Föderaler Öffentlicher Dienst FINANZEN ... - Fiscus.fgov.be

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Föderaler Öffentlicher Dienst F 2008/5/1

FINANZEN

___

Verwaltung des Steuerwesens

der Unternehmen und Einkünfte

___

Abteilung MWST

___

F 2008/5

MEHRWERTSTEUERPAUSCHALREGELUNG

FÜR HERRENFRISEURE, DAMENFRISEURE,

SOWIE HERREN- UND DAMENFRISEURE

Vorbemerkung

__________

JAHR 2008 (*)

Herrenfriseure, Damenfriseure, sowie Herren- und Damenfriseure, die die MwSt.-

Pauschalregelung anwenden, unterliegen folgenden Bestimmungen:

- den Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen in Sachen MwSt. und

insbesondere dem Königlichen Erlass Nr. 2 vom 7. November 1969 über die Festsetzung von

Pauschalberechnungsgrundlagen zur Erhebung der Mehrwertsteuer;

- den Bestimmungen, die nur den Tätigkeitsbereich der Herrenfriseure, der

Damenfriseure, sowie der Herren- und Damenfriseure betreffen, und die in der vorliegenden

Pauschalregelung aufgeführt sind.

I. Besteuerbare Umsätze, deren Ertrag pauschal berechnet wird

2. Die Friseusen und Friseure tätigen zwei Arten von pauschal besteuerbaren

Umsätzen im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit, die wie folgt aufgeteilt werden :

a) die Leistungen im Frisiersalon;

b) die Lieferungen von angekauften und unverändert weiterverkauften Produkten.

A. Leistungen im Frisiersalon

Pauschalermittlung der Einnahmen des Meisters

3. Die Einnahmen des Meisters sind diejenigen, die aus Leistungen stammen, die

der Steuerpflichtige (Friseur oder Friseuse), der einen "Herren-" oder einen "Damensalon"

betreibt, im Rahmen seiner normalen Tätigkeit vornimmt.

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _

(*) Die am Wortlaut der Pauschalregelung 2007 vorgenommenen Änderungen sind am Rand

mit einem senkrechten Strich gekennzeichnet.


F 2008/5/2

In jeder vierteljährlichen MwSt.-Erklärung werden die Einnahmen des Meisters pauschal

berechnet, durch Multiplikation des Preises (MwSt. einbegriffen), der nach den unter Nr. 4

vorgesehenen Regeln festgesetzten Modell-Leistung mit :

1 140 für "Herrensalons";

534 für "Damensalons".

Die Modell-Leistung ist :

- für die "Herrensalons" : Der komplette Haarschnitt

- für die "Damensalons" : eine komplette Wasserwelle (Haarwaschmittel, Festiger, Wasserwelle

bei nassem, kurzem bis halblangem Haar - mit Lockenwicklern, Klipsen, Haarspangen - Trocknen des

Haars, Frisieren oder Aufkämmen, Haarlack).

Bitte beachten Sie jedoch nachfolgende Nr. 27 a).

Festsetzung des Preises der Modell-Leistung

4. a) "Herrensalons" :

Der Preis der Modell-Leistung, der berücksichtigt werden muss, um die Einnahmen des Meisters

zu berechnen, wird mittels folgendem Vergleich festgesetzt :

1. Preis des kompletten Haarschnitts . . .

2. Preis des Haarwaschmittels, Schneidens, Brushings

Haarlacks : . . . × 0,65 = . . .

Der höchste aus diesem Vergleich hervorgehende Betrag muss zur Festsetzung der Einnahmen

des Meisters berücksichtigt werden.

Beispiel : Der im Salon angeschlagene Preis des kompletten Haarschnitts beträgt 9,52 EUR,

derjenige des Schneidens mit Brushing 15,60 EUR :


1. = 9,52 EUR

2. 15,60 EUR × 0,65 = 10,14 EUR

F 2008/5/3

Um den Betrag der Einnahmen des Meisters festzusetzen gilt der Betrag von 10,14 EUR für

das Schneiden mit Brushing als Preis der Modell-Leistung.

Betrüge im vorstehenden Beispiel der Preis des kompletten Haarschnitts 11,00 EUR anstatt

9,52 EUR, müsste dieser Preis von 11,00 EUR als Preis der Modell-Leistung berücksichtigt werden.

b) "Damensalons" :

Der Preis der Modell-Leistung, der berücksichtigt werden muss, um die Einnahmen des

Meisters zu berechnen, wird mittels folgendem Vergleich festgesetzt :

1. Preis der Wasserwelle :

(siehe hiervor, woraus die Leistung im Einzelnen besteht) : . . .

2. Preis des "Brushing", d.h. Haarwaschmittel, Festiger, Brushing

(In-Form-Bringen und Trocknen des kurzen bis halblangen Haars

mit Bürste und Warmluft), Haarlack : . . . × 0,90 = . . .

3. Preis des Brushings mit Schneiden . . . × 0,58 = . . .

4. Preis der Dauerwelle mit Schneiden (*) + Brushing (**).

(*) Diese Dienstleistung umfasst alle nachstehenden Leistungen :

Haarwaschmittel; Aufwickeln der Haare mit Anwendung eines

klassischen Dauerwellenprodukts, kalt oder lauwarm;

gegebenenfalls Verwendung von Schutzhüllen und Heizern;

Spülung; Neutralisierung des Dauerwellenprodukts; Abwickeln der

Lockenwickler und Spülen; besondere Pflege; Schneiden;

(**) siehe Punkt 2 . . . × 0,28 = . . .


F 2008/5/4

Der höchste aus diesem Vergleich hervorgehende Betrag muss zur Festsetzung der

Einnahmen des Meisters berücksichtigt werden.

Beispiel : Der im Salon angeschlagene Preis der Wasserwelle beträgt 15,87 EUR, derjenige des

"Brushings" beträgt 16,54 EUR, derjenige des Brushings mit Schneiden beträgt 27,57 EUR und der

für die Dauerwelle mit Schneiden und Brushing beträgt 58,15 EUR.

1. 15,87 EUR

2. 16,54 EUR × 0,90 = 14,89 EUR

3. 27,57 EUR × 0,58 = 15,99 EUR

4. 58,15 EUR × 0,28 = 16,28 EUR

Um den Betrag der Einnahmen des Meisters festzusetzen, gilt der Betrag für die Dauerwelle

mit Schneiden und Brushing als Preis der Modell-Leistung.

Betrüge in vorstehendem Beispiel der Preis des "Brushings" 17,23 EUR anstatt 15,87 EUR,

müsste dieser Preis von 17,23 EUR als Preis der Modell-Leistung berücksichtigt werden.

c) Werden in einem "Herrensalon" oder in einem "Damensalon" für eine der unter a) oder b)

genannten Leistungen verschiedene Preise gefordert, ist der höchste dieser Preise für die

Ausrechnung zu berücksichtigen.

Beispiel : Wenn in einem "Damensalon" der angeschlagene Preis für Brushing mit Schneiden

27,57 bis 28,93 EUR beträgt, ist der höchste Preis, d.h. 28,93 EUR für die Ausrechnung zu

berücksichtigen.

Änderung des Preises der Modell-Leistung im Laufe eines Erklärungszeitraumes

5. Ändert der nach den unter Nummer 4 beschriebenen Regeln, berechnete Preis der Modell-

Leistung im Laufe des Erklärungszeitraumes, muss der zur Berechnung der Einnahmen des

Meisters dienende Durchschnittspreis der Modell-Leistung prorata temporis festgesetzt werden,

unter Berücksichtigung des Änderungsdatums.


