Bericht Berliner Sparkasse 2008

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Bericht Berliner Sparkasse 2008

Bericht für 2008


Geschichte der Berliner Sparkasse

1818

Gründung der Berliner

Sparkasse durch den

Magistrat der Stadt

1838

Erstes Sparkassenreglement

regelt Zinsen und

Auszahlungsbeträge

1883

Übertragung der Konten

an eine andere Sparkasse

bei Ortswechsel möglich

1810 – 1890 1900

1910

1920

1930

1940

1950

1908

Beginn des bargeldlosen

Zahlungsverkehrs mit

Scheck und Giroverkehr

1914

Kriegsanleihen im Ersten

Weltkrieg bieten staatliche

Zinsversprechen

1916

Gründung des Deutschen

Zentral-Giroverbands und

der Deutschen Giro-Zentrale

1920

Sparkasse der Stadt

Berlin: Groß-Berlin-Gesetz

regelt den Zusammenschluss

der unabhängigen

Gemeinden des Stadtgebiets,

Fusion der Sparkassen

1925

Gründung der Berliner

Stadtbank – Girozentrale

der Stadt Berlin, einheitliche

Leitung mit der

Sparkasse

1933

NS-Regime: Sparkasse

muss Kommunisten,

Sozialdemokraten und jüdische

Beamte entlassen

1934

Sparkasse als Instrument

nationalsozialistischer

Wirtschaftspolitik

1939

„Geräuschlose Kriegsfinanzierung“

im Zweiten

Weltkrieg: Staat bedient

sich privater Sparguthaben

ohne Wissen der

Öffentlichkeit

1945

Kriegsende: Neuordnung

des Berliner Bankwesens,

alle Banken außer Sparkasse

und Girozentrale

müssen zunächst schließen,

rechtliche Kontinuität

der Sparkasse

1948

Spaltung in Sparkasse

der Stadt Berlin West

und Sparkasse der Stadt

Berlin (Ost)


1960 1970

1975

Sparkassen der DDR sind

als volkseigene Kreditinstitute

eng an das SED-

Regime gebunden

1980

1990

1989

100 D-Mark Begrüßungsgeld

für DDR-Bürger,

Berliner Sparkasse wickelt

90 % der Auszahlungen in

Westberlin ab

1990

D-Mark: Sparkassen aus

Ost und West arbeiten bei

der Währungsunion eng

zusammen

1990

Gründung der Landesbank

Berlin – Girozentrale, Wiedervereinigung

der beiden

Sparkassen Berlins

1994

Vereinigung der Landesbank

Berlin, Berliner

Sparkasse, Berlin Hyp und

Berliner Bank unter dem

Dach der Bankgesellschaft

Berlin

2000

2001

Krise der Bankgesellschaft,

2005 erfolgreicher Abschluss

der Restrukturierung

2005

Berliner Sparkassengesetz

bestätigt den öffentlichen

Auftrag

2006

Landesbank Berlin wird AG

und Trägerin der Berliner

Sparkasse, Bankgesellschaft

wird zur Landesbank Berlin

Holding AG

2007

Erwerb der Landesbank

Berlin-Gruppe durch die

deutschen Sparkassen


Seit 1818

Sicherheit, Fairness, Nähe und Vertrauen

Qualität und Kompetenz für Berlin

b


Inhalt

2 Einführung

4 Erfüllung des öffentlichen Auftrags

6 Geschäftstätigkeit

7 Standorte und Mitarbeiter

8 Leistungsangebot der Berliner Sparkasse

9 Geschäftsverlauf

10 Kundenorientierung

14 Private Kunden

14 Grundangebot und Erfüllung

des öffentlichen Auftrags

21 Neuerungen und Veränderungen

24 Leistungsdaten

26 Firmenkunden

26 Grundangebot und Erfüllung

des öffentlichen Auftrags

31 Neuerungen und Veränderungen

32 Leistungsdaten

34 Gesellschaftliches Engagement

35 Bildungsinitiative CidS!

(Computer in die Schulen)

35 Berliner Sparkasse als Partner der Schulen

36 Kooperation mit der Fachhochschule

für Wirtschaft

36 Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2008

36 Businessplan-Wettbewerb Berlin-

Brandenburg 2008

36 Stiftung Brandenburger Tor

37 Berliner Sparkassenstiftung Medizin

38 Ausblick

40 Anhang


Einführung

Einführung

Seit der Gründung der Berliner Sparkasse vor

mehr als 190 Jahren steht die enge Verbindung zu

den Bürgern Berlins im Zentrum ihrer Tätigkeit.

Die Einheit von Sparkasse und Landesbank hat in

Berlin eine lange Tradition.

So wurde die Girozentrale für Berlin, die Vorgängerin

der heutigen Landesbank, im Jahr 1920 als Abteilung

der Sparkasse der Stadt Berlin eingerichtet. Dieses

Modell garantierte den Kundinnen und Kunden schon

damals kurze Entscheidungswege und verpflichtet

die Landesbank Berlin auch heute in ihrem Angebot

auf die Interessen ihrer Kunden.

Im Statut der Berliner Sparkasse aus ihrem Gründungsjahr

1818 heißt es dazu: „Um den hiesigen

Einwohnern Gelegenheit zu geben, ihre kleinen

Ersparnisse zinsbar und sicher unterzubringen, und

ihnen dadurch behilflich zu sein, sich ein Kapital

zu sammeln, welches sie bei Verheiratungen,

Etablierung eines Gewerbes, im Alter oder in Fällen

der Not benützen können.“ Mit dem heute gültigen

Sparkassengesetz von 2005 bestätigte das Berliner

Abgeordnetenhaus diesen Auftrag.

Während der deutschen Teilung war die Sparkasse

ineine „Sparkasse der Stadt Berlin West“ und eine

Sparkasse der Stadt Berlin“ (Ost) aufgespaltet. Im

Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurden beide

wieder zur Berliner Sparkasse zusammengeführt.

Zuletzt erhielt sie mit dem Berliner Sparkassengesetz

vom 28. Juni 2005 zum 1. Januar 2006 eine moderne

und auf die Besonderheiten des Stadtstaats Berlin

ausgerichtete Organisationsform. Die Berliner Spar-

2

kasse ist seitdem eine teilrechtsfähige Anstalt des

öffentlichen Rechts. Ihr Träger ist die Landesbank

Berlin AG.

Bei diesem Bericht handelt es sich nicht um einen

Geschäftsbericht samt Jahresabschluss im Sinne des

Handelsgesetzbuchs. Dies liegt in der besonderen

Organisationsform der Berliner Sparkasse begründet.

Sie besitzt kein eigenes Vermögen, vielmehr wird

ihr dies von ihrem Träger, der Landesbank Berlin, zur

Verfügung gestellt. Dasselbe gilt für alle betrieblichen

Mittel – etwa ihr Personal, ihre EDV oder ihre

Geschäftsstellen –, die sie zur Ausübung ihres Geschäfts

benötigt.

Dementsprechend liegt der Schwerpunkt des Berichts

auf der Entwicklung des Geschäfts der Berliner Sparkasse

und der Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags,

wie ihn das Berliner Sparkassengesetz festschreibt.


Die enge Verbindung zu den Bürgerinnen und

Bürgern Berlins steht im Zentrum der Tätigkeit

der Berliner Sparkasse.

3


Erfüllung des öffentlichen Auftrags

4

Erfüllung des

öffentlichen Auftrags

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie

im Jahr 2008 zeigt die Berliner Sparkasse, wie sie

ihrer besonderen Verantwortung gemäß ihrem

öffentlichen Auftrag gerecht wird. Ihr Produktangebot

orientiert sich an den Bedürfnissen der

Bürger Berlins. Ihre Mitarbeiter begegnen dem

Vertrauen der Kunden mit einem verantwortungsvollen

Umgang in allen finanziellen Fragen.

Die Aufgaben zur Erfüllung des öffentlichen Auftrags

definiert das Abgeordnetenhaus von Berlin zum

einen in § 2 Abs. 1 Berliner Sparkassengesetz: „Der

Berliner Sparkasse obliegt die Förderung des Sparens

und die Befriedigung des örtlichen Kreditbedarfs,

insbesondere des Mittelstandes und der wirtschaftlich

schwächeren Bevölkerungskreise. Sie ist mündelsicher

und berechtigt, ein Siegel mit ihrem Namen

zu führen.“

Zum anderen sind die Grundsätze der Geschäftspolitik

gemäß § 4 Berliner Sparkassengesetz

maßgebend: „Die Geschäfte der Berliner Sparkasse

sind nach kaufmännischen Grundsätzen unter

Beachtung allgemeinwirtschaftlicher Gesichtspunkte

zu führen.“

In diesem Sinne arbeitet die Berliner Sparkasse als

Teil der Landesbank Berlin. Sie ist bestrebt, zu jeder

Zeit ihrem öffentlichen Auftrag gerecht zu werden.

Die Bedürfnisse der Kunden stehen daher im Mittelpunkt

ihrer Geschäftstätigkeit. Produkte und Leistungen

passt die Berliner Sparkasse regelmäßig den

aktuellen Bedingungen an.


Erfüllung des öffentlichen Auftrags

Gemäß dem öffentlichen Auftrag begegnet die

Berliner Sparkasse dem Vertrauen der Kunden

mit einem verantwortungsvollen Umgang in

allen finanziellen Fragen.

5


Geschäftstätigkeit

Geschäftstätigkeit

Die Berliner Sparkasse konzentriert sich als Teil

der Landesbank Berlin auf das Geschäft mit

Privatkunden sowie den kleineren Firmenkunden

in Berlin.

Dagegen werden bestimmte Geschäfte nicht von der

Berliner Sparkasse, sondern von der Landesbank

Berlin und anderen Unternehmen ihrer Gruppe betrieben.

Dazu zählen im Geschäftsfeld Private Kunden

das Geschäft der Landesbank Berlin mit hochvermögenden

Kunden im Private Banking oder das

überregionale Kreditkartengeschäft. Im Geschäftsfeld

Firmenkunden führt die Landesbank Berlin das

Geschäft mit den größeren oder überregionalen

Firmenkunden.

Weitere Tätigkeiten, die nicht von der Berliner

Sparkasse betrieben werden, sind die Finanzierung

gewerblicher Immobilien durch die Landesbank

Berlin und die Berlin Hyp, das für eine Bank dieser

6

Größe erforderliche Kapitalmarktgeschäft, das Geschäft

der LBB-INVEST mit Publikums- und Spezialfonds

sowie die Backoffice-Dienstleistungen der

BankenService GmbH, auch für die Berliner Sparkasse

selbst.

Die Angaben des Berichts beziehen sich auf das von

der Berliner Sparkasse ausgeübte Geschäft. Über die

Entwicklung der Einlagen und Kredite wird anhand

der Kennwerte der Landesbank Berlin Holding AG

berichtet, da die Berliner Sparkasse selbst – als teilrechtsfähige

Anstalt des öffentlichen Rechts – kein

eigenes Vermögen besitzt. Die Landesbank Berlin

Holding ist das Mutterunternehmen der Landesbank

Berlin-Gruppe. Als börsennotierte Aktiengesellschaft

veröffentlicht sie ihre Geschäftszahlen vierteljährlich

und umfassend. Die Erstellung des Konzernabschlusses

der Landesbank Berlin Holding erfolgt

in Übereinstimmung mit den in der EU geltenden

International Financial Reporting Standards (IFRS)


Geschäftstätigkeit

und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden

handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Berliner Sparkasse ist ausschließlich in den

Geschäftsfeldern Private Kunden und Firmenkunden

tätig. Daher wird die Segmentdarstellung dieser

beiden Geschäftsfelder im Konzernabschluss der

Landesbank Berlin Holding als Basis für die Berichterstattung

herangezogen.

Standorte und Mitarbeiter

Ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetz

garantiert den Kunden die Nähe zur Berliner Sparkasse.

Insgesamt stehen den Bürgern 146 PrivatkundenCenter,

27 VermögensanlageCenter, drei

ImmobilienCenter und zwölf FirmenkundenCenter

zur Verfügung. Mit vier KompetenzCentern hat

sich die Berliner Sparkasse auf Auslandsgeschäft,

Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge,

Leasing und Factoring sowie Electronic Banking

spezialisiert. Unabhängig von den Öffnungszeiten

7

der Vertriebsstellen können die Kunden ihre Bankgeschäfte

an 20 reinen Selbstbedienungsstandorten

erledigen. Zusätzlich gibt es in Berlin weitere 81

Geldautomaten der Sparkasse, zum Beispiel in Einkaufszentren

und U-Bahnhöfen.

Zum Jahresende 2008 beschäftigte die Landesbank

Berlin 2.055 Mitarbeiter (Mitarbeiterkapazitäten) im

Vertrieb der Berliner Sparkasse. Im Vergleich zum

Vorjahr verringerte sich die Zahl unwesentlich: Zum

Jahresende 2007 waren 2.064 Mitarbeiter im Vertrieb

der Berliner Sparkasse tätig.

