November 2009 - Der Monat

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November 2009 - Der Monat

november 09

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fürstentum: Fürst Hans-Adam II. Amtsantritt vor 20 Jahren

kultur: Chinesische Kunst: Spiegel der Wahrheit

management: Die Systematik bei Problemlösungen


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> Degustation des

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> Espresso-Bar im Atrium

> Ballonfiguren und Zaubereien

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> Sonderausstellung von

Bang & Olufsen

> Eröffnung des

Weihnachtsmarktes

> Schlossberg-Bettwäsche-

Beratung (Samstag)

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6. /7./8. November 2009

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Inhalt | edItorIal

Es mangelt

an der Solidarität

Panorama 4

mehr solidarität wäre nicht schlecht,

wenn es um das gemeineigentum geht

lItterIng

Littering und vandalismus als normalfall? 6

koPf des monats

Ivan Schurte: Coach der Lehrbetriebe 8

fürstentum

Fürst Hans Adam II.

Amtsantritt vor 20 Jahren 10

kunstdenkmäler

Haus der einwanderer: Altes Walsermuseum 12

wIrtschaft

Feine Aromen für den Kaffee-Genuss 14

brauchtum

Hubertusfeier: Jäger als Heger und Pfleger 16

management

Die Systematik bei Problemlösungen 18

sPort

mehr Solidarität zwischen

verbänden und vereinen 22

ZeItgeschehen

23. november 1984:

Decke im regierungszimmer stürzt ein 24

auto

Gegenläufige Kräfte in Harmonie: Der neue

Subaru Legacy AWD mit mehr Leistung 25

kultur

Chinesische Kunst: Spiegel für Wahrheit 26

rätsel-sPass 28

schlussPunkt 30

Mit einer Reihe von Beiträgen hat Peter Rutz, dem

Sport und vor allem dem Radsport eng verbunden,

auf die Situation im liechtensteinischen Sportwesen

aufmerksam gemacht. Nicht

überall stiessen seine Ideen auf

spontane Gegenliebe, aber eines

konnten auch die Skeptiker nicht

von der Hand weisen: Es gibt gewisse «Baustellen»

im Sportbereich, denen man sich widmen sollte.

Peter Rutz hat nicht kritisiert, sondern Vorschläge

unterbreitet, wofür wir ihm an

dieser Stelle danken. Sein letzter

Vorschlag am Schluss der Sport-

Serie lautet: Mehr Solidarität.

Mehr Solidarität wäre ebenfalls

nicht schlecht, wenn es um das

Gemeineigentum geht. Achtlos

werden Flaschen weggeworfen,

in Spucknähe neben Abfallkübeln

liegt Müll herum, in weitem

Umkreis gleichen Events einer

Günther Meier

Abfall-Schlacht-Veranstaltung, Chefredaktor «Der Monat»

das Demolieren von Postauto-

Haltestellen gehört zu den Freizeitaktivitäten! Hier

fehlt es an Solidarität mit der Gemeinschaft, die

aber für die Schäden und die Reinigung aufkommen

muss. Siehe Titelthema.

ImPressum: 4. Jahrgang, nr. 44, november 2009, 18 000 exemplare

herausgeber: Alpenland verlag AG, Feld kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan,

Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li

redaktIon: Günther meier, Tel. +423 380 09 30, Fax +423 380 09 31, redaktion@dermonat.li

anZeIgen: Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, annoncen@dermonat.li

gestaltung: barbara Schmed, Gutenberg AG

satZ und druck: Gutenberg AG, FL-9494 Schaan

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onlIne: «Der monat» im Internet: www.dermonat.li

tItelbIld: Der Herbst überrascht uns wieder mit seiner Farbenpracht. (Foto: marco nescher)

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november 2009

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4

5

Panorama

Mobilfunk-Expertise

ohne konkrete Tests

Über den Mobilfunk gibt es im Dezember

eine Volksabstimmung. Erhält die Gesetzesinitiative

der Wirtschaftsverbände eine Mehrheit, so gilt

künftig der Vorsorgegrenzwert der Schweiz mit

6 V/m. Wird die Initiative abgelehnt, so müssen die

technischen Mobilfunk-Anlagen bis 2013 um das

Zehnfache auf 0,6 V/m zurückgefahren

werden. Der Landtag

hatte der Regierung im Mai den

Auftrag erteilt, Abklärungen vornehmen

zu lassen, ob ein zentrales

Mobilnetz betrieben und ob

Anordnungen für entsprechende

Tests möglich seien. Die Abklärungen

der Regierung haben wenig

Neuigkeiten ergeben, nachdem die Mobilfunkanbieter

die bestehenden Netze für Tests nicht zur

Verfügung stellten. Der Regierungsbericht stützt

sich mangels Testergebnisse auf Expertisen. Diese

kommen zum Schluss, dass ein Grenzwert von

0,6 V/m grundsätzlich technisch realisierbar sei,

aber nur für Sprachdienste. Für Breitbanddienste,

die für Datenübertragungen notwendig und in

Zukunft sehr gefragt sein werden, gibt es wesentliche

Vorbehalte.

Foto: marco nescher

aktuelle wirtschaftslage

Die Finanz- und Wirtschaftskrise scheint die Wirtschaft Liechten-

steins eingeholt zu haben. Das Amt für Statistik hat die eckdaten der

Wirtschaftsentwicklung für das erste Halbjahr 2009 veröffentlicht.

■ Stark rückläufige Umsätze: Die Umsätze der 20 grössten Unternehmen

sind im 1. Halbjahr 2009 um 25% eingebrochen. Im Industriesektor

macht der Umsatzverlust gar 31% aus.

■ Einbruch der Warenexporte: Die direkten Warenexporte (ohne

die Ausfuhren in die Schweiz) liegen um 31,8% unter dem Stand vor

einem Jahr. eine erholung ist noch nicht erkennbar.

■ Anstieg der Kundenvermögen: Das betreute Kundenvermögen

der drei grössten banken erhöhte sich im 1. Halbjahr 2009 aufgrund

der positiven börsenentwicklung um 4,6% gegenüber ende 2008.

■ Netto-Neugeld-Abfluss: Im 1. Halbjahr 2009 mussten die drei

banken einen netto-neugeld-Abfluss von 3 mrd. CHF hinnehmen.

Foto: Presse- und Informationsamt

Regierung bildet

Gewerbe-Task Force

Die Finanz- und Wirtschaftskrise trifft im

liechtensteinischen Gewerbe vor allem Zuliefererbetriebe

für internationale Konzerne. Die Lage der

Gewerblichen Industrie hat sich in den letzten Monaten

verschärft, so dass teilweise Rückgänge bis zu

65% registriert wurden. Wirtschaftsminister Martin

Meyer setzte deshalb eine «Task Force Gewerbe»

ein, um Betriebe zu entlasten, Arbeitsplätze zu sichern

und Lehrstellen zu erhalten. Zu den Massnahmen

gehören Vereinfachungen bei der Verlängerung

der Kurzarbeit sowie bei der Rapportierung

von Ausfallstunden. Ferner wird die Beratung der

Firmen bei der grenzüberschreitenden Tätigkeit

ausgebaut. Über eine Verlängerung der Kurzarbeit-

Dauer wird noch diskutiert: Möglich ist eine Verlängerung

von 18 auf 24 Monate.

Fondsplatz 2011:

Projekt der regierung

Der Fondsplatz Liechtenstein bietet neue,

grosse Chancen für den Aufbau nachhaltiger Geschäftsfelder.

Überzeugt von dieser Vorstellung,

hat Regierungschef Klaus Tschütscher einen Auftrag

für das Projekt «Fondsplatz Liechtenstein 2011»

erteilt. «Investmentunternehmen stellen innerhalb

der Finanzindustrie einen wichtigen Teilbereich

dar und haben sich sowohl international als auch

national zu einem effizienten und volkswirtschaftlich

sinnvollen Anlageinstrument entwickelt», erklärte

der Regierungschef. Mit dem Projekt sollen

den liechtensteinischen Marktteilnehmern optimale

Chancen gesichert werden.

november 2009


Mit 80 Büchern

an der Frankfurter buchmesse

Unter dem Titel «LeseZeichenLiechtenstein» war unser Land an

der Frankfurter Buchmesse 2009 vertreten. Erstmals war Liechtenstein

an der weltweit grössten Buchmesse zu Gast im Jahre 1990, aber

erst ab 2000 kam es zu regelmässigen Teilnahmen. Präsentiert wurden

dieses Jahr 80 Bücher, Videos, DVDs und Cds, die in 50 verschiedenen

in- und ausländischen Verlagshäusern, Eigenverlagen oder Gemeinden

erschienen sind. Das Sonderthema der Buchpräsentation

lautete «Wirtschaftsgeschichte Liechtenstein – vom Agrarland zur

Wirtschaftsregion». Mit Publikationen, Bildern und Texten wurde

dem Publikum ein Einblick in die Wirtschaft des Kleinstaates Liechtenstein

gegeben.

Harti Weirather

entrepreneur in monte Carlo

Skiweltmeister Harti Weirather ist zum ersten «Entrepreneur of

the Year» aus Liechtenstein gewählt worden. Der Preisträger kann als

Landessieger an der Weltausscheidung für den besten «Unternehmer

des Jahres» in Monte Carlo teilnehmen und dort Liechtensteins Farben

vertreten. Was es heute braucht für einen erfolgreichen Unternehmer,

erklärte Wirtschaftsminister Martin Meyer bei der Preisverleihung:

Übernahme von Verantwortung, Mut zum kalkulierten Risiko,

Freude an Kreativität und Innovation. Diese Eigenschaften bringen

wohl andere «Entrepreneur of the Year» auch nach Monte Carlo mit.

Aber Liechtenstein hat einen Trumpf mehr in der Hand – es schickt

einen Weltmeister dorthin.

Liechtensteins Atelier in

Deutschlands Hauptstadt

Mitten im Szeneviertel Berlin-Friedrichshain

gibt es ein Wohnatelier, das liechtensteinischen

Künstlern zur Verfügung steht. Derzeit arbeitet

Anna Hilti aus Schaan in diesem Atelier. Aufgrund

eines Stipendiums kann sich die Künstlerin hier

sechs Monate ihrer Kunst widmen.

Das Wohnatelier befindet

sich in einem früheren Fabrikgebäude,

in dem auch schweizerische

Städte eingemietet sind. Seit

2006, als Liechtenstein in «La Fabrik»

ebenfalls einzog, haben 11

Künstler aus unserem Land hier

gearbeitet.

