jahresbericht 2012 - Genossenschaft Dreieck

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jahresbericht 2012 - Genossenschaft Dreieck

dreieckjahresbericht

2012

Liebe Genossenschafterinnen, liebe Genossenschafter

Das in seinen wilden Anfangsjahren einst umstrittene und hart erkämpfte Projekt Dreieck ist längst zu

einem Vorzeigeobjekt des Selbstverwalteten Wohnens geworden und zieht immer wieder interessierte

BesucherInnen und Fachleute an. Auch im Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 besichtigten

mehrere StadtentwicklerInnen und ArchitektInnen unser kleines Idyll im Kreis 4. Selbst zwei

Studierende aus China fanden den Weg in unseren Innenhof und liessen sich über unsere Vorstellungen

von Wohnen, Bauen und Zusammenleben informieren. Entstanden ist daraus eine Publikation

in Zusammenarbeit mit der ETH unter dem Titel: Autonomous Urban Islands: Cooperative Housing as

a Way of Creating a Sustainable City in Zurich. Wer weiss, vielleicht findet sich das Modell unserer

Genossenschaft eines Tages im Osten wieder?

Eine grössere mediale Aufmerksamkeit erhielten aber unsere unauffälligsten, jedoch produktivsten

Mieterinnen. Der inzwischen auf sieben Völker angewachsene Bienenschwarm auf dem Dach der

Zweierstrasse 50 produzierte nicht nur 85 Kg an Stadthonig, sondern lieferte auch Stoff für zwei Artikel

in der NZZ und NZZ am Sonntag. Vor gut vier Jahren sind die ersten Honigbienen im Dreieck eingezogen

und da sie auf den Balkonen und Terrassen in der Umgebung fast das ganze Jahr über Pollen und

Nektar finden, sind sie geblieben. Rund 300'000 Bienen wohnen aktuell bei uns und jeweils im Frühling

schwärmen einige der Völker aus, um einen neuen Bienenstaat zu gründen.

Ganz so einfach wie die Vermehrung bei den Bienen funktioniert die Vergrösserung unserer Genossenschaft

leider nicht. Auch wenn wir gerne Wohnraum für 300'000 GenossenschafterInnen bieten

würden, scheitern wir regelmässig an den Zürcher Liegenschaftspreisen. Der Immobilienmarkt ist zu

überhitzt, als dass eine Genossenschaft mit dem Ideal von sozialverträglichen Mietkosten die geforderten

Preise bezahlen könnte oder wollte. Erfreulich verläuft hingegen unsere Zusammenarbeit mit

der Genossenschaft Kalkbreite. Der Bau schreitet zügig voran und es entsteht ab Frühling 2014 Wohnraum

für wenn auch nicht 300'000 Personen, so doch immerhin für 250 MieterInnen.


2_ Jahresbericht 2012 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch

Übersicht

Genossenschaft Dreieck 233 GenossenschafterInnen

150 MieterInnen

Vorstand Désirée Cuttat (Co-Präsidium)

Jost Fetzer

Julia Heer

Bernhard Kämpf (Delegierter

der Stadt)

Susa Katz (Co-Präsidium)

Simon Sigrist

Susanna Sturzenegger

Geschäftsführung Gaby von Frisching

Verwaltungskommission Gaby von Frisching

Bill Gilonis

Julia Heer

Annatina Issler

Finanzkommission Bernhard Kämpf

Gaby von Frisching

Susa Katz

Bau und Unterhalt Rosmarie Boschetti

Désirée Cuttat

Ueli Nüesch

Hermann Dammann

Personalkommission Susa Katz

Simon Sigrist

Schlichtungskommission Sonja Anders

Stefan Blum

Claudia Labhart

Hauswartung Astrit und Tefik Asani

Hermann Dammann

Buchhaltung Barbara Klemm

(Mera Immobilien)


Bericht des Vorstandes

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Mit viel Applaus und einer persönlichen Würdigung

unserer ehemaligen Präsidentin Iris Vollenweider, wurde

Elisabeth Sicher an der Generalversammlung 2012

nach 13 Jahren Mitarbeit aus dem Vorstand verabschiedet.

An Stelle ihrer und als Delegierter der Stadt

Zürich wurde Bernhard Kämpf neu in den Vorstand

gewählt.

Dank verdienen aber auch all jene, die ausserhalb

von Kommissionen und dem Vorstand geholfen haben,

das Dreieck lebendig zu gestalten.

