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Hans J. Vermeer Translationen Grenzen abschreiten - Fachbereich ...

Hans J. Vermeer Translationen Grenzen abschreiten - Fachbereich ...

Veamos la frase El

Veamos la frase El policía tortura al preso. La podemos invertir porque la situación se transformó debido a un cambio político. Ahora se puede afirmar: El ex preso tortura al ex policía. Preguntamos, ¿qué se ha cambiado? Los papeles de torturador y torturado se han intercambiado. Eso sí, pero ¿cuál es el resultado? Es que siguen existiendo torturadores y torturados. Sujetos y objetos intercambiaron sus papeles, pero no hubo ningún cambio de estructuras. Sigue practicándose tanto la tortura como la relación sujetoobjeto. Por ello, la objeción hecha no nos parece válida, mejor dicho, no es válida. 49 Auf der nächsten Seite fährt Lenkersdorf (ib. 157) fort: Nos encontramos en un contexto monista, piramidal, unidireccional, autoritario, competitivo y, en última instancia, egocéntrico. Así se explica el problema que se tiene con el otro o los otros. Se les considera bárbaros, infieles, herejes, disidentes, terroristas y cosas por el estilo. La historia occidental abunda en ejemplos, hasta estos días, de la cruzada, la justicia infinita, etc. 50 Welche Perspektive ist die „richtige“? Die Frage ist (bisher) nicht beantwortbar. Vielleicht ist sie falsch gestellt. Es handelt sich um Perspektiven von Perspektiven. Wichtig ist aber Lenkersdorfs Folgerung, wenn er eine radikale Umkehr des Denkens (und damit auch der Sprache, in der gedacht wird) und des bisherigen Verhaltens der ‚Weißen‘, wie er sagt, fordert. Das kann auch unabhängig von Sprachstrukturen überdacht und erörtert werden. Am Beispiel des Tojolabal zeigt Lenkersdorf eine alternative Interpretation zur Subjekt-Objekt-Auffassung der idg., semitischen und anderen Sprachen auf. Diese andere Struktur gilt z. B. für die Ergativsprachen. Der Strukturunterschied als solcher scheint allerdings, nach dem obigen Beispiel vom Segnen zu urteilen, nur ein Formphänomen zu sein. (Vielleicht habe ich übersehen, daß Linguisten und Ethno- und Anthropologen außer Lenkersdorf bereits auf mögliche unterschiedliche Interpretationen hinge- 49 „Sehen wir uns den Satz Der Polizist foltert den Gefangenen an. Wir können ihn umkehren, weil sich die Situation durch einen politischen Wechsel geändert hat. Jetzt kann man sagen: Der ehemalige Gefangene foltert den ehemaligen Polizisten. Was hat sich geändert? Die Rollen des Folterers und Gefolterten. Aber was kommt dabei heraus? Es gibt weiterhin Folterer und Gefolterte. Subjekt und Objekt haben ihre Rollen getauscht, aber die Strukturen haben sich nicht geändert. Folter und Subjekt- Objekt-Struktur bleiben bestehen.“ 50 „Wir stecken in einem monistischen, sich hochschaukelnden, unidirektionalen, autoritären, kompetitiven und letzten Endes egozentrischen Teufelskreis. Das erklärt das Problem, das wir mit dem Anderen oder den Anderen haben. Die sind für uns Barbaren, Ungläubige, Häretiker, Dissidenten, Terroristen und dergleichen mehr. Die okzidentale Historie ist bis heute hin, von den Kreuzzügen bis zur nie enden wollenden Justiz, reich an Beispielen.“ 50

wiesen haben.) „Aktiv“-Sprachen (z. B. das Deutsche) behaupten, jemand tue etwas, er handle. Sie sprechen von den Taten ihrer Sprecher. Ich nenne solche Sprachen „Tätersprachen“. Dagegen beschreiben Ergativsprachen nach Lenkersdorf ein Geschehen. Dann könnte man sie geradezu kontemplativ nennen. Sehen wir noch nach, wo Ergativsprachen vorkommen: das Baskische in den (West-)Pyrenäen und ein wenig nördlich und südlich davon. Wahrscheinlich war es einst weiter verbreitet, z. B. bis Bordeaux hinauf (vgl. die Landes), ehe sich idg. Sprachen in West-Europa verbreiteten. Vor Jahren meinte Hans Kuhn [u. a. 1961] Parallelen zum Bask. in Nordwestdeutschland aufspüren zu können (vgl. Vennemann 1993, bes. 436f und 437 43 ). Weiter gibt es Ergativsprachen im Kaukasus (z. B. das Georgische), das Burúšaski im Hindukusch (vgl. Lorimer 1935; Berger 1998), in Austronesien und Australien, im hohen Norden (Eskimo-Aleutisch), in Mittel- und Südamerika (z. B. Mayasprachen) usw. Die älteste bisher literarisch dokumentierte (teilweise) Ergativsprache war das Sumerische in Mesopotamien, das vor etwa 4000 Jahren allmählich durch das semitische ‚aktivische‘ Akkadische bzw. seine ‚Abkömmlinge‘, das Assyrische und Babylonische, verdrängt wurde. Anscheinend verlief die Überlagerung im wesentlichen friedlich. Beide Sprachtypen existierten lange nebeneinander. Das Sumerische blieb noch lange die Sprache der Religion der semitischen Einwanderer (oder Eindringliche?). Das Bild mag trügen: Die Akkader scheinen eine praktischere Schriftart, die Keilschrift, eingeführt zu haben und wurden /waren damit in Verwaltung und überhaupt im Schriftverkehr und damit vielleicht fürs praktische Leben überlegen. Sicherlich kamen die Akkader nicht (nur?) als willkommene Gäste aus ihrer kargen Heimat in die reiche und entwickelte Landwirtschaft des sumerischen Mesopotamien. Die Herkunft der Sumerer ist unbekannt. Man hat angenommen, die (?) Sumerer seien aus den Bergen nordöstlich von Mesopotamien in die Ebene eingewandert. Könnten Sprecher einer Ergativsprache die zunächst (relativ) friedlichen, vielleicht noch halbnomadischen Ackerbaukulturen, die seit ungefähr dem 9.-10. Jt. v. Chr. im Grenzgebiet zwischen der heutigen Türkei und dem Irak nachweisbar geworden sind, in das Land von Euphrat und Tigris eingeführt haben (vgl. die neuerlichen Ausgrabungen am Göbektepe)? Wenn Ergativstrukturen historisch älter als Subjekt-Objekt-Strukturen sind, könnte der Gedanke aufkommen, das sich in der Aktivstruktur spiegelnde aggressivere Verhalten ihrer Sprecher hätte die Ergativsprachigen verdrängt. Das und die Zeit, in der dies evtl. geschah, ist nicht auszu- 51

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