Foto: Stabsstelle Kulturfragen

Foto: Presse- und Informationsamt

Liechtenstein-Vorsitz

vor dem eFTA-Jubiläum

Liechtenstein erhielt für die zweite Hälfte

2009 den Vorsitz bei der EFTA, der Europäischen

Freihandelsassoziation, in Genf. Neben

den ordentlichen Geschäften laufen in dieser

Zeit auch die Vorbereitungen für das Jubiläum

«50 Jahre EFTA». Die EFTA wurde vor fünfzig

Jahren gegründet, die sogenannte Stockholmer

Konvention wurde am 4. Januar 1960 unterzeichnet

und trat am 3. Mai 1960 in Kraft. Zu

den Gründungsmitgliedern der EFTA gehörten

Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal,

Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Ein Jahr später folgte Finnland als assoziiertes

Mitglied, die 1986 in eine Vollmitgliedschaft

umgewandelt wurde. Island kam

1970 dazu.

Liechtenstein erhielt bei der Gründung einen

Sonderstatus. Aufgrund der Zollunion mit

der Schweiz wurde Liechtenstein durch ein besonderes

Protokoll in die EFTA einbezogen. Erst

1991 wurde Liechtenstein vor dem Hintergrund

der EWR-Verhandlungen zum Vollmitglied der

EFTA. Dieser Schritt war notwendig, damit

Liechtenstein in den EWR-Verhandlungen seine

über den Zollvertrag hinausgehenden Interessen,

wie beispielsweise der Freizügigkeit im Personenverkehr,

selbst wahrnehmen konnte.

Nach dem Übertritt verschiedener EFTA-

Gründungsmitglieder in die EU umfasst die

EFTA heute die vier Staaten Schweiz, Norwegen,

Island und Liechtenstein. Diese Länder, ohne

die Schweiz, bilden gleichzeitig auch den Europäischen

Wirtschaftsraum (EWR). Im Jahre

2002 wurde die Stockholmer Konvention durch

die Vaduzer Konvention abgelöst. Die EFTA hat

inzwischen weltweit mit 17 Ländern Freihandelsabkommen

abgeschlossen.


6

7

Von Günther Meier

lItterIng

Littering Abenteuerspielplatz

und Vandalismus

als rund normalfall? um den Walensee

achtlos weggeworfener abfall liegt überall herum, oft wenige meter neben

den häufigen abfallkübeln. Zudem vergeht keine woche, ohne dass die Poli-

zei einige meldungen über mutwillige sachbeschädigungen veröffentlicht.

wohin treibt unsere gesellschaft?

«Eine unbekannte Täterschaft

beschädigte in Eschen einen Zaun und bemalte ihn

mit rechtsradikalen Symbolen. Mit Gewalt wurde

der Holzzaun auf einer Länge von über 20 Metern

beschädigt und mit einem Hakenkreuz versehen.

Weitere Symbole wurden an einer Holztüre des in

der Nähe liegenden Jugendtreffs angebracht.» So

lautet eine Polizeimeldung vom

warum schmeissen die 20. Oktober 2009. Zwei Jugendliche

beschädigten kürzlich meh-

leute dosen und becher, rere Scheiben in Triesen. Auf ih-

flaschen und tüten einfach

rer Zerstörungstour warfen die

beiden 16-Jährigen auf zwei Bau-

auf den boden, obwohl stellen Steine gegen Baucontainerfenster.

Auf einer dritten Bau-

ganz in der nähe

stelle wurde eine weitere Sachbe-

ein abfallkübel steht? schädigung an einem Bagger

festgestellt. Es entstand insgesamt

ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Nicht immer sind die Täter bekannt, so dass

die Polizei meist gleichzeitig Aufrufe über allfällige

Wahrnehmungen der Bevölkerung erlässt. Besonders

gefährdet sind öffentliche Einrichtungen am

Wochenende, wie aus einer Polizeimeldung vom

September 2009 hervorgeht: «In Schaan wurde in

littering

Der begriff Littering stammt aus dem englischen

und bezeichnet das achtlose Wegwerfen und Lie-

genlassen von Abfall. Angefangen von Zigaretten-

stummeln bis zu Fastfood-verpackungen. Aber

auch Flaschen und Getränkedosen werden oft

nicht in die Abfallbehälter geworfen. Littering verursacht

hohe Kosten für die Allgemeinheit.

die Primarschule eingebrochen, während in einem

Museum in Vaduz eine Scheibe durch einen Stein

eingeschlagen wurde. In Triesenberg musste eine

Sprayerei an einer Garagenfassade, vermutlich verübt

durch dieselbe Täterschaft wie bereits in der

vergangenen Woche, festgestellt werden. Bei der

Bushaltestelle Garnetschhof in Triesen wurden vier

Fensterscheiben des Wartehäuschens mittels einer

Holzlatte eingeschlagen. Und schliesslich brach

eine Täterschaft in Balzers in einen Bürocontainer

einer Deponie ein. Es entstand insgesamt ein Sachschaden

von mehreren tausend Franken.»

Sachbeschädigungen – Mut-

proben oder Aggressionen?

Offenbar reizen öffentliche Einrichtungen

wie Bushaltestellen zu bestimmten Zeiten bestimmte

Charaktere von Menschen, ihre zerstörerische

Hand anzulegen. Das Eigentum der Allgemeinheit

scheint ein willkommenes Ziel für Aggressionen

oder Zerstörungswut, vielleicht auch nur Gedankenlosigkeit

oder Mutproben zu sein. Diesem Phänomen

wird von Experten nachgespürt wie dem

Littering. Wollte man das Abfallproblem verniedlichen,

als man einen aus dem Englischen stammenden

Begriff wählte, um auf das gedankenlose oder

auch bewusste Liegenlassen von Abfall hinzuweisen?

Littering tönt ganz harmlos, sieht nach einer

Veranstaltung mit vielen (jungen) Leuten aber

scheusslich aus. Berge von Bierdosen und Flaschen,

Berge von Überresten öffentlicher Picknicks liegen

herum, die dann von Räumtrupps beseitigt werden

müssen. Littering tritt jedoch nicht nur bei Massenveranstaltungen

auf, sondern kann täglich beobachtet

werden – oft sogar türmt sich in unmittelbarer

Nähe von Abfallkübeln das zu entsorgende Rest


gut, oft liegen die Überreste weit verstreut entlang

von Strassen oder Wegen. McDonalds in Triesen

schickt jeden Morgen eine Angestellte in weitem

Umkreis auf die Suche nach Verpackungsmaterial

und Tüten, nach Bechern und Servietten, die in den

unübersehbar aufgestellten Abfallkübeln entsorgt

werden könnten. Verpackungen von Take-away-

Produkten werden besonders gerne weggeschmissen

anstatt sie ordentlich zu entsorgen. Eine Studie

in 16 schweizerischen Städten und grösseren Ortschaften

hat ergeben, dass über die Hälfte des «gelitterten»

Abfalls von der «fliegenden Verpflegung»

wie Take-away und Getränkeverpackungen stammen.

Vom gesamten Abfall wurde etwas über zwei

Drittel korrekt in bereitstehende Kübel entsorgt,

aber knapp ein Drittel der Reste und Verpackungen

landete auf Plätzen, entlang der Strassen oder in

Hausecken.

Hohe Kosten für die

Allgemeinheit

Egal ob Sachbeschädigungen

oder achtlos entsorgter Abfall – letztlich fallen die

Kosten für die Beseitigung der Schäden und die

fachgerechte Entsorgung des Mülls für die Allgemeinheit

an. Die Mehrzahl der Polizeimeldungen

über Vandalismus enthält den Die Reparaturen und die Entsor-

Vermerk, dass die Schäden einige gung der Abfälle gehen meistens

hundert oder sogar einige tau- auf Kosten der Allgemeinheit.

send Franken ausmachen würden.

Rechnet man diese Angaben mit der Zahl der

gemeldeten Sachbeschädigungen hoch, so kommt

man auf eine hübsche Summe: 2006 beispielsweise

erhielt die Polizei 231 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen,

2007 waren es 189, 2008 stieg die Zahl

auf 204 an. Interessant ist, dass fast drei Viertel

der Sachbeschädigungen in den vier Gemeinden

Schaan, Vaduz, Eschen und Balzers registriert wurden.

Littering – eine Erziehungsfrage?

Bleibt noch die Frage nach den

Ursachen, warum Sachbeschädigungen und Littering

in den letzten Jahren stark zugenommen haben.

Woher kommen die Aggressionen, etwas mutwillig

zu zerstören? Warum schmeissen die Leute

die Dosen und Becher, Flaschen und Tüten einfach

auf den Boden, obwohl ganz in der Nähe ein Abfallkübel

steht? Bei den Sachbeschädigungen sind die

Probleme wahrscheinlich vielschichtig, beim Wegwerfen

von Abfall sehen Experten vor allem die fehlende

Erziehung, vor allem im Elternhaus. |

november 2009

Foto: marco nescher


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koPf des monats monats

Ivan Schurte

Coach der Lehrbetriebe

Die Stärkung des Werkplatzes Liechtenstein

und die Förderung des Nachwuchses im gewerbl

ichen S ek tor i s t f ü r d ie Wi r t s ch a f t s k a m mer

Liechtenstein ein wichtiges Anliegen. Auch für

die Regierung haben diese beiden

Anliegen eine besondere

Bedeutung. Im Mai beschloss die

Regierung deshalb den Aufbau

eines Lehrlingsverbundes und

die damit zusammenhängende Unterstützung der

Wirtschaftskammer. «Das Verbundsystem, das

vom Ressort Wirtschaft und der Wirtschaftskammer

Liechtenstein lanciert wurde, weist eine Reihe

von Vorteilen auf und ist längerfristig

in der Lage, das Ausbildungssystem

flächendeckend zu

sichern», gab sich Wirtschaftsminister

Martin Meyer bei der

Vorstellung des Projekts überzeugt.

Die Vorarbeiten für das

Projekt «Lehrbetriebscoaching

für KMU in Liechtenstein» wur-

Ivan Schurte

de mit grossem Nachdruck vor-

Lehrbetriebscoaching bei angetrieben. Am 1. Oktober 2009

der Wirtschaftskammer

fiel der Startschuss für das Coaching

der Lehrbetriebe. An diesem

Tag hat auch Ivan Schurte seine Arbeit für die Nachwuchsförderung

in Gewerbe und Handwerk aufgenommen.

