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Hans J. Vermeer Translationen Grenzen abschreiten - Fachbereich ...

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texto tojolabal, en

texto tojolabal, en cambio, el OTRO sigue siendo socio integral del grupo NOSÓTRICO. […] En casos extremos de la insistencia del particular de separarse del NOS- OTROS y de oponerse al mismo […] el grupo nosótrico „destierra“ al pilpil winik. Ya no lo considera socio del NOSOTROS. […] NO SE NACE DE TOJOLABAL, SINO QUE SE HACE; […]. […] La expresión mencionada [„uno de nosotros cometimos un delito“] enfatiza el hecho de que el NOSOTROS sigue manteniendo la vinculación con el malhechor en lugar de cortarla. Es decir, no le interesa encarcelar al delincuente. Puede justificar la decisión al señalar que no hay nadie quien sostendría la familia del delincuente si éste está encarcelado. El NOSOTROS, pues, no sólo mantiene la vinculación con el reo, sino que, a la vez, se sabe corresponsable de la familia del maleante. Con todo esto no niega el delito del culpable, pero la relación con éste se distingue desde las raíces de la justicia acostrumbrada en la sociedad dominante. Dentro de ésta se busca castigar al malhechor, protegerse en contra del mismo y vengarse de él. […] En pocas palabras es una justicia punitiva. La tojolabal, en cambio, es recuperativa. Trata de reintegrar a la comunidad al delincuente. El encarcelamiento del delincuente, finalmente, no corrige a éste ni cura el daño inflingido a la sociedad, sino que sólo justifica a la sociedad en su concepción autojustificadora. Es decir, la sociedad se puede decir: nosotros somos los justos, los encarcelados merecen la suerte que les asignemos. La sociedad tojolabal, en cambio, rechaza todo intento de autojustificación porque engaña a la sociedad. La sociedad, para mantenerse sana, tiene que extender la mano al delincuente para abrirle a él un nuevo camino esperanzador que a la vez aporta esperanza a la sociedad en su capacidad de sanar a los enfermos en lugar de excluirlos. […] Para cualquier tipo de sociedad la justicia recuperativa es mucho más exigente que la punitiva, porque pone la ejecución de la justicia en manos del NOSOTROS no en el sentido de una masa descabezada, […] sino que se trata de un NOSOTROS comunitario, controlado por una disciplina nosótrica [sic]. El logro, finalmente, del diálogo con la concepción de la justicia recuperativa requiere el reconocimiento básico de que la justicia puede ser mucho más amplia que jueces, castigos, cárceles e instituciones parecidas como cepos y otros instrumentos de tortura, de ninguna manera sólo representativos de tiempos pasados. […] Desde la perspectiva maya tojolabal […] la justicia de la sociedad no depende del aumento de instancias de seguridad, sino que es resultado de la corresponsabilidad de todos los miembros de la sociedad, es decir, se exige más democracia participativa […]. 99 154 99 „Jemand verhielt sich so, daß er sich von der WIR-Gruppe trennte. Er ist kein Teil der WIR-Gruppe mehr. Die Trennung kann auf Grund eines Deliks oder eines außerordentlichen Ereignisses geschehen, z. B., daß der Betreffende einen Preis bekommen hat. Die Logik verlangt, so kann man sagen, daß sich der Betreffende von dem WIR-Subjekt trennt […]. Diese Logik deutet einfach auf das, was wir Perspektive nennen. […] [Absatz] Auf Tojolabal […] leugnet man das andere Verhalten des Be-

