Gohlisforum 01/13 - Bürgerverein Gohlis eV

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Gohlisforum 01/13 - Bürgerverein Gohlis eV

Gohlis Forum

Informationen des

Bürgervereins Gohlis e. V.

15. Jahrgang März 01 / 2013

Freude über die Eröffnung des Bürgerbüros “Gohlis Forum“

im Zentrum von Gohlis

Der Bürgerverein Gohlis ist voller Freude, denn er hat

ab dem 04. März seinen neuen Standort auf der Lindenthaler

Straße 34, mitten in Gohlis. Dies wurde möglich,

dank der Seniosana Life GmbH, in Persona Frau

und Herr Schöbel. Dafür unseren herzlichen Dank.

Mit der Eröffnung dieses Büros, das was wir in Anlehnung

an unser Stadtteilblatt „GohlisForum“ nennen

möchten, erhalten wir eine stark zentrale Lage in der

sich das Büro zum Treffpunkt der Bürger entwickeln

kann. Der Bürgerverein hat somit die Chance, noch

stärker Ansprechpartner zu werden. Egal ob für Jung

oder Alt, Gewerbetreibende, Handwerker, Unternehmer

oder Selbständige.

Unser besonderes Augenmerk liegt immer noch bei

der Vernetzung von Akteuren, Gewerbetreibenden, Unternehmen

und Vereinen. Die besten Voraussetzungen

bieten uns nun unsere neuen Räumlichkeiten, hier finden

wir genügend Platz für Ausstellungen, Gespräche

und Beratungen. Gern können diese Begegnungen bei

Kaffee oder Tee erfolgen, denn für Gemütlichkeit und

Atmosphäre ist gesorgt.

Obendrein bietet der Standortwechsel für unsere Senioren

etwas Abwechslung. Durch die angrenzende

Diakonie-Tagespflege „Rosentalresidenz“, die uns ermöglicht

in ihren Räumen Veranstaltungen nach 17.00

Uhr auszurichten, wird unserer Seniorengruppe „Generationsübergreifende

Stadtteilarbeit“ mit Senioren und

den Bewohnern der Rosentalresidenz ein Zusammentreffen

ermöglicht, bei denen neue Kontakte geknüpft

werden können . Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

mit der Leiterin Frau Schüler und sind überzeugt,

gemeinsam viele schöne Veranstaltungen arrangieren

zu können. Dabei sind ehrenamtliche Helfer zur Unterstützung

gern gesehen.

Was passiert mit den Büroräumen im Heinrich-Budde-Haus?

Diese nutzen wir weiterhin, sie dienen nun aber vorrangig

Dr. Hötzel und seiner Arbeitsgruppe, die gemeinsam

mit dem Förderverein Heinrich­Budde­Haus an

den Vorbereitungen einer Ausstellung zum 140 jährigen

Jubiläum der Adolf Bleichert Werke 2014 arbeitet.

Wir freuen uns, wenn

Sie unser Bürgerbüro

Gohlis Forum“ in der

Lindenthaler Straße

besuchen und unsere

Angebote nutzen.

Wir als Bürgerverein

Gohlis laden Sie herzlich

dazu ein.

Die Bürgersprechstunden

werden natürlich auch weiterhin stattfinden, und

Sie über Veranstaltungen und Ereignisse in unserem

Büro und Stadtteil informieren.

Und zum Schluss unsere neue Anschrift:

Bürgerbüro „GohlisForum“ des BV Gohlis e. V.

Lindenthaler Str. 34 in der Elsbethstraße 16­20 auch

über den Hof erreichbar

04155 Leipzig

Tel: 0341 9115028

Gerd Klenk

Vorsitzender de BV Gohlis

Aus dem Inhalt:

­ Vom Dorfe ...

- Eröffnung der Diakonie-Tagespflege

­ Wie geht es weiter mit der Georg­

Schumann­Magistrale

­ Pächter gesucht

­ Schau rein ­ Tag des Lehrlings

­ Wer hat Lust auf Medizin nach

Noten?

­ In eigener Sache


Louise Otto

Vom Dorfe.

(12. August 1845. Gohlis bei Leipzig)

I.

Still ist’s im Dorf – der letzte Erntewagen

Er schwankte eben voll und schwer herein;

Die Abendglocken haben ausgeschlagen,

Die Sonne sank mit sanftem Purpurschein.

Es ist ein Abend, recht wie ein Idyll,

Wo in der weiten Runde Alles still,

Und nur der Heimchen alte Flüsterweisen

Den Tag, der nun vollendet, selig preisen.

Die Mondessichel hängt am Firmamente,

Die Sterne wandeln den gewohnten Gang,

Wie da man sehnend dorthin hob die Hände,

Und noch vom Mondschein blasse Lieder sang.

So steh ich einsam in des Gartens Ruh,

Seh ruhig nur den bunten Blumen zu –

Erinn’rung führt zu weit vergangnen Tagen,

Der Kindheit Buch liegt vor mir aufgeschlagen.

Still ist’s im Dorf – doch plötzlich welch Bewegen

Geht durch die Luft, die still zu stehen schien?

Ich will das Haupt dicht an die Erde legen,

Daß in das Ohr des Schalles Wellen ziehn.

Es klang wie Jagdruf und wie Büchsenknall,

Wie tausendfacher Menschenstimmen Schall – –

Nicht möglich! – nein – ein Wahn hat mich bethört,

Wie würde hier und jetzt ein Schuß gehört?!

II.

Und doch geschah’s – die Ernte ging zu Ende,

Im stillen Dorf beim letzten Abendrot.

Doch dort – doch dort gab es noch fleißge Hände,

2 Gohlis­Forum 1/2013

Und eine andre Ernte hielt der Tod.

Die Sonne hat es wohl voraus gesagt

Und hat die Nacht als blutig schon verklagt,

Als mit dem Purpurmantel weit umhangen,

Der schöne Tag zur finstern Ruh gegangen.

Traum, dieser Nacht, da gab’s nicht sanfte Träume,

Es ward ein Schauerdrama aufgeführt –

Da gab’s viel Volk und weite Bühnenräume,

Und manche Brust im innersten gerührt,

Und manches Herz, das plötzlich stille stand,

Und manche Seele, die zum Himmel schwand,

Und manchen Schrei, der, wenn auch hier verwehret,

Vor Gottes Throne ward gewiß gehöret.

Das war kein Girren holder Nachtigallen,

Kein Heimchenzirpen, das so spät erklang!

Nur Hilferuf hört man zum Himmel schallen,

Das schönste Lied war manches Schwanensang.

Das schönste Lied – Ihr macht es nicht zum Spott,

Denn: „Eine feste Burg ist unser Gott!“

Und ließ er auch die nächt’ge That geschehen,

Wir bleiben doch in dem Vertrauen stehen.

Die Mondessichel schied vom Firmamente,

Die Sterne wandeln den gewohnten Gang,

Sie sahn herab auf hoch erhobne Hände.

Zum Jammerruf, der sich der Brust entrang,

Die Nacht hat wohl für Klagelieder Raum,

Doch keinen mehr zu einem sanften Traum,

„Ein’ feste Burg ist unser Gott!“ tönt’s wieder,

Wir singens doch, das schönste unsrer Lieder!

Von „http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Vom_Dorfe&oldid=638547Die Autorin

Wir danken Frau Elisabeth Guhr, die uns diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.


Die Autorin

Louise Otto­Peters (geb. 1819 in Meißen, gest. 1895 in

Leipzig), ist bekannt als die Begründerin der Frauenbewegung

in Deutschland. Früh verwaist bestritt sie ihren

Lebensunterhalt unter anderem durch ihre dichterische,

schriftstellerische und später auch publizistische Tätigkeit.

Die sozialen Missstände ihrer Zeit trieben sie

dazu, sich für die Rechte der Armen zu engagieren. Besonders

die Verbesserung der Situation der Frauen war

ihr größtes Anliegen. Mit dem „Lex Otto“ genannten

Gesetz, das die Herausgabe von Zeitungen durch Frauen

verbot, reagierte die reaktionäre sächsische Regierung

in der Mitte des 19. Jh. auf die von Louise Otto

herausgegebene „Frauen Zeitung“. 1858 heiratete sie

den Schriftsteller August Peters, der als Freischärler

der Revolution von 1848/49 erst zum Tode dann aber

zu mehreren Jahren Einzelhaft verurteilt war. Mit ihrem

Mann zog sie 1859 nach Leipzig. August Peters

starb 1864 an den Folgen der langen Haft.