Der neue Lehrbetriebscoach verfügt

über eine reiche Grundlage an Aus- und Weiterbildung

im Berufssektor. Der gelernte Ingenieur HTL

machte im Jahr 2000 eine Weiterbildung zum

Berufsausbildner IAP, spezialisierte sich auf den

Sektor Berufsbildung/Lehrlingsausbildung. Auf

diesem Gebiete hatte er die letzten Jahre eine Führungsposition

als Leiter der Berufsbildung in einem

Industriebetrieb. Auch auf der Theorieseite des

dualen Ausbildungssystems sammelte Ivan Schurte

Erfahrungen, etwa als Chefexperte und Präsident

der Fachkommission Chemie/Textil des Kantons

St. Gallen und als Fachlehrer für Physik, Chemie

und Fachrechnen an der Gewerbeschule St. Gallen.

Foto: Wirtschaftskammer Liechtenstein

november 2009

das Verbundsystem ist längerfristig in der lage,

das ausbildungssystem flächendeckend zu sichern

Wirtschaft und Bildung hängen eng zusammen,

denn dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg

braucht gut ausgebildete Menschen. Bildung ist die

einzige Ressource, die unserem Land und damit

dem Wirtschaftsstandort Liechtenstein zur Verfügung

steht. Die Lehrlingsausbildung bildet eine

wichtige Nachwuchsquelle für die Fachkräfte in

Gewerbe und Handwerk. Für die Bereitstellung von

Fachpersonal, das heute in jeder Branche gesucht

wird, gehört die Ausbildung von Lehrlingen zu den

wichtigsten Quellen. Eine Untersuchung im Rahmen

einer Diplomarbeit an der Hochschule Liechtenstein

gelangte allerdings zur Schlussfolgerung,

dass die Ausbildungsbereitschaft in Liechtenstein

nicht (mehr) sehr hoch sei.

Die Wirtschaftskammer Liechtenstein möchte

Gegensteuer geben und einen aktiven Beitrag an

die Lehrlingsausbildung leisten. Das nun eingeleitete

Projekt «Lehrbetriebscoaching» schliesst sich

an andere Massnahmen an, die in den letzten Jahren

zugunsten der betrieblichen Ausbildung lanciert

wurden. Mit dem Coaching soll über eine intensive

Betreuung und Unterstützung von Lernenden

und Lehrbetrieben die Qualität der Lehrlingsausbildung

erhöht werden. Die Wirtschaftskammer

Liechtenstein hofft, dass über Coaching und Betreuung

die Ausbildungsbereitschaft der Lehrbetriebe

wieder zunehmen wird. Die Regierung setzt

grosse Hoffnungen auf das Lehrlingsverbundsystem.

«Wenn solche Verbunde gebildet werden», erklärte

Wirtschaftsminister Martin Meyer, «wächst

die Zahl der Ausbildungsbetriebe, was den Schulabgängern

entgegenkommt.» |


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Von Günther Meier

fürstentum

Fürst Abenteuerspielplatz

Hans-Adam II.

Amtsantritt rund um den vor Walensee 20 Jahren

«Gemäss Art. 3 und 13 der Verfassung

übernehme ich als Fürst Hans-Adam II. die

Regierung des Fürstentums Liechtenstein», schrieb

Erbprinz Hans Adam am 13. November 1989 an

den Regierungschef. Das Fürstliche Schreiben enthält

auch ein Bekenntnis zur Verfassung und zum

Rechtsstaat: «Gleichzeitig beurkunde ich, dass ich

das Fürstentum in Gemässheit der Verfassung der

übrigen Gesetze regieren, seine Integrität erhalten

und die landesfürstlichen Rechte unzertrennlich

und in gleicher Weise beobach-

änderungen im politischen

ten werde.» Der neue Fürst wandte

sich bei der Übernahme der

und persönlichen stil des Regierung vor zwanzig Jahren in

einem zweiten Schreiben an die

staatsoberhauptes hatten

Bevölkerung und legte ein Ge-

sich vorher schon abgezeichnet löbnis ab: «Ich gelobe meinem

Lande ein gerechter Fürst zu sein,

die verfassungsmässigen Freiheiten zu wahren, den

Bedrängten und Armen ein Helfer und der Rechte

ein treuer Hüter zu bleiben.» Eine gleich lautende

Erklärung richtete Fürst Hans-Adam II. auch an

den Landtag, der bei einem Thronwechsel innerhalb

eines Monats zu einer ausserordentlichen Sitzung

zusammenzutreten hat. Die Abgeordneten

nahmen das feierliche Gelöbnis des Regierungsnachfolgers

am 5. Dezember entgegen und zollten

dem neuen Staatsoberhaupt Respekt: «Seinerseits

gelobt der Landtag ebenso feierlich und gestützt auf

den von allen Abgeordneten auf Verfassung und

Gesetz geleisteten Eid, Seine Durchlaucht Hans-

Adam von und zu Liechtenstein als neuen Fürsten

anzuerkennen, die ihm zustehenden fürstlichen

Ehren und Würden zu respektieren und das Wohl

des Fürstlichen Hauses nach bestem Wissen und

Gewissen zu fördern.»

mit dem tod von fürst franz Josef II. übernahm erbprinz hans adam am

13. november 1989 als thronfolger die regierungsgeschäfte. Inzwischen

hat fürst hans-adam II. die ausübung der regierungsgeschäfte an seinen

nachfolger, erbprinz alois, abgegeben.

Thronwechsel und

Generationenwechsel

Der Staatsakt für den Thronwechsel

war damit vollzogen. Eine Huldigungsfeier

für das Volk wurde auf den folgenden Sommer verschoben.

Der Übergang von Fürst Franz Josef II.

auf Fürst Hans-Adam II. bedeutete nicht nur einen

Thronwechsel, sondern auch einen Generationenwechsel.

War Franz Josef II. der erste Fürst von

Liechtenstein, der dauernd seinen Wohnsitz im

Land nahm, so ist Hans-Adam II. der erste Fürst,

der im Land aufwuchs und die Schulen besuchte.

Änderungen im politischen und persönlichen Stil

des Staatsoberhauptes hatten sich abgezeichnet, bei-

spielsweise durch einige öffentliche Ansprachen,

wie die berühmte «Rucksack-Rede», andere folgten

ein paar Jahre später bei der Verfassungsdiskussion.

Noch immer gilt Arno Waschkuhns

Einschätzung in den Politischen Schriften

als eine der besten Charakterisierungen der unterschiedlichen

Persönlichkeiten: «Im Unterschied

zur staatspolitisch klugen Distanziertheit seines

Vaters neigt er andererseits dazu, unkonventioneller

zu denken und provokativer oder ironisch zugespitzter

zu formulieren.» Ein Raunen ging etwa

durch die Bevölkerung, als Erbprinz Hans Adam

1987 in einem Vortrag in Feldkirch, den er in

Schaan mit erklärenden Anmerkungen wiederholte,

die Verträge mit der Schweiz beleuchtete: «So

wichtig für Liechtenstein diese Verträge in der Vergangenheit

waren, so wären die wirtschaftlichen

Nachteile heute gering, sollte morgen die Schweiz

die Verträge kündigen.» Die von ihm schon damals

angetippte Kündigung des Postvertrages und die

Privatisierung der Post wurden einige Jahre später

sang- und klanglos vollzogen. Zu einer Beendigung


des Zollvertrages mit der Schweiz, die Hans Adam

als Gedankenmodell in Erwägung gezogen hatte,

ist es bisher noch nicht gekommen. Obwohl es damals

Aufschreie gab, die Loslösung von der Schweiz

werde den Niedergang Liechtensteins einläuten,

war es doch Liechtenstein, das die Schweiz um Verhandlungen

bat, um dem EWR beitreten zu können,

ohne die Zollunion mit der Eidgenossenschaft

kündigen zu müssen.

Vision und Konzept für Selbstbestimmung

Der «konzeptionelle und strategische

Denker» auf Schloss Vaduz, wie ihn der britische

Autor David Beattie bezeichnet, entwarf auch

andere Modelle, die ihm teilweise Kritik einbrachten:

Etwa seine Militärstrategien oder sein Vorschlag

für eine Europäische Verfassung. Als visionär

galt sein Konzept für die Selbstbestimmung,

insbesondere nachdem der Ostblock unter der

Herrschaft der Sowjetunion zersplittert war, aber

nur so lange, bis er das Selbstbestimmungsrecht

von kleinen Einheiten, in unserem Land die Gemeinden,

in die Verfassungsdiskussion einbrachte.

Auch bei der UNO fand das Konzept der Selbstbestimmung

zwar grundsätzliche Zustimmung, doch

von der Umsetzung wollen Länder mit Minderheitenproblemen

nichts wissen, so dass die Vision als

Theorie-Modell an einem Universitätslehrstuhl in

den USA herumdümpelt. Ein

Vor zwanzig Jahren, am

Rückblick auf die 20-jährige Re- 13. November 1989, wurde Erbgierungszeit

von Fürst Hans- prinz Hans Adam zum neuen

Adam II. zeigt, dass in dieser Zeit

Fürsten Hans-Adam II.

einiges in Aufruhr geraten ist.

Die Verfassungskrise 1992 mit der nachfolgenden

Zustimmung des Volkes zum EWR-Beitritt, der

Sturz der Regierung Markus Büchel, der «Fall Herbert

Wille», die leidenschaftlichen Debatten über

die Verfassung, die Vorrechte des Monarchen, die

Polemik über die «Republik Oberrheintal», die Ankündigung

des Fürsten, im Fall der Ablehnung der

fürstlichen Verfassungsvorschläge werde er mit seiner

Familie das Land verlassen und seinen Wohnsitz

nach Wien verlegen.

Der Fürst setzt auf Kontinuität

Fürst Hans-Adam II. denkt in

längeren Zeiträumen. UNO- und EWR-Beitritt sowie

Verfassungsdiskussion sind Beispiele seiner Beharrlichkeit.

Gleichzeitig setzt das Staatsoberhaupt

auch auf Kontinuität, was er an der Huldigungsfeier

im Jahre 1990 eindrücklich demonstrierte. Das

Versprechen auf die Verfassung legte er vor dem

Volk nicht alleine ab, sondern zusammen mit Erbprinz

Alois. Den Erbprinzen betraute er am Staatsfeiertag

2004 mit der Ausübung der Regierungsgeschäfte.

