Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

714 J. HAD^yiGER,

Dörfern Canadai und Campo de Mirra^ vorbei bis nach Fuente

la Higuera, dem äufsersten Vorposten an der Südwestecke des

Valencianischen Sprachgebietes, in jenem Winkel, wo die Provinzen

Valencia, Alicante und Albacete zusammenstofsen. Vom Laufe

des Vinalapo aus gesehen, springt also die Sprachgrenze von einem

Ufer auf das andere, und die am weitesten vorgeschobenen Orte

erscheinen im fremden Gebiete als förmliche Sprachinseln.

Auf der Westseite läfst uns Schädel ganz im Stich; Morel

Fatio sagt 1. c: „Weiter im Norden fällt die Grenze mit der

politischen Grenze der Provinzen der Krone Aragonien und der

Provinzen der Krone Kastilien zusammen: Albacete, Cuenca, Teruel,

Zaragoza . . ." Besser berichtet war Baist, der Gr. Gr.i 689 bemerkt,

dafs „die Grenzen der . . valencianischen Provinzen nicht

mehr mit den Sprachgrenzen zusammenfallen." Hat aber die

obige Aufstellung in irgend einem Zeitpunkt der Geschichte einmal

der Wirklichkeit entsprochen, so ergäbe sich daraus ein beträchtlicher

Gebietsverlust auf Seiten des Valencianischen zu Gunsten

Kastiliens. Denn die heutige Sprachgrenze verläfst gleich hinter

dem ersten Orte, Fuente la Higuera, die politische Grenze, flieht

in Valencia bis in die schmale Küstenebene hinunter und kehrt

erst kurz vor dem Austritt aus Castellon wieder zur politischen

Grenze zurück, greift hier sogar über sie hinaus, in das Gebiet

von Aragon hinüber. Und nun von Ort zu Ort:

Von Fuente la Higuera an läuft die Sprachgrenze mit der

Eisenbahnlinie Madrid—Valencia ein Stück weit parallel, deren

Stationen bis Alberique valencianisch sind; anfangs durch das Tal

von Mogente, Vallada und Montesa; dann zwischen dem kastilischen

Knguera und dem valencianischen casa de Marco, und

weiter zwischen den kastilischen Ana und den valencianischen

Dörfern Estubeni^ und Seilen 2 bis nach Alberique incl. Jenseits

des Jücar sind die Stationen der landeinwärts laufenden Sekundärbahn

2; Masalaves, Alcudia de Carlet und Carlet selbst valencianisch.

Von Carlet steigt die Sprachgrenze das Tal des Algemesi über

die valencianischen Caladau, Llombay, Real de Monroy, Monroy,

Monserrat bis nach Turis hinauf, macht nun eine scharfe Wendung

um das kastilische Godilleta herum, schliefst dann wieder die valencianischen

Cochichelles und Miralcampo ein, die kastilischen Chiva

und eheste aber aus, und übersetzt den Guadalaviar zwischen dem

val. Rivarroja und Villamarchante einerseits und dem käst. Petralva

andrerseits. Die nördlicher liegenden Orte: Bugana, Gesalgar,

Villar und Alcüblas sind schon alle kastilisch; der letzte valencianische

Ort „Casinos" liegt auf der Hälfte des Weges zwischen

Villar und Liria. Die Grenze wendet sich nun nach Osten zwischen

' auf keiner Karte verzeichnet; sie liegen an der allen Strafse von Villena

nach Benijama.

zeichnet.

2 auf den Karten von D. Emilio Valverde y Alvarez wieder nicht ver

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