Mitarbeiterzahlen 2007 – 2008

31.12.2008 31.12.2007

Mitarbeiter Landesbank

Berlin-Gruppe

Mitarbeiter Vertrieb

5.999 5.965

Berliner Sparkasse 2.055 2.064

Auszubildende 236 191

BA-Studenten 39 34

Trainees 42 48

Ein flächendeckendes Vertriebs- und

Service netz garantiert den Kunden die

Nähe zur Berliner Sparkasse.


Geschäftstätigkeit

Die Berliner

Sparkasse betreut

ihre Privat- und

Firmenkunden mit

einem breit gefächerten

Produkt- und

Leistungsangebot.

Ihr Betreuungskonzept

ist auf

die individuellen

Belange der Kunden

zugeschnitten.

Insgesamt bildete die Berliner Sparkasse zum Jahresende

2008 236 junge Frauen und Männer im Beruf

Bankkauffrau bzw. Bankkaufmann aus (2007: 191

Auszubildende). Ebenso sammelten im Jahr 2008

39 Studierende der Berufsakademie mit Fachrichtung

Bank im Rahmen der dualen Ausbildung ihre praktischen

Erfahrungen bei der Berliner Sparkasse (2007:

34 BA-Studenten). Darüber hinaus beschäftigte die

Landesbank Berlin zum Jahresende 2008 42 Trainees

(2007: 48 Trainees).

Leistungsangebot der Berliner Sparkasse

Die Berliner Sparkasse betreut ihre Privat- und

Firmenkunden mit einem breit gefächerten Produkt-

und Leistungsangebot. Die hohe Präsenz vor Ort

mit einem dichten Ver triebs- und Servicenetz und

die umfassende Markt kenntnis der Mitarbeiter sind

ebenso Basis des Geschäftsmodells wie Zuverlässigkeit

und ein hoher Qualitätsanspruch. Dabei ist

das Betreuungskonzept stets auf die individuellen

Belange der Kunden zugeschnitten. Seit beinahe

200 Jahren steht die Sparkasse in Berlin für Nähe,

Sicherheit, Fairness und Vertrauen – vor allem aber

für Kompetenz, Modernität und Qualität.

8

Das Leistungsspektrum der Berliner Sparkasse erstreckt

sich vom täglichen Zahlungsverkehr und

von der traditionellen Geldanlage über die Finanzierung

privater und geschäftlicher Investitionen, die

individuelle Beratung in Versicherungsfragen, Produkte

für Altersvorsorge und Vermögensaufbau

bis hin zu Baufinanzierung und maßgeschneiderten

Kapitalmarktprodukten.

Ihren Kunden bietet die Berliner Sparkasse an unterschiedlichen

Bedarfslagen orientierte Vertriebswege:

b Im Mittelpunkt steht die persönliche Beratung

in jeder der 188 Vertriebsstellen. Das flächendeckende

Geschäftsstellennetz besteht aus den

PrivatkundenCentern, den Vermögensanlage-

Centern, den ImmobilienCentern, den FirmenkundenCentern

und den KompetenzCentern.

Mit qualifiziertem Personal, modernen Technologien

und einer ganzheitlichen strukturierten

Beratung garantiert die Berliner Sparkasse jedem

Kunden eine individuelle, hochwertige und innovative

Betreuung.

b Auch außerhalb der Vertriebsstellen stehen Tag

und Nacht individuelle Möglichkeiten zur Verfügung,

um mit der Berliner Sparkasse in Kontakt

zu treten. Hierzu zählen das Online-Banking s o -

wie das computergestützte Telefon-Banking und

die telefonische Betreuung über den Zentralen

Kundenservice für private Kunden. Mit der BusinessLine

steht den Gewerbekunden ein telefonischer

Direktbankvertriebsweg zur Verfügung.

Auch hier ist das Beratungs- und Produktangebot

auf die spezifischen Bedarfslagen dieser Geschäftskunden

abgestimmt.

b Schließlich stellt die Berliner Sparkasse ihren

Kunden rund 1.400 Selbstbedienungsgeräte

flächendeckend bereit. Mehr als 650 Geld-


Geschäftstätigkeit

9

automaten zur Ein- und Auszahlung und rund

250 Kontoauszugsdrucker sind Tag und Nacht in

Betrieb. An nahezu 500 speziellen Selbstbedienungsgeräten,

den KontoserviceTerminals, lassen

sich Überweisungen und andere Transaktionen

auch ohne eigenen Computer tätigen.

b Darüber hinaus stehen den Kunden rund 25.000

Geldautomaten der Sparkassen-Finanzgruppe in

ganz Deutschland zur kostenlosen Nutzung offen.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2008 war geprägt von den Verwerfungen

an den Finanzmärkten. Umso mehr zeigte sich, dass

die Kunden großen Wert auf das solide Geschäftsmodell

der deutschen Sparkassen legen: 91 % der

deutschen Bevölkerung sind der Meinung, dass die

Bedeutung der Sparkassen durch die Finanzkrise

noch wichtiger (45 %) oder unverändert hoch (46 %)

geblieben ist. Verlässlichkeit ist für die Bürger eines

der entscheidenden Kriterien für die Auswahl eines

Kreditinstituts und für 66 % der Befragten als zentraler

Wert der Sparkassen sehr wichtig. Dies zeigt eine

Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im

Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes

vom November 2008.

Im Jahr 2008 zeigte sich, dass sich die Berliner

Bürger der Tatsache bewusst sind, mit ihrer Sparkasse

einen kompetenten und verantwortungsvollen

Partner für ihre finanziellen Fragen zu haben. Dank

ihres Vertrauens konnte die Berliner Sparkasse die

führende Position am Berliner Markt auch in diesem

Jahr weiter ausbauen.

Das Geschäft mit privaten Kunden entwickelte sich –

trotz der Verunsicherung vieler Kunden infolge der

Finanzkrise – zufrieden stellend. Es gelang, die Zahl

der Kunden zu erhöhen und vor allem das Einlagengeschäft

zu steigern. Der gute Kundenkontakt der

Berater sowie die hohe Service- und Beratungsqualität

halfen, in dieser schwierigen und herausfordernden

Marktsituation eine offene Kommunikation mit

den Kunden zu pflegen und somit das Vertrauen in

die Sparkasse als soliden und verlässlichen Finanzpartner

zu sichern. Mit einem Marktanteil bei privaten

Girokonten von rund 38 % steht die Berliner Sparkasse

im Privatkundengeschäft in Berlin an der Spitze.

Erfreulicherweise übernahm die Berliner Sparkasse

im Jahr 2008 nun auch im Geschäft mit Firmenkunden

die Marktführerschaft in der Region. Eine

Befragung des Marktforschungsinstituts tns Infratest

ergab, dass fast jeder zweite befragte Gewerbekunde –

das sind die Firmenkunden mit bis zu 2,5 Mio. Euro

Jahresumsatz – mit der Berliner Sparkasse zusammenarbeitet.

Das Segment verzeichnete einen stabilen

Geschäftsverlauf. In einem nach wie vor von intensivem

Wettbewerb und hohem Margendruck geprägten

Marktumfeld gelang es, die Marktdurchdringung

zu verbessern. Demnach wählten erneut mehr Fir men -

kunden die Berliner Sparkasse als ihre Hausbank,

die Zahl der Kunden stieg um rund 1.000. Besonders

gegen Ende des Jahres stellte die Berliner Sparkasse

ein verstärktes Wachstum im Einlagengeschäft der

Gewerbekunden als Reaktion auf die Verwerfungen

an den Finanzmärkten fest.

Diese Entwicklungen belegen erneut das große

Vertrauen der Kunden in die Sicherheit ihrer Einlagen

und die Verlässlichkeit der Berliner Sparkasse.

Sie bestätigen das Geschäftsmodell der Berliner

Sparkasse und ihre Prinzipien in der Kundenbetreuung.

Gerade in konjunkturell schwierigen Situatio -

nen hält die Berliner Sparkasse daran fest.


Geschäftstätigkeit

Kundenorientierung

Dem Leitbild und dem Erfolg der Berliner Sparkasse

liegt ein kontinuierliches Qualitätsmanagement

zugrunde. Nur so kann sie ihren Kunden bestmögliche

Informationen, Prozesse und hochwertige

Beratung garantieren. Auch im Jahr 2008 stand die

Optimierung der Beratungs- und Servicequalität im

Zentrum der Aktivitäten der Geschäftsfelder.

Die Zufriedenheit der Kunden der Berliner Sparkasse

bewegt sich seit Jahren auf einem permanent hohen

Niveau. Dies belegt die jährliche Umfrage des Instituts

Link & Partner bei der Berliner Bevölkerung. Die

Ergebnisse der Befragung 2008 bestätigen erneut

die hohe Loyalität gegenüber der Berliner Sparkasse:

90 % der Kunden gehen davon aus, auch zukünftig

Kundin oder Kunde der Berliner Sparkasse zu sein.

In den VermögensanlageCentern der Berliner Sparkasse

hat sich die Strategie einer ganzheitlich angelegten

Kundenbetreuung im Sinne einer Finanzplanung

für die ganze Familie bewährt. Die Kundenbetreuer

sind mehr als Berater: Sie verstehen sich

als persönliche Lebensbegleiter. Ihr Engagement

zeigt sich in flexiblen Beratungszeiten und -orten.

Die Berliner Sparkasse und ihre Kundenbetreuer

sind überzeugt davon, dass der Faktor Mensch im

Wettbewerb den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Im Kundenbarometer 2008 des Instituts Konzept

& Markt attestieren die Kunden den Betreuern der

VermögensanlageCenter eine hohe und weiter ge -

stiegene Zufriedenheit in Bezug auf Freundlichkeit,

Zuverlässigkeit, Seriosität und Kompetenz.

10

Im Bereich Firmenkunden standen im Jahr 2008

neben der Optimierung des Service- und Leistungsangebotes

hohe Qualitätsansprüche bei der Kundenbetreuung

sowie die Verbesserung der Kundenbindung

und Marktdurchdringung im Mittelpunkt. Das

Urteil der Gewerbekunden und der mittelständischen

Firmenkunden im Kundenbarometer 2008 bestätigt

die Firmenkundenbetreuer in ihrer Arbeit: Die

Kunden bescheinigen eine ausgeprägte Zufriedenheit

und hohe Weiterempfehlungsbereitschaft. Auch

die erneute Prüfung der FirmenkundenCenter und

der BusinessLine durch den TÜV Rheinland verlief

erfolgreich.

Beurteilung der Kundenberater

Mein/-e Kundenberater/-in in meinem VermögensanlageCenter ...

… erkennt meine

Bedürfnisse

… ist fachlich

kompetent

… ist immer

freundlich

… ist immer

hilfsbereit

… ist zuverlässig

und hält Zusagen ein

… nimmt sich immer

Zeit für mich

2007 2008

Skalierung von 1 (trifft überhaupt nicht zu)

bis 10 (trifft voll und ganz zu)

0 2 4 6 8 10

Quelle: Kundenbarometer des Instituts Konzept & Markt, 2007/2008

9,0

9,0

9,2

9,1

9,6

9,4

9,5

9,4

9,4

9,3

9,5

9,4


Geschäftstätigkeit

Die stetige Optimierung der

Beratungs- und Servicequalität

steht im Mittelpunkt der Aktivitäten

der Berliner Sparkasse.

Beurteilung der Firmenkundenberater und FirmenkundenCenter

Die Firmenkundenberater/-innen meines FirmenkundenCenters sind ...

Angaben in %

… sehr freundlich oder

freundlich

… sehr zuverlässig oder

zuverlässig

… sehr kompetent oder

kompetent

Mein FKC ist sehr empfehlenswert

oder empfehlenswert

Quelle: Kundenbarometer des Instituts Konzept & Markt, 2008

Mit dieser externen Zertifizierung, die die Berliner

Sparkasse bereits in den Jahren 2006 und 2007

für ihre Service- und Beratungsqualität des gesamten

Gewerbekundensegments erhielt, setzt sie im

Wettbewerberumfeld regelmäßig hohe Maßstäbe.

Das differenzierte Betreuungskonzept und der innovative

Vertriebswegemix mit der BusinessLine und

den FirmenkundenCentern haben sich bewährt.

Für Kunden, die dennoch etwas zu beanstanden

haben, haben die Berater in den Vertriebsstellen

stets ein offenes Ohr. Sollte das Anliegen nicht

vor Ort gelöst werden, können sich die Kunden an

das zentrale Qualitätsmanagement der Berliner

Sparkasse wenden. Die Mitarbeiter des zentralen

Qualitätsmanagements sind schriftlich, telefonisch

oder per E-Mail erreichbar; die Kontaktdaten sind

in verschiedenen Druckmedien und auf der Homepage

der Berliner Sparkasse zugänglich. Das Angebot

des Qualitätsmanagements gilt für Kunden der

Berliner Sparkasse aus allen Geschäftsbereichen.