Der Fürst trat in den Hintergrund, blieb

aber Fürst und Staatsoberhaupt. |

november 2009

Foto: marco nescher


12

kunstdenkmäler

Haus der Einwanderer

Altes Walsermuseum

Das alte Walserhaus in Triesenberg Das Walsermuseum im Dorfzent-

war früher das Walsermuseum, rum Triesenberg gilt als Juwel

das heute im Dorfzentrum unter- im Kulturangebot Liechtensteins.

gebracht ist.

Die heimatkundliche Sammlung

zeigt die Kulturgeschichte der

im 13. Jahrhundert eingewanderten und am Triesenberg

angesiedelten Walser. Ein Walsermuseum

besteht in Triesenberg schon seit 1961 und war bis

zur Eröffnung des neuen Walsermuseums 1981 in

einem etwa 400 Jahre alten Walserhaus untergebracht.

Das in der Nähe der Pfarrkirche gelegene

Gebäude gehört heute noch zum Museumsangebot

und dokumentiert die karge Wohnkultur in der

Gemeinde Triesenberg im 19. Jahrhundert.

Den Anstoss zur Errichtung eines Walser-

Heimatmuseums gab Pfarrer Engelbert Bucher, der

den Grundstein für ein Museum mit der Sammlung

«Altes Kulturgut am Triesenberg» legte. Anfänglich

wurden die Sammelstücke im Pfarrhaus

aufbewahrt. Im Jahre 1959 kaufte die Gemeinde

Triesenberg das alte Haus Hag Nr. 19 und schon

das buch zum thema

Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein. Cornelia Her-

mann: Das oberland. Gesellschaft für Schweizerische Kunstge-

schichte. 2007

november 2009

Foto: marco nescher

zwei Jahre später wurde darin das erste Walser-Heimatmuseum

eröffnet. Das «Hagstickerhaus» blieb

nach der Eröffnung des Heimatmuseums im Gemeindezentrum

als Museum erhalten und vermittelt

dem Besucher bäuerliche Wohnkultur des 19.

Jahrhunderts. Teile des Kernbaus datieren um das

Jahr 1600. Im Buch Kunstdenkmäler wird das Haus

folgendermassen beschrieben: «Auf beiden Traufseiten

befinden sich eingeschossige Ökonomie-

bauten unter dem abgeschleppten Dach des Wohnhauses,

mutmasslich 17.–19. Jahrhundert. Auf der

Südseite ist eine Laube mit Eingangsraum und

darüberliegendem Dachraum angebaut. Von hier

aus erfolgt der Zugang zur Küche im Kernbau und

zum Schweinestall. Die Laube ist als Gerüstbau mit

Brettschirm mit Deckleisten vermutlich um 1900

entstanden. Eine verbretterte Fachwerkwand wurde

an der Bergseite im Osten mit Leerraum vorgestellt...

Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert war das

Wohnhaus um etwa vier Balkenkränze erhöht und

mit steilem Sparrendach versehen worden. Im zweiten

Viertel des 20. Jahrhunderts wurde der Dachstuhl

mit über Anbauten abgeschlepptem, eher

flach geneigtem Rafendach mit Ziegeleindeckung

erneuert.» Seit 1998 steht neben dem «Hagstickerhaus»

ein Heustall aus dem 18. Jahrhundert, der

ursprünglich im Ortsgebiet Steinort stand und

neben das Museum transloziert wurde.

Die Kultur der Walser, die im Walsermuseum

dokumentiert wird, ist durch Jahrhundert erhalten

geblieben. Ebenso die Sprache, die sich deutlich von

den übrigen Dialekten in Liechtenstein abhebt. Die

Walser, die gegen Ende des 13. Jahrhunderts aus

dem Wallis einwanderten, waren Kolonisten und

Älpler, die am Triesenberg ähnliche Voraussetzungen

für Leben und Wirtschaften vorfanden wie in

ihrer ursprünglichen Heimat. Mit Rodungen schufen

sie Lebensraum, was den damaligen Landesherren

so gut gefiel, dass die Walser bis 1513 von Steuern

befreit waren und nicht unter die Leibeigenschaft

fielen. Erst 1618 wurden die Triesenberger,

die sich heute noch «freie Walser» nennen, den anderen

liechtensteinischen Bürgern gleichgestellt. |


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14

15

Von Günther Meier

wIrtschaft

Feine Abenteuerspielplatz

Aromen für

den rund Kaffee-Genuss

um den Walen-

Peter demmel ist nicht der erste in liechtenstein, der kaffee

röstet. aber eine rösterei wie die demmel-kaffeerösterei hat

es bisher noch nicht gegeben. In Zukunft soll auch ökologisch

angebauter kaffee geröstet werden.

Die Welt ist auch heute noch voller

Überraschungen. Ein Bayer, der in der Schweiz

wohnt, macht beim Businessplan-Wettbewerb der

Hochschule Liechtenstein mit und reicht einen

Businessplan zum Thema «Kaffee-Rösterei Liechtenstein»

ein. Nicht genug damit: Peter Demmel

war zu jenem Zeitpunkt Maschinenbautechniker,

hatte eine Beschäftigung in der

wichtig ist die auswahl Automobil-Zulieferindustrie gefunden

und absolvierte ein Nach-

eines exzellenten rohkaffees diplom-Studium als Wirtschafts-

und die Veredelung des ingenieur an der Hochschule.

Doch Kaffee und Handwerk inte-

rohproduktes durch eine ressierten Peter Demmel, dessen

schonende, langsame röstung

Bruder den Beruf Kaffee-Röster

erlernt hatte. Er hatte sich in den

Kopf gesetzt, handwerkliches Geschick

und wirtschaftliches Denken in Übereinstimmung

zu bringen. Entstanden ist ein kleiner

Gewerbebetrieb, in seiner Ausdrucksweise eine Manufaktur,

in der mit Leidenschaft ein ausgesuchtes

Rohprodukt zu einem Gourmet-Genuss verarbeitet

wird. Aus dem Maschinenbautechniker ist in der

Zwischenzeit ein Kaffee-Kenner geworden, der am

Österreichischen Institut für Kaffee-Experten das

Diplom als Kaffeesommelier erwarb und auch die

liechtensteinische Gastwirteprüfung machte, die

ihm das Betreiben einer kleinen Gourmet-Kaffee-

Ecke direkt neben dem Röstofen erlaubt.

In Liechtenstein werden 200

Tonnen Kaffee getrunken

Auch im Welthandel und dem

Kaffee-Handel an den Rohwarenmärkten kennt

sich Peter Demmel inzwischen hervorragend aus.

Kaffee gehört, man glaubt es kaum, nach dem Erd-

öl zum zweitwichtigsten Handelsprodukt

der Welt. Zwischen

7,5 bis 8 Millionen Tonnen Kaffee

werden jährlich geerntet, verteilt

auf etwa 50 Länder, die zu

mehr oder weniger wichtigen Exportländern

von Kaffeebohnen

gehören. Wie bei anderen Rohprodukten

gibt es beim Kaffee

eine Menge von Sorten, doch

weltweit dominieren zwei Sorten, Arabica und Robusto,

die zusammen weit über 90 Prozent des erzeugten

Rohkaffees ausmachen. Zu den grössten

Kaffee-Produzenten zählen Brasilien, Vietnam,

Kolumbien und Indonesien, zu den wichtigsten Abnehmerländern

gehören die USA, Deutschland,

Frankreich, Japan und Italien. Für Liechtenstein

gibt es Schätzungen, dass pro Jahr etwa 200 Tonnen

Kaffee getrunken werden. Wenn diese Zahl stimmt,

so würde Liechtenstein mit einem Kaffee-Verbrauch

von 5,5 kg pro Einwohner etwa in der Mitte

zwischen Deutschland mit 6,6 und den USA mit

4,2 kg pro Einwohner liegen. Äthiopien, wo der

Kaffee wahrscheinlich seinen Ursprung hat, liegt in

fein und innovativ

Peter Demmel ist immer auf der Suche nach

neuigkeiten. Jeden monat bietet er den Kaffee-

Liebhabern eine andere, spezielle mischung an.

eine besondere Aktion ist für den november ge-

plant. eine neue mischung mit dem viel verspre-

chenden namen «Santiago» ist in vorbereitung.

Der aus speziellem Anbau stammende Kaffee soll

ein besonderes Label erhalten.

Foto: Günther meier


der Rangliste der Kaffee-Produzenten immer noch

in den ersten Zehn, obwohl sich im Laufe der Jahrhunderte

der Anbau von Kaffee fast über die ganze

Welt, in Regionen mit wärmerem Klima, verbreitete.

Schätzungen zufolge gibt es weltweit etwa 10

Milliarden Sträucher der Arabica-Sorte und rund

6 Milliarden der Robusto-Pflanze.

Mischungen mit regionaler

Geschmacksrichtung

Peter Demmel nennt seine Manufaktur

«Gourmet-Kaffeerösterei» und will damit

andeuten, dass sein Kaffee höchsten Genuss bereiten

soll. Zwei Voraussetzungen müssen dafür erfüllt

werden: Einerseits die Auswahl eines exzellenten

Rohkaffees und anderseits die Veredelung des

Rohproduktes durch eine schonende, langsame

Röstung. Den Einkauf besorgt Demmel nicht um

die Ecke, sondern über Premium-Händler in Hamburg,

dem grössten Kaffee-Umschlaghafen der

Welt. Nicht als Spekulant, aber als kenntnisreicher

Einkäufer nimmt er am Rohwaren-Handel teil, sichert

sich nach eingehenden Degustationen bei den

Händlern eine bestimmte Liefermenge für zwölf

Monate und kann damit eine gewisse Preis- und

Qualitätsstabilität für seine Produkte garantieren.

Derzeit kommen die Säcke mit In der «gläsernen Manufaktur»

den grünen Kaffeebohnen aus kann dem Röstmeister bei der

acht verschiedenen Herkunfts- Arbeit über die Schulter geschaut

ländern in die liechtensteini-

werden.

sche Kaffee-Rösterei, aus Südamerika,

Mittelamerika und Nordafrika. Zwei weitere

Produzentenländer werden bald dazukommen.

Bevor Peter Demmel seine vier Mischungen unter

die Leute brachte, erforschte er mit über 70 Degustationen

den Kaffee-Geschmack der Liechtensteiner,

Rheintaler und Vorarlberger. In sorgfältiger

Handarbeit röstet er mehrmals pro Woche Kaffee

und trifft mit seinen Mischungen die regionale Geschmacksrichtung,

die einen bekömmlichen und

magenfreundlichen Kaffee mit einer schönen Fülle

und einem Hauch feiner Säure bevorzugt.

