Glossar zu Investmentfonds - Börse Stuttgart

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Glossar zu Investmentfonds - Börse Stuttgart

Glossar zu Investmentfonds

Aktienfonds

Aktiv gemanagte Fonds

Ausgabeaufschlag

Ausgabepreis

Ausschüttung

Benchmark

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Aktienfonds sind Investmentfonds, deren Sondervermögen in

Aktien investiert wird. Die Aktien können z. B. nach regionalen

oder branchenbezogenen Kriterien ausgewählt werden.

Aktiv gemanagte Fonds versuchen die Wertentwicklung eines

oder mehrerer Vergleichsindizes (Benchmark) zu übertreffen,

um eine bessere Rendite zu erzielen. Die Zusammensetzung des

Fondsportfolios wird von einem Fondsmanager verantwortet und

je nach Marktsituation angepasst.

Der Ausgabeaufschlag ist eine bei der Ausgabe von Investmentfondsanteilen

durch die Kapitalanlagegesellschaft erhobene

Gebühr, die zur Deckung der Vertriebskosten dient. Der Ausgabeaufschlag

wird zumeist in Prozent des Rücknahmepreises

angegeben. Einige neu aufgelegte Fonds verzichten mittlerweile

auf einen Ausgabeaufschlag (No-load-Funds). Anleger müssen

dann jedoch eine höhere Verwaltungsvergütung und die Depotbankgebühr

bezahlen.

Der Ausgabepreis ist der Preis, zu dem die Investmentfondsanteile

von Kapitalanlegern erworben werden können. Der Preis

setzt sich aus dem Rücknahmepreis zuzüglich des Ausgabeaufschlags

zusammen.

Bei Fonds/ETFs wird zwischen thesaurierenden und

ausschüttenden Produkten unterschieden. Bei thesaurierenden

Fonds/ETFs werden die anfallenden Zinsen und Dividenden nicht

ausbezahlt, sondern direkt im Fondsvermögen wieder angelegt.

Bei ausschüttenden Fonds/ETFs werden die Erträge an die

Anleger ausgeschüttet.

Ein Benchmark stellt einen Referenz- bzw. Vergleichswert dar,

der zur Beurteilung eines Anlageerfolges herangezogen werden

kann. Zur Beurteilung der Kursentwicklung von Fonds dienen

zumeist Indizes, wie z. B. der DAX ® , der Euro Stoxx 50 ® oder ein

Branchenindex.

1.0 114


Blue Chips

Branchenfonds

Cost-Average-Effekt

Dachfonds

Depotbankvergütung

ETFs

Geldmarktfonds

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Blue Chips sind die größten international bekannten Unternehmen,

die einen wesentlichen Anteil am gesamten Börsenumsatz

ausmachen. Die Börsenkurse dieser Unternehmen fließen in die

Berechnung der populärsten Indizes, z. B. den DAX ® oder Euro

Stoxx 50 ® , ein.

Branchenfonds sind Investmentfonds, die in Wertpapiere

einer bestimmten Branche (Industriezweig/Wirtschaftssektor)

investieren, z. B. Rohstoff- oder Telekommunikations-Aktien.

Der Durchschnittskosteneffekt (auch Cost-Average-Effekt) ist

ein Effekt, der bei der regelmäßigen Anlage gleich bleibender

Beträge in Wertpapiere (meistens Investmentfonds) entsteht.

Bei einem hohen Ausgabepreis erhält der Anleger durch diesen

Effekt weniger, bei einem niedrigen Ausgabepreis mehr Investmentfondsanteile.

Der durchschnittliche Kaufpreis wird für den

Anleger durch diesen Effekt günstiger als beim regelmäßigen

Erwerb einer festen Anzahl von Investmentfondsanteilen.

Dachfonds sind Investmentfonds, die in verschiedene einzelne

Investmentfonds (Zielfonds) investieren, um dadurch das Risiko

eines einzelnen Investmentfonds zu minimieren.

Das Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft darf nicht

von ihr selbst verwahrt werden. Die Verwahrung muss von einem

anderen Kreditinstitut übernommen werden, einer sogenannten

Depotbank. Für ihre Dienstleistungen erhält die Depotbank die

Depotbankvergütung von der Kapitalanlagegesellschaft.

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, sind Investmentfonds, die

einen vorgegebenen Index möglichst im Verhältnis 1:1 nachbilden.

Sie sind fortlaufend an der Börse zum aktuellen Börsenpreis

handelbar. In der Regel werden ETFs passiv verwaltet. Der

Anleger zahlt beim Kauf eines ETFs über die Börse keinen Ausgabeaufschlag.

Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die in Geldmarktinstrumente

(z. B. Termingelder, Schuldscheindarlehen) investieren.

Sie dienen vor allem der kurzfristigen Einmalanlage oder dem

vorübergehenden Parken von freiem Kapital.

