Sportschifffahrt - ADAC

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Sportschifffahrt - ADAC

Sportschifffahrt

Info für Wassersportler

Main, Main-Donau-Kanal, Donau

Allgemeiner Deutscher Automobilclub e.V.

Wassertouristik und Sportschifffahrt

Hansastraße 19, 80686 München

Internet: www.adac.de/sportschifffahrt

E-Mail: sportschifffahrt@adac.de


Titelfoto: Main-Donau-Kanal Monument in Beilngries

Inhalt Seite

1. Allgemeines 1

2. Verkehrsvorschriften für Sportboote 1

3. Wichtige Einzelvorschriften für Sportboote und Kleinfahrzeuge 2

4. Verhaltensregeln für die Fahrt 3

5. Benutzung der Bootsanlagen und Schiffsschleusen 5

6. Sicherheitsausrüstung an Bord 6

7. Sonstige Ausrüstungsvorschriften 7

8. Versicherungspflicht für Sportboote 7

9. Benutzung von Funkgeräten 8

10. Notruf 9

11. Wetterberichte 9

12. Ausübung weiterer Wassersportarten 9

13. Umwelt und Naturschutz 10

14. Infos zum Chartern 10

15. Wichtige Anschriften 10

16. Seekarten und nautische Literatur 11

Tabelle: Schleusenöffnungszeiten und Einsetzstellen 12

Impressum

Herausgeber:

Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)

Fachbereich:

ADAC Grenzverkehr & Sportschifffahrt

Leitung Sportschifffahrt-Redaktion:

Steffen Häbich

Redaktion:

Ralf Manglkammer

Diese Informationen wurden vom ADAC mit viel Sorgfalt zusammengestellt. Eine Gewähr für

Vollständigkeit und Richtigkeit können wir nicht übernehmen.

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung von ADAC

Grenzverkehr & Sportschifffahrt gestattet.

Redaktionsschluss: Oktober 2012


1. Allgemeines

Dieses Merkblatt soll den Wassersportlern auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal

und Donau eine Hilfe sein. Es verweist auf wichtige Rechtsvorschriften, die zu beachten sind, und

gibt Hinweise und Empfehlungen. Auch auf dem Wasser gibt es verbindliche Regeln für das

Verhalten der Freizeitskipper. Sicherheit auf unseren Wasserstraßen lässt sich nur erreichen, wenn

sich jeder Verkehrsteilnehmer im Rahmen seiner Verantwortung den Vorschriften und den

nautischen Übungen gemäß verhält.

Die Kenntnis des Inhalts dieses Merkblattes entbindet den Fahrzeugführer nicht von der

Verpflichtung, sich vor Fahrtantritt über die jeweils gültigen Verkehrsvorschriften zu informieren.

Die Schifffahrt auf dem Main und Main-Donau-Kanal ist durch die Binnenschifffahrtsstraßen-

Ordnung, auf der Donau durch die Donauschifffahrtspolizeiverordnung in der jeweils gültigen

Fassung, sowie durch die dazu erlassenen und bekannt gemachten Einzelanordnungen geregelt.

Allen Verkehrsvorschriften voran steht der Grundsatz nach §1.04 der genannten Vorschriften, dass

der Schiffsführer alle Maßnahmen zu treffen hat, welche die allgemeine Sorgfalt sowie die

berufliche und die wassersportliche Übung gebieten, um

die Gefährdung von Menschenleben,

die Beschädigung des eigenen sowie anderer Fahrzeuge,

die Behinderung der Schifffahrt zu vermeiden und

jede Beeinträchtigung der Umwelt zu verhüten.

Zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr müssen unter Berücksichtigung der besonderen

Umstände auch dann alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, wenn diese ein Abweichen

von den Vorschriften notwendig machen.

Der Schiffsführer und sonstige Personen an Bord, die vorübergehend selbständig den Kurs und die

Geschwindigkeit des Fahrzeugs bestimmen, dürfen nicht durch Übermüdung, Einwirkung von

Alkohol, Medikamenten, Drogen oder aus einem anderen Grund beeinträchtigt sein.

Bei einer Menge von 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder bei einer

Blutalkoholkonzentration von 0,5 oder mehr Promille oder einer Alkoholmenge im Körper, die zu

einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt, ist es dem Schiffsführer verboten, ein

Fahrzeug zu führen.

2. Verkehrsvorschriften für Sportboote

Für die Beteiligung am Schiffsverkehr auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und

Donau gelten im Bereich des Wassersports im Wesentlichen folgende Rechtsvorschriften in der

nach dem Stand nachträglicher Änderungen jeweils neuesten Fassung:

Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) vom 08. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3148

- Anlageband).

Donauschifffahrtspolizeiverordnung (DonauSchPV) vom 27. Mai 1993 (BGBl. I S. 741 –

Anlage A).

Verordnung über die Schiffssicherheit in der Binnenschifffahrt (BinSchUO) vom 17. März

1988 (BGBl. I S. 238)

Verordnung über Befähigungszeugnisse in der Binnenschifffahrt (BinSchPatentV) vom

15. Dezember 1997 (BGBl. I S. 3066)

Verordnung über das Führen von Sportbooten auf den Binnenschifffahrtsstraßen

(Sportboot FüV-Bin) vom 22. März 1989 (BGBl. I S. 536)

Verordnung zur Einführung der Verordnung über die Erteilung von Radarpatenten auf

den Bundeswasserstraßen außerhalb des Rheins (RadarPatEVB) vom 26. Juni 2000

(BGBl. I S. 1018)

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Verordnung über den Betrieb von Sprechfunkanlagen auf Ultrakurzwellen in der

Binnenschifffahrt und den Erwerb des UKW-Sprechfunkzeugnisses für den

Binnenschifffahrtsfunk (BinSchSprFunkV) vom 18. Dezember 2002 (BGBl. I S 4569)

Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschifffahrtsstraßen verkehrenden

Kleinfahrzeugen (KlFzKV-BinSch) vom 21. Februar 1995 (BGBl. I S. 226)

Verordnung über das Wasserskilaufen auf Binnenschifffahrtsstraßen

(Wasserskiverordnung) vom 17. Januar 1990 (BGBl. I S. 107), geändert durch die

Verordnung vom 12. August 1998 (BGBI. I S.2199)

Verordnung über das Fahren mit Wassermotorrädern auf den Binnenschifffahrtsstraßen

(Wassermotorräder-Verordnung) vom 31. Mai 1995 (BGBl. I S. 769)

Verordnung über das Inverkehrbringen von Sportbooten – 10. GSGV – vom 18.

