Jahresprogramm der styriarte 2013.pdf

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Jahresprogramm der styriarte 2013.pdf

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PROGRAMM

Gefährliche Liebschaften


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FAST NOSTALGISCH SCHAUEN WIR AUF DIE SELIGEN

Zeiten der 1960er Jahre zurück, in denen die „sexuelle

Revolution“ noch die Gemüter erregte. Was sich die

„Halbstarken“ seinerzeit herausnahmen, als sie jedes

Liebestabu brachen, schien völlig neu, undenkbar. Doch

war es auch neu? Nichts anderes taten etwa die jungen

Wiener des Biedermeier, als sie sich eng umschlungen zu

den Walzerklängen eines Lanner oder Schubert drehten.

Nikolaus Harnoncourt hat den Sündenfall dieser Tanzrevolution

erst kürzlich auf CD gebannt und wird ihn

auch bei der styriarte 2013 in pures Hörvergnügen verwandeln

– sinnlich prickelnd, doch voll subversiver Untertöne.

Darum geht es beim Festival 2013: um jene Zeiten, in

denen sich das Freizügige Bahn brach in der Musik, zur

Freude der Gesellschaft oder gegen ihren heftigen Widerstand.

Um Liebe ohne Tabus, aber mit unabsehbaren

Konsequenzen. Um „gefährliche Liebschaften“.

Paris spielt selbstverständlich eine Hauptrolle. Die Metropole

der Liebe hat ja nicht den Ruf, besonders keusch

zu sein, weder heute noch zu den Zeiten eines Jacques

Offenbach. Im Zweiten Kaiserreich hielt der Emigrant

aus Köln der „Grande Nation“ den Spiegel vor, besonders

beißend im „Barbe-Bleue“, seiner Operette über den


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notorischen Verführer Ritter Blaubart aus dem Jahr

1866: Hier steht die Liebe Kopf, buchstäblich! Nikolaus

Harnoncourt dirigiert Offenbachs Meisterwerk in einer

kritisch durchleuchteten Fassung, als Opernereignis der

styriarte 2013.

Paris, und immer wieder Paris: Dort schrieb Choderlos

de Laclos seinen Roman „Gefährliche Liebschaften“, der

dem Festival 2013 sein Motto leiht; dort übten sich die

Zeitgenossen der Pompadour in der Galanterie, bis ihnen

ein Italiener zeigte, wie es wirklich ging: Casanova. In

Paris lernte Astor Piazzolla, dass es nicht anrüchig war,

den Tango aus den Bordellen von Buenos Aires zur

Kunstmusik zu erheben; in Paris lernte Franz Liszt seine

Gräfi n d’Agoult kennen und lieben. All dies ist musikalisch

bedeutsam geworden. Verliebt komponiert es sich

vielleicht eben doppelt gut, wieso nicht auch zwischen

Federbetten?

Für die styriarteSOAPs – das neue Konzertformat des

Festi vals – liefert das Motto herrliche Vorlagen, von Casanovas

Memoiren bis hin zu Offenbachs satirischen Bühnen-Liebschaften.

Sinnengenuss allenthalben, aber auch

die Gefahren, die darin lauern. Joseph Haydn hat sie zu

spüren bekommen, als er zwischen seiner Gattin und

gleich zwei Geliebten lavieren musste; der Italiener Alessandro

Stradella bezahlte seine Affären mit dem Leben.

Ja, Liebeleien können sehr gefährlich werden, wie uns – in

einer kleinen Reihe von SPÄTLESEn – auch die Dichter

von Arthur Schnitzler bis Ingeborg Bachmann erzählen.


Freitag, 21. Juni, 20 Uhr

Vorspiel

Hakvoort / recreation / Hattinger

Freitag, 21. Juni, 22 Uhr

Gefährliche Liebschaften

Silberschneider & de Koy / Loibner / Lazarevitch

Samstag, 22. Juni, 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

COE / ASC / Nikolaus Harnoncourt

Sonntag, 23. Juni, 11 Uhr

Pariser Salons

Lacroix / Sibley / Handschuh / Leopold

Sonntag, 23. Juni, 20 Uhr

Tschaikowsky-Serenade

Ryabchikov / Djeddikar / COE

Montag, 24. Juni, 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

COE / ASC / Nikolaus Harnoncourt

Montag, 24. Juni, 20 Uhr

Roman de la Rose

Santenay

Dienstag, 25. Juni, 20 Uhr

Tango sensations

Daniel Binelli / Cuarteto Latinoamericano

Mittwoch, 26. Juni, 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

COE / ASC / Nikolaus Harnoncourt

Donnerstag, 27. Juni, 16 & 18 Uhr

Lieber Jacques Offenbach

Micheletti / Höft

Donnerstag, 27. Juni, 20 Uhr

Mia carissima Ingeborg

Elmark / ASC / ensemble 19 / Kühr u. a.

Freitag, 28. Juni, 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

COE / ASC / Nikolaus Harnoncourt

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Kalender

Samstag, 29. Juni, 18 Uhr

Auf der Alm

Citoller Tanzgeiger u. a.

Samstag, 29. Juni, 20 Uhr

Mozart pur

COE / Stefanovich / Leμi ć / Aimard

Samstag, 29. Juni, 21 Uhr

Reigen

Herz-Kestranek / Micheletti

Sonntag, 30. Juni, 11 Uhr

Syrinx

Schütz / Marschner / Balzereit

Sonntag, 30. Juni, 19 Uhr

Salome

Armonico tributo / Duftschmid

Sonntag, 30. Juni, 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

COE / ASC / Nikolaus Harnoncourt

Montag, 1. Juli, 20 Uhr

Küssen und beißen

La Venexiana

Montag, 1. Juli, 20 Uhr

Mozart pur

COE / Stefanovich / Leμi ć / Aimard

Dienstag, 2. Juli, 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

COE / ASC / Nikolaus Harnoncourt

Mittwoch, 3. Juli, 20 Uhr

Cour d’amour

Hirundo maris / Arianna Savall

Donnerstag, 4. Juli, 20 Uhr

Kontakte

Aimard / Favre / Stroppa

Freitag, 5. Juli, 16 & 18 Uhr

Lieber Herr Fux

recreationBAROCK / Duftschmid / Höft

Freitag, 5. Juli, 20 Uhr

Auf der Liebesinsel

Bernd Glemser


Samstag, 6. Juli, 20 Uhr

Cabaret

Kit Kat Club Band / Herbert Pichler

Samstag, 6. Juli, 20.30 Uhr

Haydn in Stainz

ASC / Concentus Musicus / Harnoncourt

Sonntag, 7. Juli, 11 Uhr

Così fan tutte

Ensemble Zefi ro

Sonntag, 7. Juli, 20 Uhr

Tristan

recreation / Hofstetter / Lippert u. a.

Sonntag, 7. Juli, 20.30 Uhr

Haydn in Stainz

ASC / Concentus Musicus / Harnoncourt

Montag, 8. Juli, 20 Uhr

Unsterbliche Geliebte

Quatuor Mosaïques

Dienstag, 9. Juli, 20 Uhr

Für Elise

Markus Schirmer

Mittwoch, 10. Juli, 19 Uhr

Casanova

Ensemble Zefi ro / Simonischek u. a.

Donnerstag, 11. Juli, 20 Uhr

Harem

Pera Ensemble / recreationBAROCK / Hofstetter

Freitag, 12. Juli, 16 & 18 Uhr

Lieber Franzl Schubert

Breuer / Bader-Kubizek / Berner / Höft

Freitag, 12. Juli, 20 Uhr

Rosamunde

Fink / ASC / Concentus Musicus / Harnoncourt

Samstag, 13. Juli, 19 Uhr

Dido und Aeneas

Nwobilo / Neue Hofkapelle Graz / Wascher

Samstag, 13. Juli, 20 Uhr

Rosamunde

Fink / ASC / Concentus Musicus / Harnoncourt

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Kalender

Samstag, 13. Juli, 21 Uhr

Tausendundeine Nacht

Eva Herzig / Orazbaeva

Sonntag, 14. Juli, 11 Uhr

Carmen

Iskandar Widjaja / Anastassiya Dranchuk

Sonntag, 14. Juli, 19 Uhr

Schuberts Müllerin

Schäfer / Concentus Musicus / Gottfried / Höbarth arth

Montag, 15. Juli, 20 Uhr

Die zwölf Cellisten

Rudolf Leopold u. a.

Dienstag, 16. Juli, 21 Uhr

Venus im Pelz

Gregor Seberg

Mittwoch, 17. Juli, 19 Uhr

Il Prete Rosso

Il Pomo D’Oro / Riccardo Minasi / Maringer er

Donnerstag, 18. Juli, 20 Uhr

Venezia amorosa

Oberlinger / Sonatori de la Gioiosa Marca

Freitag, 19. Juli, 16 & 18 Uhr

Lieber Antonio Vivaldi

recreationBAROCK / Winkler / Höft

Freitag, 19. Juli, 20 Uhr

Brahms tanzt Tango

casalQuartett / Christopher Hinterhuber

Samstag, 20. Juli, 19 Uhr

Der Mozart der Champs-Élysées ée é s

Todorovitch / Schäfer / Kovacic u. a.

Sonntag, 21. Juli, 11 Uhr

Haydns Greensleeves

Julian Prégardien / ensemble federspiel

Sonntag, 21. Juli, 20 Uhr

Sonnenkönig

Le Concert des Nations / Jordi Savall


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Freitag, 21. Juni – Schlossbergbühne, 20 Uhr

Vorspiel

Eröffnungskonzert zur styriarte 2013

Filmmusiken von Nino Rota, Howard Shore, John Barry,

Michel Legrand, Klaus Badelt, John Williams, Lalo Schifrin u. a.

zu Filmen wie „La Strada“ (1954), „Casanova“ (1976),

„Der Pate“ (1972), „Yentl“ (1983), „Fluch der Karibik“ (2003),

„Goldfi nger“ (1964), „Herr der Ringe“ (2001),

„Mission Impossible“ (1996) u. a.

Maya Hakvoort, Sopran

HIB.art.chor Liebenau

(Einstudierung: Maria Fürntratt)

recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ

Dirigent: Wolfgang Hattinger

Mathis Huber, Moderation

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Musical-Star Maya Hakvoort, auch bekannt als Elisabeth,

trifft auf legendäre Filmmusiken wie die zu Fellinis „La Strada“ ...


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Wenn Filmkomponisten gefährliche Liebschaften musikalisch

untermalen, dann knistert es auf der Leinwand und im Lautsprecher.

Filmmusiken aus Hollywood eröffnen die styriarte

2013, ausgewählt nach dem Motto „sex sells“ – am besten in

der unschlagbaren Verbindung „sex and crime“. Wenn Don

Vito Corleone im „Paten“ seine Kreise zieht, legt er auch im

Geschäft mit der Liebe eine Blutspur – musikalisch überhöht

von Nino Rotas unvergesslicher Filmmusik. James Bond kann

bekanntlich keiner Schönheit widerstehen. Der Flirt mit dem

Bondgirl könnte tödlich enden, das erhöht den Reiz, besonders

in „Goldfi nger“, dem Klassiker mit Sean Connery. John Barry

bekam für seinen Soundtrack die Goldene Schallplatte, Shirley

Bassey sang den Titelsong. Von der gefährlichen Liebe in Agentenkreisen

kann auch Tom Cruise ein Lied singen. Zu seiner

„unmöglichen Mission“ musste die Band U2 eine alte TV-Musik

umschreiben: Lalo Schifrins Originaltitel zu „Kobra, übernehmen

Sie“. Geschichten über Geschichten, eine gefährlicher als

die andere, untermalt von Melodien, die jeder kennt.