Tätigkeit

Der Vorstand tagte an acht ordentlichen Sitzungen

und verabschiedete zusätzlich einige Traktanden mit

Zirkularbeschlüssen. Hartnäckig blieb man mit der

Stadt in Kontakt wegen der inzwischen realisierten

30er-Zone rund um das Dreieck. In Zusammenarbeit

mit der Verwaltungskommission entwickelte der Vorstand

ein deutsch-englisches «Empfangsprotokoll» für

neuankommende Untermieter und Besucher des Gastzimmers.

Es dient als Kurzinformation über das Dreieck

und dessen Funktionsweise.

Viel Zeit nahm die Suche nach potentiellen Expansionsobjekten

in Anspruch. Leider gab es keine wirklich

interessanten Liegenschaftsobjekte im Kreis 4 oder

auch ausserhalb der Stadt, so dass kein Projekt weiterverfolgt

wurde. Hingegen reagierten wir im November

in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Kalkbreite

auf die Ausschreibung für einen Landverkauf an der

Zollstrasse in der Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs.

Der Dachverband der Wohnbaugenossenschaften Zürich

hatte im Auftrag der Grundeigentümerinnen SBB

und Stadt Zürich ein knapp 5'000 m2 grosses Bauareal

an der Zollstrasse zum Kauf ausgeschrieben. Neben

zehn anderen gemeinnützigen Bauträgerschaften

reichte auch die Kalkbreite, unterstützt vom Dreieck,

ihr Konzept Zollhaus ein.

Ende Januar 2013 wurden drei Genossenschaften

eingeladen, ihre Projektidee persönlich zu präsentieren.

Im Februar 2013 erhielt die Genossenschaft Kalkbreite

den Zuschlag für die Überbauung Zollstrasse

West im Zürcher Kreis 5. Noch vor Fertigstellung des

Neubaus an der Kalkbreite kann die Genossenschaft

damit ein weiteres Projekt mit rund 70 Wohnungen

und 3'000 m 2 Gewerbefläche entwickeln. Das Dreieck

hat bewusst auf eine eigene Bewerbung verzichtet

und wird statt dessen ein weiteres Mal die Kalkbreite

personell und allenfalls auch finanziell unterstützen.

Nachbarschaft

Der Umbau unserer Nachbarliegenschaft Ankerstrasse

9 ist nun auch im Garten abgeschlossen. Die

geplante Überbauung Grünhof (Grüngasse-Zweier-

Gartenhofstrasse) ist weiterhin in Fristerstreckung

durch die dortige Mieterschaft. Die Bagger rollen

wohl nicht vor 2014 an. Dafür gab es im Januar 2012

an der Kalkbreite den Spatenstich und im April folgte

die Grundsteinlegung. Durch aktive Mitarbeit einiger

unserer Genossenschafter in diversen Arbeitsgruppen

werden die Interessen des Dreiecks im Projekt Kalkbreite

gut vertreten sein.

Veranstaltungen

Im April fand wieder ein Osterbrunch statt. Neben

der Suche nach vergessenen Ostereiern wurde gemütlich

zusammengehockt und der Nachwuchs, den das

Vorjahr hervorbrachte, präsentiert. Mitte Juni initiierte

das Haus Zweierstrasse 42 ein Grillfest im Innenhof. Das

schöne Wetter lud ein zum Verweilen mit den Nachbarn.

Leider gab es für die Idee eines wiederkehrenden

Hausfestes keine Nachahmer; das Haus mit den Gross-

WG’s Gartenhofstrasse 27 fühlte sich trotz Aufforderung

im Infobrief nicht angesprochen.

Dafür gab es im September bei herbstlichen Temperaturen

den gemeinsamen Znacht im Hof – die

Sonnenschirme bewährten sich wiederum als Regenschutz.

Der gelungene Abend wurde diesmal organisiert

und köstlich bekocht von den vier fleissigen Mieterinnen

Monie, Nadine, Silvie und Sophie. Herzlichen

Dank!

Am ersten Sonntag im Dezember wurden gemeinsam

Grittibänzen gebacken und sich die Zungen an

heissen Maroni und Glühwein verbrannt.

Mitglieder

Im Jahr 2012 gab es 13 neue Beitritte in die Genossenschaft

gegenüber 8 Austritten. Die Genossenschaft

Dreieck besteht inzwischen aus 233 Mitgliedern.


