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Wichtige Hinweise: - Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen ...

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8.2 Der Grundsatz der

8.2 Der Grundsatz der Dosisbegrenzung Für die Dosisbegrenzung kommen im Strahlenschutz vor allem zwei Vorgehensweisen zum Einsatz. In der Zahnmedizin erfolgt die Dosisbegrenzung vor allem durch die technischen Mindestanforderungen, die in der Richtlinie für Sachverständigenprüfung aufgeführt sind. Durch diese Richtlinie ist es dem Gesetzgeber möglich, im Rahmen der vorgeschriebenen Sachverständigenprüfungen alle 5 Jahre Geräte auszusondern, deren Betrieb mit einem unnötig hohen Strahlenrisiko verbunden ist, ohne dass dies klinisch relevante Vorteile bei der Untersuchung des Patienten hätte. Dies betrifft z.B. die älteren Spitztubusgeräte und Röntgengeräte mit einer Röhrenspannung unter 60 kV (Bestandsschutz bis zum 31.12.2007). Weiterhin werden in dieser Richtlinie auch hohe Anforderungen an die Qualität der Röntgenfilme und digitalen Sensoren gestellt. Ist eine sinnvolle Kontrolle über technische Mindestanforderungen nicht möglich, kann eine Dosisbegrenzug über Ziel- oder Referenzdosiswerte erfolgen. Mit der Novelle der RöV im Jahr 2002 wurde die Einführung von Referenzdosiswerten verbindlich vorgeschrieben. Die Festlegung und Veröffentlichung ist Aufgabe des Bundesamtes für Strahlenschutz, die Kontrolle obliegt den ärztlichen/zahnärztlichen Stellen. Für die Zahnmedizin wurde die Einführung von Referenzdosiswerten bisher noch nicht für notwendig erachtet, da die technischen Mindestanforderungen an die Geräteausstattung und die Qualität der Filmverarbeitung bzw. der digitalen Röntgensysteme außerordentlich streng sind. Folgende Möglichkeiten zur Begrenzung der Strahlendosis bestehen in der Zahnmedizin (intraorale Röntgendiagnostik): a.) Röhrenspannung: Dentaltubusgeräte müssen eine Mindeströhrenspannung von 60 kV aufweisen. In der Regel beträgt die maximale Röhrenspannung 70 kV. Der Unterschied von 60 auf 70 kV halbiert die Belichtungszeit, da die kurzwelligere Röntgenstrahlung bei 70 kV das Gewebe besser durchdringt und deshalb zu einer 12

stärkeren Belichtung des Films/Sensors führt. Nachteil der höheren Röhrenspannung ist jedoch, dass der Kontrast der Aufnahmen geringer wird. Die Röhrenspannung sollte deshalb – sofern am Gerät beeinflussbar – auf die klinische Fragestellung abgestimmt sein. b.) Empfindlichkeit des Röntgenfilms: In der Zahnmedizin werden intraorale Röntgenfilme der ISO Empfindlichkeitsklassen D (z.B. Kodak Ultraspeed),E (Agfa dentus comfort M2) und F (Kodak Insight) eingesetzt. Die Filme der Klasse D benötigen in der Regel eine doppelt so lange Belichtungszeit wie die Filme der Klasse E, so dass hier die Strahlenbelastung deutlich höher ist, ohne dass in klinischen Studien diese Filme eine bessere diagnostische Information gezeigt hätten. Aus Gründen des Strahlenschutzes sollten deshalb für die intraorale Röntgendiagnostik Filme der Empfindlichkeitsklasse E benutzt werden. c.) Digitale Detektionssysteme (CCD-Sensoren, Speicherfolien): Digitale Detektionssysteme zeigen im Gegensatz zum Röntgenfilm eine große Dynamik, so dass Überund Unterbelichtungen im Röntgenbild in der Regel nicht sichtbar sind. Deutlich unterbelichtete Aufnahmen zeigen ein größeres Rauschen als korrekt belichtete Aufnahmen. Deshalb muss auch bei Verwendung digitaler Systeme die Belichtungszeit auf den untersuchten Bereich abgestimmt werden (kürzere Belichtungszeit bei Kindern und z.B. bei unteren Schneidezähnen im Vergleich zu den Molaren). 8.3 Der Grundsatz der Minimierung Der Grundsatz der Minimierung – im internationalen Sprachgebrauch auch Optimierung (optimisation) genannt – hat eine erhebliche Bedeutung für den praktischen Strahlenschutz. Bei der praktischen Anwendung des Grundsatzes im Rahmen planerischer Überlegungen werden Strategien gesucht und angewandt, die unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles zur Reduktion der Exposition des Patienten führen (siehe auch RöV § 25). Zur Umsetzung dieser Anforderung sind durch den Strahlenschutzverantwortlichen schriftliche Arbeits- und Handlungsanleitungen für die Mitarbeiter zu erstellen und verbindlich einzuführen (siehe auch RöV § 18). 13

August 2013 - Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen GmbH
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