Dem Röstmeister über die

Schulter gucken

In der Manufaktur, die ein feiner

Kaffee-Geruch einhüllt und den Gast unwiderstehlich

umschmeichelt, gibt es aber auch eine grosse

Auswahl von sortenreinem Kaffee. Der Röstofen

steht im Verkaufsraum, so dass jeder dem Röstmeister

über die Schulter gucken kann, deshalb

auch der Zusatz «die gläserne Manufaktur». |

november 2009


16

brauchtum

Hubertusfeier

Die Jäger als Heger und Pfleger

Hohes Traditionsbewusstsein bei Die Jäger laden jedes Jahr zur

der jährlichen Hubertusfeier der Hubertusfeier ein. Der heilige

liechtensteinischen Jägerschaft. Hubertus gilt als Patron der Jäger

und der Forstleute, die aber offenbar

das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne

haben. Zumindest deuten die vor einigen Jahren

durchgeführten Demonstrationen vor dem Regierungsgebäude

darauf hin, dass bei der Hege und

Pflege des Wildes in den Wäldern unterschiedliche

Auffassungen bestehen. Der heilige Hubertus wird

diese Auseinandersetzungen wahrscheinlich mit

paradiesischer Milde beurteilen, denn er kennt das

Zusammenwirken von Wild und Wald aus seinen

Lebzeiten von 655 – 727 nach Christus.

Die Legende erzählt, der junge Pfalzgraf Hubertus

im Burgund habe sich so über den frühen

Tod seiner Gemahlin gegrämt, dass er sich mit Leidenschaft

in die Jagd stürzte. Als er eines Tages

einen kapitalen Hirsch aufgespürt hatte, floh das

Tier nicht, sondern blieb ruhig vor dem Jäger stehen.

Hubertus erblickte zwischen den Geweihstangen

des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Er sank auf

die Knie und hörte eine mahnende Stimme, er dürfe

ob der weltlichen Dinge das ewige Leben nicht

vergessen. Hubertus verliess nach diesem Erlebnis

den Hof, verzichtete auf seine Ämter, verschenkte

sein Vermögen an die Armen und zog sich in die

Einsamkeit der Ardennen zurück. Bischof Lambert

november 2009

von Maastricht weihte ihn zum

Priester, später ernannte ihn

Papst Sergius zum Bischof dieser

Stadt. Die liechtensteinische Jägerschaft

verehrt den heiligen

Hubertus als ihren Patron. Im

Jahre 1963 verpflichteten sich die

Jäger zur «Pflege des jagdlichen

Brauchtums» und wollten in der

Nähe des früheren Waldhotels in

Vaduz sogar eine Hubertus-Kapelle

bauen, was aber an der behördlichen

Verweigerung einer

Baubewilligung scheiterte. Damals

wurde die erste Hubertus-

Feier durchgeführt, doch erst 1970 fanden die Jäger

jene Form der Feier, die heute noch Gültigkeit hat.

Damals begleitete ein Fackelzug den Hubertus-

Hirsch zum feierlichen Hubertus-Gottesdienst, der

mit dem Hubertus-Segen endete. Die anschliessende

Hubertus-Feier galt dem Verlesen der Hubertus-

Legende, der Rangverkündigung des Hubertus-

Schiessens und einem feinen Hubertus-Wildessen.

Seither findet die Hubertus-Feier in der Regel im

Steg statt.

Die Hubertus-Feier wird jeweils musikalisch

von den Jagdhornbläsern umrahmt. Ursprünglich

dienten die Hörner zur gegenseitigen Verständigung

der Jäger bei der Jagd. Nach altem Jagdbrauch

tritt der Jäger nach dem Erlegen an seine Beute

heran, nimmt den Hut ab und steht einen Augenblick

still, wie das früher einmal der heilige Hubertus

gemacht hatte. Dann weidet er das Tier aus.

Wenn diese Arbeit beendet ist, bläst er auf dem

Jagdhorn das «Totsignal».

Eine besondere Bedeutung erhielten die Jagdhörner

bei Gesellschaftsjagden, bei denen alle zur

Strecke gebrachten Tiere zur Schau gestellt wurden.

Mit den Jagdhörnern erfolgte die Bekanntgabe der

erfolgreichen «Strecke» und des Jagdendes. Dann

konnten die Jäger dazu übergehen, ihre Jagdgeschichten

zu erzählen, die von der übrigen Welt

gerne als «Jäger-Latein» abgetan wird.» |

Foto: markus meier


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18

19

Von Michael Biedermann

management

Die Abenteuerspielplatz

Systematik

bei rund Problemlösungen

um den Walensee

Probleme werden grundsätzlich

immer nach dem gleichen Muster gelöst. Die Problemlösung

ist deshalb ein Prozess oder ein Zyklus.

In allgemein gültiger Art lassen sich sechs verschiedene

Schritte in einem Problemlösungsprozess

unterscheiden:

■ Die Formulierung von Zielen für die Problemstellung

(Grobziele)

■ Die Analyse des Ist-Zustandes

■ Die Auswertung der Ist-Daten (Detailziele)

■ Die Suche von Lösungsideen

■ Die Bewertung der Ideen

Der Entscheid

Die Ausgangsituation, die überhaupt erst zur Problemerkennung

geführt hat, beinhaltet in einem gewissen

Sinne auch die Ziele, die durch die Problemlösung

erreicht werden sollen: Der Zustand muss

verändert und verbessert werden.

Ziele mit messbaren Elementen

Aus der Ausgangslage sind also

die mit der Problemlösung zu erreichenden Ziele

abzuleiten und zu formulieren. Aufgrund der oft

vagen und wenigen Informationen können die Ziele

erst grob umschrieben werden.

Trotzdem müssen sie realistisch,

bei jeder entscheidung

aber hochgesteckt, lösungsneut-

muss das herz oder der bauch ral, messbar und insgesamt klar

definiert sein. Lösungsneutral

oder das gefühl dabei sein

heisst, dass die Zielformulierung

keinen Hinweis auf eine technische

oder organisatorische Lösung enthalten darf.

Zielformulierungen wie: «Wir wollen möglichst

schnell am Markt sein» oder «Für das Gerät muss

eine optimale Bedienung sichergestellt werden»

genügen der Anforderung der Messbarkeit nicht.

Probleme werden immer nach dem gleichen muster gelöst. Vom erkennen

eines Problems bis zum entscheid über die lösung ist oft ein beschwerlicher

weg. das systematische Vorgehen in diesem Prozess verhindert, dass wich-

tige schritte ausgelassen werden.

Die Ziele müssen messbare Elemente enthalten:

«Der Marktauftritt muss in 18 Monaten erfolgen»

und «Das Gerät muss von einem Laien nach einer

zweistündigen Instruktion, von einer Fachperson

sofort bedient werden können.» Ist die Zieldefinition

nicht klar oder sind die Ziele nicht genau festgelegt

oder messbar, lohnt sich eine Rückkoppelung,

wie sie gelegentlich bewusst eingesetzt wird.

Oftmals initialisiert ein Auftraggeber nämlich mit

einigen wenigen Stichworten ein Projekt und gibt

dem Projektteam den Auftrag, an seiner Stelle die

Zielsetzung mit messbaren Zielen selber zu formulieren

und dem Auftraggeber zu signalisieren, wie

es den Auftrag versteht.

Die Analyse des Ist-Zustandes

Die Analyse des Ist-Zustandes ist

ein entscheidender Schritt und ein wichtiger Erfolgsfaktor

im Problemlösungsprozess und in jedem

Projekt. Oft werden ihr zu wenig Bedeutung,

Zeit und Ressourcen beigemessen. Schliesslich geht

es darum, von diesem Ist-Zustand möglichst viele

Informationen zu beschaffen und zu analysieren.

Wenn das Ziel richtig definiert ist, müssen alle Analysen

durchgeführt werden, die helfen, Erkenntnisse

zum Ziel und zur Zielerreichung zu gewinnen.

Dazu gehören beispielsweise die relevanten Informationen

vom Unternehmen, seinem Markt und

seinen Kunden oder vom Gemeinwesen, seiner Bevölkerung,

ihrer Entwicklung und Haltung.

Die Auswertung der Ist-Daten

Im dritten Schritt des Problemlösungsprozesses

werden die Ist-Daten ausgewertet

und daraus Erkenntnisse für die Problemstellung

gezogen. Die hohe Anforderung und Kunst besteht


nämlich darin, aus der grossen Menge an Informationen

die wichtigen zu erkennen und festzuhalten

und daraus für die Zielsetzung entsprechende

Rückschlüsse zu ziehen. Das Projektteam verfügt

jetzt über weit mehr Informationen und Erkenntnisse

als zu Beginn der Projektarbeit. Dies lässt die

Möglichkeit zu, die ursprünglich grob definier-

ten Ziele – ohne sie inhaltlich zu verändern – jetzt

detaillierter zu formulieren. Waren die Ziele zu

Beginn – angesichts der Informationsmenge grob

definiert, können sie jetzt, nach den verschiedensten

Analysen, angepasst, verändert und verfeinert

werden.

Die Suche von Lösungsideen

Beim vierten Schritt geht es um

die Suche von Lösungsideen für die Problemstellung,

die detailliert formuliert wurde. Dafür stehen

Kreativitätstechniken (wie beispielsweise Brainstorming

oder Synektik) sowie Methodenansätze

aus der Wertanalyse im Vordergrund, die die vielfältige,

auch unkonventionelle und ungewohnte

Suche nach Ideen ermöglichen und fördern.

Die Bewertung der Ideen

In einem fünften Schritt werden

die erarbeiteten Lösungen bewertet. Diese Bewertung

ist schwierig, aber auch wichtig: Es gilt, die

richtigen Entscheidungen zu treffen für die zuvor

definierten Ziele und Anforderungen: Welche Lö-

sung vermag die Ziele am besten Auch für Problemlösungen

zu erreichen? Erst dann erfolgt gibt es eine gewisse Systematik,

die Beurteilung der verschiede- die verhindert, dass wichtige

nen Lösungsansätze, also die ei- Schritte ausgelassen werden.

gentliche Bewertung. Dafür stehen

verschiedene Methoden zur Verfügung (Vergabe

von Punkten, Symbolen). Sie ermöglichen meist

auf einfache Weise, die beste Lösung zu bestimmen.

Der Entscheid: Festlegen mit

Herz

Im sechsten und letzten Schritt

wird entschieden: Am Schluss des Problemlösungsprozesses

liegen verschiedene Lösungsvarianten

vor, die allesamt die Zielsetzungen zu erreichen vermögen.