F 2008/5/5

Beispiel : In einem "Herrensalon" kostet am 1. Januar das Schneiden mit Brushing

15,60 EUR und ab dem 1. November kostet es 16,34 EUR. Nehmen wir an, dass diese Preise, unter

Berücksichtigung des Spannungskoeffizienten von 0,65 infolge des unter Nr. 4 vorgesehenen

Vergleichs, als Preise der Modell-Leistung gelten.

In der Erklärung des 4. Quartals beträgt der Preis der Modell-Leistung, der mit 1 140

multipliziert werden muss, um die Einnahmen des Meisters zu ermitteln :

10,14 EUR(1) × 30 10 , 62 EUR(

2)

× 60

+

= 10,46 EUR

90

90

Verminderung der Einnahmen des Meisters, aufgrund des Alters des Steuerpflichtigen

6. Arbeitet der Steuerpflichtige allein oder mit nur einem Mitarbeiter (gleich welche

Qualifikation dieser übrigens hat), werden die nach den Vorschriften der vorstehenden Nrn. 3 und

4 festgesetzten Einnahmen (MwSt. nicht einbegriffen) des Meisters, um folgende Prozentsätze

verringert :

- 10 % ab dem 1. Januar des ersten Jahres, das demjenigen folgt, in dem der Steuerpflichtige

das Alter von 55 Jahren erreicht hat;

- 15 % ab dem 1. Januar des ersten Jahres, das demjenigen folgt, in dem der Steuerpflichtige

das Alter von 60 Jahren erreicht hat;

- 20 % ab dem 1. Januar des ersten Jahres, das demjenigen folgt, in dem der Steuerpflichtige

das Alter von 65 Jahren erreicht hat.

Beispiel : Ein Steuerpflichtiger ist am 12. Juni 2007 60 Jahre alt geworden. Zugelassene

Verminderung : 15 % in 2008, 2009, 2010, 2011 und 2012. Ab dem 01. Januar 2013 darf der

Steuerpflichtige eine Verminderung von 20 % vornehmen (zugelassene Höchstgrenze).

_____________

(1) 15,60 EUR × 0,65 = 10,14 EUR

(2) 16,34 EUR × 0,65 = 10,62 EUR


F 2008/5/6

Verminderung der Einnahmen des Meisters wegen Arbeitsunfähigkeit

7. Eine Arbeitsunfähigkeit des Steuerpflichtigen darf in Betracht gezogen werden,

vorausgesetzt, sie wird nachgewiesen und dauert mindestens sieben aufeinanderfolgende Tage.

In diesem Fall zieht die Arbeitsunfähigkeit eine Verminderung der Einnahmen des Meisters

nach sich, die pro vollständigem Abschnitt von sieben Tagen berechnet wird; die Höhe (MwSt.

nicht einbegriffen) der Verminderung wird dem Steuerpflichtigen (auf dessen Anfrage hin) von dem

für ihn zuständigem MwSt.-Hauptinspektor mitgeteilt.

Verminderung der Einnahmen des Meisters, für kleinere Frisiersalons

8. entfällt.

Verminderung der Einnahmen des Meisters wegen Personalbeschäftigung

9. entfällt.

Erhöhung der Einnahmen des Meisters, infolge von Personalbeschäftigung

10. Beschäftigt der Steuerpflichtige Personal, werden die sich daraus ergebenden

Mehreinnahmen pauschal berechnet, indem die gemäß den Nrn. 3 und 4 festgesetzten Einnahmen

des Meisters (MwSt. nicht einbegriffen) folgendermaßen erhöht werden :


F 2008/5/7

Qualifikation Zu den Lasten hinzuzurechnender

Betrag

"Herrensalon" "Damensalon" "Herrensalon" "Damensalon"

1 2 3 4 5

Anfänger(in)-Assistent(in)

Alter : 16 Jahre oder 1.

Jahr des Lehrvertrags; an

Lehrgängen zur Förderung

7 % 10 % 27,27 EUR (*) 71,89 EUR (*)

des sozialen Aufstiegs

teilnehmende(r)

Praktikant(in) (1)

Anfänger(in)-Assistent(in)

Alter : 17 Jahre oder

vorletztes Jahr des Lehrvertrags;

an Lehrgängen

zur Förderung des sozialen

Aufstiegs teilnehmende(r)

Praktikant(in) (1)

Anfänger(in)-Assistent(in)

Alter : 18 Jahre oder letztes

Jahr des Lehrvertrags; an

Lehrgängen zur Förderung

des sozialen Aufstiegs teilnehmende(r)

Praktikant(in)

(1)

15 % 25 % 79,33 EUR (*) 118,99 EUR (*)

25 % 35 % 145,64 EUR (*) 176,62 EUR (*)

Für die Festsetzung der Qualifikation des Anfängers-Assistenten (der Anfängerin-Assistentin)

ist dessen (deren) Alter zu berücksichtigen, es sein denn, dass er (sie) unter Lehrvertrag arbeitet, in

welchem Fall die Anzahl verflossene Jahre des Lehrvertrags ausschlaggebend ist für die

Festsetzung seiner (ihrer) Qualifikation.

Assistent(in)

Alter : 19 Jahre

oder 1. Jahr der

Ausbildung zum

Arbeitgeber

Assistent(in)

Alter : 20 Jahre

oder 2. Jahr der

Ausbildung zum

Arbeitgeber

Assistent(in)

21 Jahre

Arbeiter(in),

älter als 21 Jahre

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _

35 % 45 % 185,92 EUR (*) 223,10 EUR (*)

50 % 53 % 223,10 EUR (*) 266,49 EUR (*)

60 % 60 % 303,67 EUR (*) 303,67 EUR (*)

70 % 70 % 350,15 EUR (*) 350,15 EUR (*)

(1) Die Schüler(innen) von Frisierfachschulen mit Tagesunterricht, die mehr als 16 Stunden je Woche anwesend sind,

werden als an Lehrgängen zur Förderung des sozialen Aufstiegs teilnehmende Praktikanten (Praktikantinnen)

angesehen.

(*) In jeder vierteljährlichen MwSt.-Erklärung.


F 2008/5/8

Zwei Berechnungen sind vorzunehmen :

a) die Berechnung eines bestimmten Prozentsatzes (s. Spalten 2 und 3) der Einnahmen des

Meisters (MwSt. nicht einbegriffen);

b) die Berechnung der Kosten (Löhne, Soziallasten, Versicherungen, vom Arbeitgeber getragene

Fahrtkosten, usw.) die mit der Personalbeschäftigung verbunden sind, pro Erklärungszeitraum erhöht

um den "zu den Lasten hinzuzurechnenden Betrag" aus Spalte 4 oder 5.

Um die infolge von Personalbeschäftigung vorzunehmende Erhöhung der Einnahmen des

Meisters festzusetzen, muss der höchste Betrag berücksichtigt werden.

Anpassung der Erhöhung der Einnahmen des Meisters bei Beschäftigung von Teilzeitpersonal

11. Bei Beschäftigung von Teilzeitpersonal werden die unter Nr. 10 hiervor festgesetzten

Prozentsätze und Beträge im Verhältnis zur Anzahl Beschäftigungstage pro Woche angepasst, und

zwar gemäß folgender Tabelle :

Beschäftigungstage Prozentsatz

"Herrensalon" "Damensalon"

2 45 % 45 %

3 65 % 65 %

4 75 % 78 %

Für "gemischte" Salons müssen immer die Prozentsätze des "Damensalons" angewandt werden.