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Bericht der Verwaltungskommission

An der Generalversammlung 2012 wurde Jürg

Winiger einstimmig als Vertreter des Gewerbes in die

Verwaltungskommission gewählt. Das Dreieck freut

sich, in der Kommission einen Gewerbetreibenden mit

Werksplatz im Innenhof der Genossenschaft begrüssen

zu dürfen.

Gewerbe im Dreieck

Im 2012 wurde das Ladenlokal der Boutique no.bé

an der Ankerstrasse 8 zur Vermietung ausgeschrieben.

Mit der Dreiecks-Bewohnerin Dilara Erbudak und ihrem

gleichlautenden Laden Erbudak wurde eine passende

Nachmieterin gefunden. Dilara renovierte den

Raum darauf hin und eröffnete ihrer Kleiderboutique

im September am neuen Standort im Dreieck.

Nach diesem erfolgreichen Wechsel in unserer Gewerbemieterschaft

mussten wir im Herbst leider die

Kündigung vom Verein Kantine entgegennehmen. Der

Verein hatte sich bedauerlicherweise entschlossen,

nach 15 Jahren den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen

einzustellen. Damit ging eine Ära in der Geschichte

des Dreiecks zu Ende: Der Verein Kantine kochte am

19. Dezember ein letztes Mal im Gemeinschaftsraum

der Genossenschaft sein Mittagsessen.

Da ein solcher Wechsel auch eine Gelegenheit für eine

strategische Neuausrichtung ist, wurde die Kantine

nicht sogleich neu vermietet, sondern wurden zuerst

Ideen und Anregungen aus der Bewohnerschaft aufgenommen.

Es zeigte sich, dass die Genossenschafter

auch weiterhin gerne einen Mittagstisch hätten, die

konkreten Ideen und Wünsche über Öffnungszeiten

und Ausrichtung aber weit auseinander divergieren

und nicht unbedingt selbsttragend sind. Die Kommission

entschied sich, die Kantine erneut auszuschreiben

und ab dem Sommer 2013 unter ähnlichen Bedingungen

wie zuvor zu vermieten.

Mieter

Im Herbst mussten Abklärungen wegen mutmasslich

ungenutzten Räumen getroffen werden. Aus

Sicht der Genossenschaft ist es nicht erwünscht, dass

angemietete Räume nicht dem Zweck entsprechend

genutzt werden, Atelier- als Abstellräume verwendet,

Wohnungen unterbelegt werden oder Büros leer stehen.

In den konkreten Fällen wurde das Gespräch gesucht

und abgeklärt, ob die betreffenden Mieter die

Räume weiterhin dem Sinn entsprechend verwenden

wollen.

Gästezimmer und Gemeinschaftsraum

Die Kantine wurde im letzten Jahr mit 122 Mal etwas

öfters vermietet als im Jahr zuvor. Die Einnahmen stiegen

entsprechend um 22% gegenüber dem Vorjahr

auf CHF 13'100 an. Das Gästezimmer war zu 67% (245

Tage) belegt, gegenüber 71% im Vorjahr. Es wurde zu

38% von Genossenschaftern und zu 62% von Externen

reserviert. Dennoch stiegen die Einnahmen wegen der

Erhöhung der Übernachtungspreise um 18% auf CHF

11'100.


Bericht der Finanzkommission

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Ab der zweiten Jahreshälfte ersetzte Bernhard

Kämpf als neuer Vertreter der Stadt Zürich die zurückgetretene

Elisabeth Sicher. Die Kommission traf sich an

zwei ordentlichen Sitzungen gemeinsam mit Barbara

Klemm von der Mera Liegenschaftsverwaltung (ohne

Stimmrecht) und erledigte weitere Zirkularbeschlüsse

per Email.

Jahresergebnis

Das Jahr 2012 konnte mit einem kleinen Gewinn von

CHF 35'221 abgeschlossen werden (Vorjahr Verlust

CHF 18'653.80). Es wurde gut gewirtschaftet und die

Genossenschaft verfügt somit über ausreichend liquide

Mittel.

Die Zahlungsmoral der Mieterinnen liegt im üblichen

Bereich. Vereinzelte müssen zwar erinnert werden,

aber es gibt keinen Grund zur Sorge.