11

87

91

95

94

0 20 40 60 80 100

Auf diesem Weg lassen sich nahezu alle Unstimmig-

keiten ausräumen: Von den rund 4.000 Kunden anliegen

im Jahr können etwa 99 % ohne Vermittlung

durch den Ombudsmann gelöst werden.

Die unterschiedlichen Anliegen der Kunden geben

der Berliner Sparkasse oft den Anstoß für Verbesserungen

des Qualitätsprozesses. Ihre Wünsche

und Impulse bilden die Basis für Maßnahmen zur

Steigerung der Kundenzufriedenheit und -bindung.

Eine laufende Qualitätsmessung überprüft den Erfolg

der eingeleiteten Schritte zur Verbesserung im

Kundenkontakt. Hier kommen verschiedene Instrumente,

wie etwa Kundenbefragungen oder Qualitätsuntersuchungen,

so genannte Audits, zum Einsatz.

Die Messergebnisse bilden die Basis für die Ermittlung

des Qualitätsindexes für jede Vertriebseinheit

der Berliner Sparkasse. Der Qualitätsindex ist fester

Bestandteil im Rahmen der jeweiligen Zielerreichung.

Die Messung im Jahr 2008 lässt im Vergleich zu

2007 einen weiteren „Qualitätssprung“ erkennen.


Geschäftstätigkeit

Dies spiegelt sich auch in den Bewertungen des

Kundenbarometers wider. Es wird deutlich, dass

die Mitarbeiter Qualität aktiv leben.

Darüber hinaus rief die Berliner Sparkasse vor einigen

Jahren gemeinsam mit der Landesbank Berlin

eine spezielle Anlaufstelle für Ideen im Unternehmen

ins Leben. Die Mitarbeiter sind aufgefordert, dem

Ideenmanagement ihre Ideen und Anregungen

auch mit Blick auf die Optimierung von Prozessen

und Verfahren mitzuteilen. Im Jahr 2008 gingen

über 1.000 Vorschläge ein. Insgesamt setzten die

Berliner Sparkasse und die Landesbank Berlin

12

24 % der eingereichten Ideen in die Tat um und

honorierten die Ideengeber mit einer Geld- oder

Anerkennungsprämie. So wurde zum Beispiel aufgrund

einer Mitarbeiteridee der Prozess für die

Bereitstellung von Ersatzkarten so optimiert, dass

den Kunden diese nun deutlich schneller zur Verfügung

gestellt werden können.

Zum Serviceverständnis der Berliner Sparkasse

gehört es, die Kunden regelmäßig mit aktuellen

Informationen zu versorgen. Wichtige Mitteilungen

und Nachrichten sind auf der Internetseite der

Berliner Sparkasse zu finden, die laufend aktualisiert


Geschäftstätigkeit

wird. Aktuelle Nachrichten und Informationen

erhalten die Kunden außerdem regelmäßig in den

hauseigenen Kundenmagazinen.

Berliner Akzente“ berichtet aus dem Berliner Stadtleben

und über aktuelle Finanzthemen der Berliner

Sparkasse. Das Magazin erscheint alle drei Monate

mit einer Auflage von 100.000 Stück. Es ist das einzige

Kundenmagazin eines Regionalanbieters am

Bankplatz Berlin, das sowohl als Heft wie auch online

zugänglich ist. In seiner Online-Ausgabe informiert

das Magazin www.berliner-akzente.de speziell zu

Finanzthemen, zur Integration von Produkten und

Dienstleistungen und zur konsequenten Serviceorientierung

der Berliner Sparkasse. Die regionale Ausrichtung

der Themen und das unterhaltsame Profil

sorgen für eine erfreuliche Nutzerbindung.

Speziell für die Firmenkunden der Berliner Spar -

kasse erscheint alle zwei Monate das Magazin

„Profits Berlin“. Hier finden Unternehmer wertvolle

Tipps für die Unternehmensführung von der Existenz

gründung bis zur Altersvorsorge. Neben dem

regu lären Magazin informieren Sonderausgaben

weiterführend zu speziellen Themen. So erschien

im Jahr 2008 die Ausgabe „Corporate Finance“

mit dem Schwerpunkt Unternehmensfinanzierung

und Alternativen zum klassischen Bankkredit.

13

Alle Mitarbeiter der

Berliner Sparkasse

und der Landesbank

Berlin sind aufgefordert,

Ideen und

Anregungen mit

Blick auf die Optimie

rung von Prozessen

und Verfahren

mitzuteilen. Im Jahr

2008 gingen über

1.000 Vorschläge ein.


Private Kunden

Private Kunden

Grundangebot und Erfüllung des öffentlichen

Auftrags

Die Berliner Sparkasse bietet ihren Kunden eine

breite Produktpalette für jede Bedarfslage. Die

Vielzahl der Angebote reicht von Produkten für

das Sparen, die Vorsorge, den Vermögensaufbau

und die Vermögensstrukturierung bis hin zur

Finanzierung größerer Anschaffungen oder privat

genutzter Immobilien. Das „Ankerprodukt“ der

Berliner Sparkasse ist das Privatgirokonto – seit

2009 in neuer Form.

Die Berliner Sparkasse richtet ihre Produkte konsequent

an den Bedürfnissen und Wünschen ihrer

Kunden aus, und passt daher ihr Angebot regelmäßig

an. So stellte sie im Jahr 2008 sämtliche Giro- und

Sparprodukte auf den Prüfstand. Nach einer fast

einjährigen Projektarbeit in Zusammenarbeit mit

dem Marktforschungsunternehmen tns Infratest

und mit Unterstützung des DSGV führte die Berliner

Sparkasse zum Jahresbeginn 2009 eine neue

Produktpalette ein.

Girokonten

Im Geschäft mit privaten Kunden ist das Girokonto

eine wichtige Ertragsquelle der Berliner Sparkasse:

Im Jahr 2007 erwirtschaftete sie rund 42 % der

Erträge allein mit diesem Produkt. Umso wichtiger

ist für die Berliner Sparkasse eine hohe Akzeptanz

des Produkts bei ihren Kunden. In den vergangenen

Jahren verzeichnete sie jedoch einen Rückgang des

Marktanteils beim ersten Girokonto. Zudem wurde

in einer kürzlich durchgeführten Umfrage das Preis-

Leistungs-Verhältnis der Girokonten von einem

Drittel der Befragten als nicht marktgerecht bewertet.

Am Anfang des Projekts standen daher umfassende

Kundenbefragungen, um zu verstehen, welche

Wünsche und Bedürfnisse die Kunden tatsächlich

14

haben. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass vor

allem der monatliche Kontoführungspreis und der

Anbieter für die Wahl eines Girokontos entscheidend

sind. Maßgebend für die Entwicklung der neuen

Giromodelle war daneben die Erkenntnis, dass

Zusatzleistungen in Verbindung mit dem Girokonto

von drei Vierteln der Kunden weder genutzt noch

gewünscht sind.

Einfl ussgrößen bei der Auswahl eines Girokontos

Angaben in %

Monatlicher

Grundpreis

Anbieter

Einzelpreise für

Transaktionen

Vergünstigungsmodell1)

Monatl. Aufpreis für

Zusatzpakete

Zusatzpakete 2)

Quelle: tns Infratest

5

9

13

22

20

32

0 5 10 15 20 25 30 35

1) Zum Beispiel kostenlose Kontoführung bei Gehaltseingang.

2) Zum Beispiel Kreditkarte, Reisepaket.

Die Berliner Sparkasse entschied sich für zwei

schlanke und transparente Kontomodelle und setzt

damit auf ein faires Angebot ohne „Sternchen“, ohne

Mindestgehaltseingang oder sonstige Bedingungen:

„Keine bösen Überraschungen“ lautet das Motto.

Beide Konten können die Kunden mit zwei unterschiedlichen

Reisepaketen ergänzen. Daneben bietet

die Berliner Sparkasse das Konto für junge Leute an.


Die Berliner Sparkasse finanziert

meine Wünsche nach Maß.

Silke Marx-Patzek, 39, schätzt die kompetente und persönliche Beratung der Berliner Sparkasse.

Zuletzt finanzierte die Sparkasse der Familie mit drei Kindern die Wohnungsrenovierung.

b Das Girokonto für einen monatlichen Preis von

zwei Euro richtet sich an Kunden, die ihren

Zahlungsverkehr vorrangig per Online- oder

Telefon-Banking abwickeln. Einzelne Leistungen,

wie zum Beispiel die Überweisung per Beleg,

sind nicht inbegriffen.

b Das Girokonto Comfort für einen monatlichen

Preis von vier Euro bietet denjenigen Kunden,

die lieber ein Pauschalpaket erwerben, sämtliche

Leistungen im Zahlungsverkehr ohne zusätzliche

Kosten.

15

b Ergänzt werden die Girokonten durch Das Reisepaket

und Das Reisepaket Gold. Beide Pakete

beinhalten jeweils eine Kreditkarte mit attraktiver

Guthabenverzinsung und die Möglichkeit, mit der

SparkassenCard im Ausland kostenlos Bargeld

abzuheben. Das Reisepaket Gold enthält zusätzlich

ein umfassendes Versicherungspaket.

Nicht nur bei der Produktgestaltung wirkten die

Kunden der Berliner Sparkasse mit, auch über

das Design der künftigen Kartenfamilie konnten

sie in einer Online-Umfrage selbst entscheiden.


So fiel die Wahl der Berliner auf das Brandenburger

Tor, Wahrzeichen der Stadt, als Motiv für die SparkassenCard,

die Kreditkarten und die VISA Prepaid-Karte.

Bereits in den ersten Monaten des Jahres 2009 war

der Erfolg der neuen Produktpalette deutlich spürbar:

Bis zum 31. März 2009 wurden rund 187.000 Konten

in den Modellen Das Girokonto Comfort und Das

Girokonto verzeichnet. Davon wurden etwa 16.000

Konten neu eröffnet. Rund 20 % der Konten profitieren

zusätzlich von den Vorteilen des Reisepakets

bzw. des Reisepakets Gold.

Angebot für junge Leute

Die Berliner Sparkasse hat ihr Angebot für die

bedeutende Zielgruppe der jungen Kunden vollständig

überarbeitet und bietet ihnen nun ein „mitwachsendes

Konto“ an: Das Konto für junge Leute von

0 bis 29 Jahren ändert bei gleichbleibender Kontonummer

seinen Charakter vom Sparkonto mit

Mitgliedschaft im KNAX-Klub über ein Taschengeldkonto

und das Jugendgirokonto bis hin zum vollwertigen

Girokonto. So passt es sich mit den entsprechenden

Produktangeboten den Bedürfnissen jeder

Generation an. Bis zum 30. Geburtstag bleibt das

Konto für junge Leute für Auszubildende, Studenten

sowie Wehr- und Zivildienstleistende kostenfrei. Es

wird ergänzt durch ein Betreuungskonzept, das einen

regelmäßigen Kontakt zu den jungen Kunden und

ihren Eltern aufrechterhält.

Im ersten Quartal 2009 konnte bereits ein Bestand

von rund 30.000 Konten für junge Leute verzeichnet

werden, davon wurden fast 13.000 – vor allem in der

Altersgruppe bis elf Jahre – neu eröffnet.

Sparen

Die Förderung des Sparens war bereits im Gründungsstatut

der Berliner Sparkasse von 1818 ein zentrales

16

Element. Bis heute ist es ihr ein besonderes Anliegen,

die Berliner von Kindesbeinen an zum Sparen und

damit zur Eigenvorsorge zu animieren. Das Angebot

für unterschiedliche Zielgruppen und Sparbeträge

reicht vom klassischen Sparbuch und Festzinssparen

über das Internet-Tagesgeldkonto und Vorsorgesparpläne

bis hin zum „PS-Sparen und Gewinnen“.

Eine Kundenbefragung untersuchte, welche Kriterien

bei der Wahl eines kurzfristigen Anlageprodukts von

Bedeutung sind: der Zinssatz steht mit rund 57 %

an erster Stelle, gefolgt von dem Anbieter (17 %).

Eine nachrangige Rolle spielt die Anlageform (8 %).

Aufgrund der hohen Gewichtung des Anbieters als

Kriterium kann die Berliner Sparkasse ihren hohen

Markenwert, der bei den Befragungen bestätigt

wurde, als Verkaufsargument einsetzen.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse überarbeitete

die Berliner Sparkasse auch diese Produktlinie vollständig.