Beschäftigt der Steuerpflichtige jedoch 5 Tage pro Woche Halbtagspersonal, während höchstens

4 Stunden je Tag, wird immer der Satz von 60 % angewandt.

um:

12. Der Erhöhungsprozentsatz für die Beschäftigung eines(er) Arbeiters(erin) wird vermindert

10 Punkte, wenn der (die) Arbeiter(in) 55 bis 59 Jahre alt ist;

15 Punkte, wenn der (die) Arbeiter(in) 60 bis 64 Jahre alt ist;

20 Punkte, wenn der (die) Arbeiter(in) 65 Jahre alt oder älter ist.

Diese Verminderung darf erst ab dem 1. Januar des ersten Jahres, das demjenigen folgt, in dem

der (die) Arbeiter(in) die betreffende Altersgrenze erreicht hat, angewandt werden.


F 2008/5/9

13. Unter Anfänger(in)-Assistent(in) versteht man jeden Anfänger im Beruf, der dem Friseur

oder der Friseuse hilft, gleich ob er mit oder ohne Lehrvertrag, oder als Praktikant arbeitet.

14. Hilft der Ehepartner oder ein anderes Familienmitglied dem Steuerpflichtigen bei seiner

Arbeit als Friseur, muss die Arbeit dieses Helfers, je nach dessen Qualifikation und der im

Frisiersalon ausgeübten Funktion, einem Anfänger-Assistenten, Assistenten oder Arbeiter

gleichgestellt werden, wobei der Erhöhungsbetrag der Einnahmen des Meisters nicht geringer sein

darf als der dem Ehepartner zugeschriebene Gewinnanteil, oder als der wirkliche bzw. geschätzte

Lohn, der dem Helfer wegen seiner Leistungen im Frisiersalon zugestanden wird. Der Gewinnanteil

oder der geschätzte Lohn wird vom Steuerpflichtigen unter Aufsicht der Verwaltung festgesetzt.

15. Beschäftigt der Steuerpflichtige mehr als drei Personen, die die Qualifikation eines

Anfänger-Assistenten oder eines Assistenten haben, werden weitere Personen, die dieselbe

Qualifikation haben - familieneigene Arbeitskräfte einbegriffen -, für die Anwendung vorliegender

Regelung als Arbeiter(innen) angesehen.

Maniküre

16. Wenn ein Personalmitglied ausschließlich mit Manikürearbeiten beschäftigt ist, müssen

die Einnahmen des Salons um einen Betrag erhöht werden, der mindestens so hoch ist wie die für

einen(e) Assistenten(in) oder einen(e) Arbeiters(erin) vorgesehene Erhöhung, unter

Berücksichtigung des Alters des oder der Maniküre und der Art des Salons ("Herrensalon" oder

"Damensalon").

Ist der oder die Maniküre nicht vollbeschäftigt, werden die Mehreinnahmen entsprechend

seiner (ihrer) tatsächlich geleisteten Stunden berechnet.

In jedem Fall muss die Erhöhung der Einnahmen des Meisters mindestens so hoch sein wie

die durch diese Beschäftigung, während des Erklärungszeitraumes, für ihn entstandenen Kosten

(Löhne, Sozialbeiträge, Versicherungen, Fahrtkosten, usw.).

Diese Erhöhung muss um 350,15 EUR pro Quartal erhöht werden, falls der oder die Maniküre

vollbeschäftigt ist, oder nur um einen Teil dieses Betrags, berechnet aufgrund der tatsächlich

geleisteten Arbeitsstunden, falls der oder die Maniküre nicht vollbeschäftigt wird.

Änderungen in der Zusammensetzung des Personals

17. Ändert der Steuerpflichtige die Zusammensetzung des Personals während eines

Erklärungszeitraumes, müssen folgende Regeln für die Festsetzung der Erhöhung und/oder der

Verminderung der Einnahmen des Meisters beachtet werden:

- der Austausch eines Personalmitglieds durch ein anderes mit gleicher Qualifikation oder

gleichem Alter hat keinerlei Nachwirkung;


F 2008/5/10

- jede sonstige Änderung in der Zusammensetzung des Personals (Erhöhung oder

Verminderung des Personalbestandes, Austausch eines Personalmitgliedes durch ein anderes, mit

unterschiedlichem Alter oder anderer Qualifikation) wird erst ab dem ersten Tag des Monats, der

demjenigen folgt, in dem die Änderung eingetreten ist, berücksichtigt.

Die Erhöhungs- und/oder Verminderungssätze werden mit einem Bruch multipliziert, dessen Zähler

aus der Anzahl ganzer Monate besteht während derer die Prozentsätze angewandt wurden, und

dessen Nenner aus der Anzahl der in dem Erklärungszeitraum enthaltenen Monate besteht. Die

Dezimalstellen werden bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt;

- die Arbeitsunfähigkeit eines Personalmitglieds darf in Betracht gezogen werden,

vorausgesetzt, dass sie nachgewiesen ist und mindestens sieben aufeinanderfolgende Tage dauert.

Beispiel : Ein "Herrensalon", in dem ein Arbeiter (65 Jahre alt) und zwei Anfänger-

Assistenten (16 Jahre alt) beschäftigt werden :

Am 15. Januar wird der Arbeiter durch einen anderen (55 Jahre alt) ersetzt. Dieser wird am 1.

März krank und nimmt seine Tätigkeit erst am 1. April wieder auf. Am 1. März wird ebenfalls ein

Anfänger-Assistent durch einen anderen Anfänger-Assistenten (17 Jahre alt) ersetzt.

Im Laufe des 1. Quartals sind die Erhöhungssätze aufeinanderfolgend 50 % (65 Jahre alter

Arbeiter), 60 % (55 Jahre alter Arbeiter), 7 % (Anfänger-Assistent, 16 Jahre alt) und 15 %

(Anfänger-Assistent, 17 Jahre alt).

Demzufolge werden die Einnahmen des Meisters für das 1. Quartal wie folgt angepasst :

50 × 1 60 × 2 7 × 3 7 × 2 15×

1

- Erhöhung um + + + + =

3 3 3 3 3

73 %

60 × 1

- Verminderung um = 20 %

3

- d.h. letzten Endes werden sie erhöht um : 53 %

Als Einstellungsdatum eines Personalmitglieds gilt das Datum, an dem der Arbeitsvertrag

unterschrieben wurde, oder das Datum ab dem dieses Personalmitglied bei der Sozialversicherung

angemeldet wurde.

Bei der Ausrechnung der Erhöhung der Einnahmen des Meisters berücksichtigt vorstehendes

Beispiel nicht den "zu den Lasten hinzuzurechnenden Betrag" (s. Nr. 10).


Gemischte Frisiersalons

18. Man unterscheidet drei Fälle :

F 2008/5/11

a) Falls der Frisiersalon eine "Herren-" und eine "Damenabteilung" umfasst, in denen

getrenntes Personal unter der Leitung oder der Aufsicht verschiedener Personen (z. B. der Ehemann

im "Herrensalon" und die Ehefrau im "Damensalon") arbeitet, müssen diese Abteilungen als

getrennte Unternehmen betrachtet werden (vgl. Art. 2, letzter Abs. des Königlichen Erlasses Nr. 2

vom 7 November 1969).

b) Wenn diese beiden Abteilungen von ein und derselben Person geleitet werden und das

Personal nicht getrennt arbeitet, wird der Umsatz des Steuerpflichtigen pauschal festgesetzt, indem

die Einnahmen der "Herren"- und diejenigen der "Damenabteilung" nach den vorstehend

beschriebenen Regeln ausgerechnet werden, als ob es sich um zwei getrennte Unternehmen

handelte, und indem die durch zwei geteilten Einnahmen einer jeden der beiden Abteilungen

zusammengerechnet werden.