1865 gründete Louise Otto­Peters zusammen mit Auguste

Schmidt den Allgemeinen Deutschen Frauenverein,

dessen Vorsitzende sie bis zu ihrem Tod blieb.

Das Ereignis

Leipzig am 12. August 1845, Prinz Johann, der Bruder

des sächsischen Königs und Thronfolger, war in Leipzig,

im Hotel de Prusse

am Rossplatz abgestiegen.

Viele Leipziger demonstrierten

mit patriotischen

Liedern unter

anderem auch mit der

protestantischen Hymne

„Ein feste Burg ist unser

Gott“ gegen die Anwesenheit

des katholischen

Prinzen. Als Steine flogen,

ließ Prinz Johan

statt der Kommunalgarde

das königliche Militär

aufmarschieren. Das Militär

eröffnete das Feuer.

Acht Menschen starben

und weitere wurden

verletzt. Am nächsten

Tag forderte eine große

Volksmenge Vergeltung.

Robert Blum gelang es,

mit seinen Reden, die Menge zu beruhigen.

Die Ereignisse wurden in ganz Deutschland bekannt

und gingen in die Geschichte als „Leipziger Gemetzel“

ein. Wie Louise Otto widmete auch Ferdinand Freiligrath

dem Geschehen ein Gedicht. In „Leipzigs Toten!“

endet jeder Vers mit den Zeilen:

“Ich bin die Nacht, die Bartholomäusnacht,

Mein Fuß ist blutig und mein Haupt verschleiert.

Es hat in Deutschland eine Fürstenmacht Zwölf

Tage heuer mich zu früh gefeiert!“

Der Ort

„Vom Dorfe, Gohlis 1845“, ist das Gedicht von Louise

Otto überschrieben. Viele Male ist Louise Otto von

Meißen nach Leipzig mit der Eisenbahn gekommen.

1845 machte die erst 26jährige allein eine Reise von

Meißen über Leipzig nach Thüringen und bis nach

Westfalen. Etwas unerhörtes in der damaligen Zeit. In

Leipzig machte sie bei Verwandten Station.

In Gohlis wohnte Louise Ottos Cousin, der Kaufmann

Guido Alexander Vogel, mit seiner Familie von 1843

bis 1850. Die ländliche Idylle in dem kleinen Dörfchen

Gohlis, so nah bei Leipzig, zog die Dichterin an. Die

Familie Vogel bewohnte ein Haus in der Lindenallee,

dem vorderen Teil des heutigen Schillerwegs von der

Berggartenstraße aus gesehen.

Louise Otto konnte von Guido Vogels Haus aus das

Schillerhaus sehen, aber eine genauere Lage dieses

Hauses lässt sich heute nicht mehr feststellen.

Von hier aus besuchte Louise Otto auch den von ihr

sehr verehrten Robert Blum, der wie sie der deutschkatholischen

Bewegung angehörte, einer religiös­poli­

tischen Reformbewegung des Vormärz.

(Außer Guido Vogel wohnte auch dessen jüngerer Bruder,

Benno Vogel, in Leipzig. Benno Vogel war Jurist

und Stadtrat und Mitglied des Schillervereins. Er war

am Erwerb des von Friedrich Schiller bewohnten Bauernhauses

beteiligt. Seine Wohnung hatte er in Leipzig

in der Burgstraße und auch dort war Louise Otto zu

Gast.)

Gohlis­Forum 1/2013 3


Diakonie-Tagespflege in der Rosentalresidenz feierlich

eröffnet

Endlich ist es soweit, die Tagespflege kann ihre Arbeit

in der Elsbethstraße 16 aufnehmen. Im Rahmen einer

Feierstunde wurde die Einrichtung am 25.01.2013 ihrer

Bestimmung übergeben. Missionsdirektor Pfarrer

Kreusel begrüßte die zahlreich erschienen Gäste und

nahm in der Andacht das 4. Gebot zum Anlass, auf die

Verantwortung

für ältere

Menschen

einzugehen.

„Du sollst

Deinen Vater

und Deine

Mutter ehren“

heißt

eben auch,

den Menschen

ein

w ü r d i g e s

Leben zu ermöglichen,

die der Pflege

und Betreuung

bedürfen

Missionsdirektor Pfarrer Kreusel

4 Gohlis­Forum 1/2013

und auch denen,

die un­

ter Vereinsamung leiden. Den Worten Pfarrer Kreusels

folgte ein Grußwort von Herrn Schöbel, dem Vertreter

der SENIOSANA LIFE GmbH, die als Projektentwickler

für Premium­Seniorenimmobilien die Rosentalresidenz

errichten ließ und betreibt. Frau Pia Schöbel, die

für das Interieur der Pflegeeinrichtung zuständig war,

begrüßte den neuen Mieter mit Blumen und herzlichen

Worten. Am Ende der Feierstunde, die durch musikalische

Beiträge bereichert wurde, übernahm Frau Andrea

Schüler­Tecklenburg als Leiterin für die Diakonie die

Tagespflegeeinrichtung.

Am 01.02.2013 erwarten die Mitarbeiter ab 8 Uhr die

ersten 10 Tagespflegegäste. Die Einrichtung hat eine

Kapazität von bis zu 12 Gästen für ganztägige oder

auch stundenweise Betreuung. Dafür stehen bis zu 3

Pflegekräfte zur Verfügung, von denen eine jeweils

eine Pflegefachkraft sein wird. Darüber, was den Pflegegast

erwartet, gibt Frau Schüler Auskunft.

Nach der individuell zu organisierenden Anfahrt erwartet

den Gast ein gemeinsames ausführliches Frühstück.

Im Anschluss daran ist Zeit für Beschäftigung,

die wahlweise aus Sport, Kultur, Gedächtnistraining,

Basteln, Vorlesen, Backen oder Kochen bestehen kann,

aber auch die Vorschläge der Gäste beachtet. Da die

Teilnahme an der Beschäftigung jedem freigestellt ist,

kann man zum Beispiel auch ein Buch lesen oder anderen

Neigungen nachgehen. Natürlich wird es auch

Ausflüge geben, wie beispielsweise in den Zoo. Nach

dem Mittagessen, was vorläufig noch aus der diakonieeigenen

Küche angeliefert und später vielleicht einmal

in der Einrichtung selbst zubereitet wird, folgt die

Mittagsruhe, wozu neben bequemen Sesseln auch zwei

Pflegebetten zur Verfügung stehen. Anschließend ist

wieder Zeit zur Beschäftigung, bevor nach dem Vespern

gegen 17 Uhr der Aufenthalt in der Pflegestätte

zu Ende geht. Die Pflegekräfte achten selbstverständlich

auch auf die Medikamenteneinnahme, gemäß ärztlicher

Vorschrift. Und, last, not least, gehört auch das

wöchentliche Bad zu den Pflegeleistungen.

Entscheidend für die anfallenden Kosten sind die Pflegeverträge

mit den jeweiligen Krankenkassen.

Das seniorengerechte Wohnen in der Rosentalresidenz

mit Serviceleistungen, Betreuungs- und Pflegeoptionen

findet eine optimale Ergänzung in der Tagespflege

der Diakonie. Der Bürgerverein Gohlis e. V. wird im

Frühjahr dieses Jahres im gleichen Objekt einen Bür­

Gäste dieses Tages

gertreff eröffnen. Damit steht auch den Bewohnern der

Rosentalresidenz und den Pflegegästen ein vielseitiges

Programmangebot zur Verfügung. Der Bürgerverein

freut sich auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit

mit der SENIOSANA LIFE GmbH ebenso wie mit

dem Diakonischen Werk der Inneren Mission Leipzig

e. V.

Interessenten für eine Wohnung in der Rosentalresidenz

erreichen die SENIOSANA LIFE GmbH unter

Tel. 0341 – 23 19 777 bzw.

E­Mail info@seniosana.de

Für Service, Betreuung und Pflege durch die Diakonie

steht Frau Andrea Schüler­Tecklenburg unter Tel.