Dezember 1995 (BGB I S 1936)

Verordnung über die gewerbsmäßige Vermietung von Sportbooten sowie deren

Benutzung auf den Binnenschifffahrtsstraßen (BinSch-SportbootVermV) vom 18. April

2000 (BGB I S. 572)

Strompolizeiverordnung zum Schutz bundeseigener Schifffahrts- und Betriebsanlagen an

Bundeswasserstraßen (Betriebsanlagenverordnung) im Bereich der Wasser- und

Schifffahrtsdirektion Süd vom 15. September 1993 (VkBl. S. 701)

Verordnung über das Baden und Schwimmen in den Bundeswasserstraßen im Bereich

der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd vom 29. Juli 1993 (VkBl. S. 658)

Daneben gelten die von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd sowie den nachgeordneten

Wasser- und Schifffahrtsämtern erlassenen Anordnungen, die Regelungen vorübergehender Art

enthalten.

3. Wichtige Einzelvorschriften für Sportboote und Kleinfahrzeuge

Sportfahrzeuge/Kleinfahrzeuge

Sportfahrzeuge sind Wasserfahrzeuge, die ausschließlich für Sport- und Erholungszwecke

verwendet werden. Sportfahrzeuge sind Kleinfahrzeuge, wenn der Schiffskörper ohne Ruder und

Bugspriet weniger als 20 m lang ist.

Kennzeichnung von Kleinfahrzeugen

Nach der KIFzKV-BinSch sind Kleinfahrzeuge mit Antriebsmaschinen,

deren effektive Nutzleistung 2,21 kW (3 PS) übersteigt und Segelboote

über 5,50 m Länge ohne Motor, kennzeichnungspflichtig. Das heißt, sie

müssen ein amtliches oder ein amtlich anerkanntes Kennzeichen

(Internationaler Bootsschein) führen.

Boote, die von dieser Verordnung ausgenommen sind, müssen mit dem

Bootsnamen (außen) sowie mit dem Namen und der Anschrift des

Eigentümers (innen) versehen sein. Sie können aber freiwillig ein amtliches oder amtlich

anerkanntes Kennzeichen führen.

Führerscheinpflicht

Auf Mosel, Donau sowie den Bundeswasserstraßen, auf denen die Binnenschifffahrtsstraßen -

Ordnung gilt, dürfen Personen ab 16 Jahren Sportboote von weniger als 15 Meter Länge

führerscheinfrei führen, sofern die Nutzleistung der Antriebsmaschine nicht mehr als 11,03 kW (15

PS) beträgt und keine gewerbsmäßige Nutzung stattfindet.

Ausnahme Rhein

Aufgrund internationaler Vorgaben für den Rhein ist zum Führen von Motorbooten mit mehr als 5

PS (3,68 kW), der Sportbootführerschein Binnen vorgeschrieben.

Führer von Sportfahrzeugen mit einer Länge größer als 15 m müssen ein Sportpatent bzw. ein

Sportschifferzeugnis gemäß der Rheinpatentverordnung (RheinPatV) oder

Binnenschifferpatenverordnung (BinnenSchPatentV) besitzen. Weiterführende Informationen

erhalten Sie in unserem Merkblatt Sportbootführerscheine und Funkzeugnisse.

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Eintrag in das Binnenschiffsregister (BSR) / Untersuchungspflichtige Sportfahrzeuge

Bei einer Wasserverdrängung von mehr als 10 m 3 bei größter Eintauchung des Schiffes ist der

Eigentümer verpflichtet, das Schiff zur Eintragung ins BSR anzumelden. Wenn nicht ein besonders

völliger Schiffsrumpf vorliegt, entspricht einer Wasserverdrängung von 10 m 3 bei:

Motoryachten einer Länge über alles von ca.11,0 m

Segelyachten einer Länge über alles von ca.12,0 m.

In diesem Falle ist der Eichschein Voraussetzung zur Eintragung ins BSR.

Boote über 20 m Länge oder mehr bzw. deren Produkt aus LxBxT ein Volumen von 100 m 3 oder

mehr ergibt, sind untersuchungspflichtige Sportfahrzeuge und müssen einer detaillierten Inspektion

unterzogen werden, bevor eine Eintragung im BSR erfolgen kann.

4. Verhaltensregeln für die Fahrt

Grundregeln

Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des

Verkehrs gewährleistet ist, und dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den

Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt wird. Rücksichtnahme auf andere Benutzer der

Wasserstraßen ist oberstes Gebot.

Fahrregeln auf den Binnenschifffahrtsstraßen

Kleinfahrzeuge mit Maschinenantrieb müssen Kleinfahrzeugen ohne Maschinenantrieb ausweichen.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die meist größeren Fahrzeuge mit Maschinenantrieb wegen der

Fahrwasserverhältnisse an einen bestimmten Kurs gebunden sind und die Ausweichmöglichkeiten

begrenzt sind. Im Folgenden gilt:

Kleinfahrzeuge müssen Großfahrzeugen ausweichen.

Begegnen oder Überholen ist nur gestattet, wenn das Fahrwasser ausreichend breit ist.

