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Dokumentation zum 3. Deutschen Marken-Summit - FAZ-Institut

Dokumentation zum 3. Deutschen Marken-Summit - FAZ-Institut

Erfolgreich:

Erfolgreich: Innovationen aus Deutschland Der Nutzen neuer Produkte für die globale Nachhaltigkeitsdiskussion von Professor Dr.-Ing. Udo Ungeheuer Innovationskraft und Erfindergeist besitzen besonders in Krisenzeiten eine hohe Relevanz. Gerade Deutschland galt und gilt heute noch als das Land der Ingenieurkunst und der Erfinder. Neue Technologien müssen entwickelt werden, um Ressourcen und Umwelt zu schonen und Energien effizienter einzusetzen. Studien zum Potential von Umwelttechnologien zeigen, dass die deutsche Industrie marktfähige Produkte entwickeln und mit ihnen Weltmarktanteile erobern oder verteidigen kann. Dies trifft besonders auf die Sektoren Automobil, Chemie, Energie und Maschinenbau zu. Egal ob Solarthermie oder Photovoltaik – deutsche Umwelttechnik macht die Nutzung natürlicher Energien im industriellen Maßstab erst möglich. Hier liegen Chancen für unternehmerisches Wachstum und für Wertschöpfung. Problemlösungen „Made in Germany“ sind gefragt „Made in Germany“ wird immer öfter zu „Engineered in Germany“: Erfunden wird in Deutschland, aber produziert weltweit. Dies ist wichtig, um die Wettbe- Professor Dr.-Ing. Udo Ungeheuer ist seit 2004 Vorsitzender des Vorstandes der Schott AG. 6 3. Deutscher Marken-Summit 2009 werbsfähigkeit im globalen Markt zu sichern. Für die Standortwahl spielen u.a. Kostenniveaus, aber auch die Nähe zum Kunden oder die Verfügbarkeit von Ressourcen eine entscheidende Rolle. Die starke Industriebasis ist Grund dafür, dass Deutschland als Schrittmacher für Spitzentechnologien gilt. Innovationskraft, Unternehmergeist und Know-how „Made/Engineered in Germany“ sind zentrale Faktoren, um dem Standort Deutschland aus der Krise zu helfen. Gerade mit Blick auf düstere Geschäftserwartungen müssen Unternehmen auf die Innovationsfähigkeit bei Produkten, Prozessen und Dienstleistungen setzen. Eine hohe Innovationskraft stellt in der Rezession sogar einen Standortvorteil dar. Konjunkturtiefs können dabei Veränderungsprozesse beschleunigen. Vergleicht man aber die Innovationsfähigkeit Deutschlands mit anderen führenden Industrieländern, so zeigen Studien Deutschland erst im oberen Mittelfeld. Daher müssen neben den technologischen Fortschritten auch neue zukunftsweisende Geschäftsfelder entwickelt werden. Denn gerade in Krisenzeiten kann ein breites Produktportfolio Schwächen einzelner Bereiche abfangen und Risiken reduzieren. So profitiert die Schott AG langfristig von den wachsenden Geschäftseinheiten Solar und Pharmaverpackungen. Patente schützen Innovationen – Marken sichern den Absatz Erfindungen müssen monetarisiert werden. Dies ist die Voraussetzung, um Gewinn zu erzielen und zukünftige In- novationen finanzieren zu können. Patente sind hier von zentraler Bedeutung, sie garantieren eine Nutzung und Vermarktung über einen längeren Zeitraum. Aber sie schützen vor allem die verwendete Technologie. Die Marktstellung kann aber nur durch marktgerechte Produkte gesichert werden. Diese Differenzierung in Technologie und Produkte ist wichtig, um auch nach abgelaufenem Patentschutz eine dominante Marktposition zu erhalten. Ein konsequenter Markenaufbau bietet hierbei die Möglichkeit, den Absatz zu sichern, wenn ein einzigartiges Vorstellungsbild von Unternehmen und den Produkten erzeugt und gepflegt wird. Kurzgefasst Innovationen in der Umwelttechnik schaffen neue „grüne“ Produkte. Sie eröffnen deutschen Unternehmen Chancen auf zukünftigen Wachstumsmärkten. Innovationen „Made in Germany“ werden zukünftig zu Innovationen „Engineered in Germany“. Sinnvolle Standortpolitik bringt Kundennähe und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Den Absatz sichern kann nur, wer Marken langfristig aufbaut und pflegt.