… beim styriarte-Auftakt 2013 auf der Grazer Schlossbergbühne,

getragen vom Orchester recreation und Wolfgang Hattinger.


SPÄTLESEn

Warum lieben wir eigentlich gefährliche Situationen,

wenn sie uns in der Kunst begegnen, wo wir ihnen

doch im tatsächlichen Leben so gerne aus dem Weg

gehen? Vielleicht, weil sie uns genau das richtige Maß

an Aufregung versprechen, ohne uns wirklich schaden zu

können. Und weil sie uns im besten Fall lehren, wie wir

selbst an Gefahren wachsen – gerade an denen der Sinnlichkeit.

Dabei hat oftmals die als „frivol“ verunglimpfte

und zensierte Literatur, haben die anscheinend besonders

anrüchigen Bücher einen großartigen moralischen

Impuls, der aus der Sicht von heute viel eher der Grund

für deren Verbot war, als die Freizügigkeit an ihrer Oberfl

äche. Solchen Werken widmet die styriarte heuer eine

ganz eigene, feine Reihe mit Literatur und Musik der erlesenen

Art: die SPÄTLESEn, vier Abende im styriarteCELT

in der Helmut-List-Halle. Wir haben dafür Weltliteratur

ausgewählt, die wirklich beides im Übermaß verspricht:

den Kitzel der Bedrohung sowie die Kraft der Sinnlichkeit.

Große Wortkünstler unserer Zeit führen uns von den

perversen Spielen des verkommenen Adels am Vorabend

der Französischen Revolution über das erotisierte Wien

der Jahrhundertwende und einen persischen Serail ins

Graz der erotischen Unterwerfung.


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Freitag, 21. Juni – Helmut-List-Halle (styriarteCELT), 22 Uhr

Gefährliche Liebschaften

Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos:

Gefährliche Liebschaften

Johannes Silberschneider & Barbara de Koy, Lesung

Matthias Loibner, Drehleier

François Lazarevitch, Musette & Traversfl öte

Preis: EUR 22

Kaum lag der Roman „Les liaisons dangereuses“ in den Pariser

Buchhandlungen aus, schon war er vergriffen. Die Pariser des

Jahres 1782 ergötzten sich am grausamen Spiel der Marquise

de Merteuil und des Vicomte de Valmont, die ihre ahnungslosen

Opfer in tödliche Liebesverwirrungen stürzen. Ein Artillerieoffi

zier in der Provinz verfasste diesen Klassiker der

französischen Literatur, um der verdorbenen Adelsgesellschaft

am Vorabend der Revolution den Spiegel vorzuhalten.

Matthias Loibner und François Lazarevitch liefern auf Drehleier

und Dudelsack den pastoralen Hintergrundklang einer

Zeit, in der sich die Adelsgesellschaft zur Entspannung gerne

in unwirklichen Schäferidyllen erging.

Johannes Silberschneider und Barbara de Koy lesen aus dem

Briefroman, Matthias Loibner liefert dazu den O-Ton von 1782.


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Samstag, 22. Juni, Helmut-List-Halle, 19.30 Uhr – Premiere

Montag, 24. Juni / Mittwoch, 26. Juni / Freitag, 28. Juni /

Sonntag, 30. Juni / Dienstag, 2. Juli, jeweils 19.30 Uhr

Ritter Blaubart / Barbe-Bleue

Offenbach: Barbe-Bleue (Ritter Blaubart)

Opéra-bouffe in drei Akten und vier Bildern

(halbszenische Produktion, französisch mit deutschen Dialogen)

Elisabeth Kulman, Mezzosopran (Boulotte)

Yann Beuron, Tenor (Le Sire de Barbe-Bleue)

Sophie Marin-Degor, Sopran (Fleurette)

Cornel Frey, Tenor (Le roi Bobêche)

Oliver Widmer, Bass (Popolani)

Thomas Bauer, Bass (Le comte Oscar)

Markus Schäfer, Tenor (Le prince Saphir)

Elisabeth von Magnus, Mezzosopran (La reine Clémentine)

Arnold Schoenberg Chor / Einstudierung: Erwin Ortner

Chamber Orchestra of Europe

Dirigent: Nikolaus Harnoncourt

Regie, Bühne & Licht: Philipp Harnoncourt

Kostüme: Elisabeth Ahsef

Preise: EUR 180 / 137 / 95 / 63 / 32

(Premierenpreise: EUR 200 / 180 / 100 / 63 / 32)

Werkeinführungen mit Thomas Höft. Jeweils 18.30 Uhr. Eintritt frei.

Nikolaus Harnoncourt will eine weitere Offenbach-Perle heben:

Barbe-Bleue, hier Kostümentwürfe für die Uraufführung 1866 –


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1866, als die Prager die Uraufführung der „Verkauften Braut“

erlebten, jubelten die Pariser einem gänzlich anderen Spektakel

zu: Jacques Offenbach und sein Autorenduo Meilhac-Halévy

hatten das Märchen vom Ritter Blaubart in eine gnadenlose Satire

auf die lockeren Sitten des Zweiten Kaiserreichs verwandelt.

Herr von Blaubart ist ein promisker Nimmersatt, der von seinen

Ehefrauen schnell genug hat und sie der Reihe nach entsorgen

lässt. König Bobêche macht ebenso kurzen Prozess mit allen

Männern, die es wagen, seiner Königin zu nahe zu kommen.

Freilich sind die scheinbar Ermordeten quicklebendig und feiern

am Ende eine groteske Massenhochzeit. Und Blaubart steuert

schließlich auf eine stürmische Ehe zu: Die Bäuerin Boulotte

lehrt ihn mit den Parolen der Frauenemanzipation das Fürchten.

Virtuos jonglierte Offenbach in seiner Musik zwischen Pastorale

und „Grande Opéra“, zwischen lieblichen, grotesken und erotischen

Szenen. Seiner „Boulotte“ Hortense Schneider schrieb er

eine Glanzrolle auf den Leib, in Graz verkörpert durch Elisabeth

Kulman. Zwei Stars des französischen Musiktheaters gastieren

als Barbe-Bleue und Fleurette. Markus Schäfer spielt sein

komisches Talent aus, und auch sonst lässt das Staraufgebot

für die styriarte-Oper 2013 keine Wünsche offen. Nikolaus Harnoncourt

schließlich hat sich nichts weniger vorgenommen als

die konsequente Fortsetzung seiner großen Musiktheater-Entdeckungen:

Nach Offenbachs „Großherzogin“, Bizets „Carmen“,

Smetanas „Braut“: Der Grazer Harnoncourt-Spielplan geht weiter!

Seine Partner dabei sind das Chamber Orchestra of Europe,

die umwerfende Elisabeth Kulman und viele andere mehr.


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Sonntag, 23. Juni – Schloss Eggenberg, 11 Uhr

Pariser Salons

Pleyel: Quartett in D für Flöte, Violine, Viola und Cello, B 381

Haydn: Trio in G für Flöte, Violine und Cello, Hob. IV:7

Devienne: Flötenquartett in a, op. 66/1

Dittersdorf: Streichtrio in D, K 131

Mozart: Quartett in D für Flöte, Violine, Viola und Cello, KV 285

Sylvie Lacroix, Traversfl öte

Heide Sibley, Violine

Raphael Handschuh, Viola

Rudolf Leopold, Violoncello

Preise: EUR 44 / 33 / 18

1782 feierten die Pariser nicht nur den Roman „Les liaisons

dangereuses“ von Laclos, sondern auch den Flötisten François

Devienne. Er brachte seinen Zeitgenossen die galanten Flötentöne

bei. Rudolf Leopold und die wunderbare Flötistin Sylvie

Lacroix haben vergessene Quartette von Devienne und Pleyel

aus den Archiven geholt. Auch Mozart, Haydn und Dittersdorf

wurden in den intimen Pariser Salons gespielt – der authentische

Klang zu den „Gefährlichen Liebschaften“.

Musik aus dem Paris der „Gefährlichen Liebschaften“, Musik von Pleyel

bis Mozart, präsentieren Rudolf Leopold und Sylvie Lacroix.


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Sonntag, 23. Juni – Stefaniensaal, 20 Uhr

Tschaikowsky-Serenade

Tschaikowsky: Streichsextett in d, op. 70, „Souvenir de Florence“

Romanzen (Serenade des Don Juan, op. 38/1 / Es war zur ersten

Frühlingszeit, op. 38/2 / Inmitten des Balles, op. 38/3 / Die Nachtigall,

op. 60/4 / Nacht – Das fl ackernde Licht, op. 73/2 / Die Sonne

ging unter, op. 73/4 / Wieder, wie früher, allein, op. 73/6)

Serenade für Streichorchester in C, op. 48

Dmitry Ryabchikov, Bariton

Hedayet Djeddikar, Klavier

Solisten des Chamber Orchestra of Europe

Leitung: Lorenza Borrani, Violine

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Die Serenade, das sehnsüchtige Ständchen eines Liebenden

unter dem Fenster der Geliebten, wurde für Tschaikowsky zum

Symbol seiner eigenen, unerfüllten Sehnsüchte. Nach seiner

überstürzten Heirat mit einer Musikstudentin, die in einer

Katastrophe endete, wurde sich der Komponist seiner wahren

Neigungen bewusst. Er hat sie sublimiert – in himmlischen

Serenadentönen, wie sie auch sein Streichsextett durchziehen,

und in tieftraurigen Liedern, die in Graz ein junger, preisgekrönter

Bariton aus Russland singt.

Tschaikowsky, 1877 fotografi ert mit seinem Geliebten Iosif Kotek.

D. Ryabchikov und L. Borrani lassen seine Sehnsucht Klang werden.


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Montag, 24. Juni – Minoritensaal, 20 Uhr

Roman de la Rose

Musik zum Roman de la Rose, von Guillaume de Machaut,

Guillaume Dufay, Gilles Binchois, Solage, Johannes Ciconia u. a.

Santenay:

Julla von Landsberg, Sopran & Organetto

Elodie Wiemer, Blockfl öte

Szilárd Chereji, Fidel

Orí Harmelin, Laute

Preise: EUR 44 / 33 / 18

„Im zwanzigsten Jahr meines Lebens, an dem Punkt, an dem

Amor von den jungen Leuten seinen Wegezoll fordert, hatte

ich mich eines Nachts zur Ruhe gebettet und schlief sehr fest.

Da sah ich im Schlaf einen Traum, der sehr schö n war und mir

gut gefi el.“ Mit diesen Worten beginnt die Abenteuerreise des

jungen Helden im „Roman de la Rose“. Er gilt als Meisterwerk

der altfranzösischen Literatur und der allegorischen Dichtung

des 13. Jahrhunderts. Das Ensemble Santenay begleitet den

jungen Helden auf seinem Weg in jenen paradiesischen Garten,

wo er die Kunst des Liebens und Lebens erlernt. Am Ende ist

er reif, seine geliebte Rose zu pfl ücken, deren Bild ihm einst in

einem Brunnen erschien ...

Ein mittelalterliches Liebespaar aus dem Roman de la Rose.

Santenay hat dazu die schönste Musik der Ars nova ausgegraben.


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Dienstag, 25. Juni – Stefaniensaal, 20 Uhr

Tango sensations

Piazzolla: Tango sensations / Adiós nonino / Triunfal

Binelli: Un Bandoneon en Paris / Entre dos / Metropolis /

Preludio y candombe

Daniel Binelli, Bandoneon

Cuarteto Latinoamericano:

Saúl Bitrán, Violine

Arón Bitrán, Violine

Javier Montiel, Viola

Álvaro Bitrán, Violoncello

Preise: EUR 44 / 33 / 18

„Loving“ heißt ein Satz im letzten Tangoyzklus des Astor Piazzolla.

