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Teil 3 Von und Zeichen-im-Gebrauch Saussure und Peirce

Teil 3 Von und Zeichen-im-Gebrauch Saussure und Peirce

case of foreign language

case of foreign language acquisition. Moreover, depleted elements, having become formators, seem to be perceived slightly, if at all, by language users, whether in speech or in reading. Thus, it is more than just habit, reinforced by education, which predisposes us to expect sign systems to convey referential information. 524 Heute argumentieren wir umgekehrt: Phänomene sind, wenn man so will, ‚leer‘, solange sie im oben dargelegten Sinne nicht gebraucht werden. Leere fällt mit der Nicht-Wahrnehmung durch einen Menschen zusammen. Sobald ein Phänomen von einem Menschen wahrgenommen oder danach gebraucht wird, ist es, wie ich darzulegen versucht habe, für diesen Menschen in diesem Augenblick zu einem nicht-leeren, funktional erfüllten Phänomen geworden. – Wir unterscheiden also die „referential function“ eines Wortes, die auf den Zweck des Wortes hinweist (z. B., um auf ein ‚Ding‘ zu verweisen oder es als X zu erkennen), und die „Funktion“, wie ich sie hier nenne, die auf den Zweck des ‚Dings‘ verweist (z. B. eines Phänomens als Sitzgelegenheit: ein „Stuhl“). “Referential function” ist eine Unterfunktion von „Funktion“ (in meinem Sinn). Es ist falsch, über eine reine Potentialität Inhalt(e) zuzusprechen. Die gemeinten (< >)Formen sollten daher auch noch nicht „Zeichen“ heißen. Ich kann aber mit Hinweis auf potentielle Funktionen, die in Vorkommen oft gewohnheitsmäßig erwähnt werden, von einem potentiellen Zeichen-im-Gebrauch sprechen und damit z. B. einen Prototyp meinen. Eine Funktion hängt von mehreren Bedingungen ab (vgl. Jäger [1965] 2006, 3f; ich kann leider nicht umhin, die klaren Aussagen Jägers formal und funktional zu verkomplizieren): Unter Umständen wird eine Funktion in eine Funktionsmenge aufgeteilt. Ein einfaches oder komplexes Zeichen bzw. eine Zeichenmenge als Einheit (vgl. den Text) wird von einem Benutzer 363 in dessen aktueller Situation als einem Zweck adäquat gewählt. Es wird eine Form gewählt, von der ein Individuum im Raum-Zeit-Punkt T annimmt, sie könne funktional adäquat als Zeichen (Hinweis auf etwas für jemanden) gebraucht werden. Die Adäquatheit ergibt sich für den „Zeichengeber“ (Hinweiser) aus verschiedenen Gründen: Das vorgesehene Zeichen bzw. das Mem / eine Memmenge des Produzenten als Zeichengeber 363 Ich habe Hemmungen, „Gebraucher“ zu schreiben. Mit „Benutzer“ setze ich keineswegs voraus, daß ein bereits vorhandenes ontologisch existiert. Hinsichtlich des Verbs „gebrauchen“ habe ich keine Bedenken. An dieser Stelle meine ich den, der etwas als Zeichen gebrauchen will. Man nennt ihn auch Zeichengeber. Damit ist keineswegs gesagt, daß ein Zeichen (als ) vor dem Gebrauch existiert.

525 soll die Intention einem oder mehreren intendierten Rezipienten situationsspezifisch (vgl. Vermeer 1992a) adäquat zuleiten. Dazu muß das Zeichen seine Funktion (den Hinweis auf das Gemeinte) nach Meinung des Produzenten hinsichtlich seiner Annahme über den/die Rezipienten hinreichend adäquat übermitteln können. Das Zeichen wird dann im nächsten Schritt (vgl. das Textem) zu einem virtuellen (funktionalen) „Abbild“ der Vorstellung des Zeichengebers über einen Sachverhalt seiner Welt, von dem (dem Sachverhalt und seinem „Abbild“) der Zeichengeber annimmt, es entspräche zugleich hinreichend dem/denen des/der Rezipienten. Das gewählte Zeichen muß sich evtl. an die zur intendierten Vermittlung des intendierten Hinweises auf die aktuell intendierte „Botschaft“ im gleichen Text verwendeten anderen Zeichen anpassen, so daß ein formal und funktional adäquater „Text“ entstehen kann und evtl. entsteht (vgl. die sprachspezifische Syntax; die Ästhetik formaler Iterationen, wie sie im Türkischen oft gebraucht, im Deutschen aber als unästhetisch geschmäht werden, usw.). Weder kann ein Zeichen einen Text vollständig repräsentieren, noch kann ein Text das komplette Zeichen sein (vgl. die Holistik; vgl. paralinguale „Zusatzzeichen“). Die Beziehung zwischen dem Zeichen und dem entsprechenden Zeichensystem (die Beziehung Zeichen vs. Zeichen in absentia) bei Jäger (2006, 4) 364 ersetze ich durch eine Relation des aktuell in Frage stehenden Zeichens bzw. der Zeichenmenge zu assoziierten, in der vorliegenden Situation potentiell möglichen anderen Zeichen (vgl. auch Zeichen ähnlicher Form, syntaktisch mögliche Varianten, Metaphern usw.). Ich möchte nochmals auf Derridas Kommentar zu Husserls Unterscheidung von Ausdruck* und Anzeichen* (vgl. Husserl Phänomenologie, 1992) zurückkommen. (Zum Folgenden vgl. u. a. Critchley 1992, 171-182; zu Derrida [1967] 1998, 17f;.) Für Husserl ist „Ausdruck“ ein metaphysisches Phänomen, während das „Anzeichen“ der Realität angehört. Es gibt einen Zusammenhang zwischen einem „Ausdruck“ genannten (aus Form und „Bedeutung“) und einem aktuellen Anzeichen. Die „Bedeutung“ ist der Inhalt des „Ausdrucks“. Für Husserl wird ein Anzeichen durch Gebrauch die Aktualisierung eines immer schon da-seienden, also voraus-„seienden“, metaphysischen „Ausdrucks“ (s. oben zum Vorrang des Allgemeinen). Andererseits entsteht ein „Ausdruck“ erst aus einem offensichtlich vorausgehenden verallgemeinerten Phänomen, das als „Anzeichen“ gebraucht worden ist. 364 Jäger geht in seiner Situation von der Realität ontologisierter , die unter sich Systeme bilden, aus.

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