Die Zukunft von „Made in Germany“ Drei Standpunkte Starke Marken prägen das Landesimage Professor Dr. Jürgen Häusler 1. Derzeit ist „Made in Germany“ vielfach noch ein wichtiger Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb. Gesetzt wird auf den positiven Imagetransfer vom Nationalcha- 2. rakter auf die Markenpersönlichkeit. So gesehen, ist der Verweis auf die geographische Herkunft ein denkbares Positionierungsmerkmal. Aber die erfolgreichsten Marken sind zunehmend globale Power- Brands. Konsumenten fragen dann immer weniger nach der Herkunft von Angeboten. 3. Damit hat das Qualitätssiegel „Made in Germany“ langfristig begrenzte Chancen. Nur noch auf absehbare Zeit werden Nationen helfen, Marken stark zu machen. 4. Starke deutsche Marken prägen und ändern das Image von Deutschland im Ausland. Ein Imagetransfer findet zunehmend in umgekehrter Richtung statt. Also nicht „der Deutsche“ bürgt weltweit für „Freude am Fahren“, sondern BMW, Mercedes und Porsche stehen für technische Perfektion aus Deutschland. Zukünftig könnte gelten: Marken machen Nationen. Und das passende Qualitätssiegel hieße dann: „Germany. Home of BMW“. Professor Dr. Jürgen Häusler, Chairman, Interbrand Central & Eastern Europe „Made in Germany“ wird als Qualitätslabel juristisch „zerstört“ Wolfgang von Meibom 1. „Made in Germany“ ist für Juristen nur eine Fiktion: Eine vollständige Herstellung eines Produkts in Deutschland wird künftig nicht (mehr) gefordert. Vielmehr müssen wesentliche Teile eines Produkts in Deutschland gefertigt werden. Welcher Anteil „wesentlich“ ist, darüber kann man 2. streiten. Der Begriff „hält nicht mehr lange“. Produziert wird international, Komponenten werden aus unterschiedlichen Regionen zugeliefert. Folglich werden Juristen „Made in Germany“ zerstören – und zwar nach deutschem, europäischem und internationalem Recht. 3. Die Zerstörung ist bereits im Gange: Die USA, China, Japan und Kanada wehren sich gegen „Made in Germany“, wenn Produkte nicht vollständig in Deutschland hergestellt sind. 4. Alternativen sind schon erkennbar. Herkunftsbezeichnungen wie „Made by a German Company“ haben Konjunktur. So wirbt Smart mit „Made by Mercedes Benz“ und Miele mit „Qualität made by Miele“. Der reine Begriff „Made in Germany“ wird aber verschwinden. Wolfgang von Meibom, Chairman, Bird & Bird Die geographische Herkunft bleibt für Marken wichtig Phillip Schilling 1. „Made in Germany“ ist keine Fiktion, sondern ein Anspruch an höchste Qualität und technische Innovation. Solange es deutschen Unternehmen gelingt, den eigenen Anspruch mit ihren Produkten zu erfüllen, ist der Ort der Produktion sekundär. 2. Nur die Automobilbranche und der Maschinenbau halten das Siegel „Made in Germany” am Leben. In anderen Branchen kann eine Assoziation mit Deutschland sogar negative Werte transferieren, beispielsweise in Mode oder Kosmetik. 3. Der Erfolg von „Made in ...“ ist abhängig vom nationalen Ansehen des Landes. „Made in Germany“ ist eines der wenigen Siegel, das eine positive Werteebene unabhängig vom deutschen Ansehen im jeweiligen Markt genießt. 4. Wenn die Juristen „Made in Germany“ „zerstören“, gibt es andere, kreative Wege, dasselbe zu erreichen. Es gibt aktuell einen Trend zurück zur eigenen Herkunft.Volkswagen wirbt weltweit mit dem deutschen Claim „Das Auto“. Renault und Citroën kommunizieren ebenfalls mit Claims in ihrer Landessprache. Phillip Schilling, Geschäftsführer, Rapp Germany 3. Deutscher Marken-Summit 2009 7

Programm 4. Deutscher Marken-Summit - FAZ-Institut
Die Zukunft der Industrie in Deutschland - FAZ-Institut
Deutsche-Marken-Twitter-Report-Brandwatch
So kommunizieren B2B- Marken in der Zukunft - Deutsche Fachpresse
Dokumentation des Deutschen Verbrauchertags 2011 - vzbv
Deutsche TYPO3-Dokumentation - Mittwald
Download der Dokumentation im PDF-Format - 77. Deutscher ...
Dokumentation The Circle" Deutsch"
Grüner Jobgipfel - die Dokumentation - Bund der Deutschen ...
Zur Dokumentation im Museum Schloss Bernburg - Deutscher ...
Dokumentation zum 10. Deutschen Seniorentag 2012 (PDF, ca. 4 MB)
Dokumentation 2011 - Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme
Dokumentation-BB.pdf - Deutsche Kinder und Jugendstiftung
Deutsch in Deutschland - did Deutsch-Institut
(PDF) Dokumentation Nachhaltigkeit und Zementindustrie - Beton.org
Dokumentation 2008 - Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme
3. Hamburger Mark Banco Anlegertagung - Institut für Austrian Asset ...
Dokumentation Preis des Deutschen Stahlbaues 2012 - bauforumstahl ...
Online-Training - Deutsches Krankenhaus Institut
Auszug aus BVWM Anno 2012 (PDF) - Deutsches Institut für ...
Gesamtausgabe 3/2012 (pdf, 8804.07 KB, DE) - Deutsche ...