Schon von der Krankheit gezeichnet, vertraute der große

Argentinier seine intimsten Tangogefühle einem Ensemble aus

Bandoneon und Streichquartett an. Für diese Besetzung hat

auch sein musikalischer Weggefährte Daniel Binelli etliche Piazzolla-Tangos

arrangiert. Er spielt sie mit einer Leidenschaft,

die nur den Besten unter den argentinischen Bandoneon-Virtuosen

gegeben ist. Binellis eigene Werke wirken nicht weniger

mitreißend – durchglüht von der Leidenschaft jenes Tanzes,

der in den Bordellen von Buenos Aires seinen Siegeszug um

die Welt begann.

Daniel Binelli, Weggefährte von Astor Piazzolla, und seine Freunde

vom Cuarteto Latinoamericano machen den Tango Nuevo heiß.


Weil wir ihre Musik immer wieder so gerne spielen und

immer wieder so gerne hören, bleiben sie für uns lebendig:

die großen Komponisten der Welt. Und sie haben uns

viel zu erzählen, durch ihre Werke, aber auch durch ihr Leben.

Leider können wir die meisten von ihnen nicht mehr fragen.

Aber nehmen wir einmal an, wir würden sie ganz persönlich

und leibhaftig treffen können, den Priester mit der Teufelsgeige

und den roten Haaren aus Venedig, Antonio Vivaldi, oder

den steirischen Bauernbuben Johann Joseph Fux, der es in der

Weltstadt Wien an den Kaiserhof schafft – was würden wir

von ihnen wissen wollen? Was würden wir sie fragen?

Wir laden euch herzlich ein, einfach Briefe, Emails oder SMS

zu schreiben, um zu erfahren, was ihr schon immer von Herrn

Vivaldi und Herrn Fux, Herrn Offenbach und Herrn Schubert

wissen wolltet. Wir leiten eure Fragen dann einfach weiter,

in den Kunsthimmel, wo die Herren vermutet werden. Die

Antworten gibt es live, an vier Tagen im styriarteCELT in der

Helmut-List-Halle. Dort schlüpft unser bekannter Kinderseifen-Moderator

Thomas Höft in die Rollen von Vivaldi, Schubert

und Co., und gemeinsam mit vielen Musikerinnen und

Musikern werden die Meister wieder ganz lebendig.

Kinder, Kinder! Eine Konzertreihe der styriarte 2013 für junge

Leute zwischen 6 und 12.

Schickt bitte eure Fragen an styriarte, Sackstraße 17,

8010 Graz / Email: info@styriarte.com / SMS: 0650.8010710

Die Termine:

27. Juni, 16 & 18 Uhr – Lieber Jacques Offenbach

5. Juli, 16 & 18 Uhr – Lieber Herr Fux

12. Juli, 16 & 18 Uhr – Lieber Franzl Schubert

19. Juli, 16 & 18 Uhr – Lieber Antonio Vivaldi


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Donnerstag, 27. Juni – Helmut-List-Halle (styriarteCELT),

16 & 18 Uhr

Lieber Jacques Offenbach

Lieber Jacques Offenbach ...

... ist es in der Hölle wirklich so lustig wie Sie

in Ihren Opern schreiben?

... kommt Ihnen der Cancan nicht ein wenig

unanständig vor?

... können Sie wirklich Geige und Cello spielen?

Holger Groh, Violine

Ute Groh, Violoncello

Claudia Micheletti, Klavier

Thomas Höft, Moderation

Preise: EUR 11 (Kinder) / 22 (Erwachsene)

Thomas Höft als Jacques Offenbach und die Musiker des

Ensem bles rund um Claudia Micheletti beantworten diese

und viele andere Fragen zum Leben und zur Musik des Pariser

Theatergenies. Mit Musik vom Cancan aus „Orpheus in der

Unterwelt“ bis zur Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ in

neuen Arrangements von Anselm Schaufl er. Für Kinder von 6

bis 12.

Jacques Offenbach, hier fotografi ert von Félix Nadar, wird die

styriarte-Kinder rocken, Claudia Micheletti hilft ihm dabei.


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Donnerstag, 27. Juni – Minoritensaal, 20 Uhr

Mia carissima Ingeborg

Henze: Lieder von einer Insel (1964), Chorphantasien auf

Gedichte von Ingeborg Bachmann / Kammermusik 1958 /

Cantata della fi aba estrema (1963)

Texte von Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze

Susanne Elmark, Sopran

Arnold Schoenberg Chor / Einstudierung: Erwin Ortner

ensemble 19 / Leitung: Gerd Kühr

Mavie Hörbiger & Michael Maertens, Lesung

Preise: EUR 44 / 33 / 18

„In den Umarmungen schöner Knaben schlafen die Küsten,

dein Fleisch besinnt sich auf meins, es war mir schon zugetan,

als sich die Schiffe vom Land lösten.“ Diese Verse schrieb

Ingeborg Bachmann 1954 in den „Liedern von einer Insel“, die

Hans Werner Henze vertonte. Zweimal zog die Dichterin zu

dem Komponisten nach Italien, ohne dass die beiden ein Liebespaar

wurden. Für ihn war sie ein „illustres zartes Bachtier“,

er für sie „der kostbarste Mensch“. „Ich lehnte mich an sie an,

ihr Geist half meiner Schwachheit auf“, gestand Henze später.

Gerd Kühr und der Arnold Schoenberg Chor widmen ihr Programm

diesen Liebenden im Geiste und Hans Werner Henze

in memoriam.

Mavie Hörbiger leiht Ingeborg Bachmann (hier fotografi ert mit

Hans Werner Henze) ihre Stimme, Gerd Kühr dirigiert.


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Samstag, 29. Juni – Freilichtmuseum Stübing, 18 Uhr

Auf der Alm

Gefährliche Liebschaften auf der Alm

Almsünden in Volksliedern und Jodlern

Erotische Wilderer treffen auf Geierwally

Citoller Tanzgeiger und andere mehr

Kurator: Hermann Härtel

Ein detailliertes Programm erscheint am 21. März 2013

Preis: EUR 31

Grausam geht’s zu auf der Alm, wenn die Madeln den Burschen

den Kopf verdrehen, wenn das Blut wallt und die Geier

kreisen. Der Heimatfi lm der Nachkriegszeit hat aus den erotischen

Spannungen zwischen seinen Helden und Heldinnen

kein Hehl gemacht. Was steckt dahinter? Wie ging’s wirklich

zu auf der Alm? Waren die G’spusis der Erzherzöge Freiwild

oder eine schwer zu gewinnende Beute? Das styriarte-Fest in

Stübing lüftet Alpengeheimnisse, die Sie immer schon kennen

wollten. Nur teilweise jugendfrei.

Von der Geierwally und anderen gefährlichen Liebschaften

auf der Alm wird im Stübinger Tal gesungen und gejodelt.


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Samstag, 29. Juni – Stefaniensaal, 20 Uhr

Montag, 1. Juli – Stefaniensaal, 20 Uhr

Mozart pur

Mozart: Konzert für drei Klaviere in F, KV 242

Sinfonia concertante für Oboe, Klarinette, Horn

und Fagott in Es, KV 297b

Konzert für zwei Klaviere in Es, KV 365

Chamber Orchestra of Europe

Tamara Stefanovich, Klavier

Nenad Leμi ć, Klavier

Leitung: Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Preise: EUR 60 / 47 / 40 / 33 / 18

Mozarts Konzerte für zwei und drei Klaviere gleichen einer

Liebeswerbung, so hemmungslos fl irten die Solisten untereinander

und mit dem Orchester. Pierre-Laurent Aimard hat sich

dafür die bezaubernde Tamara Stefanovich eingeladen und ist

damit glücklicher als Mozart. Der musste sein Doppelkonzert

in Wien mit dem weit weniger ansehnlichen Fräulein von

Auernhammer aufführen, die ihn „wegen den DopelConcert

entsezlich“ gequält hat. Im Konzert für drei Klaviere gesellt

sich der serbische Pianist Nenad Leμi ć hinzu, in der Sinfonia

concertante beweisen die Bläser des Chamber Orchestra of Europe

ihre Sonderklasse.

Pierre-Laurent Aimard bereitet eine spektakuläre Ausgabe

seiner Mozart-Erkundungen vor, mit zwei und drei Klavieren.


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Samstag, 29. Juni – Helmut-List-Halle (styriarteCELT), 21 Uhr

Reigen

Arthur Schnitzler: Reigen

N.N., Lesung

Musik aus Bachs „Wohltemperiertem Klavier“

Claudia Micheletti, Klavier

Preis: EUR 22

Als „jüdischer Schweineliterat“ und „Pornograph“ musste sich

Arthur Schnitzler beschimpfen lassen, als er seinen „Reigen“

im Februar 1921 in Wien vorstellte. Schon die Uraufführung

in Berlin wurde in letzter Sekunde gerichtlich verboten, doch

die Schauspieler setzten sich darüber hinweg. Die Richter

revidierten ihr Urteil, die rechten Kräfte im Publikum aber

störten die Aufführungen mit Stinkbomben und unsäglicher

Polemik. Was die Scheinprüden so erzürnte, hat der Theaterkritiker

Alfred Kerr in treffende Worte gefasst: „Reigen heißt hier

Liebesreigen. Und Liebe heißt hier nicht platonische, sondern ...

Also: angewandte Liebe. Sie wird angewandt ohne Gröbliches,

Lüsternes, Schmieriges zwischen zehn Menschenpaaren. Und

zwischen allen Gesellschaftsklassen.“

Arthur Schnitzler und sein „Reigen“ im Erstdruck von 1903:

Ein Theater-Kapazunder wird aus dem Skandalstück lesen.


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Sonntag, 30. Juni – Schloss Eggenberg, 11 Uhr

Syrinx

Rameau: aus den „Pièces de clavecin en concert“

(arrangiert für Flöte, Viola und Harfe)

Tournier: Au matin (für Harfe solo)

Bax: Trio elegiac

Leclair: Sonate (für Flöte, Viola und Harfe)

Debussy: Syrinx für Flöte solo / Sonate für Flöte, Viola und Harfe

Karl-Heinz Schütz, Flöte

Gerhard Marschner, Viola

Charlotte Balzereit, Harfe

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Für die Franzosen war und ist die antike Mythologie eine

unerschöpfl iche Quelle tragischer Liebesgeschichten. Rameau

hat einige davon in seinen Opern erzählt und daraus schönste

Kammermusik gemacht. Debussy widmete dem Mythos von

Pan und Syrinx ein poetisch zartes Flötensolo. Auch die übrigen

Stücke dieser Matinee erzählen von der geheimnisvollen

Verbindung zwischen Mythos, Liebe und Natur – in den schillernden

Klängen von Flöte, Bratsche und Harfe.

Charlotte Balzereit, Wiener Philharmonische Harfenistin, trifft

auf Peter Paul Rubens: Pan und Syrinx (1617-19).


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Sonntag, 30. Juni – Stift Rein, 19 Uhr

Salome

Alessandro Stradella: Oratorio „San Giovanni Battista“

Gerlinde Sämann, Sopran

Alex Potter, Altus

Jan van Elsacker, Tenor

Peter Koij, Bass

Klaudia Reichenbacher, Tanz

Armonico tributo Austria

Leitung: Lorenz Duftschmid

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Auch die Bibel berichtet von gefährlichen Liebschaften – vom

verführerischen Reiz junger Frauen, denen die Helden des

Herrn zum Opfer fallen. Salome tanzt, und Johannes der

Täufer muss sterben. Nicht erst Richard Strauss wurde von

dieser Geschichte zu aufreizend erotischen Tönen inspiriert.