Es wurden neue Produkte entwickelt und die

bestehenden modifiziert. Seit Anfang 2009 sind die

neuen Angebote verfügbar. Im Mittelpunkt stehen

das Tagesgeldkonto Direkt für Kunden, die ihre Bankgeschäfte

online tätigen, und das Sparkassenbuch

Gold, ein klassisches Sparbuch mit einer sechsmonatigen

Kündigungsfrist. So bietet die Berliner

Sparkasse für jeden Kunden das passende Produkt

für kurzfristige Anlagen.

Damit entspricht das Angebot auch den Erkenntnissen

aus einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten

der Berliner Bevölkerung, die im Frühjahr

2008 in Auftrag gegeben wurde. Danach ist für

51 % der Befragten die Sicherheit der Anlage das

wichtigste Kriterium im Rahmen der Anlageentscheidung,

gefolgt von der kurzfristigen Verfügbarkeit

(21 %), dem langfristigen Vermögensaufbau

(13 %) sowie der Rendite (13 %).


Private Kunden

Optimierung der Vermögensstruktur –

Finanzplanung

Die persönliche Finanzplanung steht im Mittelpunkt

der Beratung der vermögenden Privatkunden der

Berliner Sparkasse. Im Beratungsgespräch erarbeiten

die Kundenbetreuer gemeinsam mit dem Kunden

eine individuelle Erfolgsstrategie zur Optimierung

der Vermögensstruktur.

Dabei passen Berater und Kunde das Vorgehen

einmal im Jahr an die aktuelle Lebenssituation an.

Grundlage der Finanzplanung ist die Analyse der

Vermögensstruktur, die gegebenenfalls optmiert

werden muss. Neben dem individuellen Vorsorgebedarf

deckt das Beratungsgespräch auch spezifische

Themen wie „Erben und Vererben“ ab, mit dem Ziel,

das Vermögen über die Generationen hinweg zu

erhalten und fortzuführen.

Vermögensplanung

Das Sparkassen-Finanzkonzept der Berliner Sparkasse

ist ein wichtiges Instrument für eine umfassende

Finanz- und Vermögensplanung. Es dient dazu, auf

der Basis einer Analyse der Finanzsituation eine

individuelle Gesamtlösung für den Kunden mit konkreten

Produktempfehlungen zu entwickeln – immer

orientiert an dessen Möglichkeiten, Bedürfnissen,

Zielen und Wünschen.

Ein Baustein des Sparkassen-Finanzkonzepts ist

die Optimierung der Vermögensstruktur. In einem

ersten Schritt erfasst der Berater gemeinsam mit

dem Kunden die vorhandenen Vermögenswerte.

Persönliche Ziele und Wünsche fließen ebenso in das

Beratungsgespräch ein wie die familiäre Situation

des Kunden. Abhängig von der individuellen Anlegermentalität

ist der Kunde als ertrags-, wachstums-

oder chancenorientiert einzustufen.

17

Mit zwei schlanken

und transparenten

Girokontomodellen

setzt die Berliner

Sparkasse auf ein

faires Angebot. Auch

mit den neuen Sparmodellen

bietet sie

für jeden Kunden das

passende Produkt.

Im nächsten Schritt erarbeiten Berater und Kunde

gemeinsam die optimale Vermögensstruktur. Je nach

Anlegermentalität empfiehlt der Berater eine ausgewogene

Mischung unterschiedlicher Anlageformen

wie Festgeld, Aktien bzw. Aktienfonds, Renten bzw.

Rentenfonds sowie Immobilienfonds. Das persönliche

Sparkassen-Finanzkonzept enthält alternative

Lösungsvarianten für den nachhaltigen Aufbau und

die langfristige Vermögenssicherung des Kunden.

Der Anspruch der Berliner Sparkasse ist es, dem

Kunden abgestimmt auf seine persönliche und

finanzielle Situation eine kompetente Empfehlung

für seine Geldanlagen auszusprechen – und dies

regelmäßig, sein ganzes Leben lang. In diesem

Zusammenhang wird auch die steuerliche Situation

des Kunden berücksichtigt.

Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge gewinnt immer mehr an

Bedeutung. Ziel ist die langfristige Sicherung des

Wohlstands jedes einzelnen Kunden. Auch zu diesem

Thema nutzt die Berliner Sparkasse das Sparkassen-

Finanzkonzept für eine optimale Beratung.


Private Kunden

Nach der grundlegenden Analyse von Vermögen

und bereits getroffenen Vorsorgemaßnahmen

be rechnet der Berater die individuelle Versorgungslücke

des Kunden im Alter. Auf dieser Basis empfiehlt

er individuelle, den persönlichen Zielen und

Wünschen angepasste Lösungen. Die Produktpalette

für die Altersvorsorge umfasst neben den staatlich

geför derten Altersvorsorgeprodukten wie Riester-

und Rürup-Rente sowie betrieblicher Altersversorgung

auch Rentenversicherungen, Investmentfonds

und Vorsorgesparpläne.

Wie bei allen Produkten legt die Berliner Sparkasse

auch bei der Altersvorsorge Wert auf eine bedürfnisorientierte

Beratung der Kunden durch ihre Mitarbeiter.

Umso mehr freute sie sich über das Testergebnis

der bundesweiten Studie „Beste Altersvorsorge

2008“ des Deutschen Instituts für Service-

Qualität mit 15 deutschen Banken: In der Kategorie

„Persönliche Beratung“ ließ die Berliner Sparkasse

mit 83,7 von möglichen 100 Punkten alle Mitbewerber

hinter sich. Als einzige Bank erhielt sie für

18

die Qualität ihrer Bedarfsanalyse das Urteil „sehr

gut“. Die Serviceleistung wurde als „gut“ bewertet.

Im Gesamtranking belegte die Berliner Sparkasse

bundesweit den dritten Platz.

Mit einer jährlichen Kampagne trägt die Berliner

Sparkasse dazu bei, die Kunden für die Themen

Sparen und Altersvorsorge zu sensibilisieren.

Auch 2008 gab sie eine repräsentative Studie zum

Thema Altersvorsorge in Auftrag. Demnach nimmt

das Bewusstsein, nicht ausreichend für das Alter

vor zusorgen, in der Berliner Bevölkerung zu.

Waren es 2007 noch 32 % der Befragten, so sehen

sich 2008 nur noch 18 % völlig ausreichend fürs

Alter abgesichert. Dennoch bleibt der Anteil derer,

die gar nicht vorsorgen, mit 30 % weiterhin sehr

hoch.

Online-Vertrieb

Die Internetfiliale der Berliner Sparkasse bietet den

Kunden umfassende Informationen zu allen Leistungen.

Die Online-Landschaft reicht von Information

und Beratung bis hin zum Produktabschluss. Die

Internetpräsenz erlaubt nicht nur das direkte Online-

Geschäft, sondern dient auch der umfangreichen

Abschlussvorbereitung für die aktive Überleitung

von Kunden in andere Vertriebswege.

So hat der Kunde beispielsweise die Möglichkeit,

anOnline-FinanzChecks mit den Schwerpunkten

Vorsorge, Vermögen oder Anlage teilzunehmen

oder auf verschiedene Lebensphasen abgestimmte

Produkte auf einen Blick auf dem Bildschirm zu

sehen und mit Hilfe von Musterrechnungen sofort

zu bewerten. Die intelligente Verzahnung der Vertriebs-

und Kommunikationswege hat bei der Berliner

Sparkasse hohe Priorität und bleibt eine der wesentlichen

Herausforderungen für die Zukunft.


Private Kunden

Auf der Basis einer umfassenden

Analyse empfiehlt die

Berliner Sparkasse den Kunden

individuelle, den persönlichen

Zielen und Wünschen angepasste

Lösungen.

Der Online-Kanal ist ein fester Bestandteil im Marketingkonzept

der Berliner Sparkasse, den sie aktiv

für den Kundendialog einsetzt. Unter dem Slogan

„Mach’s direkt!“ präsentiert sie sich im Internet

als moderne Multikanalbank. Eine informative,

unterhaltsame und interaktive 3-D-Online-Plattform

ist Kernstück der „Mach’s direkt!“-Kommunikation.

Daneben setzt die Internetfiliale moderne Medien

wie Podcasts oder Videofilme ein, um spezielle

Zielgruppen anzusprechen und die Wettbewerbsfähigkeit

sicherzustellen.

Neben der Sicherheit im Online-Banking liegt der

Schwerpunkt der Internetpräsenz auf der Qualität.

Im ibi Website Rating erreichte die Berliner Sparkasse

unter 300 deutschen Banken bereits in den vergangenen

Jahren mehrfach einen Platz unter den besten

zehn.

Kreditversorgung

Konsumentenkredite

Für den Finanzierungsbedarf ihrer Kunden hält die

Berliner Sparkasse passende Produkte mit attrak -

tiven Konditionen parat. Meist sind es ein Auto,

die Wohnungseinrichtung oder eine Urlaubsreise,

die auf der Wunschliste stehen. Der Allzweck- und

der Autokredit sind Schwerpunkte der regelmäßi -

gen Marketingaktionen der Berliner Sparkasse.

Die Kampagne „Bei uns ist drin, was draufsteht“

bekam von den Berlinern viel Lob und wurde sogar

außerhalb der Region als erfrischendes Beispiel

wahr genommen.

Mit dem kommunikativen Ansatz, einen „Allzweckkredit

mit ehrlichen Zinsen statt mit falschen Versprechen“

anzubieten, kann sich die Berliner Sparkasse

überaus gut im Wettbewerb positionieren.

Zudem finden die besonderen Aktionspreise während

der Kampagnen großen Anklang.

19

Die Berliner Sparkasse stellt an sich selbst den

Anspruch, ganzheitlich und umfassend zu beraten.

Aus diesem Grund betrachten die Berater bei einer

Kreditanfrage die gesamte finanzielle und persönliche

Situation des Kunden. Dabei sind Themen

wie Altersvorsorge, Vermögensaufbau und Familienabsicherung

wichtige Bausteine einer optimalen

Beratung.

Die Berliner Sparkasse sieht sich von Anfang an in

der Verantwortung, den Kunden vor einer möglichen

Überschuldung zu bewahren. Bei der Kreditvergabe

achtet sie auf die individuelle Lebenslage des Kunden

unter Berücksichtigung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse.

Sobald der finanzielle Rahmen des Kunden

eine Kreditzusage zweifelhaft macht, betrachtet

es die Berliner Sparkasse als ihre Aufgabe, auch ein

klares Nein auszusprechen und einer finanziellen

Notlage des Kunden vorzubeugen.

Die Berliner Sparkasse geht von einem beiderseitigen

Interesse daran aus, dass der Kunde den Kredit

zurückzahlt. Sollte es unerwartete Schwierigkeiten

geben, ist es ihr ein besonderes Anliegen, ihre

Kunden zur gemeinsamen Suche nach Lösungen

zu ermutigen. Den Allzweck- und Autokredit kann

der Kunde optional mit einer Restkreditversicherung

für den Todesfall, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit

absichern.

Baufinanzierung

Die ImmobilienCenter der Berliner Sparkasse garantieren

Immobilieneigentümern und denen, die es

werden wollen, die passende Beratung für alle Themen

rund um die private Immobilienfinanzierung.

Die Kunden können sich auf die Expertise der Berater

und ihre langjährige Erfahrung mit dem Berliner

Wohnungsmarkt verlassen.


Die Berliner Sparkasse ist überall da,

wo ich bin.

Privat und beruflich verlangt Thomas Puchert, 37, von seiner Bank volle Flexibilität und Erreichbarkeit – in Berlin und weltweit.

16.000 Standorte der Sparkassen in Deutschland, davon knapp 190 in Berlin, Online-Banking und Kreditkarte machen das möglich.

In Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern der

Sparkassen-Finanzgruppe bietet die Berliner

Sparkasse

b Objektvermittlung in Zusammenarbeit mit der LBS

Immobilien GmbH Berlin-Hannover

b Immobilienfinanzierung (Kauf, Bau und Modernisierung)

einschließlich Fördermittelberatung und

-beantragung

b Prolongation bzw. Umfinanzierung von laufenden

Immobilienfinanzierungen bei bzw. vor Ablauf der

Zinsbindung

b Forwarddarlehen sowie die entsprechende

Unterlegung mit Verbundprodukten

20

b Vermögensaufbau mit dem Schwerpunkt LBS

Bausparen

b Versicherungen in Zusammenarbeit mit der

Gothaer und der Feuersozietät Berlin-Brandenburg

Mit schlanken Prozessabläufen im standardisierten

Finanzierungsgeschäft garantiert die Berliner

Sparkasse den Kunden eine schriftliche Darlehenszusage

binnen 48 Stunden nach der Beratung. Das

Beratungsangebot nahmen die Bürger verstärkt

in Anspruch: Rund 5.500 anspruchsvolle Beratungsgespräche

führten die Experten der Berliner Sparkasse

im Jahr 2008. Das sind etwa 380 Gespräche mehr

als im Jahr davor.