0341­ 68 45 100 bzw. E­Mail andrea.schueler@diakonie­leipzig.de

zur Verfügung.

Hansgeorg Herold


Für die zahlreichen Glückwünsche und Präsente anlässlich meines 30jährigen Firmenjubiläums

möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Familie, meinen Freunden, Mitar­

beitern und Geschäftspartnern bedanken.

Uwe Albrecht

Neuausrichtung des Magistralenmanagements

Im November vergangenen Jahres wurde das im Informationszentrum,

Georg­Schumann­Straße 126,

ansässige Magistralenmanagement turnusgemäß neu

ausgeschrieben. Aufbauend auf den bisher etablierten

Kommunikations­ Beteiligungs­ und Projektstrukturen

entlang der Magistrale, sollte dabei auch die inhaltliche

Schwerpunktsetzung angepasst werden. Nachdem

das Management in der Vergangenheit zahlreiche Bürger,

Händler und Initiativen für die Entwicklung der

Georg­Schumann­Straße gewinnen konnte, und viele

kleinere und größere Projekte angestoßen und begleitet

hat, herrscht nun in weiten Teilen eine positive Aufbruchstimmung

in der Magistrale. In kleinen Schritten

sind dadurch etliche, durch Anwohner getragene Projekte

entstanden; ungenutzte Läden gefüllt; städtische

Planungen den Bedürfnissen vor Ort angepasst und die

Anonymität der 4 km langen Magistrale durchbrochen.

Ausdrücklich sei hierfür den Magistralenmanagern

Dirk Zinner, Sebastian Bodach und Holger Scheibig

gedankt.

Mit dem künftig noch stärkeren Fokus auf die Unterstützung

von Händlern, Gewerbetreibenden sowie neuen

Nutzern zur Belebung der vielen leer stehenden Gebäude

soll nun der Bereich Wirtschaft, Standort­ und

Leerstandsvermittlung ausgebaut werden. Hierzu gab

es einen öffentlich durchgeführten Aufruf zur Angebotsabgabe,

bei dem das Magistralenmanagement nun

neu vergeben wird. In Kürze wird dieses seine Arbeit

vor Ort aufnehmen. Bis dahin steht Ihnen das Infozentrum

weiterhin offen und wird auch weiterhin durch

Frau Zetsche am Empfang betreut. In der nächsten

Ausgabe des Newsletters werden wir die neuen Ansprechpartner

ausführlich vorstellen.

Das seitens der Stadt zuständige Team im Amt für

Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung bedankt

sich noch einmal bei der engagierten Arbeit der drei

bisherigen Magistralenmanager und wünscht Allerbestes

für die weitere Arbeit.

Lesen Sie dazu weiter auf Seite 13 dieser Ausgabe!

Gohlis­Forum 1/2013 5


Die Anfänge des Feuerlöschwesens in Gohlis

Für viele Jahre stand die Brandvermeidung mit im

„Brenn“punkt der Gemeinde Gohlis. Diese Sorge war

sehr begründet, da sich wegen der damaligen Bauweise

(fast alle Gebäude bestanden aus Lehm und waren mit

Stroh gedeckt) ein Brand schnell auf mehrere Häuser

ausbreiten konnte.

Ursprünglich wurden deshalb von den Dorfbewohnern

Tag­ und Nachtwachen gehalten, bis anfangs des

18.Jahrhunderts ein Nachtwächter diese Aufgabe übernahm.

Von 22.00Uhr bis 4.00Uhr lief er durch das Dorf

und hielt Wache.

Die Vorschriften zur Brandvermeidung enthielten u.a.

das Verbot, außerhalb der Zimmer zu rauchen (im Gegensatz

zu heute…) und bei offenen Feuer Getreide zu

dreschen. Von Ostern bis Michaelis (Ende September)

sollte auf jeden Hof ein gefülltes Wasserfass vorhanden

sein. Auch

das Verbot des

Schnapsbrennens

ist auf

die Sorge vor

Bränden zurückzuführen.

Trotzdem kam

es zu großen

Bränden. 1635

wurden 16

Bauerhöfe eingeäschert,

weil

ein Soldat nach

Tauben schoss.

Das dürfte beinahe

das ganze

Dorf gewesen

sein. Auch

1699, 1717 und

1794 ereigneten

sich größe­

6 Gohlis­Forum 1/2013

re Brände.

Anfangs stand die Feuerspritze im Tor des Gemeindehauses.

Wer zuerst bei der Spritze war, erhielt aus der

Gemeindekasse 1 Taler. Ab 1828 wurde sie „nach der

Reihe gefahren“.

1886 wurde eine Schutzwache errichtet, die aus Mitgliedern

der Lösch­ und Rettungskompanie des Turnvereins

und ehemaligen Militärangehörigen bestand.

Das alles ist nun Geschichte. Seit 1906 steht in der

Matthissonstraße die Feuerwache, die 1907 als V. Bezirksfeuerwache

in Betrieb genommen wurde.

Quelle: Gohlis ­ Aus der Geschichte eines Leipziger

Vorortes (Willy Ebert)

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unserem Vereinsmitglied, dem

Historiker Herrn Dr. Manfred Hötzel bedanken. Den meisten unserer Leser ist er seit

vielen Jahren ein Begriff. Seine immer wieder interessanten und spannenden Beiträge

in unserer Stadtteilzeitung sind ein fester Bestandteil des Gohlis Forum. Er begeht

in diesen Tagen seinen 75. Geburtstag. Dies möchten wir nutzen, um ihm auf diesem

Weg ganz herzlich zu gratulieren.

Wir wünschen Ihnen, Herr Dr. Hötzel alles, alles Gute, viel Gesundheit und Kraft.

Und natürlich freuen wir uns auf viele künftige Artikel von Ihnen.

Im Namen der Leser, unseres Layouters Reinhard Wohlfahrt, der Mitglieder und

des Vorstandes des Bürgervereins Gohlis e.V.

PC


Pächter gesucht

Vereinsgaststätte

Der Gartenverein „Reichsbahn Lindenthal e. V.“,

Wahrener Straße 2a in 04158 Leipzig­Lindenthal sucht

für seine Vereinsgaststätte „Zum Schafstall“ einen Gastronomen/in

zur Pachtübernahme.

Bei Interesse nähere Informationen beim Vereinsvorsitzenden

Herrn Schneider.

Telefon: 0172 ­2002057

Mail: gv.reichsbahn.lindenthal@gmx.de

Medizin nach Noten - Weg mit dem Winterspeck

Gemeinsam mit dem Sportclub „Mrs. Sporty“ veranstaltet der Bürgerverein Gohlis e. V.

am 23.03.2013 in der Zeit von 10.30 Uhr – 11.30 Uhr im autoforum in der Lindenthaler Straße 61 – 65 einen

sportlichen Einstieg in den Frühling.

Ob 8 oder 80 Jahre alt. Jeder ist willkommen und aufgerufen, um mit zu turnen.

Der Eintritt ist frei. Bitte bringen Sie geeignetes Schuhwerk mit.

Mit der „Bimmel“ quer durch Leipzig

Gegenwärtig findet im Stadtgeschichtlichen Museum

Leipzig, im Alten Rathaus, Markt 1, die ständige

Ausstellung „Moderne Zeiten. Von der Industrialisierung

bis zur Gegenwart“ statt. In einem Teil der Ausstellung

können Sie anhand eines Films aus den dreißiger

Jahren des letzten Jahrhunderts eine Straßenbahnfahrt

vom Süden der Stadt, durch das Zentrum in Richtung

Norden unternehmen. Dabei werden dem Betrachter

aus Blickrichtung des Fahrers interessante Einblicke

in den Straßenverkehr geboten. Auf der Fahrt sind

aber auch viele Gebäude, Straßen und Plätze zu sehen,

deren Zuordnung zum heutigen Stadtbild nur dem

älteren Leipziger mühelos gelingt. Ein Vergnügen ist

die Fahrt allemal und ich kann sie nur empfehlen. Als

Oberschüler habe ich Ende der 50er Jahre nebenher

als Schaffner bei der „Bimmel“ gejobbt und dabei

auch die gezeigte Linienführung bedient. Ab dem

23.01. bis zum 26.06.2013 können Sie an einem Film­

Quiz teilnehmen, bei dem Sie 10 markante Gebäude,

Straßen oder Plätze erkennen und benennen sollten.