Entscheiden heisst also festlegen, und zwar

mit einem «guten Gefühl». Bei jeder Entscheidung

muss das Herz oder der Bauch oder das Gefühl dabei

sein. Entscheidungen werden also nicht rational

getroffen. |

Projekte managen

Der Autor des beitrags, Michael Biedermann, hat

ein buch mit dem Titel «Projekte managen» ge-

schrieben. Der beitrag ist ein Auszug aus diesem

buch, das im ATW verlag AG erschienen ist. ISbn

978-3-033-02146-4. Erhältlich bei www.buch-

zentrum.li oder im buchhandel.

november 2009

Foto: marco nescher


Aktives versus passives

Investieren – oder

wirkungsvolle Symbiose?

Passives Investieren ist «en Vogue». Das enorme Wachs-

tum des Segmentes von passiven Investmentvehikeln über

die letzten Monate und Jahre ist beeindruckend. Immer

häufiger scheint dieser «neue» Ansatz den aktiv verwalte-

ten Produkten den Rang abzulaufen. Neben institutionel-

len Investoren finden immer öfter Privatanleger Gefallen

am passiven Investieren.

Vor- und Nachteile

Während viele Anlageklassen in den letzten

Monaten aufgrund grosser Unsicherheit an

den Finanzmärkten Federn lassen mussten,

glänzt ein Segment mit stetig steigendem

Volumen – die Exchange Traded Funds (börsenkotierte

Anlagefonds). Dies hat seine

Gründe. Die zum Ansatz des passiven Investierens

gehörenden Produkte bestechen mit

klaren Verkaufsargumenten. Dazu gehören

tiefe Kosten, marktkonforme Rendite und

tägliche Handelbarkeit. Alles Argumente, mit

denen das Segment der aktiv verwalteten

Fonds gerade in der letzten Zeit schwer zu

kämpfen hatte. Vor allem das den Anlegern

Günther Biedermann (links) und Martin Frick (rechts) –

Ihre Vermögensverwalter und Ansprechpersonen bei

DJD Partners Trust reg.

abgegebene Versprechen einer Mehrrendite

durch ein aktives Verwalten kann in der Praxis

meistens nicht eingehalten werden. Unzählig

durchgeführte Studien belegen, dass nur

ganz wenige Manager es schaffen, durch das

Eingehen von zusätzlichen Risiken eine Mehrrendite

gegenüber ihrem Benchmark zu erwirtschaften.

Trotz der ernüchternden Statistik

macht es Sinn, gezielt in aktive Manager

zu investieren, um sich langfristig Chancen

nicht entgehen zu lassen. Gerade in Zeiten

wie diesen, wo Märkte starken Schwankungen

unterliegen, kann sich eine aktive Positionierung

deutlich auszahlen. Dies setzt jedoch

einen soliden Prozess der Selektion der einzelnen

Fonds voraus.

Objektiv betrachtet weisen beide Ansätze

ihre Vor- bzw. Nachteile auf. Doch bei beiden

müssen Kompromisse eingegangen werden.

Oft entscheidet sich der Anleger für die eine

oder andere Form. Muss der Entscheid für einen

der beiden Ansätze getroffen werden

oder ist ein Zusammenführen sinnvoller? Wie

lässt sich eine solche Strategie in der Praxis

umsetzen?

Wirkungsvolle Symbiose

In dem eine 2-Säulenstrategie aus Alpha und

Beta kombiniert wird, lässt sich nachweislich


DJD Partners Trust reg.

Das Unternehmen fokussiert sich seit der

Gründung vor fünf Jahren auf die Verwaltung von unterschiedlichen Fondsstrategien. Die Philosophie

ist, eine Brücke zu schlagen zwischen Innovation und konservativer Anlagestrategie. Als

Tochterunternehmen des David Vogt & Partner TreuUnternehmen reg. in Balzers gehört das Unternehmen,

gemessen am Fondsvolumen, zu den grössten unabhängigen Fondsverwaltern in

Liechtenstein.

eine Mehrrendite gegenüber Benchmark und

ETF’s erzielen. Der Beta Teil wird dabei passiv

mit ETF’s und Indexzertifikaten abgedeckt.

Mit Hilfe dieser kann auf eine kostengünstige

und liquide Art und Weise die Rendite des Gesamtmarktes

abgebildet werden. Im Alpha

Teil werden gezielt Fonds ins Portfolio aufgenommen,

welche durch aktives Verwalten

langfristig eine Mehrrendite gegenüber dem

zugrunde liegenden Index erzielen. Um den

Erfolg der Selektion eines «Alpha-Managers»

sicherzustellen, ist dabei ein regelmässiger

Kontakt und hohe Transparenz der Fondsmanager

unabdingbar. Als weiterer wesentlicher

Faktor zur Generierung von Alpha kommt das

Schreiben von Indexoptionen hinzu. Auf der

einen Seite kann so eine zusätz liche Quelle

für die Erwirtschaftung eines Mehrertrages

erschlossen werden. Auf der anderen Seite

kann das Portfoliorisiko deutlich gesenkt werden.

Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass dies

ohne Miteinbezug von Fremdfinanzierung

umgesetzt wird. Alle Positionen sind dabei

durch eine genügend hohe Cash Position oder

entsprechenden Anteilen an ETF’s aus dem

Beta Teil gedeckt.

Zusammenfassend kann festgehalten werden,

dass die Entscheidung für oder gegen die

eine oder andere Form des Investierens nicht

Martin Frick, eidg. diplomierter Finanzanalytiker

und Vermögensverwalter, ist

seit Geschäftsaufnahme als Fondsverwalter

im Unternehmen tätig.

zwingend gefällt werden muss. Im Gegenteil,

das Zusammenführen beider Formen entpuppt

sich als sinnvolle Kombination. Die

Stärken beider Anlageformen können so vereint

in einer Anlagestrategie genutzt werden

und es müssen keine Zugeständnisse betreffend

zusätzlicher Renditen gemacht werden.

Nur so ist es möglich, sich ohne grosse Risiken

von der grauen Masse abzuheben.

Die oben dargelegte Strategie wird bei DJD

Partners Trust reg. seit mehreren Jahren erfolgreich

umgesetzt.

Nachhaltigkeit verlangt Werte.

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22

23

Von Peter Rutz

sPort

Mehr Solidarität zwischen

verbänden und vereinen

Der grösste Sportanlass der

Schweiz, die Tour de Suisse, war dieses Jahr wieder

einmal Gast im Fürstentum Liechtenstein. Nicht

einfach eine Durchfahrt durch ein paar Dörfer,

auch nicht eine Etappenankunft

sind Probleme, mit denen wie in Malbun, sondern der Start

engagierte funktionäre und

zur Rundfahrt, die Durchführung

des attraktiven Prologs. Die

innovative Veranstalter zu Veranstalter wollen die Radsportkämpfen

haben, nur das er-

Stimmung im Land nutzen und

die Bevölkerung animieren, mit

gebnis unseres wohlstandes? dem Rad zum Tour-Prolog zu

kommen oder sonst das Fahrrad

zu benutzen. An der Idee, gleichzeitig

mit dem Start der Tour de Suisse einen Familienradsporttag

für alle zu organisieren, schieden

sich jedoch die Geister: Die Radsportvereine waren

von der Idee begeistert, der Dachverband hingegen

nicht. Weitere Beispiele, dass es von unten nach

oben oder von oben nach unten nicht klappt, konnten

in den letzten Monaten immer wieder in den

Zeitungen gelesen werden. So stemmten sich die

liechtenstein wird nach aussen gerne als «sportland» gelobt, mit zahlreichen

Vereinen und sportlicher bevölkerung. wir standen auf internationaler ebene

schon besser da als heute. es fehlt an solidarität zwischen den Verbänden

und den sportvereinen.

Vereine gegen die Jahresrechnung des Skiverbandes.

Oder der Liechtensteinische Fussballverband feierte

das 75-jährige Jubiläum, während der FC Vaduz

um seine Teilnahme in der Schweizer Liga bangen

muss.

Beispiele von mangelnder

Kooperation und Solidarität

Die im Herbst 2008 veröffentlichte

Studie «Der organisierte Sport im Fürstentum

Liechtenstein – eine Situationsanalyse der

Fachverbände, Sportvereine und Mitglieder»

kommt gesamthaft zu einem positiven Ergebnis.

Die Bestandesaufnahme über die Stärken, Schwächen

und Chancen der liechtensteinischen Sportwelt

führt die tendenziell positive Mitgliederentwicklung

in den Vereinen und einen beachtlich hohen

Grad an Zufriedenheit in Verbänden und Vereinen

an. Auf der anderen Seite wird nicht

verschwiegen, dass es auch Verbesserungspotenzial

geben würde. Hier gilt es den Hebel anzusetzen, vor

allem wenn die zitierten Beispiele mangelnder

Kommunikation, Kooperation

oder Solidarität betrachtet werden.

An den Finanzen und an der

Bereitstellung von Infrastruktur

fehlt es nicht. Dem Sport standen

2008 über die Sportförderung

des Staates knapp 4 Millionen

Franken zur Verfügung. Die Aufteilung

der Mittel erfolgt über

den LOSV und die Sportkommission.

Die Verbände und Vereine

sind aufgefordert, mit Projekteingaben

entsprechende Gelder

«abzuholen», was aber offen-

Foto: marco nescher


sichtlich nicht von allen genutzt wird. Wer mit

Sportfunktionären in unserer Nachbarschaft

spricht, dem stösst Unverständnis über diese Situation

entgegen. Dann wird man konfrontiert mit

dem Hinweis, dass einem einzigen Verein ein komplettes

Fussball-Stadion zur Verfügung gestellt

wird, mit einer Infrastruktur, die keine Wünsche

mehr offen lasse, dazu noch zwei Angestellte, die

nur für den Unterhalt dieser Sportstätte verantwortlich

seien. Erstaunen löste bei diesen Beobachtern

aus der Nachbarschaft aus, aber auch in unserem

Land, dass der Wechsel eines Materialwartes

den Medien sogar eine «Homestory» wert gewesen

ist. Es fehlt auch nicht an der Förderung.

Das Projekt «Sportschule Liechtenstein»,

das mit grossem Erfolg 2004 gestartet

wurde, kann dank der Zustimmung des Landtags

weitergeführt werden. Der Landtag bewilligte 2008

auch einen Nachtragskredit für die Sportförderung

zur Berücksichtigung der Sportschüler bei der Bemessung

der Jahresbeiträge an die Sportverbände.