Private Kunden

Dabei geht es nicht nur um die Finanzierung von

Neubauten. Bereits seit einiger Zeit ist zu beobachten,

dass der Neubau von Wohnungen auch in

Berlin zurückgeht. Gebrauchte Eigenheime und

Eigentumswohnungen liegen dagegen zunehmend

im Trend. Neben dem Kaufpreis der Immobilie gibt

es hier meist zusätzlichen Finanzierungsbedarf, um

Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen

einzuleiten.

Auch langjährige Immobilienbesitzer machen sich

Gedanken über das Modernisierungspotenzial ihres

Eigenheims. Ein Thema, das seit einiger Zeit besondere

Aufmerksamkeit hervorruft, ist das Energiesparen.

Laut Umfragen der Landesbausparkassen

ist jeder vierte Immobilieneigentümer mit seinem

Ener gieverbrauch unzufrieden. Sowohl die steigenden

Energiepreise in den letzten Jahren als auch die

Einführung des Energieausweises zum 1. Juli 2008

bieten vermehrte Anreize, um über Maßnahmen für

mehr Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden

nachzudenken.

Die Berliner Sparkasse griff das Thema im vergangenen

Jahr bei mehreren Beratungstagen und Informationsveranstaltungen

auf, um ihre Kunden weiter für

das Thema zu sensibilisieren und Möglichkeiten für

das Energiesparen aufzuzeigen. Dabei setzte sie auf

die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern wie

Energieberatern, Handwerkern und Architekten. Die

Veranstaltungen stießen auf reges Kundeninteresse.

Im Internet der Berliner Sparkasse steht zum Thema

Immobilien eine besondere Serviceleistung für die

Kunden bereit. Hier können sie sich im Vorfeld eines

Beratungsgesprächs umfassend mit Hilfe des „Immobilien-Guides“

informieren: Eine junge Dame führt

durch eine virtuelle Welt „rund um die Immobilie“

und versorgt den Interessierten mit allen wissenswerten

Informationen.

21

Konto für jedermann

Das Girokonto als Medium der bargeldlosen Transaktionen

und Bindeglied zum Wirtschaftskreislauf

ist aus der heutigen Lebensführung nicht mehr

wegzudenken. Ohne Girokonto ist man vom bargeldlosen

Zahlungsverkehr ausgeschlossen. Dies führt

zu erheblichen Belastungen der Betroffenen – letztlich

zur wirtschaftlichen und sozialen Ausgrenzung.

Aufgrund der öffentlichen Diskussion gab der Zentrale

Kreditausschuss im Juni 1995 eine Empfehlung zum

Girokonto für jedermann heraus, die für die Banken

allerdings keinerlei rechtliche Bindungswirkung hat.

Die Berliner Sparkasse orientiert sich grundsätzlich

an dieser Empfehlung. Für Kunden mit geringem

bzw. unregelmäßigem Einkommen oder mit negativem

Schufa-Eintrag bietet die Berliner Sparkasse

ein Girokonto auf Guthabenbasis an, um eine Verschuldung

auszuschließen.

Die Anzahl der Konten auf Guthabenbasis steigt jährlich:

Hatten im Jahr 2006 rund 38.000 Kunden ein

solches Konto, waren es 2007 schon rund 46.000.

Im Jahr 2008 nahmen bereits etwa 51.000 Kunden

diesen Service der Berliner Sparkasse in Anspruch.

Neuerungen und Veränderungen

Qualität durch Qualifizierung

Die Berliner Sparkasse verfolgt konsequent das

Ziel, die Marktführerschaft in Berlin aktiv zu leben.

In einem hart umkämpften Bankenmarkt will sie sich

klar als Qualitätsführer positionieren. Eine wichtige

Rolle spielt dabei die regelmäßige Qualifizierung

der Mitarbeiter. Ziel ist es, die Mitarbeiter zu ermuntern,

ihre eigene berufliche Karriere in der Berliner

Sparkasse aktiv zu gestalten, und ihnen dabei

die bestmögliche Begleitung und Unterstützung zu

bieten. Die Berliner Sparkasse entwickelte im Jahr


Private Kunden

Die Berliner Sparkasse versteht die gezielte

Qualifizierung ihrer Mitarbeiter als Ausdruck

ihrer Qualitätsstrategie.

2008 zwei neue Qualifizierungsmaßnahmen für

ihre Mitarbeiter.

Mit dem „S-PowerCheck“ steht den Beratern ein

praxisorientiertes und onlinebasiertes Selbstlernprogramm

zur Verfügung, das gleichzeitig als

Wissenstest genutzt werden kann. Ziel ist es, Fachwissen

mit verschiedenen Wissens-Checks strukturiert

aufzufrischen und zu vertiefen. In virtuellen

Kundengesprächen müssen die Berater sich auf insgesamt

elf Wissensgebieten (z. B. Girokonto, staatliche

Förderung, Fonds, Vorsorge) behaupten und

bekommen eine persönliche Leistungseinschätzung.

So können die Teilnehmer ihre individuellen Stärken

und Lernfelder identifizieren und daran arbeiten.

Außerdem startete die Berliner Sparkasse das

Programm „Vertriebskarriere“. Es unterstützt Vertriebsmitarbeiterinnen

und -mitarbeiter, die sich

dazu entschlossen haben, ins nächsthöhere Beratungssegment

aufzusteigen. So hat beispielsweise

ein Berater, der zuvor Individualkunden betreute

und nun zu den Vermögensanlagekunden wechselt,

die Möglichkeit einer gezielten Vorbereitung

auf seine neue Position. Die Teilnehmer erhalten

individuelle Trainings mit internen und externen

Dozenten mit entsprechenden Fachkenntnissen.

Zum Programm gehören neben fachlichen Qualifizierungsbausteinen

ebenso Schulungen in der

Gesprächsführung für die unterschiedlichen Beratungsansätze

je nach Kundensegment.

Alle Qualifizierungsmaßnahmen bereiten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer professionell und

intensiv darauf vor, ihre Zielfunktion innerhalb der

Berliner Sparkasse zu übernehmen. Dazu zählt nicht

nur die Vermittlung von Fachwissen, sondern vielmehr

auch die begleitete Einarbeitung in die neue

Aufgabe. Die Qualifizierungsprogramme schaffen

zudem den Vorteil, dass sich Netzwerke bilden und

22

die ehemaligen Teilnehmer auch im späteren Leben

ihre Erfahrungen austauschen.

Die Berliner Sparkasse versteht die gezielte Qualifizierung

ihrer Mitarbeiter als Ausdruck der Qualitätsstrategie.

Das regelmäßige Arbeiten an der fachlichen

und persönlichen Kompetenz ist wichtiger Bestandteil

des sicheren Umgangs im Kundengeschäft.

Die Berliner Sparkasse ist überzeugt davon, dass die

Anstrengungen der Mitarbeiter mit Vertriebserfolgen

belohnt werden.

Elektronisches Unterschriftsverfahren

Im Jahr 2008 führte die Berliner Sparkasse ein

moder nes elektronisches Unterschriftsverfahren ein.

Die Kunden unterschreiben nicht mehr auf Papier,

sondern auf einem digitalen Unterschriftentablett.

Die Unterschrift wird direkt in das elektronisch vorliegende

Dokument eingebettet. Selbstverständlich

erhält der Kunde anschließend nach wie vor ein

Papierexemplar.


Private Kunden

Die Vereinfachung der Arbeitsabläufe – die Dokumente

müssen nun nicht mehr auf dem Postweg zu

den Mitarbeitern in die Marktfolge, die sie bisher

scannten und weiterbearbeiteten – spart nicht

nur Papier und Transportzeit, sondern vermeidet

auch mögliche Fehler. Außerdem erleichtert das neue

Verfahren bei der Kontoeröffnung auch die gesonderte

Unterschriftsprobe für spätere Autorisierungen,

zum Beispiel bei Überweisungen. Das neue Verfahren

sorgt über eine entsprechende Schnittstelle zum

Unterschriftenprüfsystem für den verlustfreien Transport

der Daten und garantiert so ein erhöhtes Maß

an Sicherheit.

SparkassenCard plus

2008 startete die Berliner Sparkasse mit einem ausgewählten

Kundenkreis einen Test zur Einführung

der SparkassenCard plus. Diese mit einem festgesetzten

Kreditrahmen ausgestattete Debitkarte kann im

Handel zur Bezahlung eingesetzt werden. Innerhalb

des Kreditrahmens kann der Kunde Beträge nach

Wunsch in Anspruch nehmen und zahlt diese in frei

wählbaren monatlichen Raten zurück. Die Resonanz

der Kunden war überaus positiv und lag am oberen

Rand der Erwartungen. Im Jahr 2009 setzt die

Berliner Sparkasse die Pilotierung fort. Nach der

Bewertung wird entschieden, ob und in welchem

Umfang diese Karte künftig das Produktangebot

der Berliner Sparkasse erweitert.

Erweiterter Service der ImmobilienCenter

Um die Zusammenarbeit mit kompetenten Maklern

auszuweiten und Finanzierungspotenziale direkt an

der Verkaufsstelle zu nutzen, rief die Berliner Sparkasse

2008 ein „Mobiles Vertriebsteam“ ins Leben.

Hauptaufgabe des Teams ist es, Kontakte mit Maklern

und Projektentwicklern herzustellen und die Berliner

Sparkasse als kompetenten Partner „rundum die

Immobilie“ zu positionieren. Makler, Hausbaufirmen

und Bauträger sollen als Kooperationspartner ge -

23

wonnen werden und ihre Interessen ten zur Berliner

Sparkasse vermitteln. Die Beratung der Interessenten

erfolgt in den drei Immobilien Centern. Bei Bedarf ist

das Mobile Vertriebsteam der Berliner Sparkasse auch

auf Hausbaumessen, in Musterhäusern und großen

Neubaugebieten vor Ort im Einsatz.

Auch mit dem Partner LBS Immobilien GmbH – dem

LBS-eigenen Anbieter von Wohnungen, Häusern und

Grundstücken – arbeitete die Berliner Sparkasse noch

intensiver zusammen und konnte so die Vermittlung

von Finanzierungsgeschäften weiter forcieren. Im

Internetgeschäft begann die Berliner Sparkasse 2008,

die Zusammenarbeit mit einem der größten regionalen

Online-Immobilienanbieter – Immobilien-Scout24 –

zu testen.


Private Kunden

Die Kunden

zeigten Vertrauen

in die Berliner

Sparkasse

als soliden und

verlässlichen

Finanzpartner.

Um den Qualitätsaspekt in der Beratung weiter zu

intensivieren, werden regelmäßige Maßnahmen wie

beispielsweise Kundenbefragungen, Testberatungen,

Coaching sowie Audits in den ImmobilienCentern

durchgeführt. Des Weiteren startete im vergangenen

Jahr die Testphase für ein neues Beratungsmodul.

Die verbesserten Prozessabläufe kommen den

Kunden in Form einer schnelleren Bearbeitung ihrer

Anfragen zugute.

Leistungsdaten

Die Kennwerte in diesem Bericht entsprechen der

Segmentberichterstattung des Geschäftsberichts der

Landesbank Berlin Holding. Dabei ist zu berücksichtigen,

dass in das Geschäftsfeld Private Kunden neben

dem Geschäft der Berliner Sparkasse auch das Private

Banking der Landesbank Berlin, das überregionale

Kreditkartengeschäft, das im Jahr 2008 erworbene

Absatzfinanzierungsgeschäft sowie die konsolidierten

Unternehmen netbank AG und Versicherungsservice

GmbH einbezogen sind.

Konten

Die Anzahl der Girokonten konnte trotz der teilweise

aggressiven Preispolitik des Wettbewerbs nahezu

konstant auf Vorjahresniveau gehalten werden: Zum

Jahresende 2008 waren es rund 1.047.000 Konten

im Privatkundenbereich (nach neuer Ermittlungsmethode,

ohne netbank AG).

Die Zahl der Sparkonten verringerte sich leicht

auf rund 1.535.000.

24

Die Anzahl der Depots ging im Jahr 2008 von

circa 93.000 im Vorjahr auf etwa 88.000 zurück.

Dies ist zum großen Teil kein echter Rückgang,

sondern auf eine aktive Kundenbetreuung zurückzuführen:

Die Berater empfehlen ihren Kunden,

Kleinstdepots zu Fondsgesellschaften zu verlagern,

um Kostenvorteile für den Kunden auszuschöpfen.

Einlagen

In der Finanzkrise zeigte sich das Vertrauen der

Kunden in die Sparkasse als soliden und verlässlichen

Finanzpartner: Das Volumen der Einlagen

wuchs im Geschäftsjahr 2008 im Vergleich zum

Vorjahr um 7,6 % auf 12,35 Mrd. Euro, das Volumen

der Einlagen konnte (ohne die netbank AG) um 6 %

auf 11,6 Mrd. Euro gesteigert werden. Die weitere

Verschiebung hin zu höherverzinslichen Produkten

führte zu einer Verringerung der Marge. Die im Geschäftsfeld

Private Kunden gehaltenen Spareinlagen

erhöhten sich im Jahr 2008 um 7 % auf 7,2 Mrd. Euro.