Beispiel : Gemischter Frisiersalon betrieben von einem 45-jährigen Steuerpflichtigen, dem

drei Anfänger-Assistenten (16 Jahre) zur Seite stehen. Preis des Schneidens mit Brushing

"Männer" : 10,14 EUR. Preis des Schneidens mit Brushing "Damen" : 15,99 EUR; diese Preise

sind, wie unter Nr. 4 vorgesehen, ausgerechnet worden.

Einnahmen des Meisters (MwSt. nicht einbegriffen) für ein Quartal, wie unter Nr. 3

berechnet :

100

"Herrenabteilung" : 10,14 EUR × 1 140 = 11.559,60 EUR × = 9.553,39 EUR

121

100

"Damenabteilung" : 15,99 EUR × 534 = 8.538,66 EUR × = 7.056,74 EUR

121

In dem ausgewählten Beispiel ist keine Einnahmenverminderung wegen des Alters des

Steuerpflichtigen, vorzunehmen.

Erhöhung der Einnahmen des Meisters (MwSt. nicht einbegriffen) wegen Personalbeschäftigung

:

"Herrenabteilung" : 21 % von 9.553,39 EUR = 2.006,21 EUR

"Damenabteilung" 30 % von 7.056,74 EUR = 2.117,02 EUR

Gesamtumsatz (MwSt. nicht einbegriffen) :

"Herrenabteilung" : 9.553,39 EUR + 2.006,21 EUR = 11.559,60 EUR

"Damenabteilung": 7.056,74 EUR + 2.117,02 EUR = 9.173,76 EUR


F 2008/5/12

Umsatz, der für das Quartal angegeben werden muss :

11.

559,

60 EUR

Einnahmen aus der "Herrenabteilung" :

= 5.779,80 EUR

2

Einnahmen aus der "Damenabteilung" :

9.

173,

76 EUR

= 4.586,88 EUR

2

Gesamtumsatz des "gemischten Salons" für das Quartal = 10.366,68 EUR

c) Falls die beiden Abteilungen von einer einzigen Person geleitet werden, das Personal

jedoch in zwei verschiedene Abteilungen arbeitet, wird der Umsatz des Steuerpflichtigen

folgendermaßen pauschal ermittelt: Die Einnahmen des Meisters beider Abteilungen werden wie

unter vorstehenden Nrn. 3 bis 9 berechnet; zur Hälfte dieser Einnahmen für jede Abteilung wird der

pro Abteilung getrennt berechnete Betrag der Erhöhung der Einnahmen des Meisters, infolge von

Personalbeschäftigung, hinzugefügt.

Beispiel : Gemischter Salon, geführt von einem 45 jährigen Steuerpflichtigen, dem ein

Anfänger-Assistent (16 Jahre alt) für die "Herrenabteilung" und zwei Anfänger-Assistenten (16

Jahre alt) für die "Damenabteilung" zur Seite stehen. Preis des Schneidens mit Brushing "Herren" :

10,14 EUR. Preis des Schneidens mit Brushing "Damen" : 15,99 EUR. Diese Preise sind, wie unter

Nr. 4 vorgesehen, ausgerechnet worden.

Einnahmen des Meisters (MwSt. nicht einbegriffen) für ein Quartal, wie unter Nr. 3

berechnet :

100

"Herrenabteilung" : 10,14 EUR × 1140 = 11.599,60 EUR × = 9.553,39 EUR

121

100

"Damenabteilung" : 15,99 EUR × 534 = 8.538,66 EUR × = 7.056,74 EUR

121


F 2008/5/13

In dem ausgewählten Beispiel ist keine Verminderung der Einnahmen wegen des Alters des

Steuerpflichtigen, vorzunehmen.

In Betracht zu ziehende Einnahmen des Meisters :

9.

553,

39 EUR

"Herrenabteilung"

2

"Damenabteilung" :

7.

056,

74 EUR

2

= 4.776,70 EUR

= 3.528,37 EUR

Erhöhung der Einnahmen des Meisters wegen Personalbeschäftigung :

"Herrenabteilung" : 7 % von 9.553,39 EUR = 668,74 EUR

"Damenabteilung" : 20 % von 7.056,74 EUR = 1.411,35 EUR

Für das Quartal anzumeldender Umsatz des "gemischten" Frisiersalons :

Einnahmen der „Herrenabteilung“ : 4.776,70 EUR + 668,74 EUR = 5.445,44 EUR

Einnahmen der "Damenabteilung" : 3.528,37 EUR + 1.411,35 EUR = 4.939,72 EUR

Umsatz des "gemischten" Frisiersalons für das Quartal : 10.385,16 EUR


F 2008/5/14

Besteuerbarer Betrag

19. Es handelt sich hier um die Pauschaleinnahmen (MwSt. nicht einbegriffen) des Salons.

Mindestumsatz

20. In dem pauschal berechneten besteuerbaren Betrag für die im Frisiersalon erbrachten

Leistungen, ist der Einkaufspreis der Haarwaschmittel und der gesamten, dem Steuersatz von 21 %

unterworfenen Produkte einbegriffen, die der Steuerpflichtige für die Ausführung dieser Leistungen

verwendet hat, und zwar bis in Höhe von :

- 4 % für die "Herrensalons"

- 11 % für die "Damensalons"

für die "gemischten" Frisiersalons werden die vorstehenden Prozentsätze jeweils auf den pauschal

berechneten besteuerbaren Jahresbetrag der "Herrenabteilung" und der "Damenabteilung"

angewandt, (s. Nrn. 18 b, 18 c und 19).

Ist der tatsächliche Einkaufspreis der gesamten so verwendeten Produkte (s. Nr. 21, Absatz 1)

höher als die vorstehende Pauschale, muss der besteuerbare Ertrag des Salons von Amts wegen

berichtigt werden. Unter "tatsächlicher gesamter Einkaufspreis" ist der Gesamtbetrag der vom

Steuerpflichtigen bezahlten Einkaufspreise (MwSt. nicht einbegriffen) zu verstehen, erhöht um den

Normalpreis der Waren, die dem Steuerpflichtigen gratis geliefert wurden.

Die Berichtigung des besteuerbaren Betrages muss am Ende des Jahres vom

Steuerpflichtigen wie folgt berechnet werden :

Pauschaleinschätzung der Tatsächlicher Einkaufspreis

gesamten während des Jahres der gesamten während des Jahres

verwendeten Produkte verwendeten Produkte

___________________________ = ______________________________

Angemeldeter besteuerbarer Berichtigter besteuerbarer

Jahresbetrag Jahresbetrag

Übersteigt der berichtigte besteuerbare Betrag den angemeldeten besteuerbaren Betrag um

mehr als 2 %, muss der besteuerbare Mehrbetrag in einem Dokument angemeldet werden, das als

Buchhaltungsbeleg aufzubewahren ist, die auf diesen Mehrbetrag geschuldete MwSt. muss in die für

diesen Erklärungszeitraum vorzunehmenden Berichtigungen einbezogen werden (Raster 61 der

MwSt.-Erklärung).


F 2008/5/15

Beispiel : "Herrensalon", in dem der Arbeitgeber (45 Jahre alt) allein arbeitet und Preis des

Schneidens mit Brushing 10,14 EUR kostet. Der Steuerpflichtige hat während des Jahres für die

Leistungen im Frisiersalon Haarwaschmittel und Produkte verwendet, die dem Steuersatz von 21 %,

unterliegen und deren gesamter Einkaufspreis (MwSt. nicht einbegriffen) 2.021,13 EUR beträgt.

Angemeldeter besteuerbarer Jahresbetrag :

100

10,14 EUR × 1440 × 4 = 46.238,40 EUR × = 38.213,55 EUR

121

Pauschale Schätzung der gesamten während des Jahres verwendeten Produkte :

4 % von 38.213,55 EUR = 1.528,54 EUR

Berechnung des berichtigten besteuerbaren Umsatzes :

1.