Vorher wurde bei der Berechnung der Beiträge die

Anzahl der Athleten an der Sportschule nicht berücksichtigt.

Künftig werden die Verbände, die

Sportler an der Sportschule haben, für ihren erhöhten

Aufwand entsprechend entschädigt. Damit es

nicht in Vergessenheit gerät, sei hier auch angefügt,

dass die Regierung im vergangenen Jahr beschlossen

hat, beim Amt für Berufsbildung und Berufsberatung

eine neue Koordinationsstelle für talentierte

Spitzensportler einzurichten. Diese Koordinationsstelle

hat den Auftrag erhalten, sich für

Spitzensportler einzusetzen, die

neben ihrer sportlichen Karriere

gleichzeitig eine berufliche

Grundausbildung in Form einer

Berufslehre machen wollen. Vorgesehen

ist eine gezielte Unterstützung der jungen

Sporttalente bei der Lehrstellensuche und notfalls

auch während der Lehrzeit.

Foto: Günther meier

Der Sport wird in Liechtenstein

gut gefördert, es fehlt aber

oft an der Solidarität unter den

Verbänden und Vereinen.

Krise als Chance für

Veränderungen

In früheren Beiträgen an dieser

Stelle wurde eine Reihe von Problemen angetippt,

die im Zusammenhang mit dem Sport in unserem

Land angegangen werden sollten. Die Themen betrafen

die Neustrukturierung der Sportförderung,

die Kooperation der kleinen Sportverbände im

Zusammenhang mit der Sportschule, die Errichtung

eines «Hauses für den Sport», die Notwend

ig keit z u r Ü b er a rb eit u ng de s Spor t ge s e t z e s o der

die Neufassung der Leistungsvereinbarungen mit

Sportlern. Nun geht es um die teilweise mangelnde

Solidarität zwischen Verbänden und Vereinen.

Sind diese Probleme, mit denen

engagierte Funktionäre und innovative Veranstalter

zu kämpfen haben, einfach nur das Ergebnis

unseres Wohlstandes, wie viele meinen? Wenn das

so wäre, dann bietet die gegenwärtige Finanz- und

Wirtschaftskrise gute Chancen zu Veränderungen.

Die Gelder, insbesondere die Gelder von Sponsoren,

liegen nicht mehr einfach auf der Strasse. Leistung

und Qualität zählen wieder mehr, bei den Sportlern

wie bei den Veranstaltern. Vor allem fördert die

Wirtschaftslage hoffentlich eines, was früher in

beneidenswertem Ausmass vorhanden war – nämlich

die Solidarität. Auch im Sport gilt: Nur gemeinsam

sind wir stark! |

november 2009


ZeItgeschehen

24 23. November 1984

Decke im regierungszimmer stürzt ein

Das Regierungsgebäude nach Es soll ab und zu schon gekracht

dem Einsturz der Decke im haben im Regierungsgebäude.

Sitzungszimmer der Regierung. Aber einmal krachte es richtig:

Am Freitagnachmittag, 23. November

1984, um 15.15 Uhr stürzte die Decke des

Sitzungszimmers der Regierung ein. Zu jenem Zeitpunkt

befanden sich keine Regierungsmitglieder in

diesem Raum, der zu jener Zeit noch zum obersten

Geschoss des Regierungsgebäudes gehörte.

Der Deckeneinsturz hatte einen Zusammenhang

mit der Renovation und der Erweiterung des

Regierungsgebäudes. Zu den Vorbereitungsarbeiten

für den Ausbau des Dachgeschosses wurde der

Dachboden ausgeräumt, der vorher von der Regierung

und den Stabsstellen als Archiv- und Lagerraum

benützt worden war. Eine Untersuchung der

Decken in den anderen Räumlichkeiten ergab, dass

keine akute Gefahr vorhanden war. Die Regierung

gab dennoch eine baustatische Untersuchung in

Auftrag, die sich über das gesamte Regierungsgebäude

erstrecken sollte. Der Untersuchungsbericht bestätigte,

dass sich die eingestürzte Decke schon seit

längerer Zeit in einem labilen Zustand befunden

habe. Dennoch wagte sich die mutige Regierung

wöchentlich in diesen Raum, um die oft über Stunden

dauernde Regierungssitzung abzuhalten. Der

labile Zustand der Decke hatte sich ergeben, weil in

verschiedenen Umbauten Leitungen und Lüftungs-

november 2009

kanäle eingebaut wurden, ohne

dass dafür spezielle statische Vorkehren

getroffen worden waren.

Ausserdem waren ein paar Jahre

vor dem Einsturz zwei Trennwände

entfernt worden, ohne Ersatz

durch irgendwelche andere Stützen.

Experten sprachen im Zusammenhang

mit der eingestürzten

Decke von einer «Leichtbauweise»,

was aber Regierung und

Beamte über viele Jahre nicht

gehindert hatte, tonnenweise Archivmaterial

im darüberliegenden

Dachraum abzulagern. Das

Regierungsgebäude in Vaduz, von 1903 bis 1905

nach den Plänen des fürstlichen Architekten Gustav

von Neumann aus Wien im neubarocken Stil erbaut,

ist ein für die damaligen Verhältnisse grosszügiges

und repräsentatives Bauwerk. Im Volksmund wurde

es daher das «Grosse Haus» genannt, eine Bezeichnung,

die sich bis heute erhalten hat. Es galt als Symbol

der Kraft, der Zuversicht und des Selbstvertrauens.

Projekt und Bauausführung zeichneten sich

durch zahlreiche technische Errungenschaften aus,

zum Beispiel durch die erste Zentralheizung in

Liechtenstein, elektrisches Licht und neuzeitliche

Sanitäreinrichtungen. Anlass für den Bau des Regierungsgebäudes

war Raumnot, so dass die Ämter in

verschiedenen Gebäuden untergebracht werden

mussten – ähnlich der Situation, wie sie heute, gut

hundert Jahre später, wieder herrscht. Bis zum Bezug

des Polizeigebäudes im Jahre 1991 waren Polizei

und Gefängnis im Regierungsgebäude untergebracht.

Hinter dem Regierungsgebäude befand sich

ein kleiner Hof, auf den Plänen 1905 noch «Arrestantenhof»

genannt, der von einer hohen Mauer

umgeben war und dem täglichen Hofgang der Häftlinge

diente. Die Baukosten des Regierungsgebäudes

beliefen sich auf 380'000 Kronen und lagen damit

um rund einen Viertel über den gesamten Staatseinnahmen

des Jahres 1905. Das Regierungsgebäude

steht seit 1992 unter Denkmalschutz. |

Foto: Klaus Schädler/Landesarchiv


Gegenläufige Kräfte in Harmonie

Der neue Subaru Legacy AWD mit mehr Leistung

Die Zeiten, als Subaru ein

Geheimtipp für Bewohner gebirgiger

Gegenden war, sind längst

vorbei. Nicht nur Bauern, Jäger

und Förster legen sich heute einen

Subaru zu. Ansonsten wäre

der Erfolg der japanischen Marke

nicht so gross: Immerhin ist

Subaru das meistverkaufte Allrad-Auto

der Welt, in den letzten

20 Jahren sind weltweit 3,6 Millionen

Subaru in Verkehr gesetzt

worden. Subarus gehören inzwischen

zum Strassenbild, sind

nicht nur in Feld und Wald, sondern

überall dort anzutreffen, wo es steil und kräftig

zur Sache geht. Mit dem Legacy hat Subaru

zudem eine schmucke Limousine geschaffen, mit

eigenem Charakter.

Subaru-Fahrer gehören zu den markentreuen

Gesellen unter unseren mobilen Zeitgenossen. Wer

einen Subaru kauft, hat Gründe. Die robusten und

kräftigen Boxermotoren, der serienmässig symmetrische

Allradantrieb und die extrem niedrige Pannenrate

zählten zu den Hauptargumenten. All diese

Eigenschaften vereinigt auch der neue Legacy,

nur viel schöner als seine Vorgänger. Subaru ist bekannt

dafür, dass die Autos meist aus der Reihe tanzen,

wie etwa bei der Wahl der Motoren oder dem

Alltradantrieb. Auch mit dem Legacy fährt Subaru

gegen den Trend: Während die anderen Hersteller

kleinere und leichtere Modelle auf den Markt werfen,

ist der Legacy gewachsen, ist länger, breiter,

höher geworden und macht den Eindruck, als ob er

eher der Ober- als der Mittelklasse zugehörig wäre.

Einen Subaru fahren? Das vermittle ein ganz eigenes

Gefühl, sagt Subaru selbst: «Ein Vertrauen,

zu dem verschiedene Eigenschaften in ihrem perfekten

Zusammenwirken beitragen.» Müheloses

Handling, kultivierte Laufeigenschaften, kraftvolle

Leistung und beruhigende Sicherheit, durchdachte

Innovation und dauerhafte Zuverlässigkeit. Eine

Reihe von Ausstattungs- und Motorenvarianten

Foto: Werkfoto Subaru

auto

stehen zur Auswahl. Ob Diesel Subaru bietet den neuen Legacy

oder Benziner, die Subaru-Moto-

mit mehr Raum, mehr

ren glänzen mit kultivierter Kraft Leistung und mehr Effizienz an.

und effizienter Leistung, die ausgefeilte

Boxer-Anordnung bringt die gegenläufigen

Kräfte in Harmonie. Der Boxer-Motor mit dem

Symmetrical AWD bringt nicht nur eine ausgewogene

Massenverteilung, sondern auch eine bessere

Traktion. Bei schlechtem Wetter, insbesondere bei

Schneeverhältnissen, oder wenn es auf schnelle

Reaktionen ankommt, erleichtert die Kombination

Motor-Symmetrical-Getriebe ein sofortiges Agieren

am Lenkrad, womit sich manche gefährliche

Situation entschärfen lässt. Neu ist auch das stufenlose

CVT Automatikgetriebe, das bei den 2.0i- und

2.5i-Modellen erhältlich ist, ansonsten wird ein

6-Gang-Schaltgetriebe oder ein optimierter 5-Stufen-Automat

angeboten. Leistung verspricht der

kräftige 2.5 GT Boxer mit Turboaufladung (265 PS)

und dem SI-Drive-Drehschalter, der die Motorund

Getriebeelektronik auf die momentanen Fahrwünsche

umstellt. Der Fahrer entscheidet mit einem

leichten Dreh, ob er eher der maximalen Ökonomie

oder der vollen Leistungsausnutzung den

Vorzug geben möchte. Es brauche keine speziellen

Kenntnisse, heisst es bei Subaru, um das Besondere

eines Subaru zu erkennen: «Sie spüren es, sobald

Sie zum ersten Mal den neuen Legacy fahren!» |

november 2009

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26

27

Von Kornelia Pfeiffer

kultur

Chinesische Kunst:

Spiegel für Wahrheit

kaum etwas ist in den letzten Jahren so aus dem untergrund

kommend explodiert wie die chinesische gegenwartskunst.

der unternehmer fritz kaiser hat eine der wichtigsten samm-

lungen aufgebaut und sein museum ins Internet gestellt.