Den Gewinnern winken außergewöhnliche Preise,

gestiftet von der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft

„Historische Nahverkehrsmittel Leipzig e.V.“

sowie vom „Historischen Straßenbahnhof Leipzig­

Möckern“.

Hansgeorg Herold

Gohlis­Forum 1/2013 7


115 Jahre Kleingärtnerverein „Goldene Höhe“ e.V.

Am 27. März wird der Kleingärtnerverein „Goldene

Höhe“ e.V 115 Jahre alt. Er gehört damit zu den Ältesten

in Leipzig. Es waren 10 Interessenten, die damals

in der Breitenfelder Straße begannen, ein Stück Land

zu bewirtschaften und sich zu einem Verein zusammenschlossen.

Schon bald musste das Gelände wieder

aufgegeben werden, da es für den Wohnungsbau gebraucht

wurde.

Zwischen der damaligen

Feldstraße, dem Viertelsweg,

dem Tauchaer

Weg, und der Rietzschke

Straße, auf dem sich zum

Teil die Gärtnerei Janisch

befand, wurde ein geeignetes

Gelände gefunden.

1891 schloss sich

der Verein dem gerade

gegründeten „Verband

Leipziger Schrebervereine“

an. Als besonders

wichtig befand es der

Vorstand, unter seinem

Vorsitzenden August

Luckardt, das auf dem Gelände befindliche Gebäude

zu einem Vereinshaus umzugestalten und der Schankwirtschaft

gute Bedingungen zu schaffen. 1910 wurde

das Land in Parzellen aufgeteilt. Bis dahin gab es keine

Grenzen, man verständigte sich bei der kleingärtnerischen

Nutzung.Von Beginn an standen die Betreuung

und das Wohl der Kinder im Sinne Dr. Schrebers und

Dr. Hauschilds im Mittelpunkt. Schon 1903 wurde eine

Spielhalle gebaut, diese musste wegen Baufälligkeit

1996 abgerissen werden, und 1906 folgte ein Spielplatz.

Wie es typisch für Schrebervereine war, fanden

in den Sommermonaten Spielnachmittage, Milchkolonien

und Wanderungen statt. Im Winter trafen sich Jung

und Alt zu Bastelnachmittagen, Märchenstunden, Proben

des Trommlercorps oder einfach nur zum Reden

und Gedankenaustausch. Schon 1898 wurde das erste

Kinderfest ausgerichtet, und bald gründete sich unter

Max Ludwig der Männerchor, der anlässlich der Feier

des Verbandes zum 100.Geburtstag von Dr. Schreber

und Dr. Hauschild 1908 auftrat und zu allen Sommerfesten

und Weihnachtsfeiern den kulturellen Rahmen

bot. Anlässlich des 25. Gründungsjubiläums des Vereins

1923 stiftete Hr. Ludwig einen Brunnen, der 2003

mit Hilfe von Fördermitteln und Unterstützung von

Gartenfreunden neu aufgebaut werden konnte. In den

Jahren nach der Gründung stand der Ausbau und die

Gestaltung des Geländes im Mittelpunkt.1913 konnte

mit Unterstützung der Stadt eine Wasserhauptleitung

gelegt werden, und das Vereinshaus erhielt Anschluss

an das Energienetz. Es versteht sich, dass dabei die

Gartenfreunde viele freiwillige Stunden leisteten, auch

beim Anbau des Saales. Das ist auch heute noch so, Ge­

8 Gohlis­Forum 1/2013

Nora Hennig

meinschaftsarbeit gehört zum Vereinsleben.1939 musste

der Pelzhändler und Gartenfreund Paul Emil Wasserstrom

seinen Garten aufgeben. Er war Jude. An diesen

Vorfall konnte sich später niemand mehr erinnern.

Nach 1945 entwickelte sich das Vereinsleben schnell

wieder, es wurde an alte Traditionen angeknüpft. Besonders

in den 50er bis 70er Jahren gab es viele gesellige

Veranstaltungen. Im Saal

des Vereinshauses fanden

Tanzveranstaltungen statt,

an die sich auch Bewohner

des Umfeldes erinnern.

Auch Parteien und Organisationen

nutzten die Räume.

Im Frühjahr 1957 probte die

Leipziger Musikerlegende

Fips Fleischer mit seinen

Männern im Saal. Einen

Einschnitt gab es in den Jahren

1959 und 1960. 220 Meter

der Länge und 16 Meter

der Breite des Geländes beanspruchte

die Stadt für den

Ausbau der Virchowstraße

und die Verlängerung der Straßenbahnlinie. Ab 1.Januar

1960 durften alle Gärten, die in diesem Gebiet lagen,

nicht mehr bewirtschaftet werden. Für die Beräumung

und Entfernung von Wurzeln stellte der Verein

den LVB 996 Stunden in Rechnung. Die Pächter von

50 Gärten wurden entschädigt. Sie erhielten Gärten in

der Anlage oder in der „Seilbahn“, „Am Rietzschkestrand“

oder in der „Naturheilkunde Gohlis“. Für den

Neuaufschluss musste ein Teil der Spielwiese geopfert

werden. In den 115 Jahren haben sich viele Traditionen

entwickelt und erhalten. Zu Vereinsjubiläen

werden sie besonders bewusst. Vor allem die älteren

Gartenfreundinnen und Gartenfreunde erinnern sich an

vielfältige Veranstaltungen. So gestaltete sich die 75­

Jahr­Feier am 19.Mai 1973 zu einem Höhepunkt. Es

gab ein Kulturprogramm und Auszeichnungen. Anfang

der 80er Jahre gründeten die ersten Pächter eine Energiegemeinschaft

und schlossen sich ans Netz an. Heute

kann jeder, der es wünscht, in seinem Garten Strom

beziehen. In den 90er Jahren wurde die Wasserleitung

generalüberholt, es wurde auch begonnen, die Wege

neu zu gestalten. Ein Grillplatz kann von den Mitgliedern

aber auch von den Gästen der Gaststätte genutzt

werden. Ein kleiner aber moderner Spielplatz lädt zum

Verweilen ein. Darüber berichtet die Chronik zum 100.

Geburtstag des Vereins. Wie überall haben sich die Lebensgewohnheiten

und Bedürfnisse verändert. Zwar

ist das Interesse an einem Garten wieder gewachsen,

dazu gehören auch junge Familien, aber leider gibt es

wie überall in den Vereinen Leerstand. Und die Pächter

werden nicht jünger! Schon vor einigen Jahren wurde

deshalb der ehemalige Garten am Eingang zu einer


Freifläche umgestaltet, einer wurde zur Streuobstwiese.

Gedanken gibt es auch, wie leer stehende Gärten

für die Allgemeinheit genutzt werden können. Besser

wäre es aber, sie an neue Pächter zu vergeben. Schließlich

geht es darum, die Traditionen und den Charakter

eines gemeinnützigen Vereins zu erhalten. Dazu tragen

beispielsweise das Frühlingsfest seit einigen Jahren

und die Weihnachtsfeiern mit alleinstehenden Senioren

aber auch Zusammenkünfte mit allen Vereinsmitgliedern

bei. Der Vorstand bemüht sich um ein abwechslungsreiches

Vereinsleben: An 115 Jahre „Goldene

Höhe“ zu erinnern gehört natürlich dazu.

Aus der Vereinschronik

1898 27.März Gründung des Vereins in der

Breitenfelder Straße, erstes Kinderfest

1891 der Verein wird Mitglied im Verband

Leipziger Schrebervereine“

1900 Umzug und Neugründung auf dem

heutigen Gelände, bereits 46

Mitglieder

1903 Bau der Spielhalle

1906 Anbau des Saales, Bau des Spielplatzes,

Anlegen der Wege

1908 der Männerchor unter der Leitung von

Max Ludwig tritt im Zentraltheater auf

1910 Aufteilung des Geländes in

Parzellen

1920 der Verein wird in die Bezirksgruppe

Nord integriert

1923 25­Jahr­Feier, der Männerchor stiftet einen

Brunnen

1927 Annahme einer neuen Satzung

Zum Geburtstag herzlichen Glückwunsch

Februar

Frau Gudrun Ziemke 06.02.