528,

54EUR

38.

213,

55EUR

=

2.

021,

13EUR

50.

528,

32EUR

anzumeldender besteuerbarer Mehrbetrag :

50.528,32 EUR – 38.213,55 EUR = 12.314,77 EUR

zu berichtigende MwSt. (Raster 61 der MwSt.-Erklärung) :

12.314,77 EUR × 21 % = 2.586,10 EUR


F 2008/5/16

B. Lieferung im Frisiersalon von angekauften und in unverändertem Zustand

weiterverkauften Produkten

Vorbemerkung

21. Die für die Leistungen im Frisiersalon verwendeten Produkte werden nicht für die

Festsetzung des Betrages der Verkäufe über die Theke berücksichtigt. Demzufolge darf der auf der

Rechnung vermerkte tatsächliche Einkaufspreis (MwSt. nicht einbegriffen) der im Frisiersalon

verwendeten Produkte vom Gesamteinkaufspreis aller dieser Produkte, vor Anwendung des

nachstehenden Koeffizienten, abgezogen werden. Die im Frisiersalon verwendeten Produkte müssen

entweder in eine getrennte Spalte des Rechnungseingangsbuches, oder in einer als Anlage

beigefügten Liste, mit Bezug zur Einkaufsrechnung, eingetragen werden.

Der Umsatz aus den Lieferungen von Produkten, die in unverändertem Zustand

normalerweise in Frisiersalons verkauft werden, wird pauschal ermittelt, indem der nachstehende

Koeffizient auf den gesamten Einkaufspreis der, während des Erklärungszeitraumes eingekauften

oder eingeführten Produkte angewandt wird.

Der in Betracht zu ziehende Einkaufspreis ist der Betrag, worauf die MwSt. bezahlt wurde

oder werden musste.

Der aus diesen Lieferungen stammende Umsatz ist "MwSt. nicht einbegriffen" berechnet und

bildet demzufolge den besteuerbaren Ertrag.

Warengruppe 31 (Steuersatz : 21 %) Koeffizient

- Damenstrümpfe; Haarwaschmittel, mit Ausnahme der im Salon

verwendeten Produkte;

- Seifen, Rasiercremes, Zahnpasten und andere Mundpflegemittel

- Mechanische Rasierapparate, Rasierklingen, Rasierpinsel,

Lockenwickler, Kämme, Haarspangen, Haarreifen und ähnliche

zum Halten oder Schmücken des Haares dienende Artikel;

Schmuck-, Juwelier- und Goldschmiedewaren,

Phantasieschmuck und Phantasie-Juwelierwaren);

- Zahnbürsten usw.;

- Perücken, Haarteile, künstliche Nägel und künstliche Wimpern;

- Parfums-, Körperpflege- und Kosmetikprodukte, mit Ausnahme

der im Frisiersalon verwendeten Produkte (s. Nr. 21); 1,58


F 2008/5/17

22. Die Anwendung des vorstehenden Koeffizienten deckt die von einem Steuerpflichtigen zu

dessen Privatbedarf vorgenommenen Entnahmen aus seinem Bestand (MwSt.-Gesetzbuch Art. 12 § 1

Nr. 1), sowie die Verluste die wegen fehlender, beschädigter, oder unverkaufter Waren entstanden sind.

Deshalb wird dafür keine Ermäßigung des Umsatzes gewährt.

Gutschriften

23. Für die Pauschalberechnung des Umsatzes kann der Betrag der ins Rechnungseingangsbuch

eingetragenen Gutschriften (MwSt. nicht einbegriffen)(s. Nr. 29) nur in folgenden Fällen vom

Einkaufspreis der Waren abgezogen werden :

wurde;

1. Rücksendung von Waren oder Verpackungen, auf denen die MwSt. bei der Lieferung erhoben

2. Berichtigung eines Fakturierungsirrtums;

3. Preisermäßigung, die nach dem Versand der Rechnung gewährt wird, weil die Qualität oder

der Zustand der verkauften Gegenstände nicht den gemeinsamen Vorstellungen der Vertragspartner

entspricht;

4. Finanzielle Beteiligung des Fabrikanten oder des Großhändlers an Preisermäßigungen, die der

Einzelhändler für ganz bestimmte Werbeaktionen gewährt.

Rabatte

24. Vom pauschal berechneten Umsatz der aus unverändert weiterverkauften Produkte

herrührt, darf der Betrag der vom Friseur oder von der Friseuse gewährten Rabatte oder

Preisermäßigungen abgezogen werden, vorausgesetzt, dass dieser Betrag nachgewiesen ist :

- entweder dadurch, dass die rabattbegünstigten Produkte und der Prozentsatz dieses Rabattes

in den Räumen ständig angeschlagen sind;

- oder durch ein Register, worin der Steuerpflichtige in getrennten Spalten, neben der

Unterschrift des Käufers folgende Angaben vermerkt : das Verkaufsdatum, die Personalien des

Käufers, den Ermäßigungsgrund (gegebenenfalls die Nummer der Ermäßigungskarte) und pro

MwSt.-Satz den normalen Einzelhandelsverkaufspreis und den Betrag des Rabattes. Die letzten zwei

Spalten dieses Registers müssen am Ende eines jeden Quartals zusammengerechnet werden.


F 2008/5/18

Der abzugsfähige Betrag der Rabatte ergibt sich durch Multiplikation des Gesamtbetrages der

100

gewährten Rabatte mit dem Bruch

100 + t

wobei "t" den MwSt.-Satz darstellt , dem die Umsätze

unterliegen, auf die der Rabatt gewährt wurde.

II. Andere besteuerbare Umsätze

25. Vorliegende Pauschalregelung betrifft nur die im Frisiersalon erbrachten Leistungen und

die Lieferungen von eingekauften und in unverändertem Zustand weiterverkauften Produkte, die

Friseure und Friseusen im Rahmen ihrer normalen Tätigkeit bewirken.

Was andere besteuerbare Umsätze betrifft, unterliegen diese grundsätzlich der MwSt.-

Normalregelung.

Handelt es sich jedoch um Umsätze, die mit Privatleuten getätigt wurden und für die keine

Rechnung ausgestellt wurde, darf der Steuerpflichtige den Betrag dieser Umsätze pro Steuersatz

global schätzen unter der Voraussetzung, dass dieser Betrag (MwSt. einbegriffen), 250,00 EUR

pro Quartal nicht übersteigt. Hierunter fallen unter anderem Verkäufe von elektrischen Geräten

(Haartrockner, Rasierapparate,...) sowie die eigens für die Haarpflege bestimmte Diätprodukte.

Übersteigt hingegen der im vorstehenden Absatz angesprochene Umsatzbetrag (MwSt.

eingegriffen) 250,00 EUR pro Quartal, muss der Friseur alle aus diesen Umsätzen stammenden

Einnahmen gemäß Artikel 14 § 2 Nr. 3 des Königlichen Erlasses Nr. 1 vom 29. Dezember 1992,

täglich in ein Tageseinnahmebuch eintragen.

Der Betrag (MwSt. nicht einbegriffen) aller, in vorliegender Pauschalregelung nicht

vorgesehenen Umsätze muss in das der periodischen MwSt.-Erklärung beigefügte Ausrechnungsblatt,

pro Quartal, eingetragen werden.

Übt der Steuerpflichtige gleichzeitig eine andere Tätigkeit aus, für die ebenfalls pauschale

Besteuerungsgrundlagen bestehen (z. B. die Pauschalregelung für Gastwirte), dürfen die aus dieser

Tätigkeit stammenden Einnahmen, anhand der für diese Tätigkeit bestehenden Pauschalregelung,

auch pauschal berechnet werden.