155 Folgende Punkte aus Lenkersdorfs Darstellung einer fremden, funktionierenden Kultur sind bedenkenswert: Keine Strafe und kein Ausschluß aus der Gesellschaft und damit keine Stigmatisierung eines Schuldigen, sondern der Versuch seiner Resozialisierung unter der aktiven Mithilfe der gesamten Gesellschaft. (Ausgrenzung, Meidung, Unfreundlichkeit und kritische Blicke sind Stigmatisierungen!) Das Tojolabalverständnis schließt treffenden nicht, aber die Tojolabal stoßen ihn nicht aus der WIR-Gruppe aus. Diese identifiziert sich weiterhin mit dem Delinquenten oder Preisträger. Das WIR bleibt das Subjekt für alle. […] Im indoeuropäischen Kontext bedeutet der ANDERE jemand, der verachtet, bestraft oder gelobt usw. wird. Im Kontext der Tojolabal bleibt der ANDERE dagegen voll und ganz Mitglied der WIR-Gruppe. […] [Absatz] Wenn sich der Betreffende durchaus vom WIR lösen und sich ihm entgegenstellen will […], „verbannt“ die WIR-Gruppe den pipil winik und betrachtet ihn nicht länger als Mitglied des WIR. […] MAN WIRD NICHT ALS TOJOLABAL GEBOREN, MAN MACHT SICH ZU EINEM SOLCHEN. […] [Absatz] […] Der oben erwähnte Ausdruck [„einer von uns wir haben ein Delikt begangen“] betont, daß das WIR die Verbindung mit dem Täter aufrecht erhält, statt sie abzubrechen. Das heißt, es ist nicht darauf aus, den Delinquenten ins Gefängnis zu bringen. Die Gruppe kann diese Entscheidung dadurch rechtfertigen, daß es sonst niemanden gibt, der die Familie des Delinquenten unterhalten kann, wenn dieser im Gefängnis sitzt. Das WIR hält also nicht nur die Verbindung mit dem Schuldigen, sondern weiß sich zugleich mitverantwortlich für seine Familie. Damit wird das Delikt des Schuldigen keineswegs verneint; vielmehr unterscheidet sich das Verhältnis zu ihm grundsätzlich von der gewöhnlichen Rechtsprechung der dominanten Gesellschaft. In ihr sucht man den Täter zu bestrafen, sich vor ihm zu schützen und sich an ihm zu rächen. […] Kurz – hier herrscht eine Strafjustiz. Die Tojolabalgesellschaft ist dagegen eine rekuperative Gesellschaft: Sie versucht den Delinquenten wieder in ihre Gemeinschaft zu reintegrieren. [Absatz] Eine Gefängnisstrafe bessert den Delinquenten letztlich nicht und heilt auch nicht den Schaden an der Gesellschaft. Sie rechtfertigt lediglich die Gesellschaft in ihrer eigenen Selbstrechtfertigung. Die Gesellschaft kann dann nämlich sagen: Wir sind die Gerechten; die Gefangenen verdienen das Schicksal, das wir ihnen zudiktieren. Die Tojolabalgesellschaft weist dagegen jede Absicht zur Selbstrechtfertigung von sich, denn die betrügt die Gesellschaft nur. Damit letztere unversehrt bleibt, muß sie dem Delinquenten die Hand reichen, um ihm einen neuen hoffnungsvollen Weg zu eröffnen, der zugleich auch der Gesellschaft in ihrer Aufgabe, die Kranken zu heilen statt sie auszuschließen, Hoffnung macht. [Absatz] […] Für jede Art Gesellschaft ist ein rekuperatives Recht weit anspruchsvoller als ein Strafrecht, denn die Ausübung der Rechtsprechung wird in die Hände des WIR gelegt, die keine amorphe Masse, […] sondern ein von einer WIR-Disziplin geführtes gemeinschaftliches WIR ist. Der Nutzen des Dialogs mit der Idee eines rekuperativen Rechts verlangt letzten Endes die grundsätzliche Anerkennung eines Rechts, das über Richter, Strafen, Kerker, Fußblöcke und andere Folterinstrumente, die durchaus nicht nur der Vergangenheit angehören, weit hinausgeht. […] Aus der Maya-Tojolabal-Perspektive […] hängt die Gerechtigkeit in einer Gesellschaft nicht von immer mehr Sicherheitsinstanzen ab, sondern ist das Resultat der Mitverantwortung aller Mitglieder der Gesellschaft, das heißt,: sie verlangt ein Mehr an aktiver Demokratie […].“

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