Frau Martina Gerhardt 11.02.

März

Frau Heidrun Jakuszeit 02.03.

Herr Dr. Manfred Hötzel 03.03.

Herr Heinz Weber 06.03.

Frau Eva­Maria Holland 29.03.

1938 40­Jahr­Feier

1946 die Kleingärtnervereine erhalten die

Bezeichnung „Kleingartengruppe“

1957 Fips Fleischer probt mit seinem

Orchester im Saal

1959 der Verein wird Mitglied im „Verband der

Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“

VKSK

1960 müssen 50 Gärten für den Ausbau der

Virchowstraße und die Verlängerung der

Straßenbahn geräumt werden

1966 Margarete Schuster und ihr Mann übernehmen

die Gaststätte

1973 75­Jahr­Feier

1980 Bildung der Energiegemeinschaft, die er­

sten Gärten erhalten Strom

1992 der Verein wird Mitglied im

Stadtverband Leipzig der

Kleingärtner; die Gartenfläche wird

durch den Erbbauvertrag Reinicke um

1200 qm reduziert

1994 Bildung der Bezirksgruppe Nord

nach dem Beispiel von 1920

1996 Abriss der Spielhalle, die Kosten tragen

die Mitglieder

1998 100­Jahr­Feier, Erscheinen der Chronik100

2003 Neuaufbau des Brunnens

Einweihung des Grillplatzes

Nora Hennig; Chronistin des KGK

April

Frau Gisela Herold 08.04.

Herr Prof. Günter Plöttner 08.04.

Herr Peter Wangemann 11.04.

Herr Lothar Brückner 12.04.

Herr Eyke Hirsemann 13.04.

übermittelt der Bürgerverein Gohlis e. V.

Gohlis­Forum 1/2013 9


Nacht der Künste

Im Rahmen der „Nacht der Künste“, unter dem Motto

„Alles ist in Bewegung“ organisierte die Friedrich­

Schiller­Schule eine Ausstellung zahlreicher Kunstwerke

aus Schülerhand und ein rasantes Abendprogramm

mit vielen Auftritten talentierter Schülerinnen und

Schüler, die musikalische oder schauspielerische Kompetenzen

darboten.

Die künstlerische Nacht

findet fast schon traditionell

aller zwei Jahre

statt und fordert besonderen

Einsatz. Der

Kunstkurs der Schule

brachte schon Monate

vor der kreativen

Nacht viel Zeit für die

Gestaltung des Schulhauses

auf und plante

detailliert die Präsentation

der Schülerarbeiten.

Nahezu jede Klasse

strebte dieser Nacht

ab Schuljahresbeginn innerhalb des Kunstunterrichts

entgegen. Ziel ist es, die kulturelle und künstlerische

Begeisterung der Schule zum Ausdruck zu bringen.

Angesichts des Aufwands der Lehrer und Schüler zahlten

alle Besucher einen Unkostenbeitrag von 2 Euro.

Eltern, Schüler jener und anderer Schulen und Kunstbegeisterte

sind immer herzlich willkommen.

Unter der Aufsicht einiger Kursleiter wurde der Kulturraum

vorgestellt, welcher am Schillergymnasium eine

besondere Rolle spielt und dem Schüler die Möglichkeit

bietet, inmitten des Unterrichts den Geist einmal

etwas anders anzuregen.

Der Schüler hat die Wahl einer Vielzahl von Kursen

und Gruppen, die ihm die Entfaltung seiner Talente und

Interessen ermöglicht und Abwechslung in den Schulalltag

bringen soll. Die Schüler der 5. bis 9. Klasse

erhalten demzufolge das Privileg, gegenüber anderen

10 Gohlis­Forum 1/2013

Schulen, intern der Unterrichtszeit Spaß und Kreativität

freien Lauf zu lassen. Jeden Mittwoch von der 4.

bis 6. Stunde belegt ein jeder seinen selbst gewählten

Kurs.

Gruppen, wie die des Improvisationstheaters, inszenierten

in jener „Nacht der Künste“ spielerisch Alltagssituationen

auf

der Bühne und brachten

die Aula, gefüllt

mit erwartungsvollen

Eltern, Schülern

und Lehrern mit viel

Humor und Selbstbewusstsein

zum Lachen.

Gesangstalente

aus unterschiedlichen

Klassenstufen zeigten

mit Freude ihr Können.

Das Schulhaus glich

einem Kunstmuseum

und erntete Begeisterung

bei den Besuchern. Die Treppenaufgänge, jede

einzelne Wand und die Gänge aller 3 Etagen wurden

geziert von Schülerarbeiten jeglicher Art. Von einem

riesigen selbst erbauten Zahlenrad über Plastiken und

Gemälde war alles vertreten.

Insgesamt ist die Nacht der Künste an der Schiller­Schule

immer ein großer Erfolg und das nicht nur finanziell.

Jedes Jahr erhält das Gymnasium in Gohlis­Mitte eine

riesige Zahl von Anmeldungen für die kommenden 5.

Klassen. Und dies ist wohl auch der gelungenen Repräsentation

und dem außerordentlichen Engagement der

Schüler und Lehrer zu verdanken.

Das „Schiller“ ist stets bemüht um Nachkömmlinge

und demzufolge keine Durchschnittsschule, sondern

etwas Besonderes und ein Ort für kreative Köpfe.

BV-Splitter - Aktuelles aus Gohlis

Sozial (er)leben

Ein Projekt zur Entwicklung von Sozialkompetenzen

Der Bürgerverein Gohlis e.V. freut sich über Hilfe aus der Friedrich­Schiller­Schule in der

Elsbethstraße. Im Rahmen eines einwöchigen Praktikums wird eine Schülerin der 9.Klasse des

Gymnasiums im Bereich der sozialen Arbeit bei uns tätig sein.

Ob Hilfe bei Seniorenveranstaltungen, Senioren­Besuchsdienst, oder die Mitarbeit bei

generationsübergreifenden Projekten. Die Schülerin kann im Arbeitsalltag erleben, wie vielfältig die

Aufgaben unseres Vereines sind, und welche Bedeutung unsere Arbeit für den Stadtteil Gohlis hat.

A. W.


Hast du schon Pläne für Lehre, Abi, Studium...?

Oder bist du noch auf der Suche nach einer für dich geeigneten Ausbildung oder einem Ausbildungsplatz?

Dann schau doch mal rein, ins Autoforum Gerstmann.

Das Autoforum Gerstmann

lädt am

Dienstag, 12.03.2013,

in der Zeit von 9.00 bis 11.00 Uhr

zum Tag des Lehrlings in die Lindenthaler Str. 61-65 ein.

Nutze die Chance, unsere Ausbildungsberufe

vor Ort kennen zu lernen.

Tag des Lehrlings

• Kaufmann/-frau im Einzelhandel,

• Bürokaufmann/-frau,

• Kfz-Mechatroniker/in,

• Lackierer/in,

• Karosseriebauer/in,

• Automobilkaufmann/-frau.

Hol Dir nützliche Tipps zur Bewerbung, komm mit Ausbildern und Azubis ins Gespräch und wirf

einen Blick hinter die Kulissen eines Autohauses.

Und wer es dann noch genauer wissen und mit anpacken möchte, bewirbt sich im Anschluss

für ein Praktikum und überzeugt sich selbst von den vielfältigen und spannenden Tätigkeiten

im Autoforum Gerstmann oder in einem der Gerstmann Autohäuser in Wiederitzsch oder

Wachau.

Wir bitten interessierte Schüler und Schülerinnen um eine Voranmeldung.

Eure Ansprechpartnerinnen:

Kerstin Pietz Sandra Lesik

Telefon 0341/5241-402 Telefon 0341 98975450

kpietz@gerstmann-leipzig.de slesik@autoform-leipzig.de

Gohlis­Forum 1/2013 11


W a r u m ?

Es gibt leider immer wieder Artikel in

den Tageszeitungen wo man zweifelt,

hat man das jetzt richtig gelesen.

