150 jahre wmf

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150 JAHRE WMF

Mit diesen Umstrukturierungen hatte Allmendinger

die Basis dafür geschaffen, die bereits in

den Jahren zuvor begonnene Modernisierung

der WMF voranzutreiben.

Eine strikte Marktorientierung,

die Besinnung auf

die Kernkompetenz, die

Rationalisierung der Produktion

sowie eine durchgreifende

internationale Ausrichtung

in Design, Vertrieb

und Produktion kennzeichnen

seitdem die Geschäftspolitik

der WMF.

Für seine Leistungen bekam

Rolf Allmendinger die Wirtschaftsmedaille

des Landes

Baden-Württemberg und

das Verdienstkreuz am

Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik

Deutschland verliehen.

Dr. Wolfgang Schuppli

Unterstützung für die Modernisierungsmaßnahmen

fand Allmendinger bei dem neuen

Hauptaktionär, der 1985 die Anteile der Rheinmetall

AG übernommen hatte: Schuppli zeigte

als Anleger ein sehr weitsichtiges unternehmerisches

Engagement. Um das notwendige Kapital

für die anstehenden Aufgaben bereitzustellen,

stärkte er das Unternehmen durch

Kapitalerhöhungen und verzichtete zunächst

auf die Durchsetzung von Ausschüttungen.

1994 verkaufte er den größten Teil seiner

Aktien an institutionelle Anleger; seitdem sind

Beteiligungsgesellschaften der Deutsche Bank

AG, die Münchener Rückversicherung AG und

die Wüstenrot und Württembergische AG

Hauptaktionäre der WMF. Schuppli ist aber

nach wie vor noch größter Einzelaktionär.

Wiedervereinigung – die WMF gewinnt

ihre alten Filialen zurück

Das einschneidendste Ereignis der deutschen

Nachkriegsgeschichte war ohne Frage die Wiedervereinigung

1990. Nach dem Sturz der

kommunistischen Regierung und dem Fall der

Berliner Mauer 1989 und den schwierigen Verhandlungen

mit den früheren Siegermächten

traten am 3. Oktober 1990 die im Sommer

neu gegründeten Bundesländer in der ehemaligen

DDR der Bundesrepublik bei. Das mehr

als 40 Jahre lang geteilte Deutschland war wieder

vereinigt.

Wie für viele andere Unternehmen in Westdeutschland

stellte sich auch für die WMF die

Frage, wie sie auf diese neue Situation reagieren

sollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das

Unternehmen zahlreiche Filialen in Ostdeutschland

verloren. Die WMF begann nun sofort

damit, dieses Filialnetz wieder auszubauen. Bereits

1989 hatte sie Kontakte in die damals noch

bestehende DDR geknüpft und als erstes Ergebnis

einen Vertrieb von Kaffeemaschinen mit

angeschlossenem Kundendienst eingerichtet.

Die Aufbruchstimmung in den Jahren 1989/90

war gewaltig und erfasste nicht nur die Bevölkerung

in der DDR, sondern auch die alte

Bundesrepublik. Bei der Suche nach den alten

Standorten erlebten die Mitarbeiter oftmals

Überraschungen. Teilweise waren an den Standorten

noch Haushaltswarengeschäfte, die an

einer Zusammenarbeit mit der weltbekannten

WMF sehr interessiert waren. Alte Nachbarn

meldeten sich, die sich noch an die WMF

Filiale erinnern konnten und weitere Kontakte

zu möglichen Geschäftspartnern vermitteln

konnten.

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