Überholmanöver dürfen erst begonnen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie ohne

Gefahr ausgeführt werden können. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit darf

dabei nicht überschritten werden.

Kurs und Geschwindigkeit dürfen nicht so geändert werden, dass die Gefahr eines

Zusammenstoßes entsteht.

Fahrgeschwindigkeit

Main

im Schleusenkanal Gerlachshausen: 8 km/h

auf der Strecke von der Abzweigung des Main-Donau-Kanal bis

oberhalb der Eisenbahnbrücke Hallstadt 15 km/h

im Wehrarm Volkach: 10 km/h

Main-Donau-Kanal

Fahrzeuge mit bis zu 1,30 m Tiefgang: 13 km/h

Fahrzeuge mit über 1,30 m Tiefgang: 11 km/h

Im Übrigen sollte die Fahrtgeschwindigkeit den örtlichen Gegebenheiten oder Verkehrssituationen

angepasst sein. Bitte vermeiden Sie im Interesse eines guten Ansehens der Sportschifffahrt in der

Öffentlichkeit Geschwindigkeiten, die mit starker Wellenbildung und Lärm nicht nur andere,

insbesondere stillliegende Fahrzeuge, sondern auch die im Wasser und am Ufer lebenden Tiere

und Pflanzen sowie Spaziergänger auf den Uferwegen und Anlieger unnötig beeinträchtigen.

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Anlegen, Ankern und Festmachen

Beim Ankern und Festmachen darf die durchgehende Schifffahrt nicht behindert werden. Der

Wellenschlag und die Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe sowie eventuelle Schwankungen des

Wasserstandes müssen beachtet werden. Anlegen und Festmachen an Fahrwasserbezeichnungen

ist verboten. Ebenso dürfen Bäume und Sträucher nicht zum Festmachen benutzt werden.

Anker dürfen nur auf folgenden Strecken benutzt werden:

von der Abzweigung aus dem Main bis zum Trenndamm des Schleusenbereichs

Bamberg (km 6,45),

vom Hochwassersperrtor Neuses (km 21,81) bis zur Einmündung der Regnitz unterhalb

der Schleuse Hausen (km 32,00),

von der Einmündung der Altmühl (km 136,60) bis zur Umschlagstelle Riedenburg (km

149,80),

vom Unterwasser der Schleuse Riedenburg (km 151,30) bis Essing (km 161,50),

vom Unterwasser der Schleuse Kelheim (km 166,50) bis zur Einmündung in die Donau.

Fahrrinnenbezeichnung und -tiefe

Soweit die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes schwimmende Schifffahrtszeichen an

einzelnen Stellen zur besseren Orientierung für die Schifffahrt auslegt, gilt hierfür folgendes:

Die Fahrrinne ist mindestens 36 m breit und von der Abzweigung aus dem Main bis zur Schleuse

Bamberg 2,70 m tief.

Die Bezeichnung der Fahrrinne erfolgt immer in Fließrichtung des Gewässers (der Talfahrt)

gesehen

an der rechten Seite mit roten Stumpftonnen mit stumpfen Toppzeichen,

an der linken Seite mit grünen Spitztonnen mit spitzen Toppzeichen.

Die Tonnen bezeichnen den Rand der Fahrrinne.

Eine Fahrrinnenspaltung wird durch waagerecht rot-grün gestreifte Kugeltonnen mit rundem

Toppzeichen angezeigt.

Hindernisse wie Buhnen, Parallelbauwerke und Kiesbänke in oder an der Wasserstraße werden

durch waagerecht rot-weiß oder grün-weiß gestreifte Spierentonnen oder Schwimmerstangen

bezeichnet.

Schifffahrtszeichen dienen der Sicherheit des Schiffsverkehrs. Es ist daher nicht gestattet,

Schifffahrtszeichen (z.B. Tonnen, Hektometerzeichen, Schwimmerstangen, Baken) zum

Festmachen oder Verholen von Fahrzeugen zu benutzen, sie zu beschädigen oder unbrauchbar zu

machen.

Jeder Schiffsführer ist im Interesse der Sicherheit des Schiffsverkehrs verpflichtet, die nächste

zuständige Behörde unverzüglich zu benachrichtigen, wenn er

ein Schifffahrtszeichen von seinem Platz verschoben hat,

eine zur Bezeichnung der Wasserstraße dienende Einrichtung beschädigt hat,

Veränderungen an den Schifffahrtszeichen (z.B. Erlöschen eines Lichtes, falsche

Lage einer Tonne, Zerstörung eines Zeichens) festgestellt hat.

Durchfahrtshöhen

Auf dem Main und dem MDK betragen die geringsten Durchfahrtshöhen 6 m. Einzige Ausnahmen

bilden:

Löwenbrücke in Bamberg: 5,49 m

Kettenbrücke in Bamberg: 5,33 m.

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5. Benutzung der Bootsanlagen und Schiffsschleusen

Bootsanlagen für die Sportschifffahrt

Alle Anlagen für die Sportschifffahrt dürfen nur am Tage benutzt werden. Die

Schiffsschleusen von Eibach bis Kelheim sind mit Schwimmpollern ausgerüstet.

Weiterhin gilt:

Wenn die Anlagen für die Sportschifffahrt aus besonderen Gründen gesperrt sind (es

fehlt dann neben den Zufahrten der weiße Pfeil auf blauem Grund mit dem Zusatz

"Bootsschleuse" und die Sperrtafel wird gezeigt), kann die Schiffsschleuse nach

Anweisung des Schleusenpersonals – für bootsschleusengeeignete Fahrzeuge –

kostenlos benutzt werden. Hierbei werden die Sportboote entweder in größerer Anzahl

oder zusammen mit Großfahrzeugen geschleust.