So ist es mir vor einiger Zeit mit einem

Artikel im ND gegangen. Darin

wurde berichtet, dass mehr als

zwei Milliarden, die eigentlich als

Wiedereingliederungshilfe 2012 für

Langzeitarbeitslose gedacht waren,

ungenutzt geblieben sind. Ja, wo gehen

denn diese Milliarden hin? Ganz

einfach, sie gehen in den Bundeshaushalt

zurück!! Und dort wird sich

schon jemand finden, der dieses Geld

für andere Projekte anfordert. Sicher

wundern Sie sich, was soll dieser Artikel

in dem „Gohlis­Forum“. Ja, auch

wir werden von unseren Bürgerinnen und Bürgern angesprochen

wenn es um Hilfe bei der Wiedereingliederung

in das Berufsleben geht. Ein ganz prägnantes

Beispiel sind die früheren Mitarbeiterinnen und Mitar­

12 Gohlis­Forum 1/2013

beiter der „Schleckerfilialen“ denen

teilweise die Fortbildung verweht

wurde, obwohl 400 Millionen dafür

bereit standen und bis November

2012 erst 247 Millionen geflossen

waren.

Erklärt wird dieser ganze Missstand

damit, dass im April 2012 neue Kriterien

und Auflagen für die Förderinstrumente

geschaffen wurden, die

natürlich noch komplizierter sind als

vorher. Wir schließen uns der Meinung

des Städtetages an, dass die

nicht abgerufenen Mittel auf jeden

Fall in das darauf folgende Jahr übernommen

werden müssen.

Noch besser wäre es allerdings, wenn

es endlich geschafft würde, diese Mittel in dem jeweiligen

Jahr zu verbrauchen.

Heidrun Jakuszeit

für den Bürgerverein Gohlis e. V.

Liebe Heidrun,

die Mitglieder und der Vorstand des Bürgervereins Gohlis e.V. wünschen Dir nachträglich

zum Geburtstag alles Gute und hoffen, dass Du bald wieder genesen, und somit bei uns an

Bord sein wirst.


Neues von der Magistrale - Post von der Stadt Leipzig

Sehr geehrte Damen und Herren,

um vielleicht einiger Verwirrung vorzubeugen, möchte ich Sie auf diesem Wege über den aktuellen Stand zum

Magistralenmanagement Georg­Schumann­Straße informieren. Mit dem noch stärkeren Fokus auf den Bereich

Wirtschaft und Leerstandsvermittlung wurde das Magistralenmanagement turnusgemäß und entsprechend der

Verfügbarkeit von Fördermitteln neu ausgeschrieben. Ende Januar haben wir Dirk Zinner, Sebastian Bodach und

Holger Scheibig nach guter geleisteter Arbeit verabschiedet, da sich ein neuer Bewerber durchgesetzt hat. Das

neue Magistralenmanagement ist jedoch derzeit noch nicht in Funktion, d.h. noch nicht vertraglich gebunden.

Die Ursache hierfür ist der zeitliche und finanzielle Umfang der ausgeschriebenen Leistungen, der ein zeitintensives

Verfahren nach sich zieht und die Zustimmung verschiedener städtischer Ausschüsse verlangt. (Wir haben

uns gegen kleinere Verträge entschieden, um größtmögliche Kontinuität in der weiteren Arbeit vor Ort zu gewährleisten).

Nach Abschluss des Verfahrens, voraussichtlich in der ersten Aprilwoche, kann das neue Magistralenmanagement

im Infozentrum - sowie nach außen - , d.h. namentlich und offiziell auftreten. Bis dahin werden es wohl

leider weiterhin die „ominösen Neuen“ bleiben müssen, was jedoch nicht heißt, dass die Magistralenentwicklung

zwischenzeitlich ruht. Derzeit sind u.a. folgende Themen bei uns in der Bearbeitung:

­ Auswertung der Sofortmaßnahmen und Vorstellung in der AG Stadtraum und Verkehr

­ Vorbereitung der Baumaßnahme Huygensplatz (hier wird im März der Ratsbeschluss erwartet, der die

Umsetzung im Sommer 2013 beschließt)

­ Vorbereitung des diesjährigen Frühjahrsputzes

­ Anfragen/ Anträge lokaler Akteure werden auch weiterhin im Infozentrum von Frau Zetsche aufgenommen

und an uns weitergeleitet und bearbeitet.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Lerz

Sachbearbeiterin

_____________________________________

Stadt Leipzig, Der Oberbürgermeister

Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung

Abteilung Stadterneuerung Mitte/ Recht/ 64.2; Postanschrift: Prager Straße 118 ­ 136, 04317 Leipzig

Gohlis­Forum 1/2013 13


Die Aktive Schule Leipzig – eine Freie Schule in Gohlis

Am 1. September 2012 nahm in Gohlis eine Freie

Grundschule ihren Betrieb auf. Die Aktive Schule

Leipzig wurde im vergangenen Jahr von interessierten

Eltern gegründet. In der Aktiven Schule lernen aktuell

14 Mädchen und Jungen der Klassen 1 und 2 in einer

gemeinsamen Gruppe. Jahr für Jahr werden künftig

weitere neue Schüler/innen aufgenommen, bis die Aktive

Schule schließlich eine Schülerzahl von 44 erreicht

hat. Mehr Kinder werden nicht aufgenommen,

da eine übersichtliche Struktur erhalten bleiben

soll.

Die beiden Lehrerinnen lassen den Kindern

viele Freiräume bei ihrer Arbeit. Nachdem die

Kinder um 8 Uhr die Schule betreten haben,

bieten ihnen die Lehrerinnen unterschiedliche

Materialien an. In einem Morgenkreis erzählen

die Kinder dann, was sie sich für den Tag vorgenommen

haben. Die typischen Unterrichtsfächer

gibt es nicht, da Lernen als ganzheitlicher

Prozess verstanden wird. Inhalte der Fächer

Deutsch, Mathematik und Sachunterricht werden

beispielsweise auch dann erlernt, wenn die

Kinder einen Tisch bauen, die nötigen Materialien

einkaufen, die Maße berechnen und die nötige

Stabilität herstellen wollen. Sie können aber auch

eigene Texte verfassen und mit einer Druckerpresse

drucken, mit vorbereiteten Materialien arbeiten oder

außerschulische Lernorte aufsuchen: zum Beispiel Bibliotheken

oder Museen. Das Mittagessen nehmen die

Kinder mit den Lehrerinnen gemeinsam zu sich. Nach

14 Gohlis­Forum 1/2013

dem Essen ist Zeit für freies Spiel, weitere Angebote

oder Theaterprojekte. Bis 17 Uhr können die Kinder in

der Schule bleiben, und viele bleiben gern.

Da der Freistaat Sachsen Freie Schulen vier Jahre lang

nicht finanziell unterstützt, ist die Aktive Schule angewiesen

auf ein Schulgeld. Die Eltern zahlen monatlich

100 Euro. Hinzu kommen weitere Verpflichtungen der

Eltern, die der Homepage www.aktive­schule­leipzig.

de zu entnehmen sind.

Nach einem halben Jahr zeigt sich, dass die Kinder

ihre neue Schule gut angenommen haben. Nun stehen

die ersten Zeugnisse an, die aber auch anders sind als

an den Regelschulen. Da es in den vier Jahren keine

Zensuren gibt, setzt sich das Zeugnis aus verschiedenen

Berichten zusammen. In einer Entwicklungseinschätzung

schreiben die Lehrerinnen den Kindern einen

persönlichen handschriftlichen Brief. Dabei wird

die jeweilige Lesefähigkeit des Kindes berücksichtigt.

Zudem erhält jedes Kind für sich und seine Eltern eine

detaillierte Einschätzung über die Inhalte der Fächer,

die es in den letzten Monaten bearbeitet hat. Jedes Kind

bekommt weiterhin von seinen Eltern einen Brief. Hier

schreiben die Eltern, welche Entwicklung sie an ihrem

Kind wahrgenommen haben. Schließlich verfasst jedes

Kind eine Selbsteinschätzung.

Diese mehrfache Einschätzung soll eine möglichst umfassende

Darstellung der kindlichen Entwicklung aufzeigen.

Alle Akteure – Kind, Eltern und Lehrer/innen

– werden in diesen Prozess einbezogen. Kann Schule

so funktionieren? Kommen Kinder im Leben zurecht,

die eine solche Schule besuchen? Die Schulgründer

beantworten diese Fragen mit „Ja.“ Eines der Kinder

der Aktiven Schule schrieb am Ende seiner Selbsteinschätzung

einen Satz, der diese Sichtweise bestätigt.