III. Anwendungsmodalitäten

26. Ausschlussklauseln

Vorbehaltlich dessen, was unter Nr. 27 gesagt wird, sind von der vorliegenden

Pauschalregelung ausgeschlossen :

a) Betriebe, ähnlich wie Kosmetiksalons, die in der Hauptsache besondere Dienste leisten

(Massieren, Enthaaren, usw.);


F 2008/5/19

b) Frisiersalons, die mehr als vier qualifizierte Arbeiter oder ihnen gleichgestellte Personen

beschäftigen ;

c) Frisiersalons, die während anormal vieler Stunden geöffnet sind;

d) Friseur oder Friseuse, die gleichzeitig Hersteller bestimmter Produkte ist.

Der MwSt.-Hauptinspektor muss unverzüglich von dem betroffenen Steuerpflichtigen über

jede Änderung in den Betriebsvoraussetzungen, die die Anwendung einer der obenerwähnten

Ausschlussklauseln mit sich bringt, benachrichtigt werden.

Individuelle Pauschalgrundlagen

27. a) Besonders ungünstige Betriebsvoraussetzungen

Der Steuerpflichtige, der behauptet unter besonders ungünstigen Betriebsvoraussetzungen zu

arbeiten, kann bei dem für ihn zuständigen MwSt.-Hauptinspektor schriftlich beantragen, dass die

Pauschalgrundlagen der vorliegenden Pauschalregelung seiner besonderen Lage angepasst werden.

Er muss seinen Antrag mit positiven und nachprüfbaren Daten, die seine Gesamtlage umfassen,

begründen. Eine Verminderung der Anzahl Tage an denen der Salon geöffnet ist, kann an sich nicht

als Nachweis für besonders ungünstige Voraussetzungen gelten.

Andererseits kann der auf die eingekauften, in unverändertem Zustand weiterverkauften

Produkte entfallende Koeffizient nicht durch individuelle Pauschalberechnungsgrundlagen ersetzt

werden.

b) Tätigkeitsbeginn

Die Einnahmen des Meisters, die aus den im Salon erbrachten Leistungen stammen, und nach

den Bestimmungen vorstehenden Buchstabens A (Nrn. 3 bis 7) berechnet wurden, werden pauschal

zu Gunsten des Steuerpflichtigen verringert wenn er :

- alleine arbeitet;

- seine Tätigkeit neu beginnt;

- bei dieser Gelegenheit einen neuen Frisiersalon eröffnet.

Diese Verminderung beträgt höchstens :

- 40 % für die ersten vier Tätigkeitsquartale;

- 20 % für die weiteren vier Tätigkeitsquartale.


F 2008/5/20

Die Verminderung wird ab dem ersten Tag des Quartals berechnet, in dem der Salon eröffnet

wurde.

Der MwSt.-Hauptinspektor kann jedoch vor Ablauf der Zweijahresfrist den so pauschal

verringerten Umsatz erhöhen, sollte sich herausstellen, dass der tatsächliche Umsatz merklich höher

liegt.

c) Von der Pauschalregelung ausgeschlossene Steuerpflichtige

Der Steuerpflichtige, der die in vorliegender Regelung festgesetzten Pauschalgrundlagen

nicht mehr anwenden darf, weil er seinen Frisiersalon unter besonderen, in vorstehender Nr. 26

genannten Voraussetzungen führt, darf dennoch weiterhin die Pauschalregelung anwenden,

allerdings auf der Basis neuer Besteuerungsgrundlagen, die seine besondere Lage berücksichtigen

und die mit Einverständnis des MwSt.-Hauptinspektors festgesetzt werden. Kommt keine

Übereinstimmung zustande, muss der Steuerpflichtige unverzüglich zur Normalregelung übergehen,

ohne das Jahresende abzuwarten.

Periodische MwSt.-Erklärung

28. Der Friseur muss jedes Quartal ein Ausrechnungsblatt ausfüllen, dass dem beiliegenden

Modell der Verwaltung entspricht.

Der Steuerpflichtige muss eine Tabelle mit der Zusammensetzung seines Personals am

01. Januar des betreffenden Jahres erstellen und als Buchhaltungsbeleg aufbewahren; diese Tabelle

muss ebenfalls dem beiliegenden Modell (siehe Anlage Nr. I) entsprechen.

Jede im Laufe des Jahres eintretende Änderung in der Zusammensetzung des Personals muss

mit Angabe des Änderungsdatums, auf der vorerwähnten Tabelle eingetragen werden.

Der Steuerpflichtige muss die Preisliste der am 01. Januar im Frisiersalon geführten Preise

sowie jede im Laufe eines Erklärungszeitraumes eintretende Änderung in der Preisliste erstellen

und als Buchhaltungsbeleg aufbewahren.

Der Steuerpflichtige muss für die periodische MwSt.-Erklärung die sich auf die Umsätze des

4. Quartals bezieht, ein Dokument erstellen und als Buchhaltungsbeleg aufbewahren, in dem der

anzumeldende besteuerbare Mehrbetrag und die zu dessen Ermittlung vorgenommenen

Ausrechnungen aufgeführt sind (s. vorstehende Nr. 20).


Buchführung

29. Die pauschalierenden Steuerpflichtigen müssen folgende Bücher führen :

1. ein Rechnungseingangsbuch gemäß dem von der Verwaltung

vorgeschriebenen Modell (s. Anlage Nr. II). Im Rechnungsbuch müssen alle Einkäufe,

ob sie im Groß- oder im Einzelhandel getätigt wurden, wahrheitsgetreu und

vollständig aufgezeichnet werden.

Gemäß der geltenden MwSt.-Gesetzgebung, müssen die Gutschriften, genau

wie die Rechnungen, ins Rechnungseingangsbuch eingetragen werden.

Diese Gutschriften werden im Rechnungseingangsbuch unter die verschiedenen,

von ihnen betroffenen Warengruppen aufgeteilt, und dort in rot, oder mit einem

Minuszeichen, eingetragen.

2. ein Register mit der Zusammensetzung des Personals, in das der Name, die

Anschrift und die Qualifikation des beschäftigten Personals, der Tag der Einstellung

und der Tag des Ausscheidens jeden Personalmitglieds eingetragen wird;

3. ein Register mit der Preisliste der Leistungen, in das er die verschiedenen

von ihm geführten Preise und die Preisänderungen, mit Angabe des Änderungsdatums,

einträgt;

4. ein Rechnungsausgangsbuch, wenn er Lieferungen bewirkt, für die

Rechnungen ausgestellt werden;

5. ein Register der Rabatte, sofern er dieses Beweismittel anwendet, um die

gewährten Preisermäßigungen nachzuweisen (s. vorstehende Nr. 24);

6. ein Tageseinnahmebuch, falls er Umsätze mit Privatleuten tätigt, die in

vorliegender Pauschalregelung nicht vorgesehen sind (s. vorstehende Nr. 25).

Die beiden unter Nrn. 2. und 3. erwähnten Register (Personalzusammensetzung

und Preisliste der Leistungen) können zu einem einzigen Register vereint werden.

Wenn die Verwaltung anlässlich einer Überprüfung beim Steuerpflichtigen

Verletzungen der vorerwähnten Buchhaltungspflichten feststellt, ist sie für die

Umsatzberechnung nicht mehr an vorliegende Regelung gebunden.

Das gleiche gilt, wenn sich herausstellt, dass die vom Steuerpflichtigen

tatsächlich erzielten Einnahmen merklich von den pauschal berechneten Einnahmen

abweichen.