Die Schütze und Tore der Bootsschleusen müssen von den Benutzern unter Beachtung

der aushängenden Bedienungsvorschriften selbst bedient werden. Die Einfahrt in die

Bootschleusen und die Ausfahrt ist erst gestattet, wenn die Schleusentore vollständig

geöffnet sind und sich der Torantriebsmotor ausgeschaltet hat. Die Benutzer der

Bootsschleusen müssen auf die aus der Bootsgasse ausfahrenden Boote Rücksicht

nehmen.

Beim Füllen und besonders beim Entleeren der Bootsschleuse ist darauf zu achten, dass

keine Boote in der Nähe des Ober- und Untertores im Sog- und Strömungsbereich

liegen. Beim Steigen oder Sinken des Kammerwasserstandes sind die Halteleinen

ordnungsgemäß nachzulassen. Ein Aufhängen des Bootes kann Lebensgefahr

bedeuten! Zum Befestigen der Halteleinen sind hierfür vorgesehene Einrichtungen

(Plattform- und Nischenpoller) zu benutzen. Die Haltestangen in den Bootsschleusen

sind nicht zum Festmachen.

Auch die Bootsgassen müssen von den Benutzern unter Beachtung der aushängenden

Bedienungsvorschriften selbst bedient werden. Die Einfahrt in die Bootsgasse ist nur so

lange gestattet, wie die Kontrolllampe "grün" zeigt. In der übrigen Zeit zeigt die

Kontrolllampe "rot". Ist die Bootsgasse außer Betrieb, sind die Kontrolllampen gelöscht.

Die Benutzung der Bootsgassen ist nur sportlich geübten Wassersporttreibenden zu

empfehlen.

Es ist verboten, das Schleusengelände – außer zur Schleusung, zur Herbeiholung der

Schleusenaufsicht oder zum Umtragen – zu betreten. Ferner ist es verboten, beim

Umtragen den Betrieb der Bootsschleusen und der Bootsgassen zu behindern.

Wassermotorrädern ist die Benutzung von Schleusen und Bootsgassen verboten.

Benutzung der Schiffsschleusen

Kleinfahrzeuge dürfen nur in die Schiffsschleuse einfahren, nachdem der

Schleusenbetriebsstelle mitgeteilt wurde, dass die Absicht besteht, die Schiffsschleuse zu

benutzen. Die Benutzung der Schiffsschleuse ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung und

nach Anweisung der Schleusenbetriebsstelle in den o.g. Ausnahmefällen gestattet. Dabei

sind folgende Bedingungen zu beachten:

Im Schleusenbereich darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden.

Das Überholen ist verboten.

Zum Schutz der Schleusenkammer und des Fahrzeuges müssen Fender benutzt

werden.

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Die nutzbare Länge ist an den Kammerwänden gekennzeichnet. Wird diese

Kennzeichnung nicht beachtet, besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug beim Leeren der

Schleusenkammer aufsetzt und beschädigt wird.

Außer zur Einfahrt in die Schleuse darf nicht über das am Ufer aufgestellte Halteschild

hinausgefahren werden.

Kleinfahrzeuge dürfen erst nach den anderen größeren Fahrzeugen nach Aufforderung

in die Schiffsschleuse einfahren.

In der Schleusenkammer ist ausreichender Abstand zu den Fahrzeugen mit

Antriebsmaschine zu halten.

Besondere Gefahren an allen Staustufen

Das Heranfahren an die Wehre und Kraftwerke ist sowohl vom Oberwasser als auch vom

Unterwasser her wegen der damit verbundenen Lebensgefahr verboten. Die Wehröffnungen

werden bei stärkerer Wasserführung überströmt und dadurch Fahrzeuge im Oberwasser in

gefährlicher Weise zum Wehr hingezogen. Im Unterwasser entstehen gefährliche Walzen und

Wirbel, in die ein Kleinfahrzeug leicht hineingerät, aber nicht wieder herauskommt! Deshalb liegt

eine genaue Beachtung dieses Verbots im eigenen Interesse der Wassersporttreibenden.

Die Einfahrt zu den vorhandenen Anlagen für die Kleinschifffahrt darf nur erfolgen, wenn diese für

den Verkehr geöffnet sind, und es muss dabei stets das entsprechende Ufer oder Trennwerk scharf

angehalten werden. Nötigenfalls müssen Ruder- oder Paddelboote bei der Ausfahrt nach

Oberstrom vom Ufer aus getreidelt werden (an der Leine ziehen).

Während der Sommermonate ist im Oberwasser der einzelnen Wehranlagen vom Molenkopf der

Bootsschleuse bis zum gegenüberliegenden Ufer eine Reihe gelber Bojen, die einen roten Zylinder

mit weißen Querstreifen tragen, ausgelegt. Bei Dunkelheit sind die Sperrzeichen auf der Mole und

dem Ufer beleuchtet. Das Befahren der Wasserfläche zwischen dieser Linie und dem

Wehr/Kraftwerk ist verboten.

Im Unterwasser der einzelnen Wehranlagen wird die Grenze der gesperrten Wasserfläche durch je

eine rot-weiß-rote Tafel auf der Unterhafenmole und am gegenüberliegenden Ufer gekennzeichnet.

Die Tafel auf der Unterhafenmole wird nachts angestrahlt.

Sperrungen

Zahlreiche Schleusen auf Main, Main-Donau-Kanal und Donau werden vom 21.04.2009 6.00 Uhr –

29.04.2009 12.00 Uhr Sicherheitsüberprüfungen bzw. Reparaturen unterzogen. Bitte informieren

Sie sich bei den zuständigen Wasser- und Schifffahrtsämtern oder unter www.elwis.de.