Kredite

Das Kreditvolumen des Geschäftsfelds Private Kunden

erreichte zum 31. Dezember 2008 insgesamt

3,96 Mrd. Euro und lag damit um 21,6 % über dem

Vorjahreswert. Zu berücksichtigen ist die erstmalige

Einbeziehung des Absatzfinanzierungsgeschäfts mit

einem Volumen von 0,5 Mrd. Euro. Ohne den Zugang

hätte die Steigerungsrate bei 5,4 % gelegen.

Das Geschäft mit Ratenkrediten/Allzweckdarlehen

der Landesbank Berlin wuchs 2008 planmäßig. Der

Bestand dieser Kreditart lag per Jahresende mit

602,7 Mio. Euro um 10,9 % über dem Niveau am

gleichen Stichtag des Vorjahres. Das Neugeschäft

bei Ratenkrediten/Allzweckdarlehen erreichte

im Geschäftsjahr 2008 416,8 Mio. Euro (Vorjahr:

363,4 Mio. Euro). Der zweckgebundene Autokredit

hatte im Jahr 2008 einen Anteil von 9,5 % am

ge samten Neugeschäft mit Allzweckdarlehen.


1) Einschließlich der im Jahr 2007 erworbenen netbank AG mit einem Volumen von 795 Mio. Euro im Jahr 2008 (2007: 543 Mio. Euro).

2) Vorjahreszahlen angepasst.

1) Einschließlich der im Jahr 2007 erworbenen netbank AG mit einem Volumen von 86 Mio. Euro im Jahr 2008 (2007: 65 Mio. Euro)

und des im Jahr 2008 erworbenen Portfolios Absatzfi nanzierung mit einem Volumen von 528 Mio. Euro.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

25

Private Kunden – Einlagen 1)

Mio. Euro 31.12.2008 31.12.2007 2)

Sichteinlagen 3.159 3.441

Tagesgelder 506 17

Termineinlagen/Sparbriefe 483 572

Spareinlagen 7.185 6.718

Cash direkt 1.017 735

Summe Kundeneinlagen 12.350 11.483

Private Kunden – Kredite 1)

Mio. Euro 31.12.2008 31.12.2007 2)

Kontokorrentkredite 292 298

Geldmarktnahe Kredite 541 400

Immobilienkredite 1.541 1.554

Andere Kredite

(z. B. Konsumentenkredite)

1.583 1.003

Summe Forderungen an Kunden 3.957 3.255

Das private Baufinanzierungsgeschäft konnte die

Landesbank Berlin 2008 ebenfalls steigern.

Das valutierte Neugeschäft stieg um 10,3 % auf

183,2 Mio. Euro.


Firmenkunden

Firmenkunden

Grundangebot und Erfüllung des öffentlichen

Auftrags

Im Firmenkundengeschäft betreut die Berliner

Sparkasse rund 52.000 Gewerbetreibende. Das

an den Wünschen der Zielgruppen orientierte

Angebot umfasst mit dem Zahlungsverkehr und

dem Anlagegeschäft sowie Betriebsmittel-,

In vestitions- und weiteren Finanzierungslösungen

alle Bankdienstleistungen. Ergänzend haben die

Kunden die Möglichkeit, unter anderem Leistungen

für das Auslandsgeschäft, Leasing und Factoring,

Electronic Banking, Experten-Know-how und die

Begleitung bei Unternehmensgründungen und

-nachfolgen sowie kapitalmarktnahe Produkte in

Anspruch zu nehmen. Daneben nutzt die Berliner

Sparkasse intensiv die Angebote von Verbundpartnern,

wie der LBB-INVEST, oder Kooperationspartnern

im Versicherungsgeschäft.

26

Ankerprodukte sind die im Vorjahr neu eingeführten

Firmenkontenmodelle, die sich nach Grundpreis,

Freiposten und weiteren Leistungsmerkmalen unterscheiden.

Mit dem differenzierten Leistungsangebot

des FirmenKonto direkt für einen Euro mit wenigen

im Grundpreis enthaltenen Leistungskomponenten

bis hin zu höherwertigen Angeboten mit zahlreichen

Inklusivleistungen trägt die Berliner Sparkasse dem

unterschiedlichen Nachfrage- und Nutzungsverhalten

ihrer Gewerbekunden Rechnung. Die Kontofamilie

wird ergänzt mit dem FirmenKonto Basis, einer

Variante auf Guthabenbasis. Dieses Konzept nahmen

die Firmenkunden wegen der hohen Flexibilität im

vergangenen Jahr gut an.

Vertriebswege

In der BusinessLine und den FirmenkundenCentern

setzt die Berliner Sparkasse ihr differenziertes

Betreuungskonzept mit einem innovativen Vertriebswegemix

um. Gemeinsam mit den PrivatkundenCentern

stellen diese Wege über ein flächendeckendes

Geschäftsstellennetz die Nähe zum Kunden sicher.

Die BusinessLine ist ein innovativer telefonischer

Direktbankvertriebsweg für die Gewerbekunden der

Berliner Sparkasse. Dazu zählt die Berliner Sparkasse

alle Firmenkunden mit einem Jahresumsatz bis

2,5 Mio. Euro. Qualifizierte Firmenkundenberater

betreuen die Kunden in der BusinessLine bei verlängerten

Servicezeiten montags bis freitags im

Zeitraum von 8.00 bis 18.00 Uhr. Jährlich steigende

Kundenzahlen bestätigen die hohe Akzeptanz bei

den Kunden der Berliner Sparkasse.

Für Gewerbekunden mit einem breiteren Nachfrageprofil

stehen die zwölf über das ganze Stadtgebiet

verteilten FirmenkundenCenter kundennah und

mit einem ebenso bedarfsorientierten Angebot und

hochwertiger Beratung zur Verfügung.


Die Berliner Sparkasse war von meiner

Geschäftsidee von Anfang an überzeugt.

Christoph Westerbarkey gehört mit der DELIGHT RENTAL SERVICES GmbH zu den Gründern, die die Sparkasse finanziert hat. Bei ihm

mieten professionelle Fotografen hochwertiges Equipment. Heute arbeiten bereits mehr als 20 feste und freie Mitarbeiter für ihn.

Darüber hinaus bietet die Berliner Sparkasse als

einzige Bank am Bankplatz Berlin die Beratung

in eigenen KompetenzCentern an. Deren Mitarbeiter

sind auf das Auslandsgeschäft, Existenzgründungen

und Unternehmensnachfolge, Leasing und Factoring

sowie Electronic Banking spezialisiert. Auch alle

PrivatkundenCenter stehen den Firmenkunden

der Berliner Sparkasse für ihre Bankgeschäfte zur

Verfügung.

27

Die Kunden profitieren von den spezifischen Stärken

der Berliner Sparkasse im Firmenkundengeschäft,

mit ihrer fundierten und langjährigen Kenntnis des

Marktes sowie der starken Präsenz und Vernetzung

in der Kernregion. Der enge Dialog mit den Kunden

in dem von kleinen Gewerbetreibenden geprägten

Berliner Umfeld führt zu hoher Kundenbindung und

Kundenzufriedenheit.


Firmenkunden

Kreditversorgung

Kredite für Firmenkunden

Bereits im Gründungsstatut von 1818 erhielt die

Berliner Sparkasse den Auftrag, bei der „Etablierung

eines Gewerbes“ behilflich zu sein. Auch heute noch

widmet sie sich im Dialog mit ihren Kunden der

„Befriedigung des örtlichen Kreditbedarfs, insbesondere

des Mittelstands“.

Die Firmenkundenbetreuer der Berliner Sparkasse

vergeben Kontokorrent-, Investitions- und Avalkredite

und prüfen darüber hinaus, ob auch eine Leasing-

Finanzierung ein geeigneter Finanzierungsbaustein

ist. Die auch im Jahr 2008 zusammen mit dem

Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

durchgeführte Mittelstandsumfrage hat erneut die

28

Bedeutung des langfristigen Bankdarlehens als

traditionelle Finanzierungsquelle für den Berliner

Mittelstand bestätigt. Zwei von drei befragten

Firmenkunden nennen das Darlehen als Finanzierungs

quelle für ihre Investition. Jeder dritte Kunde

greift auf öffentliche Fördermittel als Finanzierungsquelle

zu. In Zusammenarbeit mit öffentlichen

Förderinstituten wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau

(KfW), der IBB oder der Bürg schaftsbank

Berlin-Brandenburg informiert die Berliner Sparkasse

über Fördermöglichkeiten und prüft die

Förderfähigkeit von Investitionsvorhaben. Mit Hilfe

von Gründungsdarlehen und Förderkrediten erhalten

junge und innovative Unternehmen mit staatlicher

Unterstützung eine wirksame Starthilfe.


Firmenkunden

Genutzte Formen der Finanzierung

Angaben in %

Darlehen

(mittel-/langfristig)

Öffentliche

Fördermittel

Leasing

Kontokorrentkredit

(kurzfristig)

Sonstiges

Quelle: Befragung der LBB; Berechnungen der DIW econ GmbH, 2008

29

3

28

0 10 20 30 40 50 60 70

Mit dem ambitionierten Leistungsversprechen, die

Kreditvergabe in längstens 48 Stunden zu ermöglichen,

beweist die Berliner Sparkasse ihre hohe

Servicequalität als Ergebnis einer weiteren Opti mierung

der Prozesse im Firmenkundengeschäft.

Existenzgründung

Im KompetenzCenter „Gründungen und Unterneh -

mensnachfolge“ erfolgt die Akquisition, qualifizierte

Beratung sowie Finanzierung und Betreuung von

Existenzgründern und Jungunternehmern. Mit der

Förderung von Existenzgründungen in der Region

leistet die Berliner Sparkasse einen weiteren Beitrag

zur Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags.

33

29

Da der Erfolg der Gründung von dem individuellen

Finanzierungskonzept abhängt, entwickeln die

Spezialisten des KompetenzCenters eine individuelle

Gründungsfinanzierung für die Kundin oder den

Kunden, die sowohl klassische Finanzierungsformen

als auch öffentliche Fördermittel einbezieht. Damit

65

Die Spezialisten der

Berliner Sparkasse

mit ihrer individuellen

Branchenkompetenz

begleiteten im Jahr

2008 mehr als 300

Unternehmensgründer

bzw. -nachfolger

und entwickelten

gemeinsam mit ihnen

individuelle Finanzierungskonzepte.

kommt die Berliner Sparkasse auch ihrer Aufgabe

nach, zu öffentlichen Förderprogrammen zu beraten.

Sollte der Gründer nicht über bankübliche Sicherheiten

verfügen, werden auch Bürgschaften von

öffentlichen Förderinstituten in die Finanzierung

einbezogen.

Mittlerweile begleitete die Berliner Sparkasse seit

Gründung des KompetenzCenters im Jahr 2000

mehr als 1.300 Existenzgründer auf ihrem Weg zum

Unternehmer. Allein im Jahr 2008 betreuten die

Spezialisten mit ihrer individuellen Branchenkompetenz

mehr als 300 Unternehmensgründer bzw.

-nachfolger.


Unsere drei Backstuben hat die Sparkasse

schnell und unkompliziert finanziert.

Die Bäckermann Backwaren und Feinkost GmbH backt nach alter schwäbischer Tradition mit natürlichen Rohstoffen. 2008 eröffnete

Herbert Heinig mit Hilfe der Berliner Sparkasse eine weitere Bäckerei. Hier können die Kunden direkt beim Backen zusehen.

Dabei reichte die Berliner Sparkasse jedes zweite

Startgeld der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für

Existenzgründer in Berlin aus. Auch in der bundesweiten

Erhebung der Sparkassen-Gründungsstatistik,

an der rund 200 Institute teilnehmen, schneidet die

Berliner Sparkasse wieder gut ab. Im Jahr 2008

belegte sie bei Anzahl und Finanzierungsvolumen

der Gründungsvorhaben erneut einen Platz unter den

ersten drei.

Die bereits mehr als 7.500 Beratungsgespräche mit

potenziellen Unternehmensgründern seit 2003

führten zu einer sichtbar höheren Erfolgsquote im

Vergleich zu Gründungen ohne diese Beratung.

30

Da zu einer erfolgreichen Gründung auch ein plausibles

und umsetzbares Geschäftskonzept gehört,

erstreckt sich diese Beratungsleistung auch auf

die Unterstützung bei der Erstellung des Geschäftsplanes.

Damit stellt die Berliner Sparkasse auch auf

diesem Feld ihre Beratungsqualität und die kompetente

Begleitung innovativer Existenzgründer unter

Beweis.