Sie schrieb: „Ich hasse Ferien“

Bianca Kaulfers


Neues aus der BiBliothek Gohlis

Liebe Leserinnen und Leser des Gohlis Forum,

das Jahr 2013 steht aus Leipziger Sicht im Zeichen

zweier Jubiläen. Zum einen feiert die Stadt den 200.

Geburtstag eines ihrer berühmtesten Söhne, den Musiker

und Komponisten Richard Wagner, dessen Geburtshaus

genau dort stand, wo heute die Höfe am

Brühl locken. Wagners ereignisreiches Leben, sein

musikalisches Werk und seine bis in die Gegenwart

reichende Bedeutung schildert der Wagner­Biograph

Martin Geck auf hohem sprachlichem Niveau.

Das zweite wichtige Jubiläum wird ebenfalls einen

großen Besucherstrom nach Leipzig bringen, denn das

Gedenken an die Opfer der Völkerschlacht bei Leipzig

wird auch internationale Gäste anziehen. Im Oktober

1813 standen sich rund um Leipzig etwa 600.000 Soldaten

gegenüber, von denen fast 100.000 starben. Ein

blutiger Sieg für das Bündnis aus Preußen, Österreich,

Russland und Schweden gegen die Armeen Napoleons,

der zum Rückzug der französischen Streitkräfte führte.

Da lassen sich die Autoren historischer Romane nicht

lange bitten und so erscheint bereits im März, pünktlich

zur Buchmesse, Sabine Eberts neuer Roman mit dem

Titel „1813 – Kriegsfeuer“.

Spannende Unterhaltung verspricht der neue Kriminalroman

von Jussi Adler­Olsen, dessen Bücher regelmäßig

die Verkaufsranglisten anführen. In „Das Washington­Dekret“

ereignet sich ein tödliches Attentat auf die

Frau des Präsidenten, der daraufhin eine politische Ent­

scheidung trifft, die das Land in einen Ausnahmezustand

versetzt. Besonders unangenehm wird die Lage

für Doggie Rogers, eine Angestellte des Präsidenten,

denn alle Spuren des Verbrechens führen zu ihrem Vater.

Gänsehaut garantiert!

Eine besondere Biographie für einen außergewöhnlichen

Mann hat Felix Baumgartner geschrieben: über

sein eigenes Leben und den großen Sprung. Millionen

Fernsehzuschauer verfolgten seinen Absprung aus über

30 Kilometern Höhe und bangten mit dem österreichischen

Extremsportler, fasziniert und zugleich voller

Zweifel, worin der Sinn einer solchen Grenzerfahrung

bestehen könnte. In „Himmelsstürmer“ beschreibt

Felix Baumgartner seinen persönlichen Hintergrund

und seine Erfahrungen über einen freien Fall kopfüber,

schneller als der Schall.

Zu den Neuerwerbungen im Spielfilmbereich zählen

„Skyfall“, der neue James Bond mit Daniel Craig,

„Total Recall“ mit Colin Farell und „Iron Sky – Wir

kommen in Frieden“, die Geschichte einer Gruppe von

Nazis, die sich seit dem Ende des 2. Weltkrieges auf

der dunklen Seite des Mondes verstecken und mit Hilfe

von „Reichsflugscheiben“ auf die Erde zurückkehren

möchten. Abgedreht und bitterböse.

Unser Film des Monats ist „Moonrise Kingdom“, eine

Tragikomödie um zwei Teenager, die auf eine Insel

ausreißen, um sich in der Wildnis ein Zuhause aufzubauen.

Das wirklich Besondere an diesem Film ist der

Gohlis­Forum 1/2013 15


eigenwillige Humor in Verbindung mit einer absoluten

Starbesetzung (unter anderem Bruce Willis als unglücklich

verliebter Inselpolizist) sowie die überragenden

jugendlichen Darsteller.

Neue CDs gibt es von Max Raabe „Für Frauen ist das

kein Problem“, dem englischen Gesangswunder Birdy,

David Garett, Emeli Sandé und der deutschen Band Selig,

die mit „Magma“ ein intensives Album vorlegen.

Aber auch Robbie Williams, Bruno Mars, Helene Fi­

scher und Andrea Berg haben neue CDs veröffentlicht,

die Sie in der Bibliothek Gohlis ausleihen können.

In unserer Kinderbibliothek sind die neuen Bände erfolgreicher

Kinderbuchserien angekommen. Neben

„Gregs Tagebuch 7“ sind das unter anderem „Percy

Jackson – Helden im Olymp“, neue Teile der „Warrior

Cats“ und der „Vampirschwestern“, die gerade erfolgreich

im Kino angelaufen sind. Ebenfalls im Kino wird

man „Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten“ sehen

können. Wer die Geschichte gern selbst lesen möchte

oder als Hörbuch vorgelesen bekommen möchte, wird

in unserer Bibliothek fündig.

16 Gohlis­Forum 1/2013

Bibliothek Gohlis

Stadtteilzentrum Gohlis

Georg­Schumann­Str. 105

04155 Leipzig

Tel.: 0341 9013764

E­Mail: bibliothek.gohlis@leipzig.de

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10 – 18 Uhr ;

Mi 13 – 18 Uhr

Zweiter Wahlgang - Leipzig hat entschieden

Nun haben wir auch den 2.Wahlgang am 17.Februar

2013 hinter uns gebracht und das Rätselraten, wer wird

unsere Stadt als Oberbürgermeister die nächsten 7 Jahre

führen, ist vorbei.

Herr Burkhardt Jung hat mit 45,0 % im 2.Wahlgang die

Wahl für sich entschieden.

Leider haben nur 34,2 % unserer wahlberechtigten

Leipziger von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Ich konnte die Spannung bei beiden Wahlgängen im

Briefwahllokal in der Mensa der Universität miterleben.

Erfreulich ist es ja auch immer wieder, dass sich viele

Freiwillige für die Arbeit in den Wahllokalen und im

Briefwahllokal bereit erklären.

Bei den vielen Problemen die ja auch in den nächsten

Jahren in Leipzig und Umland zu bewältigen sind, wird

Herr Jung und seine Rathausmannschaft beweisen müssen,

wie es in Leipzig weiter aufwärts geht.

Wir wünschen allen Beteiligten bei ihrer Arbeit viel

Erfolg.

Heidrun Jakuszeit


Gohlis­Forum 1/2013 17


In Eigener Sache

Versäumnis

In der letzten Nummer des Gohlis­Forum (Nr. 06/2012) ist beim Beitrag „Das 100 Jahre alte Haus Krokerstraße

1 und seine Geschichte“ auf S. 3/4 aus technischen Gründen kein Verfasser angegeben. Autor

des Beitrages ist Frau Monika Brosche. Die Redaktion des Gohlis­Forum bittet Frau Brosche um Entschuldigung.

Frau Brosche wohnt selbst in der Krokerstraße 1 und hat eine umfangreiche Dokumentation

über das Haus, seine Geschichte und die Bewohner erarbeitet. Diese wird in überarbeiteter Form in einem

Sonderheft des Gohlis­Forum veröffentlicht werden.

Außerdem hat die Redaktion zu dem Beitrag einen längeren Leserbrief eines früheren Bewohners erhalten,

von dem wir im nächsten Gohlis­Forum einige Auszüge veröffentlichen werden.

Rückkauf Bleichert-Kalener

Der seit Jahren vom Bürgerverein Gohlis e. V. herausgegebene Bleichert­Kalender ist zum begehrten

Sammelobjekt geworden. Auf Bitten von Sammlern kauft der Bürgerverein zunächst Exemplare der ersten

drei Jahrgänge zurück und zahlt für gut erhaltene Kalender bis zu 5 Euro. Es handelt sich um die

Ausgaben für 2007 bis 2009 (hier ausgewählte Beispiele)

2007

Titel: Die Firma Adolf Bleichert & Co. Leipzig­Gohlis. Drahtseilbahnen auf historischen

Ansichtskarten

2008

Titel: Die Firma Bleichert / VTA Leipzig – Drahtseilbahnen und

Transportanlagen auf historischen Werbeprospekten

2009

Titel: Die Firma Bleichert & Co. Leipzig­Gohlis auf Werbemarken

18 Gohlis­Forum 1/2013

Wer ein Exemplar abgeben möchte, melde sich bitte beim Bürgerverein Gohlis, Lützowstraße

19, 04157 Leipzig, Tel: (0341) 911 50 28


Gohliser Schlösschen zu Leipzig

Veranstaltungskalender April 2013

Führungen/Konzerte/Festakt

Sonntag, 7. April, 11.00 Uhr

Musikalische Führung durch das Gohliser Schlösschen

Während des Rundgangs durch die historischen Räume wird Einblick in die spannende Geschichte der spätbarocken Schlossanlage

gegeben. Erleben Sie den fürstlichen Glanz eines bürgerlichen Sommerpalais untermalt mit musikalischen Impressionen

an den Tasteninstrumenten.

