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Schättruum

Am Einflugloch des Bienenstocks

wird gelandet und

gestartet, was das Zeug

hält. Die Sonne scheint, und die

Blüten der Brombeersträucher,

der Weidenröschen und des Weißklees

locken die kleinen „Flieger“

in den braun-grau gestreiften

„Anzügen“. Mitten im Flugbetrieb

steht Henrik Rohwer (13). Um zu

überprüfen, was in dem Bienenhochhaus

mit vier Stockwerken im

Garten los ist, hebt er die oberste

Etage, also eine Kunststoffkiste,

die die Imker Beute nennen, herunter.

So eine Beute wiegt, vor

allem, wenn im Bienenstock die

Honigproduktion auf Hochtouren

Abistreiche nach dem Motto

„Möglichst betrunken, möglichst

peinlich“ sind out. Das jedenfalls

hat die Forscherin Gabriele Dafft

herausgefunden. Sie hat über

Keine Angst vor

(Honig-) süßen Bienen

läuft, fast 20 Kilogramm. Deshalb

packt Reimer Reimers, der Leiter

der Bienen-AG der Schule Aukrug,

mit an. Jetzt geht das Gesumme

erst so richtig los. Für

Henrik kein Grund zu Panik. „Das

ist ein ruhiges Volk“, sagt der

Nachwuchs-Imker.

Völlig entspannt ohne Imkerhaube

und Handschuhe holt er

Kreuz &quer

einen Zeitraum von vier Jahren

das Phänomen „Abistreich“ erforscht

und dazu ein Buch geschrieben.

Wenn euch die

Abistreiche, die ihr an euren Schu-

Imkerlook für den Fototermin. Ansonsten

arbeiten die Hobbyimker ohne Imkerhaube

und Handschuhe nur mit ein wenig Rauch

und ruhigen Bewegungen. Fotos: kis

eine Wabe, die aussieht wie ein

mit kleinen Honigzellen gefüllter

Bilderahmen, aus der Kiste.

Gar nicht so einfach, im

scheinbaren Durcheinander auf

der Wabe das streng geregelte

Arbeitssystem der Bienen zu

erkennen.

len gerade erlebt, nicht so anheben,

könnt ihr unter SPIEGEL ON-

LINE lesen, was in den letzten

Jahren auf deutschen Schulhöfen

so alles passiert ist. Das reicht von

Ganz in Schwarz der Schulzeit

nachtrauern bis zum Antransport

des labilen Schuldirektors mit

einem beim DRK geliehenen

Krankentransporter.


Zwar sind die Schweden nicht Europameister

im Fußball, im Eisessen

sind sie es aber schon. Da

haben sie sich sogar vor den Italienern

platziert. Jeder Schwede isst

pro Jahr 12 bis 13 Liter Eis. Zum

Vergleich, jeder Deutsche isst pro

Einziges

Hilfsmittel:

der Smoker

Obwohl auf der Wabe unzählige

Bienen und Drohnen durcheinander

wuseln, benutzt Henrik

nur ein einziges Hilfsmittel: einen

Smoker. Mit dem steht Celin (11)

aus der Imker AG neben dem Bienenkasten

und drückt mit einem

Blasebalg Rauch aus einer Metallkanne,

in der sie zuvor ein paar

trockene Kräuter angekokelt hat.

Feuer bedeutet

für

Jahr knapp 8 Liter Eis. Na ja, dafür

sind wir zumindest Vizeeuropameister

im Fußball.


25 Fahrradhelme, die unter 100

Euro kosten, hat die Stiftung Warentest

geprüft. Das jetzt in in

„test“ veröffentlichte Ergebnis

zeigt: „Gute“ Helme gibt es für 80,

aber auch schon ab 19 Euro.

Neben Tragekomfort und Belüftung

war beim Test vor allem

wichtig, dass der Helm beim Aufprall

auf den flachen Boden oder

gegen eine Bordsteinkante genügend

Stoßdämpfung bietet. Im

Test konnten das mehr als die

Hälfte der 25 geprüften Helme.

Gestaltung: Sonja Langbehn


Fotos: Fotolia, SYBEX.

Bienen Gefahr. Nehmen die Bienen

Rauch wahr, beginnen sie, sich

auf eine Flucht vorzubereiten. Sie

suchen die Honigwaben auf und

nehmen Honig in ihre Honigblase

als Vorrat auf. Damit sind sie einige

Zeit beschäftigt, so dass Henrik

das scheinbare Durcheinander

auf der Wabe in Ruhe beobachten

kann.

Er will unter anderem sehen, wie

viel Honig schon in den Waben ist.

Den will er schließlich „ernten“.

Haben die Bienen eine Wabe, also

einen dieser Rahmen mit dem

süßen Honig gefüllt, können daraus

bis zu vier Gläser Honig gewonnen

werden. „Am liebsten

mag ich den Sommerhonig aus

den Sommerblüten“, sagt Henrik.

Aber er will den Honig natürlich

nicht nur naschen. Im vergangenen

Sommer hat Henrik zum ersten

Mal den Honig von seinen

eigenen zwei Bienenvölkern verkauft.

Doch bevor er sein erstes eigenes

Bienenvolk im Garten

haben durfte, musste er eine Prüfung

beim Deutschen Imkerbund

ablegen.