6. Sicherheitsausrüstung an Bord

Jeder Skipper sollte dafür sorgen, entsprechend der Bootsgröße ausreichend Rettungsmittel an

Bord mitzuführen. Eine sinnvolle auf die Bootsgröße und das Fahrtgebiet abgestimmte

Sicherheitsausrüstung dient der Sicherheit der gesamten Besatzung.

Empfohlene Mindestausrüstung für Sportfahrzeuge im Binnenbereich:

Ohnmachtsichere Rettungsweste mit CE Kennzeichen für jede Person an Bord

Rettungsinsel je nach Bootsgröße

Rettungsringe

eine schwimmfähige Rettungsleine von mindestens 16 m Länge (international

vorgeschrieben – nach SOLAS 74/83 – ist eine Rettungsleine von mindestens 30 m).

zwei tragbare Feuerlöscher der Brandklasse ABC entsprechend DIN 14406, amtl.

geprüft

pyrotechnische Signalmittel

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Schöpfgefäß zum Wasserschöpfen oder eine von Hand bedienbare Bilgen-Pumpe

Anker mit ausreichend langer Leine

Erste-Hilfe-Ausrüstung

Handlampen, davon eine besonders lichtstarke für Notsignale

ein aktiver oder passiver Radar-Reflektor

Absperrventile an allen Kraftstofftanks

eine UKW-Sprechfunkanlage

ein Rundfunkempfänger für Wetterberichte

Bootshaken für An- und Ablegemanöver sowie eine ausreichende Anzahl Fender

zwei Paddel oder Riemen

Reservekanister

eine rote Flagge, Mindestmaß 60 x 60 cm, zur Kennzeichnung bei Manövrierunfähigkeit

Nebelhorn

Gewässerkarten

7. Sonstige Ausrüstungsvorschriften

Abgas- und Geräuschgrenzwerte für Sportboote / Wassermotorräder

Seit 2005 schreibt die neue EU-Richtlinie 2003/44/EG für alle Mitgliedsstaaten neue Abgas- und

Geräuschgrenzwerte für Sportboote und Wassermotorräder vor.

Die neuen Grenzwerte gelten für das Inverkehrbringen bzw. Inbetriebnehmen von allen neu

gekauften Fahrzeugen mit:

Selbstzündungs- und Viertakt-Fremdzündungsmotoren seit dem 01.01.2006,

Motoren mit Zweitakt-Fremdzündungsmotoren seit dem 01.01.2007.

Wichtig: Laut EU-Richtlinie bestehen für Zweitaktmotoren neue Abgasvorschriften, aber kein

generelles Fahrverbot. Zweitaktmotoren, die die neuen Grenzwerte überschreiten, konnten noch bis

zum 31.12.2006 in Verkehr gebracht bzw. in Betrieb genommen werden und dürfen auch nach dem

31.12.2006 weiterhin benutzt werden.

Seit dem 1.1.2007 müssen alle Neufahrzeuge, die in Verkehr gebracht bzw. in Betrieb genommen

werden, die geltenden Grenzwerte der EU-Richtlinie einhalten.

8. Versicherungsempfehlung für Sportboote

Eine Bootshaftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch ist der

Abschluss einer Versicherung zu empfehlen.

Die ADAC-WassersportVersicherung bietet Bootseignern und Skippern einen umfassenden und

preiswerten Schutz an:

ADAC-WassersportHaftpflicht. Eine ADAC-WassersportHaftpflicht schützt Sie weltweit. ADAC-

Mitglieder erhalten bei Abschluss einen Rabatt von 10%.

ADAC-WassersportKasko. Beim Abschluss der ADAC-WassersportKasko erhalten Inhaber des

Internationalen Bootsscheins/IBS vom ADAC 10% und ADAC-Mitglieder weitere 10% Rabatt.

ADAC-Skipperhaftpflicht. Skipper, Crewmitglieder und jede Person, die sich mit Zustimmung des

Skippers als Gast an Bord eines Wassersportfahrzeuges aufhält, kann sich durch die ADAC-

Skipperhaftpflicht absichern.

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Informationen zur ADAC-WassersportVersicherung unter:

www.adac.de/versicherung

per Telefon: 0 180 5 10 11 12 (14 Cent/Min. aus dem Festnetz der dt. Telekom; ggf. abweichende

Preise aus Mobilfunknetzen) oder bei jeder ADAC-Geschäftsstelle.

9. Benutzung von Funkgeräten

Sprechfunk auf Binnenschifffahrtsstraßen

Ein UKW-Funkgerät ist als Ausrüstungsteil bei Sportbooten auf allen deutschen

Binnenschifffahrtsstraßen - außer bei unsichtigem Wetter/Radarfahrt - nicht vorgeschrieben. Ist

jedoch ein UKW-Sprechfunkgerät an Bord, sind folgende Punkte zu beachten:

Während der Fahrt muss die Sprechfunkanlage im Verkehrskreis Schiff – Schiff ständig sende- und

empfangsbereit sein. Dieser Verkehrskreis darf nur zur Übermittlung oder zum Empfang von

Nachrichten auf anderen Kanälen kurzfristig verlassen werden.

Ist auf dem Rheinpegel Hochwasserstufe 1 gemeldet, dürfen nur noch Fahrzeuge – einschließlich

Kleinfahrzeuge – ihre Fahrt fortsetzen, die mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstet sind. Der

Verkehrskreis "Nautischer Informationsdienst" ist auf Empfang zu schalten.

Jede Sprechfunkanlage an Bord eines Fahrzeugs oder einer schwimmenden Anlage muss der

Regionalen Vereinbarung über den Binnenschifffahrtsfunk (BGBl. 2000 II S. 1213) und der Richtlinie

1999/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 1999 über Funkanlagen und

Telekommunikationsendeinrichtungen gemäß den gegenseitige Anerkennung ihrer Konformität

(ABl. EG Nr. L 91 S. 10) entsprechen. Darüber hinaus den Vorschriften der Vereinbarung nach

Buchstabe a, die im Handbuch Binnenschifffahrtsfunk (§ 1.10 Nr. 1 Buchstabe l) erläutert sind,

dieser Verordnung und der Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung vom 18. Dezember 2002

(BGBl. I S. 4569) in der jeweils geltenden Fassung.