Innovative Existenzgründer unterstützt die Berliner

Sparkasse bei ihrem Schritt in die Selbständigkeit

auch über den Businessplan-Wettbewerb Berlin-

Brandenburg seit der Gründung der Initiative im Jahr

1995. Als Premiumpartner des Innovationspreises


Firmenkunden

Berlin-Brandenburg fördert sie darüber hinaus

Unternehmen aus ihrer Region bei der wirtschaftlichen

Umsetzung von Innovationen.

Neuerungen und Veränderungen

Marktführerschaft

Die Berliner Sparkasse übernahm 2008 in ihrer

Region die Marktführerschaft im Geschäft mit

Firmenkunden. Eine Befragung von 750 Unternehmen

durch das Marktforschungsinstitut tns Infratest

im Juni und Juli 2008 zeigte die gefestigte Marktposition.

Unter den befragten Gewerbekunden gaben

vier von zehn Unternehmen an, mittlerweile mit

der Berliner Sparkasse zusammenzuarbeiten. Auch

als ihre Hausbank – die wichtigste Bankverbindung –

wählten erneut mehr Unternehmen als im Vorjahr

die Berliner Sparkasse. Dieses Vertrauen der Kunden

bestätigt die Qualität der Kundenbetreuung und

das Geschäftsmodell. Die um rund 1.000 erhöhte

Kundenanzahl bei Gewerbetreibenden und mittelständischen

Firmenkunden ist der Beleg für dieses

Studienergebnis.

Themenbezogene Beratungsgespräche

Mit dem im Jahr 2008 eingeführten „Strategiegespräch“

gestaltet die Berliner Sparkasse die strukturierte

Beratung für ihre Firmenkunden nun

gezielt themenorientiert. Mit diesen jährlich stattfindenden

Gesprächen über die aktuelle Situation

und die aktuellen Planungen des Kunden positioniert

sich der Kundenbetreuer der Berliner Sparkasse

als verlässlicher und kontinuierlicher Partner,

der sich in den Kunden hineinversetzen und damit

die Kundenbedarfslage noch besser abschätzen

und aufnehmen kann. Die gute Vorbereitung der

Gesprächsthemen durch Kunden im Vorfeld des

Gespräches zeigt zum einen ihr großes Interesse

an diesem für sie neuen Beratungsangebot. Zum

31

anderen ermöglicht es dem Kundenbetreuer, die

Sorgen und Nöte seiner Kunden zu verstehen

und aufzunehmen. Auch dieser Betreuungsansatz

trägt dazu bei, hohe Qualitätsstandards im Firmenkundengeschäft

zu sichern und die Kundenbindung

zu intensivieren.

Qualitätszertifizierungen

Der TÜV Rheinland bestätigte im Jahr 2008 die

Service- und Beratungsqualität für das gesamte

Gewerbekundensegment. Die unabhängigen, überregionalen

TÜV-Prüfer hatten bereits 2006 und 2007

die Vertriebswege BusinessLine und Firmenkunden-

Center zertifiziert. Die Berliner Sparkasse war damit

die erste, die für ihr Gewerbekunden segment das

Qualitätssiegel erhielt. Die turnus mäßige erneute

Prüfung im Berichtsjahr verlief ebenfalls erfolgreich.

Im Kundenurteil wurden eine ausgeprägte

Zufriedenheit, hohe Weiterempfehlungsbereitschaft,

Zuverlässigkeit und Kompetenz bestätigt.

CountryDesk der Sparkassen-Finanzgruppe

Über die Beteiligung der Landesbank Berlin an der

CountryDesk GmbH ist die Berliner Sparkasse jetzt

Teil des internationalen Netzwerks der Sparkassen-

Finanzgruppe für die Betreuung von Firmenkunden

im Ausland. Sie hat damit Zugriff auf die Auslandskompetenz

aller beteiligten Landesbanken und

Sparkassen, die jeweils auf einzelne Regionen der

Welt spezialisiert sind und daher in diesen Märkten

eine hohe Expertise aufweisen. Das umfangreiche

neue Spektrum für Kunden der Berliner Sparkasse

reicht dabei von einer Kontoeröffnung im Ausland

direkt in der Filiale der Berliner Sparkasse bis hin

zur deutschsprachigen Begleitung im Ausland

vor Ort bei der Markterschließung. Auch anderen

Sparkassen steht sie mit ihrer lokalen Expertise und

Infrastruktur, über die Landesbank Berlin aber auch

für Finanzierungsanfragen in Mittel- und Osteuropa

zur Verfügung.


Firmenkunden

32

Leistungsdaten

Bei den nachfolgenden Kennwerten, die der Segmentberichterstattung

Firmenkunden des Geschäftsberichts

der Landesbank Berlin Holding folgen,

ist zu berücksichtigen, dass neben dem Geschäft

der Berliner Sparkasse auch das Geschäft der Landesbank

Berlin mit großen und mittelständischen

Firmenkunden (über 2,5 Mio. Euro Jahresumsatz)

einbezogen wird.

Konten

Die Anzahl der Girokonten konnte auch im Jahr 2008

weiter erhöht werden, so dass zum Jahresende rund

67.000 Girokonten im Geschäftsfeld Firmenkunden

geführt wurden. Zum 31. Dezember 2008 unterhielt

die Landesbank Berlin außerdem rund 26.000 Sparkonten

im Firmenkundenbereich.

Einlagen

Das Einlagengeschäft des Geschäftsfelds Firmenkunden

zeigte 2008 mit einem Volumenwachstum

von 18,7 % auf 4,2 Mrd. Euro erneut eine erfreuliche

Entwicklung. Damit entsprach die Landesbank

Berlin beim Einlagenwachstum dem Branchentrend

für inländische Unternehmen am Bankplatz Berlin-

Brandenburg bis zum dritten Quartal. Im vierten

Quartal 2008 war im Firmenkundengeschäft der

Landesbank Berlin als Reaktion auf die Verwerfungen

an den Finanzmärkten ein verstärktes Einlagenwachstum

mittelständischer Unternehmen und

Gewerbekunden zu verzeichnen.


Firmenkunden

Vor allem gegen Jahresende verzeichnete

das Geschäftsfeld Firmenkunden ein verstärktes

Einlagenwachstum mittelständischer

Unternehmen und Gewerbekunden.

Kredite

Trotz der schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

konnte im Jahr 2008 der Bestand an

Unternehmenskrediten im Vergleich zum Vorjahr

im Jahresdurchschnitt um 7,6 % auf 5,9 Mrd. Euro

erhöht werden. Auch das Neugeschäft wurde ausgeweitet.

Gegenüber dem Vorjahresstichtag war das

Volumen der Forderungen an Kunden jedoch wegen

der Rückführung kurzfristiger Kredite rückläufig.

Unverändert wurde an der stringenten Risikopolitik

festgehalten.

33

Firmenkunden – Einlagen

Mio. Euro 31.12.2008 31.12.2007 1)

Sichteinlagen 1.089 1.287

Tagesgelder 1.083 588

Termineinlagen/Sparbriefe 1.230 1.081

Spareinlagen 245 260

Cash direkt 526 299

Summe Kundeneinlagen 4.173 3.515

Firmenkunden – Kredite

Mio. Euro 31.12.2008 31.12.2007 1)

Tages- und Termingelder 511 926

Kontokorrentkredite 254 183

Immobilienkredite 875 957

Andere Kredite 3.843 3.770

Summe Forderungen an Kunden 5.483 5.836

1) Vorjahreszahlen angepasst.


Gesellschaftliches Engagement

Gesellschaftliches Engagement

Die Berliner Sparkasse und die Landesbank Berlin

sind mit ihren umfassenden Finanzdienstleistungen

ein wesentlicher Bestandteil der Stadt und der

Region Berlin-Brandenburg. Gemeinsam nehmen

beide Häuser, deren Engagement untrennbar miteinander

verbunden ist, auch ihre gesellschaftliche

Verantwortung wahr – mit der Unterstützung

vielfältiger Projekte in den Bereichen Bildung und

Erziehung, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Kunst

und Kultur.

Die Landesbank Berlin gehört zu den größten Arbeitgebern

und Ausbildern der Region. Ziel ist es, junge

Nachwuchskräfte langfristig für den Konzern zu

gewinnen. Erstmals startete das Ausbildungsjahr

2008 an zwei Terminen: Insgesamt begannen

im Februar bzw. August 120 Auszubildende bei der

Berliner Sparkasse. 67 Auszubildende haben im

34

Jahr 2008 ihren Abschluss zur Bankkauffrau bzw. zum

Bankkaufmann erworben und sechs Studierende

ihr duales Studium bei der Berufsakademie mit Fachrichtung

Bank beendet. Diejenigen Nachwuchskräfte,

die während der Ausbildung durch ihr Engagement

und ihre Erfolge überzeugten, konnten übernommen

werden. Insgesamt waren das im Jahr 2008 fast 80 %

der Auszubildenden und Studierenden.

Zum Jahresende 2008 waren bei der Landesbank

Berlin 236 angehende Bankkaufleute und 39 Studierende

der Berufsakademie in der Ausbildung.

Durch die hohe Bereitschaft, junge Leute beim Start

in den Beruf zu begleiten, und die erfreulichen

Übernahmequoten wird das Unternehmen seiner

Aufgabe für die Gesellschaft gerecht und sichert

gleichzeitig eine ausgewogene und zukunftsorientierte

Mitarbeiterstruktur.


Gesellschaftliches Engagement

Bildungsinitiative CidS! (Computer in die Schulen)

Eines der großen Engagements der Berliner Sparkasse

ist seit Jahren die Unterstützung der Bildungsinitiative

CidS! (Computer in die Schulen). Gesellschafter

der CidS! GmbH sind die Industrie- und Handelskammer

zu Berlin und die Landesbank Berlin. Hauptaufgaben

von CidS! sind die Einwerbung von Sachspenden

und die Förderung der Internetnutzung

durch die Berliner Schulen und Jugendeinrichtungen.

Hierzu unterhält CidS! das Berliner Schulnetz.

Das Berliner Schulnetz CidSNet stellt interessierten

Schulen eine kostenfreie Internetpräsenz mit

vielen Erweiterungen und E-Mail-Adressen für alle

Lehrkräfte und Schüler zur Verfügung. Über CidS!

erhalten diese Schulen auch technischen Support

für ihre Internetpräsenz und ihre E-Mail-Accounts.

Ziel der Unterstützung des Berliner Schulnetzes ist

es, den Leistungsstandard der Schulen zu erhöhen

und Heranwachsende für die Zukunft zu qualifizieren.

Berliner Sparkasse als Partner der Schulen

Als Partner der Berliner Schulen ist die Berliner

Sparkasse auch auf weiteren Gebieten aktiv. Über

den SchulService bietet die Sparkasse für alle

Schultypen und Jahrgangsstufen umfangreiche

Unterrichtsmaterialien zu Themen rund ums Geld,

aber auch zur Verkehrserziehung oder Wirtschafts-

und Sozialpolitik. Die Berliner Sparkasse engagiert

sich darüber hinaus in Zusammenarbeit mit den

Berliner Schulen beim „Planspiel Börse“, dem bundesweiten

Wettbewerb der Sparkassen für Schüler

und Auszubildende. 2008 nahmen europaweit etwa

48.000 Schülergruppen am größten europäischen

Börsenspiel teil, davon kamen knapp 46.000 aus

Deutschland. Die 563 Teams aus Berlin gingen mit

35

Gemeinsam mit der

Landesbank Berlin

unterstützt die

Berliner Sparkasse

vielfältige Projekte

in den Bereichen

Bildung und Erziehung,

Wirtschaft,

Wissenschaft sowie

Kunst und Kultur.

Unterstützung der Berliner Sparkasse an den Start.

Auch beim bundesweiten Existenzgründer-Planspiel

„Deutscher Gründerpreis für Schüler“ arbeitet die

Berliner Sparkasse eng mit den Schulen zusammen.

Bisher haben etwa 20.000 Schüler am Planspiel teilgenommen.

Die Teams aus der Hauptstadt werden

von der Berliner Sparkasse gefördert.

Mit dem Ziel, Schüler besser auf das praktische Be -

rufsleben vorzubereiten, engagiert sich die Berliner

Sparkasse in Schulpartnerschaften der Initiative

„Schule – Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer

zu Berlin. Nach Verträgen mit dem Lessing-Gymna

sium und der Hans-Carossa-Oberschule wurde

2008 ein weiterer Kooperationsvertrag mit dem

Oberstufen zentrum Recht in Berlin-Charlottenburg

geschlossen. Sparkassenmitarbeiter bieten Unterstützung

im Unterricht und in Projekten an. Weiterer

Bestandteil der Kooperation sind Bewerbungstrainings

und die Vermittlung von Praktikumsplätzen.