Wenn der Steuerpflichtige im Rahmen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit, aus

gleich welchem Grund auch immer, eine Registrierkasse benutzt, muss er das Duplikat

der Kassenzettel und/oder des Kontrollbandes aufbewahren, und diese Dokumente auf

Anfrage der Beamten der Verwaltung, in deren Zuständigkeitsbereich die MwSt. fällt,

ohne sich fortzubewegen, übermitteln.

F 2008/5/21


F 2008/5/22

Besonderheit der Pauschalregelung

30. Aufgrund der Besonderheit der Pauschalregelung, die es ermöglicht den

Umsatz des Steuerpflichtigen pauschal zu berechnen, dürfen die Bestimmungen des

Artikels 77 § 1 Nr. 2 bis 7 des Mehrwertsteuergesetzbuches nicht auf den so

berechneten Umsatz angewandt werden.


ERLÄUTERUNGEN ZUM AUSRECHNUNGSBLATT

F 2008/5/23

(1) Der höchste, aus dem Vergleich hervorgehende Betrag, ist zu berücksichtigen. Werden für

ein und dieselbe Leistung verschiedene Preise berechnet, ist der höchste dieser Preise für die

Ausrechnung zu berücksichtigen.

(2) In dieses Fach wird der für die Modell-Leistung zu berücksichtigenden Preis eintragen, so

wie dieser Preis unter Rubrik I ausgerechnet wurde.

(3) In dieses Fach den Gesamtbetrag der Verminderungen der Einnahmen des Meisters (s. Raster

B für die Einnahmen des Meisters in einem Herrensalon, und Raster I für die Einnahmen des

Meisters in einem Damensalon) eintragen, die der Steuerpflichtige gegebenenfalls aus

folgenden Gründen geltend machen kann :

Für Herrensalons und Damensalons, die Verminderung aufgrund des Alters des

Steuerpflichtigen, der allein oder mit einem Personalmitglied arbeitet: Verminderung um

10% ab dem 1. Januar des ersten Jahres, das demjenigen folgt, in dem der Steuerpflichtige

das Alter von 55 Jahren erreicht hat; 15 % ab dem 1. Januar des Jahres, das demjenigen folgt,

in dem der Steuerpflichtige das Alter von 60 Jahren erreicht hat; 20 % ab dem 1. Januar des

ersten Jahres, das demjenigen folgt, in dem der Steuerpflichtige das Alter von 65 Jahren

erreicht hat.

(4) In dieses Fach, die Verminderung (MwSt. nicht einbegriffen) eintragen, die der MwSt.-

Hauptinspektor dem Steuerpflichtigen, der eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 7

aufeinanderfolgenden Tagen nachweisen kann, mitgeteilt hat.

(5) In dieses Fach den Pauschalbetrag der Mehreinnahmen eintragen, die aus der Beschäftigung

von Personal stammen. Um diesen Betrag zu ermitteln, muss einerseits die

Zusammensetzung des Personals des Salons berücksichtigt werden und andererseits die

Erhöhungsprozentsätze der Einnahmen des Meisters, die noch nicht vermindert wurden (d.h.

die in die Fächer B und/oder I eingetragenen Beträge); diese Prozentsätze sind unter Nr. 10

der Pauschalregelung festgesetzt (s. auch Nr. 16 dieser Regelung, falls ein(e) Maniküre

beschäftigt wird, und Nr. 17, falls eine Änderung in der Personalzusammensetzung eintritt).

Auch wird auf Nr. 11 der Pauschalregelung aufmerksam gemacht, die das Beschäftigen von

Teilzeitpersonal betrifft. Außerdem müssen Sie der MwSt.-Erklärung eine Tabelle mit der

Zusammensetzung des Personals beigefügt werden.

Der Betrag der anzumeldenden Mehreinnahmen wird für jedes Personalmitglied anhand von

zwei Ausrechnungen ermittelt :

a) Berechnung eines bestimmten Prozentsatzes der Einnahmen des Meisters (s. Spalte 2

oder 3 der unter Nr. 10 der Pauschalregelung stehenden Tabelle);

b) Berechnung der mit Personalbeschäftigung verbundenen Kosten (Löhne, Soziallasten,

Versicherungen, vom Arbeitgeber getragene Fahrtunkosten usw.), zuzüglich des zu den

Lasten hinzurechnenden Betrags (s. Spalte 4 oder 5 der unter derselben Nr. 10 der

Pauschalregelung stehenden Tabelle).


F 2008/5/24

Um die infolge von Personalbeschäftigung vorzunehmende Erhöhung der Einnahmen des

Meisters festzusetzen, ist der höchste Betrag zu berücksichtigen.

Der Erhöhungsprozentsatz für die Beschäftigung eines Arbeiters (einer Arbeiterin)

(bemessen nach den in die Fächer B und/oder I eingetragenen Beträgen) wird um 10, 15 oder

20 Punkte vermindert, wenn der Arbeiter (die Arbeiterin) 55 bis 59 Jahre, 60 bis 64 Jahre

oder 65 Jahre und mehr alt ist.

(6) Diese Einnahmen werden pauschal festgesetzt, indem der Gesamtbetrag der Ankaufspreise

der während des Erklärungszeitraumes eingekauften oder eingeführten Produkte, unter

Ausschluss der im Frisiersalon verbrauchten Produkte, mit dem Koeffizienten von 1,58

multipliziert wird. Der in Betracht zu ziehende Einkaufspreis ist der Betrag, worauf die

MwSt. entrichtet wurde oder werden musste.

(7) In dieses Fach wird der Gesamtbetrag der Ankaufspreise der in unverändertem Zustand

weiterverkauften Produkte eintragen, unter Ausschluss der im Frisiersalon verbrauchten

Produkte.

(8) In diese Fächer den Betrag (MwSt. nicht einbegriffen) der Umsätze eintragen, die von der

Pauschalregelung nicht erfasst werden (s. Nr. 25 dieser Regelung).

(9) In diese Fächer den Betrag (MwSt. nicht einbegriffen) der vom Steuerpflichtigen gewährten

Rabatte eintragen, die von den Einnahmen abgezogen werden können (s. Nr. 24 dieser

Regelung).


TABELLE DES AM (1)

BESCHÄFTIGTEN PERSONALS

F 2008/5/25

ANLAGE I

1. Herrenfrisiersalon

(2)

. . . Anfänger(in)(innen)-Assistent(in)(en)(innen) (16 Jahre oder 1. Jahr des Lehrvertrags; an Lehrgängen zur

Förderung des sozialen Aufstiegs teilnehmende(r)

Praktikant(in) (4)

. . . Anfänger(in)(innen)-Assistent(in)(en)(innen) (17 Jahre oder vorletztes Jahr des Lehrvertrags; an

Lehrgängen zur Förderung des sozialen Aufstiegs

teilnehmende(r) Praktikant(in)(4)

. . . Anfänger(in)(innen)-Assistent(in)(en)(innen) (18 Jahre oder letztes Jahr des Lehrvertrags; an

Lehrgängen zur Förderung des sozialen Aufstiegs

teilnehmende(r) Praktikant(in)(4)

. . . Assistent(in)(en)(innen) (19 Jahre oder 1. Jahr der Ausbildung zum Arbeitgeber)

. . . Assistent(in)(en)(innen) (20 Jahre oder 2. Jahr der Ausbildung zum Arbeitgeber)

. . . Assistent(in)(en)(innen) (21 Jahre)

. . . Arbeiter(in)(innen) (älter als 21 Jahre)

. . . Handpfleger(in)(innen) - Qualifikation : ..............................................................................................

. . . Familieneigene Arbeitskraft (Arbeitskräfte) - Qualifikation :................................................................................