Hypotheken und Buchhaltungsmandat

Der 3-jährige Verwaltungsauftrag zur Bewirtschaftung

der Hypotheken, welcher ab 2010 über die vom

WBG empfohlene Hypothekenbörse AG lief, wurde

fristgerecht per 31.12.12 gekündigt. Für das Jahr 2013

steht bislang nur ein einziger Neuabschluss von einer

Hypothek an und dieser soll mit einem Einzelmandat

abgeschlossen werden.

Rückblickend war die Zusammenarbeit seit 2010

für das Dreieck sehr erfreulich – aus einer stärkeren

Verhandlungsposition heraus konnten via Hypothekenbörse

bessere Konditionen ausgehandelt und Neuabschlüsse

in Gesamthöhe von CHF 8'000'000 abgeschlossen

werden.

Die Zusammenarbeit mit MERA Liegenschaften als

Mandatsträgerin der Buchhaltung verläuft weiterhin

zur besten Zufriedenheit. Die Altlasten des vorherigen

Mandatsträgers sind inzwischen abgearbeitet.

Rückzahlung private Darlehen

Im Mai bat uns die Bau- und Siedlungsgenos senschaft

Höngg ein Darlehen von CHF 26'000 zurück zu

zahlen. Aufgrund der guten Liquidität des Dreiecks

beschloss die Kommission im Weiteren, einige private

Darlehen mit einer hohen Verzinsung (ab 2% pro Jahr)

Ende 2012 zu kündigen und per Ende Juni 2013 zu tilgen

(Total CHF 269'000). Ende Dezember wurde auf

Wunsch bereits ein privates Darlehen von CHF 40'000

zurückbezahlt. Diese privaten Darlehen waren in den

Gründungsjahren des Dreiecks von enormem Nutzen,

können unterdessen aber problemlos rückerstattet

werden.

Depositenkasse

Das Dreieck eröffnete neu ein Konto bei der Depositenkasse

der Genossenschaft FGZ mit einer Einlage

von CHF 100'000. Somit ist das Geld der Genossenschaft

bei mehreren Institutionen aufgeteilt. Ausserdem

wurden nochmals CHF 500'000 bei ABZ angelegt.

Dadurch können wir von einer sicheren und sinnvollen

Anlage zu einem Zinssatz von 1.375 % profitieren.

Entschädigungen Vorstand und Kommissionen

Aufgrund einiger Absenzen des Vorstandes im Verlauf

des Jahres und dem Verzicht auf eine Retraite konnten

die Aufwendungen für die Vorstands- und Kommissionshonorare

gesenkt werden (neu CHF 21'615, Vorjahr CHF

23'642).

Erneuerungsfonds

In den Erneuerungsfonds wurden seit 2004 jährlich

1% des Gebäudeversicherungswertes eingelegt. Im

2012 standen Sanierungsarbeiten wie das Treppenhaus

Zweierstrasse 42 (ca. CHF 21'000) an. Einige Arbeiten

wie die Sanierung der Holzläden an der Anker- und

Zweierstrasse werden im 2013 fortgesetzt. Die dafür

entstehenden Kosten werden dem Fonds belastet und

nicht aus dem laufenden Unterhalt entnommen.