Schon im Rom des Barock war es erwünscht, sich im „Oratorio

erotico“ so eindeutig wie möglich auszudrücken. Das absolute

Meis terwerk dieses Genres ist Stradellas „San Giovanni Battista“,

komponiert zum Heiligen Jahr 1675. Lorenz Duftschmid leitet

das knapp einstündige Oratorium – ein Fest mit einem Vorspiel

aus Gaumenfreuden und Schleiertanz vor dem Konzert.

Lorenz Duftschmid und eine Barock-Entdeckung in Stift Rein:

Salome tanzt für Herodes wie bei Battista Naldini, Rom 1573.


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Montag, 1. Juli – Schloss Eggenberg, 20 Uhr

Küssen und beißen

Monteverdi: Madrigale aus dem Settimo Libro dei Madrigali, 1619

Dice la mia bellissima Licori / Io son pur vezzosetta pastorella /

Vorrei baciarti o Filli / Non è di gentil core chi non arde d’amore /

Se i languidi miei sguardi / Tornate, o cari baci u. a.

La Venexiana:

Monica Piccinini & Francesca Cassinari, Sopran

Raffaele Giordani & Alessio Tosi, Tenor

Efi x Puleo & Daniela Godio, Violine

Alberto Lo Gatto, Violone / Chiara Granata, Harfe

Leitung: Claudio Cavina, Cembalo

Preise: EUR 44 / 33 / 18

In seinem Siebten Madrigalbuch nahm sich Claudio Monteverdi

kein Blatt vor den Mund: Der Kapellmeister der Markuskirche in

Venedig setzte seiner Wahlheimat ein klingendes Denkmal als

Vergnügungshochburg des barocken Europa. In erotischen Metaphern

und hinreißenden Melodien erzählen seine Madrigale

von den Reizen der schönen Venezianerinnen: von ihren blonden

Locken, den verführerischen Blicken, vom Küssen, Beißen

und anderen Liebesspielen. Die Sänger von „La Venexiana“ lassen

eine Epoche wieder lebendig werden, in der Touristen nach

Venedig fuhren, um ihre erotischen Träume auszuleben.

Claudio Monteverdi (von Domenico Fetti, um 1620); La Venexiana;

Venus mit Satyr und Cupido (von Annibale Carracci, 1588).


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Mittwoch, 3. Juli – Minoritensaal, 20 Uhr

Cour d’amour

Liebesgeschichten aus dem Mittelalter

Nibelungenlied (anon.) / O Virtus Sapientie (Hildegard von Bingen)

Sic mea Fata / Veritas, Veritatum (Carmina Burana)

Åsmund Frægdegjeva / Rolandskvadet (anonym, Norwegen)

Fin Joi me don’alegranssa / A chantar (Comtessa de Dia) u. a.

Hirundo maris:

Arianna Savall, Gesang & Mittelalter-Harfe

Petter Udland Johansen, Gesang, Fidel & Cister

Anke Spindler, Fidel, Schlüsselfi del & Schalmei

Andreas Spindler, Flöte, Schalmei & Glockenspiel

David Mayoral, Perkussion & Santur

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Frauen im Mittelalter – in einer starren Gesellschaftsordnung,

unter der Fron eines harten Alltags suchten sie nach Freiräumen,

um sich zu entfalten. Hildegard von Bingen fand sie im

Dichten und Komponieren, in der mystischen Gottesschau.

Die Trobairitz dagegen, die weiblichen Troubadoure Okzitaniens,

besangen die weltliche Liebe so leidenschaftlich wie ihre

männlichen Kollegen im Norden. Arianna Savall machte sich

mit ihren Gefährten auf die Suche nach der weiblichen Stimme

des Mittelalters.

Ein Liebespaar aus dem Codex Manesse, Heidelberg, 14. Jh.,

wiedererweckt von Arianna Savall und Petter Udland Johansen.


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Donnerstag, 4. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Kontakte

Stockhausen: Kontakte für Klavier, Schlagzeug und Tonband

Stroppa: Traiettoria für Klavier und Elektronik

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Samuel Favre, Schlagzeug

Marco Stroppa, Elektronik

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Wieder bricht Pierre-Laurent Aimard eine Lanze für die

Musik des 20. Jahrhunderts. Die Ehe zwischen akustischen

und elektronischen Klängen, wie sie Karlheinz Stockhausen

propagierte, halten manche heute für eine Mesalliance der

Musikgeschichte. In Wahrheit hat sie den Zuhörern unerhörte

Klangräume eröffnet. Mit Marco Stroppa, dem Meister der

Live-Elektronik, und mit dem phänomenalen Perkussionisten

Samuel Favre lässt sich Aimard auf einen Dialog ein, der sich

in ein Feuerwerk der Klänge verwandelt.

Pierre-Laurent Aimard in seinem engeren Fach: als glühender

Botschafter der Neuen Musik wie der von Karlheinz Stockhausen.


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Freitag, 5. Juli – Helmut-List-Halle (styriarteCELT),

16 & 18 Uhr

Lieber Herr Fux

Hochverehrter Herr Hofkapellmeister,

lieber Johann Joseph Fux ...

... wie ging denn das zu, dass Sie vom armen

steirischen Bauernbuben direkt an die Seite des

Kaisers aufgestiegen sind?

... muss eigentlich Musik für einen Kaiser immer

langweilig sein?

... warum tanzen Sie nicht gerne, der Kaiser tanzt

ja auch?

recreationBAROCK

Lorenz Duftschmid, Viola da gamba & Leitung

Thomas Höft, Moderation

Preise: EUR 11 (Kinder) / 22 (Erwachsene)

Thomas Höft als Johann Joseph Fux und die Musiker von

recreationBAROCK rund um Lorenz Duftschmid beantworten

diese und viele andere Fragen zum Leben und zur Musik des

Wiener Hofkapellmeisters. Mit Musik, die aber schon gar nicht

langweilig ist, Musik von Johann Joseph Fux und von seinen

Zeitgenossen. Für Kinder von 6 bis 12.

Lorenz Duftschmid, Thomas Höft, und die neue Darmsaitenabteilung

von recreation machen eine Zeitreise: Besuch bei J. J. Fux.


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Freitag, 5. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Auf der Liebesinsel

Liszt: Funérailles (aus: Harmonies poétiques et religieuses)

Au bord d’une source (aus: Années de Pèlerinage „Suisse“)

Sonetto 104 del Petrarca (aus: Années de Pèlerinage „Italie“)

Harmonies du Soir (aus: Douze Études d’exécution transcendantes)

Rhapsodie Espagnole

Sonate in h

Bernd Glemser, Klavier

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Lange bevor sie die Schwiegermutter von Richard Wagner

wurde, war Gräfi n Marie d’Agoult eine bildschöne Frau, eine

kluge Schriftstellerin und die Geliebte des jungen Franz Liszt.

Auf einer Insel im Rhein nistete sich das Liebespaar ein. Dann

aber wurde Marie schwanger, trennte sich von ihrem Mann

und folgte Liszt in die Schweiz. Ihre gemeinsamen Spaziergänge

in den Alpen inspirierten den Komponisten zu seinem

„Album eines Reisenden“, aus dem später die „Pilgerjahre“ wurden.

Bernd Glemser lebt die Exzesse dieses berühmten Liebespaares

in Musik aus: von den Schweizer Klavierstücken bis hin

zur einzigartigen h-Moll-Sonate.

Seine unbeschreibliche Klaviertechnik ist hier wirklich vonnöten:

Bernd Glemser und die Töne von Franz Liszt an Marie d’Agoult.


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Samstag, 6. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Cabaret

Lesung aus Christopher Isherwood, „Leb wohl, Berlin“

und Songs aus John Kanders Musical „Cabaret“

(Willkommen, Bienvenue, Welcome / Maybe this time / Cabaret /

Money, Money / Mein Herr / The Gorilla Song u. a.)

Carin Filipcic, Dagmar Hellberg, Dennis Kozeluh,

Rasmus Borkowski, Gesang

Kit Kat Club Band

Leitung: Herbert Pichler, Klavier

N.N., Lesung

Preise: EUR 44 / 33 / 18

1929 zog ein junger englischer Schriftsteller im Berliner „Institut

für Sexualwissenschaft“ ein: Christopher Isherwood. Was

er dort suchte, war die sexuelle Befreiung in der Libertinage

der „Goldenen Zwanziger“. Dem Berlin jener Epoche hat er in

seinem Roman „Goodbye to Berlin“ ein Denkmal gesetzt, der

später als Vorlage für das Musical „Cabaret“ diente. Dessen

Verfi lmung machte die Gestalten Isherwoods unsterblich:

Sally Bowls, die Sängerin im Kit Kat Club, verkörpert von Liza

Minelli, und der junge Schriftsteller, gespielt von Michael York.

Ein Abend rund um die schillernde Atmosphäre der Berliner

Cabarets mit den Melodien von John Kander.

Liza Minelli machte den Kit Kat Club aus „Cabaret“ unsterblich.

Herbert Pichler, der Sound hinter den Dancing Stars, tut’s ihr nach.


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Samstag, 6. Juli – Pfarrkirche Stainz, 20.30 Uhr

Sonntag, 7. Juli – Pfarrkirche Stainz, 20.30 Uhr

Haydn in Stainz

Haydn: Missa in angustiis, Hob. XXII:11, „Nelson-Messe“

Kantate „Miseri noi, misera Patria“, Hob. XXIVa:7

The Storm, Hob: XXIVa:8

Genia Kühmeier, Sopran

Elisabeth von Magnus, Mezzosopran

Johannes Chum, Tenor

Anton Scharinger, Bass

Arnold Schoenberg Chor

(Einstudierung: Erwin Ortner)

Concentus Musicus Wien

Dirigent: Nikolaus Harnoncourt

Preise: EUR 130 / 110 / 80 / 48 / 21

Vor den Konzerten:

Schilcherempfang der Gemeinde Stainz im Schlosshof

Joseph Haydn (hier auf einem Ölbild von John Hoppner, 1791)

trifft in Stainz Lord Nelson (hier vor der Schlacht von Trafalgar).


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„Haydns Messen sind voller Süßigkeit, ihr Ideal ist

brillant und würdevoll, der Stil feurig, nobel, reich.

Und wenn auch manches Thema allzu profan erscheint,

so verbindet es Haydn doch mit tiefen und klangvollen

Akkorden, um die weltliche Fröhlichkeit zu mildern.“

Giuseppe Carpani, Le Haydine, Mailand 1812

Für seine skandalöse Liaison mit Lady Hamilton wurde Lord

Nelson in London verachtet, für seine Siege über die Franzosen

gefeiert. Die Geschichte von Haydns d-Moll-Messe ist untrennbar

mit dem Helden von Abukir verknüpft. Sein Sieg über

Bonapartes Ägypten-Flotte verwandelte die „Missa in angustiis“

(Messe in Zeiten der Not) über Nacht in eine Siegesmesse.

Nikolaus Harnoncourt dirigiert sie mit den zusätzlichen Bläserstimmen

und fügt zwei Raritäten aus Haydns Londoner

Jahren hinzu: die Soprankantate „Miseri noi, misera Patria“,

und das Chormadrigal „The Storm“ mit stürmisch bewegtem

Orchester.

Genia Kühmeier (links) führt das Solistenquartett an, mit dem

Nikolaus Harnoncourt eine Haydn-Offenbarung zelebrieren wird.