Jedes mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstete Fahrzeug muss sich vor der Einfahrt in

unübersichtliche Strecken, Fahrwasserengen oder Brückenöffnungen auf dem für den

Verkehrskreis Schiff – Schiff zugewiesenen Kanal melden. Das Tafelzeichen B.11 weist

auf eine von der zuständigen Behörde festgelegte Verpflichtung hin, Sprechfunk zu

benutzen.

Wichtig: Auf allen mit UKW-Sprechfunk ausgerüsteten Schiffen muss das Handbuch

„Binnenschifffahrtsfunk“ in der jeweils aktuellen Ausgabe vorhanden sein. Auf den

Binnenschifffahrtsstraßen Rhein und Mosel muss zusätzlich der Regionale Teil Rhein/Mosel, auf

den übrigen Binnenschifffahrtsstraßen zusätzlich der für die befahrene Wasserstraße einschlägige

Auszug aus dem Regional Teil Deutschland des Handbuches an Bord vorhanden sein.

Erhältlich ist das Buch über den Binnenschifffahrts-Verlag GmbH, Postfach 130140, 47119

Duisburg, Telefon 0203/800 06 20, Telefax 0203/8 00 06 21. Der Allgemeine Teil des Handbuchs

und der Regionale Teil Rhein/Mosel sind auch auf der Internetseite der Zentralkommission für die

Rheinschifffahrt unter www.ccr-zkr.org als Download-Datei eingestellt.

Frequenzzuteilung: Auf allen Binnenschifffahrtsstraßen ist es Pflicht, die Urkunde über die

Frequenzzuteilung mitzuführen.

ATIS

Auf den Binnenschifffahrtsstraßen müssen alle Funkgeräte an Bord mit einem ATIS-Coder

ausgerüstet sein. Die Abkürzung "ATIS" steht für Automatic Transmitter Identifikation System, das

der automatischen Identifizierung von Schiffsfunkstellen dienen soll.

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Nautischer Informationsfunk (NIF)

Auf den Binnenschifffahrtsstraßen steht für den Funkverkehr der Schifffahrt der Verkehrskreis

"Nautische Information" (Schiff - Land) zur Verfügung. An den Ufern der Wasserstraßen sind an den

Bereichsgrenzen die zu verwendenden Funkkanäle durch UKW-Tafelzeichen angegeben.

10. Notruf

Auf Binnenschifffahrtsstraßen ist der Notruf auf Kanal 10 oder auf dem Kanal des Nautischen

Informationsfunk/Schleusenfunk erreichbar.

Ein Fahrzeug, das Hilfe durch Schallzeichen herbeirufen will (z. B. Fahrzeug in Not, Mann über

Bord) kann entweder mit der Glocke läuten oder lange Töne wiederholt abgeben.

Notzeichen

Ein in Not befindliches Fahrzeug, das Hilfe durch Sichtzeichen herbeirufen will, kann zeigen:

bei Nacht: ein Licht, das im Kreis geschwenkt wird; bei Tag: eine rote Flagge, die im Kreis

geschwenkt wird, oder einen sonstigen geeigneten Gegenstand, der im Kreis geschwenkt wird.

11. Wetterberichte

See- und Wassersportberichte im Internet:

http://www.dwd.de

http:// www.wetteronline.de

http:// www.wetterzentrale.de

Weitere Informationen über:

Deutscher Wetterdienst: Telefon: 040 / 66 90 -17 00 gebührenpflichtig

12. Ausübung weiterer Wassersportarten

Baden

Das Baden ist verboten im Bereich bis zu 100 m ober- und unterhalb von Brücken, Wehr- und

Wasserkraftanlagen, Schleusen und Hafeneinfahrten. Es ist ebenso verboten, an vorbeifahrende

Fahrzeuge heranzuschwimmen, sich an ihnen festzuhalten oder sie zu erklettern. Alle

Wassersportler, insbesondere Motorsportfahrzeuge und Wasserskifahrer, haben gegenüber

Badenden größte Aufmerksamkeit und Rücksicht zu üben.

Ein generelles Badeverbot existiert nicht. Aufgrund der vorhandenen eingeschränkten

Wasserqualität und dem Schiffsverkehr wird aber vom Baden abgeraten.

Wasserski

Wasserski darf nur auf den Strecken gefahren werden, die durch das Tafelzeichen E.17

gekennzeichnet sind. Grundsätzlich sind diese aufgestellten Tafelzeichen für die

Begrenzung der Wasserskistrecken maßgebend, auch wenn veröffentlichte Übersichten

andere Strecken ausweisen.

Auf den freigegebenen Strecken und Wasserflächen

0,00 – 0,20 Höhe Bischberg Anschluss an die Wasserskistrecke auf dem Main und

26,25(W) – 26,56(W) im Wehrarm der Regnitzstaustufe Forchheim Höchstgeschwindigkeit

von 30 km/h

ist das Wasserskifahren in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang erlaubt, sofern nicht

durch Zusatzschilder unter den Tafelzeichen bestimmte Zeiten festgesetzt sind. Bei verminderter

Sicht ist das Wasserskifahren verboten.

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Neben dem Schiffsführer ist das Motorboot mit einer weiteren geeigneten Person zu besetzen, die

in der Lage ist, den geschleppten Wasserskifahrer sowie die Fahrtstrecke zu beobachten.

Während der Vorbeifahrt an Fahrzeugen und Schwimmkörpern sowie Schwimmern und Badenden

müssen sich die Wasserskifahrer im Kielwasser des schleppenden Fahrzeugs halten. Schleifen-

und Slalomfahrten sind dabei untersagt.