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Bilanz per 31.12.12

in CHF

Aktiven 31.12.12 31.12.11

Umlaufvermögen

Flüssige Mittel 1‘951‘425.53 1‘527‘486.64

Forderungen gegenüber Mieter 13‘434.85 21‘318.05

abzüglich Delkredere -1‘343.00 -2‘100.00

Andere Forderungen 11‘173.69 6‘225.40

Vorräte 1‘479.26 1‘113.69

Nicht abgerechnete Heiz- und Nebenkosten 54‘341.75 52‘326.10

Andere aktive Rechnungsabgrenzungen 16‘281.35 44‘974.30

Total Umlaufvermögen 2‘046‘793.43 1‘651‘344.18

Anlagevermögen

Sachanlagen

Gebäude im Baurecht 16‘631‘652.30 16‘632‘088.80

Gebäude im Eigentum 2‘615‘202.80 2‘615‘202.80

Finanzanlagen

Anteilscheine 217‘500.00 217‘500.00

Total Anlagevermögen 19‘464‘355.10 19‘464‘791.60

Total Aktiven 21‘511‘148.53 21‘116‘135.78


Bilanz per 31.12.12

in CHF

Jahresbericht 2012 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch _7

Passiven 31.12.12 31.12.11

Fremdkapital

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26‘449.73 28‘184.78

Verbindlichkeiten gegenüber MieterInnen 185‘068.45 188‘906.50

Verbindlichkeiten gegenüber GenossenschafterInnen 648.85 648.85

Darlehen 269‘000.00 0.00

Solidaritätsfonds 61‘881.70 56‘421.70

Passive Rechnungsabgrenzungen 78‘794.20 72‘003.75

Total kurzfristiges Fremdkapital 621‘842.93 346‘165.58

Langfristige Verbindlichkeiten

Darlehen 473‘000.00 782‘000.00

Unverzinsliches Darlehen Stadt Zürich 300‘000.00 300‘000.00

Hypothekardarlehen 13‘190‘000.00 13‘239‘000.00

Rückstellungen und Wertberichtigungen

Erneuerungsfonds 3‘219‘840.50 2‘951‘426.50

Heimfallfonds 1‘889‘500.00 1‘723‘300.00

Kumulierte Abschreibungen Gebäude im Eigentum 225‘295.00 199‘695.00

Total langfristiges Fremdkapital 19‘297‘635.50 19‘195‘421.50

Total Fremdkapital 19‘919‘478.43 19‘541‘587.08

Eigenkapital

Genossenschaftskapital 1‘329‘900.00 1‘348‘000.00

Gesetzliche Reserven 14‘200.00 14‘200.00

Bilanzgewinn am 1. Januar 212‘348.70 231‘002.50

Jahresverlust/-gewinn 35‘221.40 -18‘653.80

Bilanzgewinn am 31. Dezember 247‘570.10 212‘348.70

Total Eigenkapital 1‘591‘670.10 1‘574‘548.70

Total Passiven 21‘511‘148.53 21‘116‘135.78


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Erfolgsrechnung 2012

in CHF

Erfolgsrechnung pro 2012 2011

Mietzinserlöse 1‘436‘782.00 1‘432‘715.40

Hauswarts- und Verwaltungspauschalen 26‘748.00 26‘599.45

Erlöse Waschsalon 11‘236.20 12‘124.80

Debitorenverluste / Veränderung Delkredere 757.00 -200.00

Übriger Betriebsertrag 6‘701.70 5‘949.00

Total Betriebsertrag 1‘482‘224.90 1‘477‘188.65

Personalaufwand -80‘261.90 -78‘087.70

Liegenschaftenaufwand -249‘814.55 -291‘696.85

Büro- und Verwaltungsaufwand -46‘096.90 -46‘639.60

Übriger Betriebsaufwand -57‘543.38 -74‘171.46

Baurechtszinsen -125‘263.90 -125‘264.00

Einlage in Erneuerungsfonds -293‘522.00 -293‘522.00

Einlage in Heimfallfonds -166‘200.00 -166‘200.00

Abschreibungen auf Gebäude im Eigentum -25‘600.00 -25‘600.00

Übrige Abschreibungen Sachanlagen -4‘981.50 -5‘030.00

Total Betriebsaufwand -1‘049‘284.13 -1‘106‘211.61

Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern 432‘940.77 370‘977.04

Finanzertrag 12‘654.55 13‘591.70

Finanzaufwand -387‘856.87 -407‘858.39

A.o. Erfolg -10‘416.45 7‘470.25

Jahresergebnis vor Steuern 47‘322.00 -15‘819.40

Steuern -12‘100.60 -2‘834.40

Jahresverlust/-gewinn 35‘221.40 -18‘653.80


Anhang zur Jahresrechnung 2012

in CHF

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Anhang zur Jahresrechnung 2012 2011

