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Teil 2 Grenzen ausloten Terminologische Skizzen

Teil 2 Grenzen ausloten Terminologische Skizzen

185 nehmen nicht wahr,

185 nehmen nicht wahr, was wir fassen, sondern was wir erleben und dabei empfinden. (Der Ausdruck „faßbar“ ist gefährlich doppeldeutig.) Auch die Mikrowandlungen in den Objekten nehmen wir nicht wahr. Wahrnehmung wird durch Gewohnheiten gelenkt und verstärkt. – An dieser Stelle können auch die sog. Phantomempfindungen von fehlenden Gliedmaßen usw. einbezogen werden. Man kann annehmen, „dass die Phantome von Menschen mit kongenitalem Fehlen von Gliedmassen durch die lebenslange Beobachtung von anderen Menschen mit intakten Körpern zustande kommen“ (Burrack 2007, 148). Verallgemeinert heißt das, daß man an sich selbst festzustellen vermeint und evtl. real feststellt, was man bei anderen, also außerhalb des eigenen (z. B. Körper-)Systems, beobachtet hat oder genauer: annimmt, beobachtet zu haben. Ein System geht über sich selbst hinaus und kann als eingeschränkter oder weitreichender empfunden /angenommen werden, als es ‚in Wirklichkeit‘ „ist“ (vgl. ib. 150). – Für das tägliche Leben ist der hier betonte Unterschied zwischen Realität und angenommener Perzeption unerheblich. Es gilt aber mögliche Folgen und Wirkungen zu bedenken, z. B., wie leicht wir auf unserer Meinung beharren, als sei sie die Wahrheit, und dann einen Streit vom Zaune brechen. Wenn wir uns bewußtmachen, daß auch wir selbst nur mit Annahmen leben und nichts objektiv wahrnehmen, werden wir vorsichtig. Wirklich sind die Folgen (die wir ebenfalls nur interpretierend wahrnehmen). Ich spreche von der Vorbedingtheit des Seins. Der Terminus Prozeß gewinnt zwei Bedeutungen: Mikrokosmisch nenne ich den Sprung von einem (im genauen Sinn) augenblicklich-punktuellen („[quasi]momentanen“) Ereignis zum nächsten einen Prozeß, wobei in einem Moment (einem Punkt) selbst keine Bewegung stattfinden kann. Sie ist der Quantensprung der Physik. Im Hinblick auf die gewöhnliche Wahrnehmung des Menschen gebrauche ich den Terminus „Prozeß“ auch im Sinne einer Ereigniskette, wenn sie als ein einfaches oder zusammenhängendes Ereignis aufscheint und ihm eine gewisse Dauer zugeschrieben wird. („Ereignis“ meint hier vor allem Unvorhersehbares, plötzlich, momentan Einbrechendes; vgl. die „Fulguration“ bei Konrad Lorenz.) Dauer ist der Ausdruck auf der Ebene der menschlichen Wahrnehmung, die mikrophysikalisch selbst als Prozeßkette aufscheint. Zeit gilt auf der ‚Menschenebene‘ als irreversibel. Mehrere Prozesse erscheinen u. U. als intermittent alternierend (doch s. unten zur Iteration). Was sich bewegt, ändert sich von Moment zu Moment (nicht im Moment). Die Wahrnehmung eines ‚dauernden‘ Phänomens, z. B. einer Rede, besteht aus einer Kette von Ereignissen. Erwartungen weisen auf