1.0 215


Gesamtkostenquote

Hedgefonds

Immobilienfonds

Indexanteil

Kurs-Index

Management-Typ

Mischfonds

Passiv gemanagte Fonds

Performance-Index

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Die Kapitalanlagegesellschaft gibt die Kosten und Gebühren im

Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvolumen des letzten

Geschäftsjahres an. Anfallende Transaktionskosten des Investmentfonds

werden nicht berücksichtigt.

Hedgefonds investieren ihre Vermögenswerte in verschiedene

Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe usw.), unter anderem

mit dem Einsatz von Derivaten. Im Unterschied zu anderen

Investmentfonds sind Hedgefonds wesentlich flexibler bei der

Wahl ihrer Anlagestrategie. Hedgefonds unterliegen gegenüber

klassischen Investmentfonds einem höheren Risiko.

Immobilienfonds sind Investmentfonds, deren Sondervermögen

in Immobilien angelegt wird. Die erwirtschafteten Erträge resultieren

hauptsächlich aus Mieteinnahmen.

Der Indexanteil gibt den Anteil eines Wertpapiers am zugrundeliegenden

Index an. Ein Anteil von 0,01 bedeutet, dass das zugrunde

liegende Wertpapier ein Hundertstel des Index abbildet.

Der Kurs-Index zeigt die reine Kursentwicklung eines bestimmten

Portfolios von Wertpapieren. Im Falle eines Aktienkursindex

ist dieser um Bonus- und Dividendenzahlungen bereinigt.

Grundsätzlich wird zwischen „aktiv gemanagten Fonds“ und

„passiv gemanagten Fonds“ unterschieden. Siehe auch aktiv

gemanagte und passiv gemanagte Fonds.

Mischfonds sind Investmentfonds, die sowohl in Aktien, als auch

in Anleihen investieren. Bei Mischfonds steht die Risikostreuung

im Vordergrund.

Passiv gemanagte Fonds versuchen einen vorgegebenen Index

möglichst exakt, also im Verhältnis 1:1, nachzubilden. Dieser Index

kann aus einer bestimmten Branche oder einem bestimmten

Land stammen oder sogar ein globaler Index sein.

In einen Performance-Index werden im Gegensatz zum Kurs-

Index zusätzlich die Bonus- und Dividendenzahlungen der enthaltenen

Unternehmen eingerechnet.

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Produktinformationsblatt

(wesentliche

Anlegerinformation)

Publikumsfonds

Rendite

Rentenfonds

Rücknahmepreis

Sondervermögen

Spezialfonds

Theausierende

Investmentfonds

Transparenzprinzip

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Das Produktinformationsblatt ist ein gesetzlich vorgeschriebenes

Dokument (Investmentgesetz § 42 Verkaufsprospekt und

wesentliche Anlegerinformation), um den Anleger über den

einzelnen Investmentfonds und die mit dem Investmentfonds

einhergehenden Risiken zu informieren. Bestandteile des

Produktinformationsblatts: Ziele und Anlagepolitik, Risiko- und

Ertragsprofil, Kosten, Wertentwicklung in der Vergangenheit und

praktische Informationen.

Publikumsfonds sind Investmentfonds, die in Deutschland zum

Vertrieb zugelassen sind und grundsätzlich von jedem Anleger

gehandelt werden können.

Die Rendite ist eine in Prozent des angelegten Kapitals ermittelte

Kennzahl für die Rentabilität (den Ertrag) einer Kapitalanlage.

Rentenfonds sind Investmentfonds, die in Anleihen investieren.

Diese Fondsart zählt in der Regel zu den risikoärmeren Anlageformen.

Der Rücknahmepreis ist der Preis, zu dem die Investmentfondsanteile

vom Anleger an die Kapitalanlagegesellschaft zurückgegeben

werden können.

Das Sondervermögen des Investmentfonds wird getrennt vom

Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft geführt. Die gesonderte

Verwahrung dient zum Schutz der Investmentfondsinhaber. Im

Falle der Insolvenz einer Kapitalanlagegesellschaft fließt das

Sondervermögen nicht in die Insolvenzmasse ein.

Spezialfonds sind Investmentfonds, die für institutionelle Investoren

(Versicherungen, Pensionskassen usw.) aufgelegt werden

und nur von diesen erworben werden können. Spezialfonds unterliegen

dem Investmentgesetz.

Siehe Ausschüttung.

Die Besteuerung einer Investmentfondsanlage soll zu derselben

steuerlichen Belastung wie bei einer Direktanlage (Aktien,

Anleihen) führen.

1.0 417


Verwaltungsvergütung

Zertifikatefonds

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Die Kapitalanlagegesellschaft erhält einen festen prozentualen

Anteil des Investmentfondsvolumen für das Management (Verwalten)

des Investmentfonds. Aktiv gemanagte Investmentfonds

haben eine höhere Verwaltungsvergütung als passiv gemanagte

Investmentfonds.

Zertifikatefonds sind eine Art Dachfonds, die verschiedene Zertifikate

enthalten. Diese Fonds sollen dem Anleger die komplexe

Auswahl der geeigneten Zertifikate abnehmen.

1.0 518

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