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Hans J. Vermeer Translationen Grenzen abschreiten - Fachbereich ...

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Art goes yet further,

Art goes yet further, imitating that Rationall and most excellent worke of Nature, Man. Hobbes meint hier die Gesellschaft als “COMMON-WEALTH, or STATE”, die von Menschen gemacht wird. Das Gleichnis vom Menschen als Maschine wurde im 18. Jh. geläufig. Das “Common-wealth” bildet bei Hobbes “a Feigned or Artificiall person”. – Wir sprechen in weiterem Sinn von Autopoiesis. Elemente bestimmen als Energie(n) und Ereignisse (Whitehead: events, also Realisierungen bis Materialisierungen als prozessuale Ereignisse) das Geschehen im Universum, somit auch Aktivitäten des neurophysischen Apparats (des Gehirns). Alles hängt mit allem zusammen, bedingt sich gegenseitig. Die Gestalt des Ganzen hängt vom winzigsten Teil ab. So gesehen ist der Teil das Ganze. (Briggs + Peat / Carius 2006, 107) Eine exakte Determinierung der Determination ist dem Menschen wegen der indefiniten Menge Einfluß nehmender Faktoren nicht möglich. – Wieder will ich darauf hinaus, daß wir kein eindeutiges Urteil fällen, geschweige denn begründen können. Richtig, wahr, falsch sind situationsperspektivische Urteile. Ein Anfangspunkt wird gesetzt. Er mag einen bestimmten Zustand darstellen, „aber da er durch Rückkoppelungen mit dem Gesamtsystem verknüpft ist, enthält er zugleich unermeßliche Unbestimmtheit.“ (ib. 106; vgl. die „Sprünge“ in der Evolution) – Prigogine sprach von der Verknüpfung von Rückkoppelungsschleifen als „Kommunikation“ (ib. 213). Nach mikrophysi(kali)scher Theorie gibt es zwischen zwei Momenten eines Teilchens einen „Quantensprung“. Quantensprünge führen zur Unbestimmtheit („Unschärfe“) in der Determinierbarkeit der je momentanen Da- und So-Seins- ‚Existenz‘ eines Elements. In diesem Augenblick ist das Verhalten des Elements nicht voraussagbar. Das wirkt sich auf die ‚Zukunft‘ des Teilchens und gemäß dem Zusammenhang aller Elemente des Universums auf die ‚Zukunft‘ im Werden (Prozeß) des Universums, also auf die Organismen des Planeten Erde, auf den Menschen und sein Subsystem Gehirn aus. Auf diese Weise lassen sich irgendwann vielleicht auch Intermittenzen, plötzliche Gedächtnisaussetzer, die ein Chaos im Gehirn auslösen, oder Einfälle als ‚Neu-Ordnungen‘ im Neuronennetz erklären und evtl. sogar anzeigen/darstellen und reparieren (vgl. Briggs + Peat / Carius 2006, 86-88; vgl. auch die sog. Superwellen). 80

Die skizzierte Unbestimmtheit/Autonomie macht Vergleichbarkeit im strikten Sinn unmöglich. Auf der mesokosmischen Ebene ist das ein (oder besser: das) Grundproblem für Evaluierungen. Hier interessiert mich das juristische Verhalten (s. unten) als Beispiel und darin vor allem die Rechtsprechung, die allemal wegen der indefinit vielen Bedingungen für jede Entscheidung reduktionistisch arbeiten muß und damit Vergleichbarkeit gelinde gesagt erschwert (vgl. vor allem das Urteil gemäß Präzedenzfällen im britischen Recht). Jede Messung hängt von der aktuell-situationellen Perspektive ab, unter der gemessen wird. Messung wird ‚unscharf‘, lediglich ein „Maß des relativen Komplexitätsgrades eines Gegenstandes“ (ib. 137). Das Maß festzulegen wird Willkür, da nicht alle Faktoren berücksichtigt werden können. In diesen Fällen könnte die qualitative Mathematik der Fraktale 66 als Mittel zur Vergleichbarkeit herangezogen werden (vgl. ib. 118 und 188ff). Doch weder Juristen noch Translatoren beherrschen sie. Die Fraktale zeigen, zu welchen weit abweichenden Folgen die ‚Unschärfe‘ führen kann. Fraktale Gestalten hoher Komplexität lassen sich allein durch die Iteration einer geometrischen Transformation gewinnen. Geringfügige Änderungen einer solchen Transformation bewirken globale Änderungen. Eine kleine Menge genetischer Information kann die Entstehung komplexer Gestalten (Phänomenformen) bewirken. Geringe genetische Veränderungen können einen erheblichen Gestaltwandel hervorrufen (Mandelbrot, zit. n. Briggs + Peat / Carius 2006, 151). Das gilt auch für die „Meme“ (~ Gedanken; s. unten) als funktionale Entitäten. Die Mikrophysik (und jede Wissenschaft) muß ‚Unschärfen‘, Unregelmäßigkeiten, also Chaos, das wir „Zufall“ nennen, zulassen. Dieser Zufall kann selbst wieder determiniert sein (vgl. das häufig erwähnte Beispiel vom Schmetterlingsflügelschlag und seinen Folgen). Ordnung und Chaos greifen ineinander. Damit erhöht sich die Indeterminierbarkeit aller Prozesse. Dann ist da noch der Zeitfaktor (vgl. ib. 158). Zenons Pfeil (s. unten) eilt durch Raum und Zeit, wobei er allemal in indefinit viele Punkte zersplittert wird, und bleibt doch eine Einheit aus Komplexität. – (Zur Perspektivität vgl. auch Briggs + Peat / Carius 2006, 286f über die Relativität der Zeit.) Man denke sich in einen harmonisch proportionierten Tempel hinein, in dem nur zur Architektur gehörige Gegenstände vorhanden sind. Dann schließe man die Augen und denke sich den Tempel auf die Hälfte seiner 66 Gebilde aus Iterationen (~ Wiederholungen) selbstähnlicher Stücke. Der Terminus „Fraktal“ wurde 1975 von Benoît Mandelbrot eingeführt. 81

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