Pfandbestellungen zugunsten Dritter

1) Selbständiges und dauerndes Baurecht

an Kat.-Nr. 6680, Blatt 3323, Zürich-Aussersihl,

bis 30. August 2057

Bilanzwert (netto inkl. Heimfallfonds) 14‘742‘152.30 14‘908‘788.80

Schuldbriefsumme nominell 15‘040‘000.00 15‘040‘000.00

davon verpfändet 14‘000‘000.00 14‘240‘000.00

Kreditsumme effektiv beansprucht

Hypotheken 12‘210‘000.00 12‘225‘000.00

Darlehen SVW 0.00 24‘000.00

Sonstige Darlehen 0.00 0.00

= total beansprucht 12‘210‘000.00 12‘249‘000.00

2) Eigene Liegenschaft Ankerstrasse 11, Zürich-Aussersihl

Bilanzwert (netto nach Wertberichtigung) 2‘389‘907.80 2‘415‘507.80

Schuldbriefsumme nominell 2‘325‘000.00 2‘325‘000.00

davon verpfändet 2‘325‘000.00 2‘325‘000.00

Kreditsumme effektiv beansprucht

Hypotheken 700‘000.00 700‘000.00

Darlehen SVW 80‘000.00 90‘000.00

Zinsloses Darlehen Stadt Zürich 300‘000.00 300‘000.00

Sonstige Darlehen 200‘000.00 200‘000.00

= total beansprucht 1‘280‘000.00 1‘290‘000.00

Brandversicherungswerte der Sachanlagen

1) Liegenschaften im Baurecht

Ankerstrasse 12, 14, 16 6‘830‘000.00 6‘830‘000.00

Ankerstrasse 16A 1‘150‘000.00 1‘150‘000.00

Ankerstrasse 20 1‘250‘800.00 1‘250‘800.00

Zweierstrasse 42 / Gartenhofstrasse 27 6‘119‘300.00 6‘119‘300.00

Gartenhofstrasse 31 946‘200.00 946‘200.00

Zweierstrasse 48 1‘278‘600.00 1‘278‘600.00

Zweierstrasse 50, 56, 58 / Ankerstrasse 6 + 8 9‘230‘700.00 9‘230‘700.00

Zweierstrasse 54A 205‘000.00 205‘000.00

2) Eigene Liegenschaft Ankerstrasse 11 2‘923‘000.00 2‘341‘600.00

Total Brandversicherungswerte 29‘933‘600.00 29‘352‘200.00


10_ Jahresbericht 2012 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch

Anhang zur Jahresrechnung 2012

in CHF

Anhang zur Jahresrechnung 2012 2011

Wohnungsbestand nach Zimmerzahl

1) Liegenschaften im Baurecht

Ankerstrasse 12, 14, 16 48 48

Ankerstrasse 16A

Ankerstrasse 20 13 13

Zweierstrasse 42 / Gartenhofstrasse 27 53 53

Gartenhofstrasse 31 9 9

Zweierstrasse 48 14 14

Zweierstrasse 50, 54, 56 / Ankerstrasse 6 60 60

Zweierstrasse 54A

2) Eigene Liegenschaft Ankerstrasse 11 16 16

Total Wohnungsbestand nach Zimmerzahl: 213 213

Entschädigungen Vorstand und Kontrollstelle

Vorstandsmitglieder 21‘615.20 23‘642.40

Kontrollstelle (inkl. MWSt und Auslagen) 7‘298.60 6‘380.50

Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes

in CHF 2012 2011

Bilanzgewinn am 1. Januar 212‘348.70 231‘002.50

Jahresverlust/-gewinn 35‘221.40 -18‘653.80

Bilanzgewinn zur Verfügung der Generalversammlung 247‘570.10 212‘348.70

Verzinsung Anteilscheine 0.00 0.00

Zuweisung an die Gesetzlichen Reserven 1‘800.00 0.00

Bilanzgewinn am 31. Dezember 245‘770.10 212‘348.70


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Bericht Kommission Bau und Unterhalt

Die Kommission hatte im vergangenen Jahr einiges

zu tun. Nachfolgend die wichtigsten Unterhaltsarbeiten:

Allgemeiner Unterhalt

Während der grossen Kälte Anfangs Februar 2012 gab

es im 3. OG in der Ankerstrasse 14 einen Heizrohrbruch.

Einige hundert Liter Wasser suchten sich den Weg vom

3. Stock hinab ins Erdgeschoss. Verletzt wurde zum

Glück niemand und die Feuerwehr war schnell zur

Stelle. Dennoch entstand ein erheblicher Wasserschaden.

Damit beim nächsten Mal noch schneller reagiert

werden kann, wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.

Hinweisschilder in den Kellern mit Telefonnummern

und den Standorten der Abstellhahnen sollen bei ähnlichen

Situationen helfen.

Am stellenweise defekten Blechdach der Zweierstrasse

42 mussten gewisse Lötstellen am Dach sowie die Verbindungen

beim Geländer erneuert werden. Ebenso

wurden die Laufschienen für den Dachaufgang neu

verzinkt. Aufgrund des abgeplatzten Verputzes mussten

die noch in Gebrauch stehenden Kamine mit Kupfer

verkleidet werden.