Gesellschaftliches Engagement

Die Stiftung Brandenburger Tor trägt wesentlich

zur Förderung von Kultur, Wissenschaft

und Bildung bei. 2008 feierte sie ihr zehnjähriges

Jubiläum.

Kooperation mit der Fachhochschule für Wirtschaft

Eine ebenfalls 2008 neu geschlossene Partnerschaft

besteht mit der Fachhochschule für Wirtschaft in

Berlin. Die Landesbank Berlin unterstützt dort

den Bachelor-Studiengang Unternehmensnachfolge

und Unternehmensgründung. Gegenstand der

Kooperation sind gemeinsame Veranstaltungen für

nachfolgesuchende Unternehmen und Existenzgründer.

In Gastvorträgen vermitteln Dozenten der

Landesbank Berlin und Existenzgründer den der -

zeit rund 80 Studierenden praktisches Wissen. Die

Bank kann zudem als Mitglied im Studiengangsrat

Impulse zur Weiterentwicklung des Studiengangs

geben.

Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2008

Den langfristig etablierten Innovationspreis Berlin-

Brandenburg unterstützt die Landesbank Berlin

als Premiumsponsor. Mit dem Preis wurden im Jahr

2008 zum 25. Mal innovative Entwicklungen der

Region ausgezeichnet. Unter 142 Bewerbungen

wählte die Jury vier Geschäftsideen oder Erfolg versprechende

Produkte aus Berlin und Brandenburg

aus. Die Landesbank Berlin ist auch in diesem Jahr

Partner des Innovationspreises, um einen Beitrag

zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts zu leisten.

Businessplan-Wettbewerb

Berlin-Brandenburg 2008

Ebenfalls als Premiumpartner engagiert sich die

Berliner Sparkasse beim jährlich stattfindenden

Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg.

Neben dem eigentlichen Wettbewerb, in dem

Businesspläne prämiert werden, können Unternehmensgründer

an Seminaren teilnehmen, sich

36

von Experten trainieren lassen oder Netzwerke mit

anderen Gründern, möglichen Partnern, Investoren

und Kunden aufbauen. Der Businessplan-Wettbewerb

unterstützt mit zahlreichen Institutionen, Verbänden

und Unternehmen Gründer bei der Planung ihres

Unternehmens und der Entwicklung ihres Geschäftskonzepts.

Stiftung Brandenburger Tor

Die Stiftung Brandenburger Tor der Landesbank Berlin

Holding AG feierte im Jahr 2008 ihr zehnjähriges

Jubiläum. Die Stiftung, die im Max Liebermann Haus

am historisch bedeutsamen Pariser Platz in Berlin beheimatet

ist, übernimmt einen wesentlichen Beitrag

zur Förderung von Kultur, Wissenschaft und Bildung.

In den zehn Jahren seit Gründung der Stiftung

haben mehr als 350.000 Besucher an den regelmäßig

stattfindenden Veranstaltungen teilgenommen.

Acht Ausstellungen, fünf bundesweite Jugendwettbewerbe,

zehn wissenschaftliche Workshops und

26 Gesprächsabende, mehr als 300 „Kultur-Torgespräche“,

elf „Literarische Tandems“, zwölf Berufungen

auf Gastprofessuren, mehr als 25 eigene

Publikationen und viele Kooperationen mit Berliner

Institutionen sind die Bilanz der Stiftung Brandenburger

Tor.

Ein Höhepunkt im Jahr 2008 war die Ausstellung

„Prototypen. Bionik und der Blick auf die Natur“,

die von Mai bis August im Max Liebermann Haus zu

sehen war. Zahlreiche Besucher ließen sich von

aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Bereich

Bionik beeindrucken, der eine Fülle von Hightech-

Ansätzen hervorbringt. Formen und Wirkungsweisen

der Natur werden beobachtet und als Inspiration für

technische und auch künstlerische Entwicklungen

genutzt.


Gesellschaftliches Engagement

Die Ausstellung bot Jugendlichen und Schülern einen

Zugang zu naturwissenschaftlichen Themen und

richtete sich auch an kunstinteressierte Besucher,

indem sie einen Zusammenhang zwischen Mensch,

Natur, Kunst und Technik herstellte.

Berliner Sparkassenstiftung Medizin

Die Berliner Sparkassenstiftung Medizin, 1988 von

der Berliner Sparkasse gegründet, fördert Forschung,

Entwicklung und Anwendung neuer medizinischer

Verfahren. Zweck der Stiftung ist zum einen die

Förderung der medizinischen Grundlagenforschung

mit den Schwerpunkten hyperbare Medizin, Rheumatologie

sowie Erforschung und Behandlung von

Großstadterkrankungen im Raum Berlin. Zum anderen

unterstützt sie neuartige medizinische Verfahren

37

und Hilfsmittel für die praktische Anwendung bei der

klinischen Krankenversorgung.

Das Stiftungskapital ermöglichte in den letzten zehn

Jahren Förderungen in Höhe von über 2 Mio. Euro,

die Berliner Forschungsinstituten zugutekamen.

Damit konnten zuletzt unter anderem Projekte zur

Erhöhung der diagnostischen Sicherheit, zur Erkennung

von Erkrankungen bei Frühgeborenen sowie

zur psychologischen Behandlung nach Herztransplantationen

bei Kindern gefördert werden.


Ausblick

Ausblick

Ein verantwortungsvoller und verlässlicher Partner

zu sein ist auch im laufenden Jahr 2009 der Anspruch

der Berliner Sparkasse in der Arbeit für

ihre Kunden. Dabei wird sich ein großer Teil ihrer

Be mühungen weiterhin auf Qualität und Kompetenz

konzentrieren – beides Faktoren, die in der

bevorstehenden wirtschaftlich schwierigen Zeit

im Wettbewerb an Bedeutung gewinnen werden.

Ihr Leistungsangebot will die Berliner Sparkasse

noch mehr auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ab -

stimmen und mit ihren spezifischen Stärken sowohl

Kunden als auch jene, die es werden können,

überzeugen. Mit der Initiative „Marktführerschaft

leben“ hat sich die Berliner Sparkasse vorgenommen,

ihre Position am Berliner Markt weiter auszubauen

und ihre Chancen konsequent zu nutzen.

Die strategischen Initiativen im Privatkundengeschäft

für das Jahr 2009 tragen diesem Ziel Rechnung.

Im Vordergrund steht die nachhaltige Stärkung der

Marktposition im Privatkundengeschäft. Hierzu ist

die Berliner Sparkasse – auch durch die zum Jahresbeginn

eingeführten Produkte im Giro- und Anlagebereich

– gut aufgestellt. Ein weiteres zentrales

Thema ist die Neuausrichtung des Vertriebes der

Berliner Sparkasse. Im Sinne einer Multikanalstrategie

werden Marktauftritt und Vertrieb mit Blick auf die

veränderten Rahmenbedingungen – insbesondere

das Verhalten und die Bedürfnisse der Kunden – überprüft.

Hiermit soll langfristig die Kundenreichweite

der einzelnen Vertriebskanäle der Berliner Sparkasse

erhöht werden. Ebenfalls wird die Berliner Sparkasse

im Jahr 2009 das Leistungsangebot im Online-Banking

fortlaufend ausbauen. So soll insbesonder die

Anzahl der Produkte mit der Möglichkeit eines Abschlusses

per Internet gesteigert werden. Im Rahmen

der Initiative „Marktführerschaft leben“ strebt die

Berliner Sparkasse auch im Jahr 2009 an, die Wahrnehmung

ihrer Kompetenz und Qualität bei Kunden

und Nichtkunden nachhaltig zu erhöhen.

38

Den Firmen- und Gewerbekunden steht die Berliner

Sparkasse auch 2009 mit ihrem etablierten und

verlässlichen Geschäftsmodell als kundennahe,

kompetente Regionalbank mit einem umfassenden

Finanzdienstleistungsangebot zur Verfügung.

Zur Stärkung der führenden Marktposition sollen

die bestehenden Kundenverbindungen vertieft

und soll die Akquisition von Neukunden forciert

werden. Marktgerechte Produkt- und Serviceangebote

sollen zum Ausbau des Aktivgeschäftes und des

Dienst leistungsgeschäftes beitragen. Mit dem

„Bilanz-Rating-Gespräch“ wird die Berliner Sparkasse

ihr Beratungsangebot themenbezogen weiterentwickeln.

Damit begegnet sie dem durch die Eigenkapitalregeln

nach dem Grundsatz Basel II nach wie

vor erhöhten Informationsbedarf der Firmenkunden.

Bei Kreditentscheidungen erläutern die Betreuer

im Gespräch mit dem Kunden die komplexen Rating-

Zusammenhänge in Kombination mit betriebswirtschaftlichen

Analysen. Auch mit Hilfe dieses Betreuungsansatzes

sichert die Berliner Sparkasse ihre

hohen Qualitätsstandards im Firmenkundengeschäft.

An der ertrags- und risikoorientierten Geschäftspolitik

der vergangenen Jahre wird sie weiter festhalten.

In die Ausbildung ihrer Mitarbeiter investiert die

Berliner Sparkasse auch künftig mit gezielten und

auch innovativen Qualifizierungsmaßnahmen und

stellt damit ihre hohe Beratungsqualität sicher.

Die Berliner Sparkasse wird auch im Jahr 2009 ihrer

Verantwortung für ihre Kunden, ihre Mitarbeiter

und Eigentümer gerecht werden, ebenso für die

Berliner Bürgerschaft, in deren öffentlichem Auftrag

sie arbeitet. Wie auch in den Jahren zuvor wird die

Berliner Sparkasse dem Vertrauen ihrer Kunden mit

einer verantwortungsvollen Betreuung begegnen.


Die Berliner Sparkasse wird dem Vertrauen

ihrer Kunden auch in den kommenden Jahren

mit einer verantwortungsvollen Betreuung

begegnen.

39


Anhang

Berliner Sparkasse

Mitglieder des Vorstands

Hans-Jörg Vetter, Vorsitzender

Serge Demolière

Dr. Johannes Evers

Hans Jürgen Kulartz

Martin K. Müller

Dr. Thomas Veit

Mitglieder des Beirats

Hans-Jörg Vetter, Vorsitzender des Vorstands der

Berliner Sparkasse und der Landesbank Berlin AG,

Vorsitzender des Beirats

Dr. Jens-Peter Heuer, Staatssekretär in der

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie

und Frauen

Dilek Kolat, Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Mlynek, Präsident der

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher

Forschungszentren

Dr. Birgit Roos, Mitglied des Vorstands

der Investitionsbank Berlin (IBB)

Kerstin Schönherr, Unternehmerin

Annette Schwarz, Unternehmerin

Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Industrie-

und Handelskammer zu Berlin

Ernst Seidel, Unternehmer

Impressum

Herausgeber

Sparkassenverband Berlin

Landesbank Berlin AG

Alexanderplatz 2

10178 Berlin

Telefon: 030 / 869 651 85

Telefax: 030 / 869 680 93

svb@lbb.de

www.lbb.de/svb

40

Kontakt

Berliner Sparkasse

Niederlassung der Landesbank Berlin AG

Alexanderplatz 2

10178 Berlin

Telefon: 030 / 869 801

Telefax: 030 / 869 830 74

info@berliner-sparkasse.de

www.berliner-sparkasse.de

Öffnungszeiten

Montags, mittwochs, freitags 9.30–15 Uhr,

dienstags und donnerstags 9.30–19 Uhr

An ausgewählten Standorten ist die Berliner

Sparkasse montags bis freitags bis 20 Uhr

und auch samstags geöffnet.

Kundenservice

Montags bis freitags 7–20 Uhr,

samstags 8 –15 Uhr

Telefon: 030 / 869 869 69

Telefax: 030 / 869 869 31

Qualitätsmanagement

Hotline für Anregungen und Reklamationen

Montags bis freitags 7–20 Uhr,

samstags 8 –15 Uhr

Telefon: 030 / 869 869 66

Telefax: 030 / 869 830 64

qualitaetsmanagement@berliner-sparkasse.de

Online-Banking-Hotline

Montags bis freitags 7–20 Uhr,

samstags 8 –15 Uhr

Telefon: 030 / 869 869 57

Telefax: 030 / 869 869 58

BusinessLine

Montags bis freitags 8 –18 Uhr

Telefon: 030 / 869 869 869

Telefax: 030 / 869 869 888

Stiftung Brandenburger Tor

Pariser Platz 7

10117 Berlin

Telefon: 030 / 226 330 30

Telefax: 030 / 226 330 32

info@stiftungbrandenburgertor.de

www.stiftungbrandenburgertor.de

Konzeption, Gestaltung wirDesign Berlin, Braunschweig Fotografie M. Jungblut, S. Wenzel Druck Druckerei Arnold


Standorte der

Berliner Sparkasse

VermögensanlageCenter

PrivatkundenCenter

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Stand: Januar 2009

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