Eintritt: 10 Euro/7,50 Euro

Sonntag, 7. April, 15.00 Uhr

MUSICA STUDIORUM – Klassenkonzert Viola

Studierende der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ stellen sich vor:

Klasse Prof. Tatjana Masurenko.

Eintritt: 10 EUR / 7,50 EUR; Gemeinschaftsveranstaltung mit der Hochschule für Musik und Theater Leipzig

Sonntag, 14. April, 11.00 Uhr

Führung durch das Gohliser Schlösschen

Beim Rundgang durch die historischen Räume des bürgerlichen Sommerpalais wird aus der über 250jährigen Schlossgeschichte

erzählt. Es werden wiedergefundene Zeugnisse bürgerlichen Lebens wie Öfen, Tapeten, Möbel, Wandbemalungen

und viele andere Details gezeigt. Höhepunkt der Besichtigung ist der Festsaal im Obergeschoss, der nach 1771 von Adam

Friedrich Oeser, dem Zeichenlehrer Goethes, ausgemalt wurde.

Eintritt: 5 Euro

Sonntag, 14. April, 15.00 Uhr

Klavierkonzert mit Michael Abramovich

Michael Abramovich ist ein begnadeter Pianist und hochangesehener Dirigent, Chorleiter und Kammermusiker. Nachdem

er im Gohliser Schlösschen bereits mit Werken von Beethoven, Liszt, Brahms und Schubert brillierte, präsentiert er diesmal

Partiten von Johann Sebastian Bach.

Eintritt: 15 Euro/12,50 Euro

Sonntag, 21. April, 11.00 Uhr

Wiederkehr von Oesers Psyche

Kleiner Festakt

Anlässlich der Eröffnung des restaurierten Festsaales lädt der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. herzlich zu einer

Sonderveranstaltung ein, bei der eine Einführung zum Bildprogramm und der Arbeitbericht der Restauratorinnen im Mittelpunkt

stehen, ergänzt von einem szenischen Spiel zum „Lebensweg der Psyche“.

Eintritt frei / Spenden erwünscht; Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Kulturamt der Stadt Leipzig

Sonntag, 21. April, 15.00 Uhr

Musik des 16. bis 18 Jahrhunderts

Kammerkonzert mit BAROCKIANA

Anli Sasaki – Sopran, Kentaro Wada – Posaune, Ayako Tanaka – Cembalo, Orgel

Werke von Diego Ortiz, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Girolamo Frescobaldi, Antonio Vivaldi, Johann Joseph Fux, Georg

Christoph Wagenseil u.a.

Eintritt: 15 Euro/12,50 Euro

Sonntag, 28. April, 11.00 Uhr

Führung durch das Gohliser Schlösschen

Beim Rundgang durch die historischen Räume des bürgerlichen Sommerpalais wird aus der über 250jährigen Schlossgeschichte

erzählt. Es werden wiedergefundene Zeugnisse bürgerlichen Lebens wie Öfen, Tapeten, Möbel, Wandbemalungen

und viele andere Details gezeigt. Höhepunkt der Besichtigung ist der Festsaal im Obergeschoss, der nach 1771 von Adam

Friedrich Oeser, dem Zeichenlehrer Goethes, ausgemalt wurde. Eintritt: 5 Euro

Sonntag, 28. April, 15.00 Uhr

161. BÜRGERKONZERT „Gesichtspunkte“

Leipziger Klavierquartett

René Bogner – Violine, Matthias Weise – Viola, Henriette Luise Neubert – Violoncello,Stefan Burkhardt – Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett Nr.1 g­Moll KV 478, Ernest Chausson: Klavierquartett A­Dur op. 30

Das erste Klavierquartett Mozarts von 1785 bildet den Grundstein einer Gattung der Kammermusik. Das Stück hatte beim

Publikum zunächst wenig Erfolg, zu ungewohnt war die Besetzung. Der Verleger bat Mozart sogar, in Zukunft solche Werke

nicht mehr zu komponieren, da sie sich nicht verkaufen ließen. Mozart suchte sich einen anderen Verleger. Heute zählt das

g­Moll Quartett mit zu den beliebtesten kammermusikalischen Werken Mozarts.

Ohne seine üblichen Selbstzweifel und befreit von Traurigkeit ging Chausson an die Komposition seines Klavierquartetts,

welches das letzte kammermusikalische Werk vor seinem tragischen Unfalltod sein sollte.

Beide Kompositionen sind wundervolle Melodien und packende Rhythmen, die immer wieder Anklang beim Publikum

finden.

Eintritt: 17 Euro/12,50 Euro

Bei diesem Bürgerkonzert erhalten Senioren einen ermäßigten Eintritt zu 12,50 Euro.

Gohlis­Forum 1/2013 19


Berühmte Gohliser

Quelle: Wikipedia

Karl Wittgenstein (* 8. April 1847 in Gohlis; † 20. Januar 1913 in Wien) gehörte

zu den erfolgreichsten Unternehmern der späten Donaumonarchie, war

ein charakteristischer Vertreter der sogenannten „Gründerzeitgeneration“

und der Vater des Philosophen Ludwig Wittgenstein.

Karl stammte aus einer früh assimilierten deutsch-jüdischen Familie, deren

Wurzeln in der deutschen Kleinstadt Laasphe in Wittgenstein (Wittgensteiner

Land) liegen. Sein Großvater war der Gutsverwalter Moses Meyer gewesen,

der für die Grafen von Sayn-Wittgenstein-Hohenstein gearbeitet hatte. Er zog

vor 1803 nach Korbach, wo er einen Wollgroßhandel betrieb.

Infolge der napoleonischen Bestrebung nach Gleichheit vor dem Gesetz wurde

für alle Juden im Königreich Westphalen 1808 angeordnet, binnen drei Monaten

einen Nachnamen anzunehmen. Moses Meyer nannte sich nun Moses

Meyer-Wittgenstein nach seiner Geburtsgegend oder seinen Arbeitsgebern.

Der Wollgroßhandel des Moses Meyer-Wittgenstein wurde zum größten Unternehmen

in der Stadt Korbach, später ging es wieder abwärts. Moses hatte

einen Sohn, Hermann Christian (* 12. September 1802 in Korbach; † 1878 in

Wien), der das Geschäft gegen Ende der 1830er Jahre nach Gohlis bei Leipzig

Karl Wittgenstein (1908)

verlegte und dort weiterführte.

Nach Hermann Christians Übertritt zum protestantischen Glauben heiratete er 1839 in Gohlis Fanny Figdor

(* 7. April 1814 in Kittsee; † 21. Oktober 1890 im Wiener Bezirk Hietzing), Tochter einer bedeutenden

jüdischen Familie Wiens, die ebenfalls noch vor der Eheschließung zum protestantischen Glauben konvertierte.

Impressum

Herausgeber: Bürgerverein Gohlis e. V.

Vereinsanschrift: Lützowstraße 19, 04157 Leipzig, Tel: (0341) 911 50 28,

Fax : (0341) 2466672

Internet: www.buergerverein-gohlis.de

mailto: buergerverein-gohlis@arcor.de

Bankverbindung: Sparkasse Leipzig, BLZ 860 555 92, Konto-Nr. 1111 501 668

Redaktion: Hansgeorg Herold, Petra Cramer

Satz u. Layout: Reinhard Wohlfahrt

Fotos: Eva-Maria Cramer, Autoren

Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht der Meinung des Bürgervereins Gohlis e. V. entsprechen.

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