5 [im

V. Jahre der Regierung Karls des Kahlen].

Vgl. Pancarte Noire N. XLVII Böhmer Regesta S. 148 N, 1550.

Ausg. Bouquet Rec. VIII, 451.

IL

Karl der Kahle gibt dem Grafen Vivianus die Prior ei Cunault.

Gegeben zu Rennes am ig. Oktober 845 [im VI. jähre der

Regierung Karls].

Vgl. Böhmer Regesta S. 150 N. 1583.

Ausg. Chifflet S. 200 Ju6nin, Nouvelle histoire de l'abbaie . . .

de Saint Filibert de la ville de Tournus, Dijon 1733, Preuves S. 82

(dazu S. 34 und 35 des Textes) Bouquet Rec. VIII, 480.

III.

Vivianus gibt diese Priorei den Mönchen von Saint- Filibert.

Gegeben in Tours am 27. Dezember 845 [im VI, Jahre der

Regierung Karls].

Ausg. ChifFlet S. 201 Juenin, Preuves S. 82 — 83 (mit dem

stark beschädigten Zusatz vom 6. Jan. 846, der auf die Urkunde

folgt, S. 84).

^ Es verdient hervorgehoben zu werden, dafs die nach 11 31 redigierte

Pancarte Noire noch Tironianische Noten anwendete.

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