Wassermotorräder

Auf Binnenschifffahrtsstraßen ist das Fahren mit Wassermotorrädern außerhalb der durch das

Tafelzeichen E.22 freigegebenen Wasserfläche verboten. Dies gilt nicht für Fahrten zum

Erreichen der nächstgelegenen freigegebenen Wasserfläche und für Touren- und

Wanderfahrten, wenn ein klar erkennbarer Geradeauskurs eingehalten wird.

Freigegebene Strecken auf dem Main sind:

48,50 – 49,30 Raum Offenbach/Rumpenheim, rechte Stromseite

168,20 – 170,00 Raum Trennfeld

206,20 – 207,60 Raum Neuendorf/Langenprozelten

325,00 – 326,00 Raum Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld

346,30 – 347,30 Raum Ottendorf/Untertheres

Das Führen von Wassermotorrädern ist nur erlaubt in der Zeit von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr, jedoch

nicht vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang und nur bei Wetter mit einer Sicht von mehr

als 1000 Metern.

Weitere Sportarten

Das Drachenfliegen und das Fallschirmfliegen darf nur mit Genehmigung des zuständigen Wasser-

und Schifffahrtsamtes betrieben werden.

13. Umwelt und Naturschutz

Der Schiffsführer und sonstige Personen an Bord müssen die nach den Umständen gebotene

Sorgfalt anwenden, um eine Verschmutzung der Wasserstraße zu vermeiden. Daher sollte die

Menge des entstehenden Schiffsabfalls so gering wie möglich gehalten und eine Vermischung

verschiedener Abfallarten vermieden werden. Abfälle dürfen auf keinen Fall ins Wasser geworfen

werden, sondern sind an Land ordnungsgemäß zu entsorgen. Darüber hinaus sind die

Lebensräume von Pflanzen und Tieren in Gewässern und Feuchtgebieten zu schützen, um den

Bestand nicht zu gefährden.

14. Infos zum Chartern

Verzeichnis von Charterfirmen

Die ADAC-Sportschifffahrt hat Anschriften und Angebote von Charterfirmen in Europa und Übersee

nach Ländern zusammengestellt und gibt diese als Merkblatt ohne Werturteil heraus. Angegeben

sind die Anschrift, Reviere, Bootsklasse und Preise mit Hinweis auf günstige Konditionen für ADAC-

Mitglieder. Allgemeine Tipps zum Chartern ergänzen den Service für Charterkunden.

15. Wichtige Anschriften

Aktuelle Länderinformationen erhalten Sie unter:

www.adac.de/sportschifffahrt

Reiseinformationen unter:

www.adac.de/ReiseService

1010 Seite 10


ADAC-Newsletter – Service für ADAC-Mitglieder und Skipper

Auf Wunsch bekommen Clubmitglieder vierzehntägig den ADAC-ReiseService-Newsletter mit

aktuellen Informationen aus dem Wassersport. Anmeldung unter www.adac.de/sportschifffahrt

Bundesnetzagentur

Außenstelle Hamburg

Sachsenstr. 12 und 14

20097 Hamburg

Tel.: (040) 23 65 50

Fax: (040) 23 65 51 82

www.bundesnetzagentur.de

16. Seekarten und nautische Literatur

ADAC-Marinaführer Deutschland / Europa

Der ADAC Marinaführer enthält über 1000 Marinas an Flüssen, Seen und Küsten in 16

Ländern Europas, umfangreich geprüft und bewertet. Dazu Hafenkarten, Piktogramme und

ausführliche Beschreibungen sowie umfassende Infos zum Ansteuern und Anlegen. Perfekt

zum Gebrauch an Bord.

Erhältlich ab Mitte Januar 2009 im Handel oder online auf www.adac.de/shop

ISBN: 978-3-89905-709-6

Preis: 24,95 Euro (D)

Sicherheit auf dem Wasser

Die Broschüre ist bestellbar über die Homepage des Bundesministeriums für Verkehr Bau und

Stadtentwicklung http://www.bmvbs.de/Service/Mediathek-Publikationen.

Die Donau I inkl. Main-Donau-Kanal. Guide für die Sportschifffahrt von Kelheim bis

Jochenstein.

ISBN: 978-3-924823-16-0

Preis: 26.00 Euro

Wasserwege Handbuch

Doris & Andreas Saal

Heel Verlag

ISBN: 978-3-89880-915-3

Folgende Gewässerkarten können beim Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg, Erlanger

Straße 1, 93059 Regensburg, bestellt werden. Die anfallenden Gebühren sowie die Versandkosten

sind im Vorgriff per Lastschriftverfahren zu entrichten.

Wasser Teil Ausgabe Abschnitt Gebühr Bemerkungen

-straße

Euro

Main I 2002 Km 0 (Mainmündung) –

39,00 in Ordner geheftete

km 188 (Staustufe Rothenfels)

Kartenblätter (etwa DIN A 4)

Main II 2003 Km 185 (Staustufe Rothenfels) 39,00 in Ordner geheftete

– km 387 (Hallstadt)

Kartenblätter (etwa DIN A 4)

MDK I 2005 Kelheim - Jochenstein 39,00 in Ordner geheftete

Kartenblätter (etwa DIN A 4)