Auf die Idee mit den Bienen ist

Henrik in der Bienen-AG von Reimer

Reimers in

der Schule Aukrug

gekom-

Statt Imkerpfeife: Celin hat im Smoker ein

paar getrocknete Kräuter angezündet. Mit

dem Blasebalg pustet sie den Rauch aus der

„Kanne“.

men. Im Garten des Lehrers half er

zunächst, dessen Bienenvölker zu

betreuen und lernte so das Abc

der Hobby-Imkerei. Zu seinem

Start als Nachwuchsimker, so ist es

Brauch in der AG, bekam Henrik

ein Bienenvolk der Rasse „Carnica“

geschenkt. Das ist viel Wert.

Ein gutes Volk - das sind so etwa

40.000 Bienen - kostet 120 Euro.

Das teuerste Ausrüstungsstück ist

die Honigschleuder. Deshalb ist

Henrik froh, dass er eine ältere

Schleuder mit Handbetrieb geschenkt

bekommen hat. Er

könnte seinen Honig aber auch in

der Schleuder der Bienen AG

„ernten“. Die AG betreut zudem

alle jungen Imker, die ihre ersten

eigenen Völker aufbauen.

Tim kontrolliert seinen Schaukasten, mit dem

er sich auf sein erstes eigenes Bienenvolk

vorbereitet . . .

Tim träumt von eigenem

Bienenvolk

Davon träumen auch Celin Zimmer

und Tim Pohlmann, beide elf

Jahre, aus der Bienen-AG. Eine

Honigbiene mit einem Klecks

Eine Fußballmannschaft fliegt nach Amerika. Aus

Langeweile beginnen die Jungs in der Maschine mit

dem Leder zu spielen. Der Pilot kann die Maschine

kaum noch halten und schickt seinen Co nach hinten.

Nach zwei Minuten ist absolute Ruhe. „Wie

hast du das gemacht?“ fragt der Pilot. „Na ja“,

meint sein Co, „ich habe gesagt: Jungs, es ist so

schönes Wetterdraußen – spielt doch vor der Tür.“

Tabea Simank (15 Jahre)

Veranstaltungstipp!

Beachspaß in Lunden-Bergsand

Zum Beachvolleyball lädt der TSV

Husum am 25. Juli, 1. August und

8. August alle Teenager zwischen 12 und

16 Jahren ein, die Lust auf das Spiel am

Netz haben. Jeweils ab 14.30 Uhr

starten ab Vereinsheim in Husum Autos

gen Lunden-Bergsand, um dort den

Nachmittag mit Strandspielen, Beachvolleyball

und Relaxen zu verbringen.

Die Betreuer werden euch dabei auch

Beachvolleyball-Tricks beibringen.

Ansprechpartner ist Heike Bayer,

Telefon 04841-61444, E-Mail:

info@tsvhusum.de

Honig auf den Finger zu locken,

wie es Henrik macht, trauen sich

Tim und Celin noch nicht. Aber

eine Wabe im größten Flugbetrieb

aus dem Beutekasten zu

holen, das haben sie schon gelernt.

Und auch, wie wichtig es ist, die

Beobachtungen zu notieren. Denn

Bienen schwärmen gern aus, vor

allem, wenn es für ein Volk im

Bienenhaus zu eng wird. Der

Imker aber will das verhindern,

denn so ein Schwarm kann, wenn

er erstmal unterwegs ist, viel Arbeit

und Ärger bringen. Vor ein

paar Wochen musste die Feuerwehr

mit der langen Drehleiter in

Aukrug ausrücken, weil sich ein

„ausgebüxter“ Schwarm in einem

Baum niedergelassen hatte. Da

aber nützen die Bienen dem

Imker wenig. Deshalb muss der

Hobbyimker die Königinnenzellen

rechtzeitig ausbrechen und vernichten

oder aber für die neuen

Königinnen Platz schaffen, damit

sie ein neues Bienenvolk bilden

können.

Auch Tim möchte bald sein erstes

eigenes Volk betreuen. Stolz zeigt

er den Schaukasten hinterm Hof

seiner Eltern am Feldrain. Ein bis

zweimal am Tag beobachtet er

das Geschehen hinterm Kunststofffenster.

Reimer Reimers ist mit Tims

Zuverlässigkeit zufrieden. „Vielleicht

hast du Ende August ja schon dein

erstes eigenes Volk“, ermuntert ihn

der Lehrer. „Das wär’ schon toll“,

strahlt Tim. „So ein Bienenvolk zu

haben, ist besser als Fußball.“

Und das, obwohl Henrik, der erfahrene

Nachwuchsimker, nach-

. . . Eine Wabe voller Bienen traut er sich schon aus dem

Bienenhaus im Garten vom Leiter der Bienen-AG, Reimer

Reimers (M.), hier mit Larissa und Celin, zu holen.

dem er den Deckel seines Bienenhauses

wieder geschlossen hatte,

feststellte: „Die Stiche, die ich über

die Jahre bekommen habe, zähle

ich schon nicht mehr. Aber so

schlimm ist das nicht.“

Kathrin Iselt-Segert

schaettruum@bauernblattsh.de

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