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Sonntag, 7. Juli – Schloss Eggenberg, 11 Uhr

Così fan tutte

Mozart: Harmoniemusik zu „Così fan tutte“

Beethoven: Oktett in Es, op. 103

Ensemble Zefi ro:

Alfredo Bernardini & Paolo Grazzi, Oboe

Lorenzo Coppola & Danilo Zauli, Klarinette

Alberto Grazzi & Michele Fattori, Fagott

Dileno Baldin & Francesco Meucci, Horn

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Eigentlich sollte Antonio Salieri dieses Libretto vertonen und

hatte schon damit angefangen. Dann aber überließ er „Così

fan tutte“ seinem Konkurrenten Mozart. Vermutlich ahnte

der Italiener, dass diese radikale Geschichte vom „Treuebruch“

zweier junger Frauen den Zeitgenossen bald zu frivol sein

würde. Auch Beethoven mochte die Oper nicht. Mozart aber

widmete den jungen Liebenden in ihrem Spiel mit dem Feuer

die schönsten Melodien. Auf den Naturhörnern und Fagotten,

den Oboen und Klarinetten der Mozartzeit klingen sie besonders

verführerisch.

Antoine Watteau: Die zwei Cousinen, 1717–18. Mozart auf einem

Buchsbaumrelief von Leonhard Posch (1789). Zefi ro, Wind-Ensemble.


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Sonntag, 7. Juli – Stefaniensaal, 20 Uhr

Tristan

Schubert: Sinfonie in h, D 759, „Die Unvollendete“

Schubert: Mein Traum (Lesung)

Wagner: „Tristan und Isolde“, Zweiter Aufzug

(in Richard Wagners eigener Konzertfassung)

Christiane Iven, Sopran (Isolde)

Stephanie Houtzeel, Mezzosopran (Brangäne)

Herbert Lippert, Tenor (Tristan)

recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ

Dirigent: Michael Hofstetter

Johannes Silberschneider, Lesung

Preise: EUR 60 / 47 / 40 / 33 / 18

Richard Wagner blieb es vorbehalten, den romantischen

Traum von einer Liebe ohne Schranken in die maßlosesten, berauschendsten

Töne zu übersetzen. „Tristan und Isolde“ ist das

Hohelied einer Leidenschaft, die alle Grenzen sprengt. Wenn

Michael Hofstetter bei der styriarte Wagners Konzertfassung

des zweiten Aktes dirigiert, lässt er das Liebesleuchten im Orchester

in hundert Farben schillern. Drei Solisten mit lyrischen

Stimmen sind die Protagonisten, Schuberts „Unvollendete“

dient als träumerischer Prolog – ein Wagnerabend aus dem

Herzen der Romantik.

Michael Hofstetter lässt „sein“ Orchester, recreation, in Tristan-

Akkorden glühen. Rogelio de Egusquiza, Tristan und Isolde (1896).


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Montag, 8. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Unsterbliche Geliebte

Beethoven: Streichquartett in F, op. 18/1

Streichquartett in f, op. 95, „Quartetto serioso“

Schubert: Streichquartett in a, D 804, „Rosamunde“

Quatuor Mosaïques:

Erich Höbarth, Violine

Andrea Bischof, Violine

Anita Mitterer, Viola

Christophe Coin, Violoncello

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Beethovens „unsterbliche Geliebte“ gibt der Forschung Rätsel

auf. An wen war sein glühender Liebesbrief vom Sommer 1812

gerichtet? Für welche der vielen Frauen seines Lebens war er

so leidenschaftlich entbrannt? War es Therese Brunsvik, die

zeitlebens unverheiratet blieb, oder Therese Malfatti, die im

Sommer 1810 seinen Heiratsantrag abwies? Mit Sicherheit

war es dieses Ereignis, das der Komponist in seinem erschütternden

f-Moll-Quartett verarbeitete – ein „Quartetto serioso“,

ein tiefernstes Quartett wie das a-Moll-Quartett von Franz

Schubert.

Schubert mit Hund, Ölbild von Gábor Melegh (1827); Beethoven

von Willibrod Joseph Mähler(1804); dazwischen Quatuor Mosaïques.


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Dienstag, 9. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Für Elise

Beethoven: Bagatelle in a „Für Elise“, WoO 59

Sonata quasi una Fantasia in cis, op. 27/2, „Mondscheinsonate“

Klaviersonate in Es, op.7

Klaviersonate in D, op. 10/3

Markus Schirmer, Klavier

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Markus Schirmer setzt den Reigen der angebeteten Schülerinnen

in Beethovens Leben fort. Gräfi n Giulietta Guicciardi

war erst 17 Jahre alt, als ihr der Meister die „Mondscheinsonate“

widmete. Sein berühmtestes Klavierstück aber müsste

eigentlich „Für Therese“ heißen. Therese von Drosdick, geborene

Malfatti, hat es 40 Jahre lang aufbewahrt – als Erinnerung

an den großen Musiker, den sie einst abgewiesen hatte. Als es

der Musikforscher Nohl entdeckte und herausgab, las er den

Namen fälschlich als „Elise“.

Therese von Brunsvik, Beethovens „Unsterbliche Geliebte“?

Therese Malfatti, Angebetete; dazwischen Markus Schirmer.


S ie waren die Erfolgsgeschichte der styriarte 2012: unsere

SOAPs. Die Idee, aus dem Leben von Künstlern in Text

und Musik zu berichten und das Publikum mittels Fernsehkameras

ganz nah an die Darsteller auf der Bühne zu

bringen, war so anregend, dass wir damit einfach nicht

aufhören können. Und so sind sie auch heuer wieder im

Angebot – vier neue styriarteSOAPs. Das Rezept bleibt

dabei das bewährte: Große Schauspielerinnen und Schauspieler

unserer Zeit schlüpfen in die Rollen von herausragenden

Künstlern und lesen aus Originaldokumenten wie

poetischen Biographien Rührendes, Erhellendes, Persönliches

und Aufregendes. Dazu gibt es ein facettenreiches,

abwechslungsreiches und spannendes Musikprogramm.

Eng ist es mit der persönlichen Geschichte unserer Helden

verknüpft. Und die sind heuer von ganz besonderem Kaliber:

Casanova, der sprichwörtliche Verführer, darf in einem

Festival über „Gefährliche Liebschaften“ ebenso wenig fehlen

wie sein Gegenbild, Franz Schubert, der wie die Verkörperung

der „stillen Wasser“, die tief sein sollen, erscheint.

Der Priester mit den fl ammend roten Haaren, Antonio

Vivaldi, führt ins libertäre Venedig, und Jacques Offenbach

erweist sich schließlich als der hinreißende Portraitist und

Kritiker der „Welthauptstadt der Sünde“, Paris.


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Mittwoch, 10. Juli – Helmut-List-Halle, 19 Uhr

Casanova

Mozart: „Don Giovanni“, KV 527

in einer Bearbeitung für Harmoniemusik von Josef Triebensee

Arien des Don Giovanni:

Deh, vieni alla fi nestra, Fin ch’han dal vino, Là ci darem la mano

Sechs Notturni für zwei Soprane, Bariton und drei Bassetthörner

Beethoven: Variationen über „Là ci darem la mano“ aus Mozarts

„Don Giovanni“ für zwei Oboen und Klarinette

Sonatine in c und Adagio in Es für Mandoline und Fortepiano

Andante con variazioni in D für Mandoline und Fortepiano

Lesung aus den Memoiren des Giacomo Casanova

Elisabeth Breuer & Martha Hirschmann, Sopran

Luca Pisaroni, Bariton

Ensemble Zefi ro:

Alfredo Bernardini & Paolo Grazzi, Oboe

Lorenzo Coppola, Danilo Zauli & Tindaro Capuano, Klarinette

Alberto Grazzi & Michele Fattori, Fagott

Dileno Baldin & Francesco Meucci, Horn

Anton Raphael Mengs: Portrait des Giacomo Casanova (1760).

Mozart zur Zeit seiner Hochzeit, 1782. Dazwischen Elisabeth Breuer.


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Mauro Squillante, Mandoline

Christine Schornsheim, Fortepiano

Peter Simonischek, Lesung

Preise: EUR 60 / 44 / 21

Die styriarte 2013 widmet dem Verführer aller Verführer eine

SOAP – natürlich mit Musik von Mozart. Für den alten Casanova

war Mozarts „Don Giovanni“ ein Spiegel seiner selbst.

Carlos Saura hat die Begegnung der beiden in seinem Film

„Io, Don Giovanni“ wunderschön inszeniert, Hanns-Josef Ortheil

in seinem Roman „Die Nacht des Don Juan“ literarisch

verarbeitet. Die styriarte lässt Casanova und Mozart selbst

sprechen. Peter Simonischek liest die heißesten, die wildesten,

die unverschämtesten Eroberungsszenen aus Casanovas

Memoiren. Luca Pisaroni singt Arien aus Mozarts Oper. Die

wunderbaren Bläser von „Zefi ro“ gesellen sich hinzu, um Variationen

über „Don Giovanni“ zu spielen. In den sechs „Notturni“

für Singstimmen und Klarinetten kommen Sänger und Bläser

zusammen. Mozart hat diese verführerischen Nachtstücke gemeinsam

mit Gottfried von Jacquin verfasst, als die beiden in

Liebesdingen konspirierten – wie Leporello und Don Giovanni.

Casanovas autographe Biographie, präsentiert von Peter Simonischek.

Giovanni Domenico Tiepolo: Il Pagliaccio innamorato, um 1793.


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Donnerstag, 11. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Harem

Opernbilder aus dem barocken Serail

Eine neue Verbindung der Musik Antonio Vivaldis mit

klassischer türkischer Kunstmusik aus dem 18. Jahrhundert

Francesca Lombardi Mazzulli, Sopran

Filippo Mineccia, Countertenor

Ahmet Özhan, Gesang

Pera Ensemble:

Ihsan Özer, Kanun / Hasan Esen, Viola d’amore & Kemençe /

Volkan Yilmaz, Ney / Cristian Gutierrez, Theorbe & Gitarre /

Sandra Sinsch, Oboen / Ozan Pars & Onur Akatay, Perkussion

Leitung: Mehmet C. Ye ilçay, Ud & Sahrud

recreationBAROCK

Dirigent: Michael Hofstetter

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Für seine Liebesmadrigale zwischen Orient und Okzident hat

das Pera Ensemble aus München vor kurzem den Deutschen

Schallplattenpreis gewonnen. Auch Michael Hofstetter hat

sich in diesen türkischen Barocksound verliebt. In Graz kombiniert

er die aufreizenden orientalischen Rhythmen mit dem

Originalklang von „recreationBAROCK“.

Jean-Auguste-Dominique Ingres, Odaliske mit einem Sklaven (1839).

Michael Hofstetter verbindet das Pera-Ensemble mit recreation.


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Freitag, 12. Juli – Helmut-List-Halle (styriarteCELT),

16 & 18 Uhr

Lieber Franzl Schubert

Lieber Franzl Schubert ...

... hat Dir wirklich schon in der Schule Musik

machen mehr Spaß gemacht als Ball spielen?

... wie bist Du auf die Idee gekommen,

Wasser zu komponieren?

... gehst du auch so gerne angeln wie ich?

Elisabeth Breuer, Sopran

Maria Bader-Kubizek, Violine

Christoph Berner, Klavier

Thomas Höft, Moderation

Preise: EUR 11 (Kinder) / 22 (Erwachsene)

Thomas Höft als Franz Schubert und die Musiker rund um

Maria Bader-Kubizek beantworten diese und viele andere Fragen

zum Leben und zur Musik des Wiener Romantikers. Mit

der Violinsonate in D, Deutschen Tänzen fürs Klavier und den

schönsten Liedern von Franz Schubert. Für Kinder von 6 bis 12.