1111 Seite 11


Schleusen

Schleusen Straße

Bamberg Am Galgenfuhr 25

Strullendorf

An der Schleuse

5a

Forchheim Zur Staustufe 32

Hausen Hauptstraße

Erlangen Möhrendorfer Weg

Kriegenbrunn

Schleusenstraße

58

Nürnberg Rheinstraße

Eibach Wiener Straße 101

Leerstetten

Eckersmühlen

Hilpoltstein Altenhofen 30a

Bachhausen

Berching

Fribertshofener

Straße 1

Dietfurt Am Kanal 4

Riedenburg An der Schleuse 1

Kelheim Schleusenstraße

PLZ

Ort

96050

Bamberg

96129

Strullendorf

91301

Forchheim

91353

Hausen

91056

Erlangen

91056

Erlangen

90451

Nürnberg

90451

Nürnberg

90596

Schwanstetten

91154

Roth-Haimpfarrich

91161

Hilpoltstein

92360

Mühlhausen

92334

Berching

92345

Dietfurt

93339

Riedenburg-

Haidhof

93309

Kelheim-Gronsdorf

1212 Seite 12

km

Funk-

kanal

7,4 60

13,3 61

25,9 62

32,9 63

41,1 64

48,7 65

69,1 66

72,8 20

84,3 22

94,9 78

99,0 79

115,5 81

122,5 82

135,5 18

150,8 20

166,1 78

Telefon/

Telefax

09545 359806-111

09545 359806-112

09545 359806-211

09545 359806-212

09545 359806-311

09545 359806-312

09545 359806-411

09545 359806-412

09131 480087-111

09131 480087-112

09131 480087-211

09131 480087-212

09131 480087-311

09131 480087-312

09131 480087-411

09131 480087-412

09174 977388-111

09174 977388-112

09174 977388-211

09174 977388-212

09174 977388-311

09174 977388-312

09174 977388-411

09174 977388-412

08464 642494-111

08464 642494-112

08464 642494-211

08464 642494-212

08464 642494-311

08464 642494-312

08464 642494-411

08464 642494-412

Einsetzstellen für Kleinfahrzeuge

km Ufer Nächste Ortschaft Bemerkung

45,31 West Erlangen-Büchenbach Wendebecken

57,48 West Fürth-Unterfarrnbach Sportboothafen

65,35 West Nürnberg-Gebersdorf

75,39 Ost Nürnberg-Weiherhaus

76,25 West Nürnberg-Katzwang

79,30 Ost Wendelstein-Neuses

83,03 West Schwanstetten-Oberhembach

83,13 Ost Schwanstetten-Mittelhembach

84,93 Ost Schwanstetten-Schwand

85,90 West Schwanstetten-Meckenlohe

90,00 Ost Roth-Brunnau

95,82 West Hilpoltstein

104,46 West Hilpoltstein-Meckenhausen

107,39 Ost Freystadt-Ohausen

108,53 West Freystadt-Forchheim

114,02 Ost Mühlhausen-Körnersdorf

119,60 West Berching-Sollngriesbach

120,97 Ost Berching

128,40 West Beilngries

134,09 Ost Dietfurt-Ottmaring

136,96 Ost Dietfurt Sportboothafen

142,29 Ost Riedenburg-Meihern

145,20 West Riedenburg-Untereggersberg

146,64 Ost Riedenburg-Oberhofen

152,34 West Riedenburg

155,64 Ost Riedenburg-Prunn Sportboothafen

158,28 Ost Riedenburg-Pillhausen (Kastlhof) Campingplatz

167,00 Ost Kelheim-Gronsdorf

Für diese Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.

Betriebszeiten

Montag bis Freitag

06:00 - 22:00

22:00 - 06:00

Samstag

06:00 - 22:00

22:00 - 06:00

Sonn- und

Feiertag

06:00 - 22:00

22:00 - 06:00

Nachtschleusung

nur nach

Voranmeldung


Der ADAC – ein starker

Club für Wassersportler

Überlassen Sie Ihren nächsten Törn nicht dem Zufall. Mit den exklusiven

Leistungen für ADAC-Skipper unterstützen wir Sie nicht nur vor Törnbeginn mit

Rat und Tat. .

n Neu: ADAC Boot-Check

Transparenz im Gebrauchtbootmarkt durch die unabhängige Feststellung von Zustand und

Funktion gebrauchter Yachten an über 100 ADAC-Prüfstationen in Europa. Für Verkäufer

und Käufer.

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Segel- und Motorboote an 400 Standorten umfasst. Dank der Echtzeit-Schnittstellen

zu unterschiedlichen Buchungssystemen werden nur tatsächlich verfügbare Yachten

angeboten. Bei der Buchung über die ADAC Yachtcharter-Suche erhalten Mitglieder

Sonderkonditionen auf den Listenpreis..

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Mit dem IBS vom ADAC erwerben Sie eine weltweit gültige Bootsregistrierung. Beim

Befahren deutscher Binnengewässern gilt er als Ausweis über ein amtlich anerkanntes

Kennzeichen.

Neuer Service seit 2012: Die automatische Verlängerungsoption des im Ausland zwei

Jahre gültigen IBS.

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den detaillierten ADAC Länder- und Revierinformationen.

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Ermäßigung auf Liegeplätze, technische Einrichtungen oder sonstige Serviceangebote.

Ebenso bekommen ADAC Mitglieder beim Vertragspartner SeaHelp vergünstigte

Jahresmitgliedschaften für die Pannenhilfe auf der Adria.

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Mit dem IBS vom ADAC erhalten Sie beim Abschluss einer ADAC-WassersportKasko 10%

Ermäßigung. ADAC-Mitglieder bekommen weitere 10% Rabatt bei Abschluss der ADAC-

WassersportHaftpflicht sowie ADAC-WassersportKasko.

n ADAC Newsletter für Skipper

ADAC-Mitglieder erhalten auf Wunsch vierzehntägig Informationen und Neuigkeiten zum

Wassersport mit dem kostenlosen ADAC-ReiseService-Newsletter. Anmeldung unter

www.adac.de/newsletter – Schwerpunkt Reise

n Mehr Informationen unter

www.adac.de/sportschifffahrt oder sportschifffahrt@adac.de

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ADAC Boot-Check

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Bericht-Nr. 1234567

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