186 Kommendes. (Vgl. zur Zeitwahrnehmung Kaarto 2008, bes. 242-256, zu Husserl und Derrida; vgl. ib. „Retention“ und „Protention“.) Erwartungen und Erinnerungen (Evozierungen) wandeln sich und verändern den, der erwartet bzw. sich erinnert (vgl. das {Individuum} 120 ). Der Mensch empfindet die Phasen als kontinuierliche Übergänge (daher die Schwierigkeit, sich die buddhistische Ansicht vom Anfang und Ende vorzustellen). Mudersbach nannte den Menschen ein „Dividuum“. Momentane Übergänge von Vergangenheit über die Retention des letzten Moments zur quasipunktuellen Gegenwart und weiter zur Protention und Zukunft kann der Sprecher in seinem Empfinden nicht trennen. If the word “I” is now to designate already elapsed phases of the flow of consciousness and synthesize them with each other and with forthcoming ones, it cannot depict any of those phases in their total particularity, cannot become identical with them, but it needs to efface their differences to a certain extent, to see them as emplifying something general, to constitute the same self. Elapsed phases must be given a general form, representation, in order them to be readable during the following phases. The word “I” does not cease to function when a particular, empirical phase of the self fades away. (Kaarto 2008, 280, im Anschluß an Husserl) Dabei verwischt sich der Unterschied von Produzent und Rezipient. [T]e customary divisions between author and reader, sending and reception, dispatch and arrival are not watertight. As author, I am already addressee at the moment I write. (Bennington 1993, 53, zit. n. Kaarto 2008, 356 171 ) Husserl (Logische Untersuchungen 1992, 2.1, 87) sagt zu recht, „[d]as Wort ich nennt von Fall zu Fall eine andere Person, und es tut dies mittels immer neuer Bedeutung“, so daß “the word I never becomes totally known to its speaker” (Kaarto 2008, 282). Die Unmöglichkeit, an ein Ende zu kommen, d. h. hier: exhaustiv zu sein, gilt mit Derrida (Limited Inc. 1990b, 46, zit. n. Kaarto 2008, 305 10 ) auch für die Intention, die von Moment zu Moment weder andauert noch wiederholt, sondern nur iteriert werden kann. [É]tant donné cette structure d’itération, l’intention qui anime l’énonciation ne sera jamais de part en part présente à elle-même et à son contenu. 121 120 Geschweifte Klammern ({}) signalisieren Mengen. Mengen sind in sich geschichtet und bilden u. U. Untermengen (vgl. die Diskussion um den Terminus „Paradigma“). Mengen werden von einer Aufnahme- (und ihrer Verarbeitungs-)Stelle als Sequenzen aufgenommen und verarbeitet. Der Zusammenhang führt zu einer Vernetzung. 121 “[…] given that structure of iteration, the intention animating the utterance will never be through and through present to itself and to its content.” (Derrida / Weber + Mehlman 1988, 18).

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    Au cours d’analyses subtiles et d

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    460 aus Memsubsystemen auf verschie

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    462 Zu möglichst holistischem Vers

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    472 versuchen. Sie würde Mäßigun

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    474 des „uneigennützigen / sich

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    480 Ich will die Extension der Tran

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    482 P’s Intention durch R in R’

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    484 Reaktionen. Nach verbreiteter M

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    A tradução, como a leitura, deixa

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    vollem segel an das gestade jenseit

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    498 erst dessen Rezeption als ander

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    […] a qualidade do texto poético

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diagnose 2013-2-MSF-AT - Ärzte ohne Grenzen
VIELFALT HAT GRENZEN - HaysWorld
Studienbuch KinderuniWien Teil 2
Teil 2 - LichterZauber.org
Teil 2 - Arbeit und Leben
DIN 18025, Teil 1 und 2
Teil 2: Impulse für die Seelsorge (8.8 MB) - Renovabis
Teil 2 - Heilkunst Yoga – Yogatherapie heute
Download Teil 2 - AIDS-Hilfe Stuttgart eV
Seelenpartner-wenn Liebe alle Grenzen sprengt Leseprobe 2
2·2012 - Österreichisches Bibliothekswerk
Grenzen der Globalisierung
Grenzen in der Medizin 2 - Uhlich-Online.de
Zur Dekonstruktion der Mensch/Tier-Grenze
In den Grenzen von morgen
Diagnose 2/2006 - Ärzte ohne Grenzen
Teil 2 - Zeichen setzen!