Robert Theer: Schubert-Miniatur von 1827. Maria Bader-Kubizek

bringt seine Musik ins Zelt in der List-Halle, ins „styriarteCELT“.


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Freitag, 12. Juli – Stefaniensaal, 20 Uhr

Samstag, 13. Juli – Stefaniensaal, 20 Uhr

Rosamunde

Lanner: Hans Jörgel-Polka, op. 194

Sehnsuchts-Mazur, op. 89

Die Schönbrunner, Walzer, op. 200

Cerrito-Polka, op. 189

Jagd-Galopp, op. 82

Schubert: Rosamunde, Fürstin von Zypern (D 797)

Bernarda Fink, Alt

Arnold Schoenberg Chor

(Einstudierung: Erwin Ortner)

Concentus Musicus Wien

Dirigent: Nikolaus Harnoncourt

Preise: EUR 125 / 100 / 75 / 56 / 22

Nikolaus Harnoncourt und sein Concentus Musicus tanzen.

Rosamunde, Zyperns Fürstin, tanzt auch. Bernarda Fink singt.


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„Seitdem der sog. Wiener Walzer herrschend wurde,

hat sich der Frohsinn und die Lustigkeit, die sich darin

aussprechen, bis zur bacchantischen Wuth gesteigert.“

Schillings Encyclopädie der gesammten

musicalischen Wissenschaften“, 1840

„Walzer sind Erfi ndungen des Teufels. Sie tirilieren über die

Erde und wirbeln Tausende ins Verderben.“ So wetterten die

Moralapostel des Biedermeier gegen den Paartanz aus Wien,

gegen das „wüste Umherschleudern der Paare im Walzer“.

Joseph Lanners Anteil an dieser weltbewegenden Erfi ndung

wurde lange Zeit unterschätzt, bis Nikolaus Harnoncourt

mit dem Concentus Musicus den Originalklang des Wiener

Walzers wieder entdeckte und damit auch Lanners aufregend

aufreizende Tänze. Der einstige Kompagnon von Johann

Strauß Vater war ein Zeitgenosse von Franz Schubert. Unser

Programm bringt beide zusammen; hier bildet die düster großartige

Schauspielmusik zu „Rosamunde“ das Gegengewicht zur

Wiener Walzerseligkeit. g

Franz Schubert auf einem Portrait von 1827, Joseph Lanner auf

einem Bild von 1840, der Stefaniensaal auf einem von 2012.


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Samstag, 13. Juli – Schloss Eggenberg, 19 Uhr

Dido und Aeneas

Ein Fest in Eggenberg

Purcell: Dido und Aeneas

Bibiana Nwobilo, Sopran (Dido)

Solistenensemble

(Einstudierung: Gerd Kenda)

Neue Hofkapelle Graz

Leitung: Lucia Froihofer, Violine & Michael Hell, Cembalo

Lieder und Tanzmusik aus einer Hafentaverne

im barocken England

Simon Wascher, Drehleier

und Freunde

Programm in den Prunksälen bei Kerzenlicht

Inszenierung: Thomas Höft

Preise: EUR 75 / 50 / 25

Schloss Eggenberg ist die Kulisse für ein Fest, gestaltet von

Thomas Höft. Dido und Aeneas (Pierre-Narcisse Guerin, 1815).


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Liebesglück kann auch deshalb so gefährlich sein, weil es

tödliche Neider auf den Plan ruft. Bis heute Inbegriff einer

solchen Tragödie ist die Geschichte von Karthagos Königin

Dido, der die Liebe zum Helden Aeneas durch eine Schar bitterböser

Hexen zerstört wird. Henry Purcell hat darüber eine

der schönsten Opern der Musikgeschichte komponiert, die

Thomas Höft in den Mittelpunkt eines neuen Festes in Schloss

Eggenberg stellt. Für einen Abend verwandelt sich das steirische

Kleinod in Didos Palast. Und bei Kerzenschein in den

Prunksälen, im Arkadenhof oder im Burggraben kann man bei

Musik, Theater und kulinarischen Genüssen ganz tief in eine

der schönsten und traurigsten Liebesgeschichten eintauchen,

die die Welt zu bieten hat.

Die Neue Hofkapelle Graz legt den Orchestergrund des Spektakels.

Bibiana Nwobilo ist Afrikas unglückliche Königin.


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Samstag, 13. Juli – Helmut-List-Halle (styriarteCELT), 21 Uhr

Tausendundeine Nacht

Geschichten aus 1001 Nacht

Eva Herzig, Lesung

Kobyz-Musik aus der Tiefe der Zeit

Raushan Orazbaeva, Kobyz

Preis: EUR 22

Lebensgefährlicher war wohl keine Liebschaft, aber glücklicher

zugleich auch kaum. Weil der König von Persien glaubt, keiner

Frau vertrauen zu können, heiratet er jeden Tag eine neue

und tötet die alte. Erst die wunderbare Scheherazade bringt

ihn von diesem Treiben ab. Absichtlich lässt sie sich mit dem

Mörder vermählen. Und erzählt ihrem Mann tausend und eine

Nacht lang Geschichten, die ihn so faszinieren, dass er seine

Frau am Leben lässt und ihr vertrauen, ja sie sogar lieben

lernt. Eva Herzig liest aus dem Buch, das bis heute wie kein

anderes für die Welt des Orients steht. Die kasachische Kobyz-

Meisterin Raushan Orazbaeva entführt in die Tiefe der Zeit.

Gimenez Martin, Besuch im Harem (Ölbild, 1901). Eva Herzig liest,

Raushan Orazbaeva, kasachische Kobyz-Meisterin, spielt.


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Sonntag, 14. Juli – Aula der Alten Universität, 11 Uhr

Carmen

Beethoven: Violinsonate in A, op. 47, „Kreutzer-Sonate“

Strauss: Violinsonate in Es, op. 18

Chausson: Poème

Waxman: Carmen Fantasie

Iskandar Widjaja, Violine

Anastassiya Dranchuk, Klavier

Preise: EUR 44 / 33 / 18

„Wie eine Naturgewalt“ – so spielt der junge Geiger Iskandar

Widjaja Beethovens „Kreutzersonate“, an die Tolstoi seine berühmte

Erzählung von Eifersucht und Ehebruch knüpfte. Und

so spielt er auch Melodien aus Bizets „Carmen“, bearbeitet von

Waxman. Auf seiner Debüt-CD hat sich der junge Berliner mit

indonesischen Wurzeln mit Nachdruck für die französische

Violinmusik eingesetzt. Beim Postacchini-Wettbewerb in

Italien wurde er für die beste Beethoven-Interpretation ausgezeichnet.

Mit dem „Poème“ von Chausson wählt er ein weiteres

Werk purer Leidenschaft, inspiriert von Turgenjews Novelle

„Das Lied der triumphierenden Liebe“.

Ur-Carmen? Claudio Coello: Porträt einer Spanierin (um 1642).

Anastassiya und Iskandar suchen die ganz große Leidenschaft.


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Sonntag, 14. Juli – Helmut-List-Halle, 19 Uhr

Schuberts Müllerin

Schubert: Oktett in F, D 803

Aus dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“, D 795

Ausgewählte Lieder:

„Auf dem Strom“, D 943

„Die Forelle“, D 550

„Ganymed“, D 544

Texte von Franz Schubert und von seinen

Freunden und Weggefährten

Markus Schäfer, Tenor

Solisten des Concentus Musicus Wien

Stefan Gottfried, Hammerfl ügel

Leitung: Erich Höbarth, Violine

N. N., Lesung

Preise: EUR 60 / 44 / 21

Solisten des Concentus Musicus rund um Erich Höbarth und der

Tenor Markus Schäfer (rechts) geben der Schubert-SOAP die Töne …


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Schuberts Helden scheitern an der Liebe wie er selbst. Die

zweite styriarteSOAP 2013 hat ein ernstes Thema, das in

herrlichster Musik schillernd beleuchtet wird. Markus Schäfer

singt „Das Wandern ist des Müllers Lust“, den „Morgengruß“

und die anderen Lieder vom trügerischen Liebesglück aus der

„Schönen Müllerin“. Mitglieder des Concentus Musicus spielen

das berühmte Oktett im Originalklang der Schubertzeit,

aber verteilt auf den ganzen Abend. Dazu werden Briefe von

Schubert und Berichte seiner Freunde gelesen – bewegende

Zeugnisse einer Generation von jungen Wienern, die sich nach

politischer Freiheit ebenso sehnten wie nach erotischer Befreiung,

nach Liebe und Freundschaft bis in den Tod.

Franz Schuberts letzter Brief an Franz von Schober. Eine Schubertiade

in Atzenbrugg, gemalt von Leopold Kupelwieser, 1821.


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Montag, 15. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Die zwölf Cellisten

Mozart: aus „Don Giovanni“

Puccini: Szene aus „Tosca“

Wagner: Vorspiel zu „Lohengrin“

Offenbach: Erinnerungen an „Robert le Diable“

Gesualdo: Madrigal

Ravel: Alborada del gracioso

… und andere Liebschaften

Die zwölf Cellisten

Leitung: Rudolf Leopold, Violoncello

Preise: EUR 44 / 33 / 18

„Reich mir die Hand, mein Leben, und komm auf mein Schloss

mit mir.“ So doppelbödig wie Don Giovannis Eheversprechen

ist auch der Rest der Opernmusiken, die Rudolf Leopold für

seine zwölf Cellisten bearbeitet hat: „Nie sollst du mich befragen“

schärft Lohengrin seiner Elsa ein – vergeblich. Tosca rammt

dem Peiniger Scarpia den Dolch in die Brust, dennoch muss ihr

Geliebter sterben. Überall lauert der Tod, auch in Ravels Ständchen

eines grausamen Zwerges oder in Gesualdos „Liebesmadrigalen“.

Gefährliche Vorlagen für wunderschöne Musik.

Jacques Offenbach als Cellist in einer zeitgenössischen Karikatur.

Ein Teil der Zwölf, die Rudolf Leopold um sich versammeln wird.


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Dienstag, 16. Juli – Helmut-List-Halle (styriarteCELT), 21 Uhr

Venus im Pelz

Leopold von Sacher-Masoch: Venus im Pelz

Gregor Seberg, Lesung

Aus Jacob van Eyck: „Der Fluyten Lusthof“

N. N., Blockfl öte

Preis: EUR 22

In Graz unterrichtete er Geschichte, doch Weltruhm erlangte

er mit der Darstellung einer ganz privaten Obsession. Leopold

Ritter von Sacher-Masoch liebte das erotische Spiel mit der

eigenen Unterwerfung unter das Szepter einer dominanten

Frau. Und er lebte diese Leidenschaft nicht nur, er schrieb

auch darüber. So offen, dass es seine Zeitgenossen nicht nur

empörte und ergötzte, sondern ihn schon zu Lebzeiten zum

namentlichen Inbegriff einer sexuellen Spielart machte: des

Masochismus, höchste Lust aus Demütigung und Unterwerfung.

Gregor Seberg vertieft sich in einer letzten SPÄTLESE in

die auch literarisch erstaunliche Welt Sacher-Masochs.

Tizians „Venus mit dem Spiegel“ (um 1555), von der der Romanheld

die Idee zur „Venus im Pelz“ bekommt. Gregor Seberg liest.