Die gemeinsamen Räume im gleichen Haus erfuhren

eine Auffrischung. Das Treppenhaus erhielt eine neue

Beleuchtung und wurde gestrichen, der Boden gereinigt

und geölt. Im Trockenraum verhindert nun eine

Vorwand, dass bröckelnde Wandpartikel die frischgewaschene

Wäsche verschmutzen. An den Treppen im

Estrich und Keller wurden Handläufe montiert bzw.

sicherer befestigt.

Im Juli wurde massiver Pilzbefall an der Unterseite des

Balkons der Gartenhofstrasse 27 festgestellt. Einige

Balken und Bretter mussten ersetzt werden, die ganze

Unterseite wurde gereinigt und mit Holzschutzmittel

behandelt.

Gemeinsame Anlagen

Die Arbeiten am internen Dreieck-Netzwerk konnten

abgeschlossen werden. Die Verbindungen sollten nun

stabiler und wesentlich schneller sein.

Über ein neues, elektronisches Schliesssystem für die

Aussentüren wurde intensiv nachgedacht. Verlorene

oder gestohlene Schlüssel könnten so relativ einfach

gesperrt werden. Nach vertiefter Evaluation und sorgfältigem

Abwägen entschied sich das Dreieck, das alte


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System ohne Elektronik beizubehalten. Ausschlaggebend

waren neben den hohen Anschaffungskosten

vor allem der zusätzliche Wartungsaufwand und

der im Verhältnis zum hohen Preis nur geringfügige

Sicher heitsgewinn.

Für den Garten hinter der Ankerstrasse 11, welcher zu

gleichen Teilen auch der Wogeno Köchlistrasse 3 und

Eliane Spörri von der Ankerstrasse 9 gehört, erarbeitete

eine Gruppe aus Vertretern der drei Häuser gemeinsam

ein Projekt, welches im Frühjahr 2012 realisiert werden

konnte. Der Garten wurde sanft neu gestaltet, die Ränder

mit einheimischen Blütenpflanzen, Farnen und

Klettergewächsen verdichtet bepflanzt und die Wiese

neu angesät. Als Ersatz für die unrechtmässig gefällte

30 m hohe Birke wurde nach langen Diskussionen wieder

eine kleine Birke von Eliane Spörri gepflanzt.

Hof

Die Hofbepflanzung wird jetzt zweimal pro Jahr

durch ein Gartenbauunternehmen professionell gepflegt.

Das Giessen übernimmt Tefik Asani, der Kräutergarten

erblüht seit diesem Jahr unter Rosmarie Boschettis

Händen. Vielen Dank hierfür!

Kantine

Nachdem bereits vielfältige Überlegungen zu mehr

Wohnlichkeit und Flexibilität im Innenraum und einer

besseren Akustik angestellt wurden, machte die Kündigung

des Vereins Kantine per Ende 2012 die Umsetzung

der Ideen obsolet. Wir hoffen, dass mit einem

neuen Betreiber oder einem anderen Konzept wieder

frischer Wind in die auch schon angejahrten Räume

kommen mag.

Ausblick

Sämtliche Holzläden an den Altbauten sollen renoviert

werden, ebenso wo notwendig die Dachroste.

Diese Investitionen können aus dem Erneuerungsfonds

finanziert werden.

Seit 2013 gibt es in der Stadt Zürich eine Grünabfuhr,

wo organische Abfälle für die Vergärung zu Biogas gesammelt

werden. Wir werden beobachten, wie sich das

Sammelverhalten im Dreieck entwickelt und Container

sowie Abonnement dem Bedarf anpassen.

Die Eingangstüren der Zweierstrasse 50 sind teilweise

stark verzogen. Anstatt neue Türen einzubauen,

wurde ein Versuch mit einer aussen aufgebrachten Gewindestange

gestartet. Das Verhalten wird beobachtet

und danach wird entsprechend saniert.

Im Hinterhof der Ankerstrasse 3 (Piaggiohaus) planen

unsere Nachbarn eine zweigeschossige Unterkellerung

des Parkplatzes. Im unterirdischen Volumen

sollen eine Modellbauwerkstatt und eine Tiefgarage

mit Autolift Platz finden. Wir sind im Gespräch mit den

Bauherrenvertretern und dem ausführenden Architekten,

damit das angrenzende Gartengrundstück der

Ankerstrasse 11 und vor allem die darauf verbliebenen

Bäume nicht zu Schaden kommen.

