Zeitschrift für romanische Philologie

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Zeitschrift für romanische Philologie

DR. BERNHARD DIMAND, ZUR RUM. MODUSLEHRE. 735

finden sich einige, die anders zu fassen sind. Der S&tz : /acu o nunta de se

diese vestea feste tot pämtntul kann man freilich sehr gut so übersetzen; „er

veranstaltete eine Hochzeit, deren Ruf über die ganze Erde zog" der Sinn

des ^,?-Satzes ist aber in allen solchen Fällen deutliche konsekutiv, wie ja

auch ein durch tncU eingeleiteter Satz hier gut möglich ist, vgl. meine Aus-

führungen Zs. XXVIII, S. i8— 19. Diese Auffassung vifird übrigens später

(S. 32) mit Zustimmung erwähnt, eine Methode, die in dieser Abhandlung

öfters zu beobachten ist und die zwar in der Bestrebung wurzelt, alle mög-

lichen Gesichtspunkte hervorzuheben, aber nicht eben einen günstigen Ein-

druck macht. — Besonders wertvoll in diesem Abschnitte ist (S. 26) der Nach-

weis von de auf al u. s. w. bezogen mit Belegen aus SlSncescu. Ich füge

hinzu: oamenl ai de fac casile stnt Sirbi (Revista invätätorilor ^i invStätoarilor

IV, 547). Nicht erwähnt ist de =z ,wo' wie in cäsile de sedem cu aide tata,

aide mama, aide dada e case parintesti (Rev. invät. IV, 34.6— 34-7); so auch

im Altrum. care, wenn ich nicht irre.

S. 27: Der Verf. will, dafs die Fügung el zise de-i taie capul (für - /ä^ara ~)

ganz modern sei, weil sie in der alten Sprache nicht belegt scheint. Es ist

aber möghch, dafs dies auf Zufall beruhen kann, und dafs diese Konstruktion

mit den entsprechenden mittelgriech. und albanesischen zusammenhängt. Die

alte Sprache bietet nicht wenige Fälle, wo beide Auffassungen gleich zulässig

sind, z.B. au poroncit de au parjolit larba (Gaster, Chrestomathie I, 191

weitere Beispiele RSt. S. 94). Dafs die Verbindung mit ^i den ursprünglichen

Zustand immer zeigt, ist nicht stichhaltig: porunci si-i facti o bae (Isp. 264).

S. 29: Fälle wie ce ai de plingil würde ich nicht als Belege für kon-

sekutives de anführen, sondern mit denen § 26 Schlufs erwähnten zusammenstellen

und als eine selbständige Kategorie fassen, wie ich es Zs. XXVIII,

S. 20^2'l getan habe.

S. 31: de in doar(ä) de ist wohl nicht ,ob', sondern vielmehr ,dafs'.

Diese Fügung ist weit gewöhnlicher als die Angaben des Verf. es vermuten

lassen und entspricht dem neugriechischen lö(i)C, xuX, ^inüq xai, z. B. tötut;

x' Tj?.Xa§e yvcj/Arj vielleicht hat er sich besonnen (Pio, Contes 93) fi'nag xal

novXsiQ uvTOV xor r^äyo; vielleicht verkaufst du diesen Bock? (ebd. 115; vgl.

170 Z. 12, 172 Z. 17 v.u.).

Das de sä, das im Altrum. o(i = ca sä auftritt, wird also mit gutem

Fuge als ursprüngliches „und dafs" erklärt. Der Verf., der ja die den de-

Fügungen entsprechenden Verbindungen im Albanesischen, Slavischen und

Neugriechischen erwähnt, hätte auch nennen sollen, dafs ,und dafs' sich auch

vielfach im Bulgarischen so entwickelt hat [ta da); er nennt alb. e te, wo

aber e noch deutlich ,und' ist, und auch das recht häufige neugr. xal va

zeigt, soweit ich beobachtet habe, durchweg die Bedeutung ,und dafs'.

Auf die Einleitung folgt dann eine detaillierte Darstellung des Ge-

brauches des Konjunktivs im Rumänischen. Sehr gut und umsichtsvoll wird

zunächst der Konj. im unabhängigen Satz behandelt. Im allgemeinen wird

man beistimmen können. Verfehlt scheint mir indessen die Erklärung von

Ausdrücken wie sä se präpädeascä baiatul de rusine cind väzu . . . (§ 60).

Der Verf. will, dafs hier ein "Wunsch: sä me präpädesc! dem Sprechenden

vorschwebt, dafs der subjektive Wunsch sozusagen objektiviert worden sei.

Diese Möglichlichkeit besteht aber nur für Fälle, die wie die zwei beigebrachten

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