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Hans J. Vermeer Translationen Grenzen abschreiten - Fachbereich ...

Hans J. Vermeer Translationen Grenzen abschreiten - Fachbereich ...

die sprachliche Form).

die sprachliche Form). – Tiere erkennen ihresgleichen und andere Tiere in actu wieder, d. h., wenn sie sie wahrnehmen, sei es als individuelle Erscheinung oder als Menge-von …(und denken sie darüber hinaus auch eine abstrakte Klasse?). Ein mehr oder minder gutes Gedächtnis erlaubt Tieren Erinnerung. (Die Fliege findet nicht selten das offene Fenster wieder, durch das sie ins Zimmer kam; vgl. die Überlieferung vom phänomenalen Gedächtnis der Elefanten.) Beim Menschen sind Erkenntnis, Vergleich, Erinnerung usw. weitgehend an seine Sprache und dadurch u. U. stärker gebunden als bei manchen Tierarten. – Kann die vorgenannte mittelalterliche Perspektive auch damit zusammenhängen, daß das Lateinische, mit dessen Hilfe die Gelehrten des Mittelalters dachten, keinen bestimmten Artikel kennt? Das artikellose Nomen kann tatsächlich zuerst und zumeist als indefinit, also als Klassenname aufgefaßt werden, ehe es in einem syntaktischen bzw. situationellen Zusammenhang individualisiert wird. – Was anders aber wäre ein Intellekt, die Erkenntnis (vgl. Augustinus), heute, wenn nicht die ständige Sensitivität-für-etwas? Dazu braucht es keiner Bewußtwerdung. Oder andersherum: Was besagt „Sensitivität“ (als mikrophysikalischer Terminus), wenn nicht die ‚intelligente‘ Energie, aus der das Universum ständig neu konstruiert wird? Erkenntnis ist Wissenszuwachs und damit immer auch Selbsterkenntnis. Denn man erkennt nicht Objekte, sondern seine eigenen perspektivischen Spiegelungen von Objekten. Es gibt für den Menschen keine beobachtbaren objektiven Objekte „an sich“. Besagt das „ens conceptionale“ als „die Denk-Welt oder auch Begriffs- Welt“ bei Dietrich von Freiberg nicht auch, „daß es für uns kein Naturding gibt, das nicht ebenso ganz vom Intellekt konstituiert ist“? (Vgl. Flasch 2007, 245; vgl. die Kritik am Begriff ; zur Übersetzungsnot vgl. ib. 277-281). Natürlich verfolgt Flasch als Philosoph mit einer Translation ein anderes Ziel als ein über Translation reden wollender Vorleser. Der intentionale Intellekt (er)schafft die Welt. Heute betonen wir, daß dies zuerst in der individuellen Intention geschieht. Funktion wird uns Heutigen zum Leitmotiv für Evolution. Damit behaupte ich keinerlei „Sinn“ für die Evolution, akzeptiere nur die mikrophysi(kali)sche Sensitivität. Die (unbewußte) ‚Erkenntnis‘ einer Funktionalität durch einen Menschen erlaubt Symbolisierung. Ihr folgt der ‚Sprung‘ zur Sprache. Sprache wird selbst Symbolisierung. Sprachliche Symbolisierung nennt man Klassenbildung und umgekehrt. Überlegungen zur „Sensitivität“, ob und evtl. inwieweit sie nun ein Mythos bleiben oder nicht, lassen die Frage nach dem Warum-Wozu-Weshalb des Lebens und seiner Evolution stellen … und ohne Antwort bleiben. 78

Die Evolution des Universums und, was hier besonders interessiert, des Planeten Erde und der Menschen auf ihm erstreckt sich bis heute hin über circa 13,2 Milliarden Jahre, davon kaum sechs Millionen Jahre Evolution des Menschen. Die Entwicklung ging dabei wahrscheinlich in ‚Sprüngen‘ vor sich. – Mit Sprüngen meine ich die nicht feststellbaren Momente nach langer, langsamer Evolution, in denen z. B. auf der Erde das Leben (die Autopoiesis), das Bewußtsein, die Sprache und die Empfindung eines freien Willens erschienen. – Vor etwa 2,5 Millionen Jahren entdeckte ein Mensch mit diesen Fähigkeiten den Vorteil bearbeiteter Werkzeuge. [A]ny new tool or behavior has to be invented by an individual, and that individual can hardly differ significantly from his or her own parents who lacked the innovation concerned. What`s more, the potential to do something new and unprecedented quite obviously has to be there before the innovation itself[.] (Tattersall 2006, 149) Perhaps most significantly of all, the making of the tools themselves shows a degree of insight into the nature of materials that is denied to today’s apes, for even with extensive coaching no living ape has learned how to hit one stone with another at the precise angle needed to detach a sharp flake. And beyond this, the early stone tool makers showed considerable foresight and a capacity for planning: only certain types of stone are suitable as raw materials for tools, and the hominids carried lumps of suitable stone with them for long distances before making them into tools as required. (ib. 150) Erfindungen können mehrfach an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten erfunden werden. Im Laufe der physikalischen Evolution entstand auch allmählich bereits vor dem Menschen, was der Mensch Funktionalität, Ein-Sicht (durchaus im Doppelsinn des Bindestrichworts; vgl. auch die Perspektivität) und später Intelligenz (inter-legere ~ „rückgekoppelte Wahrnehmung“) nennt. 65 In evolution form has to precede function (Tattersall 2006, 154f). Dem widerspricht nicht, daß Form erst durch Funktion zu einer bestimmten wahrnehmbaren Form wird. Wissenschaft lebt mit und von metaphorischen Vorwegnahmen. Hobbes (Introduction [1651] 1999, 9) nennt die Wissenschaft eine Kunst (“Art”); sie “can make an Artificial Animal”, denn life is but a motion of Limbs, the begining whereof is in some principall part within; why may we not say, that all Automota (Engines that move themselves by springs and wheeles as doth a watch) have an artificiall life? […] 65 Das erinnert von fern teilweise an Aurobindo Ghoshs (1872-1950) citt (ߺk, „Intellekt, Sinn“): Citt “indicates a self-aware force of existence”[,] – “it sinks into vital and material movements which are for us subsconscient[.]” – “Cit[t] is the root principle of creation.” (zit. n. Lal 2005, 168) 79

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