2. Damenfrisiersalon

(2)

. . . Anfänger(in)(innen)-Assistent(in)(en)(innen) (16 Jahre oder 1. Jahr des Lehrvertrags; an Lehrgängen zur

Förderung des sozialen Aufstiegs teilnehmende(r)

Praktikant(in) (4)

. . . Anfänger(in)(innen)-Assistent(in)(en)(innen) (17 Jahre oder vorletztes Jahr des Lehrvertrags; an

Lehrgängen zur Förderung des sozialen Aufstiegs

teilnehmende(r) Praktikant(in)(4)

. . . Anfänger(in)(innen)-Assistent(in)(en)(innen) (18 Jahre oder letztes Jahr des Lehrvertrags; an Lehrgängen

zur Förderung des sozialen Aufstiegs teilnehmende(r)

Praktikant(in)(4)

. . . Assistent(in)(en)(innen) (19 Jahre oder 1. Jahr der Ausbildung zum Arbeitgeber)

. . . Assistent(in)(en)(innen) (20 Jahre oder 2. Jahr der Ausbildung zum Arbeitgeber)

. . . Assistent(in)(en)(innen) (21 Jahre)

. . . Arbeiter(in)(innen) (älter als 21 Jahre)

. . . Handpfleger(in)(innen) - Qualifikation : ...............................................................................................

. . . Familieneigene Arbeitskraft (Arbeitskräfte) - Qualifikation : ................................................................................

3. "Gemischter" Frisiersalon

a) Ist das Personal getrennt ? JA - NEIN (3)

b) Falls das Personal nicht getrennt ist, tragen Sie das gesamte Personal in die Rubrik 1 und in die Rubrik 2 ein.

c) Falls das Personal pro Abteilung getrennt ist, tragen Sie in die Rubrik 1 das Personal der Herrenabteilung und

in die Rubrik 2 das Personal der Damenabteilung ein.

4. Teilzeitarbeit (Dauer der Leistungen und Qualifikation angeben)

5. Geburtsdatum des Arbeitgebers : ..........................................................................................................................

Geburtsdatum der Arbeiter(innen) : ......................................................................................................................

(nur wenn diese das 55. Lebensjahr erreicht haben)

Bemerkung : Die Fächer F und M des Ausrechnungsblattes müssen ausgefüllt werden unter Berücksichtigung der

vorliegenden Tabelle und des Wortlautes der Nrn. 9 bis 18 der Pauschalregelung.

(1) Vermerken Sie das Datum des 01. Januars oder das Datum der während des Jahres eingetretenen Änderung.

(2) Anzahl.

(3) Unzutreffendes streichen.

(4) Die Schüler(innen) von Frisierfachschulen mit Tagesunterricht, die mehr als 16 Stunden je Woche anwesend

sind, werden als an Lehrgängen zur Förderung des sozialen Aufstiegs teilnehmende Praktikanten

(Praktikantinnen) angesehen.


F/2008/5/26

RECHNUNGSEINGANGSBUCH

Analyse des Dokumentes

Umsätze (MwSt.

nicht einbegriffen) für

die der Anmeldepflichtige

die MwSt.

entrichten muss.

Allgemeine Angaben zum Dokument

(Rechnung, Kaufschein, Gutschrift,

Einfuhrdokument, ...)

Ankaufspreis pro Warengruppe

Steuersatz

21 %

Steuersatz

12%

Steuersatz 6 %

ANLAGE I

Tabakwaren (1) (2)

Einkaufspreis der Waren,

deren Ertrag nicht pauschal

bemessen wird (1)(2)

Warengruppe Nr. ...

(2)(3)

Warengruppe Nr. ...

(2)(3)

Warengruppe Nr. ...

(2)(3)

Warengruppe Nr. ...

(2)(3)

Warengruppe Nr. ...

(2)(3)

Warengruppe Nr. ...

(2)(3)

Sonstige Umsätze

Innergemeinschaftliche

Erwerbe von Gütern

Gesamtbetrag

Lieferant

Datum

Laufende Nummer

Spalte 8 ist in soviel Spalten unterteilt, wie Warengruppen in den

Sonderbestimmungen der Pauschalregelung vorgesehen sind. Diese

Spalten sind nach MwSt.-Sätzen gruppiert.

Anzahlungen, die sich auf innergemeinschaftliche Erwerbe

beziehen

9 10

8b 8c 8d 8e 8f

2 3 4 5 6 7

8a

(*) 86 (*) 87

1

Bedeutung der Hinweiszeichen

(1) Die Gutschriften werden in rot oder mit Minuszeichen eingetragen, da sie abgezogen werden.

(2) Der in Raster 81 der MwSt.-Erklärung einzutragende Betrag entspricht der Gesamtsumme der Spalten 8 bis10 nach Abzug der Gutschriften.

(3) Von den Spalten 8 dürfen nur die in folgenden Fällen ausgestellten Gutschriften abgezogen werden : Warenrücksendung, Berichtigung eines bei der Fakturierung unterlaufenen Irrtums,

Preisermäßigung wegen Nichtübereinstimmung, Rücksendung bereits versteuerter Verpackungen, Beteiligung des Lieferanten an Preisermäßigungen, die der Einzelhändler gewährt.

Der Betrag dieser Gutschriften wird in diese Spalten in rot oder mit Minuszeichen eingetragen.


F/2008/5/27

RECHNUNGSEINGANGSBUCH (Fortsetzung)

MwSt.

Analyse des Dokumentes

MwSt., geschuldet infolge :

Privat

Erhaltene Gutschriften

Investitionsgüter - Dienstleistungen, diverse Güter und

Sonstiges

Abzugsfähige MwSt.

von erhaltenen Gutschriften

von Einfuhren mit Herkunft aus

Nicht-EU-Mitgliedstaaten

von Umsätzen, die von Vertragspartnern

getätigt worden sind (6)

von innergemeinschaftlichen Erwerben

auf dem Dokument in Spalte 4 ausgewiesene MwSt. (7)

Sonstige Umsätze

Innergemeinschaftliche Erwerbe

Rabattmarken

(Nennwert) (5)

Dienstleistungen, diverse Güter und Sonstiges

(Betrag ohne MwSt.) (1) (5)

Investitionsgüter

(Betrag ohne MwSt.) (1) (4)

Art

23

(*) 59

22

(*) 63

21

(*) 57

20

(*) 56

19

(*) 55

18

11 12 13 14 15

16

17

(*) 84 (*) 85

(4) Die Gesamtsumme dieser Spalte ist (nach Abzug der Gutschriften) in Raster 83 der MwSt.-Erklärung einzutragen.

(5) Die Gesamtsumme der Spalten 13 und 14 ist (nach Abzug der Gutschriften) in Raster 82 der MwSt.-Erklärung einzutragen.

(6) Es handelt sich um Lieferungen von Landwirten, die dem Sonderverfahren aus Artikel 57 des MwSt.-Gesetzbuches unterliegen und um Bauleistungen oder gleichgestellte Umsätze, für

die der Vertragspartner die Steuer entrichten muss (Artikel 20 § 1 des Königlichen Erlasses Nr. 1).

(7) Betrifft nur die Umsätze, die in Belgien getätigt werden.

(*) Hinweis auf das Raster der periodischen MwSt.-Erklärung, in das die Gesamtsumme der Spalte einzutragen ist.

Wichtige Bemerkung

Die Steuerpflichtigen dürfen beliebig viele zusätzliche Spalten öffnen, u.a. um den Verpflichtungen des Gesetzes vom 17. Juli 1975 über Buchhaltung und Jahresabschluss der Unternehmen

nachzukommen.

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