Das Labyrinth der chinesischen

Verschlossen und fügsam trägt

der junge Akademiker seinen

Doktorhut. Der Kopf ist auffallend

gross. Ebenso die leblosen

Augen, die erstickte Gefühle ahnen

lassen. Der «Little Graduate

(from my dreams)» (2005) hängt

neben dem Schreibtisch von Fritz

Kaiser, Executive Chairman der

Kaiser Ritter Partner Gruppe,

Vaduz. «Irgendwie wollte ich ihn

befreien von seinen verlorenen

Träumen und seiner korrumpierten

Unschuld», erklärt der

Sammler zeitgenössischer chinesischer

Kunst. Die hängt und

stellt er überall in seinen Alltag,

den seiner Familie und den seiner

Mitarbeiter. Zur Kaiser Collection

gehören alle grossen Namen:

darunter Fang Lijun, Zeng

Fanzhi, Yue Minjun, Wang Guangyi,

Yan Pei-Ming – oder

Gegenwartskunst lässt Fritz Kaiser Zhang Xiaogang, Schöpfer des

(vor «Little Graduate» von Zhang

Xiaogang) nicht mehr los.

Akademiker-Klons.

Wie Chinesen wirklich denken

Seine grau-schwarzen Köpfe

machten den «Zynischen Realisten» Xiaogang weltberühmt.

Der Hintergrund der eigenwilligen Bildsprache

ist politisch, angeregt von Fotos im Familienalbum.

Die chinesische Kulturrevolution tilgte

alle persönlichen Fotos aus der Zeit davor. Unzählbare

Fotografien zeigten nun Familien, Schulklassen,

Arbeitsbrigaden – schwarz-weisse Werkzeuge

gleichen Denkens. Für Xiaogang Zeugnisse unifor-

mer Einsamkeit und Leere, die er

auf Leinwand überträgt. «Chefökonomen

liefern statistische

Daten zur atemberaubenden Entwicklung

Chinas, die Künstler

erzählen uns, was die Chinesen

wirklich denken», sagt Fritz Kaiser.

Der Sammler kennt bald alle

Ateliers und Galerien im Künstlerviertel

798 Dashanzi, im Cao

Chang Di Village in Peking oder

der Moganshan Road in Shanghai

– die Showrooms für Avantgardekunst in China.

Am liebsten sitzt er aber mit einer Tasse Tee in

den Studios befreundeter Künstler. Seit 2004 lässt

ihn das Labyrinth der chinesischen Gegenwartskunst

nicht mehr los. Damals fiel ihm in der Galerie

ShangArt das Porträt eines jungen Mannes auf,

am kleinen roten Halstuch als Pionier der Kulturrevolution

zu erkennen. Ein paar Jahre später entscheidet

sich der kunstsinnige Unternehmer für

«Red Tie» (2006): zwei junge Männer mit roten

Halstüchern, die mit dem Rücken zum Betrachter

in eine unsichere Ferne schauen. Für das erste Bild

flog der Künstler Zeng Fanzhi noch von Peking

nach Shanghai, um es selbst zu verkaufen. Fünf Jahre

später sind seine Preise kometenhaft gestiegen.

Reiz des Selbstwiderspruchs

Zu Beginn der 1990er-Jahre gab

es in Peking nur fünf Galerien. Plötzlich versteigerten

chinesische Auktionshäuser Zeitgenössisches,

Galeristen aus Europa und den USA eröffneten

neue Dependancen. Neue Kunstzentren

entstanden, die Messe für zeitgenössische Kunst

ShContemporary in Shanghai. Fritz Kaiser baute


derweil nicht nur eine der wichtigsten Sammlungen

der chinesischen Gegenwartskunst auf. Der

Agent der chinesischen Moderne stellte auch «The

Museum of Chinese Contemporary Art» unter

www.88-mocca.org ins Netz: ein Zentrum des

Dialogs zwischen Künstlern, Sammlern, Kuratoren,

Kritikern. 88Mocca – das

chefökonomen liefern sind Bilder, Videos, Interviews,

Informationen über

statistische daten, künstler

mehr als 50 zeitgenössische

erzählen uns, was die chinesische Künstler – auch

neue, die anderswo schwer

chinesen wirklich denken

zu finden sind. Und was

macht den Reiz der Kunst

aus? Ausser, dass sie gefällt – ihr eingebauter Selbstwiderspruch.

Verkauft sich Kunst doch umso besser,

je mehr sie dem Getriebe der Welt entgegensteht.

«Für westliche Gegenwartskünstler wird es

immer schwieriger, wirklich Neues zu erfinden»,

erinnert sich Fritz Kaiser an Diskussionen mit dem

New Yorker Avantgardisten Frank Stella. Chinas

Kunst scheint noch nicht vom Anschauen abgenutzt.

Schon gar nicht die immer gleich breit grinsenden

Figuren von Yue Minjun. Die Männer ha-

«Red Tie»: zwei junge Männer

mit roten Halstüchern, die in

eine unsichere Ferne schauen.

ben stets mehr Zähne als man

selbst haben möchte. Der Künstler

verwandelt Klone von sich

selbst zu Ikonen der Leere der

gegenwärtigen Welt. Das Markenzeichen

– das Lachen – erscheint

oberflächlich, geistlos

und zynisch, aber auch aufdeckend

und zwingend. Er benutzt

es, um Zweifel an der allgemeinen

Sicht der Wirklichkeit anzustossen.

Zweifel und Ängste signalisieren

auch Haltung und Gestik der jungen

Frauen auf den Bildern von Cui Xiuwen. In ihren

digitalen Fotoserien befasst sich die Künstlerin mit

der Situation der Frau im heutigen China. «Angel

No 3» – aus der «Angel-Serie» – hat seinen Platz in

der Sammlung Kaiser. Anmutig und traditionell

bewegen sich die Mädchen vor der Kulisse der

«Verbotenen Stadt». Vordergründig.

Fotos: Kaiser ritter und Partner

Ideologie verschmilzt mit

Werbung

Mit Ironie und Humor beleuchten

Künstler die gesellschaftlichen Veränderungen

im China zwischen kommunistischer Staatsform

und konsumorientierter westlicher Welt. «Cartier,

Chanel, Coca Cola – Chinesen sind fasziniert von

Weltmarken», benennt Fritz Kaiser die neuen Statussymbole

im Reich der Mitte. Einer der wichtigs-

ten Künstler des «Political Pop», Wang Guangyi,

verschmilzt denn auch bekannte Propagandabilder

und Fotografien mit diesen Markennamen – um sie

zu untergraben. Indem er Ideologie und Werbung

kombiniert, kritisiert er die scheinbaren «Wahrheiten»

von beiden. www.88-mocca.org. |

november 2009


28

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30

schlussPunkt

Beatrice Noll Schurti

Wege statt vorschriften

In einer Ansprache zum 100-jährigen Bestehen des

Liechtensteiner Alpenvereins sagte Regierungschef Klaus Tschütscher,

in der «beschleunigten» Welt, in der wir leben, seien wir nicht unbedingt

glücklicher geworden. Vielleicht liege dies daran, dass manches oberflächlich

bleibe, weil unser Tempo

so hoch sei. Ein natürliches Tem- erhöhtes tempo ist nicht nur die ursache von

po, könne man dagegen beim

Wandern erleben. Tatsächlich ist oberflächlichkeit, sondern auch Quelle grösserer gefahren

ein erhöhtes Tempo nicht nur die

Ursache von Oberflächlichkeit, sondern auch Quelle grösserer Gefahren.

Das wissen nicht nur Berggänger. Gegenwärtig schliesst unser Land am

Laufmeter Steuerinformationsabkommen ab. Das Tempo ist dabei zum

Qualitätskriterium erhoben worden. Noch in diesem Herbst wolle man

eine letztlich willkürlich festgelegte Anzahl von 12

Abkommen erreichen. Als Nächstes werden die Umsetzungsgesetze

in Angriff genommen. Gleichzeitig

werden neue Gesetze im Eilverfahren vorangetrieben:

Etwa eine Corporate Governance-Vorlage, die

ein FMA-Gesetz enthält, das neu die Finanzierung

dieser Behörde über Gebühren festlegen will. Werden

Gesetze übereilt oder unzureichend durchdacht

in Kraft gesetzt, können sie ungeahnte Auswirkungen

haben. Ein Beispiel dafür könnte die obgenannte

FMA sein. Sie wurde 2004 im Nachgang zu den

Beatrice Noll Schurti

Wirren um den Finanzplatz geschaffen. Wurde unter

Geschäftsführerin Liechtenstei- diesen Umständen genügend bedacht, warum die

nische Treuhändervereinigung FMA regierungsunabhängig sein sollte? Konnte man

nicht ahnen, dass die FMA in kürzester Zeit zu einer

Überbehörde heranwachsen würde, die personal- und kostenmässig

überbordet? Wenn Behörden «dringenden Handlungsbedarf» ausrufen,

entstehen tendenziell eher viele statt gute Gesetze. Aber nicht nur Politiker

und Behörden, auch Unternehmen profitieren vom bedächtigen

Handeln. Die schwedischen Ökonomen Ridderstrale und Nordström

haben ein Rezept für den Erfolg von Unternehmen so formuliert: I = T

hoch drei oder Innovation ist gleich Time to think. Ohne Kreativität

und Innovationen können Firmen nicht gedeihen. Kreativität erfordert

aber Zeit zum Denken. Auch der Finanzplatz ist angewiesen auf Innovationen,

um weiter florieren zu können. Es genügt nicht, wie Regierungschef

Tschütscher andeutete, «unternehmerische Entscheide» zu

fällen. Der Wandel auf dem Finanzsektor kann nicht als Entscheidungssprint

vollzogen werden. Um zu den Bergwanderern zurückzukehren:

Die Unternehmer brauchen weniger Gehvorschriften oder Reglemente

als gute Rahmenbedingungen in Form von gangbaren Wegen. |

Foto: Treuhändervereinigung

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