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Mittwoch, 17. Juli – Helmut-List-Halle, 19 Uhr

Il Prete Rosso

Vivaldi: Violinkonzerte aus „Le quattro stagioni“

(La primavera, op. 8/1, L’estate, op. 8/2)

„L’amoroso“ in E, RV 271

„Il favorito“ in e, RV 277

Concerto a quattro in C, RV 117

Concerto „Alla rustica“ in G, RV 151

Concerto für Violoncello in d, RV 406

„La Follia“, op. 1/12

für zwei Violinen und B. c.

Texte aus Alejo Carpentier: „Barockkonzert“ u. a.

Il Pomo D’Oro

Leitung: Riccardo Minasi, Violine

Dominik Maringer, Lesung

Preise: EUR 60 / 44 / 21

Canaletto: Markusplatz in Venedig (um 1730). Pier Leone Ghezzi:

Vivaldi, Karikatur von 1723. Dominik Maringer liest …


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Ihren Violinlehrer Antonio Vivaldi verehrten sie ehrfürchtig,

doch was sich sonst noch unter den Mädchen abspielte, das

hatte kaum noch mit Musik zu tun. Im venezianischen Waisenhaus

„Ospedale della Pietà“ war der „rothaarige Priester“

Vivaldi der unangefochtene Herrscher des Orchesters, das nur

aus Mädchen bestand. Zuhause versorgten ihn die Primadonna

Anna Girò und ihre Schwester, was lange Zeit keinen Venezianer

störte. Dann aber wurde die wilde Ehe des Kirchenmannes

und Musikers plötzlich zum Skandal, und auch das Ospedale

entließ seinen berühmtesten Lehrer. Was ist geschehen im

Leben des Antonio Vivaldi? Was verraten seine Violinkonzerte

über Liebe und Leidenschaft im Ospedale? Bei der dritten

styriarteSOAP werden diese Fragen beantwortet: von Dominik

Maringer alias Antonio Vivaldi und von dem mitreißenden

römischen Barockgeiger Riccardo Minasi, der das brandneue

Barockorchester Il Pomo D’Oro vorstellt.

… und Riccardo Minasi macht Venedigs Geigenmagier lebendig.

F. Guardi: Venezianisches Galakonzert, Sala dei Filarmonici, 1782.


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Donnerstag, 18. Juli – Schloss Eggenberg, 20 Uhr

Venezia amorosa

Mainerio: Shiarazula Marazula ... (Venedig, 1578)

Pasquini: Toccata con lo Scherzo del Cucco

für Cembalo (Rom, 1698)

Vivaldi: Concerto „Il Gardellino” in D, op. 10/3

Concerto „La Tempesta di Mare“ in F, RV 433

und vieles mehr

Dorothee Oberlinger, Blockfl öten

Sonatori de la Gioiosa Marca

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Sie sieht aus wie eine schöne Venezianerin und spielt die Flöte,

als habe sie bei Vivaldi selbst studiert: Dorothee Oberlinger

entführt das Publikum ins Venedig des Barock. Zusammen

mit den „Instrumentalisten aus den fröhlichen Marken“ zeichnet

sie ein teils heiteres, teils wehmütiges Bild vom untergegangenen

Glanz venezianischen Lebens, als Vivaldi für seine

Virtuosinnen am Ospedale die irrwitzigsten Concerti schrieb

und schöne adlige Damen in ihren gelehrten Zirkeln Madrigale

aufs Kunstvollste verzierten. Mitten hinein tönt auch ein verliebter

Vogel: der Stieglitz in Vivaldis Gardellino-Konzert.

Ein Stieglitz (Gardellino), neu belebt von Dorothee Oberlinger.

Gaspare Traversi: Konzert „a voce sola“, etwa 1760.


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Freitag, 19. Juli – Helmut-List-Halle (styriarteCELT),

16 & 18 Uhr

Lieber Antonio Vivaldi

Lieber Antonio Vivaldi ...

... wie kann man denn eine Jahreszeit

wie den Sommer nur in Tönen darstellen?

... wie hält man es eigentlich in einem Kinderheim

mit lauter Mädchen aus?

... sind Ihre Haare in Echt so rot oder tragen Sie

auch eine Perücke?

recreationBAROCK

Leitung: Harald Martin Winkler, Violine

Thomas Höft, Moderation

Preise: EUR 11 (Kinder) / 22 (Erwachsene)

Thomas Höft als Antonio Vivaldi und die Musiker von recreationBAROCK

rund um Harald Martin Winkler beantworten

diese und viele andere Fragen zum Leben und zur Musik des

Geigenvirtuosen aus Venedig. Mit Stücken aus Vivaldis Zyklus

„Die Jahreszeiten“ und anderem mehr. Für Kinder von 6 bis 12.

Harald Martin Winkler und Thomas Höft werden im vierten Durchgang

von „Kinder, Kinder!“ prüfen, ob Vivaldis rote Haare echt sind.


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EGGENBERGER

SCHLOSSKONZERTE 2013

5. August bis

2. September 2013

jeweils montags

20.00 Uhr

Planetensaal

Schloss Eggenberg

steiermark.ORF.at


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Freitag, 19. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Brahms tanzt Tango

Brahms: Klavierquintett in f, op. 34

Piazzolla: Las Cuatro Estaciones Porteñas

casalQuartett:

Daria Zappa, Violine

Rachel Späth, Violine

Markus Fleck, Viola

Andreas Fleck, Cello

Christopher Hinterhuber, Klavier

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Beide erzählen von wilder Leidenschaft und fataler Liebe:

Johannes Brahms in seinem Klavierquintett, dem letzten Werk

seiner frühen Jahre, in dem er mit allen Liebesschwüren an

Clara und Agathe brach; und Astor Piazzolla in seinen „Vier

Jahreszeiten von Buenos Aires“. Der Argentinier hat keine

Naturbilder gemalt wie Vivaldi oder Haydn in ihren „Jahreszeiten“.

Bei ihm geht es um die pure, nackte Leidenschaft der

„Porteños“, wie man die Einwohner von Buenos Aires nennt.

Brahms am Flügel (1896). Tango in einem Cabaret der 20er Jahre.

Christpher Hinterhuber am Klavier, Piazzolla am Bandoneon (1985).


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Samstag, 20. Juli – Helmut-List-Halle, 19 Uhr

Der Mozart der Champs-Élysées

Jacques Offenbach:

Ausschnitte aus

„Orpheus in der Unterwelt“

„Die Großherzogin von Gerolstein“

„Hoffmanns Erzählungen“ u. a.

Kammermusik, Lieder, Tänze

Marie-Ange Todorovitch, Mezzosopran

Markus Schäfer, Tenor

Salonensemble Ernst Kovacic

Leitung: Ernst Kovacic, Violine

Lesung aus Alphons Silbermann:

Das imaginäre Tagebuch des Herrn Jacques Offenbach

N. N., Lesung

Preise: EUR 60 / 44 / 21

Jacques Offenbach reitet zum Erfolg (Karikatur von André Gill, 1866).

Ernst Kovacic und sein Ensemble tanzen dazu den Cancan, …


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Was hätte er alles zu erzählen gehabt, der Sohn des Kantors

Isaac Ben-Juda Eberst aus Köln! Erst änderte der Vater den

Namen der Familie in „Offenbach“, dann wurde aus Jakob ein

„Jacques“, als der junge Mann in Paris Musik studierte. Der

Cellist Offenbach begeisterte Liszt und Mendelssohn und verschaffte

sich über Pariser Vorstadttheater Zugang zur Bühne.

Mit 35 war er Herr im eigenen Theater, mit 40 französischer

Staatsbürger, mit 45 unangefochtener Star des Pariser Musiklebens.

„Orpheus in der Unterwelt“, „Die schöne Helena“,

„Die Großherzogin von Gerolstein“, „Ritter Blaubart“ – er, ein

Familienmensch durch und durch, feierte mit schlüpfrigen

Szenen einen Erfolg nach dem andern. Doch dann kam der

jähe Abstieg. Offenbach wurde zwischen den Fronten des

deutsch-französischen Krieges zermahlen, von den einen als

Spion, von den andern als Verräter beschimpft. Seine Musik

und sein Leben bieten mehr als genug Stoff für eine SOAP.

Diese beschert den Grazern auch ein Wiedersehen mit der

„Großherzogin“ von 2003, Marie-Ange Todorovitch, und ihrem

„Fritz“ Markus Schäfer. Ernst Kovacic leitet sein Salon-Ensemble

von der ersten Geige aus.

… und Marie-Ange Todorovitch und Markus Schäfer tanzen mit.

Der rastlose Briefschreiber Offenbach – Held der styriarte 2013.


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Sonntag, 21. Juli – Schloss Eggenberg, 11Uhr

Haydns Greensleeves

Joseph Haydn:

Schottische Lieder für Gesang und Klaviertrio

Klaviertrio in G, Hob. XV:25, „Zigeunertrio“

Klaviertrio in C, Hob. XV:17

Julian Prégardien, Tenor

ensemble federspiel:

Fritz Kircher, Violine

Isolde Hayer, Violoncello

Florian Birsak, Hammerfl ügel

Preise: EUR 44 / 33 / 18

Umgarnt von den zärtlichen Händen zweier Pianistinnen, hat

sich Haydn in London wohl gefühlt. Die Witwe Schröder hätte

er gerne geheiratet – wenn zuhause in Eisenstadt nicht schon

Frau und Geliebte auf ihn gewartet hätten. Mit der blutjungen

Theresa Jansen verband ihn eine mehr platonische Beziehung.

Wundervolle Klaviertrios waren das Ergebnis dieser beiden

Liaisons. In der styriarte-Matinee treffen sie auf Haydns schottische

Lieder. Populäre Melodien wie „Greensleeves“ verwandelte

der Meister in köstliche Szenen aus dem Hochland.

Julian Prégardien singt Haydns köstliche Volksliedbearbeitungen,

und das ensemble federspiel legt noch Klaviertrios dazu.


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Sonntag, 21. Juli – Helmut-List-Halle, 20 Uhr

Sonnenkönig

Lully: „Alceste“, Suite d’orchestre, 1674

Marais: „Alcione“, Suite des Airs à jouer, 1706

Rameau: „Les indes galantes“ (Symphonie, 1735)

„Les Boréades“, Suite d’orchestre, 1764

Le Concert des Nations

Leitung: Jordi Savall

Preise: EUR 60 / 44 / 21

Wenn eifersüchtige Götter toben, gerät die Welt in Aufruhr

– zumindest auf der Opernbühne. Jordi Savall hat aus vier

berühmten Liebestragödien des französischen Barock wundervolle

Orchestersuiten zusammengestellt: Nobel und erhaben

klingt die Liebe bei Lully, tänzerisch beschwingt, aber auch

wild tobend bei Marais. Frivol und ungezwungen geht es im

„galanten Westindien“ zu, so wie es sich Rameau vorgestellt

hat. Bizarr führen sich die verliebten Windgötter auf, die

Boreaden in Rameaus letzter Oper. Für die Pariser des Barock

waren diese Prachtstücke vom Hof des Sonnenkönigs und seines

Nachfolgers ein wunderbares Hors d’œuvre, vielleicht zu

einer stilvollen Liebesnacht?

Stadt und Schloss Versailles, 1668 gemalt von Pierre Patel.

Jordi Savalls Barockorchester „Le Concert des Nations“.


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„Es ist wahr, dass Lully mehr als einmal in seinem Leben

eine Geige auf dem Rücken eines Musikers zerbrochen hat,

der sie nicht wunschgemäß gespielt hat.

Doch am Ende der Probe rief ihn Lully zu sich,

bezahlte ihm die Geige und lud ihn zum Essen ein.“

Lecerf de la Viéville,

Probenbericht vom Hof des Sonnenkönigs

Der junge Ludwig XIV. als Apollo im „Ballet royal de la nuit“ 1653.

