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6 Diskussion Die

6 Diskussion Die Abweichung der Reproduzierbarkeit ist bei allen Messgeräten sehr gering und steigt nur bei dem MapCHECK 2 knapp über ±1. Bei dem PTW liegt der gemessene Wert sogar eine Größenordnung unterhalb der Herstellerangaben von ±0,5%. Diese Werte können deshalb vernachlässigt werden, da sie fast keinen Einfluss auf die Messungen haben. Genauso wie die Reproduzierbarkeit sind auch bei der Messlinearität größtenteils die Feh- lerwerte vernachlässigbar. Jedoch kann man bei dem PTW Seven29 Ionisationskammerar- ray eine auffallend größere Abweichung des Kurvenfits von knapp ±5 feststellen, wobei es sich immernoch innerhalb der Herstellerangaben befindet. Dies hat hauptsächlich seine Ursache in dem sechsten Punkt des Graphen, der etwas stärker abweicht, wie in Abbildung 6.1 dargestellt. Abbildung 6.1: Messlinearität: Gemessene Dosis in Abhängigkeit von der bestrahlten Intensität, mit dem entsprechenden linearen Kurvenfit. In diesem Fall wurde mit dem PTW Seven29 gemessen. 6.2 Offene und IMRT Felder Im Idealfall wäre bei allen Methoden eine Übereinstimmung von 100% zu erwarten, wenn man die gemessenen offenen Felder mit den entsprechenden RT Dose Dateiexporten aus dem Bestrahlungsplanungssystem vergleicht. Bei den Diodenarrays, dem Portal Imager so- wie auch bei MapCALC trifft dies hinreichend zu. Daraus lässt sich schließen, dass Kalibrie- rung und Einsatz dieser Methoden für die Bestrahlung mit IMRT Feldern 100%ig geeignet sind. Bei dem PTW Seven29 liegt die mittlere Übereinstimmung mit nicht mal 60% weit ent- fernt von dem Idealwert, sowie den Werten der anderen Methoden. Als Ursache hierfür sind 42

6 Diskussion mehrere Faktoren verantwortlich. Zum einen sind es die Bereiche um das Strahlungsfeld her- um, die gestreute Strahlenanteile detektieren, welche im Phantom entstehen (vgl. Abbildung 5.2). Zum zweiten entspricht die Houndsfieldzahl (vgl. Anhang A) des Phantoms im CT nicht genau der reellen. Das führt dazu, dass die Strahlung anders geschwächt wird, als man es im TPS berechnet. Daraus ergibt sich dann schließlich eine größere Anzahl von abwei- chenden Punkten in den Dosismatrizen. Durch Veränderung der Auswerteparameter lassen sich diese Abweichungen mindern, jedoch verliert man auch einen Teil der Vergleichbarkeit. Obwohl man beim γ−Index eine 3 mm-raumbezogene und 3%-dosisbezogene Toleranz angibt, erreichen die mittleren Übereinstimmungen bei den IMRT Plänen nur ca. 90%. Die Standardabweichungen sind zwar groß genug, dass mit ihnen die 100% theoretisch mög- lich sind, jedoch scheint es nicht akzeptabel, dass 10% eines Feldes mehr als die genormten 3% Dosisabweichung aufweisen. In fast allen Fällen liegt die gemessene Dosis unterhalb der geplanten, was wiederum bedeutet, dass Gefährdungen der Gewebe durch Überdosie- rungen ausgeschlossen werden können. Die Abweichungen kommen durch die unterschied- lichen Dosisgradienten der IMRT Felder. Oft liegen die mangelhaften Übereinstimmungen in diesen Bereichen und bilden letztlich auch eine Art Charakteristika eines intensitätsmo- dulierten Feldes. Dies kann man auch daran feststellen, wenn die Werte desselben Feldes aber unterschiedlicher Messgeräte im Verhältnis zu den Werten eines anderen Feldes gesetzt werden (vgl Abbildung 6.2). Da erkennt man, dass jedes Messgerät die Charakteristik, also die unterschiedlichen Dosisgradienten detektiert. Als weiterer Punkt ist zu erwähnen, das der γ−Index dazu dient, die Qualität der Felder in möglichst einer Zahl zu formulieren, um sie in Veröffentlichungen und Arbeiten, wie dieser, vorzustellen. Im klinischen Alltag hinge- gen betrachtet der Physiker jeden einzelnen Bereich des Feldes, sowie die Dosisprofile. Nur mit einer gewissen Erfahrung kann er schlussendlich bewertende Aussagen treffen. Für die hiesigen Fälle kann man deshalb feststellen, dass die Dosisdifferenzen selten größer als 5% sind. Wie man schon aus den Ergebnissen der offenen Felder erwarten kann, sind die PTW Er- gebnisse für IMRT Pläne eher mäßig. Auch hier treten die oben erwähnten Probleme auf. Dazu kommt die im Vergleich schlechtere Auflösung und der relativ große Fehler bei der Absolutkalibrierung von ±2,2%. Die Ionisationskammern arbeiten jedoch mit Korrektur- faktoren, die Umwelteinflüsse oder auch Abweichungen in der Positionierung ausgleichen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des PTW Arrays mit dem zugehörigen Oktaviusphantom (vgl. Abbildung 4.2) ist, dass man damit als einzige, der hier aufgeführten Messmethoden, unabhängig von Gantrywinkel messen kann. Durch die spezielle Konstruktion des Phantoms ist es möglich, nicht nur einzelne Felder, sondern auch den kompletten Plan ohne für die IMRT QS angepassten Bestrahlungsparameter zu messen. Die auf Halbleitertechnologie basierenden Messgeräte wie MapCHECK und EPID ha- ben viele Vorteile. Die Dioden sind unabhängig von Umgebungstemperatur und -druck, und 43

Alumni-Magazin 06/ 2013 - Hochschule Wismar
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