Und wer weiss – vielleicht gibt eine neue Nutzung

der Kantine auch zu baulichen Veränderungen Anlass.

Wir sind gespannt.


14_ Jahresbericht 2012 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch


Bericht der Personalkommission

Jahresbericht 2012 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch _15

Die Personalkommission traf sich im Jahre 2012 acht

Mal. An Themen fehlte es bei den gemeinsamen Mittagessen

nie und das (fast) monatliche Treffen erwies

sich weiterhin als sinnvoll.

Mitarbeiter

Das Jahr 2012 war erfreulicherweise weniger durch

Unfälle geprägt als das vorangegangene Jahr. Dennoch

sind wir sehr froh, mit Astrit Asani einen flexiblen

Mitarbeiter gefunden zu haben, der einen grossen Teil

der anfallenden Unterhaltsarbeiten übernahm und damit

Tefik Asani im Alltag und insbesondere bei Abwesenheit

sehr gut unterstützte.

Die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern funktionierte

auch im 2012 weiterhin sehr gut. Dank diverser

Projekte, aber auch wegen zahlreichen verlorenen

Schlüsseln seitens der Mieterschaft, war Hermann

Dammann weiterhin stark ausgelastet. Gaby von Frisching

konnte ihr in der Weiterbildung erlerntes Knowhow

im Personalwesen immer wieder Gewinnbringend

einsetzen.

Organisatorisches

Hermann konnte die anfallenden Arbeiten mit einem

60% Pensum gut erledigen. Die zusätzliche, einmalige

Erfassung der Wohnungspläne wurde separat

abgerechnet. Auch das 50% Pensum von Gaby erwies

sich als nach wie vor adäquat. Beim täglichen Unterhalt

der Genossenschaft hat sich die Kombination mit der

Festanstellung von Tefik und der freien Mitarbeit von

Astrit als sehr praktisch erwiesen. Astrit erledigt die

zusätzlichen Arbeiten im Stundenlohn und arbeitete

durchschnittlich knapp einen Tag pro Woche. Während

der Ferienzeit sprangen zudem Sophie Wolf und Ali

Faki ein und erledigten den täglichen Unterhalt der

Genossenschaft. Erfreulich ist der Rückgang der Überstunden

sowie der Abbau der Ferienguthaben der

Festangestellten per Ende 2012.

Auch Rosmarie Boschetti danken wir ganz herzlich.

Sie übernahm einerseits die Ursachensuche sowie Behebung

der leidigen Geruchsemissionen im Gastzimmers

des Dreiecks. Zudem erklärte sie sich bereit, bei

Krankheit von Mitarbeitern oder sonstigen Notfällen

kurzfristig einzuspringen. Folglich wird sie auch die

Vertretung von Hermann im Sommer 2013 während

seines längeren Urlaubs übernehmen.

Personalentwicklung

Im Herbst wurden wiederum die Mitarbeitergespräche

mit Gaby und Hermann durchgeführt. Die Feedbacks

von beiden Seiten waren durchwegs positiv.

Insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern

funktioniert sehr gut.

Gaby hatte per Mitte 2012 eine Weiterbildung an der

Migros Klubschule im Bereich Personaladministration

begonnen. Diese Weiterbildung ist für ihre Arbeit in

der Genossenschaft sehr nützlich. So verfügt Gaby nun

über ein profundes Wissen im Bereich Arbeitsrecht,

welches sich bereits als sehr hilfreich herausstellte.

Hermann besuchte die Einführung zu «Thinking at

the edge». Jedoch war seine Überzeugung bezüglich

der Teilnahme «on the edge», und schlussendlich entschied

er sich gegen den Kurs.

Schlichtungskommission

Die Schlichtungskommission kam erfreulicherweise

im Jahr 2012 wiederum nicht zum Einsatz.


16_ Jahresbericht 2012 der Genossenschaft dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich, www.dasdreieck.ch

Impressum

Mai 2013

Auflage: 250

Herausgeberin: Genossenschaft Dreieck, Gartenhofstrasse 27, 8004 Zürich,

www.dasdreieck.ch

Texte: Desirée Cuttat, Jost Fetzer, Gaby von Frisching, Susa Katz,

Simon Sigrist, Jürg Winiger

Bilder: Jost Fetzer, Marc Latzel

Layout: Claudia Labhart

Lektorat: Désirée Cuttat, Susa Katz, Gaby von Frisching

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