Jordi Savall, gekrönt, und die sonnenkönigliche Familie anno 1670.


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ZEITUNG ZU,

VORHANG AUF.

Als Partner der Styriarte wünscht die Kleine Zeitung gute Unterhaltung.


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Musikl(i)eben in Graz

Führungen durch die Altstadt

Hast du Töne?! Ein delikater Streifzug durch Musik- und

Stadtgeschichte: Herrschaften und ihre Liebschaften, Musiker

und ihre Musen, Leidenschaft, die Leiden schafft ...

Die GrazGuides spüren dem Motto der styriarte 2013 nach.

An ungewöhnlichen Schauplätzen, mit musikalischen

Begegnungen – und natürlich sehr viel Taktgefühl.

„In Grätz erkannte ich bald die ungekünstelte und

offene Weise mit und nebeneinander zu seyn.“

Franz Schubert, 1827

Die Führungen fi nden an den fünf styriarte-Samstagen statt:

22. Juni, 29. Juni, 6. Juli, 13. Juli und 20. Juli 2013

Start: jeweils um 10.30 und 11 Uhr

Treffpunkt: Künstlerhaus (Burgring 2)

Dauer: ca. zwei Stunden

Preis: EUR 18

Die Tickets erhalten Sie im styriarte Kartenbüro.

Die styriarte-Ergänzung durch die GrazGuides hat 2012

eingeschlagen. Eine Fortsetzung 2013 war also unvermeidlich.


Jeweils 2 DVDs

incl. Proben-Doku

im schönen Buch

je EUR 29,–

Kostproben

auf Youtube und

www.styriarte.com

Zu beziehen über: styriarte • 8010 Graz, Sackstraße 17


Live-Mitschnitt

auf 3 CDs & DVD

im schönen Buch

EUR 39,–

Tel. 0043.316.825 000 • www.styriarte.com


Weltoffenheit.

IM ORIGINALEN WORTLAUT:

JETZT 3 WOCHEN GRATIS TESTEN.

Tag für Tag den Horizont erweitern. Der Qualitätsjournalismus des

STANDARD lässt Sie die Welt immer wieder neu sehen. Zum Beispiel jeden

Montag mit der Beilage der New York Times im originalen Wortlaut.

Blättern Sie rein.

3 Wochen gratis lesen:

derStandard.at/3wochengratis oder 0810/20 30 40 Die Zeitung für Leser

HB & P


Aula der alten Universität

Hofgasse 14, 8010 Graz

alle Straßenbahnlinien,

Haltestelle: Hauptplatz

Freilichtmuseum Stübing

8114 Stübing

Pyhrnautobahn A9 / S35 bis

Knoten Deutschfeistritz, weiter

Richtung Friesach/Deutschfeistritz,

Abfahrt Kleinstübing

Helmut-List-Halle

Waagner-Biro-Straße 98a, 8020 Graz

Straßenbahnlinien 1, 3, 6 oder 7

zum Hauptbahnhof, Bus Linie 85

Richtung Gösting, Haltestelle:

Dreierschützengasse/Helmut-List-

Halle

Minoritensaal

Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

Straßenbahnlinien 1, 3, 6, 7,

Haltestelle: Südtirolerplatz

Pfarrkirche Stainz

Schlossplatz 1, 8510 Stainz

Autobahn A2 Richtung Klagenfurt,

Abfahrt Lieboch, Bundesstraße

Richtung Deutschlandsberg

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Die Spielstätten

Schlossbergbühne

Grazer Schlossberg, 8010 Graz

Schlossbergbahn

(Straßenbahnlinien 4 und 5,

Haltestelle Schlossbergbahn),

Lift im Berg oder über die

Schlossbergstiege (Linien 4 und 5,

Haltestelle Schlossbergplatz/

Murinsel)

Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90, 8020 Graz

Straßenbahnlinie 1 in Richtung

Eggenberg/UKH, Haltestelle:

Schloss Eggenberg

Stefaniensaal im Congress Graz

Sparkassenplatz 1, 8010 Graz

alle Straßenbahnlinien,

Haltestelle: Hauptplatz

Stiftsbasilika Rein

Rein 1, 8103 Rein

Pyhrnautobahn A9 Richtung

Salzburg, Abfahrt Gratkorn Nord,

Gratwein, Rein

styriarteCELT

Zelt im C-Teil der Helmut-List-Halle,

siehe dort

Alle Routen sind von Graz aus beschrieben. Mehr Information sowie Links zu den

Spielstätten samt Sitzplänen fi nden Sie auf www.styriarte.com/veranstaltungsorte.


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Kartenverkauf

Bestellungen

Kartenbestellungen mit der abgedruckten Bestellkarte, per Fax und Mail

sind ab sofort möglich und werden in der Reihenfolge ihres Einlangens

bearbeitet. Bei schriftlichen Bestellungen gibt es leider keine Möglichkeit,

die Plätze innerhalb der gewählten Preiskategorie persönlich auszuwählen.

Sie werden deshalb bei Ihrer Bestellung auch gebeten, eine Ersatzkategorie

oder einen Ersatztermin anzugeben.

Unser Kartenbüro im Palais Attems, Graz, Sackstraße 17, hat ab 6. Dezember

2012 von Montag bis Freitag, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Bezahlung

Die Bezahlung der styriarte-Karten erfolgt wahlweise bar,

mittels Zahl scheins, Bankomat- oder Kreditkarte.

Wir akzeptieren: Diners Club, Euro Card /Master Card, Visa.

Abholung/Versand

Die bezahlten Karten können im styriarte-Kartenbüro oder an der Abendkassa

(geöffnet ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn) abgeholt oder auf Wunsch

gegen eine Versandgebühr von EUR 4 eingeschrieben zugeschickt werden.

Rückkauf

Der Rückkauf bereits gelöster Karten ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Allerdings besteht die Möglichkeit, die Eintrittskarten bis spätestens zehn

Werktage vor der Veranstaltung gegen einen styriarte-Kartengutschein, der

auch über 2013 hinaus Gültigkeit besitzt, einzutauschen. In diesem Fall

muss eine Bearbeitungsgebühr von 10% des Kartenpreises, mindestens aber

EUR 5 pro Karte einbehalten werden. Danach können Karten zu denselben

Bedingungen (Bearbeitungsgebühr) von uns – bis spätestens einen

Arbeitstag vor dem Konzert – nur mehr in Kommission genommen werden.

Sie kommen in den Verkauf, sobald im Kartenbüro Karten der betreffenden

Kategorie vergriffen sind. Besetzungs- oder Programmänderungen sind vorbehalten

und berechtigen nicht zur Rückgabe der Eintrittskarten.

Ermäßigungen / Restplatzabo

Ö1 Club-Mitglieder erhalten 10% Ermäßigung auf ausgewählte Konzerte der

styriarte 2013. Informationen darüber erhalten Sie im styriarte-Kartenbüro

und auf unserer Homepage (www.styriarte.com).

SchülerInnen und Studierende erhalten eine Ermäßigung von 50% auf

Restkarten, die an den Abendkassen erhältlich sind. Informationen über zwei

Restplatzabo-Varianten (acht Konzerte zu EUR 80 / fünf Konzerte zu EUR 60)

zur styriarte 2013 sind in unserem Kartenbüro erhältlich (Tel. 0316.825 000).


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Weitere Informationen

Bus, Taxi, Parken

Zu den Konzerten außerhalb von Graz bieten wir ein Bus-Service an.

Der Fahrpreis beträgt pro Person:

Stübing EUR 8,– Abfahrt: 17 Uhr

Rein EUR 8,– Abfahrt: 18 Uhr

Stainz EUR 10,– Abfahrt: 19 Uhr

Abfahrt vor dem Grazer Opernhaus (Franz-Graf-Allee), Rückfahrt nach dem

Konzert. Anmeldung im Kartenbüro unbedingt erforderlich!

Nach den Konzerten, die in Graz stattfi nden, bieten wir wie gewohnt

ein Sammeltaxi-Service an.

An unseren Abendkassen können Sie für folgende Innenstadt-Parkgaragen

Ausfahrtstickets zu günstigen Preisen erwerben:

Weitzer-Garage am Entenplatz (EUR 1,50)

APCOA: Andreas-Hofer-Platz, Mariahilferplatz (EUR 5)

Bei der Helmut-List-Halle wird der gegenüberliegende Parkplatz

vom Grazer Parkraumservice betrieben. Parktickets um 3 Euro sind

bei der Einfahrt zu bezahlen. Der GVB-Bus Nr. 85 zur Helmut-List-Halle

verkehrt bis ca. 24 Uhr.

Internet und mehr

Besuchen Sie uns doch einmal auf unseren informativen Internet-Seiten

www.styriarte.com. Hier fi nden Sie fast alles, was Sie über uns wissen

müssen! Oder rufen Sie an. Unser Kundencoach wird Ihnen bei allen

erdenklichen Fragen weiterhelfen.

A-8010 Graz, Sackstraße 17

Telefon +43.316.825000

Fax +43.316.825000.15

tickets@styriarte.com

www.styriarte.com

Öffnungszeiten Kartenbüro:

ab 6. Dezember 2012:

Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr

Planungsstand: 5. November 2012

Änderungen vorbehalten


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Impressionen

von den styriarte- styriarte-

Konzerten 2012,

eingefangen von

Werner Kmetitsch,

Gertraud Heigl (1)

& Silvia Gatterer (2)


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RÜCKBLICK


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RÜCKBLICK


© Werner Kmetitsch

Ein großartiger Abend. Mit Sicherheit.

Wir von der GRAWE unterstützen nicht nur diese außergewöhnliche

Veranstaltung – sondern auch die Entspanntheit, mit der Sie sie erleben.

Denn wer rundum abgesichert ist, kann die schönen Dinge des Lebens

einfach genießen.

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Intendant:

Mathis Huber

Dramaturgie:

Karl Böhmer & Thomas Höft

Produktion:

Gertraud Heigl & Irmgard Heschl-Sinabell

Verwaltung:

Alexandra Pifrader, Lisa Schrank,

Lukas Seirer (Buchhaltung)

Kommunikation:

Claudia Tschida (Presse), Andrea Hrovat (Marketing)

& Margit Kleinburger (Internet)

Sponsoring:

Sandra Wanderer-Uhl

Kartenbüro:

Daniela Dorfer, Martin Exner, Margit Kleinburger

& Patrizia Zechner

IMPRESSUM

styriarte-Magazin Nr. 4/2012

Medieneigentümer: Steirische Kulturveranstaltungen GmbH,

A-8010 Graz, Sackstraße 17

Grafi k: Cactus Communications>Design, Graz

Druck: Medienfabrik, Graz

Fotos: Titelbild: Werner Kmetitsch

Werner Kmetitsch (46), Production Management, Fotosearch, Eva Brandecker/

The Grooves, Elisabeth Novy, Markus Tretter, Antje Günther, Peter Schaaf,

Marcelo Kohn y Cia. Ltda., Picador, Hans-Peter Haack, Georg Thum,

graz tourismus/August Janisch, Claude Truong-Ngoc, Heimo Binder,

Peter Gallauer, Emre Mollaoglu, Johannes Gellner, Joachim Gern, Nadin

Schmolke, Hermann und Clärchen Baus (2), Petra Benovsky, Lukasz Rajchert,

Barbara Aumüller, David Ignaszewski, Manfred Katzianer (3), KK (77)


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Die styriarte wird möglich

durch großzügige Förderung von:

Hauptsponsor:

Medienpartner:

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